Star Wars Week – Return of the Jedi

Bevor die Rückkehr des Königs stattfinden kann, müssen die Gefährten erst mal wieder vereint werden und somit beginnt der finale Film damit, dass sich alle in Jabbas Party Shack einschleichen, um Han zurück zu bekommen. Übrigens war ich etwas überrascht, dafür dass der skandalöse Bikini, den Leia hier trägt, mit das gehypteste Element der ganzen Ursprungstrilogie ist, verweilt die Kamera nie sonderlich lang auf ihm. Ihr Charakter gefällt mir übrigens sehr, für die Prinzessin, die Rettung bedurfte, war sie von Anfang an ein starker Charakter, der verbal allen die Stirn geboten hat und genau wusste, wo es lang geht. Auch hier nicht minder, obwohl sie in den Bikini gesteckt und an eine Kette gelegt wird, nutzt sie eben jene letztendlich dazu, Jabba zu erwürgen. Go Girl!

Wieder vereint gibt es gute Nachrichten: Das Imperium arbeitet an einem neuen Todesstern. Das gute daran? Man weiß, wo er gebaut wird, das Ding hat seine Waffen noch nicht startklar und der Imperator selbst ist der Bauaufseher. Klingt eigentlich zu gut, um nicht eine Falle zu sein, aber nachdem der letzte Todesstern einen so platzierten Lüftungsschacht hatte, dass ein einziger Schuss hinein das ganze Teil sprengen kann, werden wohl alle etwas vertrauensselig. Ein Haken hat es allerdings doch: Ein Verteidigungsschild. Während sich die Rebellenflotte also zum Angriff in Position begibt, landen die Gefährten auf dem nahe gelegenen Planeten, um dessen Reaktor auszuschalten.

Dort treffen sie auf Ewoks (EWOKS! :3), die ihnen dabei helfen, Luke wird zu Vader und den Imperator gebracht. Der Versucht ihn, auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen, aber natürlich geht alles gut aus und alle werden glücklich. Alle, die es verdienen zumindest.

Episode VI ist definitiv ein fulminanter Abschluss der Trilogie. Gleichzeitig hat er allerdings sowohl die beste und die schlechteste Szene der drei Filme. Schwachpunkt sind definitiv die Ewoks, wie sehr ich die kleinen Biester auch mag. Zuerst denkt man sich, mit Jabba zu Beginn des Filmes erfüllt man seine Humor-Quote, um dann anschließend den Rest der Spielzeit würdig mit dem ernsten Finale verbringen zu können. Und dann tauchen die Ewoks auf. Wenn die Episode mit denen wenigstens nur 10 Minuten oder so gewesen wäre: Treffen auf die Ewoks, sich mit ihnen anfreunden, weiter im Programm. Doch die Fellknäuel werden richtig wichtig, helfen sie doch im Kampf gegen die imperialen Verteidigungstruppen, die den Reaktor bewachen. Sorry, mein Suspension of Disbelief mag ausreichen, zu glauben, jemand würde im ersten Todesstern einen so extremen Schwachpunkt einbauen, oder das das Imperium alleine durch den Tod des Imperators fast von Heut auf Morgen zu Fall gebracht werden kann. Aber das ein Stamm von Glücksbärchies, kaum mehr als mit Zahnstochern und Steinschleudern bewaffnet, sich einen großes Kampf mit imperialen Truppen, die Laserkanonen und Mechas zur Verfügung haben, bieten können? Nein, die Ewoks funktionieren einfach nicht in der Rolle. In einer früheren Version sollten es wohl auch Wookiees sein. Ja, das hätte schon eher gepasst. Sorry George, Ewoks kauf ich dir nicht ab. Ansonsten ist es ein sehr runder und der größte und spektakulärste der Filme, aber die Ewoks kann er mir nicht verkaufen.

Die beste Szene? Die finalen Worte Vaders an seinen Sohn. Wenn das so häufig durch alle drei Filme gehörte, ihn stets begleitende, und stets auf Epic/High Tension all the time getrimmte Theme plötzlich ganz leise und langsam wird und nur mit ein paar minimalistischen Harfenklänge eingespielt ist. Gänsehautszene, selbst bei mir, der die Filme zwar alle sehr gut findet, aber doch nicht ganz auf den Hype-Bandwagon aufspringen kann.

Warum eigentlich nicht? Keine Ahnung. Vielleicht liegt es doch am Alter. Die Filme das erste mal gesehen zu haben, als diese entweder noch neu waren oder man selbst noch ein kleines Kind war, wo alles noch neu und Überlebensgroß erscheint, das fehlt wohl. In den Zwanzigern zu sein und Second Hand schon genau zu wissen, was in den Filmen auf einen zu kommt, die Wendungen schon kennend, ich glaube da geht mir doch etwas verloren. Die Ursprungstrilogie ist natürlich auch im wiederholten Anschauen noch super, aber dieses wirkliche erste Mal, als das alles noch neu für einen war – dieses Gefühl werde ich nie damit assoziieren, da es für mich selbst beim ersten Ansehen nicht alles neu war. Etwas schade, irgendwie.

