Nuzlocking Pokemon X! Episode 4: Everyone is a Stranger

Team Flare ist schrecklich unoriginell. Ihr Versteck ist in der größten Stadt der Region, hinter einem Geheimgang verborgen, und darinnen finden wir ein Teleporterlabyrinth, während uns die Grunts freudig nach dem Sieg über sie in die Geheimpläne einweihen. Die einzige Besonderheit ist, dass wir den Boss direkt zu Beginn statt Ende des Gebäudes besiegen, allerdings durch das Ding hindurch weitere Minibosse in Form von anderen höheren Positionen haben. Außerdem ist hier Frankensteins Monster eingesperrt und erzählt uns eine Geschichte von einem Kerl, der vor 3000 Jahren sein Pokemon im Krieg verloren hat und daraufhin einfach mal so eine Maschine baute, die Tote wiedererweckt, dann aber doch eine ultimative Waffe draus machte, um den Krieg zu beenden.

Allerdings hat Flare noch eine zweite Geheimbasis direkt unter der neu erwachten Waffe. Flordelis erneut zu Beginn besiegt, weil ich für jedes seiner Pokemon ein effektives in meinem Team habe, dann noch ein paar Doppelkämpfe und das legendäre Pokemon Xerneas steht mir gegenüber. Und Cyber Deer ist im ersten Hyperball gefangen, habe nicht mal den Meisterball rausgeholt. Anschließend gibt’s noch einen Kampf gegen Flordelis, wobei sein Garados diesmal eine Mega-Evolution durchmacht… und Pikachu und Ryu tot schlägt (*゚ロ゚) Der letzte Verlust ist eine Weile her. Flordelis besiegt bleibt von Team Flare im wahrsten Sinne des Wortes nur ein Loch im Boden.

Die frei gewordenen Slots im Team werden mit Free Hugs und Sixfeet dem auf Route 18 gleich anschließend gefangenen Fermicula besetzt. In Mosaia angekommen entschuldigt sich Professor Platan für die Aktionen seines Ehemanns und fordert uns zum Kampf gegen die drei Kanto-Starter auf, welcher total einfach ist. Auf Route 19 fangen wir McBeal das Flunschlik, das Sixfeet schon wieder ersetzt. Hier gibt’s auch Überraschungskämpfe gegen alle drei Freunde. Steinkante kann Lizzy schon ziemlich gefährlich werden. Die zwischen den Routen befindliche Omega-Höhle bringt Stollrak Rhino mit sich, und gefährliche Trainer, deren Kampfpokemon teilweise Stein-Moves oder Steinpokemon Finale einsetzen können.

Durch Fractalia City rennen wir erst mal nur durch, fangen auf Route 20 Duckface das Hypnomorba, welches sich nach einem Level up zu Morbitesse entwickelt und den Platz von Free Hugs im Team bekommt, sowie Emo das Zoroark im Pokemon-Dorf, welches den Platz von Gust bekommt. Damit haben wir den Arenaleiter von Fractalia City auch wieder in seiner Eis-Arena und können um den letzten Orden kämpfen. Zwischen den Feuerangriffen von Lizzy und dem Gesteins-Katapult von Tenchufrog sind die Gegner hier kein Problem, wobei das Arktilas vom Arenaleiter schon furchteinflößend war, weil es trotz Effektivität kaum Schaden von Katapult nahm und ich Flammenwurf einsetzen musste.

Über Route 21 mit dem Fang vom Sichlor Reaper, geht es damit auch schon an die Siegesstraße. Wo mir Georok um die Ohren explodiert, statt sich fangen zu lassen. Allgemein sollte man auf diese Attacke acht geben, denn über Robustheit bleiben sie gern mit 1HP stehen, um dann mit Explosion ordentlich Kamikaze-Schaden zu machen. Oder man rennt wie ich halt allen Encountern davon, weil die eh nur unglaublich aufhalten, und es noch genug Trainer gibt, für die man sich die Ressourcen aufheben kann. Netterweise ist Surf und Stärke übrigens alles, was man an VMs braucht, um hier durch zu gelangen, solange der geradlinige Hauptweg einem genug ist, statt Umwege zu jedem Kampf und jedem Item machen zu wollen. Mittig gibt’s dann noch mal einen für die Rivalin auf den Deckel, netterweise direkt nach einem Heiler-NPC, und diesmal gibt sie auch endgültig auf.

Damit sind wir dann bei der Liga angekommen, um uns der finalen Herausforderung zu stellen. Mit dem Team Tenchufrog das Kalos-Starter Quajutsu, Lizzy das Kanto-Starter Glurak, Bigmouth das Libelldra, Emo das Zoroark, Free Hugs das Siberio, und Duckface das Morbitesse. Schnell noch ein Foto schießen lassen und reichlich Heilgegenstände gekauft, und los kann es gehen in die letzten Kämpfe des Spieles! Das Gebäude ist ja schon extrem designt, um zu zeigen, dass Pokemon nun endlich 3D ist.

Den Start macht der Stahl-Nutzer Thymelot. Clavina unterliegt Lizzy, Voluminas nach ein wenig Robustheit zu Bigmouth, Durengard wieder Lizzy, genau wie Scherox. Weiter geht es mit Pachira der Feuer-Nutzerin. Pyroleo hat keine Chance gegen Tenchufrog, Fiaro durch dessen Katapult-Gesteinsangriff ebenso, Qurtel und Skelabra wieder durch seine Aquawelle. Der prätentiöse Schönling Narcisse ist mit seinen Wasser-Pokemon das direkte Kontrastprogramm. Wummer ist dabei mit seinen Finsterangriffen genauso effektiv gegen Duckface, wie die es mit dem Donnerblitz gegen ihn ist. Thanatora bin ich dann auch lieber mit Bigmouths Erdangriffen angegangen, Garados durch seinen Doppelschwäche dann wieder mit Donnerblitz von Duckface, Starmie mit dem Nachthieb von Bigmouth. Gutes Team, die beiden und Narcisse besiegt. Die mütterliche Dracena bleibt zum Schluss und sollte wegen ihrer Dachen-Pokemon natürlich nicht unterschätzt werden. Tandrak bekommt von Duckface Psychokinese um die Ohren gehauen, Altaria von Tenchufrog ein paar Katapulte, Shardrago und UhaFnir hingegen Eisstrahle von Free Hugs. Bei letzterem etwas riskant, da der auch Feuerattacken beherrscht, die stark gegen das Eispokemon sind. Dennoch besiegen wir die Top 4 ohne einen Verlust im eigenen Team. Huzzah! (/^▽^)/

Wie immer ist es damit natürlich noch nicht durch, sondern es gibt einen aktuellen Champion, der ebenfalls besiegt werden will. In Pokemon X halt nicht der Rivale, der einen das ganze Spiel über in den Weg gesprungen ist, sondern dem Kalos-Superstar Diantha, die bisher drei mal im Hintergrund durchs Bild schlurfen durfte. Mit einem vollen 6er-Team natürlich, statt ein abgespecktes wie die Top 4 zu haben. Sie startet mit Luchador-Vogel Resladero, dem ich Duckface mit Psychokinese entgegenwerfe. Geisterkürbis Pumpdjinn den Flammenwurf von Lizzy, T-Rex Monargoras die Erdkräfte von Bigmouth, Missgeburt Amagarga die Aquawelle von Tenchufrog, dem nicht hübscheren Viscogon den Eisstrahl von Free Hugs. Der ihn netterweise in der ersten Runde einfriert, nachdem Vicogon zuerst dran durfte und direkt mal über die Hälfte von Free Hugs Lebensleiste runtergehauen bekam, so dass der zweite Eisstrahl ihn Gefahrlos ausschaltete, statt Pokemon auswechseln zu müssen. Guardevoir hat seine erste Runde an eine Mega-Evolution „verschwendet“, so dass mein riskant eingesetztes Emo (dessen Unlichttyp schwach gegen Guardevoir ist), es mit seinem Geistangriff Dunkelklaue ausschalten konnte.

Das war es aber immer noch nicht. Nach der Eintragung in die Ruhmeshalle, wird eine Feier für uns als Champion und Retter der Region vor Team Flare geworfen, bei der seltsamerweise auch die untätigen Freunde mit geehrt werden, und Azett, der bisher vielleicht ein Mal durch den Hintergrund gehuscht ist, stellt sich zum Kampf. Qurtel macht den Start und Tenchufrog ihn ordentlich nass. Für Golgantes müssen wir das Pokemon gar nicht wechseln. Und Symvolara schmeißt Tenchufrog auch einfach sein Katapult an den Kopf.

Jetzt ist das Spiel aber wirklich rum, mit einem emotionalen Moment, der nicht so ganz funktioniert, weil dazu die Geschichte zu dünn und die wichtigsten Charaktere zu unwichtig waren, aber der nett gemeint ist. Damit ist auch der Deckel zu meiner letzten Nuzlocke, die ich im Jahr des Pokemon-Geburtstags 2016 begonnen und dann lang liegengelassen hatte, endlich geschlossen.

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Nuzlocking Pokemon X! Episode 3: Team Flare’s Boss Revealed

Auf dem Weg Tempera City nach Süden zu verlassen, wird noch mal kurz darüber geredet, dass ja noch immer ein Stromausfall herrscht. Statt sich um die Problematik zu kümmern, sollen wir aber lieber mal die Gebirgsrouten unsicher machen. Also auf zur Route 13 mit Bodenpokemon, bei dem wir uns Bigmouth das Knacklion fangen. Gerade so, denn mit einem Feuerangriff haben wir es in den roten HP-Bereich geschlagen, aber auch zum Brennen gebracht. Das hätte also schnell ins Auge gehen können.

