20 Years Later: Ocarina of Time

Ugh. Ok. Also. Pflaster schnell abreisen und sich direkt unbeliebt machen: Mir hat Ocarina of Time nicht sonderlich gelegen. Tun die Zeldas aber allgemein nicht so. Abgesehen von Link’s Awakening, der Teil ist gut. Sampling diverser anderer Teile hat historisch gesehen allerdings weniger für mich gefruchtet.

Von Ocarina of Time hatte ich damals, als ich für gefühlte 3 Sekunden vom SNES aufs N64 wechselte, bevor ich merkte, dass diese Konsole nichts für mich zu bieten hat und sie besser mit einer PlayStation ersetzt ist, bereits das Original. Mit ein paar anderen obligatorischen Käufen wie Super Mario 64, Yoshi’s Island 2 und Banjo Kazooie. Ocarina of Time habe ich damals schon nicht durchgespielt gehabt, sondern kurz ins Erwachsenen-Stadium hinein abgebrochen. Wie dies allgemein mit mir und Zelda häufig der Fall ist.

Was mich bekanntermaßen nicht davon abhält immer mal wieder meinen gesunden Menschenverstand auszuhebeln, der wohlweislich darauf besteht, dass ich und die Serie einfach nicht klicken, und man irgendwann einfach wissen muss, wann es besser ist aufzugeben. Selbst nach dem desaströsen Erlebnis, Twilight Princess Wii mein Eigen nennen zu müssen. Denn als mich The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D im super billigen Select-Release anschaute, schaute mein ewig hungriges Backlog zurück. Und wo das Spiel doch vor kurzer Zeit sein 20. Jubiläum feierte – also auf N64 nicht 3DS versteht sich –, habe ich mich dazu entschlossen es diesmal wirklich und wahrhaftig durchzuspielen, um diese extrem eklatante Lücke an Gamingkultur gestopft zu bekommen und jedem erzählen zu dürfen, dass Ocarina of Time eben nicht das beste Spiel aller Zeiten ist.

Eine Sache kann ich Ocarina of Time auf jeden Fall ganz unironisch und gutmütig bestätigen: Es hat es geschafft die Zelda-Franchise in die dritte Dimension zu versetzen, und dies wesentlich kompetenter hinbekommen, als so einige andere, gerade auf Action ausgelegte, Franchises, die in der 2D-Generation starteten. Dazu muss natürlich eingeräumt werden, dass das N64 mit 1996 und Ocarina mit 1998 jeweils auch eher spät zur 3D-Party erschienen sind, was hier sicherlich vielen Frühfehlern vorbeugen konnte. Viel mehr als das Spielprinzip funktionstüchtig in die polygonalen Ebenen zu verfrachten war damals gar nicht nötig, und ehrlich gesagt leistet das Spiel auch nicht viel mehr.

Retrospektiv ist es halt schon etwas barebones und ich möchte sagen geradezu langweilig. Was ich beispielsweise merkwürdig fand war, dass aus der Dualität zwischen dem jungen und erwachsenen Link erstaunlich wenig gemacht wird. Für ein paar Nebensachen ist es nötig, aber wenn ich mich recht erinnere muss für die Hauptaufgaben, sobald aus Link ein Ikemen geworden ist, nur für den Beginn des Spirit Temples wieder zum Kleinkind gewechselt werden, damit der für sein zukünftiges Ich ein Rätsel löst. Und auch da beweist das Spiel nicht unbedingt viel Kreativität, wäre die Öffnung nicht zu eng gewesen, hätte jedes Puzzle zu Beginn des Spirit Temples so auch 1:1 für den Erwachsenen funktioniert. Allgemein gesehen benutzt das Spiel sowieso einige davon ziemlich häufig. Kisten zu verschieben zum Beispiel oder gar dieses unsäglich Auffinden von 5 grauen Rupees, wird ohne wesentliche Änderung überall wiederverwertet, und gerade letzteres im Finale des Spieles viel zu häufig. Wobei ich schon anmerken muss, dass ich es einen netten Einfall fand, dass in Ganon’s Castle für jeden vorigen Tempel sozusagen ein kleiner Bereich existiert, der jenen thematisch reproduziert. Macht das letzte Dungeon nämlich schön kurzweilig.

