Anime Quickies: Man with a Chainsaw, Spy with a Family, and a Witch that flies

ava-2749Und schon sind wir bei den nächsten Quickies angekommen im Medienkonsum. Statt um Videospiele geht es Heute allerdings zum Ausgleich um Anime. Davon hab ich nämlich auch im letzten halben Jahr oder so ein paar geschaut, die unabhängig ihrer Qualität nicht unbedingt vieler Worte gebrauchen.

Flying Witch

Bei Flying Witch handelt es sich um ein fast normales Slice of Life. Makoto zieht in ihrer Funktion ihr Handwerk zu lernen zu ihren Verwandten aufs Land. Hier wird sie in der Familie und auch Dorfgemeinschaft herzlich aufgenommen. Es vergehen Tage, in denen Felder beackert werden, oder ein Ausflug in die Landschaft gemacht wird, oder regionale kulinarische Spezialitäten verköstigt werden. Das einzig besondere ist, dass Makotos Handwerk eben das Hexenwerk ist.

In einigen Episoden treffen wir also auch auf übernatürliche Wesen, wie dem Bringer des Frühlings. Oder finden für Kaffee und Kuchen das verwunschene Bead and Breakfast einer anderen Hexe. Bauen eventuell neben dem Gemüse auch noch eine Mandragora für Zauberformeln an. Doch alles bleibt sehr Low Key und auf das einfache Leben beschränkt, die übernatürliche Komponente ist überraschend stark zurückgefahren. Macht nicht zwangsläufig spektakuläre, aber doch sehr angenehm zu schauende 12 Folgen aus.

The Girl From The Other Side

Basierend auf einem 11-bändigen Manga bekommen wir hier einen meditativen einstündigen Film geboten. In einem sehr monochromen bis gedeckten Stil, mit “tanzenden” Outlines, die sehr an ein Märchen-Bilderbuch erinnern. Eine Geschichte zwischen dem in Schwarz gehaltenem Menschenbiest von “Außen”, wo die Verfluchten leben, der nur als Lehrer bezeichnet wird. Und einem in Weiß gehaltenen kleinen Mädchen von “Innen”, wo die Menschen leben, die er am Waldrand findet und bei sich leben lässt.

Die Handlung besteht nun hauptsächlich aus deren Leben miteinander, der sich bildenden Freundschaft. Aber auch den ständigen Agitationen, die jene ausgesetzt ist. Sowohl von anderen “Äußeren”, wie aber auch von Menschen von “Innen”. Alles sehr warmherzig aber auch tragisch. Und vor allem ein sehr offenes Mood Piece, welches man audiovisuell auf sich wirken lassen und zu seinen eigenen Schlüssen kommen kann. Jeder kann sich selbst sehen in jenem selbsterfüllenden “Fluch”, der neben Depressionen ein Standin für jedes anderweitige eigene Problem oder ausgrenzenden Eigenschaft bedeuten kann. Genau so, wie die Handlung genausogut als generelle Meditation gegenüber Vorurteile und den Druck der Gesellschaft sich jenen zu konformieren, gesehen werden kann. Tragisch schön und offen für die eigenen Befindlichkeiten.

Chainsaw Man

Denji ist ein Teenager und ein armes Waisenkind, der sich mit allerlei Jobs durchschlagen muss. Wie auch mit Hilfe des kleinen Teufelchens Pochita gegen Teufel kämpfen. Bis er hintergangen wird und umkommt, doch dank eines Pakts mit Pochita als Chainsaw Man wieder aufwacht: Ein Halbteufel, der mit Kettensägen kämpft. Die Regierung stellt ihn vor die Wahl: Entweder exterminiert werden wie ein Teufel, oder in einer dafür eingerichteten Organisation gegen andere Teufel kämpfen.

Chainsaw Man ist ein Shonen Jump Hit-Manga, der letztes Jahr in eine langersehnte und weit gehypte Anime-Adaption von 12 Folgen gefasst wurde. Was interessant ist, ich hätte eher auf einen 24-Folgen-Run getippt. Jedenfalls war ich am Anfang etwas neutral der Serie gegenüber, sie kommt nämlich wie eine generische Shonen-Serie daher, mit allen nötigen Klischees, nur mit der Gewalt ein wenig hochgeschraubt. Doch über die 12 Folgen ist mir die Serie etwas nähergekommen. Denn nach den ersten Folgen, welche die Grundlagen des World Buildings und involvierten Charaktere legen, finden sich doch mehr und mehr auch ruhige Momente ein, die meine Highlights der Season waren. Wenn Charaktere in typische Shonen-Action-Setups gestoßen werden, aber dann anschließend eben auch gezeigt wird, was deren Aftermath ist, wie die Charaktere die Ereignisse verarbeiten. Fand die Serie dann doch recht gut, sobald ich mit ihr warm geworden war.

Jujutsu Kaisen 0

Bevor Gege Akutami seine Hit-Serie Jujutsu Kaisen begannt, zeichnete er bereits einen ähnlichen Manga, der zu dessen Blueprint werden sollte. Retroaktiv wurde dieser als Jujutsu Kaisen 0 und damit offizielles Prequel erneut herausgebracht. Und in der Wartezeit auf die zweite Staffel der Serie auch als ein Kinofilm animiert. Als Hauptcharakter haben wir Yuta, der vom sehr starken Geist einer Kindheitsfreundin besessen ist, die seine ihn quälenden Mitschüler umbringt. Gojo kommt vorbei und rettet Yuta vor seinem Aus, in dem er ihn Teil der Schulklasse zur Bekämpfung von Flüchen macht.

Da der Film nach der Serie animiert ist, hat er natürlich den Vorteil, die Ereignisse noch stärker in das narrativ einzuarbeiten, als der vorher gezeichnette Manga das tat. Dennoch lässt sich häufig sehen, was der Prototyp wofür war. Yuta beispielsweise kommt daher wie ein Progo-Megumi. In der Serie war er übrigens noch nicht zu sehen, sondern lediglich kurz erwähnt worden. Jedenfalls haben wir es hier eben einfach mit mehr Jujutsu Kaisen zu tun. Auf großer Leinwand. Jede Menge coole Action bekommen wir geboten. Einiges an sympathischen Charakteren. Es waren gut unterhaltende 105 Minuten. Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass es eventuell doch etwas kurzangebunden war. Manchmal fühlt sich der Film so an, als würde man die ersten und letzten paar Folgen einer vollen Season schauen, im Mittelteilt fehlt einem etwas.

Spy x Family

Auch kürzlich zu Ende gegangen ist die erste Staffel von Spy x Family, welche in zwei Parts von 12 und 13 folgen mit kurzer Pause zwischen ihnen ausgestrahlt wurde. Hier haben wir es mit einem Spion zu tun, der einem Politiker nahekommen muss. Als Plan wird ausgetüftelt dies über dessen Sohn zu machen, der auf eine Privatschule geht. Also werden sowohl eine Frau wie ein Kind gesucht, mit denen er vorgeben kann, eine Familie zu sein. Natürlich dürfen die nichts davon wissen, dass er ein Spion ist. Dafür weiß er allerdings auch nicht, dass er sich als Frau ausgerechnet eine Killerin und als Tochter eine Gedankenleserin herausgesucht hat.

Und so beginnt der nicht alltägliche Alltag dieser ungleichen Familie voller Geheimnisse. Was in der Serie allerdings als ziemlich fluffige Wohlfühl-Comedy dargestellt ist. Die Charaktere sind einfach unglaublich herzig und sympathisch und wollen tatsächlich ihr Bestes geben, nicht nur für die Mission, sondern füreinander als Familie. Sie wachsen zusammen und wollen nur Gutes füreinander. Und gleichzeitig gibt es natürlich viel Situationskomödie zwischen dem wohligen Familienleben und ihren doch brutalen “echten” Berufen und diese voreinander geheimzuhalten. Highlight ist sowieso das kleine Mädchen, die als Psi-Begabte als einzige die Geheimnisse aller lesen kann, jene aber in ihrem kindlichen Hirn als super spannend hält, und die regelmäßig witzige Fratzen schneidet. Spy x Family war eines meiner Highlights an Wohlfühlserien im letzten Jahr. Absolute Sehempfehlung.

Space Sheriff Gavan: The Movie

ava-2745Es ist mal wieder Tokusatsu Time! Diesmal mit Space Sherriff Gavan, über wessen Hintergründe ich mich nun informiert habe, auch wenn ich mir deren zur Sichtung des Filmes noch nicht bewusst war. Es ist nämlich ursprünglich eine Serie, die bereits 1982 im TV lief und die Grundlage der Metal Hero Franchise bildet. Für zwei Dekaden ein drittes Standbein Tohos neben Kamen Rider und Super Sentai gewesen, scheint die Franchise allerdings das neue Millennium nur spärlich mit Filmen erreicht zu haben.

Darunter eben auch zum 30. Jubiläum der von mir geschaute Space Sheriff Gavan: The Movie. Eine neue Generation von Gavan und Semi-Sequel zur Originalserie. Soweit ich das nun nachgelesen habe. Der Film war eine spontane Sichtung, von daher war ich mir ob der Franchise-Informationen während des Ansehens noch nicht gewiss. Wobei ich es nach einiger Zeit doch ziemlich offensichtlich fand, dass da eindeutig Hommagen an was aus den 70ern oder 80ern gespielt werden.

