Love’s Melting Away: Always Remember Me

ava-2143Und ein weiteres Spiel von WinterWolves, dass sich zu Recht Dating Sim nennen darf. Übrigens zwischen Fairbrook und C14 Dating erschienen, was man dem Spiel auch insgesamt ziemlich gut ansieht. Nicht nur an Qualität des Charakterdesigns, welches sowieso diesmal ein komplett anderen Stil ist, sich aber fast immer sehen lassen kann, nur ausgerechnet in den CCs, die ja sozusagen die Belohnung für den Spieler darstellen, irgendwie schräg wirken. Nein, auch vom Spielerischen her. Und dem Umfang.

Erneut haben wir ein relativ vorgefertigtes Mädel, welches es so in den japanischen Vertretern des Genres eher weniger gibt, da sie ja als Self Insert der Spielerin dienen und somit möglichst Bella-Swan-esque langweilig und undefiniert sein sollten – die eigenen Antworten sind das, was sie dann mehr oder weniger frech werden lässt. Wobei das Mädel hier, dessen Namen ich ehrlich gesagt auch nicht wirklich behalten habe, schon eher in die Richtung undefiniert geht, was aber ein allgemeines Problem mit den Charakteren ist: Sie haben nicht viel Charakter. Ähnlich wie bei Summer in Fairbrook findet man einfach nicht wahnsinnig viel über sie heraus, zumindest nicht nach dem ersten Setup, in denen die wenigen Grundlagen zu ihnen präsentiert werden. Sie wirken schon alle irgendwo flach. Ich mein, in diesen Spielen werden sowieso immer wieder die gleiche Hand voll Klischees bedient, von daher haben die Charaktere oft nicht viele Dimensionen zu sich, aber es gibt halt doch eine gewisse Anzahl an bekannten Klischees rauszufinden.

MC-chan schreibt gern aber nicht besonders gut.

MC-chan schreibt gern aber nicht besonders gut.

Die Geschichte dreht sich übrigens darum, dass man ganz wie in Summer in Fairbrook zu Beginn in einer Beziehung ist, die sich dann auflöst, und neben dem Sommerjob in den Semesterferien sich deswegen einen neuen Stecher anlachen kann, oder den alten halt doch zurückgewinnt. Nur das hier keiner der Charaktere ein nerviges Arschloch ist, sondern alle immer super nett sind wie in C14 Dating, nicht mal der üblichen zu Beginn etwas rau rüber kommenden Typen mit später weichem Kern bedient wird. Der Grund warum man miteinander bricht ist dann auch, dass Main Chara-chan und ihr Freund Aaron einen Motorradunfall haben – natürlich nicht selbst verschuldet – und während sie mit ein paar Kratzern davon kommt, muss Aaron eine Weile im Krankenhaus bleiben, und hat partielle Amnesie der letzten Jahre mit ihr. Und da sein Vater MC-chan nicht leiden kann, und man scheinbar sonst keinerlei Familie und Freunde hat, die ihm auf die Sprünge helfen können, hält er uns nicht für seine Freundin. Jetzt können wir unsere wahre Liebe beweisen und ihn zurück gewinnen, oder unseren Freund, der uns beschützend im Krankenhaus gelandet ist, sofort links liegen lassen und lieber den hübschen, reichen Doktor anflirten, der ihn behandelt.

Das ganze startet im Juni und endet Anfang September, bis dahin muss ein Herz erobert sein, wenn man nicht Forever Alone zurück ins College gehen will. Im Gegensatz zu einem Wochenplan wird bei Always Remember Me allerdings zu jedem der 7 Zeit-Slots eines Tages direkt gewählt, wohin man gehen und was man dort unternehmen will, um die diversen Statuswerte zu erhöhen. Davon gibt es wieder vier Stück, passend zu jedem Macker, den man sich stalken kann. Nebenbei noch Stamina, die bei den Aktivitäten verbraucht wird, und Moral, die das Gelingen beeinflusst. Erneut fand ich es etwas arg beliebig, wie häufig etwas klappt oder nicht klappt, selbst bei hoher Moral. Bei den Tokimeki Memorials hat sich das immer gut ausgeglichen. Aber bei den Spielen von WinterWolves hab ich mich immer unter Druck gefühlt, ständig zu speichern und wenn zu viel nicht funktionierte neu zu laden, um eines Erfolges sicher zu sein. Ach ja, die ersten beiden Slots eines Wochentages kann nur in der Eisdiele gearbeitet werden, wobei das hier erwirtschaftete Geld anschließend bei einem Shopping-Tripp in Sachen investiert werden darf, die der Statuserhöhung behilflich sind.

Pissiger Blick für ein Beziehungs+

Pissiger Blick für ein Beziehungs+

Always Remember Me offeriert dabei zwei Enden mit jedem der Kerle,  normal und das spezielle, die diesmal sogar unterschiedlich ausfallen und beide ihr eigenes CG haben – die mit dann gerade mal zwei insgesamt aber immer noch etwas arg wenige sind. Grundsätzlich muss nicht bis zu Anfang September gewartet werden, um das Ende zu sehen, sondern es startet automatisch am nächsten Tag, wenn die Affinität eines der Jungs auf 100 gestiegen ist, was über die richtigen Antworten in Gesprächen immer mal wieder um 5-10 Punkte steigt, ansonsten mit jeweils nur +1 beim Besuchen und Abhängen mit ihnen geschieht. Das ist allerdings nur das normale Ende, um das spezielle zu sehen, muss vorher noch der Statuswert, den sie bevorzugen auf das Maximum von 99 Punkten sein. Wenn der also stark hinterher hinkt, besucht man den Traumprinzen besser erst eine Weile nicht, um sicherzugehen, dass nicht das normale Ende plötzlich unausweichlich ist, wenn man eigentlich das besondere sehen will.

Ich fand ja Anfangs die Steam-Reviews zu Spiel ganz niedlich. Weil sich da so viele Mädels drüber beschweren, dass es in diesem Dating Sim so viel Stat-Grinding gibt, statt viele VN-Dialoge mit den Kerlen und um die Story voranzutreiben. Denn das ist ja genau der Unterschied zwischen Visual Novel und Dating Sim, und eher ein Problem hier im Westen, dass sich jedes Indie-VN, bei dem man über Multiple Choice einen Partner gewinnt, sich Dating Sim schimpft. Dabei sollten genau jene mit Stat-Raising-Gameplay daher kommen, statt nur ein interaktives Buch zu sein. Nach dem Spielen von Always Remember Me muss ich allerdings tatsächlich unterschreiben, dass es etwas zu grindy geraten ist. Was einfach daran liegt, dass es nicht genug zu tun gibt, nicht genug über die Kerle herausgefunden wird, nicht genug Szenen mit ihnen untergebracht sind. Die Affinität und Lieblings-Statuswert in Schritten von je +1 zu erhöhen wirkt trotz nettem Gesamtfeedback der Persönlichkeitsveränderungen am Ende eines Tages einfach zu langwierig und langsam. Eigentlich ist das Spiel gar nicht lang, und eigentlich schon ganz nett, aber irgendwo etwas schwachbrüstig, selbst wenn man allen vier Kandidaten nachgeht:

Gibt kein Gold-Digger-Ende mit dem Vater btw

Gibt kein Gold-Digger-Ende mit dem Vater btw

Aaron stellt die größte verfehlte Chance dar, ihn selbst als Charakter wie auch MC-chan zu hinterfüttern. Die beiden sind seit Jahren in einer Beziehung, aber sein Vater mag MC-chan nicht. Warum wird nie geklärt. Und im besten Ende, wenn man als Schriftstellerin einen NYT-Bestseller geschrieben hat, akzeptiert er einen auch, aber es kommt nie zu einer Aussprache oder Entschuldigung seinerseits. Auch Aarons fake Ex-Freundin, die sich im Krankenhaus wieder an ihn ranschmeißt, taucht im Ende nie wieder auf, dem Spieler wird also nicht mal hier ein Moment des Triumphs gegenüber der arroganten Opposition gegönnt. Auch ist die Tatsache, dass er Amnesie hat doch die perfekte Gelegenheit, dass MC-chan ihm nach und nach über Aaron an sich, über sich selbst, und über ihr gemeinsames Leben erzählt. So viele Spiele haben clunky Exposition, wenn sich Charaktere Dinge erzählen, die sie beide kennen müssten, nur damit das Publikum auch auf Stand kommt. Aber hier wäre genau das eben nicht fehlplatziert, da Aaron alles vergessen hat, so dämlich die Amnesie-Ausrede auch ist.

Und dafür, dass MC-chan selbst ihre Eltern bei einem Autounfall verloren hat, wird selbst dies irgendwie nie direkt angesprochen. Jedenfalls mögen beide Bücher, und Aaron speziell Pikniks bei Vogelgezwitscher im Park, wie wir dann doch mal lernen dürfen. Als romantischer Typ ist natürlich Romance sein Statuswert der Wahl. Und Aaron relativ einfach zu gewinnen, da er ja ans Krankenbett gefesselt ist. So kann er zwei Mal pro Tag besucht werden, alle seine Szenen triggern dort, und Romance ist relativ einfach zu puschen, in dem man sich bei der Bibliothek Bücher ausleiht und ihm regelmäßig seine alten Favoriten vorliest. Das Ende ist dann ganz abgehakt in der Zukunft, keine Szenen in der er sich dramatisch wieder an einen erinnert oder so, aber vielleicht ist dies das normale Ende, welches ich übersprungen habe, stattdessen sind Aaron und MC bereits verlobt und sie eine Bestseller-Autorin.

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Lächelt sich bestimmt etwas schwer mit einer fremden Zunge im Hals

Ich meine, immerhin hat die Studentin mit Hauptfach kreatives Schreiben dort im Gegensatz zum Ende mit Hugh nicht ihren Traum aufgegeben. Der hübscheste Charakter im Spiel ist der übliche Flirt-Charakter, der immer einen lockeren Witz oder angrabenden Spruch auf Lager hat, und alles nicht sonderlich ernst meint oder sieht. Überraschend hat er allerdings einen festen Job, führt nämlich im Shopping-Center eine kleine Boutique, und designt die stylischen Outfits selbst. Sieht auch selbst im Anzug ganz knackig ist. Na ja, jedenfalls nennt er einen viel Babe etc., lädt ins Pub ein, oder schickt einfach mal so eine Pizzalieferung statt Blumen zur Aufmunterung vorbei, und ist ganz froh darüber, wann immer man mit seinen blöden Eskapaden mitspielt. Das Battle der lahmen Anmachsprüche zwischen den beiden war schon ganz nett.

Für ihn ist Kreativität wichtig, was schnell genug über Sachen wie die Schreibübungen gelevelt werden kann, während Hugh allerdings nur ein Mal pro Tag und nicht Sonntags anzutreffen ist, um seine Affinität zu steigern. Jedenfalls behandelt er einen bis zum Schluss eher als weiblichen Kumpel, bis er dann plötzlich merkt doch in einen verliebt zu sein und man den Schriftsteller-Traum aufgegeben hat, um ihm beim Design seiner Kleider zu helfen.

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Einen reichen Arzt zu heiraten war wohl ihr wahrer Traum

Wirklich am schwersten anzutreffen allerdings ist Eddy, der Doktor, der sich um Aaaron kümmert. Und der trotz seines etwas unmotiviert dreinschauenden Resting Bitch Face durchaus nicht der Stereotyp vom heißen Doc ist, der Menschen zwar körperlich heilen kann, aber keine Ahnung vom zwischenmenschlichen Heilen hat. Denn eigentlich ist er ziemlich einfühlsam, besonders da MC-chan auf seiner Route die nervige Eigenart hat, ständig wegen Aaron zu heulen zu beginnen, nur um dann doch als Gold Digger den besser gestellten Arzt zu ehelichen. Dass er einem sofort vorschlägt, ihn Eddy zu nennen, ist allerdings schon etwas unprofessionell. Jedenfalls kann man ihn nur zu einem Slot im Krankenhaus und nur an Wochentagen antreffen. Keine Ahnung was für ein Krankenhaus das ist, wo die Ärzte nicht notorisch überarbeitet sind, sondern weder Nacht- noch Wochenend-Schichten zu reißen haben. Wobei sobald man sich genug in sein Herz gestalked hat, man seinen Hausadresse herausfindet, und ab dann auch Abends und an freien Tagen hinter ihm her hecheln darf.

Disziplin ist für ihn wichtig, was MC-chan über sportliche Aktivitäten und merkwürdigerweise das Updaten des Blogs bewerkstelligt. Denn wie jede Studentin des kreativen Schreibens ist sie nicht nur damit beschäftigt, eigene schlechte Poesie ins Netz zu stellen, sondern auch Buch-Reviews zum Besten zu geben. Man trifft Eddy halt hier und dort mal in der Stadt, hoffentlich zumindest, da dies für die Affinität bei ihm halt besonders wichtig ist, hilft ihm beim Einkaufen aus, und am Ende hat man den Traum fürs Schreiben aufgegeben, um mit ihm im Krankenhaus zu arbeiten. Nicht als Ärztin oder sonst was ambitioniertes, sondern als simple Krankenschwester, die mit dem Oberarzt schläft…

Ich schör das er außerhalb von CGs nicht wie Eldritch Horror aussieht

Ich schwör das er außerhalb von CGs nicht wie Eldritch Horror aussieht

Last but also least ist Lawrence, der schüchterne und etwas weibisch aussehende Fußabteter-Charakter. Der nur dann etwas Mumm aufweist, wenn es darum geht die Halbtagskraft MC-chan vor dem Besitzer der Eisdiele in Schutz zu nehmen, wenn der sich über einen Fehler von ihr aufregt. Ich mein, es ist schon süß das er sich ernsthaft Gedanken und Sorgen um sie macht, egal was in ihrem Leben vor sich geht, aber da alle Charaktere so unglaublich nett und verständnisvoll sind, hebt ihn das gar nicht wirklich ab.

Immerhin haben er und MC-chan gemeinsam, dass sie gerne Schreiben, und natürlich muss man sein Selbstwertgefühl dorthingehend etwas fördern. Und dadurch darf MC-chan letztendlich wenigstens auch in seinem Ende ihren Traum einer Schriftstellerin verwirklichen, während sie ihm nebenbei in seiner nun eigenen Eisdiele aushilft. Seinen Statuswert der Kultur lässt sich übrigens auch sehr gut durchs Lesen von Büchern und Schreibübungen leveln. Obacht bei seiner Affinität, denn einfach in der Eisdiele, wo er Vollzeit beschäftigt ist, zu arbeiten hilft hier nicht, man muss nach der Arbeit dort noch mit ihm abhängen.

Digging for Love: C14 Dating

ava-2136Die Indie-Szene hat in den letzten Jahren die Visual Novels für sich entdeckt. Und es gibt daher keine wirkliche Knappheit an Spielen, die sich Dating Sim nennen, oder jenen Begriff zumindest im Sales Pitch haben, meist mit irgendeinem Gimmick um sich vom Rest abzusetzen. Zombie Dating Sim, Ork Dating Sim, Dragon Dating Sim, Five Nights at Freddy’s Dating Sim… whatever. Die meisten sind das aber nicht, sondern tatsächlich lediglich Romance Visual Novels. Gegen die gibt es nichts einzuwenden, aber es macht es doch schwer herauszufilten, welche nun wirklich neben dem Lesen und Antwort-Aussuchen etwas Gameplay offerieren, um nicht ganz so trocken zu sein. Schwer genug, als das man bald die Lust nach dem Suchen im Sumpf verlieren kann, ähnlich einem guten Spieles auf Smartphone zu finden, die es sicherlich gibt, aber bei der Lawine an Mist schwer rauszufischen sind.

Zufällig fiel mir aber ins Auge, dass C14 Dating sich nicht nur als Dating Sim anpreist, sondern spezifisch im Anbiederungssatz ans Publikum auch „Stat Raising Gameplay“ nennt. Allgemein scheinen die Dating Sims von Winterwolves, die wohl für die Flower Shop in Fairbrook Spiele bekannt sind, wirklich mehr als nur VN zu bieten.

Ein sinniges System zu nutzen ist natürlich direkt ein Kulturschock für Amis

Ein sinniges System zu nutzen ist natürlich direkt ein Kulturschock für Amis

C14 Dating setzt sich übrigens damit ab, wodurch auch der doppeldeutige Titel herkommt: Wir spielen Melissa, die Archäologie studiert, und über den Sommer am einem Programm in einer Ausgrabungsstätte in Belgien teilnimmt. Und das wo sie so gut wie kein Französisch spricht, sondern nur Englisch und eingerostetes Spanisch (dank ihrer Latina-Herkunft). Und wer auch immer das Spiel geschrieben hat, scheint sich damit auszukennen, denn der Aufhänger ist gut recherchiert und es werden so einige (großteils optionale) Fakten über Geologie und Archäologie untergebracht. Die ersten Gespräche mit den drei Professoren halten einen ganzen Bildschirm von Frage-Optionen dazu bereit, die alle übersprungen werden können beispielsweise, und die Minispiele offerieren zusätzlich Journal-Einträge.

Auch diese Minispiele sind übrigens optional, können aber beim Status-Upgraden helfen. Im Prinzip ist es wie gewohnt so, dass am Anfang einer Woche für jeden Tag (abgesehen Wochenende, welches zusammengenommen ist) für die je drei Tageszeiten eine Aktivität ausgesucht werden muss, der nachgegangen wird. Allerdings steht am Morgen der Wochentage nur die Ausgrabung in der Höhle oder das Untersuchen der Funde im Labor zur Auswahl, weil man ist ja nicht hier um belgische Waffeln mit einem Sommerflirt im glorifizierten Urlaub zu verbringen, sondern um was fürs Studium zu lernen. Sind die Minispiele nicht deaktiviert, geht jede dieser beiden Wahlmöglichkeiten mit einem einher.

Die Dinger werden wesentlich schwerer bei 15-x15 Grids

Die Dinger werden wesentlich schwerer bei 15×15 Grids

Die Höhle beispielsweise ein Nonogramm. Das sind diese Schachbretter, die Zahlen an den Spalten und Reihen stehen haben, über die man heraustüfteln muss, welche Kästchen eingefärbt werden und welche leer bleiben. Das Labor hingegen ist etwas Rate-abhänger: Es muss möglichst nahe aber nicht über die Druckzahl gekommen werden, in dem man beliebig viele der 5 Instrumente nutzt, wobei nur beim ersten angezeigt wird, wie hoch dessen Druck ist. Man kann sich auch Hints holen oder Puzzle überspringen, aber ehrlich gesagt hab ich sie nach dem ersten Durchgang einfach ausgeschaltet, weil die umfangreichen späteren doch extreme Zeitfresser sein konnten.

Die Bonuspunkte von ihnen wird man eh nicht brauchen, wobei es schon etwas beliebig ist, ob eine Aktion gelingt oder nicht, und wenn sie fehl schlägt der daran gebundene Statuswert sich sogar verringert. Selbst das Internet browsen oder Tanzen, die beiden Aktivitäten, die zum Reduzieren des durch die anderen angesammelten Stress da sind, können misslingen. Ich bin mir übrigens auch nicht sicher, ob die Kerle wirklich einen Statuswert auf einer gewissen Höhe brauchen, damit man sie gewinnt, oder ob das nur automatisch geschieht, weil die Aktivität durchzuführen auch einfach Affinitätspunkte mit ihnen bringt, ihre Herzen in der wöchentlichen Übersicht also schneller steigen. Einen gezielten Charakter nach den 8 Wochen auf Max-Herzen zu haben ist eh nicht schwer, wobei allerdings auch noch die richtigen Antworten in den VN-Gesprächen gegeben werden müssen, um denjenigen wirklich zu gewinnen, respektive zwischen dem Liebes- und Freundschaftsende mit dem Charakter zu wechseln.

(Miss-)Erfolge wie immer mit sympathischen SD-Chicibs illustriert

(Miss-)Erfolge wie immer mit sympathischen SD-Chibis illustriert

Von der Handlung her muss übrigens jeder Student der nahen Uni einen 4-wöchigen Ausflug zur Ausgrabungsstätte ablegen, damit man es im Spiel dann nämlich dennoch nicht nur mit Möchtegern-Indiana-Joneses zu tun hat, sondern aus allen Fächern Kerle geboten bekommen kann. Die übrigens zeitgleich übliche Stereotypen abdecken, die man auch in einem japanischen Dating Sim geboten bekäme, und das Spiel sich dennoch etwas versucht dagegen abzuheben. Zum einen ist Melissa alleine schon ein wesentlich definierterer Charakter statt der langweilige Self Insert der dortigen Spiele, gibt von sich aus viele heitere und launige Antworten und zieht die Kerle gern auf. Bringt ihre eigenen Interessen in Archäologie, Gaming und Tanz mit. Zudem hat sie Diabetes, während einer der Kerle eine Armprothese trägt, einer anderer ein Hörgerät hat, ein weiterer ist übergewichtig. Das würde man so nicht in einem japanischen Produkt finden – Katawa Shoujo mal ausgenommen, welches gezielt aus dem „Krüppel Dating Sim“-Joke entstand und ursprünglich nicht ernst gemeint war.

C14 Dating ist dabei schlau genug dies eher nebensächlich bis kaum zu behandeln, kurz anzusprechen und dann geht es weiter im Programm. Dadurch wirken die Charaktere nicht wie eine „Besonderheiten-/Diversitäts“-Checkliste, die abgehakt werden wollte, und es kommt nicht zu peinlichen Endlosgesprächen um jene Thematik. Es ist ein Teil des Charakters, aber definiert denjenigen nicht. Auch süß sind die anfänglichen Beschreibungen, bevor man deren Namen kennt. Shoji wechselt schon mal von „Nerd“ beim Weiterreden auf „What a Nerd“ und der Tsundere-Charakter innerhalb weniger Textboxen von „Shy Student“ auf „Annoyed Student“ auf „Rude Student“.

Die wichtigste Antwort-Runde im ganzen Spiel, mit der offensichtlichst richtigen dazu.

Die wichtigste Antwort-Runde im ganzen Spiel, mit der offensichtlichst richtigen dazu.

Allgemein scheint das Spiel stark auf Freundschaft ausgerichtet zu sein. Denn auch wenn ein spezifischer Charakter gestalkt wird, bis man sich seine Liebe erpresst hat, kommt man dennoch viel mit den anderen in Berührung. Das passt natürlich zum Thema des Auslandsstudiums, neue Kontakte knüpfen, unerwartete Freundschaften schließen, und am Ende dürfen sich alle rührselig voneinander verabschieden. Auch gut zum Thema passt übrigens der sehr hübsche Song im Main Menu, der was von späte 90er Pop hat.

Jedenfalls hat mir das Spiel gut gefallen, es hat so eine leichtherzige Atmosphäre. Alle Charaktere sind nett und gehen zivil miteinander um, es gibt kein wirklich großes Drama, selbst bei den wenigen Streitigkeiten untereinander bleiben alle höflich und vertragen sich später wieder. Das Spiel ist süß, niedlich, lustig, charmant und bei ausgestellten Minispielen auch ein ziemlich fluxer Durchgang, besonders wenn man durch vorigen Durchläufe Szenen vorspulen kann. Lediglich das Artwork ist manchmal mit kleinen Schwächen, wobei meist schon sehr nett anzusehen, nur ist die Zeichnerin definitiv besser im 2/3 oder 3/4 Profil denn Charakter geradeaus schauend oder von der Seite im Profil zu zeigen. Und es gibt ein bisschen wenig CGs. Pro Charakter 5-6 und das verteilt auf die zwei Enden, man sieht eigentlich erst welche auf die letzten zwei Wochen. An Charakteren gibt es 4 Hauptkerle, plus den obligatorischen Geheimcharakter:

Schon im Dere-Modus, nach reichlich Tsun-Tsun

Schon im Dere-Modus, nach reichlich Tsun-Tsun

Kyler ist der Charakter, den ich als Tsundere bezeichnet habe. Für ihn ist das Lern-Kommando wichtig, welches passenderweise den Fleiß-Status erhöht. Melissa trifft ihn direkt als ersten Liebschaftskandidaten während ihres ersten Trips in die Höhle, da die beiden sich eine Ausgrabungsparzelle teilen. Kyler ist der etwas Maulfaule und sehr auf seine Arbeit und dessen richtige Ausführung fixierte Typ, der allerdings Mel bei allen ihren Fragen bereitwillig weiterhilft – irgendwann sogar ohne genervt zu wirken. Außerdem ist das bereits sein vierter Sommer hier, später würde er gern dort arbeiten.

Er ist übrigens seit seiner Geburt taub, weswegen er ein Hörgerät trägt, was ihn nicht immer einfacher zur Kommunikation zu bringen macht. Obwohl er natürlich ein sehr geradliniger und sachlich-nüchterner Typ ist, ist er einem kleinen Witz hier und dort dennoch nicht abgeneigt, kann aber natürlich eher nicht so gut mit dem übertreibenen Witzbold Deandre. Jedenfalls hilft der Umgang mit Mel selbstredend, ihn etwas sozialer und aufgeschlossener zu machen, und im 4-Monate-danach anschließend an die Credits, wenn die beiden in einer Distanzbeziehung sind, finden wir raus, dass er einen Job bei einer Ausgrabung in Deutschland gefunden hat.

Kein Euphemismus, es geht um ein echtes Grillschwein

Kein Euphemismus, es geht um ein echtes Grillschwein

Deandre ist der Sportler-Charakter des Spieles, und kontrastierend zu den anderen mit ihren körperlichen Wehwechen der arische Supermensch, groß, muskulös, blond und mit blauen Augen. Er ist der Witzbold der Truppe, der immer einen Joke auf Lager hat, und sich mit jenen bestens versteht, die selbst nicht alles allzu ernst nehmen. Also genau das Gegenteil zu Kyler, weswegen die beiden auch mit am meisten aneinander geraten. Während eines längeren Aufenthalts in Neuseeland, wohin er gern zurückkehren würde, hat er übrigens fließend Englisch gelernt und studiert das als Hauptfach.

Denn Deandre ist nicht dumm, er hat dort sogar richtig gute Noten. Sein Traum mag es sein ein berühmter Rugby-Spieler zu sein, und tatsächlich spielt er neben seinem Studium bereits in einer offiziellen Mannschaft. Jedoch ist er sich sehr wohl bewusst, dass dies nicht aufgehen muss, und selbst dann durch einen unglücklichen Unfall alles schnell vorüber sein könnte. Für diesen Fall kann er nämlich dann darauf zurückfallen Englischlehrer zu werden, denn mit Kindern versteht er sich sowieso, der Kindskopf. Um ihn zu gewinnen ist das Ballwerfen ein gutes Kommando, welches merkwürdigerweise Kultur levelt. Ist man der Aspiration zur Spielerfrau nahe gekommen, nimmt er einen übrigens auf einen spontanen Trip durch Belgien mit, während sich die Eltern zu Hause sorgen müssen, warum die Tochter nicht wie geplant nach Hause kommt.

