Adventure Week #18: Bible Black

Bible Black: La Noche de Walpurgis ist im Original immer noch ein Visual Novel von 2010, und zwar ein Eroge – kurz für Erotic Game, also Porn. Dann wiederum ist das natürlich auch fast schon notwendig, um als Visual Novel auf dem Nischenmarkt PC in Japan ein Publikum zu finden. Wobei Bible Black dann doch nicht eine Handlung ist, der man halbherzig Personennahverkehr hinzugefügt hat, sondern ganz wie bei der Anime-Adaption schon ziemlich klar, dass das Gerammel an vorderster Stelle steht.

Auch hier spielen wir als Minase, und das über die 11 Tage bis zur Walpurgisnacht hinweg. Und zwar beginnen wir an dem Tag, an dem er die schwarze Bibel erst findet. Weil das Visual Novel natürlich viel mehr Zeit hat und deswegen ziemlich organisch die einzelnen Charaktere erst nach und nach einführt, Minase dann das Buch finden lässt, und dann erst den Hasenbau des Magiemissbrauchs hinabsteigt. Das Anime hatte das nicht schlecht gelöst, in dem es bereits am Tag danach, wenn die Schoße so richtig loslegt, angesetzt hatte, und die relativ selbsterklärenden Hintergründe in erklärenden Nebensätzen und kurzen Flashbacks abgehandelt hatte, um in die begrenzte Spielzeit zu passen.

Überhaupt ist hier zwar die Haupthandlung natürlich indentisch, allerdings dann doch so einiges anders. Zum einen, weil eben viel mehr Zeit ist, die Charaktere auch ausgiebieger zu behandeln oder die Handlung auszuschmücken. Beispielsweise ist Imari hier wesentlich feister ihrem Kindheitsfreudn Minase gegenüber. Saeki ist auf einigen Routen wesentlich wichtiger, weil sie die Bibel von Minase klaut und statt ihm zu Kitamis Handlanger wird. Es gibt ein paar Nebencharaktere, die es in das Anime gar nicht geschafft haben. Und auch Ito, die im Anime im Prinzip nur von Kitami genagelt wird, und glaub ich dort auch nie nur einen Namen bekommt, hat hier zumindest einen. Sie ist hier das erste Opfer von Minase, der das „lass jemanden nackt tanzen“ ausprobiert, um zu sehen, ob die Bibel überhaupt wirkt, was zur Masturbation vor der ganzen Klasse führt – eine Sache, die im Anime stattdessen mit einem anderen Charakter in Bible Black Origins verwertet wurde. Apropos, die Geschichte um Kitami ist hier tatsächlich nur in kurzen Flashbacks abgehandelt, statt so ausführlich erklärt zu werden, da merkt man doch, dass Origins wahrscheinlich auf Grund des Erfolgs der Serie nachgeschoben wurde.

Insgesamt gibt es übrigens satte 12 Enden zu erspielen, wobei natürlich bei wiederholten Durchgängen ganz VN-üblich auch mehr und mehr Szenen mit der Skip-Funktion übersprungen werden können, da sie schon aus vorigen bekannt sind. Es gibt dann eben doch nur so viele Variablen, und auch allgemein ist Bible Black nicht gerade eines der längeren Spiele, viele End-Variationen hin oder her. Mir persönlich haben sogar fast die beiden Enden besser gefallen, in denen entweder Kitami gewinnt und Minase ihr treuer Verbündeter ist, oder Minase der Oberfiesling wird und selbst Kitami hintergeht. Das Anime hat sich natürlich quer aus den verschiedenen Routen bedient, um zumindest fast alle Charaktere einzubauen und mehr Sexszenen abgraben zu können – das Ende dort ist aber im Prinzip das True End mit dem Sequelbait aus dem Kitami Ending erweitert.

Apropos Sex, der ist natürlich im Spiel deutlich in den Vordergrund gestellt. Die Handlung ist immer noch zweitrangig, auch wenn durch den höheren Textanteil des VNs natürlich dennoch nicht ganz so nebengeordnet wirkt, wie im wesentlich schneller durchratternden Anime. Viele der Beischlafs-Szenen sind dabei im Anime auch mehr vom VN inspiriert statt direkt von hier entnommen, da sie doch etwas anders ablaufen. Das Visual Novel hat beispielsweise einen seltsamen Faible für Watersports, den das Anime überhaupt nicht hat (oder zumindest nicht bis New Testament).

Ich fand das Bible Black Visual Novel zumindest mal eine ganz interessante Sache. Dass auch hier die Handlung nicht super stark ausgeprägt ist, war durch meine Vorkenntnisse aus dem Anime zu erwarten, aber doch etwas mehr Zeit mit Erklärungen und vor allem den Charakteren zu verbringen – und über die verschiedenen Endwege auch ein paar davon wesentlich mehr zu tun zu geben – fand ich schon eine nette Erweiterung. Ich mein, wer mit dem Anime schon nichts anfangen kann, der wird hier auch nicht bedient werden. Aber wer das ganz Ok fand, der bekommt hier eine ganz gute Erweiterung geboten. Der Sex ist nur nicht ganz so attraktiv gestaltet, wer also nur deswegen geschaut hat, schaut lieber einfach das Anime erneut von vorn, statt sich hier Stunden durch Text klicken zu müssen, um minderes Vögeln vorgesetzt zu bekommen.

2008 kam dann als Bible Black: Infection ein Nachfolger auf die Märkte. Schon etwas kurios, dies erst 8 Jahre nach dem Original zu machen, und nachdem selbst die animierte Version ihr Ende fand, statt schon etwas früher in den Hype hinein langen zu wollen. Infection ist dann tatsächlich auch weniger ein vollwertiges weiteres Spiel, als vielmehr eine Fan Disc. Ohne irgendwelche Desktop-Goodies oder so ein Mist, aber in dem Sinne, als dass es eigentlich keine vollwertige Handlung erzählt, sondern einen verlängerten Epilog von 3 Tagen ans True End vom Original-Spiel setzt.

Minase hat also einen Alptraum von einer Orgie, die von Kitami angeführt wird. Und obwohl Takashiro-Sensei das Gedächtnis der anderen Beteiligten gelöscht hat, beginnt Saeki wieder mit dem Legen von Tarotkarten, Ito taucht nach ihrer Peinigung wieder an der Schule auf und scheint über Minases Schuld daran zu wissen, und selbst eine nur mit leeren Seiten gefüllte schwarze Bibel fällt Minase in die Hand.

Wegerklärt wird das, in dem der Geist von Kitami immer noch allen übel mitspielt, und die angestaute spirituelle Energien sich ein Outlet suchen, und deswegen alle verrückt machen. So ganz alle Ereignisse erklärt das zwar nicht, aber es muss für eine kurze Mini-Route, die mit wenigen Variationen in fünf verschiedenen, meist eher unbefriedigenden, Enden auslaufen kann, ausreichen. Alles zudem zu 90% aus Artwork des Originals zusammengeklaut, was den schlechteren Zeichenstil der wenigen neuen CGs für die Sexszenen umso mehr herausstechen lässt.

Von daher ist Bible Black: The Infection der Zeit kaum wert, die man in die verbose aber fruchtlose Fanfiction-Handlungserweiterung stecken muss.

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Bible Black: New Testament

Der Erfolg von Bible Black ließ nicht lange mit einem Nachfolger auf sich warten. 2003 erschien die letzte Folge der ersten OVA-Serie, und bereits ab 2004 wurde Bible Black: New Testatment bzw. Shin Bible Black bzw. Bible Black: La Lanza de Longinus veröffentlicht, welches 2008 ebenfalls mit einer sechsten Folge sein Ende nehmen sollte. Im gleichen Jahr also, in dem das Visual Novel mit Bible Black: Infection erst sein Sequel sah. Und auch hier gab es während derer Veröffentlichungen zwei Nebenfolgen in Form von Bible Black Only.

Da es zu Beginn der Reihe noch keine weiteren Spiele gab, und das Original-VN auch nicht gerade irgendwelche stark alternativen Storypfade offen hat, aus denen man was machen kann, musste sich also eine eigene Fortführung ausgedacht werden. Sollte an sich nicht allzu schwer sein, die letzte Folge von La Noche de Walpurgis hat ja extra etwas Sequel-Bait in die Finalszene geworfen, in dem Kitamis Plan aufgegangen war und sie doch in Imaris Körper weitermachen konnte.

Ganz so einfach macht es uns La Lanza de Longinus allerdings nicht, denn die Serie scheint sehr dafür kompensieren zu wollen, dass der Vorgänger sich doch recht knapp gehalten hat und die Handlung insgesamt relativ simpel war. Denn über die sechs Halbstünder des Nachfolger wird man ständig mit neuen Charakteren konfrontiert, dessen Motivation häufig lange im Dunkeln bleibt, oder die obwohl sie wichtig erscheinen doch letztendlich wenig bis nichts zu tun bekommen, und worauf die Haupthandlung jetzt genau heraus will, ist auch nicht immer so einfach zu folgen. Wo Bible Black den Anschein erweckte, dass man weil man sich des Erfolges nicht sicher war, die Sache etwas arg knapp gehalten und dann nachträglich auf 6 Folgen aufgebläht hat, so wirkt New Testament eher, als hätte man das hier auf mehr Folgen angelegt gehabt, als man letztendlich realisieren konnte.

Seit dem Ende des Vorgängers sind also so einige Jahre vergangen, genug als das die Charaktere nun zumindest erwachsen sind. Imari arbeitet bei einer Psi-Sondereinsatzgruppe abseits der Polizei, Saeki und Shiraki sind nun selbst Lehrerinnen an der Schule, und Takashiro-Sensei ist keine Sensei mehr, sondern eine Priesterin. Minase wird man die Serie über nicht zu Gesicht bekommen und wir erfahren auch nie, was aus ihm geworden ist. Warum Kitami nun nicht sofort in Imaris Körper angefangen hat, Unfug zu treiben? Takashiro hat sie zwischen den zwei Serien versiegelt gehabt. Das muss als Begründung reichen, auch wenn es nicht ganz Sinn ergibt.

Die erste Folge bietet nun sich abwechselnde Schülerinnen, die mit ihren Lehrern und Professoren schlafen, um denen Informationen über die Longinuslanze zu entlocken. Dabei taucht immer mal wieder der Geist einer Blondine auf und ermordet die beiden kopulierenden Körper. Imari und ihr Einsatzteam untersuchen diese merkwürdigen Vorkommnisse. Takashiro brabbelt mysteriös vor sich hin. Und am Ende geraten Imari und ihre Kollegin Aki in einem Banküberfall, der allerdings von einem neuen Hexenzirkel gesteuert wird, um die Pfeilspitze der Longinuslanze zu rauben, und gleichzeitig erwacht in der obligatorisch dazugehörigen Orgie Kitami im Körper von Imari erneut.

Irgendwie ist jetzt Aki, auch „Frau in Rot“ genannt, wichtig für das bevorstehende Ritual. Und die Longinuslanze auch. Warum Kitami wiedererweckt wurde hab ich keinen Plan. Und was genau Kitami oder die als besagter Geist umhergehende, später aber auch Futanari-Physisch auftretende Crowley, die eigentlich hinter allem steckt, genau sich davon erhoffte? Den Antichrist via Aki gebären? Irgendwelche Kräfte durch einen Dämonenpakt erlangen? So was in der Richtung jedenfalls. Wie gesagt New Testament ist notorisch vage in den Charaktermotivationen oder –zielen und verschenkt gerne nicht nur viel Spielzeit an die obligatorischen Sexszenen, sondern auch an Charaktere, die wenig zu tun bekommen.

Saeki beispielsweise verkommt erneut zur zweiten Geige gegenüber Kitami. Shiraki ist eigentlich nur da, um einen weiteren Körper für Sexszenen zu haben. Was hat der junge Polizist jetzt eigentlich für einen Sinn gehabt, außer uns Flashbacks zu geben, in der er als Schüler eine Beziehung zur plötzlich ganz netten und weichherzigen Kitami hatte, die erneut sich stark an ihrer Porträtierung im Vorgänger reiben? Der Boss der Organisation? Die beiden am Ende der fünften Folge erst eingeführten Handlanger von Crowley? Warum ist Takashiro plötzlich in den letzten Folgen so stark im Kampf gegen die anderen übersinnlichen Charaktere, wenn sie in den ersten paar ständig stark unterlegen war? Warum ist die schwarze Bibel überhaupt plötzlich so wichtig, in der vorigen Serie schien sie zweitrangig und nur ein Mittel, um Magie zu üben?

Wenn es einer Serie zugutegekommen wäre, zwei weitere Folgen mit Erklärungen aufstocken zu können, dann wäre das Bible Black: New Testament gewesen. Aber leider gibt es hierzu keine Origins-Folgen. Denn die während dieser Serie animierten Bible Black Onlys sind lediglich 7 von der Handlung losgelöste Sexszenen, die zusätzlich auch lose während der ersten Serie angesiedelt sind. Wobei die beiden Folgen jeweils aus zwei längeren Szenen von 10-13 Minuten bestehen, die eindeutig durch das Charakterdesign mit den langen Gesichtern zeigend während in 2005 und 2006 nebst New Testament animiert wurden, während das Ende der Folgen eine kurze und im anderen Stil gezeichnete Szene von nur 5 Minuten ist, die bereits aus 2003 stammen und der Filmversion der ersten Serie beilagen. Macht 6 von 7 Szenen. Die letzte Szene, in der Imari nachts von einem Mitschüler attackiert wird, ist ebenfalls 10 Minuten und lag der japanischen Bible Black Complete Box bei, die in 2006 veröffentlicht wurde, und hat es deswegen nie (offiziell) in den Westen geschafft.

