Let’s Play ~ Final Fantasy I.II – 06. Dragoon

Eine interessante Sache bei Final Fantasy II ist übrigens die Wirkung der Instant-Death-Spells. Bei den meisten RPGs und Final Fantasies im Speziellen hält man sich ja häufig nicht damit auf, Statusveränderungen und Instant Death auf Gegner zu zaubern, weil die Erfolgschance eh viel zu gering ist, um eine Kampfrunde daran zu verschwenden. Dadurch, dass allerdings bei Final Fantasy II alle Zauber ein Level haben, kann durchs häufige Nutzen und damit einhergehende hochstufen der Zauber deren Erfolgsrate enorm gesteigert werden. Und im Gegensatz zu vielen anderen RPGs hat man zudem vergessen, den meisten Bossen eine Resistenz mit zu geben. Bzw nur für den Death-Spell an sich, andere Instant-Kills wie Toad oder Teleport können vielen Bossen durchaus leicht den Gar ausmachen. Vorausgesetzt, man nutzt sie immer mal wieder, wenn der Charakter grad eh nix Besseres zu tun hat, damit sie auch schön mit gelevelt werden.

Zurück in Altair nippelt direkt der König ab, gibt aber vorerst noch Anweisungen: Nutzlosigkeit in Person Gordon soll nun die Rebellion an seiner statt führen (tolle Wahl und btw. hat Hilda das doch eh schon längst in der Hand), Minwu soll nach dem versiegelten Superzauber suchen und wir mal bei der Stadt der untergegangenen Dragoons nach einem Wyvern schauen. Gordon ist also aus dem Team raus, doch lang bleiben wir kein Trio. Auf der Suche nach einem Schiff, bekommen wir das nämlich ähnlich wie im ersten Teil, in dem wir von Piraten überfallen werden, die wir vermöbeln, was uns ihr Schiff und ihre Anführerin als viertes Teammitglied einbringt.

Also schippern wir zum zerstörten Schloss der ausgerotteten Dragoons und treffen dort sogar einen Drachen an, der aber ebenfalls das Zeitliche segnet. Vorher gibt er uns noch ein Ei, das wir in den Tiefen des nahegelegenen Dungeons im See ertränken, auf dass ein neuer Wyvern draus wächst. Zurück in Altair will uns Hilda mit ganz persönlicher Quality Time danken. Das ist doch mal was, normalerweise versprechen einem Prinzessinnen in Videogames nach der hundertsten Hilfestellung höchstens mal einen Kuchen und geben einen Kuss auf die Wange, Hilda hingegen öffnet uns ihr königliches Schatzkästchen. Dummerweise ist’s dann doch ein Attentäter, der hoffte uns im wahrsten Sinne des Wortes mit herunter gelassener Hose zu erwischen. Die echte Hilda hat mal wieder Peach oder Zelda gechannelt und sich nutzlos entführen lassen, so dass wir sie mittlerweile schon zum zweiten Mal aus den Fängen Palamecias retten müssen. Für dieses 5-Minuten-Dungeon nimmt uns FFII übrigens Piratin Leila weg und steckt Gordon wieder ins Team, der anschließend erneut geht. Langsam wird’s echt lächerlich.

Zurück in Altair ist Hilda wieder weg. Zum Glück nicht entführt, nein die ganze Rebellen-Armee sitzt vor den Toren Fynns, um die Stadt zurück zu erobern. Was dank unserer Hilfe sogar funktioniert. Ach ja, Leila schließt sich wieder an, war ja immerhin ganze 10 Minuten weg, die Alte. Leider ist Minwu noch immer nicht von seiner Quest die Übermagie zu entsiegeln zurück und da wir ja nach all dem Prinzessinnen-Retten und Stadt-Zurückerobern eh nix mehr zu tun haben, sollen wir da jetzt mal aushelfen. In Mysidia, der Stadt der Magier, wo alle wie Black Mages rum laufen, bekommen wir dann auch die Erlaubnis, die Magie abzuholen, was aber natürlich nur klappt, wenn wir vorher 3 Questitems aus verschiedenen Dungeons sammeln.

