Quickies: Porn Spoof Edition

ava-1810Meiner Recherche zu Folge scheint es doch tatsächlich keine Gay Porn Parody von 300 zu geben. Wenn das mal nicht die größte verpasste Chance der Industrie ist. Der Film bietet sich doch so dafür an, immerhin ist er schon schrecklich lachhaft dämlich, und homoerotischer als das berüchtigte Batman & Robin von Joel Schumacher. 300 ist quasi schon sein eigener Gay Spoof, es fehlt nur noch ein bisschen heißer dominanter Perser auf submissivem Spartaner Sex.

Also musste ich mir anderweitig Befriedigung besorgen, beginnend in den Oldies, denn The American Adventures of Surelick Holmes stammt aus den 70ern. Als Porn Parody Titel noch nicht einfach [Nachgemachter Film] + XXX Parody waren, sondern man sich dämliche Wortspiele einfallen ließ. Damit fällt der Film auch genau in das Jahrzehnt des Porn Chics, als Sexfilmchen tatsächlich eine gewisse Verbreitung und Präsenz außerhalb der Schmuddelecken bekamen. Sehr chic ist Surelick Holmes allerdings leider nicht.

Der ganze Film ist dann doch ziemlich peinlichst 70er. Das startet bei der nervtötenden und fast zufällig eingespielter und dann wieder nicht existenten Musik, geht über auf die lächerlich faken übersynchronisierten Laute fürs Fellatio, weiter zu den unattraktiven Akteuren, die fast alle etwas zu schwabbelig wären und zu wenig Haar an den richtigen, zu viel an den falschen Stellen aufwiesen, um heutzutage für irgendeinen Porno angeheuert zu werden, ganz zu schweigen von Schwulenpornos, wo die männlichen Akteure die Hauptattraktion sind. Der Kerl, der den Mr. Head spielt schaut sowieso ständig drein, als wäre er total auf Droge, und die anderen sind es wohl auch, was erklären würde, warum sie die meiste Zeit beim simulierten Sex nicht mal richtig einen hoch kriegen. Immerhin ist besagter Sex der Ära gerecht relativ schnell rum, statt das sich eine einzelne Kopulationsszene wie heutzutage 30 Minuten in die Länge zieht, was natürlich nichtig ist, wenn sie so unsexy sind und 90% davon ein Blowjob nach dem anderen ist, statt mal was anderes zu zeigen.

Ach ja, irgendwo geht es darum, dass dem reichen Mr. Richbitch die Kerle kastriert werden, weswegen Surelick Holmes und sein Denkanstoß Watson (statt an einer Pfeife zu ziehen, hat Holmes die besten Durchbrüche, wenn Watson seinen Schwanz nuckelt) vom befreundeten Mr. Head eingeladen werden, dies zu lüften. Die Handlung ist aber wirklich mehr als Nebensache, die meiste Zeit wird an schlaffen Penissen gesogen. Außerdem sollte es keinen überraschen, dass der Bösewicht der Kerl ist, der sich in schlechtem Drag als Haushälterin ausgibt, und deren Name eine Anspielung auf Moriarty ist.

Springen wir knappe 15 Jahre weiter, ins Jahr 1989, als Tim Burton seinen ersten Batman auf die Leinwand brachte. Denn das gleiche Jahr sah einen Film, dessen Title Card schlicht Batdude sagt, der überall anders allerdings als Batdude und Throbin angepriesen wird. So wie sich 300 eigentlich für eine Gay Porn Parody anbietet wie eine läufige Hündin einem Rüden, so bietet sich natürlich auch das älteste homosexuelle Paar in der Comic-Geschichte an.

