Star Wars Week II – Aftermath

Kommen wir zu Fanboys, der eigentlich der Grund der ersten Star Wars Week war. Ich sollte denn nämlich schauen, musste dann aber zugeben, die Original-Trilogie nie so richtig gesehen zu haben. Was natürlich unbedingt berichtigt gehörte. Ist vielleicht ganz gut, dass es jetzt doch etwas länger mit gedauert hat, denn Star Trek bzw. dessen Rivalität zu Star Wars kommt auch gut genug vor.

Es ist 1998 und die Welt ist noch in Ordnung für George-Lucas-Fans, da sie weiterhin nostalgisch ihren Kindheitserinnerungen an dessen gute Filme nachhängen können, die Prequel-Trilogie und der vierte Indiana Jones sind noch nicht erschienen. Doch Episode I steht kurz bevor und vier SW-Fanboys können es kaum erwarten. Zu dumm, dass einer von ihnen Krebs hat und dessen Release nicht mehr mitbekommen wird. Da packt es sie und sie versuchen ihren dummen Kindheitsplan, auf George Lucas‘ Range einzusteigen zu realisieren, damit sie den Film schon früher zu sehen bekommen.

Was folgt ist ein Road/Buddy Movie mit Verirrungen und Wirrungen, einem Abstecher um Trekkies zu ärgern, das Stranden in einer Schwulenbar, ein Besuch in Vegas, treffen auf Cameos William Schattner und Jay & Silent Bob (hot damn, ich hab Jason Mewes fast nicht wiedererkannt :0 ) und letztendlich, schaffen sie es tatsächlich ans Ziel und Lucas ist so beeindruckt, dass er den Krebs-Kranken den Film sehen lässt, damit er mit dem Gefühl sterben kann, dass SW ruiniert ist.

Ich bin etwas uneinig, was Fanboys angeht. Denn ganz ehrlich gesagt, bis zur Ankunft auf dem Lucas-Anwesen ist er nicht so der Bringer. Ganz unterhaltsam schon, hin und wieder sogar mal witzig, aber viel ist ziemlich gewöhnlicher Standard, aus seiner Prämisse macht er nicht viel, sondern läuft die üblichen Road-Movie-Klischees ab. Aufs Finale wurde er mir dann aber doch etwas sympathischer, bietet wesentlich mehr Charme, und sammelt damit auf der Zielstrecke noch mal Pluspunkte, doch ganz was er verspricht, hält er halt nicht.  Und mehr hab ich zu dem Film eigentlich nicht zu sagen, wie das häufig ist, wenn was sehr durchschnittlich ist.

Star Wars Week II – The Clone Wars

Die Qualität und der Erfolg von Clone Wars kam sicherlich etwas überraschend. Letztendlich war es ja nur ein kleiner, kurzer Animationsquickie. Um auf der Welle also noch mehr Geld raus schlagen zu können, musste eine „richtige“ Serie her, mit echtem Budget, in modernem CGI und voller Folgenlänge, geplant auf (Erfolg natürlich vorausgesetzt) mindestens 100 Folgen. Als George Lucas dann die Anfänge sah, war er davon so überzeugt, dass aus den ersten Folgen stattdessen ein abendfüllender Kinofilm gemacht wurde. Das ist zumindest die offizielle Version, der Zyniker in mir denkt natürlich eher, George Lucas hat durchgerechnet, dass man mit einem weiteren Film mehr Geld scheffeln kann. Was Besonderes ist das immerhin schon, The Clone Wars ist abgesehen von Episode I-VI das einzige Kinorelease, das Star Wars vorzuweisen hat.

Spielen tut das alles, wie sollte es auch anders ein, während der Klonkriege zwischen Episode II und III, spezifischer genommen zwischen dem Zeitsprung in den ersten Clone Wars, Anakin ist kein Padawan mehr, wir sind aber noch ein gutes Stück vom Ende der Kriege entfernt. Jaba the Hutts Sohn wird entführt und da die Republik für die Kriege sichere Reise durch seine Gebiete braucht, werden die Jedis mit dessen Rettung beauftragt. Gleichzeitig bekommt Anakin auch eine eigene Padawan-Schülerin, ein Risikofreudiges, eigensinniges Ding, ganz wie er es war – nur zusätzlich mit Charisma.

Macht ja Sinn, einen neuen Hauptcharakter zu erschaffen, auf den sich die Serie konzentrieren kann. Anakin ist für eine Identifikationsfigur schon zu weit und außerdem müsste man ständig drauf acht geben, späteren Episoden-Ereignissen nicht zu wiedersprechen. Einen frischen Charakter, mit dem man machen kann, wie man lustig ist, einzuführen, ist da schon sinnvoll. Und die Kleine ist auch ganz nett, von daher gut gemacht. Überhaupt ist ihr Zusammenspiel mit Anakin überraschend launig und funktioniert sehr gut. Hie ein paar coole Sprüche, da viel Action, dort nette Bildkompositionen… war schon ok die Sache.

