Halloween 2018

Hallo zurück, Halloween! Lange ist es her. Ganze acht Jahre, um genau zu sein, als ich mich durch alle elf Filme der Franchise geschaut habe. Ebenfalls im Halloween-Monat. Aber auch real gesehen, immerhin war Rob Zombies Halloween II von 2009. Es dauerte also fast zehn Jahre bis es zu einem neuen Teil kam. Der erneut schlicht Halloween betitelt ist. Und ganz wie im Film zum 20-jährigen Geburtstag, H20, kehrt auch zu dem fürs 40-jährige Jubiläum niemand anderes als Ur-Scream-Queen Jamie Lee Curtis in der Rolle als Laurie Strode zur Franchise zurück!

Denn der neueste Soft-Reboot ignoriert schlichtweg alle vorigen Filme abgesehen vom allerersten. Wo Michael Myers aus der Psychiatrie ausbrach, um Leute in seiner alten Nachbarschaft umzubringen, und dabei auch auf Babysitterin Laurie traf. In der hiesigen Timeline wurde er anschließend wieder eingewiesen und ist seit vier Dekaden weggesperrt.

Laurie hat allerdings ihr Trauma vom Boogieman nie überwunden. Die Beziehung zu ihrer Tochter und dadurch auch Enkelin ist gestresst, da Laurie sie in Angst vor dem Schreckgespennst erzogen hat. Mit Waffentraining und Verbarrikadierung im eigenen Haus. Bis man ihr die Tochter wegnahm, die sich nun ein weitestgehend normales Leben aufgebaut hat. Solange ihre Mutter Laurie nicht wieder eine ihrer Episoden bekommt. Wie gerade jetzt, da Michael verlegt werden soll.

Was natürlich prompt zum Ausbruch führt. Was natürlich prompt dazu führt, dass Michael wieder in seine alte Nachbarschafft zurückkehrt. Was natürlich prompt wieder dazu führt, dass er an die drei Stroude-Frauen gerät, die sich aber zu wehren wissen.

Der Film versucht sich also wieder eher simpel zu halten wie der Erstling. Die Motive für Michaels Morden sind unerklärlich, der Grund warum er wieder in der Nachbarschaft auftaucht simpel. Er kennt ja nix anderes außer sein altes Heim. Dass er mit Laurie verwandt sein soll wird als von der Presse entwickelter Unfug abgecancelt. Wenn die Familie was weiter weggezogen wäre, hätten die Stroudes wahrscheinlich diesmal gar nichts mit ihm zu tun, denn Michael sucht sie nicht gezielt heim, sondern stolpert eher in sie. Ja man könnte sogar sagen das Laurie ihn in iherer Besessenheit jagd, statt andersherum.

Die einzige Sache, die den Film etwas komplexer macht, sind die Familienverhältnisse von Laurie. Die sind eigentlich schnell erklärt. Und ich finde es auch cool, dass die drei toughen Frauen im Finale gemeinsam gegen Myers angehen können und sich von ihrer Angst emanzipiert haben. Doch es bringt auch mit sich, dass der Film stellenweise etwas unfokussiert wirkt. Weil er mal Laurie, mal Tochter Karen, mal Enkelin Allyson folgt. Etwas mehr Fokus auf einer davon wäre schön gewesen. Und vor allem weniger auf Allyson, die nämlich hochgradisch unsympathisch ist.

Tatsächlich war es sogar richtig erfrischend wie gut eigentlich jeder im Film miteinander auskommt. Nachdem sich in Rob Zombies Halloweens scheinbar niemand wirklich leiden konnte. Hier sind alle recht nett zueinander, selbst Karen und Laurie trotz ihres gespannten Verhältnisses. Zumindest bis der Film eine Ausrede braucht, um Allyson von ihren Freunden auf der Halloween-Party zu trennen, damit sie alleine auf Michael stoßen kann. In dem nämlich aus dem Nichts ein Streit mit ihrem Partner vom Zaun gebrochen wird und ihr bester Freund ihr unangenehme Avancen auf dem Nach-Hause-Weg macht. Die Szenen wirkten deplaziert, sind so Klischeehaft wie schrecklich gewesen, und waren glaub ich mit Schuld daran, dass ich Allyson wenig leidern konnte.

