Road to the Big G!: Monster Hunter Frontier Z HR4 to G-Rank (Part 3)

Wie gesagt war zunächst geplant, dass ich mich schnell durch die HR1-4, was den Low und High Rank von Monster Hunter Frontier abdeckt, prügele, nur um mal so ein Gefühl für das Spiel zu bekommen. So richtig mich hineinversetzen wollte ich eh nicht, und da ich den Text nicht verstanden habe, blieb mir sowieso einiges vorenthalten.

So hat die Starterwaffe, die für HR5 gedacht ist, natürlich schon ordentlich geholfen, mich durch die ersten Ränge zu schlagen, ich dafür aber erst spät gemerkt, dass die Starterrüstung tatsächlich eine solche ist, und ich mich nicht hätte wundern sollen, warum ich ab einem gewissen Punkt so viel Schaden nahm. Oder dass man ab HR5 dann eh ein weiteres Set von einem NPC geschenkt bekommt, um auch die letzten beiden vor dem G-Rank durchstehen zu können. Denn als ich mit dem Urgent Quest am Ende von HR4 fertig war, war ich doch verwundert, dass HR5 aufging.

Nach HR5 ging dann HR6 auf, und ich wusste echt nicht mehr, was los war. Google-Übersetzer auf der Homepage hat dann ein wenig Erleuchtung gebracht. Da stand nämlich irgendwas davon, dass man ein 30-Tages-Ticket automatisch aktiv hat, wenn man zu einem gewissen Datum registriert. Ich war also genau in eine Kampagne geplatzt, die einen für 30 Tage das komplette Spiel machen lässt. Wo ich schon mal so weit war, habe bin ich dann auch noch zum G-Rank gegangen. Da, wo für die meisten Spieler das eigentliche Monster Hunter losgeht. Für mich aber nicht, ich bin mit fast 30 Monstern hinter mir zufrieden gewesen, nachdem ich eh viel früher dachte aufhören zu können/dürfen/müssen.

Der nächste Rang startet in einem Areal, dessen Name Great Forest Peak ist. Dort gibt es quasi nur die eine Zone, auf der man das Monster auch schon bekämpfen muss. Es kann also nicht fliehen – man selbst allerdings genausowenig. Die Silver Hypnocatrice ist die erste Subspezies in einem Key Quest und wohl dazu da, den Spielern zu zeigen, dass selbst hirntote frühe Gegner mit einem neuen Farbverlauf zu echten Miststücken mutieren können. Denn Silver Hypnocatrice ist der schwerste Kampf des ganzen Ranges.

Er hat natürlich auch die Komplettdrehung drauf, die einen Schwanzschlag ausmacht. Oder drei Mal vor sich zu picken. Oder einmalig vor sich oder dreimalig zu den Seiten mit einschläfernden Nebel zu spucken. Jetzt kann er es allerdings auch in die Luft spucken, so dass es in mehreren Pools um sie herum landet, und es Nahkämpfern echt schwermacht, der Statusveränderung zu entkommen. Wenn er wie ein genervtes Kind schnell auf und ab springt, wird er anschließend übrigens geschwind in zwei Zirkeln rennen, und es einem schwer machen, nicht überrannt zu werden. Neben Beben durch das Springen können auch Windstöße (inklusive Schlafgas) der Schwingen einen aus dem Tritt bringen.

Allgemein hat er es einfach einen in mehrere Attacken zu verwickeln, in dem er einen druch Wind oder Beben oder Einschläferung ausschaltet, aus jenen wieder herausschlägt, nur um einen mit der Attacke ins Straucheln zu bringen, und schon wieder die nächste mit Statusveränderung drauf zu geben. Der Rest von HR4 ist übirgens erneut mit bekannten Gesichtern wie Silver Rathalos und Gold Rathian bestückt, hat mit Akura Vashimu, Kamu Orugaron und Berukyurosu nur drei neue Gesichter zu bieten.

Etwas unspektakulär geht es mit der Espinas Subspecies weiter. Ja, dies ist der Name des Monsters, nicht Brauner Espinas oder Bronzener Espinas, sondern die Subspezies des Espinas ist schlichtweg Espinas Subspecies betitelt. Aufgefunden im Turm, wo erneut nur in einer Zone gekämpft wird.

Immerhin findet man ihn erneut wie seine Hauptspezies schlafend vor, weswegen die ersten Schläge schnell ausgeteilt sind. Was ganz gut ist, da die Haut der Subspecies wesentlich besser gepanzert ist, so dass man schon gern mal abprallt, statt guten Schaden auszuteilen, solange man nicht an den prädestinierten Stellen Bauch oder Schwanz steht. Hin und her zu rennen, wie das Wyvern gern tun, hat er natürlich drauf, wobei er im Gegensatz zum normalen Espinas die gern zwei Mal direkt hintereinander macht, und auch ansonsten beständig durch die Gegend rennt. Giftaura ums Maul und lang reichender Schwanzschlag sind ebenfalls zurück. Ich glaube er kann auch Gift spucken, aber wann immer er eine spuckende Bewegung machte, kam in meiner Jagd auf ihn nichts raus. Eventuell gerade keine Stamina?

Wenn er einen langen Winde-up vorbereitet, wird dies in einem Schulterstoß enden, an dessen Finale eine Piroutte mit einem Schwanzschlag angeschlossen ist. Sobald er seinen Torso hoch aufrichtet, wird er eine große Explosion vor sich beschwören. Immerhin sind viele seiner stärkeren Attacken gut telegraphiert, versursachen dafür aber auch schnell Schwindel. Manchmal vergisst er zudem schlichtweg, dass gerade ein Kampf stattfindet, und trabt normal über die Kampfarena, statt weiter anzugreifen, was etwas merkwürdig ist.

Zurück in den Highlands stellt sich Kuarusepusu zum Kampf. Welcher eindeutig von den Leviathan-Monstern aus Monster Hunter Tri inspiriert ist. Nicht nur was seine Maße an hoher Länge auf vergleichweise schmaler Breite angeht. Auch die Attacken, die er aus der Kiste holt, scheinen zum Großteil vom Agnaktor mit Lagiacrus gemischt zu sein.

Hauptsächlich beinhaltet dies, dass er die Spitze seines Kopfes dazu nutz, um sich wie ein Propellor in die Erde einzugraben, um einen dann von unten aufzuspießen. Eben ganz Agnaktor. Mehr vom Lagiacrus hat er, dass er mit vollem Körper ziemlich schnell auf einen zuschliddern kann, dies gern auch seitlich macht. Und dass er die Kristalle auf seinem Rücken aufleuchten lassen und damit einen Elektroangriff starten kann. Welches einen auch noch anschließend geblendet zurücklässt. Einen Elektrobeam kann er dem Jäger zudem entgegenschleudern oder ein Gewitter heraufbeschwören, von dem ich nicht weiß, was es groß macht, außer das sporadisch Blitze ins Kampfgebiet einschlagen. Die treffen selten, paralysieren aber, wenn sie es tun.

Allgemein kann er natürlich seine Länge gut gegen einen einsetzen, den Schlägen mit Hals oder Schwanz sind beispielsweies auch nicht ganz einfach außer Reichweite zu kommen. Manchmal schlägt der Kuarusepusu auch einfach den Schwanz schlicht zu Boden, was zusätzliches Beben verursacht. Sollte er sich schütteln, wirft er die Kristalle von sich ab, und man sollte nicht zu nahe bei ihnen stehen bleiben, da kurz darauf Blitze in sie einschlagen werden.

Wieder zurück in die Snowy Mountains, also besser wieder Hot Drinks eingepackt, damit die Stamina auch mitmacht, wenn man den weites Gebiet abdeckenden Angriffen vom Doragyurosu entkommen will. Davon hat der nämlich reichlich.

Zuvorderst sind diese langen Auswüchse an seinen Schwingen nämlich nicht nur zum gut aussehen gedacht, sondern wenn er mit den Schwingen nach vorn schlägt, peitschen jene für noch mehr Reichweite einem entgegen und verursachen auch noch noch kleine, schwarze Energiebälle beim Aufschlagen. Wenn er einen niederfliegen will, hat er durch Schwingen und Auswüchse erneut eine ziemliche Spannweite, und erneut folgt ihnen währenddessen diese schwarze Energie in einer Linie. Manchmal stützt er sich auch einfach mit beiden Schwingen am Boden ab und beschwört die Energieaura, um die Jäger von sich fern zu halten. Ist er jedoch länger in der Luft, sollte aufgepasst werden, denn irgendwann wird er einen im Sturzflug angreifen und dabei eine weiträumige Energieexplosion verursachen. Einen schnelleren Bodenschlag, gefolgt von einer kleineren Explosion, gibt es auch noch.

Auch außerhalb der Energieangriffe kann er, nachdem er sich in die Luft begeben hat, wieder herabstürzen, um einem zu schaden. Jedes Monsters liebster Move, einen einfach niederrennen zu versuchen, ist auch noch mit dabei. Drei Schneebälle in horizontaler Reihe wirft er zudem gern in die Richtung, aus der man kommt.

Der passenderweise in der Wüste bekämpfte Skorpion Akura Jebia stellt sich im Urgent Quest, welches den HR5 freischaltet, und angeblich normalerweise damit das Ende der Free-to-Start Zeit von Monster Hunter Frontier bedeuten sollte.

Wie das relativ normal für die Monster ist, deren Skelett auf den Krabben basieren, prallen Waffen schon Mal am Kopf oder an den Scheren von ihm ab. Wobei man gerade was die Scheren angeht die daran angebrachten Kristalle abschlagen und sie danach sogar noch weiter beschädigen kann, damit die Schläge anschließend besser sitzen. Auch der lange Schwanz endet in einem Kristall, welchen er gern als weitreichende Keule einsetzt. Beispielsweise rammt er seinen Schwanz vor sich in den Boden, wenn man dort steht, oder mehrmals hinter sich, sollte man eher dort positioniert sein. Dazu schliddert er einem gern vorwärts entgegen, und dreht sich dabei, um erneut mit dem Schwanz um sich zu schlagen. Zuguterletzt gibt es noch einen Wasserbeam, der das Areal vor seinem Kopf trifft, und ebenfalls aus dem Schwanz kommt.

Die Scheren sind natürlich auch einsatzbereit, damit er um sich schlagen kann. Oder er rennt einen schlichtweg mal wieder einfach nieder, bzw. versucht dies zumindest. Allerdings ist der Akura Jebia wirklich nicht allzu schwer, gerade im Vergleich zu den Key Quests im HR vor ihm, denn die meisten seiner Attacken sind gut telegraphiert.

Barugaru im Sumpf eröffnet den HR5, von dem ich ursprünglich dachte, ihn gar nicht machen zu dürfen. In ihm häufen sich dann im optionalen Bereich an über 90 Quests dann auch Frontier-exklusive Monster. Dies war der Punkt, als mir endlich aufging, dass die Starterrüstung lange obsolet ist, so dass ich mir endlich mal neue geschmiedet habe. Sowie das, wenn man das Quest für 4 Leute anberaumt, einem das Spiel das Team mit KI-Partnern füllt, die aushelfen. Das hat natürlich beides geholfen.

Das ganz cool designte Monster ist ein giftiger Blutsauger, mit einem auf Leviathan-Monster basierendem Skelett. Beispielsweise hat er eine lange Chamäleon-Zunge, die er einem nicht nur entgegenpeitschen kann, sondern mit der er auch das Blutsaugen startet, welches einem schnell die halbe HP-Leiste abzieht. Die Ioprey der Gegend helfen ihm mit dem Vergiften aus, obwohl er das nicht wirklich benötigt, da er sowohl einen Giftstrahl spucken, als auch in Bällen spucken kann, die eine Weile als Pfützen zurückbleiben, sowie einen giftigen Nebel um sich beschwört, der natürlich besonders Nahkämpfern zu schaffen macht.

Von den Leviahtanen hat der Barugaru, dass er seine Körperlänge gern ausnutzt, um sich um sich selbst zu drehen, und dabei mit dem Schwanzschlag zu kommen, oder einen seitlichen Tackle auszuführen. Zum Schluss vergräbt er sich auch noch gern im Boden, um entweder zu fliehen, oder von unten zu attackieren. Gegen Ende des Kampfes kann er zudem die Schärfe der Waffen mit einem Move sofort zerstören.