Ehrlich gesagt ist die Route ziemlich nervig. Normalerweise sind die Encounter-Raten der Pokemon-Spiele nicht so übel, weil sie ja nur im hohen Gras angesiedelt sind, welches Stellenweise umgangen werden kann. Nervig wird’s halt in Höhlen und ähnlichen Gebieten, wo dann wirklich konstant Gegner erscheinen können. So wie hier, wo die Staubwolken einem sogar nachstellen, so dass man gefühlt alle 3 Sekunden einen Gegner vor sich halt. Dafür gibt’s im nahen Kraftwerk, welches wir vom stylishen Team Flare befreien, keinerlei normale Gegner. Somit allerdings auch kein neues wildes Pokemon zu fangen. Und da der Strom jetzt doch wieder geregelt ist, können wir auch den Rest von Route 13 begehen und zurück nach Illumina City.

Dort gehen direkt die Lichter zum Eiffelturm an, in dem auch die nächste Arena ist, in der die Companions der Anime-Staffel abhängen. Abgesehen davon nervt mich Illumina City ziemlich an. Endlich gibt es eine Boutique mit anständier Auswahl an Klamotten, aber dort wird man erst reingelassen, wenn man genug Style hat. Wofür jede Menge kleine Scheißarbeiten in der Stadt erledigt werden müssen, die teilweise selbst erst mit Style möglich zu machen sind. Und die Arena ist eine Quiz-Show, wobei man, wenn man für Erfahrung und Geld jeden Trainer bekämpfen will, natürlich alle Fragen erst mal falsch beantworten muss. Inklusive Lichtshow und all dem Drum und Dran einer Quizshow jede Runde. Obendrauf ist das hier eine Elektro-Arena, also kann sich drauf eingestellt werden, dass die Pokemon alle Nase lang paralysiert sind und geheilt gehören (; ̄д ̄)

Da Lizzy beim Erklimmen allerdings Flammenwurf gelernt hat, und alles eigentlich zu ein bis zwei Einsätzen davon fällt, dachte ich zunächst doch kein so großes Problem zu bekommen. Bis das Ampharo eines stinknormalen Trainers mit Juwelenkraft sie fast in einem Schlag KO geschlagen hätte. Vielleicht bereite ich mich doch etwas besser auf den Leiter vor, statt mit 3 Flug-(Hybrid-)Pokemon, dem Wasser-Starter, einem Elektro-Hasen und einem Drachen zu kommen? Wozu habe ich denn erst kürzlich mit Bigmouth ein Boden-Pokemon bekommen? Ich hatte etwas Angst, dass es über Evolution in die Libellen-Formen ganz wie Lizzy einen Flug-Typus gewinnt, aber scheinbar ist es trotz des Aussehens nur Boden/Drache, also nicht schwach gegen Elektro. Trainingsmontage von Bigmouth, der auf Route 13 alles mit Schaufler ausmerzt, ausgerüstet mit Glücks-Ei, welches wesentlich einfacher wird, sobald er in seinen Evolutionen schneller als die Gegner ist und durch Schwebe die meisten Boden-Attacken fehl laufen.

Zurück nach Paris mit einem Libelldra. Emolga vs Tenchufrogs Katapult = Insta-KO. Magneton vs Lizzys Flammenwurf wäre fast ein Insta-KO, jedoch hat Magneton Robustheit, bleibt also mit 1HP stehen. Netterweise macht er ein Elektrofeld, statt anzugreifen und Super Effektiv gegen Lizzy zu sein. Hypertrank, Flammenwurf, Robustheit, Hypertrank, Flammenwurf, Robustheit, Flammenwurf, endlich KO. Elezard vs Bigmouths Erdkräfte = Insta-KO. Tja, nicht schwer, aber wie gesagt, wären die Gegner zuerst dran gekommen, hätte ich ohne auf Bigmouth zurückfallen zu können, durchaus Probleme haben können. Die Schwierigkeit von Pokemon X ist ist da nämlich ziemlich binär. Noch kurz vom Professor und seinem Lebensgefährten etwas Lore erhalten, und wir dürfen gen sechsten Orden ziehen.

Auf Route 14 gibt es einen weiteren einfachen Freundschaftskampf gegen die Rivalin, die immerhin endlich ihr Starter auf der dritten Stufe hat, anschließend fangen wir mit Blue dem Morlord unser hießiges Pokemon. Kulminiert in Romantia City, einer romantischen Waldstadt, in der man auf Pilzen sitzen kann. Und gegen die Feen-Arena, was der neue Pokemon-Typus der Generation ist, antreten darf. Mit Feuer und Blitz schaffen wir es durchs Puppenhaus und können die zweite Sehenswürdigkeit der Stadt besuchen: Die Pokeballfabrik. Dort gibt’s ein paar Kämpfe gegen Team Flare, einen der raren Doppelfights, und am Ende haben wir den Meisterball mit seiner 100% Fangrate!

Auf Route 15 stößt Shaggy das Magnayena zur Frischhaltebox, auf Route 16 Sora das Clavion. Interessant hier ist, dass es gleich mehrere Flug- und Doppelkämpfe gibt. Außerdem wird aus Ryu endlich ein Brutalanda. In den Tunneln des verlassenen Hotels, die den Untergrund der zwei Routen bilden, sprang mir drei Mal Clavion entgegen, von daher kein Pokemon für mich. Somit geht es auf der Reise weiter ins verschneite Frescora. Aus der nahegelegenen Frosthöhle nehmen wir uns, nachdem er endlich in einem Superball zu bleiben gedenkt, Free Hugs das Siberio mit. Juwelenkraft bleibt übrigens weiterhin Lizzys Achillesverse, erneut wäre sie im Doppel-Trainerkampf beinahe dran verreckt.

Pläne von Team Flare wie gewohnt vereitelt und Route 17 ist angesagt. Pokemon gibt es hier keines, da ich das Schneebedeck leider totgeschlagen habe. Dafür kommen wir aber in Fluxia City an, in der die nächste Arena wartet. Vorher allerdings noch ein paar Infos über das Legendary abstauben und die Rivalin nass machen, die mit Aquana zumindest endlich mal wieder Team-Zuwachs bekommen hat. Die bisher optisch am meisten aufs neue 3D geehende Arena ist schnell durchschritten, der Orden nach zwei OHKOs durch Pikachus Donner und einem weiteren durch Ryus Knirscher gewonnen. Nur noch ein Orden übrig bis zum kompletten Set ᕙ(⇀‸↼‶)ᕗ

Danach gibt’s eine Nachricht von Flordelis über das Holo-Telefon, in dem er erklärt, dass er Team Flare angehört und sie mit einer ultimativen Waffe eine bessere Welt erschaffen werden. Trainer bitte zurückhalten und sich einfach vernichten lassen. Dun dun dun!

Nuzlocking Pokemon X! Episode 2: Make Monsters Mega!

Ist eine Weile her, nicht? Zuletzt waren wir im Palast, um uns dort die Pokeflöte zu holen, mit der wir das Route 7 blockierende Relaxo aufwecken können. Das ich nicht gefangen habe – ich habe es weder in Grün noch Feuerrot genutzt gehabt. Stattdessen habe ich so noch was auf der Route wild fangen können, und Utena das Roselia bekommen, somit endlich ein Pflanzen-Pokemon fürs Team.

Die Geolinkhöhle bietet leider keinen Drachen dar, sondern nur eine Horde Flurmels, von denen ich mir eines mitnehme: Angsty. Ist aber halb so wild, denn bereits Route 8 läuft mir Ryu das Kindwurm über den Weg und wird gefangen. Die nächste Stadt ist übrigens eine volle Enttäuschung. Es gibt ein Fossilienlabor, wir haben aber noch keine zum Wiedererwecken, außerdem ein Aquarium, in dessen Becken nicht ein Fisch(-Pokemon) zu sehen ist. Betrug ヽ(ಠ_ಠ)ノ

Und gleich die nächste Enttäuschung auf Route 9: Hippopotas totgeschlagen, also kein neues Pokemon für mich. Weiter geht es in der Leuchthöhle und mit Solidsnake dem Onix. Außerdem gibt es hier das Kiefernfossil, welches zurück in der Stadt zu Balgoras wird. Ohne Spitznamen, denn das Spiel fragt keinen ab. Beide Fossile bekomme ich wiederbelebt in der nächsten Stadt zu Gesicht, denn der zweite Arenaleiter Lino für den Wallorden nutzt sie. Tenchufrog mit Aquawelle und Lizzy mit Drachenwut sind echt effektiv gegen die zwei Viecher, aber Felsgrab sollte auch nicht unterschätzt werden, gerade gegen Lizzy wäre es beinahe zum OHKO gekommen.

Route 10 bringt dem Team, bzw der Box, Unstable das Evoli ein. An den Steinfeldern von Carnac vorbei, und schon ist Route 11 erreich, und mit ihr Pikachu das Dedenne gefangen. Sieht ein wenig aus, als wäre besagtes Pikachu mit einem Felino untreu geworden :D Kann ich auch direkt ins Team einwechseln, denn es wurde ein Platz frei: Das Pantimos im Doppelkampf auf der Route hat mit seinem Psystrahl nämlich Utena totgeschlagen ;_; Die nahe Spiegelhöhle derweil hält Pebble das Kiesling für uns bereit, welches ja dank Robustheit im Kampf nervt, aber schön einfach zu fangen ist, da 1HP garantiert ist.

