Shark Week V – Jaws in Japan

ava-2022Über das Jahr 2014 hinweg hatten wir hier im Blog nicht weniger als 4 Shark Weeks, jeweils angeführt von einem der Jaws-Filme, dem Klassiker des Monsterhai-Subgenres. Dass es da a) wesentlich mehr jener Filme bereits gibt und b) ungebrochen regelmäßig weitere auf SyFy geworfen werden, war ja mehr als klar, immerhin lassen die jene gerne in Tandem zur sommerlichen Shark Week auf dem Discovery Channel laufen. Und mir selbst war auch mal wieder danach, ein wenig zu schauen, also Shark Week Nummer Fünf. Offizielle Jaws gibt es zwar keine weiteren, aber durchaus den einen oder anderen Hai-Film, dessen Titel einem gern dies glauben machte, um auf deren Popularität aufzuspringen. Jaws in Japan tat dies wohlweislich eher spät, der Film ist nämlich von 2009, über zwanzig Jahre nach dem letzten Jaws erschienen.

Deswegen kam der Film auch in Namens-Probleme und wurde im Westen zu Psycho Shark umbenannt. Da die Mädels in einem Hotel umgebracht werden, eine davon sogar unter der Dusche, gehe ich Mal stark davon aus, dass auch dies eine Anspielung auf einen sogar noch älteren Klassiker ist. Die ersten fünf Minuten des Filmes schauen dann auch zunächst aus wie jeder Haiattack-Film ever, wechselnd zu Paranormal Activity, um dann Poltergeist in Erinnerung zu rufen. Mit Originalität gesegnet ist Jaws in Japan schon mal nicht.

Ich wäre ehrlich gesagt auch sehr überrascht, wenn der Film mit so was schnödem wie einem Script gesegnet gewesen wäre. Das Ding wird eher eine Idee gewesen sein, die jemand in zwei Sätzen auf ein Taschentuch gekritzelt hat, um dann einfach irgendwann mal munter drauf los zu filmen. Und das Ganze auf einem Trinkgeld-Budget. Jaws in Japan ist nämlich auch, zumindest teilweise, ein Found Footage Film, denn die Mädels, die in diesem Hotel Strandurlaub machen, bekommen vom Betreiber eine Videokamera in die Hände gedrückt, um sich gegenseitig filmen zu können. Sprich gut die Hälfte des Filmes besteht aus jenen verwackelnden und blechern klingenden Aufnahmen. Die fünf Darstellerinnen sind wohl auch billig zu haben gewesene Gravure Models oder so – das ist sozusagen Pinup in Japan, die Mädels machen Erotikaufnahmen, ohne sich dabei komplett zu entblößen. Denn im Gegensatz zu normalen japanischen Idols/Schauspielerinnen sind sie nicht krankhaft untergewichtig, sondern haben sogar ein oder zwei Kilo auf den Rippen, was in jenem Geschäft brauchbar ist, weil es eben zu Rundungen führt. Dafür ist aber auch keinerlei schauspielerische Leistung vorhanden.

Was natürlich nicht hilft ist, dass den unerfahrenen Mädels scheinbar keine Direktion gegeben war. Gut Dreiviertel der Szenen im Film wirken so, als hätte man den Mädels eine Kamera in die Hände gedrückt und gesagt „tollt mal davor rum, zeigt ordentlich Titten und Arsch, und unterhaltet euch halt irgendwie“. Denn das machen gut 50 der 70 Minuten des Filmes aus. Endlose Szenen der ersten Dreiergruppe oder dem aktuellen Duo, die vor der Kamera posieren, und dabei in schrecklich künstlichen Idol-Stimmchen entweder vor sich hin quietschen oder die ewig gleichen hohlen Floskeln in Non-Konversationen wiederholen. Jaws in Japan zu schauen erinnert schnell an Wassertortur.

Wenn dann doch mal was passiert, kann man sich glücklich schätzen, denn das bedeutet der Film ist so gut wie rum, nämlich auf den 20 Minuten seiner Zielgeraden. Viel sollte man vom antiklimaktischen Finale immer noch nicht erwarten, aber nachdem Mädel A sich durch endlose ereignislose Videoaufnahmen des ersten Trios geschaut hat, merkt sie halt, wer sie umgebracht hat, und versucht Mädel B vor Mr. Bates zu warnen. Den sie fast damit ausschaltet, in dem sie einfach in ihn rein läuft, und ins Meer tackelt – wohlgemerkt rennt sie geradeaus auf ihn zu, er sieht sie von Weitem kommen, und hat ein Messer in der Hand, es ist also etwas merkwürdig, dass die Aktion überhaupt klappt. Der Hai taucht dann auch auf, in genau 2 Szenen zum Schluss für jeweils 3 Sekunden, in denen er es schafft auch mal wieder von sehr unterschiedlicher Größe zu sein.

Ne, Jaws in Japan, so geht es ja nicht, bei einem trashigen Hai-Filmchen hät ich schon gern mehr, als 70 Minuten gebannte Langeweile. Kein Spaß, keine Spannung, und schon mal gar keine Überraschung liefert uns Psycho Shark. Das wenige, was geschieht, macht weder Sinn, noch ist überhaupt am Ende alles erklärt, und scheiße aussehen tut die ganze Angelegenheit auch noch. Aber hey, wer die Venus Clips in Dead or Alive Paradise spannend fand, der bekommt hier 70 Minuten davon geboten, denn viel mehr als Bikini-bekleidete Ärsche und Titten liefert der Film nicht auf die Flimmerkiste.

jawsjapan

Roots Search

ava-1913Und heute in der Reihe „Alte Anime, die keine Sau gesehen hat, und die paar wenigen, die es doch taten, sofort wieder vergasen“: Roots Search von 1986.