Haare offen trägt er auch nicht oft, dabei verdeckt das so schön seine Halstattoos

Haare offen trägt er auch nicht oft, dabei verdeckt das so schön seine Halstattoos

Hendrik ist kein Student, sondern der Neffe des Professor, der die Ausgrabungen leitet, und arbeitet bereits als Geologe im Team. Für ihn verbringt man die Freizeit lieber mit Nachforschen, was die Rationalität steigert. Außerdem hat Hendrik die größte Benachteiligung des Casts: Hässliche Shadowhunter-Tattoos am halben Körper. Die kommen aber nicht von irgendwo, sondern er hat sie sich stechen lassen, um die Narben seines Autounfalls zu überdecken, durch den er auch einen Arm verloren hat, seither eine Prothese trägt. Ist allerdings ein echt Lebenslustiger Kerl mit starkem Hang zu schlechten Wortspielen.

Nachdem Mel einen Diabetiker-Anfall hat, ist er derjenige, der sich als erstes bereiterklärt, am Wochenende ebenfalls im Museum zu übernachten, damit sie nicht alleine ist, und kocht sogar für sie. Wobei wir herausfinden, dass er Vegetarier ist. Dabei lässt sich das Spiel übrigens die Chance durch die Lappen gehen, ihn versehentlich beim Duschen zu erwischen – merkwürdig. Immerhin sieht er später mit Brille und im Anzug echt zum Anknabbern aus, was wir nur zu sehen bekommen werden, wenn wir auf seiner Route sind. Um noch einen weiteren Haken auf der Besonderheiten-Checkliste zu machen ist Hendrik zudem asexuell, aber die beiden, nachdem er nicht mehr in einer Lehrer-Position einer Schutzbefohlenen gegenüber ist, wollen das schon irgendwie austüfteln. Ach ja, nur auf seiner Route finden wir zudem raus das Rosemarie, eine weitere Mitarbeiterin des Teams, die Mel zunächst für seine Freundin hält, lesbisch ist.

Just like being a lesbian

Just like being a lesbian

Was eine super Überleitung zum Geheimcharakter des Spieles ist, welcher zwar auch als Student an der Ausgrabung teilnimmt, aber nie im Wochenplan neben den Höhle/Labor/Frewilligenarbeiten als Icon aufgeführt wird – allerdings wenig unauffällig in der „Wer mag mich wie sehr“-Liste mit Herzen geführt wird. Und zwar ist das Joan, die Melissa auf einer kleinen Tanzparty in der ersten Woche, zu der Deandre sie schleppt, trifft und direkt als niedlich bezeichnet.

Und ich mein, wozu sind die frühen Zwanziger als Student schon da, wenn nicht um mit dem niedlichen Sommerbesprossten Rotschopf ein paar lesbische Erfahrungen zu machen? Als jemand, der eh nur gebrochen Englisch spricht, ist sie doch der perfekte Urlaubs-Flirt. Über den üblichen Weg hinein in den Hasenbau: Auf Party kennengelernt, bei ihr und Zimmergenossin Chantal im gleichen Bett schlafen müssen, Flötenunterricht von der Musik-Studentin (sie will es lehren, denn für Auftritte hat sie zu viel Lampenfieber) und das Essen phallischer Schnecken letztendlich in einer Liebschaft miteinander landend. Sozialisieren, welches Kultur und Empathie steigert, ist wichtig für sie. Und überraschend ist ihre Route gar nicht mal sehr viel gegenüber der vier Hauptcharaktere abgespeckt, es gibt sogar sowohl ein Freundschafts- wie ein Liebschaft-Ende.

Hah, ich verstehe diese einfache Referenz!

Hah, ich verstehe diese einfache Referenz!

Bleibt nur noch Shoji übrig, der zu Übergewicht neigende Halb-Japaner (sein Vater ist Botschafter, seine Mutter eine ansässige Elektrohändlerin). Der Gamer, schüchterner Nerd mit Rettungsring und Brille und so weiter. Für ihn muss Zocken gewählt werden, was merkwürdigerweise die Empathie steigert. Jedenfalls war er für mich ziemlich schnell in der Friendzone und deswegen hab ich mit ihm gegenüber den anderen Charakteren das Freunde- statt Lover-Ende genommen.

Natürlich taut er Sprachfaulheits-mäßig wesentlich auf, sobald man über seine Interessen Videospiele oder Elektronik-Reperatur/IT spricht. Und im Chat ist er wie wir alle viel freier im Ausdruck statt gewohnt schüchtern. Als Erstsemester hat er sich zudem noch nicht ganz festgelegt, was er studieren will, wahrscheinlich in Richtung IT als sicherer Job, da er sich zwar seines zeichnerischen Talents bewusst ist, aber nicht als hungernder Künstler enden will. Am Ende hat man dann noch eine durchzechte Gaming-Nacht mit dem lieben Fußabteter.

Is ja schon nett, aber ich seh es bereits bei jedem Menü-Besuch

Is ja schon nett, aber ich seh es bereits bei jedem Menü-Besuch

Aber halt, dies war noch nicht alles, auch wenn wir keine Charaktere mehr über haben. Wer allerdings keinen davon als Freund oder Liebhaber gewinnt, kann dennoch zwei weitere Enden mit ihren Unikats-CGs erspielen, wobei dann allerdings die letzten zwei Wochen im Spiel überraschend Ereignislos sind. Und ob die Bilder die zwei weiteren Durchläufe wert sind, sei mal stark dahin gestellt.

Da wäre zum einen das Freundschafts-Ende, bei dem man keinen der Charaktere auf Max haben darf, aber bei allen genug Herzen für eine oberflächliche Freundschaft erringen muss. Was aber super einfach zu machen ist, indem man ihnen die aus ihrer Route bekannten richtigen Antworten gibt und für die Charaktere, die man nicht so oft trifft, die richtigen Freizeit-Kommandos wählt, die sie mögen. Das Ende an sich ist allerdings kaum anders als sonst, weil man sich ja immer bei allen verabschiedet, hier nur etwas herzlicher, und mit einem Mädelsabend mit Joan und Chantal, von dem ich die Befürchtung habe, dass dies einfach eine Wiederholung des Joan-Freundschafts-Ende ist. Zudem ist das erspielte Bild einfach nur das im Hauptmenü ohne das Menüband über den weiblichen Charakteren.

Best Alone ist am schwersten zu bekommen und mit Melissa in Bluse vor einem Projekter das langweiligste CG im ganzen Spiel. Jedenfalls darf einen hierfür kein Charakter mit 4+ Herzen mögen, weswegen man ihnen am Besten komplett aus dem Weg geht und immer die schlimmsten Antworten wählt. Gleichzeitig müssen aber alle vier Statuswerte bei 75+ sein. Man darf aber natürlich keine Freizeitaktivitäten spammen, die den Charakteren gefallen. Zum Glück levelt die Freiwilligen-Arbeit lediglich Statuswerte, und dazu auch noch alle gleichzeitig. Allerdings hängt es ganz vom Glück ab, ob man eine Woche fast jeden Tag jene erfüllt, oder dann wieder eine Woche jeden Tag daneben haut, ob wirklich nach 8 Wochen die hohen Werte noch stehen/überhaupt erreicht sind. Selbst hier verabschiedet sich Melissa bei jedem Charakter, obwohl sie einen eigentlich nicht leiden dürfen sollten, und freut sich als Auszeichnungs-Studentin schon darauf, im nächsten Jahr wiederzukommen und eine Mentoren-Rolle in den Ausgrabungen zu übernehmen.

Life ends with marriage: Back to Nature for Girls

ava-2130In meiner Jahreswechsel-üblichen Stimmung auf ein Harvest Moon habe ich mal wieder einen der Klassiker rausgekramt. Ich weiß noch, dass es einer der Teile war, der mich zur Serie zurückgebracht hat. Nachdem sich sowohl das Original fürs SNES und den ersten Ableger für den GameBoy gemocht habe, war ich anschließend wieder etwas rausgefallen, bis ich mir Jahre später doch mal Back to Nature und GBC2 gegönnt habe und wieder voll in die Serie eingestiegen bin.

Allerdings habe ich nicht ganz das erste Release von Back to Nature gespielt. Der Teil ist ja im Prinzip in 5 Versionen erschienen: Das ursprüngliche Back to Nature, dann Japan-exklusiv ein Release als for Girls mit weiblichem Hauptcharakter (die erste for Girls Variante eines Harvest Moons überhaupt), dann später mit kleinen Änderungen auf dem GBA als Friends of Mineral Town, und gleiches mit for Girls als More Friends of Mineral Town. Und dann zu Beginn der PSP, als man noch haufenweise PSX-Spiele einfach auf UMD gepresst und zum Vollpreis verkauft hat, statt sie ins PSN zu stellen, kam Harvest Moon Boy & Girl raus, welches eben ein Release von Back to Nature und dessen for Girls auf einer Disc war.

Wenigtens die Liebe der Tiere gewinnt sich einfach.

Wenigstens die Liebe der Tiere gewinnt sich einfach.

Jedenfalls war es diese PSP-Version geworden. Fragt mich nicht, warum ich nicht die verbesserte Variante auf dem GBA genommen habe. Vielleicht wollte ich alle PSP-Harvest-Moons durch haben. Vielleicht war es etwas unverdiente Nostalgie zu Back to Nature. Da einfach nur 1:1 das Original auf eine UMD geschmissen wurde, kommt das Spiel nämlich mit allen dessen Problemen. Der suboptimale Kamerawinkel, die etwas schlecht gesetzten Hitboxen. Der sehr limitierte Rucksack und die strickt nach Reihenfolge ablaufenden Farm-Upgrades. Als jemand, der mit 5 Hühnern und 4 Kühen + 1 Schaaf ausgekommen ist, hätte ich beispielsweise gern die beiden Stallausbauten übersprungen und direkt das Haus erweitert. Ich mein, man hat gegen Ende des ersten Jahres eh bereits mehr Geld, als man ausgeben kann, und im Winter auch nicht viel mehr zu tun, als das nötige Holz zu hacken, aber trotzdem. Zumal man Upgrades der Werkzeuge überspringen darf. Dann kommt der halbherzige Port auch noch mit neuen Glitches daher, wie das die FPS in der Stadt ordentlich in die Knie gehen, oder das die Affinität des Pferdes wesentlich langsamer levelt (mir wurde das erste tatsächlich wieder weggenommen, weil ich bei 7 von 10 Herzen war, man aber 8 braucht).

Um dann aber doch die Version zu spielen, die ich noch nicht kenne, ging es auf die for Girls Seite. Und auch, weil ich eigentlich ein sehr kurzes Spiel haben wollte, und bekanntlich bei der ersten Variante für Mädchen das Spiel noch mit der Heirat endet. Japaner gehen davon aus, dass Frauen nach der Heirat ihren Job aufgeben, da lässt einen auch das erste solche Harvest Moon anschließend nicht weiterspielen. Immerhin hatte ich damit gerechnet so das Spiel noch im ersten Jahr oder kurz nach dessen Ende beenden zu können.

Das erste männliche(?) Wesen mag mich aber schon mal nicht sonderlich.

Das erste männliche(?) Wesen mag mich aber schon mal nicht sonderlich.

Tja so einfach war die Angelegenheit dann doch nicht. Genau genommen geht meine Erinnerung dahingehend, dass ich meist schon im ersten Herbst verheiratet war, auf Friends of Mineral Town zurück. Vielleicht dauert das bei Back to Nature allgemein länger/ist schwerer. Oder es ist bei for Girls etwas mehr Aufwand, damit das Spiel eben doch nicht ganz so schnell rum ist. Wenn man es so sehen will ist Harvest Moon: Back to Nature for Girls, da die Endingsequenz durch das Verehelichen eines der Kerle kommt, dies somit das Spielziel darstellt, ein wenig ein Dating Sim. Nur das es im Gameplay keine Statusaufbesserungen sondern die gewohnte Farmarbeit gibt.

Ist aber auch egal, meine auserkorene Jagdtrophäe war zumindest Gray. Ich finde immer den ersten paar Girls-Varianten sieht man noch an, dass die nicht unbedingt von Anfang an eingeplant waren, somit nicht so darauf geachtet wurde, dass die männliche Bevölkerung der Dörfer attraktiv genug ist. Gray war sozusagen das kleinste Übel, und ich hab was für Rotschöpfe, meist nehme ich bei der Jungs-Version nämlich Ann in Visier. Leider scheine ich mein Dating-Sim-Mojo verloren zu haben. Nachdem ich im letzten Jahr so viele solche Spiele gezockt habe, und auch immer alle Kerle die ich wollte gewonnen habe, machen ausgerechnet die beiden einfachsten Vertreter mir Probleme. Immerhin machte mir schon das zuletzt gespielte Princess Debut einen Strich durch die Rechnung und ich musste mit dem Trostpreis-Kerl enden. Und ähnlich ging es auch bei Harvest Moon Girl.

"Will you marry me" would be a start, asshole.

„Will you marry me“ would be a start, asshole.

Das Herz von Gray schön durch tägliche Bestechungen und Stalking aufzuwerten, war natürlich absolut nicht das Problem, einfach täglich ein paar Erze vorbeibringen und mit ihm auf die Feste gehen. Problematisch hingegen waren die Herzevents zu triggern. So in die ersten beiden Szenen mit ihm bin ich noch automatisch reingelaufen. Und habe dann eine Weile trotz Herzverfärbungen nichts mehr gesehen. Also griff ich auf einen FAQ zurück. Der mir bescheinigte, dass ich schon sehr früh hätte in der Mine auf Gray stoßen und ihm ein Silbererz überreichen müssen. Jedoch tauchte Gray das ganze Spiel über nicht bei mir in der Mine auf. Es hilft natürlich nicht, dass die Guides zum Spiel, weil das PSX-Original nur in Japan erschien und sich keiner um das PSP-Release scherte, ziemlich mager sind. Und gern mal widersprüchlich. Die Szene gibt es bei einem blauen Herz. Bei einem violetten Herz. Im Frühling. Im Herbst. Es muss regnen. Nein es soll sonnig sein. Vormittags, nein doch nachmittags. Ich hatte Gray am Ende bei einem roten Herzen, aber was ich auch wann immer tat, ich bekam die Szene nicht.

Wer weiß woran es lag. Vielleicht gibt es einen obskuren weiteren Trigger, der gelegt werden muss, damit er dort überhaupt erst auftaucht, den keiner realisiert. Oder da die meisten ihn noch im ersten Frühling zu finden scheinen, war ich eventuell zu spät dran. Oder er tauchte tatsächlich in der Mine auf, aber außerhalb meiner Sicht, und ich bin eine Treppe weiter, ohne ihn dort zu sehen, noch bevor ich wusste, dass ich für die nächste Szene hier auf ihn achten muss. Ich weiß nämlich nicht, ob ignorierte Szenen für immer verloren sind.

It's better than nothing

It’s better than nothing

Jedenfalls stürzte ich mich dann auf den nächstbesten Lückenbüßer. Ich hatte ja die anderen Kerle alle total ignoriert, aber Cliff war wohl sehr bedürftig, und dennoch irgendwie bereits kurz nach Gray auf einem gelben Herzen, als die der anderen noch lange grün waren. Und seine Szenen waren alle einfach zu bekommen und tauchten für mich auch alle auf – zunächst hatte ich Panik, weil ich ihn zum ersten Starry-Night-Festival nicht besuchen gegangen bin, aber die Szene konnte auch noch später in einer normalen Nacht getriggert werden. Im Winter des zweiten Jahres war er dann auch bei einem roten Herzen, und ich hatte meinen Trostpreis in der Tasche. Ich habe sozusagen einen auf Mighty No.9 gemacht – Cliff ist besser als gar nichts. Selbst in die eine oder andere Szene mit dem Doktor bin ich bis dahin zufällig geraten, nur Gray war zickig. Aber des Ansehens einer Doktorsfrau wegen noch länger warten, und mich auf dessen Herz versteifen, wollte ich dann auch nicht, sondern einfach nur noch unter die Haube. Ich mein ein guter Fang war ich auf jeden Fall. Das Spiel ist ja so einfach, ich hatte schon im ersten Jahr alles ausgebaut und am Ende ohne viel anzubauen oder die Ställe voller Tiere zu haben dennoch über eine halbe Mille. So kam der Schluss immer noch bevor mich die Jahreszeiten-BGMs in ihrer Dauerschleife in den Wahnsinn treiben konnten.

Slow waltz into his heart: Princess Debut

ava-2099Mensch, da dachte ich schon fast am Grund des Brunnens an Dating Sims angekommen zu sein, zumindest wenn es um jene geht, die ich in Englisch spielen kann, da sowohl bei offiziellen wie den Übersetzungen von Fans eher Visual Novels bevorzugt werden. Und dabei übersehe ich ein Otome Dating Sim, dass 2008 auf dem DS weltweit released wurde! Von niemand anderem als den Shmup-erfahrenen Cave. Liegt vielleicht daran, und damit meine ich sowohl die Tatsache das es nicht als Dating Sim registriert wurde sowie die schiere Tatsache ein offizielles West-Release bekommen zu haben, dass es sich als Rhythm Game zu verkaufen versucht.

Ist auch eindeutig an die ganz junge Zielgruppe gerichtet, von daher eher simpel und einfach. Und hässlich wie die Nacht. Nicht nur ist das Charakterdesign an sich schon scheußlich, sondern neben den gewohnten 2D-Cutouts bekommt man auch extrem erbärmliches 3D in den Tänzen an sich auf die Augen gedrückt. Und hat man vielleicht vergessen bei der Charakterdesignerin CGs in Auftrag zu geben? Erklärt das, warum es das komplette Spielverlauf über kein einziges zu sehen gibt, und der Sepia-getünchte Rotz für die Endings schnell in der Mittagspause vom Praktikanten gezeichnet erscheint?

Übersetzung: Fantasy-Game-Logik hinterfragen ist Blödsinn

Übersetzung: Fantasy-Game-Logik hinterfragen ist Blödsinn

Aber hey, worum geht es denn überhaupt? Das Spiel beginnt mit unserer Dre Jr., die sich mit ihrer Klassenkameradin erst mal darüber unterhält, dass die fünf beliebtesten Jungs der Schule ja quasi Prinzen sind. Sich aber interessanterweise darüber lustig machend, was für käsige Sprüche die doch abturnend loslassen, bemerkend, dass in einem Spiel von einem Prinzen gesagt das genau die üblichen Dating-Sim-Klischeedinger wären. Hey, Princess Debut nimmt sich immerhin nicht immer ganz ernst, muss man dem Spiel schon zugute halten. Jedenfalls taucht eine Doppelgänger-Prinzessin auf, sobald Dre Jr. daheim ankommt, sich beklagend, dass sie in 30 Tagen auf einem Ball tanzen muss, dies aber weder beherrscht noch erlernen will. Also folgt Dre dem weißen Kaninchen in den Wandschrank, um deren Platz einzunehmen. Ich hab das Gefühl damit haben wir schon drei oder vier Märchen auf einmal verbaut.

Auf der anderen Seite gibt es nun tatsächlich 5 Prinzen, die wohl auch alle wie die 5 Mitschüler aus ihrer Welt aussehen. Müssen wir Dre zumindest so glauben, denn gesehen haben wir die nicht und werden wir auch nicht. Da muss man dann auch keine interessante Widersprüchlichkeit hinter den Doppelgänger-Gesichtern ansprechen, sondern kann die genau den gleichen Charakter haben lassen, die „echten“ Kerle werden wir eh nie kennenlernen.

Woraus die 30 Tage nun bestehen, ist zum einen im Märchenland umherlaufen, und schauen ob es nicht in den diversen Lokalitäten zu einer kleinen Szene mit einem der 5 Prinzen kommt, die uns den Charakter ein wenig näher bringen, viel gibt es zu ihrem Charakter eh nicht zu sagen. Und ein paar offensichtliche Antworten richtig zu geben, damit sie einen mehr mögen. Mögen sie Dre genug, sind sie sogar bereit ihren Tanzpartner sowohl beim Üben wie auch bei den offiziellen Bällen abzugeben. Stamina gibt es zwar im Spiel, sich zwischen den Ortschaften hin und her zu klicken verbraucht die aber nicht, sondern nur das Tanzen an sich. Lädt halt wenig zum Wiederspielwert ein, wenn man eh jeden Durchgang alle Szenen mit allen Prinzen sehen kann, da man sich eh frei überall rum bewegen darf. Ist nämlich nicht so, dass einen Prinzen als Partner zu haben mehr als ein oder zwei exklusive Szenen bietet, und wie gesagt, ein CG wird man sowieso auf den Dates nicht sehen.

Und die Begeisterung steht ihm ins Gesicht geschrieben

Und die Begeisterung steht ihm ins Gesicht geschrieben

Am Tanzen liegt also alles. Und das gestaltet sich in Form eines Rhythmus-Spielchens. Während die 3D-Missgeburten sich zu klassischer Musik auf dem oberen Bildschirm drehen, dürfen unten diverse Formen nachgezeichnet werden. Bonuspunkte gibt es, wenn man genau dann, wenn der Ball erscheint, ihn antippt, ein „Bad“ wenn man zu langsam die Figur nachzeichnet, für zu schnelles Zeichnen gibt es aber keinen Minus, man muss also nicht wirklich in Geschwindigkeit mit dem Ball bleiben. Ein wenig neben der Spur zeichnen ergibt auch immer noch ein „OK“, von daher ist das echt nicht schwer, zumal der obere Bildschirm einem auch anzeigt, was die nächsten paar Formen sein werden. Anschließend gibt es Punkte, und bei genug davon ein Level up, welches die Statuswerte erhöht und auch alle paar Level ein weiteres tanzbares Stück freischaltet, bis man alle 10 im Repertoire hat. Die werden natürlichen von Formen und Geschwindigkeit schwerer, aber es sollte wirklich kein Problem darstellen, gegen Spielende das Max-Level von 20 zu erreichen und mit Leichtigkeit den offiziellen Debütantinnenball zu meistern.

Es gibt übrigens auch noch Accessoires, die man ausrüsten kann, was aber nur beeinflusst, in welches Kleid sich die 3D-Monstrosität auf dem oberen Bildschirm wirft, auf das Tanzverhalten, die Punkte, oder Affinität der Prinzen wirkt sich das mal wieder gar nicht aus. Ist halt ein Versuch den Wiederspielwert dann doch zu erhöhen, da man nicht alle in einem Durchgang haben kann, schon alleine weil jeder Prinz vor dem Abschlussball ein exklusives darbietet. Wer auch immer das Spiel sieben Mal durchspielen will, nur um alle Prinzen gewonnen zu haben. Die sind nämlich alle nicht sonderlich attraktiv, alle nicht sonderlich interessant, geben wie gesagt keine CGs, und das repetitive Übungstanzen mehrmals jeden Tag mit wiederholt den gleichen Stücken ist auch nicht wirklich spannend. Der geneigten Spielerin stehen immerhin, um sich das kleinste Übel rauszupicken, zur Auswahl:

Wie ein Troll im Engelskostüm wird übers Tanzparkett geglitten

Wie ein Troll im Engelskostüm wird übers Tanzparkett geglitten

Klaus: So ziemlich er Hauptkerl des Spieles, ist er doch der perfekte Kerl ohne Persönlichkeit, kommt als einziger mit 2 Groupies, die ihm im späteren Spielverlauf gehörig auf den Keks gehen, und hat viel Screentime und eine Kindheitserinnerung an die Prinzessin.

Die wirklich meiste Screentime bringt dann aber doch Vince mit, der totale Arsch des Spieles. Das kindische Mistvieh nimmt nichts ernst, und lacht als einziger über seine fiesen Streiche, an denen es echt nichts zu lachen gibt. Fällt beim Pferderennen vom Gaul und verletzt sich den Fuß, und endlich hat auch mal sein Publikum lachen können. Und was biedert sich der an, man bekommt ihn so schlecht los, als wäre man mit Stollenschuhen in Scheiße getreten. Er ist der erste, der sich schon an Tag 4 als Tanzpartner anbietet, und wird das auch wiederholt bis zum letzten Tag machen.

Um gleich den nächsten schlimmsten Charakter aus dem Weg zu bekommen: Cesare. Mit das hässlichstes Design für den selbstverliebesten Charakter, der einen immer ganz widerlich Honey nennt. Und ein Ladykiller ist, zumindest flirtet er angeblich mit allem, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, auch wenn das Spiel wohlweislich nicht sagt, ob dies auch gut ankommt oder nicht.

debut04

Es wird sich doch nicht um Meinereiner gestritten werden? >:3

Liam hat auch nicht gerade ein attraktives Design. Gut haben die alle nicht, aber Liam ist auch so ziemlich an unterster Stelle einzuordnen, und passend zu seinem femininen Äußeren ist er auch etwas wischi-waschi sanftmütig, schlecht greifbar, und ich glaub man findet echt nichts über ihn heraus, außer das er sich mit Blumen gut auskennt.

Der schwarz gekleidete Luciano, der den Archetypen des coolen Kerls mit harter Schale aber auftauendem Kern darstellt, ist derjenige, den ich mir dann für meinen Durchgang als Jagdtrophäe herausgepickt hatte. Er hat einen schlechten Orientierungssinn und nimmt das Tanzen sehr ernst, und das war es an Charaktereigenschaften für ihn auch schon. Dummerweise verließ er mich an Tag 18 wegen eines königlichen Auftrags, und ich scheine beim Abschied die falschen Antworten gewählt zu haben, denn er kam nicht an Tag 29 für den Ball zurück, wie das eigentlich hätte geschehen sollen. Wow, das einfachste und geradlinigste und für die jüngste Zielgruppe gedachte Dating Sim ist ernsthaft das erste, bei dem ich eine Charakter-Route faile, wer hätte das gedacht.

