When life gives you lemons, fuck them

ava-1803Das „Lemon Stealing Whores!“ Meme kommt wohl von einem gleichnamigen Porno. Als mir das gesteckt wurde, wäre mir vor Überraschung doch beinahe das Monokel ins Weinglas gefallen. Wie man das so macht, in Zeiten des Internets, das jedes Kuriosum sofort befriedigt, musste ich es mir sofort besorgen. Also den Film recherchieren.

Der Dialog zur Eröffnung zum Setup, warum Saft gepresst wird, geht zwischen dem in ihrem Garten sitzenden Pärchen ungefähr so:

Ich liebe unseren Zitronenbaum. Wir sollten zur Bank gehen und eine Zitronenbaum-Versicherung abschließen. Ich wünschte du wärst eine Zitrone, dann würde ich dich auf ein Podest stellen und für immer lieben. Ich hoffe nur die Huren stehlen unsere Zitronen nicht, dreckige Zitronen-Klau-Huren. Stimmt, es gibt Zitronen-Huren in unserer Nachbarschaft. Haben wir eigentlich in den letzten 10 Sekunden mal unseren Zitronenbaum angeschaut? Oh nein, eine Hure stiehlt unsere Zitronen! Schluck seinen Schwanz, du Zitronen-Klau-Hure! Wenn du deine Arbeit gut machst, geben wir dir vielleicht eine Zitrone – aber nur eine!

Herrlich. Die ersten 5 Minuten sind einfach herrlich dämlich. Die nächsten 25 wird dann im Haus gefickt, aber auch dabei darüber improvisiert, wer eine Zitrone verdient hat oder nicht, und ob ein Schwanz vielleicht doch besser schmeckt als eine Zitrone. Auch sagt die Hure schon mal „Mein Arsch ist ein brennender Engel“. Der Film ist einfach herrlich dement, ich geh einfach mal davon aus, dass sich befreundete Porno-Sternchen getroffen haben, Gras rauchten, und die geile Idee bekamen, schnell einen Amateurstreifen zu drehen, und wäre es nicht total witzig, wenn wir als Aufhänger Zitronen benutzen, die erotischste Frucht der Welt? Das sie in Japan tatsächlich für sexuelle Sachen stehen kann ist da eher Zufall, und ich denk der Film entstand auch nicht, um die „Frau bekommt Zitrone in den Arsch, während die andere mit einer Ente masturbiert“-Marktlücke zu füllen.

Pornodarsteller muss echt harte Arbeit sein, in aller Zweideutigkeit gemeint. Ich hab mal den Kerl gegoogelt, wenn der Titel schon extra „starring James Deen“ dazugeschrieben hat, als müsste man den kennen. Die IAFD listet tatsächlich gut 2000 Werke, in denen der zu sehen ist, und da ist keine Null zu viel dran. Und die IAFD listet hauptsächlich DVD-Releases, nicht exklusiv fürs Web geschossene Szenen oder dieses Filmchen hier, es sind also wahrscheinlich beträchtlich mehr. Jüdische Jungs mit großem Schwanz arbeiten echt hart.

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Dabei auch ins Auge fiel mir ein Film, dessen Release wohl etwas offizieller ist, wie schon der wesentlich langweiligere Titel verrät: Scooby Doo the XXX Parody. Eh, warum nicht?

Bestiality-Freunde werden übrigens direkt enttäuscht, keiner vögelt einen Hund, oder nur einen Darsteller im Hundekostüm, ja nicht mal Doggy Style gibt es prominenter als in anderen Streifen zu sehen. Scooby Doo is nämlich verschwunden, weswegen Shaggy direkt den berühmten Spruch rufen darf. Und dann muss er dem Rest des Teams erst Mal erzählen, was passiert ist, als er ihn zuletzt sah. Jemanden flach gelegt hat Shaggy natürlich. Und zwar eine Cindy, buchstabiert S, I, N und D. Natürlich war die willig, bei dem Namen. Und dann treiben Daphne und Fred es, weil sie will ein Kind. Ist sich aber nicht so sicher, ob das überhaupt funktioniert, wenn er ständig nur Anal will. Also meint Fred, Oral wäre mal einen Versuch wert, denn dann geht das Sperma ja in ihren Bauch, wo das Baby ist. Klare Logik.

Das sind ehrlich gesagt schon die beiden wirklichen Dialog-Highlights des Filmes, ganz so abgedreht und dement wie ein Lemon Stealing Whores ist ein Scooby Doo XXX leider nicht. Aber doch recht anschaulich, wirklich. Es ist nicht ganz ein Pirates XXX (dessen Hauptdarsteller hier als Butler auch mal ins Bild darf), weil der Plot dann doch etwas zu schwach ist – anschließend geht’s in ein Spukhaus, die Gruppe wird etwas gejagt, vögelt etwas querbeet, dann ist der Film auch schon rum, aber recht erheiternd ist das Stück schon. Tatsächlich kommt mir das hier nicht wie ein schnell hingewurstetes Cash-in vor, sondern als hätten die Beteiligten ihren Spaß am Scooby-Doo-ing gehabt. Abgesehen von der falschen Haarfarbe der hier blonden Daphne sehen sie passend ihren Charakteren aus, Bobbie Starr als Velma scheint besonders viel Freude an ihrer Rolle zu haben, es wirkt also alles nicht so klinisch einstudiert und hat tatsächlich richtig Energie. Persönlicher Pluspunkt auch, weil die Mädels hier nicht so nach Plastik aussehen, die Titten sind alle echt, keine trägt Stilettos des Todes, oder hat Krallen statt Fingernägel.

