Tales from the Crypt: Season 7

ava-19221996 war es also soweit, nach 7 Staffeln und 93 Folgen gingen die Tales from the Crypt, HBOs Vorzeige-Horror-Serie, die an Gewalt, Profanität und nackter Haut bahnbrechend für ihre Zeit war, ihrem Ende entgegen. Zum letzten mal hören wir die schrecklich-schönen Wortspiele des Cryptkeepers, zumindest im Original.

Übrigens gibt es hier auch einen kleinen Bonus-Short, in dem wir Storyboard-esque durch die Panels eines Comics gereicht werden, während der Sprecher des Cryptkeepers alle Texte liest, inklusive der Charakterrollen. Einfach herrlich komisch, davon würde ich ein komplettes Spinoff mir ansehen.

In Fatal Caper neigt sich das Leben eines reichen Lords gen Ende, allerdings will er sein Vermögen nicht den beiden nutzlosen Söhnen vermachen, sondern lieber dem vor 15 Jahren verstoßenen. Also lässt er von der neuen Anwältin ins Testament schreiben, dass sie jenen finden müssen, um ihren Anteil zu erben. Seltsamerweise aber auch, dass sollte nur ein Sohn überleben, egal welcher es ist, jener alles erbt. Und dann ist eigentlich schon klar, was die Wendung am Ende der Folge sein wird, war aber dennoch ganz cool. Mit und von Bob Hobkins (Who Framed Roger Rabbit, Super Mario Bros.)

Drei Schwestern in Last Respects haben Geldprobleme, weil der Magieladen, den sie von ihrem Vater geerbt haben, nicht so läuft. Da finden sie eine Gorillapranke, bei der man sich bekanntlich drei Wünsche erfüllen lassen kann. Wissend, dass dies nie gut endet, machen sie es trotzdem. Regie führte übrigens Freddie Francis, der dies nicht nur bei einigen Hammer-Draculas tat, sondern auch beim Tales from the Crypt der 70er.

Die Schriftstellerin in A Slight Case of Murder wird von ihrer penetranten Nachbarin, die ihr trotz akuter Talentlosigkeit nacheifern will, belästigt. Aber auch von ihrem Ex-Ehemann und ihrem Verehrer, ein Liebesdreieck, welches tödliche Folgen hat. Zumindest nachdem alles so schräg wurde, dass ich fast dachte, die Auflösung am Ende ist, dass dies ein Script für ein neues Buch sei.

Es ist Zweiter Weltkrieg in Escape, und ein Kerl im Gefangenenlager versucht sich einzuschleimen, indem er die Fluchtpläne anderer auffliegen lässt. Kommt nicht so gut an, und Karma ist sowieso eine Bitch, gerade wenn er dann selbst eine Flucht begehen muss.

Horror in the Night bietet einen Juwelenräuber, der sich mit der Beute absetzen will, statt sie seinem Boss zu bringen. Dabei wird er angeschossen, was im Unterschlupf in einem heruntergekommenen Hotel zu einem ziemlich Lynch-igen Delirium führt, mit endlosen Korridoren, blutenden Wänden, und einer mysteriösen Verführerin. Regie führte Russell Mulcahy, der dies neben weiteren Episoden auch bei Resident Evil: Extinction und den ersten beiden Highlandern tat.

Ich musste etwas überlegen, bevor mir aufgegangen ist, an wen mich Ewan McGregor in Cold War erinnerte: Robert Patinson in Twilight. Der gleiche schlechte Haarschnitt, das gleiche verhässlichende Make-Up. Gibt sogar einen Close Up einer Disco-Kugel in der Folge. Und damit lag ich dann der Wendung gegen Ende fast nahe. Übrigens von Andrew Morahan, der den dritten Highlander beisteuerte.

The Kidnapper, bevor er zum Kidnapper wurde, war ein Kerl, der an Weihnachten ein ganz besonders großes Geschenk bekam: Eine Schwangere (Julia Swalha aus Absolutely Fabulous!). Der Mittellosen bietet er seine Wohnung an, doch sobald das Baby auf der Welt ist, würde er es am Liebsten los werden, stört das Balg doch nur die eingebildete Romantik.

Report from the Grave war ziemlich verwirrend. Zuerst denkt der Forscher seine Freundin hintergeht ihn und bringt sie um, dann findet er (natürlich) heraus das sie nur helfen wollte, dann gibt es einen Jaccob’s Ladder Traum, und plötzlich bringt er sie von den Toten wieder, oder doch nicht? Wenn es eine Folge gibt, die definitiv eher die 50 Minuten eines Masters of Horror gebraucht hätte, statt nur 25 eines Tales from the Crypt zu haben, dann diese.

Daniel Craig in Smoke Wrings ist trotz fehlender Erfahrung der neue Angestellte in einer Werbefirma, da er mit seinem kleinen Gerät Leute manipulieren kann genau das zu kaufen, was er anpreist. Geschichten über Gehirnwäsche laufen nämlich nie schief für die Puppenspieler.

About Face dreht sich um einen Pfarrer, der außerehelichen Versuchungen nicht widerstehen kann. Da er nicht katholischer Priester, sondern evangelischer Pfarrer ist, steht er allerdings dummerweise nicht auf kleine Jungs, sondern ausgewachsene Frauen. Und die können blöderweise schwanger werden. Irgendwann hat er dann auch Zwillings-Töchter vor der Türe stehen.

Ein Serienmörder, den Frauen den Kopf abtrennt geht um. Eddie Izzard ist Hauptverdächtiger, bestreitet allerdings die Taten begangen zu haben, statt die gewollte Confession abzugeben. Stattdessen kommt er mit einem ganz anderen möglichen Mörderprofil.

Ear Today… Gone Tomorrow dreht sich um einen Glücksspiel-süchtigen Safeknacker, der Schulden hat, aber durch einen Hörschaden auch seiner unehrlichen Profession nicht mehr nachgehen kann. Bis die Tusse seines Bosses ihm ein unwiderstehliches Angebot macht, inklusive Eulen-Gehör.

The Third Pig ist die letzte Folge der Staffel, und bekanntlich machen die Finale gern etwas besonders. Im hiesigen Falle gibt es gleich zwei Gimmicks. Zum einen basiert sie mal nicht auf einer Handlung aus einer der übliche Comic-Reihen, sondern auf Die drei kleinen Schweinchen der Gebrüder Grimm (es wird sogar gereimt) – zumindest lose, denn eine gute Dosis Frankenstein ist beispielsweise auch drin zu finden. Dann kommt noch hinzu, dass dies hier eine Zeichentrick-Folge ist. Leider hat man die Chance verpasst die Cryptkeeper-Segmente im gleichen Stil zu gestalten. Übrigens sind sowohl an Regie wie Synchronsprecher viele relativ bekannte Namen dabei, die teilweise selbst schon in Disney-Produktionen steckten.

Überraschend ist, dass die Serie für diese Staffel nach Großbritannien reist. Dort wurde nämlich diesmal gefilmt, was auch die vielen britischen Akteure erklärt. Ich persönlich frage mich ja, ob das schlichtweg daran liegen mag, dass es dort billiger zu produzieren war. Denn ganz ehrlich gesagt sieht die Staffel häufig etwas biederer und billiger aus als die Vorgänger, gerade was die Effekte und dadurch den Gewaltgehalt angeht, ist sie doch mit wenigen Ausnahmen sehr handzahm geworden. Wobei dann The Third Pig das größte Gorefest der ganzen Serie bietet, aber da eben alles so cartoonig ist, kommt die Folge damit weg, sowie ist es natürlich wieder nicht so viel kostend. Ich mein, die Succubus-Schwingen in Horror in the Night könnten kaum billiger aussehen, das zerfetzte Gesicht von McGregor ist so steif er kann kaum reden, und häufig sieht man die Blutpackete unter der Kleidung von Schussopfern in Spe ziemlich deutlich.

Deswegen setzen viele Folgen wohl auch stärker auf den eh schon immer vorhanden gewesenen schwarzen Humor, statt auf die Horror-Elemente. Was ja mit dem britischen Akzent gut passt. Mir persönlich war das schon gefällig. Wobei zwei meiner Lieblingsepisoden, Horror in the Night und Report from the Grave zwei der seriöseren Episoden sind, und weitestgehend es schaffen geschickt dennoch ihre Alptraumszenarien gut in Bilder zu packen.

Unterm Strich war es natürlich wie immer: Ganz nette Horror-Unterhaltung in kleinen Happen, natürlich nicht mehr so Bahnbrechend wie in 89-96, aber ganz nostalgisch charmant besonders durch seinen Horror-Host Cryptkeeper.

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New Tales from the Cryptkeeper

ava-1920In den späteren 90ern ging es langsam gen Ende entgegen mit den Geschichten aus der Gruft. Der Cartoon endete 1994, 1996 die Hauptserie sowie der vorerst letzte Film. Doch so ganz unbeliebt ist der Cryptkeeper mit den Kiddies nicht gewesen, also gab es erst mal eine Game Show. Und dann 1999, als man jede Menge älterer Cartoons unter hässlicherem Charakterdesign neu aufleben lies, auch die New Tales from the Cryptkeeper.

Sharon Sharalike ist eine Puppe. Und zwar eine Puppe, die zwei Schwestern geschenkt wird, die vom Alter her eigentlich viel zu weit auseinander sind, um die gleichen Interessen an Spielsachen zu haben. Die Ältere ist dann auch wie jeder Teen ziemlich egoistisch, und teilt die ihrigen mit ihrer kleinen Schwester nicht, auch wenn sie selbst gar kein Interesse mehr an ihnen hat. Als sie allerdings Sharon Sharalike versteckt, hört sie die ganze Nacht über deren Geräusche. Statt dies zur Kinderversion von Poes A Tell-Tale Heart zu machen, wird es dann aber eher die von Child’s Play, bis sie ihre Lektion gelernt hat. Der Hund der Familie ist ja mal ein Highlight.