Der Diorekkusu mag genau aussehen wie ein Tigrex, oder eine dazugehörige Subspecies, ist allerdings eines von Frontiers „Original Monster, do not steal for main series“. Ich meine, selbst sein Name ist ziemlich ähnlich, wäre es doch bestimmt besser als Diorex übersetzt, jedoch sind die Frontier-exklusiven Monster in den Namenslisten grundsätzlich in direkt übersetzten Romanji zu finden.

Wir bekämpfen ihn übrigens im High Forest Peak, wo schon der Silver Hypnocatrice war, was erneut bedeutet, dass der Kampf sofort beginnt und man nirgenwohin fliehen kann. Wenig überraschend hat der blaue, Elektro-Nicht-der-Tigrex viele Elektro-Attacken drauf. Davon schadet am meisten, wenn er Blitze um sich herum zusammenzieht, um dann zu brüllen, und ein Elektro-Schild um sich zu beschwören, das heftigen AOE-Damage macht, sollte man in ihm stehen. Er kann auch nur um seine Hörner oder seinen Schwanz Blitze zusammenziehen, was zu einem kleine Seitwärtssprung führt, der in einem Biss oder Schwanschlag mit anschließender Elektro-Entladung mündet. Einer seiner cooleren Moves ist, wenn Diorekkusu einen horizontal augerichteten Felsbrocken beschwört, um dann an ihn zu springen, und sich dem Jäger entgegen zu propellern.

Ansonsten hat er noch einige der üblichen Tigrex-Moves drauf. Beispielsweise mit den Vorderpranken zwei Steine einem entgegenwerfen. Den Sprung, nach dem er in einer Drehung endend landet. Oder die Bulldozer-Ramme. Insgesamt allerdings ein simpler Kampf ohne großen Gimmicks, sondern mit einem schlicht sehr aggressiven Monster, welches allerdings nicht super gut zielt.

Und dann dachte ich fast, dass das Ende der Fahnenstange erreicht wäre. Nach zwei nicht sonderlich schweren Monstern stampften mich Toridcless und Gasurabazura in Grund und Boden, und auch der in den Snowy Mountains angesiedelte Eis-Mantikor Tao Tesukatora wurde von mir erst kurz vor meinem dritten KO geschafft.

Tao Tesukatora hat eine Menge Attacken drauf, die nicht nur dirkten Schaden verursachen, sondern auch Eis im Kampfareal beschwören. Das kann zu einem Eis-Statuseffekt führen, der einen nicht nur in den Bewegungen verlangsamt, sondenr regelmäßig komplett kurzzeitig einfriert. Sein Schwanzschlag hat beispielsweise nicht allein schon dadurch eine hohe Reichweite, weil der so lang ist, sondern auch weil er um eine Linie aus Eis erweitert wird. Er kann in die Luft fliegen und entweder direkt zu Boden stürzen, oder unter sich einen großen Pool aus Eis beschwören, bevor er niederkommt. Hat er einen kleinen Wutanfall, beschwört er mehrere dieser Pools um sich herum. Eisblöcke, die direkt überm Kopf des Jägers erscheinen, stürzen kurz darauf ab. Manchmal beschwört er auch viele kleine Eispfützen, und wenn man in ihnen hängenbleibt und vereist, lässt er sie anschließend durch einen Brüller explodieren.

Diese Eisattacken werden teilweise durch hellblauen Boden telegraphiert, andere erscheinen allerdings so ziemlich unverzüglich und sind entsprechend schwieriger auszuweichen. Natürlich kann Tao Tesukatora einen auch einfach mit der Pranke eines überziehen oder niederrennen, die meisten Moves haben aber was mit dem Eis zu tun.

Wie gesagt erledigte mich der Toridcless in den Highlands zunächst nach einem schier endlos scheinenden Kampf ziemlich heftig, dank vieler hochschadender AOE-Attacken, und meiner Unfähigkeit, wie ein High-Level-Monster-Hunter durch Attacken einfach hindurch zu springen, ohne dabei Schaden zu nehmen. Nach Tao Tesukatora fand ich dann allerdings heraus, dass ich Idiot mir zu Beginn von HR5 bereits bei einem NPC eine neue Rüstung und Waffe hätte holen können. Und damit war es dann wieder kein Problem weiterzukommen.

Der hübsche Donnervogel streckt dabei gern sein Federkleid in die Luft, und leuchtet so hell, dass man vom Lichtblitz in Schwindel versetzt wird, um sich direkt die nächste Attacke einstecken zu dürfen. Gern springt er auch drei Mal seitlich und spuckt jedes Mal Elektrobälle über den Kampfplatz. Blitze kann er auch als AOE um sich herum beschwören, oder in einem Kreis weiter von sich weg. Manchmal wirft er zwei Ringe an Kristallen etwas weiter von sich weg, die einen umwerfen, wenn sie einen dabei treffen, aber vor allem auch nach kurzer Zeit explodieren. Legt er sie hingegen in einem kleineren Ring um sich selbst, wird er darinnen ein weiteres AOE Blitzgewitter beschwören.

Natürlich kann Toridcless auch Dinge, die keine Blitze beinhalten. Beispielsweise auf einen zurennen, wobei er beim Stehenbleiben in einem Schwanzschlag endet. Oder er fliegt in die Luft und stürzt auf einen hernieder. Gut angreifen kann man ihn beispielsweise, wenn er länger stillsteht und Lichtblitze im Federkleid beschwört, um sich wieder aufzuladen. Den Rest des Kampfes ist er nämlich ziemlich agil und mit dem vielen Blitz-AOE nicht einfach ranzukommen.

Auch den zunächst aufgegebenen Gasurabazura konnte ich mit der neuen Rüstung dann ohne allzu große Schwierigkeiten erlegen. Ihn trifft man im White Lake an, einem Wüstengebiet, in dem mit den Kusubami-Skorpionen erneut auch Frontier-exklusive kleine Monster rumspringen. War sogar ein sehr schneller Kampf inklusive abgeschlagenem Schwanz.

Der Gazurabazura ist haupstäclich auf Gift spezialisiert. Genau genommen findet man ihn sogar vergraben im Sand mit verdächtigen Giftpfützen im Ring um ihn herum vor, und wenn er zur ersten Attack herausspringt, kann man gut in eine davon fallen. Er kann Gift spucken, in einem Fächer vor sich hauchen, einen großen Giftball über den Köpfer der Jäger beschwören und explodieren lassen, sowie sind seine Vorderklauen in Gift gehüllt, was ähnlich wie beim Maul von Espinas dazu führen kann, dass schon die Nähe dazu vergiftet. Wenn er außer Reichweite springt, hinterlässt das auch gern mal ein paar Giftpfützen am Boden. Kurzgesagt sollte man wirklich Gegengift mit in den Kampf nehmen, oder sich damit abfinden, ihn fast konstant vergiftet zu verbringen.

Wenn er in Rage versetzt ist, pumpen sich sein Schwanz und Klauen auf, und er macht mehr Schaden. Dennoch bevorzuge ich diese Phase, weil seine Giftattacken nicht mehr eingesetzt werden und die Vorderklauen auch die Aura nicht mehr haben. Dazu ist er auch noch eigentlich eher langsam. Manchmal wirft er einen Felsbrocken, manchmal will er einen mit Sanddünen umwerfen, manchmal kommt er mit Sand vor sich herschiebend auf einen zugerannt, oder schlägt mit Schwanz und Klauen um sich, vergräbt sich fürs Fliehen oder eine Attacke aus dem Untergrund. Wichtig ist aufzupassen, wenn er seinen Rage-Modus beendet. Dann beschwört er Treibsandpfüzten und in der Mitte ein Plateau, auf das er springt und dann in die Richtung des Jägers, der eventuell im Sand festhängt.

Der Odibatorasu in der Wüste ist das nächste Urgent, allerdings kein Kill-Quest, sondern ein reines Repel. Übersehen kann man ihn übrigens nicht, denn die gigantische, rote Schildkröte ist so ziemlich gleich in einer der ersten Zonen vergraben, gut am sich bewegenden Sandberg zu erkennen.

Odibatorasu ist ein eher stationärer Gegner, auch wenn er schon mal kurz in die Luft springt, um einen unter sich zu begraben. Kann auch nach links und rechts beißen, wenn man seinen Kopf bearbeiten will. Denn sein Schwanz und Hinterbeine sind gut gerüstet, so dass die Waffen wahrscheinlich davon abprallen werden. Wäre sonst auch gemein, denn nach hinten hat der Odibatorasu so gut wie keine Attacken, mit denen er sich verteidigen kann. Er hat ja so schon genug Probleme, an einen ranzukommen. Gefährlich ist dabei besonders ein Sandbeam, während dem er sich ein Mal fast komplett um sich selbst dreht, um fast das ganze Areal abzudecken. Kleine Sandsäulen darf er auch beschwören, um Jäger darin kurzzeitig festzuhalten.

Aufgepasst werden sollte zudem dann, wenn er sich im Sand vergräbt. Dann kommt er nämlich entweder mit dem Rückenpanzer hervor, um mit Sandkugeln um sich zu schießen, oder mit dem Arsch, um Schwanzschläge auszuführen. Dennoch ist es ein überraschend kurzer und simpler Kampf, um ihn zu vertreiben.

Hunter Rank 6 ist ziemlich merkwürdig. Nachem HR5 fast 100 Quests und davon 5 Key Quests hatte, wird man hier nur knapp ein Dutzend optionaler und 2 Key Quests vorfinden, die auch beide noch reine Repel-Quests sind, statt die Monster erlegen zu müssen. Den Anfang macht dann noch Unknown, welcher eigentlich eindeutig ein Rathian ist.

Zugegeben kämpft Incognito-Rathian ein Stück weit anders, als die grüne Variante oder der rote Rathalos-Kumpane. Nicht komplett, aber doch zumindest ein wenig. Sie sammelt beispielsweise gerne orange Energie um sich, brüllt einen dann in einen festsetzenden Angstzustand, um mit Energie um sich zu werfen. Unter Anderem durch einen weiteren Brüller, der schwarze Energiekugeln aus dem Himme fallen lässt. Sehr gern fliegt sie auch in die Luft und schleudert eine Energieexplosion zu Boden. Wirft sich aus der Luft auch gern zu Boden, inklusive beider Schwingen für eine höhere Reichweite. Manchmal lässt sie es auch Schuppen vom Himmel regnen. Sie ist halt schon sehr gerne in der Luft.

Von Rathian übernimmt Unkown übrigens, dass sie in die Luft geht und dabei einen Salto-Schwanzschlag vollführt, oder von Rathalos, dass sie schnell eine Explosion zu Boden spuckt, wenn sie in der Luft zurücktreibt. Auch die drei Bälle spucken zu können, hat sie drauf. Dafür hat sie mich nie vergiftet und scheint auch nur sehr selten hin und her zu rennen, um einen niederzutrampeln.

In keinem Kreativhoch vom HR6 findet der nächste Repel nicht nur genau wie bei Unknown auf dem Turm statt, sondern nach einer Varation an Rathian haben wir nun mit Aruganosu und Goruganosu eine goldene und blaue Variante vom Lavasioth vor uns. Original Frontier Content, do not use in main series!

Der Goldene kann dabei mit Blitzen um sich Spucken, der Blaue hingegen mit Eis. Ansonsten haben sie die gleichen Attakcen drauf. Sie lassen sich gern zu Boden fallen, um dort dann in Kreisen herumzurasen, sich zu vergraben und anschließend aus dem Boden zu attackieren, oder um einfach auf der Stelle zu springen. Zusammen dürfen sie dann auch in einer gemeinsamen Drehung einen großen Wirbelwind beschwören, der sich über das Areal bewegt. So wirklich nervig ist allerdings schlichtweg, dass wann immer man sich gerade mal einem zuzuwenden versucht, der andere einen von der Seite reinspringt oder von unten kommt etc.

Versucht aber nicht so schlau wie ich zu sein, und zuerst einen von beiden auszuschalten, um mit dem anderen ein leichteres Spiel zu haben. Mich wunderte dann nämlich nach gut zehn Minuten, warumm der einfach nicht zu vertreiben war, und nachdem ich zwei Minuten auf den anderen einschlug, gingen sie dann beide. Es scheint also nicht möglich zu sein, sie alleine zu vertreiben, sondern beide müssen genug Schaden genommen haben, um das Quest direkt zu beenden.

Zunächst dachte ich, dass damit dann wirklich das Ende der freien Phase von Monster Hunter Frontier Z erreicht wäre, allerdings muss man nur mit dem NPC für die G-Rank-Quests sprechen, um das Urgent Quest zu bekommen, welches den G-Rang überhaupt erst freischalten wird. Geht gegen den majestätischen Drachen Shantien, der auf einem Flugschiff attackiert – diesmal sogar mit Intro-Szene!

