Waxing Nostalgia: 10 Years on WordPress, a too Personal Account

Das Unvorstellbare ist geschehen. Ich bin seit 10 Jahren hier auf WordPress vertreten. Der eigentliche erste Eintrag war am 27.09.2010. Wo ist nur die ganze Zeit geblieben? Je älter man wird, um so schneller fließt das ineinander. Wer mir auf Twitter folgt, erinnert sich eventuell noch an April. Da hatte ich eine besonders starke Nostalgiephase und mich an all die Zeit erinnert, die im sich ständig wandelnden Internet an mir vorbeigezogen ist, ohne es richtig gemerkt zu haben. Außerdem hatte ich vor 5 Jahren bereits mal einen Beitrag zu meinen 15 Jahren im Internet verfasst.

Nun gehört das Blog auch hierzu. Eigentlich habe ich es einfach mal so bereits in 2004 gestartet, damals war das aber noch ein hauptsächlich persönliches Live Journal, wie das zur Zeit nicht unüblich war, das kaum geupdated wurde, weil ich noch nie viel über mich persönlich gesagt habe. Ich finde mich einfach viel zu langweilig, wen interessiert das also schon? Irgendwann bin ich auf Myblog gezogen und dort gab es ab 2006 etwas mehr zu lesen, richtig durchgestartet hat es aber eher so ab 2008. Sicherlich auch damit einhergehend, dass ich Mitte 2008 offiziell meine Anime-Manga-Homepage schloss. Damit war nur noch das Blog übrig als die Stelle, wo ich meine Gedanken zu meinem viel zu hohen Medienkonsum niederschreiben konnte. Da gab es dann so richtig Reihen wie die Godzilla Mondays, Lone Wolf Wednesdays oder Femal Prisoner Fridays, wo ich mich duch all diese Reihen schaute. Die Superhero Sundays waren ebenfalls ursprünglich von dort. Auch die Adventure (Game) Weeks stammen bereits von hier. Ich weiß gar nicht, ob man das alte Blog und seinen Content überhaupt noch erreichen kann. Seit Jahren wird Myblog als potentiell gefährdent bei mir im Browser abgeblockt. Jedenfalls war ich für einige Jahre dort, über die mir MuadDib schon reichlich dazu geraten hatte, doch mal auf eine bessere Plattform zu ziehen. Kurzerhand war es im September 2010 dann soweit.

Ich habe keine Ahnung, ob ich auf die 10 Jahre wirklich komplett stolz sein sollte. Es ist natürlich schön, dass ich etwas so konstant durchgezogen habe. Aber ob es für mich immer das Beste war, bezweifle ich manchmal. Vielleicht aber doch, lässt sich schlecht sagen. Im Leben kann man sich ja nie die „Was wäre wenn…“-Alternativen ansehen wie das in Videospielen der Fall ist.

Lasst uns nämlich ausnahmsweise Mal zu den Live-Journal-igen Zeiten zurückkehren und doch etwas über mich persönlich schreiben. Ich war schon immer eher introviertiert und habe lieber zu Hause gehockt. Teilweise dank Depression sogar das Haus lange gar nicht verlassen. Bekanntschaften nicht geschlossen oder nicht aufrecht gehalten. Da hat man natürlich viel Zeit für den hobbyistischen Medienkonsum und darüber zu schreiben. Die meiste Zeit war ich auch leidlich zufrieden damit. Insular überlege ich allerdigns auch, ob es wirklich so gut war, mich lange auf sonst nichts konzentriert zu haben. Hat das Bloggen mir also wenigstens irgendwas zu tun gegeben oder mich nur im Fehlverhalten bestärkt? Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.

Ich hatte dazu ehrlich gesagt auch nie besonders hohe Ansprüche oder Ambitionen, sondern schreibe locker von der Leber runter, was mir gerade so einfällt. Ich stamme noch aus Zeiten, als Blogs so eine persönliche Gedankenkotzerei waren. Wo noch nicht ausgeklügelt war, zu welchen Zeiten und wie häufig wie konstant geupdatet werden muss, um möglichst viele Leser zu halten. Mittlerweile gehen viele Blogs ja wesentlich stärker gegen Special Interest oder Essays zur popkulureller Relevanz etc. Das finde ich super und interessant, aber es ist nicht meine Art. Ich habe einfach gern für mich meine Gedanken niedergeschrieben und diese dann online geteilt. Umso besser, falls doch ein oder zwei Persönchen Interesse haben. Das war schon auf meiner privaten Homepage so. Für viele würde es sich sicherlich nicht lohnen ein Blog mit meinen Zugriffszahlen für zehn Jahre aufrecht zu halten.

In den zehn Jahren ist eine Menge Wasser den Bach runtergeflossen. Immerhin hat das Blog über 2000 Posts in der Zeit gesehen. Es gab die Ghibli Sundays, die in Disney und Pixar Sundays übergingen. Wo ich deren ganzes Animations-Ouvre schaute. Wir hatten die mittlerweile eingeschlafenen Universal Monsters, um die klassischen Horrorfilme des Studios zu beschauen. Es gibt Handheldliebe im Sinne der GameBoys Obscurities oder des GameGearings. Und auch die Spiele vom WonderSwan (Color) und VirtualBoy habe ich mir angeschaut. Ich entdeckte Resident Evil für mich, genauso Monster Hunter. Oder Dating Sims. Es gab Star Wars Wochen, Hai Wochen, David deCoteaus Schaffenswerke wurden viele besprochen. Bei der Four Job Fiesta machen ich seit Jahren jeden Sommer mit. Im Sinne von weiteren Challenges gab es ein paar Nuzlocken. Die Halloween-Monate inklusive der Adventure Weeks haben ebenalls weiterhin festen Bestand. Ganz wie zu anderen Feiertagen, aber mindestens Weihnachten, thematisch relevante Horrorfilme zu schauen. Es gab ein Jahr mit Animal Crossing: New Leaf, welches ich gerade versuche mit New Horizons ebenfalls durchzuziehen. Oscar-Wochenenden, Verhoeven und Kubrick Werke, Wizardry, World Masterpiece Serien, Vampire Hunter Ds, die Mother Trilogie, Junji Ito Manga, Buffy und Sailor Moon Rewatches, das Year of Breath of Fire, und und und. Und am Anfang eines jeden Jahres gibt es einen kleinen Rückblickspost über das vorige, an dem man gut nachvollziehen kann, was die Blogschwerpunkte waren.

Deswegen möchte ich mich an dieser Stelle auf jeden Fall noch mal bei allen bedanken. Diejenigen, die das Blog lesen. Diejenigen, auch wenn sie es nicht mehr mitbekommen, die es mal getan haben. Diejenigen, die sporadisch mal lesen, weil ich eh viel zu viel schreibe. Diejenigen, die nur durch eine Suchmaschine mal kurz hier gelandet sind. Diejenigen, die noch immer kommentieren (ich bin da selbst absolut schlecht drin bei den Blogs, die ich lese). Diejenigen, mit denen ich mal Kontakt hatte und der leider abgebrochen ist. Diejenigen, die noch aktiv sind. Die, die es in Zukunft sein werden.

Prost auf diesen 10-Jahre-Monolithen an vergangener Lebenszeit meinerseits mit Namen zuckerl & zynismen.

Waxing Nostalgia: 15 Years on the Internet

ava-1872Ich habe mal wieder meine bi-jährliche, nostalgische Phase, und schaue zurück auf die letzte Dekade+ meiner Internetpräsenz Kaoru, und hab mich mal entschlossen, euch mitzunehmen.

Angefangen hat es eigentlich schon ein paar Jahre vor dem Jahrtausendwechsel, ich war also in der ganz jungen Frühzeit des Internets mit dabei, als all dies noch ganz neu und aufregend zumindest was die Verbreitung in privaten Haushalten angeht, war, und alles noch viel kleiner und beschaulicher erschien, dafür natürlich auch schrecklich unaufgeräumt und uninformativ. Heutzutage ist schon vieles besser, aber Nostalgie und so.