Zusätzlich interessant in diesem Back to the Roots ist auch, dass sich Halloween (2018) wohlig altmodisch gebärt. Tatsächlich könnte der Großteil der Szenen so auch in einem Slasher aus den von Halloween so geprängten 80ern geschehen. Abgesehen von der einen Szene, die erklären muss, warum Allyson kein Handy dabei hat, strukturiert er sich ansonsten schön klassisch. Schön bodenständig. Düster und brachial. Keine unnötigen Schnörkel oder Effekthascherei. Einfach gute alte Slasher-Kost, wie wir sie heutzutage sonst gar nicht mehr geboten bekommen.

Ich muss eingestehen, dass ich nicht der Super-Fan von Halloween (1978) damals war. Weil ich ihm schon eine klassische Einfachheit zugestehe, die mittlerweile fast edel wirken mag, ich ihn aber dann doch so simpel fand, dass der Spannungsbogen für mich nicht immer da war. Abgesehen von einem kurz diffusen Mittelteil konnte mich aber ein ähnlich bodenständiger und geradlinig gehaltener Halloween (2018) sehr gut unterhalten. Weil ein bisschen mehr dran ist an ihm dann doch. Ich habs echt genossen.

Halloween 2009

Kommen wir nun zum bisherigen Ende der Franchise, zumindest bis Halloween 3D eventuell (zwangsläufig) doch noch aus der Developement Hell kommt, so lang is er ja noch nicht drin (und wenn nicht irgendwo das fürchterlich-ohrwurmige Silver Shamrock Commercial untergebracht wird, bin ich persönlich enttäuscht!), mit Halloween II, die Rob Zombie Version.

Oder besser gesagt Rob Zombies Sequel zu seinem Halloween Remake, so haben nämlich Halloween II (2009) und Halloween II (1981) wenig miteinander zu tun. Lediglich die ersten 20 Minuten des Filmes, in denen Laurie direkt nach der Attacke ins Krankenhaus eingeliefert wird, nur um dort erneut von Michael gejagt zu werden, erinnert ans Original, in dem der ganze Film in dieser Lokalität handelt. Das ist aber mehr Hommage denn Remake, da wie gesagt der Rest des Filmes ganz anders ist und der Beginn sogar nur ein Alptraum Lauries.

Eigentlich sind schon 2 Jahre vergangen, Laurie lebt bei ihrer einzig überlebenden Freundin Annie (jepp, Daniel Harris‘ Charakter überlebt im Gegensatz zum Original das Remake – gute Änderung) und bekommt ihr Leben einfach nicht in den Griff. Sie ist davon überzeugt, dass Michael tot ist, doch das Traumata überwinden konnte sie noch nicht. Was bedeutet, dass sie den Großteil des Filmes entweder total aufgelöst oder auf alles aggressiv drauf ist. Die Halloween IIs sind nicht so nett zum Charakter von Laurie Strode, im Original verbringt sie auch die erste Stunde komatös und die finale halbe dann aufgelöst vor Michael weg kriechend.

Loomis derweil hat sein Schicksal zu Geld gemacht und quetscht auch noch jeden letzten Tropfen aus der Popularität, die ihm die Obsession der Öffentlichkeit mit Michael Myers verleiht. Er hat auch ein (weiteres) Buch geschrieben, diesmal viel reißerischer. In jenem steht nun auch, dass Laurie Micheals Schwester ist, was die Öffentlichkeit seltsamerweise bisher noch nicht herausgefunden zu haben scheint und auch Laurie schockt (im Gegensatz zu Original, wo wir nie herausfinden, warum Michael ausgerechnet Laurie auserkoren hat, ist die Blutsverwandtschaft ein zentrales Motiv in Rob Zombies Remake, jedoch findet Laurie selbst dort nie heraus, wer Michael ist).