Was natürlich auch bedeutet, dass es kein Entfliehen gibt, und der lange Shantien nimmt direkt bereits einen Großteil des Kampfgebietes ein, weswegen ihm auch nur schwer auzuweichen ist. Was mir mit der Zeit aufging war dann, dass er gar nicht mal so anders als der Lagiacrus kämpft, nur das er durch die Luft „schwimmt“. Er beisst also auf einen zu, kann den Schwanz nach links und rechts schlagen, auf einen zuschliddern, oder den seitlichen Schultertackle. Sogar die eine Drehung um sich selbst, die in einem großen Schwanzschlag endet, hat er drauf. In Phase 2 und 3, wenn er mehr in die Luft fliegt und auch weiter vom Schiff weggeht, kann er zudem jede Menge Blitze AOE um sich herum niederregnen lassen, oder ganz schnell auf einen zugestoßen kommen.

Was im Kampf hilft ist, dass man den großen Gong benutzen kann, um ihn aus der Luft zu werfen, sollte er gerade über dem Deck schweben. Fliegt er weiter weg, kann er über die Kanonen in Ketten gelegt werden. All dies macht ihn aber nur sehr kurz kampfunfähig. Was auch hilft sind die Hawk Potions, die ich erst hier entdeckt hatte. Denn ehrlich gesagt dachte ich zunächst, der Kampf wäre unschaffbar für mich, da mir jede Attacke Dreiviertel der Lebensleiste kostete und in Phase 2 und 3 die Luftangriffe Insta-KO waren. Mit dem Trank, der 70% Schadensreduktion bringt, war dies natürlich wieder revidiert und ich konnte ihn vertreiben. Damit war dann G-Rang freigeschaltet und ich wirklich am Ende dessen angekommen, was ich zu machen bereit war.

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Pack a Bento: Monster Hunter Frontier Z Hunter Rank 1-3 (Part 2)

War schon eine kleine Odyssee, dass Spiel überhaupt mal zum Laufen zu bekommen. So muss sich natürlich zunächst ein User mit PSN-Account in der richtigen Region eingerichtet werden, weil Sony einen nicht zwischen verschiedenen PSN-Regionen/-Accounts auf dem gleichen Benutzer wechseln lässt, um das Spiel aus dem taiwanesischen Store laden zu können. Sich dann noch schlichtweg anzumelden war auch nicht ganz so einfach auf der PS4. Sobald man sich denn überhaupt endlich daran erinnert hat, dass bei asiatischen Spielen die Funktionalität von X und O umgekehrt ist, und sich nicht mehr wundert, warum die Optionen nichts tun, wenn man X drückt.

Aber eigentlich wollte ich ja sowieso nur mal aus reiner Kuriosität reinschnuppern, nachdem ich herausgefunden hatte, dass diese Version die IP nicht checkt und darüber Ausländer aussperrt, und weil Frontier bis HR4 frei spielbar sein sollte. So mal ein Dutzend Key Quets und Urgents zu machen, sollte doch drin sein, oder?

Wenn es zu wenig ist, dann vielleicht auch noch ein paar optionale Monsterjagden, wenn sie denn Frontier-exklusive Monster beinhalten. Davon gibt es in den ersten Hunter Ranks sowieso nicht allzu viele, die man nicht schon als Key Quest vorher hatte. Also ab zum Mädel in Gelb, und sich die wichtigen Quests geben lassen!

Den ersten Gegner, der in einer aus nur wenigen Arealen bestehenden Schlucht bekämpft wird, ist die große Krabbe Taikun Zamuza, womit Frontier tatsächlich mit einem Exklusiv-Gegner startet. Sein Gimmick ist, dass er zunächst mit jeder Menge Schmutz und Schlamm eingekrustet ist, die mit wiederholten Attacken abplatzen, damit das rote Krabbenfleisch zum Vorschein kommt.

Genau hingeschaut wird man sehen, dass er zwei verschiedene Scheren hat, eine ziemlich dicke wie ein Hammer, und eine schlankere wie eine Sichel. Die er dann auch respektive dafür verwendet. Die Hammerschere rammt er gern in den Boden vor sich, oder zu Boden, um sich dann ein Mal um sich selbst zu drehen und darüber zu schleifen. Die Sichelschere ist hingegen für schnellere, schneidende Hiebe eingesetzt. Zudem hat er eine Giftattacke, die er vor sich spuckt und die eine Weile vorhält, so dass man nicht hineintreten sollte.

Als eine weitere Besonderheit hat er noch einen eher defensiven Move drauf. Der Taikun Zamuza kann nämlich auch Staub aufwirbeln, so dass fast die ganze Höhle, in der man ihn bekämpft, davon eingenommen wird. Dadurch ist er eine ganze Ecke schwerer zu finden, besonders solange er noch mit dem grauen Matsch bedeckt ist.

Der nächste Gegner ist zugegeben etwas langweilig, denn es ist der Yian Kut-Ku, zu dem die ersten zwei Generationen an Monster-Hunter-Spielen so eine merkwürdige Affinität haben. Man bekämpft ihn sogar im gleichen Inseldschungel, wo ich bereits in Monster Hunter Freedom 2 auf ihn treffen durfte.

Er rennt einen also wie ein Betrunkener nieder, kann sich um sich selbst via Schwanzschlag drehen, vor sich in den Boden picken, oder kurzräumige Feuerbälle spucken. Fällt gerne auf die Fresse, wenn er einem entgegenspringt oder rennt und dabei verfehlt. Ich glaube nicht wirklich, dass es zu ihm viel zu sagen gibt, denn der Yian Kut-Ku ist in Monster Hunter Frontier genau der Yian Kut-Ku, den man in den frühen Monster Huntern zu kennen und hassen gelernt hat. Nur weniger hassenswert, da mit der Starterwaffe wesentlich schneller erlegt.

Ganz allgemein ist der Hunter Rank 1 mit bekannten Gesichtern angefüllt, so wird man in den optionalen Quests jede Menge weitere frühe Monstergesichter zu sehen bekommen, die beispielsweise den Daimyo Hermitaur, Iodrome und Gendrome, Cephadrome und Bulldrome, oder auch den Congalala. Alles nicht unbedingt so spannend, weswegen ich hier den Entschluss gefasst hatte, höchstwahrscheinlich nur die Key Quests zu machen.

Dafür ist das nächste Monster allerdings zumindest wieder halb-neu. Zum einen habe ich es nie vorher bekämpft, zum anderen ist es tatsächlich aus Frontier entsprungen, allerdings auch in wenigen anderen Spielen anzutreffen gewesen: Wir bekämpfen Hypnocatrice im Great Forest.

Doch um ganz ehrlich zu sein erinnert er von seinem Verhalten her ein wenig an die Gruppe Yian Kut-Ku, Gypceros, Yian Garuda, ist nämlich ein weiterer leicht angetrunkener Vogel. Also haben wir wieder einen, der Distanz gern über einen Sprung oder schnelles Rennen überbrückt, und dies in drei Bodenpickern zu enden vermag. Außerdem macht er die komplette Drehung, die zu einem Schwanzschlag mit suboptimaler Hitbox führt, wobei sein dickerer Schwanz schon eher an den Plesioth erinnert. Von dem hat er auch die berüchtigte Hüftattacke gelernt.

Auch der Hypnocatrice spuckt mit einer Statusveränderung um sich, allerdings kein Feuerball oder Gift, sondern in diesem Fall mit einer einschläfernden Droge. Als etwas defensiveren Move hat er dieses merkwürdige sich in die Luft begeben, nur um direkt an gleicher Stelle wieder zu landen, bei dem ich wohl nie verstehen werde, was dessen Sinn ist. Wenn er stattdessen schnell ein paar Schritt weit nach hinten fliegt, stößt einen wenigstesn der Luftzug noch aus dem Tritt.

Das waren die 3 Key Quests des HR1 auch schon, womit wir uns beim nächsten neuen Monster, dem Abiorugu, dem wir im Sumpf begegnen, und im ersten Urgent Quest befinden, nach dessen Absolvieren der nächste Rang freigeschaltet wird. Den Abiorugu finde ich übrigens echt cool vom Design her, auch wenn er bereits einen weiteren Kritikpunkt vieler Spieler von Frontier zeigt: Unikat-Monster werden angeblich gern im Motto „mehr Stacheln helfen mehr“ designt.

Abiorugu stampft gern auf den Boden auf, um einen mit der Erschütterung aus dem Tritt zu bringen, oder über seinen Brüller kurz auszuknocken. Manchmal setzt er seinen Kopf gen Boden und rast dann auf einen zu, macht aus sich selbst also einen Rammbock. Mit dem Schwanz, der gute Reichweite hat, schlägt er Jäger gern hoch in die Luft. Eine seitwärts abgehende Ramme hat er auch, genau wie sich um sich selbst zu drehen, um einen mit dem Kopf oder Schwanz zu erwischen.

Nachdem die letzten zwei Monster eher zu den schnellen Kämpfern gehören, haben wir es jetzt mit einem wesentlich gemächlicheren Gesellen zu tun, bei dem viele Moves an einen Sumo-Ringer oder Wrestler erinnern. Das gibt ihm tatsächlich eine Aura der Gewichtigkeit, und wenn eine Attack sitzt, nimmt man natürlich auch entsprechend Schaden. Dass er zum Finale in das Areal mit dem nächtlichen Grasfeld geht, passt so richtig gut zu einem Showdown. Oder schlichtweg: Der Abiorugu-Kampf ist ziemlich gut designt.

Rang 2 wird offiziell eröffnet mit Rathian auf der Dschungelinsel, auf der bereits der Yian Kut-Ku zu finden war. Und genau wie der kennt man Rathian wahrscheinlich bereits zur Genüge, da sie in der Franchise eine ziemliche Präsenz hat, fast in jedem Spiel zu finden ist, selbst dort wo der Yian Kut-Ku nicht ist wie zum Beispiel Monster Hunter Tri.

Ihre Variante der Generation 2 hat da auch keine Besonderheiten zu bieten, abgesehen davon, dass sie noch keine Stamina hat, dementsprechend bei ihrem Gerenne kreuz und quer durch das Areal, um einen niederzutrampeln, nicht anschließend länger in einer Ecke pausieren muss. Sie hat die Feuerbälle, die sie speien kann, kann vor sich hin beißen, einen Schwanzschlag am Boden machen, oder einen Salto in die Luft inklusive Schwanzschlag, der einen vergiftet. Besagter Schwanz ist übrigens super einfach abzuschlagen.

Merkwürdig an den optionalen Quests im Rang 2 ist übrigens, dass sie alle bereits aus anderen Spielen bekannte Monster und ihre Subspezien sind wie der Khezu und Red Khezu, Plesioth und Green Plesioth, jedoch auch bereits erste Elder Dragon wie Kirin, Chameleos oder Teostra und Lunastra… abgesehen von einem einzelnen Frontier-Unikat, nämlich dem Gogomoa.

Der Dyuragaua ist auf der Tower-Map zu finden, allerdings auf einer Plattform ein paar Areale hinein, von der er auch nicht in ein anderes zu wechseln scheint, sondern dass für Dauerkämpfe darauf gebaut zu sein scheint. Erinnert optisch natürlich direkt etwas an den Tigrex mit einem anderen Kopf, ist villeicht auch nicht ganz weit hergeholt.

Was er besonders gern macht, ist durch die Gegend zu springen, beziehungsweise auf einen zu, um entweder mit einem anschließenden Prankenschlag oder Schwanzschlag zu attackieren. Eine Art Saltosprung kann er auch durchführen, um einen währenddessen schon eins überzuziehen. Die Pranken kann er auch einmal im Halbkreis vor sich hinschlagen, wobei auch hinter ihm währenddessen auf den mitgezogenen Schwanz geachtet werden muss. Den Schuterltackle zur Seite hat er zudem drauf, sowie natürlich einen ganz normalen Biss, oder den Versuch einen schlichtweg niederzurennen.

Hin und wieder, wobei es relativ zufällig zu sein schein, wie schnell er das erneut macht, vereisen sein Kopf, Krallen und Schwanz. Nun kann er einen Eisbeam speien oder mit den Klauen zwei Tornados nach vorn treiben, ähnlich besagtem Tigrex in Freedom 2. Insgesamt ein sehr schneller Kämpfer, der dafür aber auch immer mal wieder (allerdings nur sehr kurz) zum Verschnaufen anhalten muss, und dessen Keulenschwanz sein gefährlichster Punkt ist.