Es gibt auch so ein paar fragwürdige Entscheidungen. Mir zum Beispiel ging es echt auf den Keks, dass Link immer wieder in Kokiri respawned, wenn außerhalb eines Dungeons das Spiel beendet wird. Zumindest bis der erwachsene Link die Warp-Songs lernt, was mir etwas lang dauert. Auch wenn die Hyrule-Ebene gar nicht ganz so groß ist und man Epona bekommt, war mir die Fortbewegung fürs Backtracking etwas langsam ausgefallen. Genauso ging mir beim Kind-Teil die Eule mit ihren ständigen Tips auf den Nerv, vor allem da jemand dachte besonders fies zu sein, und den Cursor am Ende auf die Wiederholen-Antwort zu legen, so dass man nicht mal schnell durchklicken kann, da man sich sonst schnell in einer Endlosschlaufe aufhält. Herzteile komplett vom RNG abhängig zu machen, wie das beim Friedhof-Graben der Fall ist, gehört sowieso verbannt. Vernachlässigbar aber auch etwas fragwürdig fand ich zudem, dass alle Belohnungen für die Zeitaufwändige Jagd nach den 100 Skulltullas durch die Bank weg wertlos sind. Solange man auf einen letzten Herzcontainer verzichten kann. Man sollte zunächst meinen die Geldbeutel-Erweiterungen wären noch praktisch, bis man feststellt, dass es im ganzen Spiel nie nötig wird, irgendwas zu kaufen (nach dem ersten Deku-Schild).

Ich weiß zudem nicht, ob dies erst in der 3DS-Version der Fall ist, aber so wirklich geil steuert sich das Spiel eh nicht immer. Der Analognubsi ist beim Handheld zumindest dafür bekannt, nicht immer die besten Resultate zu liefern, was gerade bei den Wettrenn-Minispielen nachteilig sein kann. Viel schlimmer ist allerdings, wenn die Kamera sich dazu entschließt, gen Decke oder zu Boden zu zeigen, weil man zu nahe an einer Kante steht oder so, und die komplette Übersicht flöten geht. Ob das L-Targeting in gehetzteren Situationen funktioniert, scheint auch absolute Glücksache zu sein. Bei dem Quallenboss in Jabu Jabus Körper zumindest hat die für mich konsequent komplett versagt und so gut wie nie die Tentakel ins Visier genommen. Manuelles Anvisieren in First Person ist, über Gyroscope-Steuerung oder Analognubsi egal, zumindest bei Bossen oft zu langsam und plump, um wirklich Spaß zu bieten. Ich finde es zumindest vielsagend, dass im Kampf gegen Ganondorf, wenn das Spiel einem den Autotarget wegnimmt, jener sich im Prinzip so gut wie gar nicht bewegt, damit das manuelle Zielen nicht zu viel Frustmomente bereithält.

Aber wenigstens über die Handlung und Charaktere kann ich nicht viel meckern. Ich habe über die letzten Jahre nämlich echt Spiele zu schätzen gelernt, die so gut wie keine haben bzw. sie bestenfalls als blödsinniges und leicht ignorierbares Beiwerk bieten. Ocarina of Time bewegt sich hier auf absolut stereotypen Fantasy-Pfaden, und da ist es schön, dass nicht viel unnötig um etwas geschwafelt wird, was eh nichts hergibt. Schön aber, dass Zelda eine etwas größere Rolle als üblich hat. Was das Spiel hingegen ähnlich wie Animal Crossing oder Monster Hunter macht, ist, einzelne Momente durch schräge Charaktere und witzige Einlagen charmant zu gestalten, um das Vakuum einer skelettierten übergeordneten Haupthandlung oder Hauptcharakteren ohne eigene Persönlichkeit zu füllen. Hier muss ich allerdings anmerken, dass das Spiel tatsächlich nicht meinen Nerv trifft und ich nie wirklich einen jener Momente witzig oder charmant fand. Passt natürlich dann dazu, dass ich Hyrule eh für einen ziemlich langweiligen Schauplatz halte. Die Zeldas, die woanders spielen, wirken zumindest auf mich immer kreativer und interessanter gestaltet.

