Shark Week V – Mega Shark vs Kolossus

ava-2025Sharknado ist nicht der einzige Asylum-/SyFy-Trash, der gemolken wird, bis die Milch austrocknet. Sharktopus hat in 2014 und 2015 jeweils schnell ein Sequel nachgereicht bekommen, und auch Mega Shark läuft weiterhin. Nach vs Giant Octopus in 2009 und vs Crocosaurus in 2010 erwachte er erneut aus seinem Schlummer für vs Mecha Shark in 2014 und vs Kolossus in 2015.

Okay, also, es gibt mal wieder einen neuen Megalodon, obwohl das Militär dachte alle ausgerottet zu haben, weil sie jegliches Eis auf der Erde nach weiteren abgesucht haben. Ok. Aber der aus dem letzten Film hat sich vorher asexuell selbstbefruchtet, und aus dem Ei ist halt ein neuer geschlüpft. Und der greift jetzt wild um sich Schiffe an. Ach ja, und die Welt ist was Ökonomie und Regierung angeht am Auseinanderbrechen, zumindest wird uns das in den ersten Minuten gesagt, bis der Film es dann für den Rest vergisst. Ein Apex-Prädator in den Meeren zu haben hat echt enorme weltweite Auswirkungen in diesen Filmen.

Aber der Megalodon ist nicht unser einziges Problem, irgendwo in der ehemaligen UDSSR gab es einen Kampf-Koloss, der auf einer Super-Duper-Energiequelle, die eigentlich das Leben der Menschen im Ostblock erleichtern sollte statt für Massenzerstörungswaffen eingesetzt zu werden, läuft, und beim Handel damit wiedererweckt wird.

Und irgendwie haben wir jetzt zwei Geschichten, eine mit zwei Wissenschaftler mit der üblichen Schoße, dass einer den Megalodon ausschalten, die andere ihn allerdings nur fangen und studieren will. Ein reicher Definitiv-Bösewicht unterstützt sie mit viel Hightech, während der männliche Wissenschaftler beim Militär abhängt, mit einem zu ziemlich vielen Opfern bereiten Anführer. Und auf der andren Seite haben wir eine Superagentin, die dem Energiehandel einen Riegel vorschieben sollte, und sich zu Recht für die Reaktivierung des Titans verantwortlich fühlt, und nun einen Weg findet den aufzuhalten.

Irgendwann in den 85 Minuten kloppen sich die beiden Viecher auch sogar mal für so 2 davon, aber die meiste Zeit lassen sie sich ziemlich in Ruhe, genau genommen ist der Attack on Titan ziemlich nebensächlich, es geht wesentlich mehr um den Mega Shark hier im Film, wahrscheinlich weil Asylum sich mit jener Thematik im mittlerweile vierten Film besser auskennt, denn vom Plot her hat sich mal wieder nicht wahnsinnig viel geändert.

Aber das ist ja auch egal, Mega Shark vs. Kolossus ist mittlerweile der wohl unterhaltsamste der Mega Sharks, die sowieso erst ab dem vorigen Teil vs Mecha Shark schaubar geworden sind. Das Schauspiel ist durch die Bank weg immerhin passabel, das Ding ist relativ ernst aufgezogen sich aber seiner eigenen Dummheit dabei voll bewusst (was dem Vorgänger etwas abging), und es kommt zu reichlich Action mehr oder minder nonstop. Lässt sich gut ertragen der Film, auch wenn er eben was an Logik und Handlungsstruktur angeht auf wackeligen Beinen steht, und die Effekte gewohnt unter aller Sau sind, aber mit anderen Erwartungen geht man in diese Filme auch gar nicht rein.

kolossus

Shark Week III – Mega Shark vs Mecha Shark

ava-1649Hach, unsere lieben Freunde von The Asylum. Ohne sie wären wir jedes Jahr um 365 Monster-Trash-Filme ärmer. Das die alle nicht gut sind versteht sich von selbst, ist immerhin auch nicht deren Ziel. Das sie zum Großteil einfach nur langweilig sind, ist da schon das größere Verbrechen. Mal sehen wie es ums dritte Outing des Mega Sharks steht, nachdem er den Giant Octopus und den Crocosaurus hinter sich gelassen hat, um nun gegen seine Mecha-Version um Australien zu kämpfen!

Ok, jemand verschifft also einen Megalodon im Eisblock gen Ägypten und ist dann ganz überrascht, als das Eis langsam dahin schmilzt und das Vieh entkommen kann. So ein prähistorischer Killerfisch ist nun natürlich sofort darauf getrimmt Menschen zu terrorisieren, in dem er jedes Schiff versenkt, das er sieht, sogar Flugzeugen entgegen springt, und letztendlich auch Ölplattformen vernichtet. Man muss ja ein wenig Spaß haben, während der Urtrieb einen gen Australien zum Vermehren treibt (weil in 2 Millionen Jahren sich weder die tektonischen Platten noch Meeresströme verändert haben).

