Adventure Week #18: The Last Door

Zurück zu den pixeligen Indie-Games. The Last Door ist ein ziemlich Publikumsbezogenes Spiel. Denn nicht nur ist es ein Kickstarter-Projekt, bei dem jede weitere Episode via Crowdfunding finanziert wurde, sondern die Community wurde auch herangezogen, um sie zu testen und Verbesserungsvorschläge einbringen zu können. Letztendlich kam es so zwischen Anfang 2013 und Anfang 2016 zu acht Episoden, unterteilt in zwei Staffeln.

Das erste Kapitel von Season 1 zeigt bereits das wirklich gute Timing der Serie. Wir starten mit dem üblichen Prolog, hier klicken wir eigentlich nur dreimalig den Stuhl, realisierend, dass wir dem Charakter dabei helfen sich zu erhängen. Später, als der von ihm hierherbeorderte Devitt, puzzeln wir uns langsam aber sicher durch das verlassene Heim von ihm. Ein Gegenstand, den wir aufsammeln, ist eine Schalplatte, die selbstverständlich am offensichtlichen Grammophon des stinknormalen Wohnzimmers benutzt werden muss. Die Schallplatte läuft und läuft und lässt sich nicht mehr ausstellen, sich sonst hier nichts machen. Aber sobald man aufgebend den Raum verlässt, verstummt sie plötzlich. Wieder hineingegangen ist der Raum komplett abgedunkelt und voller Krähen, die jede Bewegung von Devitt verfolgen. Was ein toller Reveal. Die Episode endet später, nach weiterem Puzzeln und ohne sonstige herausstechend unheimliche Vorkommnisse, auf dem Dachboden, wo die erhängte Leiche des Freundes aufgefunden wird. Und noch bevor wir was machen können, bricht der Schwarm Krähen in das Zimmer und stürzt sich auf ihn. Ende des Einstiegskapitels des Spiels. Wenn man da nicht sofort mit Episode 2 weitermachen will, weiß ich auch nicht.

Als Spiel an sich ist The Last Door reichlich simpel, eigentlich nur wenige aufgenommen Gegenstände und deren Einsatz woanders davon entfernt, ein Walking Simulator zu sein. Das liegt schon daran, dass die einzelnen Episoden nette kleine Happen sind, die in spätestens je einer Stunde bespielt sind, und das zwischen ihnen kein Inventar übertragen wird. Icons zeigen großzügig an, womit interagiert werden kann, und so dauert es eigentlich nie lang in der Exploration, bis man die benötigten Items oder deren Einsatzmöglichkeit gefunden hat. Selbst dann, wenn die Logik dahinter mal nicht so Hieb- und Sichtfest sein sollte.

Stattdessen ist The Last Door eher ein Mood Piece, stark inspiriert von den obligatorischen beiden Indie-Horror-Inspirationen Poe und Lovecraft. Die einsteigenden Kapitel sehen also Devitt in Staffel 1 und nach dessen Verschwinden seinen Psychiater in Staffel 2 im viktorianischen England dabei, den Tod des Freundes respektive besagtes Verschwinden zu investigieren. Das dann in Herrschaftlichen Häusern, auf grauen Friedhöfen, in schattigen Irrenhäusern etc., ganz gediegen und mit leicht hochtrabenden Charakteren und dem ständigen Hinweis des Wahnsinns unter der Oberfläche ganz wie in Poe-Werken. Nur um Herauszufinden, dass es hier um ein Ritual geht, um den Vorhang unserer Realität zu öffnen und dahinter den wahren kosmischen Horror wie in einem Lovecraft zu entdecken, durch den gerade die letzte Folge der sich beständig zuspitzenden Staffeln visuell trippiger werden. Nicht, dass nicht davor bereits durch einige Visionen und Einbildungen punktuell die Reise mit merkwürdigen Erscheinungen gespickt würde.

Ich war zumindest echt gut eingenommen von The Last Door. Die Angelegenheit ist sehr simpek gehalten natürlich, aber doch ziemlich effektiv wenn es darum geht, die richtige Atmosphäre zu beschwören. Erinnert mich ein wenig an den Chzo-Mythos, wahrscheinlich auch wegen der Kürze und dem Pixelart, nur spielerisch nicht so experimentell, dafür narrativer dichter gewoben. Lässt sich halt auch gut mal einfach ein Kapitel von 45-60 Minuten zwischendurch spielen, und die interessanten Cliffhanger bieten immer Motivation doch möglichst bald mit der nächsten Episode weiterzumachen. Ich bin restlos überzeugt.

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Adventure Week #18: Home

Silent Hill ist neben Resident Evil ein großer Name in Sachen Survival Horror gewesen. Und die Franchise, die mehr Prestige mit sich gebracht hat, da intelligenter und psychologischer. Vielleicht ist es auch deswegen, dass einige minderwertige Einträge die Serie kaputt machen konnten, während Resident Evil seinen fünften und sechsten Teil überleben konnte. Auf jeden Fall ist das der Grund, warum sich Indie-Horror gerne das „von Silent Hill inspiriert“ an die Backe schmiert.

So auch Home, welches auf PCs, iOS, PSVita und PS4 erhältlich ist. Ein Spiel, bei dem der Hauptcharakter mit eklatanten Wissenslücken in einem Haus aufwacht, seine Frau Rachel vermissend, und sich auf die Suche nach deren Verbleib macht. Dabei von jenem Haus über einen unterirdischen Komplex, in den Wald, zu seinem alten Arbeitgeber bis letztendlich seinem zu Hause begibt. Auf dem Weg diverse Spuren seiner Frau findet, dazu die eine oder andere Leiche eines Bekannten oder Unbekannten, und mysteriöse Hinweise auf diverse Vermisste.

Die Sache ist die, Home rät einem an ohne jegliche Vorkenntnisse das Spiel zu spielen, weil es sich komplett an den eigenen Entscheidungen aufhängt. Und tatsächlich, wann immer ein interaktives Objekt observiert, eine Nachricht aufgefunden, oder ein Item aufgenommen werden kann, fragt das Spiel vorher nach, ob man dies auch wirklich tun will. Nimmst du die Knarre mit oder nicht? Schaust du ins Notizbuch oder nicht? Hast du den Generator in Gang geschmissen oder nicht?

Einige dieser Dinge müssen getan werden, um im Spiel voran zu kommen, wobei es durchaus das eine oder andere Mal mehrere Alternativen bestehen. Aber eben, ganz darauf aufbauend was untersucht, mitgenommen oder zu welchen Erkenntnissen der gespielte Hauptcharakter gekommen ist, gibt es am Ende ein Abriss dessen, worum es vage im Spiel gegangen sein könnte. Offen dazu, selbst weiteres hinein zu interpretieren, und erneut zu spielen und diesmal anders zu handeln. Ja, es gibt sogar die Aufforderung dazu, die eigene Geschichte online zu teilen, weil sie eben stark danach personalisiert ist, was man selbst getan oder nicht getan hat.

Bei mir kam allerdings leider ein etwas fragmentiertes Ergebnis heraus, wahrscheinlich weil ich zu viele Dinge eben nicht untersucht habe, nicht herumschnüffelte. Mein Charakter ist sich sicher gewesen, dass es Rachel nicht gab. Das sein bester, tot aufgefundener, Freund regelmäßig die Fabrik aus unbekannten Gründen besuchte. Das er selbst allerdings wohl mehrere Menschen beim Schlafwandeln umgebracht hat. Und deswegen jetzt die Stadt besser schleunigst verlässt. Das war tatsächlich etwas unbefriedigend. Ich denke, hätte ich im Keller des eigenen Hause geantwortet, dass er unter der Decke Rachel statt Nichts gefunden hätte, wäre da wesentlich mehr gefüllt worden. Denn alles deutete darauf hin, dass sein bester Freund und Rachel eine Affäre hatten, oder mein Charakter das zumindest dachte. Und da er ein Alkoholproblem hatte und aus der Fabrik gefeuert wurde, hätte auch er alle dortigen Leute umgebracht haben können, nachdem er ausgetickt ist.

Zudem ist Home insgesamt das, was man gern als Walking Simulator bezeichnet. Denn es gibt keine Gegner, keine Puzzle, nichts was zum herkömmlichen Gameplay gehört. Einfach durch die Lokalitäten gehen und bei jedem interaktiven Punkt Ja/Nein wählen, und am Ende gibt es einen Abriss dessen, was passiert hätte sein können. Das war interessant, aber doch tatsächlich auch im Nachhinein etwas unbefriedigend, was aber wie gesagt auch eventuell an meinem spezifischen Ende gelegen hat.

Falling for the Criminal: Nicole

Als nächstes Dating Sim hat es nun doch unsere Freunde bei Winterwolves erneut getroffen, die ja im Indie-Bereich ordentlich an Visual Novels und Dating Sims zu bieten haben, auch wenn ich die alle eher im Durchschnitt einordnen würde. Aber ich glaube das Thema, dass ich sehr einfach zu befriedigen bin, hatten wir bereits.

Nicole (Otome Version) dreht sich um die Titel-gebende Nicole, die gerade frisch ans College gekommen ist. Zunächst recht gut eingestellt, da der Campus hübsch ist und sie sich auch sofort mit ihrer Zimmergenossin versteht, wirft ein kurzer Gang in die lokalen News allerdings bereits einen Schatten voraus. Im Laufe des letzten Jahres sind 3 Mädchen, die auf das College gehen, entführt worden. Alle nach 3 Tagen allerdings unverletzt aber mit Amnesie wieder aufgetaucht. Nicole scheint das nicht weiter groß zu jucken, stattdessen scrollt sie lieber gleich weiter und geht Internet-Shoppen.

So ein wenig unbedarft ist die Gute ja schon.

Wobei sie uns direkt im inneren Monolog versichert, dass sie ein schlauer Brainiac ist, aber deswegen kann man ja trotzdem stylish sein, auch wenn auf ihrer High School dadurch immer alle überrascht waren, zwecks Vorurteil das hübsche Mädchen nicht auch schlau sein können. Wow, Humble Brag much? Tatsächlich ist es so, dass mein größtes Problem in Nicole Nicole selbst war. Scheinbar wollte man ihr etwas mehr Persönlichkeit abgeben, als Protagonisten in diesen Spielen normalerweise mitbringen. Aber Mensch, wenn ich deren nicht immer mal wieder absolut nervig fand.

Wenn sie in der Cafeteria essen geht beispielsweise, versichert sie uns sofort im inneren Monolog, dass sie das eigentlich total selten macht, statt hier ständig abzuhängen. Sie ist gern die Erste in den Vorlesungen, weil man sich dann so gut alle anderen, die nachträglich kommen, anschauen und beurteilen kann. Wenn sie uns erzählt, dass sie das Blog von einem Kerl mag, der viel über Technik schreibt, wird sofort eingeschoben, dass sie mit dem Thema selbstverständlich nicht viel am Hut hat, den Schreibstil nur so mag. Natürlich hat sie selbst ein super beliebtes Life-Blog. Es kam mir teilweise wirklich so vor, als wäre jede zweite Szene mit ihr eine Ausrede, um entweder anzugeben, oder zu versichern, dass sie das, was sie unter ihrer Würde sieht, eigentlich unter normalen Umständen ja nie machen würde. Was für eine selbstverliebte Kuh.

Show don’t tell?

Natürlich wird Nicole dann später auch selbst vom Entführer kontaktiert, um zum vierten Opfer zu werden. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich das nicht einfach als Karma abtun sollte. Allerdings ist es so, dass sie mir später im Spielverlauf dann aber auch gar nicht mehr so viel auf den Keks ging. Ein wenig immer noch, aber irgendwann bekommen auch die Kerle immer mal verbal die Oberhand und erwischen Nicole auf dem falschen Fuß. Sie ist natürlich dennoch sau dämlich, weil sie nicht die Polizei kontaktiert, sondern der Sache selbst nachzugehen versucht. Und da Nicole nur an sich selbst denken kann, überrascht es sie tatsächlich auch, wenn ihr jeweiliger gewonnener Freund dies total egoistisch und blöde von ihr findet, nicht den Behörden und ihm zu sagen, was Sache ist. Abgesehen natürlich von demjenigen, welcher der Übeltäter ist. Aber hey, wenn man in Sweet Fuse einen Terroristen daten kann, warum in Nicole (Otome) nicht auch einen Entführer?

Spielerisch ist alles so ziemlich beim Alten. Das Spiel startet Anfang September und läuft bis Ende Dezember, jeder Tag ist in 7 Zeitslots unterteilt. Und man darf nun immer schön klicken, zu welcher Lokalität man gehen und welche der dort angebotenen Aktionen man für Statusupgrades machen will. Wobei die unterschiedlich viele der Slots einnehmen, und an Wochentagen der Vormittag natürlich mit Vorlesungen gefüllt ist. Wie immer gibt es sogar einen praktischen Überblick am Ende eines Tages, wie sich die Statuswerte und Charakteraffinitäten geändert haben. Und Cutscenes mit den Kerlen, in denen Multiple-Choice-Antworten gegeben werden, triggern automatisch, man muss also nicht am richtigen Tag am richtigen Ort sein, sondern nur die Affinität hoch genug haben, in dem man genug richtige Antworten gegeben hat.

Statusveränderungsübersicht.

Das Spiel kennt dabei 7 Statuswerte. Wobei Energy und Morale so ziemlich das Gleiche tun, nämlich ausbalancieren, dass man hin und wieder auch mal rasten muss, statt immer nur an den anderen arbeiten zu können. Die anderen 4 Statuswerte sind jeweils für einen der Charaktere benötigt, den Rest kann und sollte man weitestgehend ignorieren. Denn wer sich nicht fast von Anfang an ganz speziell auf einen Charakter eingeschossen hat, wird in Probleme geraten, wirklich noch jemanden zu gewinnen, da auch alle nötigen Szenen mit ihnen bis zum Spielende gesehen werden müssen. Bleibt noch ein weiterer Statusbalken, nämlich Clues, welches damit zusammenhängt, ob man am Ende das Mysterium um die verschwundenen Mädchen gelüftet bekommt, oder nicht. Um einen Charakter zu gewinnen ist das theoretisch nicht benötigt, sie bei 100% Zuneigung und den von ihnen gewünschten Wert auf 999 zu haben, plus alle Szenen mit ihnen zu sehen, und man bekommt deren Normal End vorgespielt. Wer allerdings dies um das True End des Charakters erweitert sehen will, muss auch Clues auf 999 und alle zugehörigen Mystery-Szenen gesehen haben.

Um hiermit zu helfen, werden im Oktober Jobs freigeschaltet, um Geld zu verdienen und den an ihnen hängenden Status schneller leveln zu können. Und Ende Oktober darf das angesammelte Geld dann per Online-Shopping wieder ausgegeben werden. Wobei es hier auch nötig ist sich die Zuneigung der Kerle zu erkaufen. Über die ursprünglich und in jedem Durchgang erneut gesehenen Szenen, wodurch der Anfang immer sehr Textlastig ist, man aber dafür auch einen guten Überblick über die Liebesprospekte hat, kommt man nämlich nur bis 30% Affinität mit ihnen, um weitere zu triggern muss dann anschließend mit Geschenken nachgeholfen werden.

In wessen Herz möchte Frau sich einkaufen?

Gut gefallen hat mir übrigens auch das sehr hübsche Charakterdesign des Spieles. Und diesmal gibt es sogar mehr als nur 1 CG, sondern neben dem aus dem normalen Ende noch 2 weitere im True End. Wobei merkwürdigerweise andere weibliche Charaktere eher nicht so pralle aussehen. Was deswegen auch seltsam ist, da seit Ewigkeiten ein Nicole (Yuri Version) angekündigt ist, in dem man eben andere Mädels statt Jungs daten können soll. Wenn daraus überhaupt noch mal was wird. Auch der sehr auf melancholisch stehende Piano-Klänge gehende Soundtrack war ganz nett, die SFX eher nervig, gerade das ständige Vogelgezwitscher im Park.

Ganz einfach ist Nicole übrigens nicht, obwohl es wieder verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Auswahl gibt. Es ist tatsächlich nicht unbedingt schwer, alle Statuswerte bis zum Ende auf Maximum zu haben, die man für den jeweiligen Charakter braucht. Aber man kann sich doch verkalkulieren, wenn es darum geht, auch noch alle Mystery- und Romantik-Szenen zu sehen, bevor die Zeit abgelaufen ist. Ich habe letztendlich das True End von allen vier Charakteren gesehen, musste aber bei zwei von denen von vorn beginnen, da beim ersten Versuch noch ein Standardende über den Bildschirm lief:

Rechts der DILF ist Teds Vater btw.