Jedenfalls war ich als Teenager noch auf einem Windows-95-Rechner, als meine Familie Internetzugang bekam. Damals musste man sich noch einwählen und konnte nicht gleichzeitig telefonieren. Damals war ich auch noch der Belgarion auf dem über die Bravo Screenfun gefundenen Lernportal Learnix oder so, ich weiß gar nicht mehr wie es hieß. Sowie der Pluto (von Armitage kommend) auf den Foren von Spieletipps. Damals war ich noch ganz frisch in Anime und Manga gerutscht, und fand dort über gleichgesinnte tolle Tipps wie Ranma 1/2 zu lesen oder Neon Genesis Evangelion zu schauen, sowie sich über das damals noch brandheiße Sailor Moon auszutauschen, das in Deutschland langsam auf sein Finale zugeht. Eine der wirklich hilfreichen Seiten, die ich damals gefunden habe, gibt es sogar heute noch: JASMS.de

Den Rest eher nicht mehr. Das hat auch seine Gründe. Internetpräsenzen waren damals noch hauptsächlich die Hobbyprojekte von Privatpersonen. Und es gibt bis Heute gewisse Gruppen, die besonders viel Freizeit haben, um so etwas aufzubauen/zu pflegen, und allgemein viel im Internet zu kommunizieren. Zum einen haben viele Schüler und Studenten die entsprechende Freizeit und den Willen. Teilweise dann noch während der Ausbildung. Und dann wieder in Zeiten von Arbeitslosigkeit. Sobald man eine feste Vollzeitstelle hat, und die Freizeit rar und wichtig wird, nebenher auch so mehr Verantwortung in seinem Leben übernehmen muss, bricht das ganz natürlich und verständlich weg, wie ich über die 15 Jahren wieder und wieder gesehen habe. Man hat dann nicht mehr die Zeit jeden Tag für Stunden in Foren und Chats rumzuhängen und mit Leuten zu reden, die man zwar mag, die man aber nicht „richtig“ kennt. Man verliert gewisse Zeit-intensive Hobbys komplett oder kann zumindest die kleine Privathomepage nicht mehr aufrecht erhalten.

Meine Homepage erwuchs eigentlich auch nur aus Langeweile in meinen letzten Sommerferien vor dem Start der Berufsausbildung. Im Sommer 2000 startete also das schlicht und schlecht benannte Kaoru’s Anime Page, später Anime & Manga Page. Über die nächsten vier Jahre auch stetig ausgebaut, nach ein paar Shrines zu anfänglich Sailor Moon, Armitage III, Neon Genesis Evangelion und Pokemon wurde letzteres irgendwann fallengelassen und von Angel Sanctuary ersetzt, sowie kamen viele viele Reviews über die hunderten an konsumierten Anime, Manga und Artbooks hinzu. Damals hatte noch fast jede Homepage ihre eigenen Chats und Foren, auf die man sich mit einem beständigen Grüppchen getroffen hat. Und um Infos und gleichgesinnte Seiten zu finden, musste man sich durch Linkaustausch und Webring klicken, nie wissend, wie akkurat das, was derjenige dort schrieb, wirklich war. Das waren auch die Jahre wo ich mehrmals auf der AnimagiC war. Auch bei Anime und Manga war ich eigentlich früh dabei, als der Boom so richtig ins Laufen kam, man noch eifrig die AnimaniA und später MangaSzene laß, teilweise nur über das ACOG-Heftchen und den benachbarten Comicladen bestellen konnte, und Vox Anime-Nächte mit häufig zweifelhaften Kandidaten füllte. Ich werde nie meine ersten paar Erfahrungen in den frisch auf VHS eingetroffenen Armitage III (eine Folge pro Kassette!), El Hazard, Tenchi Muyo und die Doppelboxen vom limitierten Evangelion vergessen, die ich teuer auf Ebay aus zweite Hand holen musste.

2004 verlor ich meine Arbeit und hatte plötzlich sogar noch mehr Freizeit. Ich war nie sonderlich der soziale Mensch oder der Party-Gänger, deswegen hatte ich die vorher schon, aber nun war es im Prinzip der ganze Tag. Damals war ich dann wieder mehr im Internet unterwegs und auch ein paar Jahre anschließend echt an Boys Love Games interessiert, zu einer Zeit, als Visual Novels so ziemlich gar nicht in den Westen kamen, und man sich die über Torrents und eMule gezogenen japanischen Dinger durchklickte, ohne was zu verstehen. Aber auch damals gab es schon eine kleine Community dafür, natürlich auch eine allgemein zu Shonen Ai, in der ich sehr aktiv war, besonders auch MistressAlitas Boys Love Game Heaven. In dem Jahr ging ich dann auch overboard an Homepage-Projekten. Ich erschuf ein Blog, in dem ich selten wirklich was zu schreiben hatte, ein nie erfolgreiches Trading Card Game, sowie ein mäßig gefülltes Nebenprojekt exklusiv zu Shonen Ai, und weitere Ideen, die nie was wurden (Schreine zu Das letzte Einhorn oder das SNES Clock Tower beispielsweise). Wenig davon überlebte ins Jahr 2005, zumal ich Ende 2004 auch komplett für mehrere Monate vom MMORPG Final Fantasy XI verschluckt wurde, wo mein Eresion einige gute Zeiten mit zwei Linkshells, allen voran die Pathfinder hatte. An den Namen der deutschen erinnere ich mich gar nicht mehr so sehr. Aulait war eine echt nettes Kätzchen in ihr, der immer weit über unserem Level war, aber das war es auch schon. Die französische TaruTaru aus Pathfinders, die dann nach Japan ging, war auch echt cool.

So richtig Neuland erschlossen habe ich mir dann wieder in 2006, wo ich zum einen ein Teil von Gaia wurde, sowie über Greg’s RPGHeaven, den ich schon seit Jahren laß, auf Ilumnia stieß. Außerdem fing ich ab der Zeit an, etwas mehr auf meinem Blog zu schreiben, zudem hauptsächlich über die von mir frisch konsumierten Medien. Das ging eigentlich bis 2009/2010 ganz gut. Mein schwindendes Interesse an Anime und Manga, die ich mittlerweile nur noch hin und wieder mal anschaue/lese, führte dazu, dass Kaoru’s Anime & Manga abgestoßen wurde, wobei ich ab da an für Greg bereits einige Spiele-Reviews geschrieben hatte, die ich für mich persönlich auch auf ein Abstellgleis stellte, und die nachdem Greg Karriere machte und keine Zeit mehr für seine Homepage hatte, dann auf HBWTGAK landeten. Shin Megaim Tensei Online, die japanische Version lang vor einem West-Release, habe ich über jene Jahre auch on-off gespielt, erinnere mich vor allem an die immer hilfsbereite und wissensstarke Finella. Das Spiel an sich war gar nicht so gut, aber durch die coolen Leute im Clan blieb ich echt lange drin hängen. Ilumnia war ein paar Jahre wirklich spaßig, dann kamen aber die falschen Leute, und die schreckliche Führung sowie der Weggang der guten Leute wurden immer drastischer, was mich und letztendlich auch MuadDib mit seinem Dragon’s Hoard wegziehen ließ.

