Academy Weekend: Into the Spider-Verse

Wenig überraschend kommen wir auch dieses Jahr bei einem der Oscar-Gewinner zu der Kategorie Animationsfilm. Den hat im letzten Jahr Spider-Man: Into the Spider-Verse abgeräumt. Was durchaus nicht einfach war, lief doch sowohl ein Pixar- wie ein Disney-Film in Konkurrenz, an welche die Trophäe häufig scheinbar schon rein pro forma geht. Wir ignorieren mal, dass theoretisch alle drei Filme eigentlich Disney sind, da zu denen sowohl Pixar wie Marvel gehört. Immerhin verdiente an Spider-Verse auch noch Sony mit, da die ja die Filmrechte am Superhelden halten.

Comics sind ein altes Medium, und Spider-Man ist ein alter Superheld. Das bedeutet natürlich, dass es dutzende an Geschichten gibt. Wann immer der alte Ballast zu viel wird oder man eine neue Kundschaft ansprechen will, gibt es halt einen Reboot oder ein Spinoff, welches die Sache modern neu von vorn erzählt. Der tituläre Superheld mag mal Nazis kloppen, mal schwarz oder weiblich sein, mal einen Packt mit dem Teufel eingehen. Theoretisch ist alles möglich. Selbst die Filmfranchise ist damit geschlagen, haben wir in den letzten 20 Jahren doch rein auf die Live-Action-Franchise bezogen drei verschiedene Spinnenmänner zu sehen bekommen. Spider-Verse nutzt dies geschickt für seine Storyline: Was wäre nämlich, wenn all diese Spider-Menschen in parallelen Universen existieren?

Was aber nicht bedeutet, dass es nicht auch so schon zwei Spider-Men in einer Welt geben könnte. Dies nämlich hier im Film. Peter Parker ist Spider-Man, er rettet die Stadt nun schon seit 10 Jahren, macht es immer noch gern und mit einem flotten Spruch auf den Lippen. Aber als hübscher, blonder Kerl, der mit seiner Mary Jane verheiratet ist, könnte es ihm auch nicht besser gehen.

Miles lebt auch in New York und hat aktuell das Problem, dass er die Schule wechseln muss. Von einer öffentlichen zu einer privaten, weil sein Genie dort besser gefördert werden kann. Dadurch wird er seine Freunde weniger häufig sehen, und außerdem wirkt die Eliteschule zunächst elitär und kalt auf ihn. Zuflucht sucht er beispielsweise bei seinem coolen Onkel, mit dem er seiner künstlerischen Graffiti-Ader freien Lauf lassen kann, ganz im Gegensatz zum Polizisten-Vater. Währenddessen beißt ihn aber auch eine radioaktive Spinne. Miles macht nun die üblichen Spider-Man-Erwachens-Probleme mit, weil die neu entwickelnden Kräfte zunächst unkontrollierbar sind.

Hilfe erhofft er sich vom Parker-Spider-Man, immerhin lebt der bereits eine Dekade mit den Kräften. Bei der Suche nach ihm platzt Miles allerdings mitten in einen Kampf Spider-Man gegen Handlanger des Kingpin, der mit einer Maschine seine tote Familie aus einem Paralleluniversum ziehen will. Der Plan kann zunächst vereitelt werden, doch Spider-Man stirbt an seinen Verletzungen. Durch den Kontakt mit der Maschine sind allerdings bereits ganz andere Spider-Men, -Women und –Pigs auf dem Weg.

Einen etablierten Charakter umzubringen ist in Comics und der Animationsfilm-Peripherie solcher Superhelden-Franchises nicht unbedingt neu. Es sind nur die Live-Action-Filme, die immer die möglichst sicherste Route fahren und dies wegen ihrer wiedereinzuspielenden Budget eventuell auch einfach so tun müssen. Ganz so lang hält sich Spider-Verse am Tod von Peter Parker eh nicht auf. Immerhin ist der so gesehen kein etablierter Charakter, zumindest in dieser hiesigen Version sehen wir ihn ja zum ersten Mal.

Direkt darauf trifft Miles nämlich auf Peter B. Parker, einen der Parallel-Spider-Men, und zwar einer, der im Prinzip die gescheiterte Version des hiesigen Peter Parkers ist, älter, einsam, und allgemein nicht mehr ganz auf der Höhe. Der wird letztendlich unfreiwillig zu Miles Mentor und zusammen mit Spider-Gwen eine der drei Hauptfiguren des Filmes. Es gibt noch einen coolen Noire Spider-Man, ein Anime-Girl mit Spider-Mech und ein WB-Cartooniges Spider-Pig (Simpsons-Referenz!), aber die sind eher blass und mehr als Gag dazu, wie anders und schräg die Spider-Wesen werden können.

Außerdem bringen sie wesentlich mehr optische Abwechslung, ein Punkt, in dem Into the Spider-Verse sowieso sehr gut ist. Das Schöne an Animation ist ja, dass viel mehr dargestellt werden kann als mit Live Action. Dinge, die sonst unmöglich oder unglaublich kostspielig wären natürlich. Aber auch einfach, weil Animation von Natur aus nicht realistisch ist, und das Publikum somit auch mehr Suspension of Disbelief mitbringt. Peter Porker und Peni Parker kommen in einem anderen Zeichenstil daher und sind anders animiert, um die Influenz von WB-Cartoons respektive Anime widerzuspiegeln. Der Film stilisiert immer wieder mit einem Comicbuch-Look, wenn der Bildschirm wie Comic-Panels designt wird, Gedankengänge in Denkblasen eingeblendet werden, wenn der Spidersense mit Wellenlinien visualisiert wird und allgemein alles sehr bunt und farbenfroh gestaltet ist. Die Animation ist mal weniger flüssig und abgehackter, um coole Posen einzufangen oder zu zeigen, dass Miles seine Kräfte noch nicht kontrollieren kann. Spider-Verse schöpft, besonders für eine amerikanische Produktion, enorm viel visuelle Kreativität des Animationsmediums aus.

Und ganz allgemein ist es einfach ein sehr spritziger und weitestgehend leichtherziger Film. Die Charaktere sind spaßig, agieren gut miteinander, es gibt reichlich Sprücheklopferei und einfach eine allgemeine Atmosphäre von Schwung und Leichtigkeit. Das macht den Film insgesamt zu einem super kurzweiligen und unterhaltsamen Genuss.

Academy Weekend: BlacKkKlansman

Blackkklansman ist ein Film von Spike Lee, basierend auf dem Buch, welches eine reale Begebenheit nacherzählt. Der Film war für sechs Oscars nominiert, mit Best Picture und Best Director sogar zwei der großen, bekam dann aber nur den kleinen Best Adapted Screenplay zugesprochen. Spike Lee mag ein bekannter Regisseur Hollywoods sein, der sich vor allem durch Filme mit sozialem Kommentar auszeichnet, doch ich hatte hiervor tatsächlich noch nicht einen davon gesehen.

