Let’s Play Final Fantasy XV – 01. Kingsglaive

Ja es ist endlich soweit, ich habe mir für ein paar Euronen das noch aktuellste Final Fantasy mit der Nummer 15 besorgt. Nicht in der Royalen Edition, sondern dem Standard, weil ich das Spiel true erleben will, wie es nach 10 Jahren Developement Hell, einem Konsolenwechsel, und einer Umbenennung, dann auf den Markt gebracht wurde. Außerdem habe ich keinen Bock 30 GB an bisher erschienenem DLC laden zu müssen, weil Square Enix es scheinbar für unzumutbar hält, jenen bei einer Komplettedition mit einem Installer auf eine zweite Disc zu hauen. Nur um selbst dann immer noch nicht alles zu haben, weil weiterer bis 2019 erscheint.

Begonnen wird jedoch gar nicht mit dem Spiel an sich, stattdessen macht mein Einstieg der CG-Film Kingsglaive aus, der bei einigen Früh-Editionen dem Spiel beilag, und parallel zu den Anfangsmomenten von Final Fanasy XV angesiedelt ist. Und nur das wird besichtigt. Nicht auch die billige Net-Animation Brotherhood oder eines der merkwürdigen Side-Spiele.

Zu Beginn begrüßt uns gleich mal der World Building Abriss: Wir befinden uns in der Welt Eos, in der das Imperium Niflheim seit Jahren Krieg gegen die anderen Nationen führt, um sie einzunehmen. Das Königreich Lucis ist die einzige Nation, die noch ungebrochen bleibt, allerdings lediglich, weil die Hauptstadt Insomnia von einer magischen Barriere geschützt wird. Angetrieben durch deinen Kristall, auf dessen Macht nur die Königsfamilie Zugriff hat.

Besagter Königsfamilie steht aktuell der Monarch Regis an, der vor Jahren mit seinem Sohn Noctis in Tenebrae war, damit das Kind sich von einem Unfall erholen kann. Just in dem Moment überfiel Niflheim Tenebrae, um die beiden umzubringen, die jedoch fliehen konnten. Jedoch verstarb die Königin von Tenebrae bei der Attacke, und Niflheim verleibte sich das Reich ein.

Nun, eine Dekade später, macht Niflheim dem geschwächten Lucis einen Vorschlag auf Friedensverhandlungen. Niflheim bekommt die Provinzen des Königreichs, jedoch darf Insomnia autark bleiben, und als Sinnbild sollen Prinz Noctis von Lucis und Princessin Lunafreya von Tenebrae verheiratet werden.

Wer das nicht so geil findet, sind die Kingsglaive. Dies sind von den äußeren Territorien nach Insomnia rekrutierte Streiter, welche ihr Leben im Kampf gegen Niflheim aufs Spiel setzen, dafür durch den König magische Kräfte des Kristalls beziehen. Unter ihnen auch Hauptcharakter des Filmes Nyx. Dass ihre Heimatländer, nachdem sie von den Insomnia-Bewohnern sowieso nie komplett akzeptiert wurden, nun verschachert werden sollen, liegt der Kingsglaive natürlich quer.

Es kommt, wie man sich das schon denken kann. Und wie König Regis sich das dachte, weswegen er vorsichtshalber Prinz Nocits mit seinen vier Leibwächtern auf einen Trip zur Hochzeitsvorbereitung aus Insomnia geschafft hat, bevor die Vertreter von Niflheim zum Unterzeichnen des Friedenspaktes kommen, die überraschend auch Prinzessin Lunafreya im Gepäck haben. Niflheim hält nicht Wort, sondern greift an und stiehlt den Kristall, während Nyx unter anderem auch ehemalige Freunde aus der Kingsglaive bekämpfen muss, um Lunafreya mit dem Ring der Königsfamilie, mit dem der Kristall kontrolliert werden kann, aus der gefallenen Hauptstadt zu schaffen.

In 2 Stunden prügelt und explodiert es sich dann halt so durch die Gegend. Natürlich gibt es auch ruhige Momente, in denen sich Charaktere unterhalten und hübsch aussehen dürfen, doch davon wird einem wahrscheinlich eher wenig in Erinnerung bleiben, weil sich Kingsglaive schon sehr was Charakterzeichnung und Handlung angeht an bewährte Stereotypen hält. Das einfallende Imperium, aus dem natürlich alle böse sind. Der Prinz aus Tenebrae, der Regis für den Tod der Mutter verantwortlich macht. Der gute König von Insomnia, dessen Macht geschwächt ist, sich deswegen auf den Handel einlassen muss, und dennoch verraten wird – man muss gar nicht erst herausfinden, dass sein Sprechen Sean Bean ist, um sich denken zu können, dass er den Film nicht überlebt. Der heroische Nyx, immer dazu bereit das Richtige zu machen.

Wirklich nachteilig getroffen hat es dabei Prinzessin in Nöten Lunafreya. Eigentlich eine ganz taffe Lady, aber leider darf die Arme nur in absoluten Plattitüden vor sich hin philosophieren, anstatt einen einzigen Satz ins Script zu bekommen, der sie wie einen normalen Menschen reden lässt. Allgemein verlässt sich Kingsglaive häufig in seiner Stereotypisierung auf ziemlich gehabte Sprüche in seinen Dialogen. Aber dazu wie ein Glückskeks-Lotto zu reden ist nur Lunafreya verdammt worden.

Was der Film halt kann, ist wirklich verdammt gut aussehen. Kingsglaive ist fast fotorealistisches CG ohne wirkliches Uncanny Valley. Ob man das gut findet oder nicht, sei dann wiederum mal dahingestellt. Denn gerade die im eigentlichen Spiel wiederkehrenden Charaktere in deren dortigen doch stilisierten Form sehen sich im realistischen Kingsglaive kaum ähnlich. Wenn sie nicht nach Anime-Stereotyp praktischerweise immer das gleichen Styling hätten.

Ich bin ja eher ohne jegliche Erwartung an Kingsglaive herangegangen. Vom FFXV-Universum allgemein erwarte ich erst Mal eher wenig bis gar nichts, und Advent Childen war ja auch nicht gerade berauschend. Doch ich muss sagen, dass mich Kingsglaive schon positiv überrascht hat. Klar sind Handlung, Charaktere und Dialoge sehr mit Klischees gefüllt, aber gewisse Stereotypen gibt es halt auch aus gutem Grund in Geschichten, und so muss man sich nicht lang mit diesen Feinheiten aufhalten, weil dem Publikum die generelle Outline bereits bekannt ist. Stattdessen kann man sich auf viel coole Action und eine fantastisch auszusehende Welt stützen, einem schnellen und packendem Pacing. Als reines Popcorn-Action-Spektakel funktioniert für mich Kingsglaive voll und ganz, viel Tiefsinn sollte eben nicht erwartet werden.

Warum man dies hier allerdings in einen Film auslagern musste, statt verkürzt ins Spiel zu packen, für das die groben Ereignisse ziemlich wichtig sind, bleibt mir allerdings dennoch schleierhaft.