Michael derweil hat irgendwelche Halluzinationen von seiner Mutter und weißen Pferden, die ihm verspricht, dass sie als Familie wieder zusammenkommen können, woraufhin er die Wanderschaft über sieben Berge und ein Dutzend Morde macht, um Laurie aufzuspüren. Die hat später dann die gleichen Halluzinationen. Whatever.

Ich muss eingestehen, ich fand Halloween II irgendwo ganz cool. Ja, er ist noch hektisch. Ja, er ist noch laut. Ja, kein Charakter ist sympathisch oder kann nur eine normale Konversation führen. Ja, es fehlt Atmosphäre und Suspens. Aber als Brutalo-Slasher im hippen Look ist er ganz Ok gewesen. Die Halluzinationen sind sehr merkwürdig und deplatziert, haben aber eine nette Music Video Optik. Loomis Charakter wirkt aufgesetzt, Laurie ist schrill, Szenen wirken geradezu zufällig statt aufeinander aufzubauen. Von einem rein erzählerischen Standpunkt her, hat Halloween II nicht viel zu bieten. Aber er ist nicht langweilig und hat ein paar sehr nette alleinstehende Szenen zu bieten, mehr Unterhaltungswert als alle(!) Sequels des Originals. Rob Zombie ist erlöst von der Bürde, ein Remake machen zu müssen, kann hier sein eigenes Ding drehen, eben sein Sequel zu Halloween, nicht seine Interpretation zum Original.

Übrigens hab ich auch hier wieder den „Unrated Director’s Cut“ geschaut, der wie beim Original über 10 Minuten hinzufügt, hier aber nicht nur ein paar Gespräche ausbaut (das allerdings auch viel), sondern wohl das Ende komplett ändert. Ich fand zumindest das hiesige ganz Ok, lässt wohl etwas Interpretationsspielraum, für mich setzt es jedoch ein passendes Ende zur Laurie-Michael-Loomis-Geschichte. Und da Danielle Harris hier wirklich stirbt (der einzige Tod mit Gewicht, statt das übliche Kanonenfutter, von daher mag wohl nicht nur ich sie), muss es auch gar keine Sequels mehr geben :D

Halloween 2007

Statt eines weiteren Sequels dann also 5 Jahre später ein Remake. Warum man nicht noch ein weiteres gewartet hat, um es zum 30-jährigen Jubiläum in den Kinos zu haben, wer weiß das schon. Die Wege von Dimension Films sind unergründlich.

Der Film spaltet sich dabei so ziemlich genau in zwei Hälften von je einer Stunde. Zumindest der „Unrated Director’s Cut“, den ich gesehen habe, dessen Spielzeit länger als das Kinorelease ist. Mittlerweile kommt ja jeder Horrorfilm fürs Heimkino auch in einer „Unrated“-Fassung raus und mittlerweile ist das fast nur noch Geldmacherei, da dort nicht zwangsläufig mehr Gewalt oder Nacktheit drin enthalten sind. Auch bei Halloween werden im Prinzip hauptsächlich Gesprächsszenen verlängert.

In der ersten Hälfte, weitestgehend nicht im Original vorhanden, erklärt uns Rob Zombie erst Mal die Hintergründe zu Michael Myers. Der lebt nämlich in der white trashigsten White Trash Familie, die jemals existierte. Der Ziehvater ist ein Trinker, nutzlos und fies zu den Kids. Die Mutter ist Stripperin. Die Schwester auch gemein zum kleinen Bruder und eine Schlampe. Und der kleine Michael eigentlich auch schon gestört, immerhin bringt er bereits gern kleine Tiere um die Ecke. In der Schule wird er auch noch gehänselt und zu Halloween reicht ihm das eben einfach, bringt er zunächst seinen Schulpeiniger um und dann später am Abend Schwester, ihren Fuck Buddy und den Ziehvater. Anschließend landet er in einer Anstalt, wo sich Dr. Loomis gut um den Jungen kümmert, aber über die Jahre dabei zusehen muss, wie er immer mehr abrutscht, bis Loomis keine Menschlichkeit mehr erkennen kann.

