Into Darkness

ava-1520Ich fand es ja oh so clever, dass Spock im Reboot-Star-Trek von 2009 den alten Spock getroffen hat, der uns erklärte, dass dies eine parallele Zeitlinie ist. So kann man die alten Fans beruhigen, weil trotz Reboot ihre alten Lieblinge immer noch valide sind, und mit den neuen Filmen sich halt doch trauen, so viel anders und neu und frisch zu machen, wie man will. Etwas enttäuschen dann, dass der Nachfolger eben nicht in die erhoffte neue Richtung geht, sondern sich stark auf Star Trek II: The Wrath of Khan besinnt.

In der Opening-Szene hat sich die Crew also dazu entschlossen, einen primitiven Planeten zu retten, auf dem ein Vulkan ausbrechen soll, was irgendwie mal so ganz gegen die „Misch dich nicht ein“-Klausel der Sternenflotte geht. Und als Spock fast im Vulkan drauf geht (mit seinem ikonischen Satz und allem, obwohl wir ja wissen, dass er kaum in den ersten 10 Minuten bereits sterben wird), zeigt Kirk sogar die Enterprise vor, um ihn rechtzeitig zu retten – etwas was Spock nie für Kirk gemach hätte, da es die Regeln bricht.

Da Spock auch seinen Bericht nicht beschönigt, verliert Kirk die Enterprise natürlich, nur um sie kurz daruf wiederzuerlangen, weil Sherlock ein Meeting aller Obersten der Sternenflotte beschießt und Kirks Mentor dabei drauf geht, weil das Hauptquartier der Sternenflotte, besonders wenn alle Oberhäupter zu einem Notfallmeeting wegen eines Terrorangriffs auf eines ihrer Gebäude zusammenkommt, anscheinend mal so überhaupt gar keine Sicherheitsvorkehrungen hat, sondern man schnell mal vorbei fliegen und direkt in den Raum schießen kann. Und da ansonsten die Quote an Crewmitgliedern mit amerikanischem Akzent zu niedrig ist, darf Kirk wieder den Captain spielen.

Also ist die Enterprise nun auf der Jagd nach Khan, der sich auf einen Planeten der Space-Russen verzogen hat, was den Kalten Krieg ziemlich schnell erwärmen würde, wenn ein Schiff der Space-Amis dort gesehen wird. This is a sneaking mission! Überraschenderweise ergibt sich Super-Khan, nachdem er ein ganzes Bataillon an Klingonen ausgeschaltet hat, einfach weil die Enterprise mit 72 Raketen droht. Denn darin ist seine ehemalige Crew an gleichen Supermenschen versteckt, die die Sternenflotte wohl mittlerweile gerne loswerden würde, die Crew der Enterprise also für ihre Zwecke zu missbrauchen versucht.

Star Trek: Into Darkness ist einer jener Filme, die ob ihrer gelackten Optik und coolen Action keine Langeweile aufkommen lassen, die ob ihres mageren Plots aber doch irgendwie ein wenig ein Letdown sind, gerade nachdem ich nach dem ersten Film doch wesentlich mehr und cleverer erwartet hätte. Zudem wirkt es für mich wie ein Film, bei dem das Script ständig umgeschrieben wurde, denn irgendwie scheint der Plot sich nie so ganz bewusst zu sein, was er jetzt bringen will, sondern präsentiert vieles so halbgar.

Ich bin mir schlichtweg nicht mal sicher, ob es nicht eben doch einfach die beste Entscheidung gewesen wäre, einen eigenen Film zu machen, statt einen zweiten Khan. Und wenn Khan schon hier vor kommt, dann vielleicht doch etwas cleverer damit umgehen. Seine Rolle eventuell vertauschen, in dem wie zunächst als Roter Hering angedeutet er vielleicht eben doch kein Bösewicht ist, sondern nur ein Experiment einen Supermenschen zu erstellen, dass nun ausgelöscht werden soll, und er nur um das eigene Überleben plus das seiner Crew kämpft. Oder wenn er schon der Fiesling ist, dass er einen Krieg zwischen Flotte und Klingonen provozieren will, die Flucht nach Chronos also eine Falle ist, um genau einen solchen Zwischenfall zu forcieren.

Stattdessen werden wir zunächst auf den Trichter gebracht, dass der Flotte nicht zu trauen ist, weil sie die Crew hintergangen hat; nur damit dann dies schlichtweg die falschen Mittel zum richtigen Ziel sind, weil Khan und die Seinen eben doch voll böse und so sind, weil Khan Space-Hitler ist, der alle Unterrassen ausschalten will; nur um am Ende des Filmes, wenn er besiegt ist, alle wieder fröhlich in ihren Job integriert zu haben, statt ihrem Arbeitgeber auch nur das geringste Misstrauen entgegen zu bringen, weil es ja nur ein (nun toter) General war, der sich ausgetrickst hat.