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Godzilla: Planet of the Monsters

Es ist schon etwas seltsam, wenn man bedenkt, dass es Japan ganze 63 Jahre gebraucht hat, bis eine animierte Version ihres Vorzeige-Kaiju produziert wurde. Um da aber gleich mal aufzuholen, wurde mit Godzilla: Planet of the Monsters allerdings im November letzten Jahres gleich eine Trilogie losgebrochen, deren zweiter Teil demnächst in die japanischen Kinos kommen müsste. CG-Animation lässt sich natürlich auch vergleichsweise schneller produzieren, wenn man einige Assets bereits fertig hat.

Der Film beginnt In Media Res mit unserem Protagonisten Haruo auf einer Emigrations-Raumstation, der droht Bomben zu zünden, wenn die Verwaltung den Plan ausführt, die Alten einfach auf den Planeten Tau-e zu schicken, nur um sie loszuwerden. Was die Greise selbst allerdings wollen, um niemanden mehr zu Last zu fallen, beim Anflug jedoch deren Shuttle in die Luft fliegt, und Haruo weggesperrt wird.

Dann haben wir erst die Hintergrundgeschichte, wie wir in die Situation kamen, in der sich die Menschheit in Godzilla: Planet of the Monsters befindet, und die in den wenigen Minuten Schnelldurchlauf etwas verwirren kann, weil sie genug Stoff durchrasselt, um einem das Gefühl zu geben man hätte eine komplette Vorgänger-Trilogie an Filmen oder eine erste TV-Serie verpasst, an die angesetzt wird. Ende des 20. Jahrhundert sind Monster aufgetaucht, um der Menschheit das Leben schwer zu machen. Bis der König der Zerstörung Godzilla auftauchte, und zur noch größeren Gefahr wurde, Monster und Menschen gleichermaßen bekämpfend. Nomadisierende Aliens mit Elfen-Ohren, die Exif, tauchten auf, und versprachen Godzilla mit Mechagodzilla auszuschalten, wenn sie sich dafür auf unserem Planeten Erde breitmachen dürfen. Die Aktivierung funktionierte jedoch nicht, und so sind die letzten Menschen mit den Aliens zusammen auf dem Raumschiff auf der Suche nach einem anderen bewohnbaren Planeten geflohen. Das ist 20 Jahre her und nun geht trotz enormer Rationalisierung allen langsam die Lebensgrundlage auf dem Schiff aus, zumal die Bevölkerung dank des harschen Lebens und depressiver Stimmung sowieso auf wenige Tausend zusammengeschrumpft ist.

Nach zehn Minuten zurück im Hier und Jetzt wird deswegen beschlossen, doch dem Notfallplan nachzugehen, und einfach über einen Sprung wieder zurück zur Erde zu fliegen. Während für die Besatzung 20 Jahre vergangen sind, sind es auf der Erde allerdings 20.000 Jahre geworden. Und Godzilla macht den Planeten noch immer unsicher. Netterweise hat Haruo einen Plan, wie man ihn ausschalten kann, und wird mit ein wenig plolitischer Hilfe eines angesehenen Exif-Priesters aus seiner Gefangenschaft gelassen, um Teil des 600 Köpfe zählenden Kommandos zu sein, welches auf den Planeten vorstoßen soll. Im urzeitlichen Dschungel verbirgt sich aber nicht nur Godzilla, sondern auch auf seiner DNA basierenden Drachen.

Für mich klingt die Geschichte, wie die Menschheit hierherkam, ehrlich gesagt wesentlich interessanter, als das Nichts, welches uns der Film dann anschließend auftischt. Denn den Großteil macht tatsächlich einfach aus, Menschen ewig dabei zuzusehen, wie sie darüber reden, warum alles aussichtslos ist, warum es doch noch Hoffnung gibt, und dann wird ein wenig gegen die Drachen und Godzilla gekämpft, und fertig sind die 90 Minuten. Der Beginn mit Haruo ist nicht wirklich wichtig, weil keiner wesentlichen Einspruch erhebt, wenn er aus der Zelle entlassen werden soll, noch kommt es zu Spannungen mit dem Einsatzkommando, welches er letztendlich sogar anführen wird. Der Exif-Priester verschwindet fast ganz aus dem Film, sobald er seine politische Macht für Haruo ausgespielt hat, die aber auch kaum nötig gewesen zu sein scheint. Die neue Religion oder das Zusammenleben der Rassen wird nie zum Thema. Menschen sterben beim Einsatz, die wir nie richtig kennengelernt haben.

Abgesehen davon hat der Film ein enormes tonales Problem. Zum einen sind wir hier in einer extrem nihilistischen Situation. Die Menschheit hat bereits verloren, ihren Planeten aufgeben müssen. Die Reise auf der Suche nach einem neuen ist allerdings auch erfolglos geblieben. Die Leute haben auf dem Schiff ein schlechtes Leben und die Bevölkerung ist arg zusammengeschrumpft. Die Rückkehr zur Erde ist, nachdem sich herausstellt das Godzilla immer noch existiert, ein letztes hoffnungsloses Aufbäumen. Im starken Kontrast dazu steht Haruo, der wie ein typischer heißblütiger Anime-Hauptcharakter weite Teile des Filmes über heroischen Nonsens über das Beweisen von Mut, die Rückeroberung unserer Mutter Erde, und Heldentaten reden wird, während er im Mech oder auf einem Cyberbike gegen Godzilla kämpft. Das will zum einen nicht so richtig zusammenpassen, und statt sich auf einen der beiden Töne zu versteifen, hat der Film stattdessen irgendwie lieber gar keinen. Alles läuft so ein wenig motivationslos an einem vorbei. Optisch ist dem nichts geholfen. Die Animationen sind alle passabel aber unspektakulär. Die Welt wird in ausgewaschenen Farben dargestellt. Es gibt keinerlei Kreativität in der Kameraführung.

Macht insgesamt einen eher mäßigen Start in die Anime-Trilogie, mit einem Film voller Ideen, die nie erzählt werden, und der so Standard abläuft wie er aussieht.

Academy Weekend – Zootopia

Es ist mal wieder Oscar-Wochenende, und ich nutze die Gelegenheit als gute Ausrede, um letztjährige Gewinner zu schauen, damit auch mal was Aktuelles mit Prestige geschaut wird. Zootopia, der in Europa Zootropolis betitelt wurde, während Deutschland auf Grund eines bestehenden Copyrights ihn als Zoomania kennt, ist der Animationsfilm-Gewinner des Jahres. Ist ja auch von Disney, nicht umsonst wird gern kritisierend diese Rubrik als der Pixar-/Disney-Oscar bezeichnet, weil fast immer, wenn eine dieser Firmen antritt, sie den Preis sicher haben. Selbst wenn ein makelbehaftetes Brave gegen ein fantastisches Paranorman antritt.

Judy ist ein Hase mit einem Traum. In der modernen Welt, in der Tiere ihre wilden Ursprünge hinter sich gelassen haben und Herbivoren und Karnivoren friedlich zusammenleben, will das kleine Häschen eine Polizistin werden. Ein Traum, den keiner so richtig für voll hält. Aber wenn Judy schon sonst nichts ist, dann doch zumindest engstirnig, und so schafft sie es auf die Akademie und ist unter Auszeichnung der erste Hasenpolizist der Multikulti-Metropole Zootopia. Wo sie prompt erneut nicht für voll genommen, sondern als Politesse eingesetzt wird, statt wie alle anderen am Fall der verschwundenen Raubtiere zu arbeiten.

