In the Mouth of Madness

ava-1645John Trent ist Schadensermittler und wird von einem Verlag damit beauftragt das Verschwinden von Sutter Cane zu investigieren. Sutter Cane ist der berühmteste Horror-Autor der Neuzeit und seine Lovecraftian Bücher dafür bekannt auf weniger stabile Leser unangenehme Auswirkungen zu haben – aber das hilft der Publicity natürlich nur. Doch beim Schreiben seines aktuellen Buches, In the Mouth of Madness, brach jeglicher Kontakt zu ihm ab und sein Agent fiel nach dem Lesen einer vorläufigen Rohfassung dem Wahnsinn zum Opfer.

Doch Trent ist gewitzt und nachdem er sich den ganzen „Schund“, den Cane bisher geschrieben hat, einverleibt hat, entdeckt er in den Covern einen Hinweis auf eine Route, die nach Hobb’s End führen soll, wo Canes Geschichten stattfinden, und welches auf keiner normalen Karte zu finden ist. Dort trifft er auf die perfekte, aber überraschend leere, amerikanische Kleinstadt, am Fuße einer ziemlich ominös-deplatzierten byzantinischen Kirche.

John Carpenter’s In the Mouth of Madness also. Einer seiner weniger ertragreichen Filme, spielte er doch an den Kinokassen gerade mal so sein Budget wieder ein. Und ich kannte ich bereits! Das hatte ich ganz vergessen, aber irgendwann als Kind muss ich den mal gesehen haben, wenn es nicht zufällig einen weiteren Horrorfilm gibt, bei dem ein Ermittler einen verschwunden Autor sucht, der Hinweise auf eine gar nicht so fiktive Stadt in den Covern versteckt. An viel mehr erinnerte ich mich nämlich dann schon gar nicht mehr.

Filmisch ist In the Mouth of Madness manchmal etwas seltsam abgehackt… Szenen enden überraschend plötzlich, gehen ohne Übergang in eine ganz andere, Dialoge und Reaktionen sind etwas seltsam geschrieben und manchmal fragt man sich wofür der jetzt schon wieder da war, weil einige Gespräche ziemlich nutzlos erscheinen. Doch wenn das zum Thema eines Filmes passt, dann ist das bei Lovecraftian Horror der Fall. Denn auch wenn der Film natürlich mit der eigenen Wahrnehmung spielt, was nun real ist und was nicht, so tut er dies doch auf eher konventionelle Art und Weise, ist nie wirklich absolut abgedreht, weswegen jene abgehackte Erzählweise eher ungewollt wirkt, und nun glücklicherweise zur Atmosphäre passt.

Der Film war auf jeden Fall ziemlich cool, fand ich zumindest. Er ist kein Reißer, den man unbedingt gesehen haben muss, aber gerade wenn man auf Lovecraft-Horror steht, dann kann man es auch schlechter treffen. So wie er ist, ist er halt doch durchaus einer Sichtung wert, weil unterhalten tut er schon. Ich hätte mir nur gern noch so die Extra-Meile gewünscht, das Ding etwas optisch schräger oder erzählerisch surrealer zu machen, statt manchmal fast wie eine nur leicht abgedrehtere Version einer herkömmlichen King-Verfilmung zu wirken. Eben mehr wie die Szenen in der Kathedrale, bei denen ich nicht überrascht wäre, wenn sie eine der Inspirationen für Team Silent gewesen wären.

mouthmadness

Halloween 1982

Halloween steht vor der Türe und die Werbeschaltung für die Masken von Silver Shamrock werden fast pausenlos gesendet. Und es springen tatsächlich die Kinder in den kompletten USA darauf an, uniform in nur drei verschiedenen Masken rumzuwandern.

Doch Dr. Challis muss bald herausfinden, dass damit was nicht stimmt. Nachdem ein Verletzter eingewiesen wird, der eine solche Maske umklammert und plötzlich ein seltsamer Kerl in Anzug auftaucht, ihn umbringt und sich dann selbst in Brand steckt. Challis und die Tochter des Opfers wollen Silver Shamrock unter die Lupe nehmen und kommen so hinter einen bösen Plan von Cyber-Hexen, alle Kinder, die jene Masken tragen, zu unfreiwilligen Samhain-Opfern zu machen.