Diese erste Hälfte ist teilweise hart kritisiert worden, da Leute es nicht so toll finden, dass erklärt wird, warum Michael zum Psychopathen wird, der Horror des Originals angeblich mit darin bestand, dass er einfach plötzlich anfängt, Leute umzubringen. Auch dass er einem hier sympathisch gemacht worden wäre. Find ich nicht. Eine Hintergrundgeschichte zu ihm zu haben ist schon ganz Ok, wenn sie auch sehr mit Klischees vollgestopft ist. Das Original Szene für Szene erneut gefilmt vorzufinden wäre doch viel langweiliger. Außerdem erklärt er nicht wirklich, warum Michael ist, wie er ist. Klar, die Familienverhältnisse bringen das Fass letztendlich zum Überlaufen, doch wie erwähnt hat er auch schon vorher Tiere getötet und Loomis selbst meint, ihm würde halt einfach irgendwas fehlen. Michael wird hier höchstens etwas… menschlicher portraitiert, aber für mich nicht zwangsläufig „sympathisch“ gemacht. Apropos Loomis – der ist hier tatsächlich sympathischer. Zeigt uns der Film doch, dass er sich tatsächlich um Michael gekümmert hat und irgendwann einfach gefrustet aufgeben musste, während wir ihn im Original Michael immer nur als das Böse in Inkarnation und als unmenschlich bezeichnen hören.

Die zweite Stunde des Filmes ist dann im Prinzip das Remake, nämlich ein teilweise tatsächlich fast mit 1:1-Szenen bestückter Teil darum, wie er Laurie stalked und ihre Bekannten umbringt. Kleinigkeiten sind anders und einiges fehlt, weil halt eine halbe Stunde weniger, als im Original. Doch weitestgehend ist es getreu. Allerdings auch die schwächere Hälfte des Filmes. Rob Zombie kennt keine Subtilität, keine wirkliche Charakterisierung. Er ist Metaler, auch wenn er Filme macht. Es kommt hier weder Atmosphäre noch Suspens auf, stattdessen ist alles irgendwie ständig laut und brutal und…. Metal eben. Die Szenen sind sprunghaft, da irgendwie die Überleitungen verloren gegangen sind (wer das Original nicht kennt, hat hier bestimmt Übersichtsprobleme) und die Charaktere sind auch alle ziemlich schrill und nervend. Auch kann keiner eine wirkliche Konversation haben, sondern ist mehr bemüht, jedes dritte Wort einen Fluch zu machen. Im Original wurde auch geflucht (im zahmeren 1978 aber nur hier und da mal ein „Shit“, mehr in den Sequels, ab H20 sogar mal ein „Fuck“ hier und da) und ich fluche selbst viel, aber das hier ist nur unnatürlich. Bei den White Trash Myers kann ich es noch verstehen, aber Laurie und ihre Freundinnen so permanent?

Gerne wurde übrigens behauptet, Halloween wäre nun Torture Porn. Also bitte. Klar, das Original kam komplett ohne Blut aus – jedoch keines der Sequels – und das Remake ist hier tatsächlich brutaler und blutiger, aber für modernen Horror doch noch recht gemäßigt.

Zu sehr hassen kann ich Halloween (2007) aber gar nicht. Als Horrorfilm und moderner Slasher geht er ganz in Ordnung. Er ist halt manchmal etwas zu laut, etwas zu nervig, etwas zu in your face, in der zweiten Hälfte etwas zu holprig. Aber anschauen kann man ihn sich schon. Außerdem hat er Malcolm McDowell, Udo Kier (in seinem deutschesten Akzent) und Danielle Harris (a.k.a die Kleine aus Halloween 4/5) zu bieten! Ist schon ganz Ok unterm Strich. Nur halt im Ton ganz anders als das Original.

