Ragnarök Online 2

ava-1985Oh my, Rangarok Online. Das war zwar nicht das erste MMORPG, aber für viele, besonders die Japanophilen unter uns, das erste MMORPG, das sie gespielt haben. Ich glaub in den frühen 2000ern hat das Ding so ziemlich jeder irgendwann mal gezockt, wenn auch viele auf illegalen F2P-Servern. Immerhin war das Ding erfolgreich genug, um ein Anime und Spinoff-Spiele zu produzieren, und das der Zeichner des lose zugrundeliegenden Manwhas jenen nie weiter zeichnete. Ich kann mich noch dran erinnern damals wurde schon ein Sequel gehyped, aber bis dann tatsächlich ein Spiel mit Namen Ragnarok Online 2 auf den Markt kam, sollte es bis 2012 dauern, als gelinde gesagt keine Sau sich mehr für interessierte.

Und so mal kurz ins Spiel reingeschaut muss ich sagen, ist RO2 auch schon irgendwie recht ernüchternd. MMORPGs sind in den letzten 10-15 Jahren trotz ihres schlechten Rufes weit gekommen, jedoch scheint Ragnarok so ein wenig stillgestanden zu sein. Denn wirklich der Hauptunterschied ist nur, dass Ragnarok Online eben jetzt in 3D ist. Übrigens in recht hübschem, wenn auch technisch nicht überragenden, wofür es aber auch leicht auf einem Toaster läuft.

Der Rest des Spieles ist hingegen doch sehr… nennen wir es mal nostalgisch. Es gibt immer noch nicht viel Auswahl in der Charaktererstellung und so ziemlich genau die gleichen wenigen Jobklassen des Erstlings, die wie gewohnt später in zwei mögliche Offshoots sich gabeln. Thief wird immer noch Assassin oder Rogue beispielsweise. Lediglich die nicht Kampf-orientierten Klassen sind jetzt keine Berufe mehr, sondern ein zu wählender Nebenskill. Jedes Level up wird ein Punkt auf Statuswerte und Skills verteilt, und zu Beginn mordet man viele Porings und Grashüpfer etc. Joa, da kommen doch tatsächlich viele Erinnerungen ans ursprüngliche Spiel hoch. Auch das so gut wie keine packende Handlung besteht, sondern man etwas unmotiviert durch die Gegend stapft und Mobs vermöbelt.

Mehr oder weniger zumindest, etwas moderner ist das Spiel schon, denn es gibt viel mehr NPCs mit Quests, die einem einen Grund geben, die ganzen Gegner umzunieten, weil es eben die von ihnen gegebene Aufgabe ist. Es ist also nicht wie das erste Spiel ein unsäglicher Grind zum Selbstzweck, sondern mit schlechter Ausrede, auch wenn man schon eine ganze Ecke schneller levelt. Dafür haut das Kampfsystem eben auch nicht richtig rein, sondern ist ebenfalls das sehr antiquierte Auto-Attack mit Dial-your-Skill, wobei man meist nur durch die gleichen 2 oder 3 zirkuliert. In den letzten Jahren gehörte es halt doch ein wenig zum guten Ton dort etwas mehr den Spieler zu involvieren. Und so fühlt sich Ragnarok Online 2 tatsächlich etwas sehr wie ein Spiel an, das vor zehn Jahren hätte rauskommen sollen, statt nur wenige alt zu sein.

Aber so barebones zu sein ist ja nicht mal unbedingt immer schlecht. Mein Bespielen von Dungeon Crawlers, Animal Crossing, Harvest Moon, Sims 3 etc. und meine Liebe zu Drakengard zeigen ja, dass ich stupidem Gameplay durchaus nicht abgeneigt bin. Ich hab dann halt doch nicht immer Bock drauf bei jedem Gegner rechtzeitig ein Ausweichmanöver zu starten, und mich permanent zu repositionieren, um die Attacken auch richtig hin zu bekommen. Rechtsklick auf den Gegner für Auto Attack und dann Double Attack zu Spammen, vielleicht eingeleitet mit einem Dagger Throw, reicht ja auch schon mal. Sich dann noch schnell durch die langweiligen Textboxen der !-NPCs zu klicken und erst im Questlog die Kurzbeschreibung vom „Töte X von Y, um Item Z in Anzahl B zu bekommen“ anzuschauen.

Ich töte also auf den zwei anfänglichen Wiesen jede Menge niedliches Zeug, wie Knuddelslimes diverser Ausführung, Hasen, Schmetterlinge, Blumen mit freundlichem Gesicht etc. pp. Hangel mich von einem Quest zum nächsten, steige dabei beständig in die Zehnerlevel auf. Und dann gibt es das erste Problem, nämlich ich habe zwei Quests angenommen, einmal ein Item zu holen, einmal einen Boss zu besiegen, die beide in einem nahen Dungeon stattfinden. Das ist das Problem erst mal nicht, ich seh ja bei der Questbeschreibung wo das Dungeon ist, geh hin, nur finde ich dann dort das Item nicht und der leichte Boss gemordet wird mir auch nicht angerechnet. Tja, irgendwie muss ich halt erst Mal auf N klicken und dort dann das Quest für das Dungeon initiieren, weil es eines mit Backstory ist. Und dann komme ich als ein anderer Charakter ins Dungeon. Was ich schon mal doof fand, weil plötzlich mit einem ganz anders zu spielenden Charakter geschlagen zu sein fand ich direkt schon scheiße. Dann ist der Kite für Arme auch noch unter einem Schwächezauber, weswegen ihm die total einfachen Gegner, mit denen mein Level 11 Thief keine Probleme hatte, enormen Damage machen, und man sozusagen auf dessen Selbstheilungsskill angewiesen ist. Ich hab das Timing zwei Mal nicht hinbekommen gehabt, bin beim ersten Mal direkt am Eingang und dann so halb durchs Dungeon gestorben, und dann war es mir auch schon zu blöd. Zumal ich anschließend mit meinem eigentlichen Charakter in Prontera auftauchte, der ersten Stadt, dabei hatte ich das Quest ja in den Auen drumherum initiiert und wollte da auch noch weiter machen.

Ja und dann haben mich irgendwie andere Spiele extrem abgelenkt, wie beispielsweise die launige Nuzlocke von Pokemon Silber oder das fantastische Stardew Valley, welche ich beide in Rekordzeit durchgesüchtelt habe. Und dabei blieb Ragnarok Online 2 ein wenig auf der Strecke, welches ich ursprünglich vielleicht immer mal wieder hier und da eine Runde spielen wollte. Als ich mich dann wieder dran erinnerte, führte mich das doch nur zu einem Schulterzucken und einer Deinstallation, packend genug um wirklich weiter zu machen war es dann also wohl doch nicht für mich.

