Sharktopus

Super blöde Low Budget Monster Streifen zu fabrizieren ist ja momentan besonders in, nachdem Ausschnitte aus Megalodon zu Youtube-Highlights werden und The Asylum mit ihren Mega Sharks und ähnlichen Filmen gut fahren. Nicht zuletzt auch der amerikanische Sender SyFy durch deren Ausstrahlung gut Quote macht, wodurch viel von dem Müll mittlerweile sogar deren „Original Productions“ sind. Man wird das Gefühl aber nicht ganz los, dass sie es damit etwas arg übertreiben (25 Maneater Filme? Seit 2007?? Are you fucking shitting me?).

So, das ist der Deal: Das US-Militär hat eine supertollige Killermaschine, halb Hai halb Oktopus entwickelt. Warum die Navy ein sehr gegen Kugeln und Sprengstoff anfälliges Meerestier für die ultimative Waffe halten soll, sei mal dahin gestellt. Dann wiederum wird das Vieh in der letzten halben Stunde des Filmes permanent on gunpoint mit einer SMG beschossen und das kratzt es nicht sonderlich – wobei uns Mr. Hunk versichert, er verfehlt es nur ständig. Aber ich greife vor, das tolle Ding ist nämlich auch ziemlich anfällig gegen Motorboote wie es scheint, zumindest führt ein leichtes Anditschen eines solchen dazu, dass das Kontrolldingens flöten geht. Nicht mehr per Gehirnwäsche an so ein schreckliches Land wie die USA gebunden macht der Sharktopus sich erst mal dran, Spaß in Mehiko zu suchen.

Auf seinen Spuren Eric Roberts, dessen Wissenschaftler-Tussi Tochter und einsammeln tun sie dann noch Mr. Hunk, mit dem sie früher mal zusammen gearbeitet dann aber rausgeschmissen haben, weil er zu viel Geld wert zu sein dachte. Mr. Hunk ist natürlich ein moralischer Heldentyp und will das Vieh lieber umbringen, statt einfangen, doch das Versprechen auf 300k $ stimmt sein Gewissen dann doch um. Das Vieh killt eine Menge Touries, wir finden raus, dass Eric Roberts natürlich ein fieser Wissenschaftler ist, der den Sharktopus fürs Militär besonders angriffslustig gepolt hat und am Ende sprengen Mr. Hunk und Wissenschaftlertussi das Vieh in die Luft.

Ich weiß wirklich nicht, warum ich überhaupt immer mal wieder so einen Film sehe, denn das Zielpublikum bin ich eigentlich nicht so ganz. Häufig find ich bewusst auf dämlich getrimmte Filme nämlich dann tatsächlich nur dämlich, denn so blöd, dass es wieder witzig ist. Bei so Namen wie Frankenfish oder Sharktopus kann ich dann aber anscheinend doch das Beste hoffend nicht vorbei gehen. Was, SyFy hat einen Film mit dem Titel Piranhaconda gemacht? Must resist…

Das Ding mit diesen Filmen ist immer, dass wenn denn Trash, dann bitteschön auch so richtig trashig. Nackte Haut und ordentlich Blut will ich sehen, wie in einem Piranha 3D. Diese Made-for-TV Dinger sind da leider meist viel zu handzahm. Klar, Sharktopus geht sogar noch, es gibt ein paar Bikinibabes zu sehen und Mr. Hunk tut uns den Gefallen, die finale halbe Stunde mit offenem Shirt rum zu laufen und auch geblutet wird, wenn der Hai angreift. Aber die Bikinis bleiben an ihrer Stelle, das Blut ist dieses lächerliche CG-Zeug. Da kommt doch keine Stimmung auf. Und auch der Sharktopus ist halt wieder so ein blödes CG-Viech, statt so richtig schön Gummi/Papp-Attrappe zu sein. Vielleicht zieht das nur bei mir als Kind der 80er nicht und die jüngere Generation, die mit schlechtem CGI aufgewachsen ist, stört sich nicht dran, aber so richtig trashig ist diese klinische CG-Schoße für mich einfach nicht.

Immerhin bekommen wir das Monster schön häufig zu sehen und der Body Count ist nicht niedrig. Und das Vieh ist sich für nix zu schade. Da schnappt es sich Bungeespringer aus der Luft, kraxelt seine Tentakel wie Spinnenbeinen nutzend an Land rum, beißt Köpfe ab, spießt Leute auf und schlitzt mit seinen scharfen Tentakelauswüchsen dem Main Bad Guy sogar höchstpersönlich die Kehle auf. Ganz davon zu schweigen, dass sich seine Größe ständig passend zur Szene ändert. Das ist doch alles so dämlich, dass es eigentlich Spaß machen müsste, oder?

Aber genau das tut es nicht. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber Sharktopus macht einfach nicht sonderlich viel Laune. Auch die (schlechten) Schauspieler scheinen keinen Spaß mit dem Mist zu haben, sondern nehmen das ganze Ding viel zu ernst. Selbst Eric Roberts, von dem man meinen sollte, er habe hier mitzuspielen nicht nötig (aber vielleicht ist er ja wie Nicholas Cage und verprasst seine Gagen so schnell wieder, dass er jede Rolle annimmt, die ihm geboten wird), scheint nicht zumindest das Beste aus dem Schrott zu machen und aufzudrehen, sondern langweilt kolossal. Und gerade deswegen wirkt der Film trotz 85 Minuten sogar noch zu lang. Diesen ganzen Produktionen wäre echt geholfen, wenn sei flotte Einstünder wären.

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6 Kommentare

  1. OMG, die Bilder sehen schon extremst billig aus… ich glaube darauf kann ich verzichten.

    Hässlichen Glühstrumpf btw. Dein durchaus interessantes Geschreibsel hat mich dazu gebracht deinen kompletten Blog durchzulesen und bei vielen der Artikeln sogar einen mehr oder weniger überflüssigen Comment zu hinterlassen. Ich freue mich schon auf mehr.

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  2. Und hast du nun auch meine Mail gelesen? =3

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  3. Ok, wie nehme ich dann am besten Kontakt zu dir auf? Hast ja hier kein Kontaktformular oder ne Mailaddy… Schreib mir am besten eine Mail. Die Adresse findest du als Link in meinem Blog unter „About… darkIkarus“. Wär nett.

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