The Case of the Silver Earring

ava-2013Es ist ein wenig her, dass ich Frogwares erstes Release in deren Sherlock Holmes Adventures gespielt habe, eine Reihe die sich hauptsächlich dadurch auszeichnet, dass sie trotz vieler Teile und langem Bestehen so gut wie keine Präsenz außerhalb von Hardcore-Adventure-Gamer-Zirkeln hat. Crime & Punishment hatte ein wenig Presse bekommen, aber schon das nun neu anstehende Devil’s Daugther hat trotz fantastischem CG-Trailer wieder weniger Aufmerksamkeit zugeteilt.

Der zweite Teil, The Case of the Silver Earring von 2004, ist dabei wohlgemerkt noch aus der Zeit, als die Serie sich von mäßigen zu ansehnlichen Review-Scores hocharbeitete – von Wertungen in den hohen 50ern bei Mystery of the Mummy, sind wir immerhin bereits bei gut zehn mehr in den hohen 60ern angelangt, bei den meisten Maßstäben also kurz vorm Mittelmäßig.

Ok, Lob, fangen wir mit Lob an. Das Spiel ist schon mal etwas umfangreicher, und hat mehr Narration zu bieten. Mystery of the Mummy hat Sherlock Holmes ja fast ganz alleine für seine komplette Spielzeit in einer Villa eingesperrt, durch die er sich gepuzzelt hat, um dann am Ende den Charakteren aus dem Openin einen Monolog über die Fallauflösung zu halten. In Case of the Silver Earring hingegen gehen wir zwischen einem halben Dutzend Lokalitäten in knapp fünf Tagen hin und her, untersuchen hier ein paar Gegenstände, finden dort belastende Schreiben, und quetschen die herumstehenden NPCs nach Belieben aus. Und spätestens am Ende des Tages treffen wir Watson wieder, dem Bericht erstattet wird, und ein kleines Recap-Quiz beginnt.

Hier hätte ich allerdings gleich ein kleines Problem, und zwar finde ich das Interface immer noch nicht so aufgeräumt, wie ich es gern hätte. Beispielsweise hat Holmes als ständige Begleiter eine Lupe, einen Maßstab, und Reagenzgläser dabei, die mal manuell rausgeholt gehören, um Dinge zu untersuchen oder zu sichern, und dann mal wieder nicht. Um Schriftstücke durchzulesen, muss erst auf sie im Inventar geklickt werden, woraufhin sie dann im Notizbuch landen, und dort darf man sie dann endlich richtig anschauen. Das Tagesend-Quiz ist auch etwas umständlich geraten, denn nicht nur muss jede Frage mit Ja oder Nein beantwortet werden, sondern dies will das Spiel auch mit ein oder zwei Beweisen entweder aus den Notizen, Dokumenten, oder Zeugenaussagen bewiesen bekommen. Von den eng getimten Geschicklichkeitseinlagen reden wir lieber gar nicht, glücklicherweise gibt es nur zwei oder drei davon.

Dies sind allerdings Kleinigkeiten, meine wahren Probleme mit dem Spiel sind, dass es zum einen eine furchtbare langweilige Affäre ist, und dass es mir den Charakter des Sherlock Holmes nicht unbedingt sympathisch macht. Das Spiel geht so sicher, dass wir uns jederzeit bewusst sind, wie viel schlauer Holmes gegenüber dem Restcast ist, inklusive dem super derpigen Watson mit seinem Deppen-Blick. Und wie hochnäsig er dabei ständig seine Schlussfolgerungen präsentiert – dadurch das da auch schon durchaus was drunter sein kann, was einem als Spieler selbst nicht wirklich klar war, kommt man eventuell sogar zum Fehlglauben, das Spiel sehe auf einen selbst herab, dabei kann man so einige dieser Dinge so gar nicht wissen. Das Ende ist übrigens erneut ein ewig währender Monolog von Holmes, der alle involvierten Charaktere, wer wen weswegen umgebracht, wer wen weswegen hintergangen hat, wer eigentlich doch noch lebendig unter welchem Alias ist etc, für uns aufschlüsselt, alles in einer sterilen und endlosen FMV, bei der man versucht ist, auf Halbzeit einzuschlafen.