Im Vulkan bekommt man es mit einem weiteren Ex-Unikat zu tun. Der Lavasioth ist ebenfalls ursprünglich in einer frühen Version von Monster Hunter Frontier erfunden worden, mittlerweile aber in andere Spiele eingegangen. Im Gegensatz zur Hypnocatrice war er für mich auch nicht neu, denn er ist in Monster Hunter World, wenn er dort auch teils anders funktioniert.

In Monster Hunter Frontier erinnert er nämlich stärker an den Plesioth, um ehrlich zu sein. Wenn er beispielsweise in der Lava schwimmt, kann nicht wirklich was gegen ihn unternommen werden, sondern es muss darauf gewartet werden, dass er daraus herausspringt, während um die von ihm gespuckten Feuerbälle getanzt wird. Nach dem Sprung aus dem heißen Brei schlängelt er sowieso gern erst mal eine Weile am Boden entlang, was er auch zwischendurch immer mal wieder macht, währenddessen er dann zunächst schwerer zu treffen ist.

Den seitlichen Schulterangriff und den doppelten Schwanschlag mit voller Drehung hat er ebenso drauf, wenn er denn dann endlich mal aufrecht steht. Was allerdings nie lange sein wird, denn die beliebteste Attacke des Lavasioth scheint zu sein, kurz in die Luft zu springen, um direkt auf einem zu landen. Weicht man diesem aus, und wird auch vom dadurch verursachten Beben nicht wackelig auf den Beinen, ist das anschließende hilflose Zappeln am Boden allerdings eine gute Gelegenheit, um den Lavaioth ordentlich mit der Waffe zu bearbeiten. Das nervige Gimmick mit der sich erhärtenden Schale hat er glücklicherweise noch nicht drauf.

Für mich persönlich ein neues Kampfareal waren die Highlands, in denen der Gurenzeburu anzutreffen ist. Allerdings ist er nicht das einzige Frontier-exklusive Monster, welches dort beheimatet ist, sondern auf den Weg zu seinem Starterareal traf ich auch auf zwei kleine Monster, die es nur hier gibt. Zum einen die Geißböcke Erupe und dann die einen gerne rammenden Büffel Burukka.

Gurenzeburu ist übrigens ein weiteres Monster, welches den seitlichen Hüftschwung draufhat, den Frontier unglaublich zu mögen scheint, und von denen alle Spieler alter Generationen Plesioth-PTSD mitbringen. Wie viele beschwingte Wyvern ist die obligatorische Rammattacke auch hier vorhanden, wobei Gurenzeburu einen nicht nur aufs Horn nehmen kann, sondern wenn er anschließend zum Stehen kommt mit seinem nicht unbeträchtliche Reichweite entwickelnden Schwanz um sich schlägt. Das Horn kann er auch vor sich in den Boden rammen, wenn er will sogar mehrmals. Und einen Schwanzschlag im Stehen gibt es auch noch.

Nahe an ihm stehen ist allgemein nicht ganz ungefährlich, da er nämlich auch einfach beide Schwingen und den Schwanz strack zu Boden rammen kann. Oder er schwebt kurz in die Luft, um direkt wieder zu Boden zu rammen. So wirklich häufig nutzt er seine Schwingen allerdings nicht, es sei denn er wechselt das Areal, auf einen nervigen Luftkampf muss sich also netterweise nicht eingestellt werden.

Espinas im Great Forest ist dann das Urgent Quest, welches den HR3 freischaltet. Was offiziell High Rank in Frontier ist, und vielleicht startet man auch deswegen teilweise abseits des Camps und hat in der dortigen Box keine helfenden Items mehr. Ist jedenfalls beim Espinas der Fall, andere spätere Monster haben mal Boxitems und mal nicht, bin da nicht so ganz hinter das Muster gekommen.

Ich war deren Vorhandensein nämlich so gewohnt, und ging desegen ohne große Vorbereitung in den Kampf, und vor allem ohne Gegengifte, was mich letztendlich drei KOs kostete. Denn bei der Espinas-Jagd darf sich auf Statusveränderungen eingestellt werden. Er bekämpft die Jäger nämlich unglaublich gerne in Gebieten, in denen Ioprey rumlaufen, die mit ihrer Spucke vergiften, und die Vespoids rumfliegen, die mit ihren Stacheln paralysieren. Aber auch ohne sie ist es schwer, nicht vergiftet zu werden, denn der Espinas hat eine Giftaura um sein Maul herum, welches automatisch ansteckt, sollte dem zu nahegekommen werden. Wer also gewohnt ist bei Wyvern die Köpfe zu bearbeiten, muss sich hier eine neue Taktik zurechtlegen.

Wenigstens dürfen zu Beginn ein paar freie Schläge auf ihn ausgeführt werden, da der Espinas schlafend aufgefunden wird und erst mal langsam aufwachen muss. Dafür hat er eine gute Reichweite mit seinen Attacken. Beispielsweise die drei Vorwärtschritte, während der er sowohl Kopf wie auch Schwanz hin und her schlägt, schnell stationär mit dem Schwanz zu schlagen, oder einen einfach im Renne bulldozeren zu wollen. Interessanterweise spuckt er kein Gift, sondern explodierende Brocken. Erneut scheinen die Schwingen hauptsächlich benutzt zu werden, wenn er dem aktuellen Areal entfliehen will.

Der richtige HR3, und damit eigentlich auch der High Rank von Frontier, kommt in der Wüste mit einem dort lebenden Fisch daher. Oder einem fischigen Monster zumindest:Pariapuria. Der allerdings zum Großteil wie der Tigrex agieren darf. Auch ganz gut anfänglich ein paar freie Schläge zu bekommen, denn man trifft ihn beim Essen an.

Im Gegensatz zum Tigrex ist der Pariapuria allerdings eher von gemächlicher Gangart, dafür jedoch relativ groß und mit schwer abschätzbaren Hitboxen, so dass man dennoch gern mal Schaden nimmt, obwohl er einen nur gestreift hat, oder man von hinten in ihn gelaufen ist. Gerade bei seiner präferierten Attacke. Denn eine Großteil des Kampfes über läuft das Monster nur wie ein Bulldozer permanent in der Arena hin und her, in der Hoffnugn einen niederzumähen, und wie gesagt ist es gar nicht ganz so einfach nicht getroffen zu werden, aber dennoch nah genug für eigene Angriffe zu bleiben.

Er hat auch die Attacke, in der er via seiner Vorderpranken zwei Steine einem entgegenschmettert, kann einem entgegenspringen, auch gern in einer Drehung endend, oder um sich beißen und brüllen. Den kleinen Sprung, in der Hoffnung direkt auf dem Jäger zu landen, vollführt er auch. Nervig ist zudem, dass viele seiner Attacken einen leicht ins Schwindeln bringen können, wobei es relativ ist, ob er anschließend noch nah genug ist, damit er die kurze Kampfunfähigkeit auch mit einem weiteren Angriff ausnutzen kann.

Mit dem nächsten Quest sind wir wieder zurück in bekannten Territorien. Mehr als bekannten sogar. Zum einen ist es auf der Forest-Hills-Map, die aus dem ersten Spiel stammt. Und dann wird dort auch noch Rathalos bekämpft, der in jedem einzelnen Monster Hunter zu finden ist, egal ob Hauptteil, Spinoff, Final Fantasy, Smash Bros, oder Universal Studios Japan. Auch wenn mir zunächst gar nicht gewahr war, dass ich Jagd auf ihn machen würde, da sein Icon hier noch ein ganz anderes ist, als das, welches ich von den neueren Spielen gewohnt bin.

Early Gen Rathalos ist übrigens echt ziemlich nervig zu bekämpfen. Schon alleine wegen der Map an sich, denn viele der Zonen sind super beengt und die Kamera hängt in ungünstigen Winkeln. Und dann darf der so viel durch die Luft fliegen, wie er lustig ist, scheint mir. Da fliegt der einem schon mal an die andere Seite des Gebietes, und bis man in der Zone ist, hat er schon drei Mal wieder seinen Aufenthaltsort woanders hin gewechselt. Oder er fliegt in jene, in der man gerade ist, die Kampfmusik beginnt, aber bevor er überhaupt noch gelandet ist, hat sich die KI überlegt doch lieber wieder woanders hin zu düsen. Echt merkwürdig, und auch ziemlich nervig, wenn man ihn erst mal ewig hinterher darf, bevor man ihn wo bekämpfen kann.

Seine zwei Lieblingsattacken sind nicht wesentlich netter. Was er besonders gern macht, ist einfach ständig hin und her zu laufen, um einen über den Haufen zu rennen, was in den kleinen Arealen nicht gerade besser wird. Besonders wenn man dann auch noch am Ende zwischen ihm und der Wand festhängt und mehrere Attacken einstecken darf, bevor man zur Seite gerollt bekommt. Denn er dreht sich auch gern auf der Stelle ständig um sich selbst, um einem den Schwanz in den Nacken zu schlagen. Kurz in die Luft und zurückfliegen, um einen Feuerball dorthin zu spucken, wo er gerade gestanden hat, ist ihm auch noch ganz lieb. Immerhin hat er mich nie mit seinen Krallen vergiftet. Der optionale Teil von HR3 scheinen übrigens ausschließlich weitere bekannte Gesichter wie Kushala Daora, Rusted Kushala Daroa und Tigrex oder aus den Key Quests von HR 1 und 2 bekannt zu sein.

Zurück im Sumpf gibt es ein neues Gesicht, oder besser gesagt gleich zwei sogar. Denn der weiße Wolf Nono Orugaron wird zusammen mit seinem dunkleren Zwilling aufgefunden. Wobei sein Bro, nachdem beide aufgeheult haben, allerdings wegspringt und nur noch Nono Orugaron einen bekämpft. Wird auch den ganzen Kampf über nicht unterstüztend eingreifen, eine Doppel-Jagd auf beide Monster kommt erst später (und ist ein optionales Quest). Wobei, sobald Nono besiegt wurde, springt der Kamu Orugaron doch noch mal kurz rein, um traurig aufzuheulen, und dann wieder zu verschwinden. Netter Touch.

Nono Orugaron ist eines jener super schnellen, agilien Monster, die einen total damit nerven, dass ihnen schwer auszuweichen ist, einem selbst aber ständig außer Reichweite geraten. Wenn man etwas weiter von ihm entfernt steht, rennt er beispielsweise gerne auf einen zu, ist aber das einzige Monster, welches nicht strack geradeaus läuft, sondern seine Bahn anwinkelt, wenn man zur Seite läuft, um einen dennoch zu treffen. Springen ist seine Lieblingsaktivität. Zur Seite, um nicht getroffen zu werden. Aber auch hoch in die Luft, um direkt auf einem zu landen. Oder vor und zurück mit Bissen und Schlägen, so dass man was einsteckt und er schon wieder weg ist, wenn man kontern will. Dafür hat er dann nach einer Weile aber auch keine Stamina mehr

Nebenbei gibt es auch noch ein paar einfachere Biss- und Schwanzattacken von ihm. Besonders gern schlägt er einen zudem in die giftigen Pfützen einiger Zonen, in denen er bekämpft werden muss. Einen Eisbeam kann er zudem spucken. Was auch etwas merkwürdig für einen so agilen Gegner ist, ist sein HP-Pool, denn es dauert überraschend lange, bis man ihm endlich den Gar ausgemacht hat. Verändert sich der Moahawk auf seinem Rücken von Gelb auf Rot, dann ist er übrigens in Rage versetzt.

Rajang ist natürlich vielen ein bekanntes Gesicht, und ziemlich berüchtig, seit der Generation 2, in der er eingeführt wurde. Für mich war er allerdings dann tatsächlich neu, bisher ist er mir in keinem der von mir gespielten Monster Huntern untergekommen, zumindest so weit wie ich sie gespielt habe nicht. Der Kampf findet zudem in Monster Hunter Freedom 2s Snowy Mountains statt, weswegen man Hot Drinks einpacken sollte, um nicht innerhalb von Minuten keine Stamina mehr zu haben.

Denn rennen und zur Seite springen zu können ist imperativ in diesem Kampf, da Rajang ein unglaublich aggressiver Verteter ist. Ist dann auch sehr beeindruckend anzusehen als großer, schwarzer, Teufelsgehörnter Affe. Der, wenn er sich in Rage versetzt, auch noch einen goldene Steilfrisur bekommt, inspiriert von einzigen Anime, dass Normie-Kerle zwischen 20 und 35 kennen. Er selbst ist genau wie das vorige Monster dabei nicht unbedingt einfacher zu treffen, durch die schnellen Attacken und Sprünge seinereist kann er nämlich schnell auch schon wieder weg sein, wenn die Klinge endlich runterfällt, um plötzlich nur noch leere Luft zu schneiden. Und dann ist er auch direkt schon wieder auf einem drauf, um weiter zu boxen.