Sobald die alle geholt sind, geht’s in den Mysidia Tower, ein 10 Stockwerke Ding mit Elementthema und toller BGM. Was war ich froh, dass meine beiden Mages Osmose konnten, so dass ich MP von den Gegnern leechen konnte. Ein weiterer FFII-Trick, denn entweder packt man sich Osmose ein oder darf in den finalen paar Dungeons erst mal seinen MP grinden (bzw. echt verdammt viele Äther dabei haben oder etwas wenigere Elixiere, was dank des vielen Geldes und unbegrenztem Inventar in den Remakes aber gut machbar ist). Oben angekommen opfert sich Minwu, damit wir Ultima erhalten. Das Teil ist btw gar nicht mal so gut, da enorm viel – unter anderem die Level aller Waffenarten und erlernter Magien – darin einfließt, wie viel Schaden der Spruch macht. Ist’s eher nicht wert, das alles zu leveln, nur damit Ultima endlich mal ordentlich Schaden macht, wenn es so viele Alternativen gibt. Kurz vor dem Turm gibt es übrigens einen unfreiwilligen Abstecher in die Innereien eines anderen Final-Fantasy-Firsts: Leviathan. Sehen tut man ihn allerdings leider nie, nur von innen als Dungeon. Hier verlieren wir Piratin Leila und bekommen den letzten lebenden Dragoon Ricard ins Team.

Zurück in der bevölkerten Welt ist die überraschend… entvölkert. Denn der Imperator hat nun sogar einen Wirbelsturm gerufen, um die Städte dem Erdboden nieder zu machen. Um das Ding aufzuhalten müssen wir direkt rein. Zum Glück ist das Drachenei geschlüpft und mit Ricard jemand dabei, der das Flugvieh kontrollieren kann. Innen ist’s nen Dungeon. Klingt logisch. An dessem Ende stellt sich uns der Imperator entgegen, wir besiegen ihn, es gibt ein Dance off in Fynn und das Spiel hat sein Happy End. Oder auch nicht, denn nun hat der Dark Knight den Thron eingenommen, der niemand andres als unser verschollener Freund Leon ist. Also auf nach Palamecia, welches auf einem Berggipfel ist. Anscheinen ohne wirklichen Weg hoch und diesmal scheint unser Drache auch nicht zu wollen. Glücklicherweise nibbelt Cid ab und hinterlässt uns – endlich – sein Luftschiff. Hat lang genug gedauert. Damit also das Schloss gestürmt und Leon zur Rede gestellt, der sowieso vom alten Imperator wieder entthront wird, da jener in der Hölle schnell einen Pakt mit Satan geschlossen hat und nun wieder zurück ist. Business as usual.

Ricard opfert sich, damit wir fliehen können und Leon, nun eh nix besseres mehr zu tun, schließt sich als finales (war ja auch erstes) Gruppenmitglied auf dem vierten Slot an. Da wir nur noch ein Doppeldungeon vor uns haben, ist er natürlich wie gewohnt zu kurz dabei, um wirklich was Nutze zu sein, wenn man ihn nicht grindet. Er startet mit 5MP und ohne jegliche Magien, was ihn zu keinem guten Magier macht, seine physischen Stati sind etwas besser, doch durch die niedrige Evasion ist er auch kein allzu guter Front Row Tank. Guy wird mittlerweile beispielsweise fast gar nicht mehr getroffen, sondern weicht jeglichen Attacken aus, was gerade nun in den finalen Bereichen wichtig wird, wenn Gegner HP-Drains mit ihren Attacken machen, die prozentual wirken.

Das Finale von Final Fantasy II war dann lachhaft einfach, da ich schlau genug war, mich über die Spielmechaniken vorher schlau zu machen und meine Gruppe entsprechend zu bauen. Mit einem White Mage mit Teleport 9, einem Black Mage mit Toad 10 und zwei Kämpfern mit Masamune/Exkalibur ausgerüstet und kein Kampf geht in die zweite Runde. Mit Osmose 7 auf beiden Mages gehen mir auch nie die MP aus, obwohl ich zur Not mit den Tonnen an Geld, das man im Remake bekommt, zwei Dutzend Elixiere eingepackt hatte. Und der Endkampf gegen den Imperator? Blood Sword ausgerüstet und er fällt in der zweiten Runde. Welt gerettet, alle glücklich und wieder am Aufbauen der Länder. Allerdings, in bester 4. Partymitglied Manier verlässt Leon in der Endsequenz die Gruppe wieder.

So, Final Fantasy II ist nicht so schlecht, wie ich es bisher immer gern hin gestellt habe. Am Ball zu bleiben und sich vor allem vor dem Spielen über die tieferen Begebenheiten zu informieren und das Ding ist in den Remakes tatsächlich eigentlich ziemlich nett spielbar. Besonders interessant ist es allerdings unterm Strich immer noch nicht, außerhalb des Gameplays. Immerhin habe ich damit alle 13 Final Fantasies durch gespielt, wenn man XI mit X-2 ersetzt. Was auch immer das Wert ist :D

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