Eine nicht so tolle Sache daran, dass Pokemon X eigentlich ziemlich einfach ist: Man wird schnell nachlässig und dadurch gern mal von Dem Einen Trainer alle paar Routen überrascht. So sehr wie die beiden Pudel-Pokemon vorm Chateau nämlich plötzlich ordentlich reingehauen haben, hätte doch das Jiutesto mit seinem Überwurf hier in der Spiegelhöhle fast das Ende des Runs einläuten können. Also etwas übervorsichtig gelevelt, bevor es weiter nach Yantara City ging. Wobei Gust zu einem Tauboss, Lizzy zu einem Glurak und Ryu zu einem Draschel mutierten. Dabei nerven übrigens vor allem die Horden, da es ewig dauert bis man alle Pokemon tot hat, die alle aber nicht wahnsinnig viel EXP generieren.

In der Stadt gibt es erst Mal einen kurzen und nicht allzu fordernden Kampf gegen die Rivalin Serena, bevor die städtische Arena angesagt ist. Auch nicht sonderlich schwer mit einem Glurak, dass die ganzen Kampf-Pokemon der Arena mit einem Flügelschlag ausknockt. Der Flug-Hybrid Resladero wird mit Feuerzahn ausgeschaltet. Und et voila haben wir den dritten Orden in der Tasche. Einen Refight mit der Arenameisterin gibt es gleich anschließend auf dem Turm der Erkenntnis, was allerdings nur ein Mega-Evolutions-Tutorial ist. Gleichzeitig aber auch beinahe ein Verlust war. Sie drückt einem nämlich ein Lucario auf und lässt es gegen ihr eigenes antreten. Beide gleiches Level und beide unter Mega. Der Schwerttanz meines hat ihres nicht in einem Schlag besiegt, dessen Schwerttanz meines auf 8HP reduziert. Wäre das ein Critical gewesen, hätten wir den Kampf verloren gehabt. Aber so stauben wir Freebie das Lucario ab, sowie den Ring, um demnächst auch andere Pokemon zu Megasieren.

Geschenke kann man nie genug haben, und so bekommen wir auf dem Weg aus der Stadt raus nicht nur die VM Surf geschenkt, sondern vom ersten NPC auf der Route 12 auch ein Lapras, das wir Surfboard taufen. Damit ist das mein Pokemon dieses Areals, kein wildes mehr fangbar. Dafür surfen wir dann allerdings in die optionale, nördlich gelegene Azurbucht, um uns Hearto das Liebiskus zu angeln. Pikachu räumt hier gut auf, und da ich ihn zum ersten Mal richtig nutzte, konnte ich zur freudigen Überraschung feststellen, dass es seine wenigen HP damit wett macht, dass jede Runde einige davon heilen kann, wenn wir Parabolladung einsetzen.

Mit Tempera City kommen wir auch schon in die nächste Stadt, inklusive Nachricht-Herausforderung der Rivalin. Viel wichtiger ist allerdings, dass uns der Professor hier die VM Fliegen übergibt, welches wir Gust beibringen, auf das er uns jederzeit in bereits besuchte Städte bringen kann! Auch Diantha droht uns mit einem baldigen Kampf. Sogar das Glücksei bekommen wir überreicht, welches erhaltene EXP erhöht. Der Rivalen-Kampf ist erneut ein No-Brainer mit einem starken Genarations-Starter und dessen Schwäche ausbessernden Kanto-Starter. Die örtliche Arena ist ein auf Pflanzen-Pokemon spezialisiertes Baumhaus. Was bedeutet, dass Lizzy mit Feuerzahn und Funkenflug im Alleingang das Unkraut jätet. Mit dem Blattorden haben wir nicht nur den vierten und damit die Orden-Halbzeit erreicht, sondern dürfen VM Flug jetzt tatsächlich als Warp zwischen den Städten nutzen. Huzzah Ψ(゚∀゚)Ψ

Fire Emblem Jump!

Es scheint ja bei Fans der Franchise etwas Frevelhaftes zu sein, wenn man erst durch das Anime-lastig sich dem Mainstream anbiedernde Fire Emblem Awakening eingestiegen ist, statt schon bei den sich schlecht verkaufenden Vorgängern mit dabei gewesen zu sein. Kann ich nachvollziehen, ich würde glaube ich auch nicht wollen, dass Leute denken, ich kenne die MegaTen-Serie durch Persona. Hat was mit Nischen-Glaubhaftigkeit zu tun, die im Internet besonders wichtig ist. Ich denke das mein allererstes Fire Emblem das Smartphone-Game für Casual Babies Fire Emblem Heroes ist, würde da schon ein Aneurysma verursachen.

Der Hauptgrund, warum ich bisher zu keinem Fire Emblem gegriffen habe, obwohl es tatsächlich zu GBA-Zeiten kurz zusammen mit Tactics Ogre zu den Untergrundhits gezählt wurde, ist das ich es einfach nicht so mit SRPGs habe. Ich bring weder das strategische Denken noch die Geduld mit, mich langwierig auf eine Schlacht vorzubereiten, und jene dann für bis zu eine Stunde schlagen zu müssen. Ganz einfach und simple Vertreter wie ein Super Robot Wars, Another Bible, Zone of the Enders oder Arc the Lad hab ich sogar mal durchbekommen. Aber dem Spieler wirklich etwas abverlangende Einträge wie Final Fantasy Tactics, Kartia, Arc the Lad II, Devil Survivor oder Shining Force liegen hier angespielt und schnell aufgegeben in der Ecke.

Dementsprechend ist es für mich natürlich nur vorteilig, wenn das Ganze in abgespeckter Smartphone-Variante vorliegt. Nachdem ich mich überhaupt sehr Late to the Party dazu überwunden habe, dem doch eine Chance zu geben. In dem nur auf das farbig kodierte Waffendreieck geachtet werden muss, um zu sehen wer gegen wen gut ist. Mit einem schnellen Wischen des Touchscreens ist der Charakter übers Feld geschoben. Die Areale sind klein und mit weniger als einem Dutzend Einheiten ausgestattet, darunter vier Charaktere, die man selbst mitbringen kann. Und was für eine der drei Farben plus neutral die enthaltenen Gegner sein werden, um das eigene Team darauf einzustellen, ist auch vorher angezeigt.

Natürlich gibt es die üblichen Smartphone-Dinge, die zum Investieren echten Geldes anregen sollen. Seltenere Einheiten mit mehr Sternen haben besseres Level-Wachstum. Einheiten können geopfert werden, um andere zu verstärken. Über diverse unterschiedliche Gegenstände können Einheiten auf vielfältige andere Art und Weise verbessert werden. Doch all das ist insgesamt überschaubar, optional, und durch das Bestehen der Kämpfe im Spiel gibt es sie auch, nur halt eben wesentlich langsamer.

Was mir allerdings natürlich etwas abgeht, ist der Fanservice, da ich kein Fan der Franchise bin. Ich meine das Spiel hat über 600MB Platz eingenommen, was schon enorm ist, einfach weil es über 100 Einheiten quer aus der Fire-Emblem-Serie gibt, und die auch noch mit unterschiedlichen Event-Artworks aufwarten müssen. Damit man halt auch immer wieder neue Einheiten beschwören können möchte, selbst wenn man ein starkes Team hat, weil jetzt gibt es auch deinen Lieblingscharakter aus Spiel XYZ, oder die Recken in Badehosen, oder die Mädels mit Hasenohren etc. Mir geht es halt total ab, die Charaktere, die ich beschwöre, auch in der Franchise an sich einordnen zu können und wiederzuerkennen. Genauso habe ich es schnell gelernt, jegliche Story-Szenen zu überspringen, weil der Crossover-Blödsinn einem auch absolut nix bringt, wenn man die Charaktere nicht wiederkennt.

Wo ich natürlich gleich viel schneller hinterher war, war Karpardor Jump. Gerade rechtzeitig erschienen, als ich endgültig mich dazu entschlossen hatte, Pokemon Go vom Gerät zu löschen. Ist natürlich das übliche Aufzuchtspiel, also ganz mein Ding. Füttern, damit es wächst, wenn es ausgewachsen ist durch einige Arena-Sprung-Kämpfe gehen, und dann von vorn beginnen, diesmal mit einem Boost im Wachstum. Und nebenbei auch noch Collectathon-mäßig verschiedene Färbungen und Musterungen sammeln. Was kann man schon mehr wollen? Eine süße Optik und humorige Begleittexte, die gibt es nämlich auch. Herzig und kurzweilig halt, auch wenn nach einer Zeit ermüdend, da der Grind natürlich exponentiell zuzunehmen beginnt.

Aber von daher hat es Nintendo schon drauf ihre Milk-Franchises qualitativ ganz Ok auch auf den Videogame-Markt der Moderne, nämlich das Handy, zu bringen.

Nuzlocking Pokemon X! Episode 1: Many Bugs and Plenty of Cafés

ava-2142Pokemon X/Y sind für Nuzlocken wohl verpönt und beliebt gleichermaßen. Ein wenig verpönt, da durch die neue Funktionsweise des EXP-Teilers das Ding noch einfacher ist, als es die Spiele eh schon sind. Beliebt allerdings, weil es so viele verschiedene Pokemon gibt, während man bei anderen Edition gern mal – gerade zu Beginn – mit sehr ähnlichen Teams rumläuft, da es auf frühen Routen nur 2 oder 3 Pokemon zur Auswahl gibt. Und hey, wozu gibt es denn tausend verschiedene Sonderregeln, spielt man halt mit einer No-EXP-Share-Rule.