Selbst der End-Text ist halbherzig hingeschludert

Selbst der End-Text ist halbherzig hingeschludert

Statt die sich an Tag 29 noch anbiedernden Vince oder Liam doch endlich als Tanzpartner zu wählen und ihr Ende zu sehen, bin ich auf das Trostpflaster des Geheimcharakters zurückgefallen. Wer am Ende wirklich keinen Tanzpartner unter den fünf Prinzen gefunden hat, darf mit dem weißen Kaninchen und Tanzlehrer Tony den Abschlussball bestreiten. Und solange man gewinnt, stellt sich heraus, dass der ein verwunschener Prinz war, der Albino-Jüngling sogar eine der attraktiveren in der Riege der Hässlichen ist, und somit war er derjenige, dessen Ende ich bekommen habe.

Wer sich gern langweilt und das Spiel tatsächlich erneut von vorn beginnt, kann ab dem zweiten Durchlauf dann auch auf den nun hinzugefügten Prinzen Kiefer treffen, der somit der zweite Geheimcharakter ist. Auch wenn man ihn nicht verpassen kann und ich ihn natürlich nie zu Gesicht bekam. Zumindest nicht live, ich hab mal im Internet geschaut… eine Belohnung würde ich das Design aber nicht nennen.

How to lose weight and get a guy: Love Revo!! DS

ava-2095Otometeki Koi Kakumei Love Revo!! ist ebenfalls ein schon etwas betagteres Dating Sim, das ursprünglich 2006 auf der PS2 erschien, also dem gleichen Jahr, in dem die Konsole auch Tokimeki Memorial Girl’s Side: 2nd Kiss erhielt. Einen Nachfolger bekam das Spiel zwar nie, war aber populär genug, um auf alle relevanten Plattformen portiert zu werden. Zunächst folgte es zwei Jahre später den Girl’s Sides auf den DS, sowie versuchte sich einen Platz auf dem eher Otome-armen und von 18+ Varianten dominierten PC zu ergattern, wieder zwei Jahre später folgte dann eine Version für die PSP. Und später sogar noch eine zweite, die statt ein direkter Port zu sein, das Gameplay etwas umänderte. Im Westen gibt es davon mal wieder keine, dank einer Fanübersetzung allerdings die DS-Version dennoch in Englisch spielbar – jedoch Vorsicht, der Patch muss auf das koreanische Release gezogen werden.

Das besondere Gimmick des Spieles lässt auch nicht lang auf sich warten, springt uns doch direkt zu Spielbeginn ein den ganzen Bildschirm füllender Klops von einem Mädchen entgegen. Das ist Hitomi, und Hitomi findet Mädchen heutzutage sind viel zu dünn. Que laugh track. Die Sache ist die, als kleines Mädchen war Hitomi mal ein total niedliches Idol, aber da sie die von Fans geschickten Süßigkeiten so zu schätzen wusste, und weil ihr Schwester-Komplex habender Bruder ihr freudiges Essgesicht so schön fand, wiegt sie nun 100kg. Que laugh track. Nur ziehen in die fünf leerstehenden Apartments des Gebäudes, in dem sie mit ihrem Bruder lebt, zufällig die 5 beliebtesten Jungs der Schule ein, denen bei der Vorstellung (ihren Eltern gehört das Gebäude, Hitomi und ihr Bruder sind also die Ansprechpartner der Mieter) beim Anblick von Hitomi erst Mal alles aus dem Gesicht fällt, und sie entweder direkt beleidigen, oder so dreinblicken, als wäre jemand Fettes ansehen zu müssen ein persönlicher Angriff gegen sie, sie komplett ignorieren. Que laugh track? Also beschließt Hitomi eine Diät zu machen, um wieder so niedlich wie früher zu werden, und isst am nächsten Morgen nur 3 Schüsseln Reis mit 2 Portionen Miso-Suppe und fünf Toastbrote zum Frühstück. Que laugh track??

Man muss sich ja jetzt auch nicht gleich mit der Schul-Queen vergleichen

Man muss sich ja jetzt auch nicht gleich mit der Schul-Queen vergleichen

Ich finde es je immer irgendwie interessant, wie Japaner sozial auf so viel Höflichkeit getrimmt werden, aber irgendwo gleichzeitig auch absolut kein Verständnis für Übergewichtige mitbringen. Und warum Fett-sein an sich scheinbar schon auf sich allein gestellt witzig ist. Das Opening von Love Revo DS hat absolut keine Pointe, sondern sagt Hitomi mehrmals direkt ins Gesicht „Du bist fett!“ oder „Du isst bestimmt gern… weil du fett bist, verstehst?“ und scheint zu denken, dies wäre witzig. Da ist nur so auf sich gestellt kein Witz drin, nicht mal ein fieser Witz, sondern das ist einfach nur fies.

Persönlich bin ich also schon mal voll mit an Bord der Diät. Nicht nur, weil 100kg eben echt Gesundheitsschädlich sind, sondern schon alleine aus primitiver Rache. Soll Hitomi doch das niedlichste Mädchen der Schule werden, so dass sich die Top 5 um sie streiten, nur damit sie alle abblitzen lässt, mit den Worten „Nein Danke, ich hab abnehmen können, wie du siehst, dein Charakter wird aber immer scheiße sein“. So ist natürlich nicht die Intention des Spieles. Immerhin sind wir hier ja in einem Dating Sim, also ist Hitomi natürlich der gewohnt nette Fußabtreter und natürlich soll man eigentlich alle 5 Jungs gewinnen wollen, egal was für einen schrecklichen Ersteindruck sie hinterlassen haben, von dem sich das Spiel in seiner Mentalität wahrscheinlich gar nicht gewahr war.

Das Spiel wird zugegeben dann auch besser, es ist charmanter geschrieben, als diese Anfangs-Narration wirklich glauben macht. Und nicht alle Jungs sind Arschlöcher. Der Kindheitsfreund von Hitomi, ihr Bruder, No.5 Souta, sowie Austauschschüler Kaede verhalten sich ihr direkt freundlich gegenüber, statt so zu tun, als sähen sie schon die ganze Arbeit vor sich, die es macht, diesen Wal wieder ins Meer zu ziehen. Und ganz schizophren, sobald man die Kerle besucht, sind auch der Rest sofort freundlich zu einem und bereit auf Dates zu gehen, was mal gar nicht zu jenem Anfang passt. Abgesehen von Ren, Ren ist immer ein Arschloch.

Ich liebe Onii-chan, aber will er nicht vielleicht, dass seine Schwester älter als 35 wird?

Ich liebe Onii-chan, aber will er nicht vielleicht, dass seine Schwester älter als 35 wird?

Zu Beginn mag Love Revo übrigens sehr komplex wirken, aber genau genommen ist es relativ simpel gestrickt, wenn man sich mit Dating Sims auskennt. Was vielleicht auch daran liegt, dass es hier tatsächlich von Vorteil ist, sich auf einen Kerl zu beschränken, und den Rest links liegen zu lassen, weil es sonst doch zu einfach ist, das Ende mit jenem nicht zu sehen. Dafür geht das Spiel auch nur über 12 Monate, ein Durchgang ist also relativ flockig hinter sich gebracht, und man kann sich das nächste Ziel vor die Flinte setzen. Nur sezt einem Love Revo auf den ersten Blick ganze 10 Stats entgegen, 5 die an die schulischen Leistungen gebunden sind, aber auch 5 zu renovierende Körperbereiche. Dazu dann noch das zu reduzierende Gewicht, sowie eine Hunger-Leiste, die wahrscheinlich besser als Stress-Leiste übersetzt wäre. Dafür gehen die Stats aber über ein Maximum von 100 nicht hinaus und die Kerle wollen das meist so zwischen 21 und 81 sehen, je nachdem ob sie viel oder wenig Wert drauf legen, sowie das Gewicht normalerweise irgendwo zwischen 45 und 60 Kilo sehen. Keine Ahnung wie groß Hitomi sein soll, wahrscheinlich nicht sonderlich, um zum zierlichen Mädchenideal zu gehören, aber 45kg ist natürlich auch schon herb niedrig. Aber Normalgewicht in Japan, gerade für Mädels, ist halt eher niedrig angesetzt. Hunger, was ich halt echt eher als Stress oder sogar Gelüste einordnen würde, geht mit jeder getanen Aktion langsam nach oben, kann durchs Essen von Snacks, die dafür das Gewicht natürlich wieder erhöhen, verringert werden. Oder halt die Heil-CD kaufen. Die zusammen mit dem Trimmdichrad + Sauna-Suit sind die besten Sachen, sich vom Geld zu kaufen, um schnell Stress und Gewicht zu reduzieren, und selbst die erforderlichen Statuswerte für die anspruchsvolleren Jungs lang vor Spielende zu erreichen.

Der Ablauf ist dabei weitestgehend gewohnt. Die Kerle auf Dates einladen kann man nur am Sonntag und Feiertagen, wobei hier kein Tag für ein Telefonat verschwendet wird, da man ja im gleichen Gebäude wohnt und einfach nur an der Tür klingeln muss. Statt auf ein Date an sich zu gehen, und dort die richtige Antwort für einen Zuneigungszuwachs zu geben, kann auch einfach nur zusammen Tee getrunken werden. Ist weniger Zuneigung, dafür lehnen sie das im Gegensatz zu Verabredungseinladungen aber auch nie ab. Mag einen ein Kerl genug, werden sie eh total anhänglich, und wollen ständig nach der Schule mit einem nach Hause, oder kommen Sonntags von sich aus vorbei. Montag bis Samstag sind dafür gedacht, sich um die Statuswerte zu kümmern, was man natürlich auch Sonntags und an Feiertagen machen kann, wenn denn gewollt. Grundsätzlich gibt es eine Aktion pro Tag auszuführen, jedoch ist das beim Sport etwas anders, hier hat man Stamina – 3 Punkte an normalen Tagen, 5 von an Sonn- und Feiertagen – die aufgebracht werden kann. Eine Runde auf dem Trimmdrichrad kostet beispielsweise 3 Punkte Stamina, eine Gesichtsmaske mit Zitronenscheiben nur 1en Punkt. Kommt halt darauf an was man macht, und welchen Körperbereich man anzugehen hat.

Sassy Pose! So viele Stats sind natürlich auch erst mal einschüchternd

Sassy Pose! So viele Stats sind natürlich auch erst mal einschüchternd

Wo der Minimalismus hinein spielt, weswegen ein Durchgang auch eben ziemlich flux von statten geht, ist das es viel vom Kleinkram von TokiMemo nicht oder nur in reduzierter Form gibt, aber immerhin mussten die auch drei Schuljahre füllen, statt nach einem vorüber zu sein. Beispielsweise gibt es keine Outfits zum Tragen, Teilzeitarbeit und Schulclub sind festgelegt, die Jungs präferieren keine Date-Spots, haben pro Lokalität und Frage nur ungefähr zwei Antworten, bis sie sich bereits wiederholen. Die Examen erwähnt das Spiel nebenbei, weil sie eben zu einem Schuljahr gehören, es gibt allerdings keine Ergebnisse und auch keinen Grund für sie zu lernen, viele der Spezialtage im Jahr, wie Valentinstag, das Sportfest, die Schulausflüge laufen ebenfalls weitestgehend automatisiert ab. Zusammen damit, dass es in der DS-Version gegenüber allen anderen kein Voice Acting gibt, und eben wenig Abwechslung in den Gesprächen mit den Kerlen steckt, ist das fast etwas langweilig, wobei hier definitiv die Kürze eines Durchganges wieder viel auscancelt. Und es ist ja nicht so, dass man solche Stat-Raising-Games nicht eh mit der Zeit etwas auf geistiger Automatisierung runterzockt, statt voll investiert zu sein.

Was jedenfalls positiv hervorzuheben ist, ist das einem Love Revo DS gut Feedback gibt, ob man gut mit einem Kerl steht, oder nicht. Die richtigen Antworten in den Szenen zu geben machen ein Ding-Geräusch. Ist auch wichtig, denn wie in TokiMemo den Kerl zu bekommen, solange man am Ende genug Zuneigung und die richtigen Stats hat, ist hier nicht gegeben, sondern es müssen auch die nötigen Szenen mit ihnen getriggert und darin die richtigen Antworten gegeben werden. Zumindest für das Liebes- statt Freundschafts-Ende. Zudem verstecken sich in den Szenen drei grün eingefärbte Passwörter, die nach dem Liebesende eingegeben noch einen kleinen Epilog mit dem Kerl freischalten. Direkt neben dem Apartment eines Kerles wird übrigens in einem farbigen Herz angegeben, wie sehr er einen mittlerweile mag, von Blau auf Grün auf Orange auf Pink gehend, und dann final das sich etwas schlecht vom Pink absetzende Rot. Und der immer hilfsbereite Onii-chan sammelt eifrig alle relevanten Infos zu den Kerlen, und präsentiert sie Hitomi am Ende eines Monats in einer Powerpoint-Präsentation. Sprich das Spiel zeigt einem schlicht, wie gut man mit den Kerlen steht, mit hilfreichen Icons welche Statuswerte bereits auf der nötigen Höhe sind, welche noch viel Arbeit brauchen, und wo man sich bereits angenähert hat. Das Spiel ist also in dieser Hinsicht sehr transparent gestaltet. Wobei ein OK in dieser Übersicht natürlich nur heißt, dass alle Statuswerte für den Kerl erfüllt sind, das Liebesende hängt wie gesagt dann immer noch an den richtigen Antworten in den richtigen Szenen. Dass man auf dem Pfad mit dem Kerl ist, erkennt man an seinem Icon im Save-Menü und einem Foto von ihm auf dem Handy. Und mit dem Quick-Save/-Load lässt sich sogar ein Date ganz gut forcieren, selbst wenn der Kerl zunächst ein paar Mal ablehnt, bis er sich seinem Schicksal fügt.

Nette Übersicht darüber, wo noch Baustellen zum Herzen des Kerls sind

Nette Übersicht darüber, wo noch Baustellen zum Herzen des Kerls sind

Weniger positiv hervorheben kann ich allerdings die Optik des Spieles. Den Elefant gleich mal aus dem Raum getrieben: Ich bin kein großer Fan von Yura. Ihre Charakterdesigns liegen mir an sich schon nicht, und wenn dann passt deren Eckigkeit eher in die frühen düsteren BDSM-Boys-Love-Games wie Enzai und Absolute Obedience, eher weniger in die fluffigen Wasserfarben-Romantik eines Love Revo. Aber auch so scheint die DS-Version nicht ganz so gut abzuschneiden, die Charakter-Cutouts für die Gespräche sind oft sehr pixelig ausgeschnitten und alles blendet etwas zu stark ineinander, als wären die eh schon sehr pastelligen Designs hier überbelichtet. Love Revo spielt sich anders als TokiMemo zudem nicht im Buchmodus, weswegen alles sehr klein zusammengequetscht auf dem unteren Bildschirm vonstatten geht, so dass man die weiße Entscheidung getroffen hat, zumindest den CGs mit den Charakteren eine Zoom-Funktion zu geben, die das gequetschte Komplett-CG mit der Textbox drüber dann auf den oberen Bildschirm zieht, und unten eine herangezoomte Version des Geschehens bietet. Das Spiel ist übrigens nicht ganz so reich an CGs, aber wie gesagt auch nicht sonderlich lang, wobei es zumindest nett gewesen wäre, den von Süßigkeiten herbeigerufenen 3 Fieberträumen um die Jungs noch eines zu geben. Und wenn schon der obere Screen fast ständig von irgendwas eingenommen wird, wäre hier vielleicht die Statusübersicht besser gewesen, statt der weniger häufig zu referenzierende Kalender. Na ja, ist halt ein Port von Dritten, statt die ursprüngliche Plattform des Spieles.

Dadurch, dass die Top 5, oder zumindest vier von ihnen, so einen schlechten ursprünglichen Geschmack bei mir hinterließen, und weil ich das Design an sich eben schon von vorneherein nicht attraktiv fand, wollte ich eigentlich auch nur die 3 netten Kerle gewinnen und dann weiterziehen. Aber wie das so mit Dating Sims ist, besonders eines welches in einem Durchgang so fix geht wie Love Revo, macht das Selbstverbesserungs-Stat-Raising irgendwie eine Suchtzone im Gehirn geil, und da man sowas mit halber Aufmerksamkeit nebenbei zocken kann, endete ich letztendlich mit 7 von den 9 Charakteren:

Warum bauen Japaner immer nur diese Mini-Schneemänner? Mehr Ambition, bitte!

Warum bauen Japaner immer nur diese Mini-Schneemänner? Mehr Ambition, bitte!

Zunächst mal haben wir da Toru, der Kindheitsfreund von Hitomi, der auch ebenfalls fett ist, und sie natürlich schon immer mochte, und auch so mögen würde, wie sie jetzt ist. Im Text zumindest, selbstverständlich muss auch für ihn an den Statuswerten geschraubt werden. Wie bei allen Non-Top-5-Kerlen sind seine Erwartungen allerdings nicht allzu hoch, und er nimmt Hitomi mit dem zweit-höchsten Gewicht von 64kg. Er ist halt schon ein wenig die Marke netter aber schüchterner Fußabtreter, und passend dazu ein Otaku, aber dennoch ein harter Arbeiter wenn es um das geht, was ihm wichtig ist. Vom Elternhaus bedingt anscheinend, denn sein Vater ist ein Mangaka und seine Mutter hat in ihrer Jugend Cosplay gemacht. Toru mag hauptsächlich Mecha-Anime, ist mit Hitomi im Drama-Club, und das scheinbar nicht nur wegen ihr, sondern weil er ein Faible für Filme und deren Erschaffung hat.

Ist dann auch so, dass er zwischendurch mal für einen Monat in die USA verschwindet, weil ein Manga seines Vaters eine Hollywood-Adaption bekommt, und Toru die Chance ergreift, hinter die Kulissen zu schauen. Durch einen Magenverstimmung und das Verlieren seiner Brille mit Austausch gegen Kontaktlinsen kommt er als Pretty Boy zurück (ich finde seinen Look ja dennoch ein wenig derpy), der natürlich prompt von den Mädels umringt wird, auch wenn er mit der Aufmerksamkeit wenig anzufangen weiß. Und ich dachte es wäre schon enorm, dass Hitomi über ein Jahr ihr Gewicht halbiert, Toru führt sie ordentlich vor, in dem er das in unter 2 Monaten schafft! Am Ende des Spieles gibt er Hitomi dann sein Liebesgeständnis in Form eines Scripts und der Epilog zeigt uns, dass während Hitomi zur Uni geht, er es bereits zum Regisseur gemacht hat. In den Träumen ist er übrigens ein Power Ranger, der Hitomi vor Gefahren rettet.

Kochen is sexy, aber deswegen musst du dir deine Hand nicht so verrenken

Kochen is sexy, aber deswegen musst du dir deine Hand nicht so verrenken

In Ryutaru hatte ich mich ja fast sofort verliebt. Er ist der Alkohol trinkende, Zigaretten rauchende, schlecht gelaunter Lehrer, der natürlich ein Herz aus Gold hat (er ist auch nicht der übliche Klassenlehrer, sondern mehr die Schulkrankenschwester), und sich ernsthaft um seine Schüler kümmert, aller herzhaft charmanter zynischer Kommentare zum Trotz. Er ist dann auch derjenige, der Hitomi bei einer gesunden Diät zur Seite steht, und ihr schon mal ihr Fast Food aus der Hand reißt, um ihr etwas selbst gekochtes in die Hand zu drücken. Immerhin ist er auch Lehrer des Kochclubs der Schule. Die sexuellen Witze, die er gern halbherzig macht, sind wieder etwas, wo das Anime-Klischee er Schulkrankenschwester ordentlich rein haut. Seine Attraktivität hängt maßgeblich davon ab, ob man ihn von der Seite zeigt oder nicht.

Seine Backstory besteht daraus, dass sein Vater einen Laden in der Einkaufsstraße hat, und Ryutaru so gut kochen kann, weil seine Mutter früh gestorben ist, und er sich und seinen Vater bekochte. Außerdem hat der Laden frisch Konkurrenz von einem Supermarkt bekommen. Und eine Exfreundin, die ihm das Herz gebrochen hat, nun aber zurückkommen will, ist auch noch involviert. Hitomi hilft ihm natürlich mit seinen Problemen, er lässt die Ex abblitzen, und gesteht die Liebe zu seiner Schülerin ein. Im Epilog leben die beiden zusammen. Die Traumsequenzen sehen ihn als Devil King, der sich in sein Opfer Hitomi verliebt.

Ich überlasse euch, den Kontext dieser Situation zu fantasieren

Ich überlasse euch, den Kontext dieser Situation zu fantasieren

Wo wir eh schon bei verbotenen Früchten waren, hab ich mit Onii-chan in die Vollen gelangt. Immerhin ist der (tatsächlich leibliche) Bruder von Hitomi der attraktivste Kerl im Cast und derjenige, der von Anfang an etwas obsessiv ihr mit Rat, Tat, und was sie sonst noch so alles begehren mag, zur Seite steht, und sie unreflektiert in jeder Lebenslage unterstützt. Da ist es schon fast etwas merkwürdig, dass auch er Statusaufbesserungen verlangt, darunter auch auf 59kg zu kommen, ganz egal wie sehr er meint das sie auch mit 100kg noch niedlich ist. Hier wäre vielleicht passender gewesen, ähnlich von Geheimcharakteren in TokiMemo einfach ein paar richtige Antworten in den richtigen Szenen zu geben, auch wenn natürlich dadurch seine Route spielerisch langweiliger wäre. Denn Onii-chan ist sogar der Geheimcharakter des Spieles, soweit man das so nennen will, denn er ist erst freigeschaltet, sobald man schon einen anderen Charakter in einem vorigen Durchgang gewonnen hat, taucht dafür ab dann aber auch ganz normal in der Liste auf.

Auf Dates verwöhnt und verhätschelt er Hitomi natürlich nach Strich und Faden, und ist sogar der einzige Kerl, der mit ihr alleine in den heißen Quellen den Sommerurlaub verbringt, die anderen männlichen Begleitpersonen nehmen auch Hitomis beide besten Freundinnen mit. Auf Fragen nach einer Freundin seinerseits oder wann immer Hitomi was von den anderen Jungs erzählt, wird er natürlich merkwürdig, weil Schwester-Komplex und so. Er muss Hitomi vor einem eifersüchtigen Kommilitonen seinerseits retten, gesteht dann aber auch ein, dass er sich – ob es ihr nun gut tut oder nicht – nie von Hitomi trennen können würde, geholfen durch ein Missverständnis, dass Hitomi bereits einen Freund haben könnte. Jahre später im Epilog leben die beiden immer noch zusammen, nicht ans hHeiraten denkend, sondern miteinander alt werden wollend. Im Traum ist er Hitomis Butler, was nicht weit ab der Realität angesiedelt ist.

Crawling under my skin~

Crawling under my skin~

Das waren die drei netten Kerle, die ich ursprünglich gewinnen wollte, doch da mir das zu wenig erschien, ging ich dann auch noch Kaede hinterher. Der zieht ein paar Wochen später als Austauschschüler in das Gebäude ein, und ist auch von Anfang an nett zu Hitomi. Seine extrem feminine Optik fand ich halt nicht so geil, aber wenn er überrascht drein guckt, oder die Haare zusammen hat, geht das wieder. Solange er nicht ein Date ablehnt, weil er den ganzen Tag mit Haarpflege belegt hat, oder davon spricht im Blumenarangement-Club zu sein, heißt das. Gibt einem hauptsächlich merkwürdig schräge Antworten, die vielleicht nur witzig gemeint sind, genauso wie seine schlechte Orientierung und allgemeine Verplantheit, egal wie niedlich und charmant, vielleicht nur Show sind. Als Plus ist übrigens die passiv-aggresive Queen Bitch Yukari in ihn verliebt, und es somit eine Freude, ihn ihr wegzuschnappen.

Wie sich herausstellt ist Kaedes Geheimnis nämlich, dass er eigentlich als Yukaris Bodyguard eingestellt ist, und wenn er in Auftragsmodus wechselt ganz kalt und emotionslos ist. Que in Linking Park. Nachdem der Vertrag mit Yukari beendet ist, und Hitomi sein Herz erweichen konnte, geht er erst mal einen „Vertrag“ mit ihr ein, auch wenn sie in keiner Gefahr schwebt, damit sie ein Jahr für sich haben. Im Epilog dann finden wir heraus, dass er immer noch als Bodyguard viel unterwegs ist aber mit dem Gedanken spielt für die beiden ein Haus zu kaufen, wo sie Küken aufziehen können. Awww. Die Kurzhaarfrisur steht ihm auch besser. Die Traumsequenzen haben ihn als Magier, der auf Drachen reitet – Metal!

Stein is best waifu

Stein is best waifu

In meinen Durchgängen der anderen Jungs bin ich dann im Sommer immer auf Masaki getroffen, der überraschend sich Sorgen macht, dass Hitomi ihre Diät übertreiben und sich einen Sonnenstich holen könnte. Da er also nur im Opening arschig war, und ich mehr spielen wollte, habe ich dann also auch die Nummer 2 der Schule gejagd. Da hat man natürlich viel weibliche Konkurrenz, die am Geburtstag und zum Valentinstag ebenfalls seine Aufmerksamkeit will. Auch bei den Englisch-Klausuren bietet er übrigens seine Hilfe an, da er lange Zeit seiner Kindheit in den USA verbrachte. Er mag RPGs und einen süßen Hund hat er auch noch, wie kann man da nicht weich werden? Na ja, dass er so in Tiere vernarrt ist, ist halt sympathisch, dass er in einigen Szenen aber eher borderline wie einer dieser „Tiere sind die bessern Menschen“-Honks rüberkommt, schon nicht mehr. Dabei versteht er sich mit allen sehr gut, und lädt auf den Sommerurlaub neben Hitomi und deren beiden Freundinnen die ganze Klasse mit ein. Die aktive Sportskanone ist halt sehr selbstbewusst, hilft dabei aber auch allen gern ihre eigenen Ängste zu überkommen.

Que in Linking Park. Aber dann ruiniert sein Geheimnis alles, wenn man rausfindet, dass er nur oberflächlich nett zu allen ist, aber niemanden wirklich nah an sich heran lässt. Denn als kleines Kind geriet er mit seinem besten Freund in einen Überfall, und der ist weggerannt und hat ihn im Stich gelassen. Und diese eine durchaus nachvollziehbare Reaktion eines Kleinkindes hat Masaki in seiner Dummheit dann als Auslöser genommen, sich zu entscheiden nie wieder jemandem zu trauen, selbst einer eigenen Familie nicht. Crawling under my skin~ Na ja, Hitomi akzeptiert auch seine kühlere Seite, wärmt ihn emotional etwas auf, und Jahre später sind sie dann zusammen das neue Jahr feiernd in New York. Die Träume über ihn sind relativ langweilig, er ist da ein im Wald lebender Jäger, der sich aber mit allen Tieren versteht.