Jeff war der Erste, den ich angetroffen habe, nachdem Nicole prompt auf dem neuen Campus verlustig geht, und er ihr den Weg weist. Immer gestriegelt angezogen, gepflegtes Äußeres, super freundlich und charmant, ist der Pharmazie-Student auch intellektuell ein Überflieger. Also der perfekte Kerl, da muss doch was Dunkles dahinter stecken. Und bei seinen Studienfächern, und da er seinem Professor im Labor aushilft, würde Jeff doch sicherlich auch wissen, welche Drogen man verabreichen muss, um jemanden zu kidnappen und anschließend die Erinnerung zu vernebeln.

Tja, seine Nettigkeit ist dann auch nur Fassade, die er sich aufgebaut hat, als seine Großeltern in erziehen mussten, und er seither allen alles recht machen will. Darunter ist ein wenig freundlicher und arroganter Typ, der Nicole zu seiner eingeschworenen Assistentin macht. Denn der Kerl hält sich für einen Alchemisten und braucht diverse Zutaten, um einen Beliebtheitstrank zu brauen. Über die Arbeit mit ihm verguckt er sich natürlich in Nicole und wird netter, und Nicole ist dann auch so nett auf ihn zu warten, bis er aus dem Gefängnis entlassen wird. Weil Jeff natürlich der Entführer ist, der seinen nicht sonderlich erfolgreichen Trank an den Mädels ausprobiert hatte.

Ich mag den Zeichenstil, aber schon alleine 3 Charaktere sehen sich eigentlich zu ähnlich.

Ted trifft man im ersten Kriminologie-Unterricht an, wenn man ihm den Rucksack ins Gesicht haut und er später die rausgefallenen Stifte Nicole hinterher trägt. Soll angeblich einen niedlichen Akzent haben, wobei wir später herausfinden, dass damit ein Südstaatenakzent gemeint ist, und das mal alles andere ist. Jedenfalls ist er der etwas verklemmte Typ, der seinen Job im Laden des Vaters echt ernst nimmt, und leicht aus der Ruhe zu bringen ist. Und Nicole behandelt ihn sofort wie eine Zirkusattraktion, die zu ihrem eigenen Vergnügen existiert.

Wir finden dann heraus, dass sein Vater Polizist ist und die Mutter vor Jahren verstarb, deswegen der von ihr geleitete Laden verkauft werden musste. Sie sind hierher gezogen und nun will er sich über den neuen Laden beweisen, der aber nicht so gut läuft. Es sei denn sein DILF von Vater steht hinterm Tresen (kein gewinnbarer Charakter, leider). Mit einer Aktion soll dann auch mehr Aufmerksamkeit auf den Laden gelenkt werden, doch letztendlich stampft sein Vater ihn doch ein, weil er nicht weiter will, dass Ted sich unnötig für den aufopfert.

Wer drauf steht…

Kurt ist der Jock-Charakter des Spiels, den man versehentlich in der Umkleidekabine erwischt. Nicole wird sich übrigens seine ganze Route über wie eine 12-Jährige verhalten, der es total unangenehm ist, wann immer sie ihn ohne Shirt sieht, als wäre ein Kerl mit nacktem Oberkörper wahnsinnig was Besonderes. Trotz reichem Vater ist er über ein Sportstipendium hier, und auch nicht wirklich eine helle Leuchte, weswegen seine aktuellen Noten das Stipendium zum Wackeln bringen, bis Nicole zu seiner Nachhilfelehrerin wird.

Denn über den Unterricht werden nicht nur seine Noten besser, sondern auch seine Attitüde. Weniger dumme Sprüche, mehr ehrliche Gespräche. Dass man ihn auf dem ersten Date nicht küssen will, als wäre man eine schüchterne 12-Jährige macht die Situation allerdings angespannt, zusammen mit einer Verletzung, wegen der er das Jahr Football aussetzen muss. Weil er meint für sonst nichts gut zu sein, dem wir natürlich wiedersprechen. Und am Ende kann er zwar wieder spielen, hat aber auch nun neue Ziele und ändert seinen Studiengang in Sportmedizin.

Autsch.

Darren trifft man ursprünglich als Voix, den besagten Blogger, den Nicole so interessant findet, obwohl sie sofort beteuert, dass sie für die wenig mädchenhaften Themen eigentlich nichts übrig hat. Hey, Nicole ist doch kein Nerd, sondern nur eine missverstandene schöne Intelligenzbombe, auf die alle neidisch sind. Das arme Mädchen, schweres Schicksal. Wenn sich dann herausstellt, dass er an das gleiche College geht, und dahinter der schüchterne Darren steckt, der so ganz anders ist, interessiert Nicole das natürlich nur noch mehr.

Tatsächlich versteckt sich der spritzige Voix auch unter der Schale des zunächst fremdelnden Darren, der erst mal auftauen muss. Darren ist sich dabei durchaus bewusst, dass sein IRL-Selbst eher eine Enttäuschung ist, wenn man ihn vom Internet kennt. Was Nicole nicht komplett abstreiten aber auch nicht komplett bestätigen kann, weil das nur der erste Eindruck ist. Nachdem Nicole ihm auf Anfrage von guter Horror-Literatur ausgerechnet Internet-Creepypastas vorschlägt, und über Darrens enge Freundschaft zu Kurt unwitzige Schwulenwitze reist, hatte ich Nicole auf Darrens Route endgültig aufgegeben. Irgendwie meidet er sie dann auch, weil er zu nah an der Sonne flog, und sie doch nie auf ihn stehen würde, aber am Ende klärt sich das alles auf und gut ist.

Loving Wife or Dirty Whore: Eleanor

Hallo, mein Name ist [aus Gründen der Privatssphäre zensiert] und ich habe ein Problem. Ich bin süchtig danach, zuzuschauen, wie sich Statuswerte erhöhen. So sehr, dass ich bereitwillig jedes Dating Sim spielen würde. Egal wie billig gemacht oder schmutzig von der Materie. Ja selbst wenn die schmutzige Materie wieder der Natur meiner Sexualität gestaltet ist, so dass sie mir gar nichts bringt. Ich glaube, ich muss mich langsam wieder in saubere Gefilde vorarbeiten, vielleicht über Tears to Tiara nach Sakura Wars 2?

Aber soweit sind wir noch nicht, sondern bei Eleanor: Loving Wife or Dirty Whore. Einem in Flash für den Browser gemachten Porn-Game, wenn es der Titel nicht schon verrät. Davon gibt es reichlich, denn dank diverser 3D-Model-Software ist es einfach, ein paar wenig bis moderat attraktive Charaktere in eine nichtssagende Lokalität zu schmeißen und rammeln zu lassen. In der Regel in kurzen Visual Novels gemacht, damit man über wenige richtig zu gebende Antworten in den verschiedenen Stellungen landen kann, und weil das viel einfacher zu programmieren ist. Aber so einfach macht es sich Eleanor gegenüber den meisten anderen Spielen aus gleichem Hause dann doch nicht, sondern ist tatsächlich ein vollwertiges wenn auch abgespecktes Dating Sim.

Ein wenig selbstironisch ist das Spiel schon.

Das Setup der Angelegenheit ist wie folgt. Eleanor ist eine Ehefrau, jedoch alles was sie an ihrem Ehemann Drake liebt ist sein Geld. Oder besser gesagt jenes auszugeben, was dazu geführt hat, dass der gute Drake irgendwann feststellen muss, dass alle Konten, auf die seine Eleanor zugriff hat, leer geräumt sind. Wobei es etwas hart ist zu verstehen, wofür sie das alles ausgegeben hat, denn anschließend wieder zu Barem machen kann man gerade mal 5 Kleider. Aber gut, mit zigtausenden von Dollar weniger in der Ehe, kommt Drake zum Entschluss, dass es eine Ehefrau weniger auch tun könnte. Also nicht in dem Sinne, dass er versucht sie umzubringen, sondern Eleanor mit der Scheidung droht. Es sei denn die beweist ihm ihre Gutmütigkeit der Ehe doch noch eine Chance zu geben. In dem sie sich wieder hinein kauft. Wenn Eleanor es schafft in 50 Tagen mit 2000$ an Anzahlung um die Ecke zu kommen, und auch ausreichend herzlich Drake gegenüber war, nimmt er sie doch wieder zurück.

Es gibt also im Spiel sowohl ein Zeitlimit wie auch ein bis dahin zu erreichendes Ziel, sowohl in Geld als auch in Zuneigung Drakes gegenüber Eleanor. Um jene zu gewinnen bleiben Eleanor täglich diverse Aktionen, wie ihm beispielsweise ein Essen zu kochen, mit ihm zusammen TV zu schauen, und sobald eine gewisse Schwelle überschritten ist, ihm das Hirn rauszuvögeln. Geld verdient sich, zumindest sobald sie die 5 Kleider im Schrank verkauft hat, von denen sie sich zu trennen bereit ist, nur in dem sie einen der vier Jobs der Stadt annimmt. Und hier zählen weitere Statuswerte wie Style, ihr Management, ihre Sexappeal etc. hinein, denn nur mit den richtigen Stats wird sie engagiert, und nur mit noch besseren wird sie befördert. Zusätzlich hat natürlich auch Eleanor Stamina zu balancieren, in Form von Hunger, der mit jeder Aktion, die nicht essen beinhaltet, steigt. Und letztendlich muss ihre Moral auch immer wieder aufgepeppt werden, damit sie überhaupt die Motivation für andere Aktionen hat.

Bei der Haltung ist es nur eine Frage der Zeit zum Hexenschuss.

Doch dann gibt es noch einen weiteren Statuswert, der im Titel des Spieles verankert ist: Treue. Wir starten in der Mitte bei 50 und diverse Aktionen verringern oder erhöhen diesen Wert. Bis bei 100 Eleanor zur liebenden Frau und bei 0 zur dreckigen Hure wird. Manche Dinge sind selbsterklärend, sich um Drake oder den Haushalt zu kümmern gibt beispielsweise Punkte gen gute Ehefrau, mit anderen Leuten zu schlafen ist hingegen nuttig. Manche Dinge sind fragwürdiger. Wenn Eleanor für sich im Büro masturbiert, um ein wenig Dampf abzulassen, gibt das Huren-Punkte statt neutral zu sein. Aber so richtig witzig ist es, mit Drake zu schlafen. Beziehungsweise was man dort mit ihm macht. Denn ihn einfach ranzulassen macht einen zur guten Frau, sich von ihm die Muschi lecken zu lassen hingegen zur Hure. Irgendjemand fand das bestimmt logisch, ich fand es urkomisch.

Allgemein muss ich sagen, fand ich das Spiel recht amüsant gehalten. Viel Text ist natürlich nicht drin, hauptsächlich klickt man sich stupide durch die immer gleichen Aktionen, um die richtigen Statuswerte zu verbessern, sich beim richtigen Charakter einzuschmeicheln, oder das Bankkonto zu füllen. Selbst besagte Gespräche mit den Charakteren sind nicht so sehr Dialoge, als das man einfach nur Icons anklickt, die für sie interessante Themen repräsentieren, um die Zuneigung zu erhöhen, während die Konversation komplett Wortlos und für den Spieler unsichtbar telepathisch abläuft. Aber die ein oder zwei Sätze, welche die meisten Aktionen begleiten, sowie die drei oder vier, die dann doch mal bei einem Event-Gespräch zustande kommen, sind selten ernst gemeint, nie ernst zu nehmen, und durchaus humorig.

Reden ist Silber, Icons klicken ist Gold.

Ich meine selbst Eleanor als Charakter konnte ich gegen Ende etwas leiden, obwohl das Setup sie so extrem schlecht porträtiert. Ist sie zu Beginn auch. Jedoch hat sie einen sehr starken Charakter und ein ziemlich loses Mundwerk, plus viele sarkastische Gedankengänge, durch die ich mich schon für sie erwärmen konnte. Je nach einem der 8 erreichbaren Enden kann sie durchaus auch wesentlich netter sein, und wann immer sie jemandem etwas auswischt, freut man sich fast für sie, weil der jeweilig andere noch mieser vom Charakter her ist. Abgesehen davon mag ich sehr, dass sie das ganze Spiel über komplett in Kontrolle bleibt, statt zum Sexpüppchen zu verkommen, da tatsächlich alles in der Hand des Spielers liegt. Sie muss sich nicht durch die halbe Nachbarschaft schlafen, wenn ihr (bzw. dem Spieler) nicht danach ist. Sie kann zur netten und treuen Hausfrau werden. Sie kann ihrer wilden Sexualität freien Lauf lassen. Egal was sie auch macht, um Geld zu verdienen, es ist immer ihre freie Entscheidung.

Ich glaube wenn man nicht will, muss man das ganze Spiel über gar keinen Sex haben. Geld lässt sich auch auf andere Art und Weise gewinnen, und die Zuneigung von Drake kann auch über Gespräche und andere Aktionen erhöht werden. Das ist schon ziemlich interessant, wenn man mal bedenkt, dass der Stimulus der Libido des Spielers schon das Hauptziel des Spieles ist. Hat man sich jedoch dafür entschieden, sich doch Stimulieren zu lassen dann… eh, ich weiß ja nicht. Ich bin sicherlich auch nicht das Zielpublikum in jener Hinsicht, aber so ein paar 3D-Modelle in abgehakten Wenig-Frame-Animationen aneinander reiben zu lassen. Ich will hier niemanden werten, aber ich halte das schon schwerlich für sonderlich sexy, was einem das Spiel so zu zeigen hat.

She works hard for her money…

Weitere Probleme, die dadurch kommen, dass wir es hier mit einem Flash-Browsergame zu tun haben, ist das es kein traditionelles Speichersystem gibt. Stattdessen funktioniert das Spiel komplett über eine Autospeicher-Funktion, die von selbst beim Übergang in einen nächsten Tag zwischenspeichert. Bricht man das Spiel ab ist man somit mit einem schnellen Klick auf Continue wieder zurück. Das bedeutet aber auch, dass man nie zu Entscheidungen zurückgehen kann, die vor dem aktuellen Tag geschehen sind. Und das es keine weiteren Speichermöglichkeiten gibt. Wer was anderes ausprobieren oder ein weiteres Ende bekommen will, selbst wenn der einzige spielerische Unterschied ist am letzten Tag eine einzelne Entscheidung zu ändern, muss komplett von vorn beginnen.

Damit einher geht, das sollte man den Tag abbrechen und auf Continue neu einsteigen, man auf der Übersichtskarte der Stadt beginnt, statt wie gewohnt im Schlafzimmer zu erwachen. Jegliche Szene, die also direkt nach dem Aufwachen getriggert würde, wie beispielsweise mit Drake einen Kurzurlaub zu machen, geht einem verloren. Und dennoch habe ich einen Großteil der optionalen Events mir erspielt und alle 8 Enden gewonnen. Ich glaube ich bin echt viel zu einfach zu befriedigen, gibt mir ein wenig Stat-Raising-Gameplay und ich bin am süchteln. Zumal man wie gesagt bei Eleanor wenig Text und viele repetitive Klicks hat, was dem Spiel so gesehen für mich zugutekam, da sich so leicht auf Autopilot durchhecheln lässt, während man nebenbei einen Stream schaut.

Eigentlich isser echt ein guter Fang.

Drake ist eigentlich ein sehr guter, wenn auch nicht ganz so schlauer, Ehemann. Ich hab keine Ahnung, warum Eleanor zu Beginn so wenig von ihm hält, sie ist nämlich wirklich nicht gerade mit einem Schwein verheiratet. Drake ist ein Silberfuchs, der immer noch körperlich gut in Schuss ist, sein volles Haupthaar mit sich trägt, und sogar die Option seine Frau oral zu befriedigen früher offen hat, als sich einen Blowjob geben zu lassen oder Penetration zu wollen. Ich find es ja auch ganz niedlich, dass Eleanor zunächst beim Schlafengehen allein im Bett ist (er nimmt die Couch), aber bei etwas mehr Zuneigung die beiden dann doch wieder nebeneinander schlafen, noch bevor er sie ranlässt.