Um Spannung aufzubauen hilft natürlich weder die schreckliche Aufzugmusik, die im Spiel läuft, noch die Sprachausgabe. Die ist im Gegensatz zum Vorgängern zwar kompetent, aber bringt die trockenen Fakten im Spiel eben genauso pragmatisch rüber. Dass man all die wirklich interessanten Ereignisse zusätzlich nie sieht, sondern in Dokumenten nachliest oder von steifen Charakteren erzählt bekommt, tut das Übrige. The Case of the Silver Earring bietet einfach absolut keine Action, keinen Witz, kein Drama, nur das Erfragen und Finden von trockenen Fakten zu einem Mordfall, dessen überkomplexe Hintergründe genauso trocken dargebracht und zu einem Ergebnis geführt werden. Es ist also nicht mal so, dass The Case of the Silver Earring in der Theorie nichts hermachen würde, es ist einfach die Umsetzung, die das ganze Unterfangen zur Langeweile führt. Denn die Story ist da. Die Gehirnschmalz-Rätsel auch. Es fehlt einfach nur bei der Präsentation an allen Ecken und Enden.

A Game of Shadows

ava-1853Hollywood Holmes die Zweite! Es ist dreieinhalb Jahre her, dass ich den ersten Sherlock Holmes mit Downey Jr. und Law gesehen habe, mehr Zeit, als ursprünglich zwischen den beiden Kinoreleases lag. Aber dann wiederum will ich auch bereits seit Jahren den dritten Iron Man und zig anderen Filme schauen.

Nach all der Zeit weiß ich ehrlich gesagt auch gar überhaupt nicht mehr, was im vorigen Film überhaupt passiert ist. Und nach der Sichtung von Sherlock Holmes: A Game of Shadows ist mir sogar klar, dass es nicht nur rein an meinem fortgeschrittenen Alter liegt, sondern auch daran, dass es nicht viel von Erinnerungswert gibt. Die Handlung des zweiten Teiles ist nämlich ziemlich dünn, ziemlicher Standard, und bietet eigentlich absolut keine Besonderheiten. Holmes und Watson haben also einen letzten Fall, jetzt wo Watson in den Stand der Ehe eingeht, und zwar gegen niemand anderen als Moriarty. Der will einen Weltkrieg anzetteln, weil er alle zur Aufrüstung nötigen Firmen gekauft hat, und sich so eine goldene Nase verdienen würde. Die beiden Detektive versuchen nun also, den Ersten Weltkrieg nicht 25 Jahre zu früh beginnen zu lassen, und geraten natürlich in Moriartys persönliches Fadenkreuz damit.

Dünne Handlung hin oder her kann ich allerdings erneut nicht behaupten, dass ich mich in den satten 2 Stunden Film wirklich gelangweilt hätte. Hollywood Holmes ist eben mehr ein reines Actionspektakel, und wenn man sich dadurch auch Jahre nach dem Schauen an keine individuellen Szenen und Charaktermomente erinnern würde, so unterhält gut gemachte Action kurzweilig eben auch gut. Besonders coole Setpieces, wie die Schießerei quer durch den Zug, oder die Flucht im Wald, oder den Crash des Leuchtturms sind ziemlich geil. Könnten auch aus jedem anderen gut gemachten Action-Streifen kommen, sicherlich, aber kommen eben aus speziell diesem gut gemachten Action-Streifen. Und das Schauspiel/Zusammenspiel von Robert Downey Jr. und Jude Law, aber auch mit Jared Harris als Moriarty geben dem Ding zumindest ein wenig Persönlichkeit. Vor allem das Finale ist interessant, denn nach dem Klischee-Schachspiel zwischen Holmes und Moriety, welches ganz nach Schlauberger-Klischee rein in deren Köpfen beendet wird, dürfen die beiden sich prügeln – aber das ganz interessant auch komplett in ihren Vorstellungen. Es ist also auch nicht alles absoluter Standard, was A Game of Shadows einem zeigt.