Aber das US-Militär hat hier schon längst seine Geheimwaffe gebaut. Ähnlich wie bei Godzilla gibt es nur eine logische Methode ein Riesenungeheuer zu bekämpfen, wenn einem keine eigenen Riesenungeheuer zur Seite stehen: Man baut sich eines! Mecha-Megalodon wird also losgeschickt, um Echt-Megalodon zu bekämpfen, gesteuert von Rosie und der KI Nero, auch wenn Rosies Freund Jack noch nicht alle Kinks aus dem neuen Mecha-Megalodon entfernt hat. Aber wann hat schon je in Fiktion eine von einer KI gesteuerte Kampfmaschine sich selbstständig gemacht und gegen die eigene Erschaffer gerichtet?

Ok, Asylum macht eigentlich zwei Arten von Filmen: Witzig-dämlich oder einfach nur doof-dämlich. Meist ist es letzeres, die wenigen Filme unter erster Kathegorie scheinen eher zufällig zu geschehen. Aber wenn man 7 uninspirierte CG-Monsterstreifen für Lau pro Woche raushauen muss, kann man wohl eher keine Ambition erwarten.

Mega Shark versus Mecha Shark hingegen ist… keines von beiden so richtig. Ich mein mit Logik darf man ihm nicht kommen, was Geschichte oder Pseudo-Wissenschaft angeht. Aber er nimmt sich dann eben doch so ernst, und ist dabei auch nicht wirklich unfreiwillig komisch, als das da wirklich nicht viel dämlich dran ist, weder auf witzige noch inkompetente Art. Ich hab das Gefühl hier wollte jemand wirklich einen ernstzunehmenden Katastrophenfilm machen. Unterstrichen dadurch, dass Rosie eine tragische Vergangenheit bekommt, da sie ihre Tochter verlor und dann dem Alkoholismus anheim fiel, aus dem der Film dann aber irgendwie nichts herausholt, weswegen die Flashbacks etwas deplatziert wirken. Solange man nicht zu viel über die interne Logik nachdenkt, oder sich vom extrem billigen Look ablenken lässt, kann man den Streifen sogar relativ gesehen ernst nehmen. Das ist mir glaub ich sogar etwas gefälliger als die verkrampft auf „guck wie blöd das hier ist, das muss doch witzig sein“ Machwerke, die so häufig diese billigen Trash-Streifen bieten und dann eben doch nicht schaffen so richtig fun zu machen… doch auf der anderen Seite fehlt halt doch etwas der Spaß, trotz für diese Filme recht viel Action, am Kampf Mega Shark vs. Robo Shark. Stattdessen ist der Film einfach etwas zu Standard und unaufregend.

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Mega Trash: Part Deux

Nur weil was scheiße ist und keiner es gut findet, muss es nicht auch gleich kein Erfolg sein (case in point: Final Fantasy XIII *dadadusch*). Wie gesagt, The Asylum scheint mit ihren Filmen ganz gut zu fahren, genauso David DeCoteau. Und billige Filme sind schnell hingerotzt, ein Jahr nach dem Vorgänger und somit noch in selbigem wie Mega Piranha kam beispielsweise Mega Shark vs. Crocosaurus raus.

Tja, Megalodon ist halt immer noch am Leben und geht dem US-Militär erneut arg auf den Nerv, während im Congo ein riesiges Krokodil sein Unwesen treibt. Ein Wildjäger kann es fangen und will es verkaufen, doch das Schiff wird von Megalodon angegriffen und nun sind beide frei. Denn Megalodon hat es auf die Eier der Krokomami abgesehen, scheinen für ihn eine Art Delikatesse zu sein. Wie er die so gut aufspüren kann… hatte der Film das erklärt?… ich glaub es lag an den Fieptönen, die die Jungen machen. Ist ja auch nicht wichtig. Auf jeden Fall geht einiges zu Bruch, bis man versucht beide im Panama-Kanal einzusperren, was aber auch nicht so ganz klappen will. Letztendlich gleiche Lösung wie im Vorgänger: Wenn wir nix machen können, sollen sie ihre Feindschaft doch ausleben und sich gegenseitig umbringen.