Der Dragon’s Hoard war glaub ich auch die letzte Community, in die ich mich richtig integriert hatte. Mit der Zeit bin ich einfach etwas alt, um noch auf der gleichen Wellenlänge der meisten Teens und frühen Twens zu sein, und die sind die Hauptzielgruppe meiner jungen Hobbys. Klar, vor allem auch Gamer werden immer älter, aber eben sind Spiele auch zeitintensiv, und sich über sie im Internet auszutauschen dann noch mehr. Als MuadDib dann den Gang aller Dinge ging, nämlich in eine Karriere ohne die Freizeit Dragon’s Hoard am Leben zu halten, war es damit so etwas rum. Zumal das Internet 2.0 sowieso ein ganz anderes ist. Chats sind tot, Foren spärlich besucht und nur für große Seiten tragbar. Man tauscht sich über Facebook und Twitter und Co aus. Man macht keine statischen, kleinen Privathomepages mehr, sondern schreibt schnell alles in einem Blog runter, so wie ich es mittlerweile ja auch exklusiv tue, und tauscht sich mit Gleichgesinnten in den Kommentaren aus. Das ist natürlich etwas unpersönlicher, aber ich glaube auch nicht, dass ich mich noch in eine Forencommunity richtig integrieren könnte, bin auch sonstig eher der Lurker denn der Kommentierer der für mich interessanten Blogs.

Und so schaue ich manchmal etwas nostalgisch zurück. Auf Spieletipps und Gaia. Auf Ilumnia. Auf Final Fantasy XI und MegaTen Online. Auf das Wegsterben vom Sailor-Moon-Webring, Yaoi Heaven, BLG HQ, RPG Heaven, RPG-O-Mania, Dragon’s Tear, Icksmehl, Dragon’s Hoard, dem ersten Reich der Rollenspiele, oder dem Square-Net, Anime-auf-DVD, AnimaniA unter erster Redaktion, und viele andere, die mich jeweils mehrere Jahre über diese Dekade in meinen Hobbys begleitet haben, und nicht mehr da sind. Erinnere mich ein wenig an die guten Zeiten, die Leute dort, und ganz egoman meine eigene Zeit im Internet. Die Anfänge des Endes sehe ich auch beim RPG Sektor und bei den Blogs vom Ikki und Lucas leider. Das, was ich manchmal bereue, ist, dass ich mich nie aufgerafft habe, mich mal privat mit der einen oder anderen Internetbekanntschaft zu treffen, sondern wenn sie ultimativ aus verlorenem Interesse oder rar werdender Freizeit weitergezogen sind, den Kontakt häufig verloren habe. Jedenfalls, wer dies liest und mal eine Zeit auf meinen Etappen durchs Internetleben mit mir verbracht hat: Danke für die schönen Erinnerungen. Auf die nächsten 15 Jahre und ins Internet 3.0?

I’m not gonna buy Tomodachi Life, but for different reasons than you might think

ava-1584Ugh… wisst ihr was ich so richtig leid bin? Die Diskussion um Tomodachi Life. Seit einem halben Jahr gehen die fruchtlosen Auseinandersetzungen nun schon, und immer wenn ich aufatme, denkend der Shitstorm ist endlich weiter gezogen, bringt es jemand neues hervor. Irgendwann ist ja auch mal gut. Ich wollte den ganzen Mist eigentlich bestmöglich ignorieren, aber anscheinend ist das einfach nicht möglich. Aber wirklich, mir hängt die Sache mittlerweile genauso zum Halse raus, wie die Diskussionen, ob Videospiele Kunst sind, oder zwecks Sexismus gegenüber Frauen, beides Themen die anzusprechen sich mehr lohnen würde, wenn man sie nicht ganz so penetrant zu Tode wieder und wieder käuen würde, und wenn die meisten darin involvierten Gamer nicht eh Vollidioten wären, die schlau klingen wollen, aber häufig eben doch nur Blödsinn von sich geben.

Am Spiel an sich war ich eh nie interessiert. Tomodachi Life ist ein Lebenssimulation, aber eine ziemlich schräg aussehende. Von daher sollte es für mich sein, hmm? Da gibt es zwei Dinge, die mich aber maßgeblich abturnen. Erstens wäre da, dass Tomodachi Life Miis verwendet, und die sehen nun Mal absolut hässlich aus. Nein Danke, da spiele ich lieber Sims 3 oder Animal Crossing und kann jemand attraktiven/niedlichen erstellen, statt mit so einem ekligen Mii spielen zu müssen. Punkt Zwei wäre, dass man in das Spiel eh anscheinend nur rudimentär eingreifen kann, die Miis nach Einfügung in der Welt Großteils selbstständig zu agieren scheinen, basierend auf den gegebenen Parametern. Also wie Sims 3 auf komplett freien Willen gestellt und dann nur noch zugeschaut? Nope, kein Interesse.

Die Diskussion, der man sich ja nirgendwo zu entziehen scheint, hingegen ist eine andere: Ist Nintendo homophob? Denn Miis in Tomodachi Life können heiraten, aber nur heterosexuelle Ehen schließen. Das ist aber sicher nicht das große Problem, nein das Problem kam auf, weil es in der japanischen Version durch einen Bug möglich war, dass auch Homo-Ehen geschlossen werden, was aber den Gang aller Bugs gegangen ist – es wurde vor einem halben Jahr raus gepatcht. Ein Bug übrigens, der nur für importierte männliche Miis aus dem Vorgänger auftrat, also keine Lesben-Ehe unterstützte nicht in der westlichen Version möglich gewesen wäre. Und sofort stand das Internet in Flammen. Und dann wieder, als es für den Westen angekündigt wurde, und seither wird die Diskussion quasi im Wochentakt rausgeholt.

Das größte Problem an der Diskussion ist sicherlich, dass sich häufig beide Seiten mehr als nur dämlich anstellen und das Argument deswegen fast immer bereits nach ein paar Antworten extrem zu degenerieren beginnt (Idioten, die sich für schlau halten – im Internet? No waiz!). Wir haben die Seite, die Nintendo einfach mal pauschal homophob nennt, ohne auch nur anzuerkennen, dass dies ein Bug war, statt ein entferntes Feature. Und auf der anderen Seite natürlich die „Homos sind eklig“-Fraktion (Homophobe Gamer? Say it ain’t so!) die das in mehr oder weniger eloquente Worte fassen, Strohmann-Argumente und nicht vergleichbare Vergleiche anbringen, aber doch häufig genau auf das zurück kommen. Das Ganze hat Ausmaße angenommen, dass ich jedes mal innerlich aufstöhne und mit den Augen rolle, wenn ich irgendwo ein neues News-Thema zu Tomodachi Life, oder einen gebumpten Thread sehe.

Ich mein, es ist sicherlich sehr nett, dass sich über fehlende Gleichberechtigung in Spielen beschwert wird, dass Gaymer anscheinend doch einen starken Kern Befürworter haben, die sich für sie einsetzen, und ohne Vokalität ändert sich in der Welt natürlich auch nichts… aber ist es nicht irgendwann auch mal gut?

Ich persönlich sehe das so: Die Nicht-Inklusion in Tomodachi Life wundert mich ganz und gar nicht, da Homosexualität etwas ist, was in den meisten Spielen einfach nicht existiert, schon gar nicht in den sich an Kinder richtenden. Denn so sehr wir gerne propagieren, wie liberal und aufgeschlossen unsere heutige (Erste) Welt doch ist, so sind homosexuelle Ehen immer noch in den wenigsten Ländern erlaubt. Und das schließt Deutschland ein, wo homosexuelle Männer ja bis heute nicht mal erlaubt sind Blut zu spenden dank des HIV-Stigmatas der frühen 90er. Und unsere Gesellschaft sieht Homosexualität auch immer noch als etwas an, mit dem man Kinder nicht auseinander setzen darf, was die Wertung von Spielen wohl auf ein 12+/M setzen würde. Von daher gibt es meiner Meinung nach wesentlich wichtigere Baustellen, um so viel Energie auf den Kampf der Gleichberechtigung zu verbrauchen, nämlich die reale Welt, nicht irgendein dämliches Videospiel. Denn wenn Homosexualität so normal und anerkannt in unserer Ersten Welt wäre, wie das immer gerne dargestellt würde, dann stellt sich die Frage für Videospiel-Hersteller erst gar nicht, sondern es wäre ein No-Brainer die Option natürlich auch in der virtuellen Welt zu geben. Es spricht nichts dagegen, bei gegebenem Anlass mal zu erwähnen, dass mehr Repräsentation – gerade in Lebenssimulationen, wo man sich selbst als der Avatar verwirklichen soll – schön wäre, aber ganz so militant muss man bei so einem unwichtigem Thema wie Games nicht sein, sich überlegen wann und wie man seine Schlachten schlagen will.