Ok-ok, also sich von Prof Sexy McScruff begrüßen lassen, der typisch nicht sagen kann, ob wir ein Junge oder Mädchen sind, obwohl in X/Y die Charaktermodelle ja erwachsen genug sind, als das dies nun offensichtlich ist. Oder auch nicht, wird könnten ja Crossdresser sein und man will nicht voreingenommen sein, nich? Diesmal schicke ich die arische Version des Hauptcharakters mit Namen Ekkusus durch die 4th Wall nach Pokemon-Frankreich. Mom hat echt extrem was dagegen, im Pyjama zu Hause rumzulaufen, die alte Spießerin. Liegt wahrscheinlich daran, weil sie uns umgehend los werden will, um Me-Time mit Good Vibrations zu haben. Dass ich mich selbst anziehen muss, aber kein Outfit aussuchen darf ist eh Bullshit D; Und dass es im PC im Zimmer keinen Trank abzustauben gibt, ist sowieso der Schock schlechthin.

Da Mom zudem zu geizig ist, um uns das Rihorn mizugeben, das im Vorgarten chillt, müssen wir wohl oder übel über die Route 1, die kein Grass hat, und somit keine Pokemon bereithält, in die Nachbarstadt. Dort so tun, als würden wir die Wildfremden Kids mögen, selbst einen Spitznamen X-kun annehmen, was schon echt aufdringlich ist in einem ersten Aufeinandertreffen, damit die uns einen Starter schenken. Froxy ist eigentlich zu cool, um ihn nicht zu nehmen, und so ist Tenchufrog im Team :3 Schnell noch Mom den Brief vom Prof gegeben, in dem er darum bittet, uns als Boytoy unter seine Obhut nehmen zu können, und schon sind wir auf und davon. Rihorn will sogar mit kommen, aber Mom mischt sich leider ein, blergh T_T Fang ich mir halt mein eigenes!

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Also auf das erste Pokemon zu fangen, Pokebälle natürlich vorher gekauft, da man in X nicht zum Start 5 geschenkt bekommt. Dachte ich zumindest, ein paar Schritte in Route 2 gibt es doch ein Fangtutorial und 10 Gratisbälle. Ein Taubsi ist es, das ich Pecker nennen wollte, aber den Namen lässt Nintendo nicht zu, also heißt das Vieh jetzt langweilig Gust. Wobei ein Taubsi an sich ja auch langweilig als erster Fang war. Im Wald, wo wir noch einen praktischen Healbot dabei haben, war es Cocoon das Raupi geworden, welches ich in den vorigen Nuzlockes echt gern haben wollte, hier aber lieber ein Purmel gehabt hätte. Auch Route 3 gönnt mir keines, sondern Roger das Scoppel, Route 22 nur das Azurill Bounce.

Kommen wir also zur ersten Arena mit Violas Käferpokemon. Davon hat sie nur zwei, wobei Geweiher direkt zu zwei Windstößen von Gust fällt, seine eine Aktion an Regenmacher verschwendet. Durchaus kein schlechter Move, wenn der Gegner versuchen würde, die Käfer mit Feuer zu besiegen. Hauptgegner und schon ihr letztes Pokemon ist das prächtige Vivillon. Ein Härtner, ein Tackle, einen Trank, und zum Schluss Plage, und wiederholte Windstöße befördern auch den Schmetterling in die ewigen Jagdgründe. Der Sieg bringt mir den Krabbelorden ein, und noch viel wichtiger den EXP-Teiler, das rettende Instrument für Raupis, Karpadore etc. >:3

Auf Route 4 gibt es ein Wadribie, genannt Maya. Meh, ein weiterer Käfer, und dann ist es auch noch männlich und kann sich somit nicht entwickeln. In Paris gibt es auch beim Treffen auf Prof SexyGruff ein weiteres Pokemon, zumindest nachdem wir die Kanto-Starter im Kampf besiegt haben. Gust nutzt Windstoß gegen Bisasam, ruchzuckhiebt Shiggy, und den Abschluss macht Tenchufrogs Aquawelle gegen Glumanda. Eines davon schenkt er uns, und eigentlich wäre Bisasam ja ein No-Brainer für mich, ich habe diesmal aber doch mal Glumanda gewählt und Lizzy getauft.

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Ich glaub, ich hätte gar keine Pokebälle je im Spiel für eine Nuzlocke kaufen müssen. Zu Beginn werden 10 geschenkt, hier in der Stadt sind noch ml 5 Luxus-, 3 Timer-, und 3 Flottbälle dazugekommen, dann hier und dort noch mal nen Super- oder Netzball finden, und man hat so viele, wie es Fanggebiete gibt. Was Japaner übrigens mit Frankreich gleichzusetzen scheinen, abgesehen von stylischer Mode, die jeder trägt, was in einem JRPG aber nicht besonders markant anderen Genrevertretern gegenüber ist, sind Cafes. Jede Stadt hat mindestens eines davon bisher gehabt, und Paris gleich an jeder Straßenkreuzung ein neues zu bieten.

Weiter geht es auf Route 5, wo uns Sparks das Plusle in einen Ball läuft. Auf dem Weg zum Schloss auf Route 6 springt mich aus einem Busch spontan ein weiterer Käfer für die Sammlung an: Violet das Toxiped. Der Doppelkampf gegen die Coifwaffs hier war für ihr Level 14 echt hart übrigens, die hätten meine drei Headliner alle beinahe besiegt bekommen. Im Palast an sich, bzw im Vorgarten davon, treffe ich übrigens auf den Fotografen, der an gewissen Stellen im Spiel einen Schnappschuss vom Charakter machen kann. Eine Funktion, die wesentlich besser hätte sein können. Warum nicht wie in Animal Crossing: New Leaf den Spieler jederzeit und überall einen Screenshot machen lassen? Warum nicht zumindest dem Spielercharakter ein Smartphone in die Hand drücken, wodurch jederzeit außerhalb von Kämpfen/Storycutscenes ein Selfie wie in Legend of Zelda: Wind Waker HD gemacht werden kann? Warum nicht zumindest, wenn schon einen auf Earthbound machen, und nur an fixen Touristenplätzen einen Dritten ein Foto produzieren lassen dürfen, zumindest die Option geben, dass man sein aktuelles Pokemon-Team, oder zumindest den Headliner des Teams mit dem Charakter auf dem Bild hat?

Pokémon Mond

ava-2124Ok, sind wir also bei den neuesten Pokemon-Editionen angekommen, nachdem letztjährig ein wenig kreuz und quer durch die Dekaden der Franchise gezockt wurde. Pokemon Mond ist es geworden, weil mir nun der Metalllöwe oder die Vampirfledermaus irgendwo egal sind, aber Mond ist besser als Sonne, feddisch.

Führte witzigerweise auch dazu, dass ich das mit reichlich Bloom überzogenen Tropeninsel-Panorama zum Großteil bei Tageslicht erleben durfte, was dem irgendwo schon besser steht. Obwohl es genau andersrum gedacht ist, zu den wie immer zum Großteil kosmetischen Unterschieden zwischen den Editionen gehört nämlich, dass bei Mond die ingame Uhr gegenüber der realen im 3DS um 12 Stunden verschoben ist, damit die kindliche Zielgruppe, wenn bei ihnen Tag ist, hauptsächlich im Spiel Nacht haben und auch den Titelgebenden Himmelskörper sehen. Ich hab eher nach sechs Uhr abends gespielt, und dementsprechend fast immer Tag gehabt.

Ansonsten, joa, die Inselregion bringt schon frischen Wind in die angestaubte Serie, wobei ich persönlich X/Y im Gegensatz zu so vielen anderen auch nicht als so extrem gehabt empfand, sondern schon meinen Spaß dran hatte. Und letztendlich wirkt Sonne/Mond auch einfach frischer, als es wirklich geworden ist, denn ein Großteil der Struktur und das Gameplay sind gewohnte Kost, die man so schon immer hatte.

Der größte Unterschied ist wirklich, dass die Arenen abgeschafft sind. Stattdessen hat jede der vier Inseln eine bis drei Inselprüfungen, bei denen man in einem überschaubaren Dungeon irgendeine Aufgabe erledigen muss, die in einem Bosskampf kumiliert, also Pokemon RPGiger als bisher macht. Anschließend wird dann allerdings immer noch gegen einen Inselkönig analog zu einem Arenaleiter angetreten. Und eine Top 4, die eigentlich auf fünf Auseinandersetzungen besteht, bildet das Ende, kurz nachdem die eigentliche Handlung um das aktuelle Team abgeschlossen wurde. Mit dem Unterschied, dass das Tropenarchipel keine so Prestige-lastige Region wie bisher ist und deswegen dies erst den Aufbau der Liga darstellt, man den ersten Champion abgibt. Wer weiß, wenn man fünf Jahre später hierher zurückkehrt, gibt es eventuell die altbekannten 8 Arenen mit ihren Orden, statt die Inselreise mit ihren Aufgaben.

