AC New Horizons: Bug-Off (Day 69-101)

Der Juni ist (fast) überstanden und wie mir ein Achievement am 28. auf der Spiel-internen App versicherte, so sind es auch die ersten hundert Tage mit dem Spiel. Wir befinden uns jetzt also im zweistelligen Bereich!

Was natürlich am Allerwichtigsten diesen Monat war, ist der Walhai! Zusammen mit anderen neuen Tieren, von denen zumindest die Fische zum Großteil einfach zu sehen waren, weil viele den neuen eben welche mit Haiflosse waren. Ich hatte eigentlich bei allen nicht allzu lang gebraucht, um sie zu fangen. Hat aber auch den ersten Tag direkt geregnet, was zumindest bei den vielen großen Fische meist hilft.

Der Moskito ist tatsächlich das gewesen, was mir als allerletztes ins Netz gegangen ist. Aber die sind ja auch nicht ganz so einfach zu sehen/spawnen. Für die seltenen Bauminsekten war ich eh wieder auf eine random Insel gegangen, wo sich Tiere einfacher fangen lassen, da die durch ihre geringere Größe überschaubarer sind. Jetzt haben wir im Museum zumindest auch endlich jedes Aquarium mit ein paar Fischen bestückt, nachdem das größte für die Flusstiere die ganze Zeit bedächtig leer stand, im dem nun aber endlich Amazonasfische zu finden sind.

Natürlich auch direkt zu Beginn des Monats neu war die Hochzeitsaison, wo die beiden Alpakas aus New Leaf von einem verlangen, Hochzeitsfotos zu machen. Nachdem das Set richtig dekoriert ist. Wobei ich selbst an dem Tag ein Möbelstück bekommen hatte, an dem meine Deko nicht zufriedenstellend war. So wirklich versemmeln kann man das also denk ich mal wieder nicht. Höchstens so wie ich notorisch vergessen auf die Fotostudio-Insel überzusetzen und es überhaupt täglich zu machen. Die Möbel find ich jetzt aber eh nicht so unglaublich wichtig.

Am Ende des Monats, dem 27., gab es dann noch zusätzlich das Buff-Off. Bei dem einfach quantitativ viele Insekten gefangen werden müssen, um gegen die Punkte ebenfalls unikate Möbel einzutauschen. Erneut find ich die jetzt nicht so wahnsinnig wertvoll, aber es ist ja auch relativ schnell und problemlos gemacht.

Für mein Haus habe ich nun die knapp 700k des Darlehens abbezahlt, was mir das Dachgeschoss und ein Aufstocken auf über 1 Millionen Schulden eingebracht hat. Das ist glaube ich allerdings die vorletzte Stufe bereits. Hab ja ehrlich gesagt immer noch nicht wirklich innen drin dekoriert.

Dafür aber die Insel an sich. Wobei ich sagen muss, dass es mir schon irgendwann tierisch auf den Keks ging, mir von Isabelle „Dekorier die ganze Insel“ ad nauseam anhören zu müssen, weil ich noch mehr Zäune oder Nook-Möbel aufstellen sollte. Da ich meine Insel gern etwas natürlich von der Optik habe, was natürlich nur eine Ausrede ist, um eine fehlende Kreativität zu maskieren. Mit wild wuchernden Blumen und Baum-Relokation, nur wenn sie absolut im Weg von Wegen sind. Und ganz so viele Sachen habe ich als Nicht-Online-Spieler nun auch nicht im Katalog. Also ein Vorplatz mit Brunnen vor das Museum. Ein paar Banken mit Laternen an Fluss- und Kliffbuchten. Ein wenig Entspannungsliegen mit Bällen zum Spielen an die Strandpromenade. Viele Bambusgegenstände in der Asia-Ecke. Campingplätze, natürlichere Brunnen und Wind- sowie Solarkraftgewinnung auf die Berge. Noch ein paar Tische und Piknikplätze hier und dort. Häuser umzäunt und die Vorgärten etwas unmotiviert bestückt. Irgendwann war es dann tatsächlich endlich bei fünf Sternen angekommen und ich habe die Goldgießkanne abgestaubt.

Warum blühen die Büsche eigentlich nur Saisonbedingt, wenn das bei den Blumen und den Früchten nicht der Fall ist?

Auch neu ist die Nook-Shopping-App, mit der ich jetzt jederzeit aus dem Katalog bestellen kann. Über 100k an Meilen haben sich angesammelt, statt bei 99.999 stehenzubleiben wie ich erwartete. Was will man mit denen auch schon groß machen. Redd ist notorisch nicht aufgetaucht. Im ganzen Monat hatte ich nur einen Besuch von ihm und laut Internet-Guides waren alle vier Kunstwerke, die er da hatte, Fälschungen. Ich hätte gedacht das eines davon immer echt sein muss. So war es doch zumindest in New Leaf, oder? Ach, Poster von Bewohnern, die mich mögen, darf ich jetzt bestellen.

Übrigens haben meine Bewohner aufgehört mich Boss zu nennen und mir Polizeiuniformen zu schenken. Stattdessen nennen sie mich Dumpling und geben gern Regenmäntel. Scheinbar bin ich offiziell von einem Dom zu einem Sub degradiert worden

Ich finde es übrigens immer noch schade, wie häufig ich DIY-Rezepte bekomme, die ich schon habe. Auch fände ich es echt schön, wenn die flexibler wären. Wenn man selbst experimentieren dürfte. Ein Rezept für einen Tulpenkranz bekommen? Warum darf ich die Tulpen nicht mit anderen Blumen austauschen, und die anderen Kränze so direkt auch machen, statt für jede Spezies ein eigenes Rezept finden zu müssen? Warum kann ich in der Hyazinthenlampe nicht die violetten Blüten mit einer anderen Farbe ersetzen, die ich habe? Solche Rezeptexperimentiererei wie bei den Atelier-Spielen eben, bei denen ähnliche Inhaltsstoffe sich substituieren können. Fänd ich zumindest gut.

Let’s Play Mario Bros. DX, or how I learned to stop worrying and abuse save states

Ich arbeite weiterhin daran, meinen 3DS-Backlog abzuarbeiten, nun da ich so nahe gekommen bin. Immerhin waren nur noch zwei kurze Downloads zu beenden: Super Mario Bros DX und Aero Porter. Die Entscheidung zwischen Pest und Cholera also.

Das sage ich weniger ob der Qualität der Spiele, sondern vielmehr ob meiner Motivation sie spielen zu wollen. Denn sie sind mir beide einfach zu schwer, um ehrlich zu sein. Aber Super Mario Bros. DX ist ja dank Virtual Console auf dem System. Und die kommt mit Save States.

Denn ich weiß echt nicht, wie es Kids in den 80ern geschafft haben, durch das Ding zu kommen. Ich meine, irgendwie ist es mir natürlich schon klar. Nicht jeder ist so schlecht in Videospielen wie ich es bin. Und damals hat man alles halbe Jahr nen Spiel bekommen und dann zum Erbrechen spielen müssen. Ich habe als Kind auch beständig Super Mario Land gezockt, obwohl ich lange am Seepferdchen zur Spielmitte nicht vorbeigekommen bin. Bis es dann irgendwann klick gemacht hat und ich nie wieder an der Stelle hing. Immerhin ist Super Mari Bros. Sogar noch eines der einfacheren NES-Spiele. Wie der Nachfolger, der ebenfalls auf dem DX-Modul ist, bitter beweist.

So richtig gut in Mario bin ich sowieso nicht, wie ich feststellte. Das liegt schon alleine daran, dass ich nie ein richtig gutes Gefühl für das Momentum der Figur bekomme. Wie weit er mit wie viel Anlauf springt, um nicht zu kurz zu hopsen oder an der Platform vorbeizuschießen. Wie weit er nachschliddert, um nicht beim Halteversuch doch noch über den Rand zu rutschen. Teilweise bekomme ich es noch nicht mal hin, auf dem Kopf eines Gegners zu landen, statt einen Pixel zu knapp zu springen und seitlich im Sprite zu landen und Schaden zu nehmen. Ich weiß echt nicht, woran es liegt, aber so richtig die richtige Kontrolle über Mario wollte mir nie gelingen. Merkwürdig. Als Kind habe ich Super Mario World und Yoshi’s Island beendet und hatte da nie Probleme mit. Liegt vielleicht echt daran, wie viel Einspielzeit man sich gönnt.

Und ich finde das erste Super Mario Bros. wird schon irgendwann ganz schön fies. Also mal ehrlich, jegliches Level unter Wasser oder mit einem Lakitu kann sich bitte gleich mal löschen gehen. Meine Strategie ist bei Mario ja immer, möglichst die Feuerblume nicht zu verlieren, weil damit die Spiele echt gleich ne ganze Ecke einfacher werden. Wasserlevel finde ich ohne sie sogar fast unmöglich. Bei Lakitu hilft sie leider einen Scheiß.

Wobei sich mir ehrlich gesagt auch die Frage stellt, ob dem verringerten Bildschirm des GBC genug Rechnung getragen wurde. Erneut besonders beim Lakitu. Denn was er so von oben wirft, taucht so spät erst im Bildschirm auf, dass ich ein Ausweichen echt fast unmöglich finde. Die Hämmer der Hammer Bros fliegen einem auch quasi aus dem Nichts entgegen. Gerade in den Leveln der späteren der acht Welten ist die Platzierung von Platformen, Gruben und Gegnern so passgenau darauf angepasst, dass ein sorgloser Spieler beim Ausweichen von einem davon direkt in das nächste springt, dass ich mich echt Frage, ob ein größerer Bildschirmausschnitt nicht bitter nötig gewesen wäre.

Ich bin also mit Save States durchgegangen. Die gehören immerhin über die VC jetzt offiziell zum Spielerlebnis dazu. So richtig befriedigend ist das natürlich dennoch nicht, gebe ich zu. Aber ich wollte echt irgendwie einfach durchkommen und es als abgeschlossen ansehen. Ganz ehrlich, ich habe die Geduld und Motivation nicht mehr, mir Stundenlang an einem Level oder einer Welt die Zähne auszubeißen, bis es irgendwie magisch zu klappen beginnt. Ich bin nicht mehr 10 und habe alle Zeit der Welt per Hand. Ich fand das ganze Spielerlebnis an sich wenig spaßig oder motivierend.

Die Save States helfen übrigens auch maßgeblich dabei, den Nachfolger freizuschalten. Super Mario Bros. 2, bekannt auch als Lost Levels, und hier als Super Mario Bros. for Super Players. Dafür benötigt es 300.000 Punkte im Erstling. Die DX-Version hat zwar ein Speicher-Feature, aber beim Laden wird der Score leider jeweils wieder auf 0 gesetzt. Außerhalb von irgendwelchen Shell-Jump Exploits müssten die also alle in einem Durchlauf erreicht werden. Was dank Save States wesentlich einfacher ist.