Und das einzig „clevere“, was der Film mit dem auf den Kopf stellen des Originals macht, ist das gleiche, wie der erste Film tat: Die Rollen von Spock und Kirk werden einfach vertauscht, in dem Kirk sich opfern und Spock schreien darf (erneut, vielleicht den ikonischen Schrei lieber gar nicht verwenden). Mein erster Gedanke zu Kirks tot „Wenn die jetzt das Blut von Khan als Sofortheilmittel verwenden, werd ich sauer“. Tja, 10 Minuten nach seinem dramatischen Abgang ist Kirk dann auch wieder am Leben. Ich mein, die Original-Filmreihe hat Spock auch wiederbelebt, weil man auf einen der beliebtesten Hauptcharaktere nicht verzichten kann, aber die haben wenigstens bis zum nächsten Film gewartet, statt die als emotional am wichtigsten geplante Szene des Filmes umgehend mit einem Easy Way Out zu untergraben.

Allgemein wäre mir wohl auch das Hintefüttern der Charaktermotivation von Khan sowie eine besser Entwicklung von Logik-Spock zu Freundschaft-Spock wichtig gewesen, beides wirkt letzendlich doch etwas halbgar. Platz wäre gewesen, wenn man ein paar der bestenfalls lose zusammenhängende Setpieces raus lässt, die Anspielungen auf Kirks Gesundheit die fallengelassen werden, sowie der Streit zwischen Spock und Uhura der auch beiseite fällt.

Wie gesagt, toll aussehen tut der Film, und viel geile Action bietet er auch, obwohl die schiere Anzahl an Szenen, wenn die Kamera uns ins Schieflage ein 3/4-Profil eines Charakters gibt, der cool von hinten oder der Seite angeleuchtet wird, genauso wie die Existenz von Lensflare in quasi jedem einzelnen Shot, mit der Zeit etwas unfreiwillig komisch wird. You too cool for school, Star Trek. Unterhalten hatte mich das in einer stumpfen Popcorn-Kino-Art durchaus schon für seine 2 Stunden gehabt. Aber die Handlung halt, so viel verschenktes Potential, so viel was nirgendwo hin läuft, und keinerlei Frische oder Originalität.

startrekintodarkness

NЄMЭSIS

So, sind wir endlich auch mit Star Trek durch, der zehnte Film und Sargnagel in der ursprünglichen Filmreihe ist geschlagen. Schon alleine die Title Card, STAR TЯEK: NЄMЭSIS, geschrieben wie das Schild eines Limonadenstands einer 5-Jährigen, lässt auf nicht viel hoffen.

Zwei Crew-Mitglieder, deren Namen ich mir bis Heute nicht merken kann, da außer Pickard und Data in den Filmen nie wirklich jemand wichtige Screentime bekommt, heiraten. Der Typ mit dem Bart halt und die Tussi, nicht die blonde, die brünette. Was bedeutet, dass sich die Crew bald von den beiden verabschieden muss, gehen sie doch nun eigene Wege. Doch auf ein letztes Abenteuer werden sie noch mal alle geschickt: Die Remulaner, das von den Romulanern unterdrückte Brudervolk, hat um Audienz gebeten und die Enterprise ist am nahsten dran.

Stellt sich raus, dass deren Anführer ein junger Klon von Pickard ist, der nette Dinge über Frieden zwischen den Völkern trällert, aber natürlich eigentlich ganz böse die Menschheit vernichten will. Also muss er natürlich aufgehalten werden. Ach ja, und mit B4 wird ein „Bruder“/Prototyp von Data gefunden, was bedeutet, dass die olle Blechbüchse auch wieder ordentlich vom Rampenlicht abbekommt.

Wie schlimm war denn nun der Film-Franchise-Killer? Eigentlich gar nicht mal so sehr. Ich würde ihn auf eine Stufe mit Star Trek: Generations stellen: Keiner der richtig guten Filme, aber auch keiner der echt öden Vertreter. Er ist halt einfach da und OK und hat Unterhaltungswert, aber wiederholt ansehen wird man sich die Schoße eher nicht.