Der Film beginnt mit den drei Freunden Geki, Toya und Itsuki, zwei Jungs und ein Mädel, damit es auch schön zu einem Liebesdreieck kommen kann. Die wollen seit ihrer Kindheit ins All. Während Itsuki allerdings am Boden der Tatsachen in die Forschung geht, schaffen es die beiden Kerle zum Astronaut. Auf ihrem ersten gemeinsamen Flug geraten sie allerdings an ein schwarzes Loch und gehen verschwunden.

Ein Jahr später werden Itsuki und die Station, an der sie arbeitet, von Monstern angegriffen. Glücklicherweise tauch der maskierte Blechmann Space Sheriff Gavan auf, um sie zu retten. Es braucht weder Itsuki noch uns sonderlich lange, um zu wissen, dass Geki hinter dem Helm steckt. Dummerweise führt die Tatsache, dass er die Rettung seiner Kindheitsfreundin priorisiert hat, dazu, dass wichtige Daten von den Space Maffia Monstern gestohlen wurde. Gavans Chef will deswegen zwei neue Space Sheriffs auf die Erde ansetzen, die dann aber bis zum Finale nie wiedergesehen werden. Allgemein hat der Film unglaublich viele Charaktere, die nur mal so nebenbei auftauchen, was ihn schon sehr so wirken lässt, als hätten sie in einer Serie eine größere Rolle und würden für den Fanservice deswegen auch ihren obligatorischen Filmauftritt bekommen.

Wie sich herausstellt möchte die von Brighton angeführte Space Maffia verschiedene Artefakte stehlen, um ihren wahren Anführer Don Horror wiederzubeleben. Das wollen Gavan und seine Partnerin Shelly, die hauptsächlich zum Comic Relief und schrille Kostüme tragen verkommt, polizeilich vereiteln.

Und dann passiert im Mittelteil eine ganze Menge wirres Zeug. Der allererste Space Sheriff, also der von 1982, taucht wieder auf. Die beiden Gavans kämpfen gegeneinander. Und dann wieder miteinander. Und hier war es wirklich, wo ich fragte, ob es bereits eine alte Serie dazu gibt. Natürlich, weil den ersten Gavan wieder aufzuweisen dahindeutete. Aber auch weil viele der Szenen wie eine Best of Aneinanderreihung von Hommagen ikonischer Szenen einer typischen oldschool Tokasatsu TV-Serie aussahen. In dem Film hier wirkten sie etwas wirr.

Am Ende kommt natürlich heraus das Brighton eigentlich Toya ist. Geki hat ihn eventuell absichtlich losgelassen und abtreiben lassen, so genau klar ist das nicht, weil beide an Itsuki ran wollten. Dort wurde Toya von der Macht Don Horrors indoktriniert, um ihn wieder zu beleben und dafür seine Rache zu bekommen. Die Haupthandlung des Filmes ist wirklich nicht so schwer und ziemlich üblich, es sind lediglich die vielen halbherzig genutzten Charaktere und Schnellschuss-Szenen, die eingestreut werden, wodurch man sich wirr fühlt. Als hätte man versehentlich mehrere Bindungsszenen verpasst, für die für den narrativen Strang wichtig wären. Jedenfalls besiegt Gavan natürlich das Böse. Toya kann er retten. Itsukis Herz hat er erobert. Und düst direkt wieder ins All ab, statt bei ihr zu bleiben, um weiteres Space Verbrechen zu bekämpfen. Ich gehe mal davon aus, dies leitet in eine neue Serie, oder war mindestens dafür geplant.

Ich muss sagen, dass ich Tokusatsu jetzt nicht unbedingt schaue, um geistig stimuliert zu werden. Ich möchte lediglich audiovisuell stimuliert werden. Lasst es Krachen, dann macht es mir auch nichts aus, was für ein Blödsinn eigentlich dabei rumkommt. Womit ich nicht meine, dass Tokusatsus nichts zu sagen haben. Einige schon, und jene Themen und Symbolik zu sehen kann auch interessant sein. Ich brauche es nur nicht unbedingt. Und um auf den Punkt zu kommen ist Space Sheriff Gavan: The Movie genau ein solcher Auswuchs. Mächtig dämlich aber flott anzusehen. Anfang und Ende sind ziemlich Standard, dazwischen wird’s was chaotisch, aber die 80 Minuten gehen verdammt schnell rum. Kein Subjekt für eine Medienanalyse, sondern fürs Beschallen lassen.

Meals & Music: What Did You Eat Yesterday & Given Redux

ava-2737Jetzt wird es wieder etwas queer hier. Mit zwei Boys Love Franchises, die schon früher mal besprochen waren, von denen ich nun aber jeweils einen Film und ein Special sehen konnte, die auf jene vorig besprochene Serie aufbauen. Beide basierend auf einem Manga, aber die eine Umsetzung in Anime, die andere hingegen in Realitätsverfilmung.

Wir beginnen mit What Did You Eat Yesterday? Davon habe ich in 2020 die 12-teilige TV-Serie von 2019 gesehen. Und fand das Slice of Life eines älteren und bereits lang etablierten Schwulen-Paares, zentriert um Häusliches und Kochen, sehr angenehm wohlfühlig. Mittlerweile wurde das erweitert, wenn auch nicht um eine weitere TV-Staffel, wahrscheinlich auch weil die Hauptdarsteller relativ gut gebucht sind und von daher eher mal zum Filmen eines Filmes statt einer längeren Staffel zu haben sind.

In 2020, das Jahr folgend auf die TV-Serie, erfolgte beispielsweise ein Neujahresspecial, welches in 75 Minuten im Prinzip einen TV-Film darstellt. Und in 2021 kam dann der „richtige“ Film raus, welcher volle 120 Minuten füllt. Das Special folgt unseren Charakteren dabei mehr oder minder über ein Jahr hinweg, mit immer mal wieder eingeblendetem aktuellen Datum, und hat drei Handlungen hintereinander gereiht. Die erste und letzte jeweils über das Hauptpaar Shiro und Kenji, der Mittelteil um das Nebencharakter-Paar Wataru und Daisaku. Ein bisschen also, als würde man drei weitere Episoden der Serie als Bonus bekommen, nur alle auf einmal. Der Film ist da schon etwas stringenter von seinem Verlauf her, wobei die Natur der Sache Slice of Life im Prinzip dennoch verschiedene Lebensepisoden der Reihe an bekannten Charakteren auftischt, nur alles hier direkt ineinander verwoben ohne den episodischen Charakter.

Dabei bieten beide im Prinzip natürlich mehr vom Gleichen an. Relativ bodenständige Alltagsangelegenheiten des japanischen Paares im mittleren Alters, die halt zufällig schwul sind. Einer davon ein etwas unterkühlter Anwalt, der andere ein klischeehafterer Friseur, also ist auch ein wenig komödiantische Reibung da, wenn es um jene Unterschiede geht. Beispielsweise startet der Film damit, dass Kenji von Shiro auf einem romantischen Urlaub ausgeführt wird. Was seinem Charakter eher weniger entspricht, wie gesagt ist er emotional eher unterkühlt und schaut zudem eigentlich sparsam auf jeden Yen. Was Kenji sogar dazu bringt, zu denken, Shiro mag eventuell tödlich erkrankt sein, bis jener das Missverständnis aufklären kann. Ok, das klingt jetzt eventuell nicht wie ein guter Witz, aber die Situation ist schon sehr amüsant, da uns ja klar ist, dass es nichts lebensgefährliches sein wird und Kenji übertreibt.

Aber es gibt auch ein paar ernstere Momente im Leben der beiden zu sehen. Der wahre Grund für den Urlaub ist beispielsweise, weil Shiro seinem Partner beibringen will, dass seine Eltern ihn doch nicht mehr zu Neujahr sehen wollen. Und das, nachdem Shiro ihn in der letzten TV-Folge endlich mit zu ihnen nahm und alles gut lief. Doch seine Mutter hatte wohl anschließend einen Zusammenbruch. Eine Sache der Problematik, dass die Eltern eigentlich vom Kopf her mit der gleichgeschlechtlichen Beziehung einverstanden sind und Unterstützung zeigen wollen, aber dann doch unterschwellig was nicht funktioniert. Und damit ist eine Krux des Filmes der, dass Shiro nicht so recht weiß, ob er weiterhin bei den Eltern zu Neujahr auftauchen und Kenji alleine lassen will oder es lieber mit ihm und ohne die Eltern verbringt.

Kommt natürlich dennoch alles zu einem netten Schluss für unser alterndes Pärchen, welches stärker denn je aus dem Film hervorgeht.

Auch Given hat einen Film spendiert bekommen. Da schrieb ich ja, dass ich es bei der 11-teiligen TV-Serie gut fand, dass sie ebenfalls bodenständig ist. In ihr ist das Drama etwas höher gewesen als What Did You Eat Yesterday, immerhin geht es hier auch um das Gefühlsleben von Teenagern. Aber dennoch fand ich gut, dass es die meisten Boys Love Klischees, zumindest die dicksten, umgeht und eine relativ wohlige erste Liebe präsentiert. Dieses Zusammenkommen von Mafuyu und Ritsuka ist wohl die erste Story-Arc des weitläufigeren Mangas, der von einem Pärchen zum nächsten wechselt.

Das etablierte Paar ist also hier Nebencharakter, stattdessen geht es um Haruki und Akihiko, die mit den beiden in einer Band sind. Haruki hat eindeutig Gefühle für Akihiko, gehintet wurde das ja schon in der Serie. Akihiko ist allerdings in einer ziemlich destruktiven On-Off Beziehung mit seinem Kindheitsfreund und Mitbewohner Ugetsu. Und hurt auch so gern mal bisexuell durch die Gegend, wann immer es ihm emotional mal wieder schlecht geht. Während Haruki dem zusehen oder ihm sogar helfen muss.

