Gaming Quickies

Ich habe im letzten Jahr auch ein paar Spiele gespielt, über die es eigentlich nichts zu schreiben gibt, über die ich aber dennoch was schreiben will. Macht das Sinn? Muss ich überhaupt Sinn machen, auf meinem privaten Gedankenblog zum unaufhaltsamen Multimedialkonsum? Die Antwort ist: Egal. Da ich zumindest ein paar Worte zu den Machwerken loswerden wollte, hier also mal wieder ein Quickie-Post.

Blush Blush:
Als ich mich in Dating Sims verloren hatte, und als gerade die ersten Corona-Regeln plötzlich viel unverhoffte Freizeit brachten, bin ich mal dieses Spiel angegangen. Denn es ist eine Mischung aus Dating Sim und Clicker. Zwei Sachen, die überraschend süchtig machen, aber irgendwie auch gar nicht zusammenpassen. Was nämlich süchtig macht ist die übliche Clicker-Sache. Zahlen beziehungsweise die Affinität der Jungs zu einem immer höher gehen sehen, dann zu resetten, um noch effizienter den Loop von vorn zu beginnen. Das lässt einen schnell wiederkommen. Das ist alles ganz nett in Dating-Sim-Tropes eingebunden und nimmt sich auch nicht sonderlich ernst. Aber eigentlich funktioniert eben genau jener Reset nicht mit Dating Sims. Die Interaktionen mit den Charakteren bleiben sehr oberflächlich, und verlieren durch ihren Reset an Wert, man fängt an die Sprechblasen zu ignorieren und klickt stattdessen halt möglichst schnell durch alles durch. Clicker und Dating Sim sind keine sonderlich gegenseitig bereichernde Beziehung.

Townscaper:
Ein Städtebauspiel, aber als absolute casual Erholungstherapie. Denn hier gibt es kein Budget, keine sozialen Einrichtungen, keine Bevölkerungszahlen. Stattdessen wählt man einfach aus, wo im endlosen Meer man einen Block in welcher Farbe hinbauen will. Das Spiel generiert dann ein Inselchen mit einem Haus. Direkt daneben ein weiteres Gesetzt und daraus wird ein Doppelhaus. Dann eine verbundene Hausreihe. Stattdessen oben angebaut wird ein Merhfamilienhaus oder gar ein Turm daraus. Townscaper generiert für einen die Optik der Stadt je nachdem, wie und wo man neue Dinge hinpflanzt automatisch. Kein Ende oder Zielvorgaben in Sicht. Einfach nur so ein wenig entspannen, bis man mehr oder weniger schnell gelangweilt ist und genug hat.

Morningdew Farms:
Ein Gay Farming Sim? Klingt wie für mich gemacht. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass das ganze Ding unglaublich flach ist. Es ist kein Harvest Moon light. Saat wird eingekauft, mit einem Klick automatisch in den Acker gepflanzt und X Tage später mit erneut einem Klick geerntet. Keine echte Feldarbeit nötig. Abgesehen davon bekommt man durchs Beerensammeln oder Fischen, die genauso uninvolviert sind, genug Geld, um die Farm auszubauen. Beispeilsweise für einen Hühnerstall, dessen Hühner automatisch Eier produzieren statt gepflegt werden müssen. Oder für das größere Haus, um heiraten zu können. Mehr Ausbauten gibt es nicht. Gleichzeitig darf man natürlich Visual Novel Style mit den holden Dorfburschen flirten, worunter für jeden was dabei sein soll. Ob nun schüchterner Twink, oder kerniger Bad Boy, oder freundlicher Bär (im Sinne von übergewichtig), Werwolf (im Sinne von tastächlich Werwolf). Leider dauert es erneut nur wenige Szenen mit offensichtlichen Antworten, um die Kerle zuerst ins Bett und dann für sich gewonnen zu kriegen. Ich hatte mich ein mal durchs Dorf geschlafen, dann mit dem Bad Boy angebandelt, ihm aber gesagt, dass ich eher für offene Beziehungen bin. Und damit gab es dann nix mehr im Spiel zu tun. Seine Meinung ändern und doch was Festes draus machen oder einen anderen Kerl heiraten zu können schien nicht drin. Und so endete das unspektakuläre Spektakel mit dem gleich lauen Lüftchen, das durchs ganze Spielerlebnis wehte.

Mister Versatile:
Ein Gay Superhero Visual Novel. Dem ich ja schon deswegen Goodwill mitbringe, weil es sich eben korrekt als ein Visual Novel benennt statt wie die meisten westlichen Indies dieser Art fälschlich sich als Dating Sim zu bezeichnen. Das Spiel ist sehr kurz mit einer immer fast gleichen Handlung, die man wahrscheinlich nach spätestens 2 Stunden zum ersten Mal beenden wird. Die Variablen sind lediglich welchen der fünf anderen Superhelden im Spiel man wie begegnet. Spätestens beim dritten Ficken muss man sich nämlich dann doch mal für einen davon entscheiden. Ich fand das Spiel jedenfalls ne ganz nette kurzweilige Zerstreuung. Die hauptsächlich dafür gut ist ein wenig Spaß zu bringen, weil sie sich über Superhelden und ihre Tropes ein wenig lustig macht, aber netterweise nicht in der übertrieben nervtötenden Art, sondern schon ganz charmant rüberkommt. Und natürlich auch einige Sexy Times im attraktiven Charakterdesign bereithält. Somit ein zweierlei spritziges Erlebnis. Jake ist Best Boi btw.

Cats Organized Neatly:
Erneut ein schön chilliges Spiel für die Zerstreuung nebenbei. Der Puzzler führt immer mehr Katzen ein, die in unterschiedlichen Formen kommen. Wir wissen ja alle, dass Katzen eigentlich getarnter Eldritch Horror ist, der sich in jegliche Stellung bringen kann und sich aus jener nicht wieder herausholen lässt. Nun geht es halt einfach darum, in einem vorgegebenen Feld diese Katzen so hinzulegen, dass alle darin Platz finden. Was mit immer extremeren Formen des Spielfeldes wie der Katzen natürlich beständig schwerer wird. Wie gesagt, mal spaßig nebenbei, wenns nichts Großes sein soll, aber dennoch ein bisschen getüftelt werden darf.

AC New Horizons: Pumpkins & Mushrooms (Day 192-255)

Kürbismonat Oktober war angebrochen. Und an dessen Ende stand natürlich Halloween an. Weswegen Jack direkt eine Nachricht schickt, man solle sich vorbereiten, und sogar sein Portrait hinzufügt. Wie nett. Auch schön ist, dass die Deko beim Nook Shop aufbereitet wurde und über den Monat hinweg auch die Stadthalle langsam mitgemacht hat.

Kürbisse konnten diesmal sogar selbst angebaut werden. Leif und die Nooks haben Pflänzchen verkauft, die dann alle paar Tage Frucht getragen haben. Zwischen einem bis drei Kürbissen, je nachdem, wie häufig sie gewässert worden waren. Die sind wichtig für die neuen DIYs und natürlich deren Kolorierungs-Varianten. Denn neben den normalen orangenen wuchsen seltener auch mal gelbe, weiße oder grüne Sorten. Was ich hier auf jeden Fall super toll geregelt fand, war, wie man an diese neuen Gegenstände gekommen ist. Denn jeden Tag kann man ja einen Bewohner in seinem Haus ein DIY machen sehen, der einem dann ein Rezept überreicht. Und im Oktober waren das eben häufig auch die Kürbis-DIYs, statt wie sonst immer auf Flaschenpost und Ballons hoffen zu müssen. Zusätzlich gab es die fertigen Möbel sogar bei den Nooks in der saisonalen Ecke direkt zu kaufen. So sollte das mit denen immer sein wenn ihr mich fragt.

Auch gab es Süßigkeiten zu kaufen, die für Halloween an sich wichtig wurden. Allerdings nur ein Stück pro Tag, was ich etwas verschwitzt hatte bis der Monat schon halb rum war. Ich wollte im Bulk kaufen, nicht wissend, dass das nicht möglich ist. Aber so viel braucht man an Halloween letztendlich eh nicht, ich hatte mehr als genug. Neue Augen- und Hautfarben sind fürs Kostümieren ebenfalls freigeschaltet worden.

Redd war übrigens drei Mal bei mir. Zumindest seit meinem letzten Bericht. Das erste Mal war theoretisch noch auf die letzten September-Tage, wodurch es in dem Monat sogar vier Besuche waren. Eine neue Statue gab es. Die zwei zusätzlichen Male im November an sich hatte er auch netterweise je ein neues Gemälde dabei. Passend zum Monat unter anderem das Island of the Dead Bild. An Viehzeug gab es hingegen nur zwei neue Seekreaturen. Der Spiny Lobster war schnell gefangen. Das Venus Flower Basket hat mich wesentlich länger gebraucht, bis es endlich eingesackt war.

Schneeleopard Bianca wollte meine Insel übrigens verlassen und ich habe sie mal machen lassen, weil ich nicht super an ihr hänge. Wie immer hatte ich mir vorgenommen, dass ich mit meinen enorm vielen Nook Points einfach auf Island Hunt Tour gehe, bis ich Julian oder Teddy oder Raymond bekomme. Habe dann aber doch nach einigen Versuchen aufgegeben und mir Beau genommen. Ein ganz süßes Reh.

Als Halloween dann kam, war ich ehrlich gesagt etwas überrascht, dass es da scheinbar gar nicht mehr viel zu tun gab. Ein paar wenige weitere Spooky DIYs konnten als Rezept und direkt als Item gewonnen werden, in dem man Bewohner Bonbons oder Jack Lolipops gab. Wer mehr Süßigkeiten braucht, konnte Bewohner auch erschrecken durch das Tragen eines Kostüms, wobei einem da Jack auch direkt aushilft und einfach sein Outfit überreicht. Das Event war vom Design her ganz cool aber überraschend kurz. Wahrscheinlich weil es diesmal echt auf einen Tag begrenzt war statt wie die vorigen eine ganze Woche zu gehen. Dafür konnte man vorher schon Items erstehen.