Wie der eine und andere sich anhäufende Zufall das so wollen, wird sie natürlich dennoch mit dem Fall betraut, allerdings darunter innerhalb von 48 Stunden Resultate zu liefern, oder ihren Job aufzugeben. Genau wie sie plötzlich den Fuchs Nick als Informanten und Helfer am Hals hat, der eigentlich ein betrügerischer Kleinkrimineller ist – weil das von hinterlistigen Füchsen halt so erwartet wird.

Es kommt letztendlich dabei rum, dass die verschollen gegangenen Tiere alle in ihre Urinstinkte zurückgefallen zu sein schienen, wild um sich schlagend und beißend. Wer wie ich denkt das läuft auf eine Tollwut-Epidemie oder so heraus, täuscht sich übrigens, denn natürlich hat ein Fiesling im Hintergrund einen Masterplan zu bieten, um Panik zu schüren und unter dem Versprechen eines Mauerbaus Präsident der Vereinigten Staaten zu werden oder so.

Zootopia war ein sehr angenehmer Film. Die Charaktere und Situationen sind zwar weitestgehend bekannt, aber es ist doch eine sehr rasante und kurzweilige Buddy Cop Comedy gewesen. Bestechend durch viele tatsächlich witzige Sprüche, spitzfindige Charaktere, und Situationen in gut getimter Animation. Besonders tiefgründig ist er allerdings nicht gewesen.

Der Film hat generell gesehen zwei Messages. Zum einen diejenige, die für Kinderfilme ziemlich obligatorisch ist, nämlich an sich und seine Träume zu glauben, wer nicht aufgibt kann alles schaffen. Das ist natürlich nicht immer wirklich realistisch, sondern man muss auch mal wissen, wann man besser aufzugeben hat, aber Kinder zu motivieren Dinge auszuprobieren und nicht bei der ersten Hürde gleich aufzuhören, ist natürlich nicht falsch. Das andere Thema ist Intoleranz. Zootopia als Stadt wird gefeiert, weil es so Multikulti ist. Die Charaktere, auch Judy, müssen über ihre Vorurteile anderen Tieren gegenüber hinwegkommen. Der ganze Plan des Bösewichtes ist Panik über alte Urinstinkte zu schüren. Die Sache ist nur die, dass Zootopia das auf die vagste und unverbindlichste Art und Weise unterbringt, die nur möglich ist.

Dadurch kann letztendlich jeder alles oder nichts in diese Botschaft hineinsehen. Ist Panik über Rassismus zu schüren eine Parabel zum Erstarken rechter Politik der letzten Jahre? Ist Judy eine feministische Ikone als Frau, die sich in einem Männerberuf durchsetzt? Ist die Multikulti-Gesellschaft ein Kopfnicken zur Flüchtlingsthematik? Genauso gut kann jemand, wenn er denn will, allerdings auch bei den Vorurteilen den Raubtieren gegenüber sehen, dass ihn als Alt-Right oder AfD-Wähler direkt als Neo-Nazi abzustempeln falsch ist. Es ist klar, warum Zootopia seine Botschaft nie zu klar definiert, denn der Film will Mainstream-tauglich bleiben. Nicht zuletzt ist beispielsweise die Szene mit den Nachrichtensprechern regional angepasst. Und einer der größten Erfolgsmärkte des Filmes (und von Hollywood-Blockbustern generell in den letzten Jahren) ist China weitaus über beispielsweise Europa gewesen. Möglichst jeden ansprechen und niemanden vor den Kopf stoßen zu wollen zahlt sich also aus.

Komplett negativ muss das auch gar nicht betrachtet werden. Vielleicht ist es ja sogar ganz gut, dass sich jeder hier wiederfinden kann, jedem etwas Mut zugesprochen wird, der unterschätzt und stereotypisiert wird. Etwas mehr Klarheit und Biss wäre aber dennoch schön gewesen für einen Oscar-Gewinner. Doch unterm Strich ist Zootopia natürlich immer noch ein Kinderfilm, von dem man eventuell nicht zu viel erwarten sollte, und als solcher auch ein sehr gut unterhaltender Ritt durch seine Spielzeit. An launigem Unterhaltungswert zum Familienabend fehlt der dem Teil nämlich definitiv nicht.

Academy Weekend – Inside Out

ava-2137Ein weiteres Oscar-Event rückt dieses Wochenende näher, und traditionell nutze ich die Chance, um drei Vorjahres-Gewinner zu begutachten, die ich ohne diese selbst auferlegte Ausrede entweder wahrscheinlich nie geschaut hätte, oder aber obwohl ich sie schauen wollte, dies bisher nicht hinbekommen hatte. Den Anfang macht der Gewinner des Best Animated Feature. Nur ein Gewinn, weil nachdem Beauty and the Beast fast den Best Feature 1992 von „richtigen“ Filmen gestohlen, für 6 nominiert und 2 auch gewonnen hat, anschließend für die Animationsfilme dieses kleine Ghetto geschaffen wurde, damit sie was gewinnen können, ohne „echten“ Filmen ihre Oscars wegzunehmen, und somit in der Regel auch nur diesen einen gewinnen dürfen.

Außerdem ist es ein Film von Pixar. Aber weder jenes Studio noch der Gewinn sollen jetzt wahnsinnig viel bedeuten, denn die drei Filme davor waren jetzt alle nicht der Renner, darunter sogar ein weiterer Oscar-Gewinner. Und nein, ich werde nie verstehen wie Brave die Statue gewinnen konnte, schon gar nicht gegen Paranorman laufend.

Aber hey, nach 5 Jahren beweist Pixar, dass sie doch noch richtig gute Filme machen können! Wenn man also total übersieht, dass deren nächstes Projekt ein weiterer Cars ist und der total schrecklichen Idee eines Toy Story 4 nachgegeben wurde, kann man zunächst erst Mal durchaus freudig sein.

Übrigens beweist Pixar mal wieder seine Wurzel als Produzent von echt guten Kurzfilmen. Denn die ersten 7 Minuten von Inside Out könnten total als ein kurzer, fast ohne Gesprochenes auskommender, Kurzfilm durchgehen, der genau an seiner Pointe endet. Aber der Film geht weiter, und zunächst war ich mir nicht sicher, ob nun die Idee das Gefühls-Innenleben eines Teenagers in dessen Kopf zu zeigen, wirklich für 90 Minuten ausreichen würde, oder ein Kurzfilm nicht eben genau die beste Wahl gewesen wäre.

Zum Glück ist der Film weit davon entfernt, ewig durchgekaute Klischee-Witze über das Gefühlschaos in der Pubertät und die distinkte Denkweise von Frau vs. Mann vorzukäuen, auch wenn die Werbung mit der Szene beim Abendessen dies befürchten lassen würde. Denn genau genommen ist Riley noch gar nicht in der Pubertät. Das eigentliche Problem ist, dass die Familie von Minnesota nach San Francisco umzieht, und weitere Probleme eben das Innenleben des Mädels ordentlich durcheinander bringen.