Die beiden sind die Helfer von Libido City oder so, ich hab den Namen schon wieder vergessen, jedenfalls geht es in die Richtung, ist aber kein „cleverer“ Reim auf Gotham. Dabei müsste man dessen Namen nicht mal unbedingt ändern, sondern schlicht als Got ham aussprechen. In jener Stadt, deren Einwohnerschaft scheinbar komplett männlich ist, hat natürlich jeder gern Sex. Aber nur unter gegenseitigem Einverständnis, während Schurken wie der Peeper, der Poker und der French Tickler ihn erzwingen. Und da ist nichts spaßig dran, wie uns Batdude sagt. Also wieder nicht wirklich ein Anflug von Handlung, sondern eine Aneinanderreihung reines Sexes. Ist es wirklich ein Porn Spoof/Parody, wenn man Leute einfach nur in halbwegs passable Kostüme steckt (übrigens hier angelehnt nicht an Tim Burton, sondern die Adam West Version, inklusive Soundwords beim Sex) und einander das Hirn herausvögeln lässt?

Umso schlimmer, wenn der Sex erneut die Achillesverse des Steifens ist, er aber sonst nix zu bieten hat. Die Schauspieler sind hier nicht so schwabbelig wie in Surelick Holmes, aber so wirklich attraktiv ist das alles auch nicht. Auch wieder nicht sonderlich kreativ, sondern ziemlich „Ich blase dir einen, du bläst mir einen, doggystyle, abspritzen“ in fast jeder Szene. Die Soundwords sind zunächst witzig, sowie Batdudes schräge Cape-Action beim Sex, aber wirklich Spaß will ebenfalls nicht aufkommen. Und eine Porn Parody die weder sexy noch humorig ist, ist schon ein ziemlicher Fail.

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Willkommen im neuen Jahrtausend und beim entsprechend langweiligen Titel Batman & Robin: An All Male XXX Parody. Superhelden-Comics bieten sich halt eben auch sehr an, mit ihren muskulösen Kerlen mit geheimer Zweitidentität in hautengen Kostümen, und eben Batman, der es bei keiner Freundin lang aushält, sich aber gelenkige Waisenjungs als Protegé hält.

Wo wir bei Robin sind, der hier… ich weiß ja nicht. Zunächst hätte ich mal erwartet doch irgendwie einen Twink-igeren Akteur gecastet zu sehen. Und dann ist sein „Kostüm“ ein nicht mal gut sitzender Pyjama, was ironischerweise diese Robin-Inkarnation zum am wenigsten sexualisierten macht, den ich je gesehen habe, selbst im Vergleich zu den Mainstream-Porträtierungen. Und sowieso ist er hier der Weakest Link, weder super gutaussehend, die Hälfte seiner Sexszenen hat er keinen Harten, und das monotone Gestöhne würde selbst bei einem Tennis-Tournier nerven. Es ist schon echt eine Leistung, der schlechteste Partizipierende zu sein, in einem Porno, in dem Kirk Cummings dabei ist. Der war gar nicht so schrecklich, wie ich ihn gewohnt war, allerdings war man schlau genug, ihn als Rocco the Minion zu casten, der eine Maske trägt und keinen Text bekam.

Apropos Kostümdesign, auch Batman & Robin richtet sich etwas mehr an die Adam West Version, denn die Batmänner seit den 90ern. Wahrscheinlich ist es halt einfach auch billiger ihn in ein graues Lycra-Ganzkörperkondom zu stopfen, als einen feschen Latex-Anzug mit falschem Sixpack modellieren zu müssen. Die zwei Eröffnungssätze der einzelnen Szenen sind auch Comic-Look-ig, ansonsten bleibts recht schnöde anzusehen.

Und da hätten wir wieder das Problem, denn zwei Sätze zwischen zwei Rammeleien ist auch hier alles, was an Plot geboten wird. Am Anfang heißt es glaub ich, eine Bank wurde ausgeraubt. Dann ficken diverse Figuren nach und nach miteinander, ohne dass dies wirklich noch mal angesprochen wird. Und dann haben Batman und Robin schon das HQ der Fieslinge gefunden, und nach einem Blackscreen mit ein paar „Pows“ und „Bangs“ sind sie angeblich schon abtransportiert und unser OTP darf endlich miteinander Analpiratieren. Somit war man zwar schlau genug zu wissen, dass keiner die Sissy-Slap-Fights sehen will, die normalerweise in Superhero Gay Porn als „Kampf“ durchgewunken werden, aber etwas anti-klimatisch war das schon. Und eben, man kann sich streiten, ob Porn an sich nun wirklich einer Handlung bedarf, aber bei einer Porn Parody gehört schon eine dazu, denn das ist der Teil, wo die Parody rein kommt. Ich kann nicht einem Kerl ein Kopftuch geben, einem anderen eine Augenklappe, die beiden 30 Minuten vögeln lassen, und das Teil dann Ass-Pirates of the Cockribbon: A Porn Parody nennen, ich muss schon ein wenig Dialog und eine notdürftige Rahmenhandlung haben, die sich über die echten Pirates of the Caribbean Filme lustig machen.