Die wenigen Meinungen zum Ding stempeln Roots Search übrigens gern als „Alien, aber ganz ganz schlecht“ ab. Ganz damit einverstanden bin ich nicht. Also mit dem Schlecht-Teil schon, weniger damit, dass es Alien per se absolut ähnlich ist, da ist das ebenfalls schlechte Lily CAT von 1987 wesentlich stärker eine Kopie von. Roots Search spielt halt auf einem Raumschiff, auf dem eine Alien-Lebensform, dass sie per Notruf von einem bereits ausgeschlachteten Schiff unbemerkt aufgegabelt haben, die Crew langsam nach und nach ermordet. Das ist auch in Alien so, freilich. Aber ich glaube nicht das ich jeden Film mit diesem Setup per se einen Alien-Klon nennen würde. Denn letztendlich ist es ja eine sehr einfache, offene Standard-Sache, im Prinzip den Stereotyp von einer Hütte im Wald ins All versetzt.

Roots Search macht nämlich dann doch ein paar eigene Dinge oben drauf, die das recht schlicht gehaltene erste Alien zu Recht für unnötig hielt. Unser Hauptmädel beispielsweise ist PSI-begabt, hat direkt zu Filmbeginn erst mal einen Traum vom Tod aller anderen. Was etwas seltsam ist, sowas wird meist als Anheizer verwendet, wenn im Hauptfilm die Action etwas auf sich warten lässt, aber da Roots Search gerade mal 45 Minuten andauert, geht bald darauf eh die Post ab. Dann gibt es auf dem anderen Raumschiff tatsächlich einen Überlebenden, der zusammen mit der PSI-Tussi sich in den letzten 10 Minuten aus dem Nichts entscheiden kann, dass sie ineinander verliebt sind. Außerdem liest das Alien hier die Gedanken der Crew und nutzt die dunkle Vergangenheit der Mitglieder (passenderweise hat jeder, der umkommt, eine solche), um sie zu terrorisieren. Sozusagen sie für ihre Schandtaten mit dem Tod zu bestrafen, wie das Alien meint, nämlich als Strafe Gottes. Das kann sich Roots Search nämlich auch nicht verkneifen, etwas als unnötiges Beiwerk über Gott und den Sinn des Lebens zu philosophieren.

Nicht, dass irgendwas davon wirklich irgendwohin führte. Hässliche Charaktere finden Alien, Alien bringt die Arschlöcher um, nur die beiden „Guten“ können fliehen – und als scheinbar in den letzten 5 Minuten eigentlich alles auf ein Ende mit Vernichtung der Lebensform hinsteuert, geht das dann doch schief und ein Sequel, das nie geschah, wird angeleiert. Roots Search hat also noch nicht mal ein Ende. Was es mit den hübschen Frauen in mechanisch-organischen Gefängnissen a la Giger light angeht, die die Credits und das Cover zieren, wird also nie geklärt. Nicht, dass dies hier zu beenden das Filmchen besser oder hübscher gemacht hätte. Roots Search darf zu Recht in der Vergessenheit verschwinden, Prädikat nicht sehenswert.

rootssearch

Shark Week IV – Snow Shark

ava-1723Nach Sand Sharks also ein weiterer Film, der den Hai in einen Lebensraum versetzt, in dem man sich eigentlich vor jenen Meeresbewohnern sicher fühlt. Mal wieder mit der Ausrede, dass dies hier eine prähistorische Spezies ist, als ob Haie damals nicht im Meer gelebt hätten.

Diesmal trifft es also eine Bergstadt im Winter, die witzigerweise sogar eine Legende ob der Schneehaie hat, über die sich aber niemand zu sprechen traut, weswegen die Jugend Mutproben im verbotenen Areal macht, was ziemlich tödlich endet. Deswegen ruft der Sheriff ein Spezialteam an zwei Forschern und einem Jäger, die das Vieh umbringen sollen. Und der Kerl, der seinen Bruder an das Vieh verloren hat, und vom Regisseur gespielt wird, mischt sich auch ein.

Ja, der Regisseur übernimmt eine der wichtigeren Rollen in seinem eigenen Film, wir sprechen hier nicht von einem Extra in einer Nebenszene a la Peter Jackson. Überhaupt habe ich noch keinen so billigen Film gesehen wie Snow Shark, selbst Zeug wie Mega Shark vs. Giant Octopus oder Shark Attack: Megalodon sahen nicht so sehr wie ein Studentenfilm aus. Die Effekte, die Musik, das Schauspiel, das Casting der Rollen, der Schnitt, die Einstellungen… das hier schreit alles so sehr nach Amateur Hour. Snow Shark wirkt schlichtweg wie ein Hobbyprojekt zweier Teenager oder eben Filmstudenten, die mal schnell ohne Budget (und tatsächlich hat der hier nur 7000 Dollar gekostet, selbst der im Haus des Regisseurs gedreht Low Budget Indie-Streifen Paranormal Activity kostete das Doppelte) in der eigenen Heimatstadt drehten, und alle Schauspieler Freunde und Nachbarn sind.