Interessant ist, dass die Kürbisse übrigens auch nach Oktober weiterwachsen. Wobei ich die meisen Beete dennoch entfernt habe, man braucht sie ja nicht mehr. Neu wachsend sind die Pilze. Die natürlich auch mal wieder neue DIYs mit sich bringen. Leider wieder abhängig von rumfliegenden Luftballons, so dass ich über den ganzen Monat nur ein einzelnes abgegriffen habe. Ahornblätter können ähnlich wie die frühjährliche Kirschblüte ebenfalls gefangen werden. Dafür habe ich gar keinen DIYs. Aber vielleicht sind sie auch nur dazu da, um die schon bestehenden Laub-DIYs anzupassen.

Mein Haus jetzt endlich komplett eingerichtet, nachdem ich noch etwas Deko verteilt und einen Halloween-Raum im Keller eingerichtet habe. Wie immer hat sich natürlich viel mehr Zeug angesammelt, als in die Räume passt. Wobei die Nebenräume, wenn ich nicht ganz täusche, in New Leaf auch größer waren. Oder? Ist ja auch egal. Total viel Deko liegt also ungenutzt im Storage. Welches man neu auch noch mehr erweitern darf. Was aber nur für Leute nötig sein sollte, die jeden Gegenstand sammeln. Ich bin bei meinem komplett ausgebauten Haus jedenfalls so schon bei maximal 1.600 Gegenständen, die ich lagern kann, welches bei weitem nicht ausgereizt sind. Die Happy Home Academy zufrienen zu stellen geht diesmal auch ganz einfach. Ich hatte schon einen S-Rang als nur ein paar Möbel rumgestanden hatten.

An Fangtieren gibt es im November ein neues Insekt (eine blaue Libelle) und einen neuen Fisch (Blowfish), die ich beide ziemlich schnell und einfach gefangen hatte. Seekreaturen sind es hingegen gleich fünf neue, von denen viele ein wenig rar sind, die Snow Crab mich von allen am Längsten dauerte. Bald sind die Museumsabteile vollständig. Abgesehen natürlich von der Kunstausstellung. Redd war zwei Mal im November da. Jeweils mit einem Kunstwerk, welches echt war. Das Serene Painting besaß ich allerdings schon, während das Glowing Painting neu war.

Mitte des Monats war mein Geburtstag. Mein BFF Punchy hat mich zur Feier abgeholt, wobei es schon schade war, dass mein anderer BFF Sheldon nicht anwesend war. Bei der eigentlichen Feier mit den Kerzen ausblasen versteht sich. Anschließend auf dem Stadtplatz, wenn K. K. Slider einem ein Ständchen singt, steht er mit allen anderen Bewohnern schon dabei. Und jeder Bewohner und NPC der Insel gibt einem in New Horizons sogar eine Geburtstagskarte, die währenddessen über den Bildschirm läuft. Sheldon hat mich als seinen Swole-Mate bezeichnet, ich konnte ihm also nicht mehr böse sein die eigentliche Feier verpennt zu haben.

Ende des Monats war Thanksgiving, wo man wieder mal dem Koch für alle vier Speißen die Zutaten anschaffen soll. Ich fand das Fangen von Fischen und Seekreaturen dafür ehrlich gesagt ein wenig nervig. Außerdem hatte ich das Glück noch Kürbisse im Storage zu haben. Wer die alle weggegeben hat, hatte natürlich potentiell ein Problem den Kürbiskuchen herzustellen. Jedenfalls hatte ich dann keinen Lust mehr fürs letzte Rezept die Geheimizutat auch noch fangen zu müssen und es dabei sein lassen. Netterweise kann man die Möbel auch wieder bei den Nooks kaufen statt nur vom Event an sich zu bekommen.

Ah, Marshal war übrigens der erste Camper auf meiner Insel, den ich cool fand. Das weiße Resting Bitch Face Hörnchen. Leider hatte ich keinen Platz mehr für ihn.

AC New Horizons: Acorn Harvest (Day 134-191)

Da es diesmal eigentlich nicht so wahnsinnig viel zu berichten gibt, kommt kein monatlicher Eintrag, sondern einer für die letzten beiden gebündelt. Hier also für August und September, als der Spätsommer in den Herbst überging. Mit heller werdendem Gras und dem Wechseln der Azaleen zur Duftblüte was die blühenden Büsche angeht.

Neue Fangviecher gab es ja im August nicht allzu viele, und ich hatte sogar richtig viel Glück mit der Softshell Turtle, die mir total schnell an die Angel ging. Der Moray Eel ist auch einfach zu sehen durch den langen Schatten. Zumindest sobald ich den auch als solchen wahrgenommen habe, weil er überall als “Medium” Schatten bezeichnet wurde und ich den daher zunächst als zu groß abgehakt hatte und auf was kleineres wartete. Am spätesten und erst auf einer Random-Insel-Reise gingen mir der Rochen und Rice Grasshopper ins Netz. Während die Migratory Locust ganz zufällig, als ich zurück auf meiner Insel war, plötzlich vor mir saß und zum Glück geduldig wartete, bis ich mein Netz draußen hatte, statt sofort wegzuspringen.

Redd war diesen Monat sogar zwei Mal da. Beim ersten Besuch war die Denker-Statue sogar echt, beim zweiten natürlich mal wieder alles nur Fakes. Ich verstehe echt nicht, warum ich mit dem so ein mieses Glück habe. Oder der Guide, bei dem ich reinschaue, hat ne Verwechslung. Was ich ja auch bei den Besuchern gut fände, wäre, wenn man zumindest einen davon vom Besuch verbannen könnte, so dass mehr Slots für andere offen sind. Ich bräuchte keine regelmäßigen Besuche von Sahara zum Beispiel. Aber dafür ist natürlich wie immer das Besuchen anderer Leute gedacht, die andere Sachen aktuell bei sich auf der Insel zur Verfügung haben.

Apropos: Ich bin dann auch online zu anderen gegangen. Ursprünglich wollte ich ein Jahr Nintendo Online öffnen, was ich eventuell auch irgendwann immer noch mache, habe dann aber erst mal die 7 Tage Probe-Abo aktivieren können. Zunächst einmal habe ich Phil auf seiner super durchorganisierten Insel besucht und das neue Feuerwerk mit ihm angeschaut. Ein paar blumige Präsente wie den von mir so ersehnten Kirschbonsai gab es sogar auch. Etwas später habe ich dann noch Sora auf seiner von Blumen dominierten Insel besucht, der mir die restlichen Früchte gegeben hat, so dass ich jetzt doch alle Sorten bei mir auf der Insel habe.

Ansonsten war wie erwähnt der Monat des Sommerfeuerwerks, wie es in Japan Tradition ist. Mit Yukata zu kaufen und custom Designs in den Himmel feuern zu können etc. Jeden Sonntag Abend. Am 22. gab es zudem ein weiteres Bug-Off. Ich habe die 2.5 Millionen an Schulden abbezahlt, bin nun also komplett frei von ihnen. Die Muse zur Inneneinrichtung wollte allerdings im August noch nicht kommen. Dafür habe ich meine eigenen wild wuchernden Blumen endlich mal stark zurückgestutzt. Wobei ich dadurch jetzt eher wild versteute Blumenquadrate auf meiner Insel habe. Ob das viel besser aussieht, sei mal dahingestellt. Ach ja, die Goldene Schleuder kam ebenfalls endlich an einem Ballon vorbeigeschwebt, beziehungsweise deren DIY.

Was ich übrigens jetzt erst gemerkt habe, weil ich nämlich ewig nicht mehr im Museum bei den Ausstellungen war, ist, dass sich nun verschiedene Käfer am großen Baum bekämpfen können. Das ist ganz süß. Früher waren es glaube ich nur Trantel und Skorpion, die miteinander gekämpft haben, was sie dafür hier nicht tun. Apropos, natürlich kam auch der September mit neuem Fang-Vieh-Zeug daher. Wobei einige davon welche waren, die schon in vorigen Monaten fangbar waren, und jetzt erneut aufgetaucht sind.

Mitten Crab, Salmon und King Salmon, sowie der Pike hatte ich alle schnell, weil es am Ersten des Monats wie bei mir scheinbar üblich ist mal wieder geregnet hat. Überhaupt hatte der September viele Regentage. Turban Shell, Oyster, Umbrella Octopus und Nautilus waren ebenfalls schnell gefangen, der Sweet Shrimp brauchte mich diesmal etwas länger. Für den Monarch Butterfly, Red Dragonfly und die zwei Crickets bin ich dann auf eine Random Insel gesegelt, um dem Regen zu entgehen. Jetzt fehlen tatsächlich nur noch jeweils zwei Insekten und zwei Fische in der Sammlung. Allerdings noch zehn Tauchkreaturen.

Ab September können nun Eicheln aus den normalen und Zapfen aus den Nadelbäumen geschüttelt werden. Die sind random wie die Äste, also darf man im Zweifelsfalle viel Schütteln, bis was rausfällt. Ehrlich gesagt habe ich die meisten Tage vergessen, dass dies ja jetzt geht. Neue DIY-Rezepte fallen einem für sie ebenfalls frei nach RNG in den Schoß, wobei ich schon froh war, dass ich den neuen Bonsai bekommen habe. Ansonsten waren sie bei mir nämlich mal wieder rar, wobei ich ja auch jeden Tag nur kurz ins Spiel schaue, statt Ballons zu farmen.

Wo wir bei Dingen sind, die ich gern vergesse. Ich spiele in der Regel nicht abends. Wenn es dann doch passiert, erinnere ich mich immer mal wieder daran, dass ich das evenuell etwas häufiger tun sollte. Um den Geist zu treffen. Und natürlich für die Sternschauer und damit einhergehenden monatlich wechselnden Horoskop-Möbel-DIYs. Aber ja, wenn ich nicht zufällig gerade erst am Abend Zeit habe oder Isabelle einen Sternschauer ankündigt (und ich ihr auch zuhöre statt durch den Dialog zu hämmern), denke ich da nie dran.

Nachdem ich mich immer über Redd beschweren muss, war er im September übrigens gleich drei Mal bei mir zu Besuch. Beim ersten Mal hatte er ein echtes Kunstwerk dabei, aber prompt war es natürlich eines von den gerade mal acht, die ich schon im Museum hatte. Beim zweiten und dritten Besuch konnte ich allerdings endlich jeweils eine neue Sache abstauben. Mehr davon bitte auch in den nächsten Monaten.