Ich mag den Film nicht. Ich mochte die beiden Charaktere, um die es geht, in der Serie sehr. Sie sind etwas älter, gehen bereits auf die Uni, und wirkten sehr charmant und witzig in ihrer damals noch platonischen Freundschaft. Gerade Akihiko war sehr erwachsen und aufgeschlossen. Von daher fand habe ich mich drauf gefreut, dass der Film darum gehen würde, wie diese beiden zueinander finden. Und ein Finger an der Affenhand verzerrte sich. Denn deren Beziehung ist genau das Gegenteil davon, wie Mafuyu und Ritsuka zusammengefunden haben. Es ist alles High Drama, alles super klischeehaft, und einfach insgesamt auch eine sehr toxische Beziehung. Akihiko macht Haruki Hoffnungen, geht doch wieder zurück zu Ugetsu. Es wird wild mit Fremden geschlafen, um dem jeweils anderen eines auszuwischen. Ja Akhikio versucht sogar den Verkehr mit Haruki zu forcieren. Welcher wiederum den ganzen Film über den Fußabtreter spielt und insgesamt sind einfach alle Charaktere hundsmiserabel für die ersten 50 Minuten bis es ins Finale geht und plötzlich die große Liebe sein soll. Vielleicht ist das alles hier in nur 60 Minuten statt einer ganzen Staffel komprimiert auch etwas viel auf einmal, aber dann wiederum würde mehr Spielzeit auch nichts daran ändern, dass die Beziehung nur aus roten Fahnen besteht.

Ne sorry, das war nichts für mich. Anschließend mochte ich die Charaktere gleich viel weniger. Zum Glück gibt es auch hier ein kurzes Special. Eines, was sich um das ehemalige Paar Mafuyu und Ritsuka dreht. Und was mochte ich das so viel mehr. Einfach schön eine Beziehung zu sehen, die stabil läuft und bei der beide miteinander Dinge bereden, anstatt vom Schlechtesten auszugehen, keinerlei Kommunikation zu betreiben, bis Missverständnisse sich aufblasen, und sich ständig in Selbstmitleid zu suhlen. Da können sich die beiden älteren Kerle echt ein Stück von den beiden Teens abschneiden, wenn es darum geht eine gesunde Beziehung zu führen. Endlich war meine Wohlfühl-Serie zurück, wenn auch nur für 25 Minuten.

Ring on TV

ava-2719Das Ring-Phänomen kursierte im Westen hauptsächlich Anfang der 2000er-Jahre, als die japanische Buch- sowie Film-Trilogie rüber schwappte und die amerikanischen Remakes starteten. In Japan war die Welle zu der Zeit allerdings schon so ziemlich rum. Die Bücher sowie Kino-Trilogie und auch Nebenzeug wie die Mangas waren alle zwischen 1991 und 2000 dort bereits erschienen. Und wo wir gerade bei Nebenzeug sind, gab es dort in den 90ern durchaus noch mehr, was es nicht offiziell in den Westen schaffte.

TV-Produktionen beispielsweise. Sogar gleich drei davon. Gegen Ende des Hypes in 1999 erschienen beispielsweise gleich zwei TV-Serien, die sich der Nacherzählung der Bücher Ring und Rasen (a.k.a Spiral) annahmen… auf Loop hatte dann wohl keiner mehr Bock. Schon im Jahre 1995 jedoch lief Ring über die Bildschirme der Nation. Als TV-Film und damit erste von vielen Verfilmungen der Originalgeschichte.

Als solch frühe Verfilmung ist es auch jene, die dem Buch über ziemlich Originalgetreu ist. Was bedeutet, dass es dessen Stärken und Schwächen gegenüber der bekannteren 1998er-Verfilmung hat. Ich bin ja der Meinung, dass jene spätere Verfilmung dem Grundstoff einen Gefallen tut, weil sie die Geschichte simplifiziert und einiges an unnötigem Schock-Value-Zeug, welches ein wenig dämlich ist, herauslässt. Sadakos Kindheitsgeschichte ist tragisch genug, ohne hinzufügen zu müssen, dass sie ein Hermaphrodit war und eine inzestuöse Beziehung zu ihrem Vater hatte. Außerdem ist die Dynamik der geänderten Hauptcharaktere interessanter, als alleinerziehende Mutter und deren Ex-Mann.

Im hiesigen Film, ganz wie im Buch, ist Sadakos Geschichte komplett intakt und rein exploitativ gehalten. Und unsere beiden Hauptcharaktere sind ein männlicher Reporter und dessen befreundeter Professor. Nur das die beiden ganz wie im Buch wenig Chemie miteinander haben, gerade Takayama ist ziemlich emotionslos und kühl. Immerhin hat man es herausgelassen, dass er nebenbei mal kurz erwähnt, er sei ein Vergewaltiger, als wäre das ein Hobby oder so. Asakawa ist durchaus ein netter Kerl, immerhin versucht er später seine schwangere Frau zu retten, kommt jedoch einfach etwas langweilig als Charakter rüber.

ring1995

Als Stärke ist der Version allerdings definitiv zu Gute zu halten, dass die Detektivarbeit nicht zu kurz kommt. Die 1998er-Version und allen danach, weil sie sich so stark an jene halten, sind die Investigation der beiden Charaktere häufig etwas arg kurz geraten. Hier nimmt sie wie im Buch allerdings einen wesentlich höheren Stellenwert ein. Die 1995er-Version hat wesentlich mehr Aspekte eines Krimis, nur das der Täter im Übernatürlichen zu suchen ist, während die späteren Versionen den Mystery- und Horror-Aspekt des Materials in den Vordergrund rücken.

Die Tatsache, dass Ring 1995 auch die etwas trashigen Aspekte des Buches mit adaptiert, passt allerdings ganz gut in dessen Look rein. Immerhin ist das hier weiterhin eine TV-Produktion. Mit entsprechend niedrigem Budget, rudimentären Kameraführung und etwas übertriebenem Schauspiel. Dadurch hat die ganze Produktion etwas von einem Crime Serial der Zeit. Die Kanzenban-Version unterstreicht jene Trash-Mystery-Vibes etwas zusätzlich dadurch, dass sie in einigen Szenen relativ plakativ nackte Titten einstreut, die in der Fernsehausstrahlung natürlich nicht waren.

Damit ist Ring: Kanzenban definitiv eine interessante Kuriosität in den Ring-Verfilmungen. Eben weil sie die einzige ist, die dem Buch so getreu ist. Und weil sie den billigen TV-Look auffährt. Das hat einen gewissen Charm an sich. Man fühlt sich, als säße man wieder als Kind nachts vorm CRT-Fernseher und hätte beim Zappen einen trashigen Horrorfilm entdeckt. Ich finde es gut, dass spätere Verfilmungen dem Material etwas mehr Klasse zu geben versuchen, aber die hiesig präsentierte Variante ist zumindest ein interessanter Kontrast dazu.

Die 1999er TV-Serie Ring: The Final Chapter, welches wirklich die letzte japanische Interpretation des ersten Buches sein sollte, änderte dafür umso mehr. Muss sie ja auch irgendwo, denn es gilt 12 Folgen von 45 Minuten zu füllen.

Beispielsweise hat man hier, nachdem das Video gesehen wurde, ganze 13 Tage, bevor man stirbt. Häufig behandelt also je eine Folge auch einen Tag Investigation. Welche nun von vier Hauptcharakteren ausgeführt wird. Asakawa ist dabei ein Mann wie im Buch, scheinbar mochte man aber den Punkt des alleinerziehenden Elternteils aus dem 1998er-Film, und somit ist seine Frau verstorben und er zieht sein Kind alleine groß. Eine Kollegin von ihm übernimmt einen Teil der Investigation als Reporter in das Mysterium des Videotapes und die Geschichte von Sadako. Zusätzlich gibt es eine Forscherin neu im Quartett, die hauptsächlich den medizinischen Aspekt das Fluches übernimmt – Sadakos Tuberkulose gebunden mit dem Fluch gestaltet sich als ein aggressives Virus und so finden wir bereits ein paar der pseudo-medizinischen Erklärungen aus dem zweiten Buch hier mit heraus.

ring1999

Takayama ist auch in dieser Version ein Professor, der sich mit Flüchen beschäftigt, ansonsten aber ein komplett anderer Charakter. Es wurde ein junger Schönling für ihn gecastet, der natürlich nicht einfach mal so jemanden vergewaltigt hat. Stattdessen hat er eine mental angeschlagene Schwester, um die er sich kümmert. Kommt aber dennoch ziemlich undurchsichtig rüber, weil er den ganzen Fluch nur als ein erheiterndes Spiel ansieht und wenig Empathie für andere über hat. Hauptsächlich wird er dafür genutzt, Dinge zu verkomplizieren. Zusammen mit der Tatsache, dass Asakawa anderen Infos vorenthält, unter dem Deckmantel sie nicht reinziehen zu wollen, was natürlich meist mehr Schaden anrichtet, und erneut die Untersuchungen auf mehr Folgen zieht. Überraschenderweise mochte ich Asakawa in der hiesigen Inkarnation nicht sonderlich, eben weil er ständig für andere Charaktere entscheidet und Sachen verschweigt – dazu macht der Schauspieler auch noch ständig diese merkwürdige Gesicht, bei dem er die Lippen zusammenpresst, wann immer er sich sorgt oder nachdenklich sein soll, was natürlich praktisch ständig ist.

