Fire Emblem Jump!

Es scheint ja bei Fans der Franchise etwas Frevelhaftes zu sein, wenn man erst durch das Anime-lastig sich dem Mainstream anbiedernde Fire Emblem Awakening eingestiegen ist, statt schon bei den sich schlecht verkaufenden Vorgängern mit dabei gewesen zu sein. Kann ich nachvollziehen, ich würde glaube ich auch nicht wollen, dass Leute denken, ich kenne die MegaTen-Serie durch Persona. Hat was mit Nischen-Glaubhaftigkeit zu tun, die im Internet besonders wichtig ist. Ich denke das mein allererstes Fire Emblem das Smartphone-Game für Casual Babies Fire Emblem Heroes ist, würde da schon ein Aneurysma verursachen.

Der Hauptgrund, warum ich bisher zu keinem Fire Emblem gegriffen habe, obwohl es tatsächlich zu GBA-Zeiten kurz zusammen mit Tactics Ogre zu den Untergrundhits gezählt wurde, ist das ich es einfach nicht so mit SRPGs habe. Ich bring weder das strategische Denken noch die Geduld mit, mich langwierig auf eine Schlacht vorzubereiten, und jene dann für bis zu eine Stunde schlagen zu müssen. Ganz einfach und simple Vertreter wie ein Super Robot Wars, Another Bible, Zone of the Enders oder Arc the Lad hab ich sogar mal durchbekommen. Aber dem Spieler wirklich etwas abverlangende Einträge wie Final Fantasy Tactics, Kartia, Arc the Lad II, Devil Survivor oder Shining Force liegen hier angespielt und schnell aufgegeben in der Ecke.

Dementsprechend ist es für mich natürlich nur vorteilig, wenn das Ganze in abgespeckter Smartphone-Variante vorliegt. Nachdem ich mich überhaupt sehr Late to the Party dazu überwunden habe, dem doch eine Chance zu geben. In dem nur auf das farbig kodierte Waffendreieck geachtet werden muss, um zu sehen wer gegen wen gut ist. Mit einem schnellen Wischen des Touchscreens ist der Charakter übers Feld geschoben. Die Areale sind klein und mit weniger als einem Dutzend Einheiten ausgestattet, darunter vier Charaktere, die man selbst mitbringen kann. Und was für eine der drei Farben plus neutral die enthaltenen Gegner sein werden, um das eigene Team darauf einzustellen, ist auch vorher angezeigt.

Natürlich gibt es die üblichen Smartphone-Dinge, die zum Investieren echten Geldes anregen sollen. Seltenere Einheiten mit mehr Sternen haben besseres Level-Wachstum. Einheiten können geopfert werden, um andere zu verstärken. Über diverse unterschiedliche Gegenstände können Einheiten auf vielfältige andere Art und Weise verbessert werden. Doch all das ist insgesamt überschaubar, optional, und durch das Bestehen der Kämpfe im Spiel gibt es sie auch, nur halt eben wesentlich langsamer.

Was mir allerdings natürlich etwas abgeht, ist der Fanservice, da ich kein Fan der Franchise bin. Ich meine das Spiel hat über 600MB Platz eingenommen, was schon enorm ist, einfach weil es über 100 Einheiten quer aus der Fire-Emblem-Serie gibt, und die auch noch mit unterschiedlichen Event-Artworks aufwarten müssen. Damit man halt auch immer wieder neue Einheiten beschwören können möchte, selbst wenn man ein starkes Team hat, weil jetzt gibt es auch deinen Lieblingscharakter aus Spiel XYZ, oder die Recken in Badehosen, oder die Mädels mit Hasenohren etc. Mir geht es halt total ab, die Charaktere, die ich beschwöre, auch in der Franchise an sich einordnen zu können und wiederzuerkennen. Genauso habe ich es schnell gelernt, jegliche Story-Szenen zu überspringen, weil der Crossover-Blödsinn einem auch absolut nix bringt, wenn man die Charaktere nicht wiederkennt.

Wo ich natürlich gleich viel schneller hinterher war, war Karpardor Jump. Gerade rechtzeitig erschienen, als ich endgültig mich dazu entschlossen hatte, Pokemon Go vom Gerät zu löschen. Ist natürlich das übliche Aufzuchtspiel, also ganz mein Ding. Füttern, damit es wächst, wenn es ausgewachsen ist durch einige Arena-Sprung-Kämpfe gehen, und dann von vorn beginnen, diesmal mit einem Boost im Wachstum. Und nebenbei auch noch Collectathon-mäßig verschiedene Färbungen und Musterungen sammeln. Was kann man schon mehr wollen? Eine süße Optik und humorige Begleittexte, die gibt es nämlich auch. Herzig und kurzweilig halt, auch wenn nach einer Zeit ermüdend, da der Grind natürlich exponentiell zuzunehmen beginnt.

Aber von daher hat es Nintendo schon drauf ihre Milk-Franchises qualitativ ganz Ok auch auf den Videogame-Markt der Moderne, nämlich das Handy, zu bringen.

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Nuzlocking Pokemon X! Episode 1: Many Bugs and Plenty of Cafés

ava-2142Pokemon X/Y sind für Nuzlocken wohl verpönt und beliebt gleichermaßen. Ein wenig verpönt, da durch die neue Funktionsweise des EXP-Teilers das Ding noch einfacher ist, als es die Spiele eh schon sind. Beliebt allerdings, weil es so viele verschiedene Pokemon gibt, während man bei anderen Edition gern mal – gerade zu Beginn – mit sehr ähnlichen Teams rumläuft, da es auf frühen Routen nur 2 oder 3 Pokemon zur Auswahl gibt. Und hey, wozu gibt es denn tausend verschiedene Sonderregeln, spielt man halt mit einer No-EXP-Share-Rule.

Ok-ok, also sich von Prof Sexy McScruff begrüßen lassen, der typisch nicht sagen kann, ob wir ein Junge oder Mädchen sind, obwohl in X/Y die Charaktermodelle ja erwachsen genug sind, als das dies nun offensichtlich ist. Oder auch nicht, wird könnten ja Crossdresser sein und man will nicht voreingenommen sein, nich? Diesmal schicke ich die arische Version des Hauptcharakters mit Namen Ekkusus durch die 4th Wall nach Pokemon-Frankreich. Mom hat echt extrem was dagegen, im Pyjama zu Hause rumzulaufen, die alte Spießerin. Liegt wahrscheinlich daran, weil sie uns umgehend los werden will, um Me-Time mit Good Vibrations zu haben. Dass ich mich selbst anziehen muss, aber kein Outfit aussuchen darf ist eh Bullshit D; Und dass es im PC im Zimmer keinen Trank abzustauben gibt, ist sowieso der Schock schlechthin.

Da Mom zudem zu geizig ist, um uns das Rihorn mizugeben, das im Vorgarten chillt, müssen wir wohl oder übel über die Route 1, die kein Grass hat, und somit keine Pokemon bereithält, in die Nachbarstadt. Dort so tun, als würden wir die Wildfremden Kids mögen, selbst einen Spitznamen X-kun annehmen, was schon echt aufdringlich ist in einem ersten Aufeinandertreffen, damit die uns einen Starter schenken. Froxy ist eigentlich zu cool, um ihn nicht zu nehmen, und so ist Tenchufrog im Team :3 Schnell noch Mom den Brief vom Prof gegeben, in dem er darum bittet, uns als Boytoy unter seine Obhut nehmen zu können, und schon sind wir auf und davon. Rihorn will sogar mit kommen, aber Mom mischt sich leider ein, blergh T_T Fang ich mir halt mein eigenes!

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Also auf das erste Pokemon zu fangen, Pokebälle natürlich vorher gekauft, da man in X nicht zum Start 5 geschenkt bekommt. Dachte ich zumindest, ein paar Schritte in Route 2 gibt es doch ein Fangtutorial und 10 Gratisbälle. Ein Taubsi ist es, das ich Pecker nennen wollte, aber den Namen lässt Nintendo nicht zu, also heißt das Vieh jetzt langweilig Gust. Wobei ein Taubsi an sich ja auch langweilig als erster Fang war. Im Wald, wo wir noch einen praktischen Healbot dabei haben, war es Cocoon das Raupi geworden, welches ich in den vorigen Nuzlockes echt gern haben wollte, hier aber lieber ein Purmel gehabt hätte. Auch Route 3 gönnt mir keines, sondern Roger das Scoppel, Route 22 nur das Azurill Bounce.

Kommen wir also zur ersten Arena mit Violas Käferpokemon. Davon hat sie nur zwei, wobei Geweiher direkt zu zwei Windstößen von Gust fällt, seine eine Aktion an Regenmacher verschwendet. Durchaus kein schlechter Move, wenn der Gegner versuchen würde, die Käfer mit Feuer zu besiegen. Hauptgegner und schon ihr letztes Pokemon ist das prächtige Vivillon. Ein Härtner, ein Tackle, einen Trank, und zum Schluss Plage, und wiederholte Windstöße befördern auch den Schmetterling in die ewigen Jagdgründe. Der Sieg bringt mir den Krabbelorden ein, und noch viel wichtiger den EXP-Teiler, das rettende Instrument für Raupis, Karpadore etc. >:3

Auf Route 4 gibt es ein Wadribie, genannt Maya. Meh, ein weiterer Käfer, und dann ist es auch noch männlich und kann sich somit nicht entwickeln. In Paris gibt es auch beim Treffen auf Prof SexyGruff ein weiteres Pokemon, zumindest nachdem wir die Kanto-Starter im Kampf besiegt haben. Gust nutzt Windstoß gegen Bisasam, ruchzuckhiebt Shiggy, und den Abschluss macht Tenchufrogs Aquawelle gegen Glumanda. Eines davon schenkt er uns, und eigentlich wäre Bisasam ja ein No-Brainer für mich, ich habe diesmal aber doch mal Glumanda gewählt und Lizzy getauft.