Ich meine, wer Bible Black nur als Masturbationsmaterial einlegt, der bekommt natürlich auch in New Testament viel geboten, und kann sich durch Only sogar ganz von störender Handlung lösen, aber wenn man tatsächlich die Serie auch ein wenig wegen der Hintergründe schaut, wird man sich ein wenig verloren vorkommen. Das Ding ist gar nicht mal so komplex, es ist einfach nur ein Paradebeispiel dafür, etwas unnötig kompliziert zu präsentieren.

Bible Black

Bible Black ist eines der bekannteren Erotikanime des damals noch frischen Jahrtausends gewesen. Basierend auf einem 2000 auf japanischen PCs aufgeschlagenen Visual Novel, folgte nämlich bereits zwischen 2001 und 2003 die Umsetzung in 6 OVA-Folgen, weltweit lizenziert, und so erfolgreich, dass auch eine Lokalisation des Spieles folgte. Später sogar als Bible Black Complete Version zu einem Film zusammengeschnitten. Und noch bevor die eigentliche Serie beendet war, mit Bible Black Origins (bzw. Bible Black Gaiden in Japan) die Vorgeschichte 2002 in 2 weiteren Episoden animiert. Eine 18+ Franchise, deren attraktive Charadesigns und Schuluniformen immerhin dazu führte, dass sich selbst Cosplayer ihr annahmen.

Wie immer starten wir natürlich an einer ganz normalen japanischen Schule. Man geht lernen, man ist sozial verpflichtet sich einem der offiziell optionalen Schulclubs anzuschließen, erste unerwiderte Liebe, eine wachsende Libido. Same old, same old. Ach ja, und einen abgeschlossenen Kellerraum, in dem vor 12 Jahren zur Walpurgisnacht ein Hexenzirkel ein junges Mädchen opferte, um dämonische Mächte zu beschwören, etwas gehörig schief lieft, und das alles in einem Massaker aller Beteiligten endete.

Scheinbar war auch keiner wirklich gewillt das Ding mal aufzuräumen oder neu zu verputzen, so ist das Pentagramm immer noch auf den Boden geritzt, die Kerzenleuchter liegen dort, wo sie hingefallen sind, und der Altar und die Wände sind großzügig mit eingetrocknetem Blut verschmiert. Wer so unvorsichtig agiert, muss sich auch nicht wundern, wenn einer der Schüler das dort verborgene Magiebuch findet, welches für die Zeremonie verwendet wurde.

Und was macht so ein ganz normaler Schüler wie Minase schon mit einem Zauberbuch? Na beispielsweise die hübsche Vorsteherin des Schülerrats Shiraki, die weit über seinem Niveau schwimmt, mit einer Liebesmagie belegen, auf dass sie nur noch Augen und eine offene Möse für ihn hat. Allerdings gerät der blauäugig mit dem Buch umgehende und ziemlich Hormon-gesteuert einfach zu manipulierende Minase durch seine magischen Machenschaften ins Auge von Saeki, die einen eigenen Magieclub gründen will, sowie der Schulkrankrenschwester Reika, die sich selbst Magie übt, und ein Ritual zur nächsten Walpurgisnacht geplant hat, sowie den Futanari-Fetisch des geneigten Zuschauers bedient.

Dass die Serie auf einem VN basiert, merkt man ihr dabei schon irgendwo gut an. Mit dem einzigen wichtigen männlichen Protagonist der Hauptcharakter, darum herum nur süße Mädels und sexy Lehrerinnen, wobei für so ziemlich alle eine Ausrede gefunden wird, mit Minase zu schlafen. Nach der Eröffnungsszene mit dem Rituals-Flashback zur Walpurgisnacht von vor 12 Jahren geht es erst mal fast wie in einer seichten Schulkomödie weiter, mit Minase und Kindheitsfreundin Imari, die natürlich das OTP letztendlich darstellen werden, die sich gegenseitig necken. Bis halt die Sexy Times anrollen, und etwas später dann auch das Okkulte. Was irgendwie besonders kurios ist, sind die Diskrepanzen zwischen Ende Episode 1 und Beginn Episode 2. OVAs werden ja einzeln und mit Monaten zwischen ihnen released, von daher ist es natürlich keine Seltenheit, dass eine Folge mit einem kurzen Recap oder der Endszene der vorigen anfängt, um diese erneut ins Gedächtnis zu rufen. Vor allem bei Porn, wo der geneigte Käufer vielleicht eh nicht so sehr auf die Hintergrundgeschickte geachtet hat. Die Sexszene, mit der Episode 1 endet, eröffnet auch Episode 2, nur wird aus dem Titfuck plötzlich Rimming/Fingern. Kontinuitätsproblem, oder kann jene Szene so oder anders im Original-VN ablaufen, und man hat sich gedacht, auf diese Art einfach beide der Abwechslung zur Liebe einzubauen?

Ich kann mich dem Gefühl übrigens auch nicht ganz erwehren, dass die Serie ursprünglich nicht auf so viele Folgen geplant war, und ob ihrer Popularität darauf gezogen wurde. Die ersten beiden Folgen sind nämlich von für das Genre von hoher Zeichen- und Animationsqualität, und decken schon einen Großteil der Handlung an sich ab. Episode 3 und 4 haben dann einen plötzlichen qualitativen Einbruch, nur damit die Animationsqualität für Origins und die finalen beiden Folgen wieder stark ansteigt. Wobei aber die Serie zusehends mit Sex aufgefüllt wird, um das Material zu strecken. Denn man muss schon eindeutig sagen, dass Bible Black keine Franchise ist, die zuvorderst Horror mit etwas dazugegebenem Beischlaf ist, oder zumindest Porn und Horror relativ gleichmäßig mixt. Sondern Bible Black ist ein Porno mit Handlung, und für jene hat man sich einen okkulten Hintergrund geholt, doch zuvorderst ist Bible Black Porn, in dem entsprechend häufig gerammelt wird und die simple Handlung mehr das Gerüst dazu beisteuert.

Was nicht bedeutet, dass der Hintergrund nichts hergibt. Bible Black ist schon abseits von Stöckchen-in-Löchelchen ganz unterhaltsam. Zu gestreckt für die Standard-Handlung ist es nämlich dann doch nicht. Beziehungen zwischen den Charakteren sind nicht komplett unwichtig. Und wie absolute Macht absolut korrumpiert, oder der blauäugige Umgang mit Magie schnell nach hinten losgehen kann, wird auch behandelt. Sicherlich ist es alles andere als neu oder originell, jemandem über einen Liebeszauber zu einem psychotischen Stalker werden zu lassen, aber hey, immerhin geht Bible Black den Weg. Dennoch, mit der falschen Erwartungshandlung sollte man an das Ding nicht gehen. Viel Blut und Gore, schaurige Monster, oder andere Perversionen werden wenig bis gar nicht geboten, sondern all dies soll schon sexy und attraktiv bleiben. Wer allerdings richtig auf Anal steht, hat hier seine Serie gefunden, denn Bible Black hat einen absoluten Fetisch dafür.

Dabei würde ich übrigens vorschlagen die Serie als einen Block von 8 Folgen zu schauen, und jene dann auch in der Reihenfolge der Veröffentlichung. Sprich zuerst die ersten 4 Folgen Bible Black: La Noche de Walpurgis, dann die 2 Folgen Bible Black Origins, und dann die Folgen 5 und 6 der Hauptserie. Origins erzählt dem Zuschauer im Prinzip das, was genau vor 12 Jahren geschehen und warum das Ritual damals schief gegangen ist. Das ist etwas, was zunächst nur in kurzen Flashbacks angerissen wurde, im Finale der Hauptserie dann aber auch noch mal komplett kurz erklärt wird. Wer Origins also ans Ende setzt, wird sich dort etwas mehr langweilen, weil absolut nichts Neues erzählt wird. Zumindest dann, wenn man Bible Black überhaupt (auch) wegen der Handlung schaut.

Loving Wife or Dirty Whore: Eleanor

Hallo, mein Name ist [aus Gründen der Privatssphäre zensiert] und ich habe ein Problem. Ich bin süchtig danach, zuzuschauen, wie sich Statuswerte erhöhen. So sehr, dass ich bereitwillig jedes Dating Sim spielen würde. Egal wie billig gemacht oder schmutzig von der Materie. Ja selbst wenn die schmutzige Materie wieder der Natur meiner Sexualität gestaltet ist, so dass sie mir gar nichts bringt. Ich glaube, ich muss mich langsam wieder in saubere Gefilde vorarbeiten, vielleicht über Tears to Tiara nach Sakura Wars 2?

Aber soweit sind wir noch nicht, sondern bei Eleanor: Loving Wife or Dirty Whore. Einem in Flash für den Browser gemachten Porn-Game, wenn es der Titel nicht schon verrät. Davon gibt es reichlich, denn dank diverser 3D-Model-Software ist es einfach, ein paar wenig bis moderat attraktive Charaktere in eine nichtssagende Lokalität zu schmeißen und rammeln zu lassen. In der Regel in kurzen Visual Novels gemacht, damit man über wenige richtig zu gebende Antworten in den verschiedenen Stellungen landen kann, und weil das viel einfacher zu programmieren ist. Aber so einfach macht es sich Eleanor gegenüber den meisten anderen Spielen aus gleichem Hause dann doch nicht, sondern ist tatsächlich ein vollwertiges wenn auch abgespecktes Dating Sim.

Ein wenig selbstironisch ist das Spiel schon.

Das Setup der Angelegenheit ist wie folgt. Eleanor ist eine Ehefrau, jedoch alles was sie an ihrem Ehemann Drake liebt ist sein Geld. Oder besser gesagt jenes auszugeben, was dazu geführt hat, dass der gute Drake irgendwann feststellen muss, dass alle Konten, auf die seine Eleanor zugriff hat, leer geräumt sind. Wobei es etwas hart ist zu verstehen, wofür sie das alles ausgegeben hat, denn anschließend wieder zu Barem machen kann man gerade mal 5 Kleider. Aber gut, mit zigtausenden von Dollar weniger in der Ehe, kommt Drake zum Entschluss, dass es eine Ehefrau weniger auch tun könnte. Also nicht in dem Sinne, dass er versucht sie umzubringen, sondern Eleanor mit der Scheidung droht. Es sei denn die beweist ihm ihre Gutmütigkeit der Ehe doch noch eine Chance zu geben. In dem sie sich wieder hinein kauft. Wenn Eleanor es schafft in 50 Tagen mit 2000$ an Anzahlung um die Ecke zu kommen, und auch ausreichend herzlich Drake gegenüber war, nimmt er sie doch wieder zurück.

Es gibt also im Spiel sowohl ein Zeitlimit wie auch ein bis dahin zu erreichendes Ziel, sowohl in Geld als auch in Zuneigung Drakes gegenüber Eleanor. Um jene zu gewinnen bleiben Eleanor täglich diverse Aktionen, wie ihm beispielsweise ein Essen zu kochen, mit ihm zusammen TV zu schauen, und sobald eine gewisse Schwelle überschritten ist, ihm das Hirn rauszuvögeln. Geld verdient sich, zumindest sobald sie die 5 Kleider im Schrank verkauft hat, von denen sie sich zu trennen bereit ist, nur in dem sie einen der vier Jobs der Stadt annimmt. Und hier zählen weitere Statuswerte wie Style, ihr Management, ihre Sexappeal etc. hinein, denn nur mit den richtigen Stats wird sie engagiert, und nur mit noch besseren wird sie befördert. Zusätzlich hat natürlich auch Eleanor Stamina zu balancieren, in Form von Hunger, der mit jeder Aktion, die nicht essen beinhaltet, steigt. Und letztendlich muss ihre Moral auch immer wieder aufgepeppt werden, damit sie überhaupt die Motivation für andere Aktionen hat.

Bei der Haltung ist es nur eine Frage der Zeit zum Hexenschuss.

Doch dann gibt es noch einen weiteren Statuswert, der im Titel des Spieles verankert ist: Treue. Wir starten in der Mitte bei 50 und diverse Aktionen verringern oder erhöhen diesen Wert. Bis bei 100 Eleanor zur liebenden Frau und bei 0 zur dreckigen Hure wird. Manche Dinge sind selbsterklärend, sich um Drake oder den Haushalt zu kümmern gibt beispielsweise Punkte gen gute Ehefrau, mit anderen Leuten zu schlafen ist hingegen nuttig. Manche Dinge sind fragwürdiger. Wenn Eleanor für sich im Büro masturbiert, um ein wenig Dampf abzulassen, gibt das Huren-Punkte statt neutral zu sein. Aber so richtig witzig ist es, mit Drake zu schlafen. Beziehungsweise was man dort mit ihm macht. Denn ihn einfach ranzulassen macht einen zur guten Frau, sich von ihm die Muschi lecken zu lassen hingegen zur Hure. Irgendjemand fand das bestimmt logisch, ich fand es urkomisch.