Was nicht bedeutet, dass er keine abenteuerliche Seite haben kann. Wenn man beispielsweise den Garten auf Vordermann bringt und den Bikini kauft, ist eine optionale Szene es dort mit ihm zu treiben, wohlwissend das der Nachbar spannt, für den leicht exhibitionistischen Kink. Oder im Urlaub auf Gras einen Dreier zu schieben. Es gibt übrigens zwei Enden mit ihm. Zahlt man ihm sein Geld zurück und hat genug Zuneigung, plus ist mehr auf der Seite der liebenden Hausfrau im Treuemeter, kauft er Eleanor ein neues Auto und sie machen zweite Flitterwochen. Tendiert sie allerdings mehr zur Hure bekommt er eine Beförderung, wodurch er viel auf Dienstreise ist, während der sich Eleanor die Zeit mit Sexpartys vertreibt. Aber hey, die sind immerhin umsonst statt das Konto zu leeren.

Dennoch gibt es attraktivere Fänge.

Sven ist der arische Schwede, der den Fashion Store leitet, eine von vier Jobmöglichkeiten für Eleanor. Da er Eleanor wenig gut behandelt, ziemlich selbstverliebt ist, und viel zu gut aussieht, hält sie ihn dann auch sofort für schwul. Womit sie leben kann, wenn schon jemand sie verbal disst, dann wenigstens eine Queen. Zu meiner persönlichen Freude wird das Model in spe allerdings nicht nur mit der Zeit freundlicher, sondern ist durchaus eine Option für Eleanor, wenn man es schafft auf die dritte Stufe befördert zu werden.

Dann lädt er sie nämlich auf ein nettes Essen ein, mit von ihm gespendetem Glamour-Outfit, meint gar nicht verstehen zu können, warum ihn immer alle für schwul halten, und anschließend geht es aufs Zimmer. Gibt man ihm hier direkt einen Blowjob, hat man es übrigens mit ihm vermasselt, weil zu herabwürdigend oder was weiß ich. Lässt man ihn den Sex initiieren, geht das besser aus. Er geht eine Weile auf Dienstreise nach Europa, während man den Laden für ihn managet, und nach seiner Rückkehr nimmt er Eleanor mit nach New York, wo er ein weiteres Geschäft eröffnet, und sie zu seiner Geschäftspartnerin und Gesicht des Unternehmens macht.

Eleanor: Immer voll in Kontrolle.

Auch mit Flake kann man ein Ende gewinnen, und auch er ist der Boss eines der Etablissements, in denen Eleanor Geld verdienen kann. Der einzig schwarze Charakter des Spieles ist der Zuhälter, der den Strip Club der Stadt leitet. Wer für ihn arbeiten will braucht nicht nur die richtigen Statuswerte und ein sexy Outfit, sondern muss ihm auch einen Blowjob geben. Anschließend ist schnell ein Vorschuss von 500$ verdient, wenn man seinen Vorschlag annimmt, vaginalen Verkehr mit ihm zu haben, plus 100 weitere Flocken, wenn er bei Kommen nicht rausziehen muss.

Eleanor wird also zur Stripperin Princess Lusty Lick, und kann hierüber sogar das Event starten an einem Porno teilzunehmen. Was aber nicht für Flakes Ende wichtig ist. Wichtig ist allerdings auch hier bis Stufe 3 der Karriere zu kommen, durch deren neue Option man sich richtig in „Privattänzen“ prosituieren kann. Jedenfalls gerät Flake mit der Polizei in Probleme und muss die Stadt verlassen, bietet jedoch seiner besten Zuchtstute an mit ihm zu kommen. Romantik pur.

Und wenn das Bier erst versehentlich das Shirt durchnässt.

Besagter Porno, sollte man sich denn hingeben schnell weitere 500$ gewinnen zu wollen, nennt sich übrigens Four Cocks Three Holes: The Journey, was ich für sehr fehlleitend halte, denn die anschließende Szene beinhaltet Eleanor mit zwei Kerlen. Da kann jemand eindeutig nicht zählen. Ich meine drei Löcher sind an Eleanor ja schon, aber was für Mutanten sind die Kerle, um auf vier Schwänze zu kommen? Anschließend hat man sogar die Option professionelles Porn Starlett zu werden. Jedenfalls, wenn man den Porno dreht, und an einem vorherigen Tag das Cheerleader-Outfit anhatte, als man Drake und dessen Kumpel an einem Football-Abend Snacks gebracht hat, und mit dem Kumpel im Bad einen Quickie hatte, taucht Greg auf.

Der ist ehemaliger Trauzeuge von Drake, der einen mit seinem Wissen erpresst. Wenn man mit ihm schläft, nimmt er witzigerweise an, Drake würde einen zu all diesen Dingen zwingen, um Geld zu verdienen, und nimmt einen mit in eine offene Beziehung. Woraufhin Eleanor prompt sein Konto leerräumt, ihn verlässt, und als Laura Golddigger an die 100 Gang-Bang-Pornos dreht. Lehnt man den Sex mit Greg ab kommt es zu einem anderen Ende, denn er erzählt Drake alles, der einen rauswirft, Eleanor sich allerdings an einen reichen Kunden des Strip-Schuppens hängt und weiterhin gut lebt.

Eleanor macht das nicht zum ersten Mal.

Das letzte Ende, welches an einem Kerl hängt, ist das mit Kevin. Kevin ist der Boss im Bürojob, und damit auch der von Drake. Die beiden verstehen sich gut, weswegen Drake ihm gebeichtet hat, in was für einer Situation man sich befindet, und dass er einen beim verzweifelten Versuch Geld zu verdienen doch helfen soll. Das fette Schwein nutzt das prompt aus, um Eleanor reichlich anzumachen, und jegliche Beförderung im Büro hängt an gegebenen Blowjobs. Eleanors neuer Name ist von dannen Fuckslut.

Schafft man es hier auch zum Höhepunkt der Karriereleiter, so will Kevin das man sein ganz persönliches und immer bereites Fuckslut wird, zumindest bis man zu alt und unattraktiv dafür ist. Man kann zustimmen, was aber kein eigenes Ende los tritt. Man kann ablehnen und genug Affinität vorausgesetzt auch die Büroangestellte Paige dazu bringen, einem dabei zu helfen, Kevin in den Arsch zu treten. So oder so sagt er Drake seine Version der Geschichte, der sich von Eleanor scheiden lässt, wobei sie sich auch hier einen neuen reicheren Kerl angelt.

Ein sich durch die Stadt hurendes Flittchen zu rollenspielen ist ja eigentlich genau, wie ich Sims zu spielen pflege.

Der Rest:
Bleibt noch ein Ende offen, welches an keinen Charakter gebunden ist. Genau genommen ist es daran gebunden, überhaupt nichts zu machen, denn es initiiert nur, wenn man Drake nicht zurück gewinnt, aber auch nicht die Weichen für das mit jemand anderem stellt. Drake lässt sich scheiden, Eleanor flieht aus der Stadt, jedoch kauft sie sich eine Farm (mit dem Scheidungsgeld nehme ich mal an) und lebt ein simples jedoch zufriedenes Leben als Landwirtin. Wie nett.

Eleanor hat allerdings noch weitere Möglichkeiten, ihrem Mann untreu zu werden, ohne in ein anderes Ende zu gelangen. Irgendwann taucht Tony auf, mit dem sie drei Jahre in der High School zusammen war, bis er sie dabei erwischt hat, wie sie am Abend des Abschlussballes mit seinem Vater für gute Noten schlief, nur um den dann mit dem Nachbarn zu betrügen. Seither konnte er nicht mehr mit einer Frau schlafen (praktischerweise ist er bisexuell), ob ein letzter Mitleidfick ihn heilen werden kann?

Auch aus der High School kennt Eleanor Johnny High-Tucker, den sie immer als Gay-Fucker getauft gehänselt hat. Jetzt ist er Anwalt bei der Firma des Bürojobs. Er lässt sich allerdings durchaus dazu überreden, einen eher aggressiv-rauen Dreier mit Eleanor und seiner Frau zu haben, wenn die zustimmt.

Der gerade volljährig gewordene Nachbarsjunge James kommt ebenfalls eines Tages vorbei, um sich auf einen Europatripp zu verabschieden, allerdings fragend, ob Eleanor ihn nicht eine Fantasie erfüllt, die er seit Beginn seiner Pubertät mit sich rumträgt.

Letztendlich kann Eleanor auch noch die Kollegin im Büro Paige zu einer flotten Bescherung überreden. Fast etwas schade, dass es im Spiel nicht ein volles Ende gibt, in dem die beiden ihrer lesbischen Liebe nachgehen. Das wäre doch mal ne Abwechslung gewesen. Eventuell gebunden an das Kevin-Ende.

Horndog Chronicles: Coming Out on Top

Wo wir kürzlich erst bei einem Gay Dating Sim waren, das eigentlich ein BxB Romance Visual Novel ist, bleiben wir doch gleich mal dabei. Diesmal gehen wir ein wenig jünger auf die Pirsch, denn Coming Out on Top findet im eher gewohnten Setting eines Colleges statt. Bekanntermaßen die passende Atmosphäre für die gerade zur Volljährigkeit erblühten und dem Elternhaus entwachsenden Jungs und Mädels, um mal mit der Liebe gleichgeschlechtlicher Art zu experimentieren.

Nicht das unser Hauptcharakter, dessen vorgegebener aber änderbarer Name Mark ist, da noch groß Bedenkzeit braucht. Er ist schwul und will in seinem letzten Jahr auf dem College, solange er noch die weitestgehend ungezwungene und unwertende Umgebung um sich hat, endlich dazu stehen und voll leben. Weil der mit Anfang Zwanzig bereits das Gefühl hat ordentlich was verpasst und Nachholbedarf zu haben. Wie muss es erst den Kerlen vor einigen Jahrzehnten ergangen sein, die sich bis zur ihrer Midlife Crisis und länger in einer lieblosen Ehe versteckt haben, bevor sie sich zum Coming Out getraut haben?

Typisch falsche Antwort, die man dennoch mindestens ein Mal genommen haben muss.

Erwartungsgemäß für ein College in einem liberalen Bundessstaat der 2010er-Jahre ist seine Sexualität für Mark übrigens ein wesentlich größeres Ding als letztendlich für alle um ihn herum. Seine beiden Wohngenossen Penny und Ian reagieren absolut gelassen darauf. Penny hat sogar sofort jemanden aus ihrer schrägen Verwandtschaft im Auge, mit dem sie Mark verkuppeln will. Und sobald er es seiner Mutter am Telefon gegenüber zugibt, schmiedet die sofort Pläne mit dem Vater was es denn bei ihm im Krankenhaus an niedlichen schwulen Doktoren-Anwärtern gibt, mit denen Mark ruhig mal ein Date versuchen dürfte. Natürlich während indiskret gefragt wird ob Mark Top, Vers, Bottom oder gar Power Bottom ist, damit es keine Kompatibilitätsprobleme gibt.

Mark ist übrigens von der Optik, von der wir ausgiebig auch im biblischen Sinne zu sehen bekommen, nicht abänderbar, sondern immer der gleiche gute gebaute braunhaarige Kerl. Und absolut notgeil, deswegen eben auch der biblische Sinn. Man darf sich also in regelmäßigen Abständen darauf gefasst machen, dass er wenn er alleine in seinem Zimmer ist, und nicht gerade mit seinem Goldfisch philosophiert, sexy Tagträumen und Masturbationseinlagen nachgeht.

Ich geh davon aus, man kann hierdurch auch ohne einem Charakter nachzusteigen ein Gutes Ende haben.

Sollte wohl klar sein, dass auch Coming Out on Top die Thematik und sich selbst nicht allzu ernst nimmt, sondern eine ordentliche Portion Humor beweist. Das ist auch ein Stück weit nötig, denn genau genommen sind die Routen der Kerle, dessen Zuneigung Mark gewinnen kann, teilweise ganz schön schnulzig. Und auch sexy, denn Coming Out on Top ist vollwertig 18+, sofern man nicht die Steam-Version ersteht. Die Plotlines sind wirklich irgendwo zwischen aus eine Porno oder einem Schwulendrama entnommen und wirken nicht ganz realistisch. Da ist es doch ganz angenehm, wenn das Spiel an sich von eher heiterem und nicht allzu seriösem Gemüt ist. Coming Out on Top weiß, wann es etwas blöd ist.

Zudem ist es relativ kurz. Ich war doch etwas überrascht, wie schnell man teilweise mit einem der Kerle endet, und zwar nicht nur im Bett, sondern auch schon bei den Ending Credits, ich hätte da echt etwas mehr (Vor-)Spiel erwartet, bevor es zum Klimax kommt. Wobei das letztendlich im Nachhinein gar nicht ganz so übel war, denn wer halt mal eher Appetit auf einen Quicky hat, der wird hier voll bedient, ohne ewige Stunden in eine Charakterroute investieren zu müssen.

Mit Freunden abhängen, du tust es falsch.

Coming Out on Top bietet einem übrigens neben den Multiple Choice Antworten, um sich in das Höschen eines Kerls zu charmeuren, auch noch regelmäßig die Wahl an, ob man für den Unterricht lernen, mit den Zimmernachbarn abhängen, oder Nachhilfeunterricht geben will. Unterricht bedeutet Geld, bedeutet wiederum man kann häufiger mit den Mitbewohnern ausgehen. Für mehr ist es dann allerdings schon nicht genutzt. Und lernen oder weggehen hat eine leichte Auswirkung auf das Ende. Nur wer sich gut mit ihnen versteht kann eine kleine zusätzliche Szene haben, in der man sieht was aus Penny bzw. Ian Karrieremäßig geworden ist. Und nur wer gute Noten hat bekommt im Endtext gesagt, dass er einen guten Job abbekommen hat. Allerdings ist all dies absolut irrelevant wenn es um das Gewinnen eines Charakters an sich geht.

Zu schreiben man könne seinen Avatar Mark optisch nicht verändern, war übrigens nicht ganz die Wahrheit. An seiner Körperform, Gesicht oder Frisur lässt sich tatsächlich nichts drehen. Allerdings hat Coming Out on Top eine ganz nette Seite in den Optionen. Übrigens in jenem Menü im Gegensatz zu Dream Daddy endlich wieder all die üblichen Konfigurationsmöglichkeiten wie Musiklautstärke und unter welchen Voraussetzungen bis wohin der Text mit der FFW-Funktion durchgerattert wird zusammen mit einem regulären Speichermenü mit Slots, deren Bilder besser zeigen, wo das war. Aber jedenfalls hat das Optionsmenü eine Extra-Seite, in der man für Mark sowie alle sechs gewinnbaren Charaktere einstellen kann, ob sie einen Bart und/oder Körperbehaarung mitbringen sollen. Leider ohne Vorschaubild, um auch direkt abchecken zu können, ob das am jeweiligen Charakter überhaupt was aussieht. Aber dennoch, genau wie die Möglichkeit Kondome in den Sexszenen aus- oder einzuschalten, eine sehr willkommene Funktion.

Nüdlich

Zunächst einmal habe ich mir den Kerl geschnappt, der mir als erstes vor die Flinte gelaufen kam: Und zwar den Zimmergenossen und bester Kumpel seit des ersten Jahres im College Ian. Der ist der leichtlebige, verspielte, und nicht allzu gute Noten bekommende Play Boy, der gern mal die eine oder andere Frau flachlegt – durchaus auch gleichzeitig. Zudem hat er eine ständige On-Off-Beziehung mit Zoe. Die uns wenn sie seine Sachen nach einem weiteren Scheitern jener zurückbringt, und der Karton voller Dildos ist, auch brühwarm erzählt, dass Ian gern mal mit seinem Hintertürchen experimentiert hat. Und mit gern mal meint sie ständig.

Überraschend denkt sich Mark dabei noch nichts. Es wird erst komisch zwischen den beiden, wenn nachdem Ian ihn um Mark vom Stress und der Untervögeltheit abzulenken nach Gängen ins Fitnessstudio auch mit auf eine Frat-Party nimmt, wo Mark sein Zuspieler ist und tatsächlich einen Dreier mit zwei Mädels für Ian erreicht. Allerdings in einem Anfall von Leichtigkeit, um den Mädels etwas Fanservice zu geben, kommt es zu einem Kuss zwischen den beiden Kerlen und nachdem Ian ordentlich als Zuspieler in einer Gay Bar für Mark scheitert, fängt er an ihn zu meiden.

Irgendwann kontaktiert uns Zoe dann, und erzählt, dass Ian eigentlich schon die ganze Zeit auf Mark steht aber seine Freundschaft nicht aufs Spiel stellen wollte, und die ganzen Analdildos, mit der sie ihn geritten hat, eigentlich nur Ersatz für ihn waren. Praktischerweise ist der nackt und mit Augenbinde versehene Ian gerade nebenan ans Bett gefesselt, so dass seine heimliche Fantasie Realität werden kann. Zwei Jahre später dann heiraten Ian und Mark sogar, wie süß. Ist man übrigens nicht auf Ians Pfad, so wird er dennoch gern den anderen Kerlen leicht eifersüchtig, was ein interessanter konsequenter Touch war.