Ich kann mich des Gefühles auch nicht erwehren, dass der Regisseur dachte, hier einen emotionalen und dramatischen Film zu machen. Denn es gibt keine wirklichen Witze, nichts ist gewollt billig, gewollt schlecht, und den Charakteren geschehen so einige fiese Dinge. Aber wirklich, man kann einen so schlecht gemachten und schlecht aussehenden Film echt nicht ernst nehmen. Nicht das er amüsant wäre, das auch nicht. Sondern eben einfach nur schlecht. Absolut keine Empfehlung als Film für die Weihnachtszeit von mir.

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Cheerleader Massacre

ava-1674Zwischen 1982 und 1990, zur Blütezeit des Slasher-Genres, sind drei Slumber Party Massacres erschienen. Keine sonderlich herausragenden Einträge ins Genre, noch sonderlich bekannte, von daher ist es etwas merkwürdig, dass 2003 ein Sequel produziert wurde, wenn auch unter dem neuen Titel Cheerleader Massacre, weil kein Mädchen über 8 Jahren heutzutage noch eine Übernachtungsfeier machen würde.

Aber tatsächlich hat das Ding eine direkte Verbindung zum ersten Slumber Party Massacre, denn der damals umher wandernde Mörder ist wieder auf freiem Fuß – für zwei wiederkehrende Rollen hat man sogar die alten Akteure zurückbekommen. Die Cheerleader kommen hinzu, weil sie auf dem Weg nach Hause einen Umweg fahren müssen, da das Gebiet ob des ausgebrochene Irren und ersten Leichenfunden abgeriegelt ist, und sich total verfahren, und somit das Grüppchen mit zwei Personen Aufsichtspersonal in einer Berghütte übernachten muss. Wie üblich gehen die Jungs erst mal an den Alkohol, die Mädels ausgiebig duschen, und umgebracht wird auch noch der eine oder andere.

So richtig nicht mögen konnte ich die ersten drei Filme ja nicht. Da sie eh keine Ambitionen hatten, konnte sie sich auch nicht über Wert verkaufen. Wirklich allzu zynisch hingeschludert waren die Dinger aber auch nicht. Das hat sie zu ziemlich vergessenswerten Slashern gemacht, aber auch nicht zu absoluter Unschaubarkeit verdammt.

Cheerleader Massacre ist da schon eher der Marke an wertlos Hingerotztem. Das Ding ist ein wenig, als ob The Asylum einen Slasher gemacht hätte. Es sieht unterirdisch schlecht aus. Ja meist kommt man sich im Setup für eine schlechten Porn vor. So mit den ganzen abgenudelt aussehenden Mittdreißigern in der Rolle als Plastik-Teenager, der Unfähigkeit zum Schauspiel, den seltsam statischen Gesichtshots hin und her bei Gesprächen, und natürlich der Kamera häufig auf Titten und Arsch gehend, damit die Tramp Stamps auch schön sichtbar sind.

Dazu kommt eine absolut gehabte Geschichte, die trotz im neuen Jahrtausend dazugehörigem Twist am Ende sowas von langweilig ist, keine wirklich interessant anzusehende Kills… und ja, ein Studentenfilm könnte auch nicht schimmer gemacht sein, als die Direct-to-DVD Produktion hier. Es gibt einfach so überhaupt nichts hier rauszuziehen, nicht mal ein wenig Komik, ob freiwillig oder nicht, wie das in der früheren Trilogie der Fall war. Dafür ist das alles hier einfach viel zu lahm.

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Shark Week III – Mega Shark vs Mecha Shark

ava-1649Hach, unsere lieben Freunde von The Asylum. Ohne sie wären wir jedes Jahr um 365 Monster-Trash-Filme ärmer. Das die alle nicht gut sind versteht sich von selbst, ist immerhin auch nicht deren Ziel. Das sie zum Großteil einfach nur langweilig sind, ist da schon das größere Verbrechen. Mal sehen wie es ums dritte Outing des Mega Sharks steht, nachdem er den Giant Octopus und den Crocosaurus hinter sich gelassen hat, um nun gegen seine Mecha-Version um Australien zu kämpfen!

Ok, jemand verschifft also einen Megalodon im Eisblock gen Ägypten und ist dann ganz überrascht, als das Eis langsam dahin schmilzt und das Vieh entkommen kann. So ein prähistorischer Killerfisch ist nun natürlich sofort darauf getrimmt Menschen zu terrorisieren, in dem er jedes Schiff versenkt, das er sieht, sogar Flugzeugen entgegen springt, und letztendlich auch Ölplattformen vernichtet. Man muss ja ein wenig Spaß haben, während der Urtrieb einen gen Australien zum Vermehren treibt (weil in 2 Millionen Jahren sich weder die tektonischen Platten noch Meeresströme verändert haben).

Aber das US-Militär hat hier schon längst seine Geheimwaffe gebaut. Ähnlich wie bei Godzilla gibt es nur eine logische Methode ein Riesenungeheuer zu bekämpfen, wenn einem keine eigenen Riesenungeheuer zur Seite stehen: Man baut sich eines! Mecha-Megalodon wird also losgeschickt, um Echt-Megalodon zu bekämpfen, gesteuert von Rosie und der KI Nero, auch wenn Rosies Freund Jack noch nicht alle Kinks aus dem neuen Mecha-Megalodon entfernt hat. Aber wann hat schon je in Fiktion eine von einer KI gesteuerte Kampfmaschine sich selbstständig gemacht und gegen die eigene Erschaffer gerichtet?