Allgemein muss ich sagen, fand ich das Spiel recht amüsant gehalten. Viel Text ist natürlich nicht drin, hauptsächlich klickt man sich stupide durch die immer gleichen Aktionen, um die richtigen Statuswerte zu verbessern, sich beim richtigen Charakter einzuschmeicheln, oder das Bankkonto zu füllen. Selbst besagte Gespräche mit den Charakteren sind nicht so sehr Dialoge, als das man einfach nur Icons anklickt, die für sie interessante Themen repräsentieren, um die Zuneigung zu erhöhen, während die Konversation komplett Wortlos und für den Spieler unsichtbar telepathisch abläuft. Aber die ein oder zwei Sätze, welche die meisten Aktionen begleiten, sowie die drei oder vier, die dann doch mal bei einem Event-Gespräch zustande kommen, sind selten ernst gemeint, nie ernst zu nehmen, und durchaus humorig.

Reden ist Silber, Icons klicken ist Gold.

Ich meine selbst Eleanor als Charakter konnte ich gegen Ende etwas leiden, obwohl das Setup sie so extrem schlecht porträtiert. Ist sie zu Beginn auch. Jedoch hat sie einen sehr starken Charakter und ein ziemlich loses Mundwerk, plus viele sarkastische Gedankengänge, durch die ich mich schon für sie erwärmen konnte. Je nach einem der 8 erreichbaren Enden kann sie durchaus auch wesentlich netter sein, und wann immer sie jemandem etwas auswischt, freut man sich fast für sie, weil der jeweilig andere noch mieser vom Charakter her ist. Abgesehen davon mag ich sehr, dass sie das ganze Spiel über komplett in Kontrolle bleibt, statt zum Sexpüppchen zu verkommen, da tatsächlich alles in der Hand des Spielers liegt. Sie muss sich nicht durch die halbe Nachbarschaft schlafen, wenn ihr (bzw. dem Spieler) nicht danach ist. Sie kann zur netten und treuen Hausfrau werden. Sie kann ihrer wilden Sexualität freien Lauf lassen. Egal was sie auch macht, um Geld zu verdienen, es ist immer ihre freie Entscheidung.

Ich glaube wenn man nicht will, muss man das ganze Spiel über gar keinen Sex haben. Geld lässt sich auch auf andere Art und Weise gewinnen, und die Zuneigung von Drake kann auch über Gespräche und andere Aktionen erhöht werden. Das ist schon ziemlich interessant, wenn man mal bedenkt, dass der Stimulus der Libido des Spielers schon das Hauptziel des Spieles ist. Hat man sich jedoch dafür entschieden, sich doch Stimulieren zu lassen dann… eh, ich weiß ja nicht. Ich bin sicherlich auch nicht das Zielpublikum in jener Hinsicht, aber so ein paar 3D-Modelle in abgehakten Wenig-Frame-Animationen aneinander reiben zu lassen. Ich will hier niemanden werten, aber ich halte das schon schwerlich für sonderlich sexy, was einem das Spiel so zu zeigen hat.

She works hard for her money…

Weitere Probleme, die dadurch kommen, dass wir es hier mit einem Flash-Browsergame zu tun haben, ist das es kein traditionelles Speichersystem gibt. Stattdessen funktioniert das Spiel komplett über eine Autospeicher-Funktion, die von selbst beim Übergang in einen nächsten Tag zwischenspeichert. Bricht man das Spiel ab ist man somit mit einem schnellen Klick auf Continue wieder zurück. Das bedeutet aber auch, dass man nie zu Entscheidungen zurückgehen kann, die vor dem aktuellen Tag geschehen sind. Und das es keine weiteren Speichermöglichkeiten gibt. Wer was anderes ausprobieren oder ein weiteres Ende bekommen will, selbst wenn der einzige spielerische Unterschied ist am letzten Tag eine einzelne Entscheidung zu ändern, muss komplett von vorn beginnen.

Damit einher geht, das sollte man den Tag abbrechen und auf Continue neu einsteigen, man auf der Übersichtskarte der Stadt beginnt, statt wie gewohnt im Schlafzimmer zu erwachen. Jegliche Szene, die also direkt nach dem Aufwachen getriggert würde, wie beispielsweise mit Drake einen Kurzurlaub zu machen, geht einem verloren. Und dennoch habe ich einen Großteil der optionalen Events mir erspielt und alle 8 Enden gewonnen. Ich glaube ich bin echt viel zu einfach zu befriedigen, gibt mir ein wenig Stat-Raising-Gameplay und ich bin am süchteln. Zumal man wie gesagt bei Eleanor wenig Text und viele repetitive Klicks hat, was dem Spiel so gesehen für mich zugutekam, da sich so leicht auf Autopilot durchhecheln lässt, während man nebenbei einen Stream schaut.

Eigentlich isser echt ein guter Fang.

Drake ist eigentlich ein sehr guter, wenn auch nicht ganz so schlauer, Ehemann. Ich hab keine Ahnung, warum Eleanor zu Beginn so wenig von ihm hält, sie ist nämlich wirklich nicht gerade mit einem Schwein verheiratet. Drake ist ein Silberfuchs, der immer noch körperlich gut in Schuss ist, sein volles Haupthaar mit sich trägt, und sogar die Option seine Frau oral zu befriedigen früher offen hat, als sich einen Blowjob geben zu lassen oder Penetration zu wollen. Ich find es ja auch ganz niedlich, dass Eleanor zunächst beim Schlafengehen allein im Bett ist (er nimmt die Couch), aber bei etwas mehr Zuneigung die beiden dann doch wieder nebeneinander schlafen, noch bevor er sie ranlässt.

Was nicht bedeutet, dass er keine abenteuerliche Seite haben kann. Wenn man beispielsweise den Garten auf Vordermann bringt und den Bikini kauft, ist eine optionale Szene es dort mit ihm zu treiben, wohlwissend das der Nachbar spannt, für den leicht exhibitionistischen Kink. Oder im Urlaub auf Gras einen Dreier zu schieben. Es gibt übrigens zwei Enden mit ihm. Zahlt man ihm sein Geld zurück und hat genug Zuneigung, plus ist mehr auf der Seite der liebenden Hausfrau im Treuemeter, kauft er Eleanor ein neues Auto und sie machen zweite Flitterwochen. Tendiert sie allerdings mehr zur Hure bekommt er eine Beförderung, wodurch er viel auf Dienstreise ist, während der sich Eleanor die Zeit mit Sexpartys vertreibt. Aber hey, die sind immerhin umsonst statt das Konto zu leeren.

Dennoch gibt es attraktivere Fänge.

Sven ist der arische Schwede, der den Fashion Store leitet, eine von vier Jobmöglichkeiten für Eleanor. Da er Eleanor wenig gut behandelt, ziemlich selbstverliebt ist, und viel zu gut aussieht, hält sie ihn dann auch sofort für schwul. Womit sie leben kann, wenn schon jemand sie verbal disst, dann wenigstens eine Queen. Zu meiner persönlichen Freude wird das Model in spe allerdings nicht nur mit der Zeit freundlicher, sondern ist durchaus eine Option für Eleanor, wenn man es schafft auf die dritte Stufe befördert zu werden.

Dann lädt er sie nämlich auf ein nettes Essen ein, mit von ihm gespendetem Glamour-Outfit, meint gar nicht verstehen zu können, warum ihn immer alle für schwul halten, und anschließend geht es aufs Zimmer. Gibt man ihm hier direkt einen Blowjob, hat man es übrigens mit ihm vermasselt, weil zu herabwürdigend oder was weiß ich. Lässt man ihn den Sex initiieren, geht das besser aus. Er geht eine Weile auf Dienstreise nach Europa, während man den Laden für ihn managet, und nach seiner Rückkehr nimmt er Eleanor mit nach New York, wo er ein weiteres Geschäft eröffnet, und sie zu seiner Geschäftspartnerin und Gesicht des Unternehmens macht.

Eleanor: Immer voll in Kontrolle.

Auch mit Flake kann man ein Ende gewinnen, und auch er ist der Boss eines der Etablissements, in denen Eleanor Geld verdienen kann. Der einzig schwarze Charakter des Spieles ist der Zuhälter, der den Strip Club der Stadt leitet. Wer für ihn arbeiten will braucht nicht nur die richtigen Statuswerte und ein sexy Outfit, sondern muss ihm auch einen Blowjob geben. Anschließend ist schnell ein Vorschuss von 500$ verdient, wenn man seinen Vorschlag annimmt, vaginalen Verkehr mit ihm zu haben, plus 100 weitere Flocken, wenn er bei Kommen nicht rausziehen muss.

Eleanor wird also zur Stripperin Princess Lusty Lick, und kann hierüber sogar das Event starten an einem Porno teilzunehmen. Was aber nicht für Flakes Ende wichtig ist. Wichtig ist allerdings auch hier bis Stufe 3 der Karriere zu kommen, durch deren neue Option man sich richtig in „Privattänzen“ prosituieren kann. Jedenfalls gerät Flake mit der Polizei in Probleme und muss die Stadt verlassen, bietet jedoch seiner besten Zuchtstute an mit ihm zu kommen. Romantik pur.

Und wenn das Bier erst versehentlich das Shirt durchnässt.

Besagter Porno, sollte man sich denn hingeben schnell weitere 500$ gewinnen zu wollen, nennt sich übrigens Four Cocks Three Holes: The Journey, was ich für sehr fehlleitend halte, denn die anschließende Szene beinhaltet Eleanor mit zwei Kerlen. Da kann jemand eindeutig nicht zählen. Ich meine drei Löcher sind an Eleanor ja schon, aber was für Mutanten sind die Kerle, um auf vier Schwänze zu kommen? Anschließend hat man sogar die Option professionelles Porn Starlett zu werden. Jedenfalls, wenn man den Porno dreht, und an einem vorherigen Tag das Cheerleader-Outfit anhatte, als man Drake und dessen Kumpel an einem Football-Abend Snacks gebracht hat, und mit dem Kumpel im Bad einen Quickie hatte, taucht Greg auf.

Der ist ehemaliger Trauzeuge von Drake, der einen mit seinem Wissen erpresst. Wenn man mit ihm schläft, nimmt er witzigerweise an, Drake würde einen zu all diesen Dingen zwingen, um Geld zu verdienen, und nimmt einen mit in eine offene Beziehung. Woraufhin Eleanor prompt sein Konto leerräumt, ihn verlässt, und als Laura Golddigger an die 100 Gang-Bang-Pornos dreht. Lehnt man den Sex mit Greg ab kommt es zu einem anderen Ende, denn er erzählt Drake alles, der einen rauswirft, Eleanor sich allerdings an einen reichen Kunden des Strip-Schuppens hängt und weiterhin gut lebt.

Eleanor macht das nicht zum ersten Mal.

Das letzte Ende, welches an einem Kerl hängt, ist das mit Kevin. Kevin ist der Boss im Bürojob, und damit auch der von Drake. Die beiden verstehen sich gut, weswegen Drake ihm gebeichtet hat, in was für einer Situation man sich befindet, und dass er einen beim verzweifelten Versuch Geld zu verdienen doch helfen soll. Das fette Schwein nutzt das prompt aus, um Eleanor reichlich anzumachen, und jegliche Beförderung im Büro hängt an gegebenen Blowjobs. Eleanors neuer Name ist von dannen Fuckslut.

Schafft man es hier auch zum Höhepunkt der Karriereleiter, so will Kevin das man sein ganz persönliches und immer bereites Fuckslut wird, zumindest bis man zu alt und unattraktiv dafür ist. Man kann zustimmen, was aber kein eigenes Ende los tritt. Man kann ablehnen und genug Affinität vorausgesetzt auch die Büroangestellte Paige dazu bringen, einem dabei zu helfen, Kevin in den Arsch zu treten. So oder so sagt er Drake seine Version der Geschichte, der sich von Eleanor scheiden lässt, wobei sie sich auch hier einen neuen reicheren Kerl angelt.

Ein sich durch die Stadt hurendes Flittchen zu rollenspielen ist ja eigentlich genau, wie ich Sims zu spielen pflege.

Der Rest:
Bleibt noch ein Ende offen, welches an keinen Charakter gebunden ist. Genau genommen ist es daran gebunden, überhaupt nichts zu machen, denn es initiiert nur, wenn man Drake nicht zurück gewinnt, aber auch nicht die Weichen für das mit jemand anderem stellt. Drake lässt sich scheiden, Eleanor flieht aus der Stadt, jedoch kauft sie sich eine Farm (mit dem Scheidungsgeld nehme ich mal an) und lebt ein simples jedoch zufriedenes Leben als Landwirtin. Wie nett.

Eleanor hat allerdings noch weitere Möglichkeiten, ihrem Mann untreu zu werden, ohne in ein anderes Ende zu gelangen. Irgendwann taucht Tony auf, mit dem sie drei Jahre in der High School zusammen war, bis er sie dabei erwischt hat, wie sie am Abend des Abschlussballes mit seinem Vater für gute Noten schlief, nur um den dann mit dem Nachbarn zu betrügen. Seither konnte er nicht mehr mit einer Frau schlafen (praktischerweise ist er bisexuell), ob ein letzter Mitleidfick ihn heilen werden kann?

