Hunter’s Notes, or My Personal Journey through Monster Hunter Tri (Part 2)

Monster Hunter Tri ist eigentlich ziemlich Einstiegsfreundlich, denn die kompletten 1-Stern-Quests sind ein längeres Tutorial, die alle noch keine wirklich schweren Hunts offerieren. Stattdessen wird einem beigebracht an den Harvest Spots Materialien abzubauen. Oder gegen kleinere Monster anzutreten, von ungefährlichen Pflanzenfressern, zu sich etwas aktiver verteidigenden Pflanzenfressern, zu kleinen und mittelgroßen normalen Fleischfressern höherer Aggressivität. Auch das die anschließend aus ihnen herausschneidbaren Materialien sich unterscheiden können, je nachdem, ob man sie umgebracht oder nur KO geschlagen hat. Wie bewegt man sich an Land und zu Wasser, alles in den Wäldern um das Dorf, die auch Quest-frei begangen werden können. Beginnen dann die Hunts auf die großen Monster, so gibt es neben dem Erlegen auch die Fang-Quests und dazwischen zunächst noch reichlich Zwischenquests, erst mit voranschreitenden Sternen werden die großen Monster vermehrt.

Ich habe mich übrigens für die Lanze als Waffe entschieden. Die ist zusammen mit dem Schwert+Schild die Noob-freundlich eingestufte Waffe, da auch sie mit einem Schild daher kommt. Der Unterschied ist, dass man mit der Lanze wesentlich mehr Schaden macht, dafür aber auch ordentlich an Agilität einbüßt. Ist die Lanze gezogen, kann zwar mit dem Schild geblockt werden, aber weder Rennen noch ein Ausweichsprung sind verfügbar. Auch um Materialien einzusammeln oder aus Monstern zu schneiden, muss die Waffe erst wieder verstaut werden. Ich musste mich also schon ordentlich daran gewöhnen, wie stark die Bewegungsfähigkeit doch eingeschränkt wird. Oder das die Lanze natürlich nur relativ genau einen Punkt angreift, statt einen weiteren Radius abzudecken.

Das erste Kill-Quest eines großen Monsters ist also der Great Jaggi, vor dem ich mir erst Mal meine erste richtige Rüstung geschmiedet habe. Das Bone Set, für ganz gute Verteidigung, und weil es nuttig aussieht. Der Great Jaggi ist eine größere Version der im Wald (und auch später in der Wüste) reichlich anzutreffenden kleinen und mittleren Raptoren, kommt zusätzlich noch mit Nackenkragen daher ähnlich dem ikonischen Dinosaurier aus Jurassic Park.

Ganz so schwer ist er eigentlich wirklich nicht, die größte Gefahr kommt daher, dass er im Jaggi-Nest auftaucht und zum Rasten, nachdem man ihn ordentlich geschädigt hat, auch hierher zurückkehrt, wo besagte kleinere Raptoren am Zahlreichsten sind, die einem natürlich beständig in die Waden beißen wollen. Direkt nach seinem Besiegen öffnet sich auch eine Fang-Mission für ihn, weswegen der Great Jaggi eigentlich immer noch als Tutorial für Jagd- und Fang-Missionen großer Monster angesehen werden kann. Außerdem ist er sofort als Monster freigeschaltet, welches ab nun Missions-frei im Wald ums Dorf auftaucht, sogar zwei gleichzeitig hier ihr Unwesen treiben können.

Ich hab ihn dann auch gleich wiederholt im Quest aufs Korn genommen, um die Materialien für sein Rüstungs-Set zusammen zu bekommen. Und einige Monster später mit besserer Rüstung die frei laufenden Great Jaggi im Wald mit Leichtigkeit zu erlegen, nachdem der erste Kampf schon ein wenig fordernder war, ist sowieso ziemlich befriedigend.

Auch das Bnahabra-Set hab ich mir gefarmt, weil der violette Schmetterlings-Anzug super geil aussieht, dummerweise allerdings nie wirklich Verwendung dafür gehabt, weil es nur mit drei statt fünf Rüstungsteilen daher kommt. Die nervigen Insekten zu farmen, die von normalen Attacken einfach zerstört werden und nicht ausgeweidet werden können, war es also nicht wert. Auch das Jaggi-Set konnte ich beim nächsten Monster, dem Qurupeco nicht anziehen, da der Feuerattacken hat. Aber das Bone-Set war hier wieder hilfreich.

Der bunte Vogel ist das erste große Monster in der Wüste, und hat die besondere Eigenschaft, dass er die Rufe anderer Monster imitiert, um sie zur Hilfe in den Kampf zu rufen. Häufig sind das nur kleine Jaggi, aber mit etwas Pech mischt sich da auch schon mal ein Great Jaggi direkt mit ein. Wie immer ist es allerdings besser, sich auf das Hauptziel zu konzentrieren.

Was am Bone-Set neben der Feuerresistenz auch geholfen hat ist, dass sich die maximale Stamina nicht mit der Zeit verringert. Denn Qurupeco ist eines jener Monster, die häufiger als normal fliehen, und da er fliegen kann auch wenn man keinen Paintball auf ihn hat, vielleicht nicht sofort wieder gefunden wird. Aber das macht den Kampf eher nervig und lang, statt das er wirklich schwer ist – solange man die Feuerattcken nicht zu häufig einstecken muss, sondern gut dagegen verteidigt bekommt.

Auch hier gibt es sofort anschließend ein Fang-Quest und auch der Vogel taucht anschließend in freier Wildbahn ihm Wald um das Dorf auf. Hat mich allerdings länger gebraucht, um mich erneut an ihn zu wagen, weil ich den Kampf einfach so nervig fand und seine Materialien nicht brauchte.

Die Echsen-artigen Ludroth hat man schon in einem frühen Quest im Wald ums Dorf angetroffen, doch so richtig heimisch sind sie im neuen Gebiet des überfluteten Waldes, wo auch die große Variante mit der Mähne, der Royal Ludroth als nächstes Hunt-Quest wartet. Die Neuerung von Monster Hunter Tri war übrigens, dass nun auch im Wasser gekämpft werden kann, und der Royal Ludroth ist das erste große Monster, welches regelmäßig in den Fluss flieht.

Dort zu kämpfen ist starke Gewöhnungssache, da sich nicht nur in 360°-Dimensionen bewegt wird, sondern die Sicht eingeschränkt ist und die Bewegungen durch den Wasserwiederstand verlangsamt sind. Und das mit der Lanze, die jene sowieso schon einschränkt. Ich hab mir dann auch mal das Alloy-Set an Rüstung gemacht, weil sowohl Jaggi wie Bone schwach gegen das Wasser-Element vom Royal Ludroth sind.

Dennoch ist der Kampf noch nicht super schwer, vor allem wenn man es schafft die meiste Zeit davon an Land mit ihm zu verbringen. Ich habe ihn anschließend sogar direkt vermehrt erneut erlegt, um die Materialien fürs Ludroth-Set zusammen zu bekommen und meine Lanze zu verbessern. Welches ich relativ lange anhatte, auch wenn es leider echt blöd aussieht. Auch der Royal Ludroth taucht ab nun außerhalb von Quests im Wald um das Dorf auf und auch für ihn gibt es neben dem Hunt- ein Catch-Quest.

Zurück in der Wüste geht es an Barroth, der sich gern wie ein Hündchen im Schlamm wälzt. Weswegen man eventuell mit wenig Anfangsrespekt in den Kampf hinein geht, was sich allerdings ziemlich schnell ändern kann. Zumindest war es für mich das erste Monster, das mir ordentlich zu schaffen gemacht hat.