Auch übermäßig sexy war dieser Eintrag zudem wieder nicht. Meilen mehr, als die vorigen Drei, was keine große Leistung ist, mit den bisher attraktivsten Akteuren, auch das… aber mir war der Sex immer noch zu monoton, zu langgezogen, zu unkreativ. Kein per se schlechter, aber recht unspektakulärer Porn, und genau das sollte eine Batman & Robin Gay Parody vielleicht nicht unbedingt sein. Die Opening/Eding-Jingle rockt allerdings, Daumen hoch für die!

Auf zur Rettung eilte 21 Hump Street. Oder auch nicht. Zwei unfähige Cops gehen also Undercover an einer High School, wo die neue Droge HFS – Holy Fucking Shit – kursiert. Zuerst bekommt man einen Lach-Flash, dann wird man etwas dement, und dann hat man einen unstillbaren Hunger nach Schwanzlutschen. Knackig und zum Punkt, eh?

Bisher der beste Porn Spoof im Quartett. Die bisher attraktivsten Akteure mit dem bisher größten Equipment bietet er beispielsweise. Auch scheinen sie tatsächlich Spaß dran zu haben, sich zum Affen zu machen. Das bringt natürlich auch schon Goodwill mit. Und Bonuspunkte für Outtakes bei den Credits. Uuuund… das war es auch schon. Erneut ist mir das Ding ehrlich gesagt in der Gesamtheit etwas zu langweilig. Ich habe ja grundsätzlich keine Geduld für Sexszenen, die 25-30 Minuten gehen, scheinbar alle die gleichen Stellungen in gleicher Reihenfolge bieten, und bei denen mindestens einer der Kerle fünf Minuten einen geblasen bekommen muss, bis er richtig hart ist, wenn er den Gefallen zurückzahlt sofort wieder abschlafft. Dann sind auch noch alle Kerle innerhalb ner Minute komplett ausgezogen, statt zumindest mal etwas Diversität reinzubringen, in dem beim Sex mal Stücke des Cop-Outfits oder des Anzugs für den Abschlussball angelassen werden.

Ne, um befriedigend 105 Minuten zu füllen fehlt mir auch bei 21 Hump Street etwas der Biss und das Besondere. Man kann sich halt eben nicht rein auf das Gimmick des Titles und Parody verlassen, und dann absolute gleiches Standardrammeln für den Großteil der Spielzeit bieten.

Ich glaub aus regelmäßigen Porn Spoof Einträgen wird nichts. Gibt keinen Porn Parody Moansday, oder Wanksday, oder Thirstday. So dement-witzig die Titel teilweise sind, so interessant im Idealfall [Franchise X] + heißer Sex klingen mag, so deprimierend unoriginell sind leider viele der Ergebnisse, wenn man sich doch mal zum Schauen hinreißen lässt.

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When life gives you lemons, fuck them

ava-1803Das „Lemon Stealing Whores!“ Meme kommt wohl von einem gleichnamigen Porno. Als mir das gesteckt wurde, wäre mir vor Überraschung doch beinahe das Monokel ins Weinglas gefallen. Wie man das so macht, in Zeiten des Internets, das jedes Kuriosum sofort befriedigt, musste ich es mir sofort besorgen. Also den Film recherchieren.

