Digital Devil Story: Megami Tensei

Man vergisst es immer wieder gern zwischenzeitlich, aber ursprünglich ging das ganz erste Megami Tensei aus 1987 auf ein Buch zurück, hat sich dann nur ab dem zweiten Teil klar von denen distanziert. Ich mein, die drei trashigen Groschenromane Digital Devil Story sind sowieso nur in Japan erschienen, und eine inoffizielle Übersetzung reicht ebenfalls nur bis zum Ende des zweiten Bandes. Neben den beiden Videospiel-Adaptionen gibt es allerdings auch eine Anime-OVA.

Wie der Titel Digital Devil Story: Megami Tensei schon verrät, erzählt diese nur das erste der drei Bücher nach, denn nur jener trägt Megami Tensei als Untertitel. Nakajima ist also ein Computergenie, welcher das von ihm geschriebene Dämonen-Beschwörungs-Programm nutzt, um mit Loki einen Pakt zu schließen und sich an Schulschlägern zu rächen. Dummerweise übernimmt Loki seine Lehrerin, damit die etwas weiter Computerpferdestärken einsetzt, auf das von Nakajima gar nicht geplant die Gottheit in der realen Welt materialisieren kann. Im Kampf gegen ihn steht Nakajima auch die Transferschülerin Yumiko zur Seite, denn die beiden sind die Wiedergeburten von Izanagi und Izanami, was nun auch Nakajimas Alpträume ins frühere Leben erklärt.

Viel Fleisch ist zugegeben nicht dran, denn allzu viel geschieht in den sehr kurzen Büchern tatsächlich nicht. Am Ende des ersten Bandes ist Loki besiegt und Set kündigt sich bereits als Antagonist des zweiten an, und die OVA schafft das ohne wirkliche Abstriche in popelige 45 Minuten zu packen. Ich bin geradezu etwas gewillt der ganzen Sache das Prädikat Vergessenswert aufzudrücken. Dies ist nämlich nicht meine erste Berührung mit Digital Devil Story. Ich habe die Videospiel-Adaption von Namco und Atlus in Form von Kyuuyaku Megami Tensei gespielt. Da kann man noch sagen, dass jener Dungeon Crawler letztendlich außer Intro und Charakternamen kaum noch was mit dem Buch zu tun hatte. Aber auch die inoffizielle Übersetzung der ersten beiden Romane habe ich vor vielen Jahren gelesen, sowie diese OVA hier bereits gesehen gehabt. Und konnte mich dennoch an kaum etwas erinnern. Vielleicht liegt es allerdings auch an der langen Zeit und das ich schon sehr viel Mediales konsumiere, welches beständig ältere Dinge aus dem Gedächtnis verbannt.

Tatsächlich ist das Interessanteste am Anime der Look und Feel, und das wahrscheinlich auch nur für solche wie mich, welche die entsprechende Ära miterlebt haben. Es ist witzig die ganzen alten Computer zu sehen, die so viel leisten konnten wie heutzutage ein Smartphone, aber eine ganze Wand einnehmen und quietschend die Bänder ins Rollen bringen. Mit den alten CRT-Monitoren vor sich. Und natürlich das Design einer typischen 80s-Horror-OVA. Von den Charakter- über die Gegnerdesigns. Die Handanimation und der damit einhergehende etwas verwaschene und graustichige Look. Ein wenig Sexyness und ganz viel Blutspritzer und Dämonenfratzen. Und in den Alpträumen, wenn Nakajima als Izanagi von der Mumie Izanamis verfolgt wird, ein Uptempo-Track als Musik, der wirklich nur in einer Horror-Story der damaligen Zeit verwendet sein konnte.

Ob einen das über die immerhin kurzweiligen 45 Minuten an Standard-Cyber-Horror der Ära verhilft, ist dann natürlich von jedem selbst zu beantworten.