Qualitativ würde ich The Clone Wars zwischen den Prequels und Clone Wars einordnen. Es hat definitiv mehr Witz, Charme und Drive als die Prequels, aber ihm fehlt dennoch ein wenig der Stil, die Coolness und das Tempo der Clone Wars. Außerdem merkt man dem Film stark an, dass es eben nur ein Pilot ist, es wirkt mehr wie ein TV-Special denn ein Kinofilm und vielleicht wäre es sogar tatsächlich besser gewesen, wären es 4 Happen von 25 Minuten geworden, denn ein zusammenhängender Eineinhalbstünder. Klar, die Entführungsgeschichte ist eine abgeschlossene Sache, aber irgendwie wirkt es doch eben einfach überlang.

The Clone Wars ist auch ein ganzes Stück… sicherer… als Clone Wars. Die erste Serie hat sich als Spinoff einige interessante Dinge getraut, hatte die Charaktere etwas zynischer teilweise portraitiert, hatte seinen eigenen Vibe, sich getraut auch mal dämlich zu sein und über sich selbst zu lachen, die ganze Sache mit einem Augenzwinkern behandelt. The Clone Wars ist wesentlich harmloser und sicherer, mehr wieder auf Kurs mit George Lucas Ansicht wie Star Wars zu sein hat gebracht. Die Identität fehlt ein wenig, der Charakter.

In einem Wort beschrieben würde ich sagen Star Wars: The Clone Wars ist „nett“. In all der Schwammigkeit, die mit dem Wort kommt, nicht im Sinne von „Nett ist der kleine Bruder von Scheiße“, aber doch „für ein stärkeres Wort ist’s nicht gut genug“. Anschauen kann man ihn sich, schaden tut einem das nicht, aber es schadet eben auch nicht es nicht zu tun, eine Bildungslücke reißt das nicht gerade.

Star Wars Week II – Clone Wars

Episode II endet mit dem Anfang der Klonkriege, zu Beginn von Episode III sind sie schon so gut wie rum. So viel luftleerer Raum in der weitestgehend langweiligen Episode II hätte noch gefüllt werden können, stattdessen fallen die Schlachten lieber auf ein Spinoff ab. Und das die Clone Wars als schnelles Cashin geplant waren, ist wohl klar, so als Animationsserie, deren Folgen gerade mal 3 Minuten gehen.

Doch nur weil man ein Wegwerfprodukt macht, bedeutet das ja nicht, dass man nicht sein ganzes Herzblut reinstecken kann und mit der Sache Spaß hat. Und genau das bringen die Clone Wars rüber: Hier haben die Beteiligten wirklich gemacht, was sie gern tun wollten. Und genau deswegen kann sich das Ergebnis sehen lassen. Dass die Episoden jeweils so kurz sind, hat dabei natürlich sowohl Vor- wie auch Nachteile. Der große Vorteil ist, dass sie ein unglaubliches Tempo haben, man kommt kaum zum Durchatmen, ständig passiert was, keine Szene wird lang gehalten. Die Geschwindigkeit, die die Prequels häufig nicht haben, ist da. Dafür wirkt es natürlich auch manchmal im Gegenzug fast zu hektisch, die Schauplätze und das Geschehen zu fragmentiert, und für Hintergründe was die Ereignisse wie die Charaktermotivation angeht bleibt natürlich keine Zeit.

Stattdessen ist sich die Serie eben damit zufrieden, das was in der Kürze eh nicht machbar ist, eben nicht zu machen und gute kurzweilige, oberflächliche Unterhaltung zu bieten. Mit viel Kabumm, viel Gekämpfe, viel Style und Coolness. Und sich dabei selbst nicht zu ernst nehmen, ganz wichtig. Denn einige Einfälle sind reichlich doof, wie die Zinnmänner, die mit Lanzen gegen Mechas ziehen, oder der Werwolf-Jedi. Anakin und Padme sind sowieso dumm wie eh und je. Manchmal bin ich mir dabei noch nicht mal ganz so sicher, ob es das jetzt wirklich alles mit einem Augenzwinkern macht, oder manche Sachen doch ernst meint. Anakins permanent Frowny Face beispielsweise. Ernst gemeint, oder macht man sich darüber lustig, dass er in den Prequels so ein weinerliches Mädchen ist? Eindeutig witziger ist da die riesige Stomp-Waffe in der Episode mit Samuel L. Jacksons Charakter. Das ist sowieso das beste Segment der ganzen Vol.1, vereint es doch perfekt eben jene Action mit Style und Coolness, aber doch mit Witz und Leichtigkeit, Charme und das ohne große Worte.

Vol.2 ist dann ein klein wenig anders, beinhaltet die 5 Folgen der dritten Staffel, die nun je 12 Minuten sind. Weitestgehend übernimmt es natürlich die Stärken der ersten zwei Staffeln, was Tempo und ausgewogene Unterhaltungswerte angeht. Doch durch die längere Spielzeit können die einzelnen Segmente nun etwas besser ausgearbeitet werden. Die Geschwindigkeit wird leicht gedrosselt, dafür haben die Charaktere jetzt auch mehr Raum zum Atmen, kann das Geschehen etwas mehr einsickern, statt von einem Punkt zum nächsten zu hetzen. Auch folgt Vol.2 nun einem klaren Handlungsstrang, präsentiert uns nämlich die Ereignisse um die Entführung Palpatins, sprich es endet genau dort, wo Episode III anfängt. Die 3. Staffel bekommt es überraschenderweise sogar hin, Anakin etwas sympathisch zu machen und Grievous fies erscheinen zu lassen. Schon kein Attest für die Prequels, wenn der dortige übertriebene Cartoon-Bösewicht in einem richtigen Cartoon plötzlich besser weg kommt.