Was war sonst neu? Ich mag natürlich die Herbstdeko beim Nook-Shop. Am 26. gab es das letzte Bug-Off des Jahres, wobei mir die Trophies verraten, dass ich wohl eines der vier verpasst habe. Meine Bewohner haben ein Faible dafür mir Süßigkeiten-Kosenamen wie Biscuit oder Butterbeans zu geben. Bree hat endlich einen davon angenommen statt jenen, der nicht genannt werden soll, weiter zu benutzen. Ich wunderte mich, als ich ein DIY für ein Schild bekam, weil ich das doch schon längst kannte. Habe dann gemerkt, dass ich bisher nur das “gedrehte Schild” kannte, statt das gerade, und musste mal wieder für mich feststellen, dass es richtig dämlich ist, wie restriktiv die DIYs sind.

Manchmal haben zwei Bewohner ja einen kleinen Streit und man wird beauftragt, zur Wiedergutmachung ein Geschenk mit einem zufälligen Gegenstand zu überreichen. Das Deli allerdings Bianca ein Comedian Outfit überreichen ließ, ist mal total passiv-aggressiv und savage, finde ich.

Zum Schluss hab ich noch ein paar von meinen Chrysanthemen-Blumenfeldern entfernt und mit anderen ersetzt. Chrysanthemen, Tulpen und Anemonen waren die Arten, die es bei mir gleich zu Beginn gab, weswegen meine meisten Felder solche waren. Rosen, Hyazinthen, Cosmos, Lilien und Veilchen kamen erst später dazu und hatten bisher je nur ein Feld. Und da ich die Chrysanthemen eh nicht so schön fand, hab ich ein paar dieser Felder entfernt und mit je einem zweiten der bisher unterrepräsentierten Sorten ersetzt.

AC New Horizons: Dive in (Day 102-133)

Es ist die Zeit des Summer-Updates gekommen in New Horizons. Eigentlich ist das in der Exekution auch nicht so anders, als Dinge, die bereits im Spiel sind, erst mit der Zeit freizuschalten. Dennoch find ich diese DLC-Nachreichung nicht ganz so geil.

Hilft wahrscheinlich nicht, dass erst mal was hinzugekommen ist, was ich eh nicht vermisste: Das Tauchen. Zugegeben ist es hier in New Horizons allerdings nicht so nervig wie in New Leaf, weil fast keine der Viecher einem im Affenzahn davonschwimmen. Dennoch hätte ich es nicht gebraucht, neben Fischen und Insekten mir nun auch noch Sorgen um eine dritte Liste an Seefrüchten zu machen, die ich jeden Monat hinbekommen muss, wenn ich das Museum vervollständigen will. Schon gar nicht in einem Monat, in dem sowieso bereits gefühlt hundert neue Käfer aufgetaucht sind, die alle von den Bäumen gepflückt werden möchten. Blathers muss den Juli echt hassen.

Finde es aber echt gut, dass es zumindest einiges an neuen Käfern gab, die der Franchise komplett neu sind, vor allem auch sehr bunt-schillernde. Statt nur Zikaden und Hornkäfer. Von letzteren allerdings jede Menge. Einige der großen Baumkäfer haben mich echt ewig gebraucht, selbst beim Fangen spezifisch auf kleinen Reiseinseln, wo immer schnell die vier Strandpalmen durchzirkelt werden können. Was aber sehr geholfen hat, war den Tipp zu lesen, dass man sich bei jenen genauso Anschleichen kann wie bei Skorpion und Tarantel. Mit rausgeholtem Netz drauflosstiefeln und wenn sie innehalten, einen also entdeckt haben, stehenbleiben bis sie sich wieder zu bewegen beginnen. Das hat das Fangen der schreckhafteren Käfer um einiges vereinfacht.

Mussten sie halt nur noch auftauchen, nicht? Erst über eine Woche in den neuen Monat hinein, nach mehreren Inselsessions von mehreren Stunden, hatte ich zumindest endlich eine Zikadenhülle und den Golden Stag. Nachdem ich beim ersten Goldie zunächst versehentlich die Palme getroffen und ihn verjagt hatte. Zum Glück tauchte ein zweiter innerhalb einer halben Stunde auf, statt weitere Tage warten zu müssen.

Dafür gab es diesmal immerhin so gut wie keine neuen Fische, und da es die ersten Tage des Monats mal wieder dauernd regnete, waren die wenigen alle schnell gefangen. Der Napoleonfisch sogar quasi direkt, der Mondfisch dauerte lediglich etwas länger bis Tag Zwei des Monats. Was Tauchkreaturen anging, dauerten wirklich nervig lang nur der Vampirtintenfisch und der Giant Isopod. Leider sieht man vorm Tauchen ja nicht, was es für eine Schattengröße ist und muss mehr oder weniger alles jagen, was sich ergibt. Der Isopod ist auch noch eines der wenigen sehr schnellen Kreaturen, aber in der Regel dauert es nicht zu lange, bis man sie an eine Bande getrieben hat und einfach schnappen kann, wenn sie wieder auf einen zu zurückschwimmen. Schon echt interessant, dass Blathers sich allerdings nicht an den Insektoiden Wasserkreaturen stört. Ganz nett ist auf jeden Fall, dass sie sich ziemlich organisch in die bestehenden Fischbecken einsortieren. Ich hab zunächst nach einem neuen Abteil im Museum gesucht, bis mir das endlich auffiel.

Pascal der Bieber oder Otter oder so ist natürlich auch da, um einem leckere Muscheln abzunehmen. Dafür gibt er nun DIY-Rezepte für das Meerjungfrauenset und die Perlen, die als Zutaten dafür nötig werden. Ach und Gulivar wird jetzt manchmal als Pirat angespült, dessen Smartphone ertaucht werden muss, und das anschließend eindeutig noch kaputt ist, aber wenns ihn glücklich macht. Hatte ihn sowieso nur ein Mal bisher bei mir, dafür mehrmals die normale Version. Ich wäre übrigens dafür, dass beim nächsten Update eingestellt wird, dass Gulivar nicht mehr fünfzig Textboxen redet, um einem den Auftrag zu geben, den man eh schon kennt. Wir könnten dabei auch gleich festlegen, dass Fossile geschätzt werden können, ohne sich durch fünf Blathers-Texte zu klicken.

Dass sich was an existenten NPCs ändern lässt, beweist immerhin, dass K. K. Slider nun auf den freien Sonntagabend-Slot geht, wenn es am Samstag, wie in diesem Monat, ein Turnier gibt. Offiziell darf ja nur ein Besucher pro Tag da sein. Aber da das Rübenschwein eh nur morgens da ist und K. K. erst abends, find ich es gut, die beide zur Not auf den gleichen Tag zu legen, statt einen der wirklich raren Bewohnerslots wegzunehmen. Beim Bug-Off oder Fishing Tourney hab ich diesen Monat übrigens kaum mitgemacht. Für ersteres war ich sogar zu spät im Spiel, weil ich es total vergessen hatte. Gibt aber glaub ich eh immer die gleichen Preise, von daher halb so wild.

Apropos rare Besucher. Redd war doch diesen Monat sogar gleich zwei Mal bei mir! Zuerst war ich genervt, weil er zum zweiten oder dritten Mal in Folge nur Fälschungen dabei hatte. Punchy, mein Bestie, wollte mir sogar mit dem Geschenk eines Solemn Paintings aushelfen, was sich aber ebenfalls als Fälschung herausstellte. Beim zweiten Besuch hatte Redd dann aber gnädigerweise ein echtes Kunstwerk dabei, das ich auch noch nicht hatte (aber welche hab ich schon). Label find ich übrigens kurios… bisher habe ich nämlich noch keinen einzigen Modetest von ihr versemmelt, solange ich das Kleidungsstück angezogen habe, was sie einem gibt, auch wenn ich sonst nichts anpasse.

Sind die Blitzgewitter eigentlich neu? Ich achte ja nicht so auf den Himmel. Und vielleicht ist es auch RNG. Aber ich hatte zum ersten Mal, aber dafür mehrmals diesen Monat, dass der Himmel komplett grau war und es immer mal wieder Lichtblitze gab. Genau wie richtig geile Turmartige Wolkenformationen ganz wie aus einer Sommerurlaubsreisebroschüre.

Weitere Observationen: Octavian hat mir sein Rubber Apron geschenkt und ich spaßeshalber einfach direkt ihm zurück. War süß zu sehen, dass das Spiel für diesen Fall eine unikate Textbox bereithält, bei der sich die Bewohner dafür bedanken, weil sie es bereut haben, das Item verschenkt zu haben. Auch irgendwie witzig finde ich, dass die eindeutigen Grabmäler einfach als Western/Zen Style Stones bezeichnet werden vom Spiel.

Desweiteren ist mein Haus jetzt komplett ausgebaut, aber noch lang nicht eingerichtet. Der finale Betrag ist auch noch nicht abbezahlt. Del ist weggezogen und ich hab auf einer Insel dafür Joey eingesackt. Das ist eine süße Ende mit Bärchenpulli und dicken Brauen. Ach und gerade die süße Bree hat mich um einen neuen Nicknamen für mich gebeten. Ich war wohl gerade schräg drauf, und hab überlegt, was das schlimmste ist, was mir einfallen könnte. Und das scheinbar direkt wieder verdrängt. Als Bree nämlich am nächsten Tag „Wait for me, boipussi“ über die halbe Insel schrie, war ich von scheinbar meiner eigenen Entscheidung angeekelt. Manchmal übernehmen ja Bewohner Sprechweisen anderer. Bisher haben mich aber leider alle nur gefragt, ob sie mich genauso nennen können, statt das Bree den neuen ändern will. Ihr den Mund mit Seife auswaschen lassen will ich aber auch nicht. Ich mag Bree.

