Sakura Dungeon

Es ist ja schon so, dass ich Dungeon Crawler vom Spielprinzip her mag, weil es eine nette Sache zum Nebenherspielen ist, statt sich groß in komplexe Mechaniken oder den Stand der Handlung involvieren zu müssen. Weswegen sie auch oft gut als „pick up and play“ gehen, oder zumindest zum Wiederaufgreifen, wenn man eine Weile nicht mehr gespielt hat, statt brutalst den Faden oder die Spielfeinheiten verloren zu haben. Ich meine, ich habe Elminage Original zuletzt in 2013 gespielt, und würde mir den Mist auch nie wieder antun müssen (in b4 ich in einem Monat über Elminage schreibe, weil ich’s beendet habe), aber ich glaube schon innerhalb von unter einer halben Stunde mich trotz all der vergangenen Zeit wieder eingefunden haben zu können.

Dummerweise mag ich meine Spiele dann aber auch lieber einfach als schwer, was gerade bei Dungeon Crawlern dann problematisch werden kann. Stranger of Sword City habe ich seit dessen PC-Release, und fand das Design und Setting ziemlich cool, hab das Spiel dann aber Richtung Finale abgebrochen, weil ich keinen Bock mehr hatte einen Boss dutzende Male anzugehen. So sehr mir die öfter etwas stupide Vorgehensweise in Dungeon Crawlern gefällt, so doch nur dann, wenn es dennoch relativ zügig vorangeht.

Deswegen sind meine Kriterien für Dungeon Crawler auch ziemlich niedrig angsetzt. Geht es zügig voran und ist ganz interessant anzusehen, kratzt den richtigen „Grinding“-Fleck (nicht nur was Level ups angeht, sondern auch ein Stockwerk nach dem anderen aufzudecken), dann ist für mich schon viel der Miete gezahlt. Grundsätzlich mag ich es zudem besser, wenn sich das Team selbst erstellt werden kann, und ich somit „meine“ Kreationen über die Level ups verbessere, statt mit vorgefertigten Charakteren den Kerker durchschreiten zu müssen.

Und da kommt Sakura Dungeon natürlich ganz gut rein, weil eh ein porniges Spiel, und damit gar nicht so viel Gewichtung auf die Herausforderung legend, immerhin will der Spieler ja irgendwann auch bei den Möpsen ankommen. Natürlich alles etwas züchtig bedeckt in der Steam-Version, da Steam zwar meinen mag, keine Eigenkontrolle mehr auszuüben, sondern alles zu erlauben, jedoch dort die nackten Tatsachen direkt mal wieder auszuklammert. Einen Patch gibt es natürlich dennoch, den ich auch installiert hatte, um hier transparent zu bleiben.

War dann sogar etwas überrascht, dass Sakura Dungeon, nachdem die diversen Schnellschuss-Sakura-Spiele eher einen minderen Ruf haben, doch etwas zu bieten hat. Also abgesehen natürlich vom mal mehr und mal weniger freizügigen Lesbensex in dieser Welt der reinen weiblichen Bevölkerung. Das Spiel ist nämlich doch ein waschechter Dungeon Crawler, wenn natürlich auch eher in die simple und einfache Ecke gehend. Wessen ich wie bereits erwähnt gar nicht abgeneigt bin.

Inspiriert von frühen japanischen H-PC-Spielen haben wir es hier beispielsweise mit einem Dungeon zu tun, in dem jeder Gegner ein niedliches Monster Girl ist, welche sogar gefangen und dann ins Team genommen werden können. Davon gibt’s auf jedem Stockwerk ein oder zwei neue, und bei über zwanzig Stockwerken ist damit schon Abwechslung geboten. Zumal noch Spezialcharaktere dazukommen, die sich nach einem Bosskampf oder Special Encounter anschließen. Das alles für ein Team aus sechs Charakteren, die ins Dungeon gehen.

Wovon allerdings nur die vorderen Drei aktiv sind und wirklich am Kampf teilnehmen, während sich die andere Hälfte im Hintergrund passiv heilt und jederzeit eingetauscht werden kann. Game Over ist man nämlich erst, wenn alle sechs Mädels erschlagen sind, bzw. wahlweise Hauptcharakter Yomi das Licht ausgeht. Einen direkten Heilskill gibt es übrigens nicht, jedoch regeneriert jeder Charakter (und Gegner) jede Runde ein paar HP und AP. AP werden für jeden einzelnen Angriff genutzt, die ein Charakter ausführen darf, und kann über den Defensivbefehl stärker regeneriert werden. Criticals zerstören die Kleidung der Charaktere, können deren Moral allerdings auch brechen und damit weniger Kampftauglich machen.

Wobei ehrlich gesagt davon viel ignoriert werden kann. Häufig ist es sogar durchaus ausreichend, einfach die Auto-Battle-Funktion zu benutzen, wobei sich Charaktere aus vorderer und hinterer Reihe dann nicht auswechseln, und gerade wenn dann der RNG mal wieder entschließt, dass der Boss zwar mit dem nächsten Schlag tot wäre, aber erst Mal drei Runden jeder danebensemmelt, dann verliert man eventuell auch mal einen Charakter. Zusätzlich sollte ich hier wohl auch erwähnen, dass ich es natürlich nicht lassen konnte, mir jedes Monster Girl zu fangen, sobald es neu auf einem Stockwerk rumlief. Das führte allerdings auch dazu, dass ich jedes neue Stockwerk ein paar Level grinden musste, um auf deren zu sein. Wer strack durch das Spiel geht hat vielleicht auch etwas mehr taktischen Nutzen aus dem Kampfsystem zu ziehen.

Eigentlich fand ich das Design des Spieles sowieso ganz angenehm. Die Mädels sind beispielsweise, wenn auch unter üblichem Same-Face-Syndrom, meistens echt niedlich designt, genau wie die zu findenden Kostüme der beiden Hauptcharaktere. Ausrutscher gibt es natürlich immer mal wieder. Auch fand ich die Geschichte und Charakterinteraktionen eigentlich ganz süß. Yomi ist ein netter Dungeon Lord, die ihre Mädels unterstützt und auch jetzt nicht zu sehr davon befremdet ist, dass sie Jahrhunderte versiegelt war, und sich jemand neues in ihrem Kerker breitgemacht hat. Ich war sogar richtig überrascht, dass jedes gerade im Team befindliche Monster Girl zu jeder Storyszene einen eigenen kleinen Kommentar hatte.

In Sakura Dungeon steckt also überraschenderweise mehr Arbeit und Aufwand, als ich das zunächst dachte. Bäume reist das Spiel natürlich nicht aus, ist aber durchgehend ein wohlig-nettes Unterfangen. Sowohl was das Setting, Handlung und Charaktere angeht, wie auch das simple und kurzweilige Grinding durchs Dungeon betrachtet. Mir war es definitiv ein gefälliges Unterfangen.

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Road to the Big G!: Monster Hunter Frontier Z HR4 to G-Rank (Part 3)

Wie gesagt war zunächst geplant, dass ich mich schnell durch die HR1-4, was den Low und High Rank von Monster Hunter Frontier abdeckt, prügele, nur um mal so ein Gefühl für das Spiel zu bekommen. So richtig mich hineinversetzen wollte ich eh nicht, und da ich den Text nicht verstanden habe, blieb mir sowieso einiges vorenthalten.

So hat die Starterwaffe, die für HR5 gedacht ist, natürlich schon ordentlich geholfen, mich durch die ersten Ränge zu schlagen, ich dafür aber erst spät gemerkt, dass die Starterrüstung tatsächlich eine solche ist, und ich mich nicht hätte wundern sollen, warum ich ab einem gewissen Punkt so viel Schaden nahm. Oder dass man ab HR5 dann eh ein weiteres Set von einem NPC geschenkt bekommt, um auch die letzten beiden vor dem G-Rank durchstehen zu können. Denn als ich mit dem Urgent Quest am Ende von HR4 fertig war, war ich doch verwundert, dass HR5 aufging.

Nach HR5 ging dann HR6 auf, und ich wusste echt nicht mehr, was los war. Google-Übersetzer auf der Homepage hat dann ein wenig Erleuchtung gebracht. Da stand nämlich irgendwas davon, dass man ein 30-Tages-Ticket automatisch aktiv hat, wenn man zu einem gewissen Datum registriert. Ich war also genau in eine Kampagne geplatzt, die einen für 30 Tage das komplette Spiel machen lässt. Wo ich schon mal so weit war, habe bin ich dann auch noch zum G-Rank gegangen. Da, wo für die meisten Spieler das eigentliche Monster Hunter losgeht. Für mich aber nicht, ich bin mit fast 30 Monstern hinter mir zufrieden gewesen, nachdem ich eh viel früher dachte aufhören zu können/dürfen/müssen.

Der nächste Rang startet in einem Areal, dessen Name Great Forest Peak ist. Dort gibt es quasi nur die eine Zone, auf der man das Monster auch schon bekämpfen muss. Es kann also nicht fliehen – man selbst allerdings genausowenig. Die Silver Hypnocatrice ist die erste Subspezies in einem Key Quest und wohl dazu da, den Spielern zu zeigen, dass selbst hirntote frühe Gegner mit einem neuen Farbverlauf zu echten Miststücken mutieren können. Denn Silver Hypnocatrice ist der schwerste Kampf des ganzen Ranges.

Er hat natürlich auch die Komplettdrehung drauf, die einen Schwanzschlag ausmacht. Oder drei Mal vor sich zu picken. Oder einmalig vor sich oder dreimalig zu den Seiten mit einschläfernden Nebel zu spucken. Jetzt kann er es allerdings auch in die Luft spucken, so dass es in mehreren Pools um sie herum landet, und es Nahkämpfern echt schwermacht, der Statusveränderung zu entkommen. Wenn er wie ein genervtes Kind schnell auf und ab springt, wird er anschließend übrigens geschwind in zwei Zirkeln rennen, und es einem schwer machen, nicht überrannt zu werden. Neben Beben durch das Springen können auch Windstöße (inklusive Schlafgas) der Schwingen einen aus dem Tritt bringen.

Allgemein hat er es einfach einen in mehrere Attacken zu verwickeln, in dem er einen druch Wind oder Beben oder Einschläferung ausschaltet, aus jenen wieder herausschlägt, nur um einen mit der Attacke ins Straucheln zu bringen, und schon wieder die nächste mit Statusveränderung drauf zu geben. Der Rest von HR4 ist übirgens erneut mit bekannten Gesichtern wie Silver Rathalos und Gold Rathian bestückt, hat mit Akura Vashimu, Kamu Orugaron und Berukyurosu nur drei neue Gesichter zu bieten.

Etwas unspektakulär geht es mit der Espinas Subspecies weiter. Ja, dies ist der Name des Monsters, nicht Brauner Espinas oder Bronzener Espinas, sondern die Subspezies des Espinas ist schlichtweg Espinas Subspecies betitelt. Aufgefunden im Turm, wo erneut nur in einer Zone gekämpft wird.

Immerhin findet man ihn erneut wie seine Hauptspezies schlafend vor, weswegen die ersten Schläge schnell ausgeteilt sind. Was ganz gut ist, da die Haut der Subspecies wesentlich besser gepanzert ist, so dass man schon gern mal abprallt, statt guten Schaden auszuteilen, solange man nicht an den prädestinierten Stellen Bauch oder Schwanz steht. Hin und her zu rennen, wie das Wyvern gern tun, hat er natürlich drauf, wobei er im Gegensatz zum normalen Espinas die gern zwei Mal direkt hintereinander macht, und auch ansonsten beständig durch die Gegend rennt. Giftaura ums Maul und lang reichender Schwanzschlag sind ebenfalls zurück. Ich glaube er kann auch Gift spucken, aber wann immer er eine spuckende Bewegung machte, kam in meiner Jagd auf ihn nichts raus. Eventuell gerade keine Stamina?

Wenn er einen langen Winde-up vorbereitet, wird dies in einem Schulterstoß enden, an dessen Finale eine Piroutte mit einem Schwanzschlag angeschlossen ist. Sobald er seinen Torso hoch aufrichtet, wird er eine große Explosion vor sich beschwören. Immerhin sind viele seiner stärkeren Attacken gut telegraphiert, versursachen dafür aber auch schnell Schwindel. Manchmal vergisst er zudem schlichtweg, dass gerade ein Kampf stattfindet, und trabt normal über die Kampfarena, statt weiter anzugreifen, was etwas merkwürdig ist.

Zurück in den Highlands stellt sich Kuarusepusu zum Kampf. Welcher eindeutig von den Leviathan-Monstern aus Monster Hunter Tri inspiriert ist. Nicht nur was seine Maße an hoher Länge auf vergleichweise schmaler Breite angeht. Auch die Attacken, die er aus der Kiste holt, scheinen zum Großteil vom Agnaktor mit Lagiacrus gemischt zu sein.

Hauptsächlich beinhaltet dies, dass er die Spitze seines Kopfes dazu nutz, um sich wie ein Propellor in die Erde einzugraben, um einen dann von unten aufzuspießen. Eben ganz Agnaktor. Mehr vom Lagiacrus hat er, dass er mit vollem Körper ziemlich schnell auf einen zuschliddern kann, dies gern auch seitlich macht. Und dass er die Kristalle auf seinem Rücken aufleuchten lassen und damit einen Elektroangriff starten kann. Welches einen auch noch anschließend geblendet zurücklässt. Einen Elektrobeam kann er dem Jäger zudem entgegenschleudern oder ein Gewitter heraufbeschwören, von dem ich nicht weiß, was es groß macht, außer das sporadisch Blitze ins Kampfgebiet einschlagen. Die treffen selten, paralysieren aber, wenn sie es tun.

Allgemein kann er natürlich seine Länge gut gegen einen einsetzen, den Schlägen mit Hals oder Schwanz sind beispielsweies auch nicht ganz einfach außer Reichweite zu kommen. Manchmal schlägt der Kuarusepusu auch einfach den Schwanz schlicht zu Boden, was zusätzliches Beben verursacht. Sollte er sich schütteln, wirft er die Kristalle von sich ab, und man sollte nicht zu nahe bei ihnen stehen bleiben, da kurz darauf Blitze in sie einschlagen werden.

Wieder zurück in die Snowy Mountains, also besser wieder Hot Drinks eingepackt, damit die Stamina auch mitmacht, wenn man den weites Gebiet abdeckenden Angriffen vom Doragyurosu entkommen will. Davon hat der nämlich reichlich.

Zuvorderst sind diese langen Auswüchse an seinen Schwingen nämlich nicht nur zum gut aussehen gedacht, sondern wenn er mit den Schwingen nach vorn schlägt, peitschen jene für noch mehr Reichweite einem entgegen und verursachen auch noch noch kleine, schwarze Energiebälle beim Aufschlagen. Wenn er einen niederfliegen will, hat er durch Schwingen und Auswüchse erneut eine ziemliche Spannweite, und erneut folgt ihnen währenddessen diese schwarze Energie in einer Linie. Manchmal stützt er sich auch einfach mit beiden Schwingen am Boden ab und beschwört die Energieaura, um die Jäger von sich fern zu halten. Ist er jedoch länger in der Luft, sollte aufgepasst werden, denn irgendwann wird er einen im Sturzflug angreifen und dabei eine weiträumige Energieexplosion verursachen. Einen schnelleren Bodenschlag, gefolgt von einer kleineren Explosion, gibt es auch noch.

Auch außerhalb der Energieangriffe kann er, nachdem er sich in die Luft begeben hat, wieder herabstürzen, um einem zu schaden. Jedes Monsters liebster Move, einen einfach niederrennen zu versuchen, ist auch noch mit dabei. Drei Schneebälle in horizontaler Reihe wirft er zudem gern in die Richtung, aus der man kommt.

Der passenderweise in der Wüste bekämpfte Skorpion Akura Jebia stellt sich im Urgent Quest, welches den HR5 freischaltet, und angeblich normalerweise damit das Ende der Free-to-Start Zeit von Monster Hunter Frontier bedeuten sollte.