Ich würde so weit gehen, dass die ganze Sache auch gar nicht mal einen Bruchteil so viel Aufmerksamkeit bekommen hätte, wenn es den Bug nie gegeben hätte, wenn Homo-Ehen von Anfang an einfach nicht möglich wären hätten die meisten sicher gar nicht dran gedacht, dass sie es sein müssten. Ganz so, wie ich selbst nie wirklich drüber nachgedacht habe, warum Animal Crossing oder Pokemon X/Y einem keine dunklen Hautfarben geben, weil es der Selbstentfaltung für mich als Kaukasier nicht im Wege steht.

Und gerade Nintendo homophob zu nennen ist genauso naiv und blauäugig, wie das Nintendo erwartet hatte, dies würde gar kein Aufsehen erregen. Nintendo ist eine japanische Firma. Japan ist ein sehr homogenes Land, in dem jeder von Kind auf darauf getrimmt wird, wie die Borg absolut gleich zu leben. Das Land hat weder einen großen Ausländeranteil, noch sieht es Gleichberechtigung (sowohl von Frauen wie Homosexuellen) mit der gleichen Strenge. Aller Boys Love/Yuri Populärkultur zum trotze, die als Fantasie von Hetero-Frauen für Hetero-Frauen existiert, nicht zuvorderst für Homosexuelle, steht man in Japan immer noch besser, wenn man als Homo sich nicht outet, es nicht in den Blickpunkt des sozialen Umfeldes stellt. Von daher überrascht es gar nicht, dass schlichtweg niemand im Team daran gedacht hat, dass dies eine Option ist, die das Spiel überhaupt bräuchte. Und ein Bug ist schlichtweg etwas, was gepatcht werden muss, weil es zu allen möglichen Fehlern führen kann. Nintendo Homophobie zu unterstellen ist also etwas übertrieben, die armen Tropfe wussten es einfach nicht besser und haben sich sicherlich nichts Bösartiges gedacht, sie kommen nur halt aus einer ganz anderen Kultur.

I’m not fond of Akitoshi Kawazu’s games, and here’s why

ava-1564Akitoshi Kawazu, für diejenigen, die japanische Namen schlecht auseinander halten können, ist einer der Leute bei SquareEnix – vielleicht einer der wenigen, die seit den 80ern dabei sind und sich noch nicht von der Firma losgesagt haben. Er ist derjenige hinter dem Design von Final Fantasy II, das er anschließend in die SaGa-Reihe eingeflochten hat. Aber auch andere umstrittene oder zumindest ungewöhnlichere Games gehen auf sein Konto, wie beispielsweise Treasure of Rudra, Legend of Mana, Crystal Chronicles oder The Last Remnant, nicht zu vergessen, dass er die Arbeiten an Final Fantasy XII übernommen hat, als der ebenfalls für ungewöhnliches Gameplay stehende Yasumi Mitsuno an seinem eigenen Perfektionismus scheiterte.

Gerade seine SaGa-Reihe hat ein gewisses Cult-Following sich erarbeitet, mehr so in Japan denn im Westen, ansonsten gäbe es keine 9 Spiele und 4 Remakes derjenigen, plus Abverkäufe die an die eine Mille grenzen. Hauptsächlich bei jenen, denen der traditionelle JRPG-Einheitsbrei zu langweilig wurde, und die tatsächlich mal nach Innovation im Genre suchten. Das kann ich durchaus nachvollziehen, denn Mut zum Anderssein hat Kawazu auf jeden Fall, manchmal mag man fast denken, er ändert Dinge schlichtweg nur aus dem Grund, damit sie anders sind als die Norm, egal wie eckig die Räder im Ergebnis werden.

Warum ich nicht so ein Fan davon bin ist, weil ich ein Casual Gamer bin. Ich mag meine „pick up and play“ Spiele, die ich eben einfach zu zocken beginne und die ziemlich selbsterklärend laufen, mich in ihre transparenten Mechaniken einführen. Ein Spiel mit einem überkomplexen und obtusen System ist für mich ein Abturner. Meine Schmerzgrenze ist damit erreicht, mir für 10 Minuten vorm Beginn eines Dungeon Crawlers anzusehen, was die nützlicheren Klassen sind, damit ich nicht erst 20 Stunden im Spiel merke, dass ich das schlechtest mögliche Team zusammengestellt habe. Wenn ich 2 Stunden im Spiel immer noch keine echte Ahnung davon habe, wie es gespielt werden will; wenn ich in einen Game-Mechanik-FAQ schaue, der überfordernd lang ist, und bei dem ich immer noch nur Bahnhof verstehe… bei solchen Sachen vergeht mir der Spaß sofort. Aus ähnlichen Gründen habe ich bis Heute nur die Anfänge von Valkyrie Profile oder Vagrant Story gespielt, es dann aber sein lassen.

Ich finde es einfach wenig spaßig, mich ewig lang in ein unnötig komplexes und unnötig kompliziert bis gar nicht erklärtes System zu friemeln. Und gerade Kawazus „Anders des Anderssein wegens“-Spielideen wirken für mich eben genau so. Sein Magnum Opus ist hier definitiv die SaGa-Serie. Spieler der Romancing SaGas hab ich beispielsweise nicht nur ein Mal sagen hören, dass sie mit verbessertem Verständnis des Gameplays von vorn beginnen mussten, weil sie sich in Punkte gespielt haben, die mit ihrer Teamentwicklung schlichtweg nicht zu schaffen sind. Und selbst Fans der Serie erwähnen gerne mal, dass Unlimited Saga unnötig unverständlich ist.

Und das ist eben auch ein weiteres Problem der Spiele für mich. Die Sache ist die, dass so einige dieser Spielmechaniken wegen ihrer speziellen Art echt einfach zu brechen sind, oder zumindest erscheinen. Anscheinend hat das Team um Kawazu dies bei den einfacheren Exploits auch bemerkt und statt etwas an der Mechanik an sich zu ändern, schlichtweg einfach Fallen eingebaut, die das aushebeln sollen. Dummerweise teilweise aber erst so spät im Spiel, dass ein Neustart erforderlich ist. Sicherlich kommt es dazu häufig eher in den früheren Spielen, als Richtlinien für gutes Game-Design noch nicht so etabliert waren, aber dennoch macht es die heutzutage nicht besser dadurch. Als Beispiel nehmen wir mal Final Fantasy II und Makai Toushi SaGa, zwei seiner frühesten Spiele (weil die einzig beiden, die ich durchgespielt bekommen habe).

In Makai Toushi SaGa kann man sein 4er-Team aus drei Rassen erstellten: Menschen, Mutanten und Monster. Alle drei haben unterschiedliche Aufbesserungsmechaniken: Menschen kaufen sich Upgrades, Mutanten sind mehr oder minder random am Kampfende a la FFII, Monster essen von anderen Monstern hinterlassenes Fleisch. Am einfachsten zu brechen ist der Spielbeginn mit Monstern, da das richtig gefressene Fleisch sie schnell nahe an Endgame-Monster bringen kann, und das noch in der ersten von vier Welten. Das haben die Entwickler scheinbar auch irgendwann gemerkt und das Endgame so designt, dass Monster quasi nutzlos sind. Die finalen Bosse wird man mit einem großteils aus Monstern bestehendem Team schlichtweg nicht schaffen. Die Moral von der Geschichte: Höchstens ein Monster ins Team nehmen, egal wie sehr sie zu Beginn wie die Game Breaker erscheinen.