Halloween III: Season of the Witch hat eine enorm schlechte Reputation. Hauptsächlich kommt die erst Mal davon, dass es hier nicht um Michael Myers geht. Die Macher dachten damals, mit Halloween II ist dessen und Lauries Geschichte nun abgeschlossen ist (Jamie Lee Curtis macht allerdings einen Cameo, wenn auch nur stimmlich am Telefon) und das die Franchise von nun an nichts miteinander zu tun haben muss, ein Halloween-Film nur an Halloween zu spielen hat. Den ersten Film gibt es in diesem Universum sogar, sehen wir doch Szenen aus ihm vor den Shamrock-Commercials, damit nicht jeder hier ständig Public Domain Sender schauen muss. Das war eine Fehleinschätzung, die Leute hassen Halloween III schon alleine aus dem Grund, weil er nichts mit Michael zu tun hat.

Er ist noch nicht mal ein Slasher. Stattdessen ist es ein ziemlich langsam aufbauendes (aber leider von Anfang an sehr durchschaubares) Mysterium, mixt den Horror ordentlich mit Science Fiction und gießt eine Prise (Konsum)Gesellschaftskritik oben drauf. Das führt zu einem wirklich auch im Ton komplett anderen Film, als die Vorgänger.

Und es ist auch tatsächlich der schlechteste Film bisher, da er häufig ein wenig langweilig ist und teilweise auch einfach ziellos wirkt. Die Charaktere stolpern so etwas durch den Film und über die Plot Points, selbst dann, wenn sie aktiv Investigieren kann man dieses Gefühl nicht abschütteln. Es ist kein so gnadenlos schlechter Film, wie das gern hingestellt wird, aber eben einfach auch nicht wahnsinnig interessant.

Halloween 1981

Da Halloween einen enormen Erfolg einspielte, gerade gemessen an den niedrigen Kosten, war es natürlich abzusehen, dass ein Sequel hinterhergeworfen wurde. Und zwar ein Sequel in Reinform, spielt Halloween II doch noch in der gleichen Nacht, wie sein Vorgänger.

Laurie wird also ins Krankenhaus verfrachtet, während Michael trotz sechs Schüssen, die Dr. Loomis auf ihn abgefeuert hat, verschwinden und weiterhin die Nachbarschaft stalken konnte. Glücklicherweise machen die Neuigkeiten schnell die Runde und so hat Michael, nach einem Mord hier und dort, schnell die Spur Lauries wieder aufgenommen. Doch so ein Krankenhaus ist groß und da er sie nicht sofort findet, müssen weitere Leute dran glauben, bis erneut auf die letzte halbe Stunde erst die Auseinandersetzung mit Laurie stattfinden kann. Die er diesmal nicht überlebt. Oder etwa doch? *dun dun dun*

Halloween II ist grundsätzlich mehr vom Gleichen, besonders auf den ersten Blick hin. Denn erneut ist es ein sehr simpel gestrickter Film, in dem nicht viel steckt, außer dass ein Serienmörder eben ein paar Morde zu Halloween begeht, bis er dem Final Girl erliegen muss. Selbst strukturiert ist er nicht so sehr anders, als sein Vorgänger. Die Tatsache, dass man diesmal sogar ein Budget zur Verfügung hatte, sieht man ihm jetzt zwar nicht so an, aber das liegt wohl eher daran, dass der Vorgänger mit guter Kameraführung und Atmosphäre bereits nicht so Low Budget aussah, wie er eigentlich war. Lediglich ein wenig Gore und Blut kann diesmal sogar gezeigt werden, von dem es im Erstling ja überraschenderweise quasi überhaupt nichts zu sehen gab. Nach modernen Verhältnissen ist er aber immer noch mehr als handzahm.

Hier finden wir übrigens heraus, warum Michael sich so auf Laurie eingeschossen hat, denn sie ist seine Schwester, die bereits als Kind, kurz nachdem Michael seine ältere Schwester ermordete, adoptiert wurde. Wie Michael sie ausfindig gemacht haben will, lassen wir dann mal untern Tisch fallen, bis in den letzten Winkel durchdacht sind die Slasher selten, die Halloweens da keine Ausnahme. Der Grund ist wahrscheinlich sowieso nur für diesen Film nachgeschoben worden, um etwas zu liefern, warum er Laurie weiterhin verfolgen sollte. Immerhin sollte dies ja auch das Finale um die beiden Figuren werden, weswegen sie Michael am Ende sogar verbrennen. Aber der ist ja eh unkaputtbar, warum sollte da etwas Feuer mehr nützen, als eine komplette Kugelsalve?

