Twenty Twenty-one

Es ist vollbracht, wir haben es doch irgendwie aus 2020 herausgeschafft, obwohl es sich anfühlte, als ginge das Jahr fünf Jahre lang. Auf ein 2021, in dem nicht viel anders sein wird, wir uns aber mittlerweile daran gewöhnt haben, alle paar Wochen einer Depressionsparalyse zu erliegen.

Wobei ich letztes Jahr tatsächlich endlich mal dazu genutzt habe, mich mit ein paar wenigen Leuten zu treffen, die ich schon ewig aus dem Internet kenne. In dem kurzen Zeitfenster, wo das möglich war. Jetzt, kurz vor der Apokalypse, hat man ja nix mehr zu verlieren.

Aktiv in den letzten 365 Tagen war das Blog hier wie eh und jeh. Auf Seiten der Statistik sind die Gesamtaufrufe erneut etwas gesunken, dafür ist die Anzahl an individuellen Besuchern gestiegen. Die beliebtesten Beiträge des Jahres sind Crimson Shroud, der erste Animal Crossing Eintrag und Beastars, auf den Plätzen 2, 5 und 6 mit jeweils Beiträgen aus den Vorjahren dazwischen.

Zu den diesjährigen Posts gehörte unter Anderem die Besichtigung der streng verbotenen Tatorte oder mal wieder etwas mehr Anime. Jede Menge Dating Sims. Dem Versuch die 3DS-Bibliothek aufzuräumen, inklusive dem Kauf der letzten Guild-Teile von Level 5, von dem mich Aero Porter an der 3DS-Komplettion abhielt. Auch die Wii wurde noch mal für eine Runde rausgelassen. Gleich drei Soulsbornes(-likes) wurden beendet. Und natürich startete ein neues Jahres-Tagebuch eines Animal Crossings.

Mit dem Release von letzterem hat Nintendo ja eh ein glückliches Händchen gehabt. In einem Jahr wo die Sozialisierung stark eingeschränkt wird und keiner mehr einen normalen Alltag zu haben scheint, war es das genau Richtige dies zumindest virtuell simuliert zu bekommen. Wenn man gerade mal wieder von der realen Gesamtsituation überfordert ist, brauchts für ne Runde Animal Crossing wenigstens auch nicht viel Hirnschmalz. Ring Fit wollte auch plötzlich jeder haben, um zumindest ein wenig Bewegung zu bekommen. Und wer ein bisschen hartkerniger unterwegs ist, konnte sich letztes Jahr an zwei komplett neuen Konsolen verlustieren, soweit man noch eine abbekam.

Ich war aber tatsächlich nicht nur hier in meiner eigenen Zelle unterwegs, sondern habe auch ein paar andere Seiten belästigt. Beispielsweise habe ich bei den Hashtags des Community Game Alongs mitgemacht, bei dem es monatlich ein Genre-Thema mitzuspielen gab. Das habe ich als ganz angenehm empfunden. Es half mal aus der eigenen Komfortzone herauszukommen und Neues zu probieren. Oder einfach Spielen eine Chance zu geben, die schon ewig auf der Liste sind, aber doch immer von der Priorität her anderen nachgestellt wurden.

Bei RPG-o-Mania steuerte ich Reviews zu Crimson Shroud und Dragon Quest bei, sowie ein Preview zu Shin Megami Tensei III HD. Plus ein paar Era Recomendations und eine zweite Meinung zu Ys VIII und Twilight Princess. Gast der Redaktion im März Quest-Log drüben bei Spielkritik war ich auch.

Auf Videospielgeschichten wurden drei Gastbeiträge von mir über die Four Job Fiesta, Aquanaut’s Holiday & Kaze no Notam, und Survival Horroring via Clock Tower veröffentlicht. Die Videospielmomente des Glücks aus dem Jahr davor sind zudem mittlerweile als e-book erhältlich. Für Hardcore Gaming 101 hab ich auch drei Sachen geschrieben, die werden aber erst demnächst veröffentlicht.

Für 2021 hab ich mir sicherheitshalber lieber mal nix vorgenommen, außer zu überleben und hoffentlich nicht bereits im Februar mein kürzlich angefangenes Studium in den Sand zu setzen, nachdem 2020 mir nicht wirklich viel Fähigkeit zur Konzentration und dem Lernen gab. Animal Crossing wird natürlich noch beendet. Und eventuell gehe ich doch endlich wieder die Trails in the Sky Trilogie an. Ansonsten wars das, wobei ich ab März natürlich auf jeden Fall mein Unwesen in den neuen Monster Hunters treiben werde.

Na dann mal auf ein… erträgliches Neues Jahr meine Lieben.

(눈_눈)

Wieder einmal ist es Dezember. Was natürlich bedeutet, dass Game Awards vergeben werden müssen. Eigentlich ist uns ja allen klar, dass grundsätzlich jeder davon an The Last of Us Part II gehen sollte. Von Bester Indie bis hin zu Bestes Puzzle Game. Jedoch bin ich zu alt und prätentiös dazu, mainstreamigen AAA zu hulding. Bin halt nicht so wie die anderen Mädchen TM. Als solches AndersmädchenTM vergebe ich natürlich nur höchst merkwürdige imaginäre Trophäen und nur an Spiele, die zum Großteil nicht mal in den fünf Jahren, die 2020 angedauert hat, erschienen sind, weil ich kaum aktuelles Zeug spiele. So ganz anders als die anderen Mädchen TM, wie ich nun mal bin.

Most Fluctuating FPS:
Theoretisch hab ich zwar nur die finalen wenigen Stunden davon am ersten Januar gespielt, aber hallo Dark Souls III. Normalerweise bin ich ja jemand, der FPS eher nicht so wahrnimmt. Aber da war es schon merklich, wie häufig sie hin und her schwankt. Shoutout auch zum anderen FromSoft PS4-Spiel Bloodborne, welches weniger häufig aber massivere FPS-Probleme hatte. Inklusive eine Slideshow in Yahar’Gul.

Most Glitchy:
Also ich spiele ja die meisten Spiele erst Jahre später, wenn bereits 50GB an Bugfix-Patches runtergeladen werden können. Und obwohl das auch der Fall mit der Witcher III GotY Edition war, gab es dort ganz Open World RPG immer noch überraschend viele Quirks. Netterweise aber nur welche, die sehr erheiternd waren, so gut wie nix, was dem Gameplay abträglich war. Also fliegende Pferde, animierte Gegnerleichen und so funny Kram.

Most Impressive Port:
Ich bin nach wie vor fasziniert davon, dass Konami es hinbekommen hat Tokimeki Memorial auf den GBC zu bringen. Ein Spiel, das speziell fürs CD-Medium gemacht war, um mit Voice Acting und animierten Sprites die Date-Kandidatinnen interessant zu halten. Und das Ganze mit weiterhin ganz guter Optik, ein paar Sprachsampels und einem Opening. Der Cast mag auf zwei Module gesplittet worden sein, dafür ist es aber auch das einzige der vielen Re-Releases mit exklusiv neuen Mädels.

Game I’m Worst At:
Ich wollte meine 3DS-Bibliothek durchspielen. Und habe da auch alles im letzten Jahr aufgeräumt. Wirklich alles? Nein, ein kleines gallisches Dorf mit Namen Aero Porter bleibt unbesiegt. Das Puzzle-Spiel wird einfach viel zu strickt und baut viel zu viele Mechaniken ein, als das ich da Oberwasser behalten kann. Schade, denn theoretisch bin ich bis zu letzten Challenge gekommen.

My Personal Enemy:
Ich bin eigentlich nicht schlecht in Dating Sims. Und das TokiMemo-Gameplay habe ich über 5 Spiele verinnerlicht. Dennoch blieb mein Nemesis aus den fürhen 2000ern auch 15 Jahre später noch unbesiegt: Tanbi Musou Meine Liebe. Ich check immer noch nicht, was ich überhaupt falsch mache, aber egal wie sehr die Kerle mich mögen, am Ende entziehen sie sich mir dennoch.

Worst Final Boss:
Ich habe nicht gescherzt, als ich gesagt habe, dass Code Vein mich gelehrt hat optionale Bosse nie zu mandatory Bossen zu machen. Wenn man da nicht das Bad Ending bekommt, muss man zusätzlich zum ersten Finalboss noch den zweiten machen. Und Virgin Born hat mich so genervt, ich war kurz davor das Spiel gar nicht zu beenden. Nie wieder mache ich einen Boss, den ich nicht machen muss, der nach Aktivierung aber nicht optional ist.

Most Boring Game:
Ich dachte ich könnte Pre-Release von New Horizons ein wenig Spaß beim Einrichten in Animal Crossing: Happy Home Designer haben. Leider stellte sich das Spiel aber als einzige Schlaftablette heraus.

Most Brown Game:
In seiner Gesamtheit nicht so langweilig mag es gewesen sein, aber es war unglaublich langweilig anzusehen, weil über allem der typische Braun-/Graufilter lag, der Mitt-2000 so viele Spiele optisch absolut ruiniert hat. Ich spreche natürlich von The Legend of Zelda: Twilight Princess in seiner Originalversion.

Weirdest Game:
Das merkwürdigste Spiel, das ich dieses Jahr gespielt habe, war eindeutig Project Rub. Auch bekannt als Feel the Magic XX/XY. Als Minispiele-Sammlung kann es ja sowieso jede inkohärente Scheiße bringen, auf die es gerade lustig ist. Doch was dem so richtig die abschließende Note gibt, ist, dass es dies doch tatäschlich in eine durchgehende Handlung steckt, was die merkwürdigen Einlagen nur umso offensichtlicher macht.

Most Uncompromising:
Breath of Fire ist eine Reihe, die insgesamt sehr traditionell und konservativ geblieben ist. Optisch und vom Gameplay her sind die ersten vier Einträge alle eindeutig aus der gleichen Franchise kommend zu erkennen. Und dann kommt Breath of Fire V: Dragon Quarter um die Ecke und macht alles anders. Eine postapokalyptische Welt mit deprimierender Stimmung, ein experimentelles Gameplay, das sich munter aus Roguelike-Mechaniken bedient und einen modernen Spin gibt. Das Team hinter dem Spiel hat meinen höchsten Respekt es nicht sicher angegangen zu sein, sondern genau ihre einzigartige Vision umgesetzt zu haben.

Most Nostalgic Game:
Dieses Jahr habe ich auch mal wieder Harvest Moon (SNES) und das erste Super Mario Land gespielt. Zwei Spiele, die bei mir absolute Kindheits-Nostalgie hervorrufen. Und obwohl sie etwas barebones in Hindsight sind, mich immer noch ganz Ok heutzutage unterhalten können. Eindeutig die wohligen Spiele-Decken des Jahres.

Best Game For a Simpe Afternoon:
Auch mal wieder gespielt habe ich das erste Dragon Quest in seiner GBC-Version. Wo es nicht ganz so langsam und grindig ist wie in seinem Originalzustand. Aber die gleichen simplen Qualitäten eines der ersten Konsolenrollenspiele beibehält. Sozusagen eine weitere wohlige Spiele-Decke für einen Nachmittag der RPG light Kost darstellte.

Most Wholesome/Relaxing Game:
Dazu gehört natürlich erneut Harvest Moon (SNES). Aber wie 20 Millionen andere Leute habe ich dieses Jahr auch das neue Animal Crossing gespielt. Und besonders in 2020, obwohl es eigentlich ein wenig langweilig ein Spiel ist, selbst für ein Animal Crossing, war es genau die richtige Erfahrung. Täglich einfach mal kurz reinschauen und vorzugeben, wenigstens eine normale Routine zu haben.

Worst Written Game:
Gyakuten Kenji 2, der zweite Miles Edgeworth Ableger, war echt überraschend schlecht geschrieben. Was natürlich besonders auffällt bei einem Spiel, das einen mit so viel Text erschlägt, selbst wenn es nicht viel zu erzählen gibt. Aber auch Corpse Party: Blood Drive ist bestechend miserabel geschrieben gewesen.

Best Written Game:
Ich würde sagen das es eher nicht überrascht, dass dies an ein Visual Novel geht. Aber ich hatte dieses Jahr auch ein paar echt schlecht geschriebene VNs. Die beiden Spiele unter Worst Written sind ja im Prinzip selbst nur wenig Gameplay davon entfernt eines zu sein. Aber absolut positiv umgehauen dieses Jahr hat mich The House in Fata Morgana. Von der Thematik her, von der Einfühlsamkeit der Wortwahl, davon wie es ständig den Status Quo ändert und dennoch in sich stimmig bleibt. Eine Meisterleistung an Script.

Most Faithful Comeback:
Zwei länger tote Sega-Franchises haben in letzter Zeit einen neuen Teil spendiert bekommen. Sowohl Sakura Wars als auch Shenmue III habe ich dieses Jahr gespielt. Und beide sind von ihrerer Art her unglaublich treu ihren lang vergangenen Serien geblieben. Auch wenn Sakura Wars die SRPG-Kämpfe austauscht. Und auch wenn Shenmue III nicht sonderlich gut ist. Im Kern sind sie ihrer Franchise überraschend treu geblieben.