Die unterliegende Thematik ist diesmal natürlich merklich „Familie“. Die beiden heiratenden Mitglieder werden die Crew-„Familie“ verlassen, Data und B4 sind „Brüder“ und Pickard und sein Klon halten sich gegenseitig ein „Was wäre wenn“-Spiegel vor, so unterschiedlich wie ihre beiden Leben verlaufen sind und so trotz gleichen genetischen Materials zwei Menschen mit moralisch sehr unterschiedlichem Kompass hervorgebracht haben. Das ganze soll Pickard kurzzeitig sogar in eine richtige Kriese werfen, zu sehen, wozu „er“ fähig gewesen wäre, wenn denn etc., aber wie in der Franchise üblich ist das ganze leider etwas arg oberflächlich angegangen, schlecht geschrieben, und wird schnell aus dem Weg erklärt. Irgendwas darüber, dass sie trotz gleicher Gene doch unterschiedliche Individuen sind, und das nicht nur, weil sie ein unterschiedliches Leben geführt haben oder so ein Zeug, was eigentlich keinen Sinn ergibt, wenn man mal anhält und drüber nachdenkt.

Überhaupt ist der eigentlich recht simple Plot mal wieder etwas unnötig verkompliziert erzählt und aufgebaut, was bei The Next Generation ja anscheinend so ein wenig zum guten Ton zu gehören scheint. Das ganze hätte man auch einfacher haben können, zumal es sowieso recht offensichtlich ist, wohin alles führen wird. Immerhin ist es dennoch keine schlechte Handlung, wenn auch ein wenig gewöhnlich. Und von mehr oder weniger viel Action ist er unterbrochen, was keine Langweile aufkommen lässt. Auch wenn das Finale definitiv mal wieder zu lang ausgefallen ist. Zuerst gibt es eine Entscheidungsschlacht mehrerer Schiffe, dann das Gerangel der jeweils rechten Hände von Pickard und dessen Klon, dann nochmal ein „persönlicher“ Kampf der beiden Schiffe, dann endlich Pickard vs. Klon und dann darf Data auch noch einen auf heroischen Märtyrer-Spock machen – nur das es hier nicht so emotional ist und weniger gut zieht als in Star Trek II.

Interessant fand ich ja das Design der Remulaner, da deren Planet sich nicht dreht (was für grundlegende physikalische Probleme das mit sich bringen würde, übersehen wir jetzt mal), leben sie auf der kühlen, von der Sonne abgewandten Seite in ständiger Nacht. Und die sehen tatsächlich so ein wenig Nosferatu-esque aus. Interessant. Die irisierende Kleidung wiederum war vielleicht nicht die beeindruckendste Design-Entscheindung

Er hat also seine Probleme, er ist kein so schönes Goodbye an die Next Generation Crew wie das Star Trek VI für die der Original Series war, aber es hätte auch schlimmer enden können.

Insurrection

Die Crew der Enterprise bekommt mitgeteilt, dass sich Data auf einem Planeten, den er erforschen sollte, ordentlich daneben benimmt und Leute angreift. Also hin, ihn eingefangen und versucht, herauszufinden, warum er durchgedreht ist. Tja, wie sich herausstellt sind die Einwohner gar nicht so unterentwickelt, sondern nur eine Kommune an Hippies, die der Technik abgeschworen haben. Auf ihrem Planeten lebt es sich nämlich ganz gut, überall hübscheste Natur und die gesunde Strahlung führt dazu, dass sie alle nie krank werden, mit erhöhter Körperleistung aufwarten und unsterblich sind.

Und das Geheimniss ewigen Lebens und Jugend, sowie die Möglichkeit, alle Krankheiten heilen zu können, ist natürlich ein sehr verlockendes. Wie Pickard feststellen muss selbst für seine eigene Förderation, die der Aktion zugestimmt hat, die Einwohner zu vertreiben, um sich die Heilkräfte zu nutze zu machen.

Star Wars: Inusurrection ist konzeptionell gesehen nicht arg so übel, sondern hat durchaus Zündstoff im Script. Immerhin werden hier hochmoralische Fragen aufgeworfen, dessen was für das größere Gute tragbar ist und was nicht, und Pickard dazu gebracht an seiner eigenen Förderation zu zweifeln. Daraus hätte was werden können, doch der Film nimmt sich schlichtweg den einfachen, langweiligen Weg aus dem Dilemman, statt wirklich in große moralische Verwicklungen zu gehen.

Es hilft nicht, dass die Umsetzung der Idee sowieso schon unglaublich langweilig ist. Es dauert gut eine Stunde, in der man apathisch den zwar von schönen Landschaftsaufnahmen gespickten, aber eben doch sehr Ereignislosen Teil in der Hippie-Kommune verfolgt. Etwas Action kommt dann natürlich aufs Finale rein, wenn um sie gekämpft wird, besteht aber immer noch das Problem, dass man sich als Zuschauer einfach nicht für sie interessiert, und damit auch nicht für den Kampf um sie.