Neben drei ziemliche Reichweite entwickelnden Boxschläge nach vorn, kann er Jäger auch einfach unter sich begraben, kleinen Elektroball oder in Rage einen ganzen Beam vor sich in spucken. Am schlimmsten ist eine Attacke, wenn er auf dem Eis nach vorn rutscht und sich dabei dreht, denn dann wird aus Rajang eine einzige Hitbox. Wer natürlich so viele Faustschläge im Repertoir hat, hat auch kein Problem damit, einen Jäger wieder ins Schwindeln zu versetzen, so dass der kurzzeitig nichts machen kann. Und erneut ist es recht einfach zwischen Rajang und einer Wand festzuhängen, und mehrere Schläge einstecken zu müssen, ohne was dagegen unternehmen zu können.

Den Urgent zum nächsten Rang macht Rukadiora aus. Ein dunkler Drache mit gelb-orangenen Akzenten, der wohl mal das Flagship einer Itteration von Monster Hunter Frontier war. Gekämpft wird in einer besonderen Arena mit Namen Inspector’s Base. Wobei ich nicht ganz sicher bin, wofür die Kanonen und Balistae gut sind, denn so wirklich mit ihnen beschießen konnte ich nicht, sondern musste schon zu ihm herunter, um Schaden auszuteilen. Nur der aus dem Boden kommende Dragonator kann ihm Schaden, wobei es mehr als schwer ist ihn auch darauf zu erwischen.

Als normale Attacke schlägt er gern mit seinen Krallen zweimalig vor sich, oder fliegt in die Luft und macht einen Schwanzschlag von oben. Auch vor sich her beißen kann er natürlich, oder einen mit Reichweite ausgestatteten Schwanzschlag am Boden vollführen. Seitensprünge um einen unter sich zu begraben, oder außer Reichweite zu gelangen, sind auch mit von der Partie. Versetzt sich Rakudiora in Rage, und wird von einer schwarzen Aura umgeben, wird es etwas haariger.

Nun kann er beispielsweise Felsbrocken beschwören, die in umzirkeln – weniger Schaden machend, als vielmehr einen ständig umwerfend, wenn man an ihn gelagen will. Die schwarze Aura kann er auch als Beam spucken, oder in mehreren Zirkeln beschwören. In seine Blase saugen, um von neu beschworenen Brocken oder schwarzer Aura getroffen zu werden, hat er auch drauf. Aber insgesamt ist der Kampf überraschend nicht allzu schlimm gewesen, und glücklicherweise keine langweilige, lang andauernde Belagerung, wie ich zunächst dachte, als ich auf der Mauer vor den Kanonen stand.

 

Hunting with a Partnyaa: Monster Hunter Frontier Z (Part 1)

Obwohl ich die Monster Hunter grundsätzlich offline Solo spiele, ist es natürlich nicht zu verneinen, dass einen großen Attraktionspunkt für viele andere die Tatsache ausmacht, dass man sie auch im Coop-Multiplayer genießen kann. Immerhin war das allererste Spiel für PS2 zusammen mit Resident Evil Outbreak und Auto Modellista gezielt darauf ausgelegt, die neue Network-Funktion der PS2 dank Online-Play zu nutzen. Da war es eigentlich auch nicht abwegig, dass ein reinrassiges MMO spinoffen sollte.

Das ziemlich früh, Monster Hunter Frontier erschien in Japan bereits in 2007, also vor über zehn Jahren und gerade mal drei nach dem ersten Spiel der Franchise. Läuft über diverse Season-, G- und nun Z-Erweiterungen auch immer noch! Man sollte es übrigens nicht verwechseln mit dem 2013 gezielt von Tencent für das chinesische Festland entwickelte Monster Hunter Online. Monster Hunter World ist so gesehen also nicht endlich das erste Monster Hunter für PC oder das erste in Ewigkeiten auf Sony-Konsole, nur das erste solche für den Westen. Denn Frontier blieb ziemlich Japan-exklusiv, existiert allerdings mittlerweile auch als Taiwan-Version. Was praktisch ist, weil diese nämlich im Gegensatz zum japanischen Release keine ausländischen IPs sperrt.

Da es aus den Zeiten stammt, als noch mehr als 3 MMOs gleichzeitig mit monatlichen Beitragskosten überleben konnten, muss natürlich auch für Monster Hunter Frontier was geblecht werden. Allerdings ist das Spiel mittlerweile das, was man heutzutage Free to Start nennt. Das Spiel kann sowohl kostenlos heruntergeladen werden, wie auch ohne Limitation auf die Spielzeit die HR1-4 Quests erledigt werden, bevor man monatlich bezahlen muss. Angeblich zumindest, meine Erfahrung lief etwas anders, denn ich scheine zufällig genau dann einen Versuch gewagt zu haben, als die Taiwan-Version einen kostenlos mit einem 30-Tage-Pass ausgestattet hat.

Allerdings liegt die Betonung bei Monster Hunter Frontier eindeutig darauf, dass es sich hierbei um ein MMO handelt, welches seit 2007 auf dem Markt ist. In zweierlei Hinsicht. Zunächst einmal bedeutet dies nämlich, dass Frontier, wenn auch modifiziert und über die Jahre weiterentwickelt, auf Generation 2 Monster Hunter basiert. Zum anderen natürlich auch, dass über dieses Jahrzehnt mehr und mehr Erweiterungen und Zusätze draufgeklatscht wurden, die das Spiel für so späte Neueinsteiger leicht unzugänglich und überladen wirken lassen kann. Und als dritten Punkt wäre dann vielleicht auch noch zu nennen, dass Capcom natürlich will, dass die Spieler möglichst schnell ins Endgame einsteigen können, weil zum einen dort der Bulk an Content ist, und weil das natürlich im Bereich des Spieles angesiedelt ist, für den bezahlt werden muss.

So trivialisiert sich der Großteil von Hunter Rank 1 bis 4 schon alleine dadurch, dass die mitgegebene Starterwaffe für HR 5 gestaltet ist, und dementsprechend schnell Kleinholz aus den Rängen davor macht. Ich habe auch schnell entdecken dürfen, dass ich 99 Potions und 99 Mega Potions nebst anderen hilfreichen Mitteln in meiner Box im Haus hatte, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die von Beginn an dort waren, oder zu den diversen Start-Push-Ups gehören, die man bekommt, wenn gewisse Tasks auf einer Quest-Liste erfüllt werden, die eigentlich mehr oder weniger als kleiner Guide gedacht sind, weil sie nach und nach die Spielmechaniken und wichtigen NPCs einführen sollen. Als jemand, der weder Chinesisch lesen kann, noch dank der Starterwaffe große Probleme bekam, bin ich natürlich an vielen Dingen vorbeigerannt, aus denen man eventuell was rausholen kann.

Denn die Progression durch die Hunter Ranks beim Main Quest Girl ist ziemlich geradlinig. Die dazugehörigen Quests sind nämlich in eindeutig mit HR betitelten Menüs untergebracht, und obwohl dort jeweils mehrere Dutzend zu finden sein können, wird die Liste immer von den drei bis fünf Key Quests angeführt (die zudem mit einem Icon gekennzeichnet sind), die nötig sind um das Urgent Quest freizuschalten, welches einen dann den nächsten Hunter Rank freischaltet. HR1-2 sind hierbei analog Low Rank, 3-4 High Rank, 5-6 im Prinzip etwas darüber aber noch nicht G-Rank, denn jener wird erst nach dem Absolvieren aller jener zugänglich und hat auch einen neuen Quest-NPC.

Wer übrigens partout nicht mit anderen realen Spielern spielen will, weil er wie ich zu viel Angst hat sich vor Fremden zum Affen zu machen, der kann diverse AI-Helfer bekommen. Zum einen startet man das Spiel schon mit einem Hawk-Flugwesen, welches keinen Slot füllt, und etwas hilfreich im Kampf unterstützt, und auf der eigenen Insel via Futter aufgebessert werden darf. Auf der gleichen Insel kann man auch seinen felinen Partnyaa machen, der dann ähnlich wie die Palicos in der Hauptserie einen Slot im maximal 4er-Team füllt, allerdings wohl mehr sammelt statt viel kämpft. In der Taverne kann dann noch ein fester KI-Charakter rekrutiert werden, dem im Spielerhaus Skills ausgerüstet und verschiedene Rüstungsgegenstände gegeben werden dürfen. Beraumt man ein Quest weiterhin mit freien Slots für mehr Spieler ein, initiiert es aber bevor echte Menschen sich hinzugesellen, werden diese feien Slots weiterhin mit Random KI-Partnern gefüllt.

Was mich doch etwas überrascht hat ist, wie viel ähnlich der Hauptserie ist. Damit ist nicht nur gemeint, dass die Spielemechaniken zum Großteil aus Generation 2 stammen, Plus/Minus vielleicht einem Weapon Style und einer Lock-on-Funktion, oder dass die Quests weiterhin auf 4 Spieler beschränkt bleiben, egal wie viele in der Hub-Stadt gerade herumlaufen. Nein viel vom frühen Content sind auch Gebiete, die direkt aus bekannten Monster Huntern genommen wurden und bis einschließlich HR4 halten sich auch die neuen Monster von der Anzahl her zurück. Kein Wunder, dass die Spielerschaft von Frontier so negativ darauf reagiert hatte, als die Frontier-geborenen Lavasioth und Hypnocatrice ihren Weg in die Hauptserie fanden: Wenn schon so viel ursprünglich direkt aus jenen entnommen war, dann will man natürlich den wenigen Unikat-Content auch behalten. Ansonsten stellt sich nämlich die Frage, wozu man für ein MMO überhaupt monatlich zahlen sollte, wenn man all dies auch in den Gebührenfreien Hauptteilen finden kann. Hat wohl auch Capcom schnell eingesehen und nach den zwei genannten Beispielen alle anderen in Frontier eingeführten Monster hierfür exklusiv gelassen, so dass mittlerweile über 80 Monster angelaufen sind, die man in den Hauptteilen nicht finden wird. Dass einige davon mittlerweile im China-exklusiven Monster Hunter Online sind, oder dass auch viele schlichtweg stark auf bekannten Hauptmonstern basieren, sei dann mal außen vor gelassen.

Wobei ich natürlich immer noch derjenige bin, der während des Spielens dennoch dachte, warum man hierfür zahlen sollte, wenn man in den Hauptteilen ein so ähnliches Spielerlebnis bekommt. Bis ich dann bei HR5 angekommen war, und bevor ich bemerken durfte, dass man sich bei einem NPC dann neue, bessere Ausrüstung abholen kann, die hier massiv weiterhilft. Kurzzeitig machten die Monster nämlich unglaublichen Schaden, fast hin bis zum One-Shot, und hatten auch viele AOE-Attacken drauf, denen kaum auszuweichen ist. Ich glaube nämlich Frontier richtet sich, zumindest mittlerweile, an diejenigen Spieler, die richtig gut sind und ständig nach Herausforderungen suchen. Diejenigen, die im Gegensatz zu mir, möglichst schnell im Endgame die härtesten Monster angehen wollen, und das auch noch schaffen. Das Endgame von Frontier, welches bei einem so langanhaltenden MMO mittlerweile zum Hauptspiel geworden ist, ist dafür berüchtigt, dass Monster extreme AOE-Attacken drauf haben, die einen Instakillen können, wenn man nicht genau weiß, wie durch die Attacken zu springen etc. ist. High Level Play absolut notwendig. Gegen Ende meines Spielens habe ich beispielsweise entdeckt, dass es hier sogenannten Hawk Potions gibt, die eine Reduktion von 70% des genommenen Schadens verursachen. Fühlt sich natürlich ein wenig cheatig an, sie zu benutzen, aber gleichzeitig finde ich es auch sehr vielsagend, dass so ein Item in Frontier überhaupt existiert.

Zum Teil liegst natürlich auch an den Generation 2 Hitboxen, die bekanntlich suboptimal sein können. Da kommt es schon mal vor, dass ein Monster einen niedertrampeln will, an einem vorbei rennt, man hinterher prescht, um das Vieh den Anus mit dem Langschwert zu stimulieren, und weil man in Kontakt mit einem einzelnen Arschhaar kommt, bevor es seine Attacke vollends beendet hat, vollen Schaden nimmt und umgeworfen wird, als hätte man direkt vor ihm gestanden.