Auch aus der High School kennt Eleanor Johnny High-Tucker, den sie immer als Gay-Fucker getauft gehänselt hat. Jetzt ist er Anwalt bei der Firma des Bürojobs. Er lässt sich allerdings durchaus dazu überreden, einen eher aggressiv-rauen Dreier mit Eleanor und seiner Frau zu haben, wenn die zustimmt.

Der gerade volljährig gewordene Nachbarsjunge James kommt ebenfalls eines Tages vorbei, um sich auf einen Europatripp zu verabschieden, allerdings fragend, ob Eleanor ihn nicht eine Fantasie erfüllt, die er seit Beginn seiner Pubertät mit sich rumträgt.

Letztendlich kann Eleanor auch noch die Kollegin im Büro Paige zu einer flotten Bescherung überreden. Fast etwas schade, dass es im Spiel nicht ein volles Ende gibt, in dem die beiden ihrer lesbischen Liebe nachgehen. Das wäre doch mal ne Abwechslung gewesen. Eventuell gebunden an das Kevin-Ende.

Horndog Chronicles: Coming Out on Top

Wo wir kürzlich erst bei einem Gay Dating Sim waren, das eigentlich ein BxB Romance Visual Novel ist, bleiben wir doch gleich mal dabei. Diesmal gehen wir ein wenig jünger auf die Pirsch, denn Coming Out on Top findet im eher gewohnten Setting eines Colleges statt. Bekanntermaßen die passende Atmosphäre für die gerade zur Volljährigkeit erblühten und dem Elternhaus entwachsenden Jungs und Mädels, um mal mit der Liebe gleichgeschlechtlicher Art zu experimentieren.

Nicht das unser Hauptcharakter, dessen vorgegebener aber änderbarer Name Mark ist, da noch groß Bedenkzeit braucht. Er ist schwul und will in seinem letzten Jahr auf dem College, solange er noch die weitestgehend ungezwungene und unwertende Umgebung um sich hat, endlich dazu stehen und voll leben. Weil der mit Anfang Zwanzig bereits das Gefühl hat ordentlich was verpasst und Nachholbedarf zu haben. Wie muss es erst den Kerlen vor einigen Jahrzehnten ergangen sein, die sich bis zur ihrer Midlife Crisis und länger in einer lieblosen Ehe versteckt haben, bevor sie sich zum Coming Out getraut haben?

Typisch falsche Antwort, die man dennoch mindestens ein Mal genommen haben muss.

Erwartungsgemäß für ein College in einem liberalen Bundessstaat der 2010er-Jahre ist seine Sexualität für Mark übrigens ein wesentlich größeres Ding als letztendlich für alle um ihn herum. Seine beiden Wohngenossen Penny und Ian reagieren absolut gelassen darauf. Penny hat sogar sofort jemanden aus ihrer schrägen Verwandtschaft im Auge, mit dem sie Mark verkuppeln will. Und sobald er es seiner Mutter am Telefon gegenüber zugibt, schmiedet die sofort Pläne mit dem Vater was es denn bei ihm im Krankenhaus an niedlichen schwulen Doktoren-Anwärtern gibt, mit denen Mark ruhig mal ein Date versuchen dürfte. Natürlich während indiskret gefragt wird ob Mark Top, Vers, Bottom oder gar Power Bottom ist, damit es keine Kompatibilitätsprobleme gibt.

Mark ist übrigens von der Optik, von der wir ausgiebig auch im biblischen Sinne zu sehen bekommen, nicht abänderbar, sondern immer der gleiche gute gebaute braunhaarige Kerl. Und absolut notgeil, deswegen eben auch der biblische Sinn. Man darf sich also in regelmäßigen Abständen darauf gefasst machen, dass er wenn er alleine in seinem Zimmer ist, und nicht gerade mit seinem Goldfisch philosophiert, sexy Tagträumen und Masturbationseinlagen nachgeht.

Ich geh davon aus, man kann hierdurch auch ohne einem Charakter nachzusteigen ein Gutes Ende haben.

Sollte wohl klar sein, dass auch Coming Out on Top die Thematik und sich selbst nicht allzu ernst nimmt, sondern eine ordentliche Portion Humor beweist. Das ist auch ein Stück weit nötig, denn genau genommen sind die Routen der Kerle, dessen Zuneigung Mark gewinnen kann, teilweise ganz schön schnulzig. Und auch sexy, denn Coming Out on Top ist vollwertig 18+, sofern man nicht die Steam-Version ersteht. Die Plotlines sind wirklich irgendwo zwischen aus eine Porno oder einem Schwulendrama entnommen und wirken nicht ganz realistisch. Da ist es doch ganz angenehm, wenn das Spiel an sich von eher heiterem und nicht allzu seriösem Gemüt ist. Coming Out on Top weiß, wann es etwas blöd ist.

Zudem ist es relativ kurz. Ich war doch etwas überrascht, wie schnell man teilweise mit einem der Kerle endet, und zwar nicht nur im Bett, sondern auch schon bei den Ending Credits, ich hätte da echt etwas mehr (Vor-)Spiel erwartet, bevor es zum Klimax kommt. Wobei das letztendlich im Nachhinein gar nicht ganz so übel war, denn wer halt mal eher Appetit auf einen Quicky hat, der wird hier voll bedient, ohne ewige Stunden in eine Charakterroute investieren zu müssen.

Mit Freunden abhängen, du tust es falsch.

Coming Out on Top bietet einem übrigens neben den Multiple Choice Antworten, um sich in das Höschen eines Kerls zu charmeuren, auch noch regelmäßig die Wahl an, ob man für den Unterricht lernen, mit den Zimmernachbarn abhängen, oder Nachhilfeunterricht geben will. Unterricht bedeutet Geld, bedeutet wiederum man kann häufiger mit den Mitbewohnern ausgehen. Für mehr ist es dann allerdings schon nicht genutzt. Und lernen oder weggehen hat eine leichte Auswirkung auf das Ende. Nur wer sich gut mit ihnen versteht kann eine kleine zusätzliche Szene haben, in der man sieht was aus Penny bzw. Ian Karrieremäßig geworden ist. Und nur wer gute Noten hat bekommt im Endtext gesagt, dass er einen guten Job abbekommen hat. Allerdings ist all dies absolut irrelevant wenn es um das Gewinnen eines Charakters an sich geht.

Zu schreiben man könne seinen Avatar Mark optisch nicht verändern, war übrigens nicht ganz die Wahrheit. An seiner Körperform, Gesicht oder Frisur lässt sich tatsächlich nichts drehen. Allerdings hat Coming Out on Top eine ganz nette Seite in den Optionen. Übrigens in jenem Menü im Gegensatz zu Dream Daddy endlich wieder all die üblichen Konfigurationsmöglichkeiten wie Musiklautstärke und unter welchen Voraussetzungen bis wohin der Text mit der FFW-Funktion durchgerattert wird zusammen mit einem regulären Speichermenü mit Slots, deren Bilder besser zeigen, wo das war. Aber jedenfalls hat das Optionsmenü eine Extra-Seite, in der man für Mark sowie alle sechs gewinnbaren Charaktere einstellen kann, ob sie einen Bart und/oder Körperbehaarung mitbringen sollen. Leider ohne Vorschaubild, um auch direkt abchecken zu können, ob das am jeweiligen Charakter überhaupt was aussieht. Aber dennoch, genau wie die Möglichkeit Kondome in den Sexszenen aus- oder einzuschalten, eine sehr willkommene Funktion.

Nüdlich

Zunächst einmal habe ich mir den Kerl geschnappt, der mir als erstes vor die Flinte gelaufen kam: Und zwar den Zimmergenossen und bester Kumpel seit des ersten Jahres im College Ian. Der ist der leichtlebige, verspielte, und nicht allzu gute Noten bekommende Play Boy, der gern mal die eine oder andere Frau flachlegt – durchaus auch gleichzeitig. Zudem hat er eine ständige On-Off-Beziehung mit Zoe. Die uns wenn sie seine Sachen nach einem weiteren Scheitern jener zurückbringt, und der Karton voller Dildos ist, auch brühwarm erzählt, dass Ian gern mal mit seinem Hintertürchen experimentiert hat. Und mit gern mal meint sie ständig.

Überraschend denkt sich Mark dabei noch nichts. Es wird erst komisch zwischen den beiden, wenn nachdem Ian ihn um Mark vom Stress und der Untervögeltheit abzulenken nach Gängen ins Fitnessstudio auch mit auf eine Frat-Party nimmt, wo Mark sein Zuspieler ist und tatsächlich einen Dreier mit zwei Mädels für Ian erreicht. Allerdings in einem Anfall von Leichtigkeit, um den Mädels etwas Fanservice zu geben, kommt es zu einem Kuss zwischen den beiden Kerlen und nachdem Ian ordentlich als Zuspieler in einer Gay Bar für Mark scheitert, fängt er an ihn zu meiden.

Irgendwann kontaktiert uns Zoe dann, und erzählt, dass Ian eigentlich schon die ganze Zeit auf Mark steht aber seine Freundschaft nicht aufs Spiel stellen wollte, und die ganzen Analdildos, mit der sie ihn geritten hat, eigentlich nur Ersatz für ihn waren. Praktischerweise ist der nackt und mit Augenbinde versehene Ian gerade nebenan ans Bett gefesselt, so dass seine heimliche Fantasie Realität werden kann. Zwei Jahre später dann heiraten Ian und Mark sogar, wie süß. Ist man übrigens nicht auf Ians Pfad, so wird er dennoch gern den anderen Kerlen leicht eifersüchtig, was ein interessanter konsequenter Touch war.

Scheinbar tritt Alex irgendwann auf eine Mine und verliert seine Beine

Geht Mark direkt noch am Tag seines Outings mit Penny in die einzige Gay Bar der Stadt, wird das Frischfleisch dort direkt von dem blonden Halbgott Alex angehauen, der ihn kurz anflirtet, einen Drink spendiert, und dann direkt die Nummer abgreift, weil er leider nicht mehr bleiben kann, denn er muss am nächsten Tag früh raus. Warum stellt Mark am nächsten Tag in der ersten Anatomie-Klasse des neuen Jahres fest, wo er ihm als seinen heißen neuen Professor Mr. Davies erneut begegnet. Ohlala, so verboten, so sexy.

Alex ist allerdings voll professionell und macht Mark deswegen auch klar, dass da natürlich nichts laufen kann, weil eine Beziehung zwischen Professor und Student viel zu viele Probleme mit sich führen würde. Was Mark nicht davon abhält, heiße Tagträume von Hands-on Anatomie-Stunden zu haben, noch dass die beiden im Fitnessclub sich gegenseitig schweißtreibend aufreiben. Zumindest bis Mark seinem Professor „versehentlich“ einen blauen Fleck verpasst, welcher natürlich sofort nach ausgezogenem Shirt untersucht gehört, was wiederum in einem heißen Kuss miteinander endet.

Dummerweise ist ein anderer Professor verängstigt seinen gesonderten Platz an der Uni zu verlieren, da Alex im gleichen Gebiet arbeitet und so ein Überflieger ist, und lässt ihn deswegen ausspionieren. Und wir haben ihm gerade ein Foto geliefert, welches er gegen Alex benutzen kann. Der sogar freiwillig die Uni wechseln will. Aber Feuer gegen Feuer und so, und deswegen finden wir etwas über besagten Prof heraus und erpressen ihn einfach zurück. Und hey, immerhin ist dies das letzte Jahr von Mark, von daher dauert es auch gar nicht lange, bis Alex nicht mehr sein Professor ist! 2 Jahre später leben die beiden dann auch endlich zusammen, nachdem sie sich aufgrund von Berufen in verschiedenen Städten zunächst nicht regelmäßig sehen konnten.

Das ist btw so Porno-esque, weil es ein Tagtraum von Mark ist.

Neben der normalen Nachhilfe wird einem irgendwann im Spiel auch angeboten, einen Sonderauftrag zu übernehmen. Nimmt man jenen an, geht Mark zum Frat einer Muckiprotz-Vereinigung am Campus, denn Brad ist über sein Football-Stipendium an die Uni gekommen. Allerdings hat man bisher den Fehler begangen ihn nur von heißen Mädels unterrichten zu lassen, die ihm schlichtweg die Hausarbeiten geschrieben und sich von ihm haben flachlegen lassen. Deswegen versuchen sie es jetzt also mit einem männlichen Lehrer, nichts ahnend, dass sich Mark durchaus auch von verschwitzten Bauchmuskeln ablenken lässt.

Es dauert natürlich ein wenig, bis man Brad davon überzeugt hat, dass er vielleicht wirklich anfangen sollte selbst zu arbeiten, hauptsächlich mit dem durchaus sinnigen Argument, dass er auf etwas zurückfallen können muss, sollte er wegen einer Verletzung seine Profikarriere im Sport beenden müssen. Als echte Bros masturbieren die beiden etwas zusammen, und Brad lässt seine bisherige Nachhelferin abblitzen, nachdem sie Mark gegenüber bitchy wird, und schon ist der Weg für eine Romanze offen.