Der Dialog zur Eröffnung zum Setup, warum Saft gepresst wird, geht zwischen dem in ihrem Garten sitzenden Pärchen ungefähr so:

Ich liebe unseren Zitronenbaum. Wir sollten zur Bank gehen und eine Zitronenbaum-Versicherung abschließen. Ich wünschte du wärst eine Zitrone, dann würde ich dich auf ein Podest stellen und für immer lieben. Ich hoffe nur die Huren stehlen unsere Zitronen nicht, dreckige Zitronen-Klau-Huren. Stimmt, es gibt Zitronen-Huren in unserer Nachbarschaft. Haben wir eigentlich in den letzten 10 Sekunden mal unseren Zitronenbaum angeschaut? Oh nein, eine Hure stiehlt unsere Zitronen! Schluck seinen Schwanz, du Zitronen-Klau-Hure! Wenn du deine Arbeit gut machst, geben wir dir vielleicht eine Zitrone – aber nur eine!

Herrlich. Die ersten 5 Minuten sind einfach herrlich dämlich. Die nächsten 25 wird dann im Haus gefickt, aber auch dabei darüber improvisiert, wer eine Zitrone verdient hat oder nicht, und ob ein Schwanz vielleicht doch besser schmeckt als eine Zitrone. Auch sagt die Hure schon mal „Mein Arsch ist ein brennender Engel“. Der Film ist einfach herrlich dement, ich geh einfach mal davon aus, dass sich befreundete Porno-Sternchen getroffen haben, Gras rauchten, und die geile Idee bekamen, schnell einen Amateurstreifen zu drehen, und wäre es nicht total witzig, wenn wir als Aufhänger Zitronen benutzen, die erotischste Frucht der Welt? Das sie in Japan tatsächlich für sexuelle Sachen stehen kann ist da eher Zufall, und ich denk der Film entstand auch nicht, um die „Frau bekommt Zitrone in den Arsch, während die andere mit einer Ente masturbiert“-Marktlücke zu füllen.

Pornodarsteller muss echt harte Arbeit sein, in aller Zweideutigkeit gemeint. Ich hab mal den Kerl gegoogelt, wenn der Titel schon extra „starring James Deen“ dazugeschrieben hat, als müsste man den kennen. Die IAFD listet tatsächlich gut 2000 Werke, in denen der zu sehen ist, und da ist keine Null zu viel dran. Und die IAFD listet hauptsächlich DVD-Releases, nicht exklusiv fürs Web geschossene Szenen oder dieses Filmchen hier, es sind also wahrscheinlich beträchtlich mehr. Jüdische Jungs mit großem Schwanz arbeiten echt hart.

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Dabei auch ins Auge fiel mir ein Film, dessen Release wohl etwas offizieller ist, wie schon der wesentlich langweiligere Titel verrät: Scooby Doo the XXX Parody. Eh, warum nicht?

Bestiality-Freunde werden übrigens direkt enttäuscht, keiner vögelt einen Hund, oder nur einen Darsteller im Hundekostüm, ja nicht mal Doggy Style gibt es prominenter als in anderen Streifen zu sehen. Scooby Doo is nämlich verschwunden, weswegen Shaggy direkt den berühmten Spruch rufen darf. Und dann muss er dem Rest des Teams erst Mal erzählen, was passiert ist, als er ihn zuletzt sah. Jemanden flach gelegt hat Shaggy natürlich. Und zwar eine Cindy, buchstabiert S, I, N und D. Natürlich war die willig, bei dem Namen. Und dann treiben Daphne und Fred es, weil sie will ein Kind. Ist sich aber nicht so sicher, ob das überhaupt funktioniert, wenn er ständig nur Anal will. Also meint Fred, Oral wäre mal einen Versuch wert, denn dann geht das Sperma ja in ihren Bauch, wo das Baby ist. Klare Logik.