Das liegt teilweise am Gimmick, dass er sich den Schlamm vom Körper schüttelt, und die Brocken dann an einem Hängen, man offen für Attacken ist und selbst nicht angreifen kann, bis der Effekt wieder abgeklungen ist. Netterweise prallen sie ab, wenn man das Schild rechtzeitig zur Blockstellung erhebt. Wenn man das rechtzeitig schafft. Allgemein machen seine Attacken wie das Rammen oder die Schwanzschläge erstaunlich viel Schaden dafür, dass sie doch relativ schnell erfolgen. Die Tells was er als nächstes machen wird, sind zwar ziemlich offensichtlich, aber darauf auch rechtzeitig zu reagieren war für mich teilweise problematisch. Gerade in seinem Rage-Modus, in dem er eigentlich konstant ohne Pause attackeirt.

Zudem kann er sich auch noch eingraben und unter Land schwer zu folgen wegrennen, sich neuen Schlamm besorgen, und natürlich zum Heilen schlafen legen. Habe ihn zwar beim ersten Versuch erlegt, jedoch bin ich durch alle 10 Mega Potions durch und hatte kaum noch HP übrig, dachte nicht es noch zu gewinnen. Und das obwohl die Ludroth-Lanze mit seinem Wasserelement besonders gut gegen ihn sein soll.

Barroth bin ich dann nicht wiederholt angegangen. Später öffnet sich übrigens ein Quest, bei dem sowohl ein Barroth sowie ein Great Jaggi erlegt werden soll. Das hab ich lange nicht angepackt, und als ich mich dann dran versuchte, bin ich mit 3 Strikes dran gescheitert. Das Vieh schien plötzlich eine Unmenge an HP zu haben. Und Qurupeco kann sich auch noch mit einmischen, wenn er lustig ist.

Da ist der Gobul doch anschließend gleich viel leichter gewesen. Wenn die Mischung aus Anglerfisch und Flusswels auch ungleich freakiger anzusehen ist. Die „Monster für sich“ Bonus-FMVs von Qurupeco und Barroth in der Gallery haben bisher eher humorige Lebensumstände gezeigt, während das vom Gobul auch direkt kontrastierend zeigt, wie er einen recht großen Pflanzenfresser im Ganzen schluckt.

Gobul wird allerding zum Großteil im Wasser bekämpft und hat eine Fähigkeit, um einen kurz zu paralysieren (entweder über Kontakt mit seinen Stacheln oder als Blendung via Blitzlicht aus der Antenne), wobei er eher weniger häufig direkt mit Attacken folgt, um dies auch groß auszunutzen. Zusätzlich kann er sich im Sand vergraben, wobei seine Antennen und daneben auftauchende Wasserblasen ihn verraten. Die Antennen können sogar als Harvest Spot verwendet werden, solange er einen noch nicht entdeckt hat.

Witzig ist vor allem auch, dass man ihn in Areal 4 mit einem Frosch wie einen normalen Fisch an Land ziehen kann, wodurch zumindest ein Teil des Kampfes nicht mehr im Wasser stattfinden muss. Wobei ich – vielleicht weil ich dadurch etwas weniger achtsam bin – an Land häufiger mal von ihm einen Knockout bekomme, statt ihn beim ersten Versuch direkt zu schlagen. Herausfischen und dann in eine Grubenfalle locken ist auch eine gute Taktik, um seine Laterne für Subquest A und deren Drop zu zerstören.

Nach den beiden großen Monstern gibt es anschließend erst Mal eine Reihe kleinerer Quests zu erledigen, bis dann das Coverart-Poster-Child Lagiacrus wieder auftaucht. Und ich hab mich einfach mal mit meinem bisherigen Set an ihm probiert, statt mich groß speziell auf ihn vorzubereiten.

Er hat mich dann auch zwei Mal ausgeknockt, so dass ich ihn erst beim dritten und letzten Versuch vor Questscheiterung besiegen konnte. Interessanterweise allerdings beide Male noch mit reichlich Potions, ich habe nur beide Male nach einem hochgradig schadenden Angriff beim Versuch die Lanze einzustecken und Fersengeld fürs Heilen zu geben direkt einen weiteren Angriff in den Rücken bekommen, der mich das Leben kostete. Dabei soll er an Land noch wesentlich einfacher sein, als zu Wasser kämpfen zu müssen. Wobei die NPCs auch einen unglaublichen Aufriss darüber machen, wie schlimm die Elektro-Attacken von Lagiacrus sind, während ich die durchgängig einfach mit dem Schild geblockt bekommen habe.

Allerdings flieht er am Ende des Quests lediglich vorerst, so dass man sich auf einen Refight später gefasst machen darf. Man kann ihn also hier nicht für seine Materialien ausnehmen, sondern muss sich mit dem bisschen zufrieden geben, welche es al Quest-Reward gibt. Wiederholen kann man das Quest als einziges auch nicht, wahrscheinlich um nicht einfacher Materialien farmen zu können.

Hat eine Weile gedauert, nachdem sich die ersten drei Areale sehr schnell freigeschaltet hatten, bis nun die ersten Quests in einem neuen, der Tundra, aufgehen. In der es hauptsächlich Mammut-ähnliche Pflanzenfresser und eine weitere Raptorenart in Form der Baggi gibt. Und auch die haben mit dem Great Baggi ihren Häuptling gefunden.

Der Kampf gegen den Great Baggi gestaltet sich dann auch weitestgehend identisch zu dem mit dem Great Jaggi, hat der doch so ziemlich die gleichen Moves und kommt mit kleineren Raptoren, die einem beständig in den Hintern kneifen. Nur ist der Great Baggi halt etwas aufgepimpt, schneller und stärker halt. Als solcher also eine Erinnerung daran, dass selbst der Great Jaggi zu Beginn mal nicht komplett lächerlich war, aber dennoch ziemlich simpel und leicht zu bestreiten.

Nur auf zwei neue Dinge muss geachtet werden. Der Great Baggi kann um sich spucken, was einfach zu blocken ist, wenn dem allerdings nicht so sein sollte, wird man kurzzeitig eingeschläfert und ist für Angriffe weit offen. Außerdem bewohnt ein weiteres großes Monster, der Gigginox, die Tundra, und kann sich theoretisch dem Kampf anschließen. Was mir glücklicherweise allerdings nur geschah, als ich den Great Baggi bereits erlegt hatte und am Ausweiden war.

Giggi sind übrigens die kleinen Egel-Gegner, die hauptsächlich in Höhlen lauern, und einem auf den Rücken springen, um dann beständig Blut zu saugen, bis man sie abgeschüttelt hat. Der Gigginox ist nix anderes als eine übergroße Kreuzung aus Blutegel und Fledermaus und im Resultat ziemlich eklig. Hat mich auch gut erschreckt, als ich das erste Tundra-Quest angenommen hatte, und er plötzlich einfach aus dem Nichts von der Höhlendecke viel und die „Oh shit, großes Monster!“-Mucke losging. Bisher haben die großen Monster nämlich noch nie lose die Gegend unsicher gemacht, bevor man nicht deren Intro in ihrem Hunt-Quest hatte. Der Gigginox allerdings scheint immer in der Tundra auftauchen zu können, egal welcher Auftrag vorliert.