Ich war echt etwas überrascht, dass das 3DS-Remake optisch wohl doch so viel ändert. Man merkt es halt hauptsächlich in den Charaktermodellen der Hauptfiguren. Aber auch Nebenfiguren und Umgebungstexturen wurden aufgebessert. Das fiel mir nicht so auf, weil ich das Ergebnis ehrlich gesagt etwas inkonsistent finde. Die Hauptfiguren stechen so stark aus dem Rest heraus, dass man schnell fehlgeleitet denken könnte, der Rest wäre wirklich 1:1 die N64-Grafik nur weniger schwammig. Ich bin aber wie gesagt auch nicht wirklich mit der Konsole aufgewachsen, weswegen die strickten großflächig geometrischen Figuren der Umgebung seiner Spiele auf mich immer etwas befremdlicher wirken, als die von mir gewohnte PlayStation mit ihrem Textur-Warping beispielsweise.

Unter Strich kann ich zwar wirklich nicht so weit gehen zu behaupten, dass The Legend of Zelda: Ocarina of Time ein schlechtes Spiel ist, aber etwas langweilig fand ich es schon. Wenn man 20 Jahre später nämlich nicht mehr den Wow-Effekt hat, dass Zelda jetzt in 3D ist und immer noch alles funktioniert, bleibt nur ein ziemliches Standard-Abenteuer übrig. Ein paar Sachen haben mich wie erwähnt sogar genervt, aber die waren gar nicht mal ganz so häufig, und meist ist es ja so, dass wenn in einer Spielesession einem erst mal eine Sache auf den Keks ging, jede darauffolgende Kleinigkeit plötzlich viel schlimmer erscheint. Begeisterung klingt aber definitiv auch anders.

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30 Years Later: The Legend of Zelda

ava-1991Okay, meine Geschichte mit den Legend of Links ist nicht gerade die erfolgreichste. Ich hatte als Kind A Link’s Awakening, fand es toll, war zwar nicht mein Lieblingsspiel, aber ich kann es selbst heute noch gut schnell mal an nem Nachmittag durchzocken und Freude dran haben, um mal mit dem Guten anzufangen. Als Kind hatte ich auch A Link to the Past und Ocarina of Time, zwei der gehyptesten Vertreter der Franchise. Und beide taten überhaupt nichts für mich, ich habe beim Eintreten in die Schattenwelt respektive dem Erwachsenenstadium aufgehört und es nie bereut. Dennoch juckt es mich immer mal wieder, herauszufinden, warum alle die so gut finden. Und dadurch hat es dann noch Oracle of Seasons in meinen Besitz geschafft, welches ich durchgespielt habe aber auch nur um endlich mal wieder so ein verdammtes Zelda durch zu haben, statt bei der Hälfte abzubrechen, was ich nämlich beinahe auch bei jenem gemacht hätte. Und dann später in der verbilligten Essentials-Line auch Twilight Princess, das lahmrarschigste und unoriginellste Spiel, das Nintendo wohl je auf dem Markt gebracht hat, und eines das für ein First Party Game schockierend schlecht für die Wii angepasst wurde. Nach satten 3 Stunden darf man endlich mal ins erste Dungeon, nach weiteren 2 ist man endlich damit fertig, obwohl es fast nur Tutorial ist? Da hab ich dann aufgehört.