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Ich glaub, ich hätte gar keine Pokebälle je im Spiel für eine Nuzlocke kaufen müssen. Zu Beginn werden 10 geschenkt, hier in der Stadt sind noch ml 5 Luxus-, 3 Timer-, und 3 Flottbälle dazugekommen, dann hier und dort noch mal nen Super- oder Netzball finden, und man hat so viele, wie es Fanggebiete gibt. Was Japaner übrigens mit Frankreich gleichzusetzen scheinen, abgesehen von stylischer Mode, die jeder trägt, was in einem JRPG aber nicht besonders markant anderen Genrevertretern gegenüber ist, sind Cafes. Jede Stadt hat mindestens eines davon bisher gehabt, und Paris gleich an jeder Straßenkreuzung ein neues zu bieten.

Weiter geht es auf Route 5, wo uns Sparks das Plusle in einen Ball läuft. Auf dem Weg zum Schloss auf Route 6 springt mich aus einem Busch spontan ein weiterer Käfer für die Sammlung an: Violet das Toxiped. Der Doppelkampf gegen die Coifwaffs hier war für ihr Level 14 echt hart übrigens, die hätten meine drei Headliner alle beinahe besiegt bekommen. Im Palast an sich, bzw im Vorgarten davon, treffe ich übrigens auf den Fotografen, der an gewissen Stellen im Spiel einen Schnappschuss vom Charakter machen kann. Eine Funktion, die wesentlich besser hätte sein können. Warum nicht wie in Animal Crossing: New Leaf den Spieler jederzeit und überall einen Screenshot machen lassen? Warum nicht zumindest dem Spielercharakter ein Smartphone in die Hand drücken, wodurch jederzeit außerhalb von Kämpfen/Storycutscenes ein Selfie wie in Legend of Zelda: Wind Waker HD gemacht werden kann? Warum nicht zumindest, wenn schon einen auf Earthbound machen, und nur an fixen Touristenplätzen einen Dritten ein Foto produzieren lassen dürfen, zumindest die Option geben, dass man sein aktuelles Pokemon-Team, oder zumindest den Headliner des Teams mit dem Charakter auf dem Bild hat?

Pokémon Mond

ava-2124Ok, sind wir also bei den neuesten Pokemon-Editionen angekommen, nachdem letztjährig ein wenig kreuz und quer durch die Dekaden der Franchise gezockt wurde. Pokemon Mond ist es geworden, weil mir nun der Metalllöwe oder die Vampirfledermaus irgendwo egal sind, aber Mond ist besser als Sonne, feddisch.

Führte witzigerweise auch dazu, dass ich das mit reichlich Bloom überzogenen Tropeninsel-Panorama zum Großteil bei Tageslicht erleben durfte, was dem irgendwo schon besser steht. Obwohl es genau andersrum gedacht ist, zu den wie immer zum Großteil kosmetischen Unterschieden zwischen den Editionen gehört nämlich, dass bei Mond die ingame Uhr gegenüber der realen im 3DS um 12 Stunden verschoben ist, damit die kindliche Zielgruppe, wenn bei ihnen Tag ist, hauptsächlich im Spiel Nacht haben und auch den Titelgebenden Himmelskörper sehen. Ich hab eher nach sechs Uhr abends gespielt, und dementsprechend fast immer Tag gehabt.

Ansonsten, joa, die Inselregion bringt schon frischen Wind in die angestaubte Serie, wobei ich persönlich X/Y im Gegensatz zu so vielen anderen auch nicht als so extrem gehabt empfand, sondern schon meinen Spaß dran hatte. Und letztendlich wirkt Sonne/Mond auch einfach frischer, als es wirklich geworden ist, denn ein Großteil der Struktur und das Gameplay sind gewohnte Kost, die man so schon immer hatte.

Der größte Unterschied ist wirklich, dass die Arenen abgeschafft sind. Stattdessen hat jede der vier Inseln eine bis drei Inselprüfungen, bei denen man in einem überschaubaren Dungeon irgendeine Aufgabe erledigen muss, die in einem Bosskampf kumiliert, also Pokemon RPGiger als bisher macht. Anschließend wird dann allerdings immer noch gegen einen Inselkönig analog zu einem Arenaleiter angetreten. Und eine Top 4, die eigentlich auf fünf Auseinandersetzungen besteht, bildet das Ende, kurz nachdem die eigentliche Handlung um das aktuelle Team abgeschlossen wurde. Mit dem Unterschied, dass das Tropenarchipel keine so Prestige-lastige Region wie bisher ist und deswegen dies erst den Aufbau der Liga darstellt, man den ersten Champion abgibt. Wer weiß, wenn man fünf Jahre später hierher zurückkehrt, gibt es eventuell die altbekannten 8 Arenen mit ihren Orden, statt die Inselreise mit ihren Aufgaben.

Was Sonne/Mond auch mit sich bringen, sind ein paar weitere Benutzerfreundlichkeiten, die streng genommen eh schon lange überfällig sind. Wie blöd war es doch, immer einige Plätze im Team an VM-Sklaven verschwenden zu müssen, weil man in dem einen Dungeon voller Dunkelheit ist, weil es zur Siegesstraße nur über Surfer und Kaskade geht, oder um einfach überall schnell per Flug hinwarpen zu können. Endlich, nach 20 Jahren, ist das abgeschafft. Die Fähigkeiten an sich gibt es immer noch, aber sie sind unabhängig vom aktuellen Kämpferteam. Auch mehr als dankend angenommen ist, dass nachdem ein neues Pokemon bei einem vollen 6er-Team gefangen wird, das Spiel nachfragt, ob man es nicht vielleicht gleich einwechseln oder lieber für den Rest seines Daseins in der Box versauern lassen will. Was ich mir gut vorstellen könnte, was nicht jedem so gefällt, ist das nun, nachdem man einmalig ein Pokemon umgenietet hat, bei den nächsten Kämpfen seine Schwächen angezeigt werden. Ähnlich wie dem universalen EXP-Share, den X/Y eingeführt hat, und der in Sonne/Mond auch dabei ist, finde ich das ganz gut. Letztendlich ist Pokemon so oder so nicht schwer, und ich persönlich hatte eh immer eine Typen-Affinitäts-Liste nebenher offen, falls ich mir mal unsicher bin. So sagt mir das Spiel halt gleich, was geht und was nicht. Oh, und der neue Pokedex zeigt einem immer an, wo der nächste Story-Trigger ist, gut wenn sich ein NPC mal nicht so klar ausgedrückt hat, man nach viel Pokemon-Nachfangen den Faden verliert, oder nach längerem Nicht-Spielen erneut einsteigen will.

Was ich allerdings dann ab der nächsten Generation gern sehen würde, wäre eine Option des Quick-Loads. Wenn ich meinen letzten Speicherstand erneut laden will, muss ich immer noch das Spiel über den Home-Button pausieren, das Spiel beenden, es über das Home-Menü neu starten, und dann meinen Speicherstand laden. Inklusive deutlicher Verzögerung bei jedem dieser Schritte, die bei 3rd-Party-Spielen nicht auftreten. Das ist natürlich immer so eine Sache mit den legendären Pokemon, gerde mit That One Legendary, welches irgendwie immer dabei ist, welches aus dutzenden Hyperbällen springt, nur um nach dem xten Reset im ersten zu bleiben. Plus einige zusätzliche Resets, wenn man es versehentlich totgeschlagen hat. Da merkt man erst mal, wie lange der Neustart des Spieles wirklich dauert und beginnt sich existentielle Fragen zu stellen. Wie ob das Fangen des Legendaries zum Selbstzweck dies wirklich wert ist? Wie lange man noch zu leben hat, und wie viel man davon im Post-Game verschwenden möchte. Und warum es eben keine schnelle Reload/Retry-Funktion im Spiel gibt.

Auch aufgefallen ist mir, dass die Pokemon in dieser Edition echt eine hohe Diversität an Fähigkeiten lernen. Ich persönlich habe ja gleich der Sache abgesagt, alle 300+ Pokemon fangen zu wollen, weil bin ich denn blöd und noch mal 15, und selbst damals waren es nur 150. Stattdessen habe ich den ganzen alten Gesichtern Lebewohl gesagt und beschlossen nur wirklich neue Pokemon der Edition zu fangen. Und die Alola-Formen alter. Deswegen von 245 gesehenen auch nur 80 gefangen, und da sind einige alte dabei, die man geschenkt bekommt, oder die eine Vorstufe zu einer neuen Alola-Form darstellen. Und den Ash-Quajutsu aus der Demo hatte ich übernommen, stimmt schon. Der Rest meines Siegerteams ist allerdings komplett neu gewesen:

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Na ja, auf jeden Fall war mir eben aufgefallen, dass eigentlich jedes dieser Pokemon gute Moves von 3-4 verschiedenen Typen lernen konnte. Ganz ehrlich gesagt habe ich mal wieder den Großteil des Spieles einfach mit meinem Starter platt gewalzt, selten oder nur bei dessen ebenfalls seltenen Ableben ein anderes eingewechselt. Ich meine mit einem Skill vom Typen Unlicht, Pflanze, Geist und Flug deckt der eh schon gut Schwächen ab, und ist irgendwann eh überlevelt stark gewesen. Wobei die Top 5 schon ein wenig knackiger waren, als ich das erwartet hatte, nach einem sehr einfachen Spiel. Das war auch fast das einzige Mal, wo ich die neuen Z-Moves eingesetzt habe, die sozusagen eh ein OHKO-Button sind, herrlich bescheuerte Auslöse-Verrenkungen beim Hauptcharakter mit sich bringen, und ordentlich auf die FPS gehen.