Wie das relativ normal für die Monster ist, deren Skelett auf den Krabben basieren, prallen Waffen schon Mal am Kopf oder an den Scheren von ihm ab. Wobei man gerade was die Scheren angeht die daran angebrachten Kristalle abschlagen und sie danach sogar noch weiter beschädigen kann, damit die Schläge anschließend besser sitzen. Auch der lange Schwanz endet in einem Kristall, welchen er gern als weitreichende Keule einsetzt. Beispielsweise rammt er seinen Schwanz vor sich in den Boden, wenn man dort steht, oder mehrmals hinter sich, sollte man eher dort positioniert sein. Dazu schliddert er einem gern vorwärts entgegen, und dreht sich dabei, um erneut mit dem Schwanz um sich zu schlagen. Zuguterletzt gibt es noch einen Wasserbeam, der das Areal vor seinem Kopf trifft, und ebenfalls aus dem Schwanz kommt.

Die Scheren sind natürlich auch einsatzbereit, damit er um sich schlagen kann. Oder er rennt einen schlichtweg mal wieder einfach nieder, bzw. versucht dies zumindest. Allerdings ist der Akura Jebia wirklich nicht allzu schwer, gerade im Vergleich zu den Key Quests im HR vor ihm, denn die meisten seiner Attacken sind gut telegraphiert.

Barugaru im Sumpf eröffnet den HR5, von dem ich ursprünglich dachte, ihn gar nicht machen zu dürfen. In ihm häufen sich dann im optionalen Bereich an über 90 Quests dann auch Frontier-exklusive Monster. Dies war der Punkt, als mir endlich aufging, dass die Starterrüstung lange obsolet ist, so dass ich mir endlich mal neue geschmiedet habe. Sowie das, wenn man das Quest für 4 Leute anberaumt, einem das Spiel das Team mit KI-Partnern füllt, die aushelfen. Das hat natürlich beides geholfen.

Das ganz cool designte Monster ist ein giftiger Blutsauger, mit einem auf Leviathan-Monster basierendem Skelett. Beispielsweise hat er eine lange Chamäleon-Zunge, die er einem nicht nur entgegenpeitschen kann, sondern mit der er auch das Blutsaugen startet, welches einem schnell die halbe HP-Leiste abzieht. Die Ioprey der Gegend helfen ihm mit dem Vergiften aus, obwohl er das nicht wirklich benötigt, da er sowohl einen Giftstrahl spucken, als auch in Bällen spucken kann, die eine Weile als Pfützen zurückbleiben, sowie einen giftigen Nebel um sich beschwört, der natürlich besonders Nahkämpfern zu schaffen macht.

Von den Leviahtanen hat der Barugaru, dass er seine Körperlänge gern ausnutzt, um sich um sich selbst zu drehen, und dabei mit dem Schwanzschlag zu kommen, oder einen seitlichen Tackle auszuführen. Zum Schluss vergräbt er sich auch noch gern im Boden, um entweder zu fliehen, oder von unten zu attackieren. Gegen Ende des Kampfes kann er zudem die Schärfe der Waffen mit einem Move sofort zerstören.

Der Diorekkusu mag genau aussehen wie ein Tigrex, oder eine dazugehörige Subspecies, ist allerdings eines von Frontiers „Original Monster, do not steal for main series“. Ich meine, selbst sein Name ist ziemlich ähnlich, wäre es doch bestimmt besser als Diorex übersetzt, jedoch sind die Frontier-exklusiven Monster in den Namenslisten grundsätzlich in direkt übersetzten Romanji zu finden.

Wir bekämpfen ihn übrigens im High Forest Peak, wo schon der Silver Hypnocatrice war, was erneut bedeutet, dass der Kampf sofort beginnt und man nirgenwohin fliehen kann. Wenig überraschend hat der blaue, Elektro-Nicht-der-Tigrex viele Elektro-Attacken drauf. Davon schadet am meisten, wenn er Blitze um sich herum zusammenzieht, um dann zu brüllen, und ein Elektro-Schild um sich zu beschwören, das heftigen AOE-Damage macht, sollte man in ihm stehen. Er kann auch nur um seine Hörner oder seinen Schwanz Blitze zusammenziehen, was zu einem kleine Seitwärtssprung führt, der in einem Biss oder Schwanschlag mit anschließender Elektro-Entladung mündet. Einer seiner cooleren Moves ist, wenn Diorekkusu einen horizontal augerichteten Felsbrocken beschwört, um dann an ihn zu springen, und sich dem Jäger entgegen zu propellern.

Ansonsten hat er noch einige der üblichen Tigrex-Moves drauf. Beispielsweise mit den Vorderpranken zwei Steine einem entgegenwerfen. Den Sprung, nach dem er in einer Drehung endend landet. Oder die Bulldozer-Ramme. Insgesamt allerdings ein simpler Kampf ohne großen Gimmicks, sondern mit einem schlicht sehr aggressiven Monster, welches allerdings nicht super gut zielt.

Und dann dachte ich fast, dass das Ende der Fahnenstange erreicht wäre. Nach zwei nicht sonderlich schweren Monstern stampften mich Toridcless und Gasurabazura in Grund und Boden, und auch der in den Snowy Mountains angesiedelte Eis-Mantikor Tao Tesukatora wurde von mir erst kurz vor meinem dritten KO geschafft.

Tao Tesukatora hat eine Menge Attacken drauf, die nicht nur dirkten Schaden verursachen, sondern auch Eis im Kampfareal beschwören. Das kann zu einem Eis-Statuseffekt führen, der einen nicht nur in den Bewegungen verlangsamt, sondenr regelmäßig komplett kurzzeitig einfriert. Sein Schwanzschlag hat beispielsweise nicht allein schon dadurch eine hohe Reichweite, weil der so lang ist, sondern auch weil er um eine Linie aus Eis erweitert wird. Er kann in die Luft fliegen und entweder direkt zu Boden stürzen, oder unter sich einen großen Pool aus Eis beschwören, bevor er niederkommt. Hat er einen kleinen Wutanfall, beschwört er mehrere dieser Pools um sich herum. Eisblöcke, die direkt überm Kopf des Jägers erscheinen, stürzen kurz darauf ab. Manchmal beschwört er auch viele kleine Eispfützen, und wenn man in ihnen hängenbleibt und vereist, lässt er sie anschließend durch einen Brüller explodieren.

Diese Eisattacken werden teilweise durch hellblauen Boden telegraphiert, andere erscheinen allerdings so ziemlich unverzüglich und sind entsprechend schwieriger auszuweichen. Natürlich kann Tao Tesukatora einen auch einfach mit der Pranke eines überziehen oder niederrennen, die meisten Moves haben aber was mit dem Eis zu tun.

Wie gesagt erledigte mich der Toridcless in den Highlands zunächst nach einem schier endlos scheinenden Kampf ziemlich heftig, dank vieler hochschadender AOE-Attacken, und meiner Unfähigkeit, wie ein High-Level-Monster-Hunter durch Attacken einfach hindurch zu springen, ohne dabei Schaden zu nehmen. Nach Tao Tesukatora fand ich dann allerdings heraus, dass ich Idiot mir zu Beginn von HR5 bereits bei einem NPC eine neue Rüstung und Waffe hätte holen können. Und damit war es dann wieder kein Problem weiterzukommen.

Der hübsche Donnervogel streckt dabei gern sein Federkleid in die Luft, und leuchtet so hell, dass man vom Lichtblitz in Schwindel versetzt wird, um sich direkt die nächste Attacke einstecken zu dürfen. Gern springt er auch drei Mal seitlich und spuckt jedes Mal Elektrobälle über den Kampfplatz. Blitze kann er auch als AOE um sich herum beschwören, oder in einem Kreis weiter von sich weg. Manchmal wirft er zwei Ringe an Kristallen etwas weiter von sich weg, die einen umwerfen, wenn sie einen dabei treffen, aber vor allem auch nach kurzer Zeit explodieren. Legt er sie hingegen in einem kleineren Ring um sich selbst, wird er darinnen ein weiteres AOE Blitzgewitter beschwören.

Natürlich kann Toridcless auch Dinge, die keine Blitze beinhalten. Beispielsweise auf einen zurennen, wobei er beim Stehenbleiben in einem Schwanzschlag endet. Oder er fliegt in die Luft und stürzt auf einen hernieder. Gut angreifen kann man ihn beispielsweise, wenn er länger stillsteht und Lichtblitze im Federkleid beschwört, um sich wieder aufzuladen. Den Rest des Kampfes ist er nämlich ziemlich agil und mit dem vielen Blitz-AOE nicht einfach ranzukommen.

Auch den zunächst aufgegebenen Gasurabazura konnte ich mit der neuen Rüstung dann ohne allzu große Schwierigkeiten erlegen. Ihn trifft man im White Lake an, einem Wüstengebiet, in dem mit den Kusubami-Skorpionen erneut auch Frontier-exklusive kleine Monster rumspringen. War sogar ein sehr schneller Kampf inklusive abgeschlagenem Schwanz.

Der Gazurabazura ist haupstäclich auf Gift spezialisiert. Genau genommen findet man ihn sogar vergraben im Sand mit verdächtigen Giftpfützen im Ring um ihn herum vor, und wenn er zur ersten Attack herausspringt, kann man gut in eine davon fallen. Er kann Gift spucken, in einem Fächer vor sich hauchen, einen großen Giftball über den Köpfer der Jäger beschwören und explodieren lassen, sowie sind seine Vorderklauen in Gift gehüllt, was ähnlich wie beim Maul von Espinas dazu führen kann, dass schon die Nähe dazu vergiftet. Wenn er außer Reichweite springt, hinterlässt das auch gern mal ein paar Giftpfützen am Boden. Kurzgesagt sollte man wirklich Gegengift mit in den Kampf nehmen, oder sich damit abfinden, ihn fast konstant vergiftet zu verbringen.

Wenn er in Rage versetzt ist, pumpen sich sein Schwanz und Klauen auf, und er macht mehr Schaden. Dennoch bevorzuge ich diese Phase, weil seine Giftattacken nicht mehr eingesetzt werden und die Vorderklauen auch die Aura nicht mehr haben. Dazu ist er auch noch eigentlich eher langsam. Manchmal wirft er einen Felsbrocken, manchmal will er einen mit Sanddünen umwerfen, manchmal kommt er mit Sand vor sich herschiebend auf einen zugerannt, oder schlägt mit Schwanz und Klauen um sich, vergräbt sich fürs Fliehen oder eine Attacke aus dem Untergrund. Wichtig ist aufzupassen, wenn er seinen Rage-Modus beendet. Dann beschwört er Treibsandpfüzten und in der Mitte ein Plateau, auf das er springt und dann in die Richtung des Jägers, der eventuell im Sand festhängt.

Der Odibatorasu in der Wüste ist das nächste Urgent, allerdings kein Kill-Quest, sondern ein reines Repel. Übersehen kann man ihn übrigens nicht, denn die gigantische, rote Schildkröte ist so ziemlich gleich in einer der ersten Zonen vergraben, gut am sich bewegenden Sandberg zu erkennen.

Odibatorasu ist ein eher stationärer Gegner, auch wenn er schon mal kurz in die Luft springt, um einen unter sich zu begraben. Kann auch nach links und rechts beißen, wenn man seinen Kopf bearbeiten will. Denn sein Schwanz und Hinterbeine sind gut gerüstet, so dass die Waffen wahrscheinlich davon abprallen werden. Wäre sonst auch gemein, denn nach hinten hat der Odibatorasu so gut wie keine Attacken, mit denen er sich verteidigen kann. Er hat ja so schon genug Probleme, an einen ranzukommen. Gefährlich ist dabei besonders ein Sandbeam, während dem er sich ein Mal fast komplett um sich selbst dreht, um fast das ganze Areal abzudecken. Kleine Sandsäulen darf er auch beschwören, um Jäger darin kurzzeitig festzuhalten.

Aufgepasst werden sollte zudem dann, wenn er sich im Sand vergräbt. Dann kommt er nämlich entweder mit dem Rückenpanzer hervor, um mit Sandkugeln um sich zu schießen, oder mit dem Arsch, um Schwanzschläge auszuführen. Dennoch ist es ein überraschend kurzer und simpler Kampf, um ihn zu vertreiben.

Hunter Rank 6 ist ziemlich merkwürdig. Nachem HR5 fast 100 Quests und davon 5 Key Quests hatte, wird man hier nur knapp ein Dutzend optionaler und 2 Key Quests vorfinden, die auch beide noch reine Repel-Quests sind, statt die Monster erlegen zu müssen. Den Anfang macht dann noch Unknown, welcher eigentlich eindeutig ein Rathian ist.

Zugegeben kämpft Incognito-Rathian ein Stück weit anders, als die grüne Variante oder der rote Rathalos-Kumpane. Nicht komplett, aber doch zumindest ein wenig. Sie sammelt beispielsweise gerne orange Energie um sich, brüllt einen dann in einen festsetzenden Angstzustand, um mit Energie um sich zu werfen. Unter Anderem durch einen weiteren Brüller, der schwarze Energiekugeln aus dem Himme fallen lässt. Sehr gern fliegt sie auch in die Luft und schleudert eine Energieexplosion zu Boden. Wirft sich aus der Luft auch gern zu Boden, inklusive beider Schwingen für eine höhere Reichweite. Manchmal lässt sie es auch Schuppen vom Himmel regnen. Sie ist halt schon sehr gerne in der Luft.

Von Rathian übernimmt Unkown übrigens, dass sie in die Luft geht und dabei einen Salto-Schwanzschlag vollführt, oder von Rathalos, dass sie schnell eine Explosion zu Boden spuckt, wenn sie in der Luft zurücktreibt. Auch die drei Bälle spucken zu können, hat sie drauf. Dafür hat sie mich nie vergiftet und scheint auch nur sehr selten hin und her zu rennen, um einen niederzutrampeln.

In keinem Kreativhoch vom HR6 findet der nächste Repel nicht nur genau wie bei Unknown auf dem Turm statt, sondern nach einer Varation an Rathian haben wir nun mit Aruganosu und Goruganosu eine goldene und blaue Variante vom Lavasioth vor uns. Original Frontier Content, do not use in main series!

Der Goldene kann dabei mit Blitzen um sich Spucken, der Blaue hingegen mit Eis. Ansonsten haben sie die gleichen Attakcen drauf. Sie lassen sich gern zu Boden fallen, um dort dann in Kreisen herumzurasen, sich zu vergraben und anschließend aus dem Boden zu attackieren, oder um einfach auf der Stelle zu springen. Zusammen dürfen sie dann auch in einer gemeinsamen Drehung einen großen Wirbelwind beschwören, der sich über das Areal bewegt. So wirklich nervig ist allerdings schlichtweg, dass wann immer man sich gerade mal einem zuzuwenden versucht, der andere einen von der Seite reinspringt oder von unten kommt etc.

Versucht aber nicht so schlau wie ich zu sein, und zuerst einen von beiden auszuschalten, um mit dem anderen ein leichteres Spiel zu haben. Mich wunderte dann nämlich nach gut zehn Minuten, warumm der einfach nicht zu vertreiben war, und nachdem ich zwei Minuten auf den anderen einschlug, gingen sie dann beide. Es scheint also nicht möglich zu sein, sie alleine zu vertreiben, sondern beide müssen genug Schaden genommen haben, um das Quest direkt zu beenden.

Zunächst dachte ich, dass damit dann wirklich das Ende der freien Phase von Monster Hunter Frontier Z erreicht wäre, allerdings muss man nur mit dem NPC für die G-Rank-Quests sprechen, um das Urgent Quest zu bekommen, welches den G-Rang überhaupt erst freischalten wird. Geht gegen den majestätischen Drachen Shantien, der auf einem Flugschiff attackiert – diesmal sogar mit Intro-Szene!