Dieses Gefühl des Nachschiebens, jenem kann man sich allerdings auch den ganzen Film über nicht erwehren. So viel schlechter als der Vorgänger mag er im Grundprinzip gar nicht sein können, doch ein wenig unnötig erscheint er schon. Halloween stand ganz gut auf sich allein, so richtig eine Fortsetzung des Geschehens hätte ich gar nicht haben müssen.

Halloween 1978

Geständniszeit: Obwohl ich schon als Kind immer Horrorfilme mochte, gingen viele der klassischen Reihen an mir vorbei. Ich habe nie ein Freitag der 13. gesehen, nur wenige Nightmare on Elm Streets und nur den ersten Chucky. Und Halloween? Den ersten Teil, vor vielen Jahren mal, da lief der zu Halloween (natürlich) auf Arte (schon überraschender). Und H20, sogar noch davor, dann noch was auch immer für ein Teil nach dem kam, der war scheiße, an mehr erinnere ich mich nicht. Aber Lücken können ja immer noch nachträglich gefüllt werden. Dennoch, beginnen tun wir natürlich beim Anfang, beim ersten Halloween von 1978, der billig produziert zum Überraschungserfolg wurde, das Slasher-Genre popularisierte, Carpenter berühmt machte und der Durchbruch von Jamie Lee Curtis war.

Der Film ist genau genommen erstaunlich simpel gestrickt. Wir beginnen mit einem Flashback, in dem Michael Myers, noch ein kleiner Junge, zu Halloween einfach mal so entschließt, seine Schwester zu erstechen. Er wird in eine Anstalt weggesperrt, schafft es aber natürlich Jahrzehnte darauf zu entkommen. Nun fängt er an die Babysitterin Laurie und ihre Freundinnen zu stalken und der Reihe nach um die Ecke zu bringen, was ihm bis auf Laurie auch mit allen gelingt, der sein zuständiger Arzt zur Hilfe kommt. Doch Michael verschwindet, um Laurie ein andermal begegnen zu können.

Nein, sonderlich kompliziert ist die Handlung wirklich nicht. Wir finden nie heraus, warum Michael ein Serienmörder ist. Irgendwie tickt er als Kind halt plötzlich aus und von da an ist’s um ihn geschehen. Vielleicht machen ihn Möpse einfach nur rasend, da er jedes seiner Opfer umzubringen scheint, sobald sie sich nackig gemacht haben. Ernsthaft, einige davon, inklusive ihrer Boyfriends, direkt nach dem Sex (der innerhalb ner halben Minute beendet ist, Schnellschuss-Teens), die Zigarette danach noch nicht beendet. Kein Wunder, dass es zum Genre-Klischee wurde, moralisch „böse“ Dinge zu tun, vornehmlich eben Sex aber auch Rauchen oder Trinken, seien ein Todesurteil und nur die Gutmenschen-Jungfrau erlebt das Ende (Laurie allerdings kifft sogar in einer Szene, kommt ansonsten dem Last Girl Klischee aber komplett auf den Leim). Wir finden auch nie heraus übrigens, warum er ausgerechnet so auf Laurie fixiert ist. Hier zumindest nicht.

Auch so ist übrigens der Body Count relativ gering, gibt es viele atmosphärische aber eben nicht sonderlich Ereignisreiche Szenen, in denen er halt Laurie und Umgebung nur stalked und selbst wenn er jemanden dann umbringt, geht das relativ schnell und unblutig über die Bühne. Da merkt man wirklich, dass der Film aus einer ganz anderen Zeit kommt, im modernen Zeitalter des Torture Porns würde ein Slasher, der sich so zurückhält, so viel „tote Luft“ hat, nie entstehen. Aber genau das hebt das Original eben hervor, hilft ihm kein 0815-Slasher zu sein.

Ein wenig weniger charmant ist allerdings das bestechende Fehlen von schauspielerischer Leistung der meisten Charaktere. Hier merkt man tatsächlich, dass es kein großes Projekt, sondern ein für wenig Geld gemachter Film, dessen Erfolg nie gewiss war, ist. Der Atmosphäre kommt es zu Gute, sich nicht in Splatter-Exzesse retten zu können, auch das minimalistische und ikonisch gewordenen Musik-Geklimper, das Carpenter selbst produzieren musste. Aber keine Kohle bedeutet eben auch keine ordentlichen Schauspieler.

Fantastisch ist der Film für mich dann doch nicht ganz, stellenweise war er mir dann tatsächlich zu langatmig, aber sehr gut freilich schon.

