Shark Week IV – Sand Sharks

ava-1721Eine der Fragen, die sich bei solchen Haifilmen immer stellt, ist warum die Charaktere wiederholt ins Wasser gehen, selbst nachdem die Bedrohung klar geworden ist. Und dann gibt es Filme, die sich denken, wenn die meisten Haifilme eh dämlich hoch Zehn sind, warum die Tiere überhaupt noch auf ihren natürlichen Lebensraum beschränken, und nicht doch lieber gleich Leute an Land folgen zu können.

So eben auch Sand Sharks, bei dem die wiedererweckten, prähistorischen Haie eben nicht nur im Wasser schwimmen, sondern ihren Opfern auch an den Strand folgen können. Abgesehen davon ist der Film ziemlicher Standard. Wir haben eine Inselstadt mit einem Sheriff, der die Haie jagt, dabei Hilfe von einer Forscherin bekommt. Außerdem einen Bürgermeister und dessen nichtsnutzigen Sohn, der eine Spring Break Feier veranstalten will, um die Konjunktur des Städtchens wieder anzukurbeln, wofür natürlich die Strände offen bleiben müssen.

Doch das scheint alles Teil des Plans zu sein, denn Sand Sharks kommt häufig vor wie eine Parodie aufs Genre, gerade dahingehend, warum er so viele Klischees aus jenen Filmen benutzt, und sie teilweise auf den Kopf stellt, häufig aber echt einfach wie üblich einsetzt, um zu zeigen wie doof viele davon eigentlich sind. So ist die Schwester des Sheriffs direkt felsenfest davon überzeugt, dass es ein Haiangriff war, obwohl der Kopf des ersten Opfers viel zu weit vom Wasser entfernt liegt. Die aufgebrachte Menge bei der Stadtversammlung bedrängt den Sheriff zunächst etwas gegen die Angriffe zu machen, doch als er dann die Strände sperren lässt, damit niemand mehr in Gefahr kommt, beschweren sie sich genauso sehr, da dies ja ihre Lebensader ist.

Dadurch, dass sich Sand Sharks zwar über die Gepflogenheiten des ausgelutschten Genres lustig macht, dies aber nicht im penetrant ständig in die Kamera winkenden Stil, sondern relativ trocken und die Sache ziemlich ernst spielend, würde ich es eigentlich schon ganz gern mögen. Doch irgendwie ist es dann doch nicht wirklich witzig. Es ist so eine Art ich weiß was hier versucht wird, aber ganz auszahlen tut es sich nicht. Einfach alle üblichen blöden Einfälle des Genres aneinander zu reihen, ergibt für mich halt keinen Witz dahingehend, wie doof die üblichen Einfälle sind, sondern macht abgesehen von einem Lacher hier oder dort eben doch weite Strecken über einen ziemlich dummen und vor allem gehabten Film.

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