Der große Tipp, um sich Final Fantasy II zu trivialisieren, der seit Zeiten der fanübersetzten NES-Version im Internet nicht totzukriegen ist, ist sich selbst den Schädel einzuschlagen. Ähnlich wie Mutanten in SaGa verbessern sich Statuswerte in FFII am Ende vom Kampf, allerdings hier etwas weniger zufällig erscheinend, sondern nach Gebrauch. Sich selbst zu prügeln bringt also viele HP mit sich. Per Swap-Spell die HP/MP mit einem Imp zu tauschen noch schnelleren Anstieg von den beiden Werten. Und plötzlich hat man ein Team von Charakteren mit einem Arsch voll HP und MP, die einfach durch das Spiel walzen können. Tja, viel Spaß im Endgame, wenn die Gegner mit jedem Schlag, der nicht daneben geht, prozentualen Schaden machen. 10% von Max-HP ist nämlich gleich viel, egal wie hoch die HP-Mauer ist, und wer sich auf jenen Exploit verlassen hat, dessen Evasion ist sicherlich nicht hoch genug, um sonderlich häufig Schlägen auszuweichen. Viel Spaß dabei das komplette Team nach jedem Kampf komplett heilen zu müssen.

Tim Rogers ist sicherlich genau so umstritten wie Kawazu, und ich falle eher auf die Seite, dass er meist ein nerviger Idiot mit unlesbarem Output ist, wenn er jedoch in seinem epischen Minsterl Song Writeup meint, er habe nie ein Spiel von Kawazu beendet bekommen, weil es entgegen dem anfänglichen Schein für ihn als unmöglich erschien, dann ist das ausnahmsweise eventuell kein Hyperbole.

Das ist schlichtweg schlechtes Game-Design. Ein Spiel „falsch“ spielen zu können ist eine Sache, offensichtlich große Exploit-Lücken eine andere, und wieder anders ist es, diese Lücken so halbherzig zu patchen, dass man erst im Endgame merkt, dass man die ganze Zeit „falsch“ gespielt hat. Kein Wunder das ich erst dann endlich die Motivation zum Durchspielen von Final Fantasy II aufbringen konnte, als mir jemand mal erklärt hat, was die vielen kleinen vom Spiel komplett unerklärten Mechaniken sind – wie es erwartet gespielt zu werden, ohne dies je zu visualisieren, ja einen sogar eher auf den falschen Pfad zu locken. Bis Heute kann ich Unlimited Saga nicht mehr als maximal zwei Stunden spielen, bevor ich aufgebe, weil ich wenig Ahnung davon habe, was ich da tue, wie meine Taten beeinflussen was dort auf dem Bildschirm geschieht, und in welche Richtung sich mein Charakter entwickeln sollte um nicht nutzlos zu werden.

Akitoshi Kawazu ist so ein wenig der Ed Wood das Gamedesigns: Vom Mainstream belächelt, Cult-Favorit der Hippster, und man wird sich nicht einig, ob er ein Genie seiner Zeit voraus ist, oder eben doch nur ein exzentrischer Blender bleibt. Mir persönlich sind seine Spiele zumindest zu viel Arbeit und zu wenig Spaß.

Pickled in

ava-1554e7 vom RPG-Sektor hat mich also für den Liebster Award nominiert, den ich vorher gar nicht kannte, weil ich bekanntlich Netzsozial unter einem Stein lebe. Wenn ich das richtig verstehe ist der ein Kettenbrief, nur mit mehr Arbeit dahinter, und der netten Nebeneigenschaft, dass durch das Weiterwerfen des Balles die Leser auf Blogs hingewiesen werden, die sie vielleicht noch gar nicht kannten. Dennoch bin ich natürlich erfreut darüber, dass e7 mich nannte, zumal ich auch recht weit oben in der Liste bin, statt am „scheiße, wen kann ich noch nennen, um elf zusammen zu bekommen“-Ende. Der indivudalisierte Kettenbrief-Teil an sich kommt in Form von elf Fragen, die man beantworten muss, um dann eigens erdachte an die nächsten in der Reihe weiter zu geben. Die Fragen an mich – und zehn weiter – wären da.

  • Was motiviert dich für das Betreiben einer eigenen Website?
  • Meine erste Seite war ganz unspektakulär, wie die der meisten denke ich mal, einfach aus Langeweile als Schüler zusammen gekommen, um in diesem aufregenden World Wide Web auch dabei zu sein. Ein Bastelhobby sozusagen. Darüber habe ich entdeckt, dass ich sogar sehr gerne meine Meinung über die Medien, die ich konsumiere, niederschreibe. Und da konnte ich sie auch genauso gut mit dem anonymen Weiten teilen, wer weiß vielleicht findet sich sogar ein Leser oder zwei. Ja, meine Motivation ist also, dass ich es einfach gern Schwarz auf Weiß habe, wie scheiße ich doch alles mit zunehmendem Alter finde.
  • Final Fantasy? Falls ja, welches am liebsten?
  • Schwere Frage, weil ich so einige davon vor zehn Jahren oder mehr zuletzt gezockt habe, auch wenn ich mich langsam mal wieder durch die Reihe durch wühlen will. Ich bin jetzt mal gar nicht cool und nenne keinen absoluten Spinoff-Außenseiter, sondern gehe tatsächlich davon aus, dass die beiden langweiligen Wahlen VI oder VII mein Favorit sind – müsste beide aber neu durchspielen, um sicher zu sein, denn in V hab ich mich im Nachhinein schon ein wenig verliebt.
  • Wie viele Star Wars Filme gibt es deiner Ansicht nach?
  • Cheeky Answer: 3. Echte Antwort: 3 gute, denn eigentlich bin ich keiner, der den einfachen Weg wählt, Sequels/Prequels/Midquels einfach zu ignorieren, nur weil sie ihm nicht gefallen. Wenn jemand mit seiner Serie scheiße baut, bin ich ihm nicht so entgegenkommend, das willentlich zu ignorieren, weil er vor 30 Jahren mal gute Filme gemacht hat, als andere Leute noch drüber geschaut haben und ihm sagten, welcher Einfall Mist ist und raus editiert gehört. Wartet, ging es hier um Star Wars oder Metal Gear Solid?
  • Castlevania: Lords of Shadows – Wiederbelebung oder Ende der Castlevania Reihe?
  • Nun, Wiederbelebung einer Franchise hat ja mehr mit Verkaufszahlen zu tun, denn mit Qualität. Soweit ich das halb mitbekommen habe, hat sich das erste LoS zwar gut verkauft, bei LoS2 muss sich das aber noch zeigen. Von daher kann man es wohl noch nicht zutreffend sagen. Was natürlich die eigentlich gemeinte, eigene Meinung angeht: Wayne. Da ich mit God of War und seinen spielerischen Klonen nichts anfangen kann, ist mir Lords of Shadow auch egal (die MoF-Demo war allerdings wenig überzeugend, dass die ein klassisches 2D-Castlevania hinbekommen würden). Ob Castlevania nun eingeht, als God of Vania weiter lebt, oder zu jemand neuen geht, der wieder was anderes versucht… ich find die Metroidvanias zwar ganz cool, scher mich aber nicht genug um die Serie an sich, als das mich das wirklich viel interessiert. Ich stänkere nur gern von der Seitenlinie aus mit.
  • Wie old school bist du? Angabe bitte in maximal verfügbarem RAM von allen heimischen PCs, Handhelds oder Konsolen.
  • Als Casual Gamer bin ich hier eindeutig überfragt.
  • Was hat Facebook bloß mit Oculus-Rift vor?
  • Die Welherrschaft natürlich. Über den Weg von interaktivem Porn, der Grund aus dem das Internet überhaupt besteht.
  • Welches Web war/ist besser, 1.0 oder 2.0?
  • Web 2.0 natürlich, ich bekäme Entzugserscheinungen, wenn ich nicht wüsste, immer nur einen Klick von mindestens 3 Tumblr entfernt zu sein, deren einziges Thema Chris Evans Knackarsch ist.
  • Bis zu welchem Alter ist es noch angemessen, Dragonball und/oder Sailor Moon zu gucken?
  • Dragonball sollte man sich zu keinem Alter antun müssen, aber Sailor Moon geht immer.
  • Hast du mal ein Projekt bei Kickstarter unterstützt? Falls ja, welches?
  • Nope, wer nicht bereit ist, seine finanzielle Existenz für sein Traumprojekt aufs Spiel zu setzen, der muss auch gar nicht bei mir nach Geld fragen kommen.
  • Was wird deiner Ansicht nach das nächste große Ding?
  • Der Kingdom Tower in Jeddah soll ziemlich groß werden.
  • Wenn du einen Film, eine Serie oder ein Spiel in ein schwarzes Loch werfen dürftest, welches wäre es?
  • Slender.