In Imaginary Friends zieht ein Mädchen in eine neue Nachbarschaft, und statt sie zu befreunden verbringen die gelangweilten Nachbarsjungen lieber die Zeit damit, sie zu ärgern. Zumindest bis sie Bekanntschaft mit einem nicht so ganz imaginären Freund macht, der den beiden eine Lektion in Gastfreundschaft gibt.

Waste Not, Haunt Not sieht zwei Wissenschafts-Nerds, die wie alle Nerds in Medien bebrillte Asthmatiker sind, sich nur in gekünstelten Sätzen ausdrücken können, allerdings einen angenehmen Selbsthumor mitbringen, die ihr neuestes gescheitertes Experiment ganz entgegen der Vorschriften, an die sie sich eigentlich so gern halten, im nahen See versenken. Also kommt der Blob vorbei, um es ihnen zurückzubringen. Keine Ahnung, warum er ausgerechnet bei den beiden die Karma-Bitch spielen wollte, dem See nach zu urteilen versenkt eh die ganze Stadt ihren Müll hier.

Auch in Unpopular Mechanics haben wir einen Begabten, und zwar was den Erfindungsgeist angeht, allerdings einen möchtegern-coolen, weswegen er das eher zum Vandalismus an technischen Maschinen nutzt. Bis jene zurück schlagen.

Competitive Spirit bietet eine Gruppe Teens, deren Sprecher man vergessen hat zu sagen, nicht wie 40-Jährige zu klingen, die zum Training auf einen Berg fahren, während sie sich Geistergeschichten erzählen. Ausgerechnet Vincent erzählt eine von einem Bergsteiger, dessen Konkurrent bei der Erstbeteigung ihm des Ruhmes wegen nicht half, weswegen dessen Geist das Skigebiet nun heimsucht – dabei ist Vincent selbst absolut Geltungssüchtig und kann nicht verlieren. Also muss der Geist ihm das beibringen.

Die ewig lächelnden Schaufensterpuppen mit der Hal-9000 Stimme aus Trouble in Store werden lebendig, um zwei Ladendieben eine Lektion zu erteilen.

In So Very Attractive bekommt eine von Schönheit besessene eine Creme, die sie zum attraktivsten Mädchen der Schule macht, selbst noch vor Lumpy Space Princess. Nur das die enorme Anziehungskraft sich auch auf ungewollte Dinge auswirkt… also weniger Serienvergewaltiger und Mörder, die sich Kostüme aus schöner Mädchenhaut schneidern, sondern mehr in Richtung der von ihr so verhassten Insekten. Und Zombies.

Drawn and Quartered nutzt einen gehänselten Künstler-Schwächling, der einen Zauberfüller bekommt, durch den alle seine schlechten Kritzeleien wahr werden, dazu, um sowohl den Fieslingen das Mobben abzugewöhnen, wie dem Schwächling den Wunsch nach Rache.

All Booked Up ist natürlich die reading matters Episode, in der ein Lesemuffel in die Klassiker Frankenstein, Der Mannin der eisernen Maske, und Tom Sawyer gezogen wird, und die Abenteuer so toll findet, dass er nun auch Bücher lesen wird. Wobei das Ding schon etwas wackelt, jemanden alleinig dafür zu bestrafen, dass er nicht gern liest. Er ist weder ein Arsch, noch gemein zu den Leseratten, noch sonst was, macht sogar wenn auch etwas missmutig seine Literaturaufsätze, er liest nur privat für sich nicht. Daher ist die Folge eigentlich nah dran jemandem vorschreiben zu wollen, was er als Hobby zu mögen hat. Aber na ja, letztendlich nimmt es eben doch mehr den Anflug davon, dem zumindest eine Chance zu geben, und dann wird es dir schon gefallen, und weniger es ist ein Muss.

Town Gathering ist ein weiterer Klassiker, nämlich die übliche Boy Who Cried Wolf Folge. Nur mit einem Mädel und Aliens. Weil man einem Teenager, der von einer Alien-Invasion schwafelt natürlich Glauben schenken würde, wenn sie eine bessere Reputation ob ihrer Ehrlichkeit hätte.

Es ist Weihnachten in der im November ausgestrahlten Episode It’s For You, und unser Protagonist bekommt sein eigenes Telefon von seinen Eltern geschenkt. Voraussetzung: Keine Scherzanrufe bei Moe, um zu fragen, ob sein Kühlschrank läuft. Genau die macht er, und erntet dann selbst Telefonterror. Und noch Schlimmeres, als er dem Anrufer auf den Grund geht.

Too Cool For School klingt schon nach der Schulschwänzen ist schlecht Folge. Tatsächlich tun die beiden Mädels das auch, besonders weil sie den amerikanischen Scheißt mit dem Frosch auseinandernehmen verständlicherweise nicht machen wollen, aber ganz allgemein finden die beiden Teens Regeln mal so voll uncool. Also verschütten sie die Dinosaurier-DNA, die in der Schule lagert (wat?), die sich mit den Froscheiern zu Frosch-Dino-Mutanten vermischen (wat??), um den beiden beizubringen, dass Regeln aus einem guten Grund bestehen. Meistens.

Was ich ja richtig witzig an den (meisten) Episoden finde, ist, dass die Moral von der Geschichte sich häufig in „(gelangweilte) Teens sind echte Arschlöcher“ summieren lässt. Nix neu im Westen.

Ansonsten, eh, ganz schaubar wahrscheinlich, manchmal sitzt sogar ein Witz oder zwei, aber ist halt weiterhin ein eher generischer Saturday Morning Cartoon. Und unglaublich billig anzusehen was die Animationen angeht. Das merkt man aber eh schon bei Opening, welches keine extra dafür erstellte Sequenz mehr aufbietet, sondern Versatzstücke aus Episoden der drei Staffeln zusammenklatscht, zu einem schlecht geloopten TftC-Theme, welches eigentlich lang genug gewesen wäre, wenn man nicht nur dessen Mittelteil nutzen würde.

Tales from the Crypt: Season 6

ava-1696Nach den Gruftgeschichten der Marke Baby’s First Horror Stories, geht es nun an die richtige Serie mit ihren Tales from the Crypt für… nun Teenager zumindest, in ihrer sechsten und vorletzten Inkarnation.

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass Amerikas Staaten teilweise irrsinnige, antiquierte Gesetze und Strafmaße haben, die nur keiner mehr wirklich durchsetzten würde, und auch Richter erstaunlich viel Spielraum haben, teilweise überzogene Strafen aushändigen, um Exempel zu statuieren. Damit spielt Let the Punishment fit the Crime, in dem sich eine beinharte Anwältin (Catherine O’Hara) plötzlich wegen einer Lappalie vor dem stricktesten Gericht der stricktesten Kleisntadt Amerikas wiederfindet, und das auch noch mit einem unfähigen Verteidiger (Peter MacNicol).

In Only Skin Deep haben wir einen prügelnden Ex, der sich nach einem Kostümfest auf einen One Night Stand einlässt – keine Namen, keine Gesichter hinter der Maske. Nur ist der Fick dann so gut, dass er doch mehr will, und sich gar nicht gefallen lässt, dass die Partnerin immer noch nichts von ihm will. Wäre er doch nur einfach mal nach Hause gegangen. Director: William Malone (House on Haunted Hill, Masters of Horror).

Whirpool hingegen bringt uns in die Redaktion der Tales from the Crypt, in der eine Comic-Zeichnerin gerade gesagt bekommt, dass ihre Geschichte uninteressant und das Twist-Ending scheiße ist. Was sie noch nicht weiß ist hingegen, dass sie sich in einer uninteressanten Murmeltier-Geschichte befindet, die ein beschissenes Twist-Ende hat. Director: Mick Garris (Critters 2, Psycho 4, Masters of Horror).

Operation Friendship hat nichts mit Final Fantasy VIII zu tun, ist aber genauso schlecht. Ein unterdrücktes Computer-Genie (Tate Donovan) wird von seinem Boss ausgenutzt, bandelt mit der Psychologen-Nachbarin an, und hat einen super nervigen imaginären Freund, der die komplette Episode ruiniert.

Revenge is the Nuts bietet einen sadistischen Leiter einer Blindenanstalt, der seine Patienten misshandelt, bis die ihm ein Saw-Finale spendieren.

In The Bribe versucht ein Brandschutzinspektor (Terry O’Quinn) einen Strip-Laden dicht zu machen, weil die seine Tochter (Kimberly Williams-Paisley) beschäftigt hatten. Doch als jene Tochter ihr Studiendarlehen verliert, muss er deren Bestechungsversuche doch annehmen. Was nicht bedeutet, dass er sie einfach so davon kommen lässt. Interessant hier ist vor allem die Musik und die Optik, die nicht ganz so bieder TV wie üblich sind, fast ein wenig Lynch-ig.

The Pit liefert zwei Kickboxer, deren Fehde berühmt-berüchtigt ist. Dabei mögen sich die beiden Kerle eigentlich und die wahren Streithähne sind ihre Frauen, die auch ihre Manager geben. Sogar zu einem Malaysian Death Match melden die beiden ihre Männer an. Mit Mark Dacascos und Wayne Newton.

Der Cryptkeeper bekommt Besuch vom Grim Reaper (William Sadler) und erzählt uns The Assassin, in dem eine perfekte Hausfrau plötzlich Besuch von den Ex-Kollegen ihres Mannes bekommt, die ihn umlegen wollen. Doch hat Blondie selbst natürlich ihr eigenes Geheimnis (bei dem ich wie immer daran zweifle, dass irgendjemand es nicht innerhalb von Minuten raus hat). Mit Corey Feldman.