Was natürlich auch bedeutet, dass es kein Entfliehen gibt, und der lange Shantien nimmt direkt bereits einen Großteil des Kampfgebietes ein, weswegen ihm auch nur schwer auzuweichen ist. Was mir mit der Zeit aufging war dann, dass er gar nicht mal so anders als der Lagiacrus kämpft, nur das er durch die Luft „schwimmt“. Er beisst also auf einen zu, kann den Schwanz nach links und rechts schlagen, auf einen zuschliddern, oder den seitlichen Schultertackle. Sogar die eine Drehung um sich selbst, die in einem großen Schwanzschlag endet, hat er drauf. In Phase 2 und 3, wenn er mehr in die Luft fliegt und auch weiter vom Schiff weggeht, kann er zudem jede Menge Blitze AOE um sich herum niederregnen lassen, oder ganz schnell auf einen zugestoßen kommen.

Was im Kampf hilft ist, dass man den großen Gong benutzen kann, um ihn aus der Luft zu werfen, sollte er gerade über dem Deck schweben. Fliegt er weiter weg, kann er über die Kanonen in Ketten gelegt werden. All dies macht ihn aber nur sehr kurz kampfunfähig. Was auch hilft sind die Hawk Potions, die ich erst hier entdeckt hatte. Denn ehrlich gesagt dachte ich zunächst, der Kampf wäre unschaffbar für mich, da mir jede Attacke Dreiviertel der Lebensleiste kostete und in Phase 2 und 3 die Luftangriffe Insta-KO waren. Mit dem Trank, der 70% Schadensreduktion bringt, war dies natürlich wieder revidiert und ich konnte ihn vertreiben. Damit war dann G-Rang freigeschaltet und ich wirklich am Ende dessen angekommen, was ich zu machen bereit war.

Pack a Bento: Monster Hunter Frontier Z Hunter Rank 1-3 (Part 2)

War schon eine kleine Odyssee, dass Spiel überhaupt mal zum Laufen zu bekommen. So muss sich natürlich zunächst ein User mit PSN-Account in der richtigen Region eingerichtet werden, weil Sony einen nicht zwischen verschiedenen PSN-Regionen/-Accounts auf dem gleichen Benutzer wechseln lässt, um das Spiel aus dem taiwanesischen Store laden zu können. Sich dann noch schlichtweg anzumelden war auch nicht ganz so einfach auf der PS4. Sobald man sich denn überhaupt endlich daran erinnert hat, dass bei asiatischen Spielen die Funktionalität von X und O umgekehrt ist, und sich nicht mehr wundert, warum die Optionen nichts tun, wenn man X drückt.

Aber eigentlich wollte ich ja sowieso nur mal aus reiner Kuriosität reinschnuppern, nachdem ich herausgefunden hatte, dass diese Version die IP nicht checkt und darüber Ausländer aussperrt, und weil Frontier bis HR4 frei spielbar sein sollte. So mal ein Dutzend Key Quets und Urgents zu machen, sollte doch drin sein, oder?

Wenn es zu wenig ist, dann vielleicht auch noch ein paar optionale Monsterjagden, wenn sie denn Frontier-exklusive Monster beinhalten. Davon gibt es in den ersten Hunter Ranks sowieso nicht allzu viele, die man nicht schon als Key Quest vorher hatte. Also ab zum Mädel in Gelb, und sich die wichtigen Quests geben lassen!

Den ersten Gegner, der in einer aus nur wenigen Arealen bestehenden Schlucht bekämpft wird, ist die große Krabbe Taikun Zamuza, womit Frontier tatsächlich mit einem Exklusiv-Gegner startet. Sein Gimmick ist, dass er zunächst mit jeder Menge Schmutz und Schlamm eingekrustet ist, die mit wiederholten Attacken abplatzen, damit das rote Krabbenfleisch zum Vorschein kommt.

Genau hingeschaut wird man sehen, dass er zwei verschiedene Scheren hat, eine ziemlich dicke wie ein Hammer, und eine schlankere wie eine Sichel. Die er dann auch respektive dafür verwendet. Die Hammerschere rammt er gern in den Boden vor sich, oder zu Boden, um sich dann ein Mal um sich selbst zu drehen und darüber zu schleifen. Die Sichelschere ist hingegen für schnellere, schneidende Hiebe eingesetzt. Zudem hat er eine Giftattacke, die er vor sich spuckt und die eine Weile vorhält, so dass man nicht hineintreten sollte.

Als eine weitere Besonderheit hat er noch einen eher defensiven Move drauf. Der Taikun Zamuza kann nämlich auch Staub aufwirbeln, so dass fast die ganze Höhle, in der man ihn bekämpft, davon eingenommen wird. Dadurch ist er eine ganze Ecke schwerer zu finden, besonders solange er noch mit dem grauen Matsch bedeckt ist.

Der nächste Gegner ist zugegeben etwas langweilig, denn es ist der Yian Kut-Ku, zu dem die ersten zwei Generationen an Monster-Hunter-Spielen so eine merkwürdige Affinität haben. Man bekämpft ihn sogar im gleichen Inseldschungel, wo ich bereits in Monster Hunter Freedom 2 auf ihn treffen durfte.

Er rennt einen also wie ein Betrunkener nieder, kann sich um sich selbst via Schwanzschlag drehen, vor sich in den Boden picken, oder kurzräumige Feuerbälle spucken. Fällt gerne auf die Fresse, wenn er einem entgegenspringt oder rennt und dabei verfehlt. Ich glaube nicht wirklich, dass es zu ihm viel zu sagen gibt, denn der Yian Kut-Ku ist in Monster Hunter Frontier genau der Yian Kut-Ku, den man in den frühen Monster Huntern zu kennen und hassen gelernt hat. Nur weniger hassenswert, da mit der Starterwaffe wesentlich schneller erlegt.

Ganz allgemein ist der Hunter Rank 1 mit bekannten Gesichtern angefüllt, so wird man in den optionalen Quests jede Menge weitere frühe Monstergesichter zu sehen bekommen, die beispielsweise den Daimyo Hermitaur, Iodrome und Gendrome, Cephadrome und Bulldrome, oder auch den Congalala. Alles nicht unbedingt so spannend, weswegen ich hier den Entschluss gefasst hatte, höchstwahrscheinlich nur die Key Quests zu machen.

Dafür ist das nächste Monster allerdings zumindest wieder halb-neu. Zum einen habe ich es nie vorher bekämpft, zum anderen ist es tatsächlich aus Frontier entsprungen, allerdings auch in wenigen anderen Spielen anzutreffen gewesen: Wir bekämpfen Hypnocatrice im Great Forest.

Doch um ganz ehrlich zu sein erinnert er von seinem Verhalten her ein wenig an die Gruppe Yian Kut-Ku, Gypceros, Yian Garuda, ist nämlich ein weiterer leicht angetrunkener Vogel. Also haben wir wieder einen, der Distanz gern über einen Sprung oder schnelles Rennen überbrückt, und dies in drei Bodenpickern zu enden vermag. Außerdem macht er die komplette Drehung, die zu einem Schwanzschlag mit suboptimaler Hitbox führt, wobei sein dickerer Schwanz schon eher an den Plesioth erinnert. Von dem hat er auch die berüchtigte Hüftattacke gelernt.

Auch der Hypnocatrice spuckt mit einer Statusveränderung um sich, allerdings kein Feuerball oder Gift, sondern in diesem Fall mit einer einschläfernden Droge. Als etwas defensiveren Move hat er dieses merkwürdige sich in die Luft begeben, nur um direkt an gleicher Stelle wieder zu landen, bei dem ich wohl nie verstehen werde, was dessen Sinn ist. Wenn er stattdessen schnell ein paar Schritt weit nach hinten fliegt, stößt einen wenigstesn der Luftzug noch aus dem Tritt.

Das waren die 3 Key Quests des HR1 auch schon, womit wir uns beim nächsten neuen Monster, dem Abiorugu, dem wir im Sumpf begegnen, und im ersten Urgent Quest befinden, nach dessen Absolvieren der nächste Rang freigeschaltet wird. Den Abiorugu finde ich übrigens echt cool vom Design her, auch wenn er bereits einen weiteren Kritikpunkt vieler Spieler von Frontier zeigt: Unikat-Monster werden angeblich gern im Motto „mehr Stacheln helfen mehr“ designt.

Abiorugu stampft gern auf den Boden auf, um einen mit der Erschütterung aus dem Tritt zu bringen, oder über seinen Brüller kurz auszuknocken. Manchmal setzt er seinen Kopf gen Boden und rast dann auf einen zu, macht aus sich selbst also einen Rammbock. Mit dem Schwanz, der gute Reichweite hat, schlägt er Jäger gern hoch in die Luft. Eine seitwärts abgehende Ramme hat er auch, genau wie sich um sich selbst zu drehen, um einen mit dem Kopf oder Schwanz zu erwischen.

Nachdem die letzten zwei Monster eher zu den schnellen Kämpfern gehören, haben wir es jetzt mit einem wesentlich gemächlicheren Gesellen zu tun, bei dem viele Moves an einen Sumo-Ringer oder Wrestler erinnern. Das gibt ihm tatsächlich eine Aura der Gewichtigkeit, und wenn eine Attack sitzt, nimmt man natürlich auch entsprechend Schaden. Dass er zum Finale in das Areal mit dem nächtlichen Grasfeld geht, passt so richtig gut zu einem Showdown. Oder schlichtweg: Der Abiorugu-Kampf ist ziemlich gut designt.

Rang 2 wird offiziell eröffnet mit Rathian auf der Dschungelinsel, auf der bereits der Yian Kut-Ku zu finden war. Und genau wie der kennt man Rathian wahrscheinlich bereits zur Genüge, da sie in der Franchise eine ziemliche Präsenz hat, fast in jedem Spiel zu finden ist, selbst dort wo der Yian Kut-Ku nicht ist wie zum Beispiel Monster Hunter Tri.

Ihre Variante der Generation 2 hat da auch keine Besonderheiten zu bieten, abgesehen davon, dass sie noch keine Stamina hat, dementsprechend bei ihrem Gerenne kreuz und quer durch das Areal, um einen niederzutrampeln, nicht anschließend länger in einer Ecke pausieren muss. Sie hat die Feuerbälle, die sie speien kann, kann vor sich hin beißen, einen Schwanzschlag am Boden machen, oder einen Salto in die Luft inklusive Schwanzschlag, der einen vergiftet. Besagter Schwanz ist übrigens super einfach abzuschlagen.

Merkwürdig an den optionalen Quests im Rang 2 ist übrigens, dass sie alle bereits aus anderen Spielen bekannte Monster und ihre Subspezien sind wie der Khezu und Red Khezu, Plesioth und Green Plesioth, jedoch auch bereits erste Elder Dragon wie Kirin, Chameleos oder Teostra und Lunastra… abgesehen von einem einzelnen Frontier-Unikat, nämlich dem Gogomoa.

Der Dyuragaua ist auf der Tower-Map zu finden, allerdings auf einer Plattform ein paar Areale hinein, von der er auch nicht in ein anderes zu wechseln scheint, sondern dass für Dauerkämpfe darauf gebaut zu sein scheint. Erinnert optisch natürlich direkt etwas an den Tigrex mit einem anderen Kopf, ist villeicht auch nicht ganz weit hergeholt.

Was er besonders gern macht, ist durch die Gegend zu springen, beziehungsweise auf einen zu, um entweder mit einem anschließenden Prankenschlag oder Schwanzschlag zu attackieren. Eine Art Saltosprung kann er auch durchführen, um einen währenddessen schon eins überzuziehen. Die Pranken kann er auch einmal im Halbkreis vor sich hinschlagen, wobei auch hinter ihm währenddessen auf den mitgezogenen Schwanz geachtet werden muss. Den Schuterltackle zur Seite hat er zudem drauf, sowie natürlich einen ganz normalen Biss, oder den Versuch einen schlichtweg niederzurennen.

Hin und wieder, wobei es relativ zufällig zu sein schein, wie schnell er das erneut macht, vereisen sein Kopf, Krallen und Schwanz. Nun kann er einen Eisbeam speien oder mit den Klauen zwei Tornados nach vorn treiben, ähnlich besagtem Tigrex in Freedom 2. Insgesamt ein sehr schneller Kämpfer, der dafür aber auch immer mal wieder (allerdings nur sehr kurz) zum Verschnaufen anhalten muss, und dessen Keulenschwanz sein gefährlichster Punkt ist.

Im Vulkan bekommt man es mit einem weiteren Ex-Unikat zu tun. Der Lavasioth ist ebenfalls ursprünglich in einer frühen Version von Monster Hunter Frontier erfunden worden, mittlerweile aber in andere Spiele eingegangen. Im Gegensatz zur Hypnocatrice war er für mich auch nicht neu, denn er ist in Monster Hunter World, wenn er dort auch teils anders funktioniert.

In Monster Hunter Frontier erinnert er nämlich stärker an den Plesioth, um ehrlich zu sein. Wenn er beispielsweise in der Lava schwimmt, kann nicht wirklich was gegen ihn unternommen werden, sondern es muss darauf gewartet werden, dass er daraus herausspringt, während um die von ihm gespuckten Feuerbälle getanzt wird. Nach dem Sprung aus dem heißen Brei schlängelt er sowieso gern erst mal eine Weile am Boden entlang, was er auch zwischendurch immer mal wieder macht, währenddessen er dann zunächst schwerer zu treffen ist.

Den seitlichen Schulterangriff und den doppelten Schwanschlag mit voller Drehung hat er ebenso drauf, wenn er denn dann endlich mal aufrecht steht. Was allerdings nie lange sein wird, denn die beliebteste Attacke des Lavasioth scheint zu sein, kurz in die Luft zu springen, um direkt auf einem zu landen. Weicht man diesem aus, und wird auch vom dadurch verursachten Beben nicht wackelig auf den Beinen, ist das anschließende hilflose Zappeln am Boden allerdings eine gute Gelegenheit, um den Lavaioth ordentlich mit der Waffe zu bearbeiten. Das nervige Gimmick mit der sich erhärtenden Schale hat er glücklicherweise noch nicht drauf.

Für mich persönlich ein neues Kampfareal waren die Highlands, in denen der Gurenzeburu anzutreffen ist. Allerdings ist er nicht das einzige Frontier-exklusive Monster, welches dort beheimatet ist, sondern auf den Weg zu seinem Starterareal traf ich auch auf zwei kleine Monster, die es nur hier gibt. Zum einen die Geißböcke Erupe und dann die einen gerne rammenden Büffel Burukka.

Gurenzeburu ist übrigens ein weiteres Monster, welches den seitlichen Hüftschwung draufhat, den Frontier unglaublich zu mögen scheint, und von denen alle Spieler alter Generationen Plesioth-PTSD mitbringen. Wie viele beschwingte Wyvern ist die obligatorische Rammattacke auch hier vorhanden, wobei Gurenzeburu einen nicht nur aufs Horn nehmen kann, sondern wenn er anschließend zum Stehen kommt mit seinem nicht unbeträchtliche Reichweite entwickelnden Schwanz um sich schlägt. Das Horn kann er auch vor sich in den Boden rammen, wenn er will sogar mehrmals. Und einen Schwanzschlag im Stehen gibt es auch noch.

Nahe an ihm stehen ist allgemein nicht ganz ungefährlich, da er nämlich auch einfach beide Schwingen und den Schwanz strack zu Boden rammen kann. Oder er schwebt kurz in die Luft, um direkt wieder zu Boden zu rammen. So wirklich häufig nutzt er seine Schwingen allerdings nicht, es sei denn er wechselt das Areal, auf einen nervigen Luftkampf muss sich also netterweise nicht eingestellt werden.

Espinas im Great Forest ist dann das Urgent Quest, welches den HR3 freischaltet. Was offiziell High Rank in Frontier ist, und vielleicht startet man auch deswegen teilweise abseits des Camps und hat in der dortigen Box keine helfenden Items mehr. Ist jedenfalls beim Espinas der Fall, andere spätere Monster haben mal Boxitems und mal nicht, bin da nicht so ganz hinter das Muster gekommen.