Sprich die Clone Wars, wenn sie auch nicht komplett alles richtig machen, bieten einfach einen enormen Unterhaltungswert in schönen, knackigen 2 Stunden. Und dabei sprach alles gegen sie: Es ist ein animiertes Star Wars, es ist ein Star-Wars-Spinoff, es ist ein modernes Star Wars, alles keine Qualitätsmerkmale. Aber Wunder oh Wunder, die Clone Wars sind richtig gut geraten. Und ich glaube auch zu wissen, warum: Der Name George Lucas taucht in den Credits nirgendwo auf.

Star Wars Week II – Interlude

Letztes Jahr gab es zur Halbzeit etwas, was nicht aus der Franchise stammt und diese Jahr halte ich es genauso. Erneut mit einer Parodie und sogar mit der gleichen: Spaceballs. Diesmal halt nur die recht neue Animated Series. Bis zu meiner Woche letztes Jahr wusste ich gar nicht, dass es die überhaupt gibt, scheint eher untergegangen zu sein, wie die ganzen schwachen Direct to DVD Sequels zu Kinofilmen, die keine Sau kennt und wo man dann irgendwann durch Zufall mitbekommt, dass es ja ganze 3 Butterfly Effects gibt, 5 God’s Armies, 4 Species und so weiter und so fort gibt.

Star Wars wird allerdings nur in der allerersten Folge, Revenge of the Sithee, aufs Korn genommen, wo wir erfahren dürfen, wie aus dem kleine Sklavenjungen Pannakin Crybaby der bekannte Dark Helmet wurde. Wobei allerdings hauptsächlich „Möpse sind witzig“-Jokes gerissen werden, die nun wirklich nicht sonderlich witzig sind, wenn man keine 12 mehr ist.

Die weiteren Episoden nehmen sich dann Grand Theft Auto, Lord of the Rings oder Pirates of the Caribbean an. Wobei ich wie bei den Ewoks und Droids nur exemplarisch die ersten drei Folgen geschaut habe, statt die ganze Serie. Aus dem gleichen Grunde: Sie ist nicht sonderlich gut. Klar, Mel Brooks Humor war schon immer ziemlich flach und dämlich, aber in den 80ern immerhin trotzdem ganz witzig. Irgendwann Mitte der 90er mit dieser Bram Stokers Dracula Parodie hat das aufgehört. Ein Spaceballs Kinofilm finde ich zwar jetzt auch nicht mehr ganz so zum Schreien komisch, wie als kleines Kind, doch ganz amüsant ist der auch heut noch für mich, ein  Spaceballs TAS konnte mir drei Folgen lang kein einziges Schmunzeln abgewinnen.

Star Wars Week II – Animated Hour

In den 80ern hat man einfach aus allem auch ein Cartoon-Spinoff rausgewürgt, da war das mit Star Wars natürlich auch dringend überfällig. Es gab sogar gleich zwei relativ zeitgleich produzierte Serien, die dann in den USA auch gern im einstündigen Doppelpack ausgestrahlt wurden: Eine zu den Kindercharakteren Ewoks und dann mit Droids eine weitere Serie über R2-D2 und C-3PO.

Die Ewoks sind eine typische Wegwerf-Kinderserie, schnell produziert, schrecklich unspektakulär und auch schrecklich kindisch. Eigentlich die Star-Wars-Version der Glücksbärchies. Während eine Hexe es sich zur ewig scheiternden Aufgabe gemacht hat, den Ewoks in die Quere zu kommen, weil sie die halt doof findet, retten die Ewoks immer wieder den Tag, wenn ihre unwitzigen Streiche nicht gerade ihnen selbst in die Quere kommen. Der Ewoks-Cartoon ist vor allem eines: Schrecklich dämlich. Und das Titellied! Oh Gott! So schrecklich und doch so eingängig.

Droids ist da schon etwas besser, wirkt weniger kindisch dumm. Die beiden Androiden finden einen neuen Meister und erleben mit dem neue Abenteuer, die in der Regel damit zu tun haben, ebenfalls die Pläne eines wiederkehrenden Bösewichts zu vereiteln, der interessanterweise Ähnlichkeit mit einem metrosexuellen Dragonball-Bösewicht hat. Slapstick gibt es auch, witzig ist der auch nicht, aber nebenbei machen die Geschichten einfach mehr her als die der Ewoks. Außerdem ist die Weltraum-Odyssee eben einfach… Star-Wars-iger, als die Baumkuschler Ewoks. So wirklich sehenswert ist das Endprodukt zwar dennoch nicht, da kann man die Zeit in wesentlich bessere Sachen investieren, aber es ist schon mal nicht so schmerzhaft, wie sich die Ewoks anzutun.

So wirklich der Erfolg war den Serien zu Recht wohl trotz Star-Wars-Label nicht beschienen, die Ewoks hielten 2 Staffeln durch und die Droids sogar nur eine inklusive Special. Ein Verlust ist’s nicht.