Shenmue III

Man muss Shenmue nicht gut finden. Man muss auch Segas suizidale Business-Entscheidungen in der zweiten Hälfte der 90er nicht verstehen. Aber man kann Sega nicht aberkennen, dass sie echt Chuzpe hatten. Nach dem marktschwachen Saturn war das Dreamcast der letzte Versuch alles rumzureißen. Und was ist als Killer App dafür rausgesucht? Ein Spiel, welches eine japanische Kleinstadt naturgetreu wiedergibt. Im der ohne wirkliche Handlung oder Charatere abgehangen werden kann, ohne wirklich was von Wichtigkeit zu erledigen. Dann wird in die Produktion auch noch mehr Geld gesteckt, als je wieder eingenommen hätte werden können.

Hat es auch nicht. Auch dank Shenmue ist der Traum Segakonsole geplatzt. Lange getrauert musste jedoch eigentlich nicht werden. Immerhin stand bereits 2005 Yakuza in den Startlöchern. Das Shenmue-Konzept wiedererweckt, aber diesmal mit Handlung, Spannungsbogen und sympathischen Charakteren. Schon klappte das mit dem Erfolg.

Fans der alten Riege vermissten dennoch die richtige Shenmue-Erfahrung. Das ziellose Mäandern von einem Reiseort zum nächsten. Eine Fortführung der offengebliebenen Schein-Handlung schien allerdings mit jedem Jahr unmöglicher. Shenmue war abgeschrieben. Bis zur E3 2015, zu der Sony eine Konferenz hinlegte, die seines Gleichen suchte. Zuerst tauchte die PS3-Hoffnung des Ico-Teams, The Last Guardian, aus der Versenkung wieder auf. Allgemeiner Hype folgte. Kurz darauf wurde vorgestellt, dass RPG-Meilenstein Final Fantasy VII ein komplettes Remake erhalten würde. Man wusste gar nicht mehr, was man mit sich anfangen sollte. Ist das überhaupt noch real? Dann erklangen die Klänge des Shenmue-Themes über die Bühne und ‎Yū Suzuki‎ enthüllte eine Kickstarter-Kampagnie für Shenmue III. Das Unmögliche war möglich geworden. Innerhalb von Stunden waren die Goals der Kampagne erreicht und 2019, 18 Jahre nach dem zweiten Teil, ging Ryos Reise offiziel weiter.

Ryo ist also im Dorf Bailu angekommen. Dort wo die beiden Jadespiegel produziert wurden, die seinem Vater zum Verhängnis wurden und Ryo auf seien Reise schickten, Rache an dessen Mörder Lan Di zu nehmen. Aber erst mal wird Holz gehackt, Kräuter gesammelt, mit Kindern verstecken gespielt, und was sonst in einem beschaulichen Dorf so gemacht werden kann. Bis die Brotkrumenspur dann weiter führt in die Stadt Niaowu. Wo neue und alte Bekannte getroffen, die Martial Arts trainiert werden. Und es am Ende des Spieles sogar zu einer Konfrontation mit Lan Di kommen darf.

Ich meine, die Haupthandlung von Shenmue war schon immer schwachbrüstig und generisch. Diente nur als Ausrede, um Ryo von einer Lokalität zur nächsten zu führen. Den japanischen Alltag in Kleinstadt Yokosuka zu erleben. Den Trubel in Shanghai. Das gesetzlose Kowloon. Mit Bailu ein beschauliches Dorf und Niaowu wieder eine belebtere chinesische Stadt. Shenmue geht es weniger um die Verfolgung der Handlung an sich, und stattdessen den Spieler in einer lebendig wirkenden Welt abtauchen zu lassen. Nichts beweißt das besser, als die Tatsache, dass beide vorigen Spiele zu Beginn von Shenmue III in 10 Minuten oder weniger nacherzählt werden, und nichts von Relevanz gekürzt ist.

Aber das Pacing von Ryos Reise ist schon echt verdammt merkwürdig. Das erste Spiel hat ja irgendwie gar keine Klimax, sondern ist ein 15-stündiger Prolog zur Reise und hört dann auf, wenn es eigentlich erst losgeht. In Shenmue II spitzt sich die Lage hingegen schon zu. Nachdem Shanghai wieder etwas „leb dein Leben“-mäßig anfängt, exkaliert die Situation in Kowloon zusehends und es gibt sogar einen größeren Bossfight und kurzes Auftauchen und wieder Verschwinden von Lan Di. Das Problem dabei? Das ist nicht das Ende von Shenmue II, stattdessen wird noch 2 Stunden durch die Pampa gelaufen auf dem Weg nach Bailu. Das wäre ein wesentlich besserer Prolog für ein drittes Spiel gewesen. Das liegt aber alles wahrscheinlich auch daran, dass das erste Spiel nicht so früh enden sollte und man aus Zeitdruck nach Yokosuka aufhörte. Frühe Trailer zeigen alles bis Kowloon. Yokosuka > Shanghai > Kowloon hätten auch definitiv ein runderes Spielerlebnis hergemacht, um dann im zweiten Teil Bergpfad > Bailu > Niaowu zu gehen.

Wobei der dritte Teil auch immer noch nicht gelernt hat, was eine richtige Klimax ist. Von der Reise-Eskalation her kommt es schon hin. Bailu ist der langweilige Anfang, in dem nichts passiert. In Niaowu kommt das Spiel langsam ins Rollen und es gibt wesentlich mehr Auseinandersetzungen. Als Klimax hält dann die Stürmung vom Old Castle hin. Wo sich durch eine ganze Bande gekämpft wird und am Ende sogar Ryo ein Sparring mit Lan Di hat, bevor die beiden vom Schicksal wieder getrennt werden. Auf dem Papier ist ein Shenmue wahrscheinlich noch nie nähergekommen so etwas wie einen richtigen Spannungsbogen zu haben. Zu dumm das Lan Di mit Leichtigkeit alle Schläge von Ryo blockt, sich kaum zur Wehr setzt, und nach kurzem eine Cutscene übernimmt. Warum überhaupt einen Kampf gegen ihn einbauen, wenn es dann so eine lasche Nummer wird? Da geh ich ja lieber 2 Stunden einen Bergpfad lang, als mich so verarschen zu lassen. Es ist echt bemerkenswert, wie häufig Shenmue genau vor „jetzt könnte es spannend werden!“ halt macht und sich nicht den finalen Schritt wagt.

So gesehen kann ich allen Fans der Reihe sagen, dass sich Shenmue treu geblieben ist. Es passiert immer noch nicht wirklich viel. Stattdessen kann sich in viel Sidecontent ergossen werden. Holzklotz-Persönlichkeit Ryo macht es nichts, seinen Rachefeldzug für Wochen oder Monate auf Eis zu legen, um stattdessen Arcade zu spielen. Oder seine Martial Arts aufzuleveln. Kräuter zu sammeln und Holz zu hacken. Neue Klamotten zu kaufen. Capsule Toys aus den Automaten zu ziehen. Ryos Lebenszeit und in Verlängerung auch die eigene zu verschwenden ist in Shenmue III einfacher als jeh zuvor. Mein persönliches Highlight war das Angeln, welches mich sehr angesprochen hat. Allerdings nicht zu viel auf einmal nachgegangen werden kann, wenn man sich über das ständige Rotieren des rechten Analogsticks nicht die Hand bis auf die Knochen wundreiben will. Das alle Aktivitäten, selbst diejenigen, die ich mag, auf irgendeine Art und Weise einen unterschwelligen Nerv-Faktor mitbringen müssen, ist aber auch mal total Shenmue.

Mir persönlich gefiel es aber auf jeden Fall, dass nun Schwierigkeitsgrade direkt eingestellt werden können. Vorige Teile waren hier ja adaptiv, sprich je häufiger man im Kampfsystem verloren hatte, umso einfacher wurde die Schlägerei im Hintergrund gemacht. Jetzt kann ich gleich auf Easy wechseln. Gruppenprügeleien sind dennoch nicht weniger nervig unausgewogen dadurch, die Mano-a-Manos waren in Shenmue schon immer besser.

Die ganze herrliche Schrägheit ist übrigens auch zurück. Ryo hat nicht nur eine Persönlichkeit wie ein Stein, er spricht auch weiterhin mit der Emotion eines solchens. Auch auf Japanisch. Die Dialoge sind weiterhin absolut barebones, ohne jegliches Flair geschrieben und seltsam abgehackt vorgetragen. Die Kamera weiß immer noch nicht, was während jener interessante Winkel sind, sondern schwebt lustlos durch den Raum. Ich liebe es.

Was es für mich allerdings nicht gebraucht hätte, ist das Stamina-System. Ryo verliert über den Tag hinweg nun durchgängig an Energie, welche mit Essen aufgefrischt werden kann. Das macht das Spiel aber nicht realistischer in dem Sinne das nun ein oder zwei Mahlzeiten pro Tag zu sich genommen werden müssen. Es bremst das Spiel stattdessen nur aus. Besonders dadruch, dass die Stamina-Leiste in den Kämpfen auch die HP-Leiste ist. Also Ryo immer, wenn man einen vermutet, erst mal zehn Äpfel und fünf Zwiebeln schlucken lassen, um wieder voll zu sein. Als ob der Spielverlauf nicht langsam genug wäre ohne Geld für weitere Lebensmittel verdienen zu müssen. Die ersten beiden Spiele waren auch nicht Ereignisreich oder flott, allerdings konnte in ihnen schon recht geradlinig der Haupthandlung gefolgt werden. Shenmue III zwingt die Spieler durch die Stamina nun allerdings dazu, sich auszubremsen. Dass sich in einem neuen Gebiet oftmals nicht frei bewegt werden kann, sondern Ryo schlicht verweigert Teile davon zu betreten, weil er dies oder jenes noch vorher machen will, ist auch eine sehr unorganische Art und Weise, um jene hinter Storyfortschritt zu verschließen. Und tatsächlich sehr un-Shenmue, die vorigen Teile hatten sich bessere Gründe ausgedacht oder einen gleich Gebiete großräumig ablaufen lassen.