Let’s Play Megami Tensei – 05. Infini and Beyond

ava-1665Ok, weiter geht es durch das Höllenfeuer. Wo wir beispielsweise einen Pferdedämonen erledigen, der uns Purski Neights hinterlässt. Das Boss-Item des hiesigen Dungeons, wie uns eine Statue verrät, da es Seth einfrieren kann. Außerdem finden wir einen Mini-Dämon in einer Flasche. Boss-Item #2, da er es ist, der versteckte Türen aufspürt, und Seth steckt mal wieder hinter einer. Seth selbst kann Feuer- sowie Eiszauber, außerdem normal attackieren natürlich. Dies kann bis zu die ganze Truppe treffen und bis zu 100HP abziehen. Außerdem kann er lächeln, was bisher bei Gegnern immer permanenter Level drain bedeutete, wenn es funktionierte. Von daher ist es ganz praktisch, dass die Neights ihn immer mal wieder eine Runde aussetzen lassen.

Nach dem Sieg über ihn gibt es keinen Orb, weil Izanami haben wir ja bereits befreit, sondern den besten Schild im Spiel. Die beste Waffe für Nakajima können wir uns auch gleich holen gehen, in dem der Dämon im Einmachglas nämlich eine versteckte Türe in Bien entdeckt, wo wir sowieso hin zurück gehen, um die Stadt direkt ins finale Gebiet, Infini Palace zu fliegen. Kann ja nie schaden die dabei zu haben, nicht? In einem kleinen Anflug an Redundanz kommt man genau auf dem Stockwerk raus, wo auch in Infini die Stadt (erneut hier mit Encountern) zu finden ist. Bien ist dennoch gut hier geparkt, denn einen Heiler und Speicher-NPC gibt es dort nicht (die sind zwei Stockwerke tiefer angesiedelt), nur Shops und eine Fusionskathedrale. Und einen NPC, der uns einen Tipp zum White Dragon Orb gibt.

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Das ist natürlich das hiesige [Item für Boss], allerdings im Sea of Flames zu finden. Und zwar in der Heiligen Urne, die ich dort zwar gefunden habe, allerdings nichts mit tun durfte, bevor ich nicht den NPC in Infini angesprochen habe. Mit Rick’s Bracelet – das haben wir dafür bekommen den Dämon zu Beginn in den Valhalla Corridors gerettet zu haben – können wir da nun den Orb herausfischen. Den Rest von Infini Palace zu durchsuchen, statt direkt zur Spitze zu Lucifer zu gehen, ist übrigens dennoch ertragreich, weil ein paar der besten Equips in Schatztruhen zu finden sind.

Der Weg zu Lucifer besteht im Prinzip daraus bis ganz nach 1F runter zu gehen, dort dann den Weg in den neuen Bereich zu finden, wo die blauen Wände zu einem ominösen Rot wechseln, und von dort dann jeweils die Treppen Stockwerk per Stockwerk bis 8F ausfindig zu machen. Natürlich ist das Layout nicht ganz so einfach, es gibt Teleporter, dunkle Areale, und Falltüren. Gerade 8F ist freaky, da die engen Gänge plötzlich in einen riesigen, offenen Raum münden.

Sind wir dann beim Bildschirmfülenden Lucifer angekommen, versiegelt der Orb erst mal seinen Diarahan-Zauber, somit kann er keinen auf Chaos machen und beliebig seine kompletten HP heilen. Wie alle Bosse in Megami Tensei kann Lucifer ordentlich austeilen, und man hat Glück wenn die Attacken nicht gleich die ganze Truppe treffen. Dieses Damage Output kann gefährlich sein, wenn man es nicht rechtzeitig unter Kontrolle bekommt, denn im ersten Teil gibt es keinen Massen-Heilzauber, der viel heilt, sondern entweder Medium-Alle oder Viel-Solo. Ist er besiegt hinterlässt uns Lucifer mit der kryptischen Nachricht, dass „Er“ wohl eingegriffen hat, und dies nicht das Ende der Dämonen ist, und beim nächsten Mal „Er“ mit von der Partie sein wird. Danach versinkt der Dungeon-Komplex wieder, Izanamis Seele fährt gen Himmel, und Nakajima und Yumiko werden ein Pärchen. Doch dann… beginnt direkt Megami Tensei II.