Ich hätte zumindest jetzt Bock bekommen die klassische Cartoon-Serie zu schauen.

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Adventure Week #13: Scooby-Doo Mystery

ava-1412Halloween steht also vor der Türe, und auch im fünften Jahr in Folge bedeutet dies eine Adventure Week mit mehr oder minder Horror-/Monster-esquer Thematik. Zur langsamen Einstimmung gibt es zunächst erst mal „nur“ das Scooby-Doo Mystery. Denn die Hanna Babera Serie war damals, als ich ein Kind war, immer ein steter Influx an Gruselgeschichten, auch wenn die Monster letztendlich nie echt waren.

Im Hauptmenü sind direkt mal zwei Fälle anwählbar: Blake’s Hotel und Ha-Ha Carnival. Besagtes Hotel gehört einem Onkel von Daphne und die Scooby Gang hat beschlossen dort abzusteigen, um Skiurlaub zu machen – abgesehen von Scooby und Shaggy natürlich, denen es mehr um den Zimmerservice geht. Dummerweise sind alle Gäste und Angestellte bis auf Koch und Gärtner getürmt, weil ein indianischer Geist umgeht. So ein Hotel sollte man eben nicht auf altindianischen Grabesstätten errichten. Den Karneval wiederum besucht die Gang, um… nun ja, was man auf einem solchen halt so macht: Die Attraktionen besuchen respektive Fressstände unsicher machen. Dummerweise sabotiert ein mysteriöser Clown die Anlage. Die Gang kann auch nirgends hin, ohne in Probleme zu laufen.

Scooby-Doo Mystery schaut, tönt und spielt sich absolut wie Day of the Tentacle – zumindest die MegaDrive-Version, das gleichnamige SNES-Spiel ist ein Platformer. Die Serie ist dabei relativ gut getroffen, so sehen sich alle Charaktere ähnlich, die Animationen sind ganz nett und haben deren übliche Bewegungsmuster, Scooby Doo hat sogar ein Sprachsampel oder zwei zu röhren, und natürlich gibt es am Ende eines jeden Falles die übliche Aufdeckungsszene des Bösewichts. Allerdings fallen hier die anderen Mitglieder der Scooby Gang zwischen Eröffnung und Finale mehr oder minder vom Rand der Welt, als Spieler übernimmt man den von Scooby begleiteten Shaggy, die sich alleine durch das Geheimnis rätseln müssen (also leider kein Charakter-Wechseln).

Wie gut ist aber nun die Kontrolle des Spielgeschehens, immerhin sind wir hier auf einer Konsole ohne Analogstick? Geht nach ein wenig Eingewöhnung eigentlich ganz gut. Per Tastendruck wird der Cursor aufgerufen, der nun mit dem Steuerkreuz über den Raum und ins Verben/Gegenstandsmenü bewegt werden kann. Natürlich ist dies dennoch wesentlich langsamer und hakeliger, als eine präzise Maus zur Hand zu haben, jedoch versucht das Spiel mittels Hilfestellungen dies zu kompensieren. Zum einen wäre da Scooby, der immer mal wieder an den Hotspots des Raumes schnüffelt, um auf sie aufmerksam zu machen. Zusammen mit der Tatsache, dass deren Name auftaucht, sobald der Cursor auf ihnen ist, sollte es also zu keinen Pixeljagden kommen. Außerdem wählt das Spiel automatisch Kontext-sensitiv ein Verb aus – dummerweise meist [Look], um Shaggy eine Beschreibung abgeben zu lassen, während [Take] für Gegenstände im Raum und [Use] für jene im Menü vielleicht das bessere Default gewesen wäre.

Dennoch kann es hin und wieder etwas dauern – trotz Hilfestellungen und überschaubarer Szenerie – da hier mal wieder Adventurelogik einsetzt, wenn es um das Weiterkommen geht. Es gibt einfach zu viele Verben (von denen viele nur einmalig im Spiel genutzt werden) und aufnehmbare Gegenstände, so dass hin und wieder das gute alte „probier alles an/mit allem“ stattfindet. Immerhin gibt es keine Point of no Returns, denn zu keiner Zeit kann Shaggy sterben und selbst die wenigen Zeit-sensitiven Aufgaben können einfach erneut begonnen werden, wenn man das Timing vermasselt. Apropos Zeit: So ein Fall ist gut in einer Stunde spielbar, was ich durchaus als eine ganz gute Spanne betrachte, für das, was dies hier ist, es aber dann eventuell nett gewesen wäre, wenn es mehr denn 2 Fälle gegeben, sondern man auf 5-6 aufgestockt hätte.

Dann wiederum kann ich nicht behaupten mit Scooby-Doo Mystery wirklich viel Spaß gehabt zu haben. Blake’s Hotel fand ich einfach ein wenig langweilig. Und Ha-Ha Carnival ging mir hochgradig auf den Keks, mit seinem vielen Backtracking, Timing-Passagen, dämlichen Minigames und nervtötender BGM. Vielleicht ist es ganz gut, dass nicht mehr auf dem Modul ist.