Insgesamt kann ich Shenmue III auf jeden Fall attestieren, dass es sehr Shenmue ist. Ein Nachfolger fast auf ganzer Linie zu den Vorgängern. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, ist natürlich eine andere Frage. Ich bin jedenfalls kein Fan der Reihe gewesen oder geworden. Wobei Shenmue II schon Ok war. Der dritte Teil ist wieder etwas ärmlicher, aber nicht so dröge wie der erste war. Eine gewisse Faszination kann ich der Franchise jedoch nicht absprechen. Interessant finde ich jedenfalls all die Fans der beiden Dreamcast-Episoden, die meinen III wäre so viel schlimmer. Da kann ich nur mit der Schulter drüber zucken. Ich habe Shenmue schon immer so wahrgenommen, wie sich auch III darbietet.

AC New Horizons: Bug-Off (Day 69-101)

Der Juni ist (fast) überstanden und wie mir ein Achievement am 28. auf der Spiel-internen App versicherte, so sind es auch die ersten hundert Tage mit dem Spiel. Wir befinden uns jetzt also im zweistelligen Bereich!

Was natürlich am Allerwichtigsten diesen Monat war, ist der Walhai! Zusammen mit anderen neuen Tieren, von denen zumindest die Fische zum Großteil einfach zu sehen waren, weil viele den neuen eben welche mit Haiflosse waren. Ich hatte eigentlich bei allen nicht allzu lang gebraucht, um sie zu fangen. Hat aber auch den ersten Tag direkt geregnet, was zumindest bei den vielen großen Fische meist hilft.

Der Moskito ist tatsächlich das gewesen, was mir als allerletztes ins Netz gegangen ist. Aber die sind ja auch nicht ganz so einfach zu sehen/spawnen. Für die seltenen Bauminsekten war ich eh wieder auf eine random Insel gegangen, wo sich Tiere einfacher fangen lassen, da die durch ihre geringere Größe überschaubarer sind. Jetzt haben wir im Museum zumindest auch endlich jedes Aquarium mit ein paar Fischen bestückt, nachdem das größte für die Flusstiere die ganze Zeit bedächtig leer stand, im dem nun aber endlich Amazonasfische zu finden sind.

Natürlich auch direkt zu Beginn des Monats neu war die Hochzeitsaison, wo die beiden Alpakas aus New Leaf von einem verlangen, Hochzeitsfotos zu machen. Nachdem das Set richtig dekoriert ist. Wobei ich selbst an dem Tag ein Möbelstück bekommen hatte, an dem meine Deko nicht zufriedenstellend war. So wirklich versemmeln kann man das also denk ich mal wieder nicht. Höchstens so wie ich notorisch vergessen auf die Fotostudio-Insel überzusetzen und es überhaupt täglich zu machen. Die Möbel find ich jetzt aber eh nicht so unglaublich wichtig.

Am Ende des Monats, dem 27., gab es dann noch zusätzlich das Buff-Off. Bei dem einfach quantitativ viele Insekten gefangen werden müssen, um gegen die Punkte ebenfalls unikate Möbel einzutauschen. Erneut find ich die jetzt nicht so wahnsinnig wertvoll, aber es ist ja auch relativ schnell und problemlos gemacht.

Für mein Haus habe ich nun die knapp 700k des Darlehens abbezahlt, was mir das Dachgeschoss und ein Aufstocken auf über 1 Millionen Schulden eingebracht hat. Das ist glaube ich allerdings die vorletzte Stufe bereits. Hab ja ehrlich gesagt immer noch nicht wirklich innen drin dekoriert.

Dafür aber die Insel an sich. Wobei ich sagen muss, dass es mir schon irgendwann tierisch auf den Keks ging, mir von Isabelle „Dekorier die ganze Insel“ ad nauseam anhören zu müssen, weil ich noch mehr Zäune oder Nook-Möbel aufstellen sollte. Da ich meine Insel gern etwas natürlich von der Optik habe, was natürlich nur eine Ausrede ist, um eine fehlende Kreativität zu maskieren. Mit wild wuchernden Blumen und Baum-Relokation, nur wenn sie absolut im Weg von Wegen sind. Und ganz so viele Sachen habe ich als Nicht-Online-Spieler nun auch nicht im Katalog. Also ein Vorplatz mit Brunnen vor das Museum. Ein paar Banken mit Laternen an Fluss- und Kliffbuchten. Ein wenig Entspannungsliegen mit Bällen zum Spielen an die Strandpromenade. Viele Bambusgegenstände in der Asia-Ecke. Campingplätze, natürlichere Brunnen und Wind- sowie Solarkraftgewinnung auf die Berge. Noch ein paar Tische und Piknikplätze hier und dort. Häuser umzäunt und die Vorgärten etwas unmotiviert bestückt. Irgendwann war es dann tatsächlich endlich bei fünf Sternen angekommen und ich habe die Goldgießkanne abgestaubt.

Warum blühen die Büsche eigentlich nur Saisonbedingt, wenn das bei den Blumen und den Früchten nicht der Fall ist?

Auch neu ist die Nook-Shopping-App, mit der ich jetzt jederzeit aus dem Katalog bestellen kann. Über 100k an Meilen haben sich angesammelt, statt bei 99.999 stehenzubleiben wie ich erwartete. Was will man mit denen auch schon groß machen. Redd ist notorisch nicht aufgetaucht. Im ganzen Monat hatte ich nur einen Besuch von ihm und laut Internet-Guides waren alle vier Kunstwerke, die er da hatte, Fälschungen. Ich hätte gedacht das eines davon immer echt sein muss. So war es doch zumindest in New Leaf, oder? Ach, Poster von Bewohnern, die mich mögen, darf ich jetzt bestellen.

Übrigens haben meine Bewohner aufgehört mich Boss zu nennen und mir Polizeiuniformen zu schenken. Stattdessen nennen sie mich Dumpling und geben gern Regenmäntel. Scheinbar bin ich offiziell von einem Dom zu einem Sub degradiert worden

Ich finde es übrigens immer noch schade, wie häufig ich DIY-Rezepte bekomme, die ich schon habe. Auch fände ich es echt schön, wenn die flexibler wären. Wenn man selbst experimentieren dürfte. Ein Rezept für einen Tulpenkranz bekommen? Warum darf ich die Tulpen nicht mit anderen Blumen austauschen, und die anderen Kränze so direkt auch machen, statt für jede Spezies ein eigenes Rezept finden zu müssen? Warum kann ich in der Hyazinthenlampe nicht die violetten Blüten mit einer anderen Farbe ersetzen, die ich habe? Solche Rezeptexperimentiererei wie bei den Atelier-Spielen eben, bei denen ähnliche Inhaltsstoffe sich substituieren können. Fänd ich zumindest gut.

Kaze no Notam

Kaze no Notam ist von Artdink. Die muss man nicht kennen, auch wenn sie sich seit 1986 eisern im japanischen Spielegeschäft halten konnten. A-Train ist so ziemlich deren bekannteste Serie, von der man zumindest schon mal gehört haben kann. Allgemein ist deren Repertoire hautpsächlich mit komplexen Simulationen und experimentellen Spielen bestückt, die oft schlicht auch in Japan blieben.

Aquanaut’s Holiday ist beispielsweise von Artdink. Ein sehr frühes PlayStation-Spiel, welches einem keinerlei Ziele und nichts Konkretes zu tun gibt, sondern dazu animiert, schlicht aus der Spaß an der Freude durch das Unterwasserpanorama zu tauchen. Bei 1995er PS1-Optik seien hier ein paar Gänsefüßchen um das Wort Panorama zu denken.

Man sollte meinen das zwei Jahre später herausgekommene Kaze no Notam wäre das gleiche nur in der Luft. Mit einem Ballon durch die wahlweise drei Gebiete gleiten. Eines ist eine Wald-und-Wiesen-Landschaft mit einem altertümlichen Städtchen auf einem Hügel. Eines ist eine moderne Stadtlandschaft, die besonders in der Nacht mit den Lichtern gut aussieht. Die dritte Option ist eine Wüste mit einer verstecken Cyberstadt oder prähistorischem Wald. Es gibt also auch hier so einige Landmarken über das Gebiet verstreut, die zum Entdecken anregen. Sich einfach durchs Gebiet gleiten lassen und zu beobachten, was im rudimentären und kurzsichtigen 3D so unter einem auftaucht, ist doch sicherlich, wofür das Spiel gemacht ist.

Was jenes Gefühl verstärkt, ist die Tatsache, dass der Spieler so gut wie keine Kontrolle über den Ballon hat. Die einzige Option ist den Brenner zu befeuern, beziehungsweise dies nicht zu tun, um in eine der fünf Höhen auf- oder abzusteigen. Die haben nämlich jeweils unterschiedlich starke Winde in unterschiedliche Richtungen. Welche sich permanent ändern. Als Spieler ist man also sprichwörtlich absolut davon abhängig, aus welcher Richtung der Wind weht. Dafür sind die Gebiete in Kaze no Notam allerdings auch nicht allzu groß, interessante Dinge wesentlich näher aneinander, und kann jederzeit während des Spieles eine Übersichtskarte aufgerufen werden, die zumindest ungefähr veranschaulicht, wo es was zu sehen geben könnte. Dort gezielt hinsteuern ist halt nicht immer auch gegeben, wenn die Winde nicht mitmachen bis der Sprit für den Brenner leer ist. Aber bei einem Spiel, bei dem es nur darum geht, sich treiben zu lassen und das Panorama anzusehen, ist der Wegfall direkter Steuerung sicherlich halb so wild und dazu da, um zu erneuten Ballontouren anzuregen. Um was Neues zu entdecken, in eine Richtung, wo man bisher noch nicht hin geweht wurde. Immerhin kann auch Wetter und Tageszeit eingestellt werden, um bereits Gesehenes wortwörtlich in neuem Licht erstrahlen zu lassen.

In der ganzen Logik gibt es nur ein Problem: Kaze no Notam ermöglicht kein zielloses Treiben. Im Gegensatz zu Aquanaut’s Holiday ist jeglicher Ausflug mit einem Ballon an eine Zielsetzung gebunden. Es gibt keinen „Free Float“-Modus, um einfach nur so die Landschaft anzuschauen.