Staired in Horror bringt einen vor dem Sheriff (R. Lee Ermey) flüchtenden Mörder in das Haus einer einsamen Alten, die eindeutig nur auf alt geschminkt ist, und sich anschließend nicht als so einsam oder alt herausstellt.

In the Groove bietet einen Radio-Moderator einer sexy Late Show, dessen Quoten unterirdisch sind, bis er eine neue Co-Moderatorin bekommt. Doch nach dem anschließenden Aufschwung fordert sie ein breiteres Talk Spektrum, gibt damit seiner Schwester und Stationsleiterin den perfekten Grund ihn zu feuern. Mit Miguel Ferrer, Wendie Malick und Slash (der Guns ’n Roses Slash, yepp).

Kerl verbrennt frisches Testament seines verstorbenen Vaters, weil er ihm darin die Farm nicht mehr vermachen will. Also erbt er sie doch, bekommt aber direkt erzählt, darauf soll es spuken. Das muss er doch mal untersuchen gehen, trifft aber nur die Titel-gebenden Surprise Party an, die verdächtig nach 70s und Kerosin stinkt.

Zwei Krankenhaus-Wachmänner treffen auf den Doctor of Horror, der Leichen stiehlt, und sie dann aufschneidet, weil er auf der Suche nach der Seele ist. Bis er zum Schluss kommt, dass sie sich zu schnell verflüchtigt, und nur auffindbar sein wird, wenn noch lebende Menschen unters Skalpell kommen. Hah! Eine der wenigen Folgen, an die ich mich noch erinnere, da mich die Seelen-Thematik als Halbwüchsiger echt interessiert hatte. Mit Hank Azaria, Austin Pendleton und Ben Stein.

Comes the Dawn liefert zwei Soldaten (Michael Ironside), die Urlaub in Alaska machen, um dort illegal Bären jagen zu gehen. Deren Führerin (Vivian Wu) lotst sie in ein verlassenes Gebäude, versucht sie dort gegeneinander auszuspielen, und als dies nicht funktioniert zieht sie andere Seiten auf. Definitiv die bisher witzigste Folge der Staffel mit den schrägen Charakteren und Dialogen.

99 & 44/100% Pure Horror ist kein unsinniger Untertitel zu einem Kingdumb Hearts, sondern der Gore-lastigsten Episode der Staffel. Und ich war schon überrascht, wie Handzahm Season 6 bisher gewesen ist. Eine Künstlerin ist auf dem absteigenden Ast, und das Verpackungsdesign fürs Seifenunternehmen ihres Ehemannes darf sie auch nicht mehr machen. Also bringt sie ihn um, per Seife, und verwandelt ihn dann selbst in welche. Mit Bruce Davison.

Die finale Episode, You, Murderer, zeigt uns auch ziemlich schnell ihr Gimmick: In der Anmoderation teilt sich nämlich der Forrest Gump parodierende Cryptkeeper tricktechnisch eine Bank mit Alfred Hitchcock. Die Hauptepisode, in der ein Verbrecher sich das Gesicht verändert lassen hat, um der Polizei zu entkommen, dann aber vom besten Freund und Ehefrau reingelegt wird, hat nämlich Humphrey Bogart als Schauspieler in der Hauptrolle, inklusive berühmter Quotes. Da ging also das ganze Special Effects Geld hin, welches den Gore aus den meisten Episoden vertrieben hat! Besonders überzeugend ist das Ding sowieso nicht, der Großteil der Folge ist im POV gedreht, wenn Bogart dann in einer spiegelnden Fläche auftaucht, sieht es billig aus und hat so gut wie keine Bewegung, weder Blinzeln noch Körpergestik und die Mundbewegung überzeugt sicherlich nicht. Hätte man vielleicht lieber ein Double nehmen sollen, hätte auch Kosten gespart. Das Voice Over geht auch gewaltig auf den Keks nach einer Weile. In weiteren Rollen: John Lithgow und Isabella Rossellini. Director: Robert Zemeckis (erklärt den FX-Hang der Folge).

Und damit sind wir auch am Ende der 15 Folgen der vorletzten Staffel Tales from the Crypt angekommen. Wie immer enorm kleine Horror-Happen für Zwischendurch, mal besser mal schlechter umgesetzt, häufig etwas zu durchschaubar für Geschichten, bei denen die Wendung alles ist. Auf der Gut-Ok-Meh-Skala haben wir diesmal immerhin 4 Gut-Folgen, 5 Ok-Folgen, und 6 Meh-Folgen, was ein doch ordentlicher Schnitt ist, immerhin ist damit über die Hälfte der Staffel nicht-Meh. Das zurückschrauben der FX war allerdings schon etwas schade.

Tales from the Cryptkeeper S2

ava-1695Nach 13 Folgen in 1993 ging es direkt im nächsten Jahr weiter mit erneuten 13 Folgen, bevor die animierte Version der Tales from the Crypt erst Mal auf Eis gelegt wurde. Die erste Staffel war ja nicht so der Renner, und Besserung verspreche ich mir eigentlich auch mal gar nicht, aber wer weiß, vielleicht werde ich ja überrascht von den Gruftgeschichten für Kinder.

Die erste Folge verschwendet dann auch gleich die Hälfte ihrer Laufzeit auf die Einführung des roten Fadens der Staffel: Die Hexe und der Vaultkeeper (eine Anspielung dahin, dass ein Großteil der Tales from the Crypt TV-Serie eigentlich aus den Vault of Horror Comics kommen?) wollen die Show dem Cryptkeeper abluchsen, weswegen jener sich auf Reise begibt, um seine Geschichten in Ruhe zu erzählen. An das Setup erinnere ich mich gar nicht mehr, muss ich wohl verdrängt haben. In der eigentlichen Geschichte, Game Over, haben wir die „Schulschwänzen ist schlecht“ Moral, denn zwei Jungs gehen lieber den Videospielen nach, die daraufhin einfach real werden. Mit zugegeben dem netten Twist am Ende, dass dies selbst nur ein Videospiel ist, welches von Monstern gespielt wird. Oh so meta! Genau genommen wäre dies eine Folge gewesen, die ich als Kind echt toll gefunden hätte, schon alleine wegen der vielen verschiedenen darin auftauchenden Monster.

In der nächsten Episode ist der Cryptkeeper dann am Strand, wo er direkt von der Hexe aufgespürt wird, die uns Cold Blood, Warm Bodies erzählt. Ein Seemonster geht um, eine Forscherin will es aufspüren, während ein Fischer es fangen/umbringen will, und am Ende war es der transmorphierte Love Interest, was gut ist, denn die Forscherin ist auch eins. Ok, die Geschichte war ganz niedlich. Das ich mich an die zweite Hälfte, des Cryptkeepers The Spider and the Flies als Arachnophobiker gar nicht mehr erinnere, ist schon interessant, geht es immerhin um eine Kleinstadt, die von einer Spinnenplage überrannt wird, angeleitet von deren als Einfänger verkleideten Königin. Moral ist, dass kleine Schwestern auch toll sind, übrigens. Und in der vorigen… äh, werft keinen Müll ins Meer?

Ab Episode 3 sind wir dann schon wieder zurück in der Gruft des Cryptkeepers, wahrscheinlich weil es kosteffektiver ist, für die Intros und Outtros die gleichen Hintergründe wiederverwerten zu können. Erneut haben wir es mit zwei Geschichten zu tun: The Avenging Phantom erzählt von einem Weichei, das sich einen Rächer herbei ruft, um alle, die fies zu ihm waren, zu bestrafen; Myth Conceptions hat einen Archäologen, der Medusa um ihr goldenes Perseus-Schild bringen will. Biblische Moral ist diesmal wie Jesus lieber die andere Wange auch hinzuhalten (und was hat’s ihm gebracht, Tod per Kreuzigung), und Habgier ist eine Sünde?

Als nächstes ist der Vaultkeeper dran mit All the Gory Details, in dem eine junge Reporterin und ein alter Kollege auf der Suche nach Dr. Frankenstein sind. Wenn Frankenstein seine Kreaturen genug gemocht hätte, um ihnen ein Leben im Privaten, ab der urteilenden Gesellschaft zu ermöglichen zumindest. Und Mr. Kollega darf lernen, dass Sexismus nicht Ok ist, mmmmkay.

The Weeping Woman bringt uns die beiden Vampir-Fangirls aus der ersten Staffel zurück. Nur hat die eine ihre Begeisterung aufgegeben, während die andere auf alles Übernatürliche ausgeweitet wurde. Bietet sich auch direkt die perfekte Gelegenheit die Geister einer Mutter und ihrer Tochter wieder miteinander zu vereinen.

Dead Men Don’t Jump ist dann die super hip Folge. Kerl meint er braucht die Schule nicht, da er es schnell zum Profi-Basketballer schaffen wird, bis ihn der Tod zu einem Match herausfordert, und sein Nerd-Bruder ihn rausboxen muss. Weil harte Arbeit > schnelles Glück (und scheinbar auch Talent). Die Folge wäre mir selbst als Kind zu doof gewesen.

The Haunted Mine hat alle möglichen Sachen am Gehen: Einen Großstadtjuppie, der seine alte Tante von der Farm holen will; eine Miene voller Monster, die wiedereröffnet werden soll, und in der alle verschollen gehen; und eine alte Liebe, die zurück kehrt. Plus die Moral, das Alter nicht gleich Gebrechlichkeit bedeutet, auch wenn es die zickige Omi war, die überhaupt erst alle in die Scheiße geritten hat.