Allerdings hat Brads übervorsichtiger Bruder eine halbe Herzattacke, nachdem er die beiden beim Knutschen statt Lernen erwischt, weswegen Brad erst mal auf Distanz geht. Zumindest bis er plötzlich nur noch einen halben Tag hat, um sein Abschlussessay zu schreiben, und Mark ihm dann doch noch mal in letzter Minute hilft, inklusive Ansporn im Versprechen, dass nach getaner Arbeit als Geschenk Mark selbst auf Brad wartet. Die beiden haben natürlich am Ende, nachdem sich auch der Bruder wieder eingekriegt hat, eine Distanzbeziehung, weil Brad viel zu Spielen unterwegs ist.

Eh, kein gutes Outfit für Phil.

Mark hat nicht unbedingt die besten Erfahrungen damit gemacht, wenn Penny ihn bisher mit ihrer verrückten Familie verkuppeln wollte, weswegen er eher unfreiwillig für sie einspringt, um ihren Cousin Philbert vom Flughafen abzuholen. Sie hat ihm allerdings auch nicht erzählt, dass Phil ein heißer schwarzer Kerl ist, was sicherlich eine bessere Einleitung gewesen wäre, um Mark willig zu machen. Allerdings läuft das erste Treffen eher suboptimal, weil der gerade mit seinem militärischen Grundtraining fertig gewordene Phil der stille und ernste Typ ist, der wenig Spaß versteht.

Irgendwann landet Mark allerdings mit Penny bei einer Benefizveranstaltung von Phils Vater, und das mit Ians Zylinder und dessen „Medizin“ gegen Nerven ausgerüstet ein wenig neben sich. Aber wer sollte es glauben, ein Mark auf einem exzentrischen High ist ein absoluter Hit mit den gelangweilten Reichen auf der Feier. Und er und Phil dürfen sogar wenig erfolgreich die nächsten Tage Babysitter für die Tochter von einigen davon machen, die allerdings nur abhauen und feiern will. Darüber, genauso wie die Trivia-Quiz-Partys und das Training, zu dem Phil Mark letztendlich einlädt, kommt dann endlich doch noch eine Bindung zustande.

Merkwürdigerweise gibt es auf Phils Route mehrere Dinge, die zu Problemen werden könnten, alle allerdings irgendwie schnell abgewinkt werden. Kumpels vom Militär, die ein großes Ding draus machen herausgefunden zu haben, dass Phil schwul ist. Das Phil in ein Sonderprogramm dort hineinwill. Die zickige Tochter des reichen Ehepaares. Das Phils Vater in der Politik ist. Wird alles nie wirklich so wichtig, wie man erwarten könnte, und am Ende hat man natürlich auch hier eine Distanzbeziehung, da Phil viel auf Mission unterwegs ist.

Ich bin mir gar nicht mehr sicher, ob das nicht das einzige Non-18+-CG auf Jeds Route ist.

Bereits ziemlich früh im Spiel wird das traute Heim von Mark, Penny und Ian von Godzilla heimgesucht, oder zumindest nennen sie den neuen Nachbarn ein Apartment über ihnen so, weil er solch einen enormen Lärm veranstaltet. Geht man dem nach, steht einem Jed in der Türe entgegen, und das wie Gott ihn erschaffen hat, intakte Vorhaut und alles. Er wartet nämlich auf Cumslut97, den er zu einer Bukkake-Party eingeladen hat. Wenn sich Mark auf eine Privatparty mit Jed einlässt, wird er von ihm dazu eingeladen, ruhig jede Woche Dienstag vorbeizuschauen, um dies zu wiederholen.

Die Woche drauf steht man allerdings voll erigiert seiner Schwester, die sich das Apartment mit Jed teilt, gegenüber, die einen sofort angeekelt wieder verscheucht. Tut Jed auch total leid, weswegen der sich als Pizza Boy durchschlagende Teilzeitmusiker nicht nur immer mal wieder Gratis-Pizza vorbeibringt, sondern Mark auch mit auf Gigs seiner Band nimmt, inklusive anschließender Blowjobs. Muss ich noch erwähnen, dass Jed eher der mit leichter Moral ausgestattete Bad Boy Charakter ist?

Seine Band steht übrigens kurz vor dem Durchbruch, allerdings ist Jed ziemlich arrogant davon überzeugt, dass ein Plattenlabel sie nur dem Massenmarkt tauglich umkrempeln wollen würde. Womit er sogar recht behält. Stattdessen versucht Jed das Geld zu gewinnen, in dem er sich umkrempelt und voll einen auf schick machend an einem Piano-Wettbewerb mitmacht. Am Ende ist er natürlich berühmt, und Mark sieht viel von der Welt, da er ihn zu diversen Konzerten einfliegen lässt. Witzigerweise gibt es sogar eine Variante des Endes, in dem die beiden regelmäßig Bukkake-Partys veranstalten. Da sag nochmal einer Romantik wäre tot.

Top 10 Anime Betrayal!

Der Rest:
Den einzigen Charakter, den ich nicht gewonnen habe, ist Amos. Der bärige Leather Daddy mit dem weichen Kern war ursprünglich ein Joke-Charakter für einen Aprilscherz, hat dann allerdings eine vollständige Route im Spiel bekommen.

Außerdem entwickelt Penny irgendwann im Spiel eine Brofinder App, die im Prinzip Grindr ist. In meiner Version des Spieles funktioniert die noch nicht, in neueren können so allerdings satte zehn weitere Kerle umgarnt werden, wobei sie keine vollen Routen haben, sondern man nur ein Date mit „Happy End“ mit ihnen durchmacht.

Wen ich allerdings noch gewonnen habe ist Handjob. Das ist der Name, den ich Marks Goldfisch gegeben habe. Wenn man ihn nämlich von jeder sozialen Interaktion das Spiel über fern hält und stattdessen viel mit seinem Goldfisch philosophieren lässt… tja dann darf man dabei zusehen, wie Mark schon fast einen Poe-esquen Abstieg in den Wahnsinn anheimfällt. Bis Handjob mit ihm zu reden beginnt und meint, er müsse Penny und Ian umbringen, damit die beiden frei sein können. Was entweder damit endet, dass Mark von seinem Goldfisch erschossen wird, oder Sex mit ihm hat. Oh my. Ich hab bereits erwähnt, dass sich das Spiel oft nicht ernst nimmt, oder?

Match 3 Dating: Huniepop

ava-2034Diesmal nehmen wir uns einem etwas anderen Dating Sim an. Zum einen wollen wir die Liebe, oder zumindst das Höschen, einer weiblichen Jagdtrophäe gewinnen, zum anderen ist es kein japanisches Spiel, außerdem eines, welches 18+ ist. Sofern man sich nicht die Steam-Variante holt, und sofern man sich wenn man jene schon holt, jene nicht patched. Mit einem Release in 2015 ist es zudem der aktuellste Vertreter des Genres, und obendrauf auch noch ein erfolgreiches Kickstarter-Project.

Außerdem ist es nicht sonderlich Dating Sim. Oder doch, eigentlich schon, nur ein relativ oberflächliches. Ich gehe mal davon aus, man dachte sich, dass ein reines Dating Sim für ein aktuelles westliches Publikum dann doch zu langweilig wäre, egal ob man nun Sex hinzufügt oder nicht, und deswegen hat man es hybridisiert mit einem Puzzle Game, genau genommen dem immer beliebten Variante des Match-3, dessen bekanntester Vertreter wohl nach wie vor Bejeweled ist.

Nicht, dass es nicht charmant und spritzig geschrieben wäre

Nicht, dass es nicht charmant und spritzig geschrieben wäre

Der Aufhänger ist, dass Self Insert Sozialversager, den wir spielen, von der großschnäuzigen Fee Kyu einen Besuch bekommt, die ihm den Auftrag gibt, alle 8 heiße Mädels der Stadt flachzulegen, zusammen mit dem simplen wie wahren Ratschlag „to meet hot chicks, you have to go where the hot chicks are“. Das sollte an sich schon schnell bewusst machen, dass sich Huniepop nicht sonderlich ernst nimmt, erneut wahrscheinlich weil ein zu trockenes Herangehen ans Dating Sim sich im Westen wohl nicht so verkaufen würde, nehme ich mal an. Huniepop wird die vierte Mauer gern mal durchbrechen, irgendjemand hat immer einen schneidigen Kommentar drauf, viele der Mädels fluchen ungehemmt, sind Sex and the City offen über ihr Sexualleben, man kann sie mit Alkohol abfüllen damit die Dates besser laufen, und natürlich sind 90% der Antworten, die man auf ihre relativ eingleisigen Fragen geben kann, doppeldeutig oder selbstherabsetzend.

Von der grundlegenden Struktur her ist das hier allerdings weiterhin alles eben sehr Dating Sim. Nach einem Tag, an dem man so ziemlich alle Mädels der Reihe nach trifft, kann nun ausgesucht werden, zu welcher davon man jeweils gehen will, der Tag ist in 4 Slots dafür eingeteilt. Ein Mädel angetroffen kann sie beschenkt oder ausgefragt werden. Beziehungsweise mit ihr geredet werden, ob man sie eine eigentlich viel zu persönliche Frage zu ihrer Körbchengröße, Gewicht oder sonstwas stellen darf, oder sie einen eine mehr oder weniger für ihre Persönlichkeit wichtige Frage stellt, oder schon über sie bekanntes Wissen abfragt, ist dann mal dahingestellt. Man hat übrigens ein glorifiziertes Smartphone, welches hilfreiche Infos aufschreibt. Wo welches Mädel ist. Was man schon über sie herausgefunden hat. Welche Statuswerte sie präferiert. Welche Kleidung oder Frisur man an ihr sehen will, sofern man welche freigeschaltet hat, usw. usf. Schon praktisch das.

Dates spielen sich eher non-traditionell als Match 3

Dates spielen sich eher non-traditionell als Match 3 ab

Diese Frage-Sessions sind aber nicht wirklich das Date an sich, bzw. führen nicht zum Erfolg in einem solchen. Nein, auf die Date-Option an sich gedrückt, und dann findet die eigentliche Verabredung erst statt (die Mädels sagen übrigens nie Nein). Und jenes ist nun besagtes Match-3-Puzzle. Die einzelnen Bauklötze entsprechen dabei einer Charaktereigenschaft. Die blaue Musiknote ist Talent, der orangene Mond ist Romantik, rote Tropfen Sexualität und grüner Stern Flirt. Jedes Mädel mag eines davon besonders, eines davon am wenigsten, was den entsprechenden Multiplikator verändert, wenn man drei oder mehr davon zusammenbringt. Kombos und wie erwähnt mehr als 3 Baukklötze gleichzeitig in eine Reihe zu bringen ergibt mehr Punkte. Das Ding geht nicht auf Zeit, sondern auf Moves.

Natürlich gibt es weitere hilfreiche Dinge, um das nicht auszuschließende Glück in einem solchen Spiel auf die eigene Seite zu ziehen. Drei oder mehr Glocken zusammen bringen beispielsweise einen weiteren Move, den man machen darf. Drei oder mehr Herzen lassen die Affinität steigen, was einen weiteren Punkte-Multiplikator bedeutet. Drei oder mehr blaue Slimes lässt Sentimentalität steigen, die eingesetzt wird, um vorher gekaufte Geschenke einzusetzen, die erneut Hilfestellungen darbieten. Besagtes Geld gibt es am Ende eines Puzzles, egal ob man gewinnt oder nicht. Hat man allerdings gewonnen, hat das Mädel ein weiteres der maximal 5 Herzen bekommen, und das nächste Puzzle – global gesehen, nicht individuell pro Opfer – ist etwas schwerer. Ist es zudem Nacht und das Mädel hatte bereits 4 Herzen, bekommt man sie ins Bett. Was ein weiteres Puzzle beinhaltet, bei dem die Zielerreichung etwas anders gesetzt ist. Immer noch kein Zeitlimit, aber auch kein Movelimit, sondern es müssen möglichst schnell Punkte gemacht werden, um die Zielpunkte zu erreichen, da sie sich beständig verringern, während man nichts macht.

Statusverbesserungen werden gekauft, nicht trainiert

Statusverbesserungen werden gekauft, nicht trainiert

Hat man das auch durchstanden, hatte man erfolgreich Sex und kann das Mädel abhaken, als Trophäe gibt es sogar ihr Höschen (scheinbar trägt jede, selbst die beiden Schlampen, Unterwäsche) geschenkt. Und natürlich ein CG der nackten Weiblichkeit, von denen es natürlich nach jedem erfolgreichen Date eines gibt – die ersten 2 angezogen, das dritte schon leicht kompromittierend, das letzte wie gesagt ist die Sexszene sozusagen. Aber wozu überhaupt dann mit Mädels reden, wenn das nichts mit dem Erfolg auf den Dates zu tun hat? Das bringt, genauso wie die richtige Antwort auf Fragen zu haben, oder auch Geschenke mit einem Herz dran zu überreichen, mehr Hunie. Hunie wird eingesetzt, um die eigenen Statuswerte zu erhöhen, welches die selbsen vier sind, die es auch als Bauklötze in den Puzzeln gibt, wodurch diese wiederum einen weiteren Punktemultiplikator haben.