Insgesamt gibt es drei mögliche Zielsetzungen im Spiel. Eines dreht sich darum, gezielt auf einem Punkt im Gebiet zu landen. Bei einem anderen muss ein möglichst großes Dreieck durch die Flugbahn simuliert werden. Und im letzten sind Tierballons abzuschießen. Notams Hauptmodus, dessen Beendigung die Credits aufruft, besteht aus einem Dutzend „Runden“, die jeweils eines jener drei Ziele in einem der drei Gebiete offerieren. Aber auch der „Trial“-Modus lässt einen nicht einfach frei durch die Gegend fliegen, sondern überlässt es schlicht dem Spieler manuell einzustellen, welche der drei Ziele in welchem Gebiet nachgegangen werden soll, um sie für den „Runden“-Modus zu üben.

Ich glaube es ist unnötig zu sagen, wie schwer sich die Kombination aus beiden Dingen gestalten kann. Wenn die Flugbahn vom Wind abhängig ist, kann es einfach ungalublich frustirieren, ein Dreieck via Flugbahn formen oder auf genau einem Punkt der Map landen zu müssen. Das stressst und nervt. Und hält einen eben dadurch genau davon ab sich zurückzulehen und den Ballon einfach Ballon sein lassen, während die Landschaft betrachtet wird. Konzept und Gameplay sind einfach nicht rund. Da muss man gar nicht erst ins Spiel bringen, dass die Landschaft erneut oftmals nicht viel von „Panorama“ auf sich hat mit seinen rudimentären 3D-Strukturen und kaum vorhandender Drawing Distance. Ein interessantes aber gescheitertes Experiment.

AC New Horizons: Museum Updates (Day 24-68)

Etwas verspätet sind wir zurück im Lande New Horizons. Nachdem es im restlichen April nicht so viel gab, habe ich diesmal eineinhalb Monate zusammengenommen und werde jetzt wahrscheinlich mehr oder minder auf einen Post pro Monat einpendeln.

Wobei es im April schon noch Dinge gab, die mir geschehen sind. Beispielsweise fand ich es komisch, dass auf meine letzten zwei Grundstücke einfach kein Bewohner eingezogen sind. Also habe ich mal bei Isabelle nachgefragt. Und et voila, wir hatten schon längst 3 Sterne. Damit kam dann am nächsten Tag K. K. Slider für sein Konzert vorbei, inklusive Credits. Die süß durch alle Jahreszeiten gehen, obwohl ich sie schon nach gerade mal einem Monat erreicht hatte.

Damit war mehr Zeug freigeschaltet. Slider taucht nun samstags auf, um ein Ständchen zu halten. Die beiden letzten Bewohner sind zugezogen. Lucha der rote Luchadore-Vogel und Deli, der beige Affe. Und natürlich ganz groß die Island Designer App, mit der nun Terraforming und Wege gelegt werden dürfen. Da ich fast 100k Meilen hatte, konnte ich mir auch direkt alle Erweiterungen leisten. Obwohl ich dann lange nichts mit gemacht habe.

Mein Problem bei New Horizons ist nämlich aktuell, dass ich ein wenig Choice Paralysis habe. Zum einen gibt es mir zu viel aber auch gleichzeitig zu wenig zu tun. Dass so einige Dinge erst nach und nach via Updates eingespielt werden ist natürlich eine Taktik, um die Lebensdauer des Spieles zu verlängern, find ich aber nicht so toll, weil es dadurch zwischenzeitlich nicht viel Neues gibt. Aber auch so wenn es um das Designen der Insel geht. Was ist Twitter voll mit Leuten, die dort ganze Disneyfilm-Sets, Themenparks oder Gottweiswas umsetzen. Dazu fehlt mir die Kreativität. Aber auch gleichzeitig hat die ganze Insel umgestalten zu können für mich einfach zu viel Freiraum, um mich festlegen zu können, was ich mit ihr machen will. Während die beschränkte Anzahl an Nook-Sachen, die mir zur Auswahl stehen, mich wieder unnötig einschränken. Es ist komisch.

Ansonsten habe ich dank Punchy nun den Spitznamen Boss. Die Able Sisters haben mir die Stoffe beim Umgestalten von Möbeln freigeschaltet. Graham der Hamster wollte nach gefühlten Ewigkeiten, die ich ihn ignorierte, endlich wegziehen. Und nach über einem Monat hatte ich endlich mal Sonntags dran gedacht mir Rüben zu kaufen, damit ich die Ameisen fangen und dem Museum stiften kann. Apropos Museums-Stiftung: Nach knapp 2 Monaten war das Fossilien-Abteil Ende Mai bereits fertiggestellt. Das geht ja immer recht zügig.

Dann kommen wir also zum Mai. Und mit ihm kamen gleich zwei neue Inselgäste. Leif verkauft nun immer mal wieder Blumen und vor allem ganz neu Büsche, die ich echt bisher vermisst habe. Plus Redd ist natürlich jetzt da, um Kunst zu verkaufen. Hab natürlich gleich als zweites Kunstwerk direkt das Mädchen mit dem Perlenohrring erneut gekauft, obwohl das das Eröffnungskunstwerk bereits war, dämlich wie ich war. Aber die Kunstgalerie ist ja der Museumsteil, den ich eh in keinem Spiel vollendet bekomme, weil Redd einfach zu wenig häufig auftaucht und dann teilweise einfach nicht die fehlenden Kunstwerke dabeihat. Irgendwie ist er im Mai dann eh kaum noch aufgetaucht. Wenigstens wissen wir aber jetzt, wofür dieser komische Geheimstrand-Zipfel gedacht ist. Der Nook-Shop ist auch aufgewertet, aber so wirklich viel mehr verkaufen sie eigentlich nicht, habe ich das Gefühl. Mal sehen, was da zukünftig eingespielte Updates noch bringen.

Ach ja, eine spezielle Inseltour gab es im Mai auch. Wo ein Labyrinth durchwandert werden muss, was aber nicht sonderlich schwer ist. Und dann Ende Mai natürlich die Stempeltour im Museum, die noch einfacher gestaltet war und eigentlich auch nur einmalig gemacht wird, weil es nur einen Preis gibt. An den neuen Insekten und Fischen habe ich selbstredend erneut alles innerhalb des ersten Wochenendes gefangen. Immer noch faszinierend, wie einfach Taranteln und Skorpione nun sind, wo man sich anschleichen kann. Dafür war die Libelle nervig, weil sie einfach so schnell ist. Und natürlich dauerten die zwei Fische, die Pier-exklusiv sind etwas.

Mein Haus habe ich auch mehrmals aufgebessert, so dass ich nun 3 zusätzliche Räume habe. Schon etwas schade, dass die Büsche links und rechts verschwinden, die sahen ganz schön aus. Eingerichtet habe ich das Haus erneut aber immer noch nicht wirklich. Fehlt mir ebenfalls die Inspiration und Muse aktuell für. Auch dafür, die neuen Optionen zu nutzen das Äußere ändern zu können.

Habe dann aber doch ab Mitte Mai angefangen etwas an der Insel rumzudekorieren. Ich hatte erneut fast 100k Meilen und hab mir alle Stadtprojekt-DIYs gekauft. Hier nen Leuchtturm hingestellt. Dort ein Windrad. Einen Brunnen oder Wasserspender. Ein paar rudimentären Straßen gepflastert (hasse es, dass Steine und Blumen darauf spawnen können). Ein paar Zäune um die Grundstücke der Inselbewohner gemacht. Aber alles noch sehr Work in Progress und unfertig. Isabelle lässt mich eh nicht von den 3 Sternen weg, weil ich nicht genug Nook-Gegenstände rumstehen habe. Aber wie auch, wenn nichts da ist, was im Vorgarten der Grundstücke gut aussehen würde? Gerade beim Legen der Wege wünschte ich mir auch, wenn es einen Marker gäbe, welches Stück Land man gerade anvisiert. Wie häufig wollte ich den nächsten Teil des Pfades legen und hab stattdessen versehentlich den schon gelegten wieder entfernt, weil ich nicht weit genug nach links gegangen war.

Lucha wollte übrigens wegziehen und war der erste Bewohner, was ich ausnahmeweise zugelassen habe. Meine Camper sind aber alle immer hässlich. Also bin ich mal wieder auf eine Inseltour gegangen. Vielleicht findet man ja Julian oder Stitches oder sogar Raymond. Stattdessen war es die Schneeleopardin Bianca, die ich eingeladen habe, bei mir zu wohnen, weil ich deren Design doch auch ganz nett finde. Ach ja, für Graham war Del das violette Korokodil zugezogen gewesen.

Ansonsten spricht es sich langsam rum, dass ich den Spitznamen Boss habe, plötzlich nennt mich nämlich mindestens die Hälfte der Bewohner so. Außerdem schenken sie mir gerne Anzüge und Polizeiuniformen. Ich habe mich noch nie so gesehen gefühlt, was meine Kinks angeht.

AC New Horizons: Egg Infestation (Day 8-23)

Willkommen zurück. Und das schon so früh. Aber es ist ja auch viel passiert in der ersten April-Hälfte. Zu der Tatsache, dass zu Beginn eines frischen Spielstandes natürlich sowieso alles Neu und potentiell interessant ist.

Aber zunächst einmal möchte ich erwähnen, wie toll ich doch die Animationen der anderen Inselbewohner finde. Die speziellen Besucher, die auf der Plaza eine Bude aufmachen, wühlen in ihrem Inventar rum. Bewohner bleiben stehen, um sich die Sterne anzusehen. Setzen sich hin, um mit einem Getränk oder Essen zu viben. Jagen Insekten hinterher. Riechen an den Blumen. Das macht sie wesentlich lebendiger als bisher.

Dafür wäre etwas mehr Quality of Life schön gewesen. Es ist nett, dass wir nun in der Bestiary sehen, ob ein Tier schon beim Museum eingereicht ist, und auch ein zusätzlich Ausruf, wenn sie zum ersten Mal gefangen wurden. Blathers könnte aber ruhig direkt nach dem Abschätzen der Fossile fragen, ob er die neuen haben darf. Auch wäre es schön, im Shop direkt zu sehen, ob man ein Möbelstück schon besitzt, statt sich da eine eigene Spreadsheet machen zu müssen. Und natürlich das Crafting. Bulk-Crafting, gerade für Sachen wie den Fischköder, wäre toll. Aber auch, vorherige Stufen direkt überspringen zu können. Wenn meine Angel bricht, und ich sowohl 5 Zweige wie auch 1 Iron Nugget habe, lass mich doch gleich die richtige Angel craften, statt erst die Flimsy-Version und die dann upzugraden.