Aber ja, ich denke schon alleine deswegen werden die beiden Sherlock Holmes keine instant Classics sein, weil sie dafür etwas zu dünn in Handlung und Charakteren sind, und die coole Dauer-Action sie doch etwas austauschbar macht. Aber wie bereits gesagt, dass macht das Sehvergnügen von ihnen direkt hier und jetzt ja nicht weniger unterhaltsam.

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Sherlock

ava-1809Sherlock Holmes ist ein ziemlich beliebter Verfilmungs-/Inspirationsstoff. Da sich der Charakter an sich in der Public Domain befindet, muss für seine Nutzung ja auch gar nichts gezahlt werden, so dass sich selbst The Asylum locker flockig dessen Namen auf ihren Mockbuster zu den Downey Jr. Kinofilmen aufs Cover schreiben können. Im TV allein hat es in den letzten Jahren 4 verschiedene Inkarnationen gegeben – das japanische Sherlock Holmes (2014), ein russisches Sherlock Holmes (2013), die laufende US-Serie Elementary, und natürlich die erste im Bunde, BBCs ebenfalls noch laufendes Sherlock.

Letztere habe ich mir nun mal angeschaut. Bin zwar spät dran, aber die Serie ist ja übersichtlich, mit ihren gerade mal 3 Episoden pro Staffel, und auch nicht jedes Jahr eine weitere davon, da Cumberbatch damit beschäftigt ist, in jedem zweiten Hollywood-Film der letzten Jahre aufzutreten. Dafür sind die Episoden dann aber auch gleich ganze Spielfilme von je 90 Minuten.

Sherlock ist dabei kein Period Piece, sondern verfrachtet die Charaktere in die Moderne, mit allem was dazu gehört. Da wird es schon zum Running Gag, dass jeder Holmes und Watson für ein schwules Pärchen halten (Elementary umgeht die sexuelle Spannung gar nicht erst, sondern castet gleich eine weibliche Watson). Auch hier schreibt Watson über seinen Freund Sherlock, aber natürlich modern in einem Blog, durch das mehr und mehr Klienten angelockt werden. Da Raucher zu sein verpönt ist, lounged Holmes hier nicht mit einer Pfeife rum, wofür er eh viel zu jung ist, sondern pappt sich Nikotin-Pflaster an, um besser Denken zu können. Und selbstverständlich ist der intellektuell geniale, aber im Zwischenmenschlichen hoffnungslos aufgeschmissene, Sherlock Holmes nicht nur ein beliebter Archetyp in modernen Medien, sondern sich auch voll bewusst, dass er ein „high functioning sociopath“ ist, wie er das gern selbst betont.

Überhaupt ist der Look der Serie sehr modern getrimmt. Der Schnitt ist schnell, die Dialoge voller witty banter, zur besseren Visualisierung von Holmes Geistesakrobatik fliegen schon mal Worte und Zahlen quer über den Bildschirm, oder wird Traumsequenz-artig seine Vorstellungskraft dargestellt. Alles, um auch die Parts, in denen nicht gerannt oder geschossen wird, interessant und voller Energie zu gestalten, statt einen stocksteifen Cumberbatch zu präsentieren, weil er gerade in seinem Mind Palace abgetaucht ist.

Ich habe mich ja schon irgendwie in die Reihe verliebt. Mir sind sowieso Serien immer gefällig, wenn sie es schaffen, mich zu überraschen, was nach all den konsumierten Medien gar nicht mal mehr ganz so einfach ist, besonders wenn viele ähnliche Tells benutzen. Die Sherlock-Episoden sind dann aber häufig doch so verwinkelt, dass zumindest einige der Wendungen zwangsläufig überraschen müssen. Und einen weiteren Pluspunkt gibt es dafür, dass die Serie auch self aware genug ist, sich hier und dort mal darüber lustig zu machen, wie viele Haken die Plots doch schlagen, und wie übermenschlich Holmes Hirnaktivität dargestellt wird, allen voran in der ersten Episode von Staffel 3, wenn alle ihre hirnrissigen Versionen präsentieren, um erklären zu wollen, wie Holmes geschafft hat, was er am Ende der vorigen Staffel gedreht hat.