Scheinbar tritt Alex irgendwann auf eine Mine und verliert seine Beine

Geht Mark direkt noch am Tag seines Outings mit Penny in die einzige Gay Bar der Stadt, wird das Frischfleisch dort direkt von dem blonden Halbgott Alex angehauen, der ihn kurz anflirtet, einen Drink spendiert, und dann direkt die Nummer abgreift, weil er leider nicht mehr bleiben kann, denn er muss am nächsten Tag früh raus. Warum stellt Mark am nächsten Tag in der ersten Anatomie-Klasse des neuen Jahres fest, wo er ihm als seinen heißen neuen Professor Mr. Davies erneut begegnet. Ohlala, so verboten, so sexy.

Alex ist allerdings voll professionell und macht Mark deswegen auch klar, dass da natürlich nichts laufen kann, weil eine Beziehung zwischen Professor und Student viel zu viele Probleme mit sich führen würde. Was Mark nicht davon abhält, heiße Tagträume von Hands-on Anatomie-Stunden zu haben, noch dass die beiden im Fitnessclub sich gegenseitig schweißtreibend aufreiben. Zumindest bis Mark seinem Professor „versehentlich“ einen blauen Fleck verpasst, welcher natürlich sofort nach ausgezogenem Shirt untersucht gehört, was wiederum in einem heißen Kuss miteinander endet.

Dummerweise ist ein anderer Professor verängstigt seinen gesonderten Platz an der Uni zu verlieren, da Alex im gleichen Gebiet arbeitet und so ein Überflieger ist, und lässt ihn deswegen ausspionieren. Und wir haben ihm gerade ein Foto geliefert, welches er gegen Alex benutzen kann. Der sogar freiwillig die Uni wechseln will. Aber Feuer gegen Feuer und so, und deswegen finden wir etwas über besagten Prof heraus und erpressen ihn einfach zurück. Und hey, immerhin ist dies das letzte Jahr von Mark, von daher dauert es auch gar nicht lange, bis Alex nicht mehr sein Professor ist! 2 Jahre später leben die beiden dann auch endlich zusammen, nachdem sie sich aufgrund von Berufen in verschiedenen Städten zunächst nicht regelmäßig sehen konnten.

Das ist btw so Porno-esque, weil es ein Tagtraum von Mark ist.

Neben der normalen Nachhilfe wird einem irgendwann im Spiel auch angeboten, einen Sonderauftrag zu übernehmen. Nimmt man jenen an, geht Mark zum Frat einer Muckiprotz-Vereinigung am Campus, denn Brad ist über sein Football-Stipendium an die Uni gekommen. Allerdings hat man bisher den Fehler begangen ihn nur von heißen Mädels unterrichten zu lassen, die ihm schlichtweg die Hausarbeiten geschrieben und sich von ihm haben flachlegen lassen. Deswegen versuchen sie es jetzt also mit einem männlichen Lehrer, nichts ahnend, dass sich Mark durchaus auch von verschwitzten Bauchmuskeln ablenken lässt.

Es dauert natürlich ein wenig, bis man Brad davon überzeugt hat, dass er vielleicht wirklich anfangen sollte selbst zu arbeiten, hauptsächlich mit dem durchaus sinnigen Argument, dass er auf etwas zurückfallen können muss, sollte er wegen einer Verletzung seine Profikarriere im Sport beenden müssen. Als echte Bros masturbieren die beiden etwas zusammen, und Brad lässt seine bisherige Nachhelferin abblitzen, nachdem sie Mark gegenüber bitchy wird, und schon ist der Weg für eine Romanze offen.

Allerdings hat Brads übervorsichtiger Bruder eine halbe Herzattacke, nachdem er die beiden beim Knutschen statt Lernen erwischt, weswegen Brad erst mal auf Distanz geht. Zumindest bis er plötzlich nur noch einen halben Tag hat, um sein Abschlussessay zu schreiben, und Mark ihm dann doch noch mal in letzter Minute hilft, inklusive Ansporn im Versprechen, dass nach getaner Arbeit als Geschenk Mark selbst auf Brad wartet. Die beiden haben natürlich am Ende, nachdem sich auch der Bruder wieder eingekriegt hat, eine Distanzbeziehung, weil Brad viel zu Spielen unterwegs ist.

Eh, kein gutes Outfit für Phil.

Mark hat nicht unbedingt die besten Erfahrungen damit gemacht, wenn Penny ihn bisher mit ihrer verrückten Familie verkuppeln wollte, weswegen er eher unfreiwillig für sie einspringt, um ihren Cousin Philbert vom Flughafen abzuholen. Sie hat ihm allerdings auch nicht erzählt, dass Phil ein heißer schwarzer Kerl ist, was sicherlich eine bessere Einleitung gewesen wäre, um Mark willig zu machen. Allerdings läuft das erste Treffen eher suboptimal, weil der gerade mit seinem militärischen Grundtraining fertig gewordene Phil der stille und ernste Typ ist, der wenig Spaß versteht.

Irgendwann landet Mark allerdings mit Penny bei einer Benefizveranstaltung von Phils Vater, und das mit Ians Zylinder und dessen „Medizin“ gegen Nerven ausgerüstet ein wenig neben sich. Aber wer sollte es glauben, ein Mark auf einem exzentrischen High ist ein absoluter Hit mit den gelangweilten Reichen auf der Feier. Und er und Phil dürfen sogar wenig erfolgreich die nächsten Tage Babysitter für die Tochter von einigen davon machen, die allerdings nur abhauen und feiern will. Darüber, genauso wie die Trivia-Quiz-Partys und das Training, zu dem Phil Mark letztendlich einlädt, kommt dann endlich doch noch eine Bindung zustande.

Merkwürdigerweise gibt es auf Phils Route mehrere Dinge, die zu Problemen werden könnten, alle allerdings irgendwie schnell abgewinkt werden. Kumpels vom Militär, die ein großes Ding draus machen herausgefunden zu haben, dass Phil schwul ist. Das Phil in ein Sonderprogramm dort hineinwill. Die zickige Tochter des reichen Ehepaares. Das Phils Vater in der Politik ist. Wird alles nie wirklich so wichtig, wie man erwarten könnte, und am Ende hat man natürlich auch hier eine Distanzbeziehung, da Phil viel auf Mission unterwegs ist.

Ich bin mir gar nicht mehr sicher, ob das nicht das einzige Non-18+-CG auf Jeds Route ist.

Bereits ziemlich früh im Spiel wird das traute Heim von Mark, Penny und Ian von Godzilla heimgesucht, oder zumindest nennen sie den neuen Nachbarn ein Apartment über ihnen so, weil er solch einen enormen Lärm veranstaltet. Geht man dem nach, steht einem Jed in der Türe entgegen, und das wie Gott ihn erschaffen hat, intakte Vorhaut und alles. Er wartet nämlich auf Cumslut97, den er zu einer Bukkake-Party eingeladen hat. Wenn sich Mark auf eine Privatparty mit Jed einlässt, wird er von ihm dazu eingeladen, ruhig jede Woche Dienstag vorbeizuschauen, um dies zu wiederholen.

Die Woche drauf steht man allerdings voll erigiert seiner Schwester, die sich das Apartment mit Jed teilt, gegenüber, die einen sofort angeekelt wieder verscheucht. Tut Jed auch total leid, weswegen der sich als Pizza Boy durchschlagende Teilzeitmusiker nicht nur immer mal wieder Gratis-Pizza vorbeibringt, sondern Mark auch mit auf Gigs seiner Band nimmt, inklusive anschließender Blowjobs. Muss ich noch erwähnen, dass Jed eher der mit leichter Moral ausgestattete Bad Boy Charakter ist?

Seine Band steht übrigens kurz vor dem Durchbruch, allerdings ist Jed ziemlich arrogant davon überzeugt, dass ein Plattenlabel sie nur dem Massenmarkt tauglich umkrempeln wollen würde. Womit er sogar recht behält. Stattdessen versucht Jed das Geld zu gewinnen, in dem er sich umkrempelt und voll einen auf schick machend an einem Piano-Wettbewerb mitmacht. Am Ende ist er natürlich berühmt, und Mark sieht viel von der Welt, da er ihn zu diversen Konzerten einfliegen lässt. Witzigerweise gibt es sogar eine Variante des Endes, in dem die beiden regelmäßig Bukkake-Partys veranstalten. Da sag nochmal einer Romantik wäre tot.

Top 10 Anime Betrayal!

Der Rest:
Den einzigen Charakter, den ich nicht gewonnen habe, ist Amos. Der bärige Leather Daddy mit dem weichen Kern war ursprünglich ein Joke-Charakter für einen Aprilscherz, hat dann allerdings eine vollständige Route im Spiel bekommen.

Außerdem entwickelt Penny irgendwann im Spiel eine Brofinder App, die im Prinzip Grindr ist. In meiner Version des Spieles funktioniert die noch nicht, in neueren können so allerdings satte zehn weitere Kerle umgarnt werden, wobei sie keine vollen Routen haben, sondern man nur ein Date mit „Happy End“ mit ihnen durchmacht.

Wen ich allerdings noch gewonnen habe ist Handjob. Das ist der Name, den ich Marks Goldfisch gegeben habe. Wenn man ihn nämlich von jeder sozialen Interaktion das Spiel über fern hält und stattdessen viel mit seinem Goldfisch philosophieren lässt… tja dann darf man dabei zusehen, wie Mark schon fast einen Poe-esquen Abstieg in den Wahnsinn anheimfällt. Bis Handjob mit ihm zu reden beginnt und meint, er müsse Penny und Ian umbringen, damit die beiden frei sein können. Was entweder damit endet, dass Mark von seinem Goldfisch erschossen wird, oder Sex mit ihm hat. Oh my. Ich hab bereits erwähnt, dass sich das Spiel oft nicht ernst nimmt, oder?

Pun-derful Dating: Dream Daddy

Dream Daddy: A Dad Dating Simulator ist der neueste Hype-Indie dank Game Grumps, der die letzten zwei Wochen konstant meine YT-Timeline mit ersten Parts unterschiedlicher Let’s Player zugekleistert hat. Man sollte meinen DILFs zu daten wäre natürlich mein Traumspiel, dennoch haben mich jene zwei Tatsachen dem Spiel äußerst skeptisch gegenüberstehen lassen.

Die Sache ist die, dass es mittlerweile Indie-Games wie Sand am Meer gibt, von denen zwangsläufig auch viele übersehen werden. Eine der häufiger genutzten Verzweiflungstaktiken eventuell doch möglichst schnell möglichst sichtbar zu sein, ist YT-Bait. Sprich das Spiel gezielt darauf auszulegen, dass Let’s Player auf Youtube es sehr einfach haben, reißerische Titel auf Thumbnails mit extremem Reaktionsgesichtern zu klatschen. Im Versprechen, dass das dahinterstehende Video jenen Youtuber schlecht schauspielernd konstant in die Kamera schreiend verbirgt, weil derjenige entweder vorspielt ständig erschreckt zu sein (My Biggest Scare Ever!!!!), ständig zu ragen (The Dark Souls of [Genre]!!!), oder total verrückt und überraschend ist. Und Dream Daddy hat sich schon vom Konzept her sehr wie letzteres angehört. Eine Chance für einen Haufen Hetero-Kerle reißerisch „OMG ich zocke ein Schwulen-Dating-Sim kräzi!!!“ zu gehen.

Ich hab dann mal davon abgesehen den kräzi-gsten Kerl möglich zu machen.

Ein Weg nicht zuletzt auch durch Hatoful Boyfriend geebnet. Wie viele Spiele gibt es denn mitlwereile, die in die Kerbe schlagen wollen? Dating Sim mit Tauben, Dating Sim mit Orcs, Dating Sim mit Haustieren, Dating Sim mit Alpacas, Dating Sim mit Daddies! Rigoros, wie das bei westlichen Einträgen schon fast zu erwarten ist, übrigens falsch betitelt. Nein, ich werde es nicht leid zu wiederholen, dass ein Bilderbuch zu lesen und hin und wieder eine Multiple-Choice-Antworten zu geben kein Dating Sim ist, sondern ein Visuel Novel. Wenn es hauptsächlich darum geht die Zuneigung eines Charakters zu gewinnen, dann eben ein Romance Visual Novel. Aber Dating Sims kommen mit Gameplay, welches die Erfolgsrate bei den Jagdtrophäen erhöht, sei es nun Stats zu trainieren wie in Tokimeki Memorial, Bejeweled zu spielen wie in Huniepop oder Mädels in SRPG-Kämpfen zu beschützen wie in Sakura Wars.

Interessanterweise schliddert Dream Daddy nur knapp daran vorbei das A Dad Dating Simulator nicht zu einer Lüge werden zu lassen. Denn es gibt ein unikates Minispiel pro Charakter-Route, welches auf einem der Dates zu spielen ist. Auf einem Konzert beispielsweise die Bühne rechtzeitig zu erreichen, ein kaputtes Funkgerät zu reparieren, eine Statue richtig zusammenzusetzen etc. Die Sache ist allerdings die, das sie nicht zu bestehen zwar das Ranking des Dates leicht verschlechtern kann, aber nicht genug, um wirklich einen Unterschied zu machen. Die richtigen Antworten auf der Charakter-Route genommen, und man hat ihn in der Tasche. Die Minispiele sind nur da, damit man nicht schlafend vom Stuhl rutscht, sondern zwischendrin kurz wach gerüttelt wird.

Die Party ist eindeutig eine Ausrede, um alle DILFs einzuladen, die die Nachbarschaft zu bieten hat.

Allerdings die Überraschung gleich zu Beginn: Charakter Costumisation. Ich bin es so gewohnt, dass der Charakter entweder premade ist, oder man als Self Insert jenen nie zu Gesicht bekommt. Aber einen eigenen erstellen? Yay, absolut dafür. Gleich eine weitere angenehme Überraschung: Die drei Körpertypen (schlank, muskulös, fett) werden direkt darunter mit Binder-Option gespiegelt. Sehen sobald man die Kleidung gewählt hat absolut identisch aus, aber ein netter Touch wie diejenigen, die als Trans-Charakter spielen wollen.

Charakter erstellt geht es auch direkt mit der Handlung los, soweit das Spiel eine hat, denn letztendlich dreht es sich doch sehr stark darum einen DILF zu gewinnen, mit wenig im Hintergrund. Wir haben eine Tochter, ist ja irgendwo Voraussetzung ein Dad zu sein, geht ohne Kind etwas schlecht. Und unser voriger Partner ist vor Jahren verstorben. Erneut ein netter Touch ist, dass man angeben kann, ob man Amanda mit einer Frau oder einem anderen Mann hatte. Geschlechtsneutral-benannter Alex ist also gestorben und wir sind seither Single. Es stehen allerdings Veränderungen im Leben an: Zum einen ziehen wir um, wenn auch nur in eine andere Nachbarschaft der gleichen Stadt, und Amanda verlässt demnächst das Nest, weil sie aufs College gehen wird.

Herzallerliebst

Soweit es dann auch einen roten Faden im Spiel ist, wäre das unser Verhältnis zu Amanda. Der Umzug ist der Beginn des Spieles, ihr High-School-Abschluss und Auszug zum College dann das Ende. Dazwischen finden wir raus, was für ein cooles Kind wir doch erzogen haben, wenn nicht der Großteil Alex zu verdanken ist. Amanda ist tatsächlich super chill und wir sind ein recht cooler Dad, so von den nicht über Multichoice beeinflussbaren Gesprächen her gesehen. Doch scheinbar hat sie was die Schule angeht etwas nachgelassen und wir müssen herausfinden, wo das Problem liegt, und sie wieder auf den richtigen College-Pfad bringen. Ich war tatsächlich überrascht, wie herzlich und charmant und auch witzig doch die Interaktionen mit der Tochter geraten sind. Wenn immer eine Amanda bei rauskommen würde, hätte sicherlich auch keiner mehr Angst vorm Kinderkriegen. Und ihren Vater wieder unter Leute und eventuell sogar auf Dates zu kriegen, ist Amandas Hauptziel bevor sie einen fürs College zurück lässt.