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Gut, das allererste Megami Tensei also. Es ist ein fieses Stück Dungeon Crawler, und heutzutage eigentlich nur noch bedingt empfehlenswert. Das ist natürlich nicht wirklich überraschend, ich glaube kein RPG, welches Original vor 1990 erschienen ist, macht heutzutage wirklich noch sonderlich Spaß, außerhalb der Kuriosität Serienanfänge zu erschnüffeln. Das Remake ist wohl einfacher, schon alleine wegen der Speicherbatterie aber wohl auch simplerem Stockwerke-Layout, doch es ist halt immer noch so, dass ziemlich schnell jeder beliebige Zufallskampf einem ordentlich die Suppe zu versalzen weiß. Die Strafe für den Tod ist wie erwähnt nicht sonderlich hoch – halbes Geld ist im Spiel kaum was – und es ist gerade durch Bien auch nie der letzte Speicherort zu weit weg, als das das Backtracking super lang wird. Aber ja… ich denke ohne Emulator mit Rückfall auf Save States hätte ich es nicht spielen wollen. So war es ganz interessant, um natürlich im Kontext mit seinem ursprünglichen Erscheinungsjahr gesehen sicherlich auch ein ganz cooles Konzept mit dem Dämonenbeschwören und dem dunkleren Setting. Von daher, alle „Aber“s in Betracht genommen, isses eigentlich ganz cool gewesen für seine Zeit.

Let’s Play Megami Tensei – 04. Reincarnated Goddess

ava-1664Mazurka ist das erste Dungeon, in dem uns Gegner über den Weg laufen, die permanent Level drainen können. Bei Vampiren oder Loas tritt man also besser den strategischen Rückzug an. Allgemein sind die Gegner ein ganzes Stück härter geworden, was auch daran liegt, dass man sie jetzt eigentlich fast nur noch in Gruppen von 5-8 trifft.

Hier labern alle NPCs über Hecate, wie sie unsichtbar und somit unverwundbar ist, und das jemand ihr Silver Relief gestohlen hat. Na wenn das nicht nach [Next Boss] und [Necessary Item] klingt, dann weiß ich auch nicht. Stimmt aber nicht, denn ein anderer NPC meint, Latos Statue macht Hecate sichtbar. Ist ein Wunder, dass wir nicht am Anfang erst ein Item einsammeln mussten, bevor Minotaurus verwundbar wird, ist nämlich bisher bei allen anderen Bossen so gewesen.

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Mazurka besteht übrigends aus zwei an der Spitze verbundenen Türmen, von denen der erste relativ überschaubar ist, da zwar 8 Stockwerke, aber alle nicht so sonderlich groß. Außerdem funktioniert der hiesige Aufzug bereits, ohne dafür etwas erledigt haben zu müssen. Vielleicht liegt es aber auch am Orb von Loki. Anstatt direkt nach oben zu fahren und den Übergang in den Nachbarturm zu suchen, ist es natürlich dennoch nötig, das ganze Ding zu mappen, da man nie weiß, wo ein nötiger Gegenstand versteckt liegen könnte. Hier gibts übrigens auch eine Statue, die einen nach Bien zurückwarpt, welches übrigens hierher geflogen werden kann und dann zwischen den beiden Türmen sitzt. Falls man die Stadt nahe braucht. Denn Yumikos Trastat-Zauber warpt einen zum letzten Speicher-NPC zurück – in Bien speichern und die Stadt dann zum aktuellen Dungeon fliegen hat man es also nicht weit auf dem Rückweg. Langsam werden die Magnetite auch rarer, und damit meine ich, dass ich zumindest nicht mehr nach jedem zweiten Kampf auf 9999 gemaxed bin, da meine Dämonen nun recht viel kosten und weniger Gegner welche hinterlassen. Haben wohl auch die Macher entdeckt, denn hier springt ein NPC rum, der Mag gegen Macca tauscht.