Ich weiß auch nicht genau warum Zelda mir so meh ist, rein am Genre der Action Adventures kann es nicht liegen. Ich mochte Okami sehr, genau wie die Ys-Serie, Rocket Slime, oder auch Crystalis, um ein paar andere Vertreter zu nennen. Zelda finde ich nie so launig, vielleicht weil es zu methodisch und nicht schnell genug ist, oder weil das Setting zu langweilig ist oder die Franchise außerhalb Toon Link zu wenig Charakter hat, keine Ahnung. Aber dennoch, wenn das allererste Spiel schon seinen großen, runden 30. Geburtstag feiert, dann probiere ich mich doch dennoch mal daran.

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Meinen ersten Fehler hab ich natürlich direkt zu Anfang bei der Namensnennung gemacht. Mein Gedankengang war ganz unoriginell Link eben einfach Zelda zu nennen, weil hurr durr don’t call me Zelda und so. Kurz darauf musste ich, als ich verzweifelt aufgab, weil nichts Sinn ergab, und ich im Internet nach Lösungen schaute, die aber auch im meinem Spiel absolut nicht funktionieren wollten, ebenfalls im Internet die Erfahrung machen, dass Zelda als Namenseingabe einen gleich ins schwerere Second Quest befördert, bei dem die Anordnung von Dungeons und Geheimnissen anders ist. Ups.

Ich habe es letztendlicht durch geschafft, auch wenn ich natürlich nicht die Geduld hatte auch im dann revidierten normalen Quest alles selbst zu finden, sondern nach ein paar Lösungen im Internet schaute. Allgemein ist The Legend of Zelda nicht ganz so fies und obtus, wie ich gedacht hätte. Zumindest das Voranschreiten in den Dungeons ist weitestgehend einfach herauspuzzelbar, wenn auch nicht unbedingt in der Exekution immer ganz einfach, bei den verdammten Gegnern wie Wizzrobes oder Darknuts. Und gerade die Bosse sind alle eigentlich relativ einfach, und mehr eine Frage, ob das Dungeon davor einem nicht zu viele Herzen gekostet hat, um sie durchzustehen. Einige Geheimnisse auf der Oberwelt sind dagegen schon wesentlich schwerer ohne Hilfe zu finden, weil es mir dann doch zu viel zufällig hier mal ne Bobe und dort mal die Kerze probieren darstellt. So weit wie in modernem Zelda zu gehen, dass man die ersten fünf Stunden nicht selbst spielen darf, weil alle 5 Minuten einem ein NPC reinquatscht, um einen auf Selbsterkärendes aufmerksam zu machen, muss natürlich auch nicht sein, aber hier mal einen verräterischen Riss in einer Felswand, oder dort eine einzelne Blume in einem Grasbeet zu haben, find ich etwas netter, als halt einfach überall versuchen zu müssen, ob sich dahinter nicht eine Höhle oder Treppe befindet. Es gibt natürlich die netten dunklen Räume mit alten Männern drin, die dem gelenkigen Elfenjungen in Strumpfhosen gern bereit sind am Lagerfeuer einen kryptischen Rat zu geben, die dort etwas helfen.

Was auch überraschend nett vom Spiel war, ist das die Gegner besiegt bleiben. Auf der Oberwelt muss man sich schon ein paar Bildschirme weit weg bewegen, bevor sie respawnen, und in den Dungeons bleiben sie, solange man es nicht verlässt oder Game Overt, gleich komplett weg. Außerdem landet man bei einem Retry automatisch an ihrem Anfang, statt immer vom Startscreen zu ihnen zurück traben zu müssen. Etwas mehr Glücksabhängig ist natürlich die Sache mit den Herzen heilen in Dungeons, wenn man nicht die Medizin dabei hat, weil mal viele Herzen oder sogar eine Fee hinterlassen wird, dann wieder mal gar nichts. Definitiv auch gut fand ich, dass kleine Schlüssel, wenn man mehr findet, als man im Dungeon brauchte, auch in anderen noch verwendet werden dürfen.