Es sind die 70er-Jahre. Die Civil Right Movements, in denen sich Schwarze gleiche Rechte erkämpften, sind also noch nicht lange her. Ron Stallworth glaubt daran, dass eine neue Ära angebrochen ist. Der Sohn eines Militärs bewirbt sich als erster schwarzer Cop bei der Colorado Springs Polizei. Und wird dort auch genommen. Wo er prompt als Undercover-Polizist bei einem Meeting einer Veranstaltung einer Civil-Rights-Bewegung eingesetzt wird, weil man Verbindungen zu den Black Panthern vermutet. Ron hält die Studenten allerdings für ungefährlich und mogelt sich telefonisch stattdessen beim Ku-Klux-Klan unter. Wo er natürlich kaum physisch auftauchen kann, was sein jüdischer Kollege übernehmen muss.

Amerika und auch die Academy mögen ganz besonders eine Art von Film über Rassismus. Nämlich jene über isolierte Fälle. Die bestätigen das Rassismus natürlich mal eine schlimme Sache war, aber eigentlich rum ist. Natürlich nicht zwangsläufig komplett, Rassisten wird es immer geben, aber man ist ja über Sklaverei und Segregation hinweg und eigentlich damit systematischer Rassismus kein Teil des Landes mehr. Einzelfälle sind differenzierter zu betrachten und die individuellen Hintergründe zu bleuchten und können gelöst werden. Wenn bei den Oscars 2019 endlich vermehrt Schwarze nominiert werden, zeigt das doch, wie weit wir gekommen sind. Wenn prompt in sozialen Netzwerken das Echo erfolgt, dass dies doch irgendwie merkwürdig und bestimmt eine forcierte Minderheitenquote ist, dann ist das niemals nicht echter Rassismus, sondern nur das legitime Hinterfragen von Fakten.

Tatsächlich scheint Blackkklansman zunächst genau so einen Film zu liefern. Immerhin spielt er Jahrzehnte vom Hier und Jetzt entfernt, wo man zugeben können darf, dass damals Rassismus vielleicht noch ein größeres Problem war. Und natürlich sind die KKK extreme Einzelfälle einer ansonsten sicherlich akzeptierenden Gesellschaft. Immerhin gibt es auch im Police Department scheinbar nur einen rassistischen Kollegen, während alle anderen Ron ganz normal behandeln und teilweise gute Freunde sind. Ron als der gute Schwarze, der an Recht und Gesetz glaubt und die Polizei von innen verbessern will, statt offene Rebellion gutzuheißen. Die Leute beim Klan werden geschickt ausgetrickst, mit ihren dummen Vorurteilen gespielt, schaden sich am Ende in ihrer eigenen Dummheit selbst. Und auch der rassistische Kollege wird überführt. Ende gut, alles gut.

Doch damit endet Blackkklansman nicht. Der aktuelle Fall mag abgeschlossen sein, zu einem guten Ende geführt haben, alle zufrieden und glücklich. Doch eine weitere Investigation in den Klan wird untersagt, die Unterlagen gehören vernichtet, da hat eindeutig jemand im Hintergrund an den Fäden gezogen. Vorm Haus von Ron und seiner Freundin wird ein brennendes Kreuz aufgestellt. Rassismus verpufft eben nicht einfach in der Luft, weil ein paar Einzelpersonen überführt sind. Schon gar nicht in einem Land, in dem es so lange inhärent war. Nicht umsonst startet der Film mit einem Ausschnitt aus Vom Winde verweht (13 Oscar-Nominierungen, davon 8 Gewinne), einem der absoluten beliebten Filmklassiker, welcher den Kampf der Südstaaten für die Sklaverei romantisiert. Und nach dem Abschluss von Rons Geschichte gibt es Ausschnitte in die Gegenwart. Zu rechten Aufmärschen wie in Charlottesville, zu einem Präsidenten, der das mit „auf beiden Seiten gibt es Gute und Schlechte“ relativiert, ist dem Gedenken an die tote Heather Heyer gewidmet.

Nachdem der Film in einem schon fast zu kitschig-sauberen Hollywood-Ende also genau das geliefert hat, was das breite Publikum erwartet, reißt er die Wunde wieder auf. Rassismus ist immer noch aktuell und am Erstarken. Der Klan im Film mag untereinander schon fast cartoonig chargierend, aber die Rhetorik den sie bereits in den 70ern nach außen filtern ist eine wohlbekannte. Man darf gar nichts mehr gegen Minderheiten sagen. Man darf nicht mal mehr sagen man wäre stolz darauf ein Weißer zu sein. Oder stolz auf sein Land. Ist das nicht der wahre Rassismus? Linke Terrorbewegungen wie die Black Panther sind doch eigentlich viel schlimmer. Wir sind nur um unser Land besorgte Bürger. Und eigentlich stimmt da doch jeder rational Denkende ein, es wird sich nur nicht getraut, dem offiziel zuzustimmen. Spike Lee zeigt, dass all dies Teil des Problems ist. Ja, wenn getwitter wird, dass du es irgendwie komisch ist, dass es so viele schwarze Oscarnominierungen gab, dann ist das Teil des Problems.

Spike Lee nutzt die lang zurückliegende Geschichte also dafür um zu zeigen, dass sich so viel eventuell gar nicht geändert hat und es sich eben nicht so schön einfach abcanceln und verpacken lassen kann, wie der Film zunächst vorgegeben hat. Wie es Hollywood-Filme über Rassismus häufig so gerne tun. Das ist ehrlich gesagt auch was ganz anderes, als ich zunächst vom Film erwartete. Ich hatte mehr mit einer schwarzen Komödie gerechnet, aber so witzig ist Blackkklansman gar nicht. Gerade die erste Stunde ist sogar ziemlich bedächtig. Die chilligen Vibes des Hauptcharakters und die dazu passende Musik lassen das nur kurzweiliger wirken als es ist. Weitere Mittel der Blendung und Täuschung von Lee, um sein Publikum in einen Film mit mehr Gravitas als es zunächst erscheint zu tricksen.

Academy Weekend: The Favourite

Es ist Oscar-Wochenende und wie jedes Jahr nutze ich es dafür, drei Gewinner der letztjährigen Academy Awards zu schauen. Weil das immer eine gute Ausrede ist, um Filme auf der To-Watch-Liste nach oben zu schieben, die interessant aussehen, zu denen ich aber realistisch gesehen wahrscheinlich dann doch nie oder erst spät gekommen wäre. Den Anfang macht The Favourite, welcher mit 10 Nominationen gut dabei war, auch wenn im Endeffekt nur eine Auszeichnugn rumkam. Dafür immerhin mit Best Actress für Olivia Colman eine der großen Auszeichnungen.

Die spielt die britische Queen Anne. Eine Monarchin, die im Film oft als leicht einfältig und kindisch dargestellt wird, und absolut unter der Fuchtel ihrer Geliebten Lady Sarah steht, welche für sie die meisten Staatsgeschäfte übernimmt. Immerhin haben die beiden eine Bindung seit ihrer Jugend. Aktuell ist beispielsweise der Krieg mit Frankreich aktiv, und währed die Kron-treue Party im Parlament ihn weiterführen will, möchte die Opposition ihn mögilchst schnell beenden, da er nicht weiter finanziert werden kann und nach einem ersten Sieg Brittaniens Frankreich zu Friedensgesprächen bereit ist. Queen Anne sieht durchaus die Not der Bevölkerung unter einem weiterzufinanzierenden Krieg, während Lady Sarah darauf pocht, dass Frankreich komplett zu schlagen letztendlich besser ist und alles tut, um dies durchzusetzen.