Der Gigginox war der bis dahin härteste Kampf für mich, und der erste, dessen Quest ich durch drei Tode vermasselt habe. Das Vieh ist unglaublich schnell, springt durch die Gegend, klebt gerne an der Decke, wo man es nicht erreicht. Kopf und Arsch sind schwer auseinander zu halten. Ständig springen einem kleine Giggi auf den Rücken, die er über Eier neu nachbrüten kann. Seine Tackle machen einen Haufen Schaden und viele Attacken kommen mit einer potenten Vergiftung. Von der Decke aus versucht er einen übrigens zu greifen und schafft er das, ist man in seinem Schlund eingesperrt und kann zusehen, wie er einem die halbe Lebensleiste und mehr aussaugt. Ich habe das ABC hoch und runter geflucht.

Nach meinem Ragequit habe ich erst mal das nächste Monster erlegt gehabt, bevor ich zum Gigginox zurück bin und ihn besiegen konnte. Diesmal mit selbst mitgebrachten Antidotes, woraufhin ich natürlich prompt kaum noch von ihm vergiftet wurde. Außerdem mit einer Shock Trap, um ihn kurzzeitig kampfunfähig zu machen, und währenddessen ordentlich mit meiner Lanze zu malträtieren. Wo ich meine Gobi-Lanze (der Paralyse-Effekt funktionierte beim ersten Kampf gegen Gigginox eher nicht) gegen die Ludroth-Wasserlanze ausgetauscht hatte. Außerdem hatte ich die Lamp Mask auf Cha Cha, damit er Gigginox, der vom Feuer angezogen wird, ablenkt. Immer noch ein extrem langer Kampf, aber ohne ein KO gewonnen.

Nicht nur der Gigginox kann unangekündigt in einer frühen Quest auftauchen, sondern auch Rathian schaute einfach mal in der Wüste auf einem Gather-Quest rein, noch bevor ich ihr Hunt-Quest im Wald angenommen hatte. Sie ist übrigens eines von drei großen Monstern, die nicht für Monster Hunter Tri neu designt wurden, sondern stammt noch aus dem allerersten Spiel.

Sie schien auch viel simpler und einfacher auf mich zu sein, obwohl sie mich zwei Mal ausgeknockt hatte, bevor ich sie auf dem letzten Versuch doch noch besiegt hatte. Das kommt hauptsächlich aus dem gleichen Grund wie bei Lagiacrus, denn wenn mal eine Attacke von ihr sitzt, dann macht das ordentlich Schaden. Gerade ihre Feuerbällen ist zwar grundsätzlich einfach auszuweichen, wenn sie allerdings doch getroffen hatte, konnte ich einem Großteil meiner Lebensleiste sofort Tschüss sagen, und dabei hatte ich vorher das Feuer-resistente Rhenoplos-Set geschmiedet. Allgemein ist sie ziemlich schnell und klebt einem gern am Arsch, wodurch man halt beim wegstecken der Lanze, um fürs Heilen fliehen zu können, schnell ihren Schwanz in den Rücken gehauen bekommt, und KO geht.

Viele ihrer Attacken gehen allerdings fehl, wenn man unter ihrem Bauch stehen bleibt und mit der Lanze einfach munter nach oben sticht. Dadurch habe ich sogar, ohne es gezielt zu versuchen, ihren Schwanz abgeschnitten bekommen. Ihr Schwanzschlag kann übrigens auch vergiften, was aber weniger häufig und weniger gefährlich als das Gift des Gigginox zu sein schien. Leider ist es schwer zu sehen, wann sie bei niedrigen HP zu straucheln beginnt, um sie fangen zu können. Denn hier geht nach längerer Zeit mal wieder ein Catch-Quest nach dem Hunt-Quest auf, welches ich allerdings voll vermasselt hatte.

Nachdem ich sowohl jenes Quest wie auch das endlich angegangene, in dem man Barroth und Great Jaggi meucheln soll, nach Strich und Faden vergeigt hatte, und das direkt nacheinander, brauchte ich wirklich einen Gewinn an dem Abend. Und bin einfach mal YOLO in den Refight mit Poster Boy Lagiacrus gegangen, der diesmal tatsächlich besiegt werden muss. Immer noch mit Rhenoplos-Set und Gobul-Lanze, statt etwas neues auf die Situation anzupassen. Der Paralyse-Effekt funktioniert natürlich bei einem elektrisch aufgeladenen Drachen nicht, aber deren Raw-Damage-Wert war der höchste.

Dieser Kampf findet übrigens fast ausschließlich im Wasser statt, er ging nur ein Mal kurz für mich an Land. Gerade lange genug, um erneut versehentlich seinen Schwanz abgeschlagen zu bekommen. Angeblich ist Lagiacrus im Wasser viel schwerer, und es ist schon so, dass er dort viel agiler ist. Aber ich glaube mit einer Lanze ist er immer noch nicht allzu schwer. Ich habe jedenfalls die meisten Attacken gut geblockt bekommen und wann immer er anschließend nahe war zwei bis drei schnell Stiche reinbekommen. Gerade seine Elektro-Charges sind echt einfach zu blocken. Cha Cha als Ablenkungs-Opfer darzubieten hat erneut geholfen.

Allerdings auch hier: Wenn ein Treffer sitzt, dann richtig. Und da er einem ziemlich konstant auf der Pelle hängt, hat er schnell einen weiteren drin. Die Lanze erst wegstecken zu müssen, bevor ich Heilen oder Wegrennen kann, ist da erneut zum Problem geworden, wodurch er mich doppelt KO geschlagen hatte, bevor der letzte Versuch zum Erfolg gegen ihn führte.

Anschließend finden wir raus, dass er gar nicht hinter den bedrohlichen Erdbeben steckt, der Vulkan wird als fünftes und letztes Einsatzgebiet geöffnet, Cha Cha verlässt für zwei Quests das Team, und eine Fang-Quest für Lagiacrus geht auf. Ugh.

Also hab ich mir erst mal was gegönnt und das ganz nett anzusehende neue Ingot-Set geschmiedet, nachdem ich gefühlt den Großteil des Spieles in den hässlichen Ludroth- und Rhenoplos-Sets verbringen musste. Das Ingot-Set ist gegen alles außer Feuer und Wasser resistent. Und prompt ist das nächste Monster ein Feuerspeiender Drache. Rathalos ist das Poster Child unter den Poster Children der Franchise, nämlich das Cover-gebenede Flagship-Monster der drei Inkarnationen des ersten Spieles: Monster Hunter, Monster Hunter G und Monster Hunter Freedom, sowie das Haupthaustier in Monster Hunter Stories. Aber wofür hat man denn Gems, die man an seine Rüstung kleben kann, um das Feuer-Defizit wieder zu revidieren, nicht? Dann noch ein paar Mal Lagiacrus seinen Schwanz abgeschnitten und die Hörner zerstört (was mit der Lanze immer etwas trickreich ist), und wir hatten auch eine bessere Wasser- und eine Elektro-Lanze im Gepäck.

Das Ingot-Set ist auch die erste Rüstung, welche ich über Armor Spheres aufgelevelt habe. Ist sicherlich auch etwas, was ich bereits viel früher im Spiel hätte tun können, um mir das Leben zu erleichtern, aber ich bin ja immer so extrem sparsam in Spielen, und will möglichst nichts aufbrauchen. Als ich dann aber sah, dass ich mittlerweile dutzende davon angesammelt hatte, hab ich doch mal die Defensive des Ingot Sets aufgewertet.