Nicht, dass ich auf den Nachfolger noch Bock gehabt hätte. Dessen Schwierigkeitsgrad ist ja legendär. Und ins erste Level reingespielt ist schnell klar, dass dies ein Sequel ist, welches nicht die gleiche Erfahrung wie sein Vorgänger bieten will. Sondern fast mehr wie ein Erweiterungspack davon ausgeht, dass die geneigte Spielerin den Erstling zum Erbrechen gespielt hat und super gut drin geworden ist. Super Mario Bros. for Super Players offeriert gleich im ersten Level schon eine Vielzahl an unterschiedlichen Gegnern, führt Giftpilze ein, und benötigt solche weiterführenden Skills, wie zu wissen, dass Pilze über Hürden katapultiert werden können, wenn man den Block von unten anspringt, auf dem sie gerade sind.

Als freischaltbares Gimmick statt von Anfang an verfügbares Spiel zähle ich ein Beenden vom Nachfolger mal nicht als nötig, um Super Mario Bros. DX als abgefertigt anzusehen. Der Erstling hat mir echt mehr als gereicht.

AC New Horizons: Museum Updates (Day 24-68)

Etwas verspätet sind wir zurück im Lande New Horizons. Nachdem es im restlichen April nicht so viel gab, habe ich diesmal eineinhalb Monate zusammengenommen und werde jetzt wahrscheinlich mehr oder minder auf einen Post pro Monat einpendeln.

Wobei es im April schon noch Dinge gab, die mir geschehen sind. Beispielsweise fand ich es komisch, dass auf meine letzten zwei Grundstücke einfach kein Bewohner eingezogen sind. Also habe ich mal bei Isabelle nachgefragt. Und et voila, wir hatten schon längst 3 Sterne. Damit kam dann am nächsten Tag K. K. Slider für sein Konzert vorbei, inklusive Credits. Die süß durch alle Jahreszeiten gehen, obwohl ich sie schon nach gerade mal einem Monat erreicht hatte.

Damit war mehr Zeug freigeschaltet. Slider taucht nun samstags auf, um ein Ständchen zu halten. Die beiden letzten Bewohner sind zugezogen. Lucha der rote Luchadore-Vogel und Deli, der beige Affe. Und natürlich ganz groß die Island Designer App, mit der nun Terraforming und Wege gelegt werden dürfen. Da ich fast 100k Meilen hatte, konnte ich mir auch direkt alle Erweiterungen leisten. Obwohl ich dann lange nichts mit gemacht habe.

Mein Problem bei New Horizons ist nämlich aktuell, dass ich ein wenig Choice Paralysis habe. Zum einen gibt es mir zu viel aber auch gleichzeitig zu wenig zu tun. Dass so einige Dinge erst nach und nach via Updates eingespielt werden ist natürlich eine Taktik, um die Lebensdauer des Spieles zu verlängern, find ich aber nicht so toll, weil es dadurch zwischenzeitlich nicht viel Neues gibt. Aber auch so wenn es um das Designen der Insel geht. Was ist Twitter voll mit Leuten, die dort ganze Disneyfilm-Sets, Themenparks oder Gottweiswas umsetzen. Dazu fehlt mir die Kreativität. Aber auch gleichzeitig hat die ganze Insel umgestalten zu können für mich einfach zu viel Freiraum, um mich festlegen zu können, was ich mit ihr machen will. Während die beschränkte Anzahl an Nook-Sachen, die mir zur Auswahl stehen, mich wieder unnötig einschränken. Es ist komisch.

Ansonsten habe ich dank Punchy nun den Spitznamen Boss. Die Able Sisters haben mir die Stoffe beim Umgestalten von Möbeln freigeschaltet. Graham der Hamster wollte nach gefühlten Ewigkeiten, die ich ihn ignorierte, endlich wegziehen. Und nach über einem Monat hatte ich endlich mal Sonntags dran gedacht mir Rüben zu kaufen, damit ich die Ameisen fangen und dem Museum stiften kann. Apropos Museums-Stiftung: Nach knapp 2 Monaten war das Fossilien-Abteil Ende Mai bereits fertiggestellt. Das geht ja immer recht zügig.

Dann kommen wir also zum Mai. Und mit ihm kamen gleich zwei neue Inselgäste. Leif verkauft nun immer mal wieder Blumen und vor allem ganz neu Büsche, die ich echt bisher vermisst habe. Plus Redd ist natürlich jetzt da, um Kunst zu verkaufen. Hab natürlich gleich als zweites Kunstwerk direkt das Mädchen mit dem Perlenohrring erneut gekauft, obwohl das das Eröffnungskunstwerk bereits war, dämlich wie ich war. Aber die Kunstgalerie ist ja der Museumsteil, den ich eh in keinem Spiel vollendet bekomme, weil Redd einfach zu wenig häufig auftaucht und dann teilweise einfach nicht die fehlenden Kunstwerke dabeihat. Irgendwie ist er im Mai dann eh kaum noch aufgetaucht. Wenigstens wissen wir aber jetzt, wofür dieser komische Geheimstrand-Zipfel gedacht ist. Der Nook-Shop ist auch aufgewertet, aber so wirklich viel mehr verkaufen sie eigentlich nicht, habe ich das Gefühl. Mal sehen, was da zukünftig eingespielte Updates noch bringen.

Ach ja, eine spezielle Inseltour gab es im Mai auch. Wo ein Labyrinth durchwandert werden muss, was aber nicht sonderlich schwer ist. Und dann Ende Mai natürlich die Stempeltour im Museum, die noch einfacher gestaltet war und eigentlich auch nur einmalig gemacht wird, weil es nur einen Preis gibt. An den neuen Insekten und Fischen habe ich selbstredend erneut alles innerhalb des ersten Wochenendes gefangen. Immer noch faszinierend, wie einfach Taranteln und Skorpione nun sind, wo man sich anschleichen kann. Dafür war die Libelle nervig, weil sie einfach so schnell ist. Und natürlich dauerten die zwei Fische, die Pier-exklusiv sind etwas.

Mein Haus habe ich auch mehrmals aufgebessert, so dass ich nun 3 zusätzliche Räume habe. Schon etwas schade, dass die Büsche links und rechts verschwinden, die sahen ganz schön aus. Eingerichtet habe ich das Haus erneut aber immer noch nicht wirklich. Fehlt mir ebenfalls die Inspiration und Muse aktuell für. Auch dafür, die neuen Optionen zu nutzen das Äußere ändern zu können.

Habe dann aber doch ab Mitte Mai angefangen etwas an der Insel rumzudekorieren. Ich hatte erneut fast 100k Meilen und hab mir alle Stadtprojekt-DIYs gekauft. Hier nen Leuchtturm hingestellt. Dort ein Windrad. Einen Brunnen oder Wasserspender. Ein paar rudimentären Straßen gepflastert (hasse es, dass Steine und Blumen darauf spawnen können). Ein paar Zäune um die Grundstücke der Inselbewohner gemacht. Aber alles noch sehr Work in Progress und unfertig. Isabelle lässt mich eh nicht von den 3 Sternen weg, weil ich nicht genug Nook-Gegenstände rumstehen habe. Aber wie auch, wenn nichts da ist, was im Vorgarten der Grundstücke gut aussehen würde? Gerade beim Legen der Wege wünschte ich mir auch, wenn es einen Marker gäbe, welches Stück Land man gerade anvisiert. Wie häufig wollte ich den nächsten Teil des Pfades legen und hab stattdessen versehentlich den schon gelegten wieder entfernt, weil ich nicht weit genug nach links gegangen war.

Lucha wollte übrigens wegziehen und war der erste Bewohner, was ich ausnahmeweise zugelassen habe. Meine Camper sind aber alle immer hässlich. Also bin ich mal wieder auf eine Inseltour gegangen. Vielleicht findet man ja Julian oder Stitches oder sogar Raymond. Stattdessen war es die Schneeleopardin Bianca, die ich eingeladen habe, bei mir zu wohnen, weil ich deren Design doch auch ganz nett finde. Ach ja, für Graham war Del das violette Korokodil zugezogen gewesen.

Ansonsten spricht es sich langsam rum, dass ich den Spitznamen Boss habe, plötzlich nennt mich nämlich mindestens die Hälfte der Bewohner so. Außerdem schenken sie mir gerne Anzüge und Polizeiuniformen. Ich habe mich noch nie so gesehen gefühlt, was meine Kinks angeht.

AC New Horizons: Egg Infestation (Day 8-23)

Willkommen zurück. Und das schon so früh. Aber es ist ja auch viel passiert in der ersten April-Hälfte. Zu der Tatsache, dass zu Beginn eines frischen Spielstandes natürlich sowieso alles Neu und potentiell interessant ist.

Aber zunächst einmal möchte ich erwähnen, wie toll ich doch die Animationen der anderen Inselbewohner finde. Die speziellen Besucher, die auf der Plaza eine Bude aufmachen, wühlen in ihrem Inventar rum. Bewohner bleiben stehen, um sich die Sterne anzusehen. Setzen sich hin, um mit einem Getränk oder Essen zu viben. Jagen Insekten hinterher. Riechen an den Blumen. Das macht sie wesentlich lebendiger als bisher.

Dafür wäre etwas mehr Quality of Life schön gewesen. Es ist nett, dass wir nun in der Bestiary sehen, ob ein Tier schon beim Museum eingereicht ist, und auch ein zusätzlich Ausruf, wenn sie zum ersten Mal gefangen wurden. Blathers könnte aber ruhig direkt nach dem Abschätzen der Fossile fragen, ob er die neuen haben darf. Auch wäre es schön, im Shop direkt zu sehen, ob man ein Möbelstück schon besitzt, statt sich da eine eigene Spreadsheet machen zu müssen. Und natürlich das Crafting. Bulk-Crafting, gerade für Sachen wie den Fischköder, wäre toll. Aber auch, vorherige Stufen direkt überspringen zu können. Wenn meine Angel bricht, und ich sowohl 5 Zweige wie auch 1 Iron Nugget habe, lass mich doch gleich die richtige Angel craften, statt erst die Flimsy-Version und die dann upzugraden.