Biggesst Improvement:
Bei The Evil Within gibt es kaum jemanden, der beide Spiele toll findet. Wahrscheinlich, weil sie eben stilistisch tatsächlich sehr unterschiedlich sind. The Evil Within 1 ist ein beschissenes Resident Evil. The Evil Within 2 ist ein dummes Silent Hill. Aber Mensch was unterhält TEW2 einfach so viel besser statt konstant zu nerven wie sein Vorgänger. Kudos zur radikalen Kurskorrektur.

Best OST:
Videospiel-Soundtracks sind selten schlecht. Viele sind noch nicht mal mittelmäßgi, sondern im gehobenen Bereich. Der richtige Banger dieses Jahr für mich war aber eindeutig The House in Fata Morgana. Was ein absolut fantastischer Soundtrack, der die Stimmung der Szenen im Visual Novel viel hinzugefügt hat.

Longest Played:
Jetzt, wo es offiziell tot und begraben ist, darf doch noch mal meine alte Liebe Monster Hunter World erwähnt werden. Base Game und Iceborne-Erweiterung haben es nämlich in den 2.5 Jahren seit Release auf fast 500 Spielstunden gebracht. Uff.

Best Gaming News:
Die coolsten News in diesem Jahr waren beide Switch-lastig. Zum einen die Ankündigung, dass das beste PS2-RPG aller Zeiten nicht mehr trotz 3 Releases auf diese Konsole beschränkt ist, sondern Shin Megami Tensei III: Nocturne auf die Switch und PS4 kommen wird. Und dann natürlich noch, dass es nächstes Jahr gleich zwei Monster Hunter geben wird. Nicht nur ein traditionelles in Rise, sondern vor allem das Stories doch noch ein Sequel haben darf!

Best Video Game Dog:
Repede in Tales of Vesperia ist die coolste Sau, nein der coolste Doggo, den es gibt. Inklusive dem Rauchen einer Pfeiffe und das Kostüme ihn wie ein Maskottchen einer Death Metal Band aussehen lassen.

Twenty Twenty

Ein neues Jahr haben wir, und ein neues Jahrzehnt. Je nachdem, wie man rechnet. Streng genommen zählt man glaub ich von X1 zum nächsten X0, aber das hat niemanden davon abgehalten, Dekadenlisten für die zehn Jahre 2010 bis 2019 zu machen. Die ich aber nicht machen kann, weil ich absolut keinen Überblick habe, was so alles wann rausgekommen ist. Und zu faul bin, da lang an sowieso teils unvollständigen Listen zu recherchieren. Witzigerweise bin ich aber tatsächlich 2010 von Myblog hier nach WordPress migriert. Als noch nicht in jeden Blogpost fünfzig Adds positioniert wurden. Ich bin also mehr oder weniger eine Dekade jetzt hier auf zuckerlundzynismen zu finden gewesen.

Was die Statistiken für letztes Jahr angehen, so gibt es wenig Veränderung in der schwächelnden Blogger-Landschaft. Zumindest die Besucherzahl ist über die letzten Jahre ziemlich konsant geblieben, allerdings sind die Hits etwas zurückgegangen. Macht aber auch Sinn, weil sich bei mir zwei Blogposts pro Woche eingespielt haben. Vorher war es unregelmäßiger aber in der Regel insgesamt mehr. Machte 118 Beiträge über das ganze Jahr gesehen. Bei den meistgeklicktesten Beiträgen im letzten Jahr haben es auf Platz 2 und 3 gleichauf sogar zwei aus 2019 geschafft: Dragon Quest XI und die Dauntless Behemoths. Platz 1 bleibt allerdings der Dauerbrennerin Loving Wife and Dirty Whore Eleanor aus 2017 vorbehalten.

Nur mein eigenes Blog vollzuspammen hat mir allerdings nicht gereicht, ich habe auch die Street Credz einiger anderer Seiten mit Beiträgen von mir verschlechtert. Zwar nicht zum ersten Mal, so hatte ich 2008/2009 bereits zu Greg’s RPG Heaven beigetragen (da war Gregor noch nicht berühmt und das noch ne Ilumnia-HP). Dem schon lang toten DragonQuest.at gab ich eine Rocket-Slime-Sektion. Und auch auf icksmehl waren meine Reviews zu Dragon Quest IX und Final Fantasy XV aufgetaucht. Doch dieses Jahr kamen vier weitere Seiten hinzu.

Beispielsweise ist eine von mir besuchte 2000er-RPG-Seite mit rpg-o-mania wider aufgetaucht und ich habe neben einem Review zu Dragon Quest XI auch Retrospectives zu Persona und Sakura Wars beigetragen. Auf RetroVideoSpiele, die sich vor allem durch ihre Preislisten-Recherche auszeichnen, habe ich bei Spieler Zwei beigetragen, was ich denn davon für ein Budget von 100€ auf dem SNES anschaffen würde. Ins Geburtstagsspecial zum DreamCast von Spielkritik habe ich mich mit einem Beitrag zu Sakura Wars gemogelt, obwohl ich gar kein DreamCast habe oder je hatte. Aber immerhin habe ich mit Sakura Wars 3 dann pro forma ein Spiel für die Konsole erstanden. Japan-Import wie frischgepresst für 8€, da kann man schlecht nein sagen. Übrigens mein erstes DC-Spiel, da ich bisher Zeug wie Shenmue, Grandia II oder Maken Shao natürlich nur in den PS2/4-Ports besessen habe. Zum Schluss kam ich auch bei VideoSpielGeschichten zum 300-Gastbeiträge-Special über Super Mario Land zu Wort. Ich bedanke mich noch mal herzlichst für diese Möglichkeiten und entschuldige mich zutiefst für meine Beiträge.

Ganz wie in 2018 kann ich übrigens über eine Neue Spielplattform in meinem Haushalt berichten. Wo Anfang 2018 noch eine PS4 Pro ins Haus kam, durfte Ende 2019 eine Switch Lite hinzuziehen. Ich wollte ja eigentlich auf Animal Crossing warten, aber da sie dann doch recht Preiswert im Bundle mit Pokemon Schwert angepriesen wurde, wanderte Nintendos neuester Handheld schon etwas früher zu mir. Da mir allerdings aufgefallen ist, dass ich für die PS4 in diesen knappen zwei Jahren fast 50 Spiele erstanden habe, die meisten natürlich durch deren Alter schon Preiswert zu haben, hab ich mir fest vorgenommen, mich bei der Switch mehr zu zügeln. Außer Animal Crossing: New Horizons steht zumindest erst Mal nichts auf den Plan. Eventuell gönne ich mir doch irgendwann mal das Remake von Link’s Awakening. Aber die „sah halbwegs interessant aus und war nicht teuer“-Kaufsucht will ich mir eventuell etwas abgewöhnen. Auch wenn einem dadurch sicherlich viel mögliches Potential entgeht an Spielen, die toll sind aber durch die Raster gefallen sind und deswegen wenig benannt werden.

Wo wir gerade beim Thema Nintendo-Handhelds sind, so habe ich auch mit dem Thema 3DS fast abschließen können. Ich habe zumindest nicht vor, mir noch weitere Spiele zu holen (abgesehen evtl. von den kurzen Guild-Spielen), und im letzten Jahr einige durchgespielt. Es gibt tatsächlich nur noch wenige, die ich besitze, und die nicht beendet sind. Wäre ja mal was auf eine Plattform so komplett was den Backlog angeht den Finish-Stempel drücken zu können. Meine letzten beiden physischen Releases Monster Hunter Generations und Persona Q2 sind zumindest beide schon begonnen und der Rest danach ist nur noch Kleinkram.

Noch mal wieder in die Retrospektive gehend, hat sich an meinem Verhalten letztes Jahr nicht viel geändert, denke ich. Immer noch zu viele Games gezockt und nicht genug Bücher gelesen/Serien und Anime geschaut. Viel Monster Hunter gespielt, gerade durch Iceborne hat MHWorld nun die 400-Stunden-Marke überschritten und ist somit auf dem Weg, meine 431 Stunden mit Animal Crossing: New Leaf als mit Abstand meistgespieltes Spiel der letzten 20 Jahre zu überholen. Mit den MCU-Filmen habe ich endlich aufgeholt, ansonsten gab es glaube ich thematisch wenig Zusammenhang in den Beiträgen. Allerdings bin ich recht froh, dass ich Dragon Quest X, zumindest was den Content von Version 1 angeht, bespielt bekommen habe.

In 2020, wenn ich denn dann mal Dark Souls III durchbekommen sollte, will ich mich zumindest noch einem größeren Zeitaufwändigen PS4 Spiel neben Animal Crossing widmen können. Da stehen viele zur Auswahl, die ich immer wieder gern anfangen würde, aber weiß, dass ich dazu aktuell nicht das Durchhaltevermögen habe. Bloodborne, Dragon’s Dogma, Witcher 3 und Yakuza 0/6 bieten sich an. Neben AC: New Horizons freu ich mich an Neureleases hauptsächlich auf das neue Sakura Wars. Und Ghost of Tsushima sieht interessant aus, wobei ich hoffe, dass es mehr in die Richtung geht, dass man durch eine wunderschöne Open World reitet und immer mal wieder über einen interaktiven Film stolpert – wenn es mehr in Richtung traditionelles Spiel geht bin ich ehrlich gesagt gleich weniger interessiert.

Frohes Neues auf jeden Fall!

ᕦ(ò_óˇ)ᕤ

Erneut neigt sich ein Jahr, in dem ich Spiele durchgespielt habe, seinem Ende zu. Wenige davon von diesem Jahr, aber wer mit einem echten Backlog spielt schon hauptsächlich aktuelle Sachen? Und erneut soll es an dieser Stelle qualitativ hochwertige Awards von meiner qualitativ hochwertigen Persönlichkeit geben, meine qualitativ hochwertige und unbestreitbar objektive Meinung, auch manchmal „die einzig richtige“ genannt, was nicht sonderlich bescheiden ist, weswegen ich das selbst nie so ausdrücken, sondern nur implizieren würde, wiedergebend. So geht wenigstens nicht jeder zweite langweilig an Death Standing, da ich das nicht besitze, und Kojima sich nicht herabgelassen hat, mir unaufgefordert eine Review-Kopie zuzusenden. Dabei habe ich mich vor zehn Jahren überschwänglich positiv zu seinem Snatcher und verhalten positiv zu seinem Policenauts geäußert, aber das zählt anscheinend in unser kapitalistischen Gesellschaft nichts mehr.

Best track in any video game ever:
Hier cheate ich zugegeben etwas, denn das dazugehörige Spiel habe ich nie gezockt. Aber das ist bei einem einzelnen Song als Award-Kriterium auch nicht so zwingend nötig, meine ich mal, um mich zu rechtfertigen. Obwohl es kurz vor Jahresende mit Final Fantasy XIVs Version von Weight of the World noch mal ordentlich Konkurrenz gab, ist hier sicherlich verständlich die einzig mögliche Wahl Devil Trigger aus Devil May Cry 5.

Best music overall:
Nier Automata gehört zu den Spielen dieses Jahr, die ich insgesamt gut fand, die mich aber auch Stellenweise immer wieder genervt haben. Was ehrlich gesagt bei fast allen Spielen, die ich unterm Strich gemocht habe, der Fall dieses Jahr zu sein gewesen scheint. Aber das der Gesamt-Soundtrack absolut geil ist, kann man definitiv nicht bestreiten.

Best character design:
Yoko Taro antwortet auf Fragen danach, warum ein Charakter so aussieht, wie er aussieht, immer wieder gern typisch Taro mit einem flapsigen „Weil es sich so besser verkauft“. Das ist definitiv sympathischer, als einen Mist davon zu schwurbeln, dass diejenige durch ihre Haut atmet oder sonst einen Blödsinn. Und es ist erneut schlecht zu bestreiten, egal was man vom Rest-Spiel hält, dass Nier Automata unglaublich attraktive Charakterdesigns offeriert, und das auf beiden Enden des Geschlechterspektrums. Ich habe bisher auch noch kein 2B oder 9S Cosplay gesehen, welches nicht absolut on point war.

Most engaging story:
Ist es cheatig hier ein Visual Novel zu benennen? Ich denke nicht, immerhin verkaufen sie sich hauptsächlich über den Punkt Handlung, da sie eben mehr digitalisiertes Buch denn Spiel sind, und dann sollte die hoffentlich auch gut sein. 428: Shibuya Scamble sticht da dieses Jahr eindeutig als einer der faszinierendsten, irrsinnigsten und packendsten Fahrten heraus, die mich zu keiner Zeit auf den Weg in die 80 Enden (meist natürlich verfrühte Bad Ends) losgelassen hatte.