Hat im ersten Anlauf an Rathalos aber auch nichts gebracht. Ich möchte behaupten, dass ich mich dennoch ganz gut beim ständig in die Lüfte steigenden, mit Feuer um sich speienden, schnell mit seinen Klauen zuschlagend und gleichzeitig mit ihnen vergiftenden, Drachen geschlagen habe. Ich habe lange durchgehalten, ihn mehrmals umgeworfen, in wiederholt in neue Zonen getrieben (überraschend flieht er gar nicht so viel in die heißen Bereiche, dafür gern dahin, wo die blöden Katzen sind, die einem die Potions klauen). Sogar die beiden Subquests habe ich erfüllt bekommen. Dummerweise bin ich gierig geworden. Ich war durch alle Potions durchgebrannt, bereits bei meinem dritten Versuch, und bekam auch die Nachricht, dass nur noch 10 Minuten übrig sind. Aber statt über die Subquests raus und zumindest ein paar Drops abstauben, musste er doch fast tot sein. Statt ihn zu erlegen, hat er allerdings mich umgehauen. Quest failed.

Im zweiten Versuch hatte ich ihn dann allerdings. Erneut fast komplett an Potions ausgeblutet und mit nur noch 5 Minuten Zeit fürs Quest übrig. Problematisch ist halt, dass er so viel herumfliegt, wo er schwer anzugreifen ist, was einfach unglaublich viel Zeit des Quests frisst.

Auf dem Adrenalin-Hoch gerade so Rathalos besiegt zu haben, ging es vom Vulkan direkt in die eisige Tundra, um Barioth anzugehen, den coolen weißen Mix aus Drache und Säbelzahnkatze. Scheiß die Wand an, hat der mich spüren lassen, dass ich bisher falsch lag, falls ich ein Monster als wendig eingestuft hatte. Barioth ist extrem schnell, springt durch die Gegend wie ein Wahnsinniger und kann direkt nach der Landung mit Tatzen und Schwanz um sich schlagen.

So aggressiv, wie Barioth ist, ist es ganz gut, dass er scheinbar gerne auf Cha Cha zu fokussieren scheint. Sonst hätte ich als langsamer Lanzen-Nutzer nämlich überhaupt keine Zeit, sie wegzustecken und zu heilen. War mir so schon gern mal geschehen, dass bei jenem Versuch mir Barioth mit einem schnellen Sprung und Angriff den Gar ausgemacht hat. Zumal er schneller ist, als man selbst beim Wegrennen. Zumal Barioth einen auch in einen passiven Schneeball verdonnern kann, ähnlich wie Barroth das mit seinem Schlamm macht. Der erste Versuch war dann auch mit drei Strikes vermasselt. Immerhin mischte sich der Gigginox nicht noch mit ein. Zumindest durch die 50 Minuten Quest-Zeit wird man bei ihm wohl eher nicht rennen, weil man entweder ihn vorher oder er einen erledigt hat, dachte ich mir.

Oder auch nicht, denn beim erfolgreichen zweiten Versuch fiel er zu meiner Lanze genau in dem Moment, in dem die Nachricht eingeblendet wurde, dass nur noch 10 Minuten verbleiben. Diesmal kam ich mit zwei Fallen, um ihn kurzzeitig auszuschalten, und ein paar freie Kombos niederregnen lassen zu können. Zudem habe ich zum ersten Mal den Katzenkoch genutzt. Je nach Gericht, gibt es ein paar Boosts fürs anstehende Quest, in meinem Fall ein wenig bessere Defensive plus eine erhöhte Lebensleiste. Ein paar die Eis-Defensive erhöhende Gems taten auch Not. Ein wenig Glück hatte ich dabei schon, denn oft wenn ich eh hätte dringend heilen müssen, hat mich Barioth mit einer Attacke in die nächste Zone geschmissen, so dass ich alle Zeit der Welt hatte, meine Waffe wegzupacken und mich aufzufrischen, statt dies erledigen zu müssen, während seine Attacken auf mich herabregnen. Beide Subquests waren auch erledigt, wobei seine Schwingen zu brechen auch dabei hilft, dass er zumindest sich kurz fassen muss, wann immer er auf dem Eis springt, statt sofort in die Attacke übergehen zu können.

Als nächstes an der Reihe war mit Diablos das dritte und letzte Monster, welches bereits aus vorigen Generationen bekannt ist, ebenfalls seit dem ersten Spiel dabei. Das in der Wüste beheimatete Vieh ist ziemlich Frontallastig mit seinen zwei dicken Hörnern, hat aber als Ausgleichsgewicht auch noch mal zwei größere am Schwanzende. Interessanterweise ist Diablos allerdings ein Pflanzenfresser, und hat mich ehrlich gesagt auch nicht angegriffen, bis ich anfing, ihm meine Lanze in den Hintern zu schieben. Wer am Kopf der Nahrungskette ist, dem kann natürlich so ein kleines Menschlein erst Mal egal sein.

Diablos liebt es sich im Sand zu vergraben und einen daraus verborgen anzuspringen, um einen auf besagte Hörner zu nehmen, was er auch gerne über Rammattacken hinbekommt. Von hinten angenähert gibt es dann immer noch die üblichen Schwanzschläge. Und wer einen auf Dark Souls macht und nahe an den Hinterbeinen bleibt, um von beiden gehörnten Enden Abstand zu halten, muss darauf achten, nicht von den Diablos niedergetrampelt zu werden. Wobei eine Sonic Bomb zu werfen, während Diablos sich eingräbt, ihn kurzzeitig ausschalten kann, was auch Subquest A ist, über das ich mich beim ersten Versuch direkt wieder aus der Mission rausgewarpt habe, weil der hohe und schnelle Damage Output von Diablos klar gemacht hatte, dass dies so direkt erst Mal nichts werden wird.

Nachdem ich auch bei Uragaan via Subquest raus musste, habe ich erst Mal den guten alten Lagiacrus gefarmt, um seine Rüstung zu bekommen (nach nem halben Dutzend Captures mit Hörner zerstört warf er auch seine Plate ab, ausgerechnet über den Schwanz). Attack+ Gems in die zehn Slots reingehauen, zwei Fallen mitgenommen, gut gegessen und erneut den Diablos versucht. Und dort wirklich gelernt meinem Auto Guard Talisman, den ich seit fast Anfang des Spieles benutze, besser zu vertrauen. Eben nicht panisch den Schild bei allen Attacken heben zu wollen, sondern drauf gezählt, dass automatisch geblockt wird, solange ich still halte. Währenddessen nahe an Diablos geblieben und auch mit der Attack-Kombo nicht zu gierig werdend.

Zudem bin ich nahe den Ausgängen der einzelnen Zonen geblieben, um möglichst schnell mich ins anliegende Gebiet retten und heilen zu können, bevor Diablos mit einer Rammattacke den Rest geben kann. Einmal hat mich Diablos KO geschlagen, und ich habe ihn kurzzeitig aus den Augen verloren, gerade als er zu hinken begann. Netterweise ist das Nest keine von den heißen Zonen der Wüste, denn meine Cool Drinks waren mir auch gerade ausgegangen. Und so hab ich kurz nach der Mitteilung, dass ich nur noch 10 Minuten habe, auch Diablos erlegt gehabt.