Was ich definitiv etwas schade fand ist, dass es keine Intros mehr zu geben scheint, wann immer man ein Monster zum ersten Mal sieht oder ein Areal zum ersten Mal betritt. Die haben für mich immer einen Großteil des Charmes der Spiele ausgemacht. Was Frontier dafür reichlich hat, sind aufgehende Pop Ups, welche die Immersion noch weiter benachteiligen, weil sie einen über Events und Shop Items und alles Mögliche zu informieren gedenken.

Natürlich kann ich das Spiel dennoch eher schlecht bewerten, nehme ich mal an. Immerhin habe ich nie den G-Rank gemacht, der wie gesagt mittlerweile der Hauptpunkt des Spieles ist, in dem die ganzen wirklich chaotischen Kämpfe gegen die Monster zu finden sind. Ich habe mich auch nicht genug mit dem Spiel befasst und zu wenig Sprachkenntnisse mitgebracht, um wirklich alles verstehen zu wollen, wie beispielsweise gleich zwei verschiedenen Farmen, einen Karawanen-Hub direkt nebenan, die vielen verschiedenen Ausrüstungskategorien, HC-Variationen zu den Monstern, einen selbst einrichtbaren Raum, oder schlichtweg irgendeine Quest außerhalb der Keys und Uniques zu tätigen, oder auch einfach wie man Bentos packt hab ich auch erst gegen Ende kapiert. Monster Hunter Frontier bietet selbstverständlich reichlich mehr, als ich zu sehen bekommen und zu machen bereit war. Aber dennoch, auch wenn es ganz nett war mal so einige der Unikat-Monster zu sehen, so glaube ich auch einfach nicht, dass Monster Hunter als richtiges MMO wirklich mein Ding wäre.

Ragnarök Online 2

ava-1985Oh my, Rangarok Online. Das war zwar nicht das erste MMORPG, aber für viele, besonders die Japanophilen unter uns, das erste MMORPG, das sie gespielt haben. Ich glaub in den frühen 2000ern hat das Ding so ziemlich jeder irgendwann mal gezockt, wenn auch viele auf illegalen F2P-Servern. Immerhin war das Ding erfolgreich genug, um ein Anime und Spinoff-Spiele zu produzieren, und das der Zeichner des lose zugrundeliegenden Manwhas jenen nie weiter zeichnete. Ich kann mich noch dran erinnern damals wurde schon ein Sequel gehyped, aber bis dann tatsächlich ein Spiel mit Namen Ragnarok Online 2 auf den Markt kam, sollte es bis 2012 dauern, als gelinde gesagt keine Sau sich mehr für interessierte.

Und so mal kurz ins Spiel reingeschaut muss ich sagen, ist RO2 auch schon irgendwie recht ernüchternd. MMORPGs sind in den letzten 10-15 Jahren trotz ihres schlechten Rufes weit gekommen, jedoch scheint Ragnarok so ein wenig stillgestanden zu sein. Denn wirklich der Hauptunterschied ist nur, dass Ragnarok Online eben jetzt in 3D ist. Übrigens in recht hübschem, wenn auch technisch nicht überragenden, wofür es aber auch leicht auf einem Toaster läuft.

Der Rest des Spieles ist hingegen doch sehr… nennen wir es mal nostalgisch. Es gibt immer noch nicht viel Auswahl in der Charaktererstellung und so ziemlich genau die gleichen wenigen Jobklassen des Erstlings, die wie gewohnt später in zwei mögliche Offshoots sich gabeln. Thief wird immer noch Assassin oder Rogue beispielsweise. Lediglich die nicht Kampf-orientierten Klassen sind jetzt keine Berufe mehr, sondern ein zu wählender Nebenskill. Jedes Level up wird ein Punkt auf Statuswerte und Skills verteilt, und zu Beginn mordet man viele Porings und Grashüpfer etc. Joa, da kommen doch tatsächlich viele Erinnerungen ans ursprüngliche Spiel hoch. Auch das so gut wie keine packende Handlung besteht, sondern man etwas unmotiviert durch die Gegend stapft und Mobs vermöbelt.

Mehr oder weniger zumindest, etwas moderner ist das Spiel schon, denn es gibt viel mehr NPCs mit Quests, die einem einen Grund geben, die ganzen Gegner umzunieten, weil es eben die von ihnen gegebene Aufgabe ist. Es ist also nicht wie das erste Spiel ein unsäglicher Grind zum Selbstzweck, sondern mit schlechter Ausrede, auch wenn man schon eine ganze Ecke schneller levelt. Dafür haut das Kampfsystem eben auch nicht richtig rein, sondern ist ebenfalls das sehr antiquierte Auto-Attack mit Dial-your-Skill, wobei man meist nur durch die gleichen 2 oder 3 zirkuliert. In den letzten Jahren gehörte es halt doch ein wenig zum guten Ton dort etwas mehr den Spieler zu involvieren. Und so fühlt sich Ragnarok Online 2 tatsächlich etwas sehr wie ein Spiel an, das vor zehn Jahren hätte rauskommen sollen, statt nur wenige alt zu sein.

Aber so barebones zu sein ist ja nicht mal unbedingt immer schlecht. Mein Bespielen von Dungeon Crawlers, Animal Crossing, Harvest Moon, Sims 3 etc. und meine Liebe zu Drakengard zeigen ja, dass ich stupidem Gameplay durchaus nicht abgeneigt bin. Ich hab dann halt doch nicht immer Bock drauf bei jedem Gegner rechtzeitig ein Ausweichmanöver zu starten, und mich permanent zu repositionieren, um die Attacken auch richtig hin zu bekommen. Rechtsklick auf den Gegner für Auto Attack und dann Double Attack zu Spammen, vielleicht eingeleitet mit einem Dagger Throw, reicht ja auch schon mal. Sich dann noch schnell durch die langweiligen Textboxen der !-NPCs zu klicken und erst im Questlog die Kurzbeschreibung vom „Töte X von Y, um Item Z in Anzahl B zu bekommen“ anzuschauen.

Ich töte also auf den zwei anfänglichen Wiesen jede Menge niedliches Zeug, wie Knuddelslimes diverser Ausführung, Hasen, Schmetterlinge, Blumen mit freundlichem Gesicht etc. pp. Hangel mich von einem Quest zum nächsten, steige dabei beständig in die Zehnerlevel auf. Und dann gibt es das erste Problem, nämlich ich habe zwei Quests angenommen, einmal ein Item zu holen, einmal einen Boss zu besiegen, die beide in einem nahen Dungeon stattfinden. Das ist das Problem erst mal nicht, ich seh ja bei der Questbeschreibung wo das Dungeon ist, geh hin, nur finde ich dann dort das Item nicht und der leichte Boss gemordet wird mir auch nicht angerechnet. Tja, irgendwie muss ich halt erst Mal auf N klicken und dort dann das Quest für das Dungeon initiieren, weil es eines mit Backstory ist. Und dann komme ich als ein anderer Charakter ins Dungeon. Was ich schon mal doof fand, weil plötzlich mit einem ganz anders zu spielenden Charakter geschlagen zu sein fand ich direkt schon scheiße. Dann ist der Kite für Arme auch noch unter einem Schwächezauber, weswegen ihm die total einfachen Gegner, mit denen mein Level 11 Thief keine Probleme hatte, enormen Damage machen, und man sozusagen auf dessen Selbstheilungsskill angewiesen ist. Ich hab das Timing zwei Mal nicht hinbekommen gehabt, bin beim ersten Mal direkt am Eingang und dann so halb durchs Dungeon gestorben, und dann war es mir auch schon zu blöd. Zumal ich anschließend mit meinem eigentlichen Charakter in Prontera auftauchte, der ersten Stadt, dabei hatte ich das Quest ja in den Auen drumherum initiiert und wollte da auch noch weiter machen.

Ja und dann haben mich irgendwie andere Spiele extrem abgelenkt, wie beispielsweise die launige Nuzlocke von Pokemon Silber oder das fantastische Stardew Valley, welche ich beide in Rekordzeit durchgesüchtelt habe. Und dabei blieb Ragnarok Online 2 ein wenig auf der Strecke, welches ich ursprünglich vielleicht immer mal wieder hier und da eine Runde spielen wollte. Als ich mich dann wieder dran erinnerte, führte mich das doch nur zu einem Schulterzucken und einer Deinstallation, packend genug um wirklich weiter zu machen war es dann also wohl doch nicht für mich.

A Repentant Revisited: 15+ Levels with A Realm Reborn

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So, Final Fantasy XIV hatte free 2 play Wochenende fürs Schnuppern verlorener Spieler. Ich hab dann mal mitgemacht, denn verlorener als ich konnte man gar nicht sein, hab ich das Original bereits kurz nach Release zum Spottpreis erstanden, und nach 3 Spielstunden direkt keinen Bock mehr gehabt. Wir alle erinnern uns ja noch an das Debakel: Im katastrophalen Zustand released hat SE erst mal die PS3-Version um 3 Jahre verschieben und die PC-Version für 2 Jahre f2p machen müssen, damit ihnen die Zentrale vom Lynchmob nicht abgefackelt wird. Doch *le gasp* der Reboot ist tatsächlich ein launiges MMORPG geworden! Sollte nicht überraschen, mittlerweile hat sich eigentlich zur Genüge rumgesprochen, dass SE das Ruder noch mal rumgerissen bekommen hat, obwohl es ihnen niemand zugetraut oder gegönnt hatte, und hat das schlechteste Final Fantasy aller Zeiten angeblich doch in einen der besten Einträge der letzten zehn Jahre gewandelt – die Messlatte haben sie aber zugegebenermaßen eh ziemlich tief gelegt.

Mir hat die Sache dann auch tatsächlich sehr gut gefallen, von 2 oder 3 kleineren Dingen vielleicht mal abgesehen. Ich hab mir natürlich ein Kätzchen erstellt, weil wenn es jetzt schon die Fanservice-Rasse endlich auch in männlich gibt, muss das doch ausgenutzt werden, gell? Und Monk hab ich erneut als Beruf gewählt, weil die Faust-Nahkämpfer cool sind, und außerdem Karate-Kätzchen!

Beim ersten Versuch mit Final Fantasy XIV war es ja so, dass ich schnell gelangweilt war, weil ich es alles leer und gleichzeitig unübersichtlich fand. Die Menüstruktur war eine Katastrophe, ich wusste nie wo was zu finden ist. Ich hatte keine Ahnung, wo ich Quests bekomme, wo ich Quests erledige, wo ich hin muss, oder wie das Spiel bedient wird. Denn es gab schlichtweg kein ausreichendes Tutorial, dürftige Helfsmakierungen, und die Welt war riesig aber sah überall gleich aus.

Da hat sich bei A Realm Reborn doch tatsächlich viel getan. Bis Level 15 gab es in und um meine Starterstadt jede Menge Quests zu erledigen, so dass ich eigentlich immer ein paar zu tun hatte, was beim Leveln auch unglaublich nützlich ist, da das Monsterschnetzeln an sich gar nicht so lukrativ ist. Und alle davon haben reichlich Tutorials zu bieten. Es gibt Teleportsteine an allen Hotspots der Stadt, sowie pro Außenareal eigentlich mindestens ein, wenn nicht zwei, Camps mit weiteren. Die Karte ist geradezu voll mit Markierungen, sowie ein Quest-Tracker immer aktiv. Auch wenn ich es ganz schön gefunden hätte, wenn jener noch ein wenig besser gewesen wäre. So sind alle Quests immer gleichzeitig aktiv, man kann keinem Priorität über die anderen geben. Außerdem markiert das Spiel die Questhotspots nur auf der Karte des Gebiets, in der sie sind, gibt einem keinen der üblichen „Brotkrumenwege“, der einem zeigt wie man jetzt von dort, wo man steht, dahin kommt, was am Anfang, wenn man seinen Weg zwischen den einzelnen Arealen noch nicht kennt, unnötig verwirrt.

Ab Level 15 kamen die Quests erst mal nur tröpfelnd, was aber nicht bedeutet, dass es nicht weitere Sachen zu tun gibt. Beispielsweise gibt es ein Jagdlogbuch, dass einem eine Liste an Monstern gibt, die in gewisser Anzahl erlegt werden sollen, was natürlich auch Kompensation mit sich bringt. Oder die FATEs, von denen eigentlich immer mehrere pro Karte aktiv sind, und in denen für eine bestimmte Zeit Monster verstärkt auftauchen, sich an deren Ausrottung zu beteiligen natürlich auch was bringt. Levequests, die besondere Hunts darstellen, wären dann natürlich auch noch. Ist also nicht so, als gäbe es nichts zu tun, selbst wenn die Haupt-/Nebenquests etwas rarer kommen.