So, nun müsste ich eigentlich die Liebe teilen und 11 Fragen an 11 Blogs meiner Wahl stellen. Da ich keine liebende Person bin, tu ich das natürlich nicht. Abgesehen davon, dass bei den paar Blogs, die ich besuche, minus die englischen, minus die von e7 schon selbst genannten, glaub ich nur noch WorlofLucas über bleiben würde, der vor 2016 eh nicht mit 11 Fragen am Stück fertig wäre ;P

Gamer Notions I Find Disagreeable

ava-1470Drei Dinge, die mich immer wieder die Augen rollen lassen, und mit denen ich persönlich nicht kongruent laufe, die aber besonders in modernen Gamergenerationen immer gern wiederholt werden, wären (die meisten haben hier und dort bereits Erwähnung gefunden, Hardcore-Langzeit-Allesleser werden also manches schon kommen sehen):

„Kurze Spielzeit“. Wann ist es eigentlich passiert, dass jedes Spiel unter 30 Spielstunden zu kurz ist? Jedes RPG 100 Spielstunden aufweisen muss, sonst ist’s sein Geld nicht wert? Man sollte meinen, dass dies eher umgekehrt der Fall ist, Gaming besteht seit einer immer längeren Zeit, was auch bedeutet, dass die Gamer-Demographie altert. Mit dem Erwachsenwerden einher geht für viele zwei Dinge: Ein eigenes Einkommen, weswegen sich eh mehr Spiele geleistet werden kann, statt eines alles halbe Jahr vom Taschengeld abzustottern (nicht zu vergessen, dass dank Steam und Co. Spiele noch nie so einfach so billig zu haben waren), dafür aber ein bedächtiges schrumpfen der Freizeit, jene auch zu spielen. Man sollte also meinen, dass kurze und knackige Spiele beliebter werden, statt 200-Stunden-Brocken, an denen man ein ganzes Jahr sitzt. Grundsätzlich finde ich Spielzeit ja irrelevant. Wenn mich Ys III oder ein Metroidvania für 7-10 Stunden top unterhalten hat, ist das gut – wenn ich die vollen 80 Stunden Persona 3 oder 4 auch meinen Spaß hatte, genauso. Jedoch muss ich sagen, dass viele längere Spiele – gerade RPGs – häufig nicht gut gefüllt sind, sondern nur enorme Probleme in Sachen Pacing mit sich bringen. Einen Großteil der RPGs, die mir tatsächlich 50+ Stunden abverlangt haben, fand ich nämlich beispielsweise überstrapaziert und hätte dort gern gut 10 Stunden und mehr an Fett aus dem Fleisch geschnitten gesehen. Es gibt sogar reichlich Spiele(-Genre), die kürzer besser sind, viele simple Platformer sind beispielsweise nur in kondensierter Spielzeit wirklich spaßig statt monoton zu werden, und Survival Horror verliert häufig eben an Atmosphäre, dichter Handlung und Schrecken, wenn sie überstrapaziert werden (weswegen die meisten ja auch 5-10 Stunden und nicht länger sind). Häufig kommt hier auch die rosarote „Früher war alles besser“-Brille zum Zug, und lasst euch das mal sagen, früher waren die Spiele auch häufig nicht länger, einen Großteil der 8bit-Bibliothek kann man in wenigen Stunden meistern, wenn man weiß, was zu tun ist, und die meisten hochgelobten 16bit-RPGs sind auch Angelegenheiten von 20 Stunden.

„Wo bleibt die Innovation“. Es geht mir echt auf den Zeiger, dass anscheinend jedes Spiel, jeder Genre- ja sogar Serieneintrag anscheinend das Rad permanent neu erfinden muss, um wertig zu sein. Gerne auch angebracht, um Nintendo über die beiden Konkurrenten zu stellen, weil nämlich trotz ewig gleichem Pikmin, Pokemon, Animal Crossing oder 2(.5)D Marios sich eisern hält, die wären innovativ (selbst das komplett Inovationsbankrotte Twilight Princess konnte daran nichts rütteln). Aber unkritisches Nintendo-Fanboytum ist eh ein Rant für eine andere (besser nie kommende) Zeit. Die Sache ist die, dass ich durchaus verstehe, dass immer das gleiche Spiel vorgesetzt zu bekommen, besonders wenn es im Jahresrhythmus ist (hallo Assassin’s Creed), durchaus langweilig werden kann, selbst wenn man die Serie ursprünglich mochte. Sicher mag ich zwischenzeitlich auch Pokemon oder Metroidvania mal leid geworden sein, aber dann warte ich eben mal eine Weile, bis mich diese gewisse Gaming-Stelle wieder juckt. Und mal ehrlich, wie viele Spielereihen gibt es schon, bei denen sich in kürzeren Zeit wirklich viel ändert? Und wie viel muss eine neue IP wirklich einem eingesessenen Genre bringen, statt einfach nur auf dem gut geölten Rad zu fahren? Wie viel ist dort überhaupt möglich (mal den Gedankengang übergehend, dass eh schon alles mal dagewesen war und nur noch subtil variiert werden kann, der sich sowieso mehr ans Storytelling richtet, und Videospiele sind bekanntlich im Gegensatz zum Medium Film oder Buch mehr denn nur diese Komponente)? Hier rein spielt natürlich auch das beliebte „das ist nur eine Kopie von“ (müssen Alundra und Darksiders das Zelda-Rad wirklich neu erfinden, reicht es nicht, dass sie die gleiche Sache bereits besser machen?). Auch über den Tellerrand schauen zu können mag wichtig sein, aber es gibt eben nur so viele Möglichkeiten etwas anzugehen. Und vor allem, Änderung nur wegen dem Anderssein wegen führt teilweise zu gar nicht runden Rädern. Zumal viele besonders beliebte Serien eben genau das abliefern: Ewig gleiches Video Game Comfort Food, bei dem man gleich weiß, woran man ist, und das man es mögen wird. Pokemon verkauft sich wie geschnitten Brot und ist seit Blau/Rot/Grün essentiell wirklich das exakt gleiche Spiel geblieben. Tales hatte in den letzten Jahren einen enormen Popularitätsboom, aber soweit ich das mitbekomme, nutzt die Serie auch immer gleiche Storyklischees und Charakterstereotypen und nur wenig verändertes Kampfsystem. Harvest Moon kauf ich mir, weil ich genau das erwarte, was Harvest Moon zu bieten hat. Einige von Japans bestverkaufenden Serien – neben natürlich Pokemon beispielsweise auch Monster Hunter, Dynasty Warriors oder Dragon Quest – sind oder waren lange Zeit über immer die gleiche Schoße. „Innovation“ ist natürlich auch eine schön prätentiöse Art und Weise, wie man auf „mindere“ Spielerschaften wie jene von First Person Shooter und Sportspielen herabsehen kann, als ob man viel am Prinzip einer Fußballsimulation ändern könnte.

