Save the Homeland

ava-1444Harvest Moon ist eines jener Konzepte, in denen bei voranschreitender Serie nicht unbedingt viel Neues gemacht wird, nicht ohne gleich quasi eine ganz neue Serie a la Rune Factory zu erschaffen zumindest. Das sieht man gerade an den ersten Teilen, so sind die Gameboy-, N64-, und PSX-Spiele im Prinzip aufgestockte/abgespeckte Versionen des SNES-Originals. 2001 auf die nächste Konsolengeneration aufspringend haben die Macher dann aber doch experimentiert und mit Save the Homeland ordentlich am Status Quo gerüttelt. Mit dem Ergebnis eines der am wenigsten besprochenen Teile der Serie zu produzieren – bei uns nicht dadurch geholfen, dass es eines der wenigen HMs ist, die Europa nie erreicht haben (for Girls Upgrades ausgenommen).

Verpasst haben wir aber absolut nichts. Save the Homeland nimmt das Augenmerk weg von der Farmarbeit und legt es gen Charaktere und Handlung. Man muss sich dabei daran erinnern, dass in 2001 alle anderen Harvest Moons keinerlei Handlung hatten, sondern nur die Zielvorgabe „Bring die Farm in 2-3 Jahren in Ordnung“, während die Befreundung der Charaktere auch abgesehen von der Heirat nichts mit sich brachte. Save the Homeland hingegen hat eine richtige Storyline. Erneut ist ein Großvater gestorben, der unserem Jüngling seine Farm vermacht hat. Die liegt allerdings auf einer Insel, die von einer Firma für den Bau eines Vergnügungsparks genutzt werden soll, was das Einstampfen des Dorfes bedeuten würde.

Dies zu verhindern gilt es nun, und das gerade mal innerhalb eines Jahres. Schaffen kann man das auf 9 verschiedene Arten, häufig durch das Gewinne eines Contests, oder Auffinden einer seltenen Tierart. All die geschieht im Prinzip, in dem man sich mit den richtigen Charakteren anfreundet, um die entsprechenden Cutscenes zu triggern – hier und dort muss auch mal ein Gegenstand erworben werden. Wie alle Vertreter ist auch dieses Harvest Moon bestechend einfach, wer weiß was zu tun ist, kann innerhalb eines halben Jahres bereits eines der Enden bekommen. Der Clou an der Sache ist, dass Save the Homeland eine New Game + hat, einen anschließend wieder an den Beginn des Jahres setzt, aber mit dem Fortschritt auf der Farm intakt, so dass man all diesen Aufbau nicht erneut machen muss, sondern sich aufs nächste Ende konzentrieren kann.

Nicht, dass es dort viel aufzubauen gäbe. Denn wegen des Fokus auf der Handlung und der kurzen Spielzeit von höchstens einem Jahr, ist alles mehr als zurückgenommen. Es gibt keine Feste, keine Heirat (schade drum, denn es rennen ein paar echt niedliche Mädels rum). Feldfrüchte gibt es nur 4 verschiedene Arten, die in allen drei Jahreszeiten wachsen. Je 6 Hühner und Kühe können in die schon bestehenden Ställe gesteckt werden, Hausaubauten gibt es 2 (ein Küchenanbau und eine Hundehütte). Und erneut ist das einfach zu erhalten, gerade da die meisten Enden gar kein Kapital verlangen, sondern nur das Befreunden der richtigen Dorfbewohner. Ich hatte im ersten Herbst bereits das volle Kontingent an Tieren, sowie beide Hausaubauten.

Und das macht das Spiel durchaus langweilig. Zunächst fand ich es nämlich mal ein interessante, andere Herangehensweise und durch die Kürze der Tage ging es auch schnell voran. Aber wenn man dann eben nach einem halben Jahr alles gekauft und alles gesehen hat, bleibt nichts mehr. Gerade in besagter NG+ hat man dann von Beginn an alles, mehr Kapital, als die weiteren Enden benötigen, und langweilt sich eigentlich nur noch in den Tagen, die zwischen zwei Storycutscenes vergehen müssen. Man fühlt sich ein wenig wie ein Beta-Tester eines unfertigen Spieles, das durchaus schon komplett spielbar ist, bei denen aber eben viele Funktionen wie Feste, Heirat, und mehr Möglichkeiten auf der Farm noch nicht implementiert sind. Der große Rucksack, der nun Stacks zu 99 aufnehmen kann, und mehr Slots hat, als das Spiel an Werkzeugen und Gegenständen überhaupt besitzt, unterstreicht jenes Gefühl noch mehr.

Übrigens definitiv auch kein Freund war ich von der Tatsache, dass es hier keine Verkaufsbox gibt, sondern man seine Produkte selbst in die Läden bringen muss. An sich ziemlich egal, nur fand es jemand witzig, dass jeder einzelne Laden des Dorfes andere Gegenstände kauft. Und das scheinbar sehr random. Der Supermarkt kauft die meisten Wildfrüchte und Feldfrüchte, aber keine Eier, obwohl er sie verkauft. Eier kauft die Villa. Milch kauft unerfindlicherweise der Werkzeugladen, Pilze und Nüsse nur das Cafe. Sich zu merken, wer was kauft und die ganze Insel abzulaufen, nur um auch alles loszuwerden, wird mit der Zeit doch leicht nervig.