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A Repentant Revisited: 15+ Levels with A Realm Reborn

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So, Final Fantasy XIV hatte free 2 play Wochenende fürs Schnuppern verlorener Spieler. Ich hab dann mal mitgemacht, denn verlorener als ich konnte man gar nicht sein, hab ich das Original bereits kurz nach Release zum Spottpreis erstanden, und nach 3 Spielstunden direkt keinen Bock mehr gehabt. Wir alle erinnern uns ja noch an das Debakel: Im katastrophalen Zustand released hat SE erst mal die PS3-Version um 3 Jahre verschieben und die PC-Version für 2 Jahre f2p machen müssen, damit ihnen die Zentrale vom Lynchmob nicht abgefackelt wird. Doch *le gasp* der Reboot ist tatsächlich ein launiges MMORPG geworden! Sollte nicht überraschen, mittlerweile hat sich eigentlich zur Genüge rumgesprochen, dass SE das Ruder noch mal rumgerissen bekommen hat, obwohl es ihnen niemand zugetraut oder gegönnt hatte, und hat das schlechteste Final Fantasy aller Zeiten angeblich doch in einen der besten Einträge der letzten zehn Jahre gewandelt – die Messlatte haben sie aber zugegebenermaßen eh ziemlich tief gelegt.

Mir hat die Sache dann auch tatsächlich sehr gut gefallen, von 2 oder 3 kleineren Dingen vielleicht mal abgesehen. Ich hab mir natürlich ein Kätzchen erstellt, weil wenn es jetzt schon die Fanservice-Rasse endlich auch in männlich gibt, muss das doch ausgenutzt werden, gell? Und Monk hab ich erneut als Beruf gewählt, weil die Faust-Nahkämpfer cool sind, und außerdem Karate-Kätzchen!

Beim ersten Versuch mit Final Fantasy XIV war es ja so, dass ich schnell gelangweilt war, weil ich es alles leer und gleichzeitig unübersichtlich fand. Die Menüstruktur war eine Katastrophe, ich wusste nie wo was zu finden ist. Ich hatte keine Ahnung, wo ich Quests bekomme, wo ich Quests erledige, wo ich hin muss, oder wie das Spiel bedient wird. Denn es gab schlichtweg kein ausreichendes Tutorial, dürftige Helfsmakierungen, und die Welt war riesig aber sah überall gleich aus.

Da hat sich bei A Realm Reborn doch tatsächlich viel getan. Bis Level 15 gab es in und um meine Starterstadt jede Menge Quests zu erledigen, so dass ich eigentlich immer ein paar zu tun hatte, was beim Leveln auch unglaublich nützlich ist, da das Monsterschnetzeln an sich gar nicht so lukrativ ist. Und alle davon haben reichlich Tutorials zu bieten. Es gibt Teleportsteine an allen Hotspots der Stadt, sowie pro Außenareal eigentlich mindestens ein, wenn nicht zwei, Camps mit weiteren. Die Karte ist geradezu voll mit Markierungen, sowie ein Quest-Tracker immer aktiv. Auch wenn ich es ganz schön gefunden hätte, wenn jener noch ein wenig besser gewesen wäre. So sind alle Quests immer gleichzeitig aktiv, man kann keinem Priorität über die anderen geben. Außerdem markiert das Spiel die Questhotspots nur auf der Karte des Gebiets, in der sie sind, gibt einem keinen der üblichen „Brotkrumenwege“, der einem zeigt wie man jetzt von dort, wo man steht, dahin kommt, was am Anfang, wenn man seinen Weg zwischen den einzelnen Arealen noch nicht kennt, unnötig verwirrt.

Ab Level 15 kamen die Quests erst mal nur tröpfelnd, was aber nicht bedeutet, dass es nicht weitere Sachen zu tun gibt. Beispielsweise gibt es ein Jagdlogbuch, dass einem eine Liste an Monstern gibt, die in gewisser Anzahl erlegt werden sollen, was natürlich auch Kompensation mit sich bringt. Oder die FATEs, von denen eigentlich immer mehrere pro Karte aktiv sind, und in denen für eine bestimmte Zeit Monster verstärkt auftauchen, sich an deren Ausrottung zu beteiligen natürlich auch was bringt. Levequests, die besondere Hunts darstellen, wären dann natürlich auch noch. Ist also nicht so, als gäbe es nichts zu tun, selbst wenn die Haupt-/Nebenquests etwas rarer kommen.

Natürlich muss man wie bei jedem MMORPG einen Sinn für „stupides“ Questen haben. Es gibt zwar eine Handlung, die sogar recht anständig zu sein scheint und zumindest zu Beginn auch gute Präsenz hat (wenn die Levelspannen später größer wird, kann sich das natürlich gut ändern), aber die (Langzeit-)Motivation bei einem MMO liegt natürlich hauptsächlich immer noch daran, die vielen NPC-Quests zu erledigen, spezielle Ungetüme zu suchen und zu erledigen, sowie allgemein die Welt zu erkunden. Und immerhin gibt es hier auch wirklich ein paar hübsche Ortschaften zu entdecken, statt die langweilige Welt von 1.0, sowie das Ding allgemein natürlich grafisch viel hübscher ist (auch wenn ich an einem 2 Jahre alten Laptop sitze, weswegen ich für die Performance die Settings natürlich ganz runtergedreht hatte – ich fand es immer noch ein hübsches Spiel).

Und alleine kommt man, zumindest zu Beginn, auch ganz anständig zurecht. Ich hatte zumindest die ersten 15 Level absolut keine Schwierigkeiten, lediglich zwei Story-basierenden Bosskämpfe anschließend haben mich tatsächlich umgebracht bekommen. Mir ist FFXI/XIVs Charakterfortschritt eh immer sympatisch gewesen – es werden geradlinig die Jobs gelevelt, ohne dass man selbst Punkte in Attribute verteilen oder sich zwischen Skills entscheiden müsste. Von daher gibt keine „falschen“ Builds. Was die Belebtheit des Spieles angeht, so war das Wochenende natürlich schon was los, allerding überrannt würde ich FFXIV nicht gerade nennen.

