Masters of Horror 207-210

Um eine Parasitenfliege loszuwerden, hat der Mensch die männlichen Exemplare so verändert, dass sie steril sind und sich so nicht mehr fortpflanzen können, womit der Bestand stark schrumpfen konnte. Dies nennt man die Screwfly Solution, ganz nach der Folge. Nun fangen plötzlich menschliche Männer langsam an, durchzudrehen, und Frauen um die Ecke zu bringen, wenn sie sexuell erregt sind (was bei Männern bekanntlich eh der Dauerzustand ist).

Eine Meh-Episode. Nicht sonderlich spannend, keine Überraschungen und irgendwie zu lang. Lediglich am Ende taucht vielleicht was auf, was man nicht erwartet hatte, aber das ist eh sprichwörtlich auf die letzte Minute und somit zu spät. Jason Priestly ist ein überraschend schwacher Schauspieler und die Umwelt-/Frauenfeindlichkeits-Analogie eher weniger gut verbaut, leicht satirische Untertöne kommen kaum zum Zuge. Was seltsam ist, wo doch Joe Dante Regie führte, der auch hinter den Gremlins, The Howling und der Homecoming-Folge der ersten Staffel steckte.

Rob ist ein unveröffentlichter Romanschreiber, der die Miete nicht mehr zahlen kann. Glücklicherweise gibt es da eine Bleibe, die sich auf diese Art Klientel spezialisiert hat, da sie von einem Mitleidenden gegründet wurde. Doch kommen mit dem neuen Dach über dem Kopf auch Geräusche, die nicht da sind und Illusionen von einem Mädchen, die von einem Monster gefangen gehalten wird.

Valerie on the Stairs ist von Mick Garris, der die Chocolate-Folge der ersten Staffel gedreht sowie The V Word und Haeckel’s Tale geschrieben hat, letzteres davon wie Valerie on the Stairs basierend auf einer Geschichte von Clive Barker. Leider ist’s eine der schwächeren Folgen der Staffel geworden. Die Erscheinungen sind weder wirklich unheimlich noch ist die Suspens wirklich packend oder das Herauskommen des Geheimnisses der Geschichte sonderlich interessant (und das Auftauchen der Ex wirkt unmotiviert und hat keine Relevanz zum Geschehen). Konnte nicht wirklich Gefallen an der Episode finden.

Ein Mann und seine Frau verunglücken mit dem Auto, sie geht in Flammen auf. Während er das fast unbeschadet überlebt, kann das Brandopfer von seiner Frau nur notdürftig am Leben gehalten werden. Für ihn ist klar, dass er sie nicht künstlich am Leben hält, immerhin entspricht das auch ihrem letzten Willen. Nur hat er da die Rechnung ohne ihre Mutter gemacht, die daraus eine Grundsatzdiskussion um Sterbehilfe anzettelt. Außerdem fängt auch noch der Geist seiner Frau an, ihn heimzusuchen.

Right to Die ist eine durchschnittliche Folge. Halbwegs spannend aufgezogen, die Brandwunden sehen echt eklig aus, die Handlung mag allweilen mal etwas langsam voranschreiten und vorhersehbar sein, doch ist sie dennoch nicht allzu schlecht. Und uns wirklich um das Für und Wieder der Sterbehilfe belehren will sie dann glücklicherweise doch nicht, nimmt es nur als Aufhänger. Geht übrigens aufs Konto von Rob Schmidt, der beispielsweise den ersten Wrong Turn fabriziert hat – eine Reihe, die ich in den letzten Jahren immer mal wieder erwähnt höre, aber nicht mal wüsste, ob sie sonderlich positiv oder negativ aufgenommen wurde.

We All Scream for Ice Cream dreht sich um Layne und sein Kindheitsfreunde, die damals einem zurückgebliebenen Eisverkäufer im Clownskostüm übel mitgespielt haben. Nun sind sie erwachsen und haben selbst Kinder. Und genau zu jenen kommt der Clown nachts, um ihnen Eis zu verkaufen. Die funktionieren wie Voodoo-Puppen, sobald die Kinder rein beißen, stirbt der Vater.

Eine weitere Meh-Episode, zu der es eigentlich nicht viel zu sagen gibt. Hat mich an Es erinnert, dank des Clowns und der Kindheitsflashbacks. Simple und vorhersehbare Handlung, nicht sonderlich spannend umgesetzt, wie bei einigen anderen Episoden gibt es in der Stunde reichlich Luft. Und eigentlich finde ich Clowns ja super freaky, hier hingegen war nichts so richtig unheimlich. Der Titel verspricht wesentlich Interessanteres, als der Inhalt einlöst. Tom Holland hatte hier das Regiezepter in der Hand, wie auch schon beim ersten Chucky die Mörderpuppe, Langoliers und ein paar Episoden der Tales from the Crypt.