Star Wars Week II – Ewoks

Jepp, es gibt eine weitere Star-Wars-Week. Ende letzten Jahres habe ich die sechs Hauptepisoden (und Spaceballs) geschaut, nun kommen wir zu den Cash ins. Wobei es gar nicht mal sooo~ viele gibt, wie man erwarten würde, bei so was wie Star Wars. Merchandising macht halt für weniger Ausgaben viel mehr Umsatz, verglichen mit Filmen und Serien, nehme ich mal an. Das Holiday Special werde ich allerdings außen vor lassen, das ist sowieso zu Tode geflamed. Dafür gibt es zwei nicht-Star-Wars-e in der Star Wars Week 2.0 – Oh my.

Den Anfang machen die beiden fürs TV gedrehten Filme rund um die mutierten Hamster-Bären-Viecher aus Episode VI, wo sie etwas deplatziert waren, die Ewoks. Den zweiten hab ich als Kind übrigens sogar geschaut gehabt glaub ich und fand ihn damals ganz gut, aber was hatte man als Stöpsel auch schon groß an Ansprüchen.

Die Filme drehen sich um zwei Kinder – die Familie ist auf dem Mond Endor crash gelanded. In Caravan of Courage geraten sie an die Ewoks, während die Eltern von einem Riesen entführt werden. Das Mädel freundet sich schnell mit den Teddies an, während der etwas ältere Junge skeptisch ist und allgemein den ganzen Film über rumzickt. Die Ewoks sind bereit, den beiden bei der Suche nach den Eltern zu helfen und letztendlich nimmt das den Großteil des Filmes ein: Die recht langweilige Reise bis zum Quartier des Riesen. Eltern werden befreit, Familie ist wiedervereint und Ende.

Battle for Endor legt da gleich wesentlich besser los. Wir werden direkt in einen Kampf geschmissen und schnell ist die ganze Familie abgesehen vom süßen Mädel dahin. Das flieht mit einem Ewok, hat eine kurze Eskapade mit einem anderen Menschen, bei dem die beiden Unterschlupf finden, und wird letztendlich vom Bösewicht entführt, weil er denkt, sie wüsste um das Geheimnis, dem er auf der Spur ist. Dabei ist das Ding nur ein schnödes Teil vom Schiff der Familie. Natürlich kann sie entkommen, befreit dabei noch die auch entführten Ewoks und fliegt mit ihrem neuen Adoptivvater davon.

So, wie waren die Filme denn nun? Der erste ist schon mal nicht viel wert, es passiert nicht genug, das ganze Ding ist einfach langweilig. Dazu auch noch oh so schlecht geschauspielert. Gerade der Junge geht mir ja gewaltig auf den Geist, sowohl der Schauspieler an sich, als auch die Rolle, die er verkörpert. Der zweite Film ist da schon wesentlich besser, wahrscheinlich gerade, weil er die Familie schnell ausradiert. Aber auch so sieht er besser aus, hat mehr Action und unterhält so einfach mehr. Ein Reißer ist auch dieser nicht, aber immerhin kann man ihn sich schon mal anschauen. Die beiden sind sowieso eindeutig für Kinder gemacht, als Erwachsener zieht man sich da nicht so viel sehenswertes raus. Aber ja, für die Kiddies ist zumindest der zweite Film echt eine nette Sache. Es könnte schlimmer sein ;P

Star Wars Week – Revenge of the Sith

Die Klonkriege nähern sich ihrem Ende entgegen, nachdem Count Dooku erledigt ist und Obi-Wan sich auf die Jagd des letzten Anführers, Grievous, macht. Whiny Skywalker hat derweil Albträume vom Tod Padmes, die von ihm schwanger ist. Außerdem geht’s ihm immer noch gewaltig auf die Eier, dass man ihn nicht zum Jedi-Meister macht, obwohl er es immerhin schon zum jüngsten Mitglied in ihrem Rat geschafft hat. Das allerdings auch nur, weil Palpatine ihm dazu verholfen hat.

Palpatine schmiert Whiny weiterhin ordentlich Honig ums Maul, und allgemein hört Whiny immer nur dann auf jemandem, wenn er sein Ego streichelt, nie, wenn er gewarnt oder seines jugendlichen Übermutes gezügelt wird. Nachdem Yoda dann seine Träume auch noch damit abtut, dass Schicksal nun mal Schicksal ist und er nichts tun können wird, während Palpatine sich als Sithlord outet und meint, die dunkle Seite der Macht wüsste sehr wohl Möglichkeiten den Tod zu verhindern, ist die Entscheidung gefallen.

Whiny Skywalker wird Darth Whiner, die Jedi vernichtet, Palpatine macht aus der Republik ein Imperium und Padme stirbt im Kindbett. Ende.