Growing Pains hat einen Pflanzen-Nerd, der seine Nerdette trifft, die jedoch ein Geheimnis hütet: Sie selbst ist eine Pflanze. Ist natürlich supi, immerhin fühlt er sich sexuell zu jenen hingezogen. Ende Gut, Alles Gut. Interessant, dass ich mich auch an jene Folge nicht erinnern konnte, wo ich doch als Kind auch total auf Pflanzen war. Seltsam an jenen „fühle für den Nerd, hasse die Bullies“ Folgen ist aber immer, dass sie die Nerds auch zu so unsympathischen Idioten machen, dass man fast nachvollziehen kann, warum sie gehänselt werden.

The Brother’s Gruff präsentiert einen jüngeren Bruder, der immer seinen Kopf für den Ärger seines älteren Bruders herhalten darf, und welcher von einem Troll gejagt wird, nachdem er dessen Brücke überquert hat. Netterweise schnappt sich der Troll allerdings den Älteren, dummerweise geht der Jüngere ihn retten. Weil Blut hat eine schönere Farbe als Wasser oder so. Interessant ist vor allem, dass die ganze Folge vom Hauptcharakter trocken aus dem Off kommentiert wird, wie eine Noire-Detektivgeschichte.

Onkel Harry in Uncle Harry’s Horrible House of Horrors ist eine Spaßbremse, bis er in einem Gruselkabinett echtem Horror gegenübergestellt wird. Anschließend meint die Folge dann, dass er kein PTSD hat, sondern raus fand, wie man Spaß hat. Als Kind hätte ich die Folge gemocht, als Erwachsener geht mir der Enkel aber so was von auf den Geist.

Hunted ist die „Wilderei ist schlecht, mmmkay“ Episode, in der der Jäger zum Gejagten und dann wieder zum Jäger wird. Weil es natürlich spannender ist, als eine Folge darüber, dass das Vordingen des Otto-Normal-Menschens in diese Lebensräume, mittlerweile viel mehr Tierarten auf dem Gewissen hat, als einfach als böse identifizierbare Jäger, die für den Trophäen-Schwarzmarkt arbeiten. Ich liebe es ja an solchen Geschichten immer, wie die Wilderei den Eingeborenen-Führern nicht mal vormachen, dass sie das Wildleben für irgendwas fangen, außer um sie umzubringen.

Chuck and Melvin and the Beanstalker ist die dritte Folge, die Charaktere aus der vorigen Staffel zurückbringt. Diesmal dürfen die beiden ungleichen Zwillinge aus Dornröschen es mit der Bohnenstange und dem Riesen an deren Ende aufnehmen. Wie schon in der ersten Staffel schon alleine deswegen versaut, weil beide Charaktere unerträglich sind.

Tansylvania Express hat zwei Surfer Dudebros, denen man nach einer halben Minute bereits nicht mehr zuhören will, in Österreich gestrandet, weil sie’s mit Australien verwechselt haben. Dort tragen alle Lederhosen, essen Sauerkraut, und sprechen in gutturalen Lauten – und Vampire und Werwölfe gibt es auch noch! Und die Moral von der Geschichte: Andersartige sollte man nicht vorverurteilen, auch wenn alle Ausländer schräge Freaks sind.

Ugh. Zu Anfang fand ich die Staffel marginal besser, was wahrscheinlich auch an den kürzeren Geschichten liegt, durch die mehreren Doppelfolgen und allgemein weniger Spielzeit wegen des Intro/Outtro Slapsticks mit nun 3 Charakteren. Aber die letzten paar Folgen, wow sind die schlecht. Und damit: Goodbye Boils and Ghouls

Tales from the Crypt: Season 5

ava-1586Hallo Kiddies, nach einem kurzen Abstecher in die Cartoon-Version, oder zumindest deren erste Staffel, geht es nun weiter mit den im gleichen Jahr ausgestrahlten 13 Folgen der fünften Staffel der Erwachsenen-Serie.

Death of Some Salesman: Der Trickbetrüger von einem Verkäufer gerät an die falsche Familie, die ihn einsperren und der hässlichen Tochter zum Angetrauten machen wollen. Alle drei Familienmitglieder sind übrigens von Tim Curry gespielt. Tatsächlich eine ziemlich tolle Episode zum Einläuten der neuen Staffel, schwarz-humorig, wendungsreich, und mit einem tollen Curry. Regie führte Gilbert Adler, der meist eher als Produzent auftritt, beispielsweise von 13 Geister, Superman Returns und Operation Walküre.

As Ye Sow: Alte Geschichte vom reichen Ehemann, der eine junge Frau heiratet, denkt sie sei im untreu, was natürlich nicht stimmt, aber ihn dennoch ins Grab bringt. Interessant an der Folge ist vor allem, wie sehr sie mit selektiver Wahrnehmung spielt. Sobald er erst mal auf dem Trichter ist, dass sie untreu sein muss, macht er es dem Detektiv einfach, ihn weiter ins Hirngespenst zu reden. Die Dinge, die der Priester sagt, klingen alle zweideutig und ihn verspottend. Selbst die Fotos sehen plötzlich anders aus, verdächtiger. Regie führte übrigens Kyle MacLachlan, den man als Schauspieler solcher Meisterwerke wie Dune, Twin Peaks und Showgirls kennt.

Forever Ambergris: Fotograf von Kriegsgebieten verliert sein Auge für das, was sich verkauft. Also schickt er den neuen aufstrebenden Nachwuchs (Steve Buscemi), der ihn anhimmelt, in ein verseuchtes Gebiet, um anschließend dessen Fotos für die seinen auszugeben. Mäßige Folge, aber die erste mit schön fiesen Gore-Effekten.

Food for Thought: Gedankenleser-Clown im Zirkus misshandelt seine Frau und wird eifersüchtig, als jene mit dem Feuerspucker anbandelt. Also bringt er ihn um, versucht seine Frau wieder unter Gedankenkontrolle zu bekommen, nichts ahnend, dass die Verbindung die ganze Zeit mit dem Gorilla bestand, statt mit ihr. Mit Ernie Hudson und Phil Fondacaro.

People Who Live in Brass Hearses: Ex-Knasti stiftet seinen zurückgebliebenen Bruder an, dessen Arbeitgeber auszurauben und gleichzeitig noch demjenigen eine Lektion zu erteilen, der seine Dieberei damals verpetzt hat. Leider läuft das aus dem Ruder, wenn der Bruder anfängt, Leute zu erschießen. Scheint zunächst wie eine weitere Durchschnittsfolge, aber Mensch was für ein geiles Ende. Auch niedlich so kleine Side-Jokes wie das der Ex-Knacki eine Obsession mit Butter hat oder sein Bruder den Comic „Jesse James vs Predator“ ließt. Mit Brad Dourif und Michael Lerner, Regie Russell Mulcahy (Highlander 1&2, RE: Extinction).

Two for the Show: Frau will Mann verlassen, Mann killt Frau im Affekt, Nachbar ruft wegen Lärm die Polizeit, Polizist kommt vorbei, Polizist findet keine Leiche, Polizist taucht überall dort auf, wo Mann die Leiche von Frau loswerden will. Eine jener Folgen, bei der man sofort denkt die Überraschung fürs Ende raus zu haben, die aber doch mit einem herrlich fiesen Ende überrascht, weil es dann eben nicht ganz so wie gedacht kommt. Aber Himmel, was für nervig lautes Schmatzen in der Speisewagon-Szene.

House of Horror: Ein Hazing-Ritual einer Studentenverbindung findet in einem Spukhaus statt, nur verschwindet ein Anwärter nach dem Anderen. Eh, war ganz ok. Mit Wil Wheaton und Brian Krause.

Well Cooked Hams: Schlechter Zauberer, der seinen Mentor umgebracht hat, stiehlt bei einem anderen Zauberer einen Trick, der ihn berühmt macht, und bringt jenen natürlich auch um. Meh. Aber mit Billy Zane, Martin Sheen und Ex-Bondgirl Maryam d’Abo.

Creep Course: Football-Jock überredet Mauerblümchen-Nerdette dazu, den Ägyptologie-Professor auszutricksen, nichts ahnend, dass der eine lebende Mumie im Keller hat. Die Folge hat definitiv ein paar nette Momente gegen Ende, und sollte wohl insgesamt nicht allzu ernst genommen werden, sondern ist ziemlich campy, inklusive enormer Logiklücken. Ich mein, die Mumie versteht Englisch? Der Kerl, der nur gut im Sport ist, wählt ausgerechnet Ägyptologie als Leistungsfach? Sicher. Mit Jeffrey Jones, Regie Jeffrey Boam, der eher als Schreiber solcher Screenplays wie Indiana Jones and the Last Crusade oder der Lethal Weapon Sequesl bekannt ist.

Came the Dawn: Das Fahrzeug einer gefährlichen Kleinkriminellen (Brooke Shields) bleibt nachts im Regen liegen, und ein netter, gebildeter Geschäftsmann lässt sich dazu überreden, sie für die Nacht mit in sein Blockhaus zu nehmen. Eine wirklich coole Episode, die sogar noch cooler wäre, wenn nicht nach 5 Minuten klar wäre, dass es sich hierbei um Psycho handelt. Regie führte übrigens der Deutsche Uli Edel, von dem auch Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, Der kleine Vampir und Der Baader Meinhof Komplex stammt.

Oil’s Well That Ends Well: Trickbetrüger und seine Lady wollen eine Gruppe Hinterwäldler um ihr Geld bringen. Doch wer betrügt hier wirklich wen? Ok Episode mit Alan Ruck, Lou Diamond Phillips und Priscilla Presley. Und als besonderes Schmankerl eine Rolle für John Kassir, der dem Crypt Keeper seine Stimme verleiht.