Die sind allgemein ein Problem im Spiel, noch viel mehr als in X/Y, wobei es interessant wäre, ob die auf einem New 3DS gleich viel besser laufen. Jedenfalls wann immer mehr als zwei Pokemon im Kampf stehen, was gerade durch das neue Hilferuf-System, in dem die Dungeon-Bosse aber auch teilweise wilde Pokemon einen Partner herbeirufen, gar nicht so selten ist, sowie wann immer die Partikeleffekte eines Z-Moves augelöst werden, geht das Spiel mal so was von in die Knie. In einem rundenbasierten RPG sind Kampf-FPS natürlich nebensächlich, aber mich würde nicht wundern, wenn einige der Kämpfe mit 3 Pokemon + 3 Trainern + Z-Move gleichzeitig angezeigt im einstelligen Bereich rumdümpeln würden. Das war schon echt hart.

Mir als jemandem, der nur Neues gefangen hat, ist vor allem auch aufgefallen, dass die Pokemon-Verteilung manchmal etwas merkwürdig ist. Viele Areale scheinen nämlich weiterhin hauptsächlich altbekannte Pokemon in den häufigen Encountern zu haben und die Editions-Neulinge entweder in den raren Begegnungen zu verstecken, oder die immer gleiche Hand voll plus ihre Entwicklungen zu führen. Und mit altbekannte Pokemon meine ich richtig altbekannte Pokemon, so aus den ersten drei Generationen und so. Ich müsste wirklich nicht zum xten Mal ewig in Raupis und Wingulls rennen, durch Zubat-infizierte Höhlen gehen oder hauptsächlich Karpadore an der Angel haben. Die Alola-Formen bekannter Pokemon sind da eine echt niedliche Idee gewesen, genauso das Touristen-Trainer ihre gewohnten Formen dabei haben, doch gab es mir von denen ein bisschen wenige. Gerade wo bei ein paar davon auch nur eine von mehreren Entwicklungen bedient wurden, und warum ausgerechnet das Formen-Aushängeschild Evoli keine Alola-Form hat, will sich mir eh nicht erschließen.

Allgemein hat mir das Design der Inselregion sehr gefallen. Wobei ich ja schon etwas aufstöhnen musste, als auch Nicht-Hawaii plötzlich mit einer ostasiatischen Stadt ankommen musste. Aber ansonsten ist das Tropendesign echt schnieke. Die neuen Pokemon sind zum Großteil niedlich oder cool (mit der großen Ausnahme der Ultra-Bestien). Und das Charakterdesign ist auch sehr Augenfreundlich. Nicht nur, weil die Hälfte der Bevölkerung aus DILFs mit V-Torso in engen Shirts oder Pretty Boys auf dem Weg zu einem zu werden besteht. Nicht nur weil Professor Kukui wie die Stripper-Version eines Professors rumläuft und auch noch mehr Pandering eingebaut wurde, in dem er als Lucha Libre hobbyisiert. Sondern beispielsweise auch das Design der Aether-Foundation, welches doch sehr an Osamu Tezuka und Tatsunoko-Serien erinnert ist echt nett, genauso wie das Homie-Design von Team Skull. Und natürlich gibt es wieder Boutiquen voller Kleidung, um den eigenen Charakter zu pimpen. Wobei leider keine Selfies mehr wie in X/Y gemacht werden können, sondern die Kamera stattdessen zu einem Pokemon Snap ähnlichen Minigame genutzt wird. Nett, aber die Photo-Spots für die Selfies haben mir auch gefallen, und ich hätte eher gedacht, das man die diesmal zu mehr und mit den Team-Pokemon aufgenommenen Fotos erweitert, statt sie komplett zu streichen.

Die Handlung ist auch ganz Ok, nehme ich mal an, zumindest für ein Pokemon. Alles in sehr cineastischen Cutscene präsentiert und definitiv eine der besseren Geschichten der Serie. Ich meine es sollte gleich klar sein, dass die Aether-Foundation der wahre Antagonist sein wird, nicht die trotteligen Team Skull. Genauso wie nicht überraschen sollte, dass die einzigen drei Charaktere mit Porzelan-weißer Haut, grünen Augen, und blonder Mähne in ähnlichem Frisurendesigns miteinander verwandt sind. Aber eine gewisse Komplexität und vor allem Präsenz hat die Fabel für ein Kinderspiel durchaus zu bieten und ist definitiv nicht wirklich langweilig, nur halt vorhersehbar. Was nicht überrascht, weil Pokemon, nicht?

Jedenfalls, um mal langsam zu einem Ende zu kommen, hat mir Pokemon Mond schon sehr viel Laune gemacht, und ich das Ding in Windeseile während meines Urlaubs durchgezockt gehabt. Sogar in das Post Game habe ich einige Stunden geschaut. Darin dann hauptsächlich die beiden Geschenk-Pokemon abgeholt, mich beim Kampfbaum kurz Trainer Blau gestellt (20 Jahre älter sind auch die Original-Editions-Trainer ziemlich er-DILF-t), dann aber dort eigentlich nichts mehr gemacht. Die 4 Inselgötter hab ich noch gefangen und sogar das Quest mit den Ultra-Bestien begonnen, aber als ich die zweite davon doch gleich vier Mal fangen sollte, war die Luft irgendwie auch schon wieder raus. Aber nach etwas über 30 Stunden lässt sich da auch nicht meckern, ich hatte meinen Spaß und war gut vom Main Game gefesselt worden.

Pokemon TCG

ava-2105Kurz vor dem Neujahr noch schnell einen letzten Beitrag zu Pokemon in dessen Geburtstagsjahr rausgehauen. Und zwar zum Pokemon Trading Card Game. TCGs hatten ja um die Jahrtausendwende einen neuen Boom, so dass so ziemlich alles, was auch nur den Hauch von Geldverdienst versprach, zu dessen Merchandising auch eine Karten-Verwurstung bekam. Und das teilweise nicht nur in physikalischer Sammel-Alle-Form, sondern durchaus auch als versofteter Spiele-Form. Monster Rancher, Yu-Gi-Oh, Suikoden, SMT: Devil Children, Kindgom Hearts, Grandia u.v.m. Darunter schafften es auch die Pokemon-Sammelkarten zwei Mal auf ein GBC-Modul und einmalig auf dem DS, wobei allerdings nur die erste Version auch außerhalb Japans erschien.

Das erste Spiel geht dann weitestgehend einer ähnlichen Struktur nach, wie auch die Haupteditionen. Zumindest wenn man dort die eigentliche Reise durch die Region mit einer Übersichtskarte ersetzen würde, auf der man die Arenen einfach nur anklickt, um direkt dorthin zu gehen. Und halt mit Karten kämpft, statt arme Wildtiere in Bälle zu sperren und dann aufeinander zu hetzen.

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Aber ansonsten… joa, ein Professor gibt einem das erste Deck, bei dem man sich zwischen Feuer, Wasser und Pflanze aussuchen kann, und dann werden 8 Arenaleiter besiegt, anschließend die 4 Champions und der ebenfalls just an ihnen vorbei gezogene Rivale, der auch davor schon immer mal wieder dazwischen gesprungen ist. Am Ende gibt es dann halt keinen Eintrag in die Siegeshalle, sondern vier legendäre Pokemon-Karten. Die drei legendären Vögel der Generation Eins… und Dragoran, hm. Kein Mewtwo oder Mew? Ok, auch gut.

Es kann natürlich beliebig oft gegen die Arenaleiter und die ein bis vier anderen in der Arena rumstehenden Trainer gekämpft werden, um weitere Decks zu gewinnen, aus dem man dann früher oder später das eigene Superdeck zusammenstellt. Dennoch ist die Spielzeit selbstredend relativ übersichtlich, wenn nicht wirklich jede einzelne mögliche Karte gesammelt werden soll.

Was die Kartenkämpfe angeht ist das Ding recht simpel gestaltet, zumindest für mich der noch Magic the Gathering kennt, aber Pokemon richtet sich natürlich auch an eine wesentlich jüngere Zielgruppe. Ein Deck besteht aus 60 Karten, darunter Pokemon der verschiedenen Typen, die dazugehörige Energie, und dann noch sogenannte Trainer-Karten, unter die allerdings alles fällt, was sozusagen Extra-Sachen offeriert. Ein Pokemon zu aktivieren kostet keine Energie, und es ist immer nur eines das aktive Kämpferpokemon, die restlichen, soweit man welche auf der Hand gezogen hat, kommen auf die Auswechselbank, von der sie nach dem Tod des aktiven Kämpfers nachrücken. Energie-Karten werden direkt an die einzelnen Pokemon geklatscht, um die entsprechenden Skills von ihnen auch auslösen zu können. Ein Münzwurf ist eventuell notwendig, um so Dinge wie eine Paralyse- oder Schlaf-Nebenwirkung zu aktivieren. So weit so einfach. Ansonsten gibt es wie gesagt noch die Trainer-Karten, die alles beinhalten vom neuen Mischen der Karten, dem Gegner Energie von einem Pokemon abzuziehen, oder schlichtweg zu heilen oder den Angriff in der nächsten Runde zu boosten.

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Gewinnbedingungen gibt es dabei zwei. Die erste wäre, dass eine der beiden Seiten nach dem Ausscheiden des aktiven Kämpferpokemons keine Nachzieher auf der Bank sitzen hat. Ansonsten werden am Anfang des Kampfes, je nachdem gegen wen angetreten wird, zwei bis sechs Gewinnkarten aus dem Stapel gezogen. Wann immer das aktive Pokemon des Gegners besiegt ist, zieht man davon eine, sozusagen als Extra-Zug diese Runde. Wer jedoch alle Gewinnkarten bereits eingesackt hat, hat ebenfalls gewonnen, egal ob noch Pokemon von der Bank des Gegners nachrücken könnten.