Bei einem Krankheits-bedingten Zusammenbruch hilft Schlaf im Schoß statt stabiler Seitenlage

Bei einem Krankheits-bedingten Zusammenbruch hilft Schlaf im Schoß statt stabiler Seitenlage

Auch Ayato kam immer mal wieder vorbei, fragend ob er in den Prüfungen aushelfen soll, weswegen auch er ein Ziel wurde, da er nicht ganz so ein übler Kerl zu sein schien. Er ist so ein wenig das Gegenteil zu genki Rotschopf Masaki, da er auf Grund seiner Blutarmut wenig Energie hat und an keinen sportlichen Aktivitäten teilnehmen darf, passend dazu im Buchclub angesiedelt ist. Er gibt einem auch immer mal wieder Lesetipps, da er sich vom Hobby und dem Schriftstellerberuf seines Vaters aus eben mit der Materie auskennt. Er ist eigentlich ein ziemlich Lebensfroher Mensch, und hat überraschend oft auf flirtende Weise mit Hitomi gewitzelt. So sehr das Spiel übrigens betont, wie fragil er aussieht, so wenig Unterschied zeigt das samey Charakterdesign von Yura dies wirklich an, die Kerle sind alle gleich dürr, und sehen von Souta ausgenommen auch alle gleich alt aus.

Etwas aufgestöhnt habe ich dann spontan, als wir auch sein dramatische Geheimnis fürs letzte Spieldrittel herausfinden: Er hat halt doch keine einfache Blutarmut, sondern eine unheilbare Krankheit, wegen der er auch regelmäßig ins Krankenhaus muss. Aber haltet Linking Park noch zurück, denn ganz erwartet schlimm wird das nicht. Also schon dramatisch, weil er Hitomi nicht aufbürden will, ihm da beistehen zu müssen, und weil ein Krankenhausfreund mit gleichem Krankheitsbild auch noch verstirbt, aber man kann ihn schnell davon überzeugen, dass man das zusammen durchstehen wird und er nicht vor einem wegzulaufen hat, da er eh nicht weit kommen wird. Im Epilog gehen beide auf die gleiche Uni und es gibt Hoffnung auf ein Heilmittel. Auch seine Traumsequenzen sind etwas lahm irgendwelche unspezifischen Dinge in der Heian-Era.

Wer vor seiner Vergangenheit wegrennt, rennt auch seiner Zukunft davon ~Ein hohes Ross

Wer vor seiner Vergangenheit wegrennt, rennt auch seiner Zukunft davon ~Ein hohes Ross

Last und Least gab es dann Kennosuke. Der witzelte zwar immer mal mit mir, und wollte auch bei den Matheaufgaben helfen, aber ich kam über die schreckliche Cloud-Strife-Frisur, die auch noch super pixelig auf dem DS-Screen ausgeschnitten wurde, nicht hinweg. Aber dann bin ich ihm doch hinterher, und das war ganz gut so, er ist nämlich einer meiner präferierten Stereotypen. Kennosuke kommt vielleicht etwas unfreundlich zunächst rüber, weil er brutal ehrlich und direkt ist, aber es ist schnell klar, dass er das so gar nicht meint und er eigentlich trotz seines coolen Images ein echt lieber und schüchterner ist. Auch weil der Sohn einer Yakuza-Familie unterm Schatten seines Vaters stand und seine drei älteren Schwestern ihn gern ordentlich aufziehen aber auch zu Respekt gegenüber Mädels erzogen haben. Was Hitomi gleich für sich adaptiert, in dem sie ihn nämlich zum Mitfahren beim Sommerurlaub erpresst, damit sie das Yakuza-Geheimnis nicht in der Schule verbreitet.

Aber sein wahres düsteres Geheimnis? Kennosuke möchte gar nicht den Yakuza-Clan übernehmen, sondern lieber Konditor werden! Niedlich Kerle, die backen können, total aufmerksam sind, und im Notfall noch auf Gangster-Vermögen zurückfallen könnten? Jackpot, also verliert Hitomi keine Zeit ihn in seinem Traum zu unterstützen und wohnt der Auseinandersetzung mit seinem Vater bei. Im Epilog ist er dann auch schon bei einem erstklassigen Hotel angestellt und will Hitomi mit nach Frankreich nehmen, um dort zu leben. Auch hier sind die Träume irgendwas unsprezifisch-langweiliges, diesmal aus der Edo-Periode (wie gesagt, leider noch nicht mal ein nettes Kostüm-CG oder so mit dabei).

Hier die Top 5 Kerle, für die man feucht wird, geballt zusammen

Hier die Top 5 Kerle, für die man feucht wird, geballt zusammen

Der Rest:
Wäre diesmal ja nicht sonderlich viel. Der Top-Platz der Top 5 der Schule gehört Ren. Mit seinem üblichen Albino-Look der Hauptcharaktere dieser Spiele, auch wenn Love Revo nie wirklich einen der Kerle in den Mittelpunkt stellt, und ist genauso (anfänglich?) unfreundlich. Er ist derjenige der sich, auch später im Spiel getroffen, noch mit herablassenden Blick über Hitomis Gewicht echauffiert hat. Auf Bitches steh ich nicht, also war der keine Option für mich.

Souta, die 5 der Top 5 der Schule, ist da das genaue Gegenteil. Er ist der einzige der neuen Mitbewohner, der in der Eröffnungs-Szene nett zu Hitomi ist. Genau genommen hat er fast ein wenig Stalker-Tendenzen, scheint er doch etwas zu sehr von ihr eingenommen zu sein, wird auch wegen ihr Teil des Drama-Clubs. Für ihn braucht man mit 75kg zudem am wenigsten im Spiel abzunehmen (gerade die Top 5 wollen Hitomi eigentlich sonst alle bei 45-50kg sehen und verlangen auch sonst teils hohe Stats). Souta ist halt auch der sehr junge Shota-Charakter des Spieles, und damit sowieso gleich raus.

Bleiben noch drei Mädels im Cast. Rie und Yuu sind die besten Freundinnen von Hitomi, und bleiben das auch, hier gibt es keine falsche Konkurrenz um die Kerle. Sie immer in ihrer Diät und den Liebesangelegenheiten unterstützend, sind die beiden in den meisten Szenen für die Spezialtage ein netter Rahmen, haben jetzt aber auch nicht so viel Präsenz. Ähnlich steht es um Yurika, die Queen Bee/Queen Bitch der Schule, die etwas arrogant aber immer auf den Schein bedacht nie direkt Hitomi beleidigt, sondern nur passiv-agressiv mobt. So ganz ernst nehmen oder gar hassen konnte ich sie allerdings nie, weil sie abgesehen von Kaedes Route eh nach dem Opener kaum noch auftaucht.

Approaching Love for the 3rd Time: The Final Girl’s Side

ava-2039Es ist soweit, obwohl ich nur aus Kuriosum Tokimeki Memorial Girl’s Side 1st Love Plus gespielt habe, nie erwartend, dass es mir wirklich liegen würde (keine Ahnung warum nicht, ich mag ähnliche Konzepte verbaut in Harvest Moon und Persona), sitze ich nun knappe 2 Monate später hier, und habe beide Sequels gespielt, plus noch ein oder zwei nicht TokiMemos, nicht zu vergessen die GBC-Version des Originals mal angeschaut.

Bei Tokimeki Memorial Girl’s Side 3rd Story handelt es sich übrigens um den letzten Eintrag in der ganzen Franchise. Nachdem die Girl’s Side Spiele portiert auf den DS scheinbar gut Absatzzahlen gebracht haben, immerhin dort 2007 (1st Love), 2008 (2nd Season) und 2009 (1st Love Plus) herausgekommen, ging Konami dazu über auch mal wieder neue Spiele zu entwickeln. Mit Tokimeki Memorial 4 auf der PSP sah die Hauptserie in 2009 das erste neue Release seit 8 Jahren, und 2010 folgte dann auf dem DS mit Girl’s Side 3rd Story nach 4 Jahren das erste komplett neue Spiel der Otome-Subserie. Und seither nix mehr, abgesehen von einem Port auf die PSP als Tokimeki Memorial Girl’s Side Premium 3rd Story.

2 Boys 1... Flashback

2 Boys 1… Flashback

Jenes ist auch das Release, welches ich gespielt habe, weil Fanübersetzt und am umfangreichsten. Der Sprung von DS auf PSP bringt natürlich ein paar kleinere Änderungen mit sich. Nicht unerheblich bei einem Dating Sim, bei dem man die niedlichen Jagdtrophäen toll finden soll, beispielsweise eine bessere Optik. Zum einen ist das Bild nun klarer und weniger pixelig, außerdem gibt es in den CGs jetzt nicht mehr diesen blöden Umbruch, wo (beim in Buchformat gehaltenen DS) die Doppelbildschirme ihre Trennung hatten. Wobei man es aus irgendeinem Grunde immer noch für nötig befand, auch bei der PSP das Ding hochkant stellen zu können, per Select kann jederzeit in jenen Modus gewechselt werden, ist aber ziemlich unsinnig, weil die Hintergründe aufpixeln und man nur noch die Hälfte des Geschehens in klaustrophobischer Nahaufnahme sieht. Ich glaube kaum, dass irgendwer so spielt, zumal schwerer an alle Knöpfe zu kommen ist.

Denn die PSP hat ja keinen Touchscreen, über den die DS-Versionen gespielt wurden. Was dazu führt, dass sich das Skinship-System geändert hat (und Mini-Games wie der Dreibeinlauf viel einfacher sind). Es kann halt nicht mehr wild auf den Kerlen bei den Dates rumgetatscht werden, um sie einen schneller lieben oder hassen zu lassen, je nachdem ob man ihren G-Punkt erwischt oder nicht. Premium 3rd Story schließt es allerdings nicht komplett aus, sondern macht daraus das Approach-System. Auf und nach Dates taucht immer mal wieder die jene indizierende Blüte am Bildschirmrand auf, jetzt mit dem Analogstick auf sie zugegangen, und man fängt halt an, ihnen auf die Pelle zu rücken. Je nachdem, ob man deren Personal Bubble noch respektiert, oder sich schnell an ihren Hüften festklammert, kann man verschiedene Dinge tun, von lächeln über anfassen bis hin zum necken oder klammern. Das bringt universell positive Effekte mit sich, allerdings muss man darauf achten, dass man den Kerlen nicht zu schnell zu nahe kommt, sonst blocken sie ab und man hat seine Chance vertan. Sobald sie einen genug mögen, gibt es weiterhin das Heavy Petting auf dem Weg nach Hause, wobei auch hier nun die 7 möglichen Aktionen in richtiger Reihenfolge gemacht werden müssen, um ihre Libido anzustacheln. Insgesamt ist Approaching komplexer als Touchscreening, aber sobald man sich reingefriemelt hat auch nicht so unsagbar schwer.

Das Gesicht der absoluten Liebe

Das Gesicht der absoluten Liebe

Und erneut auch nicht hundert Pro nötig darin gut zu sein, nur um das Herz eines der Schönlinge zu erobern, denn erneut ist das Spiel ein Stück einfacher gemacht worden. Wie üblich reicht es die Kerle circa ein Mal im Monat Gassi zu führen, um sie zu gewinnen, und sobald sie einen genug mögen, kommen sie eh von sich aus alle zwei oder drei Wochen angehechelt. Muss man also einen Sonntag weniger daran verschwenden, sie von sich aus auf ein Date einzuladen, sondern kann relaxen oder einkaufen, während weiterhin von Montag bis Samstag eine der diversen Aktionen ausgeführt wird, die zum Statusup- und dowgrades führt, je nachdem, was man macht, welche Teilzeitarbeit man hat, in welchem Club man ist, oder mit welcher Freundin abgehangen wird. Bomben gibt es jetzt gar nicht mehr. Oder nicht mehr genau wie früher. Etwas realistischer können sich diesmal nämlich nur Kerle vernachlässigt fühlen, an denen man auch schon mal irgendein Interesse gezeigt hat. Nur weil man den Trigger gelegt hat, durch den man einen der Kerle zufällig trifft, wird jener noch nicht eifersüchtig, wenn er anschließend von einer Fremden links liegen gelassen wird, man muss vorher schon auf Dates gewesen sein, damit sie einen bomben können. Außerdem gibt es den Rival-Mode nicht mehr, die beiden Freundinnen haben kein eigenes Love Interest, den sie einem wegschnappen können.

Dafür ist das 3P und PvP neu. Im Prinzip konnte man ja immer so viele Kerle nebenher daten, wie man wollte. Jedoch ging das Spiel immer davon aus, dass man demjenigen, den man letztendlich gewonnen hat, total treu und total in ihn verliebt ist. Lediglich ein Friendzone-Ende konnte in den DS-Versionen der beiden Vorgänger noch kommen, wenn einen wirklich zwei Kerle total geliebt haben, und man sich dann am Ende für den jeweils anderen entschieden hat. In 3rd Story hingegen kann man tatsächlich mit zwei Kerlen gleichzeitig ausgehen, die davon auch wissen, und letztendlich mit beiden zusammen romantisch enden, wobei es wichtig ist sie über den Spielverlauf gut ausbalanciert zu haben. Außerdem geht nicht jeder mit jedem, sondern die 6 Main Guys sind in 3 spezifische Doppel-Teams unterteilt. Beispielsweise natürlich die beiden Sakurai-Brüder, die in das übliche Kindheitsversprechen zu Beginn des Spieles einfließen, und bei denen man so oder so viele Doppelszenen zu sehen bekommt, weil die kaum was alleine machen, sprich ziemlich stark darauf ausgelegt sind, dass neue 3P-System zu versuchen. Und immerhin macht das Spiel bei ihnen diesmal keinen großen Deal darum, dass sie die beiden Jungs aus dem Flashback sind, sondern beim ersten erneuten Treffen in der High School sagen sie es einem direkt.

Angel Lvl.4, was auch immer das bringen mag

Angel Lvl.4, was auch immer das bringen mag

Was ist sonst noch neu? Die Kerle sind keinen Pappaufsteller mehr, sondern nun 3D-Modelle per Cel-Shading, was überraschend gut aussieht, man sich allerdings erst mal dran gewöhnen muss, dass sie in den Gesprächen nun leicht animiert sind, statt so starr, wie man das von Dating Sims und Visual Novels gewöhnt ist. Außerdem gibt es ein Angel-/Demon-System, je nachdem was man für Antworten gibt, kann man mehr in die eine oder andere Richtung geraten, was auch immer das wirklich macht, ich war irgendwie eh immer Angel.

Rose Queen ist auch neu. Auf dem Kulturfest im dritten Jahr wird das populärste Mädchen der Schule gewählt. Im Prinzip eine Auszeichnung für die Overachiever im Spiel, die sich mit allen Charakteren gut stellen, hohes Fashion Level erreichen, und universell alle Statuswerte sehr hoch trainiert haben. Ich hab mich nie um Rose Queen gekümmert. Auch das Fashion Level ist neu. Die Klamotten, die man anzieht, führen immer noch zu verschiedenen Outfit-Typen wie Sexy oder Pur oder Sporty etc, nur können sie jetzt mehreren davon zugehörig sein, und wenn man sie mischt neue Typen rauskommen. Die Jungs haben übrigens immer noch Präferenzen, wenn man allerdings immer den gleichen Typ anhat, mögen sie den irgendwann auch automatisch, man muss sich also nicht mehr komplett zu deren Vorlieben verbiegen.

Vivid und Natural machen Sporty

Vivid und Active machen Sporty

Sonst noch was? Eh, es ist ganz nett das einen die Kerle häufiger mal bei der Arbeit besuchen oder zu Hause anrufen, auch wenn sie nicht direkt ein Date wollen. Niedlich auch, dass man ein Foto des Freundes im Zimmer aufstellt (wobei bei mir glaub ich was geglitched ist, da ich jeden Durchlauf das von meiner ersten Eroberung drin stehen hatte, statt das es zum jeweils aktuellen Ziel wechselt). Oh ja, wir sind übrigens wieder an der Schule von 1st Love, Finale ist also wieder die Kapelle, und wir treffen Lehrer Himuro und den Schulleiter erneut (beide diesmal allerdings nicht gewinnbar, obwohl sie den alten Pedo-Schulleiter endlich mal etwas attraktiv umdesignt haben). Im Menü gibt es übrigens noch die Boy’s Life Option, die etwas wie Tomodahi Life für noch Ärmere 3D Chibis der Jungs in ihren Räumen zeigt, wie sie so ziemlich nichts wesentliches tun. Zumindest als ich mal reingeschaut habe, waren 2 am Lesen, die anderen 4 alle am Essen, keiner am masturbieren oder sich umziehen, von daher relativ nutzlos.

Diesmal gibt es wie erwähnt nur 6 Mains, die ganz normal über Dates und Statuswerte gewonnen werden können, dafür aber ganze 5 Geheimcharaktere, bei denen man die nötigen Event Trigger legen muss (und die wie gewohnt von den Mains sofort überschrieben werden, falls einer davon sich in die Liebe mit einem Stockholmed). Gewonnen habe ich diesmal sogar mal alle 6 Hauptcharaktere, wobei dem besonders hilfreich war, dass dort diesmal keine Shotas dabei sind, sondern jene unter den Geheimcharakteren versteckt wurden, von denen ich 2 erobert hatte:

Der Moment, wenn man heimlich einen Kuss stiehlt, ist gekommen

Der Moment, wenn man heimlich einen Kuss stiehlt, ist gekommen

Mein Erster, den das Spiel mir dann im Zimmer gerahmt für alle Ewigkeit präsentiert hatte, war Konno Tamao, der Intelligenz-Archetyp des Spieles. Er ist der bebrillte Schülerratsvorstand, und wird angetroffen, in dem der Int-Status hoch genug ist (Intelligenz/Social sind die beiden, die für sein Ende benötigt werden), oder besagtem Club beitritt. Aber genau genommen ist er mehr die Art Kerl, der zu perfekt ist, um nicht heimlich ein Serienmörder zu sein. Es ist einer der größeren Typen im Spiel, zieht sich immer gut an, ist gepflegt, wird bei einem Date sogar als Aushilfsmodel gecastet (mit strubbeligem Haar und ohne Brille ist er noch heißer). Er schreibt gute Noten, ist nicht schlecht in den sportlichen Aktivitäten. Trotz Schülerratsvorsitz und damit einhergehendem Achten auf die Regeln, ist er sehr sozial, versteht sich mit allen anderen, und versucht die Regeln immer möglichst zu biegen, um anderen das Leben einfacher zu machen.

Der Kerl hilft sogar einer alten Dame in einer Szene über die Straße, hilft beim Feuerwerksfest einem verlorengegangenem Kind, und verbringt sein Weihnachten damit, den Santa Clause für Kinder im Krankenhaus zu spielen. Teilzeitarbeit als populärer Aushilfslehrer, mag Hunde, vergrault aufdringliche Kerle vor den Dates… es gibt eigentlich keinen einzigen Fehler an Konno-Senpai. Das macht ihn tatsächlich zum perfekten Freund, den man sich im realen Leben nur wünschen könnte, aber doch manchmal etwas langweilig im Spiel. Lediglich eine kleine Substory gibt es, wenn er verspricht aber es dann doch nicht schafft, eine Band für Kulturfest einzuladen – nur damit sie dann beim Weihnachtsfest doch auftreten. Übrigens ist er ein Jahr über einem, sprich das dritte Jahr dann schon Uni-Student, wer also das Bühnenstück-CG mit ihm sehen will, muss daran schon im zweiten Jahr teilnehmen, und er ist natürlich nicht bei Klassen-spezifischen Events wie dem Klassenausflug dabei.

Jetzt sei nicht so prüde

Jetzt sei nicht so prüde

Auch Shitara Seiji ist ein Jahr älter, sprich nach dem zweiten Schuljahr geht er bereits ab, und ist ebenfalls nicht in Klassen-spezifischen Ereignissen involviert. Der blasse Schönling mit dem silberblauen Haar und rötlichen Augen, die an Evangelions Lieblingsalbino erinnern, sieht wie der Charakter aus, der an Style gebunden ist, allerdings ist der begabte Pianospieler der Kunst-Kerl. Als zweiten Status benötigt er noch Charme, denn etwas antisozial ist er schon und hat es nicht so mit Menschenmengen. Außerdem ist er der leicht arrogant-narzisstische Reiche mit eigenem Chauffeur. Entsprechend ist er etwas verwöhnt, und ziemlich einfach zu umschmeicheln, auch wenn er zunächst eher ablehnend wirkt, im Prinzip also der Tsundere des Spieles ist.

Seine Substory hat ein wenig damit zu tun, dass er zwar echt gut Klavier spielen kann, aber dies nicht gern vor anderen tut, früher mal auf einem Wettbewerb jemand besseren angetroffen hat, was aus irgendeinem Grund sofort sein Selbstbewusstsein zerstört hat, weswegen er nie wieder öffentlich zu spielen bereit war. Bis jetzt zumindest, versteht sich. Natürlich ist er auch einfach aus dem Konzept zu bringen, und dann entsprechend niedlich, wobei einige seiner Outfits irgendwie zu groß an ihm wirken, wie beispielsweise sein Weihnachtsanzug. Oh, und er hat Angst vor Löwenzahn. Fragt nicht.

Aizawa hat leider fast keine CGs zu biegen

Aizawa hat leider fast keine CGs zu bieten

Dritter im Bunde und erster Geheimcharakter war Schriftsteller Aizawa Shugo, heh unbewusst bin ich also zunächst allen älteren Charakteren hinterher gestiegen. Er ist ein wenig faul und lotterig, trinkt viel Kaffee, hat eine Schreibblockade, und ist deutlich älter als die anderen Charaktere, ich würde mal so um die 30 schätzen, aber das kann auch nur Wunschdenken sein, um ihn für mich noch passender zu machen. Angetroffen wird er nicht vor Oktober des 2. Jahres, wenn man sein Buch kaufen kann, und dann auf ihn Inkognito trifft. Später bei einem Autogrammtermin bekommt man dann mit, dass er er ist, und darf als Ausrede herhalten, warum er nicht am nächsten Buch arbeiten kann, da er sich um seine Nichte kümmern muss.

Ein paar Mal treffen, ein wenig bei ihm zu Hause aushelfen, und wenn er anfängt für eine Minderjährige zu Stockholmen, begeht er die moralisch richtige Entscheidung die Verbindung mit einem zu kappen. Wenn der Intelligenz-Status hoch genug ist, kann allerdings später ein Wiedertreffen angeleiert werden, und er ergibt sich seinem Schicksal. Wie sich herausstellt war seine Romantrilogie von Anfang an durchplant, basierend auf einer früheren Beziehung allerdings mit Bad End, und da die Bücher plötzlich bei Teenagern so beliebt wurden, konnte er das so nicht stehen lassen, aber kam auch auf kein besseres Ende. Erst durch seine neu erwachte Liebe zu einem hat er das Manuskript umschreiben können. Er nimmt einen übrigens in die gleiche Bar mit, in der Lehrer Himuro mit einem im ersten Spiel war, und wird dort genauso aufgezogen.

Treffen am Phallussymbol des zweiten Spieles

Treffen am Phallussymbol des zweiten Spieles

Der gleichzeitig angegangene Geheimcharakter Hasumi Tatsuya ist übrigens der neue Exklsuivcharakter für den PSP-Port. Ihn trifft man sogar noch etwas später erst an, denn im Januar des 2. Jahres (Schuljahr in Japan geht von März bis März, sprich im Spiel ist Oktober von Jahr 2 vor Januar Jahr 2). Und zwar in dem man ins Cafe Alucard geht und genug Charme aufweist, wird man von einem Kerl mit schrecklichen Haarschnitt, der quasi sein gesamtes Gesicht verdeckt, angestottert. Die Woche darauf trifft man auf einen wesentlich heißeren Kerl, der sich aber auch etwas schräg verhält, weniger creepy und mehr aufdringlich.

Wie sich herausstellt ist es natürlich ein und derselbe Kerl, nur dass er zwischenzeitlich als Model gecastet und entsprechen aufgebrezelt wurde. Er versucht zwar cool und aggressiv die Sache mit einem anzugehen, lässt sich aber dennoch leicht entmutigen, weswegen man selbst stark die Initiative ergreifen muss. Indem man im Prinzip zur richtigen Zeit zum Cafe Alucard geht und die richtigen Entscheidungen trifft, um ein späteres Missverständis aus dem Weg zu räumen (wie Aizawa macht auch er erst mal mit einem Schluss, bevor man ihn gewinnt, diesmal aus wesentlich dämlicheren Romcom-Gründen). Aber am Ende hat man sich dafür ein Model und Schauspieler geangelt, auf den jeder neidisch sein kann.

Schnell, schluck das Würstchen im Ganzen :D

Schnell, schluck das Würstchen im Ganzen :D

Fujiyama Arashi trägt seinen Namen nicht ganz zu unrecht, denn er ist der Muskelberg, der Sportcharakter des Spieles. Fitness und Sozial sind die Werte, die er an einem trainiert sehen möchte, was super einfach zu bekommen ist, besonders wenn man in einem vorherigen Durchlauf bereits Max-Fashion hatte und das Stirnband im Gepäck hat, mit dem die Fitness noch schneller hoch geht. Arashi gehört dem Judo-Club an, den er selbst gegründet hat, weswegen man jenen auch nicht auf Anhieb in der Liste auswählen kann, sondern erst nach dem Treffen mit Arashi die Option bekommt, ihm beizutreten. Zu treffen ist er zudem über den Teilzeitjob beim Schwimmbad, da er als Rettungsschwimmer/Bademeister dort arbeitet, was schon recht heiß ist (leider hält sich Girl’s Side 3 ein wenig mit dem Fanservice zurück, statt einen auf Free! zu machen und erst Mal heiße Kerle in Badehosen spalier stehen zu lassen).

Allem zum Trotz hatte ich zunächst die Befürchtung, dass er etwas langweilig sein könnte. Sein Design mit den braun-orangenen Haaren, der gebräunten Haut, den braun-grauen Augen popt nicht gerade, besonders wenn sein relativ zurückhaltender Kleidungsstil dann auch keine Farbe reinbringt, sondern er ein ebenfalls gedecktfarbiges Top trägt. Und er ist dann auch derjenige, der zwar im Sport gut ist, und ständig zur Energieauffrischung isst, jedoch schlechte Noten schreibt, sowie in den meisten Situationen sehr ernst bleibt. Doch ein wenig aufgelockert wird dies dadurch, dass er kein Problem damit hat, aus seiner Comfort Zone zu kommen. Er mag die Delfinshow im Aquarium, oder das Konzert in der Eventhalle, probiert gern Neues aus, hat einen Sinn für Kaligraphie. Seine Eltern waren wohl nicht so von seinem Judo-Sport begeistert, weswegen sie ihn spezifisch auf eine Schule ohne einen solchen Club geschickt haben, deswegen hat er vor ihnen verheimlicht selbst einen gegründet.