Ich war deren Vorhandensein nämlich so gewohnt, und ging desegen ohne große Vorbereitung in den Kampf, und vor allem ohne Gegengifte, was mich letztendlich drei KOs kostete. Denn bei der Espinas-Jagd darf sich auf Statusveränderungen eingestellt werden. Er bekämpft die Jäger nämlich unglaublich gerne in Gebieten, in denen Ioprey rumlaufen, die mit ihrer Spucke vergiften, und die Vespoids rumfliegen, die mit ihren Stacheln paralysieren. Aber auch ohne sie ist es schwer, nicht vergiftet zu werden, denn der Espinas hat eine Giftaura um sein Maul herum, welches automatisch ansteckt, sollte dem zu nahegekommen werden. Wer also gewohnt ist bei Wyvern die Köpfe zu bearbeiten, muss sich hier eine neue Taktik zurechtlegen.

Wenigstens dürfen zu Beginn ein paar freie Schläge auf ihn ausgeführt werden, da der Espinas schlafend aufgefunden wird und erst mal langsam aufwachen muss. Dafür hat er eine gute Reichweite mit seinen Attacken. Beispielsweise die drei Vorwärtschritte, während der er sowohl Kopf wie auch Schwanz hin und her schlägt, schnell stationär mit dem Schwanz zu schlagen, oder einen einfach im Renne bulldozeren zu wollen. Interessanterweise spuckt er kein Gift, sondern explodierende Brocken. Erneut scheinen die Schwingen hauptsächlich benutzt zu werden, wenn er dem aktuellen Areal entfliehen will.

Der richtige HR3, und damit eigentlich auch der High Rank von Frontier, kommt in der Wüste mit einem dort lebenden Fisch daher. Oder einem fischigen Monster zumindest:Pariapuria. Der allerdings zum Großteil wie der Tigrex agieren darf. Auch ganz gut anfänglich ein paar freie Schläge zu bekommen, denn man trifft ihn beim Essen an.

Im Gegensatz zum Tigrex ist der Pariapuria allerdings eher von gemächlicher Gangart, dafür jedoch relativ groß und mit schwer abschätzbaren Hitboxen, so dass man dennoch gern mal Schaden nimmt, obwohl er einen nur gestreift hat, oder man von hinten in ihn gelaufen ist. Gerade bei seiner präferierten Attacke. Denn eine Großteil des Kampfes über läuft das Monster nur wie ein Bulldozer permanent in der Arena hin und her, in der Hoffnugn einen niederzumähen, und wie gesagt ist es gar nicht ganz so einfach nicht getroffen zu werden, aber dennoch nah genug für eigene Angriffe zu bleiben.

Er hat auch die Attacke, in der er via seiner Vorderpranken zwei Steine einem entgegenschmettert, kann einem entgegenspringen, auch gern in einer Drehung endend, oder um sich beißen und brüllen. Den kleinen Sprung, in der Hoffnung direkt auf dem Jäger zu landen, vollführt er auch. Nervig ist zudem, dass viele seiner Attacken einen leicht ins Schwindeln bringen können, wobei es relativ ist, ob er anschließend noch nah genug ist, damit er die kurze Kampfunfähigkeit auch mit einem weiteren Angriff ausnutzen kann.

Mit dem nächsten Quest sind wir wieder zurück in bekannten Territorien. Mehr als bekannten sogar. Zum einen ist es auf der Forest-Hills-Map, die aus dem ersten Spiel stammt. Und dann wird dort auch noch Rathalos bekämpft, der in jedem einzelnen Monster Hunter zu finden ist, egal ob Hauptteil, Spinoff, Final Fantasy, Smash Bros, oder Universal Studios Japan. Auch wenn mir zunächst gar nicht gewahr war, dass ich Jagd auf ihn machen würde, da sein Icon hier noch ein ganz anderes ist, als das, welches ich von den neueren Spielen gewohnt bin.

Early Gen Rathalos ist übrigens echt ziemlich nervig zu bekämpfen. Schon alleine wegen der Map an sich, denn viele der Zonen sind super beengt und die Kamera hängt in ungünstigen Winkeln. Und dann darf der so viel durch die Luft fliegen, wie er lustig ist, scheint mir. Da fliegt der einem schon mal an die andere Seite des Gebietes, und bis man in der Zone ist, hat er schon drei Mal wieder seinen Aufenthaltsort woanders hin gewechselt. Oder er fliegt in jene, in der man gerade ist, die Kampfmusik beginnt, aber bevor er überhaupt noch gelandet ist, hat sich die KI überlegt doch lieber wieder woanders hin zu düsen. Echt merkwürdig, und auch ziemlich nervig, wenn man ihn erst mal ewig hinterher darf, bevor man ihn wo bekämpfen kann.

Seine zwei Lieblingsattacken sind nicht wesentlich netter. Was er besonders gern macht, ist einfach ständig hin und her zu laufen, um einen über den Haufen zu rennen, was in den kleinen Arealen nicht gerade besser wird. Besonders wenn man dann auch noch am Ende zwischen ihm und der Wand festhängt und mehrere Attacken einstecken darf, bevor man zur Seite gerollt bekommt. Denn er dreht sich auch gern auf der Stelle ständig um sich selbst, um einem den Schwanz in den Nacken zu schlagen. Kurz in die Luft und zurückfliegen, um einen Feuerball dorthin zu spucken, wo er gerade gestanden hat, ist ihm auch noch ganz lieb. Immerhin hat er mich nie mit seinen Krallen vergiftet. Der optionale Teil von HR3 scheinen übrigens ausschließlich weitere bekannte Gesichter wie Kushala Daora, Rusted Kushala Daroa und Tigrex oder aus den Key Quests von HR 1 und 2 bekannt zu sein.

Zurück im Sumpf gibt es ein neues Gesicht, oder besser gesagt gleich zwei sogar. Denn der weiße Wolf Nono Orugaron wird zusammen mit seinem dunkleren Zwilling aufgefunden. Wobei sein Bro, nachdem beide aufgeheult haben, allerdings wegspringt und nur noch Nono Orugaron einen bekämpft. Wird auch den ganzen Kampf über nicht unterstüztend eingreifen, eine Doppel-Jagd auf beide Monster kommt erst später (und ist ein optionales Quest). Wobei, sobald Nono besiegt wurde, springt der Kamu Orugaron doch noch mal kurz rein, um traurig aufzuheulen, und dann wieder zu verschwinden. Netter Touch.

Nono Orugaron ist eines jener super schnellen, agilien Monster, die einen total damit nerven, dass ihnen schwer auszuweichen ist, einem selbst aber ständig außer Reichweite geraten. Wenn man etwas weiter von ihm entfernt steht, rennt er beispielsweise gerne auf einen zu, ist aber das einzige Monster, welches nicht strack geradeaus läuft, sondern seine Bahn anwinkelt, wenn man zur Seite läuft, um einen dennoch zu treffen. Springen ist seine Lieblingsaktivität. Zur Seite, um nicht getroffen zu werden. Aber auch hoch in die Luft, um direkt auf einem zu landen. Oder vor und zurück mit Bissen und Schlägen, so dass man was einsteckt und er schon wieder weg ist, wenn man kontern will. Dafür hat er dann nach einer Weile aber auch keine Stamina mehr

Nebenbei gibt es auch noch ein paar einfachere Biss- und Schwanzattacken von ihm. Besonders gern schlägt er einen zudem in die giftigen Pfützen einiger Zonen, in denen er bekämpft werden muss. Einen Eisbeam kann er zudem spucken. Was auch etwas merkwürdig für einen so agilen Gegner ist, ist sein HP-Pool, denn es dauert überraschend lange, bis man ihm endlich den Gar ausgemacht hat. Verändert sich der Moahawk auf seinem Rücken von Gelb auf Rot, dann ist er übrigens in Rage versetzt.

Rajang ist natürlich vielen ein bekanntes Gesicht, und ziemlich berüchtig, seit der Generation 2, in der er eingeführt wurde. Für mich war er allerdings dann tatsächlich neu, bisher ist er mir in keinem der von mir gespielten Monster Huntern untergekommen, zumindest so weit wie ich sie gespielt habe nicht. Der Kampf findet zudem in Monster Hunter Freedom 2s Snowy Mountains statt, weswegen man Hot Drinks einpacken sollte, um nicht innerhalb von Minuten keine Stamina mehr zu haben.

Denn rennen und zur Seite springen zu können ist imperativ in diesem Kampf, da Rajang ein unglaublich aggressiver Verteter ist. Ist dann auch sehr beeindruckend anzusehen als großer, schwarzer, Teufelsgehörnter Affe. Der, wenn er sich in Rage versetzt, auch noch einen goldene Steilfrisur bekommt, inspiriert von einzigen Anime, dass Normie-Kerle zwischen 20 und 35 kennen. Er selbst ist genau wie das vorige Monster dabei nicht unbedingt einfacher zu treffen, durch die schnellen Attacken und Sprünge seinereist kann er nämlich schnell auch schon wieder weg sein, wenn die Klinge endlich runterfällt, um plötzlich nur noch leere Luft zu schneiden. Und dann ist er auch direkt schon wieder auf einem drauf, um weiter zu boxen.

Neben drei ziemliche Reichweite entwickelnden Boxschläge nach vorn, kann er Jäger auch einfach unter sich begraben, kleinen Elektroball oder in Rage einen ganzen Beam vor sich in spucken. Am schlimmsten ist eine Attacke, wenn er auf dem Eis nach vorn rutscht und sich dabei dreht, denn dann wird aus Rajang eine einzige Hitbox. Wer natürlich so viele Faustschläge im Repertoir hat, hat auch kein Problem damit, einen Jäger wieder ins Schwindeln zu versetzen, so dass der kurzzeitig nichts machen kann. Und erneut ist es recht einfach zwischen Rajang und einer Wand festzuhängen, und mehrere Schläge einstecken zu müssen, ohne was dagegen unternehmen zu können.

Den Urgent zum nächsten Rang macht Rukadiora aus. Ein dunkler Drache mit gelb-orangenen Akzenten, der wohl mal das Flagship einer Itteration von Monster Hunter Frontier war. Gekämpft wird in einer besonderen Arena mit Namen Inspector’s Base. Wobei ich nicht ganz sicher bin, wofür die Kanonen und Balistae gut sind, denn so wirklich mit ihnen beschießen konnte ich nicht, sondern musste schon zu ihm herunter, um Schaden auszuteilen. Nur der aus dem Boden kommende Dragonator kann ihm Schaden, wobei es mehr als schwer ist ihn auch darauf zu erwischen.

Als normale Attacke schlägt er gern mit seinen Krallen zweimalig vor sich, oder fliegt in die Luft und macht einen Schwanzschlag von oben. Auch vor sich her beißen kann er natürlich, oder einen mit Reichweite ausgestatteten Schwanzschlag am Boden vollführen. Seitensprünge um einen unter sich zu begraben, oder außer Reichweite zu gelangen, sind auch mit von der Partie. Versetzt sich Rakudiora in Rage, und wird von einer schwarzen Aura umgeben, wird es etwas haariger.

Nun kann er beispielsweise Felsbrocken beschwören, die in umzirkeln – weniger Schaden machend, als vielmehr einen ständig umwerfend, wenn man an ihn gelagen will. Die schwarze Aura kann er auch als Beam spucken, oder in mehreren Zirkeln beschwören. In seine Blase saugen, um von neu beschworenen Brocken oder schwarzer Aura getroffen zu werden, hat er auch drauf. Aber insgesamt ist der Kampf überraschend nicht allzu schlimm gewesen, und glücklicherweise keine langweilige, lang andauernde Belagerung, wie ich zunächst dachte, als ich auf der Mauer vor den Kanonen stand.

 

Hunting with a Partnyaa: Monster Hunter Frontier Z (Part 1)

Obwohl ich die Monster Hunter grundsätzlich offline Solo spiele, ist es natürlich nicht zu verneinen, dass einen großen Attraktionspunkt für viele andere die Tatsache ausmacht, dass man sie auch im Coop-Multiplayer genießen kann. Immerhin war das allererste Spiel für PS2 zusammen mit Resident Evil Outbreak und Auto Modellista gezielt darauf ausgelegt, die neue Network-Funktion der PS2 dank Online-Play zu nutzen. Da war es eigentlich auch nicht abwegig, dass ein reinrassiges MMO spinoffen sollte.

Das ziemlich früh, Monster Hunter Frontier erschien in Japan bereits in 2007, also vor über zehn Jahren und gerade mal drei nach dem ersten Spiel der Franchise. Läuft über diverse Season-, G- und nun Z-Erweiterungen auch immer noch! Man sollte es übrigens nicht verwechseln mit dem 2013 gezielt von Tencent für das chinesische Festland entwickelte Monster Hunter Online. Monster Hunter World ist so gesehen also nicht endlich das erste Monster Hunter für PC oder das erste in Ewigkeiten auf Sony-Konsole, nur das erste solche für den Westen. Denn Frontier blieb ziemlich Japan-exklusiv, existiert allerdings mittlerweile auch als Taiwan-Version. Was praktisch ist, weil diese nämlich im Gegensatz zum japanischen Release keine ausländischen IPs sperrt.

Da es aus den Zeiten stammt, als noch mehr als 3 MMOs gleichzeitig mit monatlichen Beitragskosten überleben konnten, muss natürlich auch für Monster Hunter Frontier was geblecht werden. Allerdings ist das Spiel mittlerweile das, was man heutzutage Free to Start nennt. Das Spiel kann sowohl kostenlos heruntergeladen werden, wie auch ohne Limitation auf die Spielzeit die HR1-4 Quests erledigt werden, bevor man monatlich bezahlen muss. Angeblich zumindest, meine Erfahrung lief etwas anders, denn ich scheine zufällig genau dann einen Versuch gewagt zu haben, als die Taiwan-Version einen kostenlos mit einem 30-Tage-Pass ausgestattet hat.

Allerdings liegt die Betonung bei Monster Hunter Frontier eindeutig darauf, dass es sich hierbei um ein MMO handelt, welches seit 2007 auf dem Markt ist. In zweierlei Hinsicht. Zunächst einmal bedeutet dies nämlich, dass Frontier, wenn auch modifiziert und über die Jahre weiterentwickelt, auf Generation 2 Monster Hunter basiert. Zum anderen natürlich auch, dass über dieses Jahrzehnt mehr und mehr Erweiterungen und Zusätze draufgeklatscht wurden, die das Spiel für so späte Neueinsteiger leicht unzugänglich und überladen wirken lassen kann. Und als dritten Punkt wäre dann vielleicht auch noch zu nennen, dass Capcom natürlich will, dass die Spieler möglichst schnell ins Endgame einsteigen können, weil zum einen dort der Bulk an Content ist, und weil das natürlich im Bereich des Spieles angesiedelt ist, für den bezahlt werden muss.

So trivialisiert sich der Großteil von Hunter Rank 1 bis 4 schon alleine dadurch, dass die mitgegebene Starterwaffe für HR 5 gestaltet ist, und dementsprechend schnell Kleinholz aus den Rängen davor macht. Ich habe auch schnell entdecken dürfen, dass ich 99 Potions und 99 Mega Potions nebst anderen hilfreichen Mitteln in meiner Box im Haus hatte, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die von Beginn an dort waren, oder zu den diversen Start-Push-Ups gehören, die man bekommt, wenn gewisse Tasks auf einer Quest-Liste erfüllt werden, die eigentlich mehr oder weniger als kleiner Guide gedacht sind, weil sie nach und nach die Spielmechaniken und wichtigen NPCs einführen sollen. Als jemand, der weder Chinesisch lesen kann, noch dank der Starterwaffe große Probleme bekam, bin ich natürlich an vielen Dingen vorbeigerannt, aus denen man eventuell was rausholen kann.

Denn die Progression durch die Hunter Ranks beim Main Quest Girl ist ziemlich geradlinig. Die dazugehörigen Quests sind nämlich in eindeutig mit HR betitelten Menüs untergebracht, und obwohl dort jeweils mehrere Dutzend zu finden sein können, wird die Liste immer von den drei bis fünf Key Quests angeführt (die zudem mit einem Icon gekennzeichnet sind), die nötig sind um das Urgent Quest freizuschalten, welches einen dann den nächsten Hunter Rank freischaltet. HR1-2 sind hierbei analog Low Rank, 3-4 High Rank, 5-6 im Prinzip etwas darüber aber noch nicht G-Rank, denn jener wird erst nach dem Absolvieren aller jener zugänglich und hat auch einen neuen Quest-NPC.