Ok, Asylum macht eigentlich zwei Arten von Filmen: Witzig-dämlich oder einfach nur doof-dämlich. Meist ist es letzeres, die wenigen Filme unter erster Kathegorie scheinen eher zufällig zu geschehen. Aber wenn man 7 uninspirierte CG-Monsterstreifen für Lau pro Woche raushauen muss, kann man wohl eher keine Ambition erwarten.

Mega Shark versus Mecha Shark hingegen ist… keines von beiden so richtig. Ich mein mit Logik darf man ihm nicht kommen, was Geschichte oder Pseudo-Wissenschaft angeht. Aber er nimmt sich dann eben doch so ernst, und ist dabei auch nicht wirklich unfreiwillig komisch, als das da wirklich nicht viel dämlich dran ist, weder auf witzige noch inkompetente Art. Ich hab das Gefühl hier wollte jemand wirklich einen ernstzunehmenden Katastrophenfilm machen. Unterstrichen dadurch, dass Rosie eine tragische Vergangenheit bekommt, da sie ihre Tochter verlor und dann dem Alkoholismus anheim fiel, aus dem der Film dann aber irgendwie nichts herausholt, weswegen die Flashbacks etwas deplatziert wirken. Solange man nicht zu viel über die interne Logik nachdenkt, oder sich vom extrem billigen Look ablenken lässt, kann man den Streifen sogar relativ gesehen ernst nehmen. Das ist mir glaub ich sogar etwas gefälliger als die verkrampft auf „guck wie blöd das hier ist, das muss doch witzig sein“ Machwerke, die so häufig diese billigen Trash-Streifen bieten und dann eben doch nicht schaffen so richtig fun zu machen… doch auf der anderen Seite fehlt halt doch etwas der Spaß, trotz für diese Filme recht viel Action, am Kampf Mega Shark vs. Robo Shark. Stattdessen ist der Film einfach etwas zu Standard und unaufregend.

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Shark Week II – Jersey Shore Shark Attack

ava-1596Für diejenigen, die nicht Bescheid wissen (und kein South Park schauen): The Jersey Shore ist eine amerikanische „Reality“ TV Show, in der ein Haufen oberflächlicher, asozialer Jungerwachsene Party feiern und sich allgemein zum Idioten machen, alles vor einem „Faszination am Grauen“ Publikum, von dem die Hälfte öffentlich nie zugeben würden, so einen Schwachsinn zu schauen. Als Vergleich bietet sich, nehme ich mal an, Berlin Tag und Nacht, nur extremer, da in den USA alles eine Nummer Größer ist.

Man sollte also meinen, dass Jersey Shore Shark Attack ziemlich launig werden kann, denn The Jersey Shore zu parodieren fällt extrem einfach, ist die Show an sich doch fast schon eine Selbstparodie, mit den Muckibuden-Muskeln, dem übertriebenen Selbstbräuner, den halb rausfallenden Titten, schlechten Haarverlängerungen, meterdickem Make-up und absolutem Vakuum im Kopf. Alles, was Syfy also hätte machen müssen, ist 1:1 Szenen aus der „echten“ Show zu kopieren und zwischendurch einen der schlechten CG-Haie jemanden fressen lassen.

Das Ding ist nur, Jersey Shore Shark Attack benutzt sein eigenes Gimmick, die einzige Sache, die es von den tausend anderen schlechten SyFy/Asylum Haifilmen absetzt, überhaupt nicht. Klar, zu Beginn werden uns all die Charaktere mit ihren dämlichen Namen wie Nookie und The Complication vorgesetzt, während sie bei einem der schlechtesten Wet-Shirt-Contests aller Zeiten sind, da die Mädels alle Bikini Tops drunter anhaben… aber ziemlich schnell wird aus dem Film einfach ein absoluter 08/15 Haiangriffs-Film, nur dass die Hauptcharaktere orangene Haut haben.

Statt also zumindest etwas Originalität in Form einer Jersey-Shore-Parodie zu bieten, füllt sich der Film scheinbar lieber mit allen Klischees an, die TVTropes zu bieten hat. Unser Hauptcharakter hat ein Love Interest, mit der er sichs verscherzt hat und gegen Ende wieder zusammenkommen muss. Gleichzeitig muss er sich seinem Vater beweisen, deren Verhältnis seit dem Tod der Mutter angespannt ist. Dann geht noch eine Rivalität der Snob Kids vs. Underdogs los. Und natürlich steckt hinter dem Auftauchen der Albino-Bullenhaie eine fiese Firma, die alle Warnungen in den Wind schlägt, um ihrem Zeitplan nicht hinterher zu hinken. Statt die Gelegenheit zu nutzen, sich über die Protagonisten von The Jersey Shore und dumme Haifilme an sich lustig zu machen, wird ein Film wie jeder andere geboten, nur überfüllt mit gehabten Ideen, die alle nicht wirklich ineinander greifen, und ein zielloses Durcheinander ergeben.

Selbst die Haiangriffe sind nicht so toll, wenn auch zahlreich. Die CG-Haie sind lächerlich wie eh und je, und sterben bei der kleinsten Kleinigkeit. Eine Kugel durch die Rückenflosse reicht aus, um die Schwächlinge auszuschalten. Auch wenn ich es schön finde, wie viel Blut bei den Angriffen fließt, selbst wenn das Opfer zunächst nur drei Finger verliert, wird er eine gute Minute lang mit literweise Blut besprüht. Das war launig, aber sonst auch nichts.