Charme und Witz beschreiben das ganze Spiel dann auch sehr gut. Die Welt von Dream Daddy ist ein wenig wei die von Joss Whedon. Jeder Charakter ist unterschiedlich, allerdings ist keiner ein Langweiler, sondern alle gleich darin, dass sie gern Witze reißen und ihre eigenen Quirks haben. Wer dies natürlich für zu unrealistisch hält oder allgemein den Whedon-esquen hippen Schreibstil nicht leiden kann, ist hier fehl am Platz. Ich mag das sehr und war doch das ganze Spiel über mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht unterwegs. Natürlich machen alle Dads ihre wortspieligen Dad-Jokes und die Ladebildschirme sind mit Plattitüden Dad-Tips gespickt. Das Spiel ist sich auch nicht zu schade sich selbst auf die Schippe zu nehmen, in dem es beispielsweise anspricht, wie unrealistisch es doch ist, dass die kleine Nachbarschaft scheinbar von niemanden außer heißen Single-Dads und deren Kindern bewohnt wird.

Das Spiel unterstellt mir hier, ich würde irgendwann mal nicht auf den Knackarsch des Jock Dads schauen.

Wobei es schon irgendwie ulkig ist, dass alle Dads ihre Kinder mit einem festen Partner hatten, der entweder verstorben ist, oder von dem sie mittlerweile getrennt leben. Keiner hatte einfach in seiner Jugend einen wilden One-Night-Stand ohne Kondom und daraus entstand ein Kind, welches sie zwar lieben, mit deren Mutter sie aber nie geklickt haben und deswegen nie fest zusammen waren. Obwohl, vielleicht Damien, wenn ich nichts überlesen habe, ist der nämlich der einzige Dad, der nie darüber spricht wie und mit wem er seinen Sohn hatte. Wahrscheinlich ist das Spiel an sich einfach viel zu nett und heil dafür. Jeder Charakter ist irgendwie charmant und zuvorkommend, selbst der Bad Boy Dad hat einen weichen Kern hinter seiner harten Schale. Ich mein, sogar der Joke-Charakter des Quizmastrs/DJs, der ständig Witze(?) über seine zerbrechende Ehe reißt, kann in Hugos Ende gut ausgehen, in dem er seine Ehe wieder gekittet bekommt. Dream Daddy ist einfach zu sehr wie Zuckerwatte, als das da wirklich großes Drama geschehen oder etwas schlecht ausgehen könnte. Was es ein sehr angenehmes Spielgefühl macht.

Und ein sehr zurückgelehntes. Denn es gibt auch kein Zeitlimit. Nachdem man alle Dads nach zwei Tagen getroffen hat, erstellt Amanda für einen ein Profil bei Dadbook. Der Name mag ein Wortspiel auf Facebook sein und das Spiel es damit anpreisen, dass Dads so miteinander in Verbindung bleiben und Erziehungstipps austauschen können… aber eigentlich ist es mehr wie Grindr eine Handy-App, die dabei hilft heiße Dads in deiner Nähe auf Dates einzuladen. Nach drei Dates wird das Ende des jeweiligen Charakters eingeläutet, jedoch kann davor mit allen 7 Kandidaten auf zwei Dates gegangen werden. Kein Zeitlimit, keiner wird eifersüchtig, es können alle ausreichend kennengelernt werden, bevor man sich auf einen einschießt. Außerdem sagt Dadbook einem deren Vorlieben und wie gut sie zu einem stehen. Wie gut ein Date verlaufen ist wird anschließend noch mal durch ein Ranking bis zu S angezeigt, für direktes Feedbak wie gut man sich getan hat.

Keine vollen Punkte in Thirst? Kann gar nicht sein.

Es gibt allerdings auch etwas, was mir nicht ganz am Spiel gefallen hat. Und das hat mehr mit der Technik dahinter zu tun. Zum einen mag ich das Speichersystem nicht. Das Spiel müllt einem den Ladebildschirm mit ständigen Auto-Saves voll, die zudem sich gegenseitig überschreiben. Man kann auch selbst speichern und die werden nicht automatisch wieder gelöscht, aber scrollt mal bis zu jenen, zumal sie nicht selbst benannt werden können. Auch das Fast-Forwad von bekanntem Text scheint nicht so astrein zu laufen. Allgemein gibt es seltsamerweise im Optionsmenü kaum Einstellungen, die einen dies beispielsweise ändern lassen würden. Oder die blöden Minispiele ausstellen.

Auch finde ich es ein wenig schade, dass wir es hier mal wieder mit einem Spiel zu tun haben, welches einem pro Charakter nur ein einzelnes CG gibt, nämlich wenn man jenen gewonnen hat. Und ich bin eh kein Fan davon, wenn jene dann auch noch von einer Hand voll verschiedener Künstler mit stark unterschiedlichen Zeichenstilen erstellt wurden, statt das Charakterdesign des Hauptspieles widerzuspiegeln. Führte nämlich dazu, dass ich nur das CG von Craig und Mat hübsch fand, mit dem Rest der gewonnenen Charakter-Pinups konnte ich weniger anfangen:

Wie alt soll Craig eigentlich sein? Was für gute Gene/Operation

Craig trifft man bereits am ersten Tag, wenn man auf dem Weg zurück nach Hause ist, und er einem von hinten nachruft. Denn er ist der beste Freund im College gewesen, mit dem man sich auch ein Zimmer geteilt hat. Wir waren wohl beide ziemliche Partytiere mit eher suboptimalen Lebens- und Gesundheitsentscheidungen, sein Spitzname war beispielsweise das ziemlich selbsterklärende Keg-Stand Craig. Was natürlich auch bedeutet, dass der gue Mann weiß, wie man schluckt.

Mittlerweile hat Craig allerdings sein Leben aufgeräumt. Er trainiert viel, ernährt sich gesund, hat sogar ein Geschäft für Sportequipment. Außerdem drei Kinder mit seiner Ex-Frau, mit der er sich immer noch gut versteht. Als liebender Vater trainiert er auch die Softball-Mannschaft seiner Zwillinge, und wird dort rigoros von den Single-Müttern angebaggert, was er allerdings rigoros zu ignorieren versucht. Wie wir auf unserem ersten Date zu einem solchen Spiel mitbekommen dürfen.

Das zweite Date ist dann ein Kidnapping-Mordmysterium um den Teddybären seines kleinsten Wonneproppens, die er meist auf seine Bauchmuskeln gespannt mit dabei hat, weil er uns eigentlich mit zum Trainieren nehmen wollte. Und das letzte Date ist dann ein schönes gemeinsamen Campen ohne Kids, Brokeback-Mountain-Style. Sein persönliches Problem ist übrigens letztendlich dass er zu gestresst ist und sich zu wenig Zeit für sich selbst nimmt, zwischen dem Training, den Kindern, und seinem Laden.

Bah, Stepford Dads lohnen eh nur für sündige One Night Stands.

Joseph kommt direkt am ersten Abend vorbei, um seine neuen Nachbarn mit frischgebackenen Keksen zu überraschen. Er ist halt so ein wenig der amerikanischen Übermensch – großgewachsen, muskulös, blond, starkes Kinn, und ist der Jugendpastor in der Kirchengemeinde, der alle Nachbarn zu regelmäßigen Grillpartys einlädt – übrigens auch einen selbst direkt für die am nächsten Tag, inklusive allen anderen Dads, damit man garantiert auch denen vorgestellt wird, die man eventuell vorher nicht schon durch eigene Entscheidungen getroffen hat.

Seine Familie ist allerdings etwas weniger perfekt, wie sich herausstellt, denn seine vier Kinder sind unhöflich bis unheimlich, was aber irgendwie manchmal fast ein wenig sympathisch ist. Zumindest ich als Horrorfan habe eine Schwäche für seine Zwillinge, die gerne unisono The Shining oder Kinder des Zorns zitieren, um die Nachbarschaft aus der Ruhe zu bringen. Oh ja, und verheiratet ist der gute Joseph auch noch, mit Mary, die man am ersten Tag in der Bar treffen kann, wo sie einen betrunken anbaggert. Es gibt also potentiell viel Daily Soap Drama, wenn man Joseph nachsteigt. Und ich als gute Christ war natürlich voll bereit dazu, seiner scheiternden Ehe zu helfen, in dem ich Joseph aus dem Closet und ins Bett geflirtet bekomme, damit das Trauerspiel endlich endet.

Über die Dates mit ihm finden wir heraus, dass er auch mal eine sehr wilde Seite hatte, bevor er sein Leben in geordnete Bahnen lenkte, dem einfachen Leben ohne Verpflichtungen aber immer mal wieder hinterher trauert. Also Craig nicht ganz unähnlich. Beim dritten Date sind wir dann auch alleine gemeinsam auf seiner Yacht, ein ausgefallener Motor strandet uns über Nacht, wir finden heraus das er mittlerweile auf dem Boot getrennt von Mary lebt, betrinken uns an Wein, und der Rest ist klar. Oder auch nicht, denn seltsamerweise war das Ende mit ihm dann, dass er es doch noch mal mit seiner Frau versucht, obwohl ich sein Pinup-CG bekommen habe und bei allen drei Dates S-Rank hatte. Moral von der Geschichte: Steigt keinen verheirateten, religiösen Closet-Gays hinterher, das ist nämlich nur Zeitverschwendung.

Derpige Hunde sind eindeutige Zeichen für weiche Kerne.

Wenn man am ersten Tag abends in besagte Bar geht, wo man von Mary angemacht wird, kann dort auch auf Robert getroffen werden. Der raue Kerl mit Bad Boy Charme hat einen sogar davor am Tag im Coffee Shop beäugt, und schleppt einen direkt den Abend noch ab. Man kann sich zwar einem One Night Stand mit ihm hingeben, allerdings Robert in jenem Fall nicht mehr gewinnen, da er sofort das Interesse an einem verliert. Und da es für besagten One Night Stand nicht mal ein heißes CG gibt…

Jedenfalls ist er dennoch viel zu cool, um die Dadbook-Nachrichten sofort zu beantworten, sondern lässt sich ausgiebig zeit, bevor er einen am Abend dann kurz vor knapp auf Saufgelage einlädt. Und zwar welche mit Mary, was schon ziemlich nervig ist, allerdings wenn man sie kennenlernt ist sie manchmal eigentlich ganz zynisch-sarkastisch-unterhaltend und scheint sich tatsächlich was um ihre Freunde – beispielsweise Robert – zu scheren.

Robert mag alte Filme, keinen Smalltalk, und erzählt gerne extreme und extrem erfundene Geschichten. Leider mag er auch Pizza Hawaii, aber niemand kann perfekt sein. Das letzte Date ist dann auf einem Hügel, unter Sternenhimmel, welcher die nächtliche Stadt überblickt. Nicht um einen umzubringen, wie man spekuliert, und auch nicht weil es sein liebster Masturbationspunkt ist, wie er zunächst sagt. Sondern weil er natürlich innen drin ganz weich ist. Weswegen er auch hinterher trauert, dass er keine Bindung zu seiner erwachsenen Tochter mehr hat, seitdem die Mutter gestorben ist. Am Ende hab ich ihn dann auch tatsächlich ebenfalls nicht ganz eingesackt bekommen, sondern er meinte erst mal einen guten Freund zu brauchen, um sich selbst zu finden, bevor eine Beziehung laufen kann. Ugh, nicht mal den leichtlebigen Huren-Dad konnte ich für mich einnehmen.

Cool Dad is kewl :3

Im Coffee Shop, wo Robert einem zum ersten mal den Fuckability-Prüfblick zuwirft, und der am ersten Tag die erste Station für einen sein kann, trifft man bereits vorher auf Mat, da der Laden ihm gehört. Und der sofort etwas unbeholfen aber deutlich mit einem flirtet, sich dabei entschuldigend wie unbeholfen er doch in sozialen Situationen ist. Was er gar nicht sein muss, denn er ist so ziemlich der charmanteste und coolste Dad im Spiel. Außerdem stehen wir auf Heiße Schokolade, soweit wir im Bild von Alex mit Amanda zu Beginn sehen konnte, ist unser Ex nämlich auch brauner Hautfarbe gewesen.

Mat hat natürlich einen Hang zur Musik und ist da relativ up to date, weswegen das erste Date mit ihm auch auf einem seiner vielen Konzertbesuche ist. Laute Umgebungen sind nicht unbedingt ein gutes erstes Date, und wir gehen ihm auch fast verlustig, jedoch ist es nett seine Begeisterung für die Band und mit einem hier zu sein zu sehen. Außerdem bekommen wir mal wieder mit, dass er echt bei vielen Leuten beliebt ist und seine Sozialbeklemmung gut und elegant zu überspielen weiß. Keiner würde je denken, dass er Probleme mit Small Talk hat oder denkt langweilig zu sein.

Beim zweiten Date geht es Platten kaufen (er ist kein prätentiöser Hipster der die für besser hält, sonder hat einfach eine Sammelleidenschaft dem physischen Medium gegenüber) und Oregano rauchen, letzteres nicht so geplant. Und das dritte Date ist Open Mic Abend in seinem Kaffee, bei dem ein Gig ausfällt, man sich selbst beim Ersatzversuch fast lächerlich macht, bis Mat einspringt und eine unglaubliche Show abliefert. Er und seine verstorbene Frau waren nämlich mal in einer Band, er hat aber seit ihrem Tod nicht mehr gespielt. Auch sehr niedlich ist übrigens, dass Amanda und seine Tochter Carmensita eine sehr starke Freundschaft auf seiner Route entwickeln.

Ok, wow. Auch wenn der Late-Disney Zeichenstil nicht meins ist.

Bei Hot Chocolate Dads bleibend, haben wir noch Hugo, der Lehrer von Amanda, der einem am zweiten Tag auf Elternsprechtag eröffnet, dass deren Schuleifer am Sinken ist. Außerdem erleben wir ihn mit einer anderen Klasse, die ihm alles andere als Respekt gegenüber hat. Auch sein eigener Sohn ist das unerzogenste Scheißkind im Cast, wobei Hugo auch keine Heldentat vollbracht hat, den armen Kerl Ernest Hemingway zu taufen. Das wir sofort per du mit Hugo sind, ist allerdings ein hoffnungsvoller Anfang.

Eigentlich ist er auch ziemlich zahm und umgänglich, gar nicht wirklich der strenge Typ. Und wie wir über seine Dates herausfinden hat Hugo sogar eine Schwäche für schlechte Horrorfilme und Wrestling Shows, was er allerdings ungern zugibt, da er meint sein Image als Lehrer würde verlangen nur seine anspruchsvolleren Hobbies wie klassische Musik und hohe Literatur nennen zu können. Letztendlich ist es dann auch sein Ex, der an Wochenenden der coole Dad für Ernest spielen darf, während Hugo dann wieder der strenge Vater sein muss.

Ein paar Trivia Quizzes und viel Käse-bespickte Dates später nimmt man ihn dann mit zum Live Wrestling, und ab spätestens da an ist es absolut um Hugo geschehen. Wobei sein Casual Outfit ihm definitiv keinen gefallen tut, sein scharf geschnittenes Lehrer-Outfit ist ein wesentlich größerer Anturner gewesen. Immerhin sehen ihn seine Schüler auch als etwas cooler, nachdem sie von seiner heimlichen Wrestling-Leidenschaft erfahren. Wusste gar nicht, dass sich die heutige Jugend was darum schert.

Und hier sind wir beim Bild, das am wenigsten mit der Ingame-Erscheinung des Charakters kongruent läuft.

Bleibt nur noch Twilight Dad Damien Bloodmarch übrig, der garantiert nicht unter diesem Namen geboren wurde, sondern als Bob Smith oder so was langweiliges. Oder besser Ruth Smith, scheinbar habe ich total überlesen, dass Damien irgendwann nebenbei erwähnt, dass zu seiner Goth-Kleidung auch Binder gehören, er ist als ein Trans Dad. Das erste Treffen auf ihn ist im Goth-Shop vor Ort, zu dem einen Amanda schleift, und wo er sich ziemlich bitchig über den Stil der Klamotten beschwert, was ihn nicht unbedingt sympathisch beginnen lässt.

So richtig vorgestellt wird man ihm dann so oder so erst auf Josephs Grillfest, wo er sich für sein ihm eindeutig peinlich seiendes Benehmen entschuldigt. Wobei seine gestelzte Sprache und statt über Dadbook per geschriebenen Brief mit einem zu kommunizieren, mir doch etwas zu viel ist. Außerdem ist sein Sohn Lucien, der eher Goth-Punk ist, wobei recht weit oben auf der Fuckability-Skala, einem ziemlich blöde gekommen am Elternsprechtag. Wie sich herausstellt macht der zwar gern auf rebellisch, ist aber eigentlich dahinter ziemlich gut erzogen und spurt sehr schnell, wenn Damien ihm ins Gewissen redet.