Am neunten Tag war dann das Rathaus der Insel mit der richtigen Plaza gebaut. Was bedeutet das Isabelle jetzt auf der Insel ist. Um die Stadtmelodie oder Flagge zu ändern. Um zu fragen, welche Wertung die Insel hat. Tom Nook lässt einen nun Brücken und Rampen bauen und neue Grundstücke für Häuser hinsetzen. Nachdem man den Campingplatz gebaut hat. Natürlich habe ich erst mal alle Teile der Insel via Brücken und Rampen verbunden über die nächsten Tage. Die nächste Rucksackerweiterung war sofort gekauft, und jetzt gibt es auch die alten Stadtprojekte für Nook-Meilen zu kaufen, um die Insel zu verschönern. Habe ich allerdings noch nicht gemacht, weil ich auf das Terraforming warte. Was der nächste Haupt-Goal ist: Insel auf 3-Sterne-Wertung zu verschönern, um K. K. Slider für ein Konzert anzulocken.

Mabel war übrigens auch wieder da und hat mir angeboten, die Abel-Sister-Schneiderei zu bauen. Was bedeutet, dass ich jetzt auch endlich richtige Outfits kaufen kann! Leider geht ja das Sharen von Custom Designs für mich nicht. Die Nintendo App für die alten QR Codes will mein Smartphone nicht und die In-Game-Methode funktioniert mal wieder nur wenn man Nintendo Online hat. Aber jetzt gibt es auch Anzüge und Westen und allgemein viel mehr gute Sachen schon default im Spiel, es ist also halb so schlimm. Die Umkleidekabine, bei der man gleich mehrere Sachen und auch in unterschiedlichen Farben anprobieren kann, ist ebenso eine tolle Sache. Ich habe mich sowieso ein paar Tage später ruiniert, weil ich das Krönchen für 1 Mille gekauft habe. So viel zu meinem Ersparten.

Andere Besucher waren auch da. Gulliver und Sahara wie immer. Die Sternebeschauende Eule auch, die einem die Zodiac-Möbel als DIYs gibt. Passend, denn Sternenschauer waren eine Konstante in vielen Nächten. Flick und CJ, die NPCs, die auf Fische und Insekten stehen, und bei denen man sie für etwas mehr Geld verkaufen kann, waren ebenfalls sogar mehrmals auf der Insel. Deren Designs sind richtig toll. Ich wünschte fast, sie wären mögliche Bewohner. Label war einen Tag mit einem Stand auf der Plaza. Sie macht jetzt die Fashion-Evaluation. Ihr Thema war „Formal“ was zu meiner Weste eh passte. Kicks hat ebenfalls vorbeigeschaut und verkauft jetzt neben Schuhen auch Taschen.

Den ersten Camp-Bewohner scheint man übrigens nicht los werden zu können. Ich hatte den hässlichen Hamster Graham ignoriert. Aber als er nach ein paar Tagen immer noch da war, hab ich ihn angesprochen, und auch nur die Option gehabt, ihn einzuladen auf der Insel zu wohnen. Der nächste Camper war dafür die tolle rosa Wölfin Freya, gegen die ich aber das Kartenspiel verloren hat, woraufhin sie nicht mehr einladbar war. Ohen Camping sind der Oktopus mit dem Resting Bitch Face Octavian und die Maus mit den grünen Haaren Bree hinzugezogen.

Und nun zum Elefant im Raum. Alles neu macht der April. Es gab ein Dutzend neue Fische und Insekten zu fangen, die ich natürlich direkt in den ersten Tagen abgegrast hatte. Zumal ich auch endlich blaue und schwarze Hybriden hatte, um die Schmetterlinge mit hohen Ansprüchen anzulocken. Für die ersten zehn Tage war die Kirschblüten-Saison. Was ähnlich wie der junge Frühlingsbambus mit seinen eigenen saisonalen DIYs kommt. Am Ende hatte ich den Zauberstab, die Vase mit den Zweigen, der Haufen, den Boden, Teichstein, Uhr, Regenschirm und Tasche. Nett, aber ich hätte echt gern den Bonsai gehabt.

Das richtige Problem ist nämlich der Bunny Day gewesen. Für die ersten 12 Tage im April gab es nun überall Eier. Überall. Alles war Ei. Sie kommen aus den Steinen, sie fallen von den Bäumen, sie werden geangelt, sie sind in den alle zwei Sekunden vorbeihuschenden Ballons. Alles war Ei. Es gibt unglaublich viele DIYs, aber ich wurde so mit denen zugeschissen, dass ich dennoch nach nicht mal einer ganzen Woche alle gecraftet hatte. Es ging mir echt nur noch auf die Nerven. Das erste Fishing Tournament fand statt, und man angelt Eier raus. Ich wollte echt mehr schöne Sakura DIYs haben, aber alles ist Eier DIYs. Dazu kommt dann noch, dass ich irgendwann die ganzen Eier einfach verkauft habe, weil ich hatte ja alles gecraftet und laut dem Osterhasen war das ja das Ziel. Tja, am eigentlichen Bunny Day kommt dann die Retourkutsche: Man muss drei weitere DIYs machen. Viel Spaß die Eier dafür neu zu suchen, wenn man keine aufgehoben hatte. Das hat die erste Hälfte des Aprils ehrlich gesagt mir auf eine sehr saure Note enden lassen. Abgesehen davon, dass das neue Feiertagssystem ordentlich nervte mit all seinen Eiern, ich hätte es schön gefunden, wenn dieses Event und das zur Kirschblüte nicht gleichzeitig stattgefunden hätten.

My First Week with Animal Crossing: New Horizons

Es ist endlich soweit, nach 8 Jahren und dem Überspringen einer gescheiterten Konsole halten wir alle endlich ein neues Animal Crossing in der Hand. Perfekt zu einem Zeitpunkt, bei dem man viel zu Hause zu hocken hat und sich sowieso selbst stresst. Einsinken, Handheld an, Hirn aus, einen virtuellen Alltag in Animal Crossing mit bekannter Struktur geschehen lassen, statt an den unsteten reellen Alltag denken zu müssen.

Der erste Tag ist selbstverständlich wie immer hauptsächlich das Set Up. Immerhin schön, dass man wie in Happy Home Designer endlich direkt sein Aussehen wählen darf, statt luftige Fragen zu beantworten und auf das Beste zu hoffen. Ein direkter Reroll-Button für die anfänglich zur Auswahl stehenden vier Inseln wäre schön, aber ich denke mal, man soll da nehmen, was kommt. Ich habe zumindest nur einmalig von vorn begonnen, weil mir die ersten vier wirklich überhaupt nicht gefallen haben und aus dem zweiten Set dann mein Yumemi herausgesucht. Als erste Bewohner habe ich das Huhn Plucky und das Eichhörnchen Sheldon, während die Frucht Pfirsich ist. Damit kann ich ganz zufrieden sein.

Auch für mein Noch-Zelt habe ich eine nette Stelle gefunden, nachdem ich gar nicht daran dachte, dass zunächst alle Bereiche jenseits der Flüsse gar nicht zur Auswahl stehen. Genau in einer Beuge des Flusses zwischen ihm und einem Teich ist es geworden. Sieht schon ganz schnieke aus. Und boah, das Spiel sieht sowieso super aus, selbst das Unkraut kann sich mittlerweile sehen lassen. Wir sind weit gekommen seit einem N64-Spiel, einem auf GC-Disc geworfenem N64-Spiel, einem DS-Spiel in pixeligerem N64-Look und einem Wii-Spiel in leicht höher aufgelöstem N64-Look. New Leaf und jetzt New Horizons sehen richtig gut aus und ich mag ja auch sehr den im Wind rauschenden Blättern oder Regen auf den Wasseroberflächen zuschauen. Super chillig.

Natürlich sind viele der neuen Mechaniken sehr Smartphon-Gamey. Die Sache mit den Nook Miles neben der eigentlichen Währung, die einem bei gewissen Meilensteinen aber auch durch Daily Tasks zugesteckt werden, sind aber sicherlich eine nette Idee, um die Spielerin bei Stange zu halten und etwas zu tun zu geben, selbst wenn es aktuell nicht viel zu tun gibt. Animal Crossing ist halt bekanntlich sehr langsam und bedächtig. Auch das Crafting soll wahrscheinlich mehr zu tun geben, wobei ich ehrlich gesagt drauf verzichten könnte, dass meine Werkzeuge alle halbe Minute brechen und neu gecraftet werden müssen. Für Möbel und so ist die Idee aber nett. Definitiv eine Verbesserung ist die größere Flexibilität, wo was auf der Insel gebaut wird, und sich vor allem vorher anschauen zu können, wie dies aussieht. Ganz davon zu schweigen, die Häuser der anderen Bewohner selbst hinpflanzen zu dürfen, statt das die sich rücksichtslos dahin setzen, wo ihnen lieb ist.

Das Zeremoniell des Anzündens eines ewigen Leuchtfeuers ist sicherlich auch sehr süß gewesen und passt gut zur Insel-Thematik. Ich persönlich werde jedoch den Stadtbaum etwas vermissen, da ich den nicht nur toll anzusehen fand, sondern auch eine schöne Visualisierung dessen, wie lang die Stadt schon steht und wie viel Lebenszeit man im Spiel verloren hat.

Nach einem kurzen ersten Tag, an dem ich die 5.000 Meilen zur Zeltabbezahlung und die 5 Tiere für Nook überreichte, konnte es mit dem zweiten also etwas mehr losgehen. Nun mit einem hübschen kleinen Häuschen ausgestattet und mit einem Zelt für Eule Blathers, der die ganzen gefangenen Insekten und Fische annimmt. Oder auch nicht, denn nach 15 macht er auch schon wieder dicht, um das vollwertige Museum zu errichten. Aber immerhin konnte die Existenz eines richtigen Hauses gut dafür genutzt werden, um die mittlerweile gefangenen Spezies alle ins Lager zu schmeißen, statt wie einige andere ihre halbe Insel mit Aqua-/Terrarien vollzustellen. Zusätzlich schön, dass kein Schrank im Haus stehen muss, um Lager zu haben, und das dort alles über Icons nun leichter zu finden ist.