Der Wikipedia-Eintrag zum Film ist wirklich herrlich, weil die Handlungszusammenfassung tatsächlich nur aus dem einen Satz „The film centers around a series of deadly shark attacks in New Jersey.“ besteht. Thanks, Captain Obvious. Aber tatsächlich ist das wirklich alles, was im Film drin ist. Haie greifen die Küste von New Jersey an. Der Film ist so schmucklos und unbesonders, ohne jeglichen Witz oder Cleverness.

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Sucker Punch

ava-1567Als ich damals im Kino einen Pappaufsteller zu Sucker Punch sah, dachte ich mir, dass jetzt anscheinend der neue Hollywood-Trend ist, auf die Sexy-Girls-fight-Monster Trash-Sache Japans aufzuspringen, die dort mit Filmen wie Machine Girl und Tokyo Gore Police eine große Welle hatten. Dann hab ich gesehen, dass das Ding ab 12 Jahren ist und sofort jegliches Interesse dran verloren. Ich glaub wieder erweckt wurde es dann vom guten Ikki, der es mal positiv erwähnte, auch wenn ich mich an keine Details erinnere.

Okay, die Mutter von Babydoll ist gestorben, der Stiefvater ärgert sich, dass die beiden Mädels alles erben, und will sich auch noch an der kleinen Schwester vergreifen, weswegen Babydoll zur Waffe greift, schießt, und dabei leider ihre Schwester trifft. Der Stiefvater lässt sie anschließend einweisen, mit den Anweisungen an den Aufseher, dass er dafür sorgen soll, dass die 20-Jährige mit einer Lobotomie ruhig gestellt wird.

Während der Wartezeit bis ein Spezialist eintrifft, der dies tut, träumt sich Babydoll derweil etwas zusammen. Nämlich dass sie ein Waisenkind ist, das von einem Priester an ein Bordell verkauft wurde. Die hübschen, jungen Dinger dort führen regelmäßig Tanzeinlagen auf, und müssen für die Gäste anschließend den einen oder anderen privaten Gefallen erledigen. Immer unter dem wachsamen Auge von Blue, dem Besitzer des Etablissements. Nur bringt Babydoll neue Hoffnung in die Bude, hat sie doch einen Plan, wie sie entkommen können, wofür sie jedoch diverse Utensilien stehlen müssen. Zur Ablenkung führt das Naturtalent eines jener „Tänze“ auf, die die Form einer weiteren erzählerischen Unterebene einnehmen: Traumsequenzen von Machtfantasien, in denen die in Fetisch-Kostüme gesteckten Mädels mit viel Waffengewalt gegen Schurken kämpfen.

Tut mir leid Ikki, aber Sucker Punch hat mir wenig gebracht. Der Film muss entweder ne ganze Ecke dümmer oder eine ganze Ecke intelligenter sein, um mich wirklich zu unterhalten. Um wirklich als ein Statement für die Ausnutzung von Frauen und vor allem die sexistische Art und Weise, wie sie in Medien dargestellt zu werden, zu funktionieren, muss da einfach mehr Futter bei die Fische. Man kann nicht einfach die Mädels genau so sexistisch und fetischy in Szene setzen, am Ende Sweat Pea einen vagen Abschlussmonolog halten lassen, und dann meinen, dies wäre alles ein reiner Kommentar auf genau das, was man da selbst gemacht hat. Der Film ist einfach zu dumm dafür, zu Substanzlos. Aber dann auch wieder nicht dumm genug, und eben einfach nicht genug Exploitation, bietet nicht genug Sex-Appeal oder Gore, um so richtig trash-spaßig zu sein wie das ein Showgirls oder eben Tokyo Gore Police ist. Ironischerweise fehlt Sucker Punch also einfach der Punch. Und das, obwohl er von Zack Snyder ist, der uns mit Watchmen einen echt coolen und brutalen und auch intelligenten Film lieferte, außerdem mit 300 eine der witzigsten ungewollten Komödien brachte – aber die beiden Filme mussten auch nicht auf ein PG-13 kommen.

Das ganze Konstrukt des Filmes kommt für mich eben deswegen enorm ins Wackeln, weil er nicht brutal genug ist, und damit meine ich nicht nur in der Action, sondern auch in der Ehrlichkeit seiner Thematik. Bereits kurz nach ihrem Auftauchen im Bordell wird Babydoll von den anderen Mädels akzeptiert, und sind jene bereit der Hoffnung wegen ihrem Plan zu folgen, obwohl sie uns klar machen, dass sie damit ihre Leben riskieren, da die anderen Flüchtigen alle aufgehalten und getötet wurden. Nur hat Babydoll noch nicht viel getan, um sich ihr Vertrauen zu erarbeiten, außer Rocket vor einem Übergriff durch den Koch zu retten, was jene aber erst Preis gibt, als alle Babydoll bereits Ok finden. Und vor allem hat uns der Film noch gar nicht klar gemacht, warum das Schicksal der Mädels so schlimm ist, dass sie für die geringe Aussicht der Flucht ihr Leben riskieren. Denn wir sehen nie wie den Mädels etwas schlimmes angetan wird, selbst als Blue bereits wittert, dass die was planen, ist sein großer Einschüchterungsversuch lediglich, dass er einer mal kurz grob in die Haare greift. Sicher, der Film impliziert, dass die Mädels sich prostituieren müssen, aber selbst das sagt er nie direkt. Es dauert bis zum Finale des Filmes, bis sich wirklich mal jemand traut, die Mädels zu schlagen oder mit einer Knarre zu bedrohen. Wir als Zuschauer haben also keinen festen Griff darauf, wie schlimm die Lage der Mädels wirklich ist, weil der PG-13 Film uns weder sexuelle Übergriffe, noch physische Züchtigung gegenüber den Mädels zeigen darf.