Na ja, über die Dates mit ihm wurde mir Damien dann doch langsam sympathisch. Ich mag seine sehr weiche und verständnisvollen Erziehungsmethoden beispielsweise. Ich mag seinen Lebenseinstellung generell ganz gut. Und hinter der foppischen viktorianischen Goth-Fassade versteckt sich ein Kerl, der Naruto Yaoi Fanfiction liest, Angst vor Horrorfilmen hat, in einem Tierheim aushilft, eigentlich in IT arbeitet, und unglaublich Angst davor hat, dass man ihn wegen all jener Dinge für zu langweilig halten könnte. Damien ist also eigentlich der niedliche Nerd-Charakter des Spieles.

Corgi, Corgi, Corgi!

Bleibt nur noch der siebte Kerl im Bunde, nämlich Brian. Der Dad, der auf allen YT-Thumbnails omnipräsent ist, und hinter dem alle Let’s Player sofort her sind, weil den bärtigen Bären im Holzfällerhemd in einem Gay Dating Sim zu erobern (obwohl man natürlich voll #NoHomo ist) ist doch supa kräzi!!!! Ich steh nicht auf fette Kerle und seine extrem kompetitive Art einem seine Übertochter unter die Nase zu reiben, ist auch nicht wirklich charmant gewesen. Auch wenn das verbale Angebe-Duell in Form eines Pokemon-Kampfes läuft.

Ich find es ja auch ein wenig Schade, dass es zwar einen dicken Charakter gibt, dann aber alle anderen Dads ziemlich gut gebaut muskulös von der Körperform her. So ein schlacksiger Dad wäre auch ganz nett gewesen, und wenn es ein sommerbesproßter Rothaariger wäre, umso besser. Na ja, ich bin mir sicher er ist auch ganz nett, wenn man ihn über die drei Dates kennenlernt. Und sein Hund ist super niedlich. Aber dennoch nein Danke.

Camgirl Tycoon: Huniecam Studio

Die Mischung aus sexy Dating Sim und Match-3-Puzzeln hatte Huniepop schon zu einem sehr launigen Unterfangen gemacht. Auch wenn mir persönlich die Gewichtung etwas zu sehr auf das Puzzle-Game ging und das Dating Sim etwas schwachbrüstig daher kam, eher Mittel zur Belohnung via NSFW-Bildern der Mädels war. Da war ich natürlich nicht ganz so begeistert, als statt ein Huniepop 2 mit mehr Dating Sim anzukündigen, dass im darauffolgenden Jahr erschienene Huniecam Studio im Prinzip reines Puzzeln ist.

Wenn ich es genau beschreiben wollte, so müsste ich wohl auch Huniecam Studio einen Genre-Mix nennen, denn es ist zum einen eine Tycoon-Simulation, und hat zusätzlich noch einen Einschlag vom Überraschungshit Cookie Clicker. Die Thematik an sich ist dann wieder sexy, denn wir bauen hier keine Stadt, Logistikunternehmen oder Zoo auf, sondern werden zum Pimp einer Reihe von Camgirls, die für uns mit sexy Internetshows die Kohle ranschaffen… dürfen.

Model-Casting mal anders. Dafür kann hier ein dicker Arsch sogar von Vorteil sein.

Das Spiel rettet sich dann erneut ähnlich Huniepop dadurch, dass es relativ witzig und self aware geschrieben ist, die ganze an Prostitution grenzende Angelegenheit also eher leichtherzig präsentiert wird. Und mit durchgehend willigen Girls. Die wir uns nach diversen Kriterien einkaufen, wobei immer nur drei (nach der ersten Auslese) zufällig gewählte Mädels zur Rekrutierung bereitstehen, von der nur eines ausgewählt gehört, bevor wir erneut die Model-Agentur nach leichtgläubigen Möchtegern-Schnellstars infiltrieren müssen.

Jedes Mädel bedient von sich aus 2 Fetische fürs Publikum. Beispielsweise kleine Brüste oder einen dicken Arsch zu haben. Einer gewissen Nationalität anzugehören. Eben zwei relative Standard-Äußerlichkeiten. Beim Shoppen nach Sex Toys können allerdings weitere Zielgruppen angesprochen werden. Die Wassergalone einem Mädel gegeben und sie macht jetzt auch Watersports, einen Plug und sie bedient Anal, einen Kuchen fürs Cake Farting, oder vergleichsweise harmlos Katzenohren fürs Furry-Cosplay. Bis zu drei Gegenstände kann ein Mädel tragen, also bis zu 5 Fetische bedienen, die sich natürlich entsprechend in der Fangemeinde wiederspiegeln.

Das Clicker-mäßige Ressourcen-Sammeln kann mit der Zeit etwas ermüden.

Zudem hat das Mädel noch zwei Statuswerte in Talent und Style, die maßgeblich dazu beitragen, dass die Kundschaft weniger schnell gelangweilt ist, ihre stündlichen Raten fürs Camming allerdings auch in die Höhe gehen. Eine einfache Art schnell einzugehen ist nämlich, die Mädels in die Boutique und zum Pole Dancing zu schicken, um diese beiden Werte (Level 5 ist erneut Maximum) zu erhöhen, obwohl man noch nicht die Fangemeinde hat, die genug Geld einbringt, den Stundenlohn der Mädels wieder einzutreiben. Fans kann man gewinnen, in dem man die Mädels auf Fotoshoots schickt, jedoch ist es wesentlich effektiver die täglichen Promos, die natürlich nicht ganz billig sind, zu schalten.

Das hier ist also tatsächlich durchgängig ein Business-Tycoon. Mädels einstellen (bis zu 8 Maximum), ihren Marktwert steigern, die Kundschaft erhöhen, vielleicht das Risiko eingehen über Escorts schnelles Geld zu machen aber das Mädel durch STDs unbrauchbar wird, und Geld scheffeln ohne in die Miesen zu rutschen. Wobei man erst verliert, wenn man nachdem man bei der automatischen Gehaltszahlung um Mitternacht in die roten Zahlen rutscht, und bis zur nächsten Mitternacht 24 Stunden später immer noch nicht aus den Miesen raus ist. Geld kann natürlich auch für Upgrades ausgegeben werden. Beispielsweise damit mehr Mädels gleichzeitig in einem Gebäude sich aufhalten können, statt sich in der Stadt verteilen zu müssen. Oder das sie schneller leveln oder weniger schnell ausruhen müssen. Mehr Promos pro Tag schalten zu dürfen, weiteres Inventar freischalten. Halt alle möglichen Dinge, die einem das Leben als schmieriger Camstudio-Betreiber erleichtern.

Dem Girl mit dem Badonkadonk-Hintern Cake Farting und Anal als weiteren Fetisch zuzuteilen, schien mir passend.

Wo kommt hier der Cookie Clicker rein? Die Dinge, die so ein Gebäude produziert, sei es nun Style, Talent oder Geld, sammeln sich nicht von selbst (es sei denn man kauft die entsprechenden Upgrades). Und auch Mädels suchen sich nicht von sich aus eine Aktivität aus. Stattdessen schiebt man mit der Maus die Mädels in die Gebäude, über das beständige Klicken kann die darin getätigte Aktivität beschleunigt werden, und sind sie fertig werden die Produkte durchs Klicken eingesammelt, während des Mädel auf die nächste Produktionslinie gezogen wird.

Um ehrlich zu sein fand ich das Spiel zunächst etwas doof und langweilig. Weil ich halt lieber ein Dating Sim gehabt hätte natürlich auch. Aber auch weil der Anfang nicht so pralle ist und man schnell in die Miesen rutscht. Aber sobald man einige Tricks raus hat, und das Unternehmen nach einigen Tagen läuft, macht es wie viele solcher Spiele schon süchtig. Schnell die Mädels verbessern, mehr Kundschaft anlocken, und Camming, Camming, Camming fürs Geld, Geld, Geld. Nach 21 Tagen ist das Spiel übrigens rum, was mit ungefähr 1 1/2 Stunden auch eine überschaubare Zeit ist. Dann gibt es basierend auf einer Statistik einen High Score, den man beim nächsten Mal zu schlagen versuchen kann, und rein an der Anzahl an Fans gemessen eine Penisstatue zwischen Bronze und Diamant. So als weitere Motivation sich beim nächsten Mal zu verbessern. Ach ja, sexy Bilder gibt es theoretisch immer noch – am Spielende gibt es je nach Leistung Münzen, mit denen neue Outfits und Frisuren der Mädels freigeschaltet werden, und sollte alles bei ihr freigemacht sein, gibt es ein sexy Pinup.

0 Escorts und STDs. Da soll noch jemand sagen, meinen Mädchen ginge es nicht gut bei mir!

Denn die 100.000 für die beste Trophäe sind bestimmt nicht einfach zu erlangen, wobei mein erster Durchlauf allerdings schon für 40.000 Fans und Gold reichte. Gewisse Dinge sind halt wichtig zu durchschauen. Wie gesagt die Mädels nicht schneller leveln, als man Kundschaft hat. Promos sind super wichtig schnell viele Kunden abzugreifen statt nach den ersten Tagen noch was mit Photoshoots reißen zu wollen. Es ist auch nicht schlecht Mädels einzustellen, deren bediente Fetische sich etwas überschneiden, weil sich hierdurch auch schneller einer Stammkundschaft aufbaut. Wobei ich lieber darauf geachtet habe, dass ich Girls einstelle, die möglichst wenig bis gar nicht trinken oder rauchen, um nicht ständig Alkohol und Zigaretten kaufen zu müssen. War es nicht zu umgehen, dass sie eine Sucht hat, denn hab ich möglichst eine mit nur einer der beiden genommen und das Item gekauft, welches sie unterdrückt. Die Upgrades fürs automatische Einsammeln und das mehr pro Klick wegsortiert werden, sind auch nicht so unnütz, wie sie zunächst scheinen mögen, denn wenn man später viele Camwhores hat, die auch viel verdienen, kommt man irgendwann nicht mehr hinterher, das Geld auch in die Kasse zu befördern.

Ganz so viel werde ich mich das Spiel zwar dennoch nicht erneut zocken sehen, aber mal für ein paar Durchgänge zur Selbstverbesserung ist es, nachdem ich eine erste Hürde überwunden hatte, doch gar nicht so übel, sondern launiger und humoriger als zunächst gedacht.

Experimental College Phase: Roommates

Nächstes Dating Sim, zurück zu unseren Indie-Leuten bei WinterWolves. Roommates ist gleich zu Beginn etwas speziell: Es lässt einen zwischen einem weiblichen und männlichen Main Character entscheiden. Normalerweise sind Dating Sims und Romance Visual Novels ja strickt nach Boy x Girl oder Girl x Boy getrennt, oder eventuell auch noch Boy x Boy für die Mädels. Jedenfalls gibt es immer ein Geschlecht für den MC, und nur ein zu jagendes Geschlecht. Selbst Geschlechts-neutral wirkende Charaktere wie Rei in Tokimeki Memorial oder Subaru in Sakura Wars V stellen sich letztendlich wie der Rest des Casts als vom MC-Kerl zu erlegende Mädels heraus.

Wie gesagt nicht so bei Roommates, bei dem sich der Spieler direkt aussuchen darf, ob er oder sie lieber den rebellischen Möchtegern-Rocker Max oder den scheuen Bücherwurm Anne durch deren erstes College-Semester führen will. Wie so häufig bei WinterWolves steht die Romantik nicht mal zwangsläufig im Vordergrund, sondern sich mit den fünf Mitbewohnern des Hauses anzufreunden, auf Partys zu gehen, sexy Flaschendrehen zu spielen, sich hoffnungslos Betrinken, oder einander beim Lernen zu helfen. Freundschaften knüpfen wird also mal wieder groß geschrieben. Passend gibt es am Ende dann nicht nur einen Abriss dahingehend, wen man als Partner gewonnen hat, sondern auch was zum Rest, sofern man halbwegs ordentlich befreundet war. Und auch wie gut die beiden MCs mit ihren Wünschen vorangekommen sind. Das Mauerblümchen Anne beispielsweise will den Neustart im College damit nutzen, endlich aus sich raus zu gehen und mehr Freunde zu gewinnen. Max hingegen will sich halbwegs durchs College schummeln und dabei seine Band bekannter machen. Je nachdem wie viel man mit Leuten abgehangen oder studiert hat, gibt es dazu am Ende dann auch noch ein Wort oder zwei, was Noten und sozialen Stand der beiden angeht.

Manchmal muss halt das kleinere zweier Übel gewählt werden.

Wir sind hier übrigens zurück dabei, die ganze Woche im Voraus zu planen. Via drei Slots pro Tag, wobei der erste an Wochentagen für Vorlesungen verplant ist, was allerdings auch ganz Student auf den Morgen verschlafen geändert werden kann. Der Slot mittags kann mit verschiedenen Jobs und der Abend mit verschiedenen Outdoor-/Indoor-Aktivitäten verbracht werden. Jobs bringen Geld, abendliches Ausgehen frisst es wieder. Und je nachdem, welchem Job und welchem Hobby man nachgeht, erhöht sich einer von sechs Statuswerten: Organisation, Rationalität, Kreativität, Spontanität, Reflektieren und Aktivität.

Jeder Charakter möchte zwei jener Statuswerte gelevelt sehen. Obendrauf gibt es noch die Noten, die zu deren Gewinnung unwichtig sind, sondern nur am Ende ändern, wie gut derjenige bisher im College gefahren ist. Und Energie, die natürlich benötigt wird um überhaupt was zu machen, und via einen Slot lang auszuruhen regeneriert wird. Ist ein Statuswert hoch genug, schaltet sich auch automatisch eine verbesserte Variante des Jobs frei.

Die Noten schauen noch nicht so pralle aus

Die beiden präferierten Werte auf akzeptablen Höhen anzukarren reicht allerdings noch nicht aus, um einen Charaktere auch in der Kiste zu haben. Nein die Affinität muss ebenfalls auf 100 schießen. Hier macht Roommates nämlich einiges besser als Always Remember Me, in dem es regelmäßig innerhalb einer Woche zu Events kommt, an denen mehrere Charaktere beteiligt sind. Die kann man überspringen, wenn man die Energie für sie nicht verbrauchen will, doch ist der auserkorene Charakter involviert, ist es ratsam teilzunehmen, um ihnen per Multiple-Choice-Antwort nach dem Maul zu reden, so dass sie einen mehr mögen. Es gibt wirklich viele dieser kurzen Events, um dem Spieler die Charaktere und die entstehenden Freundschaften untereinander näher zu bringen.

Allgemein ist das Spiel mal wieder eher beschwingt und leichtherzig geschrieben. Charaktere streiten auch mal, aber insgesamt können sich schon alle irgendwo leiden und kommen miteinander aus. Ein wenig Humor, kein großes Drama. Und wenn es romantisch wird auch ganz WinterWolves manchmal etwas typischerweise arg kitschig, aber darüber kommt man schon hinweg. Außerdem etwas untypisch sexy für ein solches Spiel. Die Frühlingsferien gen Spielende sind sozusagen der Punkt, bei dem man seine Trophäe im Visier haben muss, denn hier wird die Beziehung finalisiert, was auch zu einer Erhöhung der nötigen Werte führt (das Spiel zeigt netterweise im Charaktermenü, wer welche Nummer in welchem Stat haben will, um überhaupt interessiert zu sein). Außerdem kommt es zum ersten Sex. Via der ersten von nur zwei CG-Szenen pro Charakter, in der das Knutschen schnell in recht langes und ausführlich beschriebenes Vorspiel übergeht. Bevor die Sache wirklich Adults Only wird blendet das Spiel ab und sagt „30 Minuten später“ und die beiden kuscheln. Aber irgendwo macht das die Szenen nur umso merkwürdiger. Sie sind etwas zu lang und ausgiebig beschrieben, damit das Spiel komplett clean wäre, aber echte Nacktheit oder gar Sex gibt es dann doch wieder nicht zu sehen/beschrieben. Also entweder ganz oder gar nicht, WinterWolves.

Die ganze Truppe im Streitgespräche vereint

Das Charakterdesign ist diesmal übrigens so ein wenig mittelmäßig würde ich sagen. Es ist ansehnlicher als Summer in Fairbrook, aber immer noch ein wenig Amateurhaft dreinschauend. Und je nach Charakter ein mehr oder weniger gutes Händchen für attraktive Designs beweisend. Die CGs hingegen sehen mal wieder aus, als wären sie von einem ganz anderen Künstler als die Gesprächs-Pappausfteller fabriziert, und erneut nicht gerade vom talentierteren der beiden.