Yukata-CG beim Feuerwerk :3

Yukata-CG beim Feuerwerk :3

Kommen wir zu den Sakurai-Brüdern, den beiden Poster Children des Spieles, wobei Ruka noch ein wenig zentraler behandelt wird als Kouichi. Dennoch ähneln die Brüder sich in vieler Hinsicht sehr. Die beiden sind zu recht bekannten Raudis herangewachsen, mit denen man sich besser nicht anlegt, und denen bereits ein gewisser Ruf vorauseilt. Beide gehen einem Teilzeitjob nach, Ruka im Blumengeschäft, Kouichi an der Tankstelle. Beide teilen sich ein Motorrad und wohnen in einem verlassenen Diner, nachdem sie von zu Hause abgehauen sind. Wobei nie direkt gesagt wird, dass sie sich direkt nicht mit ihren Eltern verstehen würden, Kouichi überredet Ruka scheinbar auch zumindest zu Feiertagen vorbeizuschauen. Beide necken einander sehr gerne, können genauso gut austeilen wie einstecken, wobei Ruka definitiv der verspieltere Kerl ist, während Kouchi etwas ernster und schwarzhumoriger daher kommt.

Später finden wir dann heraus, dass sie nicht wirklich verwandt sind, weil Ruka adoptiert wurde. Wie gesagt, scheinbar sind die Eltern durchaus nette Leute, und dies sollte alles kein Problem sein, von daher weiß ich nicht ganz so genau, was dazu geführt hat, dass Ruka abgehauen ist. Kouichi ist ihm gefolgt, weil er als der ältere und stärkere Bruder ihn sowieso immer beschützt hat. Und schon dreht mein Boys Love Radar mit mir durch und ich will eine Story haben, in der die beiden eine heiße Nicht-wirklich-Inzest-Beziehung miteinander beginnen. Ich mein, so stark wie das Spiel die Brüder als 3P-Option pusht, seh ich zumindest einen Teufelsdreier in deren Zukunft. Aber noch Mal ein wenig zu den Unterschieden der beiden.

Bad Boy Hotness

Bad Boy Hotness

Ruka ist der Schönling der beiden, mit femininen Zügen, langen blonden Haaren, und Porzelanhaut. Macht ihn auch bei den Schulkameraden und besonders der weiblichen Schülerschaft beliebter, weil er eben auch der kumpeligere ist, der immer lächelt, und immer aufgedreht und zu Späßen bereit ist. Außerdem scheint er echt gut in Mathe zu sein, wie eine Cutscene mit Himuro einem zeigt, wobei er allerdings in den Examen ganz wie Kouichi eher im Mittelfeld auftaucht (jedoch in Mathe definitiv die besten Punkte hat). Lässt sich gern auf verrückte Mutproben ein, um an Geld und Essen zu kommen – immerhin leben die Brüder auf sich alleine und haben deswegen wenig Haushaltsgeld. Übrigens braucht es diesmal keine hohen Statuswerte in allen Bereichen, um das Idol des Spieles zu gewinnen, sondern da es in den Sakurai-Brüdern gleich zwei gibt, werden sie aufgeteilt, im Falle von Ruka sind Intelligenz, Fintess, Style und Sozial wichtig. Dann gibt es eine dramatische Szene, bei der er durch einen Unfall im Krankenhaus landet, und man besucht ihn, und anschließend kauft er ein kleines Häuschen für sich und einen selbst, das er renoviert, während er plant doch noch zur Uni zu gehen.

Kouichi hingegen ist das ehrfurchtgebietende Gegenstück zu Ruka, da körperlich beeindruckender, mit einem fast ständig grimmigen Gesichtsausdruck, und selbst einer Frisur, die ihn wie einen Yakuza erscheinen lässt. Darunter versteckt sich natürlich ein echt netter Kerl, mit trockenem Sinn für Humor, der sich ständig Sorgen um Ruka macht und ihm helfen will, da er immer der schwächere junge Bruder war, bis beide zu Raudis aufgewachsen sind. Und er ist tatsächlich derjenige, der die Primeln bei der Kapelle gießt, zu denen man als Kind das Versprechen in der Backstory gegeben hat. Die Dynamik zwischen den beiden Brüdern ist echt niedlich, und die Szene, wenn Kouichi den schlafenden Ruka mit Make-Up aufbrezelt herrlich. Übrigens ist Kouichi selbst nicht ganz unstylisch, bevorzugt den Vintage-American-Style für sich. Für ihn sind die Werte Kunst, Fitness, Sozial und Charme wichtig, die man ziemlich alle durch den Tennis-Club trainieren kann. Witzigerweise führt es dazu, dass man der totale Loser in den Examen ist, während die 4 Stats für Ruka inen zur Nr.1 gemacht haben. Er lässt sich dann in seiner Überfürsorge für Ruka verhaften, wird aber wieder freigelassen, und gesteht sich ganz selbsüchtig ein Monopol auf einen selbst ein. Da er davon träumt die Welt zu sehen, kauft er auch ein Auto statt wie Ruka eine Wohnung.

Eh, immerhin ist die Weihnachstbeleuchtung hübsch

Eh, immerhin ist die Weihnachstbeleuchtung hübsch

Niina Junpei ist der Charakter, den ich mir Artworks anschauend ganz unten in die Liste gesetzt hatte, nachdem ich ihn dann im noch weniger attraktiven Cel-Shading-Modell gesehen habe, ganz von der Liste gestrichen habe, um ihn dann, weil ich eh schon alle anderen Mains hatte und nur ihn übergangen hätte, doch wieder rauf gesetzt hatte. Von seinem Design bin ich immer noch nicht überzeugt, der ironischerweise an Intelligenz und Style gebundene Charakter ist definitiv der wenigst attraktive. Ich mag seine Frisur nicht, aber auch sein Farbschema ist wie bei Fujiyama etwas fragwürdig, da auch er Haare in Brauntönen hat, gebräunte Haut offeriert, plus auch gräuliche Augenfarbe hat. Seine Klamotten sind dafür bunter und ausgefallener, und wie das bei den Style-Charakteren so ist, die Hälfte davon scheußlich.

Junpei ist Junpei in Persona 3 nicht unähnlich. Auch er ist ein aufgedrehter und etwas kindischer Kerl, der allerdings um einen herum versucht etwas ernster und cooler zu wirken, bis er dann später irgendwann zu sich selbst findet und einen authentischeren Mittelweg einschlägt. Übrigens ist er ein Jahr jünger, man trifft ihn also erst zu Beginn des 2. Jahres, höchstens mit genug Style im Vorjahr schon mal bei einem Einkauf. Weiß natürlich viel über Oberflächlichkeiten wie Mode und Haarprodukte, sowie vergöttert das Idol des ersten Spieles, Model Hazuki Kei. Ist aber eigentlich schon recht niedlich und charmant, wenn man ihn genauer kennen lernt, sofern man seine abgedrehteren Anwandlungen ertragen kann, sowie dass er einen Onee-san nennt.

Hey hey hey, personal space!

Hey hey hey, personal space!

Der Rest:
Bleiben noch drei Geheimcharaktere, die ich nicht gewonnen habe. Zum einen ist das Oosaka Chikara, der Lehrer des Spieles. Er ist 24, sieht aber aus wie 12, und ich steh nicht auf die Shotas. Das ist dann auch schon sein Hauptimmick: Sein Aussehen wie ein Kleinkind reibt sich daran, dass er erwachsen ist, und zusätzlich spricht er Phrasen, die eh eher auf einen Lehrer 40+ statt jungen 24 passen würde. Gewonnen wird er durch die richtigen Event-Trigger, zu denen auch das Gewinnen der Rose Queen gehört. Von daher ist er wohl theoretisch gesehen wirklich der am Schwersten zu bekommende Charakter.

Taira Kenta ist ein ziemlich durchschnittlich aussehender Kerl, der sogar in die gleiche Klasse wie Dre Ary geht, aber dennoch zu langweilig und schüchtern ist, um ein Hauptcharakter zu werden. Ihn gewinnt man in der DS-Version, in dem man Wo ist Waldo mit ihm spielt. Sprich in einigen Event-Hintergründen wurde er untergebracht, und man musste ihn per Touchscreen berühren. Gibt es so in der PSP-Version nicht mehr, stattdessen wird an jenen Punkten der Quadrat-Knopf gedrückt, um sich umzusehen. Witzigerweise ziehen seine Kumpels ihn ständig damit auf, dass er einen anflirten würde, obwohl er genau deswegen gar nicht so weit kommt.

Bliebe noch Kasuga Taiyou übrig, der andere Shot des Spieles. Er ist zwei Jahre jünger, und eigentlich echt süß, aber wirklich nichts, womit ich eine Romanze anfangen will. Ihn bekommt man, indem man dem Baseball-Club beitritt. Im zweiten Jahr bekommt er ein Match von einem mit, und kommt dann ab dem dritten Jahr an die gleiche High School.

Wann genau fangen wir an, das Küssen aneinander zu üben?

Wann genau fangen wir an, das Küssen aneinander zu üben?

Und dann haben wir natürlich noch die Freundinnen, von denen es diesmal nur zwei im Spiel gibt, und die diesmal sogar Freundinnen bleiben, weil sie keinerlei Interesse an irgendeinem von den Kerlen zeigen, die man über den Spielverlauf gewinnen kann: Karen und Miyo.

Karen ist die erwachsener wirkende der beiden, aber obwohl das zutrifft dennoch auch relativ aufgedreht an ihren irren Tagen. Muss wohl in der Familie liegen, denn Karen ist die Hanatsubaki des Spieles, gehört also der Familie der Modeschöpfer an, die schon in den vorigen zwei Spielen die schrägen Nebencharaktere gegeben haben. Sie leitet den General Store, mimt den Prinz in Cinderella, wenn man beim Schauspiel keinen Freund hat (die beiden springen allgemein für alle Events ein, für die man noch keinen Kerl hat – Geburtstagsgeschenke gibt es sogar auch wenn man einen Freund dafür an Land ziehen konnte). Veräppelt gern den Schulleiter, gibt einem den Spitznamen Bambi, lässt sich nicht mal von den Sakurais einschüchtern, und hat leichte Probleme damit, dass sie von allen so übertrieben speziell behandelt wird. Außerdem ist sie es, die wenn man vom Einkaufen wiederkommt, das Outfit evaluiert, und einen entsprechend das Fashion Level steigern lässt. Sonntags/Feiertags angerufen, erfährt man über sie auch, welchen Kleidungsstil die Kerle bevorzugen.

Miyo hingegen angerufen übernimmt den üblichen Posten den ganzen Rest der Infos über die Charaktere bereitzuhalten, sowie das Tokimeki Panel zu haben, auf dem gezeigt wird, wie sehr oder wenig die Charaktere einen momentan leiden können. Ist klein und niedlich, hasst es als Kind verwechselt zu werden, wird aber durch ihre Fähigkeiten des Wahrsagens ebenfalls von den anderen auf der Schule vertraut. Sie arbeitet beim Bäcker, gehört zudem dem Kunstclub an, und hat einen eher trockenen Sinn für Humor im Vergleich zur aufgedrehten Karen. In Cinderella übernimmt sie die Rolle der Hexe.

Love is a Battlefield: Storm Lover Kai

ava-2028In den späteren Jahren ihrer Lebensspanne schien die PSP in Japan hauptsächlich durch die Nischengenre der Visual Novels, Dating Sims, und Dungeon Crawler lebendig gehalten zu werden. Eine der moderaten Hit-Geschichten ist dabei StormLover von D3, den Leuten hinter der Budget Simple Series, oder Segas Ages Budget Line, sprich nur weil es eine derer erfolgreicheren Franchises ist, muss es im Vergleich zu größeren Firmen immer noch nicht so extrem lukrativ sein. Jedenfalls sahen PSP und Vita seit 2010 fast jährlich ein Release, ob nun StormLover, dessen Fandisk, das aufgebrezelte Re-Release Kai, das Sequel StormLover 2nd, oder beide Spiele als StormLover V und 2nd V eben auf den Nachfolgehandheld gebracht.

Oberflächlich ist alles erst Mal ganz gewohnt TokiMemo GS: Wir geben Nach- und Vornamen an, hier sogar noch einen Spitznamen, den Geburtstag, Blutgruppe, außerdem was wir für eine Farbe, Essensrichtung und Verabredungslokalität präferieren – alles wie später herausgefunden werden kann ziemlich für Nulpe. Und dann lassen wir unsere Ms. Dre Ary, genannt Teh Fuzz, auf die Männer los. Teh Fuzz hat natürlich auch wieder Statuswerte, im hiesigen Fall allerdings alle schulisch, sprich von Sprachen über Kunst zu Sport ist alles abgedeckt, jedoch bleibt Teh Fuzz jenseits von Gut und Böse was Style und Charme angeht. Nicht messbar, weil auch nicht nötig. Denn tatsächlich sind jene Wert nur nötig, um durch die Schultests zu kommen, nicht die Jungs zu gewinnen.

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Alle Mains auf einen Blick

Bald merkt man nämlich, dass unter der TokiMemo-ähnlichen Oberfläche ein doch funktionell anderes Spiel hervorkommt. Einen der Kerle zu gewinnen ist in Storm Lover Kai an Event Flaggs gebunden, nicht daran die richtigen Statuswerte zu haben. Den Kerlen ist es auch ziemlich egal, ob man durch die Tests kommt, oder jedes Mal erneut nachsitzen muss, lediglich verpasst man dadurch die anschließenden Trips mit den Jungs, in denen es ein paar CGs abzustauben gibt, die aber nicht essentiell sind, um die Kerle zu gewinnen. Allgemein ist Storm Lover Kai stark abgespeckt, vereinfacht, im Prinzip aber schlichtweg auch geradliniger und kürzer als Tokimeki Memorial Girl’s Side.

Die Jungs haben beispielsweise auch Vorlieben an Farbe, Essen und Date Spots, genau wie man sie zu Beginn Teh Fuzz geben konnte, was aber alles nie wichtig wird. Denn Dates in SLK sind automatisch. Wenn man in einen Kerl läuft, lädt er einen eventuell zu einem Date am nächsten Samstag ein. Nimmt man an, ist es das. Keine Entscheidung wie wann oder wo sich verabredet wird, und auch kein eigenes Einladen möglich, sondern die starke Männlichkeit muss aktiv werden. Es gibt kein Horoskop. An Wochentagen zu lernen erhöht immer den daran gebundenen Status, verringern tut sich nie einer. Man kann zwar einkaufen gehen, allerdings gibt es keine Outfits, um den Kerlen besser zu gefallen. Nein, das Gegenteil sogar, das Geld des Nebenjobs kann nur in Geschenke für den Angebeteten investiert werden, damit derjenige einem selbst besser gefällt, in dem man ihm einen Schal, Hut oder Brille aufsetzt.

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Oder: Wie viel Drama willst du schon zu Tagesbeginn haben?

Zudem basiert das Spiel auf einem Stamina-System. Jeden Tag regeneriert man ein wenig der Energieleiste. Zu Hause zu studieren verringert sie etwas, einem Kerl auf eine SMS zu antworten oder selbst eine zu schreiben etwas mehr, und am Sonntag den Boyfriend anzurufen, sobald man einen hat, kostet die ganze Energieleiste. Dadurch kann allerdings auch theoretisch mehr als eine Aktion pro Tag durchgeführt werden, sofern die Energie dafür da ist. Außerdem ist der Tag eh zweigeteilt. Zu Beginn wird man auf entweder eine Karte der Schule (Mo, Mi, Fr) oder der Stadt (Sa, So, Feiertage) geführt, bei der man die Lokalität aussuchen kann, zu der man gehen will – ist dort einer der Kerle, und das Spiel zeigt das netterweise mit angepinnten Icons, trifft man auf ihn und darf eine Antwort geben, die ihm hoffentlich gefällig ist. Dies kostet keine Energie. Erst anschließend die Aktionen im Zimmer, die wie gesagt aus Lernen, Simsen oder Anrufen besteht.

Das Spiel ist auch wesentlich kürzer, nämlich nur ein Schuljahr umspannend, und die jeweilige Charakterroute, sowie die Entscheidung ob man Ende A oder B vom Kerl erhält, entscheidet sich erst im Januar (das Spiel geht das gewohnte japanische Schuljahr, also von April bis März). Wer einen strategischen Save wirft, muss also nur noch 2 Monate erneut spielen, um das andere Ende zu sehen. Das war in TokiMemo wesentlich umständlicher geregelt. Wer sich übrigens viel an den Kerl hängt, wird eh alle Event mit ihm automatisch sehen, also keine Sorge dahingehend, dass SLK Event-Flag-basiert ist.

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Mios SMS sind die Besten

Denn genau genommen ist das Spiel darauf ausgelegt, nicht unbedingt bei einem Kerl zu bleiben. Ich mein bei TokiMemo spielen ja auch die meisten so, dass sie alle Charaktere für zwei Jahre bezirzen, einen Save anlegen, und von dort ausgehend sich auf einen spezialisieren, um nicht das ganze Spiel für jeden Charakter von vorn spielen zu müssen. Dennoch tut TokiMemo in der Narration dabei so, als wäre man seiner twu wuv for evurz and evurz die ganze Zeit treu. Storm Lover Kai nicht. Es dauert ungefähr einen lapidaren Monat, bis ein Kerl einen genug mag, um mit einem gehen zu wollen. Wer dann weiter macht, bekommt sogar Baka-Couple-Mode, wo die beiden das übliche unerträgliche Frisch-Verliebte-Verhalten an den Tag legen. Eine Sache, die auch gern von umstehenden Charakteren trocken kommentiert wird. Mag ein anderer Kerl einen allerdings auch gern, kann es dazu kommen, dass er einen fragt, ob man nicht lieber mit ihm gehen will. Und das kann man auch machen. Sich sogar mit dem Ex wieder neu anfreunden, nachdem er die ersten paar anschließenden Begegnungen panisch vor einem flieht, und ihn erneut als Boyfriend gewinnen. Das Spiel hat sogar ein Harem-Ende für jene parat, die alle sechs Hauptcharaktere zu Ex-Freunden machen, die einen wiederhaben wollen.

Diese Sache, zusammen mit dem extrem schnellen Verlieben, und so Schmankerln wie dem Schul-BBS das jegliches Gerücht direkt breit tritt, oder beim Geburtstagsgeschenk-Aussuchen die Auswahl zwischen teurem Geschenk (20k Yen) billigen (10K Yen) oder selbstgemacht (Priceless!) zu geben, lässt mich ja schon ein Stück weit darauf schließen, dass Storm Lover Kai genauso sehr ein Dating Sim ist, wie es das Genre ein Stück weit parodiert – und das Verhalten von hormonellen Teens gleich mit, oder zumindest das in Teen-Soaps.

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Aber am Allerbesten sind die Kommentare, wenn jemand ins Baka-Couple läuft

Ich glaub das hat mich auch etwas bei Wasser gehalten. Denn streng genommen ist Storm Lover Kai ein etwas gewöhnliches Dating Sim. Und zudem sowieso stärker gegen Visual Novel tendierend. Denn das Gameplay, dass ein Dating Sim eigentlich ausmacht, ist hier stark vereinfacht und teilweise automatisiert. Statuswerte und ihre Erhöhung gibt es zwar, ist aber total einfach und fast bedeutungslos, während es keine wirkliche Planung von Dates gibt, sondern die automatisch initiiert und ausgeführt werden, somit man sie nur schnell abhakt. Statt also wie in TokiMemo tatsächlich viel im Gameplay zu stecken, um über 3 langen Schuljahre hinweg Den Einen zu gewinnen, klickt man sich bei Storm Lover Kai recht flott durch nur ein Jahr um Einen von Vielen zu gewinnen, und ist die meiste Zeit wirklich mit dem Lesen von Text beschäftigt, nicht damit den eigenen Charakter den Vorlieben des Kerles anzupassen. Ohne eben die leicht parodistischen Vibes und das Augenzwinkern wäre mir SLK glaub ich zu schnell langweilig geworden, jedoch bekommt das Spiel so dann doch noch eine Persönlichkeit.

Wie erwähnt gibt es sechs Mains zu gewinnen. Welche das sind ist einfach rauszufilten, denn das sind die sechs Kerle, die SLK einem in den Gruppen-CGs darbietet, wie beispielsweise beim Butler-Cafe zum Schulfest, im Battle of the Bands, im Onsen beim Schulausflug, oder wenige Tage ins neue Schuljahr beim Begrüßungs-Buffet. Dazu kommt noch ein halb-geheimer Charakter, der erst ab dem zweiten Spielbeginn gewinnbar ist, dafür ab dann aber auch beim Wie-sehr-mag/hasst-er-mich Status mit den anderen Charakteren auftaucht. Plus 3 weitere geheime Charaktere, die so halb gewinnbar sind. Mit einem Charakterdesign, dass manche Charaktere recht attraktiv, andere wiederum wie Brückentrolle aussehen lässt – die Charakterdesignerin ist übrigens besonders schlecht wenn es um Profile und Dreiviertelprofile geht -, hab ich mal wieder nach aussehen ausgesucht und mir im Endeffekt mehr als erwartet geholt: 4 Mains und 1en Geheimen.

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Ich hab viel zu lang gebraucht, um das als Surfbrett zu identifizieren

Soya: Der Coole. Er hat ein Motorrad, ein kleines Bärtchen, ist in einer Band, und schreibt nicht gerade die besten Noten. Flirtet gern und viel, versteht sich. Wirkt natürlich nur oberflächlich, sobald er in einer Beziehung mit Teh Fuzz ist, ist er natürlich genauso kümmernd und klammernd wie alle anderen Kerle auch. Neben Sport, wo er in freundschaftlicher Konkurrenz zu Kyosuke steht, ist er auch in Kunst ganz gut, was das Spiel damit erklärt, dass er ja musikalisch ist, auch wenn das nichts mit dem Zeichnen zu tun hat. Unter der coolen Oberfläche des auf Surfing und Angeln stehenden, steckt er allerdings doch viel Arbeit in die Dinge, die er mag und in denen er gut ist. Sieht 100% heißer aus, wenn man ihm eine Brille kauft. Im Winter etwas dadurch ausgecancelt, dass er eine violette Felljacke trägt. Außerdem hat er eine merkwürdige Fixation auf Männerunterwäsche.

Das Geheimnis seiner Route ist, dass er auch auf klassische Musik steht und in der Schulband war, dort aber aufgehört hat, als er dem Klubpräsidenten in einem Unfall einen Arm ruiniert hat, weswegen derjenige nie mehr Violine spielen werden kann. Je nach Ende wird er entweder mit seiner Rock-Band erfolgreich (und spielt mit möglicher Popularität, in dem er seine Liebe zu Teh Fuzz gesteht, statt ewigliches Single-Daseins für die weiblichen Fans zu propagieren), oder nimmt seinen Traum ein Dirigent zu werden wieder auf. Seinen Bass-Spieler bzw. den Klubpräsidenten hätte ich ja auch gern bei den gewinnbaren Kerlen gesehen…

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Die Haartolle sieht btw nur aus gewissen Winkeln gut aus

Yuto: Der Schönling schaut in seinem ersten Auftregen wie eine absolute Diva aus, ist auch der Archetyp des reichen, verwöhnten Schönlings aus gutem Hause. Natürlich geht es gleich voll ins Klischee damit, dass auch schöne und reiche Menschen Probleme haben, weil wer mag sie schon für sie selbst und wer nur für den Status und den Look, sowie das er natürlich auch viel Druck bekommt und sich selbst treibt immer perfekt sein zu müssen. Er ist Vorsitzender des Schülerrates und hat natürlich top Noten. Und dennoch fällt er etwas merkwürdig innerhalb eines Monats in die Liebesfalle von Teh Fuzz – man sollte meinen sein Archetyp wäre da etwas defensiver und müsste mehr umworben werden. Oder das jemand anderes mal die Augenbraue hochziehen würde, wie es sein kann, dass die Neue an der Schule sich sofort ins gemachte Nest romantisiert. Ich meine letztendlich mag er schon zu Beginn nicht die super-flirtigen Antworten, aber länger standhalten tut er dadurch dennoch nicht.

Er ist natürlich überrascht, wenn man ihm ein Geschenk macht, statt welche von ihm zu erwarten. Außerdem lässt er gern mal sein Geld und Status spielen, wenn es um Dates geht. Sprich er ist im Prinzip wie ein Mr Grey ohne den Unterton des creepygen Psychopathen. Gegen Ende seiner Route kommt dann sein meist im Ausland absenter Vater wieder. Und je nach Ende ist er entweder gegen Teh Fuzz und Yuto entsagt seinem Familiennamen, um bei ihr bleiben zu können, im anderen wird er Teil des Familienunternehmens und alles ist gut.

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Tsundere-ring in Yukatas

Kyosuke wirkt ein wenig wie der Main des Spieles, weil er zu Beginn so viel vorgeschoben wird. Die rothaarige Sportskanone darf den Tsundere-Typen abgeben. Sprich er wirkt kalt und abweisend, macht aber doch immer alles, was man ihm sagt, und hilft murrend jedem aus. Ist peinlich berührt, wenn man hinter die offensichtliche Fassade schaut. Überraschend ist er allerdings auch in den restlichen Noten außerhalb der sportlichen Aktivitäten gut, was wohl auch daran liegt, dass er einen Packt mit Yuto hat, der ihn auf die Schule unter der Voraussetzung geschleust hat, dass der ehemals mit den Falschen rumhängen Kyosuke sich benimmt. Außerdem hat Kyosuke die geilste Familie. Seine drei älteren Schwestern lassen ihn Kochen und den Haushalt schmeißen und triezen ihn am laufenden Bande. Bei einer Kuss-Session mit Teh Fuzz schneit versehentlich seine Mutter rein, drückt Kyosuke zwei Sprüche rein, und macht sich dann aus dem Staub, betonend dass wir die nächste Stunde machen können, was wir wollen. Also wer in die Familie nicht einheiraten will, ich weiß auch nicht.