Episode III ist der einzige Star Wars, zu dem ich schon mal gebloggt hatte. Der Titel damals war „Galaxy of Morons“ und genau so fühlt man sich während des Filmes: Jeder ist ein Idiot. Padme, weil sie sie so was wie Anakin auch nur in ihre Nähe lässt. Die Jedi, weil sie überhaupt nichts kommen sehen können. Anakin, weil er sich von Palpatine auf so dilettantische Weise „verführen“ lässt, dass der auch gleich einfach nur „Du hat nen kleinen Schwanz“ hätte sagen können. Und der ganze Senat sowieso. Palpatine manipuliert Amidala ganz eindeutig in Episode I dazu, ihn zum Senatsvorsitzenden zu machen. Und alles jubelt. In Episode II räumen sie ihm Rechte ein und schwächen damit ihre eigene Position, wegen eines noch nicht wirklich genauer spezifizierten oder gar ausgebrochenen Konflikts. Und jubeln. In Episode III, nachdem er mehr und mehr Macht an sich gerissen hat und selbst die strunzdummen Jedis misstrauisch macht, glauben sie ihm aufs Wort, dass die Jedi gegen die Republik rebellieren wollten und so zur Bedrohung wurden – die ehrenvollen Jedi, die jeder respektiert und die immer den Frieden geschützt und im Klonkrieg für die Republik gekämpft haben. Alle jubeln. Und im gleichen Atemzug beendet er selbst die Republik und ruft ein Imperium aus, was allen Senatsmitgliedern eigentlich nur noch den letzten Rest ihrer Macht nimmt. Und was tun sie? Sie jubeln ihm begeistert zu.

Dabei steckt Episode III so voller Potential und könnte der düsterste Film der Reihe sein, wenn man sich denn dafür interessieren könnte, was passiert. Allgemein hätten die Prequels toll werden können, immerhin sollte es darum gehen, wie der mächtigste und strahlenste Jedi, der Auserwählte der alten Legende, ins Straucheln und zum tragischen Fall auf die dunkle Seite der Macht gebracht wird. Stattdessen bekommen wir ein nerviges Kind, das zu einem arroganten und weinerlichen Jüngling heranwächst, der nicht erkennt, wie einfach er doch manipuliert wird, wie billig und durchschaubar doch Palpatine ist und wie dumm er, sich von ihm rüber ziehen zu lassen. Dabei steckt hier Potential. Die tragische Geschichte des Jünglings, der zu viel Macht hat, dem sein Aufstieg nicht schnell genug gehen kann, der vom Frust zerfressen wird und dessen Schmerz nach dem Verlust seiner Mutter ihn dazu bringt, die Lügen der dunklen Seite zu glauben, er könne seine Geliebte vor dem Tod retten. Der schreckliche Dinge tut, und um sich wegen ihnen nicht selbst zu hassen immer eiserner an die Lüge glaubt, nur um noch schlimmere Dinge zu tun und sich noch stärker in die Selbstlüge zu stürzen, um sich eine Rechtfertigung für sie zusammen zu phantasieren. Nur um dann passend derjenige zu sein, der seiner Geliebten den Tod bringt, den er aufzuhalten doch erst zur dunklen Seite gewechselt ist. Aber uns all dies zu zeigen funktioniert nicht, wenn es uns nicht nahe geht, weil es so miserabel gehandhabt ist. Wenn Anakin so unsympathisch ist. Wenn Palpatine sich so dämlich anstellt und dennoch auf ihn hereingefallen wird. Wenn es so schlecht geschrieben, mäßig geschauspielert und schlecht inszeniert ist. Wenn Anakin jemanden tötet, mit einem klischeehaften „Was habe ich nur getan“ zusammen bricht, nur um 2 Sekunden später ewige Treue zum Sithlord zu schwören und 2 Minuten später ohne mit der Wimper zu zucken einen ganzen Raum voll Kinder im Jedi-Tempel abschlachtet. Nicht gut geschrieben, nicht gut gehandhabt, nicht glaubwürdig, keine Entwicklung.

Und wie Stefan schon sagte, es fehlt auch ein guter Bösewicht, ein konstant bedrohendes Übel. Darth Maul und Dooku könnten gute abgeben, ersterer hat aber zu wenig Screentime und zweiterer fast gar keine. Episode III hat Grievous, der wie ein lächerlicher Comicbuch-Bösewicht daher kommt. Die ganze Reihe hat Palpatine, aber der ist wie gesagt viel zu dillethantisch in allem, was er macht und das er damit durch kommt nur um so frustrierender.

Dennoch, diesmal ist Episode III mein Favorit der Prequels (früher war es Episode I). Einfach, weil hier so viel Wichtiges passiert. Und zwei Szenen sind richtig gut: Der Fall der Jedi und die Endszenen, ab Beerdigung Amidalas und was aus den Überlebenden wird. Da kommt fast ein bisschen das Feeling der Originaltrilogie auf. Fast. Aber die sind die Ausnahmen. Episode III hat zwei der wichtigsten Szenen der ganzen Saga: Obi-Wan triumphiert über Anakin, hält die „wie konnte es nur soweit kommen“-Rede und Anakin verbrennt zu dem Vader, den wir kennen. Und später die Szene, wo er deswegen seinen Anzug bekommt. Bei den beiden Szenen sollte ich Gänsehaut haben. Aber ich spüre nichts, weil’s mir egal ist. Egal! Wenn du zwei solche Szenen in deinem Film hast und jegliches Potential verschenkst, so dass sie einem nichts bedeuten… dann machst du was ganz gewaltig falsch, George.