Das sind ehrlich gesagt schon die beiden wirklichen Dialog-Highlights des Filmes, ganz so abgedreht und dement wie ein Lemon Stealing Whores ist ein Scooby Doo XXX leider nicht. Aber doch recht anschaulich, wirklich. Es ist nicht ganz ein Pirates XXX (dessen Hauptdarsteller hier als Butler auch mal ins Bild darf), weil der Plot dann doch etwas zu schwach ist – anschließend geht’s in ein Spukhaus, die Gruppe wird etwas gejagt, vögelt etwas querbeet, dann ist der Film auch schon rum, aber recht erheiternd ist das Stück schon. Tatsächlich kommt mir das hier nicht wie ein schnell hingewurstetes Cash-in vor, sondern als hätten die Beteiligten ihren Spaß am Scooby-Doo-ing gehabt. Abgesehen von der falschen Haarfarbe der hier blonden Daphne sehen sie passend ihren Charakteren aus, Bobbie Starr als Velma scheint besonders viel Freude an ihrer Rolle zu haben, es wirkt also alles nicht so klinisch einstudiert und hat tatsächlich richtig Energie. Persönlicher Pluspunkt auch, weil die Mädels hier nicht so nach Plastik aussehen, die Titten sind alle echt, keine trägt Stilettos des Todes, oder hat Krallen statt Fingernägel.

Ich hätte zumindest jetzt Bock bekommen die klassische Cartoon-Serie zu schauen.

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50 Shades of Grey: A Movie

ava-1381Auf Grund meiner glorreichen Reviews zur Fifty Shades Trilogie bin ich in ein frühes Screening des Filmes eingeladen worden. Zu offensichtlich, die Lüge, eh? Nein, ich hab Fifty Shades of Grey: A XXX Adaption geschaut.

Die ist zunächst ganz interessant, halten sich die ersten 20 Minuten doch ziemlich genau ans Buch, häufig sogar Wort für Wort in den Gesprächen – nur geht es natürlich etwas sprunghafter durch den Einstieg. Fifty Shades of Grey braucht fast das halbe Buch, bis endlich gefickt wird, was bei einem Porno schlecht machbar ist, jene 20 Minuten sind wahrscheinlich schon überstrapaziert. Aber ich muss sagen, sie hatten mich schon überrascht. Eben dadurch wie treu es dem Originalstoff gegenüber doch ist, selbst die Schauspieler von Christian und Anna sind nicht absolut grauenvoll. Und dann passiert was seltsames, denn nachdem man 20 Minuten an Plot verschwendet hat, sah man wohl Aufholbedarf, und so wird die nächsten 2 Stunden quasi konstant gerammelt, ohne das zwischen zwei Sexszenen auch nur mehr denn 2 Sätze gesprochen würden. Erst auf die finale Viertelstunde kommt wieder notdürftig ein wenig davon rein. So getreu ist es dem Buch dann plötzlich also doch nicht gewesen, sondern vergisst nach dem Einstieg quasi jegliche Handlung.

Dazu kommt natürlich noch, dass es optisch ziemlich dürftig anzuschauen ist. Die Locations sind extrem billig, die restlichen Schauspieler schrecklich, und ehrlich gesagt jene von Anna nicht sonderlich sexy. Grundsätzlich ist es natürlich lobenswert, dass die Dame nicht zu 75% aus Plastik und Make-up besteht, wie das bei den meisten Porno-Starletts ist, aber eine besonders attraktive Naturschönheit hat man sich auch nicht gerade rausgesucht – wenn ihr die Hände über den Kopf gestreckt sind, ist von den Titten nichts mehr übrig, und obwohl nicht übergewichtig, ist sie schon irgendwie „schwabbelig“, wie jemand, der schnell viel abgenommen hat, so dass sich nicht alles zurückbildete.