Gerade das Gefühlsleben an sich spiegelt dabei sehr schön die Entwicklung des menschlichen Geistes wieder. In besagtem Anfang, die erste Emotion des Babys ist Freude, erst danach kommen langsam die anderen Gefühle Kummer, Angst, Ekel und Wut hinzu. Die alle scheinbar eine wichtige Rolle zu füllen scheinen, Angst beispielsweise beschützt auch vor Gefahren, nur Kummer ist nutzlos. Und durch die Kindheit hindurch dominiert Freude, die anderen sind nur Zaungäste. Aber so einfach ist das Leben eben nicht, und irgendwann kann man auch nicht weiter so tun, als wäre immer alles Ok. Wenn man langsam aus den Kinderschuhen herauswächst bekommt man auch mehr von der Welt mit, reflektiert mehr. Und so ist ein wichtiger Punkt des Filmes das Riley durch die Figur der Freude zu akzeptieren lernt, dass es durchaus in Ordnung ist auch Kummer zu empfinden. Auch diese Emotion kann helfen. Und letztendlich ist es ein ausgewogenes Miteinander, welches wirklich im Leben gebraucht wird. Der Mix der Gefühle offenbart eine viel größere und expandierende innere Welt gegenüber den einfachen aber auch beschränkten Gefühlen eines Kleinkindes.

Gleichzeitig dürfen aber auch ihre Eltern lernen, wie sehr man sein Kind doch emotional durch unbedarft gewählte Worte belasten kann, obwohl dies gar nicht gewollt oder bewusst wahrgenommen wird. Und der Grundpfeiler der Familie ist der, der in Rileys zusammenbrechender Innenwelt am längsten und festen steht, und der beim Wiederaufbau hilft. Und gerade jener zunächste Zusammenbruch, wenn die ersten Persönlichkeitsinseln sinken und Kindheitserinnerungen der Vergessenheit anheim fallen, das Imaginationsland von Neuem plattgewalzt wird… dann passiert etwas, was zuletzt Toy Story 3 geschafft hat. Dann weckt der Film nämlich bei der älteren Generation etwas Kummer und Nostalgie. Das ganze hat schon fast einen Michael Ende Einschlag an verlorener Kindheitsunschuld und Fantasie. Ein Mensch wächst und verändert sich emotional, gerade beim Heranwachsen, alte Interessen weichen neuen, dies ist ganz normal, aber ein wenig schade ist das, was man für immer hinter sich lässt, dann irgendwo doch.

Zwischen alldem gibt es zudem ein buntes Farbenspiel, quirlige Animationen, sitzender Humor, und ein Action-reiches Spektakel. Alles gut und schön, aber Inside Out bietet eben darüber hinaus mehr, weiß richtig Emotionen beim Zuschauer hervorzurufen, und das ist, was ihn letztendlich so richtig gut macht. Im Gegensatz zu Brave definitiv kein unverdient gewonnener Oscar.

insideout

Final Fantasy VII-2: Advent Children

ava-2119Sprechen wir doch mal über ein Final Fantasy Anime, und zwar einem großen Big Budget CGI-Streifen, nämlich Final Fantasy: The Spirits Within. Ein schwarzes Loch, das sich ausschließlich von Geld ernährte, und das lange bevor Final Fantasy XIV und Versus XIII/XV das für Square zur Mode machten. Mit so schlechten Einspielergebnissen, dass Hironobu Sakaguchi ordentlich an Cloud in der Firma verlor, bis er dann irgendwann freiwillig gegangen ist, um mit seinem Mistwalker zum Großteil weiter kommerzielle Flops zu produzieren. Das frisch dafür gegründete Nebenstudio Square Pictures wurde sofort wieder eingestampft, der Zusammenschluss mit Enix verschoben, weil die sich nicht mehr so sicher waren, ob sie mit einer Firma fusionieren wollen, die gerade so viel Geld verloren hat.

Es sollte nicht verwunderlich sein, dass SquareEnix in den beiden Jahren darauf so viele Spinoffs zu Final Fantasy rausgehauen hat, wie nie zuvor, um das finanzielle Loch zu stopfen. Wir hatten Final Fantasy X-2, als erstes direktes Spiele-Sequel zu einem der beliebtesten und aktuellsten Teile der Franchise. Und im gleichen Jahr, als besagter Titel erschien, wurde auch die Compilation of Final Fantasy VII angekündigt, die als Multimedia-Großprojekt um den wirklich beliebtesten Franchise-Eintrag so richtig die Kohle ranschaffen sollte. Unter den Zuhältern Tetsuya Nomura (Kingdom Hearts, The 3rd Birthday) und Yoshinori Kitase (Final Fanasy X-2, Final Fantasy XIII) wurde zwischen 2004 und 2007 zu Final Fantasy VII herausgehurt, was nur konnte. Mit Before Crisis, Crisis Core und Dirge of Cerberus drei Spiele, von denen nur eines gut ist, mit Lateral Biography und On a Way to a Smile zwei Kurznovellen, mit Last Order eine kurze Anime-Episode. Und mit Advent Children, dem ersten Projekt, einen weiteren kompletten abendfüllenden Film.

Den habe ich schon damals geschaut, und nicht sonderlich gemocht. Was aber ungefähr genauso speziell ein Geschmack darstellt, wie Final Fantasy VII zu mögen. Jetzt, wo ich das Spiel erneut gespielt habe, wollte ich dem Film dann aber doch noch mal einen Versuch geben. Diesmal in der Complete-Version, die 20 Minuten länger ist als das Original-Release.

Der Film fängt schon nicht gut an. Stattdessen bekommen wir drei letztendlich nutzlose Szenen, die alle schon fast komödiantisch weiter und weiter zurückspulen. Zunächst wird das Ende von Final Fanasy VII wiederholt. Klar, ist eine nette Hommage an das Spiel und vielleicht sogar ein netter Fake-Out, weil „was das Sequel beginnt wirklich am Ende-Ende?“, nur um dann 498 Jahre in die Vergangenheit zu gehen, weil Advent Children natürlich nur 2 Jahre nach Final Fantasy VII mit allen beliebten Charakteren spielen wird. Nur dann haben wir eine nutzlose Szene, in denen Kadaj und Rufus mysteriös Brabbeln, erneut 2 Wochen in die Vergangenheit eine weitere nutzlose Szene, in denen die Turks im Northern Crater von was Unbekannten angegriffen werden. Erst dann beginnt der Film richtig, in dem Marlene uns einen Recap des Spieles gibt, in dem sie ihr Möglichstes tut, jenes so langweilig und generisch wie möglich klingen zu lassen. Die 500-Jahre-später-Szene macht Sinn am Ende von Final Fantasy VII, aber keinerlei zu Beginn von Advent Children. Und die beiden mysteriösen Anheizer-Szenen, die darauf folgen, bringen dem Publikum auch noch nicht wirklich was, werden an geeigneter Stelle sowieso wiederholt. Eine einzelne jener Szenen zu Beginn des Filmes, der seine ganze Spielzeit durch sehr ängstlich zu sein scheint, dass dem Publikum zu schnell langweilig werden könnte, mag noch klar gehen, aber alle drei Szenen so direkt hintereinander geklatscht ist einfach seltsam holprig.

Was sicherlich nicht beabsichtigt war, aber irgendwo so ein wenig mein kleines Highlight ist: Wenn Cloud dann also hübsch-weinerlich in der Gegend rumschaut, mit seinem Bike los fährt, und die eigentlichen Credits beginnen, beginnt die Musik mit einem sehr ominösen Beat, genau dann, wenn „Director: Tetsuya Nomura“ eingeblendet wird. Als hätte in einem Horror-Film gerade der Killer zum ersten Mal die Leinwand betreten. Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung.