Was Sonne/Mond auch mit sich bringen, sind ein paar weitere Benutzerfreundlichkeiten, die streng genommen eh schon lange überfällig sind. Wie blöd war es doch, immer einige Plätze im Team an VM-Sklaven verschwenden zu müssen, weil man in dem einen Dungeon voller Dunkelheit ist, weil es zur Siegesstraße nur über Surfer und Kaskade geht, oder um einfach überall schnell per Flug hinwarpen zu können. Endlich, nach 20 Jahren, ist das abgeschafft. Die Fähigkeiten an sich gibt es immer noch, aber sie sind unabhängig vom aktuellen Kämpferteam. Auch mehr als dankend angenommen ist, dass nachdem ein neues Pokemon bei einem vollen 6er-Team gefangen wird, das Spiel nachfragt, ob man es nicht vielleicht gleich einwechseln oder lieber für den Rest seines Daseins in der Box versauern lassen will. Was ich mir gut vorstellen könnte, was nicht jedem so gefällt, ist das nun, nachdem man einmalig ein Pokemon umgenietet hat, bei den nächsten Kämpfen seine Schwächen angezeigt werden. Ähnlich wie dem universalen EXP-Share, den X/Y eingeführt hat, und der in Sonne/Mond auch dabei ist, finde ich das ganz gut. Letztendlich ist Pokemon so oder so nicht schwer, und ich persönlich hatte eh immer eine Typen-Affinitäts-Liste nebenher offen, falls ich mir mal unsicher bin. So sagt mir das Spiel halt gleich, was geht und was nicht. Oh, und der neue Pokedex zeigt einem immer an, wo der nächste Story-Trigger ist, gut wenn sich ein NPC mal nicht so klar ausgedrückt hat, man nach viel Pokemon-Nachfangen den Faden verliert, oder nach längerem Nicht-Spielen erneut einsteigen will.

Was ich allerdings dann ab der nächsten Generation gern sehen würde, wäre eine Option des Quick-Loads. Wenn ich meinen letzten Speicherstand erneut laden will, muss ich immer noch das Spiel über den Home-Button pausieren, das Spiel beenden, es über das Home-Menü neu starten, und dann meinen Speicherstand laden. Inklusive deutlicher Verzögerung bei jedem dieser Schritte, die bei 3rd-Party-Spielen nicht auftreten. Das ist natürlich immer so eine Sache mit den legendären Pokemon, gerde mit That One Legendary, welches irgendwie immer dabei ist, welches aus dutzenden Hyperbällen springt, nur um nach dem xten Reset im ersten zu bleiben. Plus einige zusätzliche Resets, wenn man es versehentlich totgeschlagen hat. Da merkt man erst mal, wie lange der Neustart des Spieles wirklich dauert und beginnt sich existentielle Fragen zu stellen. Wie ob das Fangen des Legendaries zum Selbstzweck dies wirklich wert ist? Wie lange man noch zu leben hat, und wie viel man davon im Post-Game verschwenden möchte. Und warum es eben keine schnelle Reload/Retry-Funktion im Spiel gibt.

Auch aufgefallen ist mir, dass die Pokemon in dieser Edition echt eine hohe Diversität an Fähigkeiten lernen. Ich persönlich habe ja gleich der Sache abgesagt, alle 300+ Pokemon fangen zu wollen, weil bin ich denn blöd und noch mal 15, und selbst damals waren es nur 150. Stattdessen habe ich den ganzen alten Gesichtern Lebewohl gesagt und beschlossen nur wirklich neue Pokemon der Edition zu fangen. Und die Alola-Formen alter. Deswegen von 245 gesehenen auch nur 80 gefangen, und da sind einige alte dabei, die man geschenkt bekommt, oder die eine Vorstufe zu einer neuen Alola-Form darstellen. Und den Ash-Quajutsu aus der Demo hatte ich übernommen, stimmt schon. Der Rest meines Siegerteams ist allerdings komplett neu gewesen:

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Na ja, auf jeden Fall war mir eben aufgefallen, dass eigentlich jedes dieser Pokemon gute Moves von 3-4 verschiedenen Typen lernen konnte. Ganz ehrlich gesagt habe ich mal wieder den Großteil des Spieles einfach mit meinem Starter platt gewalzt, selten oder nur bei dessen ebenfalls seltenen Ableben ein anderes eingewechselt. Ich meine mit einem Skill vom Typen Unlicht, Pflanze, Geist und Flug deckt der eh schon gut Schwächen ab, und ist irgendwann eh überlevelt stark gewesen. Wobei die Top 5 schon ein wenig knackiger waren, als ich das erwartet hatte, nach einem sehr einfachen Spiel. Das war auch fast das einzige Mal, wo ich die neuen Z-Moves eingesetzt habe, die sozusagen eh ein OHKO-Button sind, herrlich bescheuerte Auslöse-Verrenkungen beim Hauptcharakter mit sich bringen, und ordentlich auf die FPS gehen.

Die sind allgemein ein Problem im Spiel, noch viel mehr als in X/Y, wobei es interessant wäre, ob die auf einem New 3DS gleich viel besser laufen. Jedenfalls wann immer mehr als zwei Pokemon im Kampf stehen, was gerade durch das neue Hilferuf-System, in dem die Dungeon-Bosse aber auch teilweise wilde Pokemon einen Partner herbeirufen, gar nicht so selten ist, sowie wann immer die Partikeleffekte eines Z-Moves augelöst werden, geht das Spiel mal so was von in die Knie. In einem rundenbasierten RPG sind Kampf-FPS natürlich nebensächlich, aber mich würde nicht wundern, wenn einige der Kämpfe mit 3 Pokemon + 3 Trainern + Z-Move gleichzeitig angezeigt im einstelligen Bereich rumdümpeln würden. Das war schon echt hart.

Mir als jemandem, der nur Neues gefangen hat, ist vor allem auch aufgefallen, dass die Pokemon-Verteilung manchmal etwas merkwürdig ist. Viele Areale scheinen nämlich weiterhin hauptsächlich altbekannte Pokemon in den häufigen Encountern zu haben und die Editions-Neulinge entweder in den raren Begegnungen zu verstecken, oder die immer gleiche Hand voll plus ihre Entwicklungen zu führen. Und mit altbekannte Pokemon meine ich richtig altbekannte Pokemon, so aus den ersten drei Generationen und so. Ich müsste wirklich nicht zum xten Mal ewig in Raupis und Wingulls rennen, durch Zubat-infizierte Höhlen gehen oder hauptsächlich Karpadore an der Angel haben. Die Alola-Formen bekannter Pokemon sind da eine echt niedliche Idee gewesen, genauso das Touristen-Trainer ihre gewohnten Formen dabei haben, doch gab es mir von denen ein bisschen wenige. Gerade wo bei ein paar davon auch nur eine von mehreren Entwicklungen bedient wurden, und warum ausgerechnet das Formen-Aushängeschild Evoli keine Alola-Form hat, will sich mir eh nicht erschließen.

Allgemein hat mir das Design der Inselregion sehr gefallen. Wobei ich ja schon etwas aufstöhnen musste, als auch Nicht-Hawaii plötzlich mit einer ostasiatischen Stadt ankommen musste. Aber ansonsten ist das Tropendesign echt schnieke. Die neuen Pokemon sind zum Großteil niedlich oder cool (mit der großen Ausnahme der Ultra-Bestien). Und das Charakterdesign ist auch sehr Augenfreundlich. Nicht nur, weil die Hälfte der Bevölkerung aus DILFs mit V-Torso in engen Shirts oder Pretty Boys auf dem Weg zu einem zu werden besteht. Nicht nur weil Professor Kukui wie die Stripper-Version eines Professors rumläuft und auch noch mehr Pandering eingebaut wurde, in dem er als Lucha Libre hobbyisiert. Sondern beispielsweise auch das Design der Aether-Foundation, welches doch sehr an Osamu Tezuka und Tatsunoko-Serien erinnert ist echt nett, genauso wie das Homie-Design von Team Skull. Und natürlich gibt es wieder Boutiquen voller Kleidung, um den eigenen Charakter zu pimpen. Wobei leider keine Selfies mehr wie in X/Y gemacht werden können, sondern die Kamera stattdessen zu einem Pokemon Snap ähnlichen Minigame genutzt wird. Nett, aber die Photo-Spots für die Selfies haben mir auch gefallen, und ich hätte eher gedacht, das man die diesmal zu mehr und mit den Team-Pokemon aufgenommenen Fotos erweitert, statt sie komplett zu streichen.

Die Handlung ist auch ganz Ok, nehme ich mal an, zumindest für ein Pokemon. Alles in sehr cineastischen Cutscene präsentiert und definitiv eine der besseren Geschichten der Serie. Ich meine es sollte gleich klar sein, dass die Aether-Foundation der wahre Antagonist sein wird, nicht die trotteligen Team Skull. Genauso wie nicht überraschen sollte, dass die einzigen drei Charaktere mit Porzelan-weißer Haut, grünen Augen, und blonder Mähne in ähnlichem Frisurendesigns miteinander verwandt sind. Aber eine gewisse Komplexität und vor allem Präsenz hat die Fabel für ein Kinderspiel durchaus zu bieten und ist definitiv nicht wirklich langweilig, nur halt vorhersehbar. Was nicht überrascht, weil Pokemon, nicht?