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HMDSc

ava-1433Die DS-Harvest-Moons haben nicht gerade die beste Reputation, was einer der Gründe ist, warum ich die bisher links liegen gelassen habe, stattdessen wenn es mich nach einem Teil juckte einen für Konsole kaufte. Wobei die Hauptkritik gegen Harvest Moon DS eigentlich ist, dass das Ding verbuggter ist, als eine morsche Eiche – eine Sache, die im for Girls Relrelease Harvest Moon DS Cute beseitigt ist (zumindest so Glitch-frei, wie ein Harvest Moon nun mal ist).

Deswegen griff ich zu jenem, mir gleich den Plan machend, dass ich halt eine Lesbe spiele, da ich unbedingt mit der Meerjungfrau zusammenziehen wollte. Stellt sich raus, in der US-Version ist die „Best Friends“-Option mit den anderen Mädels rausgenommen, ist nix mit gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaft mehr. Ein wenig schade, denn zudem hat keiner dran gedacht, für das Girls-Update mal ein paar attraktive Kerle ins Forgte-Me-Not Valley zu setzen, sondern wir haben weiterhin die Freaks aus A Wonderful Life hier lebend. Und Skye, der auch nicht gerade gutaussehend ist.

Diesmal ist es übrigens in der Handlung so, dass die 101 Erntewichtel verstreut wurden und die Erntegöttin versteinert wurde, sie nur wiederbelebt werden kann, in dem 60 von den Wichteln gefunden werden. Diese Zwerge auftauchen zu lassen ist allerdings so eine „mach nebenbei“ Sache, denn sie sind schlichtweg Achievements/Trophies der Marke „Verkaufe X Einheiten“, „Gieße Y Felder“, „Habe Z Tiere“, „Befreunde einen Dorfbewohner“, „Verkaufe noch mehr Einheiten“, Gieße noch mehr Felder“, „Verkaufe noch mal mehr Einheiten“, „Angel soundso viele Fische“ etc. pp. Fast alles, was man in einem Harvest Moon machen kann, hat seine Wichtekategorie und entsprechende Voraussetzungen, um sie erwecken. Gut 50 davon sind eigentlich schon ganz einfach eben nebenher früher oder später aufgetaucht, für die restlichen 10 muss man halt mal nach den genauen Spezifikationen schauen, aber schwer ist das Spielziel zu erreichen mal wieder natürlich nicht. Wäre jedoch schön gewesen, wenn man dafür auch was bekäme, statt nur die Erntegöttin mal kurz „Danke und tschüss – ach und jetzt kannste mir Geschenke darbieten“ sagt und das war es. Keine Cutscene, nix. Nun, ab jetzt darf man dann halt auch heiraten (nicht, dass das Spiel einem dies sagen würde), was ein wenig blöd ist, fast so wie bei Pokemeon Mystery Dungeon, wo Evolution erst nach Spielbeendigung möglich ist.

Interessant ist bei dem Spiel vor allem auch, dass die Farm diesmal quasi komplett leer ist, abgesehen von der eigenen Hütte und einem Stall fürs Pferd. Dafür hat man nun eine große Fläche zur Verfügung und darf sich seine Sachen dorthin bauen lassen, wo auch immer man sie haben will. Das führt dazu, dass man ausnahmsweise mal einen gewissen Money Sink hat, denn die Materialien selbst zu beschaffen dauert ewig, Gotz gibt jedoch auch die Option das er sie stellt, was den Preis ordentlich erhöht. Ausnahmsweise hat man in einem Harvest Moon mal nicht am Ende des ersten Jahres also schon alles gebaut und ist halber Millionär ohne Ausgabemöglichkeiten, sondern es dauert schon mal gut 2 Jahre, bis alle Ställe, Schuppen und Hausausbauten erledigt sind. Obstbäume sind übrigens wieder mit dabei, sowie Enten, lediglich die Ziege von A Wonderful Life wurde in der Aufstellung wegrationalisiert. An neuen Gebäuden gibt es dafür eine Hütte zur Pilzzucht, sowie die Möglichkeit bis zu drei Keller zu bauen, die ähnlich dem früheren Gewächshaus funktionieren, in dem man hier Jahreszeitenunabhängig Feldfrüchte anbauen kann.

Weitere nette Neuerungen sind: Es gibt viele hilfreiche Gadgets, wie direkt sehen zu können, wie sehr einen jemand mag, oder wie viel Stamina man übrig hat, statt dies grob schätzen zu müssen. Außerdem ist der Rucksack recht groß, hat zwei Erweiterungen (von denen man die dritte eigentlich nie brauchen müsste) und hält Stacks von 99 pro gleichem Item! Auch wirklich überrascht war ich von der Musik, die zwar ob der 30 Tage pro Jahreszeit immer noch repetitiv wird, aber doch wesentlich schöner und melodischer ist, als in den anderen Teilen. Gerade die Melodien für Herbst und Winter sind echt toll.