Der zweite Turm ist nicht nur 10 Stockerke, sondern 4 davon sind auch die doppelte Größe der restlichen. Hecate, die Statue um sie verwundbar, und das Relief um ihren Raum sichtbar zu machen (Hah! Zwei nötige Items, um das fehlen bei Minotaurus wett zu machen) sind alle hier versteckt. Der erste Turm hat also tatsächlich nichts von essentiellem Spielfortschritt zu bieten gehabt. Netterweise ist 6F übrigens eine weitere Stadt, wenn auch eine mit Gegnerkämpfen, in der nicht nur eingekauft, fusioniert und geheilt, sondern sogar gespeichert werden kann. Oh so nett, Megami Tensei! Wie immer gibt es natürlich auch einige NPCs, die uns Hinweise für diese und die kommenden Dungeons geben. Durch jene wissen wir auch, dass die Latos Statue und das Ares Necklace das gleiche Gewicht haben, was bei einer Indiana-Jones-igen Austauschaktion hilfreich ist. Das Silver Relief zu bekommen hat mich länger gebraucht und war wesentlich teuflischer, obwohl es auf 8F – dem ersten Stock, auf dem man ist – versteckt liegt. Es ist nämlich im abgelegensten Part, den man über mehrere Treppen und verzwickte Gänge durch halbe Stockwerke erreicht. Und dort dann in einem dunklen Areal, in dem man nichts sieht, mit versteckten Warps auf andere Stockwerke und Einwegtüren in falsche Bereiche von 8F. Hat man den NPC dann gefunden, verkauft er einem das Item nur gegen die kompletten Ersparnisse.

Hecate wartet auf 3F auf uns, wo wir erst mal das Silver Relief in einer Wand anbringen und dann wie von NPCs gehintet den Map-Spell sprechen müssen, um eine versteckte Türe zu öffnen, die in eine neue Halle führt. An dessen Ende wartet die unsichtbare Bossin, die mit der Statue jene Eigenschaft verliert und dann auch gar kein allzu harter Fight ist.

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Die untersten zwei Stockwerke sind übrigens bereits der Beginn des nächsten Abschnitts, Sea of Flames. Neues Gimmick. Bisher hatten wir bereits schadende Bodenfließen, Einwegtüren, Teleporter, Rotationsplattformen, dunkle Areale und zuletzt Geheimtüren. Sea of Flames bringt mit sich, dass das Dungeon seinem Namen alle Ehre macht, in dem es tatsächlich brennt, was die Gruppe schon nur beim Rumlaufen langsam schädigt. Hohum…

Das ist natürlich etwas arg fies, und somit, sobald man den richtigen Weg durch die zwei großen Stockwerke an Labyrinthen und Teleportern durchs Feuer gegangen ist, trifft man hier auf die von Lucifer weggesperrte Izanami. Die Orbs, die es nach den Bossen gab, richtig eingesetzt ist sie befreit und gibt uns ihre Robe. Was die macht? Uns vorm Höllenfeuer schützen. Jetzt wo ich darüber nachdenke, ich glaube bis hierher hätte man es schaffen können, ohne einen Boss zu besiegen. Alle Dungeons sind direkt miteinander verbunden, und es gibt auch keine Hürden, die erst nach Boss-Beseitigung freigeschaltet werden, abgesehen vom optionalen Bien-Eingang und die Teleporter, die lediglich Shortcuts sind. Man kann also direkt von Daedalus nach Valhalla, nach Mazurka, und ins Sea of Flames. Erst hier braucht man die Orbs, die es nach den besiegten Bossen gibt.

Let’s Play Megami Tensei – 03. Loki in Valhalla

ava-1660Ich hab mich etwas vertan, statt nur nach Bien hätte ich auch direkt in die tieferen Ebenen der Valhalla Corridors gekonnt, die Treppe hatte ich nur ganz übersehen. Man kann also doch ein ganzes Stück machen, ohne den Minotaurus zu besiegen. Genau genommen hätte ich wohl hier mit neuer Ausrüstung und Dämonen aufrüsten können, um Minotaurus zu vereinfachen. Theoretisch. Allerdings scheint Bien tatsächlich als Dungeon zwischen Daedalus und Valhalla gedacht zu sein, zumindest wenn man die Level der Gegner in betracht nimmt.

Die ehemals fliegende Stadt Bien ist voller Treppen, da die Stockwerke mal wieder in einzelne Parts unterteilt sind, sowie geschlossene Türen, einen weiteren verluchten Fahrstuhl, Stausverändernde Gegnern, und versteinerte NPCs. Außerdem Shadow Medusas als gescriptete Kämpfe, vor denen man sich in Acht nehmen sollte. Außerdem ein nicht versteinerter NPC, der einen in die Starterstadt zurückwarpen kann. Auch in Acht nehmen sollte man sich vor den Einweg-Türen, die einen mal schnell in einen Teil des Stockwerks zurückversetzen, in dem man gar nicht sein will, und man erst mal wieder drei Treppen hoch und runter und zurück nehmen muss. Nicht alle NPCs sind übrigens versteinert, nur die auf 2F, auf 1F stehen Wachen rum, die mich nicht passieren lassen, und ein helfender Greis, der mir einen Schlüssel gibt, damit ich Medusa besiegen kann. Der öffnet eine Tür auf 2F, hinter der ein großer Raum ist, bei dem fast jede Bodenfließe enorm HP abzieht, wo aber auch eine Statue des edlen Helden, der sich Medusa zum Kampfe stellte, versteckt liegt.