Jedenfalls, um mal langsam zu einem Ende zu kommen, hat mir Pokemon Mond schon sehr viel Laune gemacht, und ich das Ding in Windeseile während meines Urlaubs durchgezockt gehabt. Sogar in das Post Game habe ich einige Stunden geschaut. Darin dann hauptsächlich die beiden Geschenk-Pokemon abgeholt, mich beim Kampfbaum kurz Trainer Blau gestellt (20 Jahre älter sind auch die Original-Editions-Trainer ziemlich er-DILF-t), dann aber dort eigentlich nichts mehr gemacht. Die 4 Inselgötter hab ich noch gefangen und sogar das Quest mit den Ultra-Bestien begonnen, aber als ich die zweite davon doch gleich vier Mal fangen sollte, war die Luft irgendwie auch schon wieder raus. Aber nach etwas über 30 Stunden lässt sich da auch nicht meckern, ich hatte meinen Spaß und war gut vom Main Game gefesselt worden.

30 Years Later: Metroid

ava-2108Mensch da hat Nintendo doch neben 30 Jahre Zelda und 20 Jahre Pokemon dieses Jahr auch noch 30 Jahre Metroid zu feiern, da genau wie das erste Legend of Zelda 1986 auf dem Famicom Disk System aufgeschlagen. Metroid hat mich ja als Kind nie so interessiert, als Erwachsener auch nur partiell und ich war immer etwas von meinen nicht existenten Action-Reflexen abgeschreckt. Aber hey, wenn die Mutter der Alien-Kopfgeldjäger schon offiziell ins MILF-Alter kommt, da nehmen wir sie uns doch mal ran. Aber dann doch in später gelifteter Form als Metroid: Zero Mission für GBA, statt wirklich ganz im nostalgischen 80er-Look mit zugehöriger Schwierigkeit.

Meine Ersterfahrung mit Metroid also in deren Nullmission. Ach Quatsch, in Samus Nullmission, die Reihe benennt sich ja nach den paar Quallenaliens, die auf drei Screens des gesamten Spieles zu finden sind, nicht nach dem Hauptcharakter. Jetzt hab ich den gleichen Fehler begangen, wie jene, die meinen die blonde Elfin in der grünen Tunika in The Legend of Zelda sei Zelda. Aber immerhin, wir bleiben bei den femininen Action-Helden, da Samus Aran ja auch ein blondes Mädel unter dem Kopfgeldjäger-Anzug ist.

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Zeigt einem Zero Mission auch. Ok, das Original von 1986 hat einem auch gezeigt, dass Samus eine Frau ist, zumindest wenn man schnell genug durch das Spiel kam, damit sie am Ende ihren Helm oder gar ganzen Kampfanzug auszog. Die gibt es in Zero Mission natürlich weiterhin, abhängig von Zeit und wie viele der Items man gefunden hat, gibt es Samus in verschiedenen Posen und Zuständen der Leichtbekleidung. Oder ziemlich cool komplett im Suit, so wie ich als Spieler vom Easy-Mode einzig sehen konnte. Aber Zero Mission fügt eben nicht einfach nur das Original in hübsche neue Grafik und gibt ein paar weitere Endings drauf, nein Metroud: Zero Mission expandiert auch besagte Mission. Sobald die Schurkin aus Captain N, Mother Brain, vernichtet ist, wird Samus auf ihrem normalerweise das Ende einläutenden Rückflug abgeschossen und hat plötzlich eine Stealth Mission durch das Schiff der Space-Piraten nur im hautengen Zero Suit und wehendem Pferdeschwanz vor sich. Würde mich mal interessieren, was Spieler, die auch das Original kennen, bevorzugen. Mir persönlich war dann beim Endspurt auch langsam die Luft raus, nach Erhalt der Superbomben bin ich zumindest nicht in die alten Gebiete zurück, um weitere Secrets zu suchen, sondern direkt zum Finalboss gegangen.

Ansonsten ist mir das Spielprinzip natürlich durch die eigentlich von Metroid erst inspirierten, aber von mir persönlich in anderer Reihenfolge gespielten, Metroidvanias bekannt. Und damit meine ich jetzt die Castlevanias mit der Struktur von Metroid, nicht wie mittlerweile geläufig das Ding als eigenständiges Genre. Ich mein dafür hatten wir doch eigentlich den Begriff Metroidvania, oder, damit gleich erkennbar ist, dass es sich um ein Caslte_vania_ im Stil von Metroid handelt, alles andere mit der Struktur von Metroid hat ja mit Castle_vania_ nicht viel zu tun. Egal, Korinthen müssen wir ja nicht kacken.

Das Leveln fehlt, aber dafür habe ich ja den Easy Mode gewählt, um nicht irgendwo hängen zu bleiben. Der Rest der Struktur ist wie gewohnt, man läuft das Labyrinth an Höhlen und Stationstunneln entlang, bis man in eine Sackgasse gerät und sich einen neuen Weg suchen muss, um später hier mit einem neuen Item weiter zu kommen. Zero Mission wirkte dabei für mich etwas besser designt als die Castlevanias, es war einfacher herauszufinden wo es weiter geht, als in so manchen davon. Dafür sind die verschiedenen Upgrades teils echt hart und unintuitiv zu finden. Also nicht sie zuerst zu bekommen, die Chzo-Statuen sind schon sehr offensichtlich, aber die Kapazitäts-Upgrades sind halt so eine Sache, da man im Prinzip teils an jeder Wand alles ausprobieren kann, vielleicht öffnet es ja eine Nische zu einem.

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Gefallen hat mir das Spiel insgesamt schon, abgesehen vom Kampf gegen Mother Brain, der mehr nervt als echt schwer war (ernsthaft, wie viele Sachen schießen in dem verdammten Raum gleichzeitig auf einen?) und ein paar echt haarige Shinespark-Momente abgesehen, gab es wenig zu fluchen oder nicht zu mögen. Besonders gefallen hat mir halt auch, dass jeder Bereich im Spiel ein anderes Design hat und durchaus einige hübsche Details bereithält. Der Look der Standbild-Cutins war jetzt nicht immer so meins, hat mir etwas zu sehr von einem spanischen Comic-Look, und plakativ als Hintergründe in Bossräumen sehen sie auch stilistisch falsch zum Pixelart aus, aber wirklich schlecht sind die auch nicht. Die Musik war auch hier und dort etwas komisch, oder besser gesagt in dem einen Areal etwas tonal merkwürdig zum Setting, weil es mich viel zu sehr an Pokemon erinnert hat. Ich würde sogar sagen, dass mir Castlevania weiterhin etwas besser gefällt, auch wenn die sich vom Spielprinzip und der Struktur her nicht viel tun, einfach weil ich das Goth-Horror-Setting gegenüber dem SciFi-Space präferiere.

Zero Mission schaltet einem dann ja auch als Bonus das Original frei, und ich habe kurz reingespielt. Und schnell wieder aufgehört. Ist natürlich eine ganze Ecke schwerer, wie zu erwarten war. Aber eben so direkt nach dem Remake zu spielen versucht, ist mit der steifen Bewegung und dem extrem luftigen Sprung von Alt-Samus mehr als schwer zurecht zu kommen.

Pokemon TCG

ava-2105Kurz vor dem Neujahr noch schnell einen letzten Beitrag zu Pokemon in dessen Geburtstagsjahr rausgehauen. Und zwar zum Pokemon Trading Card Game. TCGs hatten ja um die Jahrtausendwende einen neuen Boom, so dass so ziemlich alles, was auch nur den Hauch von Geldverdienst versprach, zu dessen Merchandising auch eine Karten-Verwurstung bekam. Und das teilweise nicht nur in physikalischer Sammel-Alle-Form, sondern durchaus auch als versofteter Spiele-Form. Monster Rancher, Yu-Gi-Oh, Suikoden, SMT: Devil Children, Kindgom Hearts, Grandia u.v.m. Darunter schafften es auch die Pokemon-Sammelkarten zwei Mal auf ein GBC-Modul und einmalig auf dem DS, wobei allerdings nur die erste Version auch außerhalb Japans erschien.

Das erste Spiel geht dann weitestgehend einer ähnlichen Struktur nach, wie auch die Haupteditionen. Zumindest wenn man dort die eigentliche Reise durch die Region mit einer Übersichtskarte ersetzen würde, auf der man die Arenen einfach nur anklickt, um direkt dorthin zu gehen. Und halt mit Karten kämpft, statt arme Wildtiere in Bälle zu sperren und dann aufeinander zu hetzen.

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Aber ansonsten… joa, ein Professor gibt einem das erste Deck, bei dem man sich zwischen Feuer, Wasser und Pflanze aussuchen kann, und dann werden 8 Arenaleiter besiegt, anschließend die 4 Champions und der ebenfalls just an ihnen vorbei gezogene Rivale, der auch davor schon immer mal wieder dazwischen gesprungen ist. Am Ende gibt es dann halt keinen Eintrag in die Siegeshalle, sondern vier legendäre Pokemon-Karten. Die drei legendären Vögel der Generation Eins… und Dragoran, hm. Kein Mewtwo oder Mew? Ok, auch gut.

Es kann natürlich beliebig oft gegen die Arenaleiter und die ein bis vier anderen in der Arena rumstehenden Trainer gekämpft werden, um weitere Decks zu gewinnen, aus dem man dann früher oder später das eigene Superdeck zusammenstellt. Dennoch ist die Spielzeit selbstredend relativ übersichtlich, wenn nicht wirklich jede einzelne mögliche Karte gesammelt werden soll.