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Es ist halt sowieso eventuell etwas besser, wenn man das erste The Legend of Zelda als einen Vorreiter zu Open World Games sieht. Das ist es natürlich nicht ganz, weil diverse Sachen hinter dem Weiterkommen durch einen Gegenstand geknüpft ist, der erst in Dungeon X gefunden werden muss, somit steht einem nicht wirklich alles von Anfang an auf, aber so nahe kam in 1985 wahrscheinlich kein anderes Spiel. Zumindest nicht auf dem NES, den PC mit RPGs wie den Ultimas, Might and Magic und Co. blenden wir mal aus. Immerhin setzt das Spiel einem mitten in die nicht ganz kleine Welt und sagt „mach mal“. Geh halt überall hin, wo du hingehen kannst, um Sachen zu finden. Benutze Bomben und Feuer überall, wo du ein Geheimnis vermutest, vielleicht findest du sogar mal eines davon. Geh in jedes erreichbare Dungeon, zumindest bis du zum Weiterkommen in ihnen evtl. doch mal das Item aus einem vorigen benötigst.

Die Sache ist wohl nur auch die, dass ich mit dieser doch etwas Ziellosen „mach was du willst“ Herangehensweise nicht so viel anfangen kann, ich hab lieber einen gewissen roten Faden. Selbst bei Open World Games hab ich dann lieber so eine etwas MMORPGigere Struktur von diversen Quests, die mir einen Grund geben, hier und dort hin zu gehen, statt zum Selbstzweck zu erkunden. Und wenn dann erkunde ich natürlich auch lieber eine hübsche Welt voller versteckter Landmarken, nicht unbedingt ein frühes NES-Zelda voller Braun-, Gelb- und Grüntöne.

Von daher kann ich mal wieder nur eingestehen, dass The Legend of Zelda definitiv ganz interessant war mal erlebt zu haben, und wahrscheinlich eigentlich ein gutes Spiel ist, definitiv nicht so miserabel alterte, wie ich es erwartet hätte, und mehr Laune macht als beispielsweise ein Twilight Princess, schon alleine weil man es zügig durchgespielt haben kann, bevor jenes überhaupt in Erwägung zieht, einen mal selbst spielen zu lassen. Aber dennoch von einem ganz persönlichen Blickwinkel aus war ich mal wieder von einem Zelda auch nicht so begeistert, wie es der Rest der Menschheit ist.

Twenty Twelve

Ein weiteres Jahr liegt hinter uns allen, zumindest jenen von uns, die es überlebt haben, was eigentlich fast alle einschließen sollte, die dies hier lesen können. Was das Blog angeht, so gibt einem WordPress ja netterweise direkt einen schönen Jahresendbericht. Posts erstellt habe ich ganze 292 und der meistbesuchte Tag war dies mit ganzen 243 Leuten, dank dem, was sowohl meistbesuchter Post des Jahres sowie meistgesuchter Begriff ist: Maestia. Irgendwann Zwanzigzwölf wird übrigens mein tausendster Blogeintrag evarz aufschlagen.

Was Gaming angeht, hab ich mir wie immer mal wieder einige Game of the Year Awards angeschaut, find ich immer ganz nett. Abgesehen davon, dass es einen häufig daran erinnert, dass man ja Titel XYZ eigentlich haben wollte, aber irgendwie wieder vom Schirm verschwunden ist. Darunter beispielsweise die von Gametrailers. Die haben ja immer massenhaft an verschiedenen Kategorien. Schon etwas seltsam, wenn ausgerechnet ein Zelda bei „Most Innovative“ auftaucht, gerade wo ich momentan Twilight Princess spiele, das am wenigsten innovative Spiel seit Golden Sun. Hatten die eigentlich schon früher eine „Best Motion Controls“ Kategorie, oder haben die die nur aus dem Boden gestampft, weil Skyward Sword weder innovativstes Spiel noch bestes Action-Adventure gewonnen hat und man ein Zelda ja irgendwo gewinnen lassen muss, damit einem die Bude nicht abgefackelt wird (es gewinnt natürlich auch Best Wii Game – on default, da NoAs diesjähriges Lineup für die Konsole ziemlich mau war)? Ghost Trick ist auch überraschend häufig nominiert worden, nicht nur bei Gametrailers, hat mich überrascht.