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Damit geht es auf 4F zu Medusa. Dank der Statue kann sie uns nicht einfach versteinern. Im Kampf an sich ist sie recht gewöhnlich, selten wirft sie mit Feuer um sich, meist greift sie physisch an. Wobei etwas Glück dazu gehört, ob ein Angriff zwischen ein bis drei Mal trifft. Nachdem sie besiegt ist, bekommen die Gänge von Bien sogar etwas Farbe, statt Steingrau zu sein, nett. Gegnerkämpfe gibt es jedoch weiterhin. Auf Medusas Stockwerk ist auch ein Raum, in dem meine Gruppe etwas spürt, wo es aber zu keinem Event kommt. Oder wohl eher noch nicht. Was ich übrigens auch gemerkt habe, ist, dass die gescripteten Kämpfe sich ganz wie in Wizardry und Might & Magic erneuern, wenn man also später auf die gleiche Bodenfließe zurück kommt, kommt es erneut zum Gefecht.

Viel wichtiger hingegen ist, dass zum einen die Aufzüge wieder funktionieren, aber auch das wir nach dem Sieg über Medusa einen Schlüssel bekommen haben, der uns ins Vergnügungsvierteil von Bien lässt. Das ist ein Stadtbereich, in dem wir endlich außerhalb der ersten Stadt Heilen, Speichern, und Dämonen fusionieren können. Außerdem haben wir die üblichen Shops, plus einer Bar und ein Kasino. Der Stadtälteste überreicht der Truppe zudem einen Tour Pass, mit dem wir die Stadt nun durch die Gegend fliegen dürfen.

Als nächstes geht es natürlich nach Valhalla, wo wir direkt einen Talisman für die Rettung von Bien einstecken können, welcher angeblich gegen Lokis Siegel hilft. Na wenn das nicht mal nach dem nächsten Boss riecht. Auf dem ersten Stock des eigentlichen Dungeons finden wir einen angeketteten Dämonen vor, der uns für seine Befreiung ein Armband gibt und der Gruppe beitritt. Nettes Kerlchen. Der zweite Stock ist mal wieder in viele Einzelteile zerlegt. Hier finden wir unter Andrem einen Amethyst. Den können wir später im Dungeon gegen ein Ares Necklace tauschen. In Valhalla laufen auch jede Menge coole Dämonen rum. Wie Incubus, Arachne, Furiae, Nue, Gargoyles oder Formorian.

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Sogar einen direkten Übergang nach Bien ist in Valhalla Dungeon zu finden. Praktisch, aber macht das unübersichtliche Geflecht aus Welche-Treppe-führt-Wohin nicht einfacher. Hilft natürlich nicht, dass das zweite Stockwerk Valhallas mal wieder in den nächsten Bereich, Mazurka, übergeht, also entsprechend stark nach einer Richtung erweitert ist. Immerin gibt es hier erneut Shops, Fusion und Heilen, und das nicht mal so weit von Lokis Standort.

Loki ist dann auch der Weckruf-Boss, bei dem einem das Spiel die Zähne zeigt. Ich bin mit meinen Charakteren genau auf Level 30 angekommen und hatte zwei Dämonen im Gepäck, die mir gut durchs Dungeon geholfen haben, und Loki hat mich in Grund und Boden gestampft. Und das mit dem Talisman, der uns beschützt a la Statue bei Medusa. Ich hab also mal ordentlich in neue Dämonen und die Fusion investiert, und es dabei eventuell etwas übertrieben. Mit zusätzlich ein paar Leveln und dem Equip, dich ich mir in Mazurka geholt habe, hatte sich das Lüftchen ziemlich hart in die Gegenrichtung gedreht für Loki. Wir bekommen mal wieder einen Orb für den Sieg.