„Grafik ist unwichtig“. Eine weitere Aussage, die hauptsächlich genutzt zu werden scheint, um sich besser und intelligenter zu fühlen, denn die ungewaschenen Massen, denen es nur auf die geilste Optik in ihren CoDs geht. Grafik ist tatsächlich natürlich nicht alles. Wenn das Gameplay besonders launig oder die Handlung besonders packend ist, dann zieht einen das natürlich auch durchs kotzhässlichste Spiel. Aber ein optisch ansprechendes Erlebnis kann ein Spiel eben doch um so vieles runder machen. Der Style, der einem Persona 3 oder 4 aus allen Poren kommt, macht die Spiele umso launiger. Ein Dragon Quest VIII wäre ein überraschend barebones Eintrag in die Reihe, wenn er nicht so verdammt geil aussehen würde. Die Grafik von Okami ist einer der Gründe, warum es so besonders ist, und Shadow of the Colossus würde anders auch nicht so gut funktionieren. Zurück zu Pokemon Gelb gehend bin ich wirklich froh, dass die Serie nicht mehr 8bit ist. Was bin ich froh, dass ich Dragon Quest III oder IV nicht in der Augenkrebs-Optik des Originals zu spielen habe. Übrigens, auch zu 2D-Zeiten haben Leute schon Grafikvergleiche herbeigezogen, tut also mal nicht so, als wäre das eine neue Sache. Videospiele sind eben auch ein audiovisuelles Medium. So sehr man die Nase unter der Hipster-Brille kraus ziehen mag, dass man keinen Wert auf Grafik legt, ist es nicht viel spaßiger ein Skyward Sword zu erkunden, statt durch das ausgewaschen-kackbraune Twilight Princess zu stapfen? Und übrigens gehört dazu mehr Pferdestärken in einer Konsole haben zu wollen eben nicht immer, dass man jede Pore im Gesicht eines Charakters zählen können will, sondern eine besser Performance in Sachen dauerhaft 60FPS, bessere Draw Distance, und mehr Feinde onscreen bedeuten kann, was in manchen Genres durchaus auch nicht unwichtig ist.

Das ist nicht alles, was mich immer mal wieder von der falschen Seite piekt. Ich bin die „Videospiele sind Kunst!“-Diskussion beispielsweise vor gefühlten 30 Jahren bereits leid geworden, kein Fan des hochnäsigen „Indies sind intellektueller, liebevoller und wertiger, als kommerzielle Produkte“ Mindsets, find die ewigen „Europa bekommt keine Spiele, und wenn dann drei Jahre zu spät“ Rufe genauso überholt wie die bereits angesprochenen „Früher war alles besser“ Rosarotbrille (viele davon sind nämlich doch schlecht gealtert oder man war halt jung und wusste es nicht besser). Oder natürlich auch „Reviews sind nichts wert, man muss sich eine eigene Meinung bilden“ (so du hast also unbegrenzt Zeit und Geld in deinem Leben, alles ausprobieren zu können, was dir vage gefallen könnte?). Aber die drei obigen sind die Sachen, die am meisten aufzutauchen scheinen, und die mich am schrägsten reiben. Das natürlich alles von einer ganz persönlichen, subjektiven Sichtweise gemeint, weil Blog und so, duh. Peace out v(。-_-。)v

Playing smarter instead of harder

ava-1364Eine interessante Sache, die mir mal wieder durch Ar tonelico aufgefallen ist, ist, dass die erste Abwehrreaktion vieler RPGler zu einem schweren Part im Spiel „Powerleveln“ zu sein scheint. Ich mein, dies ist natürlich immer eine schöne Fluchtreaktion, die in RPGs und Spielen mit RPG-Mechaniken vorhanden ist, auch einer der Gründe, warum ich Action-RPGs spielen kann, aber für auch nur halbwegs fordernde Action Games nicht den Skill und Motivationsspanne zum Verbessern habe – im Notfall kann ich mich immer über eine schwere Stelle hinweg grinden.

Aber sollte das wirklich die erste Reaktion sein? Besonders wenn man sich dann anschließend beklagt, dass das Spiel zu schwer war und/oder das ganze Grinding einem unnötig Spielzeit gekostet hat, die man ob des stupiden Vorgangs nicht mochte? Wenn ein Spieler in einem Ninja Gaiden, Devil May Cry, Mega Man etc. pp. nicht weiter kommt, muss derjenige es eben so oft versuchen, bis er tatsächlich besser darin ist, das Spiel (oder jene Stelle) zu spielen. Dann wiederum, ist es ein großer Unterschied, in einem schweren Spiel einen Levelabschnitt dutzende Male zu wiederholen, bis die Hand-Augen-Koordination und Reaktionszeit besser wird, oder die gleiche Zeit bei Dragon Quest zu leveln? Allerdings verbessert das Level deine Fähigkeiten zu spielen nicht, abgesehen vielleicht von deiner Geduld, sondern vorrangig kippt es nur die Statuswerte deiner Spielfigur mehr in deine Richtung.

Und so benutze eben auch ich häufig die Möglichkeit zu Leveln, um über schwere Stellen zu kommen – und manchmal lässt sich das eben auch nicht vermeiden, einige RPGs sind schlecht machbar, wenn man unterlevelt ankommt (nicht jeder ist ein Supermensch, der auch die NES-FFs und DQ fast ohne Leveln schafft). Aber eben, sollte das wirklich unsere erste Reaktion sein? Sollten wir nicht lieber zunächst die Situation analysieren und schauen, wie wir die Lage verbessern können, mit dem, was wir schon haben, statt direkt „Ok, so der Boss hat mich besiegt, muss wohl noch ein paar Level zulegen“ zu gehen?

Denn in ein paar RPGs kann einem das tatsächlich auch in den Arsch beißen, weil Level in ihnen gar nicht so viel Signifikanz haben. Und ich meine noch nicht mal höchst experimentelle Spiele wie Kawazus Final Fantasy II oder SaGa-Reihe, die gar kein traditionelles Levelsystem haben, und bei denen man sich schnell seine Charaktere absolut falsch entwickeln und in Points of no Return spielen kann, wenn man sie falsch angeht – der klassische Fehler, bei Final Fantasy II die HP/MP durch Selbstmisshandlung in enorme Höhen schießen zu lassen, aber alle anderen Stati dadurch verkrüppelt zu haben, und dann im Finale plötzlich nur in Probleme zu laufen, käme hier beispielsweise auf.

Nein, nehmen wir nur mal Ar tonelico und dessen Kampf gegen Mir. Zugegebenermaßen ist das Spiel etwas gemein, in dem es einem 90% der Zeit keine ernsthafte Opposition entgegen wirft, nur um dann doch einen knackigen finalen Boss zu bieten, sofern man unvorbereitet kommt. Anscheinend traf dies viele auch wirklich unvorbereitet, denn das Internet ist voll von Hilfefragen ob dieses Bosses – aber eben erneut fragen die meisten nur, welches Level man haben soll, um sie zu besiegen, da ihre erste Lösung des Problems Levelgrinding und Heilitem-Spamming zu sein scheint. Die Sache ist aber die, Mir hat ziemlich fiese Stati, mit denen sie eine Gruppe, bei der das Level gar nicht so wichtig ist, in Grund und Boden stampfen kann, wenn jene Gruppe eben nicht gutes Equipment mit die besten Enhancements trägt, die deren Stati auch enorm puschen. Denn wie bereits erwähnt, da ich tatsächlich mit einem vorbereiteten Team ankam, welches gut ausgerüstet war, hatte ich keine Probleme mit ihr. Das ist dann auch die erste Antwort, die „welches Level brauch ich für True Ending Mir“ Leute bekommen „was ist dein Equipment“, worauf häufig geantwortet wird, dass sie ob der Einfachheit des Spieles damit nicht viel rumgespielt und nichts synthetisiert haben. Dennoch war ihre erste Reaktion ob einer harten Stelle aber eben seltsamerweise nicht, dies zu revidieren, sondern dass es am Gruppenlevel liegen muss.