Am neunten Tag war dann das Rathaus der Insel mit der richtigen Plaza gebaut. Was bedeutet das Isabelle jetzt auf der Insel ist. Um die Stadtmelodie oder Flagge zu ändern. Um zu fragen, welche Wertung die Insel hat. Tom Nook lässt einen nun Brücken und Rampen bauen und neue Grundstücke für Häuser hinsetzen. Nachdem man den Campingplatz gebaut hat. Natürlich habe ich erst mal alle Teile der Insel via Brücken und Rampen verbunden über die nächsten Tage. Die nächste Rucksackerweiterung war sofort gekauft, und jetzt gibt es auch die alten Stadtprojekte für Nook-Meilen zu kaufen, um die Insel zu verschönern. Habe ich allerdings noch nicht gemacht, weil ich auf das Terraforming warte. Was der nächste Haupt-Goal ist: Insel auf 3-Sterne-Wertung zu verschönern, um K. K. Slider für ein Konzert anzulocken.

Mabel war übrigens auch wieder da und hat mir angeboten, die Abel-Sister-Schneiderei zu bauen. Was bedeutet, dass ich jetzt auch endlich richtige Outfits kaufen kann! Leider geht ja das Sharen von Custom Designs für mich nicht. Die Nintendo App für die alten QR Codes will mein Smartphone nicht und die In-Game-Methode funktioniert mal wieder nur wenn man Nintendo Online hat. Aber jetzt gibt es auch Anzüge und Westen und allgemein viel mehr gute Sachen schon default im Spiel, es ist also halb so schlimm. Die Umkleidekabine, bei der man gleich mehrere Sachen und auch in unterschiedlichen Farben anprobieren kann, ist ebenso eine tolle Sache. Ich habe mich sowieso ein paar Tage später ruiniert, weil ich das Krönchen für 1 Mille gekauft habe. So viel zu meinem Ersparten.

Andere Besucher waren auch da. Gulliver und Sahara wie immer. Die Sternebeschauende Eule auch, die einem die Zodiac-Möbel als DIYs gibt. Passend, denn Sternenschauer waren eine Konstante in vielen Nächten. Flick und CJ, die NPCs, die auf Fische und Insekten stehen, und bei denen man sie für etwas mehr Geld verkaufen kann, waren ebenfalls sogar mehrmals auf der Insel. Deren Designs sind richtig toll. Ich wünschte fast, sie wären mögliche Bewohner. Label war einen Tag mit einem Stand auf der Plaza. Sie macht jetzt die Fashion-Evaluation. Ihr Thema war „Formal“ was zu meiner Weste eh passte. Kicks hat ebenfalls vorbeigeschaut und verkauft jetzt neben Schuhen auch Taschen.

Den ersten Camp-Bewohner scheint man übrigens nicht los werden zu können. Ich hatte den hässlichen Hamster Graham ignoriert. Aber als er nach ein paar Tagen immer noch da war, hab ich ihn angesprochen, und auch nur die Option gehabt, ihn einzuladen auf der Insel zu wohnen. Der nächste Camper war dafür die tolle rosa Wölfin Freya, gegen die ich aber das Kartenspiel verloren hat, woraufhin sie nicht mehr einladbar war. Ohen Camping sind der Oktopus mit dem Resting Bitch Face Octavian und die Maus mit den grünen Haaren Bree hinzugezogen.

Und nun zum Elefant im Raum. Alles neu macht der April. Es gab ein Dutzend neue Fische und Insekten zu fangen, die ich natürlich direkt in den ersten Tagen abgegrast hatte. Zumal ich auch endlich blaue und schwarze Hybriden hatte, um die Schmetterlinge mit hohen Ansprüchen anzulocken. Für die ersten zehn Tage war die Kirschblüten-Saison. Was ähnlich wie der junge Frühlingsbambus mit seinen eigenen saisonalen DIYs kommt. Am Ende hatte ich den Zauberstab, die Vase mit den Zweigen, der Haufen, den Boden, Teichstein, Uhr, Regenschirm und Tasche. Nett, aber ich hätte echt gern den Bonsai gehabt.

Das richtige Problem ist nämlich der Bunny Day gewesen. Für die ersten 12 Tage im April gab es nun überall Eier. Überall. Alles war Ei. Sie kommen aus den Steinen, sie fallen von den Bäumen, sie werden geangelt, sie sind in den alle zwei Sekunden vorbeihuschenden Ballons. Alles war Ei. Es gibt unglaublich viele DIYs, aber ich wurde so mit denen zugeschissen, dass ich dennoch nach nicht mal einer ganzen Woche alle gecraftet hatte. Es ging mir echt nur noch auf die Nerven. Das erste Fishing Tournament fand statt, und man angelt Eier raus. Ich wollte echt mehr schöne Sakura DIYs haben, aber alles ist Eier DIYs. Dazu kommt dann noch, dass ich irgendwann die ganzen Eier einfach verkauft habe, weil ich hatte ja alles gecraftet und laut dem Osterhasen war das ja das Ziel. Tja, am eigentlichen Bunny Day kommt dann die Retourkutsche: Man muss drei weitere DIYs machen. Viel Spaß die Eier dafür neu zu suchen, wenn man keine aufgehoben hatte. Das hat die erste Hälfte des Aprils ehrlich gesagt mir auf eine sehr saure Note enden lassen. Abgesehen davon, dass das neue Feiertagssystem ordentlich nervte mit all seinen Eiern, ich hätte es schön gefunden, wenn dieses Event und das zur Kirschblüte nicht gleichzeitig stattgefunden hätten.

My First Week with Animal Crossing: New Horizons

Es ist endlich soweit, nach 8 Jahren und dem Überspringen einer gescheiterten Konsole halten wir alle endlich ein neues Animal Crossing in der Hand. Perfekt zu einem Zeitpunkt, bei dem man viel zu Hause zu hocken hat und sich sowieso selbst stresst. Einsinken, Handheld an, Hirn aus, einen virtuellen Alltag in Animal Crossing mit bekannter Struktur geschehen lassen, statt an den unsteten reellen Alltag denken zu müssen.

Der erste Tag ist selbstverständlich wie immer hauptsächlich das Set Up. Immerhin schön, dass man wie in Happy Home Designer endlich direkt sein Aussehen wählen darf, statt luftige Fragen zu beantworten und auf das Beste zu hoffen. Ein direkter Reroll-Button für die anfänglich zur Auswahl stehenden vier Inseln wäre schön, aber ich denke mal, man soll da nehmen, was kommt. Ich habe zumindest nur einmalig von vorn begonnen, weil mir die ersten vier wirklich überhaupt nicht gefallen haben und aus dem zweiten Set dann mein Yumemi herausgesucht. Als erste Bewohner habe ich das Huhn Plucky und das Eichhörnchen Sheldon, während die Frucht Pfirsich ist. Damit kann ich ganz zufrieden sein.

Auch für mein Noch-Zelt habe ich eine nette Stelle gefunden, nachdem ich gar nicht daran dachte, dass zunächst alle Bereiche jenseits der Flüsse gar nicht zur Auswahl stehen. Genau in einer Beuge des Flusses zwischen ihm und einem Teich ist es geworden. Sieht schon ganz schnieke aus. Und boah, das Spiel sieht sowieso super aus, selbst das Unkraut kann sich mittlerweile sehen lassen. Wir sind weit gekommen seit einem N64-Spiel, einem auf GC-Disc geworfenem N64-Spiel, einem DS-Spiel in pixeligerem N64-Look und einem Wii-Spiel in leicht höher aufgelöstem N64-Look. New Leaf und jetzt New Horizons sehen richtig gut aus und ich mag ja auch sehr den im Wind rauschenden Blättern oder Regen auf den Wasseroberflächen zuschauen. Super chillig.

Natürlich sind viele der neuen Mechaniken sehr Smartphon-Gamey. Die Sache mit den Nook Miles neben der eigentlichen Währung, die einem bei gewissen Meilensteinen aber auch durch Daily Tasks zugesteckt werden, sind aber sicherlich eine nette Idee, um die Spielerin bei Stange zu halten und etwas zu tun zu geben, selbst wenn es aktuell nicht viel zu tun gibt. Animal Crossing ist halt bekanntlich sehr langsam und bedächtig. Auch das Crafting soll wahrscheinlich mehr zu tun geben, wobei ich ehrlich gesagt drauf verzichten könnte, dass meine Werkzeuge alle halbe Minute brechen und neu gecraftet werden müssen. Für Möbel und so ist die Idee aber nett. Definitiv eine Verbesserung ist die größere Flexibilität, wo was auf der Insel gebaut wird, und sich vor allem vorher anschauen zu können, wie dies aussieht. Ganz davon zu schweigen, die Häuser der anderen Bewohner selbst hinpflanzen zu dürfen, statt das die sich rücksichtslos dahin setzen, wo ihnen lieb ist.

Das Zeremoniell des Anzündens eines ewigen Leuchtfeuers ist sicherlich auch sehr süß gewesen und passt gut zur Insel-Thematik. Ich persönlich werde jedoch den Stadtbaum etwas vermissen, da ich den nicht nur toll anzusehen fand, sondern auch eine schöne Visualisierung dessen, wie lang die Stadt schon steht und wie viel Lebenszeit man im Spiel verloren hat.

Nach einem kurzen ersten Tag, an dem ich die 5.000 Meilen zur Zeltabbezahlung und die 5 Tiere für Nook überreichte, konnte es mit dem zweiten also etwas mehr losgehen. Nun mit einem hübschen kleinen Häuschen ausgestattet und mit einem Zelt für Eule Blathers, der die ganzen gefangenen Insekten und Fische annimmt. Oder auch nicht, denn nach 15 macht er auch schon wieder dicht, um das vollwertige Museum zu errichten. Aber immerhin konnte die Existenz eines richtigen Hauses gut dafür genutzt werden, um die mittlerweile gefangenen Spezies alle ins Lager zu schmeißen, statt wie einige andere ihre halbe Insel mit Aqua-/Terrarien vollzustellen. Zusätzlich schön, dass kein Schrank im Haus stehen muss, um Lager zu haben, und das dort alles über Icons nun leichter zu finden ist.

Dabei kam es mir so vor, als wären die Wespen nun einfacher zu fangen, solange man das Netz ausgerüstet hat, wenn man den Baum schüttelt. Auch die Maulwurfsgrille war überraschend leicht für mich zu lokalisieren. Was gut ist, jetzt, wo die Schaufel ständig brechen kann. Ganz niedlich ist auch der Einfalls, dass die Werftschaben auf den feuchten Steinen an den Stränden herumliegen. Und der Schillerfalter ist so schön durchringend blau und leuchtend. Der neue Gespensterfisch ist auch total süß. Hach, was eine nette Flora und Fauna. Apropos Flora: Das Geschenk der zweiten Frucht waren bei mir Kirschen.