Let’s Play Megami Tensei – 02. Digital Devils

ava-1658Ab 4F wird das Dungeon etwas komplexer. Nicht nur sind die Stockwerke nun größer, sondern auch in Bereiche unterteilt, die über verschiedenen Treppen auf und ab besucht werden müssen, statt das ganze Stockwerk ein zusammenhängendes Labyrinth zu sein. Außerdem hören wir was über einen Goblin, der Sachen stiehlt. Auf 3F treffen wir dann… Tiamat! Nah, nur der verkleidete Goblin, der meint den Schild bereits weggeworfen zu haben und das wir deswegen vorher Minotaurus besiegen müssen. Ach ja, der Silence Orb, um den Aufzug in Fahrt zu bringen, gehört angeblich dem Boss des Turmes – ich gehe mal davon aus, dass genau dies der Minotaurus ist.

Auch eine nette Entdeckung auf 3F ist ein Item-Shop. Na endlich! Der verkauft Statusheilung für Gift, Paralyse und Versteinerung… nicht ein Warp-Item oder gar schnödes Heilen von HP oder MP. Hrmmm. Allerdings habe ich dann gemerkt, dass die Jewels, die häufiger mal von Gegnern gedropt werden, nicht nur zum Verkauf und um sie zu bestechen sind, sondern auch einen Charakter heilen können. Puh. Megami Tensei ist dabei übrigens so random, wie jedes 8bit-RPG oder jeder oldschoolige Dungeon Crawler ever: Mal bekommt man einen einzelnen Gegner hingestellt, den man schon seit Stockwerken bekämpft, dann wieder einen harten neuen in 6er-Gruppe. Was mir dabei auch auffällt, ist, dass ich noch überhaupt kein besseres Equip gefunden habe. In den wenigen Schatztruhen war bisher immer Geld, ich lauf weiterhin mit dem Besten rum, was es in der Stadt zu kaufen gab.

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Nach einigem Mapping, vielen Kämpfen, davon ein paar gescriptete gegen Spezialdämonen wie Harpy oder Nekomata, bin ich dann also auch auf 1F. Eingeführt hier werden dunkle Areale (dank der Automap der SNES-Version ziemlich trivial), Einwegtüren, und Cerberus als random Encounter – ein sicherer Weg in den Tod, zumindest als ich neu auf dem Stockwerk war. Ach ja, Tod ist relativ DQ-trivial, man bezahlt Charon, damit er einen in der Stadt wiederbelebt, behält seinen kompletten Fortschritt, verliert aber die Hälfte des Geldes. Hier unten erzählen mir auch einige NPCs von Medusa und einem Kerl, der sie besiegen wollte, und das Medusa die fliegende Stadt versteinert hat. Nehm mal an nach Minotaurus ist Medusa der nächste Boss. So von griechischer Mythologie beeinflusst war Digital Devil Story das Buch gar nicht.

Was es hier unten auch gibt, ist ein ewig langer Korridor (1F ist gigantisch, ungefähr die dreifache Größe des vorigen Stocks), der mich in Valhalla rauskommen läst. Muss ich Minotaurus gar nicht besiegen, um ins nächste Gebiet zu dürfen? Hier bemerke ich Honk auch zum ersten Mal, dass ich nicht nur die Dungeon-Map bewegen kann, sondern auch den Stockwerke-Querschnitt, und scheinbar sind tatsächlich alle Gebiete des Spieles direkt miteinander über die Dungeons verbunden – von der fliegenden Stadt mal abgesehen.

Aber erst Mal zu Minotaurus, der so im Zentrum ungefähr abhängt, und cooler aussieht, als ich erwartet hätte. Der Kampf war auf Level 15 nicht schwer aber langwierig, da ich doch nicht so viel Schaden verursacht habe. Hauptsächlich haben Nakajima und Cerberus angegriffen, für so 5-8 Schaden. Yumiko und Nekomata haben geheilt, weswegen es nie wirklich ernst wurde. Aber ich geh mal davon aus, dass man eigentlich ein höheres Level haben sollte, wenn auch nur damit der Kampf keine 10 Minuten dauert. Anschließend gibt es den Orb of Silence, mit dem wir den Fahrstuhl von seinem Fluch befreien können. Macht Sinn, so können wir nämlich nun direkt von 8F auf 1F fahren, damit es schneller nach Valhalla geht, statt jedes Mal durch alle schon bestrittenen Stockwerke zu stapfen. Was der Goblin über den Schlid gesagt hat, will mir aber nicht ganz einleuchten, denn ich hab es nirgendwo auf 1F gefunden, nicht mal nach dem Bosskampf erhalten. War vielleicht nur Flavor Text.