Half-Way Horrible: Der Boss eines Chemiewerkes wird heimgesucht von einem Voodoo-Fluch, der auf seine Verbrechen im brasilianischen Dschungel von vor 6 Jahren zurück geht, dank denen er zu dem Erfolgsmann wurde, der er Heute ist.

Till Death Do We Part: Das Boy Toy einer Mafiosa lässt sich auf eine hübsche, junge Kellnerin ein, was natürlich ein extrem schlechter Einfall ist. Was wie die potentiell schlechteste Episode anfängt, ist gegen Ende hin doch richtig gut, und wird sowieso gerettet durch den schwarzen Humor und das Schauspiel von Eileen Brennan. Mit John Stamos und Robert Picardo

Und das war Season 5 der Tales from the Crypt. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich erst kürzlich den enorm schwachen Cartoon gesehen habe, oder ob sich die durchschnittliche Leistung der Folgen doch gehoben hat, doch dies hier ist meine bisher liebste Staffel. So richtig gut sind in etwa die Hälfte der Folgen, nämlich 1, 2, 5, 6, 10 und 13 – der Rest ist zwischen nett und ganz Ok anzusiedeln, und damit immer noch ein kompetenter halbstündiger Happen Horror. Besonders interessant dabei ist, dass fast alle dieser vergleichsweise schwächeren Folgen dabei aus den Tales from the Crypt Comics adaptiert sind, hingegen keine von den Hightlight-Folgen. Kurios.

Tales from the Cryptkeeper

ava-1565Wir schreiben das Jahr 1993 und Tales from the Crypt läuft gut. Die Serie ist in ihrer fünften Staffel, viele mehr oder weniger bekannte Stars und Regisseure tauchen wiederholt in den Folgen auf, die Comics erfahren ebenfalls einen Reprint. Es wird also Zeit für Spinoffs. Nicht gleich direkt die Kinofilme, die kamen erst ab 1995, sondern ein Cartoon für die Kids. Zunächst mag es etwas seltsam erscheinen, dass man auf die Idee kam, eine der brutaleren TV-Serien der damaligen Zeit, die sich komplett um Horrorgeschichten dreht, fürs Kinderfernsehen umzusetzen, aber so abwegig ist das gar nicht mal. Auch Kids mögen Gruselstories, den Cryptkeeper mit seinen schlechten Wortspielen, und die einzelnen Geschichten drehen sich zu fast 90% um karmische „Bösewicht bekommt, was er verdient“-Plots, die mit der Brutalität runter gedreht ins Saturday Morning Programm passen.

Während der 11-jährige Kaoru also gerade in der Phase war, wo man den Cartoons noch nicht ganz entwachsen ist, aber auch bereits ein Auge für Erwachsenenunterhaltung bekommt, konnte er nicht nur Sonntag nachts Tales from the Crypt schauen, sondern hatte den Samstag morgen davor bereits die animierte Version einverleiben können. Good Times.

Die beste Entscheidung vorweg war definitiv schon mal das geniale Opening Theme von Danny Elfman auch für den Cartoon zu verwenden. Spart natürlich sicherlich auch Geld, da man kein neues in Auftrag geben muss. Selbst der Sprecher vom Crypkeeper ist der gleiche, ein weiteres Hurrah also dafür.

While the Cat’s Away bringt uns dann gleich zwei Jungs, die um sich ein neues Rad leisten zu können, bei einem Reichen auf Urlaub einklauen gehen – nichts ahnend, dass es die Bude vom Crypt Keeper ist, in dem alle möglichen klassischen Film-Monster auf sie warten. Ziemlich kost-effektive Folge, da ein Großteil des Openings wiederverwertet werden kann.

In Nature quälen zwei Brüder ein Insektenvolk, nichts ahnend, dass jene die Kräfte Satans haben, und die beiden Jungs kurzerhand auf ihre Größe schrumpfen lassen, um ihnen eine Lektion zu erteilen.

Pleasant Scream schickt unsere beiden Protagonisten von einem Alptraumszenario ins nächste: Zombies, Godzilla, Spukschlösser bis Sumpfmonster. Und allgegenwärtig ist der Gesichtslose, der wirkliche Träumer, der sie das durchmachen lässt, weil sie ihn im wahren Leben hänseln.

Bei Gone Fishin‘ haben wir es mit einem Angler zu tun, der so comichaft fies ist, dass es selbst den Intellekt von Kindern beleidigt, und der natürlich im Gegenzug von einem Fisch geangelt wird. Seltsam ist auch, dass der Junge die Visionen von unheimlichen Fischmenschen hat, obwohl es ja um die Rache am Angler geht.

Die zweite Hälfte von Episode 4, A Little Body of Work, ist dann im Prinzip Stephen King’s Christine. Ihr wisst, schon, das Ding mit dem „lebenden“ Auto.

The Works… in Wax hat die gleiche Prämisse wie Waxworks: In einem Wachsmuseum wird ein Junge in die verschiedenen Ausstellungswelten gezogen, allerdings hier um das Testament zu suchen, durch dessen Hilfe das Museum weiterbestehen kann.

The Sleeping Beauty mixt Dornröschen mit Jock-Nerd-Geschichte, denn der narzisstische Prinz Charming ist nur hinter dem Geld der schlafenden Schönen her, während sein verschrobener Zwillingsbruder die Arbeit für ihn machen muss. Na wer da wohl wirklich die Prinzessin abbekommt, und wer die Vampire?

In Cave Man erweckt ein Junge versehentlich einen Höhlenmenschen zum Leben, der eigentlich in die Ausstellung seines vernachlässigenden Forscher-Vaters gehört, und freundet sich anschließend mit ihm an.

Hyde and Go Shriek gibt uns einen weiteren Nerd, aber einen sympathischeren als The Sleeping Beauty, der die Hänselei eigentlich mit viel Humor weg gesteckt bekommt, bis sich ein Arsch an seiner Hausratte vergreift, woraufhin er über Nacht buff werden will, der altchinesische Tee ihn allerdings stattdessen in einen Werwolf verwandelt.

Fare Tonight dreht sich hingegen um zwei Vampir-Fangirls. In 1993 hieß das jedoch noch nicht, dass sie darauf hofften, vom Penis einer untoten Leiche aufgespießt zu werden, sondern als Vampirjäger jene mit Pflöcken zu penetrieren. Die Gelegenheit bietet sich dann auch prompt.

Gorilla’s Paw erzählt die bekannte Geschichte der Wunsch-erfüllenden Gorilla-Hand, die einen anschließend seine Wünsche bereuen lässt. Verbunden mit einem Kind, dass jene stiehlt, um im Club der coolen Kids aufgenommen zu werden.

This Wraps It Up hat eine amerikanische Geschichtsklasse in Ägypten über ein neu entdecktes Grab stolpernd, das böse Archäologen ausrauben wollen, wofür sie das per Visionen mit der Mumie verlinkte Mädel brauchen, damit sie sie um die Fallen bringt, die stattdessen aber ihre Klasse aus der Situation rettet, die ihr anschließend endlich Respekt gegenüber bringen. Oh ha, das ist definitiv genug, um 20 Minuten zu füllen.

In Grounds for Horror mutiert ein Sommercamp mehr zum Bootcamp, bis sich der imaginäre Freund der Kids einmischt.

Im finalen Ghost Ship versenken zwei nervige Dudebros die Jacht des Vaters und geraten an ein Schiff Geisterpiraten, die sie zu neuen Mannschaftsmitgliedern machen wollen.

Eh… was mag ich an der Serie? Wie gesagt das Opening, und der Crypt Keeper schafft es weiterhin, die mit noch mehr schlechten Wortspielen versehenen Narrationen als witzig zu verkaufen. Ich mag durchaus auch, dass die Hintergründe mit ihren dicken Schatten und Mut zur Einfarbigkeit stark an Comics erinnern, aus denen die Geschichten aus der Gruft ja stammen.

Damit hört es aber so ziemlich auf. Das hier ist durch und durch eine dumme, kleine Kinderserie. Wie unkreativ das Unterfangen ist, zeigen schon die ganzen Folgentitel, die in der Hauptserie häufig auch mehr oder weniger clevere Wortspiele waren. Hier bekommt man zwischendrin zwar auch mal ein „Hyde and Go Schriek“, aber die meisten sind „Nature“, „Ghost Ship“, „Gorilla’s Paw“, eben schlicht worum es in der Folge geht. In den Folgen haben wir dann Kids, die von cartoonig-übertrieben fiesen Erwachsenen den Spaß verdorben bekommen, oder Nerds die von Sportlern gehänselt werden, und die dann meist von einem mehr oder weniger freundlichen Monster gerächt werden. Die Serie geht dabei absolut auf Nummer sicher meist auch zu zeigen, dass es jeder überlebt hat, selbst der geläuterte Fiesling. Außerdem sind die Geschichten noch mehr barebones als in der Hauptserie schon, so dass sie besser a la Episode 4 Halbfolgen ergeben hätten, statt die vollen 20 Minuten zu füllen. Cartoon oder nicht, ein bisschen fieser und gruseliger zu sein hätte ich von der Serie letztendlich doch erwartet – um 1993 rum hatten wir immerhin so Sachen wie Batman TAS oder Gargoyles.

Tales from the Crypt: Season 4

ava-1407Damit breche ich nun wohl das ungewollt bisher zustande gekommene “eine Staffel pro Jahr” und präsentiere nach der dritten Staffel im Januar, nun im Oktober schon geschwind die vierte.

