Disney Sunday – Home on the Range

So langsam nähern wir uns rapide dem Ende. Genau genommen wäre dies bereits beinahe eines gewesen, denn die Disney-Filme der 2000ern haben an den Kinokassen mit wenigen Ausnahmen kaum was eingebracht und so fiel die Entscheidung das der 2004er Home on the Range der letzte 2D-Animationsfilm werden sollte – nach 67 Jahren und 44 Filmen Schluss?

Maggie ist die letzte Kuh der Dixon-Ranch, nach dem der berüchtigte Kuhdieb Alamida Slim über Nacht das Wunder bewerkstelligen konnte, die ganze Restherde zu stehlen. Also muss der alte Dixon seine Farm aufgeben und bringt Maggie bei der befreundeten Besitzern der „Patch of Heaven“ Ranch unter.

Doch die hat auch bereits Probleme, kann sie ihre Ranch doch mit dem bisschen, was sie erwirtschaftet, nicht halten. Denn sie weigert sich strikt ihre Tiere auch zu verkaufen. 750$ müsste sie zahlen und wie der Zufall so will, ist das auf Slim ausgeschriebene Kopfgeld genau so hoch. Holy coincidence, Batman! Maggie überredet also die beiden anderen Kühe, die aristokratische Ms. Calloway und die nicht ganz helle Grace dazu, dass sie sich als Kopfgeldjäger bewähren und ihn fangen.

Stellt sich heraus, dass dies alles natürlich nicht so einfach ist, so kann Slim doch ganz Rattenfänger von Hameln-mäßig Kühe mit seinem Gejodel hypnotisieren und tut dies eh alles nur, damit die Farmen bankrott gehen und er das Land billig aufkaufen kann – der Verdienst mit den gestohlenen Kühen ist nur eine nette Dreingabe.

Und so wollte Disney ihre 2D-Animationsfilme also von uns gehen lassen, nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit einem lauen Lüftchen. Treasure Planet, Brother Bear, Home on the Range… nicht gerade die spektakulärsten letzten Filme, die man raus bringen kann.

Dabei ist Home on the Range nicht mal wirklich ein kompletter Reinfall oder so. Es ist ein sogar ganz witziges, nettes kleines Filmchen mit ein paar spritzig-schrägen Ideen. Roseanne Barr als Maggie und Judi Dench als Ms. Calloway verleihen den beiden Kühen richtig was. Aber dennoch, das ganze mutet häufig eher wie ein netter TV-Film an, mit dem man sich mal die Zeit vertreibt, ein großes Kinoerlebnis ist das hier nicht.

Er schafft es halt bei allem nicht so recht über das „ganz OK“ zu kommen. So witzig und rasant wie The Emperor’s New Groove ist er dann nämlich doch nicht, auch nicht so spritzig und herzig wie ein Lilo & Stitch und auch der ganze Stil des Filmes lässt ihn nicht unbedingt prächtig erscheinen. Klar ist alles gut durchanimiert, aber so ganz den Look eines TV-/Direct-to-DVD-Filmes kann man sich nicht erwähren. Die 110 Mille sieht man ihm zumindest nicht wirklich an.