Gern spielt die Serie zudem mit den Erwartungen der Zuschauer, die den Stoff bereits kennen – dank Buch, TV-Film und Kinofilm keine geringe Möglichkeit. Am Ende der ersten Folge sieht Asakawa beispielsweise das Video. Und zu unsrer Überraschung ist es nur eine Aufnahme von einem Musikvideo eines Popstars. Sozusagen als Doppel-Twist ist es aber dennoch das verfluchte Video, denn Sadako hat mit spiritueller Projektion die verfluchten Szenen hinter jenem versteckt.

Tatsächlich hat Ring: The Final Chapter zum Großteil den gleichen Charme wie Ring: Kanzenban. Erneut als ob als Kind oder Teenager beim Zappen durchs TV irgendwo einen mysteriöse Serie gefunden wurde, von der man noch nie gehört hat, und der man dann ein paar Wochen folgt. Sie ist auch gar nicht schlecht gemacht, nur halt eindeutig TV-Niveau. Und für Leute, die bereits so wie ich einige Versionen der Geschichte kennen, ist es natürlich interessant, die ganzen Unterschiede zu finden.

Kamen Riding: Paradise Lost and The First

ava-2710Willkommen zurück in der Welt von Tokusatsu, Seitenbranche Kamen Rider. Bekanntermaßen sind jene Shows ja für kleine Kinder gemacht. Was war der absolute Trend in den frühen 2000ern? Ganz genau „Was wenn Kindermedium, aber edgy?“. Wir hatten düstere Magical Girl Shows, wir hatten fiese Neuerzählungen von Märchen, und auch Tokusatsu-Superhelden machten da mit. Immerhin stammten aus der Zeit die trashig-unterhaltsame Cutie Honey: The Live TV-Serie und der tatsächlich richtig gute Casshern Live Action Film.

Die 2003er-Staffel der langen Franchise nannte sich Kamen Rider 555 (ausgesprochen Faizu, weil Five-Three in japanischer Umschrift Faibu-Suri ist nehm ich mal an). Der alljährlich darauf basierende Film hat den Untertitel „Paradise Lost“ bekommen, einer der Standardtitel, wenn man wichtig und smart klingen will. Die Serie muss allerdings nicht gekannt werden, denn Paradise Lost ist eine alternative Zeitlinie, ein anderer Weg, wie sie hätte enden können.

Alles Wichtige aus der Serie kann sich aus Context Clues zusammengereimt werden, immerhin haben wir es hier mit einer Kinderserie zu tun, das ist schon nicht so schwer. Scheinbar wurde die Erde von einer Organisation mit Namen Smart Brain angegriffen, welche die Menschen zu hörigen Orphnochs macht, die gleichzeitig als eine höhere Evolutionsstufe der Menschheit angesehen werden. In der Serie wird Kamen Rider Faiz wohl gegen deren Pläne, die Erde zu übernehmen, kämpfen und sie zurückschlagen, nehme ich mal an.

In der Kontinuität von Paradise Lost allerdings unterlag Faiz einem Angriff von Smart Brain und gilt als tot. Smart Brain hat die Welt übernommen, die wenigen überlebenden Menschen hocken in Enklaven außerhalb der Orphnoch-Gesellschaft. Ziemlich fiese Situation, in der sie sich also befinden. Tja, sagt das mal den Ureinwohnern von Australien oder Nordamerika. Takumi ist einer jener normalen Einwohner der Enklave. Denkt er zumindest. Bei einer Orphnoch-Attacke gewinnt er nämlich sein Gedächtnis zurück: Er ist Kamen Rider Faiz. Nach dem Angriff wurde er von einem menschlichen Wissenschaftler gefunden und bekam eine falsche Erinnerungen eingepflanzt, damit er bei dessen Tochter bleiben wird. Takumi hat überraschend wenig über jenen immensen Eingriff in seine Selbstbestimmung und Persönlichkeit zu sagen. Aber es gibt ja auch Orphnochs zu verprügeln.

Zumindest fiese Orphnochs, denn der Film etabliert, dass ein paar wenige auch auf der Seite der Menschen sind. Was allerdings mit enormen Spannungen einhergeht. Die menschliche Widerstandsbewegung selbst kann sich nicht so recht entscheiden, ob sie Takumi als ihren Retter sehen soll, weil er als Faiz erfolgreich gegen Orphnochs kämpfen kann, oder ob sie ihm misstrauen sollen, weil eigentlich nur Orphnochs die Gürtel verwenden können, die einen in Kamen Rider verwandeln.

Das hört sich bestimmt an, als wäre eine Menge los in Paradise Lost. Und zu einem bestimmten Teil ist dem auch der Fall. Zum einen muss natürlich viel über die Welt und in welchem Zustand sie ist überbracht werden. Zwar ist das hier ein Film, der auf sich alleine gesehen werden kann, aber das bedeutet nicht, dass es ein Stand Alone Film ist. Es muss ein wenig erklärt werden, was in der Serie los war, und selbst für Fans der Serie, an welchem Punkt und zu welchem drastischen Ausmaß sich die Welt im Film von jener in der Serie abgespalten hat. Zudem gibt es eine Unmenge an Charakteren und Verwicklungen. Takumi findet sich in einem romantischen Dreieck. Die drei guten Orphnochs zwischen dem Willen den Menschen helfen zu wollen und von ihnen misstraut zu bekommen. Die Leute im Widerstand unsicher, wem sie trauen können.

Erwartungsgemäß gibt es da so einige Verwicklungen, so einige Missverständnisse, einigen Betrug. Es wird viel untereinander gekämpft. Da wirkt der Film manchmal ein wenig überladen, wahrscheinlich weil man alle wichtigen Rollen aus einer längeren TV-Serie erneut unterbringt. Aber alles ist doch relativ einfache und normale Kost, wenn es um einen Film in jenem Thema geht. Von daher ist ihm einfacher zu folgen, als das in der Retrospektive klingen mag.

Besonders gefallen haben mir übrigens die Designs in Paradise Lost. Damit meine ich nicht unbedingt das allgemeine Stage Design oder Takumis schreckliche Perücke, noch nicht mal unbedingt die Kamen Riders, sondern ich fand vor allem die Orphnoch-Designs ziemlich cool. Die weißen Kostüme mit der organisch aussehenden Detaillierung und Designs basierend auf diversen anthropomorphen Tieren sind ziemlich nice.

2005 brachte uns dann Kamen Rider: The First in die japanischen Kinos. Ein Film-Reboot, der eine alternative Erzählweise des allerersten Kamen Riders ist… also der TV-Serie und des Manga von 1971. In einem dann modernen Setting.

Student Takeshi hat ein kleines romantisches Problem. Denn er hat sich ein wenig in Reporterin Asuka, die über seine Forschungen berichtet, verguckt, sie ist allerdings schon mit ihrem Kollegen Katsuhiro verlobt. Doch überraschend ist jenes Problem aus dem Weg geschafft, nachdem Katsuhiro bei einem Überfall der bösen Shocker getötet wird… von Takeshi selbst.

Das hat natürlich einen Grund. Die Shocker kidnappen kompatible Menschen und verwandeln sie in ihre Agenten. Takeshi ist deren jüngstes Opfer, Codename Hopper, erwacht aber zu seiner Menschlichkeit zurück, nachdem er sieht, was er getan hat. Dummerweise hat aber auch Asuka alles gesehen und ist selbstredend nicht so gut auf den Mörder ihres Verlobten zu sprechen. Netterweise geht sie allerdings nicht zur Polizei oder so, sondern stalked stattdessen Takeshi in Hoffnung eine Newsstory zu bekommen. Und dann taucht auch noch ein neuer Kerl in ihrem Leben auf, der genau wie Katsuhiro aussieht. Denn die Shocker haben einfach einen zweiten Hopper gemacht, nachdem sie Takeshi nicht steuern können.

Im Gegensatz zu Paradise Lost ist The First ziemlich geradlinig. Es ist einer jener Filme, bei dem die meisten menschlichen Konflikte, welche die Sache verlängern, hauptsächlich darauf zurückzuführen sind, dass keiner richtig miteinander redet. Aber im Prinzip haben wir eine fiese Organisation, die Leute in sich infiltriert, und ihre Opposition umbringen. Inklusive Asuka, die ihnen auf die Schliche zu kommen versucht. Nun haben wir aber gleich zwei Kamen Rider, die von den Shocker geschaffen sich in Asuka verlieben und natürlich darüber streiten, wer sie bekommen sollte, statt ihr die Entscheidung zu überlassen. Und eine von allem sehr verwirrte Asuka.

In der Theorie zumindest, denn das größte Problem von The First ist, dass die Charaktere ziemlich blasé bei allem erscheinen. Egal wie sehr der Narrativ uns mitzuteilten versucht, wie emotional aufgewühlt sie doch sind, so richtig rüberkommen will das nicht. Ist auch etwas wenig für 90 Minuten Laufzeit, was wahrscheinlich der Grund ist, warum wir ständig Flashbacks zu zwei stationierten Teens in einem Krankenhaus bekommen, die immer etwas perplex die eigentliche Handlung unterbrechen, bis wir am Ende endlich herausfinden, wie jene überhaupt marginal mit hineinspielen.

Kudos allerdings zum Shocker Bat, einer der drei Anführer, die wir hier sehen. Nicht nur hat er entsprechend in seiner Verwandlung einen Fledermaushelm auf und kann via schrecklichem Effekt sogar fliegen, nein selbst in seiner menschlichen Form bleibt er sich treu und trägt ein Dracula-Cape.