Egal, die Welt ist gar kein so toller Platz, obwohl Meteor nicht auf sie drauf gefallen ist, weil durch die Überdosis an Lifestream in der Atmosphäre einige Leute nun an einer Krankheit verrecken. Auch viele Kinder, die Cloud und Tifa bei sich aufgenommen haben. Darunter auch Denzel, ein kleiner Junge, der versucht Clou im Weinerlich-Dreinschauen zu schlagen, und von dem Advent Children wirklich will, dass man sich was um ihn schert, was aber nie so wirklich klappen will. Ich weiß eh nicht, warum wir überhaupt einen neuen kranken Charakter brauchen, um eine Motivation herzustellen. Cloud ist auch krank. Reicht das nicht? Und wenn schon ein niedliches Kind infizieren, weil das automatisch tragischer ist, gibt es dort doch auch noch Marlene. Na ja, Charakteren gute Motivationen für das zu geben, was sie tun, darin ist Advent Children eh nicht so gut. Deswegen gibt er denen gleich auch mehrere, die aber alle nur so halbherzig.

Beispielsweise werden Cloud und Co. schon alleine deswegen in die Ereignisse hineingezogen, weswegen es der Krankheit gar nicht bedürfte, weil die drei Sephiroths für Arme sie nicht in Ruhe lassen. Von denen ist eh nur Kadaj, der mit der dämlichsten Frisur, wirklich wichtig. Ein Trio ist es eher nur deswegen, damit es etwas logischer ist, dass die über die ganze Welt warpend auftauchen, um sich mit der FFVII-Truppe Action-Szenen zu liefern. Warum sie wann und wo auftauchen? Eher grundlos, und mehr weil der Film wirklich nicht will, dass man nach zu vielen Minuten an Gesprächen sich nicht langweilt, also schnell einen Fight zwischen einem des Idioten-Trios und einem unserer Lieblingscharaktere aus FFVII in einer der ikonischen Szenerien aus FFVII bieten. Ein Hirn scheinen sich die drei zumindest auch zu teilen, denn ihr kompletter Dialog besteht nur aus dem Wort „Mama“ in ähnlicher Frequenz wie Samus in Other M ihr „Baby“-Mantra von sich lässt, nur in 120 Minuten kondensiert.

Ich mein, klar, sie suchen nach Jenova. Warum sie deswegen geradezu Kopflos die Charaktere aus Final Fantasy VII und Hauptschauplätze des Spieles abgrasen, in der Hoffnung, irgendeiner von denen wird sie schon irgendwo dort verstecken, ist eher unklar. Warum sie denken „Hast du meine Mama“ würde dazu führen, dass die automatisch wissen, was sie wollen, statt nur „Häh?“ zu machen und ein Kampf bricht los, ist auch fraglich. Es macht das Trio nur den Film über konstant ziemlich lächerlich. Was durchaus manchmal beabsichtigt ist? Advent Children lacht glaub ich manchmal mit uns über die drei Antagonisten, manchmal sollen sie aber auch cool und bedrohlich wirken, was jedoch nie zieht. Zumindest rechne ich es Advent Children hoch an, dass es wenigstens manchmal weiß, wie blöde es ist, auch dann wenn Charaktere genug von Clouds Weinerlichkeit haben, oder die Turks ganz einfach die Turks sein dürfen.

Weniger self aware ist sicherlich die Obsession mit Handys in Advent Children, aber natürlich hat sich der Anbieter es ordentlich was kosten lassen, hier so ausgiebig gezeigt zu werden. Meist stört es mich nicht mal… aber dann gibt es da diese eine total schräge Szene so ziemlich genau zur Filmmitte hin. Wenn Clouds verloren gegangenes Handy langsam den See hinabsinkt, während man Konversationen hört, die er auf ihm mit den anderen Helden hatte. Die Musik, die Inszenierung, nichts davon passt zum Rest des Filmes, alles schreit nach Werbespot. Genauso abrupt hört die Szene auch wieder auf und der Film geht seiner Wege, als hätte man die letzten 2 Minuten nur halluziniert.

Und ich meine, die Fights sind nicht mal ganz so toll. Natürlich, zunächst wirken sie ziemlich cool. Aber schnell kommt man auf den Trichter, dass ein Großteil von ihnen nach dem gleichen Muster inszeniert ist. Und zwar schnelle Bewegungen zu schnellen Schnitten, so dass man gar nicht wirklich genau sieht, was da jetzt abgegangen ist, unterbrochen von Slow-Motion-Posing dazwischen. Entweder bewegt sich also nix oder alles zu schnell. Dämlich-spaßig hingegen ist definitiv der Sprung der Freundschaft gegen Ende. Wenn jeder Charakter Cloud einen weiteren kleinen Boost gen Bahamut gibt.

Ist sich Advent Children eigentlich darüber im Klaren, dass Cait Sith eigentlich Reeve ist? Ich bin mir nicht so sicher.

Witzig sind definitiv auch die beiden Rollen von Aeris und Zack, die weiterhin Clouds unterstützende Spirit Guides abgeben dürfen. Ist schon süß, was die Compilation of Final Fantay VII hier und in Crisis Core so ein Gewese darum macht, wie selbstaufopfernd Cloud doch ist, weil er Zacks Erinnerung durch sich weiterleben lässt. Wenn man mal bedenkt, dass er in Final Fantasy VII einfach dreist die Identität eines Toten gestohlen hat, weil Cloud ein Versager und Zack einfach cooler war. Aeris ist auch eine ganz schön gemeines Stück, wenn sie am Ende wie aus dem Nichts plötzlich das Heilwasser herabregnen lässt. So wie der Film das präsentiert, und das ist sicherlich nicht die Intention gewesen, wirkt das nämlich, als hätte sie das schon die ganze Zeit gekonnt, und wollte einfach nur die Leute mal 2 Jahre lang etwas unter der Krankheit leiden lassen. Und erneut stellt sich mir die Frage warum, wenn man es so halbherzig und plötzlich wieder herausschreiben musste, die Krankheit überhaupt in den Film geschrieben wurde? Dass das Idioten-Trio unseren Charakteren auf die Pelle rückt, Bahamut beschwört, und selbst Sephiroth obligatorisch zum Endkampf wieder herauskommt, war nicht Motivation genug, um sie wieder in den Kampf zu verwickeln?

Die Sache mit Final Fantasy VII: Advent Children ist allerdings folgend: Qualität stand sicherlich nie auf der Prioritätenliste der Macher. Natürlich wollte keiner absichtlich einen schlechten Film machen, aber ich glaube auch einfach nicht, dass einen guten Film zu machen besonders weit oben auf der Liste stand. „Ein Film, der besonders gut aussieht“ schon, „Ein Film, der besonders viel Kohle macht“ auch, aber nie „Ein guter Film, der…“. Das ist sicherlich irgendwo schon schade, aber auch ein Grund, warum ich das Ergebnis nicht hassen kann, weil nämlich die Ambition dahinter eindeutig nie da war. Final Fantasy VII: Advent Children hinterlässt mich nämlich einfach sehr ambivalent, in einem Schulterzuckenden „mir doch egal“-Zustand. Mit etwas Alkohol in einem Freundeskreis unterstützt kann es aber sicherlich eine nette Abendunterhaltung sein, weil kurzweilig und Action-gespickt ist der Film, und es gibt einiges Dämliches um es zu riffen.