Wie gesagt, ich hatte eigentlich wirklich gut Spaß dabei, mich durch A Realm Reborn zu kämpfen, wäre es f2p würde ich es definitiv weiterspielen, so für Zwischendurch immer mal wieder, wenn mir der Sinn nach dem Questen steht. Aber ja, bezahlen für ein MMO hab ich schon lang aufgegeben, dafür halten die mich nämlich dann letztendlich doch nie lang genug stark genug in ihrem Bann.

Anschließend wieder eine „kleine“ Galerie. Übrigens echt seltsam, wann einen das Spiel Screenshots machen erlaubt, und wann nicht. Charakterkreation ist tabu. Normales Spiel natürlich nicht. Cutscenes sind tabu, außer diejenigen, die es nicht sind (die meisten Story-relevanten Sachen verbieten es):

(mehr …)

Dragon’s Prophet is garbage

ava-1458Dragon’s Prophet ist ein MMORPG, in dem man diverse Drachen fangen und dann reiten/fliegen kann. Also ein Spiel, das wie für mich gemacht ist. Draus geworden ist dennoch nichts, denn das Spiel hat seinen Ruf verdient, der da wäre: Inkompetent gehandelt und im Prinzip immer noch eine schlecht optimierte Beta zu sein.

Das fängt schon bei der Installation an, die für Leute mit langsamer Internetverbindung nicht unfreundlicher sein könnte. Das Spiel downloaded nämlich während der Installation. Das Spiel ist 10GB groß. Das bedeutet, dass es diese 10GB an einem Stück saugen will, und das ohne Unterbrechung, weil es sonst rummotzt, dass man die Installation abgebrochen hat. Das hab ich ehrlich gesagt noch nie gesehen. Alle MMOs, die ich kenne, laden in ihrem Launcher entweder vor der Installation runter und sind dort auch immer unterbrech- und resumbar, oder geben einem einen Torrent um die große Gesamtdatei runterladen zu können. Dragon’s Prophet nicht.

Ich hab das Spiel dann also irgendwann auf meinem Computer, starte, gehe in die Charaktererstellung. Und das Spiel crasht nach 30 Sekunden ohne Fehlermeldung auf den Desktop. Neu gestartet komme ich auch beim zweiten Versuch nicht aus der Charaktererstellung raus, bevor es abstürzt. Ich also mal schnell „Dragon’s Prophet always fucking crashes“ gegoogelt… und es stellt sich heraus, dass dies ein häufiges und bekanntes Problem ist, dass schon seit der Beta von vor einem halben Jahr besteht, aber bisher nicht gelöst wurde. Vorrangig mag das Spiel mal Firewalls gar nicht. Auch 64bit Systeme kann es nicht leiden. Und NVidia Grafikkarten schon mal gar nicht. Neben einer Anzahl anderer Kleinigkeiten, die dazu führen können, dass einem das Spiel permanent irgendwo zwischen 2 Minuten und 2 Stunden Spielzeit die Grätsche macht.

Aber Wunder oh Wunder, ich habe es tatsächlich hinbekommen, dass ich meinen Charakter erstellen und das Spiel starten kann, ohne dass es die Biege macht. Ich werde von einer Opening-Cutscene begrüßt, die auf 20FPS läuft… netterweise aber [Esc] zum Überspringen anbietet. Dummerweise lässt sich anschließend keine der Cutscenes im folgenden Tutorial überspringen, die wenig aussagen, aber schön lange gehen, und das bei 20FPS noch mal verdreifacht und out of synch. Übrigens habe ich nirgendwo im Installationsverzeichnis oder Launcher einen Punkt entdeckt, wo ich die Grafiksettings ändern kann, weswegen ich warten muss, bis die 5 Minuten Lag-Cutscene rum ist, und ich wirklich richtig im Spiel stehe, bevor ich da was ändern kann, um die Performance zu erhöhen. Ich dreh also alle Settings einfach mal nach ganz unten… und das Spiel läuft immer noch auf 20FPS. Ich schraub sogar die Bildschirmauflösung auf 800×600… und das Spiel läuft immer noch auf 20FPS.

Sorry, aber das muss echt ein Performance-/Kompatibilitäts-Problem des Spieles sein, und kann nicht einfach nur daran liegen, dass ich keinen Gaming-PC habe. Den hab ich nämlich tatsächlich nicht, aber mit etwas Rumschrauben in den Settings hab ich auf ihm Problemlos Sachen wie Skyrim, die Assassin’s Creeds, Mass Effects Saints Row, das notorisch frickelige Witcher oder Warframe zum Laufen gebracht, da war ich doch etwas überrascht, dass Dragon’s Prophet so ein großes Problem hat und anscheinend nichts auch nur ein wenig Besserung brachte.

A Very Short Look at Warframe

ava-1451Ein MMO, das ein paar Wellen schlagen konnte, zumindest hab ich es das Jahr über immer mal wieder erwähnt gesehen, außerdem gehört es zu den PS4-Launch-Titeln – und ich hab dann mal die Tage so 2-3 Stunden in die PC-Version reingespielt.

In Warframe spielt man… tatsächlich einen Warframe. Das ist so eine Art Spaceninja in Robotersuit, welche ein stark asiatisches Design haben, so sieht einer der drei Defaults wie ein EVA aus, der andere wie Zeiram, und allgemein könnten die alle gut zu den Cybertruppen in Final Fantasy XIII gehören. Das Spiel ist dabei weniger ein RPG, auch wenn sich sowohl Warframe wie mitgenommene Waffen per Benutzung langsam aufleveln und in einem Materia-esquem System Skills aufgespielt werden können, sondern ist mehr ein Third Person Shooter. Dadurch spielt es sich eigentlich gar nicht mal so anders als ein Mass Effect, wenn man so will.

Was ganz interessant ist, ist die Tatsache, dass Warframe keine offene Welt hat, sondern einzelne Missionsziele, die auch in einer gewissen Reihenfolge gemacht werden müssen, um die nächsten freizuschalten. Was dabei etwas schade ist, ist, dass durch diese futuristischen Raumstationen nach einer Zeit doch die eigentlich schnieke Optik etwas dröge wird, da die Einsatzgebiete zwangsläufig schnell sich sehr ähneln – anscheinend sind sie sowieso aus einem Baukasten random zusammengewürfelt, was dies natürlich nur noch bestärkt. Gegnerarten scheinen sich auch viel zu wiederholen und da nur die drei Starter-Frames umsonst sind, alle anderen zusätzlich kosten, sieht man natürlich auch immer die gleichen Teammitglieder.