Neu am Königshofe ist die junge Abigail, eine Cousine von Sarah, die ursprünglich auch mal eine Lady von Ansehen war, bis ihr Vater das ganze Vermögen und sie selbst beim Glücksspiel verloren hatte. Sie ist also weit gefallen, hatte nicht das beste Leben seither, und hofft nun um Anstellung als Dienstmagd. Über einen Dienst an der kranken Königin hebt Sarah sie allerdings zu ihrer Zofe an. Und Abigail merkt schnell durch ihre Verwandte, dass sich mit dem richtigen Kalkül am Hofe bewegt werden muss, wenn man Macht haben will. Besonders als Frau ohne Stand, die ihr ehemals angenehmes Leben zurückhaben will. Im Zweifelsfalle auch gegen ihre Gönnerin Sarah, wenn Abigail so zur neuen Favoritin der Königin werden kann.

Der Film klingt jetzt natürlich wie ein Historiendrama. Wird aber nicht umsonst als schwarze Komödie bezeichnet. Denn er ist extrem überspitzt geschrieben und geschauspielert. Mit viel zynischem Humor, mit fiesen Sprüchen der Ränkeschmiede gegeneinander. Sich nicht zu schade den Hof als dekadentes Dreckloch und den Hochadel als verzogene Kindsköpfe darzustellen. Der trockene Humor trieft geradezu aus vielen der Szenen, und das häufig durch die Art der Dialoge und wie sie geschauspielert sind.

Was nicht bedeutet, dass The Favourite ausschließlich Klamauk ist. Es gibt auch viel Drama und ehrliche Momente. Gerne im Kontrast zueinander. In einer Szene beispielsweise proklamiert Queen Anne, die bisher ausschließlich kindisch dargestellt wurde, es sei der Tag eines ihrer Hasen und das sie deswegen jetzt mit ihren spielen wird. Abigail lässt die Haustiere aus ihren Käfigen mit dem verschmitzten Kommentar, dass das ganz schön viele sind. 17 Stück an der Zahl, benannt nach den 17 Kindern, die Queen Anne entweder direkt als Totgeburt oder kurz danach verloren hat. Bam, ein ernster Charaktermoment hat sich angeschlichen und einem eiskalt in die Rippen gehauen.

Die ganze Situation an sich entbehrt natürlich einer gewissen Tragik. Die traurige Königin ohne Selbstwertgefühl, deren einzige Liebe Sarah ist. Die Anne scheinbar auch wirklich wahrhaftig liebt, aber oft etwas arg schroff mit ihr ist, und ihr Land noch mehr liebt, so dass sie auch häufig keine Zeit hat. Abigail, die durchaus gewitzt ist, aber anfänglich noch etwas blauäugig scheint, bis sie merkt wie der Hase läuft und je mächtiger sie wird immer mehr korrumpiert. Männer spielen in The Favourite nur eine untergeordnete Rolle. Der Film verstärkt sich komplett auf das Zusammenspiel, Miteinander und Gegeneinander dieser drei Frauen. Die sich mal foppen, mal miteinander lachen und gegen Ende erbitterten Psychokrieg führen.

The Favourite war ein bisschen „der andere“ Film bei meiner diesjährigen Wahl. Ich war mir schnell bei zweien sicher, dass ich sie schauen will, während der dritte Slot eine Weile offen war, bis ich spontan diesen hier gewählt habe ohne groß was zu wissen. Und was für eine angenehme Überraschung mich erwartete. Gar kein staubiger Kostümfilm, sondern locker flockig. Mit komischen Momenten, mit dramatischen Momente, mit starken gut geschauspielerten Frauen, und einem bitteren Ende. Genau meine Art von Film.

Academy Weekend – The Shape of Water

Del Toros The Shape of Water ist der Film mit den meisten Nominationen (13 von 24) und auch den meisten Gewinnen (4) der letztjährigen Verleihungen, darunter auch die beiden großen Oscars als Best Picture und Best Director. Nicht schlecht für einen Film, der von Fox Searchlight ein eher kleines Budget zugewiesen bekam, und zunächst auf Filmfestspielen und im Limited Release startete, bevor er flächenweit in die Kinos gebracht wurde.

The Shape of Water dreht sich um Elisa Esposito. Sie ist eigentlich eine sehr unspektakuläre Frau, weder optisch ist sie herausragend, noch lebt sie ein besonders interessantes oder tolles Leben. In einem Apartment über einem heruntergekommenen Filmtheater ist sie angesiedelt, wo sie hauptsächlich mit ihrem schwulen, vom Alter und Misserfolgen gezeichneten Nachbarn lebt. Täglich gibt es ein Ei zum Frühstück, eine schnelle Masturbation in der Wanne, und dann ist es auf zur Arbeit, wo sie in einem vom Militär geleiteten Versuchslabor mit ihrer guten Freundin Zelda die Räumlichkeiten putzt. Besonders an Elisa ist lediglich, dass sie stumm ist, wobei diese Einschränkung ähnlich der Homosexualität ihres Nachbarn oder die schwarze Hautfarbe von Zelda ihr im sozialen Gefüge des Amerikas der 60er eher im Wege steht denn sonstwas.

Doch eines Tages wird ein neues Versuchsobjekt angeliefert, nämlich ein in Südamerika aus dem Amazonas gezogener Fischmensch, der wohl lange Zeit dort als Gott verehrt wurde, und dessen Fähigkeiten eventuell gegen Russland helfen werden. Elisa freundet sich mit jenem Fischmann an, kommuniziert über Zeichensprache mit ihm. Und als das Experiment terminiert werden soll, ist ihr klar, dass sie ihn dort rausholen muss.

Worin The Shape of Water definitiv punktet ist, dass es Herz in seinem Kern hat. Elisa mag kein besonderes Leben führen, aber sie erfreut sich doch an den kleinen Dingen. Und doch, sobald sie ihren Fischboyfriend findet, merkt man ein wenig, dass sie auch gelitten hat. Endlich gibt es jemanden besonderen in ihrem Leben, jemandem dem es egal sein kann, dass sie stumm ist, weil er eh nicht mit Sprache kommunizieren kann. Ihre Freunde sind unglaublich hilfsbereit, wahrscheinlich weil sie selbst auch zu Minderheiten gehören und mehr soziale Empathie mitbringen, sowie ihre Beziehung zum Lagunenmonster sich harmonisch entfaltend. Der Konflikt an sich kommt komplett durch die Militärs ins Spiel, die nicht verstehen wollen oder können, wie besonders ihr Versuchsobjekt ist. Und die im Gegensatz zu unserem Cast an Underdogs scheinbar trotz fehlender Kompetenz rein deswegen, weil sie weiße, uneingeschränkte Hetero-Männer mit genügend Ego, um durch die Welt zu laufen, als gehöre sie ihnen, tatsächlich auch fast automatisch die Karriereleiter hochgefallen zu sein scheinen.