None But the Lonely Heart: Goldgräber heiratet alte Damen mit Geld und bringt sie dann um die Ecke, um jenes zu erben. Doch dann holt ihn seine Vergangenheit ein – aus dem Grabe heraus. Nettes Make-up für die Leichen am Ende. Übrigens mit Tom Hanks, welcher auch Regie führte, in einer kleinen Nebenrolle.

This’ll Kill Ya: Egoistischer Forscher, dessen Partner sein Vorpreschen Leid sind, wird aus Versehen mit dem T-Virus statt seinem Insulin injiziert, denkt aber dies wäre von jenen absichtlich geschehen, und geht deswegen auf Rache-Modus. Eine weitere Episode, die daran scheitert, dass außer des vorhersehbaren Twists am Ende nicht viel dran ist. Außerdem schrecklich geschauspielert, Dylan McDermott scheint das erst irgendwo in den 20 Jahren zwischen hier und American Horror Story gelernt zu haben.

On a Deadman’s Chest: Sänger einer Band befindet die neue Freundin (Tia Carrere) seines besten Freundes als Yoko und bekommt ein Tattoo verpasst, das seine mörderischen Absichten preisgibt. Nette Folge, etwas wie Poes A Tell-Tale Heart mit Tattoos. Außerdem Full Frontal Nudity, in einer US-Show von 92! Skandalös! Auch interessant: Regie führte William Friedkin (French Connection, The Exorcist)

Seance: Ein Trickbetrüger-Pärchen versucht einen Kerl um 300.000$ zu bringen, dummerweise stirbt er vorher. Doch seine Witwe meint dessen Geschäfte durchzuziehen, sobald sie sich mit seinem Geist beraten hat. Ich mag das Noir-Feeling der Episode, jedoch wird es vielleicht bald mal Zeit für eine andere Handlung, denn „Fieslinge bekommen, was sie verdient haben“.

Beauty Rest: Model ist neidisch, weil ihre Mitbewohnerin alle Jobs bekommt, für die sie sich bewirbt. Also bringt sie sie um und geht an ihrer statt zum Schönheitswettbewerb, nicht wissend, was für ein Gewinn auf sie wartet. Ich mag ja den zynischen Humor von Tales from the Crypt. Wie beispielsweise, dass das Parfum, für dessen „Independent Modern Women“-Kampagne sie sich bewirbt, den Namen „Ball Buster“ trägt. Außerdem ist das eine der wenigen Episoden, an die ich mich noch erinnern konnte, das tolle Finale ist meinem 12-jährigen Ich nämlich hängengeblieben. Regie: Stephen Hopkins (Predator 2, Nightmare 5).

What‘s Cookin‘: Christopher Reeve steckt bei Meat Loaf in der Schuld, da sein Nur-Tintenfisch-Imbiss nicht gut läuft. Netterweise hat die Aushilfskraft mit seinem Spezial-BBQ die in mehrerer Hinsicht rettende Idee. Ok, erneut ist das Setup mehr als nur transparent, doch mochte ich gerade das Ende dennoch sehr. Und Meat Loaf zu Steak zu verarbeiten ist allemal ein witziger Einfall.

The New Arrival: Radiopsychologe versucht seine Quoten zu verbessern, in dem er einen Hausbesuch bei einem ganz besonderen Problemkind macht. Hah! Die beste Episode der Staffel bisher! Unheimliche Kinder sind sowieso immer beunruhigend, die Atmosphäre ist schön creepy, und das Ding gar nicht mal allzu durchschaubar. Regie: Peter Medak (Species II, The Washingtonians)

Showdown: Der schnellste Schütze des wilden Westens bekommt von einem Vertreter eine Tinktur angedreht, die ihn seine bisherigen Opfer sehen lässt. Ich mag Western nicht, dennoch fand ich die Geschichte echt unterhaltsam. Wohl auch, weil sie nicht der üblichen Struktur folgt, was daran liegen mag, dass nicht aus einer der üblichen Comicreihen adaptiert wurde.

King of the Road: Polizist, der früher mal der König der illegalen Straßenrennen war, bekommt Besuch von einem Rivalen (Brad Pitt), der alles dafür geben würde, gegen ihn ein Rennen fahren zu können. Eine weitere Geschichte, die von der üblichen Norm der Serie abweicht – und nach Showdown die zweite und letzte Episode, die aus Two-Fisted Tales adaptiert wurde. Regie: Tom Holland (Fright Night, Child’s Play, We All Scream for Ice Cream)

Maniac at Large: Schreckhafte Bibliothekarin wird von ihrer eigenen Angst ob der umgehenden Morde in den Wahnsinn getrieben. Einfach, elegant, mit nettem Finale.

Split Personality: Trickbetrüger trifft auf reich erbende Zwillinge, weswegen er vorgibt, selbst einer zu sein, um beide ob ihres Vermögens heiraten zu können. Eigentlich eine ganz nette Episode, jedoch ging mir der Akzent des Hauptcharakters so permanent auf den Keks.

Strung Along: Alternder Puppenspieler mit Agoraphobie denkt seine junge Frau habe eine Affäre. Hat sie auch. Puppen sind eh unheimlich, dann noch eine Clownspuppe? Ugh. Hat mir wirklich gefallen die Folge, gerade das Finale, welches ich doch nicht ganz in der Form habe kommen sehen. Regie: Kevin Yagher, der jene auch in Hellraiser: Bloodlines übernahm, ansonsten aber für Make-up Effects bekannt ist, beispielsweise aus Friday the 13th IV, oder Einträge in die Nightmares, Kinder des Zorns und Child’s Play.

Werwolf Concerto: Nein, dies ist kein Castlevania-Subtitel. Eine Musical-Episode ist es leider auch nicht. Sondern eher ein Krimi-Dinner: Ein Grüppchen ist in einem Waldhotel gefangen, wer unter ihnen ist der Werwolf, wer ist der Werwolfjäger? Eine „Meh“-Episode für mich, trotz Ok-Ending, deren herausstechendes Merkmal wohl ist, dass die beiden Bond-Film-Darsteller Timothy Dalton und Walter Gotell mitspielen.

Curiosity Killed ist nach der ersten die anderen von nur zwei Folgen in dieser Staffel, die tatsächlich aus Tales from the Crypt stammen. Altes, zerstrittenes Paar geht mit einem anderen Paar, die mit ihm befreundet sind, campen. Nach einer Weile denkt sie, die drei planen ihren Mord. War eine ganz nette Abschlussfolge. Nicht die Staffelbeste, aber doch ganz gut.

Und das waren die 14 Folgen der vierten Staffel Tales from the Crypt. Mittlerweile lässt sich nun wirklich nicht mehr viel Neues sagen, da sich die Staffeln im Grundprinzip nicht wirklich unterscheiden. Für den netten, kurzen Horrorsnack für Zwischendurch ist so eine in sich geschlossene Episode von 25-30 Minuten immer mal ganz nett, bietet neben Horror auch ein wenig bissigen Humor – und die Crypt Keeper Sprüche sind eh immer charmant. Jedoch ist sicherlich nicht jede Folge ein Gewinner und die Kürze der Geschichten macht viele sehr durchschaubar, was immer etwas nachteilig für jene ist, die sich hauptsächlich auf ihren End-Twist stützen. Es ist sicherlich auch immer interessant, wenn man mehr oder weniger bekannte Gesichter hier in frühen (oder auch nicht so frühen) Rollen wiederentdeckt, dafür ist das Schauspiel aber auch nicht in jeder Folge gut. Und gerade die hiesige Staffel ist frontal etwas zu sehr mit „Karma spielt einem Fiesling mit“-Folgen bestückt, was sich jedoch im späteren Verlauf etwas bessert.

Tales from the Crypt: Season 3

ava-1203Ein weiteres Jahr, eine weitere Staffel der Tales from the Crypt geschaut. Wer hätte gedacht, dass es da so langsam mit vorangehen würde. Bleibt es dabei, dauert die Sache bis 2017, wenn China die Welt unter sich vereint hat und Square Enix bei Final Fantasy XV-27 angekommen ist.

„Loved to Death“ ist die typische „pass auf, was du dir wünscht“-Episode, in der ein Drehbuchschreiber einer Schauspielerin hinterher hechelt, die aber eine ziemlich arschige Persönlichkeit hat und von ihm natürlich nix will, also benutzt er einen Liebestrank, durch den sie so obsessiv wird, dass er sie loswerden will. Eher langweilig die Episode, vom Finale und ein paar herrlich dämlichen Dialogen mal abgesehen. Außerdem bringt die Tatsache, dass Mariel Hemingway ein wenig wie ein Transvestit aussieht, eine nette Note rein.

„Carrion Death“. Räuber flieht vor Polizist in der Wüste und erschießt jenen, als der die beiden mit Handschellen zusammengekettet hat. Also muss er nun mit der Leiche eines ausgewachsenen Mannes und einem Geier ihn schon umkreisend durch die Hitze. Dies hätte eine gute Episode werden können, jedoch hat mir das ständige Geschwafel und innere Monologe des Räubers das Ding versaut. Und konnte Kyle MacLachlan nicht eigentlich schauspielern? Ich erinnere mich nicht, dass er in Dune oder Twin Peaks so schlecht war.

„The Trap“. Kerl versucht seine Lebensversicherung ausgezahlt zu bekommen, in dem er seinen Tod vortäuscht. War ne witzige Episode und ist immerhin nicht den angedachten Weg gegangen, dass er einfach im Versuch, seinen Tod vorzuspielen, zufällig tatsächlich abnibbelt. Mit Cameo von Michael J. Fox, der hier Regie führte.