Was definitiv ganz interessant war, war auch, dass einen das Spiel automatisch mit anderen Spielern zusammen wirft. Man kann wohl auch einstellen, dass nur Freunde oder man alleine gehen will, aber da es kein besonders gut Solo-bares Spiel ist und ich auch keinen Spieler direkt kannte, fiel das für mich flach. Eine Mission (die alle 2-4 Spieler benötigen) angeklickt, schmeißt einen aber automatisch mit anderen Spielern zusammen, die sie auch gerade machen wollen. Teamwork scheint es hier aber nicht wirklich zu geben. Ich habe nie jemanden sprechen sehen, und die wenigen Male dann auch noch in Russisch, und alle meine „Teams“ haben sich immer sofortig voneinander getrennt – einige zum Looten aller Sachen in die vier Himmelsrichtungen verstreut, andere gehen geradlinig gen Missionsziel. Man rennt also entweder schnell hinter jemandem her, oder darf sich alleine mit den Gegnern rumschlagen. Auch fand ich ehrlich gesagt die Missionsmarker, wohin als nächstes gehört, nicht immer ganz eindeutig.

Ganz interessant so in den Grundzügen fand ich das Spiel schon. Ich könnt mir vorstellen, dass immer mal wieder für nur wenige Missionen zu spielen, bevor sich die Monotonie einstellt – besonders wenn man Freunde hat, die es auch spielen, mit denen man dann tatsächlich in Gruppe kämpft.

Wizardry Online [#3]

wizonline11

Überraschend bin ich nicht sofort, nachdem ich Soul Rank 2 hatte, und somit zum Abschluss fürs PvP freigegeben wurde, an der nächste Straßenecke gemeuchelt worden. Apropos Soul Rank 2, dies war es, was die Arcanum-Leute von mir wollten, um in ihr Story-Dungeon gelassen zu werden. Da jenes ab Level 7 ist, bin ich aber doch lieber erst mal ins Level 5er Kaoka Parrej Ruins.

Die sehen ganz cool aus, so als verlassener Dschungel-Tempel. An Gegnern springen mir hier hauptsächlich mal Insekten und fleischfressende Pflanzen entgegen, eigentlich alles nicht allzu schwer zu besiegen, dafür ist ganz typisch für Dschungeltempel aber auch um jede Ecke eine Falle. Mein erster Tod war dann auch eine explodierende Kiste. Hier sind auch die zwei NPCs, die ich brauche, um die Quests des dysfunktionalen Ehepaares zu beenden, die mir die Gegenstände aber erst geben, wenn ich die richtige Grabinschrift hier gefunden habe. Auch die Gargoyles, die zu den Bossräumen führen und dann anschließend das Weiterkommen freischalten, wollen natürlich mal wieder, dass ich mich Puzzle-mäßig betätige. Der erste davon will einfach einen Stein, den ich bekomme, wenn ich die Riesenfliegen umbringe und ihre Überreste an die NPC-Fliegenfallen verfüttere.

Surprisingly pretty

Surprisingly pretty

Letztendlich habe ich so hinter dem ersten Gargoyle ein freundliches Monster entdeckt, welches von mir einen Gegenstand gesucht haben wollte. Und eine Truhe mit einem Siegel, aber nicht jenes, zu dem ich den Schlüssel schon geraume Weil mit mir herum trage. Den Schlüssel für die hier hab ich dann auch hier gefunden, war aber nur Mist drin. Item gefunden und zum NPC-Monster gebracht, kann ich nun auch hinter den zweiten Gargoyle. Während in den Sewers das Voranschreiten noch recht geradlinig war, sind hier die drei Gargoyles alle nah beieinander und führen in Dead End Gebiete, die jeweils die Lösung für einen anderen Gargoyle parat halten. Ach ja, den richtigen Grabstein, um die arme Ehefrau zu beglücken, habe ich letztendlich auch gefunden gehabt. Das Quest ihres Mannes ist weiterhin aktiv geblieben und konnte später immer noch beendet werden. Den Gegenstand für den dritten und letzten Gargoyle gab es dann natürlich im Bereich hinter dem zweiten bei den Kobolden. Petroleum war dort auffindbar. Damit zurück zur Statue und… kein Weiterkommen, weil ich es noch entzünden muss. Die Fackeln an den hiesigen Monumenten zählen anscheinend nicht, also zurück zu den Kobolden und einen Random Drop abwarten. Boss war dann ein Kobold-Anführer, der mich auch zwei Versuche gekostet hat. Anschließend den schwarzen Orb genommen und Dungeon Clear erhalten. Als nächstes dann wohl jetzt ins Level-7-Dungeon (ich habe bereits ein weiteren Zugangsschein überreicht bekommen, für eines auf Level 11, wird wohl wie das hiesige ein Nebending sein).

Not so surprisingly ugly

Not so surprisingly ugly

Mittlerweile hab ich dann auch endlich gecheckt gehabt, dass die Gebietsfallen tatsächlich Auslöser haben, die ganz genau hingeschaut als kleiner roter Punkt zu sehen sind, also durchaus umgangen werden können. Und schon werde ich in der Tempelruine nicht mehr an jeder Biegung von Pfeilen durchlöchert. Dafür gibt es jetzt sogar Kletter- und Sprungpassagen. Was sich Wizardry Online nicht alles einfallen lässt, um die Verlieserkundung nicht langweilig werden zu lassen. Und ich muss sagen, ich bin echt weiterhin voll motiviert dran am langsamen Erkunden der Lokalitäten, entdecken der versteckten Dinge hier und dort. Ein wahres Gottesgeschenkt hierbei, falls man sich doch wieder zu weit voran gewagt hat und weit von Heilbrunnen und Widerbelebungsstatuen entfernt in der Klemme steckt, ist der Instant Warp in die Stadt, den man alle 12h benutzen kann. Allem „Permadeath possible, PvP everywhere, no Auto-Regen“-Zeug zum Trotze ist Wizardry Online nämlich doch ziemlich fair zu einem.

The Last Guardian

The Last Guardian

Wizardry Online [#2]

wizonline07

So, das erste Dungeon, Cligrase Sewers, ist beendet. Hat mich bis auf Level 5 gebracht. Ab nun brauchts 2.5k Erfahrungspunkte und so ein Gegner hier gibt 15, ist also an der Zweit weiter zu ziehen. Das nächste Verlies, für das ich den Schlüssel hier drinnen gefunden habe, ist praktischerweise auch ab Level 5 betretbar, somit wussten die Macher schon ungefähr, auf welchem Level man es wohl hinter sich bringen wird.