Interessant anzusehen ist natürlich auch mal wieder del Toros übliches Weltdesign. Die Filme von ihm wirken immer irgendwie ein wenig alt. In dem Sinne das er sie gerne in frühere Zeiten steckt, wenn möglich, aber auch moderne einen gewissen Anstrich von Verlebtheit haben. Und seine Filme spielen zwar meist in der realen Welt, doch wirken sie immer ein wenig davon distanziert, ein wenig mehr urbane Fantasy. The Shape of Water scheint so ein wenig in der Welt von Fallout vor der Apokalypse angesiedelt, wo die 60er nie endeten, die aber auch nie komplett wie die realen 60er wirkt, sondern etwas ikonisiert dargestellt erscheint. Und mit einem ordentlichen Anstrich der verlorenen Glorie, mit jede Menge Lokalitäten, die sicherlich in den 30er-Jahren mal neu waren, denen man ihre ehemalige Pracht noch erahnen kann, die aber einfach etwas verlebt und heruntergekommen sind. So auch die vielen Medien, die wir wahrnehmen, von alten Plattenaufnahmen, zu Schwarz-Weiß-Filmen im Fernsehen, aber auch die leicht krisseligen Farbfilme im fast leeren Kinosaal unter ihnen. Fast alles hier wirkt, als hätte es schon seine beste Zeit hinter sich.

Um ganz ehrlich zu sein kann ich gar nicht viel zu The Shape of Water sagen. Ich mochte den Film. Die Atmosphäre, den anderen Hauptcharakter, die besondere Romanze. Kein wirklicher Punkt sprang mir allerdings als besonders nennenswert heraus, sondern es ist mehr das geschnürte Gesamtpacket, welches ich mochte.

Academy Weekend – Call Me By Your Name

Call Me By Your Name kommt zu uns durch den italienischen Regisseur Luca Guadagnino, der unter anderem auch für das Suspiria-Remake verantwortlich ist, und dessen Film kurzfristig von Sony Pictures aufgegriffen und zunächst wie ein Arthouse-Film in Sundance und späterem Limited Release zu sehen war, bevor es die Großdistribution erlangte und bei den Oscars landete. Dort war er für vier Auszeichnungen nominiert, darunter auch zwei große in Best Picture und Best Actor, sowie stritt er sich mit Coco um Best Original Song, sollte letztendlich allerdings nur mit Best Adapted Screenplay nach Hause gehen.

Ich glaube, ich habe es bereits irgendwann erwähnt, wiederhole es jedoch gerne erneut: Als Teenager habe ich ziemlich viele Filme gesehen, die in der hiesigen Rubrik „Gay Cinema“ auftauchen könnten, mich aber auch ziemlich schnell an ihnen sattgesehen gehabt, weswegen besagter Tag nicht sonderlich viel Anwendung findet. Meist sind es genau die gleichen Coming of Age Dramen, die mit den gleichen Charakterstereotypen durch die gleichen Handlungs-Beats gehen, und ehrlich gesagt gern auch mal ein wenig langweilig. Nachdem mir schon das viel gelobte Brokeback Mountain nicht zusagte, musste Call Me By Your Name sich also ordentlich Bergaufwärts kämpfen.

Ich kann direkt mal sagen, dass Call Me By Your Name netterweise nicht durch die gleichen, abgenutzten Stufen einer solchen Geschichte geht. Der 17-jährige Elio verbringt mit seiner Familie die Sommer auf einem Landhaus in Frankreich, und während der Vater im Gebiet archäologischen Tätigkeiten nachgeht, langweilt sich der Teenager natürlich ein Stück weit, trotz Abhängen mit Gleichaltrigen. Immerhin findet all dies in 1983 statt, wo man noch nicht ständig vernetzt war. Jedes Jahr kommt, um mit dem Vater zu arbeiten, auch eine studentische Hilfskraft vorbei, in diesem Sommer ist das der attraktive Oliver. Der ist ziemlich von sich überzeugt, weswegen Elio ihn zunächst nicht leiden kann, und sich auch nicht sicher ist, ob Oliver ihn überhaupt mag. Doch da die beiden viel zusammen abhängen und Oliver einen guten Bezug zum intellektuellen und artistischen Teen findet, kommt es letztendlich doch zu mehr zwischen den beiden, und sie können einen unbeschwerten Sommer der Liebe verbringen.

Unbeschwert ist hierbei das Stichwort. Es kommt nicht zu den üblichen Beats, dass der Teenager extrem lange braucht, um sich seine Sexualität einzugestehen. Der ältere Part hadert nicht lange, sich auf jemand so junges einzulassen. Es gibt kein Elternteil, welches das schwule Kind verstoßen will. Keine Gleichaltrigen, die einen Gay Bash veranstalten. Keinen besten Freund, der sich zunächst distanziert. All die üblichen Probleme, die schwules Coming of Age Kino fast wie eine abzuhakende Liste normalerweise auffährt, gibt es in Call Me By Your Name nicht oder wird stark heruntergespielt. Stattdessen geht es um die Unbeschwerte Leichtigkeit des Seins, dem klassischen joie de vivre, ein unbeschwerter Sommer mit der ersten richtigen Liebe, die so mehr oder weniger jedem Pärchen widerfahren hätte können. So ziemlich jedem Charakter scheint es schnell klar, was zwischen Elio und Oliver geschieht, und obwohl es niemand direkt adressiert, ist auch jeder ziemlich Ok damit. Die gebildete multi-kulti Familie von ihm sowieso. Und auch die offenherzigen Französinnen. Selbst diejenigen, die Elio vorher mehr oder weniger wie eine (non-platonische) Freundin behandelte, mit der er sogar schläft, und die er anschließend nie wieder anruft oder trifft (was schon ein ziemlich arschiges Verhalten ist), scheint ziemlich schnell über ihn hinwegzukommen.

Hierfür ist es glaube ich auch durchaus sehr wichtig, dass der Film im Jahre 1983 angesiedelt ist. Nicht nur, weil wegen dem Wegfallen diverser Technik und Medien dadurch Elio sich viel einfacher auf Oliver einlassen kann, weil der Teen in den langen Sommerwochen sich viel langweilt und wenig andere Abwechslung in der Kleinstadt findet. Sondern weil man sich eben auch einfach auf diesen unbeschwerten Sommer einlassen kann, wenn man abseits seines normalen Wohnortes, seiner Social Group ist, weil man nicht ständig übers Internet und Smartphone in Verbindung bleiben kann. Auch Oliver kann sich einfach viel besser fallenlassen, alles geht sozusagen diesen einen Sommer lang, weil die gewohnten Verpflichtungen und Erwartungen für ein paar Wochen nicht mehr auf ihm lasten.

Das Ding ist nur, ein wesentlich spannenderer Film ist das natürlich auch nicht, zwei Kerlen bei ihrem unbeschwerten, privilegierten Leben für 2 satte Stunden zuzusehen. Gerade weil es so einfach keine Reibungspunkte gibt. Dies ist sicherlich beabsichtigt, um eine gewisse Atmosphäre und eben ein gewisses Lebensgefühl zu vermitteln, aber mir war es ein wenig zu lahm. Und auf die letzten 15 Minuten kommt dann eh Mysery Porn aus dem Nichts, was durchaus zu erwarten war, denn wenn es gut für die beiden ausgegangen wäre, wäre der Film kaum für Oscars nominiert gewesen. Dass Oliver mit Elio telefonisch (und das auch noch kurz vor den Feiertagen!) bricht, weil er sich verlobt hat und nun doch das von ihm erwartete Normie-Leben führen wird, war ja fast klar.

