Mega Trash: Part Deux

Nur weil was scheiße ist und keiner es gut findet, muss es nicht auch gleich kein Erfolg sein (case in point: Final Fantasy XIII *dadadusch*). Wie gesagt, The Asylum scheint mit ihren Filmen ganz gut zu fahren, genauso David DeCoteau. Und billige Filme sind schnell hingerotzt, ein Jahr nach dem Vorgänger und somit noch in selbigem wie Mega Piranha kam beispielsweise Mega Shark vs. Crocosaurus raus.

Tja, Megalodon ist halt immer noch am Leben und geht dem US-Militär erneut arg auf den Nerv, während im Congo ein riesiges Krokodil sein Unwesen treibt. Ein Wildjäger kann es fangen und will es verkaufen, doch das Schiff wird von Megalodon angegriffen und nun sind beide frei. Denn Megalodon hat es auf die Eier der Krokomami abgesehen, scheinen für ihn eine Art Delikatesse zu sein. Wie er die so gut aufspüren kann… hatte der Film das erklärt?… ich glaub es lag an den Fieptönen, die die Jungen machen. Ist ja auch nicht wichtig. Auf jeden Fall geht einiges zu Bruch, bis man versucht beide im Panama-Kanal einzusperren, was aber auch nicht so ganz klappen will. Letztendlich gleiche Lösung wie im Vorgänger: Wenn wir nix machen können, sollen sie ihre Feindschaft doch ausleben und sich gegenseitig umbringen.

Nun ja, der zweite Teil wird zumindest dem gerechter, was der erste schon hätte Einlösen sollen: Viel schlechte Monster-Action. Sie sind wesentlich häufiger im Bild, machen wesentlich mehr kaputt, wenn auch immer noch in vergleichswiese billigen und kurzen Shots bzw. diverse einfach mehrmals an verschiedener Stelle eingespielt. Es bringt aber vermindert dennoch das gleiche Problem des Vorgängers mit: Viel unnötige und langweilige Szenen dazwischen, für die kein Interesse aufkommen will. Kein fast Nonstop-Nonsens wie in Mega Piranha. Am Interessantesten ist, dass er mal wieder zeigt, wie stark ehemalige TV-Promis doch fallen können, besonders Kinderstars, die als Erwachsene plötzlich keiner mehr sehen will . Jaleel White war mal als Steve Urkel aller Liebling, und jetzt muss er schon in Filmen von The Asylum mitmachen.

Gerade mal einen Monat später erschien auch schon direkt das nächste Monster Face Off: Mega Python vs. Gatoroid.

Eine Umweltaktivistin befreit Python-Schlangen aus ihrer Gefangenschaft und schmeißt sie einfach mal so in die Freiheit der Everglades. Schlaues Frau das, denn hier beginnen die Viecher sich stark zu vermehren und das Ökosystem zu bedrohen. Fein gemacht. Der weibliche Sheriff der Gegend ist aber auch nicht gerade ein gutes Beispiel für die Frauenquote am Arbeitsplatz: Sie kontert das, in dem sie den Alligatoren mit experimentellen Steroiden vollgepumptes Fleisch gibt. Die Dinger wachsen unkontrolliert und vom Fressen ihrer Eier auch die Pythons. Gerade als die beiden Itelligentzbolzen auf einer öffentlichen Gala einen erstklassigen Cat Fight hinlegen, begraben die beiden Spezies ihre Feindschaft und machen sich drauf und dran, die Region zu überrennen. Natürlich werden sie nach viel hin und her besiegt – erneut müssen Pheromone als Lockmittel herhalten -, aber auch die beiden Frauen lassen bei der Aktion ihr Leben. Die nächste Generation ist vor ihren Genen also sicher.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass Mega Python vs. Gatoroid der beste der Giant Monster Movies von The Asylum ist. Er ist schnell geschnitten, fast jederzeit passiert was, die billigen Monster sind viel zu sehen und hinterlassen diesmal sogar ein wenig Gore, der Rest des Filmes ist schön seltendämlich, sich aber jederzeit vollkommen dessen bewusst. Das Beste am Film ist sowieso alles, worin Kathryn Joosten ivolviert ist. Der Blödsinn zwischen den beiden weiblichen Hauptdarstellern (btw. eine gespielt von der Hauptakteurin vom ersten Mega Shark, zweite von Mega Piranha) ist auch nicht so übel. Ein guter Film ists freilich nicht, wollen sie aber alle auch weder sein, noch wird es von ihnen erwartet. Dennoch, bessere „Hirn abschalten und Spaß am Blödsinn haben“-Filme gibt es trotzdem. Aber wie gesagt, mit Freunden unter Alkohol absolut sehenswert. Und wohl der beste Einstiegspunkt in diese vier Filme, denn wenn man den hier schon zu langweilig findet, muss man den anderen dreien gar nicht erst eine Chance geben.

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