Kyosuke ist auch der einzige Typ, der zum Sommerfest einen Yukata trägt, was schon schade ist – also das die andren es nicht tun meine ich natürlich. Aber mal ehrlich, er ist gut im Sport, schreibt gute Noten, schmeißt den Haushalt, und hängt noch ständig im Game Center rum. Kyosuke muss mir echt sein Geheimnis in Zeitplanung verraten. Seine Route dreht sich darum, dass er mal auf zweitem Rang im nationalen Boxen stand, aber dann eben an Schlägertrupps geraten ist. Bei beiden Enden überreden wir ihn den Traum wieder aufzunehmen – in einem wird er zum neuen Champion, im anderen nicht, geht aber dennoch mit seiner Vergangenheit freudig abgeschlossen habend auf eine gute Uni mit Teh Fuzz.

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Entnommen aus der Special-Sektion

Takashi hab ich mir als nächstes geholt. Der stach mir sofort aus dem Cast raus, weil er überraschend normal aussieht gegenüber den anderen Kerlen, dennoch attraktiv ist. Das hat auch einen Grund, denn er gehört nicht zu den sechs bzw. sieben Hauptcharakteren, sondern ist ein geheimer. Der arme Kerl ist dabei auch so ziemlich in jeder Gruppen-Szene dabei, wird aber von allen anderen übersehen, und ist nie in den CGs drin. Schlecht in der Schule ist er auch noch und verhaut jeden Test. Seine einzigen fünfzehn Minuten Ruhm bekommt er in der Szene zur Katastrophenübung an der Schule, die herrlich witzig ist.

Takashi gewinnt man, in dem man sich einen Freund anlacht, ihn sitzen lässt, sich dann wieder anfreundet, das Spiel allerdings ohne einen Boyfriend beendet und Takashi ein paar Mal angetroffen hat. In dem Falle fragt einen Takashi nach der Abschlusszeremonie, ob man nicht mit ihm anbandeln will. Leider gibt es für Takashi nicht ein einziges CG, da keine richtigen Events mit ihm über das Jahr vorkommen, sondern man ihn höchstens so nebenbei hier und dort mal trifft, nicht mal am Ende gibt es ein lausiges CG, was echt schade ist.

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Mio is im Prinzip des Internets „random = lulz“ in Person

Mio, den ich ursprünglich gar nicht haben wollte, weil er mir zu merkwürdig war, und auch sein Artwork, wenn er leicht verlegen drein schaut, was sehr häufig verwendet wird, nicht sonderlich attraktiv ist, habe ich dann doch noch mal nachgestiegen. In den meisten Szenen wird er als Comic Relief eingesetzt und ist wie gesagt echt unberechenbar. Das macht ihn allerdings doch überraschend unterhaltsam, da man nie weiß, was man von ihm erwarten soll und man ihm den größten Mist antworten kann. Mio schaut immer etwas deprimiert oder emotionslos drein (das erste Treffen auf ihn verwechselt Teh Fuzz sogar mit einem Suizidversuch), außerdem macht sich der ganze Cast Sorgen um sein ungesundes aussehen. Mios Mutter ist eine Fotografin, was er selbst als Hobby nachgeht, allerdings gehört seinem Vater ein Krankenhaus, und deswegen ist Mio von Gesundheit besessen.

Dahingehend, dass er keine echten Mahlzeiten zu sich nimmt, sondern nur Vitaminpräparate schluckt, und zu schlafen vergisst er auch schon mal, weil er in seiner eigenen mentalen Welt verloren geht, weswegen er eben so dürr und kränklich wirkt. Sagt zumindest das Spiel, ehrlich gesagt gibt es gar keinen so großen körperlichen Unterschied zwischen dem angeblich super muskulösen Boxer Kyosuke und dem angeblich Spindeldürren Mio. Apropos Körperliches: Das Onsen-Event läuft darauf hinaus, dass Mio den größten Penis aller Kerle hat. Mit Abstand. Jedenfalls war er unterhaltsamer und witziger, als ich ihm zunächst zugetraut hatte. Seine Route beschäftigt sich natürlich mit seinem Hobby der Fotografie. Entweder gewinnt er einen Wettbewerb mit einem mehr als gewöhnlichen Bild von Teh Fuzz, oder er behält es als reines Hobby bei, nachdem er als Assistent in einem professionellen Fotoshoots versagt hat.

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Auch nich aus dem Ende, sondern vom Schulfest Butler-Cafe

Harem:
Ja, wenn ein Spiel mir die Möglichkeit eines Harem-Endes gibt, dann hol ich mir das doch. War schon ein sagen wir mal interessanter und witziger Weg dahin. Wenn man einen Boyfriend hat, sich am Anfang des Monats aber aussucht auf dem Schulweg nicht nur mit ihm sondern auch einem anderen Kerl auf der Route zu gehen, der einen auch mag, was zu ziemlichen Spannungen zwischen den beiden führt. Oder wenn man schon in einer Beziehung ist, ein anderen einen fragt, ob man nicht mit ihm gehen will, und man ganz lapidar per SMS mit dem Ex-in-der-Werdung Schluss macht.

Das Harme-Ende bekommt man, wenn man alle 6 Hauptcharaktere als Freund gewinnt, dann mit ihnen Schluss macht, mit allen allerdings anschließend wieder auf freundschaftliche Ebenen kommt. Am Ende des Spieles keinen Boyfriend haben, und schon streiten sich alle 6 Haupt- sowie 3 Nebencharaktere um die Hand von Teh Fuzz, die sich leider nicht entscheiden kann, und (zugebend dass es etwas fies ist) fragt ob sie nicht alle lieben darf. Leider hat auch das Ende kein CG parrat, was echt Blödsinn ist, wo es doch bei den Schulausflügen schon so viele Gruppenshots gibt.

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Oh, Chihiro hat doch ein einziges Routen-unabhänges CG

Der Rest:
Rikka ist der einzige Kerl, der ein Jahr jünger als Teh Fuzz ist. Außerdem sieht er scheiße aus, hat einen scheiß Haarschnitt, und eine echt scheiß Persönlichkeit. Er ist der Joker-Charakter, der alle gerne reinlegt und Späßchen treibt, dabei aber nur nervt statt zu unterhalten. Nein Danke.

Takumi ist ein Creep. So ein wenig Goth oder Visual Key oder wie auch immer, hat der ebenfalls scheiße aussehende Kerl neben Highlights und einem schlechten Modegeschmack auch Nagellack drauf. Außerdem spricht er in einer betont tiefen und langsam-bedrohlichen Stimme. Soll wohl der Bad Boy sein, aber an den will ich mich so oder so nicht wagen.

Tsukasa ist der Lehrer, und fast einer, den ich mir noch geholt hätte. Denn seine Stimme ist extrem sexy, er trägt immer sexy Anzüge, privat dann aber genauso sexy Kimonos. Aber die Frisur hat ihn mir einfach vergällt. Übrigens ist er der Charakter, den man im ersten Durchgang nicht bekommen kann, sondern erst ab dem zweiten, dann aber ganz normal wie die 6 Mains gehandelt wird.

Chihiro ist die Schulkrankenschwester. Eigentlich ganz attraktiv ist er leider auch ein Creep, der allen Mädels hinterher lechzt, und dem ich entsprechend nicht mit einer Behandlung trauen würde. In seinen Privatklamotten ist er schon echt ansehnlich. Letztendlich ist er aber ein Geheimcharakter wie Takashi, sprich keine echten Events und keine CGs und somit nicht wirklich das Erspielen wert.

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Shina is best character

Shina ist ein Spezial-Spezialcharakter. Es gibt auch kein einziges CG für ihn, im Gegensatz zu Chihiro und Takashi kann man noch nicht mal ein CG-loses Ende mit ihm bekommen. Wenn man allerdings beim Schulausflug an den Strand immer noch keinen Boyfriend hat, gibt es eine kleine Extra-Szene mit ihm, wo er einen auf einen weiteren Besuch einlädt. Und das war es. Ich mag ihn allerdings deswegen, weil er so schön fiese Kommentare den anderen drei Mädels, die alle unerträglich sind, entgegen spuckt.

Die da wären: Wakana, Misaki und Naomi. Sie sollen wohl schon unterschiedliche Archetypen sein, die eine ist cool und erwachsen, die andere aufgedreht und stylisch, die letzte klein und niedlich, aber letztendlich ist jeder von denen die gleiche Bitch. Das erste Treffen auf das infernale Trio ist, wenn sie sich streiten, weil A die Freunde von B und C angegraben hat, was C egal ist, weil sie eh nur aus Langeweile mit ihm angebandelt hat, worauf A gar keinen Bock mehr auf die Kerle hat, B ihren „gebrauchten“ Kerl aber auch nicht zurücknehmen will. Ich weiß das SLK damit spielt, dass man hier halt fremd gehen und Leute ausspannen kann, aber ganz so RTL2 muss man das nun auch nicht aufziehen.

Bonuses:
Storm Lover Kai bietet übrigens noch zwei kleine Bonussektionen mit den Kerlen an. Eines davon sind die Side Stories, die bei jedem Kerl erst freigeschaltet werden, wenn man eines der beiden Enden, je nachdem auf welchem sie aufbauen, erspielt hat. Allerdings ist das jeweils nur ein in wenigen Minuten durchgklickter Epilog, den man genauso gut an den ebenso kurzen eigentlichen Epilog ans Credits-Ende der jeweiligen Route hätte hängen können. Es gibt nicht mal ein neues CG dafür.

Unter Special hingegen verbirgt sich von Anfang an die Mister St. Louis High Seductive King Challenge. Ein spaßige kleine Episode, in dem alle 9 Kerle um das Herz von Teh Fuzz buhlen, in dem sie eine kleine Cosplay-Szene nachspielen (Rikka als Ronin, Yuto als Pirat etc.) – jeweils mit einem CG. Auch für Chihiro und Takashi, von daher weiß ich echt nicht, warum man bei ihren richtigen Enden im richtigen Spiel keine bekommt. Wo Kai sowieso noch ein Re-Release ist, bei dem man spätestens welche hätte einfügen können.

Season of 2nd Kisses: Return of the Dating Sim

ava-2020Ich glaube ich habe ein Sucht-Problem. Hallo, mein Name ist Kaoru, und ich kann nicht aufhören virtuelle Stereotypen zu daten. Über meine Comfort Zone der immer gleichen Abläufe die Statuswerte meines wesentlich talentierteren, schlaueren, und schöneren falschen Alter Ego sich erhöhen zu sehen, sowie minderjährige High-School-Schüler in meine Honigfalle zu locken, ist einfach momentan unwiderstehlich.

Tokimeki Memorial Girl’s Side also erneut, diesmal im zweiten Spiel mit Untertitel 2nd Kiss für die PS2, aber von mir natürlich als 2nd Season auf dem von Fans übersetzten DS-Port bespielt. Geändert hat sich abgesehen vom Cast der Charaktere zum Vorgänger wenig bis gar nichts.

Bestes Club-Add ever

Bestes Club-Add ever

Die Statuswerte bleiben natürlich gleich: Das Können des Mädels, durch deren Augen wir die Anime-Welt sehen, ist in Intelligenz, Kunst, Fitness, Soziales, Style und Charme unterteilt. Je nachdem, was sie von Montags bis Samstag für eine Aktivität ausübt, welchen Teilzeitjob sie hat, welchem Schulclub sie beigetreten ist, und mit welchen von vier Freundinnen sie Zeit verbringt, steigen und fallen diese entsprechend. Ein paar Tage zu verschlafen mindert den sich dadurch angestauten Stress wieder, und ein Taschengeld zum Einkaufen gibt es natürlich auch erneut.

Sonntags und an Feiertagen werden die Jungs auf Dates eingeladen, besagte Verabredungen dann auch begangen, oder eben in der Einkaufspassage ein Outfit gekauft, welches auf dem nächsten Date angezogen werden kann. Die Jungs dorthin einladen, wo sie gern sind, ihnen die Antworten geben, die sie gern hören, und dabei ein Outfit anhaben, welches ihnen gefällt, und schon gewinnt die haargenau auf sie abgestimmte Scheinpersönlichkeit langsam aber sicher deren Herz. Vernachlässigte Jungs werden sauer und schicken Bombendrohungen, müssen über Friedensverhandlungen an einem Date wieder beruhigt werden. Findet sogar alles in der gleichen Stadt mit den weitestgehend gleichen Lokalitäten des Vorgängers statt, auch wenn die besuchte Schule diesmal eine andere ist, statt an der sagenumwobenen Kapelle wird sich also am legendären Leuchtturm am Ende getroffen, um sich tru wuv for evurz and evurz zu deklarieren.

Bester Nebencharakter, Nichte vom Style-Blogger aus 1st Love

Bester Nebencharakter, Nichte vom Style-Blogger aus 1st Love

Gehabt ist das Gewinnen von individuellen Jungs eigentlich ziemlich simpel und einfach, vor allem wenn man merkt das zusätzliche Komplikationsfaktoren wie das Fashion Blog oder Horoskop ignoriert werden können, und zwischen zwei Outfit hin und her zu wechseln auch schon reicht, damit man den Jungs nicht langweilig wird. Der zweite Teil schien mir sogar noch etwas einfacher zu sein, dank netter Kleinigkeiten. Beispielsweise gibt es ein Coupon-Heft, welches bei den Einkäufen Rabatte einräumt. Außerdem bekommt man nun Mails, wenn die Spezialkleidung (Kleid, Yukata, Furisode) zum Verkauf stehen (was welchem Stil angehört wird jedoch immer noch nicht vorher verraten).

Wenn man beim Fragebogen, den der Lehrer zu Beginn verteilt, und der die Anfangsstatuswerte bestimmt, auf die fragwürdig persönlichen letzten zwei Fragen nach dem Traumtypen entsprechend antwortet, kommt es zu einem versehentlichen Kuss mit einem der Jungs zu Spielbeginn, was deren Ending-Voraussetzungen um einige Dates herabsetzt. Ein paar Antworten sind immer noch sehr random, einem Kerl, der das Feuerwerk bewundert zu sagen, dass man es für zu laut gehalten hat, kann merkwürdigerweise die perfekte Erwiderung sein, allerdings sagt das Mädel anschließend eh noch direkter als schon im Vorgänger, ob das nun eben eine schlechte, ok-ige, oder gute Antwort war. Zudem ist Skinship einfacher, wo wahlloser unerwünschter Körperkontakt im Vorgänger auch gut Negativeffekte haben kann, ist im zweiten Teil den Kerlen die Finger in die Augen zu rammen so gut wie immer positiv, egal wie häufig man es macht oder wie sehr sie einen mögen.

Heavy Petting Minigame im Auto

Heavy Petting Minigame im Auto

Stichwort Skinship, hier gibt es eine Neuerung. Wenn man genug gemocht wird und einen der Kerl anschließend nach Hause begleitet, kann es zu einem neuen Minigame kommen, welches ich einfach mal Heavy Petting nenne. Wir sehen den Kerl jetzt im Profil neben uns her laufen, haben eine gewisse Anzahl an Zeit, um die herumfliegenden Herzen auf ihm zu betasten. Das lässt das Herz auf dem anderen Bildschirm immer schneller schlagen, sein Kopf-Ikon immer roter werden, bis er irgendwann aufgibt und man ihn für kurze Zeit wild unter Herausfliegen von Herzen begrapschen kann, während er ungehalten vor sich hin stöhnt und am Ende gibt es einen weißen Flash. Mehr als nur ein wenig unbehaglich ein Minispiel, und die anschließenden Kommentare der Typen verkleiden die Tatsache, dass man sie gerade mehr oder minder zum Orgasmus sexuell belästigt hat, auch nicht gerade viel. Aber das neue Spielchen führt dazu, dass sie einen hier noch schneller mögen.

Seltsamerweise ist allerdings das Tokimeki Panel, welches der Nachbarsjunge an freien Tagen zeigen kann, um zu sehen wer einen wie sehr oder eben nicht mag, weniger übersichtlich. Wo der Vorgänger noch in der Übersicht direkt die Bomben gezeigt hat, plus ein Gesichts-Ikon wo in der Affinität sie stehen, bekommt man dies hier nun erst gezeigt, wenn man den Charakter für die genaue Info anklickt. Eine Kleinigkeit, aber schon merklich, wenn Yuu mal wieder sagt, dass eine der Attention Whores bitchy geworden ist, und man sich erst durch alle Jungs durchklicken muss, um herauszufinden, wen man genau jetzt auf ein Mitleids-Date einladen muss.

Ich versuch dich nur aus dem Weg zu schieben, weil WALHAI <3

Ich versuch dich nur aus dem Weg zu schieben, weil WALHAI <3

Was ich ganz nett fand ist, dass das natürlich immer noch viel auf Statistiken von Statuswerten gemünzte Spiel etwas belebter wirkte, und Spielercharakter Ms Dre Ary 2.0 nicht mehr der Mittelpunkt des Universums der Charaktere zu sein schien. Jedenfalls habe ich hier wesentlich häufiger mal die anderen Charaktere dabei angetroffen, wie sie sich untereinander unterhalten haben. Häufiger mal eine nette Mail von den BFFs bekommen. Niedlich auch, dass jeder Charaktere eine andere Legende, die sich um den Leuchtturm ranken soll, zu kennen scheint. Und Charaktere aus dem ersten Spiel sieht man als kleines Schmankerl auch hier und dort mal in den Hintergründen der Dating-Spots. Oh, und im Aquarium gibt es eine Walhai-Ausstellung, somit hat 2nd Season eindeutig schon mal gegenüber 1st Love gewonnen. Zu schade das die Kerle sauer werden, wenn man sie mehrmals nacheinander zur gleichen Lokalität einlädt, sonst wäre es immer das Aquarium geworden.

Zusätzlich sind die Bishounen diesmal attraktiver, nehme ich mal an, zumindest habe ich hier mehr in eine Liebesbeziehung zu Stalkerin Ms Dre Ary 2.0, die gern mal zu spät kommt, hinein ge-Stockholm-Syndrom-ed gehabt, als im vorigen Spiel. Sechs von acht Hauptcharakteren und zwei von drei (bzw. vier) Geheimcharakteren, um genau zu sein. Ganz oberflächlich wie ich nun Mal bin, hab ich einfach von jedem schnell mal den Namen gegoogelt gehabt, und dann eine Liste der schlicht optischen Attraktivität gemacht, mit 3 A-Rang-Kerlen, die zuerst gestalked wurden, 2 B-Rängen für anschließend, und 3 C-Rängen falls ich dann immer noch Bock hab. Wobei die Attraktivität der Charaktere in einem TokiMemo sowieso von Artwork zu Artwork fluktuieren kann, aber hat schon ungefähr hingehauen.

Im Butler-Kostüm ist er nicht so unbeliebt

Im Butler-Kostüm ist er nicht so unbeliebt

Shiba Katsumi war das erste Opfer in meinem Jagdrevier, da er einfach von allen Charakteren mit Abstand am besten aussieht. Kurioserweise stellte sich heraus, dass er der Sportler-Archetyp des Spieles ist, ich also erneut jenen zur ersten Wahl gemacht hatte. Er ist der dunkle, große und coole Typ. Hat allerdings einen netten trockenen Humor (voller nicht unbedingt sofort erkennbarer Doppeldeutigkeiten) und ist ein Magnet an Haustier-Zuneigung. Ein wenig stoisch, vielleicht sogar ein wenig unsozial, und sogar etwas bemüht mysteriös zu erscheinen, hält er einen zunächst auf Distanz, kann aber nicht anders als unbewusst sich ständig zu sorgen und zu helfen wenn Not am Mann ist. Kann einen ziemlich mörderischen Blick auflegen, ist dafür umso niedlicher wenn aus der Reserve gebracht.

Seine Schulnoten sind nicht gerade gut, kümmert sich dafür aber auch bei einem selbst nur um Fitness- und Sozial-Status. Hat einen kleinen Narkolepsie-Einschlag, die Hälfte der Begegnungen mit ihm scheint er müde zu sein oder wird irgendwo wegdämmernd entdeckt. Es ist eine gute Idee dem Baseball-Club beizutreten, denn dem schließt er sich später an, wenn er übers Trauma weggekommen ist, dass er als Kind bereits mal ein Team ruiniert hat. Sein Traum ist entsprechend mal Profispieler und anschließend Coach zu werden. Im Gegensatz zu Suzuka im ersten Spiel geht seine Affinität allerdings sehr flux hoch, lädt er einen häufiger von sich aus zu Dates ein, und er ist auch der einfachste Skinship-Partner, und derjenige, der eher mal „greif ruhig noch etwas beherzter zu“ meint. Mag allerdings das Feuerwerk-Festival wohl nicht sonderlich als Date-Spot, aber einen einzelnen Fehler sei jedem gegönnt.

Ich hatte nie so attraktive Lehrer

Ich hatte nie so attraktive Lehrer

Weiter ging es mit Wakaouji Takafumi, dem Klassenlehrer des hiesigen Spieles. Ich hab es halt eher mit den erwachseneren Typen im Cast, immerhin bin ich ja selbst kein Teenager mehr. Waka-Sensei ist so ziemlich das Gegenteil von Himuro im Erstling, denn er ist ein leicht verplanter Typ, der immer zu Scherzen aufgelegt ist. Ein Teil davon ist sicherlich nur Show, aber er nimmt das Leben schon leichtherziger, und ist auch schon Mal zu oberflächlichen Flirts mit seinen Schülern bereit. Die sind natürlich genauso offensichtlich distanziert wie die meisten seiner Geschichten frei erfunden sind. Das alles macht ihn natürlich ziemlich beliebt bei seiner Schülerschaft. Als Pluspunkt liebt er Kaffee, als Minuspunkt hält er sich mehrere Katzen. Seine Kombi aus grünem Sweater und braunem Blazer ist ziemlich dorky, auf Dates läuft er allerdings hingegen überraschend stylisch rum. Im Prinzenkostüm zur Schulaufführung ist er auch ganz schick. Außerdem redet er gern von sich selbst in der dritten Person als „Lehrer“, was im Japanischen sicherlich funktioniert, in einer Übersetzung allerdings immer komisch klingt, hingegen allerdings zu seiner Persönlichkeit passt.

Natürlich hat er auch eine ernste Seite, als naturwissenschaftliches Genie das in Amerika studiert hat, dabei aber die spaßigen Seiten seiner Jugend verlor. Waka-Sensei leitet auch einen Klub, nämlich den der Leichtathletik, da er da ebenfalls ganz begabt drin ist. Etwas merkwürdig, denn die für ihn benötigten Statuswerte sind Intelligenz, Style und Sozial, Fitness ist nirgendwo zu finden. Netterweise nimmt er es einem aber auch nicht übel, wenn man seinem Klub bei allen Meisterschaften zum Verlust verhilft. Als Autoritätsperson ist es natürlich erneut so, dass man ihn nicht auf Dates einladen kann, sondern auf seine Einladungen warten muss.

Geht übrigens auf die Schule von 1st Love

Geht übrigens auf die Schule von 1st Love

Akagi Kazuyuki ist der letzte A-Rang-Typ gewesen. Nach einem normalen Mitschüler, einem nicht auf Dates ausführbaren Lehrer, nun auch das dritte Schema an Kerl: Der Geheimcharakter. Er stammt noch aus der PS2-Version und ist genauso einzufangen, wie Chiharu aus dem Vorgänger: Einkaufen gehen. Statt nur über Mails mit ihm zu kommunizieren, trifft man ihn allerdings regelmäßig beim Nachhauseweg zufällig an, was normalerweise in einem kleinen Streitgespräch und anschließendem gemeinsamen Gelächter endet, weil man sich halt doch sympathisch ist. Er ist beliebt, schlau, und sieht gut aus, und dadurch das man bei den Geheimcharakteren immer etwas wenig Interaktionen hat und die drei Jahre wenig gefüllt bekommt (da Hauptcharaktere sie überschreiben kann man nicht mal nebenher mit anderen ausgehen, sonst läuft man Gefahr, sich die Geheimcharaktere auszuschließen), ist er dennoch ein wenig langweilig. Gerade wo zwischen den ersten Begegnungen und dem Finale seiner Route gut ein Jahr ohne jegliche Treffen liegen können. Zumal ich das Ende nicht so sehr mag, weil es einen selbst schlecht aussehen lässt, da sich der Spielercharakter nach einem kleinen einfach auszuräumenden Missverständnis wie eine bipolare Wahnsinnige aufführt, und der eigentlich unschuldige Akagi das umständlich wieder glattbügeln muss. Ich hasse solch forciertes unlogisches Drama in Romanzen.

Manchmal wirkt er ja schon etwas jung

Manchmal wirkt er ja schon etwas jung

Mit Komori Taku kommen wir eigentlich zu einem Kerl, den ich bei C eingeordnet, aber dann doch schon hier erobert hatte. Hauptsächlich deswegen, weil er ein weiterer Geheimcharakter ist, und es natürlich sinnig war, beide in einem Durchgang zu erobern, erst gegen Ende eine der beiden Routen zu finalisieren, eben weil die drei Jahre sonst noch langweiliger gewesen wären. Der Name des DS-exklusiven Charakters ist dabei Programm, denn Taku ist ein Hikikomori. Ein paar Monate ins zweite Schuljahr hinein stellt Wakaouji den schüchternen Kerl der Klasse als neuen Mitschüler vor, anschließend kommt er nie wieder zur Schule, sondern verschanzt sich zu Hause. Mit dem richtigen Sozialwert und ihn täglich nach der Schule in seiner selbstgemachten Falle zu stalken, weicht er langsam auf. Der Kerl mit der schwammigen Persönlichkeit macht natürlich die ganze „Mimimi, ich will keine Last sein“-Ansprache und mag den Strand und Delphine, die Serienvergewaltiger der Meere, aber ist doch ganz niedlich. Zumindest sobald man ihn davon überzeugt hat, wieder zur Schule zu kommen. Er wiederholt dann das zweite Jahr, ist also nicht mehr mit einem in der Klasse, hat einen schickeren Haarschnitt (definitiv ein Upgrade zu Rang B) und ist sogar ganz beliebt bei den neuen Mitschülern. Dadurch das man ihn später trifft und etwas mehr zum Erlegen arbeiten muss, wirkt seine Route halt nicht ganz so leer wie die von Akagi.