Was bleibt ist ehrlich gesagt bestechende Langeweile. Wie gesagt wird jegliche Spur von Plot, die einen bei Stange hätte halten können, ziemlich schnell aufgegeben, und das bei einem Film, der mit 2 Stunden 30 Minuten von obszöner Länge ist. Witzig ist das Teil nicht, weil es eben nicht wie üblich eine XXX Pardody ist, sondern XXX Adaption, sich also ernst nimmt (was sie ja auch in Schwierigkeiten mit dem Rechteinhaber der offiziellen Verfilmungen brachte). Bleibt der Sex, und immerhin ist das hier ja auch ein Porno. Von daher kann der Film wenigstens so explizit werden, wie das Buch beschreibt, während die Hollywood-Produktion sicherlich ziemlich keusch werden wird. Leider fällt schnell auf, dass im Buch der Sex nicht gerade sonderlich experimentierfreudig ist und man somit fast immer die gleichen zwei Akteure in den gleichen Stellungen erwischt – wenn das dann noch auf durchschnittlich 20 Minuten pro Verkehrsrunde gestreckt wird, kommt es auch hier schnell zu Ermüdungserscheinungen im überlangen Film. Nicht zu vergessen, dass die wirklich erotischen Momente, Vorspiel und so, fürs Gerammel geopfert werden. Da sieht man nicht nur den Unterschied zwischen Erotica und Porn, sondern auch Material, das sich an Frauen richtet, und Material das sich an Männer richtet.

Tl;dr: Blah

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Sexy Alice

Porn Spoofs können so schön dämlich-witzig sein, da war meine Neugier natürlich doch geweckt, sobald Ikki mich auf den Film gestoßen hatte. Zumal es mir eine Ausrede verschafft, mir doch endlich mal die OVA zu Miyuki-Chan in Wonderland anzuschauen, um etwas mehr zum Schreiben zu haben. Genau genommen gibt es noch einen weiteren Alice-Porn, einer aus den 70ern, wenn ich mich da richtig an eine Episode des Cinemasnobs erinnere. Aber 70er-Pornos sind so langweilig und hässlich, den muss ich mir nicht geben.

Egal, fangen wir erst mal ganz katholisch-keusch an mit Clamps Miyuki-Chan im Wunderland. Ich hab mir damals 2003, als ich noch Mangas kaufte und eh alles von Clamp ins Haus musste, das Ding gekauft, allerdings bisher nie die OVA geschaut gehabt. Jene besteht sowieso nur aus zwei Folgen von je einer Viertelstunde, die das „Wunderland“ respektive „Hinter den Spiegeln“ Kapitel abdecken.

In ihnen wird halt die Schülerin Miyuki in die Welten gezogen und trifft dort auf die verschiedenen Charaktere, die alle Frauen in mehr oder weniger reizender Wäsche und als Female-only-Gesellschaft natürlich auch alle Lesben sind, die ein hochgradiges Interesse daran bekunden, Miyuki aus ihrer Schuluniform zu bekommen. Wirklich schaffen tun sie das übrigens nie, das Machwerk ist weit entfernt davon ein Hentai zu sein, sondern ist weitestgehend eine Komödie, sexy Comedy. Viele hübsche Frauen in Reizwäsche und zweideutigen Posen, ein paar Panty-Shots von Miyuki, damit hört es im Prinzip auf. Wenig Antatschen, keine Küsse, im Spiegelland allerdings doch mal ganz kurz eine nackte Brust. Gewagt. Trotz Domina-Herzkönigin oder Schachfiguren, die beim Besiegen die Kleider verlieren, allzu erotisch ist die Reise also gar nicht mal.

Nun, ich war immer ein Fan von Clamp, aber alles ist nicht Gold, was ihnen aus der Feder tropft. Nicht jedes ihrer Werke ist ein X oder RG Veda, die School Detectives beispielsweise halte ich für hochgradig langweilig, 20 Masken kaum besser und Justice Guards Duklyon ist mal ganz witzig, aber auch etwas unspektakulär. Miyuki-Chan in Wonderland gehört zu den Serien, die eher weniger Wellen schlagen, will eine kleine, feine, harmlose Unterhaltung für Zwischendurch sein. Alles recht ohne Sinn und Verstand, aber wie viel Sinn steckt hinter Alices Abenteuern im Wunderland denn auch allgemein schon? Das Problem ist nur, dass alles so schrecklich unwitzig und langweilig ist.

