Piranha 2D

Habe mir jetzt mal den 2010er Piranha angesehen, bzw. Piranha 3D, wie er noch im Kino hieß, was aber anscheinend vom Heimrelease unterschlagen wird, da ja nicht alle 3D-tauglich sind. Ist sowieso einer dieser 3D-Filme, die nicht wirklich in 3D gedreht wurden, sondern erst in der Nachbearbeitung die verschiedenen Layer rausgearbeitet werden, was sowieso immer scheiße aussieht. Von daher kein Verlust.

Außerdem ist’s wohl ein Remake des 78er-Filmes, den ich – sowie sein Sequel – sogar vor nem guten Dutzend Jahren oder mehr mal gesehen habe. Von daher weiß ich nischt mehr, aber mehr als den Standard „Killerpiranhas töten Menschen am Badesee“ werden die sich eh nicht teilen. Ich glaub zumindest nicht, dass im Original bereits ein Girls gone wild Film gedreht wurde. Vielleicht ist die Art und Weise, wie die Piranhas in den See kommen, die gleiche, aber wissen würd ich es nicht mehr.

Die Geschichte erschöpft sich über das „Killerpiranhas tauchen im Badesee auf und töten Menschen“ auch sowieso schon fast. Genau genommen sind es prähistorische Piranhas, die in einem unterseeischen See eingeschlossen überlebt haben und ein kleines Erdbeben hat eine Spalte zu jenem geöffnet. Und das war es mit der Backstory schon so ziemlich. Übrigens ist gerade Spring Break, was natürlich bedeutet, dass eine Schar leicht bekleideter und stark betrunkener Studenten über den Ort hergefallen ist, die alle nah am/im Wasser sein wollen.

Unser Hauptcharakter ist btw. ein 17-jähriger Einheimischer, der eigentlich auf seine kleinen Geschwister aufpassen müsste, aber von einer Girls gone wild Filmcrew als Scout angeheuert wird. Und so ein 17-Jähriger sagt natürlich nicht Nein, wenn er dabei zusehen kann, wie hübsche Mädels ihre Tops fallen lassen. Letztendlich müssen natürlich sowohl sein Love Interest als auch die beiden Geschwister vor den Killerfischen gerettet werden.

Piranha war ein witziger kleiner Film. Viel mehr will er ja auch gar nicht sein. Einfach, schnörkellos, verkauft sich hauptsächlich über den Gore und ein paar nackte Titten – von beidem gab es übrigens mehr zu sehen, als ich ursprünglich erwartet hatte. Alles ziemlicher Trash, aber genau das, was der Film eben sein will. Und untehalten tut das für 85 Minuten gut genug. Es gibt durchaus einige witzige Sprüche, mein Favorit ist immer noch „They took my penis!“. Und einige witzige Shots, wie wenn der schwarze Polizist keine Munition mehr hat und die Piranhas einfach mit einer laufenden Bootsschraube zerhackstückelt. Oder sich das Kabel los reist und peitschend ein Mädel durchtrennt, geschickterweise so, dass sich das Top löst, bevor der Oberkörper abfällt. Gore und Titten in einem cleveren Shot untergebracht ;P Es mag ein wenig dauern, bis der Film so richtig in Fahrt kommt – nämlich fast erst auf die letzte halbe Stunde, wenn die Filmcrew mit dem Boot strandet und gleichzeitig das Massengemetzel am Badestrand beginnt, aber ganz langweilig ist es davor auch wieder nicht. Harmlos aber unterhaltsam, das ist Piranha 2010.

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Ein Kommentar

  1. Ja… ne… weiß nicht. Ich glaube ich bin von Monster-Horrorfilmen seit den 90ern bereits übersättigt.

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