Best atmosphere:
Hellblade: Senua’s Sacrifice ist ein weiteres Spiel, an dem ich alles mochte, bei dem mich dann aber ein Aspekt nervte. Die größte Stärke des Spieles ist allerdings eindeutig die Atmosphäre, der sich alles andere unterordnet. Weswegen das Kampfsystem auch keinen Spaß macht, von daher ist selbst das Intention gewesen.

Best sprite animations:
Hamtaro: Ham Hams Unite ist für ein Lizenzspiel recht gut, deren Ruf häufig eh schlechter erscheint, als so manches wirklich in der Praxis ist. Aber so wahnsinnig herausragend mag das nette kleine Spiel für Kinder nun auch nicht sein. Abgsehen von den wirklichen vielen und absolut niedlich anzusehenden Animationen des Hamsters, der für jeden Ausdruck in seinem Vokabular eine neue exaltierte Bewegung ausführt.

Worst gameplay mechanic:
Magic Knight Rayearth für den GameGear ist so oder so kein besonders gutes RPG. Aber was mich so richtig genervt hatte waren die Lucky Cards, die nicht nur einen enormen Random-Faktor in die Kämpfe bringen, sondern wenn sie gezogen werden häufig sogar mehr stören als wenn man die eigentlich gewählte Aktion hätte ausführen dürfen. Ohne wäre das Spiel zwar auch nicht gut, aber definitiv besser dran gewesen.

Quantity over quality games:
Hier bieten sich gleich mehrere an. Etrian Odyssey Nexus mit seinen 13 + X Labyrinthen zum Beispiel. Oder Monster Hunter Generations mit den ganzen dämlichen Gen1 und Gen2 Quests, welches aber wieder rausfallen würde, da ich es dieses Jahr nicht beendet habe. Der Preis an sich geht aber an Resident Evil 6 mit seinen vier fast vollwertige Spiele darstellenden Kampagnen. Ich glaube wirklich das Spiel hätte wesentlich besser ausfallen können, wenn man sich auf eine oder zwei davon beschränkt hätte, statt jedem was bieten zu wollen und damit einfach zu viel reinzupacken.

Most fun from the outset:
Das Spiel, mit dem ich tatsächlich nichts außer Spaß hatte, bei dem mich nichts nervte, war Persona 3: Dancing in the Moonlight. Zumal es eben auch super freundlich zu Leuten wie mir ist, die Rhythm Games super spaßig in der Theorie und zum Anschauen finden, aber einfach nicht die Skills haben, in der Praxis selbst sonderlich viel reißen zu können. Da es einen alles auch erspielen lässt, egal auf welchem Schwierigkeitsgrad man ist, und zusätzlich gewissen Mechaniken vereinfachen oder erschweren lässt, ganz wie man das will. Kein „Git Gud“, sondern absolutes „Have Fun“.

Most overly ambitious:
Hier kann nichts anderes stehen als Shenmue. Das Megaprojekt, dessen Budget über alle Maßen des Sinnigen gestreckt war. Das so viel im Detail wollte, so dass die erste Episode quasi keine drei Schritte an Story schaffte, sondern sich lieber für 20 Stunden im schnöden enorm ausgearbeiteten Alltagsleben der Umgebung verliert. Welch anderes Spiel könnte schon hier stehen?

In need of a remaster/sequel:
Anfang des Jahres habe ich endlich ein Spiel nachgeholt, auf welches ich seit Relese der PS3 ein Auge hatte: Folklore. Es hat mir gut gefallen, aber erneut gab es einige Ecken und Kanten, an denen ich mich gestoßen habe. Und die ich hauptsächlich dahin attestieren würde, dass es eben so kurz nach Launch der Konsole schon stehen musste. Ein Remaster, welches eventuell zumindest Kleinigkeiten verbessert, oder gar ein Sequel, welches alle Mankos beseitigen kann, fände ich hier echt eine coole Sache.

Best Boi:
Detroit: Become Human ist ein weiterer Vertreter des „Ich mochte es sehr, aber…“-Kathegorie. Genau genommen mochte ich am meisten letztendlich den absolut niedlich-schrägen Hundeersatz Connor und seine komische Stimme, seine unterhaltsamen Reaktionen. Am investiertesten war ich letztendlich auch nur daran, seine Beziehung zu Hank zu verbessern, auf das er ihm sagen möge, dass er ein guter Junge ist. Am Ende meines Durchgangs gab es sogar eine kleine Umarmung. Damit war alles gut für mich am Spiel. Connor ist best boi und verdiente das.

Cutest bois:
Die niedlichsten Kerle hingegen setzte mir Fire Emblem: Fates vor. Was wenig überraschen sollte, da Fire Emblem nur noch durch seine leichten Dating-Elemente und Rubbel-Minispiele an enormst attraktiven Charakterdesigns am Leben gehalten wird. Ich habe Vermächtnis gespielt. Nicht, dass die Charakterdesigns auf beiden Seiten nicht sehr horny wären. Aber es hilft natürlich auch, dass viele Hoshido-Jungs in ihrem Ninja-esquen Outfit ein wenig Titte zeigen. Das ich davon als männlicher Avatar keinen flachlegen durfte, macht es selbstredend letztendlich zum schlechtesten Spiel.

Most boring:
Hier breche ich damit, dass ich das Spiel auch durchgespielt haben muss. Zunächst sah es fast so aus, als würde World of Final Fantasy hier stehen müssen, ein Spiel auf das ich mich sehr gefreut hatte, und das gute Ansätze bietet, aber mich nach ein paar Kapiteln gelangweilt abbrechen lies. Doch dann kam Atelier Lydie und Suelle in mein Leben. Ich wollte der Hauptserie nach einem mäßig gemochten Annie doch noch mal einen Versuch schenken. Und ich habe mich keine Sekunde in den ersten beiden Kapiteln des Spieles nicht tödlich gelangweilt.

Weirdest game:
428: Shibuya Scramble ist ein starker Kandidat, hatte aber keinerlei Chance gegen das von mir früh dieses Jahr gespielte 9 (The Last Resort). Keinerlei „lol Japan“-Bonus, da ein westliches Adventure Game, ist das Ding hochgradig frustrierend wie faszinierend. Ich habe glaube ich noch nie ein Spiel gespielt, welches so „Arthouse“ schrie, und dessen Entstehungsgeschichte zusätzlich sehr interessant ist, da von einer Kommune bekannter Hollywood-Stars stammend.

New hate-love of my life:
Die Soulsbornes, ganz eindeutig. Letztes Jahr habe ich bereits Dark Souls Remastered gespielt. Es dauerte nicht lange, bis die beiden Sequels und Bloodborne auch bei mir lagen. II ist mittlerweile durch, in III stecke ich gerade. Und es gibt keine Spiele, die mich so frusten, mich aber dennoch ständig wieder mit ihrem Sirenenruf zurückgeholt bekommen.

Worst gaming decission:
Man mag fast Dark Souls nennen wollen, da ich an den Spielen bestimmt Jahre meines Lebens lasse, und mich besser gar nicht auf sie eingelassen hätte. Aber Anfang des Jahres war auch 15. Jubiläum von Monster Hunter. Also habe ich mir vorgenommen den allerersten PS2-Teil zu spielen. Noch nicht durch, dies aber wie bei allen abgebrochenen Spielen immer noch vor zu revidieren. Aber wirklich, ich habe keine Ahnung, wie die Franchise je so erfolgreich sein konnte, denn alles vor Generation 3 ist ziemlicher Mist.

Best expansion:
In Dualität kommt mir Monster Hunter World: Iceborne. Das bei manchen anderen Studios als vollwertiges Spiel im Umfang gelten könnendes (und natürlich auch nicht ganz billig zu habendes) Addon zu meinem liebsten Spiel des Jahres 2018. Auch das von den Stunden meist-gespielte Spiel diesen Jahres, da ich weitere über 100 im Addon lies. Einfach nur knorke.

Best side activity:
Und in Sachen Nebenscheiß, der eigentlich nichts mit dem Hauptspiel zu tun hat, und nicht nötig gewesen wäre einzubauen, der aber ein heimlicher Favorit ist und nun nicht mehr vermisst werden möchte: Ebenfalls in Iceborne. Mit dem Addon gibt es neues Endemic Life zu fangen und als Haustiere in den eigenen Raum zu werfen, und neu kann der Raum jetzt auch umdekoriert werden. Was habe ich darin enorme Zeit verloren, noch lang bevor ich mit dem Spiel durch war.

Best JRPG in a decade:
Manchmal habe ich fast das Gefühl, dass ich den JRPGs überdrüssig werde. Keines davon konnte mich so begeistern wie zuletzt Nier und Dragon Quest IX vor satten zehn Jahren. Ich spiel sie immer noch ganz gern, aber keine der Hypefranchises seither hat mit mir gleich viel geklickt, wie mit manch anderem. Dann kam Dragon Quest XI und wurde mein liebstes Spiel, welches ich im letzten Jahr gespielt habe. Gut, auch hier hatte ich Einfindungsschwierigkeiten. Aber sobald die erste Hürde gemeistert war, habe ich es durchgesuchtet und kann sagen wirklich in den letzten zehn Jahren kein JRPG im gleichen Maß genossen zu haben wie das aktuellste Dragon Quest.

Twenty Nineteen

Zeit für den üblichen Jahresrückblick-vorausschau, mit starkem Hang zum Rückblick natürlich. Beginnend mit den üblichen WordPress-Statistiken: Die Besucherzahlen sind etwas gestiegen gegenüber den letzten beiden Jahren, die fetten Jahre 2013/2014 sinds aber freilich nicht mehr. 167k Wörter wurden in 128 Beiträgen veröffentlicht. Die meisten Klicks bekamen die Dauerrenner aus Vorjahren Loving Wife or Dirty Whore: Eleanor und Minecraft Revisited, ab dem dritten Platz (Twenty Eighteen) war dann aber tatsächlich einiges aus dem aktuellen Jahr vertreten.

Was gab es thematisch Wichtiges und weniger Wichtiges, welches ich aber dennoch hier nennen möchte? Ich habe eine neue Konsole. Verlinkt mit der Tatsache, dass ich immer noch eine absolute Obsession mit Monster Hunter habe. Als ich Monster Hunter Tri im Oktober 2017 gespielt hatte, war jegliche News über das bevorstehende Monster Hunter World ehrlich gesagt noch komplett an mir vorbeigegangen. Darauf wurde ich erst gegen Jahreswechsel aufmerksam, nahm mir allerdings schwer vor, bis Ende 2018 oder Anfang 2019 zu warten, bis das Spiel und gegebenenfalls eine anzuschaffende PS4 billiger zu haben sind. Und dann entschied sich Capcom kurzfristig dazu, die Rathalos PS4 Pro mit dem Spiel doch auch in Europa zu veröffentlichen. Nach hin und her und wieder hin hatte ich mich selbst letztendlich dazu überredet, und nur wenige Tage nach Release des Spieles stand die neue Konsole bei mir.

Was natürlich absolut praktisch daran ist, dass sie schon ihre Jahre auf dem Buckel hat, ist die Tatsache, dass somit schon ordentlich viele Spiele raus sind, die mich interessieren, und ich mir nicht einfach einen überteuerten Briefbeschwerer gekauft habe, wie wenn man so eine Konsole zu Release kauft, nachdem man das einzig interessante Launch-Spiel nach zwei Wochen durchhat. Für 20-30 Euro kann man sie mittlerweile auch noch durch die Bank weg haben. Etwas Überhand hat es deswegen vielleicht doch genommen, denn mein Backloggery sagt mir, dass ich in diesem knappen Jahr 28 Spiele für die PS4 gekauft und 13 davon bereits durchgezockt habe. Nicht umsonst hat mir mein #MyPS4Life unterstellt, über 600 Stunden an der Konsole verbracht zu haben, wobei allerdings bereits 350 an die zwei Spitzenreiter-Spiele Monster Hunter World und Persona 5 fallen.

Ach ja, Persona 5 konnte ich also auch endlich bezocken und mich leicht von ihm enttäuschen lassen. Keine Ahnung, Erfolg scheint der MegaTen-Franchise nicht ganz so gut zu tun, auch wenn sich das absolut elitär anhört. Auf die Achterbahnfahrt von Final Fantasy XV konnte ich mich mit der neuen Konsole ebenfalls endlich einlassen. Und mit The Zodiac Age eine mir dieses Jahr erst aufgefallene Lücke in der Reihe stopfen, da ich total vergessen hatte, dass ich die PS2-Version nie besessen sondern immer nur ausgeliehen hatte. Die sollten allerdings nicht die einzigen Final Fantasys bleiben. Neben der obligatorischen Partizipation an der Four Job Fiesta zu Final Fantasy V habe ich auch ein wenig ins Free Trial von A Realm Reborn und das knuffige aber langweilige World of Final Fantasy gespielt, sowie Theatrhythm Final Fantasy durchdirigiert.