Uragaan, der auch gern Jay Lenno genannt wird, hängt im Vulkan ab, hier ist es also durchaus ebenso ratsam mal den einen oder anderen Cool Drink mitzunehmen, um durch die Hitze keinen konstanten HP-Verlust zu erleiden. Denn auch Uragaans Damage Output ist schon ohne anderweitige Hilfe hoch genug. Als er mir beim ersten Versuch bereits zwei KO verabreicht hatte und ich durch meine Potions gesüffelt bin, als gäbe es kein Morgen mehr, bin ich zunächst via Subquest wieder raus gewesen.

Als ich dann das Lagiacrus-Set und Diablos besiegt hatte, bin ich mit der üblichen Vorbereitung des richtigen Essens und Fallen wieder rein. Lagiacurs gibt ja ein Plus für die Elementarattacke, welche bei einer Wasserlanze gegenüber Uragaan durchaus nützlich ist, während meine normale Attacke mit dem Gems zusätzlich noch erhöht war. Hat mich dann in jenem Versuch auch nur ungefähr 20 Minuten gebraucht, bis er wegzuhinken begann und ich ihn mit der verbleibenden Falle einfangen konnte.

Uragaan wirkt dabei zunächst sehr langsam, schlägt besonders gern mit seinem Schwanz um sich, oder rammt sein verstärktes Kinn mehrmals in den Boden. Gern auch, nachdem er Pyrosteine losgetreten hat, die durch die Beben einem um die Ohren explodieren. Allerdings kann sich Uragaan auch zusammenrollen und ist dann gar nicht mehr so schwerfällig, sondern pest mit ordentlicher Geschwindigkeit über die Kampfarena, im Versuch einen schlichtweg niederzuwalzen. Zusätzlich kann er noch Schlaf- und Feuergase um sich herum beschwören, um einen zu schädigen, wenn man nicht schnell genug das Weite sucht. Was mit der Lanze gar nicht so einfach ist, weil man dadurch selbst eher schwerfällig und behäbig ist, was es erstaunlich umständlich machen kann, rechtzeitig in en relativ sicheren Punkt um seine Hinterbeine zu kommen, statt immer vom Kinn getroffen zu werden. Cha Cha verbringt den Großteil des Kampfes sowieso KO.

Mit dem Sieg über Uragaan wird die finale Story-Mission frei geschaltet, weswegen man durchaus zunächst einfach übersehen kann, dass außerdem eine Mission öffnet, in der man ein weiteres neues Monster jagen soll: Der ebenfalls im Vulkan beheimatete und sozusagen große Bruder der dortigen Uroktors, Agnaktor.

Dessen Spezialität ist es, sich im Boden zu vergraben und dann wild durch die Gegend zu hüpfen nicht ungleich Diablos (selbst die Sonic Bomb Taktik funktioniert hier), zudem zieht er sich gern mal in die Lava zurück, in die man ihm nicht folgen kann. Das besondere Gimmick des Kampfes ist dann auch, dass Agnaktors Körper sich langsam abkühlt und komplett ausgehärter so gut gepanzert ist, dass man ihn kaum penetrieren kann. Die regelmäßigen Lavabäder hingegen schmelzen seinen Körper wieder auf eine Weichheit, der gut mit der Wasserlanze beizukommen ist.

Statt mit Gems für die Attack Up bin ich diesmal lieber mit welchen gekommen, die den Feuerschwachpunkt des Lagiacrus-Sets ausgecancelt haben. Denn Agnaktor hat ein Faible dafür einen zu verbrennen, und kann sogar einen Hitzelaser quer über die Kampfarena feuern. Und tatsächlich hat er mich ziemlich nervig häufig entflammt, weswegen ich Potions geblutet habe. Als ich keine mehr über hatte, und mir das Spiel die Ansage gab, es seien nur noch 10 Minuten bis zum Time Out, habe ich einfach mal versucht Agnaktor zu fangen, obwohl er sich weder schlafengelegt hatte noch ich deutlich sichtbar ein Hinken erkennen hätte können. Ging dann aber netterweise doch, und es tut ganz gut, endlich mal wieder ein Monster beim ersten Versuch zu besiegen.

Im finalen Urgent Story Quest geht es nun darum, den Elder Dragon Ceadeus davon abzuhalten, das Dorf über von seinen Hornrammen ausgelösten Erdbeben in Schutt und Asche zu legen. In Monster Hunter Tri gibt es übrigens zwei weitere Elder Dragon, die allerdings alle Online-exklusiv waren, während Ceadeus das einzige Offline-exklusive Monster verblieb. Das Wal-ähnliche Design hätte auch gut in Breath of Fire IV gepasst.

Da die Wasserkämpfe in Monster Hunter Tri das Neue war, ist natürlich auch der finale Boss im frischen Nass zu bekämpfen. Die Besonderheit hier ist, dass dies in den Unterwasserruinen geschieht, die keinen Zugang zur Wasseroberfläche lassen. Wer also ohne Oxygen Tanks kommt, um seinen Sauerstoff aufzufüllen, und auch Cha Cha nicht die Ancient Mask ausgerüstet hat, kann hier durchaus einfach mal während des Kampfes ertrinken.

Tatsächlich ist Ceadeus, den man gar nicht erlegen sondern nur vertreiben muss, ein ziemlich simpler Kampf, solange man denn weiß, was gemacht werden muss. Die Mission startet damit, dass Ceadeus langsam und gemächlich durch zwei Tunnel schwimmt, sich dabei kaum bis gar nicht um die Anwesenheit des Spielers kümmert, sondern man eher zufällig mal von einer Flosse oder so eine gepaddelt bekommt. Hier muss man den Bart des Monsters zerstören, bevor er das Ende von Areal 2 erreicht, sonst ist die Mission missglückt. Hat man den Teil aber so wie ich schon früh zu Beginn von Areal 2 mit der Lanze zerstört (das Lagiacrus-Set mit Olympic Swimmer ist übrigens echt hilfreich), geht Ceadeus aufs Gaspedal und schwimmt flux für den eigentlichen Kampf ins Areal 3.

In der Unterwasserruine an sich (inklusive zweiter Intro-Szene) geht es dann allerdings hauptsächlich darum, Ceadeus sein Horn abzuschlagen. Was ganz gut zu bewältigen ist, in dem mit den Harpunen direkt auf sein Gesicht gezielt wird. Hier muss allerdings darauf geachtet werden, dass der Gegner einen nicht aktiv rammt oder mit seiner Hydropumpe erwischt, da er nun aktiv angreift. Dennoch gibt es reichlich Downtime, in der er nur hin und her schwimmt, von daher weiterhin eher simpel. Zieht man ihm genug Leben ab, verzieht er sich sobald der Timer der Mission ausgelaufen ist, und man hat gewonnen.

Und damit geht mein Abenteuer durch Monster Hunter Tri seinem Ende entgegen, nachdem ich jedes große Monster zumindest in einer Mission erlegt oder gefangen habe. Drei weitere Monster gab es wie gesagt nur Online-exklusiv in dieser Version. Während ich Offline durchaus weitere Missionen machen könnte, da vor allem auch noch ein paar neue Post Game aufgehen. Allerdings hauptsächlich Doppelkämpfe, in denen zwei Diablos oder ein Rathian und Rathalos erlegt werden müssen, also alles andere als das, was ich Noob sonderlich spaßig finden würde. Ich habe ja noch nicht Mal wirklich gelernt gehabt, wie man über den Konter der Lanze durch diverse Attacke bricht, wie das ein richtiger Hunter schaffen würde.