Heute war zudem Gulliver an den Strand gespült worden. Mittlerweile gibt es aber wohl keine kleine Fragesession zu diversen Ländern mehr, sondern allgemeine Möbel für die Hilfe von ihm. Meine nächsten Meilen nutzte ich dafür, das super praktische Werkzeug-Rad zu kaufen, sowie genauso praktisch die Erweiterung des Inventars. Das ist super nützlich, auch wenn Sachen nun wesentlich größere Stacks haben, einfach weil durch das Crafting natürlich auch viel mehr Slots benötigt werden.

Interessant ist, dass die Nooks nicht mehr für die Nacht schließen, zumindest im ersten Zelt nicht. Es kann also jederzeit Zeug an sie verkauft werden. Beispielsweise die nächtlichen Taranteln, die durch das Anschleichen seit New Leaf glücklicherweise wesentlich einfacher zu fangen sind, und bei mir in New Horizons auch gar nicht mal so selten auftauchen. Zumindest als ich den anfänglich zugänglichen Raum von Unkraut befreit hatte, es also mehr freie Spawn-Fläche für sie gab.

Auch echt nett war, dass sich Bewohner teilweise einfach so auf den Boden setzen, um sich auszuruhen. Keine Ahnung warum, aber das gefiel mir total.

Am dritten Tag hat es dann ganztägig bei mir geregnet. Das bedeutet natürlich, dass es Zeit für die Tradition war, einen Quastenflosser bekommen zu wollen. Ich werde je nie mit bloßem Auge die riesigen Fischschatten von den großen oder gar einigen der medium Schatten unterscheiden können. Viele Seebarsche und Rote Schnapper gingen mir also an die Angel, bis sich zum Tunfisch und Riemenfisch dann tatsächlich ein Quastenflosser gesellte. Und später noch ein zweiter.

Total niedlich sind ja auch die auf den Steinen hockenden Schnecken und wie sie sich in Haus zurückziehen und einfach vom Stein rollen, wenn man ihnen zu nahekommt. Interessant finde ich zudem, dass es den leuchtenden Boden aus dem GC-Spiel wider gibt, bei dem man ein Mal pro Tag Geld ausgraben kann. Zusätzlich zum Geld-Stein natürlich. Der fast nervt, da ich lieber mehr Iron Nuggets aus den normalen Steinen hätte. Das Holz für den Bau des Ladens war nämlich nicht schwer zu bekommen, aber die 30 Nuggets schon.

Deswegen bin ich, nachdem ich die neuen Frisuren und Haarfarben gekauft hatte, für meine Meilen mit Tickets zu randomisierten Inseln geflogen. Auf die anderer Leute kann ich ohne Nintendo Online Subscription ja nicht. Ironischerweise hatten zwei davon meine Starter-Pfirsiche wachsend, die dritte dann immerhin Bambus. Neben dem konnte ich also nur die Kokosnüsse für Palmen mit nach Hause bringen, statt einer weiteren Frucht. Immerhin haben die dort zugänglichen Blumen dazu geführt, dass ich auch die Gottesanbeterin und ihre Orchideen-Variante einsacken konnte. Zusammen zu den nötigen Iron Nuggets.

Als besonderes Schmankerl flog dann am Abend auch noch der Wisp auf der Insel rum, dem man nach dem Erschrecken erst mal seine Seelenteile zurückholen muss. Ich find den ja super sympathisch. Kann ich dem irgendwo ein Grab bauen?

An Tag 4 ging es dann los. Neben dem Museum war auch der Shop der Nooklings geöffnet. Was natürlich auch bedeutet, dass nun nicht mehr rund um die Uhr an sie verkauft werden kann. Wobei es eine nette Verkaufsbox vor dem Eingang gibt, um dort dennoch Dinge abliefern zu können, was dann aber glaube ich einen leicht reduzierten Preis einbringt. Tapeten und Böden nehmen nun keine Verkaufsslots mehr weg, sondern sind mit den Blumen und Werkzeugen in ihrem eigenen Schrank untergebracht, was ich auch sehr angenehm finde. Zunächst einmal war ich eh damit beschäftigt, alles Gefangene ins Museum zu schleppen.

Für mich ist das Museum an sich ja sowieso schon immer das Highlight in den Spielen, aber New Horizons hat sich echt übertroffen. Die Ausstellungen wirken nicht mehr so klaustrophobisch, weil die Räume nun wirklich groß wirken. Und außerdem hat jeder ein eigenes kreatives Design. Bei den Aquarien kann man beispielsweise bei einem in Röhren mitten durchgehen, bei einem anderen durch Bullaugen von hinten reinschauen. Bei den Fossilien gibt es einen Evolutionsraum, bei dem die Schatten der Bewohner-Tierarten auf ihre Vorfahren deuten. Richtig schön verspielt. Auch sind Tiere nicht mehr nur auf ihr eines Getto beschränkt, sondern halten auch andere Räume lebendig. So gibt es im Insektenabteil ein Schmetterlingsrondell mit Brunnen in der Mitte, in dem ein Koi rumschwimmt. Und fliegen aus dem Schmetterlingsraum bekannte dennoch auch teilweise in den anderen Insektenräumen durch die Luft.

Zwei weitere Besucher gab es ebenfalls bereits zu verzeichnen. Sahara war da, um mir den Raum umzugestalten, was ich aber selten annehme. Und Harvey hat mich auf seine Photoinsel eingeladen, dem ich allerdings auch noch nicht nachgegangen bin. Dann haben natürlich die beiden Nachbarn nun endlich ihre eigenen Häuser und ich sollte neben einer Stelle für eine Brücke auch die für drei weitere Hausgrundstücke aussuchen, dem ich natürlich sofort nachgegangen bin. Müssen sogar schon rudimentär eingerichtet werden, bevor neue Bewohner zuziehen wollen.

Ach ja, und da es endlich die Leiter gibt, können nun auch die oberen beiden Plateaus der Insel betreten werden und so dort exklusive Fische wie die Goldforelle oder der am Ende des Monats verschwindende Huchen gefangen werden. Hier oben gibt es auch schon Blumen, bei mir sind es Dahlien. Netterweise scheinen Blumen nicht mehr zerstört zu werden, wenn man drüber rennt, höchsten die Blüte kann zerbrechen. Die auch gesondert gepflückt wird, statt die ganze Pflanze auszureißen.

Zum Start des fünften Tages war der erste neue Bewohner in eines der drei ausgezeichneten Grundstücke eingezogen, nämlich Punchy die Katze, die ich auch sehr hübsch finde. Bisher hatte ich Glück mit meinen Nachbarn. Die Brücke über den Fluss war fertig, wobei mit dem Stab über den Fluss zu springen immer noch schneller und einfacher ist, als zu ihr immer zurückzulaufen.

Tom Nook hat mir gezeigt, wie man nun die einzelnen Möbel ähnlich dem Re-Tail aus New Leaf abändern kann. Beispielsweise beim Schrank die Färbung des Holzes zu bestimmen. Eine der Stachelschweininen war ebenfalls vor Ort, um mir bei einem kleinen Stand etwas an Klamotten zu verkaufen.

Die Dorfbewohner scheinen einem auch immer mal wieder was zuzustecken. Neben DIY-Plänen habe ich beispielsweise einen Emote beigebracht bekommen und da wir nun eine florierend-wachsende Kommune sind, wurde mir heute eine Parkbank und eine Straßenlampe überreicht. Voll nett.

Ansonsten habe ich die Zeit hauptsächlich damit verbracht den Rest der Insel von Unkraut zu befreien. Und da ich Dahlien nicht so schön finde, deren Wuchs auszudünnen und andere Blumen zu pflanzen (Tulpen und Anemonen werden mir verkauft). Außerdem natürlich weiterhin Insekten und Fische gefangen, die aktuell da sind, wobei sich der Ranchu Goldfisch als besonders hartnäckig erwies und ich für den Speerfisch an den Dock einer random Insel musste, weil bei denen dort eher was reinspawned als bei der großen eigenen Insel. Mittlerweile habe ich dann auch eingesehen, dass die randomisierten Inseln wohl zu 90% mit den heimatlichen Früchten/Blumen ankommen und man echt Glück haben muss, mal eine andere zu finden.

Die verbliebenen zwei Tage der Woche waren relativ chillig. Mit dem türkisen Pinguin Sprinkle und dem pinken Vogel Midge sind auch die anderen beiden Häuser bezogen worden. Gulliver wurde erneut angespült und Celeste kam zum Sternenschauen vorbei. Die Kirschen waren ausgewachsen und prompt habe ich eine Insel ohne Pfirsiche bei den Random Islands gehabt. Mit Kirschen. Nook hat angekündigt, dass er das Residetial Services ausbauen wird. Ich gehe davon aus, dass damit sein Zelt kurzzeitig geschlossen wird, und habe dann doch am letzten Tag der Woche schnell meinen ersten Kredit abbezahlt, um das Haus vergrößern zu können. Platz geht mir eh langsam aus. Wobei meine Insel genau wie meine Hauseinrichtung eh noch wild zusammengewürfelt ist. Da mache ich mir erst genauere Gedanken drüber, wenn mehr freigeschaltet wurde und ich mir einen besseren Eindruck eines möglichen Gesamtlooks machen kann.

Animal Crossing: Happy Home Designer

Herzlichen Animal Crossing: New Horizons Release-Tag. Ich habe mir die Wartezeit etwas damit versüßen wollen, das Happy Home Designer Spinoff zu spielen. Immerhin schielte ich da sporadisch immer mal wieder hin, ließ es dann aber doch bleiben. Und jetzt, wo mein 3DS-Backlog sich dem Ende zuneigt, gehörte es ganz wie die Guild-Spiele zu den „das holste dir zum Ende hin noch“-Käufen. Ich konnte ja nicht ahnen, dass mir das Spiel absolut nichts versüßen würde.

Im Prinzip war ja klar, wobei es sich beim Spiel handeln wird: Ein Spinoff, bei dem das Hausdesignen des Hauptspieles abgekapselt ist und als eigenständiges Erlebnis verkauft wird. Nur halt entsprechend aufgebretzelt. Als neuer Angestellter von Tom Nook bekommen wir Klienten vorgesetzt, die ihr Haus in einem generellen Thema, welches von „Bau mir einen Vergnügungspark“ zu schlicht „Ich mag Schwarz und Weiß“ reichen kann, eingerichtet bekommen wollen. Das Ganze entweder unentgeltlich, was man sich bei Nook nicht so recht vorstellen kann, oder er sackt halt alles ein und lässt seine Arbeiter umsonst malochen. Einen Lohn sehen wir zumindest nicht dafür.