Saber + Zenkaiger: Super Hero Senki

ava-2701Heute reden wir mal über Tokusatsu, ein Genre von japanischen Filmen, welches eigentlich keines ist, sondern ein Dachbegriff. Wenn Tokusatsu als Begriff fällt, und dieser überhaupt etwas sagt, dann ist der erste Gedanke immer Japans Superhelden-Filme, wahrscheinlich sogar direkt die westliche Adaption Power Rangers. Doch Tokusatsu steht im Prinzip für alle Live Action Produktionen, die einen hohen Anteil an Special Effects beinhalten. Mecha Shows sind also Tokusatsu und genauso das Subgenre der Kaijus: Monsterfilme a la Godzilla.

Was die Superhelden-Seite angeht, möchte ich immer sagen, dass ich mich damit gar nicht auskenne, bis mir dann wieder einfällt, dass ich doch ein paar gesehen habe. Das bedeutet nicht, dass ich mich dadurch wirklich im Subgenre auskenne, aber immerhin ist es mir auch nicht ganz unbekannt. Ich habe tatsächlich den Beginn von Power Rangers bis zum ersten Film gesehen. Ich mochte es nie, muss ich dabei eingestehen. Aber es war halt eine Show, die zwischen anderen Shows im Samstag-Morgen-Programm für Kinder lief und damals hat man das dann einfach mitgenommen, weil man nicht einfach Youtube, Twitch oder Netflix für interessantere Unterhaltung anschmeißen konnte. Ich habe im alten Blog mal die ersten Folgen vom japanischen Spiderman besprochen, wo er im Prinzip ein Kamen Rider Verschnitt ist. Und die frühen 2000er Reboots von Cutie Honey sowie Casshern habe ich geschaut, wobei gerade letzterer eher ein Arthouse-Film denn reguläres Tokusatsu ist. Cutie Honey: The Live war ebenfalls ziemlich cool. Oh ja, und ich kenne natürlich die Live Action Sailor Moon Serie, die ist im Prinzip auch Tokusatsu.

Allerdings, soweit Power Rangers vor dreißig Jahren nicht zählt, habe ich nie die beiden großen Serien miterlebt. Kamen Rider und Super Sentai, die beiden seit den 70ern laufenden Evergreen Franchises in Japan, den Kindern dort regelmäßig neue Inkarnationen ihres Superheldens oder Superhelden-Teams auf die Bildschirme bringend. Beides aus der Feder des bereits 1998 verstorbenen Shotaro Ishinomori. Doch mehr zufällig bin ich jetzt in Berührung mit ihnen gekommen. Beiden gleichzeitig im film Saber + Zenkaiger: Super Hero Senki, denn jener zelebriert gleichzeitig das 50-jährige Jubiläum von Kamen Rider und das 45-jährige von Super Sentai.

Das führt natürlich dazu, dass ich so einige Momente über ein wenig lost war. Aber irgendwie kann man sich Dinge ja glücklicherweise zusammenreimen. Wie schwer kann es schon sein, bei einer Kinderfranchise mitzukommen?

Also wir starten in einer Weltraumstation, wo der Bösewicht Asmodeus verschiedene Bücher abgreift. Das scheinen die Kamen Rider/Super Sentai Geschichten zu sein. Ok. Also die verschiedenen Shows existieren scheinbar alle zusammen in einer Art Metaversum oder so. Verstehe. Nur sind sie da nur Geschichten in Büchern, oder führen jene tatsächlich in individuelle Parallelwelten?

Scheinbar letzteres, denn Teile des Teames der aktuellen Kamen Rider und Teile der aktuellen Super Sentai verschwinden plötzlich in der jeweils ihrigen Welt und tauchen stattdessen in der jeweilig anderen wieder auf und müssen nun sehen, was Sache ist. Der aktuelle Kamen Rider ist dabei selbst ein Romanautor und die Serie scheint sich darum zu drehen, dass die Geschichten aus Büchern wahr werden können? Oder so ähnlich, denn plötzlich werden die beiden gemischten Teams in klassische japanische Literatur wie die Wolfslegende Hakkenden oder die allseits bekannte Dragonball-inspiration Reise in den Westen gewarpt. Einen jungen Schreiberling namens Shotaro greifen sie dabei auch auf.

Als ich den Film sah, war mir der Name des Creators der Serien noch nicht bekannt, aber es ist ziemlich schnell ziemlich klar, dass Shotaro auf einer Meta-Ebene wichtig werden wird. Und als ich dann fragte, ob der Crossover-Film zu einem Jubiläum oder ähnliches herausgekommen ist, und gesagt bekam, dass es sogar das Jubiläum beider Serien ist, war klar, dass es sich dabei um den Schöpfer handeln würde.

Und so gebiert sich der weitere Film auch dahingehend, dass Shotaro dabei zusehen muss, wie seine späteren Schöpfungs-Superhelden bzw deren aktuelle Inkarnationen von nach seinem Tode, sich mehr und mehr gefährlichen Kämpfen zu stellen haben. Bis Asmodeus ihn dazu überredet, dass Superhelden zu kreieren eine schlechte Idee ist und Shotaro seine Zeichnungen zerstört, was die Rider und Sentai aus der Existenz puffen lässt. Natürlich sieht er später wieder ein, dass die Welt dennoch Superhelden benötigt, die für das Richtige kämpfen, und es kommt im Finale passend zu einer Kampf der Inkarnationen aller bisherigen Kamen Rider und Super Sentai gegen Asmodeus Armee.

Am Ende war ich gar nicht so lost, wie ich dachte, dass ich es wahrscheinlich sein werde. Und das obwohl ich mitten in einen Film geschmissen wurde, der Tribut zu einem halben Jahrhundert gleich zweier Franchises ists. Viele Dinge waren aber ziemlich selbst-erklärend, beziehungsweise Sachen, die man einfach so hinnehmen kann, ohne groß weiter drüber denken zu müssen. Ein wenig Blödsinn und „was ist hier los, wer kämpft jetzt schon wieder gegen wen“ gehört halt einfach auch ein Stück weit dazu. Und der Film war schon ziemlich zügig voranschreitend, so dass keine Langeweile aufkommt, und das Finale mit allen Riders und Sentais ziemlich Hype, auch wenn die mir an sich nichts gesagt haben. Guter Jubiläums-Film.

Wobei mein zynisches Ich natürlich all die vielen Gadgets, die fürs Verwandeln und Superpowern und was weiß ich noch, welche die Kamen Rider und Super Sentai einsetzen, nicht sehen kann, ohne zu denken, dass die alle spezifisch designt sind, um so viel Plastik-Spielzeug wie möglich an die junge Zielgruppe wie möglich zu bringen.

Ich wäre jedenfalls nicht abgeneigt mir mehr Kamen Rider und Super Sentai anzusehen. Aber wahrscheinlich doch nicht via der Serien, sondern weiterhin im Schnellformat durch die Filme.

Twinkle Yell!, or Watching Sailor Moon Eternal

ava-2617Gefühlt ewig ist es her, dass wir das letzte Mal über Sailor Moon Crystal gesprochen haben. Immerhin handelt es sich dabei um das Geburtstagsprojekt zum 10-jährigen Jubiläum der Franchise, welches Manga-getreu jenen in ein neues Anime fasst. Nächstes Jahr wird die Reihe nun schon 20 Jahre und wir sind noch nicht mit dem Crystal-Projekt durch.

Zugegeben fing die Ausstrahlung des Projektes auch verspätet an, nämlich erst 2014 auf Nico Douga, als die ersten beiden Story Arcs als Sailor Moon Crystal gestreamt wurden. Aber bereits 2016, dem Jahr nach deren Ende, lief im japanischen TV mit Season III schon der nächste Handlungsstrang. Anfang 2017 dann die Bestätigung, dass auch der Dream-Teil des Mangas um den Dead Moon Circus ein Anime bekommen würde. Mitte 2017 jedoch die überraschende Ansage, dass es keine TV-Staffel, sondern in zwei Filmen erzählt werden wird. Und dann lange Stille. Letztendlich wurde das Release auf das unheilschwangere Jahr 2020 gesetzt, anschließend prompt wegen Covid verschoben. Aber jetzt, 2021 ist es endlich soweit: Die vierte Story Arc Sailor Moon Crystal ist draußen, wenn auch mittlerweile umbenannt als Sailor Moon Eternal.

Und es kann den Filmen wirklich niemand nachsagen, dass sie nicht genau das liefern, was das Konzept des Reboots ist: Die einzelnen Kapitel des Mangas weitestgehend getreu wiederzugeben statt wie im früheren Anime teils eigene Wege zu gehen.

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So macht sich Chibi Usa am Anfang von Part 1 bereit, ins 30. Jahrhundert zurückzukehren, ihre Zeitreisefähigkeiten werden allerdings blockiert, nachdem durch eine Mondfinsternis der Dead Moon Circus sich in der Stadt eingenistet hat. Auch die Verwandlungen der Sailor Senshi werden zunächst blockiert. Helios sucht Chibi Usa in ihrem Traum auf, verleiht ihr und Usagi neue Kräfte fürs Kämpfen. Das Amazonentrio greift die restlichen Mädels an, die in der Gefahrensituation auch zu neuen Kräften erwachen und die drei Feinde schnell aus dem Weg räumen. Das Amazonenquartett macht anschließend ernst.

In Part 2 sehen wir dann die ehemaligen Outer Senshi in ihrem neuen beschaulichen Leben, das natürlich ebenfalls nicht lang anhält, bevor sie ihre Verwandlungskräfte zurückerlangen, um den anderen Mädels auszuhelfen. Wir finden heraus, dass die wahre Schurkin Nehallenia ist, die von Queen Serenity im Silver Millennium versiegelt wurde. Mit vereinten Kräften wird gegen sie angegangen.