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Also in den Aufzug rein, nach 1F gefahren, dort dann bis in die Valhalla Corridors vorgekämpft. Das ist die nächste „Stadt“, mit neuem Rüstungs-/Waffenshop, keinen Gegnerkämpfen, aber leider auch ohne einem NPC zum Heilen oder Speichern, dies muss weiterhin in der Starterstadt erledigt werden. Dafür gibt es hier einen NPC, der einen sofort auch dort hin zurück warpt. Außerdem gibt es hier zwei Ausgänge, die beide bewacht sind. Eine Wache schmeißt uns wortlos sofort wieder raus, der andere ist offen für Bestechung. Ein Goblin hat sein Schild geklaut und wir sollen es wieder holen. Hah! Also zurück zum Start gewarpt, Aufzug nach 3F genommen, wo der stehlende Goblin war, und wir kommen in einem neuen Raum raus. Dort wartet erst mal ein BUG auf uns, ein tatsächlich verbuggter Gegner (in DDS:MT kommen die ja alle per Computer-Programm zu uns), der Boss-Kaliber ist, und uns anschließend in den Raum lässt, wo der Schild hingeworfen wurde. Stimmte also doch, dass wir erst Minotaurus besiegen mussten, weil wir nur so an den Aufzug kamen, der in den Raum hier führte. Also zurück nach 1F, nach Valhalla gegangen, und dort dem Kerl sein Schild zurückgegeben, der uns nun durch lässt. Raus kommen wir in Bien, der Stadt, die von Medusa versteinert wurde.

Let’s Play Megami Tensei – 01. The Old Testament

ava-1656Ok!, let’s MegaTen like it’s 1987! Oder doch eher 1995, da Remake. Genau genommen geht die Megami Tensei Reihe ja auf eine Lizenz zurück, denn ursprünglich gab es da mal drei trashige Kurzromane mit dem Namen Digital Devil Story, der erste Band davon mit dem Subtitel Megami Tensei. 1987 wurde dann die Lizenz auf jene Dämonenbeschwörer-Cyberpunkt-Geschickte aufbauend Spiele zu programmieren – Telenet einen Gauntlet-Klon für die Heimcomputer, Namco hingegen einen Wizardry-Klon für das NES. 3 Jahre später kam ein Sequel raus, anschließend ging die Franchise an Atlus, die 1992 dann mit Shin Megami Tensei auf dem SNES so richtig loslegten. 1995 hat Atlus dann, ein Sequel und mehrere Spinoffs später, auf jener Engine die beiden NES-Spiele für das SNES in Kyuuyaku Megami Tensei geremaked, und das ist auch gut so, so kann ich die nämlich immer-noch-aber-nicht-ganz-so-brutalst archaisch spielen.

Mal sehen wie es ankommt, ich habe ja ehrlich gesagt, obwohl ich ein großer Fan der Reihe seit Ende PSX/Anfang PS2 Zeiten – also eigentlich quasi seit Shin Megami Tensei III: Nocturne aber erweitert um die Persona 2s und Soul Hackers, gern. Mit den beiden SNES Shin Megami Tenseis hingegen war ich nicht ganz so warm geworden. Viel besser erwarte ich hier also auch nicht, aber man kann sich natürlich immer positiv überraschen lassen.