Und das Paradebeispiel für Spiele, bei denen das Level an sich nicht so viel bedeutet, sind die MegaTens, gerade die neuen, die so einen hohen Wert auf Elementarschwächen legen mit ihren One More/Press Turn/Whatever Systemen. Denn lasst mich mal ein Geheimnis offenbaren: Die Spiele sind so schwer gar nicht seit der PS2 Generation. Die Personas sowieso nicht, aber auch Nocturne, Strange Journey, Digital Devil Saga und Co sind eher „nur“ moderat schwer, solange man sie freilich nicht im Hard Mode spielt. Dennoch liest man immer wieder, wie schwer die doch angeblich sind (zugegeben, häufig schon ein Stück schwerer, als der RPG-Standard). Und erneut lese ich hier häufig, selbst bei den einfachsten Vertretern wie Persona 3/4, wenn jemand bei einem Boss hängt, dass sie jetzt wohl *sight* erneut Level grinden müssen. Bei MegaTen geht’s aber nicht um Level, sondern um Teamzusammenstellung. Wenn du bei Pokemon in die Feuerarena nur Pflanzenpokemon mit nimmst, hilft dir das ja auch herzlich wenig, oder? MegaTen ist halt nur etwas komplexer aber prinzipiell die genau gleiche Sache: Nimm Viecher mit/rüste Skills aus, die dich vor den fiesen Attacken der Gegner schützen, und gegen die jene anfällig sind. Im Notfall züchte dir halt was Neues. Ständig mit dem gleichen Viechzeug rumlaufen geht hier halt nicht, die Spiele erwarten schon, dass man sein Team stetig abändert, um sich der aktuellen Lage anzupassen. Sicherlich, ein paar Level machen einen gewissen Unterschied – neben besseren Statuswerten hauptsächlich auch die Möglichkeit, höherlevelige Dämonen zu fusioneren -, aber es ist eben so, dass wenn einen ein Boss oder Dungeon enorme Probleme bereitet, dies mit stupidem Leveln häufig nicht allzu viel einfacher wird, sondern man sich lieber mal sein Team-Setup anschauen sollte.

Ähnliches war damals auch bei Dragon Quest IX der Fall. Ich kann mich noch gut an die Zeiten im dq.at-Forum erinnern, wo auch jeder, der bei einem Boss hing, nur seine Level gepostet hat, mit der Frage, ob er damit machbar ist. Nur hat Dragon Quest IX ein Jobsystem, und zwar ein variables, bei dem die bereits erlernten Fähigkeiten anderer Jobs sich durchaus auf den Charakter auswirken, auch wenn er in einen anderen wechselt. Wie das bei solchen Systemen der Fall ist, wie auch Final Fantasy V beispielsweise zeigt, ist es ziemlich einfach, das Spiel mit dem richtigen Setup zu trivialisieren, aber so oder so sollte einem eben einfach erst Mal auffallen, dass welche Skills ich mit welchen Jobs beherrsche hier vielleicht doch eine gewisse Rolle für meine Performance spielt, nicht nur welches Level ich gerade habe.

Wie gesagt, ich selbst falle immer mal wieder in die Falle, auf Power Leveling umzusteigen, zumal ich ein Hamsterer in RPGs bin, der am Liebsten seine Resourcen nie aufbrauchen wollte, somit was Gegenstands- und Zaubereinsatz angeht eher konservativ bleibe. Und manchmal hat es eben auch tatsächlich was, einfach die Nummern der Stati hochgehen zu sehen, und mitzubekommen, was für einen Unterschied das ausmacht. Aber irgendwo können wir uns dann auch nicht beschweren, wenn das RPG-Genre den Ruf hat, eine Zeitverschwendung zu sein, in der man nur dumm am Level grinden ist bzw. gerade deswegen keine wirkliche Challenge zu bieten, wenn genau dies zu tun unsere erste Reaktion auf schwere Stellen ist, statt besser zu strategisieren. Das wäre wohl der Punkt, den ich hier zu machen versuchen würde, wenn ich denn einen zu machen hätte… aber ich glaube, ich habe gar keinen, sondern bin nur am Rambeln.

It’s a good day

ava-1276Man muss es Nintendo lassen, früher oder später bekommen sie mich doch wieder dazu, ihre neueste Plattform zu kaufen, einfach wegen dem Verkaufsargument der richtigen Spielesoftware. Zumindest, wenn es um deren Handhelds geht, bei deren Konsolen konnte ich Sachen wie das N64 oder den GameCube getrost überspringen. Nintendo hat nämlich den Vorteil, dass spätestens wenn der neueste Mario oder Link drauf rum springt, die Verkaufszahlen die Konsole doch wieder retten. Aber für mich, den die 1st Parties von Nintendo weitestgehend kalt lassen, sind jene Konsolen, die außer jene nichts zu bieten haben, eben nicht so interessant. Von daher muss sich bei de Weyou auch erst noch zeigen, ob neben Xenogears 2 und SMT x FE (wenn jenes überhaupt was wird, kein SRPG) überhaupt noch was Besondres angekündigt wird.

Dass ich den Nintendo 3DS auch irgendwann mal haben muss, hatte ich mir schon fast gedacht, und drei Ankündigungen haben mich sehr schnell von der Richtigkeit der Mutmaßung überzeugt:

  • Etrian Odyssey 4
  • Shin Megami Tensei IV
  • Devil Summoner: Soul Hackers

Nur hatte ich meine argen Zweifel, ob all jene auch nach Europa kommen, nach dem das erste Etrian Odyssey hier hoffnungslos gefloppt ist und deswegen die vielen anderen Dungeoncrawler des DSes nie hier erschienen. Doch so einen Handheld in seinen Kinderschuhen zu haben, wenn nicht viel Software zum Lizensieren da ist, hat den Vorteil, dass man sich auch wieder an Sachen traut und so sind mit dem heutigen Tage alle drei auch für Europa angekündigt. Muss ich also doch keinen 3DS aus den USA importieren, weil Nintendo auf die Scheißidee gekommen ist, dass Handhelds nun auch einen Region Lock brauchen. Eigentlich müsste man aus Protest das Ding inklusive aller Spiele ja klauen, um denen keine falschen Ideen in Form von Geld zu geben, und die dann plötzlich einen always online 4DS machen oder so.

Aber auch all die Spiele, die es mittlerweile auf die „ wenn ich denn einen habe, wären folgende Spiele auch interessant“-Liste geschafft haben, sind glaub ich soweit für hier angekündigt/rausgekommen:

  • Animal Crossing: New Leaf
  • Crimson Shroud
  • Code of Princess
  • Dragon Quest VIIr
  • Fantasy Life
  • Pokemon X/Y
  • Unchainded Blades
  • Virtues Last Reward

Die Sache ist ja die, auch wenn man manchmal einen anderen Eindruck gewinnen kann, so mag ich das Hobby Gaming ja durchaus und es gibt sogar Spiele, die mir gefallen. Mit dem Alter verliert man halt diese gewisse Jugendnaivität und ist desillusionierter/realistischer, merkt halt, dass die Gamingindustrie auch nur ein Haufen Gesichtsloser Entitäten ist, denen es hauptsächlich ums Geldverdienen und Gewinnmaximierung geht, was natürlich Sinn macht, wenn man was als Vollzeitjob hat und damit seine Familie durchbringen muss. Selbst wenn sich Nintendo weitestgehend das Image des Familienunternehmens, bei dem es Onkel Miyamoto und Co. hauptsächlich um die Fans geht, aufrechterhalten konnte, ist’s bei denen ja auch nicht anders. Und das Indies nicht gern ultimativ auch Geld scheffeln und von ihren Spielen leben können würden, da muss man sich auch keine falschen Hoffnungen machen. Aber eben gerade zu den Spielen, die mein Interesse über die letzten 7 Jahre aufrechterhalten haben, war neben Dragon Quest eben MegaTen, sowie meine neuentdeckte Zuneigung zum No-Nonsens-Design von Verlieskriechern, da freut mich natürlich das Release der drei obrigsten.

Anyways, 3DS Ahoi. Ist die Pikachu-Edition schon ausverkauft?