Die Filme sind genau genommen sogar noch stärker am Manga, als die vorigen drei Staffeln das waren. Mit zwei Parts a 80 Minuten ist die Laufzeit letztendlich ja auch eher die einer halben Staffel, es muss also wenig zusätzlich Zeit gegenüber den vorigen drei Arcs aufgefüllt werden. Immerhin ist so ein Manga-Kapitel an sich doch etwas wenig Stoff für volle 20 Minuten TV-Folge. Die einzig nennenswerte Änderung ist, dass das Amazonentrio etwas sympathischer charakterisiert wird, da sie nun auch ihre eigenen Träume haben, die sie verwirklichen wollen. Bekanntlich sind Zukunftsträume und die auf ihnen basierende Hoffnung das Thema der Dream Arc. Sie geben den Figuren nicht nur Kraft, sondern Zweifel an ihrer Erfüllung auch Schwächen und Angriffsflächen.

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Für mich persönlich liegt in der Originaltreue aber auch genau der Schwachpunkt der Filme. Den Manga fast 1:1 Kapitel für Kapitel nachzuerzählen funktioniert besser in einer ebenso episodischen Serienform, aber weniger gut in einem abendfüllenden Filmformat. Hier wäre es durchaus interessanter und besser gewesen, die rigorose Struktur etwas aufzubrechen und mehrere Handlungen miteinander zu verweben und gleichzeitig laufen zu lassen. Stattdessen kommt Problem A auf, es wird relativ schnell aus dem Weg geräumt, wir kommen zu Problem B usw. Besonders offensichtlich ist das in Part 1. Wenn zunächst Chibi Usa und Usagi ihre Alter tauschen, nur damit das nach kurzem Drama schon wieder bereinigt ist, und dann eine der anderen Inner Senshi nach der anderen angegriffen wird, den Gegner besiegt, und die nächste dran ist. Diese sehr kurzen einzelnen Ereignisse mit ihren schnellen Resolutionen lassen Sailor Moon Eternal einfach häufig so wirken, als schaue man die zusammengeschnittene Cliffnotes-Version einer TV-Staffel statt eines komplett von Grund auf selbst animierten Projektes. Dabei hilft es nicht, dass die Animationen ebenso nie über das Niveau der vorigen drei Staffeln gelangen.

Von daher bleibe ich tatsächlich mit gemischten Gefühlen zurück. Die beiden Filme waren kurzweilig und ganz nett. Wahrscheinlich auch aus Nostalgie, die Sailor Senshi mal wieder in neuer Aktion zu sehen. Aber das Großereignis, welches eine Neuverfilmung des Klassikers hätte werden können und sollen, vor allem in kinoreifes Filmformat gefasst, ist mal wieder nicht dabei rausgekommen.

Ride Your Wave & Legend of Crimson

Wie bereits erwähnt war Corona-bedingt das Kinoprogramm in letzter Zeit unter ständiger Fluktuation. Dazu zählte auch, dass statt eine Anime Night pro Monat fast jede Woche eine kam. Die hatte ich mir dann auf den sonntäglichen Event-Plan geschrieben, da ja sowieso nur fünf Zuschauer oder so kommen, die schön weit auseinander sitzen können. Dummerweise hat sich das Programm wieder etwas reguliert und so habe ich leider das Yuri Double Feature von Fragtime und Kase-san & Morning Glories verpasst, weil es am üblichen Anime-Dienstag statt Sonntag lief. Die beiden Filme davor konnte ich allerdings mitnehmen.

Ride Your Wave (Kimi to, Nami ni Noretara) dreht sich um die junge Hinako, die fürs Studium umzieht. In eine Stadt, in der sie schon immer gern Surfurlaub gemacht hat, da dieses Hobby ihre große Leidenschaft seit Kindheitstagen darstellt. Als ihr Apartment auf Grund eines illegalen Feuerwerks in Flammen aufgeht und sie vom Feuerwehrmann Minato gerettet wird, bahnt sich die ganz große Liebe an. Minato schwört immer an Hinakos Seite zu sein und ihr zu helfen. Ich denke es ist bei dem Setup und ob der Tatsache, dass keine halbe Stunde in den Film sich bereits das perfekte Traumpaar gefunden hat, kein großer Spoiler, wenn ich verrate, dass Minato kurz darauf stirbt, als er beim Surfen jemanden vorm Ertrinken rettet. Hinako ist am Boden zerstört, zieht weg vom Ozean und geht nicht mehr surfen. Nichts scheint ihr bei der Verlustbewältigung helfen zu können. Bis sie das Lieblingslied von ihr und Minato singt und dessen Geist plötzlich in ihrer Wasserflasche auftaucht. Von nun an kann sie ihn auf diese Art und Weise in Flüssigkeit beschwören, um mit ihm zu kommunizieren.

Der Film ist ein sehr charmanter und quirliger Anime darüber, den Verlust eines geliebten Menschens akzeptieren zu lernen und sich im Leben weiterbewegen zu können. Es hat auch etwas bittersüßes. Natürlich der Kontrast der lebensfrohen Hinako und dann dem verschlossenen Haufen Elends vor beziehungsweise direkt nachdem Minato stirbt. Auch wie sie wieder fröhlicher wird, sobald sie sein Abbild im Wasser sieht. Was aber gleichzeitig einen deprimierenden Unterton hat, da sie nun für alle anderen wie eine Verrückte mit einer immer mitgetragenen Wasserflasche spricht oder einen mit Wasser aufblasbaren Delfin umarmt. Denn andere können Wasser-Minato nicht sehen.

Zunächst dachte ich dadurch echt, dass der Film in eine andere Richtung geht, als er das letztendlich tat. Ich ging davon aus, dass sich Hinako das Abbild von Minato nur zusammen halluziniert. Wie gesagt sieht ihn ja sonst keiner, und wann immer Minato das Wasser für Hinako manipuliert, ist sie auch alleine, kann sich dies also ebenfalls einbilden. Zumal der beste Freund von Minato, Wasabi, ebenfalls seit der Nacht, in dem ihr Apartment abbrannte, in Hinako verschossen war. Ich ging also davon aus, dass der sie letztendlich aus ihrer Realitätsflucht hilft und Hinako sich eingesteht, dass sie nicht für die nächsten sechzig Jahre allein bleiben kann und sich Wasabi zuwendet. Das Setup deutet zumindest zunächst stark darauf hin, will ich meinen. Letztendlich wird Wasabi allerdings doch mit jemand anderem verkuppelt und es geschehen Wassermanipulationen, die alle sehen können. Das die übernatürliche Komponente also wirklich eine solche ist, hat den Film schon an manchen Stellen etwas merkwürdig erscheinen lassen. Passt aber doch ganz gut zu dessen Flair.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist das Augenmerk auf Details. Beispielsweise erwähnen sowohl Hinako wie auch Wasabi mehrmals im Film, wie sie es doch etwas beneiden, dass Minato in allem zu leichtfüßig gut ist und scheinbar alles Problemlos schafft. Wenn Minatos Schwester später allerdings Hinako in dessen Jugendzimmer führt, sehen wir, dass dem nicht so ist. Er hat hart trainiert, als er zur Feuerwehr kam. Er hat als Kind Kochbücher studiert, als er wegen der ständig beschäftigten Eltern für sich und seine Schwester kochen musste. Jetzt erklärt sich auch, warum Minato schon beim ersten Surf-Date mit Hinako in voller neugekaufter Montur auftauchte: Wenn er sich was vor nimmt, macht er keine halbe Sachen, sondern kommt vorbereitet und arbeitet so lange an sich, bis er es kann. Nichts damit, dass er einfach ein Alleskönner ist, dem alles zufällt. Hinakos Vorliebe zu Erdbeerlimo kommt dadurch, dass ihr Elternhaus von Erdbeerfeldern umgeben ist, wie wir in einer kurzen Szene nur am Rande sehen. Warum Minato sie immer als „seine Heldin“ bezeichnet hat, und warum das alte Filmlied sie verbindet, wird auch noch geklärt. Es fallen dann viele kleine Puzzleteile zusammen, was ich echt sehr schön fand.

Macht Ride Your Wave zu einen sehr bunten, flippigen und Lebensbejahenden Film. Der es sich dennoch nicht zu einfach macht. Wie die finale Szene zeigt, in der Hinako noch mal an Minato erinnert wird und weint. Weil man einen Verlust zwar verarbeiten kann, er aber dadurch nie komplett verschwindet.

Mit Konosuba: Legend of Crimson kommen wir hingegen zu unseren überdeht-liebenswerten Arschlöchern aus der Light Novel turned Anime Adaption, die mir in seinen beiden vorigen Staffeln immer gut gefallen hat. Diesmal in Kinofilm-Version.

Die Gruppe aus dem nur den Glückswert gelevelten Kazuma, der hasenfüßigen Wassergöttin Aqua, nur ein mal pro Tag die Apokalypse beschwörenden Magierin Megumin, und masochistischen Ritterin Darkness sitzt gerade mal wieder in der Taverne. Mit keinem Geld, da sie beim Erledigen des letzten Quests so viel kaputt gemacht haben, dass dessen Belohnung sofort wieder einkassiert wurde. Da kommt Megumins Rivalin Yunyun herein und bittet Kazuma um etwas, was noch nie jemand von ihm wollte: Er soll mit ihr ein Kind machen. Nur so kann das Dorf der Crimson-Dämonen laut Prophezeiung gerettet werden. Ist etwa endlich der Moment angebrochen, bei dem Kazuma Erfolg bei Frauen vergönnt ist?