Zumindest in der OVA. Habe dann auch noch mal in den Manga reingeschaut. Jener hat schon Mal den enormen Vorteil, dass er viel hübscher anzusehen ist. Din-A-4 und neben den eigentlichen Kapiteln davor und dahinter sogar noch ein paar ganzfarbige Artworks, was ja schon mal viel mehr her macht. Was die Handlung angeht, wird gleichzeitig weniger und mehr geboten. Mehr im Sinne als das die beiden Alice-Parodien nur die ersten beiden von 7 Kapiteln sind. Danach geht es noch ins Game, Mahjong, Teilzeitjob oder sogar das X Land. Die Kapitel sind auch hier sehr kurz, jeweils 10-15 Seiten, was dazu führt, dass die gerade mal 15 Minuten der OVA doch die Episoden stärker ausschmücken. Gerade im Spiegelland passiert dort viel mehr, während man beim Manga schon fast den Eindruck gewinnt, als fehlten mittendrin Panels, so abgehackt ist dort der Verlauf. Dafür fand ich den Manga insgesamt allerdings etwas humoriger und charmanter, nicht ganz so langweilig wie die animierte Version. Große Sprünge macht die Reihe natürlich so oder so nicht, darauf ist sie auch gar nicht konzipiert.

Das war jetzt doch wortreicher, als erwartet. Kommen wir nun aber zum Hauptevent des Tages, Malice in Lalaland, der nicht mehr so katholisch-keuschen Interpretation des Stoffes.

Malice liegt in der Anstalt von Dr. Queenie. Ein Hase macht sie frei (also von ihren Fesseln, nicht Bluse) und verhilft ihr zur Flucht. Während nun die Wache, der sie entkommen ist, sich auf ihre Fersen heftet, steigt Malice ins Auto von Chester Katz, dank dessen fahrbaren Untersatz sie immer einen Schritt voraus bleibt. Da kann man schon mal einen Abstecher machen, um sich im Alice-Cosplay fotografieren und vögeln zu lassen, bei Kater Pillz im Stripclub vorbeizuschauen oder sich in Matt Hatters Party-Orgie zu ergehen.

Alice in Wonderland also, aber als Road Movie und Porno. Und leider vorrangig letzteres davon, wodurch die Angelegenheit dann doch ziemlich langweilig ist. Ich hätte hier echt auf ein zweites Pirates gehofft, welches zwischen dem Ficken auch tatsächlich ein unterhaltsamer Film ist, den man sich sogar als Sex-befreite Version noch ansehen könnte. Bei Malice ist das leider nicht der Fall. Ich denke, dafür ist das Ausgangsmaterial vielleicht als Porno auch nicht geeignet genug. Alice ist ja nun mal eine ziemlich unzusammenhängende Sache ohne großen roten Faden. Was Alice in Wonderland interessant macht ist, die vielen verschiedenen, schrägen Charaktere zu treffen und zu sehen, wie sie mit Alice interagieren. Das fehlt hier natürlich, da alle Charaktere, auf die Malice trifft, zu sehr damit beschäftigt sind, sich das Hirn rauszuvögeln, statt witzige Persönlichkeiten zu präsentieren.

Was bleibt ist ein Prono, mit interessantem Speed-Metal-Soundtrack und einer brauchbaren Optik, als hätte Tarantino ihn (im Halbschlaf) gedreht, mit gar nicht mal allzu schlechtem Schauspiel und überraschend gutaussehenden Akteuren (die Frauen sind vergleichsweise wenig künstlich für Pornostarletts [besonders Sasha Grey ist echt ganz niedlich] und auch die Männer sind durch die Bank weg sexy [von Ron Jeremy in den Anfangscredits nicht abschrecken lassen, der kommt in den Nacktszenen nicht vor]), dem es halt leider zwischen dem zahlreichen Sex doch stark an was fehlt, um es hervorzuheben. Da sollte man sich von der ersten Viertelstunde in der Anstalt nichts vormachen: Danach wird’s erschreckend schnell konstant langweiliger.

Was übrigens den Bezug zu Alice in Wonderland angeht… eh… der ist auch eher schwach vorhanden. Es gibt eine Menge Name Dropping, aber wären Film und Charaktere anders benannt, ich wüsste nicht, ob ich gemerkt hätte, worauf das hiesige Geschehen basieren sollte. Selbst wenn dann am Anfang einer Sexszene mal die Leute Hasen- und Katzenköpfe tragen, was ja auch mal eine coole Idee wäre, wenn sie jene dann nicht immer nach einer halben Minute auch schon wieder abziehen würden.