Star Wars Week – The Empire Strikes Back

Episode V spinnt die Heldensaga weiter: Natürlich ist nur der Verlust des Todessternes, was für ein enormer Sieg dies auch war, nicht genug, um ein ganzes Imperium zum Fall zu bringen. Und so öffnet der Film mit dem Gegenschlag des Imperiums auf die Rebellen in deren neuem eisigen Versteck. Dies dient praktischerweise auch dazu die Gefährten voneinander zu trennen: Leia und Han sorgen dafür, dass die Action während des Mittelteils nicht stirbt, auf ihrer Flucht vor den imperialen Truppen, während Luke mit seiner Heldenausbildung beim Eremiten beginnt. Der erzählt ihm dann stellvertretend fürs Publikum auch schön die esoterischen Grundlagen hinter der Macht. Natürlich kann die Ausbildung noch nicht beendet werden, der Held darf seine wahre Macht letztendlich erst im Finale der Trilogie in letzter Sekunde entfalten, und so bricht Luke die Sache ab, um die ordentlich in der Scheiße steckenden Freunde zu befreien.

Das ganze führt natürlich zum Hauptziel des ganzen Filmes und einer der berühmtesten Handlungswendungen der Filmgeschichte: Während Luke und Darth Vader miteinander kämpfen und Vader versucht, Luke auf die dunkle Seite zu schwatzen eröffnet er ihm das legendäre „Ich hab’s mit deiner Mutter getrieben“.

Und so endet der Film bereits den Nachfolger die Weichen stellend nicht gerade auf die gleiche frohe Note, wie sein Vorgänger: Han ist gefangen und auf dem Weg zu Jabba, die anderen sind dem Imperium zwar erneut entkommen, doch hat Luke natürlich ordentlich an der neuen Information zu knabbern, sogar im Duell gegen Vader eine Hand eingebüßt.

Nachdem der Vorgänger sich Zeit lies, uns die Charaktere nahe zu bringen, so dass sie hinreichend etabliert sind, kann sich Episode V richtig in die Action stürzen und dabei nebenbei etwas mehr von der Welt und vor allem die im Vorgänger nur kurz angerissene ominöse Macht zeigen. Ein erstes Duell Gut gegen Böse wird geschlagen und das Böse darf vorerst die Oberhand behalten, was den ganzen Film soweit prägt: Zuerst werden die Rebellen vom Imperium angegriffen, dann sind Leia und Han vor ihnen auf der Flucht und zuletzt unterliegt Luke Vader im Nahkampf. Es wird schlechter, bevor es besser werden kann sozusagen, denn immerhin muss sich die Situation für den finalen Film zuspitzen und die Gefahr durch das Imperium sichtbarer werden. Ganz seine kleinen humorigen Sprüche der Charaktere untereinander vergisst der Film dabei zum Glück nicht, wodurch er nicht zu hoffnungslos negativ wirkt. Es ist der größere Film unter den ersten beiden, der spannendere, aber dennoch doch sehr der Mittelteil einer größeren Geschichte.

Star Wars Week – A New Hope

Star Wars, Goerge Lucas‘ Film, an dessen Erfolg niemand so richtig glauben wollte, nur um sich zu einer der erfolgreichsten Film-Franchises überhaupt zu entwickeln. Es gibt niemand, der Star Wars nicht kennt. Wirklich niemanden? In einem kleinen gallischen Dorf… lebe ich! Unter einem Stein. Auf dem Mond. Denn ich habe Star Wars Episode IV-VI nie gesehen. Niemals nicht. Gehört zu den „Bildungslücken“ der Serien, die jeder kennt, besonders wenn ihre Kindheit in den 80ern war, aber total an mir vorbei gingen. Indiana Jones und Zurück in die Zukunft wären zwei weitere solcher Beispiele. Ich kenne die Prequels, aber die Originalfilme habe ich nie gesehen.

Natürlich weiß ich dennoch so einiges, man kann letztendlich nicht in seinen 20ern sein, viel Zeit im Internet verbringen, ohne je ganz ungewollt herauszufinden, wer wessen Vater ist, wer Geschwister sind, wie der Todesstern in die Luft fliegt oder wer eine Hand verliert. Star Wars ist ein viel zu großes Phänomen und viel zu stark in Pop Culture verankert, um nicht dies und jenes mitzukriegen.

Der erste Film ist dabei sehr eindeutig nur der Beginn einer Trilogie. Es führt die wichtigsten Charaktere ein und legt die Fundamente der Welt. Und zwar alles in sehr familiären Gefilden: Ein böses Imperium herrscht, eine Rebellengruppe bekämpft es. Eine Prinzessin wird entführt und muss gerettet werden, ein junger Bauersohn mit ungeahnten Kräften wird hineingezogen, begleitet von einer weisen Lehrerfigur und einem todesmutigen Sprücheklopfer. Episode IV bedient sich aus dem üblichen Repertoire der Heldensagen und webt erst mal nur die minimalistischen Anfänge des Konflikts, lässt sich viel Zeit mit den Charakteren und bietet mit der Zerstörung des Todessternes etwas überstürzt einen Abschluss, damit es auch befriedigend als allein stehender Film funktioniert, statt mit der Rettung der Prinzessin und somit eindeutig als Einstiegskapitel einer größeren Handlung zu enden.

Gefallen hat mir die Sache sehr gut, denn es hat das, was den Prequels so sehr fehlt: Herz und Seele. Außerdem eine gute Balance einer Handlung, die sich durchaus ernst nimmt, gleichzeitig aber auch weiß, wann sie ein wenig Spaß mit sich haben kann, damit es nicht zu überdramatisch wirkt aber dennoch nicht mit aufgesetztem Slapstick seine Seriosität untergräbt. Ein wenig overhyped finde ich es zwar dennoch, bisher zumindest, aber wir werden sehen, was die beiden nächsten Episoden darauf aufbauend so auf den Tisch bringen.