Nach und nach schaltet das Spiel mehr Optionen frei. Nach den ersten paar Hauseinrichtungen kommt beispielsweise hinzu, dass auch das Grundstück, auf dem es steht, ausgesucht und dekoriert werden kann. Dann kommt irgendwann Isabelle vorbei und will regelmäßig Stadtprojekte wie eine Schule, Cafe, Krankenhaus und Co. designt bekommen. Später kommt die Option dazu, bereits durchdesignte Projekte wieder ändern zu können. Sind nach wenigen Spielstunden alle Stadtprojekte errichtet, laufen die Credits über den Doppelbildschirm, und die Spielerin wird in die freie Wildbahn des nach Lust und Lauen ohne Ziel spielens entlassen, um mehr und mehr Stadtbewohnern ihr Haus einzurichten. Wenn man das denn überhaupt noch will.

Mir hat das Spiel allerdings tatsächlich nicht sonderlich viel Spaß gemacht. Beispielsweise schaltet es für meine Verhältnisse viel zu langsam Dinge frei, beziehungsweise teilweise gar nicht. Mit jedem neuen Stadtprojekt und mit jedem neuen Bewohnerhaus wird ein neues Set, welches natürlich deren Vorstellungen entspricht, im Katalog hinzugefügt. An diese muss sich nicht strickt gehalten werden, aber es ist natürlich ein netter Leitfaden und in der Suchfunktion netterweise immer gleich als Default angezeigt, um dem Wunsch gerecht werden zu können. Nicht, dass man wirklich ein Haus falsch einrichten könnte, die Bewohner sind immer zufrieden und auch die Stadtprojekte haben nur wenige mandatory Möbel zu Platzieren, wie bei einem Cafe dran zu denken, dass man eventuel zwei Tische und drei Stühle aufstellen sollte, oder bei einem Laden eine Kasse anzubringen. Letztendlich ist es nun aber so, dass wenn man eben von den vorgeschlagenen neuen Möbeln abweichen will, nur die der vorigen Projekte bereits mit freigeschaltet sind. In den frühen Projekten mangelt es also extrem an Auswahlmöglichkeiten und dieses Gefühl hat sich bei mir bis zu den Credits nie ganz revidiert. Man muss wohl schon echt viele zusätzlich Häuser einrichten, bevor es einem so vorkommt, als wären da wirklich viele Möglichkeiten offen.

Weiterhin eingeschränkt ist man allerdings dadurch, dass die Häuser alle die kleinste Raumgröße von Animal Crossing haben und auch keine zusätzlichen Räume beinhalten. Es passt also schlicht und einfach auch nicht viel rein in den kleinen Quadratkasten. Zumal die Bewohner immer bereits ein oder zwei Möbel-Stücke mitbringen, die sie gern platziert haben wollen. Und das man sich keine eigene Wohnung einrichten kann, ist sowieso total komisch.

Manche Dinge wären in meinem Spiel übrigens sowieso nie freigeschaltet gewesen. Nach ein paar Projekten werden nämlich Trainingseinheiten offeriert, die einen zu einem besseren Designer machen sollen. Die erste Lektion ist netterweise umsonst, und schaltet von der Decke hängende Lampen und Dekor frei. Weitere lassen einen beispielsweise die Fenster dekorieren oder schlichtweg die zu Beginn ausgewählte Frisur ändern. Dies kostet allerdings diese dämlichen Coins, und da ich nicht mit dem 3DS in der Hosentasche durch die Gegend laufe, habe ich davon keine. Es ist mir echt schleierhaft, warum man bei einem Spiel, bei dem die Designmöglichkeiten eh schon so limitiert wirken, auch noch was hinter so einer Wand verschließt.

Dabei ist der Spaß am Designen der einzige Grund, warum überhaupt gespielt werden würde. Es gibt nämlich sozusagen keinen Fail State. Niemand ist je damit unzufrieden, was die Spielerin hier produziert, sondern immer von der Einrichtung total begeistert. Wäre vielleicht schöner gewesen, wenn Happy Home Designer hier zwei Modi offerieren würde. Ein Free Play, wo tatsächlich frei nach Lust und Laune seiner Kreativität freien Lauf gelassen werden kann. Und einen Challenge Mode, bei dem gewisse Vorgaben erfüllt und die Einrichtung anschließend gescored wird. Einfach, damit das Spiel nicht so Ziellos wirkt.

Damit wäre dann nämlich auch mehr gerechtfertigt, dies hier als Vollpreis-Spiel auf den Markt zu werfen. Denn bei den limitierten Möglichkeiten, bei so einem eingeschränkten Spielerlebnis, würe Happy Home Designer eher als kleines Budget-Release verständlich gewesen. Ein Spinoff zum kleinen Preis, denn es kommt tatsächlich kaum über das hinweg, was man Haufenweise als Browser- oder Smartphone-Spiel reihenweise aufgetischt bekommt. Ich hätte die Unkenrufe wohl echt nicht ignorieren sollen. Dachte mir so ein chilliges Spielerlebnis für Zwischendurch ist doch auch mal ganz gut, statt immer „seriöse Spielerlebnisse“ haben zu müssen. Doch Happy Home Designer hat mich tatsächlich absolut kalt gelassen.

Pokemon Sword

Hier sind wir also, drei Jahre nach Pokemon Mond, nach dem 20-Jubiläum und dem Anime-Reboot. Pokemon Schwert/Schild sind auf der Switch angekommen. Und wie bereits im Jahresend-Neubeginns-Beitrag angedroht, besitze auch ich die Special Edition Switch Lite mit Pokemon Schwert. Welches ich sogar kurz vor Jahresende noch durchgezockt hatte. Habe mich also erdreistet, die umstrittenste Pokemon-Edition aller Zeiten für den Vollpreis zu holen. Dann wiederum scheinen die meisten Pokemon-Fans Generation IV besonders geil zu finden, was ja mal eindeutig der Tiefpunkt der Franchise war, was wissen die also schon über Qualität?

Ich zähle eh nicht zu den Franchise-Fans. Nicht so richtig. Ich besitze schon von jeder Generation ein Spiel und auch ein Spinoff oder zwei. Aber ich kaufe mir nicht jede einzelne Edition, kenne das Pokedex oder die Typentabelle auswendig, oder bin groß bei einem neuen Spiel vorgehyped. Ich hol mir früher oder später eine, spiele es als nettes Comfort Food, welches ungefähr immer die gleiche wohlig-unaufregenden 6/10 zu 7/10 Spielerfahrung bietet, und wenn die Credits über den Bildschirm sind, lege ich es beiseite und gut ist.

Kämpfe gegen andere Spieler bestreite ich nicht, oder tausche Pokemon. Ich brauche auch all die diversen Gimmicks und Minigames sowohl innerhalb der Kämpfe (Z-Moves etc.) noch außerhalb (Wettbewerbe, Ausgrabungen etc.) von ihnen nicht. Lediglich meinem Charakter bessere Fashion anzuziehen find ich immer ganz gut. Ansonsten gib mir einfach die Reise eines Kids durch die aktuelle Region, in der er niedliche Viecher fängt, zu coolen Biestern evolutioniert, und in Hahnenkämpfen gegen andere Trainer gewinnt, bis er der beste darin ist. Auch die Story interessiert mich nie sonderlich, die ist eh nie gut, selbst die bisherig beste in Schwarz/Weiß kommt nach dem „gut“ mit einem Sternchen, welches zu einer „für ein Pokemon-Spiel“-Anmerkung am Seitenende verweist. Aber wo wir schon bei Schwarz/Weiß sind: Ich bin sogar ein Häretiker, der es viel besser finden würde, wenn es in jeder Region keine alten Pokemon gäbe, sondern nur neue, selbst wenn man sich dann auf nur hundert beschränken müsste.

Damit wäre klar, dass ich etwas atypisch ein Pokemon-Spieler bin, dem so ziemlich jeder Punkt, der im Vorherein an Schwert/Schild als Skandal gehandhabt war, eher egal ist. Und meine Meinung damit wertlos. Selbstverständlich möchte ich hier niemandem absprechen, dass diese Dinge für sie ein Dealbreaker sind, wenn sie für die geneigte Spielerin wichtig sind. Mir persönlich sind sie es eben einfach nicht, sondern ziehe sogar eine eher simplere Vorgehensweise ohne den ganzen Ballast der sieben vorigen Generationen vor. Solange man mir das Dress-Up nicht wegnimmt.

Dahingehend fand ich es ziemlich gut, dass die Storyline diesmal sehr zurückhaltend und bedeutungslos war. Klar, am Ende gibt es was dramatisches über eine Energiekriese und die lokalen Legendaries müssen auftauchen. Aber das scheint das Spiel nur schnell einzuwerfen, weil sowas eben in ein Pokemon gehört, und interessiert sich selbst scheinbar kaum dafür. Die meiste Zeit geht es echt nur um die Reise zweier befreundeter Rivalen durch die Galar-Region, an exzentrischen Arenaleitern vorbei, um sich in den Tunieren zu beweisen und der Champion zu werden. Da die Galar-Region von Großbritannien inspiriert ist, ist die Optik diesmal mehr den Fußbaltunieren angeglichen, was ich eigentlich eine nette Idee finde. Ist ganz schön, dass der Kampf gegen einen Arenaleiter diesmal in einem Stadtion voller Publikum stattfindet. Ein nettes Detail ist auch, dass die NPCs vor den Stadien einen bei voranschreitender Reise ob der eigenen Notorietät wiederzuerkennen und anzufeuern beginnen. Und ich fand es richtig gut, dass das Endtunier entsprechend ein richtiges ist, mit Vorrunden gegen andere Trainer und dann einer Hauptrunde gegen die Arenaleiter und dem Finale gegen den Champion.

Eher neutral eingestellt bin ich gegenüber dem Dynamaxing. Gimmicks in Kämpfen sind sowieso nicht so meines, und das hier hat eigentlich keinerlei Strategie. Es kann nur eingesetzt werden, wenn es der Gegner auch kann (idR sind das nur die Arenaleiter) und da die es sich immer für ihr letztes Pokemon aufheben, tut man dies bestenfalls auch, um dessen erhöhte Stärke zu  kontern. Es könnte genausogut automatisiert sein, statt einem selbst die Entscheidung zu überlassen. Vielleicht macht es in Raids in der Wild Area oder in Kämpfen gegen andere Spieler mehr Sinn, aber dafür interessiere ich mich wie gesagt nicht. Vom Gesichtspunkt der Storyline her zumindest addiert oder subtrahiert das Dynamaxing absolut nix.