Drin waren jede Menge Beetles und Zombies und Kobolde und Highway Men, also die übliche Wizardry-Monster-Flut. Und tatsächlich ein paar Puzzle. Sprich in entlegeneren Ecken Gegenstände finden, die an manchen Stellen den Weg weiter öffnen – verbunden mit einem instanzierten Bossraum. Davon gab es letztendlich drei in den Sewers. Auch einige Fallen waren da, wie Gifträume oder explodierende Truhen (eine davon OHKOte mich – immerhin bekommt man eine Erfolgs-%-Chance angezeigt Schatzkisten zu entschärfen, sowie häufig ein !, wenn der Charakter eine Falle schnüffelt). Und netterweise jede Menge Statuen, zu denen man beim Tod als Seele rennen kann, um widerbelebt zu werden, von denen ich auch mehrmals Gebrauch machte. Sowie zwei weitere Heilbrunnen, die im Gegensatz zu jenem zu Beginn aber Geld kosten. Und sogar ein netter Shortcut vom Endpunkt zurück nahe des Eingangs für schnelle taktische Rückzüge und feige Fluchten.

Story Exposition Time

Story Exposition Time

Neben neuer, besserer Rüstung, die ja erst identifiziert gehört, hab ich auch einen Schlüssel gefunden. Dessen Beschreibung sagt mir, dass er ein spezielles Symbol hat und wohl in eine Schatzkiste mit dem gleichen passt. Die gefunden habe ich aber noch nicht. Vielleicht geh ich also noch mal in die Sewers zurück. Die optionalen Nebenmissionen (übrigens getimed) hab ich sowieso noch nicht alle abgeschlossen dort. War aber wie gesagt ein echt nettes Erlebnis, dieses Dungeoncrawlen so in Third Person und mit Action-orientierten Kämpfen. Ein Offline-Game im Sinne von Wizardry Online würde ich sofort kaufen. Vielleicht sollte ich From Softwares Souls-Serie doch erneut einen Blick gönnen.

Nach dem die Hauptmission in den Sewers rum war, gab es auch gleich zwei NPCs, die mich sehen wollten. Einer ist ein Gelehrter in der Magistry of Arcanum, der mir etwas mehr Plot aufgedrückt hat. Anscheinend gab es ein Projekt, die Kanalisation wieder auf Vordermann zu bringen, bei der man die Dragoon Ruinen (untergegangene Zivilisation und so) entdeckte, auf Monster stoß und einen ordentlichen Mana Drain hatte. Also soll ich da mal vorbei schauen, aber erst, wenn meine Stats besser sind. Von daher nehm ich mal an, dass ich noch ein paar Level vorher zulegen muss.

Soul Rank up! Your prize is permadeath!

Soul Rank up! Your prize is permadeath!

Ein paar Sidemissions scheinen unterschiedliche Lösungsansätze zu haben. Beispielsweise hat mich eine Frau in der Stadt beauftragt, die Zutaten für einen Liebestrank zu holen, um ihren trinkenden und untreuen Ehemann wieder auf Schiene zu bringen. Den hab ich dann in der Taverne getroffen, wo er eine Zutat haben will, um seine aufbrausende Frau gefügiger zu machen. Annehmen konnte ich beide Aufträge, ist natürlich jetzt fraglich, ob ich auch einfach beiden aushelfen kann, oder mich für einen entscheiden muss.

Außerdem hat mich eine Wahrsagerin angesprochen und meinen Soul Rank erhöht. Nun kann ich bis Level 15 kommen und mit anderen Spielern Gegenstände tauschen. Dafür ist beim Rank-1-Noob-Schutz aber dahin. Sprich andere Mitspieler können mich jederzeit und überall – auch in Städten – PvPen und die Wiederbelebung ist nicht mehr auf 100% Erfolgschance gelocked. Permadeath des Charakters ist also ab nun eine mögliche Realität. Das wird noch spaßig.

Not about me, actually.

Not about me, actually.

Wizardry Online

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Vor einigen Jahren hat man in Japan die Wizardry Renaissance angekündigt. Der Titel ist etwas fehlleitend, war Wizardry dort drüben doch nie so wirklich weg vom Fenster – in den 2000ern gab es mehrere Vertreter, der letzte 2 Jahre vorher. Daraus entstanden sind letztendlich je zwei Spiele für DS und PS3, von denen lediglich Labyrinth of Lost Souls im westlichen PSN aufgeschlagen ist. Und, wesentlich mehr unterm Radar geflogen, bzw. sogar noch mehr, ein MMORPG. Ja, tatsächlich, es existiert ein Wizardry Online, seit Beginn diesen Jahres sogar in Non-Moonspeak (Japaner spielen seit Ende 2011).

Reroll, Reroll everywhere!

Reroll, Reroll everywhere!

Ich hab mich also mal ran gewagt. Und ja, es ist doch mal so was von einem Wizardry. Natürlich nicht 1st Person, rundenbasiert und mit nur einem Dungeon, a.k.a was Wizardry in Japan eigentlich bedeutet, aber es ist doch verdammt nahe an der Serie. Character Creation lässt dann direkt die Wahl zwischen den üblichen Rassen: Mensch, Elf, Dwarf (Male only), Gnom (Female only) und Porkul a.k.a Hobbit (sehen aber aus wie Tarutarus). Inklusive Stat-Bonuspunkte rollen direkt zu Beginn. Je nachdem, wo man die dann reinsteckt und welche von den drei Gesinnungen gewählt wird, stehen dann die üblichen Fighter, Priest, Mage und Thief als Job zur Auswahl. Die Optik lässt sich leider nicht sonderlich viel ändern, je 5 Gesichter, Frisuren und Haarfarben stehen nur zur Auswahl, am Körper kann nichts verändert werden. Geht also schon Mal davon aus, im Doppelgangland zu sein.

Cozy dungeon you've got there!

Cozy dungeon you’ve got there!

Dann also rein ins Spiel und erst Mal für ein Wizardry erstaunlich viele Erklärungen und Tutorials über sich ergehen lassen. Die Cutscenes sind dabei besonders schmerzhaft, mit ihren langen Kamerafahrten, die nichst wichtiges zeigen und dem extrem langsam scrollenden Text, wenn jemand spricht. Stadt und NPCs haben all jene Funktionen drauf, wie in jedem anderen MMORPG ever auch.