Meine große Liebe ist und bleibt allerdings Monster Hunter. Am 13. Oktober 2018 war es erst ein Jahr her, dass ich mit Monster Hunter Tri meine Sucht angefixt habe, seither habe ich allerdings Stories, Freedom 2, 4 Ultimate, World durchgespielt, Monster Hunter Frontier Z kurz eine Runde drehen lassen, und mir mit Monster Hunter PS2 und Monster Hunter Generations bereits Nachschub ins Haus geholt. Ganz zu schweigen bekannter Klone in God Eater 1+2, Toukiden 2 und Lord of Arcana, während ich mich auf das Konsolenrelease von Dauntless dieses Jahr freue.

Allerdings ist es absolut nicht neu, dass ich immer mal wieder einer Franchise oder einem Genre verfalle. Irgendwann war das mal Dragon Quest, von dem ich dieses Jahr XI spielen will. Danach Ys und Megami Tensei. Ich hatte eine Zeit, in der ich absolut viele Dungeon Crawler gespielt habe, und auch eine für Dating Sims. Dann kam Resident Evil und nun halt Monster Hunter. In denen ging es auch allen etwas weiter. Nach gefühlten Ewigkeiten konnte ich in der 3DS-Variante beispielsweise endlich Dragon Quest VII zu Grabe tragen, um auch in dieser Franchise eine Spielelücke zu füllen. Ich hatte einen Rückfall in Dungeon Cralwer mit Sakura Dungeon, Ayakashi no Shiro und Shin Megami Tensei if, während ich Etrian Odyssey V und 7th Dragon 2020-II noch bespiele. In Sachen Resident Evil wurde Deadly Silence und Revelations gespielt, die 2 aktuellsten Filme geschaut, und für dieses Jahr gekauft sind bereits Revelations 2 und Teile 5 sowie 6. Sakura Taisen konnte ich ebenfalls mit den Spielen 3 und 4 beenden, wobei Sega pünktlich einen neuen Teil angekündigte, auf den ich mal gespannt bin. Damit war meine Dreamcast-Jungfräulichkeit übrigens auch zerstört.

Die Nuzlocke zu Pokemon X ist nach langer Pause doch wieder aufgegriffen gewesen. Und auch Might & Magic habe ich mit der World of Xeen erneut besichtigt, wobei ich ungeplant noch immer am Ende von Clouds of Xeen verharre, dieses Jahr folgt also nach Verzögerung sicherlich auch die Darkside of Xeen.

In Harvest Moon wollte ich ebenfalls mal wieder hereinschauen, wobei ich mit Light of Hope und Skytree Village in die „in name only“ Teile nach der Franchise-Spaltung schaute, zur Zeit mit Story of Seasons: Trio of Towns allerdings auch die „richtige“ Seite spiele.

Meine neueste Obsession könnte zudem Souslborne werden, da ich mit Dark Souls Remastered der Reihe ebenfalls zum ersten Mal persönlich begegnete und reichlich Affinität bescheinigen kann. Muss man aber mal sehen, Dark Souls ist halt doch sehr erschöpfend zu spielen. Eher nicht weiter geht’s mit Zelda, bei dem mir Ocarina of Time lediglich das gute Gefühl gab, nach 20 Jahren und in der zweiten besessenen Kopie endlich mal diesen Meilenstein der Videospielgeschichte durchgezockt zu haben… und als nicht meins befinden zu können, wie das bei Zelda und mir leider die Regel ist.

Gab aber nicht nur Games, auch wenn das so mein Hauptaugenmerk ist, und vor allem in anderen Bereichen eher wenig thematisch Zusammenhängendes geschieht. Inu Yasha allerdings ist geschehen. Nämlich alle Staffeln und Filme, die angeschaut wurden. Und zwei weitere Pokemon-Film beim Reboot ankommend gab es auch in Sachen Anime. Sowie sowieso das AotY 2018 bereits im Januar mit Devilman Crybaby über die Bühne gelaufen war. Zusammen mit dem GotY 2018 in Monster Hunter World ebenfalls im Januar ist das ein eher langweiliges verbliebenes Jahr gewesen.

Die Staffeln Doctor Who sind nun alle beendet, abgesehen natürlich von der aktuell neuesten, die noch fürs Heimkino verwertet werden muss. Und eine Shark Week gab es auch mal wieder. Bald haben wir das Ende der Sharknado-Saga erreicht, Kinders!

Eine ebenfalls schon länger im Hinterkopf befindliche Sache durfte ihre Früchte tragen, in dem ich begann und überraschend auch bereits beendete alle Bände der The Five Star Stories zu lesen. Oder besser gesagt all diejenigen, die es in der englischen Auflage gab, die für mich also verständlich sind. War schon interessant, ich hatte des Hypes wegen aber vielleicht etwas mehr erwartet gehabt.

Zwischendurch ist ja immer mal wieder durchgeklungen, was so noch folgen könnte oder woran ich mich gerade so aufhalte. Ansonsten ist das Vorausplanen für nächste Jahre, habe ich so für mich beschlossen, eher Blödsinn, da mein Hamsterhirn sowieso ständig was Andres machen will und die Sachen dann erst zehn Jahre später plötzlich doch auftauchen. In der Geplant-Pipeline stehen allerdings schon Beiträge zu… wer hätte es auch anders gedacht: mehr Monster Hunter. So zum Abschließen von World und Frontier Z je einer. Natürlich steht dann bereits anschließend Dark Souls Remastered in den Startlöchern, welches ich letztes Jahr noch schnell beendet hatte. Und einer zu einer Netflix-Serie. Allgemein gehe ich davon aus dieses Jahr etwas weniger Zeit erübrigen zu können, aber da muss sich noch zeigen, ob dem so ist, und ob ich nicht doch kreativ drumherum timemanagen können werde.

Guter Gaming-Vorsatz fürs Jahr ist sowieso, nie wieder ein Spiel zu beenden, sondern alles nur für 2-5 spaßiges Stunden für die interessante neue Erfahrung anzuspielen, und dann hoffnungslos zu droppen.

In dem Sinne: Ein Frohe Neues und besseres Jahr 2019.

(⁄ ⁄>⁄ ▽ ⁄<⁄ ⁄)

Auch dieses Jahr gibt es von mir wieder Auszeichnung für einige der herausstechenden Spiele, die ich dieses Jahr angegangen bin, davon versehentlich vielleicht sogar ein oder zwei, die in 2018 erschienen, statt uralt zu sein. Dies natürlich bestenfalls unter total unsinnigen Kategorien. Damit scheine ich sowieso ein Trendsetter zu sein, wenn ein Action-Game wie Monster Hunter bei hochoffiziellen Award-Verleihungen beispielsweise zum besten RPG gekürt werden kann. Oder wenn wie jedes Jahr wieder bei GameFAQs der komplett ohne eigene Persönlichkeit auskommende Spieler-Avatar Link als bester Charakter gekürt wird – ein fast genauso sinnvoller erster Platz in dieser Kategorie, wie das eine Jahr, als aus Witz einer der Tetris-Blocks gewann.

Game resulting in the longest post:
Meine Let’s-Play-igen Zusammengeschreibsel zu den Monstern in den Monster Huntern sind ja immer extrem lang, wodurch nicht überraschen sollte, dass mit meiner Obsession der Serie die obersten drei Plätze hier alle von jenen eingenommen werden, noch vor ebenfalls viel zu langen von meinen Geschreibseln zu Dating Sims. Monster Hunter Worlds Low Rank beispielsweise kommt mit 5.6k Worten daher, Monster Hunter Freedom 2 mit 6.1k, und die Spitze führt das Ultimate-Update von Monster Hunter 4s Low Rank mit ganzen 7.2k an Worten an, so dass ich zunächst überlegt hatte, ob ich das nicht doch auch noch zweiteile.

Longest played:
Ich bin eigentlich eher ein fixer Spieler. Ich mache in der Regel auch wenig bis teilweise gar kein Post Game oder Nebenaktivitäten. Aber eine Obsession ist ja keine Obsession, wenn man sich zurückzuhalten im Stande wäre. Und somit ist das von mir mit der PS4 zugelegte Monster Hunter World mit seinen laut #MyPS4Life mittlerweile 240 Stunden Spielzeit eindeutig und mit weitem Abstand an der Spitze.

Longest to credits:
Allerdings habe ich, obwohl ich nicht zügig vorgegangen bin, die Credits am Ende von Monster Hunter World bereits nach „nur“ ca. 85 Stunden auf dem Fernsehbildschirm gehabt. Ein Spiel, welches allerdings das Wort „Zurückhaltung“ genauso wenig kennt wie das Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“, und bis zu seinem Storyende ungefähr 1.5x so lang brauchte, als die eh schon überzogen langen beiden Vorgänger, war für mich Persona 5 mit satten 117 Stunden.

Best inconsequential non main activity:
Eigentlich beide Spiele wieder. Ich war beispielsweise überraschend darin involviert, in Persona 5 alle Dekorationen für den Raum des MC zu bekommen. Und noch viel mehr hatte ich einfach den Drang danach, in Monster Hunter World alle Endemic Wildlife Tiere zu sammeln, die man auch dort als Haustiere im eigenen Raum halten kann. Für die zugehörige Guild Card bin ich später sogar durch die irrsinnige Aufgabe gegangen, alle raren Großfische zu angeln. Vielleicht sollte ich mir doch Animal Crossing: Happy Home Designer zulegen.

Most stylish game:
Zum letzten Mal Persona 5. Ich hatte meine Probleme mit dem Spiel. Die engstirnige Sichtweise im Social Sim. Die extreme Länge. Das Aufgeben der interessanten Themen, um am Ende doch nur den Status Quo vor übernatürlichen Einflüssen retten zu müssen. Aber wenn es eines gibt, was Persona 5 noch besser als seine Vorgänger macht, dann ist es absolut punktgenau einen Style zu finden und sich zu einem der stilsichersten Spiele aller Zeiten emporzuschwingen.

Most annoying yet addicting:
Ich habe ein Problem was Monster Hunter angeht. Das ist sicherlich kein Geheimnis, selbst wenn die Franchise nicht in diesem Beitrag gefühlt alle drei Worte erwähnt werden würde. Im Zuge meiner Obsession mit ihr habe ich dieses Jahr das schon ewig hier rumliegende Monster Hunter Freedom 2 gezockt. Und irgendwie hat die Sucht dazu geführt, dass ich es durchgezogen habe, obwohl ich ehrlich gesagt von den archaischen Mechaniken in Generation 2 häufiger genervt war denn Spaß gehabt zu haben. Bei Shin Megami Tensei if kam ich übrigens letztendlich zu einem ähnlich Ergebnis.

Worst decission (probably):
Wieder Monster Hunter. Wenn mich Generation 2 eigentlich schon mehr nervte als unterhielt, so kann ich es nur absolutem Irrsinn zuschreiben, dass ich mir gegen Ende auch ein Spiel von Generation 1 geholt habe, nur um alle fünf MH-Generationen abzudecken. Und dann noch nicht mal das erste Freedom, nein es musste auch glatt das allererste Monster Hunter für die PS2 sein, bei dem man noch mit dem rechten Analogstick angreift.

Best Monster Hunter:
Ausnahmsweise will ich auch mal am Rande Monster Hunter erwähnen dürfen. Ich habe ja, wenn auch bei weitem nicht alle Releases, erschreckend viele in dem knapp über einem Jahr gespielt, seitdem Tri mich zur Franchise brachte. Eines von jeder Generation auf jeden Fall und auch einige Klone. Sollte aber nicht überraschen, dass ich absoluter Normie mich einfach den Verkaufszahlen von über 10 Millionen Einheiten anschließe, und Monster Hunter World mit all seinem Feintuning als eindeutig bestes Spiel der Franchise küre.

Best Sakura Wars:
Eine Mini-Obsession mit Sakura Wars hatte ich ja auch mal, immerhin habe ich mich in 2017 und dem Beginn von 2018 durch alle fünf Hauptspiele gelesen. Hiervon hat mir Sakura Taisen 3 definitiv am besten gefallen. Die klarere Optik und das interessantere SPRG-Gameplay haben definitiv gegenüber den Saturn-Teilen geholfen, und im Gegensatz zu Teil 4 wirkt es nicht so schnell durchgehechtet. Außerdem gefällt mir die Truppe aus Paris etwas besser als die Mädels aus Tokyo oder New York.

Better than expected:
Von Sakura Dungeon hatte ich nicht viel erwartet, immerhin erscheint gefühlt wöchentlich ein schnell dahingerotztes Sakura Irgendwas, welches einem möglichst schnell Schablonentitten unter die Nase hält, damit sich der Kauf gelohnt hat. Ich war dann allerdings doch überrascht, dass wir in Sakura Dungeon zwar einen simplen und durchschnittlichen, aber dennoch recht unterhaltsamen Dungeon Crawler mit attraktiven Designs und sympathischen Charakteren erhalten haben.