Überhaupt wirkt der neunte Star Trek wie die Antithese zum achten. Der war düster und ernst, gespickt mit viel Action, die Borg eine interessante Opposition. Insurrection ist voller hübscher Landschaften, seichtem Esotherik-Einschlag, jeder Menge nicht immer passendem Slapstick, wenig Kampf und schlecht ausgearbeiteten, uninteressanten Gegnern. Eine tödliche Kombination… tödlich langweilig.

Übrigens der einzige Star Trek, den ich vorher schon gesehen hatte, sogar damals im Kino. Erinnert hatte ich mich an nix mehr, jetzt weiß ich auch warum: Es gibt nichts Erinnerungswürdiges hier.

First Contact

Die Borg greifen an und die Enterprise soll sich da raus halten, da Pickard schon mal assimiliert war und deswegen nicht zu trauen ist. Einmischen tut er sich dennoch und was ein Glück, die Borg sind nämlich in die Zeit zurück gereist, um die Menschheit dort bereits zu übernehmen und nur die Enterprise kann hinterher um das zu richten.

Ankommen tun sie in der Mitte des 21. Jahrhunderts, eigentlich der ideale Zeitpunkt, da die Menschheit nach vom dritten Weltkrieg geschwächt ist und keinen Kontakt zu außerirdischen Rassen hatte, die ihnen zur Hilfe kommen könnten. Genau genommen ist es genau der Zeitpunkt kurz vor dem legendären Ersten Kontakt zu einer anderen Spezies.

Und während ein Teil der Crew um Pickard auf der Enterprise damit beschäftigt bleibt, die das Schiff infiltrierenden Borg zu bekämpfen, ist der auf die Erde gebeamte Teil damit beschäftigt, den legendären Wissenschaftler, der eigentlich ein nichtsnutziger Säufer ist, dabei zu helfen, dass die Geschichte um den Ersten Kontakt wirklich überhaupt geschieht.

Star Trek: First Contact ist definitiv einer der besseren Filme der Reihe. Düster und mit viel Action, eher weniger Humor, der sowieso nicht wirklich funkt. Manchmal fühlt man sich beim vielen hin und her springen etwas verloren und weiß einen Moment nicht so genau, warum das nochmal genau passiert, was man sich da gerade ansieht, aber eigentlich ist die Handlung ziemlich üblich und wenig verwirrend, weswegen man schnell wieder drin ist. Es geht halt hauptsächlich um Pickard und seine ausstehende Rache an den Borg, für die er zu viel zu opfern bereit ist – der Film macht da direkt schon selbst die Parallele zu Moby Dick. Und natürlich die Borg, deren Bienenkönigin im Gespräch mit Data steht, da beide behaupten Evolution wäre ihr Ziel. Data will sich von der Maschine weg mehr zum Menschen entwickeln. Die Borg nicht, denn sie wollen der Perfektion näher kommen. Und kein Lebewesen ist nun mal perfekt, deswegen assimilieren sie einfach alle in ihr Konglomerat und picken sich nur das Gute raus. Das ist eigentlich gar keine so schlechte Idee, auch wenn der Film sie halt als die Bösewichter darstellt und die ganze Sache eher nach Stillstand und Unterdrückung der assimilierten Spezies in das schon bestehende Muster erscheint. Denn die Borg adaptieren ja tatsächlich schnell auf neue Situationen und in den Weiten des Weltraums die besten Eigenschaften der diversen Völkchen shoppen zu gehen ist wahrscheinlich tatsächlich das, was dem Ziel der Perfektion am nahsten kommt. Unterdrückung ganzer Völker und des Individuums an sich ist halt dennoch uncool.

Da verwundert es auch nicht, dass gerade die Parts der Handlung, die auf der Erde spielen und sich um den Ersten Kontakt drehen, bestechend langweilig sind. Man will wissen, wie es auf der Enterprise weiter geht, nicht dem Säufer zuschauen, wie ihm von den Leuten der Crew geholfen wird, deren Namen man sich noch nicht mal hat merken können, weil sie in den beiden Filmen so blass sind. Wenn man ein Fan des Star-Trek-Universums ist, mag das was anderes sein, da den legendäre Erste Kontakt zu sehen dann vielleicht interessanter ist, aber so rein auf sich gestellt, ist der Teil nicht so pralle.

Und mit Data kann ich halt immer noch nicht. Mich irritiert der irgendwie ständig in diesen Filmen. Hier hat er erneut eine zentrale Rolle und nervt immerhin nicht so sehr, wie in Generations. Besser wird’s wohl nicht.