Quickies!

Juno. Ein extrem sympathisch-cooler Film, der trotz der Thematik einer plötzlichen Teenagerschwangerschaft mit erstaunlich viel Leichtigkeit und bis kurz vor Ende weitestgehend ohne größeren Konflikt auskommt. Natürlich versucht er manchmal etwas arg hip zu sein, aber weitestgehend funktioniert das sogar auch.

Frankenfish. Für einen Film diesen Namens eine sich viel zu ernst nehmende und langweilige Angelegenheit. Killerfische bringen Menschen um, Ende. Nachdem der erste Fisch getötet ist, der Film aber noch fast ne Stunde läuft, taucht tatsächlich noch ein weiterer auf. Was eine Überraschung! Die Dinger hat sich ein reicher Kerl per Genmanipulation züchten lassen, um Spaß an der Jagd gefährlicher Tiere zu haben. Wer hätte das gedacht! Die arschigen, Drogen konsumierenden und Titten ungehemmt in die Kamera schwenkenden Charaktere sterben alle. Nein wirklich! Jepp jepp, ziemlich vorhersehbar, langweilig und bestechend unwitzig.

Ghost Rider. Nicht gut, aber auch nicht so schlecht, wie man erwarten würde. Die Momente, wenn die Macher sich voll im Klaren sind, dass sie hier nicht gerade den nächsten Watchmen oder The Dark Knight machen, sondern wie doof doch alles sein wird, und sich der Film selbst nicht ernst nimmt, sondern man Spaß mit sich hat, sind die besten. Die, wo ein Spielverderber dann meinte, jetzt müsse man wieder ernst werden, weniger. Dabei hätte ein ganz passabler „so doof, dass es wieder witzig ist“-Film draus werden können, wenn man sich nicht ständig zügeln würde. Und dafür, dass es um ein Motorrad fahrendes Skelett, das eine Feuerpeitsche schwingt, geht, ist die Action erstaunlich langweilig.

Eiskalte Engel 2 & 3. Ich mag sowohl die 1988er Verfilmung von Gefährliche Liebschaften sehr, wie auch den ersten Eiskalte Engel, der das Ganze in eine unterkühlt, coole, stylische Moderne verlegt. Dass es zu ihm Fortsetzungen gibt, wusste ich bisher gar nicht mal. 2 ist ein Prequel, welches zeigt, wie Sebastian nach New York kam und 3 ein Sequel mit komplett neuen Charakteren, deren einzige Verbindung dahingehend besteht, dass sie mit denen aus dem Erstling verwandt sind. Was fehlt den beiden Filmen? Alles. Kein Stil, keine Coolness, keine charmant-attraktiven Darsteller, keine guten und cleveren Dialoge und kein raffiniertes Intrigenspiel. Hier gibt’s nichts zu holen, gehen sie bitte weiter.

The Hole. Porn Spoofs können, wie im Falle von Pirates, durchaus unterhaltsam sein – meist sind sie aber weder sonderlich erotisch noch witzig. The Hole parodiert The Ring: 7 Tage, nachdem du dir das Video ansiehst, wirst du schwul. Sexy war der Film absolut nicht (langweilige Stellungen und die unerotischsten Tattoos und Piercings, die ich je zu sehen bekommen habe), aber witzig erstaunlicherweise schon extrem. Wenn das Telefon klingelt und die Stimme „You are gay!“ feststellt, könnt ich mich wegschmeißen. Am witzigsten hingegen ist noch immer die eindeutig schwulen Schauspieler dabei zuzusehen, wie sie versuchen stockheterosexuelle Alpha-Männchen zu geben, bevor sie das Video sehen. Gayracula und BoneSaw (jepp, Kaoru hat zu Halloween Horrofilm-Porn-Spoofs gesehen) fielen hingegen unter „weder sexy noch witzig“.