Was ich hier interessant fand, war allerdings die Ansprache von Elios Vater. Wenn er seinen Sohn zur Seite nimmt und erklärt, dass es wichtig war zu fühlen und sein Herz nicht zu verschließen. Dass auch verletzt zu werden zum Leben gehört. Und das er dies voll ausleben soll, solange er noch jung ist, denn zu schnell wird man alt und bereut, was man alles nicht getan hat, meint seine Jugend vergeudet zu haben, und was man für ein abgeklärter Zyniker geworden ist. Ich denke diese Rede an sich funktioniert halt auch bei vielen im Publikum, denn egal was man in der Jugend gemacht hat, ab einem gewissen Alter denkt man glaube ich automatisch zumindest hin und wieder, dass man sie hätte besser nutzen können. Wenn man sich seiner eigenen Sterblichkeit stärker bewusst ist und von mehr Verpflichtungen im Leben zurückgehalten wird, meint man die Narrenfreiheit und Stamina des jungen Körpers besser ausgenutzt haben zu wollen. Rappel dich wieder auf und lebe deine Jugend, denn sie ist irgendwann rum, führt das zunächst scheinbar unpassend dramatische Ende doch wieder zurück zum unbeschwerten Rest des Filmes.

Academy Weekend – Coco

Oscar-Wochenende, und damit mal wieder eine gute Ausrede, um sich ein paar Filme reinzuziehen, die letztes Jahr gewonnen haben, die mich interessieren, die man aber dennoch bisher noch nicht geschaut hat. Pixars Coco ist natürlich immer ein ziemlich sicherer Kandidat gewesen, und hat letztendlich beide seiner Nominationen einstecken können. Über viel mehr als Best Animated Feature und Best Original Song dürfen sich Animationsfilme sowieso nicht freuen, sind sie doch von den anderen Kategorien ziemlich ausgeschlossen. Coco hat also so viel abgeräumt, wie maximal möglich war.

Miguel ist ein Junge, dem Musik wichtig ist, und dies zu seiner Profession machen möchte. Dummerweise ist es allerdings so, dass die Rivera-Familie nicht nur traditionell seit Generation alle Schuhmacher werden, sondern auch Musik hassen, weil der Gründerin der Schuhmacher-Dynastie der Ehemann kurz nach der Geburt ihrer Tochter Coco abgehauen ist, um sich als Musikant durchzuschlagen. Ausgerechnet am viel gefeierten Tag der Toten kommt es zu einer Auseinandersetzung mit dem Rest der Familie, die dazu führt, dass Miguel ausreist, um an einem Talentwettbewerb mitzumachen.

Über ein paar unglückliche Ereignisse hat Miguel bald allerdings ganz andere Probleme: Er kann nämlich die ihre Familie an jenem Tag besuchenden Toten sehen. Und nicht nur das, auch in ihre Welt überwandern. Mit dem unglücklichen Nebeneffekt, dass er von den Lebenden nicht mehr wahrgenommen wird und sollte er nicht bis zum Sonnenaufgang wieder in deren Welt übersetzen, ist ihm die Rückkehr für immer verwehrt. Das Ritual, ihn zu den Lebenden zurückzuführen, ist eigentlich gar kein schweres, benötigt aber die Mitarbeit eines toten Familienmitglieds von Miguel, und die Matriarchin der Familie stellt dies unter die Bedingung, dass Miguel der Musik entsagen soll. Der lehnt ab und sucht stattdessen lieber den Ur-Ur-Großvater, der damals abgehauen ist, da jener ihn schon verstehen wird.

Was ich an Coco sehr interessant fand, ist, dass es sich für mich ein wenig wie ein Echo auf Up anfühlte. Wo es nämlich in Up hauptsächlich um einen verschrobenen alten Kerl ging, so ist das zentrale und Namensgebende emotionale Kernelement von Coco nämlich die Urgroßmutter von Miguel und ihre Beziehung zum davongelaufenen Vater. Das ist das wahre Herz des Filmes. Statt jene allerdings auf eine Reise zu schicken, wird sie lange Zeit über zum Hintergrundelement der bunten Reise von Miguel und seinem derpigen Köter ins Reich der Toten, damit nämlich die eigentliche Zielgruppe von Pixar, Kinder, ein rasantes Abenteuer mit einer Identifikationsfigur geboten bekommen. Macht Coco viel attraktiver und leichter zu vermarkten, als das ein Up war.

Was nicht bedeuten soll, dass in Miguels Teil nicht auch Herz steckt. Dies wäre schon etwas arg dämlich, folgen wir ihm doch die meiste Zeit des Filmes über. Ein wichtiger Punkt hier ist einfach die Familie, deren Zusammenhalt, als emotionales Auffangbecken, welche einen so akzeptieren sollte, wie man ist. Und die Riveras sind eine sehr nette und stark zusammenhaltende Familienbande. Nur können sie halt Miguels Musik-Leidenschaft zunächst nicht akzeptieren, was zum ursprünglichen Konflikt führt. Hier können die Zuschauer natürlich sich selbst auch divers reininterpretieren. Ob man nun zum LGBTQ-Spektrum gehört, oder ein Furry ist, oder tatsächlich einfach eine unbeliebte Karriere anstreben möchte – jeder, für den irgendwann mal etwas wichtig war, welches die Familie nicht akzeptieren wollte, oder bei dem man zumindest Angst hatte, sie würde es eventuell nicht, kann sich natürlich in die Situation von Miguel hineinversetzen.

Und das Abenteuer durch den Tag der Toten ist einfach ein sehr buntes und rasantes Unterfangen, voller witziger Momente und charmanter Charaktere, aber eben auch mit seinen ruhigen Inseln. Beispielsweise verbleibt man nicht ewig in dieser fröhlichen Welt aus beleuchteten Häuserburgen und bunten Wesen, sobald der letzte Lebende einen vergisst, geht man auch hier verloren, und keiner kann sagen, ob es danach noch ein weiteres Leben nach dem Tode oder einfach nur das endlose Nichts gibt. Wahrhaftig das Herz geht einem aber wie gesagt hauptsächlich bei Coco auf, bei der Szene mit ihre als kleines Kind wenn sich der Vater verabschiedet, oder ihre Freude als alte Lady wenn Miguel ihr das Lied des Vaters vorspielt, da ist man zumindest als Erwachsener voll dabei, der durchaus das vorhersehbare Miguel-Abenteuer auch genießen konnte, aber hier einfach den emotionalen Kern findet.

Academy Weekend – La La Land

La La Land ist der große Gewinner der letztjährigen Show. Nicht nur war der Film für 14 Trophäen nominiert, eine Anzahl die bisher nur Titanic und All About Eve schafften, sondern die letztendlich gewonnenen 6 hat auch kein anderer Film des Jahres übertrumpfen können. Best Picture hätte er auch beinahe erhalten, wenn man die falsch vorgelesene Karte durchgewunken hätte.