In „Abra Cadaver“ erschreckt ein Kerl seinen Bruder mit falschen lebenden Leichen, was jenem einen Herzinfarkt verschafft. Davon stirbt er zwar nicht, aber seine Karriere als Doktor kann er an den Nagel hängen. Jahre später rächt er sich mit einem Voodoo-Fluch an ihm. Die Folge war ganz witzig, hauptsächlich, weil sie aus dem Blickwinkel des Opfers erzählt wird, der in seinem für tot gehaltenen Körper schön weiterhin alles um sich rum mit bekommt. Und die Überraschung am Ende hab ich diesmal nicht kommen sehen, weil ich eigentlich gar nicht mal mit einer gerechnet hatte.

„Top Billing“ dreht sich um einen Schauspieler, der keine Rollen bekommt, da er ein Loser-Aussehen hat und somit nicht hübsch genug für die Guten und nicht imposant genug für die Bösen ist. Kann sich aber ein hohes Ross erlauben und auf Schauspieler herabsehen, die sich für Werbung hergeben. Er versucht es also am Theater, denkend da ginge es wirklich nur um schauspielerische Leistung, aber auch dort wird ihm ein Schönling vorgezogen. Also bringt er ihn um. Die Folge wäre schon alleine dann besser, wenn der Hauptcharakter nicht so unsympathisch wäre – und das durchgedrehte Theaterfolk etwas witziger.

„Dead Wait“. Krimineller auf Karibikinsel tötet einen Mann und will dann bei einem Boss in der Villa eine Perle klauen, gerät aber in Bürgerkrieg und Voodoo-Zauber. John Rhys-Davies und Whoopi Goldberg verleihen der Folge Star-Power und viel mehr hat sie auch schon nicht zu bieten.

Malcolm McDowell ist „The Reluctant Vampire“, der als Nachtwächter in einer Blutbank arbeitet und sich dort immer mal wieder ein Schlückchen gönnt, statt am lebenden Opfer zu saugen. Dummerweise bringt das fehlende Blut seinen Arbeitsgeber in die roten Zahlen und so schröpft Mr. Longtooth nun Kriminelle, um die Safes wieder aufzufüllen. Was eine herrlich dämlich-cheesyge Folge macht, die mir doch gefällig war.

In „Easel Kill Ya“ tötet ein hungernder Künstler aus Versehen jemanden und malt dies, was einen Kunstsammler auf ihn aufmerksam macht, der mehr davon will. Die Tode waren ganz Ok, ansonsten eher eine weitere unspektakuläre Episode. Und hundsmiserabel geschauspielert (offen gesagt häufiger der Fall in Season 3).

„Undertaking Palor“. Gruppe Horrorfilmbegeisterter Kids brechen bei einem Begräbnisinstitut ein, um mal eine echte Leiche zu sehen und bekommen dabei mit, dass ein Arzt seine Patienten umbringt und dann mit dem Totengräber an der Beerdigung verdient. War ganz ok, aber nix besondres.

„Mournin‘ Mess“. Ein Obdachlosenkiller geht um. Währenddessen investigiert ein erfolgloser Reporter die Organisation GHOULS, die aus ehemaligen Obdachlosen besteht, welche was aus sich gemacht haben. Und kommt dabei hinter ihr schreckliches und schrecklich vorhersehbares Geheimnis. Total vorhersehbar? Ja. Dennoch ganz Ok? Jau.

„Split Second“. Nuttige Kellnerin heiratet eifersüchtigen Leiter eines Holzfällertrupps. Ihr wird langweilig, also verführt sie den heißen Neuankömmling, was natürlich eher tragisch endet. Zunächst ist’s ziemlich langweilig, und nur der heiße Kerl wirklich sehenswert (allerdings bekommen wir ihn in der Szene, wo er Shirtless ist, nicht wirklich gut ins Bild – schade, die hässlichen Titten der Kellnerin waren zu sehen). Das bitterböse Ende ist aber dann doch ganz nett gewesen.

„Deadline“. Heruntergekommener, ehemals erfolgreicher Reporter fängt eine Liaison an und versucht, wieder eine Schlagzeile zu finden. Mord soll es sein. So richtig Erfolg hat er nicht, bis er seine Geliebte tot vorfindet. Äh, erneut etwas langweilig von Ende abgesehen.

„Spoiled“. Gelangweilte Arztfrau flüchtet sich in Soap Operas und fängt was mit dem Fernsehinstallateur an, weil ihr Mann sie vernachlässigt. Ugh, eine weitere Story über eine Fremdgeherin? Immerhin ist das Ende ganz nett. Mal wieder.

Zuletzt hätten wir dann „Yellow“, spielend im Ersten Weltkrieg, stellt sich der Sohn eines Generals, der sowieso eigentlich nie in der Armee sein wollte, aber weil er immer tat, was der Vater von ihm erwartete, eben doch dort landete, als Feigling heraus. Das ist natürlich Erschießungsgrund im Kampfeinsatz. Die herausstechende Folge der Staffel, da viel ambitionierter und vom Stil ganz anders, als der Rest der Serie. Mit 40 Minuten hat sie 10-15 mehr, als die anderen, und fährt die bisher größte Starpower auf (Lance Henriksen, Dan Aykroyd und Kirk Douglas, der schon in Paths of Glory in den Schützengräben lag). Der B-Horror-Camp wird komplett fallengelassen und eine kurze Fabel über Vater-Sohn-Beziehungen und Militärehre erzählt.

Somit sind nun auch die 14 Folgen der Staffel 3 von Tales from the Crypt hinter mir. Wie immer kann ich mich hier an dieser Stelle nur wiederholen. Die Serie ist ganz nett für den kurzen B-Horrof-Fix für Zwischendurch, aber doch nicht wirklich so gut, wie sie mein 11-jähriges Ich in Erinnerung behalten hat. Wer beispielsweise die doppelte Zeit zum Schauen zur Verfügung hat, ist mit den Episoden von Masters of Horror besser bedient, da dort die Hit-Quote höher liegt. Ich denk Tales from the Crypt wird eben einfach ein Stück weit zurückgehalten, weil je eine ganze Geschichte in knappen 25-30 Minuten erzählt werden soll, was häufig zu 20 Minuten Aufbau und Charaktereinführung und dann nur 5 Minuten – häufig vorhersehbaren – Payoffs führt.

Tales from the Crypt: Season 2

Dead Right: Hübsche Goldgräberin (Demi Moore) heiratet ekelhaften Kerl, weil eine Wahrsagerin vorausgesagt hat, er wird reich erben und kurz darauf sterben. Tja, sie gewinnt Geld, will sich von ihm trennen und er bringt sie um – erbt also von ihr, kommt aber für die Tat auf den elektrischen Stuhl. Ziemlich zynische, schwarzhumorige Episode, die mehr Spaß macht, denn gruselt. Erinnert auch ein wenig an Only Sin Deep aus Staffel 1, hat sogar den gleichen Regisseur. Leichte Psycho-Vibes bekomme ich auch.

The Switch: Alter, reicher Kerl verliebt sich in junges Ding, verheimlicht ihr sein Vermögen, damit sie ihn um seiner selbst wegen liebt. Sie mag ihn, doch er ist ihr zu alt. Also lässt er sich operativ einen jungen Körper schenken, was ihn in den Ruin treibt, nur um festzustellen, dass sie bereits einen alten Knacker seines Geldes wegen geheiratet hat. Die Folge war ein wenig langweilig, Hauptproblem bei solchen Twist-Dingern ist immer, wenn man ihn so weit im Voraus kommen sieht. Fun Fact, Regie: Arnold Schwarzenegger.

Cutting Cards: Zwei von ihrem Glück absolut überzeugte Spieler, die sich hassen, wollen endlich klar stellen, wer mehr Glück hat. Durch Russisches Roulette. Und andere Dinge, nachdem die Kugel nicht los geht. Die Roulette-Nummer ist ziemlich spannend aufgezogen, danach flacht es etwas ab.

Til Death: Karibischer Playboy will eine desinteressierte Frau mit einem Voodoo-Liebestrunk an sich binden. Hätte vielleicht dafür nicht zu seiner verschmähten Ex gehen sollen, denn der Trank bindet sie auch noch nach dem Tode als Zombie an ihn. Eine schön schwarzhumorige Folge. Regie führte Chris Walas, der eher für Special Effects (Die Fliege, Gremlins, Star Wars VI) bekannt ist, was man auch merkt, wenn die lebende Leiche zu verrotten beginnt.

Three’s a Crowd: Eifersüchtiger Ehemann bringt Frau und besten Freund um, weil er hinter deren Geheimnistuerei eine Affäre vermutet, dabei planten die beiden nur eine Überraschung zum 10. Hochzeitstag. Das Problem damit, dass jede Folge auf eine Überraschung aufgebaut ist, dass man von Anfang an alles zu hinterfragen beginnt und bei einem so offensichtlichem Setup wie hier sofort weiß, was die Wendung sein wird, was die Folge dann recht langweilig macht.

The Thing from the Grave: Fotograf fängt was mit Modell (Teri Hatcher) an, was deren prügelnder Ex nicht so toll findet und den Fotografen ins Grab befördert, dem der allerdings wieder entsteigt, um sie zu retten. Steht die zweite Staffel irgendwie unter einem Beziehungs-Thema? Durchschnittliche Folge.

The Sacrifice: Versicherungsagent vögelt Frau seines Kunden und bringt ihn mit ihr um, nur um anschließend auch von ihr betrogen zu werden. Erneut eine langweilige Folge, also bisher ist Staffel 2 echt nicht der Renner.

For Cryin‘ Out Loud: Veranstalter von Rockkonzerten plant das für einen guten Zweck zusammen gekommene Geld für sich zu behalten und bringt die Bankerin um, die ihn dabei erwischt. Dummerweise erwacht plötzlich sein Gewissen und nervt ihn mit seinem permanenten Geschwafel bis in den Wahnsinn. Das war mal ausnahmsweise eine echt launige Folge. Mit Cameo von Iggy Pop.