Allgemein bleiben mir die Mädels auch einfach zu blass, wir finden ja quasi so gut wie nichts über irgendeine außer Babydoll heraus. Ein wenig mehr Charaktermomente hätten vielleicht gut getan, statt die „Tänze“ so ewig lang werden zu lassen. Ich mein, zu Beginn geben die nach ganz unterhaltsam-dumpfe Action, wenn die Mädels gegen Oni, Zombie-Nazis, Drachen oder Roboter kämpfen müssen. Doch nach einer Zeit blenden die alle zusammen, weil der Film zwar unglaublich stylisch anzusehen ist, aber eben für jede Sequenzen den genau gleichen Stil verwendet. Immer die gleichen ausgewaschenen Farben, immer die gleichen akrobatischen Einlagen, Schwertschläge und Schießereien der Mädels, die immer die gleichen knappen Kostümchen tragen. Diese Einlagen hätten entweder viel kürzer oder viel kreativer sein müssen. Und eben auch mit ein wenig mehr Wumms versehen sein können.

Ne sorry, Sucker Punch hat mich weder zum echten Nachdenken angeregt, noch mir genug brachial-coole Action geboten, als das mir die stylische aber blutleere Optik nicht nach der Hälfte langsam Ermüdungserscheinungen gebracht hätte.

suckerpunch

D-War

ava-1547Möhr Drachen, fuck yeah! D-War, auch bekannt als Dragon Wars oder D-War: Dragon Wars, um beides gleich miteinander zu verbinden, ist ein Südkoreanischer Film, auch wenn man ihm das fast nicht anzusehen mag. Denn er spielt fast komplett in Amerika mit kaukasischen Akteuren.

Es ist so, dass es eine Legende gibt, nach der alle paar Jahrhunderte ein Mädchen geboren wird, deren Berührung Schlangen in Drachen verwandeln kann. In der letzten Inkarnation hat jene sich verliebt, dann kam eine böse Armee an, hat alles mit ihren auf Sauriern angebrachten Kanonen bombardiert, weswegen sich die beiden Liebenden lieber umbrachten, als dazu gezwungen zu werden, die böse Riesenschlange in einen allmächtigen Drachen zu verwandeln.

Ethan ist die Wiedergeburt jenes Mannes, Sarah die des Zaubermädchens. Und er ist damit beauftragt, sie zu beschützen, wofür er sie allerdings zunächst ausfindig machen muss, was er erst jetzt, 15 Jahre später in Angriff nimmt, weil… warum war das noch mal? Ach ja, weil er an einer Unfallstelle eine große Schlangenschuppe entdeckt hat, die zur bösen Riesenschlange gehört.

Er findet sie dann auch, aber die böse Riesenschlange ist dann auch schon auf deren Fersen und jagt die beiden durch L.A. Und derweil hat der Anführer der Bösen, den die beiden in Alpträumen bereits gesehen haben, zur Not gleich auch noch seine ganze Armee aus schwarzen Rittern auf Dinosauriern, den Kanonen-Dinos und auch kleinen Drachen rüber gebracht, damit sie beim Auffinden helfen. Wie auch immer eine ganze Armee beim Kampf gegen die US-Army in Downtown L.A. das schaffen soll. Aber die Riesenschlange hat eh ein gutes Näschen, oder besser gesagt Züngchen, weil Schlangen ja darüber „riechen“, so dass sie die beiden immer wieder aufspürt, egal an welche neue Lokalität sie zwischen zwei Cuts gewarpt sind. Und irgendwie gelangen die dann auf das Dach des großen Hochhauses im Zentrum der Stadt, dessen Namen nie jemand weiß, aber L.A. hat halt kein ikonischeres Gebäude. Und dort stellt die Riesenschlange sie, aber dann sind sie doch wieder in den Straßen, nur um anschließend in eine Fantasywelt a la Mordor zu sein. Wie gelangen sie da noch mal hin? Auf jeden Fall benutzt Ethan dort sein Amulett, um die ganze Böse Armee zu pulverisieren, was er vielleicht schon mal etwas früher hätte machen sollen, aber die böse Riesenschlange ist noch da, jedoch schaltet sich dann aus dem Nichts eine gute Riesencobra ein, die mit ihr kämpft, was etwas verwirrend ist, weil die beiden Viecher genau gleich aussehen, nur das die gute etwas heller ist. Und Sarah opfert sich, um die Gute Schlange in den Drachen zu verwandeln, und damit ist alles gut, weil die böse Riesenschlange besiegt wird und wenn Ethan dann auch irgendwann mal den Weg alles Vergänglichen geht, sehen sich die beiden ja in der Nachwelt eh wieder.

Ach ja: Spoiler.