Wolken am Horizont gibt es allerdings auch weiterhin: Dank des zweiten Screens ist unten nun immer ein Menü eingeblendet, allerdings das zum Speichern, zu welchem das Spiel nach jeder kleinen Szene etc. zurückspringt, dabei wäre es fast immer besser, wenn der Rucksack stattdessen der Default wäre. Und wann wird es endlich möglich sein, in den Optionen einzustellen, dass man Auto-Run hat statt den Dash-Button permanent gedrückt zu halten, oder die arsch-langsamen Spieletexte endlich auf instantaneous zu stellen? Wir sprechen hier immerhin von einem DS-Spiel von 2005. Auch das Bestellen der Gegenstände im TV-Shop ist weiterhin eine ziemliche Geduldsprobe, bis endlich mal das angeboten wird, was man haben will. Größtes Problem wohl ist, dass nun das Wegwerfen jeglichen Gegenstandes (auch Unkraut auf dem Feld), egal ob absichtlich oder nicht, als Umweltverschmutzung gilt und die Dorfbewohner unglücklich macht.

Das ist natürlich zum Großteil alles Korinthenkackerei gewesen, jedoch sollte man meinen das Marvelous es nach 10 Jahren und gefühlten 300 Harvest Moons hinbekommen würde, einen Teil mal ohne Hackeleien  und moderner-benutzerfreundlicher zu programmieren. Es ist einfach schade, dass viele Selbstverständlichkeiten, wenn auch Kleinigkeiten, immer noch nicht Einzug gehalten haben, und es immer ein paar Makel geben muss.

Ansonsten war ich eigentlich echt begeistert von Harvest Moon DS Cute, es ist das üblich süchtig machende Konzept, mit mehr Langzeitmotivation, da es hier einfach länger dauert, bis man alles hat und einem die Optionen ausgehen.

Tree of Tranquility

ava-1256Ich hab ein Harvest Moon durch. Ist wie jedes andere Harvest Moon auch gewesen. Deswegen ist’s auch irrelevant, welcher Teil es war. Bis morgen dann.

….

Ok, es war, wie man sich durch den Hinweis im Titel schon vielleicht hat zusammenreimen können, Harvest Moon: Tree of Tranquility für die We ohne You. Bin mit der Handlung durch, nach nicht mal ganz einem Jahr, sondern noch auf dem Endspurt des ersten Winters. Was dennoch reichlich Spielzeit ist, so ein modernes Harvest Moon dauert ja gut 20-30 Minuten pro Tag (x 28 Tage x 4 Jahreszeiten). Wobei hier die Tage sich später allerdings nicht verlängern, da die Zeit in den Ställen weiter läuft, was es in eher wenigen Vertretern tut, weswegen für gewöhnlich mit mehr Getier auch die Spielzeit sich aufbläht. Je nachdem, wie viele Tiere man denn überhaupt erträgt, sich um die zu kümmern kann nämlich manchmal doch nerven. Hatte dann auch „nur“ 10 Tiere im Geflügelhaus (4 Hühner, 2 Enten, 4 Seidenraupen) und 6 im Stall (2 Kühe, 2 Ziegen, 2 Schafe, 0 Stauße), da mir alles andere zu viel geworden wäre – das Geflügel hab ich auch nur täglich gefüttert, statt extra hochzuheben.

Natürlich bin ich nur so „schnell“ durch das Spiel durch, weil ich mir direkt einen Guide angeschaut habe. Harvest Moons sind Spiele der Langzeitplanung, bei denen man sich vorher überlegt, wie man seinen Tagesablauf gestaltet, was man in welcher Anzahl säht, wann man Upgrades kauft etc., weswegen ich mir eigentlich immer vorm Anfangen eine generelle Übersicht verschaffe, was das vorliegende Harvest Moon alles zu bieten hat und wie genau die kleinen Funktionsvariationen sich diesmal gestalten.

Um Tree of Tranquility zu gewinnen muss der Mutterbaum wieder hergestellt werden. Was passiert, in dem man den sechs Wichteln Baumkuchen backt und sich mit den Bewohnern anfreundet. Dies sind zwei Sachen, die ich in einem Harvest Moon von mir aus nie mache, ich habe weder Interesse am Kochen, noch mich mit irgendjemanden außer meiner Zukünftigen und einem möglichen Haustier anzufreunden. Von daher war es gut, dass ich mir vorher angeschaut hatte, dass genau dies nötig ist, um durch die Handlung zu schreiten, so konnte ich gleich auf die Rezepte hinarbeiten (die auch so leckere Zutaten wie Wolle und Edelsteine beinhalten), statt im Sommer gesagt zu bekommen, dass ich fürs nächste eine Erdbeere brauche, die ich erst im nächsten Frühjahr werde anbauen können. Oder alle Rezepte fertig zu haben und dann zu merken, dass ich jetzt erst mal das nächste halbe Jahr täglich mit allen Dorfbewohnern reden kann, weil ich das vernachlässigt hab, aber ein gewisses Freundschaftslevel für den Abschluss nötig ist. Letztendlich ist es nicht anders, als die Aufgaben in Animal Parade und das Spiel forciert einen zum Erlangen der diversen Zutaten dahin, alles, was das Spiel zu bieten hat, mal ausprobieren zu müssen. Ackerbau, Tierzucht, Angeln, Bergbau und Freundschaften schließen.