Nun ja, der zweite Teil wird zumindest dem gerechter, was der erste schon hätte Einlösen sollen: Viel schlechte Monster-Action. Sie sind wesentlich häufiger im Bild, machen wesentlich mehr kaputt, wenn auch immer noch in vergleichswiese billigen und kurzen Shots bzw. diverse einfach mehrmals an verschiedener Stelle eingespielt. Es bringt aber vermindert dennoch das gleiche Problem des Vorgängers mit: Viel unnötige und langweilige Szenen dazwischen, für die kein Interesse aufkommen will. Kein fast Nonstop-Nonsens wie in Mega Piranha. Am Interessantesten ist, dass er mal wieder zeigt, wie stark ehemalige TV-Promis doch fallen können, besonders Kinderstars, die als Erwachsene plötzlich keiner mehr sehen will . Jaleel White war mal als Steve Urkel aller Liebling, und jetzt muss er schon in Filmen von The Asylum mitmachen.

Gerade mal einen Monat später erschien auch schon direkt das nächste Monster Face Off: Mega Python vs. Gatoroid.

Eine Umweltaktivistin befreit Python-Schlangen aus ihrer Gefangenschaft und schmeißt sie einfach mal so in die Freiheit der Everglades. Schlaues Frau das, denn hier beginnen die Viecher sich stark zu vermehren und das Ökosystem zu bedrohen. Fein gemacht. Der weibliche Sheriff der Gegend ist aber auch nicht gerade ein gutes Beispiel für die Frauenquote am Arbeitsplatz: Sie kontert das, in dem sie den Alligatoren mit experimentellen Steroiden vollgepumptes Fleisch gibt. Die Dinger wachsen unkontrolliert und vom Fressen ihrer Eier auch die Pythons. Gerade als die beiden Itelligentzbolzen auf einer öffentlichen Gala einen erstklassigen Cat Fight hinlegen, begraben die beiden Spezies ihre Feindschaft und machen sich drauf und dran, die Region zu überrennen. Natürlich werden sie nach viel hin und her besiegt – erneut müssen Pheromone als Lockmittel herhalten -, aber auch die beiden Frauen lassen bei der Aktion ihr Leben. Die nächste Generation ist vor ihren Genen also sicher.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass Mega Python vs. Gatoroid der beste der Giant Monster Movies von The Asylum ist. Er ist schnell geschnitten, fast jederzeit passiert was, die billigen Monster sind viel zu sehen und hinterlassen diesmal sogar ein wenig Gore, der Rest des Filmes ist schön seltendämlich, sich aber jederzeit vollkommen dessen bewusst. Das Beste am Film ist sowieso alles, worin Kathryn Joosten ivolviert ist. Der Blödsinn zwischen den beiden weiblichen Hauptdarstellern (btw. eine gespielt von der Hauptakteurin vom ersten Mega Shark, zweite von Mega Piranha) ist auch nicht so übel. Ein guter Film ists freilich nicht, wollen sie aber alle auch weder sein, noch wird es von ihnen erwartet. Dennoch, bessere „Hirn abschalten und Spaß am Blödsinn haben“-Filme gibt es trotzdem. Aber wie gesagt, mit Freunden unter Alkohol absolut sehenswert. Und wohl der beste Einstiegspunkt in diese vier Filme, denn wenn man den hier schon zu langweilig findet, muss man den anderen dreien gar nicht erst eine Chance geben.

Mega Trash: Part Un

The Asylum hat sich einen Namen durch B-Movies (wobei „B“ hier noch sehr schmeichelnd ist) gemacht, die häufig im Fahrtwasser aktueller und ähnlicher Thematik unterliegender Blockbuster schwimmen. So richtig – zumindest für mich – auf den Plan gerufen wurden sie aber erst durch Mega Shark vs. Giant Octopus, ein trashiger Monsterfilm, bei dem der Titel Plan ist, und von dem plötzlich diverse Ausschnitte Youtube und Co. überschwemmt haben. Marke „so schlecht, dass es wieder fun bringt“, eh?

Tja, der Film fängt damit an, dass jener Megahai und Gigaoktopus durch eine illegale militärische Aktion aus dem ewigen Eis befreit werden, in dem sie Jahrmillionen eingeschlossen wurden. Seltsame Vorfälle häufen sich, Wissenschaftlerin Emma kommt gleich auf den Trichter, dass es ein Megalodon sein muss, aber keiner glaubt ihr. Nur dann doch. Sie tut sich mit ihrem alten Professor zusammen und zusätzlich gibt es Unterstützung von Japaner Seiji, den sein Land hat einfliegen lassen. So finden sie heraus, dass zwar Megalodon die US-Küsten terrorisiert, um Japan allerdings eben der Oktopus streift. Die drei tun wissenschaftlich aussehendes Zeug, wie gelbe Flüssigkeit in blaue und rote in gelbe zu gießen, total professionell und wissenschaftlich und so, aber erst als Seiji und Emma es recht random miteinander treiben, kommen sie auf die Idee, die beiden mit Pheromonen in die Bucht von Tokyo respektive San Francisco zu locken, um sie dort zu fangen.