Was mir allerdings auffiel, ist, dass die Staffeln zumindest für mich schon einen gewissen Modus Operandi haben: Die erste Folge ist immer ein genialer Auftakt, die Mittelfolge interessant, aber das schwächste Glied der Season, und die Finalfolge wieder ziemlich geil, aber das teilweise auch erst in der zweiten Hälfte, gegenüber dem besseren Pacing der Eröffnungsepisode. Wobei ich ausgerechnet Staffel 3 nicht ganz so sehr mochte wie die beiden Vorgänger. Die erste Episode ist zu sehr damit überfordert, zu kitten, was im Finale der Vorstaffel kaputt ging, Holmes kommt mancherorts gar nicht mehr charismatisch rüber, und vor allem ist der Bösewicht etwas blass. Wenn er in der letzten Folge so richtig loslegen darf, sicher, dann ist es auch diesem Schauspieler eine helle Freude beim Chargieren zuzusehen, aber in den beiden vorigen Folgen ist der dafür quasi nicht existent. Der total abgedrehte Moriarty hat da wesentlich mehr Präsenz gezeigt, und selbst die ausgeklügelte Irene Adler, obwohl nur in der ersten Folge der zweiten Staffel gewesen, hat auf mich einen stärkeren Eindruck hinterlassen.

Dennoch freu ich mich schon wie ein Schnitzel auf weitere Folgen, wann auch immer sie kommen werden (Season 4 soll ja wohl 2016 laufen, und eine fünfte geplant sein, aber wie gesagt, die kann dann auch erst 2020 laufen, wenn es hart auf hart kommt).

Mystery of the Mummy

ava-1628Die Adventures of Sherlock Holmes Franchise von Frogwares ist überraschend beständig – dafür das sie keiner kennt und keiner mag. Ernsthaft, die Reihe gibt es seit 2002 und das kommende Sins & Punishments ist bereits der zehnte Eintrag. Aber außerhalb von gezielt auf die Adventure-Nische abzielenden Homepages haben die quasi keine Internetpräsenz und die paar Reviews, die vorliegen, scheinen sie bestenfalls im Mittelfeld anzusiedeln, eher noch darunter. Da fragt man sich fast, wie ausgehungert Adventure Gamer wirklich sind, um selbst diese Franchise über Wasser zu halten.

Reingeschaut hab ich natürlich dennoch mal, weil sonst gäbe es diesen Blogeintrag gar nicht. Getroffen hat es den ersten Teil, Mystery of the Mummy, allerdings im DS-Port von 2009.

Das Spiel dreht sich darum, dass eine bald Verwandte von Holmes ihn beauftragt in die Villa ihres verschiedenen Onkels einzusteigen, ein Archäologe mit späteren Gerüchten des Wahnsinns, um aufzuklären, ob es tatsächlich Selbstmord war oder nicht. Neben angespannten Familienverhältnissen stößt Holmes dabei auch an einen Mumienfluch, der angeblich seit einer Expedition die ganze Familie des Onkels heimsucht. Wir rätseln uns nun also, von ein paar Schreibseln relativ Story-los, durch die Fallen des Gemäuers, um den ganzen Krimi aufzudecken. Und da es sich natürlich nicht wirklich um eine echte Mumie und ihren Fluch handelt, hat das ganze Unterfangen ehrlich gesagt mehr was von einer Folge Scooby Doo.

Vom Spielerischen her ist das Spiel ebenso „meh“. Grundsätzlich ist keines der Rätsel wirklich ein absoluter Brocken, zumindest wenn es darum geht, sich auszutüfteln, was getan werden muss. Anscheinend sind in der DS-Version aber auch ein paar wenige Tüfteleien ausgetauscht oder vereinfacht worden gegenüber dem PC-Original. Die meisten Logikrätsel zumindest sind schnell durchschaut, für die etwas abwegigeren gibt es sicherlich irgendwo einen Zettel mit einem Hinweis zu finden, und selbst Puzzle-Unlogik fällt in die üblichen Klischees von Adventures. Beispielsweise wenn Holmes an einen in einem Buch versteckten Schlüssel muss. Das klar deplatziert weiße Buch im Regal lauter grauer Bücher jedoch nicht nimmt, sondern vorher das gefunden grüne Buch ins Regal mit den anderen grünen gestellt gehört, um das dortig deplatzierte rote Buch in seinem Regal mit dem dort deplatzierten blauen auszutauschen usw. usf., bis die Farbkoordination jedes Regals in strickt vorgegebener Reihenfolge wieder hergestellt ist und man endlich das graue Buch mit dem weißen austauschen kann. Ergibt das irgendeinen logischen Sinn? Nein absolut nicht. Aber sobald man das erste Buch im Inventar hat und die vielen einfarbigen Regale in der Bücherei sieht, die jeweils ein Buch falscher Farbe aufweisen, ist es dennoch einfach genug zu checken, was getan werden muss.