Animal Parade ist ein gutes Stichwort, hab ich mir Tree of Tranquility doch etwas dadurch „verdorben“ in dem ich den unmittelbaren nächsten Teil zuerst gespielt habe, weil die sich doch quasi identisch sind, Animal Parade nur von allem etwas mehr zu bieten hat. Selbst die Dorfbewohner sind genau die gleichen, auch wenn Tranquility nicht wirklich in der gleichen Ortschaft spielt, sind Insel und Dorf doch komplett anders aufgebaut. Wirklich wesentlich schlechter ist der Teil nun aber auch wieder nicht gewesen, weil Animal Parade wirklich nur in den Kleinigkeiten mehr zu bieten hat. Wildtiere zu Haustieren zu befreunden ist weniger nervig, es gibt mehr alternative Outfits, die Hausmöblierung ist nicht so eingeschränkt, der Aufgabenverlauf zur Handlung etwas abwechslungsreicher. Kleinkram, der wirklich nur auf- aber immer noch nicht wesentlich ins Gewicht fällt, wenn man Animal Parade bereits kennt – und auch noch wirklich in Erinnerung hat, Harvest Moons blenden ja eh ziemlich zusammen.

Ganz witzig ist allerdings, ein modernes Harvest Moon zeitgleich mit Animal Crossing zu spielen, weil man doch merkt, wie ähnlich sich vieles zwischen den Spielen doch ist.

Friends of Mineral Town

Ich hat dann mal wieder meine „Ein Harvest Moon wär jetzt ganz nett“-Phase und anstatt nach einem billigen neuen Ausschau zu halten, wollte ich doch lieber zu einem oldschooligen Teil greifen. Back to Nature wurde ja damals, als es erschien, von vielen als der beste Teil der Serie gepriesen, während ich da immer meine Anfangsprobleme habe, da die Steuerung frickelig ist und der schräge Blickwinkel ihm auch keinen Gefallen tut. Netterweise ist Back to Nature dann ja als Friends of Mineral Town auf den GBA portiert worden, ohne jene Probleme, was BtN im Prinzip obsolet macht (ich hab’s aber dennoch irgendwie nie verkauft) und so wanderte das erneut in meinen DS.

Ein paar kleine Änderungen gibt es schon zwischen den beiden Spielen, so hat FoMT beispielsweise kein Gewächshaus, dafür aber Ferienhäuser, außerdem sind die Feste etwas anders gestaltet etc., aber das sind nur Kleinigkeiten und nicht genug, um es irgendwas andres als einen BtN-Port zu nennen. Selbst für Harvest-Moon-Verhältnisse, wo sich zwischen Spielen eh kaum was ändert, reicht das nicht, um es als vollwertiges Neuspiel zu betrachten. Es gibt ja nur so viel, was man aus „Bestell die Felder, Kuschel die Tiere, Erkauf dir die Liebe eines Mädels“ machen kann und Marvelous hat sich nie um große Kreativitätssprünge bemüht, sondern ähnlich GameFreak mit Pokemon lieber das quasi fast gleiche Spiel erneut und erneut aufgelegt.

Friends of Mineral Town nun als das beste Harvest Moon von allen (die ich gespielt habe, anway) zu proklamieren… eh, so weit würde ich nicht ganz gehen, das letztjährig gespielte Animal Parade fand ich irgendwie einen Tacken schöner. Aber der beste der oldschooligen Teile, bevor es eine Handlung zu verfolgen gab, sondern es einfach hieß „bring die Farm in X Jahren in Ordnung“, doch davon schon.

Obwohl FoMT jene Beschränkung eigentlich gar nicht hat. Hier gibt es ausnahmsweise gar keine Zielvorgabe (eine weitere Änderung, denn BtN gab einem 3 Jahre Zeit, danach aber auch die Endlosspiel-Option, wenn ich mich recht erinnere), sondern überreicht die Farm und nun darf man halt spielen wie und so lang man will. Credits laufen nach dem Heiraten und das war’s. Als quasi OCD „ich muss alles haben“-Langzeitmotivation gibt es halt die Ferienhäuser, von denen man eines erst zum 50-jährigen Heiratsjubiläum bekommt, das andere kann erst für 100.000.000 (das ist einhundert Millionen) erbaut werden. Aber auf so einen Mist lass ich mich natürlich nicht ein. Ich hab meist sowieso meinen ersten Motivationstiefpunkt nach 1 1/2 Jahren ingame und brauch dann einen „mach X Jahre“-Faden, um es nach einer Pause wieder aufgreifen zu müssen. Diesmal war das bei FoMT gar nicht der Fall, da ich allgemein nicht so die Gaming-Motivation hatte und man ein Harvest Moon ja so schön, ohne wirklich sein Gehirn dabei angeschaltet haben zu müssen, auf Autopilot nebenher spielen kann, während man ebenfalls nur halb Aufmerksamkeit schenkend nebenher alte Sitcoms auf Comedy Central schaut oder sich Video Games Awesome Longhauls streamt – was natürlich mit einem Handheld-Teil sowieso viel besser funktioniert.