Hammer that attack button!

Mandatory in everything these days: Zombies

Interessant wird es erst wieder im Dungeon, lassen die nämlich tatsächlich Wizardry-Feeling aufkommen, wenn auch in Third Person und mit Action-Kampfsystem. Die Schauplätze sind dunkle Kerker, bestückt mit Fallen, Schatztruhen ebenso, Monster respawnen schnell. Aufgelevelt wird nicht automatisch, sondern erst bei Übernachtung bzw. trinken aus dem Heilbrunnen zu Dungeonbeginn (limitiert auf 5 Schlucke), inklusive Möglichkeit auf Statusverlust. Wer stirbt wird in eine Schattenwelt a la WoW verfrachtet und muss die Statue finden, die einen Wiederbelebt. Währenddessen können einen Walker-Gegner angreifen. Je mehr man angegriffen hat/länger brauchte, um bei der Revive-Statue anzukommen, umso niedriger die Chance auf Erfolg (was durchs Offerieren von Geld und Equip wieder erhöht werden kann). Geht die Widerbelebung schief, wird man zu Asche, geht deren Widerbelebung auch schief, heißt das Permadeath! Oh Wizardry! Während der Körper so tot am Boden liegt, können andere Spieler einen übrigens Ausrauben und PvP geht auch jederzeit und überall. Allerdings ändert das die Gesinnung und zu „rote“ Spieler werden in Städten von Wachen angegriffen und bekommen ein Kopfgeld für andere Spieler zum Einsacken aufgedrückt. Gefundene Ausrüstung ist unbekannt. und darf gegen teuer Geld erst mal identifiziert werden. Health Auto-Regen? Pfft, not in Wizardry.

Lost 1 INT you dummy

Lost 1 INT you dummy

Sieht auch soweit ganz hübsch aus. Ich mein, nicht Speerspitze oder so, sondern kaum über einem hübscheren PS2-Spie, was Japan-üblich unter massig Bloom verborgen werden will, aber alles ist doch recht nett anzusehen und geht eh mehr nach Atmosphäre denn sonst was. Sprich alles ist recht ausgewaschen, auch in der Sonnendurchfluteten Stadt gibt es also keine starken Primärfarben und die Verliese sind eben solchige, mit Skeletten hier, Speerspitzen da, Brackwasser dort und obendrüber ordentlich Nebel, der die Sicht erschwert.

We can help. For outrageous prices.

We can help. For outrageous prices.

Ach ja, die Handlung ist die Wizardry-übliche Entschuldigung, viele austauschbare Abenteurer in Dungeons zu locken. Das Mana erlischt, was gar nicht gut ist, also wollen die Obigen herausfinden, was daran schuld ist. Da aber die Eliteeinheiten auch gegen die Monster abstinken, lässt man nun eben jeden, der sein Glück versuchen will, unter dem Versprechen von Ruhm und Reichtum, rein. Wizardry Online geht allerdings sicher, dass man dennoch Quests erfüllt, weil nur jene das Soullevel steigen lassen, welches Caps aufs reguläre setzt (Soul Rank 1 beispielsweise lässt einen nicht über Level 7 – dafür sind PvP und Revive-Fail noch ausgeschaltet).

Welcome to Illfalo Port

Welcome to Illfalo Port

Rundumgesehen, vom ersten Eindruck ein paar weniger Spielstunden zu Beginn her (ich hab noch nicht mal das erste Dungeon komplett beschritten bekommen): Absolut Wizardry Online. Eben nicht einfach irgendein Standard-MMO, welches den Franchise-Namen aufgedrückt bekommen hat, sondern hier hat tatsächlich jemand sich Mühe gegeben, Wizardry-DNS in das bekannte MMORPG-Gerüst zu injizieren. Fies wird es bestimmt später noch ordentlich, aber momentan find ich es echt interessant und motivierend. Ein wenig ins Dungeon vordringen, bis man nicht mehr kann, schnell zum Heilbrunnen zurück und dann erneut rein… ganz Dungeoncrawler-ish eigentlich.

RaiderZ ObZervation

RaiderZ hat etwas, was sie eine dynamische Welt nennen. Im Grunde bedeutet dies, dass einige Monster mit der Zeit ausgewechselt werden. Case in point: Auf niedrigem Level sprangen im Startareal recht harmlose Wildschweine rum. Ein paar Level später von der nahen Ruine zurückgegangen und plötzlich sind das ganz andere, viel schwerere und aggro Schweine. Außerdem gibt es hier und da Sachen, die ich als Waffe missbrauchen kann. Im befeindeten Piratennest beispielsweise kann ich eine Kanone aufheben und als Waffe nutzen, oder die Tunfische, die ich den Trollen aus der Hand schlagen kann. Bei den Steinmonumenten konnte ich mir auch ein Blessing holen, welches mich in einen Steinwächter verwandelt hat, was die Quests in der Ruine echt erleichterte.

Zunächst hab ich dann erst Mal die Quests um die Starterstadt, eigentlich ein Piratennest rund um ein Schiff, abgehandelt. Das gipfelt darin, dass der falsche Archäologe mit Hilfe der befeindeten Piraten einen Crawler, eines jener Riesenmonster, beschwört. Das war eigentlich ein recht episches Ende für die Questchain hier, dauert der Kampf doch tatsächlich mehrere Minuten und fordert einiges an Dodge-Können ab. War recht spaßig, dass Vieh erledigt zu bekommen. Da es ein instanzierter Quest-Boss ist, sprich in einem Gebiet, wo nur ich hinein gewarpt werde (ein Mirror des Piratennestes, nur halt unter Angriff), musste ich ihn nämlich alleine erledigen.

Bisher spielt es sich eigentlich echt super angenehm. Mit allen Quests gemacht hat man eigentlich immer das richtige Level, um im nächsten bestehen zu können und die Materialien zum schmieden neuer Rüstung sind auch nicht schwer zu bekommen. Zumal es sehr streamlined ist, es gibt nie einen Overflow an Quests, der einen die Übersicht verlieren lässt, nie mehr als ein oder zwei neue Rüstungssets alle paar Level und eine von jeder Waffenart zu schmieden, beim Level up wird je ein Punkt in den überschaubaren Skilltree investiert, Statuswerte selbst verteilen ist nicht. So gesehen sehr „casual“ ein Spiel, wie man dies heutzutage gern bezeichnet. Lässt sich auch locker mal für nur eine Stunde oder so spielen, statt der extreme Time Waster zu sein, gar ein Grindfest, wie man das gerade koreanischen MMORPGs gerne nach sagt (und was früher sicher nicht verkehrt war, mittlerweile aber etwas überholt ist).

zolo victory!