Insgesamt ist das Spiel ganz Pokemon nicht allzu schwer, wobei natürlich viel zum einen davon abhängig ist, wie man sein Deck zusammenstellt, aber schlichtweg auch eine gute Portion Glück involviert bleibt, wenn es um das Ziehen der Karten geht. Mal hat man sie fast perfekt so, wie sie gebraucht werden, dann eher wieder nicht. Mal hat der Gegner direkt seine Mörder-Karte auf der Hand, dann zieht er wieder nur zwei Luschen und man gewinnt innerhalb weniger Runden, weil er sonst nix mehr auf der Bank sitzen hat.

Mewtwo! I Am Here & The Terrifying Mirage Pokemon

ava-2104aZwei weitere Specials können wir noch beackern, dann haben wir alles in Über-Normal-Folgen-Länge abgearbeitet. Denn Pokemon Origins gab es bereits vor geraumer Weile (und genau genommen ist das eine 4-teilige Miniserie und kein durchgängiger Film). Den Anfang macht das allererste solche Langfassungs-Special Mewtwo! I Am Here! aus 2000. Das ist der Fernsehfilm, der ein direktes Sequel zum allerersten Kinofilm darstellt, und im Westen auch direkt auf DVD vermarktet wurde.

Startet dann auch mit ein paar Minuten Recap-Szenen aus besagtem Film, deutlich abgesetzt da immer noch in 16:9 im Gegensatz zum Haupt-Fernsehfilm in 4:3. Nur das es keine Narration zu den fast beliebig gewählt zu scheinenden Szenen gibt, weswegen derjenige, der den ersten Kinofilm nicht geschaut hat, keine Ahnung hat, was er da sieht und geschieht. Immerhin hat man die blöde Zum-Leben-Heulerei rausgelassen.

Und natürlich laufen Satoshi, Kasumi, Takeshi und unser reguläres Team Rocket aus Musashi, Koshiro und Nyarth direkt Mewtwo erneut über den Weg, der jetzt mit seinen Klon-Pokemon irgendwo auf einer Insel chillt und pseudo-philosophischen Mist vor sich hin labert, statt wirklich was zu tun.

Da sind seine Klon-Pokemon schon seltsamerweise viel aggressiver, dafür das die es im ersten Film eigentlich nur durch seine Fremdsteuerung waren. Oder auch nicht. Je nach Szene. Das Klonkatchu beispielsweise meint zu Mewtwo das Pokemon, auch geklonte, in die Außenwelt bei die Menschen gehören, sobald unser Trupp an Menschen und Nicht-Klonen auf der Insel eintrifft, schreit er allerdings Krieg und Mord, nur um anschließend mit Nyarth und Pikatchu zusammen zu arbeiten. Schon etwas schizo.

Jedenfalls will Rocket-Häuptling Sasaki immer noch Mewtwo kontrollieren und kommt deswegen mit seiner Armee vorbei, nimmt die Klonmons als Geiseln. Mewtwo vergisst, dass er mächtig genug ist, um seinen ihm direkt gegenüberstehenden Erpressern via Psychokinese den Kopf explodieren zu lassen, das Gedächtnis zu löschen plus sie weit weg zu warpen, oder einen Berg auf sie zu platzieren, sondern lässt sich fangen. Aber na ja, so kann er halt ein wenig verletzt werden, so dass Satoshi ihn mit dem reinen Wasser der nahen Quelle, über die die Charaktere den ganzen Film über zu labern nicht aufhören wollen, wieder heilen kann, bevor er wirklich Team Rocket weg beamt und deren Gedächtnis löscht. Und alle lernen die Lektion, die sie eigentlich am Ende des ersten Kinofilms bereits gelernt haben sollten.

Das war es auch schon mit Mewtwo! I Am Here! ein recht simples Konstrukt, das viel Zeit an Gelaber über Wasserquellen und Mewtwos Monologe darüber, ob auch Klone einen Platz in der Welt hätten, verschwendet. Dafür ein sehr launiges Team Rocket und eine nett-schnippische Kasumi, die man so aus den Filmen gar nicht mehr richtig kennen mag.

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Mit The Terrifying Mirage Pokemon gelangen wir zu einem weiteren Special mit Mewtwo und eines zum 10-jährigen Bestehen der Franchise. Welches sogar im Westen vor Japan ausgestrahlt wurde. Im Gegensatz zu den anderen Fernsehfilmen ist es auch relativ kurz geraten, mit 45 Minuten knapp von doppelter Folgenlänge statt die Stundenmarke zu durchbrechen.

Jedenfalls ist Satoshi mit seinem Trupp – er hat hier neben Takeshi die beiden Nerv-Geschwister Haruka und (ugh) Mastao dabei -, sowie Professor Oak und Kasumi von einem anderen Prof eingeladen, um Freundschaftskämpfe gegen dessen Mirage-Pokemon zu machen. In seinem Labor, welches aussieht wie ein Schloss, was natürlich total vertrauenswürdig ist, der Dr. Yung ist garantiert kein Fiesling.

Mirage-Pokemon sind übrigens im Prinzip Cheats, denn das sind nur virtuelle Versionen statt echte Viecher, von daher kann man nicht nur nach Belieben jedes Legendary beschwören, sondern auch mal locker flockig jeden Typus geben oder jede mögliche Attacke draufziehen, so dass das Vieh im Prinzip komplett unantastbar wird. Sofern man die Daten hat. Und die will das Phantom der Oper für Arme, Mister Mirage, von Professor Oak haben, um das ultimative Pokemon zu beschwören. Denn ganz logischerweise bedeutet ein Zutritt zu Oaks Database auch, dass er darüber auf alle Pokemon-Forschungseinrichtungen und Poke-Center der Welt zugreifen kann. Macht Sinn. Stellt sich jedenfalls raus das perfekte Pokemon ist ein Mirage-Mewtwo, weil hier gab es Arceus wohl noch nicht.

Aber Oak ist ja nicht auf den Kopf gefallen, sondern macht den unglaublichen Logiksprung, dass die Tatsache, dass der maskierte Mr. Mirage Mew als Fehlexperiment bezeichnet, was Dr. Yung nie machen würde wenn er ein guter Professor wäre, bedeutet das Dr. Yung hinter der Maske stecken würde. Häh? Na ja, Mew besiegt Mewtwo, Yung verschwindet, und der Film endet mit einem to be continued, ist aber im Prinzip auch ganz brauchbar so abgeschlossen.

Eh, war jetzt nicht so der Renner, aber mit 45 Minuten immerhin überschaubar und schnell rum. Netterweise war der Film schlau genug, Masato für weite Teile aus der Handlung zu entfernen, außerdem ist Satoshi mal nicht der Allesretter-Jesus sondern Mew macht das so ziemlich im Alleingang. So wirklich spannend war das Ding allerdings auch nicht, obwohl eigentlich viel gekämpft wird. Liegt vielleicht auch daran, dass das Budget non-existent war und ich noch kein Stück animiertes Pokemon zu sehen bekommen habe, welches so billig und schlecht gezeichnet ausschaut. Da hilft es auch nicht in jeder zweiten Szene Dutch Angles zu nutzen, um Spannung zu suggerieren, die einfach nicht existiert.

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The Archdjinni of the Rings & The Legend of Thunder

ava-2102Kommen wir mit The Archdjinni of the Rings: Hoopa also zum letzten Kinofilm. Oder besser gesagt zum vorletzten, nur dem letzten hier jetzt zu besprechenden, da die Japaner wie immer Jahres-pünktlich im Juli bereits die Nummer 19 in die Lichtspielhäuser gebracht haben.

Diesmal befinden wir uns in der arabisch angehauchten Region der Pokemon-Welt, in der nach Anime-Standards alle Turban tragen und in Lehmhäusern wohnen. Abgesehen von Möchtegern-Dubais Glasfassaden-Downtown natürlich, aber selbst da sind die Vororte lehmig.

Jedenfalls geriet die Bevölkerung von Nicht-Dubai an Hoopa, ein Legendary mit dem Intellekt eines Kleinkindes, welches etwas zu häufig auf den Kopf gefallen ist, der im Gegenzug zu bereitgestelltem Essen deren Wünsche-Erfüller wurde. Da die Bewohner per Pokemon-Welt-Standard auch nicht unbedingt mit viel IQ gesegnet sind und sich in einer reichen Stadt voll langweilig leben lies, änderten sich die Wünsche irgendwann von „im Wohlstand leben“ und „nicht hungern oder dursten müssen“ und „keinen Krieg zu fürchten haben“ in eher schaulustige „Hey zeig uns deine Legendary-Stärke, in dem du gegen andere Legendaries kämpfst“, was ob deren Brawl beinahe die Stadt wieder gepättet hätte, wenn nicht jemand die Macht von Hoopa in eine Flasche gesperrt hätte.

Bis jetzt dessen Enkel so dämlich sind, und Klein-Hoopa dessen Kraft zurückgeben wollen, weil sie so nett mit ihm als Spielgefährten aufgewachsen sind, und natürlich prompt alles schief läuft. Satoshi und Co. sind auch da, weil die Stadt das Zentrum der Donuts ist – hey das mag vielleicht nicht mit dem arabischen Thema einhergehen, aber man wollte halt das mit den Ringen auch nutzlos kulinarisch fortführen.

Meine Güte was nervt Hoopa, sowohl in seiner vollen wie in seiner kindlichen Gestalt ist das Vieh die absolute Nervensäge. Ich bin ja auch nicht so der Freund davon, dass die zahlreich vorkommenden anderen Legendaries hier zu reinen Bauern in einem Kampf der beiden verkommen. Warum sollten die für die kämpfen wollen? Umso mehr, nachdem sie unfreiwillig plötzlich hergewünscht sind. Deren Kämpfe sind nicht mal besonders interessant gestaltet. Aber man wollte halt alle in den aktuellen Editionen/Remakes vorkommenden Legendaries und ihre Mega-Evolutionen zeigen, nehme ich mal an.