Wer übrigens partout nicht mit anderen realen Spielern spielen will, weil er wie ich zu viel Angst hat sich vor Fremden zum Affen zu machen, der kann diverse AI-Helfer bekommen. Zum einen startet man das Spiel schon mit einem Hawk-Flugwesen, welches keinen Slot füllt, und etwas hilfreich im Kampf unterstützt, und auf der eigenen Insel via Futter aufgebessert werden darf. Auf der gleichen Insel kann man auch seinen felinen Partnyaa machen, der dann ähnlich wie die Palicos in der Hauptserie einen Slot im maximal 4er-Team füllt, allerdings wohl mehr sammelt statt viel kämpft. In der Taverne kann dann noch ein fester KI-Charakter rekrutiert werden, dem im Spielerhaus Skills ausgerüstet und verschiedene Rüstungsgegenstände gegeben werden dürfen. Beraumt man ein Quest weiterhin mit freien Slots für mehr Spieler ein, initiiert es aber bevor echte Menschen sich hinzugesellen, werden diese feien Slots weiterhin mit Random KI-Partnern gefüllt.

Was mich doch etwas überrascht hat ist, wie viel ähnlich der Hauptserie ist. Damit ist nicht nur gemeint, dass die Spielemechaniken zum Großteil aus Generation 2 stammen, Plus/Minus vielleicht einem Weapon Style und einer Lock-on-Funktion, oder dass die Quests weiterhin auf 4 Spieler beschränkt bleiben, egal wie viele in der Hub-Stadt gerade herumlaufen. Nein viel vom frühen Content sind auch Gebiete, die direkt aus bekannten Monster Huntern genommen wurden und bis einschließlich HR4 halten sich auch die neuen Monster von der Anzahl her zurück. Kein Wunder, dass die Spielerschaft von Frontier so negativ darauf reagiert hatte, als die Frontier-geborenen Lavasioth und Hypnocatrice ihren Weg in die Hauptserie fanden: Wenn schon so viel ursprünglich direkt aus jenen entnommen war, dann will man natürlich den wenigen Unikat-Content auch behalten. Ansonsten stellt sich nämlich die Frage, wozu man für ein MMO überhaupt monatlich zahlen sollte, wenn man all dies auch in den Gebührenfreien Hauptteilen finden kann. Hat wohl auch Capcom schnell eingesehen und nach den zwei genannten Beispielen alle anderen in Frontier eingeführten Monster hierfür exklusiv gelassen, so dass mittlerweile über 80 Monster angelaufen sind, die man in den Hauptteilen nicht finden wird. Dass einige davon mittlerweile im China-exklusiven Monster Hunter Online sind, oder dass auch viele schlichtweg stark auf bekannten Hauptmonstern basieren, sei dann mal außen vor gelassen.

Wobei ich natürlich immer noch derjenige bin, der während des Spielens dennoch dachte, warum man hierfür zahlen sollte, wenn man in den Hauptteilen ein so ähnliches Spielerlebnis bekommt. Bis ich dann bei HR5 angekommen war, und bevor ich bemerken durfte, dass man sich bei einem NPC dann neue, bessere Ausrüstung abholen kann, die hier massiv weiterhilft. Kurzzeitig machten die Monster nämlich unglaublichen Schaden, fast hin bis zum One-Shot, und hatten auch viele AOE-Attacken drauf, denen kaum auszuweichen ist. Ich glaube nämlich Frontier richtet sich, zumindest mittlerweile, an diejenigen Spieler, die richtig gut sind und ständig nach Herausforderungen suchen. Diejenigen, die im Gegensatz zu mir, möglichst schnell im Endgame die härtesten Monster angehen wollen, und das auch noch schaffen. Das Endgame von Frontier, welches bei einem so langanhaltenden MMO mittlerweile zum Hauptspiel geworden ist, ist dafür berüchtigt, dass Monster extreme AOE-Attacken drauf haben, die einen Instakillen können, wenn man nicht genau weiß, wie durch die Attacken zu springen etc. ist. High Level Play absolut notwendig. Gegen Ende meines Spielens habe ich beispielsweise entdeckt, dass es hier sogenannten Hawk Potions gibt, die eine Reduktion von 70% des genommenen Schadens verursachen. Fühlt sich natürlich ein wenig cheatig an, sie zu benutzen, aber gleichzeitig finde ich es auch sehr vielsagend, dass so ein Item in Frontier überhaupt existiert.

Zum Teil liegst natürlich auch an den Generation 2 Hitboxen, die bekanntlich suboptimal sein können. Da kommt es schon mal vor, dass ein Monster einen niedertrampeln will, an einem vorbei rennt, man hinterher prescht, um das Vieh den Anus mit dem Langschwert zu stimulieren, und weil man in Kontakt mit einem einzelnen Arschhaar kommt, bevor es seine Attacke vollends beendet hat, vollen Schaden nimmt und umgeworfen wird, als hätte man direkt vor ihm gestanden.

Was ich definitiv etwas schade fand ist, dass es keine Intros mehr zu geben scheint, wann immer man ein Monster zum ersten Mal sieht oder ein Areal zum ersten Mal betritt. Die haben für mich immer einen Großteil des Charmes der Spiele ausgemacht. Was Frontier dafür reichlich hat, sind aufgehende Pop Ups, welche die Immersion noch weiter benachteiligen, weil sie einen über Events und Shop Items und alles Mögliche zu informieren gedenken.

Natürlich kann ich das Spiel dennoch eher schlecht bewerten, nehme ich mal an. Immerhin habe ich nie den G-Rank gemacht, der wie gesagt mittlerweile der Hauptpunkt des Spieles ist, in dem die ganzen wirklich chaotischen Kämpfe gegen die Monster zu finden sind. Ich habe mich auch nicht genug mit dem Spiel befasst und zu wenig Sprachkenntnisse mitgebracht, um wirklich alles verstehen zu wollen, wie beispielsweise gleich zwei verschiedenen Farmen, einen Karawanen-Hub direkt nebenan, die vielen verschiedenen Ausrüstungskategorien, HC-Variationen zu den Monstern, einen selbst einrichtbaren Raum, oder schlichtweg irgendeine Quest außerhalb der Keys und Uniques zu tätigen, oder auch einfach wie man Bentos packt hab ich auch erst gegen Ende kapiert. Monster Hunter Frontier bietet selbstverständlich reichlich mehr, als ich zu sehen bekommen und zu machen bereit war. Aber dennoch, auch wenn es ganz nett war mal so einige der Unikat-Monster zu sehen, so glaube ich auch einfach nicht, dass Monster Hunter als richtiges MMO wirklich mein Ding wäre.

Let’s Play Final Fantasy XV – 06. A King’s Tale

Ganz fertig bin ich mit der Welt von Final Fantasy XV dann also doch noch nicht. Irgendwie dachte ich immer, dass A King’s Tale ein einfaches Smartphone-Spielchen ist. Stellt sich heraus, dass es tatsächlich auf den Konsolen erhältlich ist, auf denen es auch das Hauptspiel gibt. Denn es war ursprünglich ein Pre-Order-Bonus, den es mittlerweile allerdings auch kostenlos zum Download gibt. Da es ganz nett aussah, eben nichts kostet, und auch ziemlich kurz sein soll, habe ich mich mal durchgeprügelt.

Ganz meine Erwartungen hat die Handlung übrigens nicht erfüllt. Ich bin dann doch etwas leichtgläubig davon ausgegangen, dass Regis seinem Sohn Noctis etwas über seine Abenteuer auf der Reise mit seinen Fuckbuddies erzählt. Da ja scheinbar jeder royale Nachkomme so einen Coming-of-Age Camping Road Trip mit seinen Kumpels hat. Einfach ein wenig Backstory zu einem jungen Regis und dem Verhältnis zu seiner Boy Band eben. Wäre doch eine ganz nette Möglichkeit gewesen, diese Charaktere, allen voran Regis, etwas genauer zu beleuchten.

Dem ist leider nicht so. Stattdessen erzählt Regis seinem Sohn ein kurzes Abenteuer darüber, wie er sich durch ein paar Horden Monster schnetzelt, weil jemand die Kristalle raubt, und letztendlich dem Übeltäter hinter alledem – niemand anderes als Ultros – einen Strich durch die Rechnung macht. Alles unter dem Schein des vielleicht ist etwas in der Art mal geschehen vielleicht aber auch nicht, letztendlich wollte Noctis ja nur eine Gutenachtgeschichte und meint direkt zu Beginn sogar, ihm sei es egal, ob sie stimmt, solange sie unterhaltsam ist.

Die drei Weggefährten von Regis wird man ausgenommen von kurzen Textboxen beispielsweise eigentlich nicht zu sehen bekommen. Denn sie schließen sich was das Gameplay angeht als reine Specials an, die Regis für eine Spezialattacke beschwören kann, wenn sich der entsprechende Balken genug aufgeladen hat. Wobei ich meist darauf gewartet hatte, dass der Balken voll ist, und Regis ein Special mit seinem Rad aus royalen Waffen vollführen kann, statt die Jungs zu rufen.

A King’s Tale ist natürlich kein voll ausgearbeitetes Spiel, aber doch für umsonst ganz launig geworden. Als Beat em Up schlägt man sich via Regis halt von links nach rechts durch die diversen Stages, während Monsterhorden einfallen, die umgenietet werden müssen, damit man weiterlaufen kann, bis das Ende des Stages erreicht ist. Regis hat drei Arten von Attacken (kraftvoll, schnell, Schild) für den Angriff und eine Rolle, um dem Gegner auszuweichen. Wobei verschiedene Gegner gegen unterschiedliche Attacken anfällig sind. Skelette beispielsweise blocken Kombos, die keinen Schildbash enthalten, Ronin hingegen schnelle Attacken und müssen mit einer kraftvollen erst aus dem Tritt gebracht werden zum Beispiel. Den besonders schweren aber gut telegraphierten Attacken eines Eisengiganten muss schnell weggerollt und dann in den Rücken geschlagen werden. Zudem gibt es die drei Elementarmagien, die besonders gegen die Flans nützlich sind, aber nicht, wenn sie deren Farbe entsprechen. Neben normalen Kombos gibt es auch noch solche, welche die Gegner in die Luft schlagen.

Das ist alles als schnelle Prügelei für Zwischendurch sicherlich ganz nett. Wobei mir der finale Boss nicht ganz gefallen hat, weil mich auf die letzte Phase zunächst so viele kleine Gegner umschwärmt hatten, dass ich gar nicht an den Kristall rankam, bevor Ultros ihn bei sich hatte. Allerdings lässt das Spiel einen in diesem Fall direkt wieder bei Ultros anfangen mit der Ausrede, dass Regis es nur spannend machen wollte, und die Geschichte natürlich nicht auf diese Art und Weise ausgegangen ist.

Auch grafisch ist der 2D-Sidescroller ganz gefällig geraten. So sind die Sprites groß und besonders Regis gut animiert und mit einigen coolen Posen und Bewegungsabläufen ausgestattet. Die Story-sensitiv eingesetzten Summons sehen beeindrucken aus. Und auch die Hintergründe in Insomnia und in der Steppe sind hübsch anzusehen, das finale Höhlensystem hingegen nicht ganz so. Von der Musik her – gerade zum Beginn auf dem Highway mit Stadtlandschaft in Insomnia – hatte ich sogar regelrecht ein paar Mega Man X Vibes.

Wer noch mehr dran spielen will kann nicht nur spezielle Challenges während des Storyverlaufes für die obligatorischen Trophies erfüllen, sondern das Spiel schaltet nach dem Durchzocken auch noch 25 separate Challenge-Stages frei. An sich also ein ganz feines, kleines Spielchen für den Brawler zwischendurch. Ich hätte halt gern ein wenig der im Hauptspiel vermissten Charakterisation gewünscht, die leider auch hier nicht zu finden ist.

Let’s Play Final Fantasy XV – 05. Camp Value

Kapitel 12 startet mit Noctis, der auf dem Dach des immer noch fahrenden Zuges aufwacht, nachdem Ardyn ihn ausgeknockt hatte. Fragt mich nicht, wie der da nicht runtergefallen ist. Vielleicht hat ihn Leviathan aufgefangen und wieder drauf geworfen, die besiegt nämlich auch schnell die einfallenden Dämonen und damit kommt die nun nur noch 3er-Gruppe ohne Prompto beim Bahnhof an. Dort darf Dragoon Highwind ein wenig Mut zusprechen („Stop moping and start hoping“) nachdem sie erfährt das wir über das genaue Schicksal von Prompto nichts wissen.

Nebenbei stellt sie uns auch Final Fantasys wiederkehrendes Schwulenpärchen Wedge und Biggs vor, die den Zug für uns weiter fahren werden. Außerdem geben uns zwei NPCs, die Noctis einfach so mittendrin ansquatschen, Flashbacks zu Szenen, bei denen sie gar nicht answesend waren. Beispielsweise endlich eine für Ravus, der Luna anscheinend Mut for der Leviathan-Sache zugesprochen hat und eigentlich Noctis das Schwert des toten Königs bringen will. Kein Plan, wann der auf unsere Seite gewechselt ist, in Kingsglaive war er das definitiv noch nicht und Final Fantasy XV gibt ihm ja keine Charaktermotivation mit. Ein wenig beliebig an dieser Stelle untergebracht wirkt das eh, aber wenn Final Fantasy XV schon mal etwas genauer erruiert, dann selten dort, wo die Informationen passen. Das andere Flashback ist dazu, dass Luna wohl Noctis wirklich geliebt hat, erneut etwas, was den Rest des Spieles nicht so rübergekommen ist. Ach und der Kristall ist aus Insomnia gestohlen worden, weil der die Dämonen unterdrücken kann, die das Imperium ja für ihre vagen bösen Pläne auf vage Weise zu benötigen braucht.

Rein in den Zug zum Imperium also und auf dem Weg einen kurzen Stop vor der gigantischen Leiche von Shiva gemacht, um zwei Runden Minigegner und einen einfachen Bosss zu erlegen, damit das Kapitel seine Action-Quote gefüllt bekommt. Der Rest ist nämlich eine weitere trippige Traum(?)-Sequenz, in der Lunas Magd sich zu Shiva verwandelt und erneut ein wenig unelegant untergebrachte Exposition unterbringt. Sechs Götter (die Summons) beschützen den Planeten, Ifrit hat der Menschheit das Feuer geschenkt, Shiva war seine Geliebte. Nachdem die Menschheit in ihrem Stolz sich den Göttern abwandte, startete Ifrit einen Krieg gegen sie, doch die anderen Götter haben ihn versiegelt. Jetzt hat das Imperium ihn allerdings wiedererweckt und zerstört die anderen Summons, weil vage böse Pläne. Ardyn ist auch wieder Teil des Drogenrausches um seinen Schnauzer fies zu zwirbeln und uns zu offenbaren, dass er unsterblich ist.

Kapitel 13 beginnt damit, dass Noctis seine Waffen nicht beschwören kann, weil Ardyn das irgendwie unterdrückt, und nach einem getimten Rennen in der Regalia ist das Auto Schrott und Noctis von den verbliebenen zwei Kumpanen getrennt. Final Fantasy XV fragt hier, wem man folgen will, wobei Noctis mehr Sinn macht, aber auch wesentlich länger andauert. Man darf sich dann nämlich darauf vorbereiten, für fast 2 Stunden durch absolut geradlinige Korridore zu wandern, während Noctis dank der Magien des royalen Ringes, welchen er endlich notgedrungen ausrüstet, und später des Schwertes seines Vaters, so gut wie unantastbar ist. All das, während Ardyn ihn aus dem Off hänselt, aber bis vor Ende nicht wirklich was der Rede wert geschehen würde. Es ist die quintessentielle Hommage an Final Fantasy XIII. Aus unerfindlichen Gründen geht die Framerate auch immer mal wieder hier (sowie in den Zugsegmenten der vorigen Kapitel) in die Knie, obwohl ja eigentlich nur enge Korridore und ein Spielercharakter angezeigt werden müssen.