Dennoch, ja, ist einer der guten Filme der Reihe, von denen es eh zu wenige gibt. Vor allem hat das Design ordentlich zu gelegt und ich würde mal sagen First Contact ist nach The Motion Picture der erste Star Trek, der nicht aussieht wie ein TV-Special, sondern tatsächlich mal sein Kinofilm-Budget zu nutzen weiß.

Star Trek: Generations

Die ersten 15 Minuten vom siebten Star Trek beginnen mit (Teilen) der alten Crew, die mal wieder zufällig in eine Rettungsmission geraten. Und dann bringt der Film Kirk um, springt 78 Jahre in die Zukunft, um das Zepter an die Next Generation Crew zu geben.

Drehen tut sich alles, wenn man es sich dann endlich mal zusammen klamüsert hat, um den „Nexus“, eine Energie, die durch die Galaxis düst und wenn du drin gefangen wirst, lebst du ewig in Frieden und Glückseligkeit. Im Prinzip, wie tot und in den Himmel gekommen zu sein, nur ohne das Sterben. Und unser Bösewicht war in eben jenem, als er von der alten Crew daraus „gerettet“ wurde. Nun zerstört er halt Planeten, um den Kurs des Nexus umzulenken, bis der endlich mal wieder auf ihn trifft, damit er wieder in ewiger Zufriedenheilt schwelgen kann. Und dem Tod entkommt.

Eigentlich eine Motivation, die man gut nachvollziehen kann. Natürlich geht Generations den üblichen Weg, uns zu sagen, dass der Tod nun mal zum natürlichen Kreislauf der Dinge gehört und das anstrengende echte Leben einem ewigen falschen Paradies vorzuziehen ist, weil dies doch viel zu schal ist. Es ist die Anstrengung und die Endlichkeiten des Lebens, die es erst besonders machen. Den Kram halt. Ich weiß nicht, ich glaub ich würde Unsterblichkeit und ewige Zufriedenheit doch vorziehen, aber das bin nur ich.

Neben dem roten Faden der Sterblichkeit und dem Verarbeiten dessen (Picard verliert beispielsweise ein Familienmitglied und wie gesagt hat der Film die Eier, Kirk einfach mal umzubringen – wenn auch natürlich nicht am Anfang) wird dort auch der, mit seinen Gefühlen zurecht zu kommen eingeflochten. Nicht nur durch Picards Verlust, sondern auch da der künstliche Mensch Data nun einen Emotionschip bekommt und zuerst total aufdreht, um dann später endlich seine manischen Gefühlswandlungen unter Kontrolle zu bekommen. Ehrlich gesagt ein eher unnötiger Subplot. Und während Data zunächst noch für ein oder zwei Lacher gut ist, wird die Angelegenheit auch schnell sehr nervig.

Insgesamt war der Film allerdings schon OK würd ich jetze mal sagen. Data war ein Fehlschlag, ein wenig mehr Action hätte da sein können und knapp nach der vollen Stundenmarke fühlt es sich an, als wäre das Ende bereits nahe, der Film mäandert allerdings noch gut eine Dreiviertelstunde dahin, bevor er wirklich endlich die Credits laufen lässt, hier hätte gern gestrafft werden können. Aber insgesamt ist er ganz unterhaltsam. Irgendwas besonderes fehlt ihm halt, man kann den Finger nicht so ganz genau drauf tun, was, irgendwie wirkt er einfach so ein wenig Standard, doch es gibt da wesentlich langweiligere frühere Einträge in die Filmreihe.

The Undiscovered Country

Bei den Klingonen macht was ordentlich Bumm! mit dem Resultat, dass ihr Eckchen der endlosen Weiten noch knapp 50 Jahre hat, bis es sie nicht mehr gibt. Also richten sie sich an die Förderation, um Hilfe zu bekommen. Natürlich sind viele der immer wieder aneinander geratenen Fraktionen nicht wirklich begeistert von der Angelegenheit. Inklusive Kirk, der allerdings mit seiner Enterprise den klingonischen Botschafter auf den Weg zum Friedensgipfel geleiten soll. Was darin resultiert, dass jener tot ist und Kirk verhaftet wird, da besagtes Attentat von seinem Schiff ausgegangen ist.

Es gibt ihn also doch noch: Einen guten Star Trek Film! Ich dachte schon, ich hätte Wrath of Khan nur fantasiert, in meiner Langeweile durch den Rest. Aber nein, es gibt auch Gutes mit dem Namen Star Trek drauf. Und kein passenderer Film hätte die Ausnahme der Regel bilden können: The Undiscovered Country wurde zum 25-jährigen Jubiläum der Franchise gedreht, sollte nach dem Flopp von The Final Frontier der finale Film werden, wurde immerhin das Finale mit der alten Crew, und ist der letzte Film, den Serienvater Roddenberry vor seinem Tod zu sehen bekam.