Wer Team Rocket in den letzten Filmen vermisst hat, bekommt hier allerdings mal wieder, gerade in der ersten Filmhälfte, eine gute Anzahl an Szenen mit denen geboten. Wäre vielleicht eh nicht schlecht gewesen, die zweite Hälfte zu kürzen, essentiell ist der Film nach 65 Minuten bei einem guten Abschluss und verlängert sich dann noch mal künstlich auf 80.

Und so unbegeistert endet mein Durchschauen der Kinofilme. Die meisten davon sind das Ansehen nun ehrlich wirklich nicht wert, und auch die Nummer 18 kann getrost übersprungen werden, ohne dass man im Leben was missen würde.

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Aber hey, nur weil es keine Kinofilme mehr gibt (die mit englischen Untertiteln für mich schaubar vorliegen), bedeutet nicht, dass wir auch wirklich schon durch sind. Da gibt es ja noch ein paar Specials von mehr oder weniger Spielfilmlänge. Das zweite solche bereits aus 2001 aber dem Westen lang vorenthaltene wäre Pocket Monsters Crystal: Raikou – Legend of Thunder.

Der Fernsehfilm macht natürlich direkt mal starke Abstriche in der Animationsqualität, die ja häufig selbst bei den Kinofilmen gern mal schwächelt. Man muss sich also auf viele Speedlines und neutrale Hintergründe vorbereiten. Dafür gibt es im TV in 2001 allerdings noch kein kotzhässliches CG zu ertragen.

Eigentlich ist es ja sogar mal ganz schön nicht Satoshi folgen zu müssen. Wobei Kenta jetzt zwar grundsätzlich mir schon so vorkam, als hätte er etwas mehr Persönlichkeit zu bieten, allerdings kann das selbstverständlich auch daran liegen, dass hier keine tausende Folgen an TV-Serie vorausgesetzt werden, durch die man die Charaktere schon kennen würde. Wobei die Dynamik jetzt auch nicht viel anders ist in Crystal. Kenta ist der gutherzige Idiot, der so toll ist, dass selbst bei einer Typenschwäche seines Feuer-Starters gegen ein Wasser-Pokemon der Sieg winkt. Das gehört sich bei einem Pokemon-Protagonisten wohl so, Satoshi ist ein gutherziger Idiot, der Probleme damit aus dem Weg räumt, etwas über Freundschaft und Ehrgefühlt dem entgegen zu schreiben, und Kenta in Crystal sowie Red in Origin sind auch nicht sonderlich anders. Dazu kommt noch Marina, in die er ein wenig verschossen ist, und Junichi, der für Slapstick herhalten muss. Also im Prinzip das Original-Pokemon-Trio geklont aber mit dämlicheren Frisuren weil die in Pokemon Crystal bei allen Charakteren so ein wenig merkwürdig ausschauen.

Jedenfalls geht es um Raikou, dem legendären Elektro-Hund. Und zwar wollen Team Rocket den fangen. Team Rocket hier sind das Pärchen Basho (top) und Buson (power-bottom), die ihn mit irgendeinem Kristall-Gerät anlocken und fangen wollen. So schlau sind die beiden jedoch auch nicht, denn das Gerät ist zwar gegen jegliche Elektro-Attacke immun, dafür von jedem anderen Typus einfach zerstörbar. Somit haben Kenta und Co. jetzt auch nicht so viel Probleme Raikou da rauszuboxen. Zumindest sobald sie das Ding auch mal angreifen statt nur über Gutmenschentum rumzuschreien.

Und dann darf Raikou noch lernen Menschen wieder zu vertrauen, weil Kenta und Trupp so nett zu ihm waren, obwohl gleich zwei andere Menschen ihn ja fangen und quälen wollten, und rum sind die knapp 70 Minuten. Was bleibt ist ein TV-Film der sich halt auch sehr wie ein überlanges Special anfühlt, welches er auch ist, da eigentlich gar nicht so viel geschehen ist, dafür nur alles drei Mal.

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Extreme Speed Genesect & The Cocoon of Destruction and Diancie

ava-2100Extreme Speed Genesect: Mewtwo Awakens hält mit seinem Aushängeschild wirklich nicht hinterm Berg, sondern beginnt mit allerseits liebsten Angst-Pokemon Mewtwo, der (oder wohl eher jetzt die, da neue weibliche Sprecherin) munter mit Vogelpokemon durch die Luft fliegt, und direkt auch ihre neue Mega-Evolution vorführen darf. Und prompt auf die Fossil-Pokemon Genesect trifft, mit dem sie sich verbunden fühlt, da auch nur durch Wissenschaftler in diese Welt gebracht.

Unser Trupp derweil ist in New York angekommen. Oder zumindest in der Pokemon-Version davon, in der im Central Park nicht das Met sondern ein Pokemon-Zoo steht, inklusive sexy Guide, der Jesus Satoshi und Co. natürlich exklusiv herum führt. Wem zum Teufel gehört eigentlich das Dragoran? Iris? Wow.

Egal, die Genesect kommen vorbei, weil sie das für ihren Lebensraum halten, und versuchen den Rest zu vertreiben. Satoshi kann sich reinherzig natürlich mit einem davon anfreunden, und Mewtwo kommt auch vorbei. Wohlweislich um den Pokemon zu helfen, weil mit Menschen kann es nicht, da die ja böse sind und es missbrauchen wollten. Das hiesige Mewtwo ist aber nicht das aus dem ersten Film, oder? Weil die Hintergrundgeschichte um dessen Erschaffung scheint identisch zu sein. Aber die Ereignisse aus Film 1, oder das Mewtwo dabei bereits gelernt hat, dass nicht alle Menschen böse sind, werden nie angesprochen. Dann wiederum misstraut Mewtwo hier mal allen Menschen, und dann nimmt es sie doch auch wieder mit in Schutz, nicht nur die Pokemon. Von daher wussten die Schreiber wohl selbst nicht so genau, was jetzt Sache mit dem Vieh ist. Darf sogar am Ende eine Ansprache halten, dass alle Freunde sind, Pokemon und Menschen auch.

Satoshi ist übrigens total davon überrascht, dass die Genesect sprechen können, obwohl ja mittlerweile wirklich häufig genug sprechende Legendaries aufgetaucht sind. Gleiches dann schon nicht mehr bei Mewtwo.

Jedenfalls ist der Pokepark total erhaltenswert, weil hübsche Natur und so. Was natürlich besser kommen würde, wenn die Pokemon-Filme ihre enormen Einnahmen mal in ein Budget stecken würden, mit denen man sowas auch entsprechend hübsch inszenieren kann. Sorry Pokemon-Film #16, aber ich habe The Garden of Words gesehen, euer Pokemon Hills ist ein Scheißdreck dagegen. Na ja, logischerweise ist jener Park und Naturschutzgebiet aber auch gleichzeitig der Stromgenerator der Stadt, und wenn überlastet kann einfach mal so explodieren… ok? Also die Genesect aufhalten und ein neues Gebiet für sie suchen, versteht sich.

Hohum, joa, ein weitere Pokemon-Film, den man so als existent und wenig mehr abhandeln kann. Erneut nur 70 Minuten, von daher nicht so überstrapaziert wie manch anderer, bietet er jetzt aber auch nix sonderlich besonderes, um ihn wirklich aus dem Meh-Brei herauszuheben.

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The Cocoon of Destruction and Diancie ist eine Besonderheit dahingehend, als das der internationale und japanische Titel hier sogar gleich sind. Zumindest was den Untertitel angeht.

Und es geht um Diancie, ganz überraschend ich weiß, die als Prinzessin in ihrem Glänze-Königreich an Kristallen und Edelsteinen aufgewachsen ist. So viele Shinies, wenn auch im üblich suboptimalen Pokemon-CG. Jedenfalls hängt die Existenz des Reiches davon ab, dass ein heiliger Diamant regelmäßig erneuert wird, was die jeweilig amtierende Herrscherin übernimmt, da Diancies dafür bekannt sind, Diamanten herstellen zu können. Unsere kann das leider nicht, also muss sie sich in die Außenwelt begeben, wo ihr das legendäre Xerneas vielleicht die Feenaura schenken kann, die ihr die nötige Kraft dafür verleitet.

Ist denen ja schon erst sehr spät aufgefallen, dass Diancie vielleicht ein wenig Kraft-Nachschub/-Hilfe braucht, so kurz vorm Zerfallen des aktuellen Lebensdiamanten. Aber so ist das natürlich spannender.

Mir ist jetzt auch aufgefallen, wann ich die Legendaries eher leiden kann. Dann wenn sie tatsächlich charmant sind, wie das die doch ziemlich niedliche und gut erzogene Diancie hier ist. Da will man doch echt wissen, wie ihre Reise zur Findung innerer Kräfte ausgeht. Auch wenn man es sich natürlich denken kann, dass es um die Kraft der Freundschaft geht, die ihr durch das Treffen auf Satoshi und Co. gewahr werden wird. Der diesmal auch erträglicher als in anderen Filmen geraten ist, noch nicht mal geschockt wird, wenn ein Legendary sprechen kann. Diancie und ihre Untergebenen sind sogar wohl die menschlichsten Pokemon in diesen Filmen bisher.