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Quickies Return

ava-2029The Peanuts Movie. Den habe ich Anfang des Jahres im Kino geschaut. Ist kein Film, für den man extra ins Kino gehen müsste. Nicht das dies jetzt noch von Relevanz ist, wo er nicht mehr in Kinos gezeigt wird. Ich glaube der Film wurde mit viel Skepsis angesehen, schon alleine weil er CG-Animation ist, statt genau so auszusehen, wie wir es von den alten Cartoons gewohnt sind. Aber eigentlich fängt der Film das Original recht gut ein, behaupte ich zumindest mal, ich war als Kind nie ein großer Peanuts-Fan und hab es auch seither nie wieder gesehen.

Zumindest ist der Film ganz niedlich, ziemlich harmlos, und ultimativ ein wenig unaufregend. Nicht direkt langweilig, so weit würde ich nicht gehen, sondern einfach sehr low key. Und genau so hab ich die Peanuts von meiner Kindheit in Erinnerung: Nett aber unspektakulär. Die Animationen fangen übrigens die Charakterdesigns doch sehr gut ein. Als einziges gestört haben mich die Snoopy-Segmente. Dabei ist der doch der heimliche Star der Peanuts. Hier sind es aber fast vollzählig ein imaginärer Subplot zum Roten Baron, und passen ungefähr so wie das WWII-esque Flasback des einen Fliegers in Disney’s Planes. Nämlich nicht so recht zum Hauptfilm, den sie auf Feature Length strecken sollen.

Alice Behind the Looking Glass. Auch hier war ich im Kino, was noch nicht mal ganz so lange her ist. Und es ist ein weiteres Alice von Tim Burton. Sprich wie der erste Film ist es optisch sehr imaginativ geraten, wirklich cool anzusehen, und das sogar noch etwas mehr als im Vorgänger, weil man den Auswasch-Farb-Filter rausgenommen hat, womit das Underland im hiesigen Teil ein wenig mehr Farbe versprühen darf. Die Handlung ist hingegen sehr bei den Haaren herbeigezogen, und hat mit Through the Looking Glass eigentlich auch herzlich wenig am Hut.

Aber die Handlung war schon beim ersten Teil nicht gerade dessen Stärke. Die Hauptdarstellerin ist übrigens ebenfalls gleich gecastet, und kann immer noch nicht schauspielern, oder zumindest nicht in einem Film, bei dessen Dreh man 90% vor einem Green Screen steht und mit nichts interagiert, weil die komplette Welt und meisten Charaktereaus dem Computer kommen. Aber wer das Hirn nicht einschaltet, sondern sich lieber von Style over Substance berauschen lassen will, kann es wesentlich schlechter treffen als im Wunderland.

Legally Blonde. Eine recht harmlose und durchschnittlich-unterhaltsame Komödie. Ich find es sogar ganz nett, dass es weder penetrant gen Publikum augenzwinkert, noch super fies-humorig wird, beides etwas, was leicht hierbei hätte geschehen können. Dennoch fehlt es der Sache eventuell etwas an Biss, da es sich beispielsweise nicht mal zu einem absoluten Antagonisten traut. Der Ex-Freund läuft so ein wenig nebenbei, dessen neue ist zuerst die Zicke, wird aber dann doch eine gute Freundin… es gibt keinen im Film zum wirklich Hassen. Ansonsten klappert das Ding, gerade auf die zweite Hälfte, jedes erdenkliche Klischee ab, aber Legally Blonde ist einfach mit zu viel Einsatz und Herz gemacht, als dass man den Film wirklich nicht mögen würde. Halt ganz niedlich, aber auch sonst nicht viel mehr.

Modern Family S7. Modern Family bleibt Modern Family, auch im mittlerweile siebten Jahr. Ich finde es immer noch sehr charmant und witzig, wenn auch natürlich nicht mehr so extrem wie noch zu Beginn, was durch die Länge bedingt einfach mit jeder Serie geschieht. Die Rolle eines jeden Charakters ist mittlerweile so gut wie in Stein gemeißelt, zum Punkt wo sie quasi ihre eigenen Stereotypen sind, aber wenns weiterhin Laune macht… warum auch nicht? Mission accomplished.

Academy Weekend – Big Hero 6

ava-1971Und wieder Mal ist Oscar-Wochenende, Mensch wie schnell die Zeit vergeht. Auch dieses Jahr schaue ich mir drei Filme an, die letztes Jahr gewonnen haben, weils eine gute Ausrede ist was zu schauen, was ich nicht oder so schnell sonst nicht geschaut hätte. Den Anfang macht Big Hero 6 von Disney, der von den drei am wenigsten gewonnen hat, was aber ganz normal ist, da Animationsfilme eben nur in Best Animated Feature gewinnen können, höchstens noch einen zweiten in Best Orignal Song.

Und oh shit bin ich froh die Ausrede gehabt zu haben, den Film nicht weiter vor mir herzuschieben, denn Big Hero 6 macht fast das Jahr 2012 wett, als das meh-ige Brave es irgendwie schaffte den Oscar vom fantastischen ParaNorman zu stehlen!

Der Film spielt in einem San Francisco, welches komplett von Chinatown assimiliert ist, sprich alles hat ganz modern einen asiatischen Einschlag bekommen. Hier lebt der 14-jährige Hiro mit seinem großen Bruder und der Tante, die die Jungs nach dem Tod der Eltern aufgenommen hat. Hiro ist ein Genie, aber altersbedingt natürlich viel zu möchtegern-cool und gelangweilt um daraus was zu machen, sondern lässt selbstgebaute Roboter lieber in illegalen Wettstreits kämpfen. Bis sein tatsächlich cooler Bruder Tadashi ihm sein Unilabor zeigt, in dem er mit Mitstudenten interessante Experimente tätigt, statt der langweilige Nerd zu sein, den Hiro erwartete, darunter seine neueste Errungenschaft, den Krankenpflege-Roboter mit der knuddeligen Marshmallow-Optik Baymax.

Es kommt wie es kommen muss, und kaum hat sich Hiro darauf eingeschossen auch auf die Uni zu müssen und aus seinem Leben was zu machen, mit ganz viel Unterstützung von Tadashi und Co., stirbt Tadashi bei einem Unfall. Und Baymax sieht es in seiner Programmierung liegend, den trauernden Teenager zu heilen. Als Hiro dann aber entdeckt, dass der Brand in dem Tadashi ums Leben kam eventuell gar kein Unglück war, hat er mit der Suche nach dem Übeltäter sowieso wieder ein neues Ziel vor Augen, für das er auch bereitwillig in der Programmierung von Baymax rumpfuscht.

Big Hero 6 ist vorhersehbar. Das kann man echt nicht leugnen. Es ist sofort klar was mit Tadashi passieren wird. Wer der Rote Hering und wer der wahre „überraschende“ Bösewicht sein wird. Es ist klar, was Hiro mit Baymax machen, wie sich deren Beziehung gestalten, und welche Moral gelernt werden muss. Die Freunde und werdende Superhelden-Team um Hiro sind die üblichen Archetypen, mit einem Stoner, einer Hyperaktiven, einem Trottel und Miss Cool. Big Hero 6 hält keine wirklichen Überraschungen bereit, wenn man dem Zielpublikumsalter bereits etwas entwachsen ist.