Hier ist der Deal mit Huniepop: Ich war schon sehr gut vom Spiel unterhalten, aber hauptsächlich weil Match-3 immer Spaß macht, und durchaus auch durch den Charme und Witz des Scriptes. Dennoch hätte ich mir manchmal gewünscht, dass etwas mehr Wert aufs Dating Sim gelegt worden wäre, statt dies hauptsächlich strukturell ums Puzzle-Game herum zu nutzen. Es ist etwas schade, dass die Mädels nach dem ersten Tag nicht mehr untereinander agieren. Es ist etwas schade, dass ihre Persönlichkeiten um witzig zu sein in einigen Angelegenheiten doch erschreckend ähnlich sind. Es ist etwas schade, dass man nicht wirklich so viel über sie herausfindet, abgesehen ihrer relativ oberflächlichen Angaben für die Quizzes. Dann wiederum war die Andersartigkeit des Spieles durchaus eine Erfrischung zwischen dem Spielen der japanischen „richtigen“ Dating Sims.

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Aiko war meine erste Eroberung, und ist glaub ich so ziemlich mein Lieblingscharakter. Sie ist mit 28 zumindest meinem Alter ziemlich nahe, und der hiesige Lehrer-Archetyp. Nur das sie eine Universitäts-Professorin ist, weil in Huniepop natürlich alle Charaktere mindestens 18 sind und somit kein High School Jailbait mehr. Sie ist faul, übellaunig, hat aber dennoch ein schnelles Mundwerk und guten, zynischen Humor, auch wenn es sie selbst anbelangt. Bei ihr kann man ruhig etwas frech und kinky sein, scheint aber letztendlich doch Ehrlichkeit und Offenheit zu mögen. Ihre Outfits und Frisuren sind alle recht ansehnlich, und scheinen hauptsächlich einem Motto zu folgen: Der Minirock oder wahlweise die Hot Pants müssen für eine Professorin von unziemlicher Länge oder eher Kürze sein. Ihr Default mit Brille und Schlips lässt sie tatsächlich eher wie die Porn-Variante einer Bibliothekarin ausschauen.

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Tiffany ist der Archetyp des netten Mädels von Nebenan. 20 Jahre, Studentin, Lieblingsfarbe Pink, blonde Haare, als Hobby noch Cheerleading, versteht sich eigentlich mit allen anderen Mädels, selbst Audrey ganz gut. Immer freundlich, immer nett, immer ums Lernen bedacht. Charmant sicherlich, aber natürlich auch ein wenig auf der langweiligen Seite. Alle Outfits und Frisuren brauchbar. Dennoch sollte man sich nicht komplett täuschen lassen, wir sind hier noch in Huniepop, deswegen mag Tiffany nicht immer wirklich die total prüden Antworten, ein wenig darf man mit seinen angeblichen sexuellen Eroberungen schon angeben, solange man auf eine monogame Beziehung anstrebt.

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Kommen wir mit Jessie hingegen zu einem der wilderen Mädchen, und dem MILF-Charaktere des Spieles mit immerhin auch schon stolzen 36 Jahren. College nicht beendet, hängt gerne in Bars rum, große Brüste, gebärfreudige Hüften, und Outfits, die alle nach Fetisch riechen. Ob nun Cow Girl, Milchmäden, oder Bunny Girl, Jessie hat es zusammen mit diversen verjüngenden Zopf-Frisuren im Angebot (das Default Leoparden-Print-Top ist allerdings recht brrrrr). Was sogar narrativ Sinn macht, denn Jessie ist ein Cam Girl, sich in Fetisch-Klamotten vor einer Kamera zu entkleiden also ihr Job. Dementsprechend ist es natürlich bei den Antworten wichtig möglichst abenteuerlustig und sexuell aktiv zu klingen, möglichst wenig wertend und der Frau Freirum lassend, möglichst viele anzügliche Kommentare. Lässt allerdings dann doch hier und dort mal durchblicken, dass sie wenig glücklich ob der Tatsache ist, dass ihre Tochter keinen Kontakt mit ihr pflegt, oder dass sie wirklich gerne ganz Hausfraulich kocht und backt.

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Nikki ist nach Aiko und vor Jessie glaub ich mein zweitliebster Charakter. Denn sie ist im Prinzip Aiko light im Körper von Ami Mizuno. Zunächst scheint sie das Klischee des Bücherei-Mädchens zu erfüllen. Sie ist schüchtern und nicht sehr gut im Sozialisieren, hat eine Brille auf, und einer der unauffälligeren Kleidungsstile. Dann jedoch merkt man, dass sie relativ schnell genervt ist, gern mal flucht, und nach der High School eben nicht aufs College geht, sondern sich als Barista durchschlägt und ein wenig vor sich hin treibend der Kunst nachgeht. Natürlich ist ihr Zweit-Hobby Gaming, und schon passen die beiden scheinbar gegenseitigen Persönlichkeiten in ihrem Körper viel besser zusammen.

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Audrey ist die Bitch des Spieles. In mehrerer Hinsicht, denn sie ist das Bad Girl. Sie benutzt statt Interpunktion lieber Flüche, ist super Tsundere bei jeder Gelegenheit mit mehr tsun denn dere, geht auf jede Party, nimmt jede Droge mit, und streitet sich gern mit anderen Mädels. Ist allerdings durchaus beispielsweise mit Nikki befreundet, wenn man das aus ihrer Wortwahl auch nicht immer heraushören mag. Im Gegensatz zu jener geht sie allerdings immerhin aufs College, so wenig sie das auch mag. Die verwöhnte Göre pflegt einen recht durchgehenden Goth Loli/Cosplay Style in ihren Outfits. Und hat das dämlichste 4-Herzen-Riskant-CG. Deep Throating eines Dildos, ohne jegliche nackte Haut. Sehr bemüht und sehr unsexy.

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Am meisten hasst sie übrigens Kyanna. Die 21-Jährigen Sportskanone ist früh schwanger geworden, und deswegen auch zur College-Abbrecherin geworden. Im Gegensatz zu Jessie sehnt es sie allerdings dann doch zu einem relativ normalen und festen Lebensstil. Entsprechend bei den Antworten einen selbstsicheren und gefestigten Eindruck hinterlassen, und natürlich lügen, man würde Kinder toll finden. Ihre Outfits gehen ganz Ok, abgesehen von dem einen schrecklichen Leoparden-Print-Ding, das selbst Jessie unmöglich finden würde. Huniepop deckt übrigens auch gern Rassen-Präferenzen ab, nach Japanerin Aiko haben wir mit Kyanna nun hispanisches Blut im Cast.

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Beli steuert das indische hinzu. Und hält gleichzeitig so ein wenig für den ganzen braun-häutigen Fetisch hin, denn neben ihrem indischen Default, hat sie ein indianisches Outfit, ein antik-ägyptisches (beide nicht die besten Outfits im Spiel, um ehrlich zu sein), und ein Prinzessin-Jasmin-Cosplay im Programm. Beli ist zudem das Mädchen mit den rundesten Rundungen im Spiel, sowohl was Oberweite wir auch Hüften angeht. Interessanterweise ist sie gut mit Jessie befreundet, statt das die eifersüchtig oder so einen nervigen Kram wäre. Beli ist zudem auch die schüchternste im Cast, immer sehr sachte redend, immer Komplimente gern annehmend aber herabspielend, und natürlich hoffnungslos romantisch.

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Lola ist das dritte Mädel mit dunklerer Pigmentation, und der dazu passend afroamerikanischen Lockenpracht. Auch wenn ich ehrlich gesagt ihre alternativen Glatthaarfrisuren zum Großteil attraktiver finde. Zudem bedient sie die Sexy Occupation Nische als Stewardess mit zu kurzer Uniform, und das Hobby der kurzberockten Tennis-Spielerin. Eine weitere von Jessies paar guten Freundinnen, entsprechend humorig aufgelegt. Sie mag jedoch in einem Mann hauptsächlich den Zielstrebigen und ambitionierten Typ, der immer auf etwas hinaus arbeitet, und nie nichts tun kann. Natürlich hat sie eine Kaffee-Sucht, um möglichst wach und aktiv zu sein, und natürlich ist sie ungern wo eingepfercht, sondern gern draußen und sucht das Abenteuer.

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Das waren die acht regulären Mädels, jedoch kennt auch Huniepop seine Geheimcharaktere, an denen das Spiel sogar gleich vier hat, den Cast also auf zwölf Mädels erweitert. Zum einen wäre da Kyu selbst, die sich einem anbietet, sobald man Sex mit dem ersten Mädel aus dem Main Cast hatte. Die bisexuelle Fee, die man leider nicht zu einem Dreier bekommen kann, und die gerne Mal die Waschmaschine reitet, ist natürlich ziemlich jeglicher Avancen offen, und sich keiner sexuellen Anspielung zu schade – ein wenig Trash Talk wird sie einem so oder so entgegenwerfen. Die meisten ihrer Fragen beziehen sich übrigens weniger auf ihre eigenen Werte, und mehr auf die Ratschläge, die sie einem zu den anderen Mädchen gegeben hat, eine der wenigen Sachen, die das Smartphone einem nicht notiert. Abgesehen von ihrem Default Lingerie ist übrigens jedes ihrer Outfits ziemlich grässlich.

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Momo ist ganz einfach und am schnellsten von allen Geheimcharakteren zu bekommen. Wenn im Laden der Goldfisch auftaucht jenen kaufen, an den Strand gehen, und nach dem Date mit dem dortigen Mädel den Goldfisch wegwerfen, und das Catgirl Momo taucht auf. Ihre Stimme ist ein wenig nervtötend fake, hochspitzig, und auf niedlich und nyan~ getrimmt, wie man das in einer der NISA-Synchros erwarten würde. Aber ansonsten ist sie ganz nett. Ich mein, wirklich viel Charakter hat sie als Katze natürlich nicht, sondern ist mehr damit beschäftigt unterwürfig zu sein und einen mit Master zu bezeichnen. Ihre Fragen sind alle aus dem Wikipedia-Artikel zur Gattung Katzen entnommen. Auch ihre Outfits finde ich jetzt nicht so sonderlich toll.

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Celeste kann freigeschaltet werden, sobald man Kyu freigeschaltet hat. Ihr dann das Porn Mag geben, das man seit Spielbeginn im Inventar (und hoffentlich nicht fortgeworfen) hat, und Kyu gibt einem eine merkwürdige Apparatur, das man im Inventar habend nachts am Strand gehen muss, wodurch Celeste dann beim Verlassen auftaucht. Sie ist ein Alien, welches auch nur in den Abendstunden aktiv ist. Mit blauer Haut, monotoner Stimme, Hörnern im Silberhaar, und einen Fragenkatalog zum Universum und den Planeten. Eines ihrer Outfits ist übrigens das Prinzessin-Laya-Sklavenoutfit, ein anderes eine Bondage-Variante von Asukas-Plugsuit. Celeste ist, zwar nicht dadurch, schon irgendwie mein präferierter Geheimcharakter.

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Kommen wir zum geheimsten der Geheimcharaktere, und mit 10.000 Jahren der ältesten Frau im Cast: Venus, die Feengöttin der Liebe. Um sie freizuschalten muss man mit allen anderen Charakteren geschlafen haben. Also nicht allen 11 davon, sondern mit den 8 Mains und Kyu, Momo und Celeste sind egal. Dann gibt es ein kleines Gespräch, in dem Venus überrascht ist, wie sehr Kyu von uns schwärmt, und will selbst testen, wie gut wir sind. Auch sie stellt Fragen zu den anderen Mädchen, allerdings wesentlich schwerere als Kyu. Ihre Outfits sind etwas hit and miss, besonders ihr Burlesque-Outfit, was etwas merkwürdig ist, denn im zweiten CG sieht es wesentlich besser aus. Ach ja, scheinbar war die Liebesgöttin mal eine Burlesque-Tänzerin, um sich durchzuschlagen. Warum auch nicht.

Quickies: Porn Spoof Edition

ava-1810Meiner Recherche zu Folge scheint es doch tatsächlich keine Gay Porn Parody von 300 zu geben. Wenn das mal nicht die größte verpasste Chance der Industrie ist. Der Film bietet sich doch so dafür an, immerhin ist er schon schrecklich lachhaft dämlich, und homoerotischer als das berüchtigte Batman & Robin von Joel Schumacher. 300 ist quasi schon sein eigener Gay Spoof, es fehlt nur noch ein bisschen heißer dominanter Perser auf submissivem Spartaner Sex.

Also musste ich mir anderweitig Befriedigung besorgen, beginnend in den Oldies, denn The American Adventures of Surelick Holmes stammt aus den 70ern. Als Porn Parody Titel noch nicht einfach [Nachgemachter Film] + XXX Parody waren, sondern man sich dämliche Wortspiele einfallen ließ. Damit fällt der Film auch genau in das Jahrzehnt des Porn Chics, als Sexfilmchen tatsächlich eine gewisse Verbreitung und Präsenz außerhalb der Schmuddelecken bekamen. Sehr chic ist Surelick Holmes allerdings leider nicht.