Und die Action ist hier natürlich am phänomenalsten, CGI so weit, dass es nur noch hier und da mit den Schauspielern kollidiert, der Kampf Vader vs. Obi-Wan toll, wenn auch ein wenig zu lang. Aber zusammen mit Maul vs. Qui-Gon die beste Kampfszene der Prequels, denen ansonsten immer so ein wenig der Style und die Coolness von so was wie Matrix, The Dark Knight oder Casshern fehlt.

Ein guter Film ist’s freilich immer noch nicht. Alles Wichtige mag hier geschehen, doch wie gesagt, ist es frustrierend miserabel gehandhabt, geschrieben, geschauspielert, inszeniert. Verschenktes Potential links und rechts, zwei kurze gute Szenen und ansonsten viel Spektakel. Kein Charme, keine Sympathie, keine Seele. Zudem muss man befürchten, durchs Schauen etwas dümmer geworden zu sein, als man vor dem Film war.

Star Wars Week – Attack of the Clones

10 Jahre sind vergangen, aber abgesehen von Jesus Skywalker sind alle nur um 3 gealtert. Padme ist nun Senatsmitglied und kann deswegen nicht mehr als Königin den ganzen Tag in sperrigen Kostümen vor sich hin dehydrieren. Außerdem hat sie Feinde, da sie die Mobilmachung der Republik, um die Bedrohung der abtrünnig gegangenen Galaxien entgegen wirken zu können, nicht unterstützt (Repubiksmitgliedschaft scheint wohl doch nicht so ganz freiwillig zu sein, wenn man, sobald Galaxien sich unabhängig erklären, gleich mit einem Militärschlag im Namen der Demokratie daher kommt). Also darf Jesus nun ganz offiziell beauftragt ihren Beschützer spielen.

Die beiden verlieben sich ineinander, Jesus‘ Mutter stirbt, was ihn kurz zur dunklen Seite fallen und alle in Reichweite umbringen lässt und Obi-Wan entdeckt derweil eine Klonarmee, die vor 10 Jahren angeblich im Namen der Republik in Auftrag gegeben wurde. Ziemlich fishy, aber da die Abtrünnigen sowieso gerade mobil machen und man somit eine Armee braucht, und halt eine bereit steht, nimmt man sie mit Kusshand, ohne dass irgendwer weiter drüber nach denkt.

Episode II ist definitiv der langweiligste der Prequels. Eigentlich passiert wenig von Wichtigkeit. Padme und Anakin springen drei Mal über eine Wiese und beschließen, nun unsterblich verliebt zu sein. Anakin verliert die Kontrolle beim Tod seiner Mutter. Der Krieg bricht aus. Alles gar nicht mal so lange und sich langsam entwickelnde Szenen, sondern recht (sogar zu) kurz gehalten und dafür der Rest der über 2 Stunden mit… nicht viel gefüllt. Mit jeder Menge Action, ja, aber ohne Kontext und in solchem Umfang wird auch die schnell dröge.

Ewan McGregor, Natalie Portman, Hayden Christensen, Samuel L. Jackson… alle nominiert für Golden Globes und/oder Academy Awards, teilweise sogar welche gewonnen. Sprich: Das sind nicht unbedingt schäbige Schauspieler. Aber setzt sie in die Star Wars Prequels vor einen Greenscreen und lasse sie Selbstgespräche führen, weil Szenerie und Konversationspartner erst per CGI reingezaubert werden, und sie verlieren jegliches Talent. Darth Maul in Episode I wird nicht von einem professionellen Schauspieler, sondern Stuntman verkörpert – einen Unterschied in Leistung zu den „richtigen“ Akteuren ist aber nicht zu verbuchen. Liam Neeson ist ganz gut und Sir Christopher Lee könnte selbst einen Glücksbärchie-Bösewicht fies erscheinen lassen, aber damit hört die Leistung auch schon auf. Charakterzusammenspiel wie in der Originaltrilogie wird man hier zwischen niemandem finden.

Besonders darunter leiden tut natürlich die Romanze zwischen Padme und Anakin. Abgesehen davon, dass es ziemlich plötzlich geht, findet man eigentlich alle Twilight-Schwächen vor: Zwischen den beiden herrscht keinerlei Chemie. Die Dialoge sind haarsträubend unrealistisch, so redet einfach kein Mensch. Und wie sich die kluge, starke Padme in Anakin vergucken kann, der den ganzen Film nur damit verbringt, wie ein kleines Kind rumzuwhinen, weil ihn keiner als Erwachsener ernst nimmt, ist mir sowieso ein Rätsel.

Wie freiwillig alle Ratsmitglieder Privilegien wegen einer angeblichen Notstandssituation abgeben, lässt einen auch die Braue hochziehen. Und so wirklich wird das perfekt getimte und anscheinend lang geplante Auftauchen der Klonarmee auch nicht hinterfragt. Man braucht ja eh grad eine. Geschenkter Gaul und so. In Dune würden diese „Politiker“ keine 5 Minuten überleben. Und der große Angriff der Klonkrieger? Ein langer Kampf gegen Ende des Filmes, sicherlich, aber Yoda ist schnell uns zu sagen (Zitat) „Der wahre Angriff der Klonkrieger hat erst begonnen“. Nur ist der Film, der nach ihm benannt ist, auch schon rum. Ups, keine Zeit für gefunden in den über 2 Stunden. Großes Sorry, seht auch unsre Spinoff-Serien, die den wahren Konflikt behandeln. Etwas schwach, wenn man bedenkt, wie viel luftleerer Raum in Episode II gefüllt hätte werden können.