Und das ist ziemlich egal wenn das Produkt Astro Boy meets Totoro dabei so rund und herzig ist. Baymax ist natürlich der wahre Star des Filmes, mit seinen sympathischen Voice Samples und knuddeligen Art kann man den Helferbot einfach nicht nicht lieb haben. Aber wie gesagt sind auch Tadashis Freunde und die Tante sehr sympathische Gesellen. Die Dynamik in der Charakterkonstellation stimmt einfach.

Allgemein könnte dies hier gut ein Film von Studio Ghibli oder Pixar in ihren jeweils bessern Zeiten gewesen sein. Wir haben sowohl viele herzige wie traurige Charaktermomente, dazu aber auch viel extrem schwungvolle Action und ein absolut stilsicheres Design. Und eben ein wenig Tiefgang, letztendlich ist es selbstredend die Haupt-Charakter-Arc von Hiro über den Verlust des verstorbenen Tadashi hinweg zu kommen, statt wie der Antagonist sich von der daraus resultierenden Wut zerfressen und bestimmen zu lassen. Ich fand den Film ja von Anfang an echt launig und charmant, aber die finale halbe Stunde hat mich dann zusätzlich noch positiver als eh schon zurückgelassen.

Ich fand Big Hero 6 mal so richtig geil. Ein absolut runder Film voller witziger Dialoge, dynamischer Action, buntem Design, aber eben auch mit Charakteren und ernsten Momenten und einer Message. Das ist Familienunterhaltung, wie sie sein muss. Weiter so Disney, ihr seid ja doch wieder zu was gut.

bighero

Resident Evil: Damnation

ava-1906Vier Jahre nach dem nicht unbedingt super angekommenen Degeneration versuchte man sich bei Capcom und Sony also in 2012 an einem zweiten CG-Film zu Resident Evil, Damnation. Und ich kann schon mal hier sagen, dass er alles besser macht, als der vorige Eintrag.

Diesmal haben wir eine politische Handlung, denn Damnation spielt in einem erfundenen Land der ehemaligen UDSSR, in welchem eine Widerstandsbewegung gegen die harte Regierung kämpft, und sich scheinbar auch nicht davor scheut, die Plaga aus Resident Evil 4 einzusetzen. Mit einem neuen Gimmick allerdings, denn es gibt ganz wie in einem Bienenvolk nun einen, der sozusagen das Königinnenvirus intus hat, und damit die anderen Plaga-Monstrositäten steuern kann. Leon S. Kennedy ist natürlich hierhin geschickt worden, eigentlich hatte er ja Urlaub, wie er uns wiederholt flapsig erinnert, und bleibt selbst dann dort, wenn die USA ihre Einheiten eigentlich abzieht.

Diesmal ist übrigends auch Ada Wong mit dabei, die wie immer von ihrem Standpunkt aus etwas ambitionierter ist, nämlich mit der Regierung verhandelt, oder doch hintergeht, und Leon hilft, aber nicht unbedingt wirklich auf seiner Seite steht.

Letztendlich ist die Geschichte natürlich auch nicht super intelligent. Die Terroristen sind sebstredend eigentlich die Guten, was man sofort weiß, sobald man auf den witzigen Sidekick und den viel zu attraktiven Anführer trifft, als dass dies Charakterdesigns für Bösewichter wären. Die Frau Präsidentin hingegen ist da schon deutlicher eindeutig fischig. Aber dennoch ist die Handlung, vielleicht auch durch den Schauplatz bedingt, diesmal etwas gefälliger als im Vorgänger, da zwar immer noch nicht super speziell, aber nicht mehr ganz so generisch wirkend. Vielleicht hilft es auch, dass sich der Film einfach wesentlich mehr mit ihr zurück hält und noch mehr die Action sprechen lässt, als sein Vorgänger. Selbst kitschige Charakter-Backstory und –Momente, die es freilich dennoch weiterhin gibt, sind rar gesät und schnell vorbei.

Und das ganze Ding sieht einfach viel besser aus. Das Design der Monster ist cooler, der Antagonist ist cooler, die Action haut mehr rein. Super brutal ist der Film immer noch nicht, hat aber eine dunklere Atmosphäre und doch mehr Blut zu bieten, so dass es doch etwas besser kommt, wenn es zu krachen beginnt, weil es diesmal dadurch nicht ganz so gelackt CG-Fake ausschaut. Die Kamerawinkel und –führung sind besser, viel davon auch natürlich schlichtweg weil das hier ein 3D-Streifen war, bei dem man Tiefenwirkung und Popouts ins Publikum haben will, aber selbst eingeebnet führt das noch zu ein paar netten Shots, mit vielen Großaufnahmen, Winkeln vom Boden um die räumlichen Ausmaße besser darzustellen, und auch einigen atmosphärischen POV-Shots. Selbst das Setting ist wesentlich netter anzuschauen, mit dem ganzen alten russisch/osteuropäischen Glanz, den die Straßen der Stadt und deren Untergrund versprühen. Da muss nicht mal alles in ständiger Dunkelheit mehr spielen, sondern auch das Finale gegen die beiden Übermensch-Golems in den lichtdurchfluteten Prunkstraßen kommt richtig gut – und bietet besseren Kontrast zum Blut.

Von daher konnte mich Damnation wirklich wesentlich mehr von sich überzeugen, als das bei Degeneration noch der Fall war. Besseres Setting, bessere Action, bessere Charaktere, weniger Story, bessere Animation (Leon hat hier sogar Mimik verpasst bekommen!), einfach wesentlich mehr Unterhaltungswert steckt im zweiten Resident Evil CG-Film.

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Resident Evil: Degeneration

ava-1900In 2011 gab es die ersten vier Resident Evil Realfilme, in 2013 hab ich den fünften nachgeschoben, doch der sechste und angeblich letzte lässt wiederholt auf sich warten. Doch ist das gar nicht alles, was an Resident Evil so verfilmt wurde, beispielsweise gibt es da aus japanischer Front zwei CGI-Streifen.

Resident Evil: Degeneration machte 2008 den Anfang und spielt… ich nehme mal an nach Teil 2, weil sowohl Claire Redfield und Leon S. Kennedy vorkommen und sich bereits vom dortigen Vorfall kennen, sowie Racoon City bereits in die Luft gesprengt wurde, aber ich denk mal noch vor Resident Evil 4, weil von Ada Wong nichts zu sehen ist und Leon auch jene Ereignisse nicht referenziert. Zumindest soweit ich als jemand, der nie ein Spiel angefasst hat, da den Überblick zu hat.

Nicht das dies so wichtig wäre, Resident Evil ist nicht gerade ein Silent Hill, sondern zeichnet sich mehr durch coole Action und unheimliche Atmosphäre aus, statt gut geschriebener Story oder Charaktere. So auch der Film, der natürlich dennoch eine Alibi-Handlung hat. WilPharma, die aus Umbrella entstanden sind, sind also im Auge der Öffentlichkeit nicht besonders beliebt, was auch daran liegen kann, dass der fette Boss und der britische Zweitgesetzte eindeutig Bösewicht-Archetypen sind. Jedenfalls kommt es auf dem Flughafen, auf dem fetter Boss und Claire zufällig gemeinsam sind, zu einem Ausbruch des T-Virus, was natürlich Claire auch ziemlich auf den Trichter bringt, dass WilPharma die Bösen sind.