Es ist ein politischer Plot, um den „drohenden“ Frieden zwischen zwei Fraktionen, die sich nie so Grün waren. Die Space-Russen und Space-Amis haben endlich eine Aussicht, sich zu vertragen. Aber eben nur, weil die Space-Russen eh keine andere Wahl als den Untergang ihrer Rasse haben. Schon das alleine sorgt natürlich obendrauf zu unterschwelligen Reibungen – Gutmütigkeit ist nicht deren Beweggrund, sondern Überlebenswille. Und dann scheitert die Sache wie zu erwarten war schon früh und Kirk und Crew werden zum Sündenbock eines geheimen Attentäters.

Und die Suche nach jenem und wie dies alles so rafiniert bewergstelligt hat werden können, nimmt nun einen Großteil des Filmes eine. Die Politik eines Star Trek ist dabei ungefähr auf der Stufe eines Star Wars: Wir nehmen es dem Film ab, aber es ist natürlich dennoch genau genommen alles sehr simpel gestrickt und um mitzukommen wird man kaum so höllisch aufpassen müssen wie in einem realistischeren, verwickelten Dune.

Doch neben einer endlich mal wieder guten und ganz gut umgesetzten Handlung vergisst der Film natürlich nicht, dass alles etwas leichter und optisch spannender zu halten, sprich trotz politischem Plot und weitestgehend düsterer Grundstimmung kommen ein paar humorige Sprüche und vor allem Explosionen und Kämpfe nicht zu kurz, sondern akzentuieren das Geschehene häufig genug, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Selbst das Schauspiel eines Schattners und Co. ist endlich mal ganz brauchbar.

Rundum also der gelungenste Film der „alten“ 6, zusammen mit Wrath of Khan. Wenn auch streng genommen eh die einzigen gelungenen überhaupt :D

The Final Frontier

Auf irgendso einem wüsten Planeten am Arsch des Universums, wo es noch nicht mal Raumschiffe gibt, plant ein Hippie, dies zu ändern. Obwohl sich keiner für den Dreckfleck im Universum zu interessieren scheint, gibt es wohl doch einen Grund, Abgesandte aus drei verschiedenen Nationen dort stationiert zu haben. Und die nimmt er als Geisel, damit ein Schiff rüber geschickt wird. Das ist natürlich die Enterprise, obwohl die kaum funtionstüchtig ist – aber der Film erfindet mal wieder eine aufgesetzte Ausrede.

Stellt sich raus, der Hippie ist Spocks Halbbruder und ganz unvulkaniarisch seinen Gefühlen verschrieben. Er will ins Zentrum des Universums vordringen, um dort mit Gott zu reden. Von dort kam zwar nie jemand zurück, aber gut, der Mann sitzt am längeren Hebel und so machen sie sich auf. Treffen tun sie dort auch was, Gott ist’s aber nicht.

Sind wir also beim vorletzten Film mit der alten Crew. Und alt sind sie wirklich mittlerweile, das merkt man doch. Macht den Film sehr steif. Zusammen mit den miserablen Special Effects. Wirkt so ein wenig wie „Omi und Opi wollten’s noch mal wissen und ham da was in der Garage zusammen geklöppelt“.

William Shatner hat übrigens die Hände in der Produktion gehabt und löst damit nun Nimoy ab. Aber wie immer ist das Ergebnis erneut ein wenig langweilig. Was zwar irgendwie – abgesehen vom Wrath of Khan – bei den Star-Trek-Filmen immer mit schwingt, aber hier wirklich am schlimmsten ist. Interesse hat sich bei mir nie aufgebaut und ehrlich gesagt hatte ich heute bereits Probleme, mich dran zu erinnern, was Gestern überhaupt so alles im Film passiert ist. Weil ich gedanklich ständig beim Schauen zu anderen Dingen abgeschweift bin. Nicht gut, gar nicht gut. Bisher ist’s zumindest der humorigste und somit leichtherzigste der Filme, so wirklich witzig sind die Versuche aber auch nur selten.

Billig, langeilig und irgendwie ein wenig konfus, kein Wunder, dass Star Trek V: The Final Frontier als Tiefpunkt der ersten sechs Filme gesehen wird.