Natürlich muss man wie bei jedem MMORPG einen Sinn für „stupides“ Questen haben. Es gibt zwar eine Handlung, die sogar recht anständig zu sein scheint und zumindest zu Beginn auch gute Präsenz hat (wenn die Levelspannen später größer wird, kann sich das natürlich gut ändern), aber die (Langzeit-)Motivation bei einem MMO liegt natürlich hauptsächlich immer noch daran, die vielen NPC-Quests zu erledigen, spezielle Ungetüme zu suchen und zu erledigen, sowie allgemein die Welt zu erkunden. Und immerhin gibt es hier auch wirklich ein paar hübsche Ortschaften zu entdecken, statt die langweilige Welt von 1.0, sowie das Ding allgemein natürlich grafisch viel hübscher ist (auch wenn ich an einem 2 Jahre alten Laptop sitze, weswegen ich für die Performance die Settings natürlich ganz runtergedreht hatte – ich fand es immer noch ein hübsches Spiel).

Und alleine kommt man, zumindest zu Beginn, auch ganz anständig zurecht. Ich hatte zumindest die ersten 15 Level absolut keine Schwierigkeiten, lediglich zwei Story-basierenden Bosskämpfe anschließend haben mich tatsächlich umgebracht bekommen. Mir ist FFXI/XIVs Charakterfortschritt eh immer sympatisch gewesen – es werden geradlinig die Jobs gelevelt, ohne dass man selbst Punkte in Attribute verteilen oder sich zwischen Skills entscheiden müsste. Von daher gibt keine „falschen“ Builds. Was die Belebtheit des Spieles angeht, so war das Wochenende natürlich schon was los, allerding überrannt würde ich FFXIV nicht gerade nennen.

Wie gesagt, ich hatte eigentlich wirklich gut Spaß dabei, mich durch A Realm Reborn zu kämpfen, wäre es f2p würde ich es definitiv weiterspielen, so für Zwischendurch immer mal wieder, wenn mir der Sinn nach dem Questen steht. Aber ja, bezahlen für ein MMO hab ich schon lang aufgegeben, dafür halten die mich nämlich dann letztendlich doch nie lang genug stark genug in ihrem Bann.

Anschließend wieder eine „kleine“ Galerie. Übrigens echt seltsam, wann einen das Spiel Screenshots machen erlaubt, und wann nicht. Charakterkreation ist tabu. Normales Spiel natürlich nicht. Cutscenes sind tabu, außer diejenigen, die es nicht sind (die meisten Story-relevanten Sachen verbieten es):

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Dragon’s Prophet is garbage

ava-1458Dragon’s Prophet ist ein MMORPG, in dem man diverse Drachen fangen und dann reiten/fliegen kann. Also ein Spiel, das wie für mich gemacht ist. Draus geworden ist dennoch nichts, denn das Spiel hat seinen Ruf verdient, der da wäre: Inkompetent gehandelt und im Prinzip immer noch eine schlecht optimierte Beta zu sein.

Das fängt schon bei der Installation an, die für Leute mit langsamer Internetverbindung nicht unfreundlicher sein könnte. Das Spiel downloaded nämlich während der Installation. Das Spiel ist 10GB groß. Das bedeutet, dass es diese 10GB an einem Stück saugen will, und das ohne Unterbrechung, weil es sonst rummotzt, dass man die Installation abgebrochen hat. Das hab ich ehrlich gesagt noch nie gesehen. Alle MMOs, die ich kenne, laden in ihrem Launcher entweder vor der Installation runter und sind dort auch immer unterbrech- und resumbar, oder geben einem einen Torrent um die große Gesamtdatei runterladen zu können. Dragon’s Prophet nicht.

Ich hab das Spiel dann also irgendwann auf meinem Computer, starte, gehe in die Charaktererstellung. Und das Spiel crasht nach 30 Sekunden ohne Fehlermeldung auf den Desktop. Neu gestartet komme ich auch beim zweiten Versuch nicht aus der Charaktererstellung raus, bevor es abstürzt. Ich also mal schnell „Dragon’s Prophet always fucking crashes“ gegoogelt… und es stellt sich heraus, dass dies ein häufiges und bekanntes Problem ist, dass schon seit der Beta von vor einem halben Jahr besteht, aber bisher nicht gelöst wurde. Vorrangig mag das Spiel mal Firewalls gar nicht. Auch 64bit Systeme kann es nicht leiden. Und NVidia Grafikkarten schon mal gar nicht. Neben einer Anzahl anderer Kleinigkeiten, die dazu führen können, dass einem das Spiel permanent irgendwo zwischen 2 Minuten und 2 Stunden Spielzeit die Grätsche macht.

Aber Wunder oh Wunder, ich habe es tatsächlich hinbekommen, dass ich meinen Charakter erstellen und das Spiel starten kann, ohne dass es die Biege macht. Ich werde von einer Opening-Cutscene begrüßt, die auf 20FPS läuft… netterweise aber [Esc] zum Überspringen anbietet. Dummerweise lässt sich anschließend keine der Cutscenes im folgenden Tutorial überspringen, die wenig aussagen, aber schön lange gehen, und das bei 20FPS noch mal verdreifacht und out of synch. Übrigens habe ich nirgendwo im Installationsverzeichnis oder Launcher einen Punkt entdeckt, wo ich die Grafiksettings ändern kann, weswegen ich warten muss, bis die 5 Minuten Lag-Cutscene rum ist, und ich wirklich richtig im Spiel stehe, bevor ich da was ändern kann, um die Performance zu erhöhen. Ich dreh also alle Settings einfach mal nach ganz unten… und das Spiel läuft immer noch auf 20FPS. Ich schraub sogar die Bildschirmauflösung auf 800×600… und das Spiel läuft immer noch auf 20FPS.

Sorry, aber das muss echt ein Performance-/Kompatibilitäts-Problem des Spieles sein, und kann nicht einfach nur daran liegen, dass ich keinen Gaming-PC habe. Den hab ich nämlich tatsächlich nicht, aber mit etwas Rumschrauben in den Settings hab ich auf ihm Problemlos Sachen wie Skyrim, die Assassin’s Creeds, Mass Effects Saints Row, das notorisch frickelige Witcher oder Warframe zum Laufen gebracht, da war ich doch etwas überrascht, dass Dragon’s Prophet so ein großes Problem hat und anscheinend nichts auch nur ein wenig Besserung brachte.

A Very Short Look at Warframe

ava-1451Ein MMO, das ein paar Wellen schlagen konnte, zumindest hab ich es das Jahr über immer mal wieder erwähnt gesehen, außerdem gehört es zu den PS4-Launch-Titeln – und ich hab dann mal die Tage so 2-3 Stunden in die PC-Version reingespielt.

In Warframe spielt man… tatsächlich einen Warframe. Das ist so eine Art Spaceninja in Robotersuit, welche ein stark asiatisches Design haben, so sieht einer der drei Defaults wie ein EVA aus, der andere wie Zeiram, und allgemein könnten die alle gut zu den Cybertruppen in Final Fantasy XIII gehören. Das Spiel ist dabei weniger ein RPG, auch wenn sich sowohl Warframe wie mitgenommene Waffen per Benutzung langsam aufleveln und in einem Materia-esquem System Skills aufgespielt werden können, sondern ist mehr ein Third Person Shooter. Dadurch spielt es sich eigentlich gar nicht mal so anders als ein Mass Effect, wenn man so will.

Was ganz interessant ist, ist die Tatsache, dass Warframe keine offene Welt hat, sondern einzelne Missionsziele, die auch in einer gewissen Reihenfolge gemacht werden müssen, um die nächsten freizuschalten. Was dabei etwas schade ist, ist, dass durch diese futuristischen Raumstationen nach einer Zeit doch die eigentlich schnieke Optik etwas dröge wird, da die Einsatzgebiete zwangsläufig schnell sich sehr ähneln – anscheinend sind sie sowieso aus einem Baukasten random zusammengewürfelt, was dies natürlich nur noch bestärkt. Gegnerarten scheinen sich auch viel zu wiederholen und da nur die drei Starter-Frames umsonst sind, alle anderen zusätzlich kosten, sieht man natürlich auch immer die gleichen Teammitglieder.

Was definitiv ganz interessant war, war auch, dass einen das Spiel automatisch mit anderen Spielern zusammen wirft. Man kann wohl auch einstellen, dass nur Freunde oder man alleine gehen will, aber da es kein besonders gut Solo-bares Spiel ist und ich auch keinen Spieler direkt kannte, fiel das für mich flach. Eine Mission (die alle 2-4 Spieler benötigen) angeklickt, schmeißt einen aber automatisch mit anderen Spielern zusammen, die sie auch gerade machen wollen. Teamwork scheint es hier aber nicht wirklich zu geben. Ich habe nie jemanden sprechen sehen, und die wenigen Male dann auch noch in Russisch, und alle meine „Teams“ haben sich immer sofortig voneinander getrennt – einige zum Looten aller Sachen in die vier Himmelsrichtungen verstreut, andere gehen geradlinig gen Missionsziel. Man rennt also entweder schnell hinter jemandem her, oder darf sich alleine mit den Gegnern rumschlagen. Auch fand ich ehrlich gesagt die Missionsmarker, wohin als nächstes gehört, nicht immer ganz eindeutig.

Ganz interessant so in den Grundzügen fand ich das Spiel schon. Ich könnt mir vorstellen, dass immer mal wieder für nur wenige Missionen zu spielen, bevor sich die Monotonie einstellt – besonders wenn man Freunde hat, die es auch spielen, mit denen man dann tatsächlich in Gruppe kämpft.

Wizardry Online [#3]

wizonline11

Überraschend bin ich nicht sofort, nachdem ich Soul Rank 2 hatte, und somit zum Abschluss fürs PvP freigegeben wurde, an der nächste Straßenecke gemeuchelt worden. Apropos Soul Rank 2, dies war es, was die Arcanum-Leute von mir wollten, um in ihr Story-Dungeon gelassen zu werden. Da jenes ab Level 7 ist, bin ich aber doch lieber erst mal ins Level 5er Kaoka Parrej Ruins.

Die sehen ganz cool aus, so als verlassener Dschungel-Tempel. An Gegnern springen mir hier hauptsächlich mal Insekten und fleischfressende Pflanzen entgegen, eigentlich alles nicht allzu schwer zu besiegen, dafür ist ganz typisch für Dschungeltempel aber auch um jede Ecke eine Falle. Mein erster Tod war dann auch eine explodierende Kiste. Hier sind auch die zwei NPCs, die ich brauche, um die Quests des dysfunktionalen Ehepaares zu beenden, die mir die Gegenstände aber erst geben, wenn ich die richtige Grabinschrift hier gefunden habe. Auch die Gargoyles, die zu den Bossräumen führen und dann anschließend das Weiterkommen freischalten, wollen natürlich mal wieder, dass ich mich Puzzle-mäßig betätige. Der erste davon will einfach einen Stein, den ich bekomme, wenn ich die Riesenfliegen umbringe und ihre Überreste an die NPC-Fliegenfallen verfüttere.

Surprisingly pretty

Surprisingly pretty

Letztendlich habe ich so hinter dem ersten Gargoyle ein freundliches Monster entdeckt, welches von mir einen Gegenstand gesucht haben wollte. Und eine Truhe mit einem Siegel, aber nicht jenes, zu dem ich den Schlüssel schon geraume Weil mit mir herum trage. Den Schlüssel für die hier hab ich dann auch hier gefunden, war aber nur Mist drin. Item gefunden und zum NPC-Monster gebracht, kann ich nun auch hinter den zweiten Gargoyle. Während in den Sewers das Voranschreiten noch recht geradlinig war, sind hier die drei Gargoyles alle nah beieinander und führen in Dead End Gebiete, die jeweils die Lösung für einen anderen Gargoyle parat halten. Ach ja, den richtigen Grabstein, um die arme Ehefrau zu beglücken, habe ich letztendlich auch gefunden gehabt. Das Quest ihres Mannes ist weiterhin aktiv geblieben und konnte später immer noch beendet werden. Den Gegenstand für den dritten und letzten Gargoyle gab es dann natürlich im Bereich hinter dem zweiten bei den Kobolden. Petroleum war dort auffindbar. Damit zurück zur Statue und… kein Weiterkommen, weil ich es noch entzünden muss. Die Fackeln an den hiesigen Monumenten zählen anscheinend nicht, also zurück zu den Kobolden und einen Random Drop abwarten. Boss war dann ein Kobold-Anführer, der mich auch zwei Versuche gekostet hat. Anschließend den schwarzen Orb genommen und Dungeon Clear erhalten. Als nächstes dann wohl jetzt ins Level-7-Dungeon (ich habe bereits ein weiteren Zugangsschein überreicht bekommen, für eines auf Level 11, wird wohl wie das hiesige ein Nebending sein).