Was die Kartenkämpfe angeht ist das Ding recht simpel gestaltet, zumindest für mich der noch Magic the Gathering kennt, aber Pokemon richtet sich natürlich auch an eine wesentlich jüngere Zielgruppe. Ein Deck besteht aus 60 Karten, darunter Pokemon der verschiedenen Typen, die dazugehörige Energie, und dann noch sogenannte Trainer-Karten, unter die allerdings alles fällt, was sozusagen Extra-Sachen offeriert. Ein Pokemon zu aktivieren kostet keine Energie, und es ist immer nur eines das aktive Kämpferpokemon, die restlichen, soweit man welche auf der Hand gezogen hat, kommen auf die Auswechselbank, von der sie nach dem Tod des aktiven Kämpfers nachrücken. Energie-Karten werden direkt an die einzelnen Pokemon geklatscht, um die entsprechenden Skills von ihnen auch auslösen zu können. Ein Münzwurf ist eventuell notwendig, um so Dinge wie eine Paralyse- oder Schlaf-Nebenwirkung zu aktivieren. So weit so einfach. Ansonsten gibt es wie gesagt noch die Trainer-Karten, die alles beinhalten vom neuen Mischen der Karten, dem Gegner Energie von einem Pokemon abzuziehen, oder schlichtweg zu heilen oder den Angriff in der nächsten Runde zu boosten.

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Gewinnbedingungen gibt es dabei zwei. Die erste wäre, dass eine der beiden Seiten nach dem Ausscheiden des aktiven Kämpferpokemons keine Nachzieher auf der Bank sitzen hat. Ansonsten werden am Anfang des Kampfes, je nachdem gegen wen angetreten wird, zwei bis sechs Gewinnkarten aus dem Stapel gezogen. Wann immer das aktive Pokemon des Gegners besiegt ist, zieht man davon eine, sozusagen als Extra-Zug diese Runde. Wer jedoch alle Gewinnkarten bereits eingesackt hat, hat ebenfalls gewonnen, egal ob noch Pokemon von der Bank des Gegners nachrücken könnten.

Insgesamt ist das Spiel ganz Pokemon nicht allzu schwer, wobei natürlich viel zum einen davon abhängig ist, wie man sein Deck zusammenstellt, aber schlichtweg auch eine gute Portion Glück involviert bleibt, wenn es um das Ziehen der Karten geht. Mal hat man sie fast perfekt so, wie sie gebraucht werden, dann eher wieder nicht. Mal hat der Gegner direkt seine Mörder-Karte auf der Hand, dann zieht er wieder nur zwei Luschen und man gewinnt innerhalb weniger Runden, weil er sonst nix mehr auf der Bank sitzen hat.

Nuzlocking Pokemon FireRed! Episode 5: Final Confrontations

ava-2090Letztendlich wurden die besten fünf Trainer mit folgendem Team angegangen: Coverart das harte Glurak, Splash das scheue Garados, Bud das scheue Giflor, Newzea das zarte Dodri, Beholder das ruhige Magneton, und Digdri der naive Penis… äh andersrum. Irgendwie von den Wesensarten her ein nicht sonderlich imposant klingendes Team, von Headliner Glurak natürlich abgesehen.

Das komödiantische Potential von meinem Digdri ist übrigens unglaublich. Egal ob nun „Los! Penis!“ oder beim Einsetzen von Schaufler „Penis gräbt sich ein“ oder bei einem gegnerischen Gesichte „[Gegner] erkennt Penis“… da bleiben bei keinem 12-Jährigen die Augen trocken sag ich euch :P

Lorelei mit ihren Eis- und Wasserpokemon macht den Anfang. Also hole ich Beholder raus, der mit Donnerschocks und Funkensprüngen ihre ersten drei Pokemon umnietet, allerdings durch einen Surfer von Lahmus auch auf etwas unter halbe HP geworfen wird. Also für Lapras lieber Bud eingewechselt. Zwei Blättertänze erledigen es, sein Eisstrahl hat allerdings auch Bud sehr gut zugesetzt. Also hole ich für Rosanna Coverart mit seinem Flammenwuf raus. Und damit war Lorelei besiegt.

Zweite Runde ist Bruno mit seinen Kampf- und Gesteinpokemon. Sein Onix macht den Anfang, und durch Blättertanz war es das mit der Steinschlange auch schon. Newzea setzt Bohrschnabel gegen die folgenden drei Kampfpokemon ein, von denen zwei sofort dahin sind, während Machomei noch mal eine Runde an Protzer verschwenden darf und ein mal geheiltrankt wird, bevor es auch um ihn nicht besser steht. Zum Abschluss wie zum Anfang ein Onix, das zu einem Blättertanz fällt, und damit ist auch Bruno erledigt.

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Ok, damit geht es in die zweite Hälfte der 4er-Elite, die nun mit den etwas cheatigeren Typen rausrücken, im Falle von Agatha sind das neben Gift- eben die Geistpokemon. Doch immerhin kann Splash ja mit Biss einen Unlicht-Move, den er auch bei Gengar ordentlich einsetzt, da es allerdings nicht der stärkste ist, dennoch ein paar Runden benötigt, nicht geholfen durch den Trank von Agathe und eine Vergiftung durch Gengar. Gegen Golbat benutze ich Beholder und rechnen mit einem schnellen Sieg. Erste Runde verwirrt, verletzt sich selbst. Dann Biss und Beholder schreckt zurück, dies wiederholt sich fünf oder sechs Runden lang, bis der erste Funkensprung endlich mal durch kommt… und Golbat immer noch mit ein paar HP da steht, Beholder mittlerweile selbst im gelben Bereich ist. Also Top-Genesung geworfen… und prompt wieder verwirrt worden, wodurch der Gnadenstoß weitere vier Runden brauchte, und Beholder erneut im gelben Bereich war, bis Golbat endlich ins Nirwana einging. Alpollo wird von Splash gebissen und wirft dann durch Fluch selbst das Tuch. Für Arbok lasse ich endlich mal meinen Penis raus, zwei Erdbeben und eine Lehmschelle bedeuten trotz Top-Genesung von Agathe meinen Sieg. Immerhin hat sie damit keine Heilung mehr für ihr finales Gengar, das dadurch recht schnell in drei Bissen zerstört ist.

Den Abschluss macht Siegfried mit Drachen und Fake-Drachen. Beginnend wäre da Garados, welcher wie ein Drache aussieht, aber Wasser/Flug ist, was ihm eine doppelte Typenschwäche gegenüber unserem Elektro-Beholder verpasst. Er durfte zwar vor dem ersten und finalen Funkensprung, aber sagen wir mal Biss gegen ein Stahlkugel einzusetzen ist jetzt nicht so effektiv. Mit Dragonir kommt der erste Drache ins Rennen, die ironischerweise gegen ihre eigenen Drachenattacken schwach sind, was mein Splash mit Windhose abdeckt. Ist zwar nicht so High-Damage, dadurch hat es ein paar Runden gedauert, aber der Gegner hat auch nichts getan, um an Splashs HP zu kratzen. Aerodactyl ist wieder kein Drache sondern Gestein/Flug, wodurch es keine Doppelschwäche wie Garados hat, aber dafür die Gesteinimunität gegen Elektro durch den Flug-Typen aufgehoben wird, sowie selbst für Gestein anfällig werden lässt. Funkensprung to Victory, da Beholder die Antik-Kraft-Attacke recht unbeeindruckt lässt. Nächstes Dragonir bedeutet wieder zwei Windhosen und fertig. Aber jetzt der echte Knackpunkt seines Dragoran. Zwei Windhosen, sind zwar effektiv, tun ihm aber gar nicht viel. Ein Hyperstrahl ist da schon besser, und ich Idiot vergesse natürlich, dass sich Splash danach eine Runde erholen muss. Hätte Dragoran da angegriffen, wäre es um ihn geschehen gewesen, hat sich aber glücklicherweise verwirrt selbst verletzt. Schnell einen Top-Trank genutzt und zwei weitere Hyperstrahlen nach Siegfrieds Top-Genesung geworfen, und die Top 4 sind besiegt. Yay do.ob

Bleibt aber noch Rivale Grün, der mit seinem Tauboss startet. So einen hätte ich auch haben können ._. Nervt ganz schön mit seinen Sandwirbeln, Funkensprung bringt ihn fast um, und schon wechselt er zu seinem Rizeros aus. Wusste gar nicht mehr, dass er das einfach so mitten im Kampf darf xD Bud rausgeholt, Erdbeben bringt ihn auf weniger als halbe HP, ganz riskant mach ich dennoch die nächste Runde Blättertanz und netterweise ist es auch ein OHKO. Erdbeben kann mein Penis allerdings genausogut, und haut damit Simsala sofort um. Zeit für sein Turtok, dem ich mit einem Blättertanz komme, woraufhin er sofort gegen Arkani auswechselt, und da Blättertanz leider eine Commitment-Attacke ist, die automatisch über mehrere Runden geht, wirft sein Flammewurf mein Bud unter die Radieschen >_< Rache dein Name ist Splash, drei Surfer später war es trotz Top-Genesung rum mit seinem Arkani. Zurück zu Tauboss (nun top-genesen) vs Beholder. Funkensprung paralysiert sogar! Eine dritte Top-Genesung kann zwei Donnerschocks aber auch nicht auscanceln. Zurück zu Turtok. Hehe, Funkensprung erneut, doch dummerweise darf Turtok zuerst und Hydropumpe ist gar nicht mal so schlecht gegen Beholder. Aber dafür hab ich ja selbst Top-Tränke im Gepäck. Grün übrigens auch noch eine vierte Top-Genesung. Regentanz, Funkensprung, verfehlende Hydrpumpe, und der KO-Funkensprung sitzt. Kommt zum Schluss nur noch sein Kokowei, und ich natürlich mit meinem Starter Coverart, der bisher noch gar nicht viel machen musste, weil ich ihn eher als Notfallbutton aufgehoben hatte. Dadurch, dass es noch regnetet, mussten sogar zwei Flammenwürfe herhalten, um mir den finalen Sieg und damit den Titel des Champions einzubringen.