Stellte sich natürlich auch die Frage: Wie lange will ich es noch spielen? Immerhin ist es eine Closed Beta, was bedeutet, dass alle Charaktere gelöscht werden, bevor das Spiel wirklich eröffnet wird. Da lohnt es natürlich auch nicht, sich wirklich weit zu bringen, eigentlich. Na ja, am nächsten Tag tauchten dann beim Einloggen die Server auch prompt nicht auf, was wohl ein Hint war, ich solle aufhören. Später hab ich es dann allerdings noch Mal kurz angemacht, nur um mir die nächste Stadt anzusehen bzw. die erste richtige. Aus dem Startergebiet raus, ist die doch wesentlich größer und hat viel mehr Quests zu bieten, allerdings wie üblich natürlich hauptsächlich Geviech in einer gewissen Anzahl töten, Items sammeln oder zwischen den NPCs hin und her geschickt werden, womit man gleich auch die Crafting-Möglichkeiten gezeigt bekommt. Nämlich nicht mehr nur Equip sondern beispielsweise auch neu nun auch Essen.

Dennoch, ich hab dann mal beschlossen, es gut sein zu lassen. Werde ich das Spiel erneut aufgreifen, wenn es richtig los geht? Aber auf alle Fälle.

ze pompouz new zity

RaiderZ ImpreZZion

RaiderZ, koz poor literacy is kewl. Das Teil ist ein neues MMORPG, dessen westliche Version gerade in der Closed Beta ist. Schwer reinzukommen scheint allerdings nicht zu sein. Mir hat jemand einen seiner zwei Beta Keys gegeben, die er über hatte, und nach der Registrierung find ich in meinem Postfach auch eine Mail mit zwei weiteren Keys. Anscheinend schmeißen die also noch quasi unbegrenzt mit denen um sich. Würde erklären, warum ich nach der Charaktererstellung den Abend erst Mal nicht ins Spiel kam, da der Server voll war und wohl einige das Problem und zwar häufiger haben. Zu viele Beta Player auf zu wenig Server.

Charaktererstellung ist übrigens ziemlich limitiert. Es gibt zwar eine Handvoll Gesichter, Haare und Farben, jedoch beispielsweise keinerlei Möglichkeit, die Statur des Charakters zu ändern. Dafür kann man von den über 20 Tattoos die Größe, Farbe, und Position auf dem Gesicht wählen. Jobklassen gibt es auch nur 4. Auch echt limitiert ist die Performance-Einstellung – das Spiel startet immer im Vollbild und ich kann es weder auf windowed stellen, noch die Resolution ändern. Genau genommen ist nur Low/Mid/High Performance wählbar, selbst irgendwo an den Grafiksettings lassen die mich nicht spielen. Oder am Sound. Das ist echt strange.

zuzpiciouzly ztylizh archeologizt

War dann aber doch nur falscher Alarm, sobald man dann (wie ich am nächsten Morgen, wo dann die ganzen Amis im Bett waren) doch ins Spiel rein gekommen ist, lässt sich das natürlich dann doch umstellen. Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Wie spielt sich RaiderZ? Wie so viele neuere MMORPGs versucht es weg vom langweiligen „Links klicken für Auto-Battle und alle Skill-Hotkeys ein Mal durchgehen“ weg zu gehen und etwas mehr Action und Skill in die Sache zu bringen. Ich nahm einen One-Handed User, sprich ich hab ein Schwert und ein Schild zur Verfügung. Links klicken lässt mich nun schlagen, mehrmals eine Kombo ausführen, W+links einen stärkeren Schlag nach vorn, Rechts klicken gehe ich in eine Defensivposition und Shift und WASD lässt mich in jene Richtung dodgen. Monster telegrafieren dann natürlich entsprechend ihre Attacken. Es spielt sich also etwas Monster-Hunter-inspiriert.

one of ze big monzterz

Vor allem dann, wenn es weg von den normalen MMO-Monstern, wie Bären, Echsenmännern und Wildschweinen geht, die die hiesigen Startwälder bevölkern, und dazwischen immer wieder wesentlich größere auftauchen, die ordentlich reinhauen können. Da ist es dann doch sehr wichtig zu sehen, wann sie eine Attacke machen und entsprechend aus dem Weg zu springen. Dankenswerterweise kann jeder Spieler mitmachen beim Monsterverprügeln und jeder Beteiligte bekommt die Belohnung dafür. Sprich man kann aushelfen und zusammenarbeiten, ohne restriktiven Partyregeln auferlegt zu werden. Zusätzlich können übrigens Schläge den Gegnern auch Teile abschlagen, die zusätzlich gelootet werden können.

*de de-de de-de de-de-de de de* wark

Sprich es spielt sich sogar tatsächlich überraschend dynamisch und alles und ich hatte die erste Stunde zumindest recht viel Laune dabei, die anfänglichen Quests zu erledigen, obwohl es natürlich das übliche „Töte X von Monster Y“, „Sammle X von Item Z“, „Bring eine Nachricht zu Charakter A“ war, aus denen MMO-Quests nun Mal bestehen. Recht hübsch anzusehen ist das Ding auch, als asiatisches MMO gibt es einem nicht mehr die geringste Chance, einen hässlichen Charakter zu erstellen oder als NPC zu sehen zu bekommen und die Welt ist sehr nett designt und hell, fast pastellig, gerade wenn man die Bloomeffekte und so nicht aus hat.

A Week With Aion

Ah, Aion, eines der Hype-MMORPGs, als es damals vor 2 oder 3 Jahren gestartet ist. Und für wie extrem besprochen es Pre-Release war, umso stiller war es dann kurz nachdem man es wirklich spielen konnte. Und nun hat es den Sprung gemacht, den unweigerlich jedes MMORPG machen muss, das nicht World of Warcraft heißt: Free to play till it dies. Eigentlich wollte ich wieder der Snobby Gamer sein und der populären Wahl den Rücken kehren, stattdessen das ebenfalls kürzlich f2p gegangenen Star Trek Online etwas zocken… aber das klickt mit mir mal gar nicht, also doch Aion.