Was mein eigenes Gaming angeht, hab ich erstaunlich viel durch bekommen, mit 47 sind wir fast bei der halben Hundertschaft an Spielen. Davon wie immer kaum diesjährige Releases, da ich a) ziemlich cheap bin und mir Spiele erst kaufe, wenn sie ordentlich runtergesetzt sind und b) durch mein enormes Backlog sowieso nicht alles sofort spiele, nur weil ich es mir besorge. Waren diesmal sogar erstaunlich viele relativ aktuelle Spiele dabei, aber dann doch meist 2009/10. Zwanzigelfer waren glaub ich nur Pokemon Weiß, Dragon Quest Monsters: Joker 2, The Legend of Heroes: Trails in the Sky und Saints Row: The Third. Die waren sogar alle ziemlich gut, mein Favorit ware aber wohl der absolute Überraschungshit Saints Row. Dragon Quest VI hab ich auch, allerdings erst kurzzeitig und noch nicht weit gespielt und bisher packt es mich ehrlich gesagt auch noch nicht so wirklich.

Welche Releases dieses Jahr mich interessieren wären wohl… hmm… The Last Story sieht ganz interessant aus und vielleicht auch Pandora’s Tower. Und natürlich Mass Effect 3, davon hab ich die beiden Vorgänger letztes Jahr endlich gespielt (wie überhaupt einige PC-Games nachgeholt, jetzt wo mein neuer Laptop dazu führt, dass ich doch mal ein oder zwei etwas aktueller Sachen schultern kann) und die sehr gemocht. Dann kommen noch Catherine und natürlich Trails in the Sky: Second Chapter. Ansonsten werden dann wohl wahrscheinlich endlich 2011er Releases wie Okamiden, Solatorobo, Xenoblade, El Shaddai und Yakuza 4 Spottbillig werden. Final Fantasy XIII-2 kommt ja auch und mir keinesfalls ins Haus, bevor es nicht auf 15€ oder weniger fällt. Doch mittlerweile kann ich mich mit dem Spiel sogar in der Theorie anfreunden. Nachdem XIII alles raus geworfen hat, was man nur raus nehmen konnte, scheint XIII-2 ein Clusterfuck an Ideen zu werden, wo alles rein geworfen wurde, was irgendjemandem irgendwann irgendwo mal eingefallen ist. Mehr als ein heilloses, inkohärentes Durcheinander kann das Ergebnis kaum werden, aber unterhaltsam klingt es allemal. Wie X-2 halt, Gulity Pleasure Gaming. Man weiß, eigentlich ist’s nicht sonderlich gut, aber irgendwie genießen tut man den Blödsinn dennoch.

Ansonsten gab es ja mal das Durchlesen aller Vampire Chronicles Romane und durch Zufall auch aller bisher erschienen Southern Vampire Mysteries. Mit den vielen Vampirfilmen im Halloween Month war das fast ein Schwerpunkt hier dieses Jahr xD war definitiv mal interessant, die wieder alle zu lesen. Die Wochentage sind mit Disney wieder auferstanden, was mir auch sehr gut gefallen hat, die alle mal zu sehen, da ich ja auch viele davon bisher gar nicht mal kannte. Und ja… das Jahr von Breath of Fire, da war ich zunächst recht begeistert von, aber mit Dragon Quarter wurde es dann ja leider doch nix, was ich immer noch ein bissarl schade finde. Ansonsten gab es noch die ganzen Hellraisers, die Living Deads, die Star Treks und drei Seasons bei Telltale etc.