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Irgendwie ist die letzte Ansprache von Eich gegenüber Grün, dass er enttäuscht ist, und der Rivale wegen fehlender Liebe zu seinen Pokemon nie Sieger sein wird, schon etwas seltsam. Der Kerl hat es immerhin bis zur Champion-Position geschafft, auch wenn ich sie ihm nach fünf Minuten Ruhm abgeluchst habe. Das ist schon ganz schön was zu erreichen, statt eine totale Enttäuschung zu sein. Eich ist ein ganz schönes Arschloch, kein Wunder das Rivale Grün so ist, liegt ihm in den Genen.

Und das war das Nuzlocke-Abenteuer durch Pokemon Feuerrot. Natürlich gibt es noch das Post-Game, wo weitere Nummern-Insel und ein Remacht gegen stärkere Top 4 auf uns warten würden, jedoch kann ich das so schnell gar nicht machen, denn nur wenn Eich einem den Nationaldex gibt, ist dies erreichbar, und dafür müssen mindestens 60 Pokemon gefangen sein. Ich bin immer noch bei 50, hätte zwar gerade genug in der Box, die mich per Entwicklung auf die nötige Zahl bringen, aber eh, so richtig Bock hab ich dazu nicht mehr. Dennoch war Nuzlocke Feuerrot ziemlich launig, nicht ganz so sehr wie Silber, aber definitiv mehr als Smaragd. Manchmal merkt man halt doch, gerade zu Beginn, dass es hier teilweise viel die gleichen Pokemon auf den Routen gibt. Generation 1 würde ich glaub ich nicht ohne Dupletten-Klausel spielen wollen, um nicht mit einem Team rein aus Taubsis, Rattfratzen und Zubats zu enden.

Nuzlocking erinnert mich ja immer etwas an Four-Job-Fiesta-ing Final Fantasy V. So wie dort Welt 1 am launigsten ist, weil man noch gespannt auf den nächsten zugeteilten Job sein kann, und sein Team unter den Vorlagen funktionstüchtig machen muss, so macht an einer Pokemon Nuzlocke am meisten Spaß zu sehen, welches Vieh man als nächstes bekommt. Hat man ein eingespieltes Team, verliert die Sache ein wenig an Reiz, und verliert man mehrere auf einmal, kann der Nachgrind von Altlasten ermüden. Bei beiden Challenges hab ich irgendwann den Punkt, wo ich fast lieber das aktuelle Spiel aufgeben und von vorn beginnen/eine andere Edition beginnen wollen würde xD

Nuzlocking Pokemon FireRed! Episode 4: Island Adventures and the Legendary Birds

ava-2088Auf zur nächsten Stadt, die erneut über zwei Routen erreichbar ist, diesmal beide fürs Surfen geeignet. Was natürlich bedeutet, dass wir auf Route 19 erst mal nicht surfen, sondern Angeln, um Horsy das Seeper einzusacken. Auf Route 21 besuchen wir den kleinen Grasbereich für Noodles das Tangela. Denn von Route 19 aus nach Süden auf Route 20 gesurft treffen wir schon noch auf das obligatorische Tentacha Oldone, welches fast exklusiv auf allen drei Wasserwegen anzutreffen ist, und so hab ich einen weiteren Pflanzen- wie Wasser-Ersatz. Doch dazwischen liegen immerhin auch noch die Seeschauminseln, wo wir Bong das Enton fangen. Hmm, Psycho-Ersatz? Oder doch nicht riskieren, denn Erfahrungswerte zeigen, dass meine Psycho-Viecher nicht lang leben >.>;

Die Ernährung ist natürlich auf dem Weg wieder sehr einseitig, bietet nämlich alle existenten Wasserpokemon hoch und runter und dann wieder von vorn, was aber immerhin bedeutet, dass mal nicht Coverart allein hier aufräumt, sondern sich Bud das Giflor leveln kann, bis es sogar mit Blättertanz endlich mal eine anständige Pflanzen-Attacke lernt! Wen es interessiert: Arktos war super einfach, weil das Vieh nach Agilität nichts mehr außer Weißnebel eingesetzt hat. Einer von drei legendären Vögeln down. Wer natürlich erst mal auf den Geschmack gekommen ist, einen Gott umzubringen, dem lechzt es nach mehr, also machen wir anschließend gleich noch einen Abstecher in das Kraftwerk, um dort Zapdos eine Lektion zu erteilen. Zudem fangen wir Beholder das Magnetilo. Zapdos konnte übrigens auch nicht viel machen, hat im Prinzip nur Coverart mal schnell paralysiert, der ihn mit dem ersten Flammenwurf nicht nur etwas über die Hälfte der HP abzog, sondern auch angefackelt hat :D

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So, nach einem Wasser- und einem Elektro-Dungeon machen wir doch das Trio voll mit einem Feuer-Dungeon, wenn auch eines ohne legendären Elementarvogel, in dem wir nämlich zu unserer eigentlichen Ziellokalität der Zinnoberinsel fliegen. Ein echtes Feuer-Dungeon ist die alte Villa dort ja nicht, aber weil in den Originalen so viele Feuerpokemon hier anzutreffen waren, ist das für mich gedanklich immer so ein wenig eines, auch wenn hier auch Giftpokemon rumrennen, im Remake sogar noch wesentlich mehr als früher, wenn ich mich nicht falsch erinnere. Die Zinnoberinsel ist aber auch wo wir uns ein weiteres Pokemon „schenken“ lassen können, nämlich in Form der beiden Fossile, die wiederbelebt werden, bzw. in der Nuzlocke natürlich nur eines davon, und schon haust Ripley das Aerodactyl in der Box. Wasser-Typen habe ich mehr als Flug-Typen, und vielleicht benutze ich die geschenkten Gäule evtl. eh nicht. Glück ist mir hold, und ich renne im Pokemon-Haus doch als erstes tatsächlich Rower dem Fukano über den Weg. Sollte Coverart je sterben, was nicht zu hoffen ist, mir aber in den beiden andren Nuzlocken jeweils mit meinem Starter dennoch geschah, habe ich nun auch einen Feuer-Ersatz.

Die Arena hier, alles basierend auf dem reinen Feuertypus ohne wirkliche Tricks, ist ziemlich schnell mit einem Garados, das Surf beherrscht, ausgeschwemmt. Anschließend gibt es eine große Änderung in dem Remake zu bestaunen. Das Endgame kam mir im Original ja immer etwas überstürzt vor, es geht von Arena 7 direkt zu Arena 8 direkt zu den Top 4, und das dritte Vogelpokemon wird einfach auf die Siegesstraße geworfen, statt wie die zwei Vorgänger ein optionales Dungeon zu haben. Feuerrot/Blattgrün ändert das, denn nach dieser Arena dürfen wir mit Bill auf eine Inselkette reisen, um doch noch eine Station mehr zu bieten, gleichzeitig ist ein Großteil der Inselkette auch fürs neue Post-Game reserviert. Ähnlich wie bei Kanto in Pokemon Silber lasse ich die hiesigen Gebiete mal außen vor, was das Fangen neuer Pokemon angeht.

Hauptattraktion ist hier erst Mal der Vulkan von Insel 1, denn hierhin verfrachtet hat man im Remake den letzten legendären Vogel Lavados, der aber mit zwei Surfern auch schon ganz unlegendär vernichtet ist. Auf Insel 2 ist nicht viel los, das jeweilige Starter kann jedoch eine dieser besonders starken Superattacken lernen, die schlechte Trefferquote und wenige Charges mit sich bringen. Insel 3 befreien wir von einer Biker-Gang und gehen durch ein schnelles Wald-Dungeon… und damit ist das Inselabenteuer vorerst beendet und wir dürfen nach Festland-Kano zurück.

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Wo wir dann doch zur letzten Arena dürfen, in dem sich Giovanni zum dritten und letzten Kampf als Leiter stellt, der erneut mit ein wenig Surfen und ein wenig Flammenwerfen schnell besiegt ist. Mit allen 8 Arena-Orden im Gepäck geht es also schnurrstracks in Richtung Top 4, wobei vorher noch ein vorletzter Kampf gegen den Rivalen ansteht, am Schauplatz des ehemals zweiten gegen ihn. Mein infernalisches Trio an Coverart-Glurak-Flammenwurf, Splash-Garados-Surfer und Bud-Giflor-Blättertanz erledigt allerdings sein sechsköpfiges Team ohne große Probleme.

Und dann noch die letzten beiden Pokemonfänge des Spieles: Tutu das Goldini auf Route 23 und Stoner das Kleinstein auf der Siegesstraße. Auf der steht natürlich auch etwas leveln für die Top 4 an. In der ersten Generation und ihren Remakes ja noch etwas umständlich, da es den EXP-Teiler nur für 50 gefangene Pokemon gibt, was bei einer Nuzlocke nicht unbedingt gegeben sein muss. Ich jedoch war schon bei 48 und habe Beholder zum Magneton und Penis zum Digdri entwickelt, und schon durfte ich ihn mir holen. Während des Grinds bin ich sogar auf ein Shiny Machollo getroffen, auch wenn ich persönlich dem Shiny-Hype nicht unterliege und Machollo auch ein hässliches Farbschema abbekommt, so war es natürlich schon besonders.