Was der Freude während des Spielens allerdings keinen Abbruch getan hat, und ich möchte doch behaupten, vielleicht über den Spielverlauf hinweg zumindest etwas besser geworden zu sein. Immer noch nicht gut, aber doch besser als zu Anfang. Wenn ich bedenke, wie viele Potions ich benötigt habe, um den Great Jaggi zu erlegen. Auf solch einem Niveau wären die Monster der 5-Sterne-Missionen im Leben nicht möglich gewesen. Doch Online mit anderen wäre ich aber bestimmt immer noch eine Lachnummer.

So spannend und lohnend die Angelegenheit allerdings war, sich mit diesen großen Monster auseinanderzusetzen und sie nach teilweise langen und harten Kämpfen endlich besiegt zu haben, so auslaugend ist das allerdings auch ein Stück weit. Zu Beginn der 5-Sterne-Missionen hatte ich deswegen auch nach dem ersten Süchteln eine Pause eingelegt, und so angefixt wie ich auf die Franchise nun bin, so brauche ich glaub ich doch jetzt eine erneute, bevor ich mich weiteren Dingen Monster Hunter zuwenden kann.

So Tasty!, or How I Learned to Stop Worrying and Love Monster Hunter Tri (Part 1)

Monster Hunter ist so ein wenig Capcoms Dragon Quest oder Yakuza, nämlich eine Videospielfranchise, die sich enormer Beliebtheit in Japan erfreut, im Westen aber nur einen Bruchteil der Zahlen liefert, immer gerade so noch genug, um einen weiteren Teil zu lokalisieren, aber dennoch um jeden erneut ein wenig bangen zu dürfen. In Japan hingegen war das Ding so ziemlich schnell ein Überflieger, wo die ersten zwei Teile auf der PS2 bereits eine halbe Millionen Einheiten absetzen konnten, begann mit der PSP-Ära die Franchise im Land der Unterwegs-Zocker zum Millionenseller zu werden. Mittlerweile verkaufen die Spiele dort gern an die zwei bis vier Millionen Einheiten, während es Nordamerika und Europa zusammen vielleicht auf eine halbe Million schaffen und nur mit Glück mal nah an der siebten Stelle kratzen dürfen. Nicht umsonst hat es in Japan viele Nachahmer gegeben, die mit ähnlichen Konzepten wie Lords of Arcana, God Eater oder Toukiden ein Stück vom Kuchen haben wollten.

Während die ersten beiden Hauptteile und ihre jeweiligen aufgebretzelten Rereleases exklusiv auf Sonys Konsolen kamen, wurden die Spieler für den dritten Hauptteil erst Mal überrascht. Denn Capcom ging zurück auf die Heimkonsolen, allerdings auf Nintendos Wii. Interessant hierbei ist übrigens, dass sich für Monster Hunter Tri die traditionellen Verkaufszahlen etwas revidiert hatten. Denn sowohl Japan wie der Westen haben es jeweils auf knapp 1 Millionen abgesetzte Einheiten gebracht, was in der einen Region sehr gut, in der anderen eher eine schlechte Performance war. Zum Vergleich verkaufte sich das Jahr davor Monster Hunter Portable 2nd G gut 4 Millionen Mal in Japan, das Jahr darauf Monster Hunter Portable 3rd sogar fast 5 Millionen Einheiten. Liegt vielleicht auch daran, dass in Japan die Online-Komponente mit einem monatlichen Beitrag bezahlt werden musste, während das westliche Release dies für umsonst hergab. Zumal Japaner, die für Monster Hunter monatliche Kosten bereit zu zahlen waren, wahrscheinlich schon gut im MMORPG Monster Hunter Frontier investiert waren, welches sich dort seit nunmehr zehn Jahren langanhaltender Beliebtheit erfreut.

Meine Berührungspunkte mit Monster Hunter sind eher knapp gewesen. Denn ich zähle es zu einer jener Franchises, die mir immer mal wieder in den Kopf als etwas kommen, welches ich schon interessant finde, zu denen ich mich dann aber dennoch nie hinreißen kann. Einfach mal so stupide zu Questen wie in einem MMO, aber eben nicht online gehen zu müssen? Und cool aussehen tut das Monstermeucheln ja auch schon irgendwie. Und sich daraus dann tolle Rüstungen schmieden zu können. Das könnte die richtigen Suchtrezessoren ansprechen. Aber dann fällt mir wieder ein, dass die Spiele total schwer sein sollen, mit einer Lernkurve, die eher ein Steilaufstieg ist. Einzelkämpfe können 30 Minuten und länger dauern? Und dann kann man sich nicht mal powerleveln, um die Hürde zu überwinden. Irgendwann gab es mal die Essentials-Version von Monster Hunter Freedom 2 billig zu haben (die Freedoms lassen sich immer noch spottgünstig bekommen, aber das war damals nicht 2nd Hand), und ich griff zu, vergrub es aber bis Dato in den Haufen der ungespielten Software. Jetzt aber (diesmal 2nd Hand) Monster Hunter Tri auch spottbillig nebst Harvest Moon: Magical Melody gesehen zu haben, welches man ja auch mit richtigen Kontroller statt auf Button-mäßig benachteiligtem Handheld spielen kann (ich besitze zum Glück einen Classic Controller), lies mich zugreifen und diesmal ging ich es sogar auch an. War schon eine interessante Erfahrung, gleichzeitig eines der meist und wenigsten Casual Games zu zocken.

Ich habe mich ehrlich gesagt währenddessen auch ein wenig in das Spiel verliebt. Und damit meine ich, dass es schon hart an der Obsession grenzte. Während meines Herbsturlaubs habe ich kaum was gemacht, außer Monster Hunter Tri zu zocken. Wenn ich es nicht gespielt habe, habe ich an Monster Hunter Tri gedacht. Oder Videos zur Franchise geschaut. Oder nachgeguckt, für welchen Preis man die 3DS-Titel mittlerweile so bekommt. Und ob 4 Ultimate oder Generations der bessere Einstiegspunkt ist recherchiert. Als ich dann nach einigen fieberhaften Zock-Wochen dennoch mal ein wenig eine Pause einlegen musste, um Tri nicht komplett überdrüssig zu werden, und stattdessen was anderes Spielen wollte… griff ich zum schon besagte ewig herumliegenden Monster Hunter Freedom 2. Ich schwöre ich habe kein Problem und hätte jederzeit aufhören können. Ganz bestimmt. Versprochen.

Ich glaube jetzt verstehe ich ein wenig, was alle so an der Soulsborne-Franchise finden. Nein, bitte nicht den Tab schließen. Ich bin mir voll und ganz bewusst, dass es – nicht ohne Grund – zu einem absoluten Witz verkommen ist, so ziemlich alles mit Dark Souls zu vergleichen, nur weil man vielleicht mal ein Leben verloren hat. Aber ich denke schon, ohne Soulsborne je selbst gespielt zu haben, dass zumindest ein Teil der Designmentalität kongruent läuft. Natürlich ist Monster Hunter dennoch anders, und sowieso früher dagewesen, da es einen MMORPG-igeren Ansatz verfolgt. Immerhin war der erste Teil zusammen mit Resident Evil Outbreak gezielt von Capcom produziert, um die Internet-Kapazitäten der PS2 zu nutzen.

