Shark Week – Sharknado 6

Nach sechs Jahren war es also an der Zeit Sharknado ein Ende zu setzen. Jeden Sommer zur Shark Week im TV gestartet, fand sich der sechste Film als The Last Sharknado: It’s About Time auf den Bildschirmen wieder. Passt aber auch, immerhin ist das Original auf dem Höhepunkt der Zeiten für dumm-trashige Billo-Haifilme gestartet, welche seit ein paar Jahren auch schon wieder vorüber ist.

Im fünften Film ist übrigens die Welt untergegangen. Nur Hauptcharakter Fin hatte überlebt. Aber sein Zeitreisender Sohn hat ihn ebenfalls auf Zeitreise geschickt, um die Sharknados für immer auszuschalten, und damit die Zeitlinie wieder geradezubiegen. Wir starten Sharknado 6 also in der Vergangenheit. Und finden heraus, dass der Sohn so ziemlich jeden mehr oder weniger wichtigen Charakter der Franchise, der gestorben war, gerettet und auch in unterschiedlichen Zeitzonen untergebracht hat.

Das Team reitet also mal einen Flugsaurier durch die prähistorische Zeit, zieht für Merlin Exkalibur aus dem Stein, hilft Amerika im Unabhängkeitskrieg, trifft im Wilden Westen auf Billy the Kid, tanzt in den 60er Jahren am Strand „den Hai“, oder findet sich in einer Horrorzukunft wieder, die ausschließtlich von Tara-Reid-Klonen bevölkert ist. Zusammenhänge? Ja man springt halt überall hin, wo Sharknados auftauchen, um die aufzuhalten, bis man irgendwann den allerersten in 2013 hinter sich hat und alles dann irgendwie nie geschehen ist. Zumindest nachdem man dem Endboss Tara Reid gegenüberstand, die in einem Raum und Zeit kollabierenden Sharknado vom Roboterkopf einer anderen Tara Reid gelasert wird, während wichtige Persönlichkeiten (oder schlechte Schauspieler in noch schlechteren Kostümen, die signifikierende One Liner produzieren) um sie herumwirbeln.

Mein größtes Problem mit diesen Billo-Trash-Filmen ist ja immer, dass sie zu lang sind. Selbst diejenigen, die nicht einfach nur peinlich sind, sondern tatsächlich Unterhaltungsfaktor bieten, darunter zuvorderst die vorigen Sharkandos, wären alle dennoch verbessert, wenn man die 80 Minuten in 50 zusammengerafft hätte. Der letzte Sharknado ist auch nicht kürzer. Aber er hilft sich dadurch aus, dass er episodischer ist. Wenn alle 15 bis 20 Minuten eine neue Epoche beginnt, dann bringt das schon bitter nötige Kurzweil in eine Reihe, die eh schon seit mindestens drei Filmen ausgelutscht ist.

Das nichts hier Sinn ergibt, Budget für mehr statt bessere Effekte ausgegeben wird, Tara Reid nie schauspielern gelernt hat, Dialoge wie Motivationen von Charakteren absolut hirnverbrannt sind. Ja all das sollte im Prinzip eh erwartet werden, wenn man in so einen Film geht, und schon allenvoran in den sechsten in Folge. Man sollte hierbei nicht nur das Hirn abschalten, ich glaube als Schutzreaktion schaltet sich das automatisch ab. Spätestens dann, wenn der Film einen die Artus-Legende als echte Historie verkaufen will, und die herrlich chargierende Drag Queen dort ohne wirklichen Grund ständig ins Bild springt.

Für viel dummen Unterhaltsungswert ist also gesorgt. Wurde aber auch Zeit. Bestenfalls noch in Gruppe geschaut, dann ist das eh eine wahre Gaudi.