Four-Sided Triangle: Hinterwäldler-Mädel (Patricia Arquette) bekommt eines auf den Schädel und denkt von nun an, die Vogelscheuche wäre ihr Liebhaber. Farmbesitzer, der es eh schon lang auf sie abgesehen hat, denkt als jene verkleidet endlich einen Stich bei ihr zu haben. Läuft natürlich gewaltig schief. Die Wendung, wenn auch lang angekündigt, ist ziemlich cool umgesetzt, bis dahin der Verlauf aber etwas lahm.

The Ventriloquist’s Dummy: Kind vergöttert Bauchredner, der sich nach einem schrecklichen Zwischenfall zur Ruhe setzt. Kind wächst auf, wird selbst Bauchredner und findet das Geheimnis seines ehemaligen Idols heraus. Eine der besseren Folgen, schon alleine, weil Puppen echt freaky sind.

Judy, You’re Not Yourself Today: Frau bekommt Besuch von Kosmetikvertreterin, die in Wirklichkeit eine Körpertausch-Hexe ist. Ihr Mann trickst die Hexe allerdings wieder in den alten Körper und erschießt sie. Kommt als Mumie wieder, tauscht die Körper erneut und bringt den Mann dazu, seine Frau zu erschießen. War irgendwie auch nicht so der Brüller. Und mit Moral gegen amerikanische Schießwütigkeit?

Fitting Punishment: Sklaventreiber und Geizkragen von einem Bestattungsunternehmer prügelt seinen für ihn arbeitenden Enkel zuerst in die Krücken und weil so ein Krüppel unnötig Arbeit macht anschießend ins Grab. Allerdings macht der eine Auferstehung, um seinem Onkel die gerechte Strafe zukommen zu lassen. Was ist nur los mit der Staffel und so vielen eher langweiligen Geschichten? Und der Bestattungsunternehmer ist ja mal so übertrieben fies, dass es schon wieder lächerlich ist.

Korman’s Kalamity: Zeichner der Tales from the Crypt/Vault of Horror Comics muss herausfinden, dass seine Monster real werden. Also nutzt er die Gelegenheit, um seine nervige Frau los zu werden und was mit der hübschen Polizistin anzuleiern. Eine der besseren Folgen der Staffel, schon alleine weil sie wesentlich mehr Witz und Kreativität zeigt, als der Rest. Und viele charmante Gummi-Monster.

Lower Berth: Die fahrende Freakshow hat mit der Mumie eines Sklavenmädchens eine neue Attraktion. Die alte Attraktion, ein misshandelter zweigesichtiger Junge, verliebt sich in sie und nutzt die erste sich bietende Gelegenheit, um mit ihr abzuhauen. Stellt sich raus, sie sind die Eltern des Cryptkeepers. Zwei sehr klassische Horrorgeschichten, nämlich die um den misshandelten Krüppel der Freakshow, der sich rächt, und die um die Mumie, die Leute mit einem Fluch belegt, in einem. Und ein niedlicher Baby-Cryptkeepr obendrauf. Wird die Staffel gen Ende hin etwa doch noch ganz gut?

Mute Witness to Murder: Frau beobachtet Nachbarn, wie er dessen Ehefrau erwürgt. Da sie in einen Schockzustand fällt, holt ihr Mann einen Arzt zur Hilfe – den mordenden Nachbarn. Der lässt sie bei sich in der Psychiatrie einweisen und will sie endgültig zum Schweigen bringen, da nutzt sie sein schwaches Herz aus und erschreckt ihn zu Tode. Tatsächlich, die Episoden werden besser. Wie immer zwar ein „Du bekommst, was du verdient hast“-Moralplot, aber wirklich interessant gemacht.

Television Terror: TV-Reporter versucht eine Spukhausgeschichte zu forcieren nur um feststellen zu müssen, dass es im Gemäuer tatsächlich spukt, was ihm wiederum zu einer Mörderquote verhilft. Kurz, simpel aber effektiv, so sollten alle TFTC-Folgen sein. Ein paar Geistererscheinungen, ein paar blutende Wände und wackelnde Lampen, ein paar Morde und nach 20 Minuten ist der Spuk rum.

My Brother’s Keeper: Siamesische Brüder könnten durch riskante Operation getrennt werden, doch dem einen ist das zu waghalsig. Bis eine Frau zwischen die beiden kommt, allerdings vom anderen Bruder nur engagiert ist, um ihn zu überzeugen. Endet mit ihrem Mord, den Brüdern endlich getrennt und dem einen im Knast. Vorhersehbarer Twist ist vorhersehbar und so, was ja leider nix neues bei der Serie ist.

The Secret: Waisenkind, dem keiner das Geheimnis hinter dem Tod seiner Eltern verraten will, wird endlich adoptiert. Die neuen Eltern geben ihm alles, was er will, dafür darf er sein Zimmer nicht verlassen, wenn sie Tagsüber an der Arbeit sind. Denn ihr Geheimnis ist, dass sie Vampire sind, die sein süßes Kinderblut trinken wollen. Nur ist sein Geheimnis, dass er ein blutlüsterner Werwolf ist. Schachmatt. Und die Serie schließt mit einer der besseren Folgen, in aller seiner cheesigen Glorie. Nur bin ich mir nicht sicher, ob die schrecklichen „Nachtaufnahmen“, die eindeutig Tagaufnahmen mit blauem Filter sind, extrem billig sind oder eine gewollte Hommage an Nosferatu sein sollen.

Und so endet die zweite Staffel von Tales from the Crypt nach 18 Episoden, der dreifachen Zahl gegenüber der ersten Staffel. So richtig seh ich leider nicht, warum ich die Serie damals als 11-Jähriger so geliebt habe. Aber in dem Alter sieht man ja viel Müll und findet den gut. Tales from the Crypt ist dann zwar nicht ganz Mist, und die erste Staffel war sowieso besser, doch die hiesige Staffel ist häufig einfach so ein wenig langweilig. Nicht umsonst hab ich drei Monate dran geschaut, bis ich endlich durch war. Klar kann man aus 25-Minuten nicht viel raus holen, aber in 25 Minuten Langeweile aufkommen zu lassen ist auch schon eine Leistung. Größtes Problem ist, dass sich alle Folgen auf eine Wendung aufbauen, wenn die aber wie häufig so offensichtlich ist, dadurch unterstützt, dass es eh immer „Bösewicht bekommt was er verdient“ ist, dann verliert das viel Spannung.

Gut sind dann doch immerhin einige Folgen, aber eben leider nicht mehr in der Mehrheit in dieser Staffel. Schön auch wie immer das tolle Main-Theme von Danny Elfman und die schrecklichen/tollen Wortspiele vom Cryptkeeper. Auch das oldschoolige Design, nicht nur weil die Serie eben schon etwas älter ist, sondern weil die Comics, aus dem es seine Geschichten bezieht, häufig aus den 50ern sind und man das hier doch merkt.

Tales from the Crypt Week – Collection Complete

Was machen Pokemon-Spieler, um ihren Sammeltrieb zu beruhigen, wenn sie zu alt für die Spiele werden? Dämonen in MegaTen sammeln. Aber die, denen die MegaTens zu fordernd sind? Die Persona-Subserie spielen. Aber jene, die Videogames allgemein verlassen? Köpfe von Prostituierten sammeln. Aber die Pussies, die dafür nicht hardcore genug sind? Genau, Tiere ausstopfen.

Und nachdem er fast 50 Jahre nur seine Arbeit im Kopf hatte, nun aber in Ruhestand geschickt wurde, braucht Emmet eben ein Hobby, um sich weiterhin produktiv zu fühlen. Und da die vielen Tiere, die seine verrückte Frau anschleppt, sowieso tierisch nerven, werden sie eben zu ruhigeren Versionen ihrer selbst verarbeitet. Die Frau findet es nicht so toll, dass ihre Babys plötzlich so steif sind und stopft lieber ihren nervigen Ehemann aus.

Es ist echt interessant darauf zu achten, aus welcher Comicserie die jeweilige Folge adaptiert wurde. Nicht nur, weil man so herausfindet, dass in Tales from the Crypt Season 1 nur eine von sechs Folgen aus den Namensgebenden Comics kommt. Sondern auch, weil die beiden besten und zynischsten Geschichten Collection Complete und And All Through the House aus Vault of Horror kommen, während die etwas flacheren Geschichten aus The Haunt of Fear stammen.

Denn die Geschichte um das alte Ehepaar, das sich auseinander gelebt hat und nun im Ruhestand sich gegenseitig gewaltig auf den Nerv geht, ist echt amüsant. Wie sie sich gegenseitig in den Wahnsinn treiben. Nun gut, sie war es schon vorher, aber auf eine harmlose nicht gewalttätige Art.

Director: Mary Lambert (Friedhof der Kuscheltiere Reihe, Mega Python vs. Gatoroid)

Und die Staffel insgesamt? Noch nicht so gut, wie ich es in Erinnerung hatte, zwei gute Folgen, vier durchschnittliche. Es ist halt recht einfach gestrickter und unkomplizierter Standardhorror, der natürlich auch seine Daseinsberechtigung hat und was bei der Adaption von kurzen Comicgeschichten durchaus zu erwarten war. Schön ist daran vor allem, dass sie in netten halbstündigen Happen abgeschlossen sind, statt sich durch einen ganzen 0815-Film zu quälen. Das hält das Interesse aufrechter. Im Gegensatz zu einem Film (auch den eigenen) ist Tales from the Crypt als TV-Serie allerdings etwas den Splatter missend, der bei solchen Standardhorror häufig die Show macht. Zumindest noch in Season 1.