Jedenfalls sind auch ein paar Bösewichter hinter ihr her, und ich meine nicht nur Team Rocket, die ausnahmsweise mal wieder was an Screentime bekommen, sondern kompetentere. Mehr oder weniger. Ninja Riot hat wenig mehr als sein sexy Äußeres zu bieten, schon gar nicht mal Ninja-Stealth, noch die Magierin mit dem anderen XY-Starter-in-Finalevolution. Die mit dem Pflanzenstarter sind schon kompetenter. Wobei Satoshi und seine Begleiter Eureka, Citron und Serena nun auch nicht wirklich Diancie sonderlich vor anderen Augen verstecken würden.

Nachdem der Film eigentlich sehr straff und gut über die Bühne gelaufen ist, verliert er leider auf die finale halbe Stunde etwas an Drive. Schon interessant, dass die erst dann im Wald, in dem Xerneas zuletzt gesichtet war, suchen, nachdem sie es sonst nirgends gefunden haben, verbotene Zone hin oder her. Und da eine finale Schlacht der drei Starter-Verfolger um Diancie wohl nicht dramatisch genug ist, dürfen Gott des Lebens Xerneas und Gott des Todes Yveltal auch noch gegeneinander antreten, wobei deren Auseinandersetzugn dann plötzlich aber reichlich antiklimaktisch geraten ist. Dafür dass auf den ewigen Kreis aus Leben und Tod und das beides wichtig ist, angesprochen wird, scheint Xerneas ja nie sonderlich viel machen zu müssen, um Yveltal erneut versiegeln zu können.

Und das Ende von Film 1 darf auch wiederholt werden, nur das Pikachu diesmal versteinert, kein Pokemon drauf heulen muss, sondern Xerneas erneut ziemlich schnell alles ins Lot bringt.

Sprich der Film hätte besser sein können. Duh, ist ja auch ein Pokemon-Film. Allerdings ist es schon einer der besseren in der Riege, einfach weil abgesehen vom leichten Schwächeln aufs Finale der Rest unterhaltsam und schmerzfrei ist.

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Victini and the Black Hero Zekrom & Kyurem vs the Sacred Swordsman Keldeo

ava-2098Als nächstes kommen wir zu einem etwas besonderen Jahr der Pokemon-Filme, da es in 2011 gleich zwei Filme in die japanischen Kinos gebracht hat. Allerdings sind die Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß so marginal wie diejenigen zwischen den Spiele-Editionen, mit hier mal einem anderen Pokemon im Bild, dort mal einer anderen Tageszeit, von daher ist eine Sichtung beider 95-Minüter eher Zeitverschwendung.

Jedenfalls geht der gute Dread mit seinem s/w-gescheiteltem Haar durch die Lande, weil er sein Volk wieder zurück in deren Land bringen will, was aber keiner so wirklich zu wollen scheint. Zunächst scheint hier eine Parabel zu den amerikanischen Ureinwohnern gewollt zu sein, aber später war er dann auch bei Inuit und der Hauptschauplatz ist eher bei einem Andenvolk, von daher wirft Victini and the Black Hero Zekrom einfach mal alle indianischen Völker in einen Topf. Zur Unterstützung hat Dread Rashiram dabei, der trotz des Untertitels mehr Screentime denn Zekrom bekommt, aber eigentlich benötigt er die Kraft von Victini.

Praktisch das Satoshi, Drachen-Fan Iris und der affektiert englische Worte in seine Sätze einfließen lassende Dent gerade im Gebiet auftauchen und an einem Wettkampf teilnehmen. Denn wo Satoshi ist, da sind die Legendaries nicht weit, ist jener doch das Zentrum des Universums. Dumm wie Brot ist er natürlich auch noch, und so setzt er im Kampf konsequent Typen ein, die gegen den Gegner-Typen schwach ist, wobei ihn aber Victini einfach mal durchcheated.

Nach über 30 Minuten gibt es dann auch endlich mal die Legende um das vertriebene Volk und die Kraft von Victini, die dummerweise alles erzählt, nur nicht das mit der Stadt zurück ins gelobte Land zu fliegen die Drachenlinie aktiviert und zu Zerstörung führen wird, was Dread natürlich herausfindet, sobald er die Macht von Victini missbraucht. Zum angeblich Guten Aller natürlich, auch wenn mir nicht so ganz aufgehen wollte, warum es so wichtig ist, ins Vaterland zurückzukehren. Die Völkchen scheinen doch seit einiger Zeit über den ganzen Globus verteilt bereits eine neue Heimat gefunden zu haben, und gar nicht zurück zu wollen. Warum sind die überhaupt überall verteilt, statt alle in den fruchtbaren Bergtälern nahe dem Ursprungsort zu leben? Aber gut, ohne hätten wir keinen Film.

Dread sieht seinen Fehler sogar ein und will am Ende alles retten, aber da schickt der Film natürlich Satoshi mit Zekrom ins Rennen, weil unser Franchise-Hauptcharakter gewohnt derjenige sein darf, der alles wieder ins Lot bringt.

Eh… ein weiterer Pokemon-Film, der sich komfortabel irgendwo bei „existiert halt“ einreiht. Nicht schlecht, nicht gut, einfach nur da. So sonderlich interessant sind weder die Geschehnisse, noch ist die Pokemon-Action ausgeklügelt animiert, aber jetzt totaler Mist ist er auch nicht. Sondern eben einfach wieder Mal meh. Fans von Team Rocket kommen diesmal allerdings überhaupt nicht auf ihre Kosten, da die zwar theoretisch existieren, aber diesmal echt absolut gar nichts tun dürfen, nicht mal Slapstick liefern.

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Aber weiter mit den Best-Wishes-Filmen in Kyurem vs the Sacred Swordsman Keldeo. In dem Keldeo ein Heiliger Schwertmeister werden und sich gegen Kyurem beweisen will. Wer hätte das gedacht.

Aber hey, mal eine ganz verrückte Idee. Wie wäre es eigentlich, wenn sich so ein Pokemon-Film mal um die Pokemon drehen würde? Also so überhaupt keinen menschlichen Ballast, sondern wirklich nur eine Story zentral und ausschließlich um das halbe Dutzend Legendaries, die darin vorkommen? Zumindest wenn sie reden können, so wie die fünf im hiesigen Film. Dann muss sich Satoshi auch nicht zum xten Mal groß wundern, dass es ja sprechende Pokemon gibt, obwohl er mittlerweile ja wirklich auf genug davon getroffen ist.

Jedenfalls sind die ersten 15 Minuten Pre-Title des Filmes eigentlich wirklich gut und spannend geraten. Keldeo lernt also bei den drei Schwertmeistern Virizion, Terrakoin und Cobalon, weil aus ihm auch mal einer werden soll. Nur leider ist das Phallusobjekt auf seiner Stirn noch nicht so potent wie das der anderen drei. Hitzköpfig und voreilig wie er nun mal ist, stellt sich Keldeo dennoch der ultimativen Prüfung im Kampf gegen den unheimlichen Kyurem (betitelt „das stärkste Drachen-Pokemon der Welt“, zumindest in dieser Gen). Und versagt natürlich total, sein Horn bricht sogar, und die drei Ziehpokemon, die ihm helfen wollen, werden von Kyurem vereist.

Den Rest des mit 70 Minuten eh endlich mal wieder im erträglichen Maß befindlichen Filmes nun zur Reise von Keldeo zu machen, immer gejagt vom Godzilla-esquen Kyurem, bis er zu sich und seiner inneren Macht findet, und sich endlich dem Kampf stellt und seine drei „Eltern“ befreit, wäre doch was. Ist letztendlich so auch die Handlung, nur dass er dabei auch auf Satoshi und Co. trifft. Und wann immer sich die menschlichen Charaktere einmischen, bringt das dem Film eigentlich überhaupt nix. Scheint der Film an sich auch zu wissen, denn dankenswerterweise hat Satoshi hier so wenig wie noch nie zu tun, Team Rocket kommt gleich gar nicht vor. Satoshi darf halt mal ganz unpassend, nachdem der ganze Film daran aufgehängt ist, dass die hitzköpfige Überstürztheit von Keldeo die Miesere überhaupt eingebrockt hat, seine eigenen hitzköpfigen Ratschläge geben, und dessen PTSD ganz außer Acht lassend zur sofortigen Befreiung der drei vereisten Legendaries raten. Aber tatsächlich ist dann auch wieder der ziemlich coole Endkampf ein Ding von Keldeo vs Kyurem, Jesus-Figur Satoshi muss gar nicht wirklich was unternehmen.

So gesehen haben wir es mit dem fünfzehnten Film tatsächlich mal wieder mit einem der besseren Einträge in die Franchise zu tun. Er hat nicht die Überlänge, die sich in die vorigen Filme eingeschlichen hat, weil er auch 30-35 Minuten kürzer als jene ist. Er hat eine ganz brauchbare und strickt durchgezogene Handlung mit viel kurzweiliger Action. Joa, war unterhaltsam.

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To a Conquering Spacetime & Ruler of Illusions

ava-2096Da sind wir wieder, zurück bei den Pokemon-Filmen. Hat ein wenig gedauert, und dabei steckten wir doch mitten in einer Trilogie über die Pokemon, die über Raum und Zeit und die Kreation an sich bestimmen. Also ziemlich seriöses Business für eine vom Käfersammeln inspirierte Franchise über in Bälle gesperrte Knuddelmonster.

Arceus: To a Conquering Spacetime begeht einen großen Fehler. Denn der Film dreht sich, man mag es kaum glauen, um Arceus. Der Film selbst spricht es kurz an, Arceus ist das Pokemon, das alles kreiert hat. Also im Prinzip Gott dieser Welt, der jene erschaffen hat, wenn man so will. Das sind natürlich sehr hohe Standards, die erfüllt werden möchten, und vielleicht die schlauere Entscheidung wäre gewesen, Arceus in der Franchise immer mal wieder kurz mysteriös zu erwähnen, ihm aber nie Screentime zu geben. Götter sind aus der Ferne beeindruckender, statt wenn man sie aus nächster Nähe sieht, und bemerkt, dass sie genau so Idioten wie du und ich sind.