Day 0:

Wow, bis das alles gedownloadet und installiert hat, dauert es aber schon ganz schön lang, eh? Da kann man ja nebenbei die komplette Herr der Ringe Trilogie im Extended Cut schauen und sich durch Krieg und Frieden lesen, vielleicht noch schnell eine Krebsheilung entdecken.

Hmm… weißer Engel oder schwarzer Engel? Schwarz ist natürlich cooler, also zusammen gestellt… und erst vorm Abschicken entdeckt, dass der so komischen Rückenpelz hat. Bah, doch lieber ein weißer dann (muss ja meinen seit Pokemon Weiß geprägten Rassismus auch beibehalten). Gibt schon echt viele Optionen zur Auswahl… oh, zusätzlich sogar noch einen Advanced-Tab, na was geht dann da noch alles? Christ on a Cracker, so viele Sachen, die man wahrscheinlich ingame dann sowieso kaum wahrnimmt hab ich bisher nur bei WestRPGs ändern dürfen. Aber nie gemacht, das dauert mir viel zu lang, lieber einfach ein wenig bei den Standardsettings rumgespielt, bis mein weißhaariger Warrior fertig war. Wie ich dann auch schnell im Spiel merken durfte, sind weiße Haare und so ein grau-blauer Teint wohl eher die unoriginelle Wahl gewesen.

Dann hab ich ein paar Stunden gequestet. Grundsätzlich alles Variationen von „Besieg für mich X von Monster Y, weil…“. Allerdings ist es nett, dass es ständig viele aktive Questgeber gibt, für diejenigen, die beim Monstergrinding ein Ziel vor Augen haben müssen, statt die von sich aus zu metzeln. Und sonderlich schwer ist es Solo bisher auch noch nicht. Und da von NC „Lineage II“ Soft, sieht’s natürlich auch recht hübsch aus. In der Theorie zumindest, ich hab die Settings zwecks Laptop-Überhitzungs-Freundlichkeit nach einem kurzen Einblick lieber wie immer auf die niedrigeren Stufen gedreht. Da sieht es dann aus, wie jedes andere MMORPG auch :D

Immer tiefer in die Wälder ging es, inklusive ein paar Flashbacks in mein früheres Ich (Aions Handlung ist Klischee 101: Die Welt war mal ein supertolliges Happy Place, wo sich alle lieb hatten, bis sie dann zerbrach und die beiden geflügelten Rassen gegeneinander zu kämpfen begannen. Wir sind ein Krieger, der ausgeknockt wurde und nun mit Amnesie geschlagen ist). Am Ende der ersten Questline sind wir dann Level 10 und haben den Aufstieg vom Anfängergebiet zum Dreh-und-Angelpunkt des Sanctums geschafft. Außerdem von Warrior auf Templar promoviert (Gladiator wäre die andere Wahl gewesen).

Ein paar Titel sind auch eingesteckt, wobei ich die Auswahl zwischen Tree Hugger und Animal Lover jetzt wenig begeisternd finde. Ansonsten… schaut, als würde es nun los gehen, nehme ich mal an.

Doing them Quests. Also mit neuem Equip wird man in Aion aber schon ganz schön tot geschmissen. Ich hab mir zumindest bisher noch nichts Neues kaufen müssen, da ich immer alle paar Level ein paar neue Ausrüstungsgegenstände im Gepäck hatte. Schon praktisch.

Interessant übrigens, dass Aions großer Selling Point die Flügel waren. Besser gesagt, dass man sie hier nicht nur als Deko trägt, sondern sie tatsächlich zum Fliegen nutzen konnte (in Flyff konnte man zwar auch schon fliegen, aber wenn’s nicht mit Engelsschwingen ist, interessiert das ja nich). Das ist dahingehend interessant, als das es überraschend unwichtig ist bisher. Mit Beendigung der Ascension-Quests, die mich zum Sanctum brachten, hab ich nun auch die Flügel bekommen. Darf aber nur in besonders dafür ausgezeichneten Zonen fliegen und das gerade mal für eine Minute. Ganz großes Kino. Alle paar dutzend Level bekommt man wohl tolligere Flügel, aber die hauen da auch nur noch je dreißig weitere Sekunden drauf. Und das Abyss PvP ist wohl im Flug. Aber so wirklich ein großes Ding ist die Fliegerei in Aion nicht.

Mein erster Besuch im Sanctum war recht kurz, da ich mich fast sofort tot gefallen habe und zum Startareal zurück gewarpt bin, von dort aus direkt ins nächste Einsatzgebiet zum Questen ging. Jetzt hab ich das Sanctum doch noch mal besucht, die ganzen unterleveligen Quests, die ich dadurch übergangen bin, aktiviert und habe so auch endlich ein Pet eingesteckt. Eine pinke Kröte… wenigstens mit Flügelchen ist sie ganz niedlich, nehm ich mal an.

Eine Woche Aion ist nun also hinter mir. Habe jeden Tag so 1-2 Stunden gespielt, was genug ist, um durch ein Ys oder Metroidvania zu kommen, aber in einem MMORPG natürlich einen Scheißdreck darstellt. Level 14 habe ich erreicht, drei Gebiete gesehen und in jenen reichlich gequestet. Ich gehe mal davon aus, dass es tatsächlich ein ganz chilliges Erlebnis ist, einfach alle paar Tage mal für ein Stündchen so ein bisschen Errand Boy und Monster Exterminator zu spielen, zum Abschalten eben ganz nett… aber mein Problem bei MMORPGs ist halt immer, dass früher oder später die nagende Stimme im Hinterkopf mich dran erinnert, wie viel andere Offline-Spiele ich in der Zwischenzeit alle hätte erledigen können. MMOs haben allerdings nebenher noch die soziale Komponente, in die ich hier gar nicht erst reingeschnuppert habe. Bekanntermaßen ist es in f2p-MMOs allerdings nicht ganz so einfach, brauchbare Mitspieler zu finden (abgesehen davon, dass man dann auch wesentlich mehr Zeit im Spiel verbringen muss, um Schritt zu halten) – wobei mir bei Aion jetzt kein trolliges Verhalten, Shout-Gespräche oder ständig nerviges Random-Inviten aufgefallen wäre. Scheint also oberflächlich ganz brauchbar zu sein (kann sich aber noch ändern, wenn es etwas länger f2p ist, zumal die Amis erst nächsten Monat darin einsteigen). Ich kehre Aion wohl nun den Rücken zu, ganz nett war es allerdings schon, wenn auch unbesonders.