So hab ich dann jetzt tatsächlich über die letzten Wochen bis ins dritte Jahr hinein gespielt und zum ersten Mal mir sogar die Mühe gemacht, von allen Feldfrüchten über 100 Einheiten anzubauen, um die Spezialfrüchte freizuschalten. Im Stall hab ich natürlich nur 8 Tiere, weil mehr ein Clusterfuck ergibt, der mehr nervt denn sonstwas (Erntewichtel einzustellen fand ich schon immer doof, ich Controllfreak mach lieber alles selbst) und Geldmangel hat man in einem Harvest Moon nach kurzer Zeit ja eh nicht mehr. Kleinigkeiten sind natürlich auch hier nicht perfekt, wenn beispielsweise mal wieder ein Geschäft auf Grund seiner freien Tage plus Festivals für längere Zeit zu hat, wenn man unbedingt was kaufen müsste, oder das es noch immer keine Auto-Run-Einstellung gibt, sondern dafür eine Schultertaste betätigt gehalten werden muss (und in einem HM will man 99% der Zeit rennen). Auch die Shortcuts sind manchmal etwas laggy, da nämlich der GBA ja weniger Buttons hat, als die PSX, wird das praktische Drehen durch die Rucksack-Sachen auf Buttonkombinationen gelegt. Als Lösung ganz brauchbar, aber wie gesagt manchmal hakt es da auch.

Animal Parade

Jepp, mich hat es mal wieder nach einem Harvest Moon gejuckt, kommt so einmal alles Jahr vor. Diesmal habe ich mich auch dazu durchringen können, sogar mal wieder eins zu kaufen. Modernes Harvest Moon bin ich ja nicht so gewöhnt, sondern die 8/16/32bit Geschichten, wo die Farm noch in XY Jahren hergerichtet gehört, statt eine richtige Handlung zu durchleben. Den SNES, die 3 für GBC und Back to Nature für PSX hab ich nämlich alle, doch danach wird es sehr mau, bleibt nur das schreckliche A Wonderful Life für PS2 und Friends of Mineral Town für GBA, das zwar richtig gut aber auch „nur“ ein Remake vom PSX-Teil ist. Mit richtig modernen Teilen auf Wii und DS kenn ich mich nicht aus. Animal Parade hat es dann hauptsächlich getroffen, weil ich es a) am billigsten gesehen habe, b) Tree of Tranquility für jedes Nutzen eines Werkzeuges gefuchtelt werden muss und die Idee mal sowas von Scheiße³ ist und c) die DS-Teile nicht den besten Ruf genießen sondern alle irgendeine Gameplay-Idee zu haben scheinen, die Leuten unangenehm aufgestoßen ist.

Und Animal Parade fand ich echt super! So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr mit der Serie, es könnte sogar gut mein neuer Lieblingsteil sein. Auch wenn es erschreckend einfach ist, selbst für die eh niedrigen Standards der Serie. Ich war gerade mal zur Hälfte durch den ersten Frühling, da hatte ich schon die (unausgebauten) Ställe voller Tierviech, das Feld voller Gemüse und 3 von 5 Glocken geläutet. Wow. Die Handlung beendet habe ich nun just zu Beginn des zweiten Frühlings, was aber auch nur so lange gedauert hat, da die fünfte Glocke zu läuten damit zusammenhängt, 10 Dorfbewohner zu befreunden und da ich das in den Teilen normalerweise nie mache, musste ich hier ordentlich nachholen, plus dann noch eine Weile warten, weil das Läuten auch nur an sonnigen Tagen geht und es die ganze zweite Hälfte des Winters geschneit hat wie blöde. Der Acker ist schon lang voller Feldfrüchte, die Scheunen waren schon lang komplett ausgebaut und gefüllt, das Haus ausgebaut und geheiratet und ein Kind hatte ich auch schon. Und 300.000 Moneyz, mit denen ich nix mehr anzufangen wusste. Ich glaub lang werd ich es deswegen auch nicht mehr spielen, dafür kenn ich mich zu gut. Wenn das Ziel in einem Harvest Moon erreicht ist, verliere ich im anschließenden Free Play (sofern überhaupt vorhanden) häufig schnell die Lust, vor allem, wenn eigentlich eh schon fast alles erreicht ist.

Alles erreicht abgesehen von OCD-Gamer-Sachen natürlich. Um die ganzen Money Sinks habe ich mich beispielsweise nie gekümmert. So können noch weitere Ferienhäuser gekauft und komplett möbliert werden, jede Menge alternative Kleidung für den Farmer (und die Kids) zum Dressup erstanden werden (was ich allerdings schon eine tolle Idee finde und mir auch für jede Jahreszeit ein stylisches Outfit gekauft hatte) und natürlich die ganzen Werkzeuge auf Maximallevel gegrindet werden – wobei man über Kupferlevel mit dem vielen Stamina, die man in dem Spiel hat, eigentlich eh nie brauchen wird.