Wenn meine komplette Handlungsbeschreibung etwas wirr klingt, dann liegt das daran, dass D-War ein verdammt wirrer Film ist, was etwas bizarr ist, da er auch unglaublich konventionell ist. Die Handlung geht immer grundsätzlich in die Richtung, in der man sich denken kann, dass sie dorthin als nächstes gehen wird, aber die einzelnen Szenen wirken dabei dennoch irgendwo zusammenhanglos, der Schnitt des Filmes ist einfach merkwürdig, so das man sich ständig fragt, warum die jetzt wo genau sind, tun was sie tun, und ob man nicht versehentlich zwei Brückenszenen übersprungen hat. Erstaunlich verwirrend, dafür das der Film keinerlei Originalität bietet, sondern fröhlich Einklauen geht. Die Szenen mit der schwarzen Armee schauen genau wie das Finale aus, als wären sie direkt aus einem Herr der Ringe Knockoff, dazwischen haben wir Szenen, die direkt aus einem höher budgetierten Asylum-Monsterfilm stammen könnten, und für die gewisse Würze gibt es auch noch ein wenig Drahtseilakrobatik a la Tiger and Dragon in den Flashbacks.

Aber das der Film wahrscheinlich ziemlich dämlich wird kann man sich schon denken, sobald man das Cover mit der riesigen CG-Schlange, die am Wolkenkratzer hängt, sieht. Was für einen Unterhaltungswert bietet denn D-War letztendlich, wenn man das Hirn ausschaltet und das Popcorn mit Bier runter spült? Nun, ist schon ganz ok. Das Schauspiel ist leider ziemlich tot, statt erheiternd-schlecht, aber die CG-Biester sind ziemlich cool und es geht auch schön viel zu Bruch oder hält spontane Explosionen parat. Das die Kontinuität so wirr wirkt, dämpft das Vergnügen halt etwas, weil im Versuch die Lücken zu brücken das Hirn eventuell doch wieder anspringt und man den ganzen Blödsinn nicht mehr ganz so gutherzig hinnehmen kann.

Bleibt also etwas zwiespältig, aber soweit trashige Riesenmonster gehen, ist D-War immerhin unterhaltsamer, als 95% der Asylum und Syfy Produktionen, und auch besser als die langweiligeren Einträge der Kultfavoriten Godzilla oder Gamera – jedoch weit davon entfernt wirklich unter den besseren Filmen gezählt zu werden. Somit ist und bleibt die beste südkoreanische Monsteraction The Host vorbehalten.

dwar

Shark Week – Megalodon

ava-1529Der prähistorische Megalodon, größter Hai aller Zeiten und einer der größten Fleischfresser, ausgestorben vor knapp 2 Millionen Jahren, hatte in 2002 gleich zwei Filme im Repertoire. Ich schaue Shark Attack 3: Megalodon. Hauptsächlich, weil es diverse Clips aus dem Film zu solcher Popularität im Internet gebracht haben, dass genau dieser hier maßgeblich mit prägend war, dass wir mittlerweile jährlich 300 schlechte CG-Monsterfilmchen, eben häufig mit Haien in der Hauptrolle, zu verbuchen haben.

Hier ist übrigens eine fiese Organisation am Auftauchen der Viecher schuld. Genau genommen eine Energiefirma, die unterseeische Kabel zwischen den Kontinenten verlegt, was einen Megalodon an die Küste gelockt hat. Das beruht sogar auf Teilwahrheit, denn Haie nutzen tatsächlich elektromagnetische Felder, um ihre Beute aufzuspüren, und haben tatsächlich früher Kabel deswegen angegriffen, bevor man sich was dagegen hat einfallen lassen.

Ben ist ein Strandwächter im Gebiet, entdeckt einen ungewöhnlichen Zahn, und fragt per Intranetz nach, was das für ein Hai sein kann, da er ihn nicht identifiziert bekommt. Das ruft die Naturhistorikerin Cat auf den Plan, die nun endlich den Beweis erbracht sieht, dass der Megalodon eben nicht ausgestorben ist, und deswegen erst mal etwas rum lügt, was die Gefährlichkeit des Haies angeht, bis ihr jemand im wahrsten Sinne des Worte direkt vor den Augen weggefressen wird, was dann ihrem Gewissen doch einen Schnellstart gibt.

Dummerweise hört die fiese Organisation nicht auf die beiden, weswegen die zu Ökoterroristen werden, die einfach das Kabel sprengen, wenn die es schon nicht von selbst abschalten wollen. Und auch den Hai bekommen sie erlegt, doch ruft das nur die viel größere Mami auf den Plan, die den Luxusliner, auf dem unsere fiesen Fieslinge ein Meeting mit möglichen Geldgebern haben, angreift. Nachdem alle Bösen gefressen sind, kann aber auch sie endlich gesprengt werden.

Shark Attack 3: Megalodon ist einer jener Filme, der wirklich unfreiwillig komisch ist, wenn man mit Freunden und Bier bestückt das Ding anschaut, was aber absolut nichts heißen mag, denn in jener Situation ist ALLES komisch.

Denn ohne Einfluss wahrnehmungsverändernder Mittel ist das Ding bestechend langweilig. Es gibt 4 oder 5 kurze Momente, die ganz witzig sind: Der berühmte Satz, wenn John Barrowman zu seiner Kollegin meint, er wolle ihr die Muschi ausschlecken, sowie ein paar kurze, extrem schlechte Fotomontagen, wenn der Hai gegen Schluss ganze Rettungsboote schluckt. Eben all die kurzen Momente, die auf Youtube all die Clicks bekommen haben. Der Rest des Filmes ist allerdings nichts wert.