Dieses Jahr, hohum, was das Blog angeht, geht Disney natürlich weiter und danach hab ich mir überlegt, die Sonntage entweder die Pixars oder Ghiblis zu schauen. Ich würde mich vielleicht sogar noch mal an einem „The Year of“ versuchen, weiß noch nicht so genau. Müsste halt eine Serie sein, die ich vollständig habe (Suikoden oder Wild Arms fielen somit schon mal flach) und die so 4-5 Spiele umfasst, alles andere wäre etwas kurz (Atelier Iris oder Mother mit nur 3) oder lang. Vielleicht spiel ich die Shadow Hearts (wobei ich da schon beim ersten Spiel, Koudelka, bezweifle, den Mist durchgespielt zu bekommen). Ich nehm an Phantasy Star ginge somit auch, aber den zweiten Teil würd ich glaub ich nicht nochmal durchstehen. Oder es gibt Dragon Quest VII, das ist ja so lang, wie 5 normale RPGs. Auch die Loto-Trilogie würd ich glatt mal wieder spielen, genau wie die Heaven and Earth Trilogie oder ein paar der älteren Final Fantasies, statt dann halt ein Year of. Mal sehen.

The Legend without Zelda: Reloaded

Vor zwei Jahren hab ich mich ja mal wieder durch The Legend of Zelda: Link’s Awakening DX gezockt. Ist immer noch das einzige Zelda, das ich probiert habe, welches mir gefällt. Mittlerweile hab ich ja zumindest auch die Oracle of Seasons beendet bekommen. Aber beispielsweise das auch hier rum fliegende A Link to the Past danach gar nicht mehr versuchen wollen.

Ich kanns aber wie immer nicht einfach sein lassen und hatte erneut so einen Spleen, doch diese blöden Nintendo First Party Franchises gehen von ihrem Vollpreis ja (kaum) runter. Twilight Princess oder so mal zu versuchen geb ich mir also nicht – die DS-Teile sollen eh nich so pralles sein und Touchscreen only will ich gar nicht erst haben. Doch dann hab ich was entdeckt, was wahrscheinlich eh schon jeder kennt: Es gibt ein Remake zu Link’s Awakening.

Fanremake zumindest, im RPGMaker basierend auf dem A Link to the Past Remake auf GBA. Sieht also recht knorke aus und ich wollt mich mal dran probieren, bevor Nintendo vielleicht noch aufmuckt, jetzt wo das Original doch wieder Geld via 3DS Shop macht. RPGMaker-Games haben zwar keinen sonderlich guten Ruf und das wahrscheinlich zu recht, immerhin denkt jeder Vollidiot, er könne das nächste Final Fantasy darin machen, obwohl selbst SquareEnix die Franchise nicht mehr hinbekommt, aber das hier ist ja nicht Original Content, sondern basiert auf einem schon vorhandenen, tollen Spiel.

Spielen tuts sich halt leider nur nicht ganz so pralle mit Keyboard. Habe dann doch schnell aufgegeben, da ich Link so einfach nicht gut und präzise steuern kann, was bei einem Zelda schon nicht von Nachteil wäre. Außerdem kam mir die Hitbox vom Schwert etwas seltsam vor. Im Gegenzug dazu kann man „Dauerfeuer“ damit machen, sowas wie die Wirbelattacke ist nun eine Spezialfähigkeit, für die man neu hinzugefügte Medaillien braucht. Alles andere scheint aber ziemlich identisch zum Original zu sein. Von daher, einen Versuch wahrscheinlich mal wert. So ein richtiges, offizielles Remake wär natürlich auch schön. Durchaus im gleichen 2D-Stile der Vorig-Gneration-Handhelds und per WiiWare oder so? Hach, träumen darf man doch noch ;P Und Ocarina of Time hat ja auch eines, obwohl man es für den Bruchteil auf VC bekommt. Gekauft wirds natürlich wie dämlich, das ist ja das Glück von Nintendo. Da würde Nintendo sogar mal wieder Geld von mir für eine ihrer Inhouse Franchises bekommen – Pokemon mal ausgenommen. Vielleicht taucht aber ja mal doch was interessantes in der neuen Cheapo-Wii-Line auf. Und ich kann Nintendo natürlich verstehen – wenn die Leute 5 Jahre nach Release meine Spiele immer noch wie blöde kaufen würden, trotz Vollpreis, würde ich sie auch nie runtersetzen xD