Doch ja, meine Zeit mit dem Spiel war eine Gute. Ich mag Harvest Moon ja besonders als Entspannungstherapie. Einfach mal etwas spielen, bei dem man das Hirn komplett ausschalten kann. Ich muss nicht einer hochkomplexen Handlung folgen, ich muss keine guten Reflexe und Hand-Augen-Koordination aufweisen um schwere Gegner zu besiegen, nicht lang strategisch Planen oder sonst irgendwas. Ich muss mir um nix Sorgen machen und über nix wirklich nachdenken, Harvest Moon spielt sich auf Autopilot. Einfach nur ein supersüßes Spiel an einem vorbei rauschen lassen. Herrlich entspannend das.

Let’s Play ~ Harvest Moon AWL – 10. Twilight

Der Bauer ist nun komplett alt. Haar ganz weiß und der Sohn muss ordentlich auf dem Hof mithelfen. Zumindest in der Cutscene zu Kapitelbeginn, im Spiel an sichhängt natürlich doch wieder alles beim Spieler, nix mit Hilfe. Mittlerweile sind auch endlich die Charaktere, die bisher komplett vom Alterungsprozess ausgenommen zu sein schienen, sichtlich gealtert. Hauptsächlich halt wieder graue Haare und weniger auffällige Farbtöne in den Kleidern. Langsam ist die Farbpalette des Spieles echt deprimierend. Nur Lumina scheint ums Verrecken nicht zu altern, aber vielleicht kommt daher der Name des letzten Kapitels und sie ist in Wirklichkeit ein Discokugel-Vampir und versteckt das nur unter viel Make up. Wenn man’s genau betrachtet, müssten doch die meisten Tiere mittlerweile so was von tot sein. Ich mein wie alt wird denn beispielsweise so ein Hund? 15 Jahre, wenn er’s lang macht? Die Dorfbewohner, die seit Spielbeginn schon alt waren, leben auch weiterhin noch alle, die müssen doch jetzt 150 sein.

Passt aber schon, das letzte Kapitel eines schlechten Spieles wie ein schlechtes Jungedbuchphänomen zu betiteln, auch wenn’s Spiel früher da war :D

Leider etwas schade ist, dass ich dieses Jahr das Stück der Steintafel nicht finden konnte, hätte doch gern gewusst, was passiert, sobald sie komplett ist. Aber während ich in den vorigen Jahren das Teil schon immer in den ersten paar Tagen gefunden habe, war diesmal nicht ran zu kommen. Dabei hab ich sogar die letzten Wintertage extra lange in der Ausgrabungsstätte verbracht.

Ich habe doch mal scherzhaft erwähnt, dass bei der Geschwindigkeit, in der man mittlerweile altert, ich total erwarte, dass A Wonderful Life mit der Beerdigung des Bauern endet. Nun ja, tatsächlich endet es damit, dass der alt gewordene Bauer stirbt und der Sohn die Farm übernimmt. Schon etwas komisch, denn das einzige Ziel des Spieles ist, durch alle 6 Kapitel zu kommen. Während die anderen HMs als Ziel haben, die Farm wieder aufzubauen, was sie nach Anzahl der Tiere, Feldfrüchte, verkaufte Einheiten und Kapital errechnen – man also in der vorgegebenen Zeit tatsächlich was geleistet haben muss, um das Ziel zu erreichen, gibt es das bei A Wonderful Life nicht. Man muss nur das Ende erreichen. Das Ziel des Spieles ist also praktisch zu sterben :D

Sobald die Credits gelaufen sind, kann übrigens gespeichert und im „Heaven“-Kapitel weiter gespielt werden. Witzigerweise immer noch als der Bauer, der genau wie alle anderen Bewohner wieder jung ist, nur der Sohn ist weiterhin erwachsen. Ist halt das Endless Play nach Spielende, aber schon seltsam, den gerade gestorbenen Spielercharakter plötzlich wieder jung zu spielen.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich das Spiel endlich hinter mich bringen konnte und diesmal durchgehalten habe. Und bis Jahresende habe ich es sogar auch noch geschafft. Immerhin hab ich schon im Juni begonnen. Angefangen hab ich also kurz vor der Zeit, wo es für mehrere Wochen so unsagbar heiß war, beendet nun, wo es so ein überraschend heftiger Winter ist.

Let’s Play ~ Harvest Moon AWL – 09. A Journey

Der Sohn ist jetzt so ziemlich erwachsen, und damit wieder kooperativer, verliert zusammen mit dem Emo-Shirt auch die dazugehörige Attitüde. Ansonsten hat sich nicht wirklich was geändert, anscheinend verliert auch das Spiel mittlerweile die Lust an sich selbst. Flora und Carter haben sich ihre Liebe gestanden, in einer sehr… merkwürdigen Szene. Aber das kann genauso gut auch random trigger sein, nicht zwangsläufig im fünften Kapitel. Zudem sind die beiden einige der wenigen Leute, die anscheinend nicht zu altern scheinen. Besonders Carter, dessen Haar schon zu Spielbeginn graue Strähnen hatte, sollte doch mittlerweile fast tot sein. Sebastian und Romana sind auch seit Spielbeginn alte Leute, die müssen doch mittlerweile gut 110 Jahre alt sein oder so. Schon seltsam, dass die Kinder langsam erwachsen werden und die jungen Leute graue Haare bekommen, aber man das Alterungskonzept anscheinend nicht wirklich bei allen NPCs konsequent durch zieht.