Stimmt nur scheinbar nicht, die haben nämlich ein Antivirus entwickelt, welches allerdings bei einem Terroranschlag vernichtet wird, hinter dem angeblich Ex-Forscher Curtis steckt, der der Bruder von Angela ist, die zu einer Spezialeinheit gehört, mit der Leon vorübergehend zusammenarbeitet. Alles kulminiert in einem großen Finale bei WilPharma, wo das G-Virus und T-Virus ausbrechen, an denen dort geforscht wurden, während Claire, Leon und Angela sich rauskämpfen, dafür auch den mutierten Curtis unschädlich machen müssen, nur um den britischen Fiesling verhaftet zu bekommen.

Wie gesagt die Handlung, Charaktere und Dialoge sind jetzt auch in den Spielen nicht gerade Glanzstücke, sondern Resident Evil emuliert schon bewusste B-Horror-Movies und steckt das eben nur in gute Spiele (bis zu einer gewissen Nummer zumindest). Wenn man also das gute Spiel raus nimmt, bleibt man bei einem nicht wirklich guten Film. Deswegen hat mich die nicht unbedingt vorhandene Qualität der Live Action Filme auch nie so sonderlich überrascht.

Aber vielleicht macht Degeneration ja alles besser, immerhin ist es von Capcom (in Zusammenarbeit mit Sony) selbst kommend und direkt im Universum der Spiele angesiedelt. Capcom hat allerdings auch Resident Evil 5 und 6 gemacht, von daher stehen die auch nicht unbedingt für Qualität.

Nun, genug um den heißen Brei geredet, Degeneration ist schon ganz anschaubar wenn es um die pure Action geht. Ob nun Zombies oder G-Mutationen über den Haufen geschossen werden, oder ein Flugzeug ins Terminal crasht, oder der ganze WilPharma-Komplex in sich zusammenfällt. Nur leider ist die ganze Sache etwas arg unblutig geworden, hier hätte man sich doch ein bisschen mehr Brutalität gewünscht. Und die Curtis-Mutation sieht schon etwas zu dämlich aus, um wirklich Respekt einzuflößen.

Dämlich wird es wie gesagt, wenn der Film sich um Charaktere und Story bemüht. Die dünne Alibi-Handlung um WilPharma und neue Virus-Ausbrüche ist sowieso ziemlich egal, mehr stören die kitschigen Flashbacks auf das Leben von eigentlich (natürlich) nicht wirklich Bösen Curtis und seiner Schwester Angela, genau wie der Einfall sie zum Love Interest des steifen Leon zu machen, der den ganzen Film über nur einen einzigen Gesichtsausdruck und Stimmlage kennt, und damit selbst gegenüber den anderen CG-Mannequins noch unechter wirkt.

Mäßige Handlung, dämliche Dialoge, aber ganz brauchbare Action. So viel nimmt sich für mich Degeneration gegenüber den Live Actions ehrlich gesagt nicht. Aber wie bereits erwähnt, Resident Evil minus das Spielerische ist eben jetzt auch kein Burner.

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Monsters University

ava-1646Uh-oh, Monsters University. Ich weiß ja nicht, irgendwie hat Pixar in den letzten Jahren dann wohl doch einen Durchhänger. Und jetzt ein Sequel zu einem Film, der sowieso nicht so überragend, wenn auch wohl deren erster guter, war? Tatsächlich ist es dann auch so, dass mir der Film ein wenig sehr wie ein TV-Special oder Direct-to-DVD Film daher kam, so von der Ambition her, nicht von der Optik, die ist nämlich top, kunterbunt, gut inszeniert, und auch super rasant in den Action-Szenen.

Zu dumm das der Truthahn keine Füllung hat. Die Geschichte ist ja mal sowas von generisch und durch. Zum einen haben wir den üblichen Film der beiden absolut gegenseitigen Kerle, die ständig aneinander geraten, bis sie lernen müssen, was für ein gutes Team sie ergeben und sich ihre Stärken und Schwächen (wie üblich Spontanität vs Planung) gut verbinden. Obendrauf noch das absolute Klischee der College-Komödien der Nerds vs. Jocks, in der bewiesen wird, dass in den bebrillten Losern mehr steckt, als die oberflächlichen Muskelpakete ihnen je zutrauen würden… mal ehrlich, ich dachte die Art Film wäre in den 80ern und frühen 90ern ausgestorben, als die Allgemeinheit endlich gemerkt hat, dass die nie gut oder witzig waren.

Ich find es ehrlich gesagt auch etwas schwer für Sulley Mitleid zu empfinden. Er nimmt die Rolle des großmäuligen Großkotzes an, dem die Augen geöffnet werden müssen, aber gleichzeitig ist sein Problem der berühmte Name, dem er nicht gerecht zu werden sich fürchtet. Nur das er es auch gar nicht erst versucht. Es ist etwas schwer bei seinem „buhu, einen berühmten Namen zu tragen ist ein schweres Los!“ Sympathie zu empfinden, wenn er den ganzen Film lang jenen Namen nur ausgenutzt hat, um tun und lassen zu können, was er will.

Da ist Mikes Problem wesentlich interessanter, und etwas, was mir wirklich am Film gefallen hat, auch weil es irgendwo ziemlich un-Disney ist. Ich meine, Kinder werden mit Filmen nur so zugeschüttet, deren Moral es ist, dass man nur groß genug träumen und hart genug dafür arbeiten muss, und man kann alles erreichen. Und es ist sicherlich eine gute Idee Kinder zu motivieren, aber dies ist real gesehen auch häufig nicht wahr. Man kann nicht alles im Leben werden, weil man für ein paar Dinge einfach nicht die nötigen Grundvoraussetzungen mitbringt, die schlichtweg nicht hart erarbeitet oder erlernt werden können. Und das ist das Problem von Mike: Er will seit er ein Kleinkind ist ein berühmter Erschrecker werden, lernt auch alle Tricks und Kniffe, aber da er genetisch einfach nicht furchterregend geboren wurde, kann aus jenem Wunsch nie was werden. Auf der Monsters University bekommt er einen Reality Check und lernt gerade noch rechtzeitig, seine Energie vielleicht ins nächstbeste zum unerreichbaren Traum zu stecken. Und das ist durchaus mal ein erfrischender Twist zur üblichen Disney-Moral.

Es ist etwas schade das der Film, von wenigen Momenten, die dann doch recht charmant geraten sind, hauptsächlich einfach stinkend langweilt. 08/15-Story und Charakterisierung, und sicherlich mit dem Herz am rechten Fleck, aber ohne wirklich witzig oder wirklich herzig zu sein. Monsters University ist dann wohl hauptsächlich ein nettes, unspektakuläres Filmchen primär fürs jüngere Publikum, aber nicht die gewohnte Familienunterhaltung, weil ich ehrlich gesagt niemand über 12 sehen kann, der davon nicht gelangweilt wird.

pixar14