Egal, Satoshi, Takeshi und Hikari hat es also nach Pokemon-Griechenland oder so verschlagen, wo sie von Sheena und ihrem nach komplett anderem Namensschema gehenden Macker Kevin die hiesige Legend eingedrillt bekommen. Keine Sorge, es geht auch um einen sagenhaften Retter mit Elektro-Pokemon, es wird also schnell abgesteckt, dass auch hier wieder Satoshi die Welt retten wird, statt das sich passend Damos rehabilitieren darf. Aber immerhin teilen sie sich das am Ende eigentlich.

Jedenfalls war es Arceus, der die Welt vor einem Meteoriten gerettet hat, anschließend von Damos in seinem geschwächten Zustand errettet wurde. Deswegen hat er Damos ein wenig seiner Unsterblichkeit in Form des Juwels des Lebens gegeben, um das zerstörte Land wieder zu regenerieren. Als Arceus das zurückgefordert hat, hat Damos ihn stattdessen angreifen lassen. Nun ist Arceus wieder am Aufwachen, und hat der Menschheit böse Rache geschworen. Keine Sorge, wenn ihr beim ersten Mal eingepennt seit, um seine Zeit zu füllen erzählt der Film das ganze aus direktem Blickwinkel von Damos länger aber unverändert noch mal.

Sheena hat übrigens die Kraft mit den Herzen der Pokemon zu kommunizieren, was eine tolle Schlichtungskraft wäre, gerade wenn sich Dialga, Palkia und Giratina mal wieder unnütz kloppen, aber dummerweise dringt sie nicht zu Pokemon durch, wenn die verärgert sind. Was eine nutzlose Kraft das ist. Apropos unnütze Kraft, ich glaube Arceus wurde mir vom Internet und der Pokemon-Gott-Sache etwas zu aufgehyped, sonderlich kompetent kommt das Vieh im Film zumindest nicht rüber. Wenn der Erschaffer von Allem Rache herabregnen lässt, sollte man meinen, da ginge die Lutzi ab, aber letztendlich ruft der ein paar Steinschauer herbei, die ein wenig Krater in die Landschaft bringen und hier und dort mal ne Säule umwerfen, und das war es schon. Dass er ausgetrickst wurde, und wer wirklich hinter dem Verrat steckt, wird von ihm auch nicht durchschaut. Aber ich nehm mal an er ist ordentlich nerfed, immerhin fehlen ihm ja 4 von seinen Unsterblichkeitsdingsda. Wenigstens kann er reden, wirkt also nicht ganz so zurückgeblieben wie die meisten Legendaries in den Filmen.

Am Ende gibt es natürlich auch wieder eine nette Botschaft an die Kids, und zwar schwafelt Arceus was davon, dass das Land durch die Kraft der Menschen und Pokemon wieder aufgebaut wurde, nicht durch sein Lebensjuwel, aber da scheint er ein eher schlechtes Gedächtnis zu beweisen. Die Szene, die ich gesehen habe, ist nämlich, dass ganz a la Bäume in Okami sofort das ganze wüste Land nach Übergabe des Juwels in Sekunden regenerierte. Aber hey, was weiß ich schon, bin ja kein Gott.

Meh, die beiden vorigen Teile fand ich eigentlich ganz brauchbar, aber Pokefilm Nummer 12 war jetzt nicht so begeisternd. Nicht so schlecht, wie so manch einer der Pokemon-Filme, aber einfach etwas langweilig. Natürlich kam er im Gegensatz zu seinen Vorgängern auch nicht direkt auf dem Rücken der richtig schlechten Pokemon-Filme, durch meine Pause sogar noch mehr Abstand zu denen herrschend. Ich mag immerhin Takeshis neues Cockblock-Pokemon, wenn das was wert ist.

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Ruler of Illusions: Zoroark ist dann der vierte und letzte Film der Diamond & Perl Linie. Macht die unglückliche Nummer 13 alles besser, alles schlechter, oder ist im Mittelmaß der häufig eh nicht wahnsinnig qualitativen Filme angesiedelt?

Im Film geht es um… Zoroark? Wartet, ich hab ihn vor zwei Tagen gesehen… glaube ich… ich hab ihn doch gesehen? Ja, doch, war nur so langweilig, dass ich etwas brauche, um mich noch an was zu erinnern. Wohin waren Satoshi und sein Cheatkatchu unterwegs? Ne Stadt mit dämlichen Namen… Crown City! Da findet nämlich das Turnier fürs Pokemon-Fußball statt, oder Pokemon-Blitzball, hat seinen eigenen Namen… Pokemon Boccer, genau. Keine Sorge, wird nie wichtig, das dient nur als Action-Shot zu Beginn des Filmes, die 90 Minuten danach wird nicht ein Mal Fußball gespielt. Steh ja nicht so auf den Sport, aber vielleicht wäre es gar besser gewesen, hätten kleine Unterbrechungen des Turnieres den Film kurzweiliger gemacht.

Denn eigentlich ist die Stadt im Nu von Menschen befreit. Weil der Bösewicht Kodai so tut, als wären die drei legendären Hunde los und würden in der Stadt Amok laufen. Kontrolliert vom bösen Pokemon Zoroark. Wobei ich nicht weiß, ob er hier wirklich direkt meint, dass Zoroark böse ist, oder nur auf dessen Typus zurückgreift, denn die japanische Bezeichnung für Unlicht-Pokemon ist tatsächlich deren Wort für Böse. Warum Zoroark da als Ausrede herhalten muss, und er nicht sagen kann, dass die drei Hundies von sich aus ausgebrochen sind, keine Ahnung. Jedenfalls kontrolliert Kodai das Zoroark, in dem er dessen Ersatzkind Zorua als Geisel hält, und die drei Hunde existieren gar nicht, sondern es sind nur Illusionen von Zoroark.

Zumindest bis die drei Hunde vorbei schauen, und sich ein paar Fights mit Zoroark liefern. Die weniger spannend sind, da Zoroark scheinbar echt nichts außer Illusionen zu erschaffen weiß, also so gesehen nur mit Trugbildern zurückschlägt, was ihn natürlich wenig beeindruckend erscheinen lässt und auch eher langweilige Auseinandersetzungen mit sich bringt. Aber dafür schwebt ja Celebi auch immer noch mal durch die Gegend, weil drei legendäre Hundepokemon als die sagenumwobenen Beschützer von Crown City zu haben, is längst nicht genug, hier habt ihr noch ein viertes Legendary, dass mal die Stadt vor ner Dürre gerettet hat, und den ganzen Film über wenig zu tun bekommt.

Jedenfalls geht es darum, dass Kodai zu so einem Wirtschaftsmogul werden konnte, weil er die Zukunft sehen kann, nachdem er mal in einen Zeitriss gegriffen hat. Weil das machen Zeitrisse so, einem magische Zukunftsvisions-Kräfte zu bringen, statt dass die Hand plötzlich in 1930 liegt und man in 2016 um eine Extremität erleichtert wurde. Die Kraft geht aber aus, netterweise gibt es jedoch einen neuen Zeitriss in Crown City, und den will sich Kodai schnappen, um seine Kräfte zu erhalten. Warum auch immer führt das Reingreifen in das Teil aber auch dazu, dass das ganze Grün in der Stadt austrocknet. Warum das schlimm ist, konnte mir der Film nicht erklären, immerhin hat Celebi beim letzten Mal alles wieder begrünen können, also weiß ich nicht, warum er das im Notfall nicht wieder schaffen sollte, und Kodai so unbedingt vorher aufgehalten gehört. Kodai scheint ja mit der Macht auch nichts an sich schlechtes gemacht zu haben, außer sie, wie das jeder tun würde, für eigenen Wohlstand zu verwenden. Warum er, um den Zeitriss zu suchen, die ganze Stadt unter einer vorgetäuschten Attacke evakuieren lassen muss, wer weiß das schon. Scheint mir zumindest so, als hätte er die Lokalität des Dinges auch so erst mal suchen können, und dann unter einem anderen Vorwand, da wird er als mächtiger Wirtschaftsmogul schon Connections für haben, jenes kleine Gebiet absperren lassen.

Wahrscheinlich weil wir sonst keinen Film hätten. Oder zumindest keinen, in denen sich ein paar Legendaries hin und her jagen, während er fies im Schatten steht, Satoshi und Co sich mit Zorua anfreunden, und am Ende alles ins Reine gebracht wird und man Zoroark und Zorua versprechen kann, sie demnächst mal in ihrer Heimat zu besuchen. Hints auf den Schauplatz des nächsten Filmes, oder nur mal wieder ein Versprechen zu Ereignissen, an das sich unser Trupp nie wieder erinnern wird?

Was mir ja mittlerweile etwas auf den Keks geht, ist dieses Pinguin-Vieh von Hikari. Das es jeden Film mal ein oder zwei mal auf die Fresse gefallen ist, so ganz am Szenenrand, war ja ganz niedlich. Aber mittlerweile hat man sich scheinbar dazu entschieden, dass es das Comic Relief der Filme ist, und ständig irgendwelche unwitzigen Slapstick-Einlagen mit den Teil. Na ja, als letzter Perl & Diamond Film ist Hikari mit ihrem Starter wahrscheinlich auch zum letzten Mal dabei gewesen. Restfilm war, aller dynamischer Kamerawinkel zum trotz, langweilig. Punkt.