Geht aber schief, also tuckern alle mal mit U-Booten raus ins Meer, um die beiden zueinander zu locken, da das einzige, was sie umbringen kann, sie selbst sind. So bringen sie den Zweikampf zu Ende, den sie, als sie vom ewigen Eis überrascht wurden, führten (klar, passiert ständig, so ne Eiszeit kommt so schnell, da gefriert man schon mal mitten im Zweikampf).

So schlecht, dass es fun bringt, also? Nein, überhaupt nicht. Natürlich ist der Film durchgehend trashig. Mieserable Klischee-Dialoge, vorhersehbare Handlung, mäßiges Schauspiel, billige Kulisse, nicht reinpassende Stock Footage und schlechte CG-Monster. Das ist alles da. Aber so wirklich Spaß bringt es nicht. Dafür ist der Film viel zu lang (60 statt 90 Minuten hätten es locker auch getan) und hat viel zu viele langweilige Story/Talky-Scenes, für die sich ja eh keine Sau interessiert. Szenen mit den Monstern? Sehr wenige, meist sehr kurze und sehr verwackelte, damit man nicht sieht, wie billig sie sind. Der Angriff auf die beiden Städte, bei denen angeblich so viele Menschen sterben? Ein kurzer Sekunden-Shot auf Megalodon, wie er in die Golden Gate Bridge beißt und das war es, den Oktopus Tokyo angreifen bekommt man gar nicht erst gezeigt. Sicher, da gibt es die ikonische Szene, wie Megalodon aus dem Wasser springt und in ein auf voller Höhe fliegendes Passagierflugzeug beißt. Die ist so blöd, dass sie wieder ganz witzig ist. Leider bleibt’s die einzige. Unterhaltungswert ist im Restfilm selten über Null.

Doch der Film war wohl ein kleiner Hit fürs Asylum und so wurde ein Jahr später Mega Piranha nachgeschoben. Militärspezialsonderfutzi Jason wird nach Venezuela geschickt, weil dort was nicht koscher läuft. Forscherin Sarah fängt ihn ab und meint es wären besondere Piranhas, die sie zu züchten geholfen hat, aber für eliminiert hielt, als das Experiment aus den Fugen lief. Das venezuelische Militär streitet das natürlich ab und stellt Jason unter Hausarrest. Der lässt sich das natürlich nicht bieten und schleicht ganz Solid Snake für Arme raus (wobei er so wenig heraus sticht wie Chris Redfield in Resident Evil 5). Tja, Prinahas werden entdeckt, Venezuela meint sie sind eliminiert, nachdem sie einfach mal ein wenig auf das Wasser schießen (klar, da trifft man bewegliche Ziele en masse ja auch so gut) und wollen die Forscher gefangen nehmen. Die fliehen mit Jason, die Piranhas vermehren sich rasend und werden von Tag zu Tag größer und größer, bis sie wie außer Kontrolle geratene Kleinwagen in nahegelegene Häuser rammen. Jason kontaktiert sein Militär, die schießen ebenfalls ein wenig aufs Wasser, überraschenderweise auch ohne großen Erfolg.

Nun soll’s ein Nuklearsprengkopf tun. Doch Jason hat eine ganz tolle Idee: Er und ein paar andere Militärs gehen einfach zu den Tierchen tauchen und schießen ihnen ein paar Löcher rein, damit sie sich dann gegenseitig zerfleischen. Scheiß Plan, aber alle finden ihn gut und irgendwie funktioniert er dann auch.

Mega Piranha ist natürlich genauso billig wie Mega Shark vs. Giant Octopus, aber immerhin nicht ganz so langweilig. Das Teil ist wesentlich schneller geschnitten und es geht viel mehr Action ab. So sieht man die Piranhas zwar auch hauptsächlich nur in kurzen wakeligen Shots, aber eben viel häufiger. Sie greifen auch mehr Menschen und Gebäude an, was gerade bei den großen Viechern ab Filmmitte sehr komisch aussieht. Seltsamerweise hällt es sich für einen solchen Film aber mit Blut extrem zurück. Jason Fitch hat den ganzen Film über nur einen Gesichtsausdruck und eine Tonlage parrat und auch ansonsten ist das schauspielerische Talent noch etwas gesunken. Mega Piranha erfüllt sein Trash-Versprechen also etwas mehr, als Mega Shark – dennoch, so ganz extrem unterhaltsam ist er nicht (und 20 Minuten kürzer könnte er erneut sein), watchable yes, besonders mit Freunden unter Alkoholeinfluss, aber arg so dolle isser dann auch nicht.

Irgendwie dann doch lieber noch mal Piranha 3D oder Deep Blue Sea geschaut, die haben mehr Unterhaltungswert als Asylums Megafische.