Biggest let-down:
Crimson Shroud. Der Beitrag in Level 5s Guild-Minispielesammlung von Gaming-Auteur Yasumi Matsuno, welches ich vor Ewigkeiten gekauft aber nach Chapter 1 wieder liegengelassen hatte. Da ich dieses Jahr mehr Zeit hatte nebenbei Handheld zu spielen, und weniger vor die stationäre Konsole konnte, habe ich auch das Spiel wieder im 3DS Runden drehen lassen. Und ich war überrascht wie absolut genervt ich während Chapter 1 und absolut demotiviert zu Beginn von Chapter 2 vom Gameplay war. Hab es enttäuscht direkt erneut abgebrochen.

Quickest I soured on an otherwise fine game:
Ich mag überrascht gewesen sein, wie wenig mir Crimson Shroud gefiel, war aber auch nie zunächst ihm begeistert. Bei Final Fantasy XV war ich im Open World der ersten Kapitel zuerst dutzende Stunden zufrieden, bevor das schleichend zu kippen begann, und ich das Spiel zu hassen lernte. Der stärkste, krasseste, und plötzlichste Motivationsverlust kam allerdings in Birthdays the Beginnings. Ein davor und auch danach absolut nettes, süßes, kleines Evolutionsspielchen, hat sich mir an einer einzelnen Stelle absolut versaut, weil ich eine ganz spezifische Spezies allen Versuchen zum Trotz für satte 4 Stunden (so lang, wie der ganze Rest des Spieles ungefähr dauerte) nicht triggern konnte und im Stillstand festhing.

Biggest mess:
Hier darf sich dann aber Final Fantasy XV wirklich rühmen an der Spitze zu stehen. Gleichermaßen schockierend wie auch verständlich, dass ein Spiel, welches 10 Jahre in Entwicklung war, so unausgegoren sein kann. Wenn es halt nicht vorangeht, die Plattform und das Team gewechselt werden, bereits geplante und fertige Dinge verworfen oder abgeändert und angepasst werden müssen. Und dann doch das Teil irgendwann in die Regale soll, jetzt aber wirklich und ohne Kompromisse. Da verwundert es gar nicht mehr so sehr, dass einige der besser ausgearbeiteten Dinge wirklich gut sein können, wie beispielsweise die Beziehung der Boy Group untereinander während ihres Road Trips und viele kleine charmante Einfälle währenddessen. Und gleichzeitig das übergeordnete große Ganze, vom Gameplay zu den Nebenaufgaben zu eigentlich jedem anderen Charakter und der Kohärenz der Handlung auf wackeligen Beinen beginnt und ab Spielhälfte komplett zusammenbricht.

Best boi:
Prompto aus Final Fantasy XV noch vor Ryuji aus Persona 5. Ich hatte echt erwartet vom Sidekick-Stereotyp schnell genervt zu werden. Aber wie schon erwähnt, wenn Final Fantasy XV auch sonst fast nichts richtig oder auch nur sonderlich kompetent macht, so hat man bei den vier Jungs echt eine Punktlandung hingelegt. Ich war wirklich überrascht, wie charmant und herzig Prompto für mich über den Spielverlauf war. So ein Haustier wünscht sich heimlich doch jeder.

Prettiest Final Fantasy:
Um das Triumvirat zu beenden, und damit sich das von mir gespielte Final Fantasy XII auch blicken lassen kann. Ich finde immer noch, dass dies das bestaussehende Spiel der Franchise ist. Es ist halt auch bei dem Spät-PS2-Sweetspot, wo die Technik ausgereift genug war, als das es die vorigen übertrumpfen aber später unter besserer Hardware entstandenen Spielen nicht zwangsläufig nachstehen muss, aber durch die noch nicht überzogenen Budgets artistisch und stilistisch sich ordentlich in den Details ins Zeug gelegt werden konnte.

Aiming for the highest skies:
Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Spiele während der Übergangszeit von PS1 auf PS2 doch auch einen Port auf den GBC bekommen haben. Häufig aber in einer gleich komplett abgewandelten oder zumindest ordentlich abgespeckten Version. Wer ordentlich hoch gezielt, wenn auch nicht wirklich getroffen, hat, ist Alone in the Dark: The New Nightmare. Abgespeckt ist es auch, im Kampfsystem ebenfalls stark abgewandelt, aber es ist schon interessant, dass versucht wird so viel wie geht auf das kleine Modul zu packen und der Erkundungsteil selbst mit den „vorgerenderten“ Hintergründen daherkommt.

Worst motion controls:
Und wieder Alone in the Dark, diesmal aber im 2008er Reboot auf der Wii. Ich stehe Motion Controls ja immer skeptisch gegenüber, weil ich finde das sie nur für wenige Genre/Spielmechaniken wirklich dem Erlebnis etwas hinzufügen, und in den meisten Fällen bestenfalls leicht umständlicher als ein traditionelles Kontrollschema und im schlechtesten Fall einfach absoluter Nervfaktor sind. Alone in the Dark 2008 wird Stellenweise auf der Wii durch sie schlicht komplett unspielbar gemacht. Umso unverzeihlicher, da es eine PS2-Version gibt, die Wii-Variante aber eben jenes existente traditionelle Steuerschema nicht optional anbietet.

Most Smartphone game that’s not on one:
Harvest Moon: Light of Hope ist kein besonders gutes Spiel, aber auch nicht so extrem schlecht, wie es gern gesagt wird, sondern ist schon moderat unterhaltsam als Nebenbeschäftigung. Sowohl optisch als auch von der Steuerung her als auch vom Content hätte es allerdings tatsächlich absolut eine Inkarnation für Smartphones für den kleinen Preis sein müssen. Hätte besser gepasst und wäre so vielleicht sogar besser aufgenommen worden. Natsume hat es letztendlich ja dann im Herbst auch wirklich auf jene gebracht.

Most surprised I got into it:
Ich habe immer mal wieder Franchises, an denen hatte ich Interesse, habe sie aber bisher nie angerührt gehabt, weil ich sie für mich als hundsmiserablen Zocker einfach außerhalb der Möglichkeiten sah. Nur um dann überrascht zu sein, wie viel Spaß sie mir doch machen, als ich endlich zu ihnen griff. Vor zwei Jahren war das Resident Evil. Vor einem Jahr Monster Hunter. Und dieses Jahr hat mich überrascht, wie sehr mir Dark Souls Remastered doch liegt. Klar, manchmal hasste ich das Spiel aus tiefster Seele, aber manchmal liebte ich es eben auch mit ganzem Herzen. Übliche Emotionen eines Soulsborne-Zockers, wie ich mir habe sagen lassen.

Twenty Eighteen

Traditionell ist der erste Post im neuen Jahr, dass ich mir noch mal ein wenig mein eigenes Horn blase (nicht doppeldeutig gemeint, ich wünschte ich wär so gelenkig). In dem ich noch mal Revue passieren lasse, was so letztes Jahr geschehen ist, und ein wenig dahin schaue, was ich gern im nächsten machen würde, auch wenn dann eh nix draus wird.

Aber vorher natürlich ein wenig die WordPress-Statisitken. Oktober war der meistbesuchte Monat, allerdings auch der mit den Halloween/Hallowiin-bedingt meisten Einträgen mit 22 aus den 157 des Jahres. Der beliebteste Beitrag des Jahres war, ganz nach Sex Sells, Eleanor: Loving Wife or Dirty Whore. Im Gegensatz zu den anderen beiden Plätzen (Minecraft und der Schwulenporno Eingelocht) immerhin auch dieses Jahr online gegangen! Der seit 2013 anhaltende Abwärtstrend an Gesamthits konnte sich übrigens nicht fortsetzen, 2017 sah fast genau gleich viele Hits wie 2016.

Um den Elefant aus dem Raum zu bekommen: HBWTGAK. Außer direkt im Januar gab es das ganze Jahr über keine Reviews. Keine Entschuldigung, mir war einfach nicht danach. Mir ist das immer mal wieder unangenehm aufgefallen, und ich hab mir vorgenommen bestimmt nächste Woche anzufangen, und BAM plötzlich ist 2018. Um ehrlich zu sein bin ich deswegen am Überlegen, ob es sich überhaupt noch lohnt weiterzumachen. Es ist nämlich so, dass das Game-Review-Schreiben ursprünglich damit anfing, dass ich das für Greg’s RPG Heaven gemacht habe, vor gefühlt Millionen Äonen in Internet-Jahren, und sie sozusagen nur so als zweites Sicherheits-Abstellgleis auch noch für mich online stellte. Denn im Prinzip ist es ja so, dass ich das quasi doppelt mache – ein Mal hier relativ lapidar von der Hand runter geschrieben, wie mir gerade danach ist, und dann später erneut etwas im aufgeräumten Gedankengang dann für HBWTGAK für gewisse ausgelesene Spiele. Aber wie gesagt, lohnt sich das überhaupt?

Was irgendwie zufällig sich ergeben hat, ist, dass ich beinahe durch das komplette New Who geschaut hätte. Series One habe ich bereits im Jahr davor angefangen gehabt, allerdings durch eine Pause im Schauen erst 2017 dazu gebloggt… und nach und nach kam es einfach dazu, dass bis einschließlich Series Nine alle auch noch im selben Jahr gelandet sind. Nur das frisch DVDisierte Series Ten, welches durchaus bereits hier ausgeliehen herumliegt, ist noch zu beschnuppern, dann habe ich aufgeholt.

Eine Sache, die ich lange angedroht, aber dann doch nie den Mut zu hatte, ist immerhin 2017 geschehen: Ich habe das komplette erste Golden Sun nochmals gezockt und ich glaube ausgiebig darüber berichtet, warum ich es nicht gut finde. Wobei ich doch etwas geschockt war, denn ganz so dilettantisch gemacht hatte ich das Spiel dann auch wieder nicht in Erinnerung. Wo ich zunächst durchaus noch Spaß hatte, das Spiel zu riffen, so sehr hat es mich zum Ende hin mit seiner schieren wortreichen Dummheit gebrochen – denn eigentlich war geplant die ganze Trilogie direkt hintereinander weg abzuhandeln, dann hatte ich allerdings doch für das Jahr zunächst mehr als genug Golden Sun durchlitten.

Wieder aufgegriffen habe ich Might & Magic III, den letzten Teil, der einfach per Konsolenport zu spielen war, und den ich für über zwei Jahre nach einem Blogeintrag hatte versauern lassen. Dabei hätte ich nur noch ein wenig mehr spielen müssen, und das Ding hätte mit mir geklickt. So wie dann eben im letzten Jahr, als ich dann richtiggehend ein wenig durch gesüchtelt bin. Warriors of Might & Magic gab es dann sozusagen noch als Bonus zum Abschluss der Reihe oben drauf, wobei das nun wirklich nicht gut war.

Das als Stichpunkt nehmend bin ich natürlich auch durch die GameBoy Obscurities und GameGearing weiter. Für die habe ich nämlich sowieso immer mal wieder in Etappen echt Laune. Halt die an mir und eventuell auch einigen anderen komplett vorbei gegangenen Handheld-Spiele zu beschnuppern, als Handhelds noch nicht wirklich weitreichend ernstgenommene Spieleplattformen waren, sondern mehr wie heutzutage die Smartphones gehandelt wurden.

Auch weitere Einträge gab es zu meiner nicht mehr ganz so neuen Leidenschaft der Dating Sims und Romance Visual Novels, wobei das Jahr viele eher in Richtung Indies gehende Einträge gesehen hatte. Und Sakura Wars, die von mir neu entdeckte Franchise, die etwas zwischen den beiden Stühlen sitzt und zusätzlich noch SRPG als Schmiermittel beigibt. Letztendlich hatte mich das einzig bei uns releaste So Long, My Love, welches bereits der letzte und fünfte Teil ist, dazu motiviert sogar die japanischen ersten beiden Teile nachzuholen.

Zudem sehr viel Spaß hatte ich an meinem Hallowiin, wo wir nämlich wieder bei den etwas unterschätzten Plattformen wären, speziell halt das die Wii eben doch eine ziemliche Anzahl an Horror Games spendiert bekommen hatte. Und im Zuge dessen gab es nicht nur ein paar Randerscheinungen des Genres, sondern zwar nicht mein erstes, aber doch das erste ernstzunehmende Aufeinandertreffen mit Resident Evil, dem Popularitätskatalysator des Survival Horrors. Und ein wenig verliebt hatte ich mich schon, vorrangig in den ersten und vierten Teil.

Eine weitere Laune, aus der gar nicht so viel wurde, wie ich zunächst wollte, war der 30. Geburtstag von Final Fantasy. Zu Jahresbeginn gab es ein Replay von Final Fantasy VII und ein Rewatch von Advent Children, zum eigentlichen Geburtstag zu Jahresende dann die ersten beiden Teile. Doch eigentlich wollte ich gerne noch IX spielen und eventuell Tactics und Type-0 durch die PSP jagen. Irgendwie ist mir die Franchise wieder aus dem Blickwinkel verloren gegangen.