La La Land ist ein Musical über ein Pärchen. Mia ist eine angehende Schauspielerin, die allerdings noch keine einzige Rolle abstauben konnte. Sebastian hingegen ist Jazz-Musiker, der versucht das sterbende Genre am Leben zu halten, und eines Tages seinen eigenen Club eröffnen will. Ihr erstes Aufeinandertreffen ist auf der Autobahn von Los Angeles, auf der Mia Sebastian kurz im Weg steht, so dass der laut hupend vorbei rast und sie ihm den Mittelfinger entgegenhält.

Doch die beiden scheinen füreinander bestimmt zu sein, denn über die folgenden Wochen begegnen sie sich immer mal wieder, was in einer Stadt von 4 Millionen Einwohner schon was heißt, und über das gegenseitige Kabbeln entsteht doch eine Beziehung. Eine sehr gute und erfüllte sogar, bei der sich beide gegenseitig in ihren Träumen unterstützen. Zumindest so lange, bis Mias Bühnenstück floppt und Sebastian auf Grund von Erfolg mit einer Band, deren Musik kaum noch als Jazz zu betiteln ist, kaum noch Zeit hat.

Es ist gleichzeitig klar und merkwürdig, dass La La Land so viele Preise anhäufen konnte. Merkwürdig dahingehend, da es ein Musical über eine Romanze ist, was eher belächelnd als Chick Flick deklarierend abgetan und nicht genauer betrachtet wird. Gleichzeitig spielt der Film aber in viele Dinge hinein, welche die Academy liebt. Nämlich ordentlich Nostalgie gegenüber des vergangenen Rums Hollywoods und der Kunst allgemein. Sebastian liebt eine emotionale Musikrichtung, die am Aussterben ist. Mia möchte Schauspielerin werden, seitdem sie Klassiker mit einer Freundin nach der Schule gesehen hat. Das Los Angeles im Film soll zwar im Hier und Jetzt spielen, was Smartphones auch bezeugen, doch viel vom Look sieht eher aus wie aus den 50ern und 60ern. Mit plakatiert aufgehängten Filmstars vergangener Zeiten, mit poppigen Outfits angelehnt an Vintage der 50er und die allgemeine Kolorierung von La La Land im Stil jener Filme.

Das Musical nimmt sich zusätzlich ziemlich zurück. In der ersten Stunde, die sehr lebendig und poppig gestaltet ist, während die beiden noch zusammenfinden müssen, wird noch vergleichsweise viel gesungen. Doch im anschließenden Verlauf, wenn deren Leben dramatischer wird, habe ich mich dabei ertappt, dass ich geradezu überrascht war, wann immer ein Song begann, weil ich kurzzeitig wieder vergessen hatte, dass dies hier ein Musical sein soll.

Was natürlich auch immer gut ankommt ist der hier gezeigte amerikanische Traum. Hohe Ziele, langes Träumen, hart dafür arbeiten und du wirst es schaffen. La La Land lässt praktischerweise dabei aus, dass man zudem den richtigen Leuten seine Seele und Würde verkaufen muss, gerade im Showbusiness, weil das weniger gut aufgenommen wird. Aber natürlich ist sich der Film bewusst, dass hier nicht alles einfach letztendlich gut enden kann, und so ist die letzte halbe Stunde geradezu bittersüß. Wenn beide zwar ihre Träume erreicht haben, aber letztendlich doch nicht mehr zusammen sind, weil das Leben nun mal nie perfekt ist und einem nicht alles gibt, was man will. Mit einem sehr interessanten „What if“ kurz vor den Credits.

Am besten gefallen hat mir dann auch die erste Stunde von La La Land, wenn ich ehrlich sein soll. Wenn es noch ein sehr farbenfroher und schneller Film ist, voller Musical-Einlagen und mit witzigen Auseinandersetzungen der beiden Hauptdarsteller. Und dann in der letzten halben Stunde wieder, wenn das bittersüße Finale eingeläutet wird. Die halbe Stunde dazwischen war nicht schlecht, aber mir doch zu sehr „through the motions“ gehend.

Besonders hervorheben will ich dann aber noch mal Emma Stone. Die gute Frau ist nicht nur so charismatisch wie immer, sondern spielt auch um ihr Leben. Dass sie hierfür den Oscar Best Actress abräumen konnte, ist absolut keine Überraschung für mich. Die Nomination als Best Actor für Ryan Gosling ist da schon merkwürdiger gewesen. Der ist wie immer recht hübsch anzusehen, und ein schlechter Schauspieler nun wirklich nicht, aber eine Leistung wie seine Co-Schauspielerin liefert er bei Weitem nicht ab.

Das ich zugegeben mit Musicals auch viel anfangen kann, sei hier noch mal erwähnt. Denn ich fand La La Land einen richtig unterhaltsamen Trip. Wie gesagt in der ersten Hälfte sogar etwas besser noch, als in der zweiten, wenn er sich darauf besinnt, dass er vielleicht doch nicht so oberflächlich bleiben sollte, aber das Ende macht das eh wieder wett.

Academy Weekend – Arrival

Arrival ist einer jener Verlierer-Gewinner der Oscars des letzten Jahres gewesen. Denn obwohl der Film für ganze 8 Trophäen nominiert war, darunter auch große wie Best Picture und Best Director, sollte letztendlich nur einer bei rum kommen. Dann auch noch so ein schnöder wie Best Sound Editing.

Louise hat eine Tochter. Sie wird geboren, wächst auf, lacht und weint, zickt als Teenager rum. Und stirbt früh.

Louise ist Sprachwissenschaftlerin und doziert an der Uni, als plötzlich 12 außerirdische Raumschiffe auf der Erde auftauchen und die Bevölkerung in Staunen, Panik oder religiösen Eifer versetzen. Da sie bereits der Regierung einmal ausgeholfen hat, rekrutieren sie erneut Louise, um die Sprache der Aliens zu übersetzen, die Kontakt aufzunehmen versuchen.

Alle 18 Stunden öffnet sich das Raumschiff, und lässt die Abgesandten in einem Raum, der mit einer Glaswand gegenüber der Atmosphäre, in der die großen Tintenfisch-ähnlichen Aliens leben, abgeschirmt ist. Louise ist natürlich zunächst wegen jener enormen Eindrücke überfordert, fängt sich dann jedoch wieder. Da es nichts zu bringen scheint, den Aliens einfach Worte entgegenzusprechen, nimmt sie stattdessen den Weg über Schrift. Und die Aliens antworten, in dem sie mit Tintenwolken ausgeklügelte Ringe an die Glaswand „schreiben“ – der Durchbruch.

Arrival ist ein smarter SciFi, eine Sache die dem Genre gern aberkannt wird. Tatsächlich benutzt Arrival seine First Contact Story auch eher als Vehikel für andere Dinge. Beispielsweise als Lehre von Sprache. Louise erklärt den Militärs und damit uns Zuschauern beispielsweise, warum es durchaus Sinn macht auf Schrift umzusteigen, wenn das Wort allein nicht weiterhilft, statt dass Sprache und Schrift verstehen zu wollen viel umständlicher wäre. Oder warum es viel schwerer als gedacht ist beim Satz „Was wollt ihr auf der Erde?“ anzukommen, wenn man von der gegenüberstehenden Kultur nichts weiß (haben die überhaupt konkrete Ziele statt animalische Instinkte, haben die überhaupt ein Konzept eines Selbst und eines Wir etc.). Das ist überraschend interessant umgesetzt und funktioniert natürlich nur, in dem Arrival seine Aliens möglichst… Alien macht. In dem es sie eben nicht humanoid gestaltet, oder ihnen eine Schrift gibt, die wie eine aussieht. Und in dem wir so gut wie nichts über sie herausfinden werden, zumindest nicht viel, sie bleiben halt anders und unbegreiflich, immerhin sind sie ja auch nicht der Hauptfokus der Handlung.