Überraschend ist zudem auch die Entscheidung, 2/3 des Filmes mit einem kleinen Exemplar des Titelgebers zu verbringen, bevor der ausgewachsene Vertreter auftaucht. Ich mein für den Hai wird sowieso nur Stock-Footage von einem Großen Weißen genommen, aber eben zunächst auch nichts dran gedreht, ihn größer erscheinen zu lassen. Der Megalodon war immerhin, je nach Schätzung (da Fische keine Knochen besitzen und im Wasser sterben, verrotten sie ziemlich schnell, weswegen man die Größe des Haies nur grob an der Maulweite und Zahngröße schätzen kann) irgendwo zwischen einem Walhai und einem Blauwal. Und dann sehen wir den Großteil des Filmes nur einen stinknormalen Weißen Hai, der wegen des Stock Footages nicht mal wirklich mit den Opfern interagiert, sondern wir nur wackelige Reaktionsshots bekommen.

Wenn ein Film so schlecht geschrieben, geschauspielert, und billig gemach ist, bleibt ihm häufig nur das „so schlecht, dass er schon fast wieder gut ist“-Label. Aber ich fand Shark Attack 3: Megalodon eben mal wieder nicht mal auf eine trashige B-Movie Art unterhaltsam, weil er mir dafür erneut a) zu langweilig war, und b) die Ambition hinter dem Projekt fehlt, welches einfach so seelenlos hingeklatscht ist. Ein weitere Killer Shark Movie, bei dem definitiv keiner der Beteiligten wirklich Lust dran hatte, einen solchen überhaupt zu machen.

megalodon

Atlantic Rim

ava-1526The Asylum macht Geld hauptsächlich durch zwei Sparten: Billige Mega-Monster-Filme a la Mega Shark, Mega Piranha oder Sharknado, zum anderen billige Mockbuster, die im Fahrtwasser aktuell angekündigter Hollywood-Streifen schnell mit ähnlichem Konzept und Verwechslungstitel auf DVD geworfen werden, a la Grimm’s Snow White, Paranormal Entity oder Snakes on a Train. Da passt der Schuh bei Pacific Rim natürlich gleicht doppelt, welchem 3 Tage vor Kino-Anlauf plötzlich Atlantic Rim im DVD-Regal gegenüberstand.

So, das Militär hat also so ein Power-Rangers-Geheimprojekt, wo sie drei Mechas gebaut haben, und drei Piloten ausbildeten, die das politisch korrekte Team bilden: der arische Anführer Red, der Schwarze Green, und die Vagina Blau. Und da ein prähistorisches Monster in einem unterseeisch konservierten Ei ausgeschlüpft ist, können die das doch gleich mal bekämpfen gehen. Nur leider ist Red die „fuck the police“ Wild Card, wie man sich das schon denken kann, weswegen er seinen Geheim-Mecha der Öffentlichkeit präsentiert, um weitere Zivilisten zu retten, was ihn hinter Schloss und Riegel bringt, da er damit die direkten Befehle seines Obersten missachtet.

Da dankenswerterweise noch ein zweites Monster schlüpft und in New York eines auf Beast of 20.000 Fathoms macht, ist er da schnell wieder raus, denn wer sonst kann dem Vieh schon den finalen Schlag geben, außer der weiß-männliche Red?

Dass Atlantik Rim ziemlich blöde sein wird, wahr natürlich abzusehen. Doch da japanische Kaiju-Filme auch nicht unbedingt vor Qualität oder Budget strotzen, sollte man meinen, hier bekäme man vielleicht dennoch einen ganz launigen B-Movie geboten. Wie bei allen Filmen von The Asylum fehlt mir aber auch hier mal wieder das Herzblut, das Gefühl, dass irgendjemand, der an der Produktion beteiligt war, wirklich diesen Film machen wollte, statt ihn einfach hinzurotzen, weil man halt den aktuellen Mockbuster schnell raushauen muss.

Kurios ist vor allem, dass es mir so erschien, als würde hier jemand das Militär auch absolut nicht mögen. Zum einen haben wir natürlich den Augenklappen-Typen, der sofort eine Atombombe auf Manhattan schmeißen will, statt den Mechs überhaupt eine Chance zu geben. Aber auch der eigentlich ganz coole Oberst des Projektes lässt Red sofort für Befehlsverweigerung wegsperren, statt wie üblich in solchen Filmen den Heldeneinsatz über die Nichtbefolgung des Befehles zu stellen. Und unsere Gruppe an Power Rangern ist sowieso unausstehlich nervtötend, mit ihrem ständigen Rumgegröhle wie so eine Bande CoD-Broskies, die die Hälfte des Filmes sich mit Alkohol begießen.

Wenn ich jetzt sagen würde, dass ich tatsächlich ein klein wenig Hoffnung hatte, dass ein Film von The Asylum doch was werden könnte, würde ich auch wieder lügen. Aber ein wenig mehr als dieses nervige Schnarchfest hatte ich dann doch irgendwo erwartet. Schon alleine, weil die Action wegen des Magerbudgets mal wieder erstaunlich wenig Zeit einnimmt, und selbst in den Kämpfen lieber In-Cockpit-Szenen von den drei Idioten in ihrem Pappkarton zeigt. Nur das selbst diese Szenen sichtlich nur Zeitfüller sind, statt was zu bereichern, so wird die Tatsache, dass Blue und Green miteinander anbandeln, obwohl Red und Green eigentlich zusammen sind, nie zu ende geführt.

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