The Voyage Home

Während gerade Streitgespräche dahingehend laufen, wie sich Kirk und Crew im letzten Film verhalten haben – alle sind sich einig, dass sie ihrer Vergehen wegen bestraft gehören, nur wollen die Klingonen natürlich wesentlich härtere denn der Rest, droht bereits die nächste Gefahr: Ein seltsames Objekt schwebt zur Erde und sendet komische Laute aus, die große Probleme bereiten. All das ungewollt, doch wird es nicht aufhören, bis seine Kommunikatinosversuche auf Antwort stoßen.

Dummerweise richten sich die Töne an Wale, die bereits ausgestorben sind. Also entwickelt Super Spock einen Plan, wie die Crew in die Vergangenheit reisen kann, wo sie natürlich ordentlich anecken, Stock Footage Wale retten und dem Militär ein paar Dinge klauen, um das Schiff wieder in Gang zu bringen. Zurück im 23. Jahrhundert werden die Wale frei gelassen und das komische Teil zieht seiner Wege. Und wer die Erde rettet, dem kommt natürlich absolute Straffreiheit zu. Und eine neue Enterprise, die ja in The Search for Spock zerstört wurde.

Star Trek IV ist der zweite Film in Folge, bei dem Spock-Darsteller Leonard Nimoy Regie führte und der dritte der Spock-Filme sozusagen, den die Handlungen von II-IV bauen aufeinander auf: Zuerst stirbt er, dann wird er wiedergeboren und hier findet er zu seinem alten Ich wieder. Und das merkt man hier wirklich enorm, den Spock wird ordentlich gehyped. Gibt es eigentlich was, was er nicht kann? Supercharaktere sind einem aber eben nicht so wahnsinnig sympathisch und spannend sind sie schon gar nicht.

Auch ansonsten seh ich nicht ganz, wie die Regel zustande kam, dass die geraden Filme besser als die ungeraden sind. Genau wie The Motion Picture und The Search for Spock finde ich The Voyage Home ehrlich gesagt stellenweise ein bissarl arg langweilig. Wie im ersten Film gibt es keinen wirklichen Bösewicht, was es immer schwer macht, die Spannung zu halten und hier auch nicht gelingt. Die Umweltbotschaft hat ebenfalls nicht viel zu bieten. Lediglich die obligatorischen Eskapaden der Crew im seltsamen 1986er-Zeiten sind ganz witzig. Viel mehr als ein paar amüsante Momente hat der Film allerdings nicht zu bieten.

The Search for Spock

Immer problematisch, wenn man eine Franchise mit gleicher Besetzung weiter führt, aber den Lieblingscharakter aller Fans umgebracht hat. Retcon incoming!

Kirk und Crew sind also zurück auf der Erde, wo ihn Spocks Vater erst mal eine Standpauke hält. Denn die Seele seines Sohnes ist unsterblich und Kirk dumm genug, dass nicht von selbst zu erraten. Doch bald stellt sich heraus, dass nicht nur dessen Seele noch lebt, sondern auch sein Körper. Immerhin wurde sein Sarg auf den Genesis Planeten zur letzten Ruhe gebettet, dem Planeten, der dank der Genesis-Bombe aus toter Materie zu Leben erweckt wurde. Und so wurde letztendlich auch Spocks tote Materie wieder reinkarniert.

Also rüber gedüst, die dortigen Space Russians… wie nennt man die noch mal, Klingonen?… die auch die Bombentechnologie haben wollen, besiegt, den Sohn verloren weil emotional und so aber im Gegensatz zu einem echten Crewmitglied verschmerzbar, und Spock gerettet und mit seiner Seele wiedervereint.

Es gibt den sogenannten Star Trek Curse, nach dem die ungeraden Filme spürbar schlechter sind, als die geraden. Stimmt soweit schon mal. Im Prinzip beschreibt der Untertiel schon direkt alles, worum es hier geht: Spock wird gesucht und gefunden. Die Klingonen wirken aufgesetzt und sind nur drin, um einen Antagonisten zu haben, und bleiben, obwohl der launige Zurück in die Zukunft-Typ den Anführer spielt, weitestgehend blass. Der Tod von Kirks Sohn hat nicht den gleichen Stellenwert wie der Spocks, es ist ein billiger Versuch, einen ähnlichen Moment zu schaffen, ohne wirklich jemanden umbringen zu müssen, für den sich der Zuschauer interessiert. Weltraumschlachten nicht so interessant wie im Vorgänger und der schlecht choreographierte finale Faustkampf zwischen Klingon und dem mittlerweile ziemlich alten und speckigen Shatner unfreiwillig komisch.