Überhaupt hält sich er Film mit vielen Erklärungen dezent zurück. Hier merkt man vielleicht auch, dass er auf einer Kurzgeschichte basiert. Denn weitestgehend hat der Film eine sehr gemächliche Gangart und lässt Szenen und Eindrücke wirken, sich alles langsam entfalten. Letztendlich geschieht über die 2 Stunden gar nicht mal allzu viel. Doch gleichzeitig erreichen Charaktere gewisse Durchbrüche und Erkenntnisse überraschend schnell. Und ohne viele Erklärungen. Was wahrscheinlich auch ganz gut ist, denn wenn die vagen Erklärungen noch weiter konkretisiert würden, ich glaub sie würden nur merkwürdiger und unglaubwürdiger werden, während sie in der Form, wie sie in Arrival präsentiert werden, leichter zu schlucken sind, weil man nicht zu genau Bescheid weiß.

Fieser Spoiler im folgenden Absatz: Irgendwann wird uns langsam klar, was diese seltsamen Eindrücke auf sich haben, die Louise von ihrer toten Tochter bekommt, sobald sie anfängt mit den Aliens zu kommunizieren. Der Film erwähnte bereits die Theorie, dass sich komplett mit einer Sprache zu umgeben, dies das Gehirn neu vernetzt, man sozusagen anders zu denken beginnt. Und die Aliens empfinden Geschehnisse nicht auf einer linearen Zeitschiene wie wir. Louise vergräbt sich in deren Sprache, und deswegen bekommt sie Visionen von der Zukunft. Ihre tote Tochter ist noch nicht mal geboren worden. Diese Erkenntnis trifft einen schon hart. Gleichzeitig ist es eine etwas schwerer zu schluckende Realität, dass sich mit einer Alien-Sprache zu umgeben schon ausreichen würde, damit das Hirn auf diese komplett unmenschliche Art und Weise funktionieren würde. Aber wie gesagt, Arrival erklärt nie zu sehr in die Tiefe, um auf sowas nicht noch unnötig aufmerksam zu machen.

Viel vom Film macht eben nicht nur die Sprachforschung an sich aus, sondern auch mitzuerleben, wie die taffe Louise mit der außerordentlichen Situation, in der sie sich befindet, und ihren späteren Erkenntnissen umzugehen lernt. Mit einem sehr bittersüßen Ende zur ruhigen und dennoch spannenden Reise durch die 2 Stunden. Hat mir echt gut gefallen.

Academy Weekend – Zootopia

Es ist mal wieder Oscar-Wochenende, und ich nutze die Gelegenheit als gute Ausrede, um letztjährige Gewinner zu schauen, damit auch mal was Aktuelles mit Prestige geschaut wird. Zootopia, der in Europa Zootropolis betitelt wurde, während Deutschland auf Grund eines bestehenden Copyrights ihn als Zoomania kennt, ist der Animationsfilm-Gewinner des Jahres. Ist ja auch von Disney, nicht umsonst wird gern kritisierend diese Rubrik als der Pixar-/Disney-Oscar bezeichnet, weil fast immer, wenn eine dieser Firmen antritt, sie den Preis sicher haben. Selbst wenn ein makelbehaftetes Brave gegen ein fantastisches Paranorman antritt.

Judy ist ein Hase mit einem Traum. In der modernen Welt, in der Tiere ihre wilden Ursprünge hinter sich gelassen haben und Herbivoren und Karnivoren friedlich zusammenleben, will das kleine Häschen eine Polizistin werden. Ein Traum, den keiner so richtig für voll hält. Aber wenn Judy schon sonst nichts ist, dann doch zumindest engstirnig, und so schafft sie es auf die Akademie und ist unter Auszeichnung der erste Hasenpolizist der Multikulti-Metropole Zootopia. Wo sie prompt erneut nicht für voll genommen, sondern als Politesse eingesetzt wird, statt wie alle anderen am Fall der verschwundenen Raubtiere zu arbeiten.

Wie der eine und andere sich anhäufende Zufall das so wollen, wird sie natürlich dennoch mit dem Fall betraut, allerdings darunter innerhalb von 48 Stunden Resultate zu liefern, oder ihren Job aufzugeben. Genau wie sie plötzlich den Fuchs Nick als Informanten und Helfer am Hals hat, der eigentlich ein betrügerischer Kleinkrimineller ist – weil das von hinterlistigen Füchsen halt so erwartet wird.

Es kommt letztendlich dabei rum, dass die verschollen gegangenen Tiere alle in ihre Urinstinkte zurückgefallen zu sein schienen, wild um sich schlagend und beißend. Wer wie ich denkt das läuft auf eine Tollwut-Epidemie oder so heraus, täuscht sich übrigens, denn natürlich hat ein Fiesling im Hintergrund einen Masterplan zu bieten, um Panik zu schüren und unter dem Versprechen eines Mauerbaus Präsident der Vereinigten Staaten zu werden oder so.

Zootopia war ein sehr angenehmer Film. Die Charaktere und Situationen sind zwar weitestgehend bekannt, aber es ist doch eine sehr rasante und kurzweilige Buddy Cop Comedy gewesen. Bestechend durch viele tatsächlich witzige Sprüche, spitzfindige Charaktere, und Situationen in gut getimter Animation. Besonders tiefgründig ist er allerdings nicht gewesen.

Der Film hat generell gesehen zwei Messages. Zum einen diejenige, die für Kinderfilme ziemlich obligatorisch ist, nämlich an sich und seine Träume zu glauben, wer nicht aufgibt kann alles schaffen. Das ist natürlich nicht immer wirklich realistisch, sondern man muss auch mal wissen, wann man besser aufzugeben hat, aber Kinder zu motivieren Dinge auszuprobieren und nicht bei der ersten Hürde gleich aufzuhören, ist natürlich nicht falsch. Das andere Thema ist Intoleranz. Zootopia als Stadt wird gefeiert, weil es so Multikulti ist. Die Charaktere, auch Judy, müssen über ihre Vorurteile anderen Tieren gegenüber hinwegkommen. Der ganze Plan des Bösewichtes ist Panik über alte Urinstinkte zu schüren. Die Sache ist nur die, dass Zootopia das auf die vagste und unverbindlichste Art und Weise unterbringt, die nur möglich ist.