Die Action und Effekte sind natürlich fulminant und zahlreich. Immer noch etwas arg künstlich, klinisch, tot, besonders wenn keine toten Objekte, sondern lebende Wesen erschaffen werden oder die Realschauspieler mit im Bild sind. Aber ja, was aufs Auge bekommt man durchaus. Nur reicht das allein halt nicht. Die Originaltrilogie hat sich definitiv auch über Action und Special Effekts verkauft, aber eben das mit sympathischen Charakteren und interessanter Handlung hinterfüttert. Episode II hat keines von beiden und ich hab mich ernsthaft ein wenig gelangweilt.

Star Wars Week – The Phantom Menace

George Lucas hatte große Ideen zu Star Wars. So einiges hat sich von den ursprünglichen Gedankengebilden zum Endprodukt geändert. Irgendwann waren mal 9 Episoden in drei Trilogien angedacht, dass dann aber auf 6 verkürzt. Episode I-III hätten sich um Aufstieg und Fall der Jedi gedreht, Anakin nur das Finale einnehmend. Aber dann kam ja eh lange erst mal nix und 16 Jahre nach Episode VI sollten aus den Prequels dann wieder eine ganz andere Geschichte werden. Wirklich schade, dass er mit deren Produktion so lange gewartet hat, bis zu einer Zeit, wo er es verlernt hat, wie man gute Filme macht. Episode I ist übrigens der einzige Star Wars, den ich damals tatsächlich im Kino gesehen hatte… ich mochte ihn 1999 eigentlich, doch 11 Jahre ist eine lange Zeit, auch wenn ich so langsam in ein Alter komme, wo man sich plötzlich wundert, wo diese Jahre überhaupt alle hin sind.

Die Republik erstickt langsam an ihrer eigenen Bürokratie zum Punkt der Handlungsunfähigkeit. Die frische Königin Amidala trifft es besonders hart, wird ihr Planet doch von der Handelsförderation belagert, ohne dass Hilfe in Sicht ist. Zwei Jedi hat man ihr geschickt, die letztendlich aber auch nicht mehr vermögen, als ihr zur Flucht zum Hauptstadt-Planeten der Republik zu helfen, wo sie ihr Anliegen vortragen will. Nebenbei wird auch der junge Jesus Skywalker aufgegabelt, der per unbefleckter Empfängnis entstand und in dem die Macht stark ist.

Amidala sorgt dafür, dass der Senator ihres Planetens, bei dem der Film nicht sonderlich zu kaschieren versucht, dass er der Scheming Bad Guy ist, zum neuen Ratsvorsitzenden der Republik wird und düst zurück zu ihrem Heimatplaneten, um die Besatzer erfolgreich zu bekämpfen, während die Jedi einen Sith erledigen müssen, die alle für ausgestorben hielten. Der Rat mag übrigens Jesus nicht ausbilden, aber Obi-Wan sagt ihnen STFU, sein Lehrer hat im Kampf sein Leben lassen müssen und als letzten Wunsch die Ausbildung von Jesus gehabt, und da gibt der Jedi-Rat dann auch schon klein bei.

Oh Episode I, so viel lief falsch. Was fehlt? Herz und Seele vor allem. Episode I ist berechnend, auf Familientauglich getrimmt, traut sich nicht Risiken einzugehen. Der Witz zündet nicht. In Episode IV-VI kommt der Humor hauptsächlich durch die Wortgefechte zwischen den Charakteren oder dem Austausch zwischen den beiden Droiden. George Lucas 1999 versteht unter Humor den „saukomisch“ trotteligen Jar-Jar Binks und wie er von einem Alienreittier ins Gesicht gefurzt bekommt. Hilarious! Die super Chemie zwischen den Charakteren der Originaltrilogie wird man hier auch vergeblich suchen. Anakin ist an und für sich nicht mal ein sonderlich sympathischer Charakter, der Junge geht einem schlichtweg am Arsch vorbei. Und das Podrennen… musste das tatsächlich in seiner vollen Länge quasi in Echtzeit eingebracht werden? Ich hab auf die Uhr geschaut, es geht eigentlich doch „nur“ 10 Minuten von Startschuss bis Ziellinie, fühlt sich aber wesentlich länger an. Überhaupt war ich überrascht, dass der Film mit knapp über 2 Stunden ungefähr genauso lang wie die Vorgänger ist, aber wo die einem in der gleichen Zeit erstaunlich kurz vorkamen, weil man so eine gute Zeit mit ihnen hatte, fühlt sich Episode I mindestens eine halbe Stunde länger an, als er ist. Und mal ernsthaft: Jar-Jar Binks? Ich gehöre zwar nicht zu den Leuten, die ihn so sehr hassen, dass sie ihn gekreuzigt sehen wollen… aber witzig ist er nicht… wichtig auch nicht… und bekommt viel zu viel Screentime. Das ist so ein typischer Charakter, der entsteht, wenn Leute Studien anstellen, was gerade hip bei den Kids ist und was die witzig finden, und dann kommt was dabei raus, was genau ins Gegenteil geht.