Zu Beginn des Jahres waren am ersten Tag auch alle meine Tiere plötzlich unglücklich. Letztes Jahr war es glaub ich gleich. Ein weiterer Glitch? Carter kommt hin und wieder nämlich auch nicht in die Ausgrabungsstätte. Soll das Spiel nur versuchen, mich zu brechen, ich gebe nicht auf! Die Kuh ist sowieso dämlich hoch Zehn. Häufig erwisch ich sie, wie sie gerade so ein Stück außerhalb des Grases steht, aber versucht, es zu fressen. Nur um das Pissed-Emote zu machen, weil es nicht klappt. Allerdings registriert das Spiel das anscheinend nicht richtig, denn sie bleibt einfach dort stehen und versucht endlos das Gras zu fressen, das da nicht ist :/

Was ich echt witzig finde ist, wie die Leute den Kopf drehen, wenn man an ihnen vorbei geht, vorausgesetzt, man ist mit ihnen befreundet. Es sieht so aus, als würde das ganze Dorf den Arsch vom Bauern abchecken :D

Ah, und das vierte Einrichtungsset für satte 100.000? Schrecklich unspektakulär, ändert es doch wie üblich nur die Farbe der Teppiche und Tischdecken, und das auch noch in ein ödes ungemustertes Grau-Blau.

Let’s Play ~ Harvest Moon AWL – 08. Farm Life

Wieder ein paar Jahre später, der Sohn ist nun ein Teenager und entsprechend… sollte man ihm wohl eher aus dem Weg gehen :D Außerdem scheint er gerne zu Zeichnen, ich hoffe mal, er kann es auch, anstatt wie 90% der Deviantart-Leutz nur zu denken, er würde es können, und leider niemandem zu haben, der ihm eines Besseren belehrt. Komischerweise steht er ständig in der Scheune rum, wo sonst weder Mensch noch Tier sind. Onaniert bestimmt den ganzen Tag heimlich, die Sau. Zudem hat der Farmer mittlerweile graue Haare. Wenn das so weiter geht, erwarte ich, dass die Ending-Credits zum Spiel die Beerdigung meines Charakters zeigen :D Eigentlich ist mittlerweile fast jeder Bewohner des Tales ergraut. Und sie tragen nun weniger auffällige Farben. Was durchaus ein netter Sinn fürs Detail ist, aber ein Spiel, das von Beginn an nicht sonderlich farbenfroh war, nur noch ein wenig langweiliger und deprimierender aussehen lässt. Where have all the colors gone?

Oh ja, der Glitch, der die besseren Kochoptionen verschwinden lässt, ist immer noch da. Kein Sashimi mehr D: Wahrscheinlich ist das ein verzweifelter Versuch des Spieles, sich mir zu vergällen. Denn diesmal (ist ja mein dritter Anlauf, wie bereits erwähnt), bin ich wesentlich cooler eingestellt. Ich glaub das kommt auch ein wenig mit dem Alter, man regt sich einfach nicht mehr so schnell über ein Spiel wie A Wonderful Life oder Final Fantasy VIII auf, wie früher. Und meine ersten zwei gescheiterten Versuche haben mich auch ein wenig gelehrt, was besser vermieden wird. Ich habe ja bereits mehrmals bei anderen HMs erwähnt, dass die Serie relatives Relaxing/Meditative Gaming ist. Sobald man sich eingearbeitet und einen Plan hat, geht es halt weitestgehend durch die gleichen repetiven Abläufe, wobei man gut auf Autopilot spielen und das Hirn abschalten und träumen lassen kann. Bei A Wonderful Life ist das noch extremer, sobald ich die PS2 an mache, geht durch mich irgendwie so ein richtiger Zen out Ruck, der erst nachlässt, wenn ich sie aus mache. So viel vom Spiel bekomme ich also auch gar nicht mehr mit :D Weitestgehend ist A Wonderful Life spielen wie Rauchen: Zunächst schrecklich, aber wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat, ist es schon Ok, auch wenn es einen währenddessen langsam innerlich umbringt. Und da der permanente Lag, Slowdown, lange Ladezeiten, schlechte Hit Detection/Boxes und benutzerunfreundliche Menüs mich diesmal weitestgehend kalt lassen, versucht das Spiel mich nun mit einem Glitch zu nerven.

Aus Jux und weil ich eh nix besseres mit dem Geld zu tun hab, ist jetzt das dritte Inneneinrichtungsset gekauft. Kostet immerhin doch 30.000 und alles was ich dazu sagen kann ist, dass es verdammt Rot ist. Mal sehen nächstes Jahr oder so, wie das teuerste für 100.000 aussieht. Man muss ja ein wenig Abwechslung rein bringen.