Der ganze Film ist dann doch ziemlich peinlichst 70er. Das startet bei der nervtötenden und fast zufällig eingespielter und dann wieder nicht existenten Musik, geht über auf die lächerlich faken übersynchronisierten Laute fürs Fellatio, weiter zu den unattraktiven Akteuren, die fast alle etwas zu schwabbelig wären und zu wenig Haar an den richtigen, zu viel an den falschen Stellen aufwiesen, um heutzutage für irgendeinen Porno angeheuert zu werden, ganz zu schweigen von Schwulenpornos, wo die männlichen Akteure die Hauptattraktion sind. Der Kerl, der den Mr. Head spielt schaut sowieso ständig drein, als wäre er total auf Droge, und die anderen sind es wohl auch, was erklären würde, warum sie die meiste Zeit beim simulierten Sex nicht mal richtig einen hoch kriegen. Immerhin ist besagter Sex der Ära gerecht relativ schnell rum, statt das sich eine einzelne Kopulationsszene wie heutzutage 30 Minuten in die Länge zieht, was natürlich nichtig ist, wenn sie so unsexy sind und 90% davon ein Blowjob nach dem anderen ist, statt mal was anderes zu zeigen.

Ach ja, irgendwo geht es darum, dass dem reichen Mr. Richbitch die Kerle kastriert werden, weswegen Surelick Holmes und sein Denkanstoß Watson (statt an einer Pfeife zu ziehen, hat Holmes die besten Durchbrüche, wenn Watson seinen Schwanz nuckelt) vom befreundeten Mr. Head eingeladen werden, dies zu lüften. Die Handlung ist aber wirklich mehr als Nebensache, die meiste Zeit wird an schlaffen Penissen gesogen. Außerdem sollte es keinen überraschen, dass der Bösewicht der Kerl ist, der sich in schlechtem Drag als Haushälterin ausgibt, und deren Name eine Anspielung auf Moriarty ist.

Springen wir knappe 15 Jahre weiter, ins Jahr 1989, als Tim Burton seinen ersten Batman auf die Leinwand brachte. Denn das gleiche Jahr sah einen Film, dessen Title Card schlicht Batdude sagt, der überall anders allerdings als Batdude und Throbin angepriesen wird. So wie sich 300 eigentlich für eine Gay Porn Parody anbietet wie eine läufige Hündin einem Rüden, so bietet sich natürlich auch das älteste homosexuelle Paar in der Comic-Geschichte an.

Die beiden sind die Helfer von Libido City oder so, ich hab den Namen schon wieder vergessen, jedenfalls geht es in die Richtung, ist aber kein „cleverer“ Reim auf Gotham. Dabei müsste man dessen Namen nicht mal unbedingt ändern, sondern schlicht als Got ham aussprechen. In jener Stadt, deren Einwohnerschaft scheinbar komplett männlich ist, hat natürlich jeder gern Sex. Aber nur unter gegenseitigem Einverständnis, während Schurken wie der Peeper, der Poker und der French Tickler ihn erzwingen. Und da ist nichts spaßig dran, wie uns Batdude sagt. Also wieder nicht wirklich ein Anflug von Handlung, sondern eine Aneinanderreihung reines Sexes. Ist es wirklich ein Porn Spoof/Parody, wenn man Leute einfach nur in halbwegs passable Kostüme steckt (übrigens hier angelehnt nicht an Tim Burton, sondern die Adam West Version, inklusive Soundwords beim Sex) und einander das Hirn herausvögeln lässt?

Umso schlimmer, wenn der Sex erneut die Achillesverse des Steifens ist, er aber sonst nix zu bieten hat. Die Schauspieler sind hier nicht so schwabbelig wie in Surelick Holmes, aber so wirklich attraktiv ist das alles auch nicht. Auch wieder nicht sonderlich kreativ, sondern ziemlich „Ich blase dir einen, du bläst mir einen, doggystyle, abspritzen“ in fast jeder Szene. Die Soundwords sind zunächst witzig, sowie Batdudes schräge Cape-Action beim Sex, aber wirklich Spaß will ebenfalls nicht aufkommen. Und eine Porn Parody die weder sexy noch humorig ist, ist schon ein ziemlicher Fail.

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Willkommen im neuen Jahrtausend und beim entsprechend langweiligen Titel Batman & Robin: An All Male XXX Parody. Superhelden-Comics bieten sich halt eben auch sehr an, mit ihren muskulösen Kerlen mit geheimer Zweitidentität in hautengen Kostümen, und eben Batman, der es bei keiner Freundin lang aushält, sich aber gelenkige Waisenjungs als Protegé hält.

Wo wir bei Robin sind, der hier… ich weiß ja nicht. Zunächst hätte ich mal erwartet doch irgendwie einen Twink-igeren Akteur gecastet zu sehen. Und dann ist sein „Kostüm“ ein nicht mal gut sitzender Pyjama, was ironischerweise diese Robin-Inkarnation zum am wenigsten sexualisierten macht, den ich je gesehen habe, selbst im Vergleich zu den Mainstream-Porträtierungen. Und sowieso ist er hier der Weakest Link, weder super gutaussehend, die Hälfte seiner Sexszenen hat er keinen Harten, und das monotone Gestöhne würde selbst bei einem Tennis-Tournier nerven. Es ist schon echt eine Leistung, der schlechteste Partizipierende zu sein, in einem Porno, in dem Kirk Cummings dabei ist. Der war gar nicht so schrecklich, wie ich ihn gewohnt war, allerdings war man schlau genug, ihn als Rocco the Minion zu casten, der eine Maske trägt und keinen Text bekam.

Apropos Kostümdesign, auch Batman & Robin richtet sich etwas mehr an die Adam West Version, denn die Batmänner seit den 90ern. Wahrscheinlich ist es halt einfach auch billiger ihn in ein graues Lycra-Ganzkörperkondom zu stopfen, als einen feschen Latex-Anzug mit falschem Sixpack modellieren zu müssen. Die zwei Eröffnungssätze der einzelnen Szenen sind auch Comic-Look-ig, ansonsten bleibts recht schnöde anzusehen.

Und da hätten wir wieder das Problem, denn zwei Sätze zwischen zwei Rammeleien ist auch hier alles, was an Plot geboten wird. Am Anfang heißt es glaub ich, eine Bank wurde ausgeraubt. Dann ficken diverse Figuren nach und nach miteinander, ohne dass dies wirklich noch mal angesprochen wird. Und dann haben Batman und Robin schon das HQ der Fieslinge gefunden, und nach einem Blackscreen mit ein paar „Pows“ und „Bangs“ sind sie angeblich schon abtransportiert und unser OTP darf endlich miteinander Analpiratieren. Somit war man zwar schlau genug zu wissen, dass keiner die Sissy-Slap-Fights sehen will, die normalerweise in Superhero Gay Porn als „Kampf“ durchgewunken werden, aber etwas anti-klimatisch war das schon. Und eben, man kann sich streiten, ob Porn an sich nun wirklich einer Handlung bedarf, aber bei einer Porn Parody gehört schon eine dazu, denn das ist der Teil, wo die Parody rein kommt. Ich kann nicht einem Kerl ein Kopftuch geben, einem anderen eine Augenklappe, die beiden 30 Minuten vögeln lassen, und das Teil dann Ass-Pirates of the Cockribbon: A Porn Parody nennen, ich muss schon ein wenig Dialog und eine notdürftige Rahmenhandlung haben, die sich über die echten Pirates of the Caribbean Filme lustig machen.

Auch übermäßig sexy war dieser Eintrag zudem wieder nicht. Meilen mehr, als die vorigen Drei, was keine große Leistung ist, mit den bisher attraktivsten Akteuren, auch das… aber mir war der Sex immer noch zu monoton, zu langgezogen, zu unkreativ. Kein per se schlechter, aber recht unspektakulärer Porn, und genau das sollte eine Batman & Robin Gay Parody vielleicht nicht unbedingt sein. Die Opening/Eding-Jingle rockt allerdings, Daumen hoch für die!

Auf zur Rettung eilte 21 Hump Street. Oder auch nicht. Zwei unfähige Cops gehen also Undercover an einer High School, wo die neue Droge HFS – Holy Fucking Shit – kursiert. Zuerst bekommt man einen Lach-Flash, dann wird man etwas dement, und dann hat man einen unstillbaren Hunger nach Schwanzlutschen. Knackig und zum Punkt, eh?

Bisher der beste Porn Spoof im Quartett. Die bisher attraktivsten Akteure mit dem bisher größten Equipment bietet er beispielsweise. Auch scheinen sie tatsächlich Spaß dran zu haben, sich zum Affen zu machen. Das bringt natürlich auch schon Goodwill mit. Und Bonuspunkte für Outtakes bei den Credits. Uuuund… das war es auch schon. Erneut ist mir das Ding ehrlich gesagt in der Gesamtheit etwas zu langweilig. Ich habe ja grundsätzlich keine Geduld für Sexszenen, die 25-30 Minuten gehen, scheinbar alle die gleichen Stellungen in gleicher Reihenfolge bieten, und bei denen mindestens einer der Kerle fünf Minuten einen geblasen bekommen muss, bis er richtig hart ist, wenn er den Gefallen zurückzahlt sofort wieder abschlafft. Dann sind auch noch alle Kerle innerhalb ner Minute komplett ausgezogen, statt zumindest mal etwas Diversität reinzubringen, in dem beim Sex mal Stücke des Cop-Outfits oder des Anzugs für den Abschlussball angelassen werden.

Ne, um befriedigend 105 Minuten zu füllen fehlt mir auch bei 21 Hump Street etwas der Biss und das Besondere. Man kann sich halt eben nicht rein auf das Gimmick des Titles und Parody verlassen, und dann absolute gleiches Standardrammeln für den Großteil der Spielzeit bieten.

Ich glaub aus regelmäßigen Porn Spoof Einträgen wird nichts. Gibt keinen Porn Parody Moansday, oder Wanksday, oder Thirstday. So dement-witzig die Titel teilweise sind, so interessant im Idealfall [Franchise X] + heißer Sex klingen mag, so deprimierend unoriginell sind leider viele der Ergebnisse, wenn man sich doch mal zum Schauen hinreißen lässt.

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When life gives you lemons, fuck them

ava-1803Das „Lemon Stealing Whores!“ Meme kommt wohl von einem gleichnamigen Porno. Als mir das gesteckt wurde, wäre mir vor Überraschung doch beinahe das Monokel ins Weinglas gefallen. Wie man das so macht, in Zeiten des Internets, das jedes Kuriosum sofort befriedigt, musste ich es mir sofort besorgen. Also den Film recherchieren.

Der Dialog zur Eröffnung zum Setup, warum Saft gepresst wird, geht zwischen dem in ihrem Garten sitzenden Pärchen ungefähr so:

Ich liebe unseren Zitronenbaum. Wir sollten zur Bank gehen und eine Zitronenbaum-Versicherung abschließen. Ich wünschte du wärst eine Zitrone, dann würde ich dich auf ein Podest stellen und für immer lieben. Ich hoffe nur die Huren stehlen unsere Zitronen nicht, dreckige Zitronen-Klau-Huren. Stimmt, es gibt Zitronen-Huren in unserer Nachbarschaft. Haben wir eigentlich in den letzten 10 Sekunden mal unseren Zitronenbaum angeschaut? Oh nein, eine Hure stiehlt unsere Zitronen! Schluck seinen Schwanz, du Zitronen-Klau-Hure! Wenn du deine Arbeit gut machst, geben wir dir vielleicht eine Zitrone – aber nur eine!

Herrlich. Die ersten 5 Minuten sind einfach herrlich dämlich. Die nächsten 25 wird dann im Haus gefickt, aber auch dabei darüber improvisiert, wer eine Zitrone verdient hat oder nicht, und ob ein Schwanz vielleicht doch besser schmeckt als eine Zitrone. Auch sagt die Hure schon mal „Mein Arsch ist ein brennender Engel“. Der Film ist einfach herrlich dement, ich geh einfach mal davon aus, dass sich befreundete Porno-Sternchen getroffen haben, Gras rauchten, und die geile Idee bekamen, schnell einen Amateurstreifen zu drehen, und wäre es nicht total witzig, wenn wir als Aufhänger Zitronen benutzen, die erotischste Frucht der Welt? Das sie in Japan tatsächlich für sexuelle Sachen stehen kann ist da eher Zufall, und ich denk der Film entstand auch nicht, um die „Frau bekommt Zitrone in den Arsch, während die andere mit einer Ente masturbiert“-Marktlücke zu füllen.

Pornodarsteller muss echt harte Arbeit sein, in aller Zweideutigkeit gemeint. Ich hab mal den Kerl gegoogelt, wenn der Titel schon extra „starring James Deen“ dazugeschrieben hat, als müsste man den kennen. Die IAFD listet tatsächlich gut 2000 Werke, in denen der zu sehen ist, und da ist keine Null zu viel dran. Und die IAFD listet hauptsächlich DVD-Releases, nicht exklusiv fürs Web geschossene Szenen oder dieses Filmchen hier, es sind also wahrscheinlich beträchtlich mehr. Jüdische Jungs mit großem Schwanz arbeiten echt hart.

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Dabei auch ins Auge fiel mir ein Film, dessen Release wohl etwas offizieller ist, wie schon der wesentlich langweiligere Titel verrät: Scooby Doo the XXX Parody. Eh, warum nicht?