Verlorengegangenes wieder aufgegriffen war allerdings im Sinne der Riffs von David DeCoteaus 1313-Filmen. Das Spaghettimonster segne diesen Mann und seine nicht wirklich erotischen homoerotischen Möchtegern-Horror-Filme. Ansonsten hatte die Filmfront als größeres Projekt eher nur noch das komplette Beschauen von Ghost in the Shell zu bieten, wobei hiermit der japanische Part der Franchise gemeint ist, noch nicht die Hollywood-Variante.

Über spontane Launen kam es hingegen dazu, dass ich insgesamt 4 Harvest Moons gespielt habe, zwei davon gegen Anfang des Jahres, zwei gegen Ende, wovon der Blogeintrag zu einem davon erst in dieses Jahr fallen und in den nächsten Tagen folgen wird.

Absolut verliebt habe ich mich natürlich in Monster Hunter, was ich bereits ausgiebig überall preisgegeben habe. Ja, ich bin einer dieser Spieler geworden, einer der auf Monster Hunter steht. Und nicht damit aufhören kann über Monster Hunter zu reden. Hashtag Sorry Not Sorry. Ich kann tatsächlich Skeptikern nur raten sich mal an einem der aktuelleren Teile zu versuchen, sie könnte so wie ich überrascht sein, dass ihnen die Franchise allem Widerstand zum trotz dennoch liegt. Und die Pokemon-Affinen sollten mal einen Blick in Richtung Monster Hunter Stories werfen.

Woran ich auch so richtig meine Freude hatte, war als e7 mich gar nicht mal sonderlich dazu überreden musste, Shining Force zu spielen. Immerhin hab ich aus freiem Willen dann noch GG Shining Force II nachgelegt und Shining the Holy Ark begonnen. Wobei ich letztes Jahr auch echt entdeckt habe, dass ich es wirklich vorziehe in kleineren Etappen zu zocken. Ein oder zwei Kämpfe für den Lagebericht in Shining Force, oder eine Episode in einem Sakura Wars beispielsweise so jeden oder jeden zweiten Tag zu machen. Da wird man das Spiel nicht leid, legt keine größeren Pausen ein, über die man das Weiterspielen gern mal total vergisst.

Pläne für das aktuelle Jahr habe ich so gesehen nicht. Zumindest würde ich es nicht richtig Pläne nennen. Das setzt nämlich voraus, dass man auch versucht die Sachen umzusetzen. Ich hingegen, in meinem wankelmütigen Hamsterhirn, hingegen habe eher diverse Spleens an Sachen, die ich gern machen würde. Und dann kommt es zu den meisten davon doch irgendwie nicht, und ich erwähne sie nächstes Jahr hier an dieser Stelle erneut. Dafür mache ich dann ständig spontan andere Dinge in derer statt.

Wie bereits erwähnt wollte ich ja ursprünglich den anderen beiden Golden Suns auch den Arsch aufreißen, oder mehr Final Fantasy spielen. Shining the Holy Ark habe ich noch nicht beendet und eigentlich hatte ich kurzzeitig richtig Bock sogar alle drei Scenarios von Shining Force III zu spielen. Auf diesem SRPG-Tripp sollte auch Final Fantsy Tactics folgen und ich mir eventuell auch Fire Emblem anschauen, dessen erstes West-Release dieses Jahr übrigens seinen 15-jährigen feiert. Sowohl die Let’s Plays zu The Bard’s Tale und der Pokemon X Nuzlocke liegen momentan noch brach.

Dazu kommt, dass ich auch schon immer mal so richtig die Tales-Serie beschnuppern wollte, und nachdem e7 kürzlich Koudelka beendet hat, wurde ich wieder dran erinnert, dass die komplette Shadow-Hearts-Serie ebenfalls lange überfällig ist – obligatorisch sei im gleichen Atemzug Heaven & Earth genannt. Ocarina of Time wird übrigens auch 20 Jahre und ich habe mir letztes Jahr das 3DS-Remake zugelegt, in meinem nie enden wollenden Fehlverhalten mir weiterhin Zeldas zu kaufen, obwohl ich mit der Franchise nie warm zu werden scheine.

Zudem besitze ich schon länger Monster Hunter Freedom 2, welches ich sogar bereits begonnen und dann kurzzeitig eingeeist habe, sowie seit Weihnachten mit Monster Hunter 4 Ultimate ein weiteres Spiel der Franchise. Kann also genausogut geschehen, dass ihr ab Mitte Januar für ein halbes Jahr gar nichts mehr von mir zu lesen bekommt, und dann plötzlich 50.000 Worte über die Franchise auf 3 Blog-Posts verteilt.

Sakura Wars hat noch zwei Spiele zu bieten, von denen ich auch bereits mitten im nächsten stecke, ich stehe dem also positiv gegenüber, diese Franchise tatsächlich wie gewollt durchgeackert zu haben, bevor wir 2018 beendet sehen. Im Zuge dessen kann ich ja gleich mal auf die zwei Dutzend weitere Sakura [Irgendwas] umsteigen, welche die VN-Listen von Steam unsicher machen. Nur ein Scherz.

Vorher würde es eher via Certainly Simple an D3s Simple-Line Spiele gehen, die besonders auf der PlayStation 2 so einige exotische Früchte getragen hatte, von denen eine große Anzahl sogar nach Europa lizenziert wurden. Man kann doch nicht immer nur über Oneechanbara und Earth Defense Force lesen, oder?

Was ich übrigens auch 2017 immer mal wieder mit großen Pausen dazwischen on-off gespielt habe, war Dragon Quest VII. Bevor XI dann dieses Jahr irgendwann endlich mal das Licht des europäischen Kontinents erblickt, sollte ich vielleicht dies endlich beenden und die Lücke der ersten neun Teile geschlossen haben. Das Spiel ist nur eben so enorm lang und ich nie sonderlich unmotiviert, wann immer ich es anpacke. Dabei fällt es eigentlich ganz gut in mein neu entdecktes Etappen-Spielen von so ca. 2 Stunden am Stück für eine Insel-Vignette.

Hey, wer ist dafür, dass ich mich durch den Klassiker Inu Yasha schaue? Alle 200ish Folgen und die Filme? Keiner? Mir egal.

Übrigens könnte ich es mir echt vorstellen, mir dieses Jahr doch endlich mal eine neue Konsole zuzulegen. Irgendwann im Laufe, nicht jetzt direkt, aber mir wäre durchaus mal nach einer neuen. Das Hirn sagt natürlich, dass die bereits im Schrank stehenden ausreichend Backlog anberaumt haben, und die ROM-Ordner für alte Schinken auch aus allen Festplatten platzen, aber was Neues hat man doch irgendwo immer wieder gern.

Die Switch ist mir persönlich da vom Konsolenprinzip an sich sehr sympathisch, weil es eben nicht nur eine Konsole ist, sondern auch ein Handheld. Denn manchmal, wenn mich wieder ein Konsolenspiel stationär vor den Fernseher kettet, denke ich schon, dass ich jetzt echt Bock hätte, das einfach im Bett oder sonstwo portabel zu spielen. Und bei manchen Handheld-Games denke ich immer mal wieder, wie viel atmosphärischer das Ding auf einem großen Bildschirm wäre. Mit der Switch kann man halt einfach… switchen. Allerdings bin ich mittlerweile weitaus alt genug, um gelernt zu haben, dass es nicht wirklich um die Konsole an sich geht, sondern um die darauf erhältlichen Spiele. Und da hat die Switch eben nichts Exklusives, was mich reizt, stattdessen gibt es Sachen wie die diversen Dragon Quests auch auf der PS4, plus hat die halt für mich weitere interessante Titel wie Nier: Automata, Persona 5, Monster Hunter World, Ys VIII, Witcher III, die Trails of Cold Steels, World of Final Fantasy oder Final Fantasy XV zu bieten. Ein einzelnes Shin Megami Tensei V, bei dem wir noch gar nicht wissen, wann es überhaupt erscheint, oder ob es bei der aktuellen Fahrtrichtung der Hauptfranchise sonderlich gut wird, reißts halt nicht rum.

Frohes Neues Jahr!

(≧ε≦)

Alle Jahre wieder kommen die von mir höchstpersönlich verliehen Trophäen in weitestgehend für Fremde nichtssagenden Kategorien, die von mir speziell darauf designt sind wenig hilfreich zu sein:

Best game Japan kept for itself:
Weebs behaupten gern zu jedem Spiel, welches den Westen nicht erreicht, sondern im mystischen Lande Japan bleibt, dass dahinter eine Verschwörung steckt, uns die wahren Perlen vorzuenthalten. Als solches wurde beispielsweise auch Final Fantasy Type-0 gehandelt, bis es dann in der HD-Version doch bei uns aufschlug und plötzlich eher lauwarm aufgenommen wurde. Doch Nayuta no Kiseki, irgendwo im endlosen Spinoffgeheimse Falcoms, ist nahe Ys: The Oath in Felghana eines der besten Action-RPGs, die das neue Jahrtausend zu bieten hat. Und netterweise von Fans übersetzt, also ran an die PSP!

Still great:
Dieses Jahr habe ich Shin Megami Tensei III, a.k.a Shin Megami Tensei: Nocturne, a.k.a Shin Megami Tensei: Lucifer’s Call erneut in die PS2 gesteckt. Und ich bleibe dabei, dass es eines der besten RPGs ist, welches man auf der PS2 spielen kann – und die hatte nun wirklich eine reichhaltige Bibliothek im Genre vorzuweisen. Zudem ist es mit Abstand das beste (Hauptserien) Shin Megami Tensei.

Still no good:
Auch erneut gespielt habe ich Golden Sun. Und war doch etwas geschockt. Ich hatte es bereits als mehr als durchschnittlich vom ersten spielen zu Release in Erinnerung. Aber nochmalig gespielt war ich doch überrascht, wie dilettantisch viele Aspekte des Spieles sind. Besonders wenn man bedenkt, dass Camelot durchaus nicht neu am Genre RPG war, sondern an vielen der Shining-Spielen arbeitete.

Much more than the sum of its parts:
Replay die Dritte: Persona 3. Portable um genau zu sein. Was mir diesmal wirklich aufgefallen ist, so viele Jahre nach Erstrelease, so dass es doch nicht mehr so neuartig ist, wie es damals erschien… viele der Aspekte des Spieles auf sich genommen sind gar nicht mal so der Überflieger. Das randomisierte Dungeon Crawling ist eine der schwächsten Parts des Spieles, die Handlung bewegt sich gemächlich und ist gar nicht mal so besonders, und das Dating Sim schon sehr einengend. Aber die Mischung machts eben, und Persona 3 zu so einem tollen Spiel.

Straight up worst game:
Warriors of Might and Magic auf dem GBC ist hundsmiserabel. Keine Handlung, viel zu kurz, und das Gameplay ist absolut ungenau und frustrierend.

Funnest game I’m terrible at:
Mal wieder ein Rhythm Game, nämlich Project Diva: Hatsune Miku. Ich war dem quietischigen Otaku-pandering Vocaloid skeptisch gegenübergetreten, doch das Spiel ist echt launig. Die Musikvideos sind interessant, die synthetische Stimme halb so wild… nur ich kann halt absolut keinen Rhythmus halten und bin deswegen aller Grundmotivation zum trotz hoffnungslos aufgeschmissen wirklich war erreichen zu wollen.

Most unique and interesting:
Hierunter fällt definitiv 46 Okunen Monogatari: The Shinka Ron, der Vorgänger zu E.V.O: Search for Eden. Nur das der noch schräger ist. Ein RPG, bei dem jeglicher Fortschritt über Evolutionen in neue Spezies, teils frei erfundenen, berechnet wird. Milliarden Jahre spannend vom Urknall bis hin zu Cybermage-Zukunftsvisionen, unter Einmischung von Lucifer und schrägen Dead Ends.

Most frustrating:
Ein Spiel hat es tatsächlich geschafft mich mehr zu frusten als Warriors of Might and Magic, und das ist hier sogar integral im Spieldesign verankert: Dragon’s Lair. Was für ein mieses Stück an reinem QTE-Gemasche mit extrem genauem Timing, um das 10-minütige Unterfangen in die Länge eines echten Spieles zu bringen.

Most inclusive:
C-14 Dating ist ein Indie Dating Sim. Und eines, welches sich durchaus in einigen Dingen von der Maße abgrenzt. Spielercharakter ist eine Archäologiestudentin, bei den vier zu umschwärmenden Jungs haben wir einen mit Übergewicht, zwei mit Behinderung, einer davon zusätzlich noch asexuell. Der Geheimcharakter ist eine lesbische Route. Und das, ohne irgendwas davon forciert mit dem Zaunpfahl zu behandeln, sondern die Charaktere einfach Charaktere statt Quoten sein zu lassen.