Ravus überreicht Noctis übrigens das Schwert seines Vaters (und die finale royale Waffe seiner Vorväter) nicht, sondern Noct findet es neben dessen Leiche liegen. Was eine Verschwendung von einem Charakter. Jedenfalls finden wir heraus, dass das Imperium die Dämonen direkt züchtet, in dem es Menschen infiziert, Ardyn dahinter steckt und Prompto für dieses Projekt auserkoren war, bevor er nach Insomnia geflüchtet ist. Sobald alle vier Boys wieder zueinander gefunden haben, wird der arme Ravus noch für einen unwichtigen Bosskampf rausgeholt, bis er endlich in die Analen der verschwendeten Charaktere eingehen darf. Dabei hat es dies gar nicht gebraucht, denn das Kapitel hat bereits seinen obligatorischen Boss in Form eines Dämonen, vor dem Nocits vorher wegrennen musste, der jetzt aber mit allen Vieren erlegt werden kann. Nur damit anschließend die Truppe via Cutscene überwältigt wird, um Noctis alleine zum Kristall gelangen zu lassen.

Hier wartet Ardyn bereits und erzählt uns, dass es zum Beginn des Königreiches Lucis mal zwei Könige gab. Einer war der Retter, der die Dämonen in sich aufnahm, damit sie die Bevölkerung nicht weiter terrorisieren konnten, während der andere ihn aus Neid anschließend als infizierten Aussetzigen gebrandmarkt hat. Aus Rachegelüsten ist er, Ardyn, nicht in die Nachwelt eingegangen, sondern will endlich der wahre Erbe des Kristalls werden. Noctis wird in den Kristall gezogen, hat zum Prelude-BGM eine Audienz mit Bahamut, der ihn als König der Könige bezeichnet, der den Aussetzigen besiegen aber dabei sein Leben lassen wird. Ein gealterter Noctis erwacht an einem beckanten Strand und Kapitel 13 endet nach einer gefühlten Ewigkeit endlich.

Das Finale beginnt damit, dass Noctis auf sich alleingestellt vor den überall herumstreundenden Dämonen fliehen muss. Oder auch nicht, denn man darf sie ganz normal bekämpfen, ich würde aber nicht dazu raten. Mein durch Sidequests überlevelter Noctis hätte es nämlich theoretisch mit ihnen aufnehmen können, jedoch führen die größeren Gruppen des Kleinviehs, wenn sie exklusiv sich auf ihn konzentrieren, gern dazu, dass er schlichtweg in Endlosschlauf zu Boden geschlagen wird, bevor man noch was blocken und den Gegenangriff starten kann.

Von einem Truck aufgenommen, zur Hammerhead-Werkstatt Cids gebracht, und mit den anderen drei ehemaligen Pretty Boys, nun DILFs, vereint, wird die Lage geklärt. Es sind zehn Jahre vergangen, und abgesehen von Lestallum ist das Land, welches unter ewiger Nach liegt, von Dämonen überrant. Ardyn chillt sich sein Leben in den Ruinen von Insomnia. So wirklich ein großes Ding darum, dass ihr Prinz nach zehn Jahren des spurlos Verschwundenseins wieder auftaucht, machen die drei Fuckbuddies allerdings auch wieder nicht. Stattdessen geht es same business as usual nach Insomnia.

Hier hat Final Fantasy XV wieder eine gute Kernidee, die in der Umsetzung zunichte gemacht wird. Insomnia ist eine Großstadtruine, als BGM läuft leise ein trauriger Song, und hin und wieder kommentieren die DILFs etwas zum Leben in der Stadt, als sie noch bewohnt war. Das könnte eine absolute Gänsehautatmosphäre sein. Wenn nich alle fünf Schritte ein Gegnerkampf mit entsprechend pumpender Musik dies unterbrechen würde.

Beim Tokyo Metropolitan Government Building angekommen, vor dem wir den Road Trip vor 50 Stunden gestartet haben, wartet dort bereits Ifrit auf einen. Mit einem halb gescripteten Fight, denn die erste Phase endet erst, wenn man Bahamut (das einzige Mal im Spiel, wenn man dies darf) beschwört, und auch die zweite Phase kann nicht rein mit Draufklöppeln besiegt werden, sondern es muss Shiva eingreifen. Interessant ist allerdings, dass Ifrit einem gern einen Strich durch das Warpen an einen erhöhten Punkt zum Regenerieren macht, in dem er einfach hinterher springt.

Letzendlich darf Noctis alleine dann noch gegen seinen gebrandmarkten Vorfahren Ardyn kämpfen, zunächst relativ normal auf dem Boden der Tatsachen, wobei Ardyn dank royalem Blut auch eine Waffenrotation hat und Warpstrikes vollführen kann. Anschließend dann rasen beide fliegend durch die Luft und beschießen sich mit den Royal Arms wie in einem Shooter und das ganze Unterfangen ist nahezu nicht nachvollziehbar. Nach dem QTE-Finisher durch jede der dreizehn gesammelten royalen Waffen ist Ardyn endlich besiegt, Noctis verabschiedet sich endgültig von seinen drei Wegbegleitern (sucht sich noch eines der von Prompto währen der Reise gemachten Fotos via Spielerpartizipation raus), nimmt die Macht seiner Vorfahren inklusive seines zustimmenden Vaters in sich auf, und bringt damit das Licht zurück in die Welt.

Es rollen Ending Credits zu den auf dem Road Trip geschossenen Fotos, während Stand By Me aus dem Opening erneut laufen darf. Und bevor die letzten Credits laufen, wird noch eine Cutscene eingeworfen, welche die vier Best Bois am letzten Campingplatz vor dem Marsch auf Insomnia zeigt, während der Noctis eröffnet, dass die Macht das Licht zurückzubringen ihn umbringen wird, und sich noch mal bei seinen Freunden für die gemeinsamen Jahre Kammeradschaft bedankt.

Natürlich ist es ein Stück weit manipulativ, dass sich Noctis gleich drei Mal über das Finale hinweg von seinen Kumpels verabschiedet, aber funktionieren tut es dennoch auf jeden Fall. Ganz unironisch, die letzten Szenen der Boy Group fand ich absolut gut und sie haben mich fast ein bisschen damit versöhnt, dass Kapitel 11-13 absoluter Müll waren. Denn die Beziehung der Jungs zueinander ist eine der wenigen Sachen, die das komplette Spiel über funktioniert, und der einzige emotionale Bezugspunkt in der ganzen Handlung.

Ganz im starken Kontrast zur Romanze von Noctis und Luna, die viel zu wenig Screentime bekommt. Abesehen davon haben die beiden sich seit 12 Jahren nicht mehr gesehen gehabt und das einzige Mal, wenn wir sie als Erwachsene zusammen gesehen haben, war als Luna auch schon gestorben ist, wofür Noctis auch noch die halbe Zeit bewusstlos war. Noctis, mit seinen Flashbacks zum Besuch in Tenebrae als kleiner Junge, lässt Luna mehr wie eine Kindheitsfreundin wirken, die er endlich mal wiedersehen will. Während Lunafreya, weil ihr das Script nur absolut aussagelose Plattitüten über das Schicksal und ihre Bürde in ihren wenigen kurzen Szenen gibt, lässt Noctis gar eher wie eine Obligation ihrem Status als Orakel gegenüber erscheinen. Chemie ist anders.

Deswegen funktioniert die wirklich finale Szene des Spieles für mich im Gegensatz zur Camping-Szene dann auch gleich gar nicht mehr. Wenn wir Noctis und Luna zusammen, zum Main Theme BGM, in ihren Hochzeitsoutfits im Thronsaal sehen, nun im Nachleben miteinander vereint. Immerhin liegt das Foto des wirklichen OTPs, nämlich der Boy Group, welches Nocits als Erinnerung mitgenommen hat, daneben.

Aber wartet, es gibt noch mehr Final Fantasy XV! Nicht nur darf im freigeschalteten Kapitel 15 ganz Open World noch gesidequestet werden. Nein es ist auch ein Kapitel 13 Vers 2 aufgegangen, der die nich gewählte Seite von Gladiolus und Ignis zeigt, was erst nachträglich dem Spiel hinzugefügt wurde. Während sich Noctis für über eine Stunde durch langweilige Schläuche schlägt, nehmen die nämlich ein paar Abkürzungen, wodurch alles nur noch ungefähr 10 Minuten dauert. Viel offenbaren tut es freilich nicht, abgesehen von zwei kleinen Szenen, die ein Mal Ravus mit dem Imperator und ein Mal Ravus mit Ardyn zeigen, dem Charakter von Ravus im Nachheinein aber auch keinen großen Gefallen mehr tun.

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass Final Fantasy XV eine Achterbahnfahrt für mich war. Die ersten 25 Stunden ging es bergauf, hatte ich Spaß einfach stupide zu Sidequesten und über all die schrägen Einfällen in der Road-Trip-Dynamik der Jungs zu schmunzeln. Die nächsten 20 Stunden habe ich weiterhin gesidequestet, aber erst im Nachhinein mein flaues Gefühl des Schlechtseins dabei entdeckt, nachdem die vielen kleinen Macken im Gameplay sich zusammengehäuft hatten. Für die finalen 5 Stunden ist die Hauptstory, die in den vorigen Kapiteln nicht wirklich wesentlich vom Fleck kam, ab Kapitel 9 auf Hochtouren gelaufen, und präsentierte sich als bestenfalls fragmentiertes, an den schlimmsten Stellen nicht nachvollziehbares Zugunglück an nicht genauer erklärten Motivationen, verschwendeten Charakteren, und aus dem Nichts kommenden Szenen. Das kommt wohl dabei raus, wenn ein Spiel 10 Jahre in Developement Hell steckt und zwischendrin mehrmals das Team ausgetauscht wird und bereits ausgearbeitete Dinge auf geänderte Konzepte angepasst werden müssen.

Doch mein mutiges Statement zum Schluss: Immer noch besser als Final Fantasy XIII. Denn Final Fantasy XV hat in seinem Irrsinn einen Unterhaltungswert und Überraschungsfaktor, den das kompetentere aber schlichtweg durchgängig stinkend langweiligere XIII nie erreichen konnte. Bierchen kühlstellen, Freunde schnappen, und XV gemeinsam durchzocken und dabei riffen!

Let’s Play Final Fantasy XV – 04. Blindsighted

Bevor wir das Mithrill zu Cid bringen gibt es noch einen Abstecher in das Kraftwerk in Lestallum, in dem Noctis mit einem „Unbekannten“, der sich als Gladiolus herausstellt, schnell fünf kleine Gegner besiegt und schon ist das Team wieder voll. Gladiolus hat jetzt eine ziemlich auffällige Narbe am Torso, aber so wirklich zu bemerken scheint das keiner im Team. Die haben wohl alle den Episode Gladiolus DLC gespielt und wissen bescheid.

Anschließend war ich zurück im Stundenlangen Sidequesten, und um ehrlich zu sein ging mir währenddessen über viele kleine Nervfaktoren auf, dass ich daran eigentlich kaum noch Laune habe. Der am Quest angebrachte Level-Vorschlag ist sowieso absoluter Mist, denn mal sind sie auf diesem pisseinfach und mal so gut wie unmöglich. Besonders schön am Sidequest zu merken, wenn wir eine Griffon-Feder bringen sollen, wofür wir die Griffon-Hunt aktivieren und auf den Random Drop hoffen müssen. Das Feder-Quest ist mit Level 50 beraumt, die Griffon-Hunt mit Level 30. Ja was denn nun? Auch geht es mir tierisch auf den Geist, dass die Hunts/Quests permanent davon unterbrochen werden, dass mir das Spiel „Watch out, Imperials above us“ Soldaten auf den Kopf schmeißt oder zur Nacht noch zusätzlich Dämonen auftauchen.

Die Quest-Marken sind ebenfalls nicht immer hilfreich, weil sie nur zeigen, wo das Ziel ist, wenn auf direkter Luftlinie allerdings ein Gebirge oder eine Kluft liegt, kann man selbst erst mal ewig suchen, wo denn endlich die richtige Passage ins Areal zu finden ist – und manchmal weist der Marker nur das generelle Umfeld aus und man darf selbst noch blöd suchen, wo im Umkreis genau das Item blinkt. Wenn dann auch noch gerade ein Gegnerkampf entbrennt, dürfen die erst besiegt werden, weil man währenddessen nich mit Dingen interagieren kann. Wenn man diese Kanonenfutter Randos möglichst schnell besiegen will, aber einer der anderen Boys muss sich erst noch einmischen und erzählen, wie er genau die besiegt haben will, oder sie hängen ganz Secret of Mana irgendwo hinter ner Kurve fest und helfen Noctis im Kampf nicht, weil die AI nicht rechtzeitig hin findet. Interaktion und Springen beide auf X zu legen ist ausch schön, wenn Noctis trotz dem aufploppen von der „Pick up“-Message erst drei Mal wie ein Idiot in die Luft springt, bevor er das Item wirklich aufzuheben registriert.

Als mir dann also bewusst wurde, das ich von meinen 45 Spielstunden rund 40 in optionalen Sachen verbrachte, aber davon nur die ersten 20 Stunden Spaß hatte, war klar das es mit der Haupstory weitergehen musste. Zurück beim Leuchtturm an der Küste darf Cor sich noch mal entschuldigen, dass er den König nicht retten konnte, Cid was über Kameradschaft loslassen, und mit der Überfahrt nach Altissia ist Kapitel 8 bereits vorüber. War ja mal wieder nicht viel los.

Willkommen also in Final Fantasy Venedig, einer wunderschönen Stadt, die wegen der Kanäle und Brücken ein absoluter Alptraum ist, wenn man irgendwo hin will. Zudem die zweite und letzte begehbare Stadt des Spieles, womit die Macher noch haarscharf ihr Versprechen einhalten, dass es „mehrere“ vollwertige Städte in Versus XIII geben wird, statt wie in Normie XIII nur Hauswallpaper an die Schläuche zu kleben.

Eigentlich ist Altissia ja das Ziel seit Beginn des Roadtripps vor Dutzenden an Stunden gewesen. Jetzt aber nicht mehr nur, um sich mit Lunafreya zu verheiraten, sondern auch um von ihr den royalen Ring zu bekommen, mit dem der Kristall kontrolliert werden kann, sowie mit Leviathan das nächste Bündnis zu schließen. Mit Informant Weskham wird ein weiterer Kerl angetroffen, der mit Noctis Vater auf Reisen war, ähnlich wie Noctis es jetzt mit seinen Kumpels ist, aber wichtig wird er nicht, sondern erst die Sekretären des Stadtstaates, die für den Schutz von Lunafreya uns abschwatzt, dass wir doch darauf achten sollten, beim Ritual um Leviathans Gunst keine Zivilisten in Gefahr zu bringen. Ach ja, da nun der zügigere Story-Part von Final Fantasy XV angebrochen ist, man aber eventuell weiterhin Sidequesten will, kann einen Doge Umbra nun spirituell in vorige Gebiete versetzen, um dort Unerledigtes zu erledigen. Fragt mich nicht, wie das Sinn macht, aber hey eine Open World und eine straffe Naration verheiraten sich halt nicht so einfach.