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Nuzlocking Pokemon FireRed! Episode 5: Final Confrontations

ava-2090Letztendlich wurden die besten fünf Trainer mit folgendem Team angegangen: Coverart das harte Glurak, Splash das scheue Garados, Bud das scheue Giflor, Newzea das zarte Dodri, Beholder das ruhige Magneton, und Digdri der naive Penis… äh andersrum. Irgendwie von den Wesensarten her ein nicht sonderlich imposant klingendes Team, von Headliner Glurak natürlich abgesehen.

Das komödiantische Potential von meinem Digdri ist übrigens unglaublich. Egal ob nun „Los! Penis!“ oder beim Einsetzen von Schaufler „Penis gräbt sich ein“ oder bei einem gegnerischen Gesichte „[Gegner] erkennt Penis“… da bleiben bei keinem 12-Jährigen die Augen trocken sag ich euch :P

Lorelei mit ihren Eis- und Wasserpokemon macht den Anfang. Also hole ich Beholder raus, der mit Donnerschocks und Funkensprüngen ihre ersten drei Pokemon umnietet, allerdings durch einen Surfer von Lahmus auch auf etwas unter halbe HP geworfen wird. Also für Lapras lieber Bud eingewechselt. Zwei Blättertänze erledigen es, sein Eisstrahl hat allerdings auch Bud sehr gut zugesetzt. Also hole ich für Rosanna Coverart mit seinem Flammenwuf raus. Und damit war Lorelei besiegt.

Zweite Runde ist Bruno mit seinen Kampf- und Gesteinpokemon. Sein Onix macht den Anfang, und durch Blättertanz war es das mit der Steinschlange auch schon. Newzea setzt Bohrschnabel gegen die folgenden drei Kampfpokemon ein, von denen zwei sofort dahin sind, während Machomei noch mal eine Runde an Protzer verschwenden darf und ein mal geheiltrankt wird, bevor es auch um ihn nicht besser steht. Zum Abschluss wie zum Anfang ein Onix, das zu einem Blättertanz fällt, und damit ist auch Bruno erledigt.

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Ok, damit geht es in die zweite Hälfte der 4er-Elite, die nun mit den etwas cheatigeren Typen rausrücken, im Falle von Agatha sind das neben Gift- eben die Geistpokemon. Doch immerhin kann Splash ja mit Biss einen Unlicht-Move, den er auch bei Gengar ordentlich einsetzt, da es allerdings nicht der stärkste ist, dennoch ein paar Runden benötigt, nicht geholfen durch den Trank von Agathe und eine Vergiftung durch Gengar. Gegen Golbat benutze ich Beholder und rechnen mit einem schnellen Sieg. Erste Runde verwirrt, verletzt sich selbst. Dann Biss und Beholder schreckt zurück, dies wiederholt sich fünf oder sechs Runden lang, bis der erste Funkensprung endlich mal durch kommt… und Golbat immer noch mit ein paar HP da steht, Beholder mittlerweile selbst im gelben Bereich ist. Also Top-Genesung geworfen… und prompt wieder verwirrt worden, wodurch der Gnadenstoß weitere vier Runden brauchte, und Beholder erneut im gelben Bereich war, bis Golbat endlich ins Nirwana einging. Alpollo wird von Splash gebissen und wirft dann durch Fluch selbst das Tuch. Für Arbok lasse ich endlich mal meinen Penis raus, zwei Erdbeben und eine Lehmschelle bedeuten trotz Top-Genesung von Agathe meinen Sieg. Immerhin hat sie damit keine Heilung mehr für ihr finales Gengar, das dadurch recht schnell in drei Bissen zerstört ist.

Den Abschluss macht Siegfried mit Drachen und Fake-Drachen. Beginnend wäre da Garados, welcher wie ein Drache aussieht, aber Wasser/Flug ist, was ihm eine doppelte Typenschwäche gegenüber unserem Elektro-Beholder verpasst. Er durfte zwar vor dem ersten und finalen Funkensprung, aber sagen wir mal Biss gegen ein Stahlkugel einzusetzen ist jetzt nicht so effektiv. Mit Dragonir kommt der erste Drache ins Rennen, die ironischerweise gegen ihre eigenen Drachenattacken schwach sind, was mein Splash mit Windhose abdeckt. Ist zwar nicht so High-Damage, dadurch hat es ein paar Runden gedauert, aber der Gegner hat auch nichts getan, um an Splashs HP zu kratzen. Aerodactyl ist wieder kein Drache sondern Gestein/Flug, wodurch es keine Doppelschwäche wie Garados hat, aber dafür die Gesteinimunität gegen Elektro durch den Flug-Typen aufgehoben wird, sowie selbst für Gestein anfällig werden lässt. Funkensprung to Victory, da Beholder die Antik-Kraft-Attacke recht unbeeindruckt lässt. Nächstes Dragonir bedeutet wieder zwei Windhosen und fertig. Aber jetzt der echte Knackpunkt seines Dragoran. Zwei Windhosen, sind zwar effektiv, tun ihm aber gar nicht viel. Ein Hyperstrahl ist da schon besser, und ich Idiot vergesse natürlich, dass sich Splash danach eine Runde erholen muss. Hätte Dragoran da angegriffen, wäre es um ihn geschehen gewesen, hat sich aber glücklicherweise verwirrt selbst verletzt. Schnell einen Top-Trank genutzt und zwei weitere Hyperstrahlen nach Siegfrieds Top-Genesung geworfen, und die Top 4 sind besiegt. Yay do.ob

Bleibt aber noch Rivale Grün, der mit seinem Tauboss startet. So einen hätte ich auch haben können ._. Nervt ganz schön mit seinen Sandwirbeln, Funkensprung bringt ihn fast um, und schon wechselt er zu seinem Rizeros aus. Wusste gar nicht mehr, dass er das einfach so mitten im Kampf darf xD Bud rausgeholt, Erdbeben bringt ihn auf weniger als halbe HP, ganz riskant mach ich dennoch die nächste Runde Blättertanz und netterweise ist es auch ein OHKO. Erdbeben kann mein Penis allerdings genausogut, und haut damit Simsala sofort um. Zeit für sein Turtok, dem ich mit einem Blättertanz komme, woraufhin er sofort gegen Arkani auswechselt, und da Blättertanz leider eine Commitment-Attacke ist, die automatisch über mehrere Runden geht, wirft sein Flammewurf mein Bud unter die Radieschen >_< Rache dein Name ist Splash, drei Surfer später war es trotz Top-Genesung rum mit seinem Arkani. Zurück zu Tauboss (nun top-genesen) vs Beholder. Funkensprung paralysiert sogar! Eine dritte Top-Genesung kann zwei Donnerschocks aber auch nicht auscanceln. Zurück zu Turtok. Hehe, Funkensprung erneut, doch dummerweise darf Turtok zuerst und Hydropumpe ist gar nicht mal so schlecht gegen Beholder. Aber dafür hab ich ja selbst Top-Tränke im Gepäck. Grün übrigens auch noch eine vierte Top-Genesung. Regentanz, Funkensprung, verfehlende Hydrpumpe, und der KO-Funkensprung sitzt. Kommt zum Schluss nur noch sein Kokowei, und ich natürlich mit meinem Starter Coverart, der bisher noch gar nicht viel machen musste, weil ich ihn eher als Notfallbutton aufgehoben hatte. Dadurch, dass es noch regnetet, mussten sogar zwei Flammenwürfe herhalten, um mir den finalen Sieg und damit den Titel des Champions einzubringen.

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Irgendwie ist die letzte Ansprache von Eich gegenüber Grün, dass er enttäuscht ist, und der Rivale wegen fehlender Liebe zu seinen Pokemon nie Sieger sein wird, schon etwas seltsam. Der Kerl hat es immerhin bis zur Champion-Position geschafft, auch wenn ich sie ihm nach fünf Minuten Ruhm abgeluchst habe. Das ist schon ganz schön was zu erreichen, statt eine totale Enttäuschung zu sein. Eich ist ein ganz schönes Arschloch, kein Wunder das Rivale Grün so ist, liegt ihm in den Genen.

Und das war das Nuzlocke-Abenteuer durch Pokemon Feuerrot. Natürlich gibt es noch das Post-Game, wo weitere Nummern-Insel und ein Remacht gegen stärkere Top 4 auf uns warten würden, jedoch kann ich das so schnell gar nicht machen, denn nur wenn Eich einem den Nationaldex gibt, ist dies erreichbar, und dafür müssen mindestens 60 Pokemon gefangen sein. Ich bin immer noch bei 50, hätte zwar gerade genug in der Box, die mich per Entwicklung auf die nötige Zahl bringen, aber eh, so richtig Bock hab ich dazu nicht mehr. Dennoch war Nuzlocke Feuerrot ziemlich launig, nicht ganz so sehr wie Silber, aber definitiv mehr als Smaragd. Manchmal merkt man halt doch, gerade zu Beginn, dass es hier teilweise viel die gleichen Pokemon auf den Routen gibt. Generation 1 würde ich glaub ich nicht ohne Dupletten-Klausel spielen wollen, um nicht mit einem Team rein aus Taubsis, Rattfratzen und Zubats zu enden.

Nuzlocking erinnert mich ja immer etwas an Four-Job-Fiesta-ing Final Fantasy V. So wie dort Welt 1 am launigsten ist, weil man noch gespannt auf den nächsten zugeteilten Job sein kann, und sein Team unter den Vorlagen funktionstüchtig machen muss, so macht an einer Pokemon Nuzlocke am meisten Spaß zu sehen, welches Vieh man als nächstes bekommt. Hat man ein eingespieltes Team, verliert die Sache ein wenig an Reiz, und verliert man mehrere auf einmal, kann der Nachgrind von Altlasten ermüden. Bei beiden Challenges hab ich irgendwann den Punkt, wo ich fast lieber das aktuelle Spiel aufgeben und von vorn beginnen/eine andere Edition beginnen wollen würde xD