Nein, das wirkliche Problem sind einige der Inventar-Rätsel, und zwar vorläufig jene Gegenstände überhaupt zu finden. Die Bewegung im DS-Spiel ist ziemlich dürftig, erinnert an spätere Mysts, da nämlich die Welt aus vorgerenderten Bildschirmen besteht, allerdings nicht automatisch alles auch im Blickfeld sich befindet, von daher die Kamera in alle Richtungen bewegt werden kann, um sich umzuschauen. Das geht in Myst mit einer Maus ganz gut, in Mystery of the Mummy ist dies sowohl per Steuerkreuz wie Stylus hingegen wesentlich frickeliger. Dann noch dazu addiert, dass einige Sachen echte Pixelsuchen sind, weil Gegenstände schon mal kaum sichtbar auf den pixeligen Hintergründen in einer Ecke außerhalb des normalen Sichtwinkels versteckt werden, und schon kann es etwas nervig werden sich an allen Wegpunkten in in alle Richtungen zu drehen und überall wild rumzufuchteln, ob der Cursor nicht eine leicht übersehbare Interaktion offeriert. Ach ja, ein paar getimte Momente gibt es auch, da ist die Zeit allerdings so gutmütig bemessen, dass man sie gleich hätte lassen können.

Meh Handlung mit meh Gameplay und einigen Pixeljagd-Verbrechen, minus jeglichen Charmes? Dann noch übrigens miserables Voice Acting von Seiten Holmes… neh, muss man sich tatsächlich nicht geben. Es ist noch nicht mal inkompetent genug, um zumindest auf jene Art einen schrägen Reiz zu haben.

Sherlock Holmes

Habe mir nun den neuen Holmes angeschaut. War doch etwas überrascht, so ist es doch ein sehr stylisher Action-Streifen geworden und wenn so ein Materie-Unwissender wie ich „Sherlock Holmes“ hört, denkt er erst Mal ein einen britischen Gentleman-Detektiv, der knifflige Fälle löst, nicht an einen Zyniker, der sich durch die Gegend prügelt, vor Explosionen flüchten muss und einen Möchtegern-Magier von der obligatorischen Weltherrschaft abhält. Aber wie gesagt kenne ich mich mit der Materie auch nicht wirklich aus, nie eines der Bücher gelesen und auch nie einen anderen Holmes-Film gesehen. Von daher ist das rebellische Action-Spektakel ja vielleicht sogar komplett konform mit dem Original.

So oder so ist es definitiv ein sehr unterhaltsamer Film. Gerätselt wird dennoch ein bisschen, Holmes bleibt intersssant als Rebell, der sich zwar gern auch mal prügelt, dennoch hoch intelligent ist, was ihm leider wenn es ums soziale Umfeld geht eher im Weg steht, dazu dann noch eine herausragende Dynamik und Wortwitz mit Watson und wie erwähnt überraschend viele Action-Shots, Style und Szenendynamik. Überhaupt steht und fällt das ganze Ding weitestgehend durch die Leistung und das Zusammenspiel zwischen Robert Downey Jr. und Jude Law, die den kompletten Film tragen. Leider etwas auf Kosten aller anderen Charaktere, die doch sehr blass wirken. Und das Ende war mir dann doch etwas zu sehr Hollywood-Standard, aber bis dahin war es wirklich ein toller Film. Ganz anders, wie ich erwartet hätte, aber dennoch toll.