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Das Spiel begonnen, und es ist Pre-Titelbildschirm Backstory Time! Hauptsächlich werden wir eigentlich nur noch mal an den Fall des strahlenden Engels Lucifers erinnert, aber mit schönem Pixel-Fresko! Dann Megami Tensei I ausgewählt und… eine weitere Pre-Titelbildschirm-Sequenz. Computer-Genie Nakajima hat ein Dämonenbeschwörungs-Programm entwickelt und wie das so ist mit der Dämonenbeschwörung, haben sie ihn sofort angegriffen, sobald sie sich physikalisch gefestigt hatten. Die Austausch-Schhülerin Yumiko half ihm dabei Loki und Seth zurückzuschlagen. Doch dann ist Lucifer aufgetaucht, hat die Göttin Izanami entführt und hängt nun im Turm, der auf ihrem Grabmal in Asuka aufgetaucht ist, ab. Nakajima und Yumiko sind hinterher gegangen, um Lucifer, Loki und Seth entgültig zu besiegen und die Göttin zu befreien.

Ich kann mich nur noch vage an die Fanübersetzung der ersten zwei Bücher erinnern… aber ich glaube damit sind wir bereits ganz am Ende vom ersten Roman angelangt, die Vorgeschichte, bevor das Spiel überhaupt richtig los geht, ist also fast schon der komplette erste Band. Dann wiederum gibt es auch wirklich nicht einen früheren Ansatzpunkt in der Geschichte, um einen Dungeon-Crawler in die Narration einzubringen, damit ein Spiel draus wird.

So, endlich im Spiel dürfen wir den beiden Hauptcharakteren erstmal wie üblich 15 Statuspunkte verteilen, jedes Level up kommt ein weiterer hinzu. Dann stehen die beiden im Daedalus Turm auf 8F, wo sich eine kleine Encounter-freie Stadt eingerichtet hat. Ein paar hilfreiche NPC-Tipps, 500 Macca um sich rudimentär auszurüsten, die dazu nötigen Shops, sowie einene Heiler, die Fusionskathetrale, und einen Speicher-NPC finden wir hier vor. Direkt fällt mir übrigens nett auf, dass es eine Auto-Map gibt, die auch ganz schnell über eine Schultertaste erreichbar ist. Außerdem sieht das Equip-Menü ziemlich cool aus und allgemein ist das Spiel nicht so karg, wie das erste Shin Megami Tensei – kein großer Unterschied in den Sprites, aber die Story-Szenen und die Labyrinthwände waren schon ein Stück ansehnlicher. Die Musik ist bisher auch ganz cool, mal atmosphärisch-ominös, dann wieder recht elektronisch Cyberpunk… nur ausgerechnet die BGM in den Gängen der 8F-Stadt ist extrem unpassend festlich. Erst später ist mir aufgefallen, dass die Stadt einen wichtigen Punkt missen lässt: Einen Item-Shop. Gibt also keine Heilgegenstände zu kaufen, oder einen Warp zurück hierher.

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Aber dann erst mal rein ins Getümmel auf 7F. Hier laufen hauptsächlich Foul-Dämonen und Zombies rum, die nicht angesprochen werden können, lediglich einen Gnome und einen Hequet konnte ich rekrutieren, zumindest sobald mein Level ein wenig gestiegen war. Wie üblich kann man natürlich nur Dämonen auf seiner Seite haben, die nicht das Level von Nakajima überschreiten. Und wie in den alten Teilen üblich verbrauchen sie Magnite, während sie in der Gruppe sind, und können nicht leveln. Übrigens auch echt nett am Spiel: Die andere Schultertaste führt in ein Kkompendium, in dem man sich den Status aller bereits angetroffenen Gegner ansehen kann. Leider kann man sich allerdings immer noch nicht aussuchen, welchen Gegner in einer Gruppe angreifen werden. Bisher hab ich auch noch nicht mehrere Gegnergruppen/-arten in einem Kampf bekommen.

6F ist auch nicht sonderlich groß, bringt zusätzlich aber noch eine Treppe zurück auf F7, um das Stockwerk zu vervollständigen. Außerdem finden wir Hinweise das ein Minotaurus auf dem untersten Stockwerk haust, und das wir einen Orb brauchen, um die Fahrstühle wieder in Schuss zu bringen. Außerdem gibt es einen gescripteten Kampf gegen einen Dryad. Auf 6F laufen hauptsächlich die Gegner von F7 rum, mischt aber die Lemurian dazu, die einem ziemlich schnell das Licht ausblasen können, wenn man nicht aufpasst. Netterweise kann Yumiko ja heilen. Und wie üblich wird bei einem Level up eh der komplette Status regeneriert.