Das Beste am Film ist die Optik, aber selbst da hab ich ein oder zwei sehr subjektive Probleme. CGI ist eine tolle Sache, man kann damit Dinge darstellen, die mit traditioneller Tricktechnik unmöglich herstellbar oder viel zu kostspielig wären und das ganze in einem viel enormeren Größenmaß. Aber CGI sieht halt auch immer wie CGI aus, besonders damals 1999. Modelle, Bühnenbilder, Animatronics, Schauspieler in Alienkostümen… sieht auch nicht unbedingt echter aus, aber man merkt doch, dass in diesem Fall wirklich irgendwas Physikalisches da ist. Bei CGI merkt man, dass da ursprünglich nichts war. Das Design der Städte, besonders der Schauplätze auf Naboo, ist super. Die Weltraumfights sehen toll aus. Aber sobald lebendige Kreaturen ins Bild kommen, die aus dem Computer stammen, platzt die Illusion. Noch schlimmer, wenn dann auch noch echte Schauspieler dazu stoßen. CGI in der Größenordnung wie in den Prequels ist einfach zu viel. Die Szenen mit ausschließlich realen Schauspielern vor Bühnenbildern funktionieren, aber der Großteil, wo reale Menschen vor Greenscreens standen und mit einem Wesen sprechen, dass noch gar nicht da ist… wo (fast) die komplette Kulisse und Gesprächspartner CGI sind… das kollidiert, das sieht unglaublich Fake aus und das hilft den Schauspielern auch nicht gerade eine berauschende Leistung abzuliefern, so im fast Luftleeren Raum zu agieren. Es wirkt künstlich, klinisch, wo ich Episode IV-VI nach kurzer Zeit wirklich abnehme, in einer lebenden, atmenden Welt zu sein, egal sie sehr Yoda nach Puppe aussieht, da schau ich bei den Prequels hin und denk mir nur „hübsches Computerspiel“. Da ist keine Welt, da ist nur hübsche Tapete, die nicht zum Rest der Inneneinrichtung (Realschauspieler) passt.

Das andere Design-Highlight, neben den Naboo-Schauplätzen, sind Padmes Kostüme, von denen sie in fast jeder Szene ein neues trägt. Aber auch hier ein Problem: Die Hälfte davon ist so unkomfortabel und sperrig, dass Natalie Portman keine schauspielerische Leistung erbringt, sondern wie ein Brett steif da sitzt oder steht und nur ihren Kopf oder Augen leicht nach links und rechts drehen kann. Schmerzlichst statische Szenen.

Alles ist also nicht schlecht. Neben dem Design unter Anderem auch die Musik. Und die Action-Szenen. Ich mag auch die politisch angehauchte Handlung. Sicher zeigt sich hier, dass dies nur die kleinen Beginne der Trilogie sind, der erste Schritt, die Weichen werden gelegt und wenig mehr. Doch ich mag Padmes Kampf um ihren Planeten, auch wenn die Politik in Star Wars schrecklich durchsichtig und vereinfacht ist, weit von Dingen wie Dune entfernt. Nur halte ich nun, in 2010, Episode I nicht mehr für einen guten Film, sondern für einen mittelmäßigen, einen gewissen Unterhaltungswert hat er trotz aller negativer Kritik nämlich schon. Würde man sich Monate später wirklich noch dran erinnern, ihn gesehen zu haben, wenn er eben nicht Star Wars hieße?

Star Wars Week – Interlude

And now to something not so completely different: Spaceballs. Wenn du erfolgreich bist, wird sich früher oder später jemand über dich lustig machen. Mel Brooks hat eine Kariere darauf aufgebaut, beliebte Filmgenre zu verarschen. Und die sind zum Großteil sogar alle witzig!

Spaceballs nimmt sich die Space Operas der 70er/80er vor, dabei allerdings hauptsächlich die Star Wars Trilogie, mit einen Witz über Star Trek oder Alien hier und da. Planet Spaceball geht die Luft aus, also entführen sie die Prinzessin, um den Zugangscode zur Kuppel von deren Heimatplaneten zu bekommen und mit einem Hausmädchen-Transformer die ganze Luft abzusaugen. Nur hat Lord Helmet die Rechnung ohne Lone Starr, seinem Mog (Man-Dog) und das Schwartz gemacht!

Der Humor von Mel Brooks ist der, der in die ganz dämliche Richtung geht. Jemand befiehlt „Durchkämmt die Wüste“ und anschließend sieht man, wie mit riesigen Kämmen die Wüste gekämmt wird, unter dem Kommentar „Nehmen wir das vielleicht etwas zu genau?“. Nur weil das alles auf dem Niveau eines Blondenwitzes ist, ist es natürlich nicht minder spaßig. Zumindest als Kind konnte ich mich über Filme wie Spaceballs, Robin Hood: Männer in Strumpfhosen oder Die verrückte Geschichte der Welt tot lachen. Mittlerweile lache ich nicht mehr ganz so laut über Spaceballs, verdrehe hier und da auch mal die Augen, aber unterm Strich isses immer noch ein unterhaltsamer und witziger Film.