Die Nicht-Haartollen-Seite ist definitiv die Schokoladenseite

Die Nicht-Haartollen-Seite ist definitiv die Schokoladenseite

Hikami Itaru erinnert optisch ein wenig an Himuro-Sensei aus dem ersten Teil, und ist wohl auch mit ihm verwandt. Wobei seine merkwürdige Haartolle je nachdem, aus welchem Blickwinkel sein Artwork gezeichnet ist, ihn mal wie einen A-Rang und mal wie einen C-Rang aussehen lässt, von daher ist er auf Rang B ganz gut aufgehoben. Er ist der Intelligenz-Charakter (Sozial ist der Nebenstatus, der für seine Route nötig wird), hat einen Sitz im Schülerrat und ist als übertrieben strickter Kerl, der sich immer haargenau an die Regeln hält, natürlich nicht unbedingt bei seinen Mitschülern beliebt. Das erste Treffen mit ihm ist natürlich dementsprechend nicht ganz so positiv, und das zweite durch seinen lächerlichen Fahrradhelm auch nicht attraktiv zu nennen (nie mit ihm auf ein Bade-Date gehen, er hat eine passend schreckliche Badekappe auf). Eigentlich will er natürlich für alle nur das Beste, und muss über die drei Jahre hinweg lernen, wie er umgänglicher wird, um auch bei den Leuten anzukommen.

Er ist ein wenig altmodisch und steif, hat dadurch aber mit die größte Bandbreite an Emotionen auf den Dates parat. Während einige seiner Outfits wie bereits erwähnt desaströs sind, sieht er dafür im Skianzug wiederum gigantisch aus und hat auch einen der besseren Weihnachtsanzüge zu bieten. Sein Traum ist übrigens einen Doktortitel in Astrophysik zu haben und den Nobelpreis zu gewissen, an Ambition fehlt es ihm also nicht. Zum Ausgleich hat er allerdings auch eine Faszination fürs schnelle Fahren. Überrascht war ich ja etwas damit, dass er einen, sobald die Affinität hoch genug ist, doch sehr häufig zu Dates einlädt, statt schüchtern zu bleiben. Dafür ist er allerdings auch derjenige, der einem am direktesten beim Skinship darauf anspricht, warum man ihn so unnötig anheizt, um dann doch nicht die Beine breit zu machen.

Eines der wenigen coolen CGs von Harry

Eines der wenigen coolen CGs von Harry

Das andere B macht Hariya Konoushin aus, der lieber Harry genannt werden will. Eigentlich ein ganz attraktiver Charakter, sieht er mir im Prinzip einfach noch ein wenig zu Grün aus. Er ist der moderne und modebewusste Charakter des Spieles, und dementsprechend ist ihm schulische Leistung ziemlich egal, überraschend ganauso sehr das soziale Verhalten, sondern Style und Charme müssen trainiert gehalten werden. Er ist halt schon ein oberflächlicher Narzisst, der gern herum posaunt, dass mit ihm gesehen zu werden doch ein enormes soziales Statusupgrade für einen darstellt. Außerdem ist das Fashion Victim in einer Band und auch ansonsten von seiner Art eher extrovertiert, weswegen Dates im Einkaufszentrum oder beim Karaoke angesagt sind.

Außerdem ist er einer der dümmsten Charaktere, jedoch sehr unbeeindruckt davon, wenn man selbst in den Klausuren schlecht abschneidet. Das hat ihn alles auch was seine Persönlichkeit anbelangt nicht unbedingt zu meinem Liebling gemacht. Als die Fashion Icon des Spieles, wie das in japanischen Medien für Teeny-Mädels gern üblich ist, ist die Wahl seines Kleiderschrankes allerdings manchmal mehr als zweifelhaft. Er mag einen von allen Charakteren mit am schnellsten, was es allerdings anstrengend machen kann, um seine niedrig-rangigen CGs zu bekommen. Natürlich findet man später heraus, dass seine Arroganz zumindest zum Teil gespielt ist, er eigentlich mit Lampenfieber kämpfen muss. Außerdem ist er einer der Charaktere, die hinter die Fassade von Main Saeki geschaut bekommt, und ihn auf dessen Bullshit anspricht. Macht ihn wieder ein wenig sympathischer. Er ist und bleibt, selbst wenn er einen mag, allerdings recht Tsundere-ish von seiner Wesensart.

Immer besser, wenn nicht seine ganze Frisur im Bild ist

Immer besser, wenn nicht seine ganze Frisur im Bild ist

Masaki Motoharu leitet den C-Rang ein. Auch er ist ein leicht spezieller Charakter. Nein, er ist kein Geheimcharakter, sondern taucht schon ganz normal im Tokimeki Panel auf, und muss gewohnt über Dates und Statuswerte (Fitness und Sozial) gewonnen werden. Allerdings gehört er nicht zu den Mitschülern, sondern ist ein leicht älterer Student, der bereits von der Schule abgegangen ist und im Blumengeschäft arbeitet. Dort einen Teilzeitjob anzunehmen ist also sehr wichtig um ihn zu gewinnen. Als nettes Schmankerl ist dessen Boss die strickte Arisawa, eine der BFFs aus dem ersten Teil – diejenige die in Blumennarr Morimura verschossen war. Auch ihn kann man nicht auf Dates einladen, sondern muss auf ein Aktivwerden seinerseits warten, wobei seine Affinität allerdings auch Raketen-artig hoch geht.

Sein Haarschnitt lässt ihn schlechter aussehen, als er das eigentlich müsste, dafür ist er in seiner Lederjacke oder in seiner alten Schuluniform zum Anbeißen. Der eher leichtherzige Kerl, der es nur auf eine zweitrangige Uni geschafft hat, kann kochen, zieht einen gern auf, und hat eine Affinität für Horrorfilme (der Silent Hill OST ist ein gutes Geschenk für ihn) – alles Dinge, die ihn mir natürlich sympathisch machen. Witzig auch, dass er einen nicht zu Fuß nach Hause begleitet, sondern nach den Dates mit dem Auto fährt. Wobei man weiterhin im Skinship ihn hochgefährlich einen Handjob geben kann, was er auch entsprechend trocken kommentiert. Das er ständig davon redet, man habe sich einen silbernen Stern verdient, wenn man sich auf den Dates richtig verhält, ist allerdings schon etwas abturnend.

Rang C war schon etwas zu hart - zumindest optisch, nicht bei Persönlichkeit

Rang C war etwas zu hart – zumindest optisch, nicht in Persönlichkeit

Last und auch least haben wir dann noch Saeki Teru, den Main des hiesigen Spieles. Derjenige, der natürlich der Junge aus dem Flashback zu Spielbeginn ist, der sich mit Dre Ary die suizidale Legende um Meerjungfrau und ihren Geliebten angehört haben und sich ein Wiedersehen am Leuchtturm versprachen. Die ersten zwei oder so Bilder, die Google ausgeworfen hatte, waren vielleicht nicht die besten, denn eigentlich gehört er eher in Rang B statt auf Rang C. Aber egal. Als Poster Child benötigt er natürlich alle Statuswerte auf recht hohen Höhen, wobei alle anderen dadurch zwangsläufig angetroffenen Charaktere und ihre Bombendrohungen vom Hals zu halten die größerer Schwierigkeit ist, und ist dies dann irgendwo doch nicht ganz wert. Während das Verbrechen von Hazuki im vorigen Teil eigentlich lediglich war, dass er stinkend langweilig ist, hat Saeki mehr Persönlichkeit zu bieten.

Zu dumm nur, dass er ein Arschloch ist. Zumindest zur Protagonistin, denn die hat zu Spielbeginn entdeckt, dass er im Cafe seines Großvaters, das an den Leuchtturm angeschlossen ist, als Kellner arbeitet. Und da anstatt sich auf die Schule zu konzentrieren nebenbei auch zu arbeiten eher ungern gesehen wird, findet er gar nicht gut, dass Dre Ary sein Geheimnis kennt. Macht wenig Sinn, denn das Cafe ist sehr beliebt, gerade bei jungen Mädels, von daher ist es merkwürdig, dass das Spiel einem weismachen will, kein einziger anderer seiner Mitschüler oder Lehrer habe ihn dort je kellnern sehen. Allen anderen Leuten gegenüber zeigt er natürlich ein anderes Gesicht, denn Saeki Teru ist Fake ohne Ende. Als Prinz der Schule legt er großen Wert auf sein Aussehen, um cool zu wirken würde er allerdings seine kalkuliert-bemühte Unbemühtheit nie eingestehen, rangiert bei den Klausuren immer im oberen Bereich der Schulergebnisse, und ist scheiße freundlich zu allen Mitschülern. Außer zu uns, denn wir kennen ja bereits das Geheimnis, dass dies alles nur perfekt einstudierte Fassade ist, also nimmt er sich bei Dre Ary die Freiheit, ein unfreundlicher Miesepeter zu sein. Wie in solchen Romanzen für Teeny-Mädels üblich sollen wir das natürlich gut finden, immerhin zeigt er nur uns sein wahres Gesicht, macht ihn halt aber nicht weniger zum Arschloch. Außerdem gibt er uns gern mal „spielerische kleine“ Knuffs, die in einem CG aber eher aussehen, als würde er Dre Ary eine ordentliche Backpfeife verpassen.

Natürlich finden wir heraus, dass er unter enormen Stress steht. Er liebt seinen Großvater und das Cafe, seine strickten Eltern lassen ihn aber nur dann dort arbeiten, wenn es seine anderen Leistungen nicht einschränkt. Deswegen versucht er immer perfekt zu sein, es wird halt von seinen Eltern so erwartet. Und immerhin, sobald man sich um ihn bemüht hat, bekommt man schnell selbst raus, wie man ihn mit seiner eigenen Art ordentlich aufzieht und aus der Reserve gelockt bekommt. Ändert halt nichts am ersten desaströsen Mr. Grey Eindruck, den er hinterlässt. Überraschend hat er allerdings eigentlich einen sehr bodenständigen Traum, nämlich das Cafe zu übernehmen und eine Familie zu gründen. Dauert allerdings am Längsten, ihn auf die höchste Affinitätsstufe zu bringen, und die rosa Herzen im Skinship sind auf dem Albino teils echt schwer zu sehen. Und erneut… einige der Outftits, brrr. Was hat Japan nur mit diesen Jacken, die aussehen, als wäre eine Spezies an Stofftieren für ausgerottet worden? Oder das Prinzenoutfit beim Schulfest, einfach scheußlich.

"Warum mag keiner mein wahres Ich?" - fragte das Arschloch

„Warum mag keiner mein wahres Ich?“ – fragte das Arschloch

Und der Rest:
Beginnen wir doch mit Amachi Shouta, dem Shotacon-Charakter des Spieles. Der Schönling ist ein Jahr jünger, sieht aus wie 12, und ist schon alleine deswegen direkt von mir aussortiert worden. Man trifft ihn ab dem 2. Jahr automatisch, er ist Teil vom Cheerleader-Klub (japanisches Ouendan-Cheerleading, nicht die amerikanische Art), mag Süßigkeiten, hat Shiba als Ikone, und ist recht beliebt. Allerdings ist seine nette Persönlichkeit genauso fake wie die von Saeki, ich habe zumindest einen kleinen Eindruck darin bekommen, dass er eigentlich ebenfalls ein asoziales Arschloch ist. Und dann heult er noch rum, dass keiner sein wahres Ich mag. Tja, wenn man das wahre Ich nicht zeigt, ist das schon klar. Wenn das wahre ich auch noch ein mieser Charakter ist, umso mehr.

Christopher Weatherfield ist der an den Kunst-Wert gebundene Charakter. Wie Shiki im ersten Teil ist mir der langhaarige Kerl zu weibisch, wenn er auch nicht so ein arroganter Narzisst ist. Außerdem ist seine Frisur mit dem ganzen Hippie-Kram drin schrecklich. Der dümmste Charakter, ist er doch immer das Schlusslicht der Klausuren, noch unter Harry. Obwohl alles auf einen Ausländer schließen lässt, hat er jedoch einen Kansai-Dialekt und ein CG mag fast schließen lassen, dass er zu den Yakuza gehört? Keine Ahnung, sein künstlerischer Vandalismus und seine Weltfremdheit sind auch nicht gerade sexy.

Yuu kleidet sich immerhin besser, als einige andere Charaktere

Yuu kleidet sich immerhin besser, als einige andere Charaktere

Haben wir noch zwei Geheimcharaktere parat. Ein weiterer für die DS-Version ist Majima Tarou, ein Schönling den ich erneut aussortiert habe, weil diese eine Haartolle, die er hat, ihn absolut dämlich aussehen lässt. Am Ende des ersten Schuljahres trifft man ihn, wenn der Charmewert eine gewisse (sehr niedrig angesetzte) Höhe erreicht. Er soll wohl eine Art gefühlskalter Eiskönig sein, der mit den Herzen der Mädels spielt, aber ehrlich gesagt bin ich ihm immer ziemlich sofort aus dem Weg gegangen. Sieht halt auch aus wie Saeki mit schlechterer Frisur.

Dann haben wir noch den Nachbarsjungen Otonari Yuu. Ähnlich wie der kleine Bruder im Vorgänger ist er derjenige, der die Telefonnummern/Geburtstage der Charaktere kennt, und bei dem man die Beliebtheit auf dem Tokimeki Panel nachschauen geht. Zudem hilft er dabei Valentinstagsschokolade zu machen, und springt an Feiertagen ein, wenn man noch keinen festen Freund hat. Halt ganz niedlich und unterstützend eigentlich. Eigentlich. Der kleine Creep beobachtet Dre Ary beim Save-Bildschirm beim Schlafen, ugh. Außerdem kann man wohl tatsächlich, wenn man keinen anderen Kerl gewinnt, und viel Zeit mit Yuu verbracht hat, ein romantische Ende mit den 10-Jährigen bekommen. Nein danke, Konami.

Ich mag die zufälligen Treffen der Charaktere

Ich mag die zufälligen Treffen der Charaktere

Natürlich gibt es auch wieder 4 Mädels, deren Bekanntschaft man machen kann, erneut eine direkt, je nach Raumwahl zu Beginn des Spieles bei der Charaktererstellung, und dann wenn man einen gewissen Wert auf eine gewisse Höhe gebracht hat – meist zusammen mit dem Kerl, in den sie heimlich verliebt sind. Sportskanone Toudou ist ziemlich maskulin, groß und mit tiefer Stimme, kann schroff wirken, hilft aber eigentlich gern aus. Also sozusagen die weibliche Version von Shiba, bei dem sie zur Nebenbuhlerin werden kann. Heimlich sehr mädchenhaft ist ihr Hobby allerdings Nägel lackieren. Die hübsche und erwachsene Mizu habe ich wenig getroffen, machte auch keinen ganz so netten Eindruck. Die Magersüchtige wollte nie Kaffe mit mir trinken, weil dazu gibt es ja Kuchen. Außerdem scheint sie ebenfalls eine perfekte Fake-Persönlichkeit aufrecht zu erhalten. Eventuell ist sie sogar Yakuza. Manipuliert gerade Onoda auch sehr gerne. Sie mag glaub ich Chris.

Nishi ist die immer aufgedrehte leicht schusselige Style-Tussi, die einen oder auch irgendwie alle idolisiert. Mädchenhaft und dumm wie Brot, passt sie gut zu ihrem Harry. Offeriert nette Streitgespräche mit Amachi über die perfekte Süßigkeit. Onoda ist die Intelligenzbestie, die zusammen mit ihrem Augapfel Hikami im Schülerrat ist. Allerdings scheint sie nur ihm Zuliebe auf die Regeln zu pochen. Sie ist der von der Statur kleinste Charakter, und eigentlich echt ziemlich niedlich, was sie so auch gut an sich findet, statt komplett streng und strickt zu sein.

1st Love Plus: The Dating Sim Experience

ava-2009Wisst ihr woher Dead or Alive Xtreme Beach Voyeurball eigentlich stammt? Von Dating Sims. Man nehme das Dating und Stat Raising raus, behalte nur die Minispiele und Mädels Geschenke machen, und man landet schon dort. Jedenfalls wollte ich mal ein richtiges Dating Sim spielen. Und da ist das Großväterchen des Genres, Konamis Tokimeki Memorial, welches 1994 auf dem PC Engine ein Überraschungshit war, der die folgenden Jahre auf so ziemlich jede Plattform portiert, ge-spinofft und ge-sequelt wurde, eigentlich der perfekte Einstieg.

Gibt’s aber alle nicht übersetzt, im Gegensatz zu Visual Novels sind Dating Sims durch die ganzen Variablen wesentlich anstrengender zu hacken und übersetzen, sowie das man einen Großteil des Spieles eben nicht auf hübsche Bilderchen von Anime Babes schaut, sondern auf Statuswerte und Statistiken, wie gut man sich hält, nicht ganz so anturnend. Und um beim Stichwort Turnon zu bleiben, ist Tokimeki Memorial zusätzlich auch noch eine absolut prüde Inkarnation, die ganze Arbeit das Spiel zu übersetzen und eines der Mädels dort zu gewinnen, und es gibt noch nicht mal eine Sexszene als Belohnung? Scheint wohl auf eher auf weniger Interesse hier zu stoßen. Wer jedoch schon wesentlich bereitwilliger durch all die Zirkusreifen springt, nur um eine reinweiße verklärte Romanze mit einem einzelnen Kuss ganz am Ende zu erspielen, sind dann wohl anscheinend die Spieler unter uns, die statt XY ein doppeltes X in ihren Chromosomen haben.

Das muss sich natürlich ändern, gell Lil' Bro?

Das muss sich natürlich ändern, gell Lil‘ Bro?

Jedenfalls ist es so, dass doch tatsächlich alle 3 Tokimeki Memorial Girl’s Side Spiele von Fans übersetzt wurden, jeweils in ihrem Erweiterten Port sogar, die das Galge-Original zu einem Otome machen, in dem ein einzelnes Mädchen sich in die Hosen von Bishōnen stalked. Den Anfang macht natürlich auch der Anfang, nämlich (mental Atem holen) Tokimeki Memorial Girl’s Side 1st Love Plus, das erweiterte DS-Rerelease des erweiterten DS-Portes des PS2-Originals. Hübsche Jungs über die Spielstunden ansehen zu dürfen ist sowieso viel besser.

Das Spiel ist dabei von Anfang an für jemanden, der komplett jungfräulich ins Genre abtaucht, am Rande des überforderns, sowie schnell klar machend, warum es keine gute Idee gewesen wäre, eines der Galge-Main-Games ohne Japantischkenntnisse zu spielen, statt zu einer Otome-Version mit englischer Übersetzung zu greifen. Denn sofort kann das eigene Mädel, welches man in diesen Wish-Fullfillment-Spielen natürlich nie zu sehen bekommt, damit man besser in die Fantasiewelt abrutschen kann, stark den eigenen Gefälligkeiten angepasst werden. Name und Vorname ist klar, jedoch darf man hier sogar noch dem primitiven Sprachchip des Spieles anschließend eintrichtern, wie er ausgesprochen wird, damit die Jungs einen später auch während der Dates in der Sprachausgabe entsprechend den Spieler, der sie in den verschwitzen Händen hält, ansprechen können. Zudem kommt noch Geburtstag und ganz japanische die Blutgruppe dazu, und eines von verschiedenen Zimmereinrichtungen darf ausgewählt werden. Von denen hängt auch ab, wie die Starter-Stats von Jane Doe sind und wer ihre beste Freundin ist.

Er kann auch anders, z.B. beim Machen von Valentinsschokolade helfen

Er kann auch anders, z.B. beim Machen von Valentinsschokolade helfen

Und letztendlich ist die Handhabung der einzelnen Statuswerte schon der halbe Weg zum Erfolg im Spiel, sowie das, worauf man gefühlt 80% der Spielzeit schauen wird, denn auf Dates mit den Kerlen zu gehen oder gar ein Spezial-Event-CG zu triggern, macht einen verschwinden geringen Teil eines Dating Sims aus. Unsere Werte sind dabei in 6 Gebiete unterteilt: Intelligenz, Kunst, Fitness, Sozialverhalten, Style und Charme. Das Spiel an sich ist in die drei Jahre der japanischen High School unterteilt, kennen wir ja von Persona 3 und 4 im Prinzip schon, also hat man jetzt einen Kalender abzuarbeiten, der jeweils von April bis April geht, im letzten Jahr etwas kürzer ist. Wobei die Schulwoche von Montag bis Samstag einen kompletten Slot ausmacht. Sprich am Montag wird ausgewählt, welche Aktivität angegangen werden soll, und dies führt das Spiel nun automatisch für die nächsten sechs Tage aus. Je nachdem, ob es beispielsweise in die Schulbücher zu schauen, Bilder malen, Sport treiben, Modemagazine lesen, oder vorm Spiegel posieren ist, werden einige der sechs Statuswerte erhöht, andere dagegen etwas verringert.

Sonntage und Feiertage sind hingegen besonders. Natürlich kann man auch hier eine der üblichen Aktivitäten machen, die dann besonders erfolgreich ist, aber das ist meist eine Verschwendung eines wichtigen Tages. Denn nur an Tagen, an denen keine Schule ist, haben die japanischen Borgs auch mal ein paar Krümel Freizeit. Es sind ausschließlich jene Tage, an denen man mit dem aktuell ausgesuchtem Opfer auf ein Date gehen kann. Und auch nur Sonntags kann man sie überhaupt anrufen, um abzuchecken, ob sie zu einem bereit sind – was seltsamerweise den ganzen Tag einnimmt, zu einem Date einladen und auch noch irgendwas anderes kann nicht am gleichen freien Tag geschehen. Auch nur Sonntags haben wir große Schwester Zeit für unseren kleienn Bruder. Der ist ein enorm wichtiger Charakter – und ganz nett zudem. Als kleiner Bruder ärgert er uns zwar gern mal mit ein paar schneidenden Kommentaren über unser noch nicht aus dem Winterschlaf erwachtes Liebesleben, aber natürlich unterstützt er seine große Schwester eigentlich, wo er nur kann, hilft bei vielen Vorbereitungen und wenn man an einem Feiertag noch keinen Kerl hat, der einen genug mag, um mit einem auszugehen, übernimmt er ganz tapfer die Rolle.

Beim nazisstischen Charme erhöhen schaut einem schon mal das ganze Elend entgegen

Beim narzisstischen Charme erhöhen schaut einem schon mal das ganze Elend entgegen

Lil‘ Bro ist aber auch der Super-Stalker, den es scheinbar immer in diesen High-School-Romanzen gibt. Er ist derjenige, bei dem man nachfragt, um die Statistik gezeigt zu bekommen, wie sehr welcher Charakter einen mag oder verabscheut. Er ist auch derjenige, der alles über jeden Charakter weiß (und wahrscheinlich heimlich auf dem Schulhof Photos von den Bishōnen vertickt). Das ist wichtig, wie ich schnell feststellen musste, denn bei meinem ersten Opfer Suzuka habe ich zunächst Wochen damit verschwendet, darauf zu warten, dass er sich mit mir genug anfreundet, damit ich ihn wie ein normaler Mensch einfach direkt nach seiner Telefonnummer fragen kann, um ihn einen vollen Sonntag lang zu einem Date überreden zu können. So geht das natürlich nicht, wir sind hier in Anime-Archetypen-Land, und dementsprechend weiß unser kleiner Bruder ganz genau die Nummer der Typen, und wir müssen ihn schlichtweg danach fragen, duh!

Es gibt übrigens noch viel mehr, welches das Spiel zunächst überraschend verkompliziert. Beispielsweise hat man noch einen weiteren Statuswert, Stress, der beständig bei allen Aktivitäten sich erhöht, nur dadurch verringert werden kann, dass man mal alle Viere lang macht, was jedoch auch im Umkehrschluss wieder alle anderen Statuswerte leicht verringert (am Besten an einem freien Tag ausruhen, weil es hier am erfolgreichsten ist, statt eine ganze Woche die Status-Downgrades zu haben). Es gibt Feiertage wie Valentinstag, White Day, Schulausflüge, Geburtstage, Sommerfeuerwerk, Sportfest, Weihnachten und Neujahr, zu denen man entweder besonders effektiv einen Kerl daten kann, ihnen ein Geschenk macht oder eines von ihnen bekommt, und deren Erfolg auch schon mal an kleine Touchscreen-Minispiele gekoppelt ist. Zudem ein Horoskop, welches einem sagt, welche Kategorie an Statuswerten (Lernen, Relaxen, Gesundheit, Liebe) gerade besonders hohe Wahrscheinlichkeit haben, sich gut zu erhöhen. E-Mails und Newsletter, in denen neue Dating-Spots freigeschaltet werden. Man kann zwei Tage die Woche einer Teilzeitarbeit und jeden dritten Sonntag einem Schulclub nachgehen, um wieder andere Konfigurationen an Statuswerten zu erhöhen und zu verringern, sowie etwas zusätzliches Taschengeld zu bekommen, oder an sie gekoppelt Jungs schneller zu treffen. Fun Fact: Game Tester ist der einzige Job, der alles verringert und die ganze Woche frisst – man wird also zum dauergestretten, sozialversagenden Idioten durch ihn. Mit den vier Mädels, deren Bekanntschaft ebenfalls gemacht werde kann, abhängen, was erneut eine andere Konfiguration an Statuswertänderungen mit sich bringt. Sonntags shoppen gehen, um fürs Taschengeld Outfits zu kaufen.

Examensergebnisse listen immer alle getroffenen Charaktere

Examensergebnisse listen immer alle getroffenen Charaktere

Ach ja, Outfits. Unterteilt werden die Anziehsachen in die Kategorien elegant, sexy, rein und sportlich. Wobei natürlich jeder Kerl eine besondere Präferenz hat, welche davon er gerne am Mädchen seiner Träume sieht. Und wie wir alle wissen geht es in Dating Sims nicht darum, man selbst zu sein, sondern zu der Person zu werden, die der Mann der Träume bevorzugt. Wichtig hierbei ist auch noch, nie zwei Dates hintereinander das gleiche zu tragen oder zu häufig den gleichen Treffpunkt auszumachen, sonst denkt der Kerl man gäbe sich keine Mühe. Außerdem sehen sie es ungern, wenn man sich im Sommer zu dick oder Winter zu dünn anzieht. Und besondere Bonuspunkte an gewissen Tagen gibt es, wenn man zum Feuerwerk einen Yukata, zu Weihnachen ein Kleid, und zu Neujahr einen Furisode-Kimono anhat. Dazu natürlich immer noch das richtige Accessoire, welches der Junge gern an einem sieht, evtl. auch eines, das er einem zu White Day oder dem Geburtstag selbst geschenkt hat. Es gibt übrigens auch noch ein Fashion-Blog, welches beständig festlegt, was für eine Kleidung oder Farbe aktuell total in ist, und die Jungs verschlingen das Blog mit Begeisterung – sprich eine weitere Variable, die bei der Outfit-Wahl berücksichtig werden kann. Virtuelle Jungs sind echt anspruchsvoll, im wahren Leben reicht es immer aus, gern Blowjobs zu verteilen, und sie sind schon glücklich.