Immerhin, etwas gelackter und hübscher aussehen tut der Film, hilft halt nicht, wenn er genauso wie der Erstling einfach so ein wenig langweilig ist. Er ist eben einfach nur ein Vorwand, um Spock wieder in die Franchise zu integrieren, was ihm auch gelingt, aber leider nicht ambitioniert genug, darüber hinaus irgendwas zu tun.

The Wrath of Khan

Da sind wir schon, beim Film der gern als der Beste der Franchise angesehen wird und dem Punkt, ab dem Paramount sie als Erfolg anzusehen begann (die Orignal Series hatte nie allzu hohe Einspielergebnisse und The Motion Picture machte zwar auch Geld, kostete Paramount aber auch in der Produktion zu viel). Wäre Star Trek II: The Wrath of Khan nicht sehr erfolgreich gewesen, wer weiß, eventuell wäre die Franchise hier schon wieder geendet.

Kirk ist erneut kein Captain eines Schiffes mehr, aufs Alter hat er sich in die Theorie der Angelegenheit zurückgezogen und hilft nun bei der Ausbildung neuer Generationen. Doch als auf einem Testflug eben solch einer Crew die Enterprise das einzige Schiff in der Nähe eines Gefahrenherds ist, übernimmt Kirk seinen angestammten Platz und aufi geht’s.

Besagte Gefahrenquelle ist Khan, den eine Gruppe Wissenschaftler, die mit dem Genesis-Projekt neues Leben aus toter Materie zu schaffen hofften, dummerweise unfreiwillig eine Fluchtmöglichkeit schafften. Und für den Tod seiner Frau und Aussetzen seinerseits am Arsch der Galaxis möchte er sich jetzt doch gern mal an Kirk rächen.

Was aber nicht so super klappt. Khan mag ein künstlich manipuliertes Wesen mit überragendem Intellekt sein, doch die Jahre haben ihn Blind vor Wahnsinn und Rache gemacht, weswegen er von der Enterprise ausgetrickst werden kann. Doch seinen letzten Trumpf zündet er noch, die Genesis-Bombe. Und um rechtzeitig aus deren Detonationsradius zu kommen, muss sich Spock opfern, auf dass der Rest der Crew leben kann.

Ich sag es gleich mal vorweg: Besser als der etwas dröge Vorgänger isser natürlich schon, aber für das Meisterwerk, zu dem er teilweise gehyped wird, halte ich Star Trek II dann auch wieder nicht. Filmisch viel besser. Schneller, mehr Action, eine geradlinige und fokusierte Handlung ohne Leerlauf, keine Endloskamerafahrten mehr, und vor allem im Gegensatz zum Vorgänger einen klaren, definierten Feind.

Doch bei dem fängt es für mich schon ein wenig zu hapern an. Einfach, weil ich die Original Series nie gesehen habe. Khan ist hier auf sich allein gestellt einfach nicht ganz so vielschichtig und interessant, wie der Charakter hergeben würde, einfach, weil nur ganz kurz nebenbei angerissen wird, was es da für eine Hintergrundgeschichte gab. Die stammt nämlich aus der Serie, wer die entsprechende Folge nicht gesehen hat, dem fehlt einfach der Aha-Effekt, der kann mit der heftigen Reaktion auf sein Auftauchen nicht viel anfangen. Allen Charakteren fällt das Kinn zu Boden beim „Oh! Em! Ge! It’s Khan!!“ und ich sitz daneben und denk mir „Yeah, so what?“ Er ist wichtig, er ist gefährlich, er hat eine Vendetta, das bekommt man schon mit, aber die Backstory fehlt einem eben dennoch.

Leider sieht man dem Film das wesentlich niedrigere Budget auch an, ganz so stilsicher und hübsch anzusehen isser einfach nicht. Und wirklich schauspielern kann William Shatner auch immer noch nicht, was vor allem im Finale bei Spocks grandiosem Abgang und das Auftauchen seines Sohnes etwas die Luft abpresst.

Eben genau dieses Finale ist es, was den eh schon guten Film dann doch noch ernorm aufwertet. The needs of the many outweigh the needs of the few or the one. Statt irgendsoeiner Weichspülerscheiße wie das jedes Leben unersetzlich ist. Zu schade, wenn man schon im Hinterkopf hat, dass sein Tod im nächsten Film ge-retconned wird. Irgendwie macht der ganze Film auf mich etwas den Eindruck, als hätten die Macher die große Vermutung, es könne bereits der letzte sein. Eine Altersschwache Crew, die eine neue ausbildet, Schatten aus der Vergangenheit fallen auf sie zurück (full circle und so) und das Sterben des beliebtesten Charakters. Sowas macht man eigentlich nur, wenn es danach nicht weiter geht, zumindest nicht mit der Besetzung.