Loop

Spiral nahm das Konzept von The Ring auf, legte die Gewichtung allerdings anders. Loop hingegen geht in eine ganz andere Richtung. Vorerst überrascht es mit einem komplett neuen Hauptcharakter und dem bestechenden Fehlen irgendeines wichtigen Charakters der vorigen Bücher. Es spielt immerhin in einer Welt, in der plötzlich eine neue Krebsform ihre tödlichen Kreise zieht, von daher nimmt man als Leser zumindest an, dass es kurz nach dem Ende von Spiral spielt.

Erst ein Drittel durch das Buch, lässt es die Bombe platzen, wie genau es mit den Vorgängern zusammenhängt: Die Welt in The Ring und Spiral war lediglich ein Projekt, in dem künstliches Leben erschaffen und dessen Entwicklung beobachtet wurde. Nur hat es sich eben stark parallel zur realen Welt entwickelt, bis plötzlich Sadako und das Ring-Virus auftraten und das Leben dort vernichteten. Und irgendwie grassiert die Krankheit nun auch in der realen Welt und irgendwie muss eine Lösung gefunden und überhaupt mal gelöst werden, wie es überhaupt zu der Übertragung kommen konnte, bevor auch in der realen Welt die Zivilisation daran zugrunde geht.

Aus der Horrorstory The Ring ist also nach und nach bei Loop ankommend eher SciFi geworden. Das führt auch erneut zu wesentlich mehr Rumphilosophiererei über den Sinn des Lebens, wie sich Realität überhaupt definiert und natürlich ob die eigene, als real empfundene Welt, nicht einfach auch eine Simulation oder ähnliches sein kann. Ja, Loop ist bestechend anders, aber nicht zwangsläufig langweiliger, auch wenn der neue Hauptcharakter lange braucht, um hinter Dinge zu kommen, die man als Leser der Vorgänger sich schnell zusammen reimt, sobald man weiß, wie die Bücher zusammenhängen.