Schön ist definitiv, dass man hier vielen NPCs antworten kann, man kenne sich bereits aus, um nicht von ihnen Tutorials zu Mechaniken vorgekäut zu bekommen, die man eh schon kennt. Allgemein ist das Spiel weniger textlastig. Es gibt immer noch reichlich Unterbrechungen des Geschehens, damit NPCs einem Dinge erzählen und auf Offensichtliches aufmerksam machen können, immerhin sind wir hier in einem Spiel für Kinder, aber der daraus resultierende Text ist netterweise wesentlich kürzer gehalten als beispielsweise im ewig tutorialisiertem Pokemon Mond. Sehr nettes Quality of Life für mich war auch, dass „versteckte“ Items jetzt a la Resident Evil blinken und es eine kurze Beschreibung neuer Gegenstände beim ersten Aufheben gibt. Genau wie die Pokemon nun (zum Großteil) sichtbar in der Welt zu haben, sowie das nach dem ersten Sieg über eines ab nun im Kampfmenü angezeigt wird, ob eine Typenattacke stark oder schwach gegen es ist. Im Zweifelsfalle googelt man sich das doch eh nur, und so bleibt das Spielgeschehen zügiger. Auch muss nicht mehr zurück zu einem Pokemon Center gerannt werden, wenn die aktiven Team-Pokemon ausgewechselt werden sollen, da fast überall Zugriff auf die Lagerbox ist. Schneidet das Backtracking an schon besiegten Trainer vorbei heraus, obwohl man in Pokemon Schwert ehrlich gesagt eh immer einer Stadt nahe ist.

Neben dem erschreckenden Notstand an DILFs gegenüber Pokemon Mond ist die geringe Areal-Größe wohl vielleicht auch die Sache, die ich dann doch etwas schwach fand. Klar hat Pokemon so gesehen noch nie viele Dungeons wie andere RPGs gehabt, und klar waren die Routen noch nie unglaublich weitläufig. Klar waren die Spiele schon immer einfach und hatten reichlich Pokemon Center gestreut. Doch ich fand die Routen zwischen den einzelnen Städten in Schwert etwas arg kurz. Denn ich mochte die Welt hier schon sehr. Sie ist echt hübsch anzusehen. Pokemon wird nie ein optischer Reißer sein, waren die vorigen Editionen auch nicht, und gerade die NPC-Animationen in Schwert sind immer noch ziemlich rudimentär (Pop-in, zumindest im Handheld-Mode, ist auch extrem). Aber die Umgebungen sind alle echt schön anzusehen und ich hätte die gern ein wenig weitläufiger gehabt. So kam es mir so vor, als wäre ich immer nur hundert Schritte und zwei Trainer von der nächsten Stadt entfernt gewesen. Na ja, wenigstens sind die FPS stabil statt in den einstelligen Bereich zu wandern, wie noch bei den 3DS-Editionen.

Die Wild Area ist ein ähnlich gemischtes Ding für mich. Weitestgehend habe ich die eh ignoriert. Sie scheint mehr für diejenigen gemacht zu sein, die Nebencontent wollen, nicht jemanden wie mich, der relativ strack durchs Spiel geht. Schade war allerdings, dass es dort exklusive Pokemon gibt, und es einfach nerven kann, bis im richtigen Gebiet das richtige Wetter ist, um sie zu fangen. Wenn’s dann noch ein 1%-Encounter und nicht-sichtbar sondern in einem Metal-Gear-Solid-Ausrufezeichen steckt… Als jemand, der sich schon vor einigen Editionen dazu entschlossen hat, keinerlei altes Viehzeug zu fangen, sondern wirklich nur die neuen der Region, gab es zum Glück nur zwei, die ich in der Wild Area suchen musste.

So habe ich von den 279 gesehen Pokemon erneut nur 80 besessen. Dazu muss gesagt werden, dass das natürlich auch nicht alle Regions-Neulinge sind. Da mir Schild-Exklusive fehlen, genau wie ich mich nicht damit beschäftigt habe, weiter Fossilien zu sammeln. Mein End-Team des Spiels sah dann so aus:

Die Schildkröte war aber ziemlich nutzlos (allgemein konnte ich wieder die meisten Challenges mit den gleichen 2-3 Pokemon überwinden) und wurde später fürs Legendary ausgetauscht. Das gibt es diesmal nämlich erst in der kurzen Post-Game-Story.

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir Pokemon Schwert ganz unaufregend das geboten hat, was ich von ihm wollte. Einfach bekannte Kost, ein recht charmantes Abenteuer durch eine neue Pokemon-Region. Ziemlich abgespeckt und es macht definitiv keine hohen Sprünge oder setzt überhaupt zu einem Sprung an, aber ich persönlich habe da nichts erwartet gehabt. Wahrscheinlich vom QoL abgesehen sogar eher Mittelmaß an der Pokemon-Editionen-Riege, aber es ist ja jetzt nicht so, dass es dort überhaupt große qualitative Unterschiede gibt. Abgesehen vom überdurchschnittlich gutem Schwarz/Weiß und unterdurchschnittlichem Diamant/Perl sind die alle brauchbar für das, was sie sind.

Fire Emblem Fates

Meine Fire-Emblem-Jungfräulichkeit ist gebrochen. Also eigentlich wollte ich ja immer mit den drei GBA-Teilen anfangen, hatte dann aber doch zu viel Respekt davor. Dann machte mir Awakenings Baby-Mode die Reihe wieder schmackhafter, aber das Spiel hab ich nie für unter 20€ gesehen. Ich mein, theoretisch habe ich ja Fire Emblem Heroes mal kurz angespielt gehabt, aber wir wissen ja alle, dass Mobile Spinoffs, ganz wie nur mal kurz die Spitze reinhalten, nicht wirklich voll zählen. Doch nun ist es geschehen, Fire Emblem Fates hat sich mir billig genug angeboten, so dass ich es nicht mehr einfach einsam and er Ecke stehenlassen konnte und stattdessen mal beackert habe.

Es ist übrigens Vermächtnis gewesen, wen es interessiert. Ich bin doch nicht blöd und Spiel das harte Herrschaft, ich brauchs erst mal weicher. Natürlich habe ich den Permadeath direkt ausgestellt, auch wenn mich hierfür einige Spielkritik-dot-Com-Redakteure ordentlich schief anschauen würden. Ich bin aber dann doch beim Casual-Mode-für-Babys Normal + kein Dauertod geblieben, habe vor dem Super-Baby-Jeder-Darf-Das-Spiel-Genießen Phönix-Modus abgesehen, der einem die gestorbenen Einheiten nicht nach jedem Kampf, sondern nach jeder Runde wiederbelebt. Dadurch durfte mein Corrin natürlich leider nicht schwul sein, weils dafür jeweils nur einen Charakter gibt und die auf die beiden Editionen aufgeteilt sind. Aber na ja, ums Dating und komische Betatschen geht es ja vorrangig in Fire Emblem nicht, oder so sollte man zumindest meinen, denn diese Elemente einzufügen hatte letztendlich die Franchise vor dem permanenten Tod bewahrt.

Tatsächlich gestalteten sich die Kämpfe dann für mich natürlich so, wie ich sie mag, und so, wie eher wenig über sie zu schreiben ist: Eher ohne großartige Taktik kommt man auch durch. Ich habe natürlich schon versucht, die Charaktere alle am Leben zu halten. Das mache ich auch in Spielen ohne Permadeath wie Shining Force. Aber mir war natürlich schon immer bewusst, dass ich eine Einheit durchaus riskieren kann, weil sie eben nicht für immer verschwindet, wenn sie erschlagen wird. Hätte ich so wie hier mit Permadeath gespielt, hätte ich einige Einheiten zu Spielende nicht mehr gehabt. Beziehungsweise einige Kämpfe mehrmals neu starten müssen. Was ja im Prinzip letztendlich jeder Fire-Emblem-Spieler mit angeschalteten Permadeath macht, wenn eine Einheit stirbt. Dabei bin ich mir immer noch nicht sicher, dass dies die Intention des Systems war, sondern eher, dass man mit verstorbenen Charakteren leben und seine Teamaufstellung ändern sollte, um sie zu ersetzen, statt via Reset wiederzubeleben.

Natürlich habe ich auch Vermächtnis statt Herrschaft gespielt, welches zwar auch den Permadeath ausschalten lässt, wenn ich richtig informiert bin, aber die Kämpfe dennoch wesentlich schwieriger gestaltet, in dem es mehr Hürden gibt und überzählige Gegner einem entgegenstellt. Und wenn ich mal von den wenigen Gimmick-Kämpfen in Vermächtnis ausgehe, bei denen beispielsweise auf Umgebungsschaden durch Lava und Sumpf, oder auf weitläufig Projektile schießende Orbs geachtet werden musste, oder bei denen einfach ständig neue Kanonenfuttergegner eingetroffen sind, um einen von den Seiten aufzureiben, gingen mir die definitiv am meisten auf den Keks und ich habe kein Bedürfnis, auch den schweren Teil der Dilogie (bzw. eigentlich ja Trilogie) zu spielen. Auch wenn es die heißeren Charaktere offeriert und ich die Bottom Bitch von Niles drin sein kann.

Wobei ich noch immer nicht weiß, warum ich nicht einfach jeden daten kann, der mir beliebt. Fates geht doch eh stark in die Wish Fullfilment, zumindest für die Hetero-Spieler. Und man hat sich ja nicht mal die Mühe gemacht, die Support-Diskussionen zu ändern. Somit hat jeder der äußerst attraktiv designten Männer im Spiel ausreichend mit mir geflirtet und mir Schlafzimmeraugen gemacht, nur um dann nach dem A-Rang No-Homo-No-S-Ranking zu gehen. Ich musste mir also die unglaublich fremdschämenden Anime-Flirt-Gespräche in den Supports antun, und durfte anschließend nicht mal einen als Belohnung wegstecken. Und keiner kann mir sagen, dass nicht zumindest Jackob absolut gay für Corrin wäre.

Allgemein gesehen ist das Spiel eher mäßig gut geschrieben. Nicht nur was das Tête-à-Tête im eigenen Schlafzimmer, sondern auch was die Handlung an sich angeht. Die konnte mich nämlich jetzt echt nicht umhauen. Grundsätzlich geht es mal darum, dass Corrin zwar im Fantasymittelalterlichen Nohr aufgewachsen ist, allerdings herausfinden muss, dass er der Königsfamilie vom Fantasyfeudaljapanischen Hoshido als Kind vom fiesen Nohr-König entführt wurde. Je nachdem, welche Edition man nun spielt, kämpft er entweder weiterhin mit seinen Adoptivgeschwistern Nohrs, oder wechselt nach Hoshido. Eine mysteriöse Sängerin Azura ist immer mit dabei.