Dabei kam es mir so vor, als wären die Wespen nun einfacher zu fangen, solange man das Netz ausgerüstet hat, wenn man den Baum schüttelt. Auch die Maulwurfsgrille war überraschend leicht für mich zu lokalisieren. Was gut ist, jetzt, wo die Schaufel ständig brechen kann. Ganz niedlich ist auch der Einfalls, dass die Werftschaben auf den feuchten Steinen an den Stränden herumliegen. Und der Schillerfalter ist so schön durchringend blau und leuchtend. Der neue Gespensterfisch ist auch total süß. Hach, was eine nette Flora und Fauna. Apropos Flora: Das Geschenk der zweiten Frucht waren bei mir Kirschen.

Heute war zudem Gulliver an den Strand gespült worden. Mittlerweile gibt es aber wohl keine kleine Fragesession zu diversen Ländern mehr, sondern allgemeine Möbel für die Hilfe von ihm. Meine nächsten Meilen nutzte ich dafür, das super praktische Werkzeug-Rad zu kaufen, sowie genauso praktisch die Erweiterung des Inventars. Das ist super nützlich, auch wenn Sachen nun wesentlich größere Stacks haben, einfach weil durch das Crafting natürlich auch viel mehr Slots benötigt werden.

Interessant ist, dass die Nooks nicht mehr für die Nacht schließen, zumindest im ersten Zelt nicht. Es kann also jederzeit Zeug an sie verkauft werden. Beispielsweise die nächtlichen Taranteln, die durch das Anschleichen seit New Leaf glücklicherweise wesentlich einfacher zu fangen sind, und bei mir in New Horizons auch gar nicht mal so selten auftauchen. Zumindest als ich den anfänglich zugänglichen Raum von Unkraut befreit hatte, es also mehr freie Spawn-Fläche für sie gab.

Auch echt nett war, dass sich Bewohner teilweise einfach so auf den Boden setzen, um sich auszuruhen. Keine Ahnung warum, aber das gefiel mir total.

Am dritten Tag hat es dann ganztägig bei mir geregnet. Das bedeutet natürlich, dass es Zeit für die Tradition war, einen Quastenflosser bekommen zu wollen. Ich werde je nie mit bloßem Auge die riesigen Fischschatten von den großen oder gar einigen der medium Schatten unterscheiden können. Viele Seebarsche und Rote Schnapper gingen mir also an die Angel, bis sich zum Tunfisch und Riemenfisch dann tatsächlich ein Quastenflosser gesellte. Und später noch ein zweiter.

Total niedlich sind ja auch die auf den Steinen hockenden Schnecken und wie sie sich in Haus zurückziehen und einfach vom Stein rollen, wenn man ihnen zu nahekommt. Interessant finde ich zudem, dass es den leuchtenden Boden aus dem GC-Spiel wider gibt, bei dem man ein Mal pro Tag Geld ausgraben kann. Zusätzlich zum Geld-Stein natürlich. Der fast nervt, da ich lieber mehr Iron Nuggets aus den normalen Steinen hätte. Das Holz für den Bau des Ladens war nämlich nicht schwer zu bekommen, aber die 30 Nuggets schon.

Deswegen bin ich, nachdem ich die neuen Frisuren und Haarfarben gekauft hatte, für meine Meilen mit Tickets zu randomisierten Inseln geflogen. Auf die anderer Leute kann ich ohne Nintendo Online Subscription ja nicht. Ironischerweise hatten zwei davon meine Starter-Pfirsiche wachsend, die dritte dann immerhin Bambus. Neben dem konnte ich also nur die Kokosnüsse für Palmen mit nach Hause bringen, statt einer weiteren Frucht. Immerhin haben die dort zugänglichen Blumen dazu geführt, dass ich auch die Gottesanbeterin und ihre Orchideen-Variante einsacken konnte. Zusammen zu den nötigen Iron Nuggets.

Als besonderes Schmankerl flog dann am Abend auch noch der Wisp auf der Insel rum, dem man nach dem Erschrecken erst mal seine Seelenteile zurückholen muss. Ich find den ja super sympathisch. Kann ich dem irgendwo ein Grab bauen?

An Tag 4 ging es dann los. Neben dem Museum war auch der Shop der Nooklings geöffnet. Was natürlich auch bedeutet, dass nun nicht mehr rund um die Uhr an sie verkauft werden kann. Wobei es eine nette Verkaufsbox vor dem Eingang gibt, um dort dennoch Dinge abliefern zu können, was dann aber glaube ich einen leicht reduzierten Preis einbringt. Tapeten und Böden nehmen nun keine Verkaufsslots mehr weg, sondern sind mit den Blumen und Werkzeugen in ihrem eigenen Schrank untergebracht, was ich auch sehr angenehm finde. Zunächst einmal war ich eh damit beschäftigt, alles Gefangene ins Museum zu schleppen.

Für mich ist das Museum an sich ja sowieso schon immer das Highlight in den Spielen, aber New Horizons hat sich echt übertroffen. Die Ausstellungen wirken nicht mehr so klaustrophobisch, weil die Räume nun wirklich groß wirken. Und außerdem hat jeder ein eigenes kreatives Design. Bei den Aquarien kann man beispielsweise bei einem in Röhren mitten durchgehen, bei einem anderen durch Bullaugen von hinten reinschauen. Bei den Fossilien gibt es einen Evolutionsraum, bei dem die Schatten der Bewohner-Tierarten auf ihre Vorfahren deuten. Richtig schön verspielt. Auch sind Tiere nicht mehr nur auf ihr eines Getto beschränkt, sondern halten auch andere Räume lebendig. So gibt es im Insektenabteil ein Schmetterlingsrondell mit Brunnen in der Mitte, in dem ein Koi rumschwimmt. Und fliegen aus dem Schmetterlingsraum bekannte dennoch auch teilweise in den anderen Insektenräumen durch die Luft.

Zwei weitere Besucher gab es ebenfalls bereits zu verzeichnen. Sahara war da, um mir den Raum umzugestalten, was ich aber selten annehme. Und Harvey hat mich auf seine Photoinsel eingeladen, dem ich allerdings auch noch nicht nachgegangen bin. Dann haben natürlich die beiden Nachbarn nun endlich ihre eigenen Häuser und ich sollte neben einer Stelle für eine Brücke auch die für drei weitere Hausgrundstücke aussuchen, dem ich natürlich sofort nachgegangen bin. Müssen sogar schon rudimentär eingerichtet werden, bevor neue Bewohner zuziehen wollen.

Ach ja, und da es endlich die Leiter gibt, können nun auch die oberen beiden Plateaus der Insel betreten werden und so dort exklusive Fische wie die Goldforelle oder der am Ende des Monats verschwindende Huchen gefangen werden. Hier oben gibt es auch schon Blumen, bei mir sind es Dahlien. Netterweise scheinen Blumen nicht mehr zerstört zu werden, wenn man drüber rennt, höchsten die Blüte kann zerbrechen. Die auch gesondert gepflückt wird, statt die ganze Pflanze auszureißen.

Zum Start des fünften Tages war der erste neue Bewohner in eines der drei ausgezeichneten Grundstücke eingezogen, nämlich Punchy die Katze, die ich auch sehr hübsch finde. Bisher hatte ich Glück mit meinen Nachbarn. Die Brücke über den Fluss war fertig, wobei mit dem Stab über den Fluss zu springen immer noch schneller und einfacher ist, als zu ihr immer zurückzulaufen.

Tom Nook hat mir gezeigt, wie man nun die einzelnen Möbel ähnlich dem Re-Tail aus New Leaf abändern kann. Beispielsweise beim Schrank die Färbung des Holzes zu bestimmen. Eine der Stachelschweininen war ebenfalls vor Ort, um mir bei einem kleinen Stand etwas an Klamotten zu verkaufen.

Die Dorfbewohner scheinen einem auch immer mal wieder was zuzustecken. Neben DIY-Plänen habe ich beispielsweise einen Emote beigebracht bekommen und da wir nun eine florierend-wachsende Kommune sind, wurde mir heute eine Parkbank und eine Straßenlampe überreicht. Voll nett.

Ansonsten habe ich die Zeit hauptsächlich damit verbracht den Rest der Insel von Unkraut zu befreien. Und da ich Dahlien nicht so schön finde, deren Wuchs auszudünnen und andere Blumen zu pflanzen (Tulpen und Anemonen werden mir verkauft). Außerdem natürlich weiterhin Insekten und Fische gefangen, die aktuell da sind, wobei sich der Ranchu Goldfisch als besonders hartnäckig erwies und ich für den Speerfisch an den Dock einer random Insel musste, weil bei denen dort eher was reinspawned als bei der großen eigenen Insel. Mittlerweile habe ich dann auch eingesehen, dass die randomisierten Inseln wohl zu 90% mit den heimatlichen Früchten/Blumen ankommen und man echt Glück haben muss, mal eine andere zu finden.

Die verbliebenen zwei Tage der Woche waren relativ chillig. Mit dem türkisen Pinguin Sprinkle und dem pinken Vogel Midge sind auch die anderen beiden Häuser bezogen worden. Gulliver wurde erneut angespült und Celeste kam zum Sternenschauen vorbei. Die Kirschen waren ausgewachsen und prompt habe ich eine Insel ohne Pfirsiche bei den Random Islands gehabt. Mit Kirschen. Nook hat angekündigt, dass er das Residetial Services ausbauen wird. Ich gehe davon aus, dass damit sein Zelt kurzzeitig geschlossen wird, und habe dann doch am letzten Tag der Woche schnell meinen ersten Kredit abbezahlt, um das Haus vergrößern zu können. Platz geht mir eh langsam aus. Wobei meine Insel genau wie meine Hauseinrichtung eh noch wild zusammengewürfelt ist. Da mache ich mir erst genauere Gedanken drüber, wenn mehr freigeschaltet wurde und ich mir einen besseren Eindruck eines möglichen Gesamtlooks machen kann.