Masters of Horror 204-206

Larry hat ein gutes Gehör. Eines Tages hört er eine Unstimmigkeit im Herzschlag seines Sohnes, stellt sich heraus, er ist unheilbar krank, hätte man die Sache früher gemerkt, hätte es vielleicht noch eine Chance gegeben, aber so nicht. Larry macht sich Schuldgefühle und daraufhin wird sein Gehör immer besser, bis er die alltägliche Kakophonie der selbst kleinsten Geräusche nicht mehr erträgt und durch dreht.

Sounds Like ist die erste Nicht-Horror Episode der zweiten Staffel. Es gibt ein übernatürliches Phänomen und eine Leiche am Ende, aber so wirklich Horror kann man das hier nicht nennen. Eine ganz gute Episode aber dann schon. Mir hat sie zumindest gefallen, vielleicht schon allein weil der Schauspieler von Larry eine recht gute Leistung vollbringt, mit ihm steht und fällt natürlich die ganze Folge. Sicher, den Twist am Ende, was das erneute laute Geräusch ist, das kann man sich schnell denken, aber wirklich einen großen Abbruch tut dies der Folge nicht.

Die geht übrigens aufs Konto von Brad Anderson, sowohl Regie wie Buch, der einige Folgen zur Serie Fringe beigetragen hat und auch das viel gelobte The Machinist auf die Leinwand brachte.

Einem Doktor einer Abtreibungsklinik läuft ein schwangerer Teenager vors Auto. Um zu sehen, ob alles mit ihr in Ordnung ist, nimmt er sie mit in die Klinik. Da taucht auch schon der lokale religiöse Fanatiker und Abtreibungsgegner vor den Toren auf, der sich der Klinik eigentlich nicht mehr nähern darf. Denn es handelt sich um seine Tochter. Während man in der Klinik dem Mädel noch nicht glauben kann, dass sie bei ihrem Schwangerschaftsfortschritt erst vor einer Woche geschwängert worden sein soll, ist jener draußen davon überzeugt, dass sie eine Abtreibung herbeiführen und beschließt sich seinen Weg eben zu erkämpfen.

Pro-Life fährt also die Rosemary’s Baby Schiene, nur dass es die Abtreibungsproblematik mit hinein bringt. Das ist in den USA grundsätzlich immer noch ein etwas heikles Thema, so ist Abtreibung dort zwar natürlich erlaubt, aber amerikanischen Präsidenten wird beispielsweise beim Stimmenfang für die Wahl immer noch geraten, es nicht zu sehr herauszukehren, wenn sie Pro-Abtreibung sind. Allzu viel herausholen tut die Folge aus dem Thema allerdings nicht unbedingt, die religiös-fanatische Seite kommt hier natürlich nicht gut weg, aber das  (etwas blöde) Ende mag auch Abtreibung an sich nicht ganz als A-OK dahin stellen, stattdessen dient es wohl eher als Zweck, um die Problematik der Folge zu hinterfüttern, damit die Stunde auch mit was gefüllt ist. Leider sieht der Monstervater nicht wirklich unheimlich aus und macht irgendwie auch nichts, wirkt irgendwie deplaziert.

John Carpenter, dem wir Halloween, The Fog und Cigarette Burns der ersten Staffel zu verdanken haben, weiß eigentlich, wie man Horror dreht. Auch bei Pro-Life gibt es technisch gesehen keine Mängel, ist eine solide Folge geworden, wenn sie mich auch nicht ganz so packen konnte, wie sein Beitrag der vorigen Staffel.

Meat Loaf ist ein schäbiger Pelzhändler, der ins Höschen einer Stripperin mit Modelambitionen will. Einer seiner Jäger ruft ihn an, weil er die tolligste Pelzlieferung ever hat. Nur als Meat Loaf dort auftaucht, ist jener tot. Tja, die Pelze sind wirklich toll und somit sogar noch umsonst. Ist doch super. Nur das jeder, der mit ihnen in Berührung kommt, zuerst von ihnen wie besessen ist und sich dann anschließend umbringt.