Es ist schon so, dass Monster Hunter im Grundsatz ein härterer Vertreter geworden ist, auch wenn einen Tri recht geschmeidig langsam in den (einzigen) Schwierigkeitsgrad einführt und mehr Tutorials via der 1-Sterne-Missionen bietet. Und vor allem ist Monster Hunter Tri kein RPG, denn es gibt kein Levelsystem. Jegliche Verbesserung hängt komplett am Können des Spielers und der getragenen Ausrüstung. Und natürlich helfen auch die mitgenommenen Gegenstände etwas, wobei das Menü nur eine begrenzte Anzahl an Slots aufweist, auf die sie gelegt werden können, und auch nur bis zu einer gewissen Anzahl stacked. 99 Potions können also nicht mit auf die Missionen genommen werden. Als zusätzlicher Faktor kommt hier noch hinzu, dass jede Mission einen Timer von 50 Minuten hat. Fast eine Stunde klingt jetzt erst Mal viel, aber gerade bei späteren Monstern kann es durchaus vorkommen, dass man zwar denkt den Kampf gerade mal gefühlt vor 15 Minuten begonnen zu haben scheint, weil man die Zeit währenddessen gern mal aus der Sicht verliert, aber plötzlich die Nachricht kommt, man habe nur noch 10 Minuten vor dem Time Out.

Im Kampf müssen zudem mehrere Dinge im Auge behalten werden. Natürlich die Lebensleiste wäre ganz gut, denn einfach die Attacken von größeren Monster tanken zu wollen führt sehr schnell dazu, dass man Tod am Boden liegt, da sie selbst mit der richtigen Ausrüstung noch schnell viel Schaden aufbauen können. Und auch besonders wichtig ist die Stamina. Rennen, zur Seite springen oder (wenn vorhanden) mit dem Schild zu blocken frisst durch die Leiste, und ist die Stamina aus, ist es auch rum mit jenen Aktionen. Deswegen sollte man sich auch nicht immer auf das Schild alleine verlassen, denn ein Monster mit einer langen Attack-Kombination kann schon mal dazu führen, dass nach drei geblockten Angriffen die Stamina futsch ist und der vierte damit doch durchgeht. Als dritten Part im Leisten-HUD zum oberen Bildschirmrand hin wäre dann noch die Schärfe der Klinge wichtig. Jede Waffe bringt nämlich dort einen unterschiedlichen Grad mit. Und mit jedem Angriff stumpft sie ab, bis sie auch mal einen Grad degradiert und über einen Whetstone wieder neu geschärft werden muss. Zudem ein weiterer Grund seine Ausrüstung Up to Date zu halten, denn eine ausgediente Waffe macht eventuell nicht nur wenig Schaden, sondern bringt vielleicht nicht mal den Schärfegrad mit, einem aktuellen Jagdziel überhaupt durch die Panzerung zu dringen. Abgesehen davon, dass eh jedes Monster an unterschiedlichen Stellen ihres Körpers mehr oder weniger Schaden nehmen.

Pausiert wird das Spiel übrigens auch nie, selbst in Menüs nicht. Während einer Jagd heilen oder die Waffe schärfen zu wollen bedeutet also schon, dass man nicht nur schnell auf das gewünschte Item durchscrollen muss, sondern anschließend auch bestenfalls während der Nutzungsanimation nicht vom Gegner wird, was den Gebrauch auscancelt, zusätzlich zum erhaltenen Schaden. Eine Besonderheit hat Monster Hunter hier allerdings, die das ein Stück weit revidiert. Und zwar sind die Einsatzgebiete noch mal in kleinere Areale unterteilt, die von einem kurzen Ladebildschirm getrennt sind. Und Monster verfolgen einen nicht aktiv, auch wenn die großen Jagdtrophäen schon gerne mal das Gebiete wechseln und man drauf achten muss, sie nicht aus den Augen zu verlieren, im schlimmsten Fall legen sie sich noch schlafen und regenerieren Leben. Aber da sie einen nicht aktiv verfolgen, kann man, sofern man es denn bis dorthin schafft, schnell in das angrenzende Gebiet zonen, in Ruhe ne Potion für die HP, ne Ration für die Stamina, und weil man schon mal dabei ist nen Whetstone für die Schärfe verwenden, bevor man wieder in die Zone zurückgeht, die das Zielmonster zum Kampfareal auserkoren hat. Und dann ist es auch noch so, dass die Missionen auf einem 3-Strike-System basieren. Stirbt man, regeneriert man einfach beim Basiscamp, kann also erneut zurück in den Kampf, bekommt nur vom Belohnungssold etwas abgezogen. Erst nach drei Ableben (oder wenn der Timer auf 0 fällt) ist die Mission wirklich gescheitert. Und das Spiel ist nett genug einen nach dem „Quest completed“-Bildschirmtext keinen Schaden mehr nehmen zu lassen. Wer also gerade überlebt hat, wird nicht in der verbleibenden Minute, die man noch das erlegte Monster ausweiden darf, bevor man zurück ins Dorf gewarpt wird, von irgendeinem Kleinvieh umgebracht und muss die Mission erneut machen.

Dafür kennt Monster Hunter Tri kein Lock on. Wer ein Monster treffen will, muss also schon manuell in die entsprechende Richtung schlagen und hoffen, dass es nicht ausweicht. Zumal man zu seinen Attacken verdammt ist, so eine Animation lässt sich nämlich nicht mit einem Dodge oder ähnlichem auscanceln. Wer schlägt muss auch warten, bis die Waffe niedergesaust ist. Egal ob man sofort gemerkt hat, dass dies ein Fehler ist und das Monster einem währenddessen in die Seite kneifen wird. Eine Lebensleiste haben die Viecher dann natürlich direkt gleich mal gar nicht, wie man sich denken kann. Wobei es nicht so ist, dass Monster Hunter Tri einem dort nicht dennoch visuelles Feedback gibt. Wer ein Monster gut beobachtet kann beispielsweise am Sabbern merken, wenn eines davon durch seine Attacken vorläufig keine Stamina mehr hat, und eventuell nun langsamer ist und sich eine Drei-Attacken-Kombo eher lohnt. Ein Monster welches strauchelt ist in den niedrigen HP angekommen und dementsprechend bald besiegt bzw. schwach genug um mit einer Falle eingefangen zu werden. Denn auch wenn Monster Hunter in den menschlichen Urinstinkt reinspielt in den Lebensraum majestätischer Kreaturen einzudringen, sie niederzumetzeln, und aus ihren hübschen Häuten ein Outfit zu erstellen, so muss man theoretisch bei den Hunts nie wirklich das Monster töten, sie einfach über das Fangen für den Zoo unschädlich zu machen ist auch ein Erfolg.

Was es übrigens auch gibt, ist nicht nur die unterschiedliche Schadensberechnung je nach Körperteil, sondern das auch welche zerstört werden können. Zum einen kann das andere oder bessere Materialien am Ende der Mission bereithalten. Zum anderen den Kampf allerdings auch vereinfachen. Braucht man für das aktuelle Rüstungsset die Hörner eines Monsters? Lieber mal direkt in die Fresse geschlagen, bis die Hörner auch visuell abbrechen. Macht einem beim aktuellen Monster besonders ein weitreichender Schwanzschlag zu schaffen? Warum nicht einfach den Schwanz abtrennen, so dass diese Attacke wegfällt? Oftmals gibt es sogar Subquest-Ziele, die einem ganz gute Tipps geben, was sich abzutrennen lohnen könnte.