Simply effective:
Die beiden Staffeln von The Last Door sind extrem minimalistisch. Sowohl was den Pixelart-Look angeht, als auch die Kürze einer einzelnen Episode oder die interaktiven Adventure-Möglichkeiten betrachtend. Aber dennoch bauen sie eine sehr effektive Atmosphäre mit dem auf, was sie einsetzen.

Classiest Resident Evil:
Resident Evil war schon immer der dämliche B-Horror zu Silent Hills psychologischem Horror. Doch das REmake des ersten Teiles ist durch seine extrem schnieke Optik und gar nicht mal mehr so schrecklicher Sprachausgabe doch vom Look erstaunlich edel geraten.

Funnest Resident Evil:
Am meisten Spaß zu spielen macht allerdings dann doch Resident Evil 4, auch einfach durch das, was viele so spätestens als Stilrichtung der beiden folgenden Teile nicht leiden konnten. Alles als Superheld Leon über den Haufen zu schießen ist und bleibt launig, und für Abwechslung ist eindeutig das Spiel über gesorgt, so dass es eigentlich nicht halb so kohärent rüberkommen dürfte, wie es das doch tut.

Most addictive on Smartphone:
Karpador Jump hat mich dieses Jahr in den kleinen Pausen zwischendurch, für die sich kein „echtes“ Zocken lohnt, gut über Wasser gehalten. Weil im Prinzip ein glorifiziertes Tamagotchi, bei dem man sich nie schlecht fühlt nicht mehr Zeit rein zu investieren, im Gegensatz zu aufwändigeren Sachen.

Most fanservicy:
Fire Emblem: Heroes hat mich beispielsweise nicht lange bei Stange gehalten, weil da doch zu viel „echtes“ Spiel drin steckt, welches ich einfach nicht sporadisch zocken möchte, aber dann auf Smartphone nicht genug her macht, um regelmäßig Zeit rein investieren zu wollen. Aber was für ein Fanservice-Supergau das Spiel doch ist, nicht nur als Crossover der Franchise-Einträge, sondern auch in den Designs an sich, allen voran deren Spezialkostüme.

Most surprised I’d ever play it:
Selbst Eleanor: Loving Wife or Dirty Whore biederte sich nicht so extrem an, wie FE Heroes. Dabei ist Eleanor ein simples Browser-Porn-Game. Aber irgendwie war ich doch nicht nur überrascht, als ich mich es spielen erwischte, sondern das ich es ernsthaft bespielt habe, denn irgendwie war es doch schon witzig und unterhaltsam. Ich hatte da viel schlimmeres erwartet, sowohl spielerisch wie auch was die Porträtierung der Charaktere anbelangt.

Most offline MMO:
Dieses Jahr habe ich Might & Magic III: Isles of Terra wieder aufgegriffen und plötzlich absolut gepackt sofort durchgesuchted. Etwas überraschend, weil ich mit den beiden Vorgängern und meinem ersten Versuch am dritten Teil nicht so viel anfangen konnte. Man muss sich halt daran gewöhnen, dass es doch tatsächlich viel von einem Vorreiter an MMOs hat. Eben weil die Welt so offen ist, weil die Haupthandlung zurückgenommen wurde und stattdessen viele Sidequests das Spiel füllen. Der Unterhaltungswert kommt hauptsächlich davon nach eigenem Gutdünken NPCs zu helfen, die Welt zu erkunden, und Monsternester auszurotten.

Most baby’s first RPG:
Klingt nicht gerade wie ein Kompliment, doch kann man in seiner jungen Unerfahrenheit durchaus schlechtere Spiele für gut halten als Knight’s Quest auf dem GameBoy. Das ist nämlich durchaus kompetend und ansehnlich geraten, jedoch eben für Veteranen vielleicht etwas zu simpel. Doch für Neueinsteiger ein netter Anfangsbiss, um sich den Appetit zu holen.

Longest blog post:
Lange Zeit sah es so aus, als wäre dies Sakura Wars: So Long My Love vorbestimmt. Mit knapp 5.000 Worten ist das mal wieder ein Post epischer Länge gewesen, selbst in Anbetracht dessen, dass meine Schreiberei zu Dating Sims allgemein eher langatmig ist, besonders da ich ja auch die Charaktere vorstelle. Doch dann geschah Monster Hunter Tri, dessen 8.000 Worte ich sogar auf zwei Posts aufgesplittet habe, wobei mein Reisebericht von ebenfalls etwas über 5.000 Worten glaube ich doch ein paar mehr zu bieten hat, als Sakura Wars.

My strange new addiction:
Erneut, zunächst sah es so aus, als wäre dies für Resident Evil gedacht. Immerhin habe ich dieses Jahr 4 Spiele der Franchise durchgezockt und mir fürs weitere Spielen bereits Resident Evil: Revelations angelacht. Alternativ vielleicht noch mein Wii-Horror-Game Faible generell gesehen. Doch dann kam Monster Hunter Tri, und ich fühlte mich tatsächlich wie ein Abhängiger, der nur noch an Monster Hunter denken konnte. Gefolgt von Monster Hunter Stories, dem Beginnen von Monster Hunter Freedom 2, und kürzlich habe ich Monster Hunter 4 zu Weihnachten bekommen… ich weiß also, was ich nächstes Jahr ausschließlich bespielen werde.

Twenty Seventeen

ava-2110Okay, Nostalgie zum gerade erst vergangenen Jahr aufbringen. Kann ja nicht so schwer sein, in einem Jahr wie 2016, wo nur Gutes geschehen ist. Na ja, wenn man mal von wichtigen Sachen aufs unwichtige Gaming ausweicht, so haben die Leute, die sich für Final Fantasy vs XIII und Last Guardian eine PS3 kaufen und dann 10 Jahre und eine weitere Konsolengeneration darauf warten durften, die endlich zu spielen bekommen. Aber was war auf dem Blog so Schwerpunktmäßig los?

Es haben für mich im Nachhinein ein wenig die Bücher, die reinen Filme und die Universal Monsters im Speziellen gelitten gehabt, da es mir so vor kam, als wäre hierzu lange Perioden über nichts geschehen. Immerhin wurden endlich die Witcher-Bücher beendet, viel später als geplant. Aber ansonsten war nicht so viel gelesen, und die lang laufenden Universal Monsters durften sich auch nur kurz aufbäumen. Dafür gab es mal wieder, wenn auch nur zu einem kurzen Zeitraum, so ein paar mehr Anime zu besprechen. Und zwar nicht nur die Pokemon-Filme. Beispielsweise Intensiv-Besprechungen zu den beiden Ikuhara-Shows Mawaru Penguindrum und Yukikuma Arashi.

Da sind wir auch schon beim Stichwort, denn viele hatten dieses Jahr Geburtstag, und zwar große und runde, und ein paar davon waren mir sogar bewusst. Zelda wurde 30, Dragon Quest und Metroid ebenfalls, Super Robot Wars und Seiken Densetsu schon 25, Resident Evil immerhin 20. Theoretisch haben wir davon auch bei allen das allererste Spiel in der einen oder anderen Form gespielt, nur bei Dragon Quest durfte stattdessen die VIII herhalten. Zumal ich Torneko’s Mystery Dungeon abgebrochen habe. Und selbstverständlich wurde Pokemon 20, dazu gab es nicht nur eine der wirklich allerersten Editionen, sondern auch Nuzlocken zu weiteren, ein paar Spinoffs, die Anime-Filme, und sogar die eine oder andere Konkurrenz wie Jade Cocoon, Monster Rancher, und Yo-Kai Watch. Nur zu Pokemon Mystery Dungeon bin ich nicht ganz gekommen, von dem ich auch wieder eines beackern wollte, welches sich dann aber als zu langweilig rausgestellt hat.

Direkt zu Beginn des Jahres hatten wir auch einen kleinen Einblick in dann letztendlich, weil ich es für so launig und kurzweilig hielt, fast alle Spiele des Virtual Boys. Die sind ja nun wirklich nicht alle schlecht gewesen. Und was die GameBoy Obscurities und GameGearing-Einträge angeht, so schien es nach je 2 früh im Jahr erst mal mau zu werden, aber auf das spätere Jahr hinweg gab es doch noch mal 2 auf dem GG und ganze 10 für den GB/C. Bei Handhelds bleibend hatte ich übrigens noch nie so viele PSP-Spiele wie in 2016 besprochen, von den insgesamt 14 Posts seit Blog-Beginn stammen ganze 9 aus dem vergangenen Jahr.

Die Entdeckung und kurzzeitige Extremsucht, weswegen auch zur Mitte des Jahres hin so ein paar andere Sachen auf der Strecke blieben, war natürlich das Genre der Dating Sims, in die ich mich schon ein wenig verliebt habe, mit denen aber in 2017 wenig bis gar nicht zu rechnen ist, da es so gut wie keine außerhalb Japans gibt. Auch kurzfristig begonnen und dann fast nicht aufgehört gekonnt hatte ich mit David DeCoteaus 1313-Filmen, die noch nicht mal unbedingt so unterhaltsam waren.

Weitere Metal Gears, Quest for Glorys oder Marios gab es dieses Jahr entgegen meiner Vorsätze zwar nicht, aber dafür wurde das seit 2012 liegen gelassene Wizardry: Tale of the Forsaken Land wieder aufgegriffen und jener Schandfleck-LP zumindest beendet. Und ich konnte Digital Devil Saga endlich mal wieder spielen, was ich mir auch seit geraumen Jahren immer mal wieder vorgenommen habe. Das einzige MegaTen des Jahres sogar, glaube ich.

Dungeon Crawler sollten viele kommen, es gab auch ein paar Einträge, nämlich für Dragon Crystal, Class of Heroes, Wizardry: Tale of the Forsaken Land und 7th Dragon 2020. Aber da gibt es natürlich eine mittlerweile fast unübersichtlich Anzahl an Auswahlerweiterungen. Angefangen hatte ich auch mehr. Eye of the Beholder allerdings klickte nicht so ganz mit mir, Mind=0 war viel zu langweilig, die zwei aufgegebenen Mystery Dungeons, und Conception II und Ray Gigant hatte ich Stranger of Sword City hinten angestellt. Welches ich dank des Odin-Kampfes auch irgendwann erst Mal unterbrochen und bisher nicht wieder aufgenommen habe. Als nächstes steht sowieso 7th Dragon III an, und Legend of Grimrock II könnte mal passieren. Und dann gibt es mittlerweile ja mehr Fanübersetzungen zu diversen japanischen Wizardrys, als man wirklich spielen will. Wobei zumindest Wizardry Gaiden IV ganz interessant ist. Class of Heroes hat auch noch zwei weitere Teile, sofern Gaijinworks den dritten denn endlich mal auf den Markt bekommen hat.

Und sonst so kommend oder auch nicht? 1987 ist jetzt 30 Jahre her, bedeutend so Serien wie Final Fantasy, Ys, Megami Tensei und Phantasy Star werden ziemlich alt. Zumindest zu Final Fantasy könnte sich was tun. Die Fiesta zu Final Fantasy V mach ich ja eh immer, aber VII ist bereits gezockt, IX könnte ich auch endlich mal wieder spielen, Tactics will ich ewig mal zocken, vielleicht doch mal 4 Heroes of Light beenden, und die PSP bieten dann ja noch Type-0.

Auch schon fertig und auf Veröffentlichung warten ein paar Bücher, beispielsweise die Maze-Runner-Trilogie. Und das eine oder andere GameGearing steht in den Startlöchern. Ein LP zu Golden Sun durchaus auch.

Was immer geht ist Suikoden, Heaven and Earth, oder Shadow Hearts zu beackern. Auch länger auf der Liste und noch nicht geschehen ist den Manga zu Five Star Stories zu lesen. 1313 hat dann tatsächlich noch sechs weitere Teile zu bieten. Und Modern Who liegt hier auch noch rum.

Sollte ich es bis dahin nicht vergessen, wird der Oktober auf jeden Fall Hallowiin bereithalten, in dem sich ein paar der für sie nicht bekannten aber doch nicht wenigen Wii-Horror-Games wiederfinden werden. Und nicht die guten, wie beispielsweise die Resident Evils, die man überall sonst auch bekommt, sondern der exklusive (low to medium budget) Bewegungskontroller-Mist.