Not so surprisingly ugly

Not so surprisingly ugly

Mittlerweile hab ich dann auch endlich gecheckt gehabt, dass die Gebietsfallen tatsächlich Auslöser haben, die ganz genau hingeschaut als kleiner roter Punkt zu sehen sind, also durchaus umgangen werden können. Und schon werde ich in der Tempelruine nicht mehr an jeder Biegung von Pfeilen durchlöchert. Dafür gibt es jetzt sogar Kletter- und Sprungpassagen. Was sich Wizardry Online nicht alles einfallen lässt, um die Verlieserkundung nicht langweilig werden zu lassen. Und ich muss sagen, ich bin echt weiterhin voll motiviert dran am langsamen Erkunden der Lokalitäten, entdecken der versteckten Dinge hier und dort. Ein wahres Gottesgeschenkt hierbei, falls man sich doch wieder zu weit voran gewagt hat und weit von Heilbrunnen und Widerbelebungsstatuen entfernt in der Klemme steckt, ist der Instant Warp in die Stadt, den man alle 12h benutzen kann. Allem „Permadeath possible, PvP everywhere, no Auto-Regen“-Zeug zum Trotze ist Wizardry Online nämlich doch ziemlich fair zu einem.

The Last Guardian

The Last Guardian

Wizardry Online [#2]

wizonline07

So, das erste Dungeon, Cligrase Sewers, ist beendet. Hat mich bis auf Level 5 gebracht. Ab nun brauchts 2.5k Erfahrungspunkte und so ein Gegner hier gibt 15, ist also an der Zweit weiter zu ziehen. Das nächste Verlies, für das ich den Schlüssel hier drinnen gefunden habe, ist praktischerweise auch ab Level 5 betretbar, somit wussten die Macher schon ungefähr, auf welchem Level man es wohl hinter sich bringen wird.

Drin waren jede Menge Beetles und Zombies und Kobolde und Highway Men, also die übliche Wizardry-Monster-Flut. Und tatsächlich ein paar Puzzle. Sprich in entlegeneren Ecken Gegenstände finden, die an manchen Stellen den Weg weiter öffnen – verbunden mit einem instanzierten Bossraum. Davon gab es letztendlich drei in den Sewers. Auch einige Fallen waren da, wie Gifträume oder explodierende Truhen (eine davon OHKOte mich – immerhin bekommt man eine Erfolgs-%-Chance angezeigt Schatzkisten zu entschärfen, sowie häufig ein !, wenn der Charakter eine Falle schnüffelt). Und netterweise jede Menge Statuen, zu denen man beim Tod als Seele rennen kann, um widerbelebt zu werden, von denen ich auch mehrmals Gebrauch machte. Sowie zwei weitere Heilbrunnen, die im Gegensatz zu jenem zu Beginn aber Geld kosten. Und sogar ein netter Shortcut vom Endpunkt zurück nahe des Eingangs für schnelle taktische Rückzüge und feige Fluchten.

Story Exposition Time

Story Exposition Time

Neben neuer, besserer Rüstung, die ja erst identifiziert gehört, hab ich auch einen Schlüssel gefunden. Dessen Beschreibung sagt mir, dass er ein spezielles Symbol hat und wohl in eine Schatzkiste mit dem gleichen passt. Die gefunden habe ich aber noch nicht. Vielleicht geh ich also noch mal in die Sewers zurück. Die optionalen Nebenmissionen (übrigens getimed) hab ich sowieso noch nicht alle abgeschlossen dort. War aber wie gesagt ein echt nettes Erlebnis, dieses Dungeoncrawlen so in Third Person und mit Action-orientierten Kämpfen. Ein Offline-Game im Sinne von Wizardry Online würde ich sofort kaufen. Vielleicht sollte ich From Softwares Souls-Serie doch erneut einen Blick gönnen.

Nach dem die Hauptmission in den Sewers rum war, gab es auch gleich zwei NPCs, die mich sehen wollten. Einer ist ein Gelehrter in der Magistry of Arcanum, der mir etwas mehr Plot aufgedrückt hat. Anscheinend gab es ein Projekt, die Kanalisation wieder auf Vordermann zu bringen, bei der man die Dragoon Ruinen (untergegangene Zivilisation und so) entdeckte, auf Monster stoß und einen ordentlichen Mana Drain hatte. Also soll ich da mal vorbei schauen, aber erst, wenn meine Stats besser sind. Von daher nehm ich mal an, dass ich noch ein paar Level vorher zulegen muss.

Soul Rank up! Your prize is permadeath!

Soul Rank up! Your prize is permadeath!

Ein paar Sidemissions scheinen unterschiedliche Lösungsansätze zu haben. Beispielsweise hat mich eine Frau in der Stadt beauftragt, die Zutaten für einen Liebestrank zu holen, um ihren trinkenden und untreuen Ehemann wieder auf Schiene zu bringen. Den hab ich dann in der Taverne getroffen, wo er eine Zutat haben will, um seine aufbrausende Frau gefügiger zu machen. Annehmen konnte ich beide Aufträge, ist natürlich jetzt fraglich, ob ich auch einfach beiden aushelfen kann, oder mich für einen entscheiden muss.

Außerdem hat mich eine Wahrsagerin angesprochen und meinen Soul Rank erhöht. Nun kann ich bis Level 15 kommen und mit anderen Spielern Gegenstände tauschen. Dafür ist beim Rank-1-Noob-Schutz aber dahin. Sprich andere Mitspieler können mich jederzeit und überall – auch in Städten – PvPen und die Wiederbelebung ist nicht mehr auf 100% Erfolgschance gelocked. Permadeath des Charakters ist also ab nun eine mögliche Realität. Das wird noch spaßig.

Not about me, actually.

Not about me, actually.

Wizardry Online

wizonline00

Vor einigen Jahren hat man in Japan die Wizardry Renaissance angekündigt. Der Titel ist etwas fehlleitend, war Wizardry dort drüben doch nie so wirklich weg vom Fenster – in den 2000ern gab es mehrere Vertreter, der letzte 2 Jahre vorher. Daraus entstanden sind letztendlich je zwei Spiele für DS und PS3, von denen lediglich Labyrinth of Lost Souls im westlichen PSN aufgeschlagen ist. Und, wesentlich mehr unterm Radar geflogen, bzw. sogar noch mehr, ein MMORPG. Ja, tatsächlich, es existiert ein Wizardry Online, seit Beginn diesen Jahres sogar in Non-Moonspeak (Japaner spielen seit Ende 2011).

Reroll, Reroll everywhere!

Reroll, Reroll everywhere!

Ich hab mich also mal ran gewagt. Und ja, es ist doch mal so was von einem Wizardry. Natürlich nicht 1st Person, rundenbasiert und mit nur einem Dungeon, a.k.a was Wizardry in Japan eigentlich bedeutet, aber es ist doch verdammt nahe an der Serie. Character Creation lässt dann direkt die Wahl zwischen den üblichen Rassen: Mensch, Elf, Dwarf (Male only), Gnom (Female only) und Porkul a.k.a Hobbit (sehen aber aus wie Tarutarus). Inklusive Stat-Bonuspunkte rollen direkt zu Beginn. Je nachdem, wo man die dann reinsteckt und welche von den drei Gesinnungen gewählt wird, stehen dann die üblichen Fighter, Priest, Mage und Thief als Job zur Auswahl. Die Optik lässt sich leider nicht sonderlich viel ändern, je 5 Gesichter, Frisuren und Haarfarben stehen nur zur Auswahl, am Körper kann nichts verändert werden. Geht also schon Mal davon aus, im Doppelgangland zu sein.

Cozy dungeon you've got there!

Cozy dungeon you’ve got there!

Dann also rein ins Spiel und erst Mal für ein Wizardry erstaunlich viele Erklärungen und Tutorials über sich ergehen lassen. Die Cutscenes sind dabei besonders schmerzhaft, mit ihren langen Kamerafahrten, die nichst wichtiges zeigen und dem extrem langsam scrollenden Text, wenn jemand spricht. Stadt und NPCs haben all jene Funktionen drauf, wie in jedem anderen MMORPG ever auch.

Hammer that attack button!

Mandatory in everything these days: Zombies

Interessant wird es erst wieder im Dungeon, lassen die nämlich tatsächlich Wizardry-Feeling aufkommen, wenn auch in Third Person und mit Action-Kampfsystem. Die Schauplätze sind dunkle Kerker, bestückt mit Fallen, Schatztruhen ebenso, Monster respawnen schnell. Aufgelevelt wird nicht automatisch, sondern erst bei Übernachtung bzw. trinken aus dem Heilbrunnen zu Dungeonbeginn (limitiert auf 5 Schlucke), inklusive Möglichkeit auf Statusverlust. Wer stirbt wird in eine Schattenwelt a la WoW verfrachtet und muss die Statue finden, die einen Wiederbelebt. Währenddessen können einen Walker-Gegner angreifen. Je mehr man angegriffen hat/länger brauchte, um bei der Revive-Statue anzukommen, umso niedriger die Chance auf Erfolg (was durchs Offerieren von Geld und Equip wieder erhöht werden kann). Geht die Widerbelebung schief, wird man zu Asche, geht deren Widerbelebung auch schief, heißt das Permadeath! Oh Wizardry! Während der Körper so tot am Boden liegt, können andere Spieler einen übrigens Ausrauben und PvP geht auch jederzeit und überall. Allerdings ändert das die Gesinnung und zu „rote“ Spieler werden in Städten von Wachen angegriffen und bekommen ein Kopfgeld für andere Spieler zum Einsacken aufgedrückt. Gefundene Ausrüstung ist unbekannt. und darf gegen teuer Geld erst mal identifiziert werden. Health Auto-Regen? Pfft, not in Wizardry.

Lost 1 INT you dummy

Lost 1 INT you dummy

Sieht auch soweit ganz hübsch aus. Ich mein, nicht Speerspitze oder so, sondern kaum über einem hübscheren PS2-Spie, was Japan-üblich unter massig Bloom verborgen werden will, aber alles ist doch recht nett anzusehen und geht eh mehr nach Atmosphäre denn sonst was. Sprich alles ist recht ausgewaschen, auch in der Sonnendurchfluteten Stadt gibt es also keine starken Primärfarben und die Verliese sind eben solchige, mit Skeletten hier, Speerspitzen da, Brackwasser dort und obendrüber ordentlich Nebel, der die Sicht erschwert.

We can help. For outrageous prices.

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Ach ja, die Handlung ist die Wizardry-übliche Entschuldigung, viele austauschbare Abenteurer in Dungeons zu locken. Das Mana erlischt, was gar nicht gut ist, also wollen die Obigen herausfinden, was daran schuld ist. Da aber die Eliteeinheiten auch gegen die Monster abstinken, lässt man nun eben jeden, der sein Glück versuchen will, unter dem Versprechen von Ruhm und Reichtum, rein. Wizardry Online geht allerdings sicher, dass man dennoch Quests erfüllt, weil nur jene das Soullevel steigen lassen, welches Caps aufs reguläre setzt (Soul Rank 1 beispielsweise lässt einen nicht über Level 7 – dafür sind PvP und Revive-Fail noch ausgeschaltet).

Welcome to Illfalo Port

Welcome to Illfalo Port

Rundumgesehen, vom ersten Eindruck ein paar weniger Spielstunden zu Beginn her (ich hab noch nicht mal das erste Dungeon komplett beschritten bekommen): Absolut Wizardry Online. Eben nicht einfach irgendein Standard-MMO, welches den Franchise-Namen aufgedrückt bekommen hat, sondern hier hat tatsächlich jemand sich Mühe gegeben, Wizardry-DNS in das bekannte MMORPG-Gerüst zu injizieren. Fies wird es bestimmt später noch ordentlich, aber momentan find ich es echt interessant und motivierend. Ein wenig ins Dungeon vordringen, bis man nicht mehr kann, schnell zum Heilbrunnen zurück und dann erneut rein… ganz Dungeoncrawler-ish eigentlich.