Diese Subquests sind allgemein ganz nett. Nicht nur gibt es zusätzliche Belohnungen für ihr Erfüllen, sondern man kann auch schon beim Bestehen dieser Subquests entscheiden, dass man gern die Mission nun beenden würde. Damit bekommt man keinen Haken dahinter gesetzt und natürlich auch nicht die Haupt-Belohnungen, sondern nur die des Subquests. Aber vielleicht hat man nur jene gebraucht oder musste merken, dass dieser Versuch an der Hauptmission nichts wird, und wollte zumindest irgendwas für die investierte Zeit vorzuzeigen haben.

Sogar die Soulsborne Tipps funktionieren ganz gut für Monster Hunter. Beispielsweise niemals mit Frust spielen, sondern stattdessen lieber kurz Abstand vom Spiel nehmen oder eine andere der offenen Missionen versuchen. Denn mit Frust gespielt wird es fast immer nur schlimmer, der Frust größer, und der Teufelskreis wiederholt sich. Auch sollte trotz Tutorial-Missionen durchaus nicht davor gescheut werden, sich online etwas Hilfe zu holen. Ganz zuvorderst wenn es darum geht, wie man mit der gewählten Waffe gut umgehen kann. Und dabei lieber nicht davon abschrecken lassen, dass die Community ganz Soulsborne fast ausschließlich aus elitären Ärschen besteht, die einfach von jenem „Git gud“-Gameplay angezogen werden. Zwischen „schlag drauf bis es besiegt ist“ und „lass dich nicht treffen“ gibt es auch immer mal einen tatsächlich hilfreichen Tipp.

Einen Teil der Sucht, die ich natürlich jederzeit hätte beenden können versprochen, läuft natürlich ähnlich der eines MMORPGs ab. Mal kurz ohne Mission auf die Insel ums Dorf gehen, um sich frei zu bewegen und dort einfach an den Gather Spots einige nützliche Items zu sammeln, um die Vorräte aufzufrischen. Die Farm oder Fischerboote organisieren. Und eben ein Quest nach dem anderen zu erledigen. Ein großes Monster wieder und wieder besiegen, bis man nicht nur richtig gut an ihm geworden ist, sondern auch die Materialien für die tolle neue Rüstung hat, in der man nicht nur cool aussieht, sondern auch das nächste große Monster einfacher besiegen kann. Um es dann wieder und wieder zu besiegen, um dessen Rüstung zu machen, mit Harvesting dazwischen, um die aufgebrauchten Vorräte wieder aufzustocken. Manche Leute werden bestimmt sogar so gut, dass sie eine Mission nur mit den dürftigen zu Beginn gegebenen Items schaffen, statt wie ich eigene Stacks an Mega Potions mitzubringen, um über die Runden zu kommen.

Genau das ist allerdings auch ein anderer Teil der Faszination am Spiel. Das „Git gud“. Zum ersten Mal eine Hunt-Mission anzunehmen, nach dem Ziel zu suchen, und dann im richtigen Areal angekommen eine coole kleine Ingame-Cutscene zu sehen, die das Monster einführt. Zu denken wie man es nur schaffen soll solch eine wilde Bestie zu besiegen. Und es dann einfach zu tun. Lernen was ausgewichen/geblockt gehört. Wann am besten angegriffen werden kann. Das Monster in die Knie zu zwingen. Gerade so nachdem man sich an seinem Potion-Konsum fast ertränkt hat doch das Monster zu besiegen, bevor man selbst ins Gras beißt. Und um die Materialen zu farmen direkt oder mit besserer Ausrüstung vom späteren Spielverlauf nach einiger Zeit zurückzukommen und langsam besser zu werden, oder direkt ein plötzlich so leichtes Spiel zu haben. Tatsächlich hat man die Kämpfe besser in Erinnerung, die nur knapp ausgegangen sind, oder wo man schon ein oder zwei Mal gegen das Monster verloren hat, statt diejenigen, die man mit relativer Leichtigkeit besiegen konnte. Auch wenn man zunächst geflucht und das Vieh verteufelt hat, die hart erarbeiteten Siege hinterlassen dann eben auch ein entsprechend vollbrachtes Gefühl.

Außerdem spielt es in den Erkundungsdrang hinein. Trotz der Quest-basierten Struktur. Ein neues Gebiet zum ersten Mal zu erleben, mit einer für die Wii schon sehr schönen Grafik, einer Welt die an ein abgestecktes Xenoblade erinnert – nur mit Harvest Spots, deren RNG nicht unterirdisch sind. Dass man die Insel außerhalb des Dorfes eben doch Quest-frei begehen kann, und die dort auftauchenden Monster sich immer mal wieder verändern. In einem recht einfachen Standard-Gather-Quest plötzlich von einem großen Monster überrascht zu werden. Als der Gigginox zum ersten Mal von der Decke fiel oder der Lagiacrus in einer frühen Mission einfach mal so reingeschwommen kam, und die epische „Oh shit, großes Monster“-Musik anfing, war ich doch echt überrascht. Dazu eine Storyline, die gerade ausgearbeitet genug ist, als dass die Quests doch nicht absolut beliebig aneinandergereiht wirken, aber den Hauptfokus der Hunts nicht ausbremst.

Mir hat es auch geholfen, dass Monster Hunter sich dabei nicht immer so absolut ernst nimmt. Es gibt genügend merkwürdige Animationen des eigenen Charakters, und die schrägen Tänze des KI-gesteuerten Mitstreiters Cha Cha. Seltsame Gespräche mit den NPCs. Das Highlight des Gamings überhaupt, nämlich ein Steak zu braten. Monster Hunter Tri gewinnt durch diese komödiantischen Anwandlungen definitiv was, statt nur schnöde „Jage Monster, erlege Monster, jage nächstgrößeres Monster“ zu sein.

Ich mochte sogar, dass Monster Hunter Tri gar nicht mal so viele Monster bietet. Mit knapp drei Dutzend ist das Spiel nämlich tatsächlich am unteren Ende der Franchise, wenn es um die Anzahl der Monster geht. Aber dafür wirkte für mich halt das Unterfangen auch absolut machbar. Letztendlich habe ich ja trotzdem circa 60 Stunden dran gesessen, es war also alles andere als kurz. Aber weil ich immer eine überschaubare Anzahl an Big Hunts vor Augen hatte, schien mir das immer ein erreichbares Ziel. Und auch wenn es viele Systeme in Monster Hunter Tri gibt, konnte man sich immer langsam darein einfinden. Beispielsweise kommt das Equipment auch mit Skills um die Ecke, die man zusätzlich mit Gems erweitern kann, sofern die Slots für sie da sind. Aber da jedes volle Set schon automatisch diverse aktiv hat, muss man sich die Sache nie unnötig kompliziert machen, wenn man das nicht will. Oder kann Dinge wie die Farm oder die Fischerboote auch wenn gewünscht erst Mal ignorieren.

Online fehlt mir halt, weil die Server bereits abgeschaltet sind und Offline Multiplayer gibt es wahlweise in Monster Hunter Tri auch nicht. Einige Veteranen würden natürlich damit auch prompt behaupten, dass ich nie Monster Hunter richtig erfahren habe, weil ich eben nicht mit anderen auf schwere High Rank Quests gegangen bin. War immerhin auch eine der Mitauslöser, warum die PSP-Teile in Japan so beliebt wurden. Aber erneut, gerade auch deswegen wirkte für mich immer alles überschaubar und machbar. Ich fühle mich zumindest nicht so, als hätte ich eine wichtige Komponenten verpasst und nur ein halbes Spiel erlebt. Ich bin vollkommen zufrieden und zur Franchise bekehrt aus dem Storyline Offline Single Player von Monster Hunter Tri gekommen.