Wobei ich verstehen kann, dass das Spiel einen schnell durch die ersten sechs Kapitel schleußen will, weil eben erst dann die Weggabelung zwischen den Editionen erfolgt, aber extrem überhastet ist die Sache schon. Und bleibt auch so. Ich fand es sowieso etwas merkwürdig, wie die Charaktere zumindest in den deutschen Texten mal absolut künstlich hochgestochen miteinander reden, und dann in den Supports wieder flapsig miteinander umgehen. Aber irgendwie traut auch jeder gleich jedem, oder tut legitime Einwendungen mit wage-hehren Worten ab, dass es mich echt überrascht, warum die ganze Gruppe nicht nach drei Tagen ermordet war. Es ist auch eine solche Handlung, die mir – wie schon bei Tales of the Abyss erwähnt – zwar ständig sagt, wo wir jetzt hingehen, was wir da machen, aber mir dennoch nie das Gefühl geben konnte, dass sie nicht stillsteht. Liegt wahrscheinlich auch mit daran, weil man nach jedem Kampf zurück ins friedliche Schloss gewarpt wird, um mit Leuten zu flirten. Abgesehen davon ist sie eben auch nicht in einer Edition abgeschlossen. Es ist klar, dass hinter dem Verhalten des Nohr-Königs irgendeine böse Macht steckt, aber Genaues finden wir nie heraus. Es wird auch nie klar, wer Azura nun wirklich ist, obwohl das Spiel stark hintet, dass sie die ehemalige Königin ist. Die Handlung wirkt halt eben doch nicht aufgelöst und beendet, wenn man nicht die anderen Editionen spielt.

Mochte ich denn was am Spiel? Also die Präsentation war Ok. Ganz so viel kann ich die erneut nicht bewerten, da ich unverzüglich die englische Sprachausgabe und die Kampfanimationen ausgestellt habe, damit das Spiel zügiger vorangeht. Aber die Charakterdesigns sind alle sehr attraktiv und wie mit dem Skalpell darauf getrimmt, möglichst Figuren an lechzende Fans verkauft zu bekommen. Die wenigen Cutscenes sind auch ganz gut, wobei die meisten Sachen natürlich mit den Charakteraufstellern über Textkästen erledigt werden.

Ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass Fire Emblem Fates absolut für Neueinsteiger, die an der Serie interessiert sind, geeignet ist, da es eben nicht sonderlich schwer und sehr zugänglich gestaltet ist. Mich für sich oder die Serie an sich gewinnen konnte es aber nicht, denn ich fand es in vielen Belangen dann doch etwas uninteressant. Würde ich aber nicht maßgeblich daran festmachen, dass ich es nicht auf härteren Einstellungen gespielt habe, sondern daran, dass es auch am Drumherum schwächelt.

20 Years Later: Ocarina of Time

Ugh. Ok. Also. Pflaster schnell abreisen und sich direkt unbeliebt machen: Mir hat Ocarina of Time nicht sonderlich gelegen. Tun die Zeldas aber allgemein nicht so. Abgesehen von Link’s Awakening, der Teil ist gut. Sampling diverser anderer Teile hat historisch gesehen allerdings weniger für mich gefruchtet.

Von Ocarina of Time hatte ich damals, als ich für gefühlte 3 Sekunden vom SNES aufs N64 wechselte, bevor ich merkte, dass diese Konsole nichts für mich zu bieten hat und sie besser mit einer PlayStation ersetzt ist, bereits das Original. Mit ein paar anderen obligatorischen Käufen wie Super Mario 64, Yoshi’s Island 2 und Banjo Kazooie. Ocarina of Time habe ich damals schon nicht durchgespielt gehabt, sondern kurz ins Erwachsenen-Stadium hinein abgebrochen. Wie dies allgemein mit mir und Zelda häufig der Fall ist.

Was mich bekanntermaßen nicht davon abhält immer mal wieder meinen gesunden Menschenverstand auszuhebeln, der wohlweislich darauf besteht, dass ich und die Serie einfach nicht klicken, und man irgendwann einfach wissen muss, wann es besser ist aufzugeben. Selbst nach dem desaströsen Erlebnis, Twilight Princess Wii mein Eigen nennen zu müssen. Denn als mich The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D im super billigen Select-Release anschaute, schaute mein ewig hungriges Backlog zurück. Und wo das Spiel doch vor kurzer Zeit sein 20. Jubiläum feierte – also auf N64 nicht 3DS versteht sich –, habe ich mich dazu entschlossen es diesmal wirklich und wahrhaftig durchzuspielen, um diese extrem eklatante Lücke an Gamingkultur gestopft zu bekommen und jedem erzählen zu dürfen, dass Ocarina of Time eben nicht das beste Spiel aller Zeiten ist.

Eine Sache kann ich Ocarina of Time auf jeden Fall ganz unironisch und gutmütig bestätigen: Es hat es geschafft die Zelda-Franchise in die dritte Dimension zu versetzen, und dies wesentlich kompetenter hinbekommen, als so einige andere, gerade auf Action ausgelegte, Franchises, die in der 2D-Generation starteten. Dazu muss natürlich eingeräumt werden, dass das N64 mit 1996 und Ocarina mit 1998 jeweils auch eher spät zur 3D-Party erschienen sind, was hier sicherlich vielen Frühfehlern vorbeugen konnte. Viel mehr als das Spielprinzip funktionstüchtig in die polygonalen Ebenen zu verfrachten war damals gar nicht nötig, und ehrlich gesagt leistet das Spiel auch nicht viel mehr.

Retrospektiv ist es halt schon etwas barebones und ich möchte sagen geradezu langweilig. Was ich beispielsweise merkwürdig fand war, dass aus der Dualität zwischen dem jungen und erwachsenen Link erstaunlich wenig gemacht wird. Für ein paar Nebensachen ist es nötig, aber wenn ich mich recht erinnere muss für die Hauptaufgaben, sobald aus Link ein Ikemen geworden ist, nur für den Beginn des Spirit Temples wieder zum Kleinkind gewechselt werden, damit der für sein zukünftiges Ich ein Rätsel löst. Und auch da beweist das Spiel nicht unbedingt viel Kreativität, wäre die Öffnung nicht zu eng gewesen, hätte jedes Puzzle zu Beginn des Spirit Temples so auch 1:1 für den Erwachsenen funktioniert. Allgemein gesehen benutzt das Spiel sowieso einige davon ziemlich häufig. Kisten zu verschieben zum Beispiel oder gar dieses unsäglich Auffinden von 5 grauen Rupees, wird ohne wesentliche Änderung überall wiederverwertet, und gerade letzteres im Finale des Spieles viel zu häufig. Wobei ich schon anmerken muss, dass ich es einen netten Einfall fand, dass in Ganon’s Castle für jeden vorigen Tempel sozusagen ein kleiner Bereich existiert, der jenen thematisch reproduziert. Macht das letzte Dungeon nämlich schön kurzweilig.

Es gibt auch so ein paar fragwürdige Entscheidungen. Mir zum Beispiel ging es echt auf den Keks, dass Link immer wieder in Kokiri respawned, wenn außerhalb eines Dungeons das Spiel beendet wird. Zumindest bis der erwachsene Link die Warp-Songs lernt, was mir etwas lang dauert. Auch wenn die Hyrule-Ebene gar nicht ganz so groß ist und man Epona bekommt, war mir die Fortbewegung fürs Backtracking etwas langsam ausgefallen. Genauso ging mir beim Kind-Teil die Eule mit ihren ständigen Tips auf den Nerv, vor allem da jemand dachte besonders fies zu sein, und den Cursor am Ende auf die Wiederholen-Antwort zu legen, so dass man nicht mal schnell durchklicken kann, da man sich sonst schnell in einer Endlosschlaufe aufhält. Herzteile komplett vom RNG abhängig zu machen, wie das beim Friedhof-Graben der Fall ist, gehört sowieso verbannt. Vernachlässigbar aber auch etwas fragwürdig fand ich zudem, dass alle Belohnungen für die Zeitaufwändige Jagd nach den 100 Skulltullas durch die Bank weg wertlos sind. Solange man auf einen letzten Herzcontainer verzichten kann. Man sollte zunächst meinen die Geldbeutel-Erweiterungen wären noch praktisch, bis man feststellt, dass es im ganzen Spiel nie nötig wird, irgendwas zu kaufen (nach dem ersten Deku-Schild).

Ich weiß zudem nicht, ob dies erst in der 3DS-Version der Fall ist, aber so wirklich geil steuert sich das Spiel eh nicht immer. Der Analognubsi ist beim Handheld zumindest dafür bekannt, nicht immer die besten Resultate zu liefern, was gerade bei den Wettrenn-Minispielen nachteilig sein kann. Viel schlimmer ist allerdings, wenn die Kamera sich dazu entschließt, gen Decke oder zu Boden zu zeigen, weil man zu nahe an einer Kante steht oder so, und die komplette Übersicht flöten geht. Ob das L-Targeting in gehetzteren Situationen funktioniert, scheint auch absolute Glücksache zu sein. Bei dem Quallenboss in Jabu Jabus Körper zumindest hat die für mich konsequent komplett versagt und so gut wie nie die Tentakel ins Visier genommen. Manuelles Anvisieren in First Person ist, über Gyroscope-Steuerung oder Analognubsi egal, zumindest bei Bossen oft zu langsam und plump, um wirklich Spaß zu bieten. Ich finde es zumindest vielsagend, dass im Kampf gegen Ganondorf, wenn das Spiel einem den Autotarget wegnimmt, jener sich im Prinzip so gut wie gar nicht bewegt, damit das manuelle Zielen nicht zu viel Frustmomente bereithält.

Aber wenigstens über die Handlung und Charaktere kann ich nicht viel meckern. Ich habe über die letzten Jahre nämlich echt Spiele zu schätzen gelernt, die so gut wie keine haben bzw. sie bestenfalls als blödsinniges und leicht ignorierbares Beiwerk bieten. Ocarina of Time bewegt sich hier auf absolut stereotypen Fantasy-Pfaden, und da ist es schön, dass nicht viel unnötig um etwas geschwafelt wird, was eh nichts hergibt. Schön aber, dass Zelda eine etwas größere Rolle als üblich hat. Was das Spiel hingegen ähnlich wie Animal Crossing oder Monster Hunter macht, ist, einzelne Momente durch schräge Charaktere und witzige Einlagen charmant zu gestalten, um das Vakuum einer skelettierten übergeordneten Haupthandlung oder Hauptcharakteren ohne eigene Persönlichkeit zu füllen. Hier muss ich allerdings anmerken, dass das Spiel tatsächlich nicht meinen Nerv trifft und ich nie wirklich einen jener Momente witzig oder charmant fand. Passt natürlich dann dazu, dass ich Hyrule eh für einen ziemlich langweiligen Schauplatz halte. Die Zeldas, die woanders spielen, wirken zumindest auf mich immer kreativer und interessanter gestaltet.