Ja und Nein lässt sich dazu sagen. Die Prophezeiung stellt sich schnell als Jux heraus und Yunyun hat dann gleich kein Interesse mehr am übereifrigen Kazuma. Auf dem Weg zum Dorf der Crimson-Dämonen, da die dennoch Probleme haben, wird Kazuma allerdings von einer Horde Orc-Frauen gejagt und verliert beinahe seine Jungfräulichkeit an deren ganzes Rudel. Bis die Crimson-Dämonen sie noch rechtzeitig mit ihrer Magie pulverisieren. Wie sich herausstellt haben die nämlich gar kein Problem einfallende Monster selbst aus dem Weg zu räumen. Dummerweise halten die Eltern von Megumin nun aber sie und Kazuma für ein Paar und schließen sie während der Übernachtung in einem gemeinsamen Schlafzimmer weg. Wodurch Kazuma laut mit sich selbst diskutiert, ob das eine Einladung ist, sich an der schlafenden Megumin vergreifen zu können.

Ich glaube damit ist eine Sache direkt schnell klar geworden: Nicht nur sind viele der Witze im Konosuba-Film von sexueller Natur, sondern erstaunlich viele flirten mit der Androhung von sexueller Gewalt. Ich habe keinen Plan, wo das her kommt. Ist das in der Serie schon so gewesen und ich habe das schon wieder vergessen? Beziehungsweise wirkt das in einem durchgängigen Film von 90 Minuten komprimierter und häufiger als wenn es in 20-minütige Folgen unterbrochen ist? Kazuma war natürlich schon immer etwas notgeil und moralische Vorbilder keiner der Charaktere unserer Truppe. Bisher wurden solche Witze aber immer schnell von einem anderen Charakter abgeschossen und wirkte Kazuma wie ein letztendlich harmloser Dummschwätzer. Das ist er hier immer noch letztendlich, aber Mensch gibt es hier viele rapey Jokes.

Wer über die hinwegsehen kann, der bekommt insgesamt einen Film geboten, den ich mal als Ok beschreiben würde. Viele Kinofilme zu TV-Serien, gerade zu Komödien ohne großen Narrativ, wirken gerne mal wie ein überlanges Special. So auch der Konosuba-Film, der trotz einer übergeordneten Handlung häufiger etwas unfokussiert in Vignetten von Einzelgags abrutscht. Er war für mich auch nur halb so witzig, wie er zu sein denkt. Aber das ist natürlich auch immer Ansichtssache: Ein Mädel im Kino hat es geschafft keine Sekunde während der Vorstellung Luft holen zu müssen, da sie so beschäftigt war, über jedes Wort zu lachen oder ihrem Freund zu erklären, warum sie jedes Wort für saukomisch hält. Ich fand den Film nicht ganz so witzig wie die Serie, was aber nicht bedeutet, dass er mich nicht unterhalten hat. Und manchmal ist er sogar ganz clever. Wenn der Endboss beispielsweise ein Schild aus Liebe und Emotionen um sich errichtet, und unsere „Helden“-Truppe sie mit brachialer Explosionsgewalt und Hintertücke besiegt. Also genau andersrum, wie es in Rollenspielklischees eigentlich der Fall ist.

Dragon Quest: Your Story

Nachdem mit Dragon Quest: Your Story ein CG-Film basierend auf dem fünften Teil Anfang 2019 angekündigt wurde, sollte nur wenig Zeit vergehen, bis er später im gleichen Jahr noch bereits seine Prämiere in Japan feierte und Anfang 2020 auf Netflix für ein internationales Publikum landete.

Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut zu adaptieren ist natürlich eine sehr logische Entscheidung gewesen. Es ist einfach das Dragon Quest, welches sich schon von der Handlung her am besten für einen Film anbietet. Der Rest würde eher in eine episodische Abenteuer-Serie passen. Doch V hat für die Serienverhältnisse einen besonders starken narrativen Faden, einen besonders starken emotionalen Kern. Außerdem ist er, wenn man Re-Releases hinzuzählt, wohl einer der bestverkafuten Teile der Reihe. Und eben einer, dessen Handlung beim japanischen Publikum am meisten nostalgische Resonanz auslöst. Was eventuell auch der Grund ist, warum dort angeblich viele Fans das Ende nicht mochten, obwohl es ihnen eigentlich absolut zuspielen sollte.

Aber zunächst einmal fangen wir tatsächlich ganz nostalgisch mit Szenen aus dem Spiel an. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dragon Quest V ist in drei Generationen unterteilt. Es gibt eine kürzeren spielbaren Kindheitsteil, bei dem der Held mit seinem Vater durch die Lande streift. Und dann den Großteil des Spieles ausmachend ihn als Erwachsener mit Entscheidung einer von zwei Damen zu heiraten (Drei in den Remakes), und dann später mit den Kindern das ultimative Böse zu besiegen. Der Film beginnt nun mit einer kurzen Collage an Kindheitsereignissen, direkt aus dem SNES-Original genommen. Dann geht es erst in die toll aussehende CG-Welt hinein. Um den Rest der Kindheitsreise mit dem Vater weiterhin mehr oder weniger als Kurz-Collage zu zeigen, bis zur dramatischen Szene, wenn sich deren Wege scheiden.

Hier machen also noch viel mehr den Großteil des Filmes die beiden Erwachsenenstadien aus. Geändert und gestaucht hat sich natürlich erwartungsgemäß dennoch viel, um in einen durchgänigen Film von unter 2 Stunden zu passen. Der Held muss sich für eine der beiden Damen entscheiden, es ist canon Bianca. Wobei er zunächst Nera heiraten will und sich erst mal durch seine unterbewusste Programmierung kämpfen muss, um zu merken, wen er wirklich mag. Eine seltsame Szene, die Schatten vorauswirft. Den Großteil der anderen Charaktere, welche die Heldengruppe aus Dragon Quest V ausmachen, gibt es nicht bzw. reisen nicht mit ihm. Auch gibt es nur ein heldenhaftes Kind statt zwei davon.

Mir hat der Film aber auf jeden Fall unglaublich gut gefallen. Er sieht einfach toll aus. Manche mögen sich daran stören, dass das Toriyama-Charakterdesign gegen ein massentauglicheres getauscht wurde. Ich war nie ein sonderlicher Fan seiner menschlichen Designs und kann deswegen gut darauf verzichten. Die Monster sind cartoonig und sympathsich wie immer. Alles ist super durchanimiert. Sowohl die Action-Szenen als auch die Manierismen der Charaktere beim Reden. Es ist aller punktuell ernsten Momente zum Trotz gerade bis zur dritten Generation hin ein sehr leichtfüßiger und humoriger Film. Keine Ahnung, wie sehr man DQV gespielt haben muss, um emotional mitgehen zu können, ich kann es für mich persönlich ja nicht im Nachhinein wieder ungespielt machen. Für mich zumindest war es ein fantatsischt aussehender und gut umgesetzter Abenteuerfilm, der mich durchgängig gut unterhalten hat.

Und dann müssen wir jetzt mal Spoiler-mäßig über das Ende reden. Wie sich herausstellt gibt es einen guten Grund, warum der Film nicht Dragon Quest V The Movie heißt, sondern als Your Story betitelt ist. Denn es stellt sich heraus, dass alles Geschehene nur ein VR-Abenteuer ist. Als Dragon Quest V auf dem Super Famicom herausgebracht wurde, hat es Japan im Sturm erobert (wie alle Dragon Quests). Und auch unseren Protagonisten. Als Kind hat er sich in die Welt und Charaktere des Spieles verliebt. Seither hat er DQV wiederholt gespielt, um mit seinen altbekannten fiktiven Freunden rumzuhängen und das Abenteuer erneut zu bestreiten. Also ist er natürlich auch einer der ersten, der die neue VR-Maschine ausprobiert, die aus DQV ein personalisiertes und am eigenen Leibe erfahrbares Abenteuer macht.

Dragon Quest: Your Story ist also eine Ode an die Nostalgie einer ganzen Generation mittlerweile erwachsener Japaner, die 1992 mit Dragon Quest V aufgewachsen sind. Und symbolisch im Prinzip auf alles anwendbar. Auf das eine Spiel, Buch, Film, Serie, in die man sich als Kind verliebt hat. Die regelmäßig erneut konsumiert werden. Die Gefühle, die man den darin enthaltenen Welten und Charakteren entgegenbringt sind real. Sich hin und wieder in sie fliehen und an die gute alte Zeit denken zu wollen ist legitim. So sagt es zumindest Your Story. Nicht jedem mag dieser Einschlag in die Meta-Ebene fürs den Klimax gefallen, ich fand es aber tatsächlich eine sehr herzerwärmende Idee. Und erstaunlich mutig für eine es normalerweise eher safe spielende Franchise wie Dragon Quest.

Puella Magi Madoka Magica

Das Genre Magical Girl ist aus der Anime-Landschaft nicht mehr wegzudenken, seit dem Sally the Witch 1966 den Anfang bereitete. Seither gab es Aufs und Abs, doch jede Dekade kann sich rühmen mindestens eine Show gehabt zu haben, die dem Genre einen neuen Popularitätsschub gab. Und auch dazwischen war es nie komplett weg.