Nach 21 Wochen ist dann eventuell oder auch nicht einer der Charaktere gewonnen. Und auch hier zeigt Roommates ein paar von Dating Sims ungewohnte Besonderheiten. Nicht nur kann man entweder einen männlichen oder weiblichen MC spielen, der jeweils andere zieht trotzdem ein und ist jeweils ein gewinnbarer Charakter. Zudem gibt es ein pansexuelles Mädel und einen bisexuellen Kerl, die von beiden erobert werden dürfen. College-Zeiten halt, da findet man eben nicht nur Freunde und arbeitet hart an der nötigen Bildung für einen guten Job, sondern experimentiert auch sexuell gern rum:

Anatomisch korrekt ist der Fuß nicht gezeichnet

Wenn es schon BxB-Aktion gibt, bin ich natürlich voll dabei, und somit war meine erste Eroberung als Max der indische Schokoladen-Kaffee Rakesh. Wenn man es nicht schon direkt seinem Outfit ansieht – er ist der Künstler der Truppe, weswegen er natürlich wert auf Reflective und Creative legt. Als ausländischer Austauschstudent versteht er nicht immer hundert pro, was gemeint ist, und als künstlerische Seele verliert er gern mal den Fokus und driftet ab. Tatsächlich erlaubt er sich gern mal einen Witz oder trickst Leute von Isabella angestiftet aus, bzw. lässt seine ausschweifende Kunst an Sachbeschädigung grenzen, weil wenn ihn die Muse geküsst hat kennt er kein Halten, selbst vor dem Eigentum anderer.

Sein Deal ist allerdings, dass seine Eltern ihn auf ein amerikanisches College geschickt haben, damit er eine ernsthafte Berufung lernt, um genau zu sein die des Arztes. Das hat natürlich wenig mit einem hungernden Künstler zu tun, weswegen er die beiden auch notorisch belügt. Und es kommt zu einer kleinen Auseinandersetzung, wenn alles auffliegt. Max hilft ihm etwas ehrlicher mit ihnen und sich selbst zu sein, so dass die Eltern einsehen das dies sein Traum ist und es vorerst unterstützen, auch wenn sie weiterhin nicht glücklich mit seiner Entscheidung sind. Tatsächlich hat er nach dem College so einige Aufträge und zeichnet für die Cover von Max‘ Band verantwortlich.

Haar funktioniert so auch nicht ganz

Anne ist wie gesagt der andere MC, den man spielen könnte. Sie als die Musterstudentin möchte natürlich Organized und Rational hoch haben, was etwas schwerer sein kann, da diese nicht in alternativen Slots möglich sind. Da sie etwas schüchtern ist, nehmen Max und Isabella sie unter ihre Fittiche, damit sie etwas aus sich raus kommen kann. Beispielsweise gleich in der ersten Woche auf eine Party trinken, oder sie für Halloween in ein sexy Kostüm stecken, das ihrer nicht unbeachtlichen Oberweite schmeichelt. Natürlich geht jegliche Initiative zunächst von Max aus, aber mit der Zeit schafft auch Anne es etwas zu flirten oder spaßen, wenn auch zunächst mit durchschnittlichem Erfolg.

Zudem mag Dominic sie von Anfang an, wodurch die eh schon nicht miteinander klar kommenden Kerle nur umso mehr aneinander geraten. Jedoch werden Max und Anne sogar Partner wenn es um eine Hausarbeit eines ihrer Kurse geht, und allgemein sind sie ein gegenseitig positiver Einfluss: Max bringt Anne dazu etwas mehr zu leben, Anne bringt Max dazu etwas mehr zu studieren. Am Ende arbeitet sie dann auch in einer Bibliothek, während sie hin und wieder den Groupie für Max gibt.

Einen besseren Platz hätte er ihr schon verschaffen können

Als Anne hingegen Max zu gewinnen bedeutet, dass man in Creative und Reflective investieren muss. Der eigentlich hinter seinem Badboy-Image steckend gute Kerl mit dem heißen Körper und der dämlichen Frisur ist natürlich ein absoluter Flirt, der nicht sonderlich lange von den Vorteilen Annes überzeugt werden muss. Auch wenn man dafür den armen Dominic mehrmals abschießen muss, damit der sich keine Hoffnungen mehr macht.

Strickt genommen geht die Romanze zwischen den beiden natürlich ähnlich ab, wie wenn man dies jeweils andersrum macht, nur mit verändertem Blickwinkel. Allerdings bekommt man hier mehr davon mit, wie sehr Anne doch Max beim studieren hilft, und zusätzlich sich als der erste Groupie seiner Band ausgibt, um deren Popularität etwas anzuheizen. Und man verbringt mehr Zeit auch mit den anderen Band-Mitgliedern, die alle ziemlich nett sind. Anne hilft ihm sogar, wenn die Band beim Battle of the Bands disqualifiziert werden, weil sie semi-professionelle Auftritte davor hatten, was durchaus Cheating ist. Fürs Ende begeht Max dann noch den Fehler, Anne auf die Bühne zu holen und als seine Liebe zu outen, statt als heißer Junggeselle mehr weibliche Fans anzulocken.

Wenn Charaktere in CGs gar nicht mehr wie sie selbst aussehen

Dominic kann nur mit Anne gewonnen werden und ist als derjenigen, der die WG leitet und auf Regeln und Ordnung achten muss, ein Charakter der auf Rational und Organized steht. Er hilft Anne sowieso von Anfang an viel aus, weil er wie gesagt ziemlich schnell auf sie steht. Außerdem ist er gar kein so übler Spielverderber, solange man sich halbwegs an die Regeln hält, und lässt der Truppe genau genommen erstaunlich viel durchgehen. Er soll wohl schon etwas älter sein, denn er arbeitet bereits an seinem Physik-Master.

Die beiden haben eigentlich viel gemein, denn auch Dominic ist eher derjenige, der viel lernt, immer brav alles nach Vorschrift macht, und seinen Zukunft vor Augen behält, statt nur ans Vergnügen zu denken. Deswegen geht es auch viel in die Buchhandlung und Bücherei mit ihm und darf häufiger mal geholfen werden die Klausuren für seinen Prof zu korrigieren. Als Ausgleich spielt er allerdings MMOs, sozusagen als die eine spaßige Zeitverschwendung, die er sich gönnt. Dominic ist übrigens der einzige Charakter, der an Valentinstag ein Rück-Geschenk parat hat. Jedenfalls leben die beiden schön gesittet am Ende zusammen und Anne macht ihm einen Heiratsantrag.

Der Rest:
Da wäre zum einen Isabella, die pansexuelle Dame, die nicht sonderlich gut darin ist den Unterschied zur Bisexualität zu erklären. Sie ist die nuttige Latina, die wenig Stoff trägt, sich wenig um das College kümmert, dafür aber gern auf Partys geht, und mit allem flirtet, was bei Drei nicht auf den Bäumen ist. Allerdings hat sie tatsächlich einen Sportler-Boyfriend, den sie sich zu Spielbeginn anlacht und sich auch erst gegen Ende von ihm trennt. Ich finde ihr Charakterdesign ziemlich scheußlich, weswegen ich sie mit keinem der beiden MCs angegangen bin.

Sally hingegen ist die attraktive Blondine mit den blauen Augen, die irgendwann mal einen Hund einschmuggelt und mit dem Band-Kollegen von Max endet, wenn der sie nicht haben will. Was der nette Kerl sich definitiv verdient hat. Ich fand sie etwas langweilig bis nervig, als die ständig irgendwas protestierenden Veganerin im Haus, weswegen ich erneut keinen Bock hatte, die Zeit in ihr Ende zu investieren.

Love’s Melting Away: Always Remember Me

ava-2143Und ein weiteres Spiel von WinterWolves, dass sich zu Recht Dating Sim nennen darf. Übrigens zwischen Fairbrook und C14 Dating erschienen, was man dem Spiel auch insgesamt ziemlich gut ansieht. Nicht nur an Qualität des Charakterdesigns, welches sowieso diesmal ein komplett anderen Stil ist, sich aber fast immer sehen lassen kann, nur ausgerechnet in den CCs, die ja sozusagen die Belohnung für den Spieler darstellen, irgendwie schräg wirken. Nein, auch vom Spielerischen her. Und dem Umfang.

Erneut haben wir ein relativ vorgefertigtes Mädel, welches es so in den japanischen Vertretern des Genres eher weniger gibt, da sie ja als Self Insert der Spielerin dienen und somit möglichst Bella-Swan-esque langweilig und undefiniert sein sollten – die eigenen Antworten sind das, was sie dann mehr oder weniger frech werden lässt. Wobei das Mädel hier, dessen Namen ich ehrlich gesagt auch nicht wirklich behalten habe, schon eher in die Richtung undefiniert geht, was aber ein allgemeines Problem mit den Charakteren ist: Sie haben nicht viel Charakter. Ähnlich wie bei Summer in Fairbrook findet man einfach nicht wahnsinnig viel über sie heraus, zumindest nicht nach dem ersten Setup, in denen die wenigen Grundlagen zu ihnen präsentiert werden. Sie wirken schon alle irgendwo flach. Ich mein, in diesen Spielen werden sowieso immer wieder die gleiche Hand voll Klischees bedient, von daher haben die Charaktere oft nicht viele Dimensionen zu sich, aber es gibt halt doch eine gewisse Anzahl an bekannten Klischees rauszufinden.

MC-chan schreibt gern aber nicht besonders gut.

MC-chan schreibt gern aber nicht besonders gut.

Die Geschichte dreht sich übrigens darum, dass man ganz wie in Summer in Fairbrook zu Beginn in einer Beziehung ist, die sich dann auflöst, und neben dem Sommerjob in den Semesterferien sich deswegen einen neuen Stecher anlachen kann, oder den alten halt doch zurückgewinnt. Nur das hier keiner der Charaktere ein nerviges Arschloch ist, sondern alle immer super nett sind wie in C14 Dating, nicht mal der üblichen zu Beginn etwas rau rüber kommenden Typen mit später weichem Kern bedient wird. Der Grund warum man miteinander bricht ist dann auch, dass Main Chara-chan und ihr Freund Aaron einen Motorradunfall haben – natürlich nicht selbst verschuldet – und während sie mit ein paar Kratzern davon kommt, muss Aaron eine Weile im Krankenhaus bleiben, und hat partielle Amnesie der letzten Jahre mit ihr. Und da sein Vater MC-chan nicht leiden kann, und man scheinbar sonst keinerlei Familie und Freunde hat, die ihm auf die Sprünge helfen können, hält er uns nicht für seine Freundin. Jetzt können wir unsere wahre Liebe beweisen und ihn zurück gewinnen, oder unseren Freund, der uns beschützend im Krankenhaus gelandet ist, sofort links liegen lassen und lieber den hübschen, reichen Doktor anflirten, der ihn behandelt.

Das ganze startet im Juni und endet Anfang September, bis dahin muss ein Herz erobert sein, wenn man nicht Forever Alone zurück ins College gehen will. Im Gegensatz zu einem Wochenplan wird bei Always Remember Me allerdings zu jedem der 7 Zeit-Slots eines Tages direkt gewählt, wohin man gehen und was man dort unternehmen will, um die diversen Statuswerte zu erhöhen. Davon gibt es wieder vier Stück, passend zu jedem Macker, den man sich stalken kann. Nebenbei noch Stamina, die bei den Aktivitäten verbraucht wird, und Moral, die das Gelingen beeinflusst. Erneut fand ich es etwas arg beliebig, wie häufig etwas klappt oder nicht klappt, selbst bei hoher Moral. Bei den Tokimeki Memorials hat sich das immer gut ausgeglichen. Aber bei den Spielen von WinterWolves hab ich mich immer unter Druck gefühlt, ständig zu speichern und wenn zu viel nicht funktionierte neu zu laden, um eines Erfolges sicher zu sein. Ach ja, die ersten beiden Slots eines Wochentages kann nur in der Eisdiele gearbeitet werden, wobei das hier erwirtschaftete Geld anschließend bei einem Shopping-Tripp in Sachen investiert werden darf, die der Statuserhöhung behilflich sind.

Pissiger Blick für ein Beziehungs+

Pissiger Blick für ein Beziehungs+

Always Remember Me offeriert dabei zwei Enden mit jedem der Kerle,  normal und das spezielle, die diesmal sogar unterschiedlich ausfallen und beide ihr eigenes CG haben – die mit dann gerade mal zwei insgesamt aber immer noch etwas arg wenige sind. Grundsätzlich muss nicht bis zu Anfang September gewartet werden, um das Ende zu sehen, sondern es startet automatisch am nächsten Tag, wenn die Affinität eines der Jungs auf 100 gestiegen ist, was über die richtigen Antworten in Gesprächen immer mal wieder um 5-10 Punkte steigt, ansonsten mit jeweils nur +1 beim Besuchen und Abhängen mit ihnen geschieht. Das ist allerdings nur das normale Ende, um das spezielle zu sehen, muss vorher noch der Statuswert, den sie bevorzugen auf das Maximum von 99 Punkten sein. Wenn der also stark hinterher hinkt, besucht man den Traumprinzen besser erst eine Weile nicht, um sicherzugehen, dass nicht das normale Ende plötzlich unausweichlich ist, wenn man eigentlich das besondere sehen will.

Ich fand ja Anfangs die Steam-Reviews zu Spiel ganz niedlich. Weil sich da so viele Mädels drüber beschweren, dass es in diesem Dating Sim so viel Stat-Grinding gibt, statt viele VN-Dialoge mit den Kerlen und um die Story voranzutreiben. Denn das ist ja genau der Unterschied zwischen Visual Novel und Dating Sim, und eher ein Problem hier im Westen, dass sich jedes Indie-VN, bei dem man über Multiple Choice einen Partner gewinnt, sich Dating Sim schimpft. Dabei sollten genau jene mit Stat-Raising-Gameplay daher kommen, statt nur ein interaktives Buch zu sein. Nach dem Spielen von Always Remember Me muss ich allerdings tatsächlich unterschreiben, dass es etwas zu grindy geraten ist. Was einfach daran liegt, dass es nicht genug zu tun gibt, nicht genug über die Kerle herausgefunden wird, nicht genug Szenen mit ihnen untergebracht sind. Die Affinität und Lieblings-Statuswert in Schritten von je +1 zu erhöhen wirkt trotz nettem Gesamtfeedback der Persönlichkeitsveränderungen am Ende eines Tages einfach zu langwierig und langsam. Eigentlich ist das Spiel gar nicht lang, und eigentlich schon ganz nett, aber irgendwo etwas schwachbrüstig, selbst wenn man allen vier Kandidaten nachgeht:

Gibt kein Gold-Digger-Ende mit dem Vater btw

Gibt kein Gold-Digger-Ende mit dem Vater btw

Aaron stellt die größte verfehlte Chance dar, ihn selbst als Charakter wie auch MC-chan zu hinterfüttern. Die beiden sind seit Jahren in einer Beziehung, aber sein Vater mag MC-chan nicht. Warum wird nie geklärt. Und im besten Ende, wenn man als Schriftstellerin einen NYT-Bestseller geschrieben hat, akzeptiert er einen auch, aber es kommt nie zu einer Aussprache oder Entschuldigung seinerseits. Auch Aarons fake Ex-Freundin, die sich im Krankenhaus wieder an ihn ranschmeißt, taucht im Ende nie wieder auf, dem Spieler wird also nicht mal hier ein Moment des Triumphs gegenüber der arroganten Opposition gegönnt. Auch ist die Tatsache, dass er Amnesie hat doch die perfekte Gelegenheit, dass MC-chan ihm nach und nach über Aaron an sich, über sich selbst, und über ihr gemeinsames Leben erzählt. So viele Spiele haben clunky Exposition, wenn sich Charaktere Dinge erzählen, die sie beide kennen müssten, nur damit das Publikum auch auf Stand kommt. Aber hier wäre genau das eben nicht fehlplatziert, da Aaron alles vergessen hat, so dämlich die Amnesie-Ausrede auch ist.

