Junji Ito: Yon & Mu

Junji Ito mag durch die Bank weg Horror-Manga zeichnen, doch bevor er zum richtigen Berufsmangaka aufstieg, zeichnete er als Hobby gern auch die eine oder andere Comedy. In einer Frage-Antwort-Session meinte er sogar, bei einigen seiner damaligen Horrormangas mittendrin die Lust verloren und sie in einen Funny geändert zu haben. Ja, die Sache mit dem mittendrin einfach mal aus dem Nichts mit was Neuem kommen, die hab ich seinen Serien schon angemerkt.

Enter Itou Juni no Neko Nikki: Yon & Mu, sein zehn kurze Kapitel umfassendes Werk, das keinerlei Horror enthält. Der Name übersetzt sich zu Junji Itos Katzentagebuch: Yon & Mu und genau das ist es, leicht autobiographisch geprägte aber natürlich karikaturisierte Slice of Life über das Leben mit zwei Katzen. Horror-Mangaka J zieht nämlich mit seiner Verlobten A-Ko in eine neue Wohnung und muss nun mit deren zwei Katzen, wo er doch eigentlich mehr der Hunde-Typ ist, sein Leben teilen.

Überraschenderweise verliebt er sich ziemlich schnell in die zwei Biester (ich bin auch mehr der Hunde-Typ btw, die gehorchen einem wenigstens und kacken nicht in der Wohnung), nur fällt deren Liebe stets mehr gen A-Ko aus, was ihn natürlich frustet. Außerdem muss er sich dran gewöhnen, dass die Viecher alles zerkratzen, versuchen wegzulaufen oder das eine davon auch einfach nur unheimlich ist, mit ihrer Munks-Schrei-Zeichnung auf dem Rücken.

Tja, der Manga ist eben ein kleiner Quicky zwischendurch, zehn Kapitel a ungefähr zehn Seiten, manchmal auch zwei oder fünf mehr. Der Humor ist dabei gar nicht so schräg und überdreht, wie man das vom Herrn Ito eigentlich denken mag, schaue man sich mal seine Horrorstories an, aber dafür ist es eben Slice of Life. Kein großer Wurf, aber ganz nett.