Nachdem Lunafreya eine ehrlich gesagt ziemlich miserable Ansprache vor der Bevölkerung gehalten hat, die Noctis auch noch eine einzelne Pretty-Cry Träne abverlangt, können wir also mit dem Leviathan-Ritual loslegen. Die ist ziemlich bitchy, mag Orakel Luna überhaupt nicht, und während die anderen drei Jungs die Zivilisten evakuieren, da Leviathan die Stadt teilweise zerstört (ups), muss Noctis sie besiegen. Und ein wenig imperiale Truppen, die mal wieder den Summon ausschalten wollen, bevor sie uns ihre Macht verleihen kann. Der Bosskampf gegen Leviathan ist dabei ernsthaft absoluter Müll. Final Fantasy XV will für die Summons wirklich diese großen, spektakulären Stage-Set-Kämpfe machen, Dinge die God of War oder Uncharted auf der letzten Konsolengeneration nahezu perfektioniert haben, fällt aber absolut auf die Nase. Meist sind solche Dinger ja nur marginal interaktiv, aber wenn man es richtig macht, fühlt sich der Spieler während ihrer trotzdem cool, in Kontrolle, und meist sind sie deswegen auch von der Länge überschaubar. Leviathan muss hingegen nur mit ein paar Warp Strikes anvisiert werden, dann übernimmt das Spiel für eine Weile, Luna wird von Ardyn abgestochen, kann aber noch die royalen Waffen aus den Königsgräbern zu Hilfe beschwören, und dann schwebt Noctis plötzlich in der Luft und mit dem Halten von O beschießen wir für gut 5 Minuten Leviathan mit den Waffen. Kein Ausweichen nötig, kein anderer Knopf muss angerührt werden. Und dann haben wir gewonnen.

Am Ende haben wir Leviathan und den royalen Ring im Gepäck, dafür ist Lunafreya tot und Ignis hat während der Evakuierung sein Augenlicht eingebüßt, womit das Kapitel ausklingt. Auf Wiedersehen Nicht-Venedig.

Können wir mal über Ravus reden? Der Prinz von Tenebrae und Bruder von Luna? Dessen Charakterdesign eindeutig „ich bin ein wichtiger Charakter“ schreit? Was ist eigentlich mit dem? Bisher war er in zwei Cutscenes kurz ins Bild geschoben worden, durfte nichts machen, wurde von Ardyn wieder zurückgepfiffen, und das war es. In Kapitel 9 stirbt seine Schwester. Wird ihm mal eine Reaktions-Cutscene dazu spendiert? Nein. In einem kompetenteren Spiel wäre Ravus der anfängliche Antagonis gewesen, der dem Team immer mal wieder in die Quere kommt, und der nun, nachdem sein Arbeitgeber Ardyn hinterrücks seine Schwester umgebracht hat, die Seiten wechselt. Stattdessen kriegt der Kerl absolut nichts zu tun und keine Screentime.

Das nächste Kapitel startet mit der Eröffnung, dass mehrere Wochen vergangen sind, und wie immer wenn das Spiel sowas sagt, kann man sich darauf vorbereiten, dass es sich so anfühlt, als hätte man drei Cutscenes verpasst, die erklären wie die Situation des letzten Kapitels in die des aktuellen geführt hat. Die Truppe ist nun via Zug in Cartanica angekommen, weil dort ein weiteres royales Grab auf sie wartet. Und alle sind miserabel drauf.

Noctis ist ziemlich schlecht drauf, weil er Lunafreya (die ihm wohl wichtig ist, auch wenn das Spiel mal wieder komplett verfehlt dies überzeugend rüberzubringen) und Iggy sein Augenlicht verloren hat. Best Idiot Child Prompto kann mit der schlechten Atmo eh nicht umgehen. Und Gladiolus ist total bitchy Noctis gegenüber. Und ich kann durchaus verstehen, wie die heitere Boy Group durch die letzten Ereignisse und Wochen des Miserabelseins in diese angespannte Situation gekommen ist, in der sie sich gegenseitig anfeinden. Aber es ist doch ein ziemliche schnelle Kehrtwende in reinen Spielminuten betrachtet. Zumal ich echt nicht ganz verstehe, warum Gladiolus unserem Noctis die Zeit so schwer macht, ständig betonend er solle endlich mal klar kommen und sein Schicksal erfüllen, und später vor dem Königsgrab erneut fragend ob er wirklich meint sich so wie er ist seinen Vorfahren stellen zu können. Denn das ganze Spiel über ist Noctis immer seinem Schicksal nachgegangen, auch wenn er davon nicht begeistert war, er hat nie einen Rückzieher gemacht. Abgesehen davon hatte ich schon 10 royale Waffen und 3 Summons gesammelt, also warum sind wir uns plötzlich unsicher, dass er das schafft? Die Narration passt einfach nicht zum Spielverlauf, auch wenn die bedrückende Atmosphäre in der Gruppe eigentlich zu einem ziemlich starken Kapitel führen sollte.

Hilft nicht, dass Iggy nach einem Gimmicky Bosskampf gegen einen Malboro, welches mal wieder schlechte Direktion gibt, was vom Spieler erwartet wird, einfach eine kurze Ansage macht, dass er die ganzen Anfeindungen untereinander nicht weiter dulden wird und das er trotz seine Blindheit bis zum Ende bei der Gruppe bleiben will, und plötzlich sind wir alle ausgesöhnt und wieder gut drauf. Und das Kapitel endet nach einem Dungeon.

Wer meinte das die Handlung, seitdem sie in Kapitel 9 endlich in fahrt gekommen ist, sofort auseinander zu fallen droht, der irrt zwar absolut nicht, kann sich aber in Kapitel 11 auf ganz schön was gefasst machen. Zunächst haben wir wieder ein wenig Exposition Dumping von Sachen, die das Spiel bisher irgendwie nicht richtig rübergebracht bekam: Die Nächte werden immer länger, was bedeute das immer mehr Dämonen auftauchen, was natürlich schlecht ist, aber gut fürs Imperium scheint. Dann hat Noctis einen seltsamen Traum oder ein Omen oder eine Vision von Ardyn im Zug, die absolut keinen Sinn ergeben und zu nichts führen. Nach seinem Erwachen wird der Zug vom Imperium angegriffen und es müssen ein paar Soldaten und Maschinerie schnell ausgeschaltet werden, bevor sie den Zug zum Expodieren bringen. Am Ende ist Ardyn dann wirklich im Zug und knockt Noctis Besinnungslos, nachdem Prompto vom Dach in seine DLC-Episode fällt. Und damit ist Kapitel 11 nach wenigen Minuten und nachdem ich keinen blassen Schimmer habe, was irgendwas hiervon sollte, auch schon beendet.

Aber schon sehr ironisch, dass es eigentlich nur darum ging, dass Noctis einen Zug vorm Entgleisen bewaren musste. Denn spätestens jetzt kann man die Story von Final Fanasy XV ruhigen Gewissens als „Trainwreck“ bezeichnen.

Let’s Play Final Fantasy XV – 03. Colossal Headaches

Nach ewigem Sidequesten, bis es nichts mehr im aktuell erreichbaren Gebeiten zu sidequesten gibt, fährt die Truppe um Bachelor Noctis also endlich nach Lestallum, um dort unsere Fag Hag Iris zu treffen. Das Interessanteste an Lestallum ist dabei, dass alle arbeitende Belegschaft aus Lesben-Amazonen besteht, die hier vorrangig als NPCs die Straßen unsicher machen. Frauen-Power!

Außerdem gibt es ein Schwert hinter einem Wasserfall oder so, aber darum kümmern wir uns erst, nachdem wir weitere Stunden an den neuen Sidequests verbracht haben, welche die NPCs in Lestallum uns so aufs Auge drücken. Wer muss schon rechtzeitig zu seiner Hochzeit auftauchen oder das Imperium zurückschlagen?

Ich glaub wer keine Sidequests und Hunts macht, kann Final Fantasy XV auch gut in zehn Stunden oder so beenden, denn bisher waren die einzelnen Kapitel, zumindest was die Mandatory-Sachen angeht, ziemlich schnell rum. Nachdem wir nämlich dann das royale Schwert im Dungeon hinterm Wasserfall geholt und ein paar Kopfschmerzen hatten, trifft die Boy Band zurück in Lestallum auf Ardyn, Noctis hat eine Vision von Titan, und Kapitel 3 ist beendet.

Einen kurzen Ausblick darauf gehabt, dass Lady Lunafreya derweil irgendwo einige Kranke heilt (hieß es in Kingsglaive nicht sie habe keine Kräfte?), muss Ardyn zu Titan gefolgt werden. Eine ziemlich schreckliche Mission, da er mit seinem Auto vor fährt, man selbst ihn weder überholen noch aus den Augen verlieren darf, und selbst gefahren statt Ignis übernehmen lassen zu dürfen man schon mal an einer engen Kurve vorbei rast.

Die Disc im Zentrum der Open World von Final Fantasy XV ist neben dem Vulkan und der Schlucht eine der wenigen Orten darin, deren Design ziemlich cool ist, so mit Titan in der Mitte des Kraters, der den Meteor auf seinen Schultern trägt, ihn vom Aufschlag abhaltend. Wir kriechen nur mit Noctis und Gladiolus hier runter und dürfen uns in einem Bosskampf unserem Kopfschmerz-Verursacher Titan höchstpersönlich stellen, was aber sehr QTE-Stage-Setty ist, sprich cool aussieht, aber man sich hinterher nicht so sicher ist, wie viel man wirklich selbst bewirkt hat, und wie viel gescripted war.

Summon Titan schließt sich Noctis an, das Imperium taucht auf (bzw. taten dies bereits zum Bosskampf, erneut als Spieler schlecht sagen könnend, ob die nur Deko sind oder wirklich was bewirken), klauen unser Auto, und Ardyn darf den Vieren eröffnen, was wir bereits seit Kingsglaive wissen: Er ist der Kanzler des Imperiums. Fliegt die Jungs in einem Luftschiff in Sicherheit und Kapitel 4 ist auch schon rum.

Zu Beginn des nächsten kommt der Brieftauben-Shiba-Inu zusammen mit der mysteriösen Magd von Lunafreya vorbei um ein wenig kryptisch-vage zu Schwafeln (also die Tussi, nicht der Hund). Außerdem finden wir heraus, dass der Kristall von Lucis eigentlich laut Prophezeiung irgendwann den Lichtkönig krönen wird, und die Königsfamilie ihn bis dahin schützen soll, im Austausch der Magie, die sie von ihm beziehen, ihre Lebensenergie verlieren. Deswegen wohl auch der HP-Drain, wenn wir eines der Royal Arms benutzen.

Da wir keinen fahrbaren Untersatz mehr haben, ist es sicherlich ganz praktisch, ein nahe gelegenes Sidequest zu erledigen, bei dem der Behemoth bekämpft wird, um die Chocobos wieder reiten zu dürfen. Hab ich natürlich schon vor einer gefühlten Ewigkeit in der ersten Sidequest-Manie irgendwo in den ersten zwei Kapiteln erledigt.

Nachdem wir zwei Blitzableiter in der Wildnis gefunden haben, geht es in ein weiteres Dungeon. Welches schon ein wenig unheimlich ist, mit seinen plötzlich aus dem Nichts angreifenden Goblins und das Prompto kurz von der Naga entführt wird. Die allerdings ein total einfacher Boss im Level weit unter uns ist, nach der wir den nächsten Summon begrüßen dürfen: Ramuh.

Cindy hat derweil unsere Karre in einer imperialen Basis ausfindig gemacht. Also Metal-Gear-Sneaken wir uns da mal kurz rein, dürfen den Bosskampf mit einem festgelegten Ramuh-Beschwören nach ein paar kleineren Scharmützeln sofort gewinnen, und haben die Regalia zurück. Lunafreyas Bruder Ravus bitched uns noch schnell von der Seite an, Ardyn pfeift ihn jedoch zurück. Zurück in Lestallum ist Iris voll aufgelöst, weil das Imperium vorbeigeschaut hat und einen alten Sack jetzt tot ist, der den Charakteren angeblich viel bedeutet, der aber für vielleicht 2 Minuten im Bild war und einen Satz sagen durfte, so dass dieser emotionale Einschlag für den Spieler absolut unbedeutend ist. Bringt mich aber mit den Rachegelüsten unserer Truppe zum Denken, wie viele imperiale Soldaten ich mittlerweile erlegt habe, und wie viele davon ebenfalls Familie hatten.

Wo wir dabei sind, startet Kapitel 6 auch mit einem Alptraum von Noctis, in dem er jede Menge davon abschlachtet. Die Cutscene war so auch als Bad-Omen-Trailer oder ähnlich von Square Enix rausgebracht. Unser nächster Point of Interest ist allerdings Cape Caem zu erreichen, wofür wir Iris sogar auf unseren Road Trip mitnehmen. Die ist total hyper darauf, und ähnlich wie beim Untergang von Insomnia zu Spielbeginn ist nach dem Tod von Rando Old Guy mal wieder fünf Spielminuten später keiner mehr sonderlich aus der Fassung, sondern bereit einen auf witzelnden Easy Rider zu machen. Final Fantasy XV hat ein ziemliches Problem was tonale Dissonanz angeht.

Auf dem Weg zur Küste stoppen wir kurz bei einer weiteren zu infiltrierenden imperialen Basis, bei dem meine am wenigsten favorisierte Assassin’s Creed Mission aufleben darf: Einem langsamen NPC folgen ohne gesehen zu werden. Am Ende kämpfen wir gegen eine coole Dragoon mit Namen Highwind und einer Rüstung mit Tittenfenster. Wieder auf dem Weg zur Küste möchte Iris weitere Stops einlegen, so wirklich was bei ihnen zu tun scheint es allerdings nicht zu geben, aber vielleicht habe ich das in meinem Sidequest-Wahn schon einfach alles erledigt.

Endlich angekommen schicken uns Cid und Cindy auf die RPG-Standard-Mission doch mal Mithrill holen zu gehen, da wir nur so das Schiff zur Überfahrt in Gang bringen können. Gladiolus verlässt die Truppe, weil er für den nächsten Magic Mike vorsprechen will. Und ein weiteres Kapitel endet ohne das allzu viel geschehen wäre.

In Kapitel 7 fahren wir zum Vesperpool, wo Kanzler Ardyn bereits wartet und uns Söldnerin Highwind aufs Auge drückt, wo wir doch jetzt nur noch zu Dritt sind. Mit der geht es durchs nächste Dungeon, welches wie immer bei den Story-Kerkern, da ich durch die Sidequests so überlevelt bin, sicherlich auch ohne ihre Hilfe einfach gewesen wäre. Währenddessen beschwert sie sich noch reichlich darüber, dass es im Imperium nicht mehr so läuft, wie sie schön findet. Und eröffnet uns, dass die Soldaten alle ein Experiment und aus Dämonen gemacht sind. Dämonen sind die stärkeren und nicht-natürlichen Gegener, die gerne Nachts die Straßen unsicher machen und deswegen während Sidequests ordentlich nerven. Müssen wir uns also doch keine Gedanken machen, dass wir mit den Soldaten Menschen mit Familie meucheln.

Nach dem Erhalt des Mithrills geht es nach Lestallum, um dort dem Kraftwerk einen Besuch abzustatten und damit ist auch Kapitel 7 beendet. Gehen die immer schneller rum, oder kommt mir das nur so vor? Liegt vielleicht daran, dass die letzten drei ziemlich straff waren und ich deswegen nicht je fünf Stunden in neuen Sidequests hing.

Let’s Play Final Fantasy XV – 02. Road Trip

Bevor wir wirklich mit dem Spiel an sich loslegen: Können wir mal über das Cover-Design sprechen? Also weder der Deluxe noch der Special Edition, sondern dem ganz „normalen“ Day One Release. Übrigens auch etwas lachhaft: Ich habe mir für die PS4 mittlerweile fünf Releases von Square Enix besorgt, alle gut ein Jahr und mehr nach Erstveröffentlichung, und alle tragen noch das „Day One“-Label (die „Limited“ Steelbook Edition von Final Fantasy XII is auch noch einfach und billig zu haben). Soviel also dazu, kleine Goodies nur zu bekommen, wenn man echt schnell ist und es zum Vollpreis zur Veröffentlichung kauft. Abgesehen davon, dass bei Final Fantasy XV das Day One Goodie eh nur das Masamune-Schwert darstellt, was schon ein klein wenig wenig ist. Da es dies auch ganz regulär als DLC im Store gibt, kann man sogar einen direkten Preis des Mehrwerts der Edition betiteln: 49 Cent!