Mit Pelts liefert uns Dario Argento (Tenebrae, Opera und Jenifer der ersten Staffel) einen Horrorstreifen mit „Fur is murder“-Botschaft ab. Und auch den mit dem bisher höchsten Gore-Gehalt (neben Pro-Life die andere im deutschen Erstrelease geschnittene Folge, auch wenn die 3 Minuten doch etwas exzessiv wirken). Der Body Count ist hoch und die Selbstmordvarianten recht eklig. Denn jeder tut sich das an, was er im Pelzverarbeitungsprozess erledigt. Der Fänger der Waschbären wirft sich mit dem Gesicht in eine Falle, die Näherin näht sich selbst Augen und Mund zu, der Pelzhändler zieht sich selbst die Haut ab. Geboten bekommt man also einiges hier, was hilft den Einstünder trotz simplen Storykonstrukt nicht langweilig werden zu lassen. Bisher meine Lieblingsfolge der Staffel. Auch die hübscheste, was die Szenenkomposition angeht.

Masters of Horror 106-108

Chocolate war nicht wirklich Horror und Homecoming ist es eigentlich auch nicht. Ein Politiker macht zum Krieg die nette kleine Ansprache, dass er wünschte, die gefallenen Soldaten würden wieder lebendig, weil sie diesen ganzen Antikriegs-Stimmen sagen würden, es war A-OK für die richtige Sache zu sterben. Man soll ja bekanntlich mit seinen Wünschen vorsichtig sein und wie es die Ironie so will, wird er ihm erfüllt. Die Soldaten kommen als Zombies wieder. Warum? Weil sie bei der aktuellen Präsidentschaftswahl ihre Stimme gegen den Krieg abgeben wollen.

Wie gesagt, wirklich Horror kann man das hier kaum nennen, es ist viel mehr Polit-Satire mit Zombies. Kuschelzombies, denn die tun tatsächlich niemandem was, sie wollen nur die Wahlbeteiligung hoch schrauben. Ich muss sagen, ich fand die Idee herrlich schräg und auch weitestgehend amüsant umgesetzt. Auch wenn der Film mit seiner Botschaft durchaus hätte subtiler vorgehen können, er trägt nämlich ordentlich dick auf. Alle Politiker sind manipulative Lügner und stehen heimlich auf S&M, eh?

Joe Dante hat hier Regie geführt, auf dessen Konto auch Gremlins, Piranha, The Howling und die Twilight Zone gehen.

Bei Deer Woman ist der Name Programm: Es werden seltsame Männerleichen gefunden, die alle zu Brei gehauen wurden, während sie sexuell erregt waren. Aber nicht mit einem Vorschlaghammer oder so, sondern mit Hufen. Der die Mordserie investigierende Polizist hat da dann auch schon einige Theorien, die alle viel zu unglaubwürdig sind, um sie wirklich in Betracht zu ziehen, bis ihm bestätigt wird, dass eine davon einer alte indianische Legende ist, laut der die Rehfrau sich Männer schnappt und nach dem Kopulieren zu tote tritt. Was auch immer ihr das bringt.

Es gibt so viele Legenden über übernatürliche Frauengeschöpfe, die Männer verführen und dann umbringen, da könnte man sein reinstes Vergnügen dran haben eine Arbeit aus freudscher Anschauungsweise zu zu verfassen. Die Episode war eigentlich erneut eher witzig, denn gruselig, aber unterhalten hat sie mich schon gut. Nur endet sie etwas seltsam abrupt.

Die Episode stammt von John Landis, dem wir auch An American Werewolf in Lodon, Blues Brothers und Beverly Hills Cop III zu verdanken haben.

In Cigarette Burns bekommen wir es mit einem Filmfreak zu tun, der ordentlich Schulden angesammelt hat. Neben kleinen Screenings von obskuren Filmen verdient er sich sein Brot mit dem Auffinden von seltenen Filmen für Sammler. Sein neuester Auftrag könnte seine kompletten Schulden tilgen, ist aber natürlich entsprechend schwer: Er soll „La Fin Absolue de Monde“ finden, ein legendärer Film, dessen Screening zur Massenhysterie führte und der anschließend angeblich vernichtet wurde.

Ein Film von niemand anderen, als John Carpenter (Halloween, Christine, The Fog, Das Ding aus einer anderen Welt) und mit Udo Kier (The Kingdom, Mother of Tears, Flesh for Frankenstein) in der Rolle des Filmesammlers. Veteranen im Business also und die lassen es hier tatsächlich ordentlich rund gehen, Cigarette Burns ist bisher die blutigste Folge der Serie und eine der dreien, die bei der deutschen Erstveröffentlichung nur geschnitten vor lag.

Nach drei Folgen des Nicht-Horrors werden wir also endlich wieder in jenen zurück gebracht, liefert obendrein eine eingängige Story, mit viel Spannung und guter Atmosphäre.