Let’s Play ~ Harvest Moon AWL – 07. The Harvest

Vorige Beiträge im alten Blog: 010203040506. Neues Jahr, wieder ein paar vergangen seit dem vorigen. Diesmal sieht man das Älterwerden allerdings nur am Kind, das kein knuffiges Baby, welches gerade das Laufen gelernt hat, mehr ist (und das man knuddeln und in die Luft werfen kann, hach, das vermiss ich ja schon D: ), sondern nun ein immer noch ganz knuffiges Kleinkind ist. Er hat jetzt auch seinen eigenen Raum ans Haus angebaut bekommen, damit er nicht irgendwann zu fragen anfängt, was die nächtlichen Ringkämpfe seiner Eltern zu bedeuten haben.

Weil ich mit Galen befreundet bin, hat der mir eine neue Angel geschenkt. Ich hab das Gefühl, dass Fische hiermit schneller beißen, kann mir das aber natürlich auch einbilden. Allerdings ist sie schwarz, und schon alleine das macht sie kewler.

Meinem Sohn habe ich einen Teddybär geschenkt, den Van im Angebot hatte. Unheimliches Vieh, jedes mal, wenn ich ihm den Rücken zudrehe, blinzelt er oder läuft von selbst durch die Gegend. Ich hoffe mal, er wird nicht eines Tages ein Messer schnappen, uns alle erstechen und unsre Haut als Mantel tragen oder so. Oder meinem Sohn einreden, uns umzubringen.

Das dritte, größte und fruchtbarste, Feld hab ich mir nun auch geleistet und zwei Generation 3 Bäume hingepflanzt. Jetzt hab ich in jeder Jahreszeit 2, die Früchte tragen. Das ist mir genug Arbeit. Wer Tartan programmiert hat, soll übrigens langsam an einer Krankheit dahin siechend sterben. Zuerst muss ich ewig mit dem Mistvieh reden, bis es mir die Hybrid-Option erneut gibt und dann geht das auch noch alle Nase lang fehl. Zum Glück muss ich mich nun nie wieder mit dem Scheißteil abgeben – noch schöner wäre, wenn ich es in Brand stecken und dabei zusehen könnte, wie es in Schmerz und Horror schreiend langsam bei lebendigem Leibe verbrennt. Hach. Die beiden neuen Baumsorten heißen btw. ganz kreativ „What“ und „Thing“.

Die Star Cow gibt weiterhin unglaublich rentable Milch, dafür hat die Ziege damit aufgehört. Und da man sie nicht schwängern und erneut zum Milchgeben bringen kann, wurde sie an einen Schlachthof verkauft und stattdessen als Ersatz ein Schaf eingekauft. Sich um eine zweite Kuh zu sorgen wäre zu nervig. Bei der Namensgebung für das Dumme Schaf dachte ich zuerst an „Black Cat“, „Rinoa“ oder „Bella“, wollte dann diese Namen aber doch nicht ständig lesen müssen. Übrigens auch so ein Nervfaktor im Spiel: Zusehen, wie Takakura mit dem verkauften Tier weggeht kostet 1 1/2 Stunden, wie er mit dem neu gekauften zurück kommt eine weitere. 2 1/2 Stunden verloren, aber die Feste kosten mich keine Zeit. Nervig und wenig konsequent. Zum Glück gibt es bei A Wonderful Life nichts von Wert zu tun, so dass der Zeitverlust nicht wirklich schwerwiegend ist.

Gegen Ende des Jahres hat mir Romana dann noch eine schwarze Katze geschenkt. Hmm. Ich war zuerst geneigt sie nach einer Eigenschaft wie „dumm“, „verlogen“ oder „weltfremd“ zu benennen. Aber ein totes Ilu-Pferd soll man ja nicht weiter treten und so heißt sie nach Kiki’s Delivery Service „Jiji“ :3

Den letzten Tag des Jahres wollte das Spiel anscheinend zum Glitch-Day machen, was mich etwas überrascht hat. Es ist ja allseits bekannt, dass die Harvest-Moon-Serie (besonders die neueren Fließband-Teile) nicht sonderlich gut zusammen programmiert und durchgetestet sind und es so häufiger mal zu kleineren Glitches (oder im Fall des ersten DS-Spieles sogar Game Breaking Bugs) kommen kann, aber A Wonderful Life ist, abgesehen davon, dass es mit seinen langen Ladezeiten und ständigem Lag ein schlechter Port ist, eigentlich ein sehr stabiles Spiel, bei dem ich in all meiner Spielzeit über die drei Anläufe nie in einen gelaufen bin. Auf jeden Fall waren meine Kuh und mein Schaf plötzlich irgendwie ineinander hängen geblieben, eine schreckliches Mutationsverbrechen gegen die Natur bildend und später am Abend, als ich meinen täglichen Fischfang wie immer in Sashimi umgearbeitet habe, nahm es mir mittendrin die fortgeschrittenen Kochoptionen ab. Den Tag neu geladen hat zwar die Kuh und das Schaf wieder zu zwei separaten Lebewesen gemacht, das mit dem Kochen passierte allerdings erneut. Also hab ich es diesmal gelassen und hoffe, dass mit dem Wechsel in das neue Jahr sich die Sache von selbst gibt.