Bestiality-Freunde werden übrigens direkt enttäuscht, keiner vögelt einen Hund, oder nur einen Darsteller im Hundekostüm, ja nicht mal Doggy Style gibt es prominenter als in anderen Streifen zu sehen. Scooby Doo is nämlich verschwunden, weswegen Shaggy direkt den berühmten Spruch rufen darf. Und dann muss er dem Rest des Teams erst Mal erzählen, was passiert ist, als er ihn zuletzt sah. Jemanden flach gelegt hat Shaggy natürlich. Und zwar eine Cindy, buchstabiert S, I, N und D. Natürlich war die willig, bei dem Namen. Und dann treiben Daphne und Fred es, weil sie will ein Kind. Ist sich aber nicht so sicher, ob das überhaupt funktioniert, wenn er ständig nur Anal will. Also meint Fred, Oral wäre mal einen Versuch wert, denn dann geht das Sperma ja in ihren Bauch, wo das Baby ist. Klare Logik.

Das sind ehrlich gesagt schon die beiden wirklichen Dialog-Highlights des Filmes, ganz so abgedreht und dement wie ein Lemon Stealing Whores ist ein Scooby Doo XXX leider nicht. Aber doch recht anschaulich, wirklich. Es ist nicht ganz ein Pirates XXX (dessen Hauptdarsteller hier als Butler auch mal ins Bild darf), weil der Plot dann doch etwas zu schwach ist – anschließend geht’s in ein Spukhaus, die Gruppe wird etwas gejagt, vögelt etwas querbeet, dann ist der Film auch schon rum, aber recht erheiternd ist das Stück schon. Tatsächlich kommt mir das hier nicht wie ein schnell hingewurstetes Cash-in vor, sondern als hätten die Beteiligten ihren Spaß am Scooby-Doo-ing gehabt. Abgesehen von der falschen Haarfarbe der hier blonden Daphne sehen sie passend ihren Charakteren aus, Bobbie Starr als Velma scheint besonders viel Freude an ihrer Rolle zu haben, es wirkt also alles nicht so klinisch einstudiert und hat tatsächlich richtig Energie. Persönlicher Pluspunkt auch, weil die Mädels hier nicht so nach Plastik aussehen, die Titten sind alle echt, keine trägt Stilettos des Todes, oder hat Krallen statt Fingernägel.

Ich hätte zumindest jetzt Bock bekommen die klassische Cartoon-Serie zu schauen.

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Verhoeven Wednesday – Showgirls

ava-1788Uh-oh, da sind wir nun also. Angekommen bei Paul Verhoevens 11. Feature Film, der 5. in Hollywood, sein wohl bekanntestes, kontroversestes, und deswegen auch eigentlich interessantestes Werk: SHOWGIRLS!!! Mit Caption on und drei Ausrufungszeichen, weil nichts anderes passt zu so einem glorreichen Trainwreck, so einem vulgären inhumanen Epos über den zerstörten amerikanischen Traum, der einem Titten zum die Ohren haut, bis sie einem aus jenen heraushängen und man sich fragt, ob man je wieder einen weiblichen Körper sexy finden kann, oder für den Rest seiner Tage genug davon hat.

Ein Film mit dem Ruf die Karrieren aller beteiligten Schauspieler ruiniert zu haben, Paul Verhoevens gleich mit, und Hollywoods NC-17 Rating hat er auch noch ertränkt. Ein kolossaler Flop an den Kinokassen, zum Erscheinen verrissen. Aber, und jetzt wird es interessant, heutzutage auch ein Kult-Klassiker. Dank des Heimvideomarktes ist Showgirls mittlerweile unter den Bestsellern des MGM Studios, er ist beliebt sowohl in ironischer Hippster-Weise, wie auch bei Leuten, die es so richtig schön trashig mögen, ja sogar einige Kritiker verteidigen Showgirls heutzutage als unverstandene Satire. Mittlerweile gibt es ein Sequel und ein Musical, sich beide auf die parodistische und satirische Seite schlagend, von der bis Heute nicht geklärt ist, ob sie im Original tatsächlich beabsichtigt war. Drehbuchschreiber Joe Eszterhas behauptet dies zwar gerne, aber rückwirkend kann das jeder. Zumindest ist es schwer glaubhaft, dass Hollywood fast 4 Millionen Dollar für ein Drehbuch zahlt, welches für einen zu satirischen Zwecken bewusst schlechten Film ist.

Wie viel Schaden der 7 Goldene Himbeeren einsackende Film übrigens den Beteiligten wirklich angetan hat, ist auch strittig, obwohl er sicherlich niemanden Karriere direkt förderte, und alle Involvierten eher peinlich berührt sind, wenn sie auf ihn angesprochen werden. Die arme Elizabeth Berkley, die wie alle heranwachsenden Kinderstars doch nur endlich mal ihre Titten in eine Kamera halten wollte, damit man merkt, dass sie nun erwachsen und ernstzunehmend ist, hat wirklich Jahre lang wegen Showgirls keine guten Rollen einsacken können. Aber mal wirklich, der bekannteste Name im Cast ist Kyle MacLachlan, es ist also nicht so, dass hier irgendwo eine Superstar-Karriere auf dem Spiel stand. Paul Verhoeven kann es auch nicht komplett ruiniert haben, immerhin gab ihm Hollywood anschließend noch zwei weitere Projekte in die Hand. Und das NC-17-Rating, wenige Jahre vorher ins Leben gerufen für erwachsene Filme, die nicht mit Pornos verwechselt werden sollen, und tatsächlich seit Showgirls als Zuschauerkiller gilt, der nur noch für Arthouse und ausländischen Filmen benutzt wird? Genau genommen haben NC-17-Filme nie wahnsinnig viel Kohle gemacht, zumindest nicht an den Kinokassen, welche ja zunächst erst mal am Wichtigsten sind, weil man dort frühestens sein investiertes Geld zurück bekommt, wie gesagt ist das auf dem Heimvideomarkt wieder eine andere Sache. Vor Showgirls hat es nur eben keine super teure Großproduktion spezifisch auf das Rating angelegt, die ob ihm hätte floppen können.

Von daher muss man Showgirls aller Schreckensmythen, die sich um den Film ranken zum trotz, immer etwas in Relation sehen. Ein schlechter Film ist es aber dennoch.

Das Schauspiel ist zum Großteil passabel, aber nie an sich gut, und Berkley schafft es auch nicht immer selbst den auf den Medium-Standard aller anderen zu bleiben. Ihnen ist natürlich nicht dabei geholfen, dass die Texte, die sie hier vortragen, häufig nicht nur lachhaft dämlich sind, sondern wenn man wirklich drüber nachdenkt, die meiste Zeit auch nicht aus einer zusammenhängenden Konversation zu stammen scheinen. Ein wenig, als hätte jemand ein ausländisches Script durch Babelfisch gejagt und irgendwie dabei auch noch die Absätze durcheinander gewürfelt. Was in dem Film warum und woraus resultierend geschieht, darüber verliert man eh schnell den Überblick, selbst wenn mal was aufeinander aufbaut.

Und es hilft natürlich nicht, dass der Film ähnlich Keetje Tippel so ein Ding ist, wo sich alles am Hauptcharakter an sich hängt. Nicht nur die Handlung als solche resultiert komplett daraus, dass alle anderen Charakter tun, was sie tun, weil sie Nomi entweder mögen oder ficken wollen. Nein, auch für den Zuschauer sollte das Mädchen aus armen Verhältnissen, welches einen großen Traum hat, vom Business in die Mangel genommen wird, und letztendlich genauso korrupt wird, wie die Leute, die sie zu hassen glaubt, doch irgendwo ein Sympathieträger sein. Doch Sympathie will so einer egozentrischen Ziege gegenüber nie wirklich aufkommen. Es hilft natürlich nicht, dass ein Großteil dessen bereits vor dem Start des Filmes an sich geschehen ist – als Waisenkind durch die Heime gereicht, abgehauen und als Drogensüchtige Prostituierte auf der Straße gelandet… all jene Hintergrundgeschichte ist bereits gelaufen, und wir erfahren sie zusätzlich erst zu Filmende. Dafür untergräbt jene Eröffnung  die Logik hinter ihrem naiven Verhalten nur noch mehr.

Das Showgirls ein schlechter Film ist, zumindest an so ziemlich allen klassischen Maßstäben gemessen, bedeutet aber nicht, dass Showgirls nicht ein unterhaltsamer Film ist. Man kann allgemein nicht wirklich sagen, dass Paul Verhoeven je langweilt, oder sich wahnsinnig zurückhalten würde, weil er befürchtet zu trashig zu werden. Die beste Art von Trash ist sowieso die ungewollte, die mit Glamour und viel Budget. Nicht die billigen Direct-to-DVD Filmchen, die nervtötend Augenzwinkernd gewollt schlecht gemacht sind, und auf Niveau einer Porn-Parodie hindümpeln. Und Showgirls ist ein großer, wuchtiger, glamouröser Film, der zumindest von den Schauspielern an sich ernst gespielt wird.

Und so viel Budget und so viel ehrliches Bemühen dann kontrastierend zu haben mit so einem enormen Fail, in all den richtigen, unsinnigen und trashigen Arten. Mit Handlungsstruktur und Dialogen, die wie aus einem Paralleluniversum scheinen. Die dabei so herrlich zitierbar schlecht sind. Wo Charaktere ihre Motivation und ihre Persönlichkeit je nach Szene komplett ändern. Der einem so viel Nacktheit entgegen wirft, dabei aber so blase damit umgeht, dass er nie sexy ist. Ich kann tatsächlich Showgirls nicht nicht mögen, denn der Film ist – gewollt oder nicht – eine herrliche Gaudi. Perfekt für den angetrunkenen Abend mit Kumpels.

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Verhoeven Wednesday – Basic Instinct

ava-1785In den späten 80ern und frühen 90ern waren der Erotik-Thriller und das Erotik-Drama wieder ziemlich angesagt, mit Sachen wie 9 1/2 Wochen und Wilde Orchidee, die eine ziemliche Welle an Mitschwimmern mit sich brachten. Paul Verhoeven war sich für Blut und nackte Haut eh nie zu schade, und es quasi nur eine Frage der Zeit, bis er etwas dazu beizutragen wusste. Es wurde letztendlich kein anderer als Basic Instinct, dessen Script für erstaunlich hohe 3 Millionen über den Tisch wanderte.

Wir beginnen den Film bei einem Paar im Bett, die rammeln wie die Karnickel. Doch gerade im Moment der höchsten Ekstase zieht die reitende Blondine einen Eispickel und verpasst dem Liegenden zahlreiche neue Löcher, dass das Blut nur so über die Laken spritzt.

Nick ist Polizist, hat eine Vergangenheit was Drogen und das Erschießen von Zivilisten angeht, und wird auf den Fall angesetzt. Die erste Verdächtige am Mord des berühmten Mannes ist natürlich dessen hübsche, blonde Freundin. Die mal schnell aufklärt, dass es eher eine lange Bettgeschichte war. Denn die reiche und mit Abschluss in Psychologie ausgestattete Schriftstellerin Catherine hat es nicht so mit einengenden Labels, sondern fickt mit wem sie will, wann sie Bock hat, und solange, wie der- oder diejenige sie zu befriedigen weiß.

Stellt sich irgendwie raus das sie sich hauptsächlich für Mörder zu interessieren scheint, sowie alle ihre sich um Mord drehenden Bücher frappierende Gemeinsamkeiten mit echten Morden in Catherines Leben zu tun haben, eines sogar quasi 1:1 den aktuellen Fall wiederspiegelt.

Basic Instinct also, der Film mit dem berühmtesten Muff-Shot der Geschichte Hollywoods. Es ist ganz interessant, denn der Film mag nicht Verhoevens blutigster sein, auch wenn er mit dem roten Saft aufwarten kann, ist aber wohl sein bisher explizietester, einfach schon durch die Länge und Anzahl der Sex-/Nacktszenen. Und dennoch ist er überraschenderweise bisher zumindest von seinen Hollywood-Outings derjenige, der jeglichen Trash-Faktor missen lässt, sondern wirklich ein eiskalter Thriller mit Noire-Einschlag darstellt.

Tatsächlich ist der Sex beispielsweise immer angebracht und Story-fördernd, wenn es um die schwarze Witwe Catherine geht und ihre Psychospielchen. Dabei immer das Verwirrspiel, ob sie nun wirklich eine Mörderin ist, die es genießt verdächtig zu erscheinen und dennoch alle bei der Nase zu führen. Oder ob sie einfach der Aufregung wegen ihre Spielchen treibt und doch unschuldig und einfach nur etwas schräg ist. Nick verrinnt sich da immer weiter im Netz aus Lügen, verwirrenden Halbwahrheiten und Doppelmeinungen, und gutem Sex.

Macht Basic Instinct für mich bisher zu einem Highlight in Verhoevens Repertoire, denn ich fand ihn echt spannend, echt clever, und wirklich hübsch anzusehen, immer Stil-sicher den Neo-Noire-Ton treffend. Definitiv auch ein Beispiel wo die unterkült-distanzierte Art der Charaktere, die mich bei ein paar anderen Verheovens störte, der Atmosphäre zuträglich ist.

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