Dann noch schnell ein paar WordPress-Statistiken an die Wand geklatscht, halbherzig selbst zusammengesucht, da dieses Jahr scheinbar keine Jahres-Endstatistik-Mails verschickt wurden. Z&Z hat insgesamt 159 neue Beiträge gesehen, wobei ich mich hier irgendwann darauf eingespielt hatte, jeden dritten und dann jeden zweiten Tag einen online gehen zu lassen. HBWTGAK hat nur 16 neue Reviews gesehen, weil ich dort weniger diszipliniert war, und ungefähr noch mal fast genauso viel ausstehen, die ich bisher zu finalisieren zu faul war. Meistgeklickte Beiträge und meistgesuchte Begrifflichkeiten sind bei Z&Z der Evergreen Minecraft, bei HBW hingegen Pokemon und Dragon Quest Monsters. An Kommentaren wird mir leider so spontan nichts im Jahresüberblick des Statistik-Tabs angezeigt, jedoch gab es guten Zuwachs an liebenswerten Subscribern und Kommentatoren, sowie hat https://spielkritik.com/ gut neue Leute hergeschickt hat. Immer schön Danke und Freude und so, nüch :3

( ˘ ³˘)

ava-2109Wie jedes Jahr gibt es auch in 2016 zum Ende höchst offizielle und nützliche Awards von mir verliehen, in all den eigentlich selbsterklärenden Standard-Kategorien, für die man sich so interessieren kann. Without further adieu:

Most under-appreciated system: Der Virtual Boy. Hat mal so einen richtig schlechten Ruf abbekommen, weil so ein kolossaler Flopp. Und das bei einem Nintendo-Produkt, denen der harte Stammkern eigentlich fast Kacke abkaufen würde, wenn man sie als exklusiven Nintendo-Schokopudding deklarierte. Die Spiele sind jetzt auch alle keine totalen Überflieger, und über Emulator ist das wohl auch anders gespielt, als mit dem unhandlichen Ding rumzuhantieren, aber so schlecht wie sein Ruf ist der VB zumindest Software-seitig auch nicht wirklich. Runner up ist für mich so ein wenig die PSP, die auch nie so ganz ernst genommen wurde, weil sich gegen die Nintendo-Line eh kein Handheld so richtig durchzusetzen weiß, aber wie mittlerweile eigentlich dann doch bekannt ist, hat Sonys DS-Konkurrenz durchaus eine nicht uninteressante Bibliothek zu bieten.

Best game on Virtual Boy: Wenn ich schon dreist behaupte, dass es keine Überflieger auf dem VB gab, will ich mir das doch direkt selbst wiederlegen. Oder eben zumindest die beiden wirklich aus dem „ganz Ok“-Brei herausstechenden Qualitäten feiern, bei denen es doch vielleicht etwas schade ist, dass die nie mal auf eine andere Plattform gebracht wurden. Jene beiden nämlich doch ziemlich guten VB-Spiele wären zum einen Wario World, und zum anderen Jack Bros.

Most unfinished: Nicht im Titel drin, aber dann doch beim Virtual Boy bleibend. Denn auch wenn die Bibliothek im Schnitt besser als ihr Ruf ist, so sieht man ein paar Spielen des VB doch an, dass sie zum einen nahe am Launch erschienen sind, und teilweise eben auch noch schnell rausgehauen wurden, weil man schon Arbeit in sie investiert hatte, als jener kurzerhand wieder eingestampft wurde. Waterworld und Virtual Lab sind zwei so völlig unfertige Produkte, bei denen ganz eindeutig das immer gleiche Stage auf Score zu spielen nicht ursprünglicher Sinn der Sache gewesen sein konnte. Und dann hätten wir noch SD Gundam, welches immerhin eine ganze SRPG-Kampagne beinhaltet, oder zumindest so tut, aber auch definitiv Story, Gameplay-Rafinesse, und Spielzeitlänge einbüßen durfte, um als letztes Spiel des Systems noch schnell in japanischen Händlerregalen aufzutauchen.

Best dungeon crawler: Ein paar hatte ich ja nun dann doch im letzten Jahr gespielt, und darunter nach langer Auszeit auch endlich Wizardry: Tale of the Forsaken Land abschließen können. Und auch wenn man das vielleicht nicht glauben will, bei einem Spiel, wo ich einfach mal 4 Jahre Pause drin hatte, so ist das wirklich einer der besten japanischen Crawler, die man spielen kann. Lediglich ein weniger schneller könnte er sein, vielleicht in einem Remake oder sonstigem Re-Release, nüch Atlus?

Most beginnger-friendly crawler: Dungeon Crawler sind sicherlich nicht für ihren einfachen Spielverlauf oder leichtem Einstieg bekannt, wobei sobald man sich im Genre auskennt viele dann auch nicht mehr ganz so Furchteinflößend sind. Aber da das Genre gerade in Japan doch eine ganz verkaufsstarke Nische ist, und man sich natürlich irgendwann auch mal von den Wizardry-Klonen weg bewegen muss, gibt es dort auch so einige Vielfalt und Modernisierungen. 7th Dragon 2020 beispielsweise sieht nicht nur super modern und stylisch aus, sondern ist auch sowohl was die Spielsystem angeht simpel und übersichtlich, verwirrt nicht mit arg vielen Jobklassen, und ist im Casual Mode auch zügig und ohne Hänger durchspielbar.

Most boring crawler: Einen gewissen Hang zur Repetition muss man bei Dungeon Crawlern natürlich dann doch mitbringen, da viel durch die gleichen oder ähnliche Gänge erneut gegangen und die langsame Verbesserung der Gruppe sozusagen fast das ganze Spiel ausmachen, es auch nicht immer sonderlich präsente Storylines gibt. Aber dann sollte vielleicht wirklich das Design etwas hermachen, oder das wenn schon gleiche Gameplay doch irgendwo etwas motivieren und Spaß bereiten. Doch Mind=0 ist so ein ödes Stück, dass ich es echt nicht lang ausgehalten habe. Eben weil alles so unspektakulär und 08/15 ist, nicht weil es wirklich ein schlechtes Spiel wäre.

Most generally boring: Da hab ich ein wenig weiter vorn die PSP noch gelobt, aber wenn es um zwei Nicht-Dungeon-Crawler geht, die mich dieses Jahr tödlich zu langweilen wussten, und wo ich weniger weiß, warum ich sie im Gegensatz zu Mind=0 dennoch durchgezockt habe, stammen beide eben von jener Plattform. Da hätten wir zum einen die Nummer Dead or Alive Paradise, das selbst zum Masturbieren zu einschläfernd ist. Und The Legend of Heroes: Prophecy of the Moonlight Witch, ein weiterer Stein in der Zementierung meiner Idee, dass The Legend of Heroes vor dem sechsten Teil, Trails in the Sky, gar nicht so gut war.

Surprisingly addicting: Wenn es allerdings um Spiele geht, bei denen ich auf jeden Fall davon ausgegangen wäre, dass sie total langweilen würden, so hat mich mein erstes Dating Sim, Tokimeki Memorial Girl’s Side, dieses Jahr eines besseren belehrt. Keine Ahnung, warum ich da überhaupt dran zweifelte, Heirat gehört bei mir bei Harvest Moon auf jeden Fall dazu, und das Social Sim ist das, was Persona 3 und 4 absolut für mich ausmacht. Von daher, auch wenn es nur viel Text lesen und repetitiv Statuswerte erhöhen ist, um mit den gleichen Anime-Cutouts auf gleiche Dates zu gehen… mir hat es echt ganz unzynisch total gefallen.

Genre revelation: Und die leitet sich natürlich auch daraus ab, denn es blieb nicht bei dem einen Dating Sim, sondern kamen schon so einige mehr dran, die auch alle das eine oder andere für sich hatten. Von daher habe ich dieses Jahr auf jeden Fall das Dating Sim für mich entdeckt. Ein wenig zwiespältig, denn viele ohne Japanisch-Kenntnisse spielbar sind nun wirklich nicht. Solange man nicht den Fehler begeht jedes VN mit Romantik-Storyline als Dating Sim zu führen, was das Rausfiltern der echten Kandidaten natürlich nicht vereinfacht.

Provoking the longest post evarz: Zum Abschluss der Thematik direkt hier mal so ein paar Beispiele, was dieses Jahr und teilweise auch davor so besonders lange Posts von mir im Blog waren. Dragon Quest VIII und Classic Who stehen bei schon guten 1.700 Worten. Blood Omen 2 sogar bei 1.800. Dead or Alive Paradise und mein Geburtstagseintrag zu Seiken Densetsu haben sogar 2.300 zu bieten, die diesjährige FFV Job Fiesta 2.500. Xenoblade hatte satte 3.000 Worte, und mein Rant zu Catherine 3.300. Das sind so alles eher die Zahlen, bei denen die Dating Sims erst anfangen. Tokimeki Memorial Pocket ist bescheiden bei 1.000, Princess Debut bei 1.400 Worten. Aber schon Huniepop nimmt 2.300 ein, Storm Lover Kai ist bei 3.300, also gleichauf mit dem längsten Eintrag eines Nicht-Dating-Sims. TokiMemo GS2 bringt es locker flockig auf 4.000 Worte, TokiMemo GS3 und Love Revo ein wenig mehr auf 4.100. Und Tokimeki Memorial Girl’s Side 1 hat doch wirklich die 5.000 Worte erreicht. Das ist ungefähr so viel, wie alle 4 auch nicht kurze Einträge zu Revolutionary Girl Utena TV zusammen.

Best fishing game: Legend of the River King 2 hat mich selbst überraschend gut unterhalten, dafür das ich immer mal wieder Lust auf die Serie habe, aber immer wieder mit gemischten Gefühlen aus den anderen Spielen hervorgegangen bin. Aber der zweite GBC-Teil, der eigentlich der vierte der Franchise ist, ist wirklich der bis dato beste Eintrag, und auch das beste Fishing Game, von denen ich zugegeben außerhalb River King auch noch nicht so viel Erfahrung gesammelt habe. Weil mir die meisten anderen glaube ich auch zu technisch wären.

Best Harvest Moon: Stardew Valley macht alles, was Harvest Moon/Story of Seasons macht, nur besser. Abgesehen vielleicht von der Optik, die weniger pralle ist. Aber nach dutzenden Stunden Farmarbeit und Bräutigamschau, wer sieht die da überhaupt noch so wirklich. Die Indie-Überraschung des vergangenen Jahres.

Best Pokemon: Im Jahr, in dem die Franchise 20 war, immerhin das legale Trinkalter in Japan, wurden so einige Einträge bespielt. Etwas überrascht hat mich da wirklich Pokemon Silber, weil das doch für gerade mal die zweite Generation erstaunlich gut gealtert ist. Tatsächlich launiger als so manche wesentlich jüngere Generation.

Best abomination maker: Aber nicht nur Pokemon wurde bespielt, sondern auch ein wenig dessen Konkurrenz. Und nirgends kann man so skurrile und lebensunwürdige Kreaturen erschaffen, durchaus nicht nur gewollt, wie im ziemlich kurzen und launigen Jade Cocoon auf der PlayStation.

Ripe for a new version: Bei Pokemon bleibend hat mir Pokemon Snap ebenfalls sehr gut gefallen, und hat es mich doch gewundert, dass dieses Spielprinzip nicht längst auf Wii, Wii-U oder 3DS neu aufgegriffen wurde. Pokemon-Safari, fuck yeah. Aber ich hab mir sagen lassen Sonne/Mond hat da tatsächlich mittlerweile was in der Richtung zu bieten.

Best casual game: Nicht ganz Un-Pokemon, weil es auch darum geht, alle Farben und Formen zu sammeln. Zen Koi auf Smartphone ist super launige Unterhaltung für Zwischendurch. Egal, ob nun nur 5 Minuten oder doch mal ganze 20 zu überbrücken sind.

Cutest platformer: Wayforward hat mit Wendy: Every Witch Way sowas von einem süßen und putzig durchanimierten Spiel geliefert.

Bigget disappointment: Und wieder Wayforward, denn nach Wendy wollte ich mich doch direkt an dem von allen geliebten Shantae auf dem GBC versuchen, und habe ziemlich schnell abbrechen müssen, da jede Sekunde Spielzeit reinster Frust waren. Dann hatte mich Seiken Densetsu darauf angefixt, doch endlich mal Seiken Densetsu 3 zu bespielen, welches ich aber auch absolut unlustig und nervig finde. Keine Ahnung, was Leute in den beiden Spielen sehen.

Falling short of their ambition: Der Kandidat hierfür schlechthin ist natürlich Resident Evil auf dem GBC, der beeindruckend viel zu replizieren versucht, auch auf dem besten Wege war dies Plattform-bedingt suboptimal zu schaffen. Allerdings wurde das Ding ja auch nie fertig gestellt und herausgebracht. SOS auf dem SNES hingegen schon, und auch hier ist das, was man da auf die Plattform gezaubert hat, sehr interessant, proportional dazu aber auch unspaßig zu spielen.

Best franchise save: Eigentlich etwas gelogen, denn es hat keine Franchise aus der Scheiße gefahren. Aber nach dem schrecklichen Clock Tower: Ghost Head und dem durchwachsenen Clock Tower 3 war Haunting Ground für mich der Beweis, dass sich das Spielprinzip super in ein modernes Suvival Horror hätte bringen lassen, wenn man sich halt nicht vorher schon alles kaputt gemacht hätte.