Natürlich stehen regelmäßig Examen an, zwei pro Jahr, in denen je nach Statuswerten (Intelligenz, Kunst und Sozial sind glaub ich die einzig drei hier wichtigen) der Charakter besonders gut oder schlecht sein kann, was wieder die anderen Charaktere gut oder schlecht finden. Je nach Charakter übrigens, denn die beste Leistung zu erzielen ist nicht immer gut, einige der dümmeren Jungs sehen Mädels nicht gern gut abschneiden, weil sie Minderwertigkeitskomplexe haben. Dann müssen auf den Verabredungen natürlich noch die richtigen Antworten gegeben werden, um die Persönlichkeit vorzugaukeln, die er gut findet. Und neu in den DS-Versionen ist Skinship, man kann nämlich die Kerle auch noch ganz fies auf den Dates begrapschen. Je nachdem wann und wo und wie sehr sie einen mögen, muss zwischen nur wenig absichtlich-versehentliches antataschen bis hin zum beständigen Abtasten als wäre man ein aufdringlicher Blinder, gewählt werden, denn der direkte Hautkontakt kann nicht nur Bonuspunkte sonder auch Negativpunkte geben, wenn man einem Kerl, der noch gar nicht richtig mit einem warm geworden ist, direkt einen Handjob zu geben versucht.

Wenn sie einen genug mögen, kommen auch die errötenden Jünglinge von sich aus auf einen zu

Wenn sie einen genug mögen, kommen auch die errötenden Jünglinge von sich aus auf einen zu

Aber das ist noch längst nicht alles, denn dann gibt es noch den Punkt der Eifersucht. Wie bereits erwähnt können im Spiel bis zu vier Mädels getroffen werden, die wie die Jungs über einen Club, eine Arbeit, oder eine Schwellenwertüberschreitung eines Status getriggert werden. Die kann man ignorieren oder sie befreunden, wie gesagt mit ihnen abzuhängen hilft auch wider gewissen Werten. Aber Achtung, jede von ihnen findet auch einen Kerl gut, nämlich denjenigen, der an den gleichen Wert gebunden ist. Und wenn man sich jenen Jungen herauspickt und gleichzeitig mit dem Mädel befreundet ist, kommt es zur Konfrontation, in der sie proklamiert, dass sie nicht aufgeben wird. Sich erneut mit ihr zu befreunden um dies zu de-eskalieren ist nun enorm schwer, und wenn man den Kerl nicht schnell genug in der eigenen Tasche hat, schnappt die Rivalin ihn einem tatsächlich weg.

Aber auch so ist es so das die Jungs sich nicht gerne ignoriert fühlen. Lässt man einen Kerl, dessen Bekanntschaft man gemacht hat, zu lange links liegen, verletzt dass die sensiblen Gefühle der unsicheren Teenager. Visualisiert durch eine Bombe im Tokimeki Panel, welches Lil‘ Bro uns Sonntags zeigen kann, um zu sehen, wie die Charaktere zu uns stehen. Ignoriert man ihn nun weiterhin, statt ihn auf ein Date einzuladen, explodiert die Bombe, und die kleinen Bitches verstreuen Gerüchte über einen in der Schule, was dazu führt das die Zuneigung aller Charaktere einen Negativschlag nimmt. Je mehr Aufmerksamkeit man dem Kerl bisher geschenkt hat/je mehr er einen mag, um so schneller fühlt er sich natürlich auch vernachlässigt und schickt eine Bombendrohung.

Das Outfit auf die Bedürfnisse des Typs, Wetters und Feiertages abgestimmt

Das Outfit auf die Bedürfnisse des Typs, Wetters und Feiertages abgestimmt

Es sollte also mittlerweile klar sein, warum mein Ersteindruck des Spieles etwas bescheiden war. Es wirkt einfach zunächst, wenn dies alles so nach und nach auf einen einprasselt, und man noch gar nicht weiß, wie das jetzt gespielt und unter einen Hut gebracht werden will, total überfordernd. Gleichzeitig sieht das Spiel halt auch so nüchtern aus, statt wie in einem VN ständig die hübschen Jungs vor Augen zu haben, und beständig Event-CGs zu entdecken, sieht man hier viel die gleichen Statistiken, beobachtet repetitiv sich die gleichen Statuswerte erhöhend, scheint sich einen Freund anzulachen einfach so viel mehr Arbeit zu sein, als es vielleicht wert ist, weil so viel im Auge behalten gehört, statt einfach nur durch Text zu klicken und mal hier und dort eine Multiple-Choice-Antwort zu wählen.

Aber nach einer Weile hat es einfach mit mir gelickt. Wenn einem klar wird, dass viel hiervon ziemlich optional ist. Ich habe beispielsweise nie auf das Fashion-Blog geachtet, war nicht wirklich abträglich. Das Horoskop für einen maximalen Statusaufwertungsplan ist auch nur dann nötig, wenn man wirklich alle Statuswerte gleichermaßen erhöhen will, was für die meisten Jungs nicht wichtig ist, da sie nur auf zwei oder drei Werte achten. Als ich merkte, dass Bomben lang zum Explodieren brauchen, und es wesentlich einfacher ist, wenn man eben nicht allen Jungs auf einmal wie so eine läufige Hünding hinterher hechelt, sondern sich auf einen oder wenige beschränkt, denn je weniger Charaktere man trifft und von den getroffenen je weniger Aufmerksamkeit sie von Anfang an bekommen, um so weniger Erwartungen muss man erfüllen, um so weniger Bomben müssen gefürchtet werden. An Kleidung reicht es vollkommen aus zwei Outfits des passenden Stils (und bei den meisten Kerlen ist Sport oder Rein das bevorzugte oder zweitbeste) ein Top mit Hose/Rock für den Sommer, zwei Jacken zum Überziehen im Winter, und zwei Accessoires zu kaufen, zwischen denen man auf den Dates hin und her wechselt. Dazu noch ein Bikini für Strand/Schwimmbad und gut ist. Yukata/Furisode/Kleid sind ganz nett, können aber bis Jahr 2 oder sogar 3 warten, wenn man das Geld dafür gespart hat, da sie nur zu einem Event im Jahr getragen werden können.

Nicht vergessen ihnen ein Mal übers gesicht zu lecken, um sie als Eigentum zu markieren

Nicht vergessen ihnen ein Mal übers Gesicht zu lecken, um sie als Eigentum zu markieren

Wirklich wichtig ist letztendlich nur zu wissen, was das männliche Spielziel mag, um die Persönlichkeit der Spielfigur entsprechend anzupassen. Dann die entsprechenden paar Statuswerte hochhalten, mindestens ein Mal pro Monat auf ein Date gehen (richtiges Outfit tragen, richtige Lokalität wählen, richtige Antworten geben, und an den korrekten Stellen sexuell belästigen) und bei Valentinstag/Geburtstag/Weihnachen Geschenke überreichen, und schon bekommt man den Kerl durch die eigene Omnipräsenz in eine romantische Beziehung mit einem ge-Stockholm-ed. Und natürlich Bomben entschärfen, aber die tauchten bei mir nur rar und erst auf das letzte Schuljahr ein wenig häufiger auf, haben mich jedoch nie in ernste Gefahr gebracht.

Und dann muss ich sagen hat das Spiel schon was. Ich hätte es selbst nicht erwartet, als erwachsener Kerl mit Hang zur Gefühlskälte und zynischen Ader habe ich von Tokimeki Memorial Girl’s Side eigentlich wenig bis gar nichts erwartet gehabt, bin auch gar nicht die Zielgruppe, kam letztendlich aber dennoch reformiert aus dem Spielerlebnis wieder raus. Das Ding spricht halt schon etwas in unseren urinstinktiven Reptilienhirnen an, repetitiv die gleichen Aktivitäten zu erledigen um den Erfolg in beständig erhöhenden Statuswerten zu sehen, den entsprechenden Typen einen mehr und mehr mögen zu sehen, bis er vom kühlen Mitschüler zum Stalker wird, den man kaum noch von der Arschbacke bekommt. Wenn das Spiel niedlicher wird, in dem sich deren Reaktionen zu den Antworten und dem Angrapschen verbessern, wenn sie anfangen einen nach den Dates nach Hause zu bringen, um noch etwas mehr Zeit mit einem verbringen zu können, wenn dann doch mal ein rares CG auftaucht, wenn sie anfangen Kosenamen zu verwenden. Wenn bei den Status-Aktivitäten in den niedlichen SD-Abläufen sie einem zu helfen beginnen. Irgendwie ist das Spiel halt doch schon ganz niedlich und sympathisch designt.

Am Ende bei Lil' Bro abchecken, wie man sich nun steht

Am Ende bei Lil‘ Bro abchecken, wie man sich nun steht

Und auch gut im Feedback, denn durch die Gedanken der eigenen Figur, den Kommentaren der Typen, und der Hilfestellung durch den kleinen Bruder, ist immer sofort klar, wenn man was gut oder schlecht gemacht hat, oder wenn eine Explosion droht etc. Sobald man den Groove des Spieles raus hat eines, dass sich ähnlich anderer repetitiver Genre, die ich ebenfalls mag, wie Dungeon Crawler oder Harvest Moon zu spielen, super nebenher mit halbem Hirn auf die Verbesserung von Status und Romane und halb einem Stream oder sonstigem aufteilend spielen kann. Eigentlich ist TokiMemo GS nämlich ziemlich simpel und relaxed zu spielen, solange man sich nicht zu viel abbeißt und erst spät merkt, dass man 8 Kerle doch nicht auf einmal schlucken kann.

Letztendlich ist es so, dass ich gut die Hälfte der Kerle gewonnen hatte. Ich war kein Gotta catch em all Komplettzionist, der wirklich jeden Kerl bekehren, jedes CG freischalten und jedes Ende sehen musste (pro Charakter gibt es neben dem best-romantischen, welches ich immer erspielt habe, noch eine abgeschwächte Variante und ein Best-Friend-Ende, wenn man die romantischen Gefühle ablehnt)… aber 4 von 8 Hauptcharakteren und 2 von 3 Geheimcharakteren zu erspielen war doch wesentlich mehr, als ich zunächst zu tun bereit zu sein gedacht hätte. Und ganz ehrlich, ich hätte auch noch Bock gehabt weiter zu spielen, wenn mich von den verbliebenen Eroberungen welche optisch angesprochen hätten. Die Reihenfolge meiner romantischen Errungenschaften bzw. die von Ms Dre Ary hat sich wie folgt gestaltet:

tokimemogs09

Suzuka zu Weihnachten

Suzuka Kazuma war mein Erster. Wie bereits erwähnt sind alle Kerle im Spiel absolute Anime-Stereotypen (aber durchaus charmant umgesetzt), und er ist der Jock-Charakter, also der Sportler. Am schnellsten getroffen wird er, in dem man dem Basketballteam beitritt, außer Sport und Sozial muss für ihn kein weiterer Status erhöht werden. Suzuka interessiert es einfach nicht, ob man so helle wie ein Bild-Redakteur oder so sexy wie ein Hobbitfuß ist, solange man weiß, wie man mit Bällen umzugehen hat. Ganz seinem Archetypen entsprechend hat Suzuka natürlich absolut kein Auge fürs andere Geschlecht, sondern nur wie er gut eingelocht bekommt, und man muss ihn ordentlich von den eigenen Vorzügen überzeugen. Sprich es dauert lange, bis er von :| auf :) im Tokimeki Panel rutscht, sobald man ihn allerdings auf :D oder gar :3 gebracht hat, ist er einem aber auch treu ergeben und fällt so schnell nicht bei Vernachlässigung wieder runter. Außerdem fragt er von sich aus eher selten nach Dates, sondern selbst ist die Frau im hiesigen Angehen. Suzuka ist eigentlich recht niedlich, mit seinem permanenten Pflaster, und weil er halt total schüchtern ist und ständig rot wird. Dafür ist seine Lieblingsmusik Hip Hop, aber wer ist schon perfekt. Sein Traum ist übrigens in Amerika Basketball zu spielen, beim romantischen Ende nimmt er einen also mit, egal ob man geplant hatte selbst zu arbeiten oder eine Uni zu besuchen.

Madoka beim gemeinsamen Kochen

Madoka beim gemeinsamen Kochen

Kijyou Madoka ist das genaue Gegenteil, der Easy Rider mit dem Motorrad, der sich seines guten Aussehens bewusst ist, gerne rumwitzelt und flirtet, überall relativ beliebt ist, aber seine Beiziehungen auch nie wirklich sonderlich ernst nimmt. Bis die eigene Liebe ihn natürlich stabilisiert und davon überzeugt, dass es sich lohnt, eine feste Exklusivbeziehung einzugehen. Überraschend mochte ich ihn eigentlich sehr, neben Suzuka gefällt mir sein Aussehen am Besten im Spiel, außerdem ist er der erwachsenste der Mitschüler, da er alleine lebt und für sich selbst aufkommen muss. Außerdem mag ich halt seine leichtherzige Art mit den vielen Jokes und dem halbherzigen Flirts. Mit Haaren zusammen ist er sowieso zum anbeißen, und er bekocht einen, was ein ganz großes Plus darstellt. Seiner Persönlichkeit entsprechend geht Kijyous Affinität natürlich im Vergleich zu Suzuka ziemlich schnell hoch, scheint aber auch schneller wieder fallen zu können. Außerdem kommt er von sich auch an, wenn er beim :D Status und darüber der Meinung ist, dass es mal wieder Zeit wird Quality Time miteinander zu verbringen. Seine wichigsten Werte waren glaub ich dann auch etwas oberflächlich Stil und Charme, und man trifft ihn schneller durch die Teilzeitarbeit an der Tanke, wo er auch arbeitet.

Himuro, der glänzende Einskönig

Reiichi, der glänzende Eiskönig

Himuro Reiichi ist der letzte der Hauptcharaktere, denen ich mich ursprünglich widmen wollte, weil der einzig verbliebene, den ich attraktiv fand. Was aber auch daran liegen kann, dass er der eigene Lehrer ist, und verbotene Früchte sind bekanntlich immer schmackhafter. Außerdem mag der sexy ältere Kerl mit dem Silberhaar und stählernem Blick hinter der Brille Horrorfilme, wie kann einer solchen Kombination noch widerstanden werden. Ach ja, Piano spielt er auch noch, um einen weiteren Haken auf der Sexyness-Skala unterbringen zu können. Da er eine Autoritätsperson ist, will er natürlich keine Beziehung zu einer Schülerin eingehen, weswegen er schon sehr Stockholm-Syndrom-en muss, bevor er dem Sündenfall doch nachgibt. Sprich man muss sich ihm allgegenwärtig machen: An der Schulband teilnehmen (er dirigiert sie), an jeder außerschulischen Lernaktivität teilnehmen, zu denen er die Klasse auffordert, immer die richtigen Antworten geben, und bei den Examen gut abschneiden. Ihm sind gleich drei Werte wichtig, ein gesunder Verstand im Sinne von Intelligenz, ein gesunder Körper im Sinne von Fittness, und ein guter Wert im Sozialverhalten. Dennoch dauert es bis in den Winter des zweiten Jahres, bevor er von :| auf :) rutscht, dafür kommen die höheren Affinitätsschritte natürlich entsprechend schnell nach. Reiichi kann man von sich aus dennoch nie auf Dates einladen, es ist also wichtig jede Einladung von ihm kommend anzunehmen, die man bekommen kann.

Als kleines Schmankerl geht Aoki auf die Schule der "Boys Side" TokiMemos

Als kleines Schmankerl geht Aoki auf die Schule der „Boy’s Side“ TokiMemos

Aoki Chiharu ist besonders, denn er ist einer von drei Geheimcharakteren. Geheimcharaktere tauchen nicht im Tokimeki Panel auf. Mit Geheimcharakteren kann man nicht auf Dates gehen. Statuswerte und Kleidung sind irrelevant. Jeder hat genau eine Art und Weise, wie man deren Events triggern kann, und wenn alle Events gesehen sind, ist deren Ende auf jeden Fall im Kasten. Sprich sie sind so ein wenig die Trostpreise für jene, die es nicht schaffen, einen der acht Hauptcharaktere zu bekommen, an denen zu feilschen tatsächlich ein wenig Arbeit hängt. Sobald ein Hauptcharakter einen mag, nimmt dessen Ende dann auch automatisch Vorrang und man kann die Geheimcharaktere nicht mehr bekommen, selbst wenn alle Events getriggert waren. Aoki ist jedenfalls der Geheimcharakter aus der PS2-Version, der fast nur über E-Mails mit einem kommuniziert. Um ihn zu gewinnen muss häufig genug alleine eingekauft und auf seine Mails geantwortet werden, wann immer eine kommt. Mit am wenigsten Screentime und Event-CGs ist Aoki ein wenig langweilig, vor allem wo ihm auch ein wenig selbst die eindimensionale Persönlichkeit der anderen Charaktere fehlt – aber ganz niedlich ist er. Als Ausländer war wohl sein einziges Gimmick in der japanischen Version, dass er beliebige englische Worte eingebaut hat sowie künstlich-formelles Japanisch sprach, was in der englischen Fanübersetzung natürlich zusätzlich noch verloren geht.

NJin Tendo an der schicksalshaften Kapelle

NJin Tendo an der schicksalshaften Kapelle

Tendou Jin ist der zweite der drei Geheimcharaktere, und eine Addition gezielt für die DS-Versionen. Sein Typ ist der blondierte Schulraudi, der ganz (nicht) überraschend eigentlich ein totaler Softi mit einem guten Köpfchen ist, an den jedoch nie jemand geglaubt hat, bis die Heldin um die Ecke kommt und ihn vom Gegenteil überzeugt. Im Prinzip also Kanji aus Persona 4, nur (potentiell) besser in der Schule, sogar mit der Wahl, ob einem das schlecht blondierte Haar besser gefällt, oder nachdem er das Rabauken-Leben hinter sich lässt und dem Ernst des (romantischen) Lebens ins Auge blickt, wieder auf japanisch-schwarz wechselt, also die Eroberung mal sich selbst für den Eroberer in einem Dating Sim ändern muss. Da er auf eine andere Schule geht, kann man ihn halt ebenfalls nicht regelmäßig treffen oder auf Ausflüge zum Riesenrad, Aquarium, Kino etc. einladen, sondern läuft ihm so immer mal wieder zufällig über den Weg (anfangs) bzw. taucht er gezielt nach einem suchend am Schultor auf (später), wenn man nur zu den richtigen Zeiten einen gewissen Schwellenwert an Intelligenz unter dem Pony hat. Ehrlich gesagt habe ich nach Aoki und Jin gemerkt, wie langweilig es doch ist, die Geheimcharaktere zu gewinnen, weil man eben die doch langen 3 Schuljahre mit nicht viel gefüllt bekommt.

Mit Hazuki im Yukata beim Sommerfeuerwerk

Mit Hazuki im Yukata beim Sommerfeuerwerk

Hazuki Kei habe ich mir deswegen auch noch angelacht, eigentlich nur weil ich das Spiel doch noch mal „richtig“ spielen wollte, und weil er nicht total scheiße aussieht. Kei ist der Hauptcharakter des Spieles, von denen die TokiMemos immer einen haben, der/die am meisten Artworks hat, am meisten Screentime in den Openings bekommt, und in den Promo-Shots aller Eroberungen immer den Fixpunkt darstellt. Meist ein perfektes, unerreichbares Idol oder wie bei Hazuki ein Dreamboat-Charakter, die sich dann als doch nicht so unerreichbar herausstellen. Zudem ist Hazuki derjenige, der im Flashback des dürftigen Storyrahmens von TokiMemo GS1 mitmacht. Denn am Anfang gibt es was über eine Legende von liebenden Prinzen und Prinzessinnen und ein Versprechen zwischen der kindlichen Heldin und einem kleinen Jungen an der Kapelle hinter der High School. Am Ende des Spieles trifft man genau in jener Kapelle, ganz wie beim Baum des ersten TokiMemo, dann die romantische Eroberung für die Endszene. Natürlich stellt sich bei Hazuki heraus, das er der Junge aus dem Flashback ist.

Als perfekter Hauptcharakter bringt Hazuki die höchsten Voraussetzungen mit, um ihn für sich zu gewinnen. Ich mein zu daten ist er genauso einfach wie alle anderen, auch wenn er am schnellsten zu Beginn von :| auf :( abzurutschen droht, dafür sobald er mindestens :D ist einen aber auch gut jede zweite Woche von sich aus nervt, ob man ihn nicht mal wieder spazieren führen will. Jedoch verlangt sein Ende danach, dass alle sechs Statuswerte recht gute Höhen erreichen, man muss sie diesmal also sogar relativ ausgewogen balancieren. Und da man dadurch früher oder später alle anderen Mains trifft, hat seine Route natürlich auch das meiste Bombenpotential. Seine Persönlichkeit mag ich immer noch nicht ganz so sehr. Er ist halt der perfekte Kerl, gut im Sport, in den Tests, und Teilzeit-Modell, alles Dinge, für die er sich nicht mal anstrengen muss, sondern die ihm einfach so zugeflogen sind. Entsprechend ist er alledem nicht wirklich bewusst, kümmert sich wenig, und weiß absolut nicht zu schätzen, was für ein Glückslos er doch im Leben gezogen hat, was ich persönlich immer ziemlich unattraktiv finde. Aber natürlich ist er relativ knuffig, wenn vielleicht auch etwas zu clingy, und sogar manchmal beißend-humorig wenn auch meist immer noch etwas langweilig, sobald man in ernsthaft zu daten beginnt.

Niemals nie nicht, Morimura

Niemals nie nicht, Morimura

Und der ganze Rest:
Von den anderen vier Mains hatte mich keiner wirklich interessiert, auch wenn natürlich zwangsläufig hier oder dort zumindest mal ein CG von ihnen abgefallen ist. Morimura Sakuya ist der Bücherwurm des Spieles, der schmächtig-feminine Kerl mit der bescheuerten Frisur und dem Look eines 12-Jährigen Mädchens tut gar nichts für mich, schon gar nicht wenn er ständig in Blumenbeeten rumsitzt, obwohl ich selbst als Kind ein Pflanzennarr war. Mihara Shiki habe ich am wenigsten getroffen. Der ebenfalls für meinen Geschmack zu feminine Kerl, der an den Kunst-Statuwert gebunden ist, ist außerdem so von sich selbst bis hin zur Arroganz überzeugt, dass ich ihn auch gar nicht kennenlernen möchte, um wahrscheinlich herauszufinden, dass dies nur Show ist. Hibiya Wataru hat keine wirkliche Persönlichkeit, sondern ist nach Suzuka die zweite Sportskanone, die zudem Hazuki und Kijyou hinterher hechelt, um sich deren Popularität abzuschauen. Außerdem sieht auch der Mimic wie 12 aus, meh. Der letzte im Bunde der Mains ist die etwas fragwürdige Inklusion von Amanohashi Ikkaku, einer weiteren Autoritätsperson in Form des Schulleiters. Im Gegensatz zum jung-sexy-kalten Lehrer Himuro taucht der an Charme gebundene Charakter allerdings aus dem Nichts auf, lädt die Heldin einfach so in sein Auto ein, oder übergibt ihr rote Rosen, und sein Schnäuzer hilft wirklich nicht, den dabei entstehenden Pedo-Alarm zu senken. Jedoch ist er nicht die fragwürdigste Eroberungsmöglichkeit, denn jene ist definitiv der finale Geheimcharakter Hanatsubaki Goro, der Joke-Charakter des Spieles, mit einem Gesicht das nicht mal eine Mutter lieben kann, stereotyp-tuntigem Verhalten, und einer Nabelfreien pink-violetten Monstrosität eines Outfits mit passend-schrecklichen Plateauschuhen. Er hat eine Boutique in der Stadt und ist der Schreiber des Fashion-Blogs btw. (ein weiterer Grund es zu ignorieren)

Arisawa ist ja schon irgendwo mein Liebling

Arisawa ist ja schon irgendwo mein Liebling

Zudem haben wir natürlich noch die vier Frenemies des Hauptcharakters. Konno leitet das Basketball-Team, ist also die Rivalin ums Herz von Suzuka, was sie bei mir jedoch nie wurde, da ich sie links liegen lies, und die Mädels nur in den Rivalenmodus gehen,wenn man sich sowohl mit ihnen wie dem Kerl anfreundet. In späteren Spielverläufen hab ich das kleine Schusselchen etwas kennenlernen können, und die Interaktionen mit den Mädels, wenn sie denn wirklich Freundin bleiben statt Feindin zu werden, sind doch ganz nett gemacht, muss ich sagen. Kann ich allerdings nicht zu Fujii sagen, denn sie hab ich versehentlich befreundet bekommen, während ich Kijyou gewinnen wollte, dabei brauchte ich doch nur einen Sozialwert, um den Job an der Tanke angeboten zu bekommen. Jedenfalls wurde die etwas vorlaute Tussi relativ schnell deswegen kratzbürstig und deklarierte Rivalen-Modus. Und in Spielen bin ich nachtragen, 300 never surrender never forgive nachtragend. Wenn in Spore beispielsweise eine andere Zivilisationen mich zu sehr mit Kriegsandrohungen nervt, dann können sie auch Krieg haben, und dann gehe ich voll Rom vs Karthago gegen sie vor, sprich ich terraforme (salze) ihre Planeten (den Boden, auf dem sie leben) zu unbewohnbaren T0-Höllen, bis auch das letzte Kind oder Großväterchen der Volkes ausgerottet ist. Egal, jedenfalls sobald Fujii zum Kampf bereit war, hatte ich ihre Niederlage schon längst so zementiert, dass ihre Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl sicherlich nie regneriert sind, und sie anschließend als runtergekommenes Porn-Starlett verzweifelt nach Bestätigung suchen musste.

Mit Arisawa hingegen war ich BFF, denn die Intelligenzbestie mag natürlich das hässliche Weichei Morimura, somit komme ich ihr gar nicht in die Quere. Faszinierende Kontrast auch, denn sie ist leicht maskulin, was ihr natürlich auch zu schaffen macht. Ich bin jedenfalls immer gern mit ihr auf Doppel-Dates gegangen und hab sie und Morimura dann zusammen in die Attraktionen geschoben, während ich mich mit wen auch immer sie sonst eingeladen hat begnügt habe. Sudou… ist die Schnepfe des Spieles. Die an Kunst gebundene Tusse aus reichem Hause mit Butler und französischem Akzent ist so arrogant wie ihr Augapfel Mihara, und genau so viel Interesse konnte ich ihr entgegen bringen.