Und dafür, dass MC-chan selbst ihre Eltern bei einem Autounfall verloren hat, wird selbst dies irgendwie nie direkt angesprochen. Jedenfalls mögen beide Bücher, und Aaron speziell Pikniks bei Vogelgezwitscher im Park, wie wir dann doch mal lernen dürfen. Als romantischer Typ ist natürlich Romance sein Statuswert der Wahl. Und Aaron relativ einfach zu gewinnen, da er ja ans Krankenbett gefesselt ist. So kann er zwei Mal pro Tag besucht werden, alle seine Szenen triggern dort, und Romance ist relativ einfach zu puschen, in dem man sich bei der Bibliothek Bücher ausleiht und ihm regelmäßig seine alten Favoriten vorliest. Das Ende ist dann ganz abgehakt in der Zukunft, keine Szenen in der er sich dramatisch wieder an einen erinnert oder so, aber vielleicht ist dies das normale Ende, welches ich übersprungen habe, stattdessen sind Aaron und MC bereits verlobt und sie eine Bestseller-Autorin.

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Lächelt sich bestimmt etwas schwer mit einer fremden Zunge im Hals

Ich meine, immerhin hat die Studentin mit Hauptfach kreatives Schreiben dort im Gegensatz zum Ende mit Hugh nicht ihren Traum aufgegeben. Der hübscheste Charakter im Spiel ist der übliche Flirt-Charakter, der immer einen lockeren Witz oder angrabenden Spruch auf Lager hat, und alles nicht sonderlich ernst meint oder sieht. Überraschend hat er allerdings einen festen Job, führt nämlich im Shopping-Center eine kleine Boutique, und designt die stylischen Outfits selbst. Sieht auch selbst im Anzug ganz knackig ist. Na ja, jedenfalls nennt er einen viel Babe etc., lädt ins Pub ein, oder schickt einfach mal so eine Pizzalieferung statt Blumen zur Aufmunterung vorbei, und ist ganz froh darüber, wann immer man mit seinen blöden Eskapaden mitspielt. Das Battle der lahmen Anmachsprüche zwischen den beiden war schon ganz nett.

Für ihn ist Kreativität wichtig, was schnell genug über Sachen wie die Schreibübungen gelevelt werden kann, während Hugh allerdings nur ein Mal pro Tag und nicht Sonntags anzutreffen ist, um seine Affinität zu steigern. Jedenfalls behandelt er einen bis zum Schluss eher als weiblichen Kumpel, bis er dann plötzlich merkt doch in einen verliebt zu sein und man den Schriftsteller-Traum aufgegeben hat, um ihm beim Design seiner Kleider zu helfen.

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Einen reichen Arzt zu heiraten war wohl ihr wahrer Traum

Wirklich am schwersten anzutreffen allerdings ist Eddy, der Doktor, der sich um Aaaron kümmert. Und der trotz seines etwas unmotiviert dreinschauenden Resting Bitch Face durchaus nicht der Stereotyp vom heißen Doc ist, der Menschen zwar körperlich heilen kann, aber keine Ahnung vom zwischenmenschlichen Heilen hat. Denn eigentlich ist er ziemlich einfühlsam, besonders da MC-chan auf seiner Route die nervige Eigenart hat, ständig wegen Aaron zu heulen zu beginnen, nur um dann doch als Gold Digger den besser gestellten Arzt zu ehelichen. Dass er einem sofort vorschlägt, ihn Eddy zu nennen, ist allerdings schon etwas unprofessionell. Jedenfalls kann man ihn nur zu einem Slot im Krankenhaus und nur an Wochentagen antreffen. Keine Ahnung was für ein Krankenhaus das ist, wo die Ärzte nicht notorisch überarbeitet sind, sondern weder Nacht- noch Wochenend-Schichten zu reißen haben. Wobei sobald man sich genug in sein Herz gestalked hat, man seinen Hausadresse herausfindet, und ab dann auch Abends und an freien Tagen hinter ihm her hecheln darf.

Disziplin ist für ihn wichtig, was MC-chan über sportliche Aktivitäten und merkwürdigerweise das Updaten des Blogs bewerkstelligt. Denn wie jede Studentin des kreativen Schreibens ist sie nicht nur damit beschäftigt, eigene schlechte Poesie ins Netz zu stellen, sondern auch Buch-Reviews zum Besten zu geben. Man trifft Eddy halt hier und dort mal in der Stadt, hoffentlich zumindest, da dies für die Affinität bei ihm halt besonders wichtig ist, hilft ihm beim Einkaufen aus, und am Ende hat man den Traum fürs Schreiben aufgegeben, um mit ihm im Krankenhaus zu arbeiten. Nicht als Ärztin oder sonst was ambitioniertes, sondern als simple Krankenschwester, die mit dem Oberarzt schläft…

Ich schör das er außerhalb von CGs nicht wie Eldritch Horror aussieht

Ich schwör das er außerhalb von CGs nicht wie Eldritch Horror aussieht

Last but also least ist Lawrence, der schüchterne und etwas weibisch aussehende Fußabteter-Charakter. Der nur dann etwas Mumm aufweist, wenn es darum geht die Halbtagskraft MC-chan vor dem Besitzer der Eisdiele in Schutz zu nehmen, wenn der sich über einen Fehler von ihr aufregt. Ich mein, es ist schon süß das er sich ernsthaft Gedanken und Sorgen um sie macht, egal was in ihrem Leben vor sich geht, aber da alle Charaktere so unglaublich nett und verständnisvoll sind, hebt ihn das gar nicht wirklich ab.

Immerhin haben er und MC-chan gemeinsam, dass sie gerne Schreiben, und natürlich muss man sein Selbstwertgefühl dorthingehend etwas fördern. Und dadurch darf MC-chan letztendlich wenigstens auch in seinem Ende ihren Traum einer Schriftstellerin verwirklichen, während sie ihm nebenbei in seiner nun eigenen Eisdiele aushilft. Seinen Statuswert der Kultur lässt sich übrigens auch sehr gut durchs Lesen von Büchern und Schreibübungen leveln. Obacht bei seiner Affinität, denn einfach in der Eisdiele, wo er Vollzeit beschäftigt ist, zu arbeiten hilft hier nicht, man muss nach der Arbeit dort noch mit ihm abhängen.

Breakup Call: Summer in Fairbrook

ava-2141Also weiter in den Dating Sims von WinterWolves, diesmal zu ihrem The Flower Shop. Aber nicht Winter in Fairbrook, die GxB-Version, die von einigen Youtubern in ihren „lulz Dating Sims“-Channeln voller VNs und wenigen Dating Sims gespielt wurde. Denn das ist der zweite Teil, bereits davor erschien mit Summer in Fairbrook eine BxG-Version.

Warum das Ding genau The Flower Shop heißt, will sich mir allerdings nicht so ganz erschließen. Im Sequel definitiv, immerhin heuert das Mädel dort tatsächlich bei Susanna im Blumenladen an. Aber Summer in Fairbrook bringt Steve im Sommer zwischen zwei Semestern nach Fairbrook, weil sein Vater ihn dazu verdonnert hat, beim Onkel auf der Farm auszuhelfen. Nix mit Blumenladen oder so. Den gibt es, aber da kauft man halt seine Saat ein, und das war es, solange man nicht am Ende auch Susanna besamen will.

Aber immer, mein Hübscher :3

Aber immer, mein Hübscher :3

Oder Marian. Denn die Sache mit den Stats ist etwas anders als in C14 Dating. Mit einem der vier Mädels abhängen – entweder Jill zu Hause anrufen, mit Clara joggen gehen, Susanna im Blumenladen oder Marian in der Bibliothek besuchen, erhöht einen der Statuswerte. Wenn auch ohne niedliche SD-Animation oder auch nur Nachricht, dass dies geschehen ist, man muss schon selbst am Sonntag in den Wochenplan schauen, wie sich die Werte verändert haben (ob eine Antwort positiv oder nicht war, wird allerdings direkt gezeigt). Jedes Mädel möchte aber nicht nur den Statuswert hoch haben, dem sie selbst hilft, sondern auch noch einen zweiten. Jill und Marian beispielsweise den von der jeweils anderen. Wodurch es gut vorkommen kann, ist nämlich zumindest mir so geschehen, dass man versehentlich die jeweils andere gewinnt. Logischerweise würde man nämlich beide Mädels die richtigen Antworten geben, und sich am Ende entscheiden, mit welcher man das Ende sehen will. Allerdings gibt es keine „kurz vor Ende“-Entscheidung. Ich wollte zuerst Marian haben, hab dann aber bei einem Wochenende im Plan gespeichert, und dann immer nach drei weiteren Besuchen im Blumenladen später das Ende von Susanna bekommen, ganz automatisch.

Ich meine, so tragisch war es dann auch wieder nicht, ich hab halt den Laden gemieden. So kann man nur keine Saat für das Feld einkaufen, welches wirklich nur ein Kleinstgarten ist, aber das Farming ist sowieso absolut nutzlos im Spiel. Mit ein paar Klicks wird Unkraut gejätet, ausgesät, geerntet, Parasiten beseitigt, oder das ganze Feld bewässert – jede Aktion kostet jeweils eine Stunde. Der Morgen muss immer auf dem Feld verbracht werden, der Nachmittag steht einem jedoch frei, und man muss hier nie eine Extra-Runde Feldarbeit einfügen, um über 1000 Moneten zu kommen, laut denen das Ende besser wird. Davon hab ich allerdings nichts gesehen, bei Susanna hatte ich sowohl ein Mal weniger und ein Mal mehr als 1000 Geld, und ich habe genau das gleiche CG gesehen (es gibt nur ein einziges pro Mädel im Spiel und keine Galerie) und dazu ziemlich den gleichen Text lesen dürfen. Der Unterschied war nur, dass man im Epilog dem Onkel nach seinem Infarkt weiterhin auf dem Feld aushilft, hat man das Geld nicht zusammen, wird die Farm an den Nachbarn verkauft, der Onkel kann sich allerdings einen netten Lebensabend in seinem Häuschen machen. So wirklich wertig ist die kleine Änderung die zusätzliche Spielzeit der Farmarbeit nicht.

Direktes Feedback find ich immer gut

Direktes Feedback find ich immer gut.

Zumal das Spiel kein Alleine-Ende bietet. Gewinnt man bis nach den 11 Wochen kein Mädel, so holt der Vater einen zurück nach Hause und die Farm wird erneut verkauft, weil der Onkel nach seinem Herzanfall sie nicht weiterhin bestellen kann. Egal wie viel Geld man verdient hat.

Was ist eigentlich der Grund für den aufgezwungenen Farmurlaub? Tja der niedliche Vater, der schnell gar nicht mehr so ansehnlich in einigen Charakterportraits ist, verdonnert seinen nutzlosen Sohn dahin, damit der Onkel ihn etwas in Form bringt. Genau genommen startet das Spiel wie folgt: Mitten in einem Argument zwischen Steve und seiner Freundin Jill. Sie nervt ihn tierisch darüber, dass er ihr nicht ambitioniert und erfolgreich genug ist, während er das ganze nicht ernst nimmt und lieber anderen Mädels auf den Hintern starrt. Die beiden trennen sich, und ich frag mich direkt, warum die das nicht schon vor Jahren gemacht haben. Direkt beräut Steve aber Jill verloren zu haben, und als er sie anruft spricht sie auch wieder halbwegs zivil mit ihm. Oh Gott, Summer in Farebrook ist Catherine all over again!

Nicht hübsch, aber eh überflüssig

Nicht hübsch, aber eh überflüssig.

Wird auch nicht besser. Das erste Mädel, welches der nutzlose Idiot Steve trifft ist Clara. Die schaut ihn mit dem Arsch nicht an, bis sie herausfindet, dass er aus der Stadt kommt, und sofort hat sie Interesse an ihm, denn er könnte ihr ja aus dem Kaff Fairbrook heraus helfen. Das erste Treffen mit Susanna braucht ungefähr 5 nette Sätze, bis die Hippi-Trulla ihm einen gewaschenen Vortrag darüber hält, wie viel besser Bionahrung und Medizinkräuter sind, und alles andere Müll ist, mit dem man seinen Körper nur vergiftet. Ugh, ist denn jeder einzelne Charakter in diesem Spiel scheußlich? Ja, aber nein, aber ja, denn Marian ist dann doch eine ganz Nette, aber mit ihr hört die Liste auch schon wieder auf.

Ist natürlich sehr unglücklich in einem Dating Sim, wenn ich weder den Hauptcharakter noch die Jagdtrophäen mag. Was ist denn meine Motivation dazu, die beiden zusammenzuführen, wenn ich eigentlich der Meinung bin, dass beide schreckliche Menschen sind, die niemals eine Beziehung eingehen sollten? Damit sie vom Markt genommen sind und keinem anständigen menschlichen Wesen das Leben versauen können? Zumal mich das Spiel nachträglich etwas bereuen lässt, bei C14 Dating so Kleinigkeiten bemängelt zu haben, wie dass das Artwork im Profil etwas arg flach wirkt, denn Summer in Fairbrook hat schon ziemliches Amateur-Artwork zu bieten. Letztendlich konnte ich mich nur dazu durchringen, zwei der vier Mädels einzufangen:

Dass sie die kranke Zunge eines Fleischessers überhaupt in ihren Mund lässt.

Dass sie die kranke Zunge eines Fleischessers überhaupt in ihren Mund lässt.

Susanna hatte ich ja im Prinzip quasi fast versehentlich gewonnen, aber nur weil ich ihr auch die richtigen Antworten gegeben habe, um sie nach Marian eh zu erobern. Letztendlich ist sie ja ganz niedlich, und nach dem ersten irrsinnigen Ausbruch ist sie anschließend eigentlich immer ganz nett zu einem. Und vielleicht kann ich mich Nachts ins Bett ihres Halbbruders Trent stehlen, der eh niedlichste Charakter im Spiel. Wie gesagt gehört ihr der Blumenladen, bei dem man die Setzlinge ersteht. Zudem hält sich die Veganerin Bienen. Trent erzählt Steve auch, dass sie von ihren Eltern als Kind oft ignoriert wurde – allgemein scheint jedes Mädel ein Problem mit ihren Eltern zu haben, was wohl als Bindungsmoment mit Steve gedacht ist. Interessanterweise, wenn man mit Susanna endet, erzählt einem das Spiel im Epilog, dass der eigene Vater sich an die andere Kandidatin Marian herangemacht hätte. Ach ja, Susanna steigtert Romance und braucht zudem Culture.

Ganz schön viel Platz auf dem CG gelassen

Ganz schön viel Platz auf dem CG gelassen.

Marian ist die Bibliothekarin und super nett und freundlich, obwohl sich ihr Design eher dem Fetisch der strengen Lehrerin annähert. Sie ist schon etwas älter, wie Steve charmant wie immer wiederholt anspricht, scheinbar soll sie wohl sogar über 30 sein. Zumindest erwähnt sie irgendwann, dass sie den Traum Poesie zu schreiben schon so lange hat. Den sie aber nie verwirklicht bekommen und sich darüber sogar mir ihren Eltern zerstritten hat. Wie gesagt haben alle Mädels Eltern-Probleme, aber bei Marian sind sie der Geschichte am zentralsten. Was etwas merkwürdig ist, man sollte meinen eine gestandene Frau von Mitte/Ende 30 wäre nicht der Charakter, der über einen Bruch mit ihren Eltern immer noch trauert, statt eine der wesentlich jüngeren Kandidatinnen. Na ja, jedenfalls ermutigt man sie etwas mehr Gedichte zu schreiben und sie einzuschicken. Zunächst bekommt sie gemischt gute und schlechte Reviews, und statt sich über die guten zu freuen, sind die schlechten natürlich ein Drama. Man ermutigt sie dennoch weiter zu machen, und am Ende schafft sie ihren Durchbruch und Steve küsste sie in durchsichtiger Bluse im Regen.

Nicht hübsch, aber auch überflüssig.

Nicht hübsch, aber auch überflüssig.

Nicht gewonnen habe ich Jill und Clara. Jill ist die schrecklich engstirnige, total von Steve genervte Freundin, die innerhalb des Eröffnungs-Dialogs, der mehr ein bitchy Monolog von ihr ist, mit Steve Schluss macht. Und das ist auch ganz gut so. Man kann sie direkt anrufen und auch während der Zwangsarbeit in Fairbrook Kontakt halten, aber ne. Sonderlich attraktiv ist sie letztendlich auch nicht gewesen. Clara trifft man beim Joggen und sie streitet sich wohl gern mal mit ihrem Vater, da sie Fairbrook lieber verlassen würde. Die erste Interaktion mit ihr wirkte dann auch so, als wäre sie nur an Steve interessiert, weil der ein Mittel zum Zweck in die Großstadt ist. Nein Danke.