Ich war echt etwas überrascht, dass das 3DS-Remake optisch wohl doch so viel ändert. Man merkt es halt hauptsächlich in den Charaktermodellen der Hauptfiguren. Aber auch Nebenfiguren und Umgebungstexturen wurden aufgebessert. Das fiel mir nicht so auf, weil ich das Ergebnis ehrlich gesagt etwas inkonsistent finde. Die Hauptfiguren stechen so stark aus dem Rest heraus, dass man schnell fehlgeleitet denken könnte, der Rest wäre wirklich 1:1 die N64-Grafik nur weniger schwammig. Ich bin aber wie gesagt auch nicht wirklich mit der Konsole aufgewachsen, weswegen die strickten großflächig geometrischen Figuren der Umgebung seiner Spiele auf mich immer etwas befremdlicher wirken, als die von mir gewohnte PlayStation mit ihrem Textur-Warping beispielsweise.

Unter Strich kann ich zwar wirklich nicht so weit gehen zu behaupten, dass The Legend of Zelda: Ocarina of Time ein schlechtes Spiel ist, aber etwas langweilig fand ich es schon. Wenn man 20 Jahre später nämlich nicht mehr den Wow-Effekt hat, dass Zelda jetzt in 3D ist und immer noch alles funktioniert, bleibt nur ein ziemliches Standard-Abenteuer übrig. Ein paar Sachen haben mich wie erwähnt sogar genervt, aber die waren gar nicht mal ganz so häufig, und meist ist es ja so, dass wenn in einer Spielesession einem erst mal eine Sache auf den Keks ging, jede darauffolgende Kleinigkeit plötzlich viel schlimmer erscheint. Begeisterung klingt aber definitiv auch anders.

Nuzlocking Pokemon X! Episode 4: Everyone is a Stranger

Team Flare ist schrecklich unoriginell. Ihr Versteck ist in der größten Stadt der Region, hinter einem Geheimgang verborgen, und darinnen finden wir ein Teleporterlabyrinth, während uns die Grunts freudig nach dem Sieg über sie in die Geheimpläne einweihen. Die einzige Besonderheit ist, dass wir den Boss direkt zu Beginn statt Ende des Gebäudes besiegen, allerdings durch das Ding hindurch weitere Minibosse in Form von anderen höheren Positionen haben. Außerdem ist hier Frankensteins Monster eingesperrt und erzählt uns eine Geschichte von einem Kerl, der vor 3000 Jahren sein Pokemon im Krieg verloren hat und daraufhin einfach mal so eine Maschine baute, die Tote wiedererweckt, dann aber doch eine ultimative Waffe draus machte, um den Krieg zu beenden.

Allerdings hat Flare noch eine zweite Geheimbasis direkt unter der neu erwachten Waffe. Flordelis erneut zu Beginn besiegt, weil ich für jedes seiner Pokemon ein effektives in meinem Team habe, dann noch ein paar Doppelkämpfe und das legendäre Pokemon Xerneas steht mir gegenüber. Und Cyber Deer ist im ersten Hyperball gefangen, habe nicht mal den Meisterball rausgeholt. Anschließend gibt’s noch einen Kampf gegen Flordelis, wobei sein Garados diesmal eine Mega-Evolution durchmacht… und Pikachu und Ryu tot schlägt (*゚ロ゚) Der letzte Verlust ist eine Weile her. Flordelis besiegt bleibt von Team Flare im wahrsten Sinne des Wortes nur ein Loch im Boden.

Die frei gewordenen Slots im Team werden mit Free Hugs und Sixfeet dem auf Route 18 gleich anschließend gefangenen Fermicula besetzt. In Mosaia angekommen entschuldigt sich Professor Platan für die Aktionen seines Ehemanns und fordert uns zum Kampf gegen die drei Kanto-Starter auf, welcher total einfach ist. Auf Route 19 fangen wir McBeal das Flunschlik, das Sixfeet schon wieder ersetzt. Hier gibt’s auch Überraschungskämpfe gegen alle drei Freunde. Steinkante kann Lizzy schon ziemlich gefährlich werden. Die zwischen den Routen befindliche Omega-Höhle bringt Stollrak Rhino mit sich, und gefährliche Trainer, deren Kampfpokemon teilweise Stein-Moves oder Steinpokemon Finale einsetzen können.

Durch Fractalia City rennen wir erst mal nur durch, fangen auf Route 20 Duckface das Hypnomorba, welches sich nach einem Level up zu Morbitesse entwickelt und den Platz von Free Hugs im Team bekommt, sowie Emo das Zoroark im Pokemon-Dorf, welches den Platz von Gust bekommt. Damit haben wir den Arenaleiter von Fractalia City auch wieder in seiner Eis-Arena und können um den letzten Orden kämpfen. Zwischen den Feuerangriffen von Lizzy und dem Gesteins-Katapult von Tenchufrog sind die Gegner hier kein Problem, wobei das Arktilas vom Arenaleiter schon furchteinflößend war, weil es trotz Effektivität kaum Schaden von Katapult nahm und ich Flammenwurf einsetzen musste.

Über Route 21 mit dem Fang vom Sichlor Reaper, geht es damit auch schon an die Siegesstraße. Wo mir Georok um die Ohren explodiert, statt sich fangen zu lassen. Allgemein sollte man auf diese Attacke acht geben, denn über Robustheit bleiben sie gern mit 1HP stehen, um dann mit Explosion ordentlich Kamikaze-Schaden zu machen. Oder man rennt wie ich halt allen Encountern davon, weil die eh nur unglaublich aufhalten, und es noch genug Trainer gibt, für die man sich die Ressourcen aufheben kann. Netterweise ist Surf und Stärke übrigens alles, was man an VMs braucht, um hier durch zu gelangen, solange der geradlinige Hauptweg einem genug ist, statt Umwege zu jedem Kampf und jedem Item machen zu wollen. Mittig gibt’s dann noch mal einen für die Rivalin auf den Deckel, netterweise direkt nach einem Heiler-NPC, und diesmal gibt sie auch endgültig auf.

Damit sind wir dann bei der Liga angekommen, um uns der finalen Herausforderung zu stellen. Mit dem Team Tenchufrog das Kalos-Starter Quajutsu, Lizzy das Kanto-Starter Glurak, Bigmouth das Libelldra, Emo das Zoroark, Free Hugs das Siberio, und Duckface das Morbitesse. Schnell noch ein Foto schießen lassen und reichlich Heilgegenstände gekauft, und los kann es gehen in die letzten Kämpfe des Spieles! Das Gebäude ist ja schon extrem designt, um zu zeigen, dass Pokemon nun endlich 3D ist.

Den Start macht der Stahl-Nutzer Thymelot. Clavina unterliegt Lizzy, Voluminas nach ein wenig Robustheit zu Bigmouth, Durengard wieder Lizzy, genau wie Scherox. Weiter geht es mit Pachira der Feuer-Nutzerin. Pyroleo hat keine Chance gegen Tenchufrog, Fiaro durch dessen Katapult-Gesteinsangriff ebenso, Qurtel und Skelabra wieder durch seine Aquawelle. Der prätentiöse Schönling Narcisse ist mit seinen Wasser-Pokemon das direkte Kontrastprogramm. Wummer ist dabei mit seinen Finsterangriffen genauso effektiv gegen Duckface, wie die es mit dem Donnerblitz gegen ihn ist. Thanatora bin ich dann auch lieber mit Bigmouths Erdangriffen angegangen, Garados durch seinen Doppelschwäche dann wieder mit Donnerblitz von Duckface, Starmie mit dem Nachthieb von Bigmouth. Gutes Team, die beiden und Narcisse besiegt. Die mütterliche Dracena bleibt zum Schluss und sollte wegen ihrer Dachen-Pokemon natürlich nicht unterschätzt werden. Tandrak bekommt von Duckface Psychokinese um die Ohren gehauen, Altaria von Tenchufrog ein paar Katapulte, Shardrago und UhaFnir hingegen Eisstrahle von Free Hugs. Bei letzterem etwas riskant, da der auch Feuerattacken beherrscht, die stark gegen das Eispokemon sind. Dennoch besiegen wir die Top 4 ohne einen Verlust im eigenen Team. Huzzah! (/^▽^)/

Wie immer ist es damit natürlich noch nicht durch, sondern es gibt einen aktuellen Champion, der ebenfalls besiegt werden will. In Pokemon X halt nicht der Rivale, der einen das ganze Spiel über in den Weg gesprungen ist, sondern dem Kalos-Superstar Diantha, die bisher drei mal im Hintergrund durchs Bild schlurfen durfte. Mit einem vollen 6er-Team natürlich, statt ein abgespecktes wie die Top 4 zu haben. Sie startet mit Luchador-Vogel Resladero, dem ich Duckface mit Psychokinese entgegenwerfe. Geisterkürbis Pumpdjinn den Flammenwurf von Lizzy, T-Rex Monargoras die Erdkräfte von Bigmouth, Missgeburt Amagarga die Aquawelle von Tenchufrog, dem nicht hübscheren Viscogon den Eisstrahl von Free Hugs. Der ihn netterweise in der ersten Runde einfriert, nachdem Vicogon zuerst dran durfte und direkt mal über die Hälfte von Free Hugs Lebensleiste runtergehauen bekam, so dass der zweite Eisstrahl ihn Gefahrlos ausschaltete, statt Pokemon auswechseln zu müssen. Guardevoir hat seine erste Runde an eine Mega-Evolution „verschwendet“, so dass mein riskant eingesetztes Emo (dessen Unlichttyp schwach gegen Guardevoir ist), es mit seinem Geistangriff Dunkelklaue ausschalten konnte.

Das war es aber immer noch nicht. Nach der Eintragung in die Ruhmeshalle, wird eine Feier für uns als Champion und Retter der Region vor Team Flare geworfen, bei der seltsamerweise auch die untätigen Freunde mit geehrt werden, und Azett, der bisher vielleicht ein Mal durch den Hintergrund gehuscht ist, stellt sich zum Kampf. Qurtel macht den Start und Tenchufrog ihn ordentlich nass. Für Golgantes müssen wir das Pokemon gar nicht wechseln. Und Symvolara schmeißt Tenchufrog auch einfach sein Katapult an den Kopf.

Jetzt ist das Spiel aber wirklich rum, mit einem emotionalen Moment, der nicht so ganz funktioniert, weil dazu die Geschichte zu dünn und die wichtigsten Charaktere zu unwichtig waren, aber der nett gemeint ist. Damit ist auch der Deckel zu meiner letzten Nuzlocke, die ich im Jahr des Pokemon-Geburtstags 2016 begonnen und dann lang liegengelassen hatte, endlich geschlossen.