Aber das Cover. Ich mein, die Zeiten wo wir schlicht aber classy nur das Amano-Design-Logo auf weißem Hintergrund bekommen, sind eh rum, dies gab es nicht mal in Japan. Aber hätte man nicht ein besseres Artwork auswählen können? Alle vier Charaktere in angestrengter und von einem weggedrehter Action-Pose, dazu noch so klein, dass es total verloren wirkt? Noctis ist der größte Charakter auf dem Cover, und selbst der nimmt kaum über die Hälfte des Screen Real Estates ein. Ein Drittel zum oberen Rand hin ist lediglich eine Wolkenformation, die nach leerem Platz aussieht, wenn man nicht genau hinschaut, und Charaktere drin erkennt. Statt wirklich einfach neutralen Himmel zu wählen und groß das Logo drauf zu machen, muss sich das bestechend klein an den oberen Rand verdrängen lassen, und das Amano-Design ist es eh nicht. Was ein grausiges Cover. Das Cover von Kingsglaive war übrigens auch ziemlich schrecklich.

Auf der anderen Seite der Medaille muss Design-technisch allerdings erwähnt werden, dass Final Fantasy XV nichts Besseres geschehen konnte, als das Roberto Ferrari die Versus XIII Designs von Nomura überarbeiten durfte. Eine Boy Group mit gleichen Fashion Sense droht schon generisch genug auszusehen, ohne Nomuras Standard-Design-Ästhetik für realistische FF-Modelle.

Dann aber endlich mal nach so viel Einband-Bewertung in das eigentliche Spiel an sich. Oder zumindest, nachdem die 28 GB an Update 1.24 endlich heruntergeladen haben, die bei meiner schwachen Internetverbindung gefühlt länger dauern, als die 10 Jahre Developement Hell zwischen der Ankündigung von Final Fantasy Versus XIII für PS3 und dem Release als Final Fantasy XV auf PS4. Disc ins Laufwerkt, Spiel gestartet… und New Game ist weiterhin ausgegraut mit einem Vermerk, dass es noch 3 Minuten etwas installieren muss, bevor begonnen werden kann, welcher nach 10 Minuten dann auch tatsächlich verschwindet und New Game angewählt werden darf.

Wir starten in einer Szene, die sozusagen kurz vor den Hauptereignissen von Kingsglaive angesiedelt ist, nämlich mit Haupcharakter Noctis und seinen drei Wachen/BFFs Prompto, Ignis und Gladiolus, die sich von König Regis verabschieden, weil sie mit dem Sportflitzer auf einen Road Trip geschickt werden, um Prinzessin Lunafreya zu treffen und die lieblose Ehe zu beginnen. Und so ziehen die vier Krieger des Lichtes aus in die offene Welt von Eos.

Lange sind Twunk Noctis, Beefcake Gladiolus, Twink Prompto und Auntie Ignis allerdings nicht unterwegs, bis sie bereits keinen Sprit mehr haben und die erste Raststätte/Werkstatt Hammerhead anpeilen müssen, wo sie von Cid und seiner Enkelin Cindy begrüßt werden. Letztere hat eine sehr wagemutigen Fashion Sense, der selbst Madonna der 90er zu einem ablehnenden Kopfschütteln bringen würde. Die Unterbrechung dient eigentlich nur dazu dem Spieler zu zeigen, dass er keine Eile haben muss, sich zur arrangierten Ehe für die Friedensverhandlungen zu begeben, sondern gern auch einfach mal 20 Stunden in der Welt Nebenaufgaben, Angeln, Campen und Monsterhunts erledigen darf, statt zum nächsten Main Goal zu hechten. Oder auch nicht, wie man das halt gern hätte.

Auf kurz oder lang benutzen wir einen süßen Shiba Inu als Brieftaube, um Lunafreya zu kontaktieren, und treffen den ominös-vagen Imperialen Ardny, der sicherlich für beide Seiten des Konfliktes noch die eine oder andere Überraschung aus seinem Hut zu zaubern weiß. Das erste Kapitel endet damit, dass wir in einem Küstenresort angekommen die Nachricht über den Fall von Insomnia und Tod von König Regis überbracht bekommen, sowie das sowohl Noctis als auch Lunafreya ebenfalls für tot erklärt wurden.

Dies übrigens begleitet mit ein paar kurzen Szenen aus Kingsglaive. Und erneut weiß ich nicht, warum dieser Teil nicht zumindest in Kurzform im Spiel an sich ist. Genau genommen startet Final Fantasy XV nämlich In Media Res mit einem absolut unsinnigen Ausblick in die Zukunft, in der eine ältere Truppe unserer 4 DILFs in einem Flammenmeer stecken. Und dann ist die Szene auch schon rum, ohne irgendwas gesehen zu haben, was interessant genug gewesen wäre, um einen für das Spiel oder jene Zukunft zu interessieren. Stattdessen so 10-15 Minuten Gameplay als Nyx zu haben, der gerade mitten in der Attacke auf Insomnia steckt, so dass man zumindest ein paar wichtige Eckpunkte hat, bevor es ins eigentliche Hauptspiel geht, wäre ein wesentlich besserer Anheizer gewesen.

Kapitel 2 – als Gimmick hat das Spiel davon natürlich genau 15 – besteht im Endeffekt nur daraus, dass Nocits den Auftrag für die nächsten Stunden Main Quest erhält, sich die 13 königlichen Waffen aus den Königsgräbern zu holen, um zu erstarken (13 sicherlich als Gimmick-Überrest aus der Zeit, als dies noch Versus XIII war). Die Königsgräber sind sozusagen die Dungeons im Spiel, jedoch natürlich nicht nur die, welche sich hauptsächlich dadurch auszeichnen, dass in ihnen im Gegensatz zur Oberwelt nicht jederzeit gespeichert werden kann. Ein Boss könnte eventuell auch auftauchen. Wir infiltrieren noch kurz ein imperiales Lager und haben einen Kampf gegen Metal Gear, und schon ist auch dieses Kapitel an Hauptstory beendet. Als Nächstes sollen wir uns mit Gladiolus Schwester Iris treffen.

Gerissen habe ich dabei allerdings bereits 17 Stunden, denn ich habe so ziemlich jede Nebenmission gemacht, dessen grell-gelbes Fragezeichen auf der Übersichtskarte aufgekommen ist, und eine gewisse Zahl an den an den Raststätten abzuholenden Hunts erledigt. Wobei ich zwar verstehen kann, dass wir ja ganz offensichtlich auf der Flucht vor einem Imperium sind, welches uns tot sehen will, und wir dabei absolut keine Anstalten machen inkognito zu sein, dennoch könnte ich darauf verzichten, dass alle paar Minuten, wenn ich eigentlich irgendeine Nebenaufgabe erledigen will, mir ein Dutzend Stormtrooper vor die Nase springen und erlegt werden müssen.

Die Kämpfe laufen dabei bisher wesentlich so ab, dass ein Knopf gedrückt gehalten wird, um beständig den anvisierten Gegner anzugreifen, während deren Attacken über ein QTE ausgewichten und ein Konter gesetzt werden kann. Alles sehr flashy und hektisch und deswegen nicht immer ganz so einfach auch rechtzeitig auszuführen. Wer zu viel Schaden einsteckt, kann sich aber auch einfach über einen Warpsprung an eine Wand hängen, und sie wieder heilen, von dort oben anschließend auch eine Warpattacke zurück zum Gegner vollführen, was allerdings alles MP aufbraucht. Denn Zauber sind nun sozusagen Items, die aufgebraucht werden, und wie die unterschiedlichen Waffentypen auf das Steuerkreuz-Rad gelegt werden, um sie zu nutzen. Selbst wenn die HP von Noctis auf 0 gehen, ist das noch längst nicht das Game Over, sondern kann ein Mitstreiter ihn immer noch mit einem Schulterklopfer wiederbeleben, erst wenn die dann eingegraute Lebensleiste ausläuft, ist der Kampf verloren.

Was mir bisher besonders am Spiel gefällt ist, wie schräg und dämlich einige Sachen einfach sind. Die Banter-Dialoge der Boy Band untereinander sind alle herrlich merkwürdig. Idiot Prompto ist mir sowieso der liebste darunter, der einfach mal mitten im Kampf Selfies schießt, fragt welchen Pretty Boy man mehr in ihnen sehen will, nach Kämpfen die Siegesfanfare anschlägt, und sowieso super aufgeregt wegen allem ist, wie so ein Hamster auf Ecstasy. Beim Campen kommen die Kerle manchmal vorbei, um sich für ein Date am nächsten Morgen zu verabreden. Ignis kocht jeden Abend für die Truppe, was absolutes Food Porn ist, aber auch Buffs bereithält. Übrigens nur bei Übernachtungen wird die angelaufene Erfahrung auch in Level Ups gesteckt. Wenn nicht regelmäßig gerastet wird, werden die Charaktermodelle verschwitzt und dreckig und sie beschweren sich darüber, dass sie ein Bad brauchen. Sie beschweren sich, zu weite Strecken zu Fuß zu gehen statt das Auto zu nehmen und bei der Fahrt dem Nier: Automata OST zu lauschen.

Final Fantasy XV lässt einen jede Menge Scheiß machen, einfach nur weil es Spaß macht, und nimmt sich in vielen Moment-zu-Moment Dingen außerhalb der Haupthandlung nicht allzu ernst. Und das bekommt ihm sehr gut.

Let’s Play Final Fantasy XV – 01. Kingsglaive

Ja es ist endlich soweit, ich habe mir für ein paar Euronen das noch aktuellste Final Fantasy mit der Nummer 15 besorgt. Nicht in der Royalen Edition, sondern dem Standard, weil ich das Spiel true erleben will, wie es nach 10 Jahren Developement Hell, einem Konsolenwechsel, und einer Umbenennung, dann auf den Markt gebracht wurde. Außerdem habe ich keinen Bock 30 GB an bisher erschienenem DLC laden zu müssen, weil Square Enix es scheinbar für unzumutbar hält, jenen bei einer Komplettedition mit einem Installer auf eine zweite Disc zu hauen. Nur um selbst dann immer noch nicht alles zu haben, weil weiterer bis 2019 erscheint.

Begonnen wird jedoch gar nicht mit dem Spiel an sich, stattdessen macht mein Einstieg der CG-Film Kingsglaive aus, der bei einigen Früh-Editionen dem Spiel beilag, und parallel zu den Anfangsmomenten von Final Fanasy XV angesiedelt ist. Und nur das wird besichtigt. Nicht auch die billige Net-Animation Brotherhood oder eines der merkwürdigen Side-Spiele.

Zu Beginn begrüßt uns gleich mal der World Building Abriss: Wir befinden uns in der Welt Eos, in der das Imperium Niflheim seit Jahren Krieg gegen die anderen Nationen führt, um sie einzunehmen. Das Königreich Lucis ist die einzige Nation, die noch ungebrochen bleibt, allerdings lediglich, weil die Hauptstadt Insomnia von einer magischen Barriere geschützt wird. Angetrieben durch deinen Kristall, auf dessen Macht nur die Königsfamilie Zugriff hat.

Besagter Königsfamilie steht aktuell der Monarch Regis an, der vor Jahren mit seinem Sohn Noctis in Tenebrae war, damit das Kind sich von einem Unfall erholen kann. Just in dem Moment überfiel Niflheim Tenebrae, um die beiden umzubringen, die jedoch fliehen konnten. Jedoch verstarb die Königin von Tenebrae bei der Attacke, und Niflheim verleibte sich das Reich ein.

Nun, eine Dekade später, macht Niflheim dem geschwächten Lucis einen Vorschlag auf Friedensverhandlungen. Niflheim bekommt die Provinzen des Königreichs, jedoch darf Insomnia autark bleiben, und als Sinnbild sollen Prinz Noctis von Lucis und Princessin Lunafreya von Tenebrae verheiratet werden.

Wer das nicht so geil findet, sind die Kingsglaive. Dies sind von den äußeren Territorien nach Insomnia rekrutierte Streiter, welche ihr Leben im Kampf gegen Niflheim aufs Spiel setzen, dafür durch den König magische Kräfte des Kristalls beziehen. Unter ihnen auch Hauptcharakter des Filmes Nyx. Dass ihre Heimatländer, nachdem sie von den Insomnia-Bewohnern sowieso nie komplett akzeptiert wurden, nun verschachert werden sollen, liegt der Kingsglaive natürlich quer.

Es kommt, wie man sich das schon denken kann. Und wie König Regis sich das dachte, weswegen er vorsichtshalber Prinz Nocits mit seinen vier Leibwächtern auf einen Trip zur Hochzeitsvorbereitung aus Insomnia geschafft hat, bevor die Vertreter von Niflheim zum Unterzeichnen des Friedenspaktes kommen, die überraschend auch Prinzessin Lunafreya im Gepäck haben. Niflheim hält nicht Wort, sondern greift an und stiehlt den Kristall, während Nyx unter anderem auch ehemalige Freunde aus der Kingsglaive bekämpfen muss, um Lunafreya mit dem Ring der Königsfamilie, mit dem der Kristall kontrolliert werden kann, aus der gefallenen Hauptstadt zu schaffen.

In 2 Stunden prügelt und explodiert es sich dann halt so durch die Gegend. Natürlich gibt es auch ruhige Momente, in denen sich Charaktere unterhalten und hübsch aussehen dürfen, doch davon wird einem wahrscheinlich eher wenig in Erinnerung bleiben, weil sich Kingsglaive schon sehr was Charakterzeichnung und Handlung angeht an bewährte Stereotypen hält. Das einfallende Imperium, aus dem natürlich alle böse sind. Der Prinz aus Tenebrae, der Regis für den Tod der Mutter verantwortlich macht. Der gute König von Insomnia, dessen Macht geschwächt ist, sich deswegen auf den Handel einlassen muss, und dennoch verraten wird – man muss gar nicht erst herausfinden, dass sein Sprechen Sean Bean ist, um sich denken zu können, dass er den Film nicht überlebt. Der heroische Nyx, immer dazu bereit das Richtige zu machen.

Wirklich nachteilig getroffen hat es dabei Prinzessin in Nöten Lunafreya. Eigentlich eine ganz taffe Lady, aber leider darf die Arme nur in absoluten Plattitüden vor sich hin philosophieren, anstatt einen einzigen Satz ins Script zu bekommen, der sie wie einen normalen Menschen reden lässt. Allgemein verlässt sich Kingsglaive häufig in seiner Stereotypisierung auf ziemlich gehabte Sprüche in seinen Dialogen. Aber dazu wie ein Glückskeks-Lotto zu reden ist nur Lunafreya verdammt worden.

Was der Film halt kann, ist wirklich verdammt gut aussehen. Kingsglaive ist fast fotorealistisches CG ohne wirkliches Uncanny Valley. Ob man das gut findet oder nicht, sei dann wiederum mal dahingestellt. Denn gerade die im eigentlichen Spiel wiederkehrenden Charaktere in deren dortigen doch stilisierten Form sehen sich im realistischen Kingsglaive kaum ähnlich. Wenn sie nicht nach Anime-Stereotyp praktischerweise immer das gleichen Styling hätten.

Ich bin ja eher ohne jegliche Erwartung an Kingsglaive herangegangen. Vom FFXV-Universum allgemein erwarte ich erst Mal eher wenig bis gar nichts, und Advent Childen war ja auch nicht gerade berauschend. Doch ich muss sagen, dass mich Kingsglaive schon positiv überrascht hat. Klar sind Handlung, Charaktere und Dialoge sehr mit Klischees gefüllt, aber gewisse Stereotypen gibt es halt auch aus gutem Grund in Geschichten, und so muss man sich nicht lang mit diesen Feinheiten aufhalten, weil dem Publikum die generelle Outline bereits bekannt ist. Stattdessen kann man sich auf viel coole Action und eine fantastisch auszusehende Welt stützen, einem schnellen und packendem Pacing. Als reines Popcorn-Action-Spektakel funktioniert für mich Kingsglaive voll und ganz, viel Tiefsinn sollte eben nicht erwartet werden.

Warum man dies hier allerdings in einen Film auslagern musste, statt verkürzt ins Spiel zu packen, für das die groben Ereignisse ziemlich wichtig sind, bleibt mir allerdings dennoch schleierhaft.