Wo auch immer Popkultur ist, ist allerdings auch Counter Culture nicht weit. Mit dem Erfolg der bunten und überzuckerten Serien, die als Wish Fullfilment für junge Mädchen gedacht sind, waren Serien nie weit, die genau gegenteilig liefen. Die sich das Genre padodistisch vornahmen. Die es durch einen düsteren oder sexy Anstrich einem älteren Publikum schmackhaft machen wollten. Oder die clever die Conventionen als Symbolik und zur Dekonstruktion von Kindheitsfantasien nutzten. Schon immer. Die 70er hatten Cutie Honey. Die 90er Devil Hunter Yohko oder Revolutionary Girl Utena.

Ein richtiger Trend zu „Magical Girl, aber mach es ernst/düster“ lässt sich definitiv ab 2000 abzeichnen. Nicht verwunderlich, bei einer Dekade, die mehr Genre-Shows als je zuvor produzierte, auch mehr Ausreißer zu verbuchen. Bis zum Jahr 2011, als Madoka Magica über die Bildschirme lief, kann man fiese Magical Girl Shows eigentlich schon nicht mehr als die Außenseiter bezeichnen, sondern als etablierten Seitenarm.

Was sich Madoka Magica dabei maßgeblich auf die Agenda geschrieben hat, ist die Dekonstruktion des Genres. Die Serie macht für die ersten zwei Drittel ihrer Laufzeit regelrecht den Eindruck, als hätte man eine Checkliste aller Magical-Girl-Konventionen gemacht, um sie dann ins Negative umzukehren.

Auch hier gibt es ein süßes Maskottchen, welches den Mädchen die Kräfte zur Verwandlung verleiht. Nur das die Serie von Beginn an ein Faible dafür hat, in unangenehmen Großaufnahmen und von tiefengelegten Kamerawinkeln auf das Gesicht mit den nie blinkenden Augen und stets Emotionslosem uWu-Mund zu halten. Damit klar ist, hier ist was nicht koscher.

Zudem ist ein Magical Girl zu werden keine Belohnung. Es wird ein Vertrag mit dem Maskottchen eingegangen. Die Belohnung ist, dass sie einen Wunsch, egal welchen, erfüllen können. Und im Austausch muss als Magical Girl gegen Hexen und ihre Familiars im Kampf angetreten werden. Schon alleine an jenem Grundstock wird gezeigt, dass ein Magical Girl zu sein in dieser Serie nicht positiv ist, wenn ein so großes Gegengewicht wie jeglichen Wunsch erfüllt bekommen zu können als Köder dafür herhalten muss, sich überhaupt darauf einzulassen. Noch bevor wir herausfinden, dass die Magical Girls während der Kämpfe sterben können.

Dies hat natürlich auch einen Anstrich der Ausnutzung. Die Reinheit jugendlicher Naivität und die Macht von Wünschen ist häufig eine Quelle an Kraft in diesen Serien. Hier nutzen die Maskottchen gezielt die Naitivät und die Hoffnungen und Wünsche junger Mädchen aus, um sie dazu zu überreden, Magical Girls zu werden. Häufig erscheinen sie ihnen in der Stunde größter Not, um gezielt Schwäche auszunutzen.

Wenn der Kampf gegen Hexen so gefährlich ist, sollte man meinen, dass zusammen zu kämpfen von Vorteil wäre. Immerhin ist die Freundschaft einer Gruppe an Magical Girls auch immer ein zentraler Aspekt der „normalen“ Serien im Genre. Madoka Magica stellt dies auf den Kopf indem Hexen Grief Seeds hinterlassen, die Magical Girls benötigen, um ihre verbrauchte Energie aufzufrischen. Da es diese Art von Belohnung gibt, die nur eine von ihnen benutzen kann, arbeiten sie natürlich auch lieber alleine. Ja streiten sich teilweise sogar untereinander um Territorium und Jagdtrophäen. Kameradschaft unter Magical Girls gibt es so gut wie nicht in Madoka Magica.

Den heroischen Wunsch die Welt und Menschheit zu retten, weil dies einfach das Richtige zu tun ist, gleich auch nicht. Man wird nicht Magical Girl, weil man helfen will. Man wird Magical Girl, weil man seinen egoistischen Wunsch erfüllt sehen will. Dazu kommt noch, dass Familiars zu Hexen werden können, wenn sie genug Menschen zerstört haben. Familiars sind schwächer als Hexen. Sie auszuschalten, wenn der Kampf noch einfach ist und bevor sie zu viel Unheil anrichten, wäre also gut? Aber nur Hexen haben die Grief Seeds. Manche Magical Girls lassen Familiars also gezielt wachsen und Unheil unter der Bevölkerung anrichten, damit sie zu Hexen heranreifen können, damit der Kampf auch eine Belohnung für sie bereithält.

Natürlich macht es noch lang keine gute Show aus, wenn man ständig versucht zu zeigen, wie clever man doch ist, in dem bewusst jede einzelne Trope eines Genres dekonstruiert wird. Vor allem wenn man in 2011 kaum der erste ist, der das Konzept für sich entdeckt hat. Ganz uninteressant ist es allerdings allemal nicht. Sich als Zuschauer zu überlegen, wie die nächste Konventionsumkehrung aussehen wird. Sich zu überlegen, wie die aktuelle Szene in das Anti-Magical-Girl Konzept passt. Nur auf Dauer hält es eben nicht über Wasser.

Eine andere sehenswerte Sache in der Serie wären da die Labyrinthe, welche die Hexen erschaffen. Sozusagen Parallelwelten, in die sie sich schützend flüchten, während sie von dort aus die Realität negativ beeinflussen. Das Ganze hat einen sehr Popup-Buch-Look. Irgendwo zwischen düsterem Märchen und dementen Alice im Wunderland. Ein bewusster Stilbruch zum restlichen Look der Serie, und definitiv der interessantere der beiden Looks. Was allerdings erneut nur durch die Kontrastierung funktionniert.

Das ist glaube ich im Nachhinein auch ein wenig das Problem von Madoka Magica an sich. Die komplette Serie funktioniert hauptsächlich durch den Kontrast. Magical Girl, aber düster. Niedliche Charaktere, aber ernste Probleme. Alle Stereotypen in ihren Umkehrschluss gewandelt. Es ist kein Problem beim ersten Anschauen der Serie, während dessen sie schon ziemlich cool und interessant ist. Aber ich kann mir nicht vorstellen sie erneut zu schauen und nicht ein wenig gelangweilt zu sein. Die eigentliche Handlung kommt dafür nämlich zu spät erst wirklich auf die letzten Episoden zum Tragen. Die Charaktere bekommen zu spät Tiefe. Und obwohl sich die Serie unglaublich clever vorkommt, so macht sie doch nie einen wirklichen Versuch darin, das Genre als Vehikel für metaphysische Thematiken oder akademische Dekonstruktion zu verwenden. Madoka Magica ist kein Princess Tutu oder Revolutionary Girl Utena. Die Serie ist mehr daran interessiert edgy zu sein denn echte Schläue darzubieten. Was wie gesagt beim ersten Anschauen auch gar nicht schadet. Ich denke Madoka Magica bleibt einem zudem wesentlich länger im Gedächtnis, wenn es die erste Serie dieser Art für einen ist.

Jedoch ist die Serie nicht alles, was es zu Madoka Magica gibt. Stattdessen haben wir auch noch den Film Rebellion, der direkt ans Ende der Serie ansetzt. Und der erscheint ein wenig wie das End of Evangelion oder Adolescence Apocalypse der Serie. Nicht vom Content her, so ersetzt er weder das Ende noch ist eine eigenständige Neuerzählung, sondern schon schlicht eine Fortsetzung der Ereignisse.

Dafür wirkt er wesentlich weniger restriktiert als die TV-Serie. Natürlich was das Budget und die Optik angeht alleine. Während der 2 Stunden befinden sich die Charaktere fast ausschließlich im Labyrinth einer Hexe. Nachdem die erste halbe Stunde also hauptsächlich konventionelle Optik bot, geht es anschließend in surreale Welten zwischen Popup-Dark-Fairytale und postapokalyptischer Szenerie. Losgelöst davon, dass die Umgebung wahnsinnig viel Sinn machen muss. Wie viel Sinn hinter der Symbolik herrscht, sei mal wieder dahingestellt, toll aussehen tut der Film allerdings allemal.

Aber jetzt ist die Handlung halt auch davon losgelöst ständig versuchen zu müssen „clever“ zu sein. Die Tropes sind schon zur Genüge während der 12 TV-Folgen dekonstruiert worden. Damit muss keine Zeit mehr verschwendet werden. Stattdessen kann sich der Narrativ wirklich komplett auf eine Charakter-getragene Handlung konzentrieren. Der emotionale Kern ist einfach viel besser. Ja der Film nimmt sogar einige der Serien-Anti-Magical-Girl-Sachen zurück. Indem er die Mädchen hier beispielsweise tatsächlich als typische Magical Girl Truppe zeigt, die zusammen kämpfen. Das macht es wesentlich stärker, wenn Dinge beginnen schiefzulaufen, statt wenn von Anfang an alles aussichtslos wirkt.

Natürlich muss man die TV-Serie kennen. Oder deren Zusammenschnitt in die zwei Filme Beginnings und Eternal. Ansonsten macht Rebellion keinen Sinn, beziehungsweise dass schon ein Stück weit, aber das richtige Payoff fehlt einem schlicht. Und ich möchte erneut erwähnen, dass all meiner Unkenrufe zum trotz darüber, dass die Serie nicht halb so clever ist, wie sie denkt, sie durchaus sehenswert ist. Die richtige Sahnehaube an Madoka Magica wird aber erst zum Schluss mit dem Film Rebellion geliefert.