Dadurch kann letztendlich jeder alles oder nichts in diese Botschaft hineinsehen. Ist Panik über Rassismus zu schüren eine Parabel zum Erstarken rechter Politik der letzten Jahre? Ist Judy eine feministische Ikone als Frau, die sich in einem Männerberuf durchsetzt? Ist die Multikulti-Gesellschaft ein Kopfnicken zur Flüchtlingsthematik? Genauso gut kann jemand, wenn er denn will, allerdings auch bei den Vorurteilen den Raubtieren gegenüber sehen, dass ihn als Alt-Right oder AfD-Wähler direkt als Neo-Nazi abzustempeln falsch ist. Es ist klar, warum Zootopia seine Botschaft nie zu klar definiert, denn der Film will Mainstream-tauglich bleiben. Nicht zuletzt ist beispielsweise die Szene mit den Nachrichtensprechern regional angepasst. Und einer der größten Erfolgsmärkte des Filmes (und von Hollywood-Blockbustern generell in den letzten Jahren) ist China weitaus über beispielsweise Europa gewesen. Möglichst jeden ansprechen und niemanden vor den Kopf stoßen zu wollen zahlt sich also aus.

Komplett negativ muss das auch gar nicht betrachtet werden. Vielleicht ist es ja sogar ganz gut, dass sich jeder hier wiederfinden kann, jedem etwas Mut zugesprochen wird, der unterschätzt und stereotypisiert wird. Etwas mehr Klarheit und Biss wäre aber dennoch schön gewesen für einen Oscar-Gewinner. Doch unterm Strich ist Zootopia natürlich immer noch ein Kinderfilm, von dem man eventuell nicht zu viel erwarten sollte, und als solcher auch ein sehr gut unterhaltender Ritt durch seine Spielzeit. An launigem Unterhaltungswert zum Familienabend fehlt der dem Teil nämlich definitiv nicht.

Academy Weekend – Mad Max: Fury Road

ava-2139Die Academy hat sich Jahrelang vorwerfen lassen müssen, nicht sonderlich viel mit der Realität und was in ihr so beliebt ist zu tun zu haben. Dem steuern sie mittlerweile gern entgegen, in dem auch mehr auf Action und Spektakel ausgelegte Filme reichlich nominiert werden. Beispielsweise der vierte Mad Max, der satte 10 Nominierungen bekam, damit nur knapp hinter The Revenant lag, und mit 6 gewonnenen bei den eigentlich erhaltenen Statuen sogar deutlich vor jenem liegt.

Als Disclaimer gleich zu beginn, sollte ich wohl erwähnen, dass ich keinen der anderen drei Mad-Max-Filme aus den 80ern gesehen habe, weil mich die nie wirklich interessierten. Aller Lobeshymnen zum Trotz hätte ich wohl ohne diese alljährliche Ausrede auch Fury Road eher links liegen lassen. Bin aber dann doch sehr froh, dass ich dies nicht getan und stattdessen The Martian oder so geschaut habe (der Verlierer des Abends schlechthin, denn trotz einiger Nominationen räumte er exakt Null davon ab).

Die postapokalyptische Zukunft, in der die Welt zu einer Wüste geworden ist. Der tyrannische Immortan Joe regiert über sein Fleckchen Erde, weil er am Hebel für die in den Bergen eingeschlossenen Wasserreserven steht, zudem seine kränklichen und ihm fanatisch unterstehenden War Boys mit Blutspendern versorgt, durch die sie am Leben gehalten werden. Außerdem wählt sich Joe immer mal wieder eine Hand voll Ehefrauen aus, die von ihm geschwängert werden und anschließend als Muttermilch-Spender dienen dürfen.

Imperator Furiosa stammt ursprünglich aus Dem Grün, eine von Frauen regierte Oase, aus der sie allerdings entführt wurde. Mittlerweile ist sie zu einer von Joes besten Untergebenen herangewachsen und wird mit einem War Rig auf Vorratsbeschaffung geschickt. Damit sieht Furiosa ihre Gelegenheit gekommen, um aus der Citadel zurück zum Grün zu entkommen – mit den aktuellen fünf Frauen Joes, die ihre Kinder nicht als War Boys aufwachsen sehen wollen, direkt gestohlen im Gepäck. Joe schickt natürlich unweigerlich, sogar von ihm selbst angeführt, eine ganze Kompanie an von seinen War Boys besetzten Fahrzeugen aus, um sie aufzuhalten und seine Frauen zurückzugewinnen.

Ach ja, und irgendwo dazwischen hängt ein unwichtiger Typ mit Namen Max, den sich ein War Boy als ständiger Blutspender wie eine Galionsfigur an sein Vehikel pappt, und der nachdem er entkommen konnte Furiosas War Rig übernehmen will, letztendlich aber mit den sechs Frauen zusammen auf der Flucht vor Joe darin landet.

Mad Max: Fury Road ist ein absolut abgedrehter und irrsinniger Film. Ein Nonstop Action-Spektakel fast komplett ohne Verschnaufpause. Wenn unter dröhnender Musik Furiosa in ihrem War Rig auf einen Sandsturm zubraust, direkt hinter ihr diverse gepimpte Trucks und Motorräder, die Flammen aus dem Auspuff speien, von manisch schreienden Kerlen mit Brandings besetzt sind, und Immortan Joe seine eigene Metal-Band mitfahren lässt, um für Stimmung zu sorgen. Es wird gefahren, es wird geschossen, waghalsige Manöver, Explosionen. Schnelle Schnitte, und insgesamt ein Look, der fast an Heavy-Metal-Comics erinnert. Was ein Spektakel, was eine Gaudi. Mad Max: Fury Road macht keine falschen Andeutungen irgendwas außer ein extrem launiger Action-Streifen zu sein. Und es ist eine verdammte Leistung, diese Adrenalin und diese Energie für 2 Stunden Film halten zu können, ohne dass man bei der konstanten Brachial-Action nicht irgendwann abzuschalten beginnt.

Was nicht bedeutet, dass Fury Road nicht dennoch den einen oder anderen kurz gehaltenen ruhigen Moment findet. Und das unter extrem stilsicherer Cinematographie. Wenn es in der Nacht mit gedrosseltem Tempo durch die von Krähen besetzten Sümpfe geht, oder Furiosa in den Windgespeitschten Dünen den Frust von sich schreit. Natürlich gibt es hier unterschwellige Themen, allen voran offensichtlich Frauenpower sowohl in Furiosa, ihrem Stamm, aber auch den erstaunlich toughen Ehefrauen. Das finden einer Heimat in dieser gestorbenen Welt ist eine große Charaktermotivation, genau wie Rache und Sühne. Max bleibt nicht komplett Randcharakter, auch wenn das hier eher Furiosas Geschichte ist, denn auch er, heimgesucht von den Geistern seiner vorigen Fehler, macht einen Wandel durch von einem Kerl, der nur ums Überleben kämpft, zu einem, der den sechs Frauen aushilft um seine Fehler zu sühnen.

Von daher ist es nicht so, dass es nicht einen oder zwei kleine Denkansätze in Mad Max: Fury Road gäbe. Aber all dies wird einem nie mit dem Zaunpfahl eingetrichtert, sondern läuft ganz organisch nebenbei mit, während der Groß des Filmes damit zufrieden ist einem richtig schön dumm-unterhaltsame Action zu bieten. Und ich war letztendlich keine Sekunde dieser 2 Stunden nicht voll und ganz unterhalten. Fury Road ist einer der absolut besten Filme seines Genres.

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