Halloween 2002

Halloween H20 wäre ein netter Endpunkt für die Serie gewesen, doch es sollte anders kommen. Vier Jahre später kam Halloween: Resurrection auf die Leinwand, gern als das schlechteste Sequel beschrien – und das zu Recht – und somit ist der super generische Titel natürlich recht ironisch, ist Resurrection doch der Tod der alten Franchise.

Wir starten auf einem eigentlich sehr starken Anfang. Laurie hat wohl am Ende von H20 jemand falschen enthauptet, statt Michael und sitzt seither katatonisch in einer Psychiatrie rum. Doch das spielt sie nur, darauf wartend, dass Michael endlich vorbei kommt und sie ihn erledigen kann. Den Gefallen tut er ihr dann auch, bringt jedoch Laurie um die Ecke. Damit hat er es nach 24 Jahren endlich geschafft, seine Schwester umzubringen! Bleibt nur noch deren Sohn. Oder auch nicht. Resurrection scheint vergessen zu haben, dass der überhaupt existiert, wird er doch mit keinem Wort im Film auch nur erwähnt.

Michael könnte sich nun also endlich in seinem Geheimversteck unter seinem ehemaligen Elternhaus zur Ruhe setzen, wenn ihn die Leute doch mal in Ruhe lassen würden. Denn eine ganz schlaue TV-Crew will was von diesen Internetz-Moneys haben und schmeißt eine Reality Show, in der ein paar College Kids mit Kamera am Kopf durch das Anwesen geistern und sich ganz Blair Witch Project vor ihrem eigenen Schatten fürchten sollen. Im Internet findet auch der langweiligste Mist ein Publikum und so wird das Ding zum Hit auf einer Party. Bis dann Michael einschreitet, was alle zunächst noch für gefaked halten, um es interessanter zu gestalten (was die Macher auch vor hatten).

Die ersten 15 Minuten mit Laurie sind ganz cool, der Rest des Films ist Müll. Nervige Charaktere, alle absolut One Note. Wir haben das prüde Final Girl, das nervige It-Girl, die Schlaue, den Aufreißer, den Creep und den Koch, der nur über Küchen und Essen reden kann und meint, Serienmörder entstehen durch schlechte Ernährung. Ernsthaft. Ich bin mir nicht mal sicher, der Film meint das als Witz. Und dann der Charakter von Busta Rhymes! Argh, so eine Mary Sue. Hauptdarstellerin Bianca Kaijlich kann auch keine Emotion porträtieren, selbst wenn ihr Leben davon abhinge. Fun Fact: Ihre Schreie mussten sogar redubbed werden, da sie es nicht hinbekam, einen zu produzieren!

Abgesehen davon ist halt auch der ganze Teil ein Nervtöter, wenn die durchs Haus schleichen und nach und nach von Michael ermordet werden, nicht sonderlich interessant. Von Blair-Witch-esquer Shit-o-Vision halte ich sowieso nix, selbst wenn es als Nod zu den POV-Shots im ersten Halloween gemeint sein könnte. Wenn man den Film denn so viel zutrauen will.

Halloween 1998

Eine Fortsetzung der Franchise nach Halloween: The Curse of Michael Myers war zwar nicht undenkbar, aber doch wohl in der Schwebe. Doch dann passierte Scream und plötzlich war das Slasher-Genre wieder en vogue. Und da sowieso das Jubiläum bevorstand, kam es also sogar relativ zügig zu Halloween H20: Twenty Years Later. Es greift sogar Laurie Strode als Hauptcharakter erneut auf, wieder gespielt von Jamie Lee Curtis.

Die hat ihren Tod, über den uns Halloween 4 informierte, nämlich nur vorgetäuscht und lebt nun mit ihrem Teenie-Sohn als Direktorin auf dem Gelände einer feinen Privatschule. Dass Trauma der Ereignisse von vor 20 Jahren hingegen konnte sie nie ganz überwinden, gerade zu Halloween häufen sich die Alpträume und genau jener Tag ist Heute.

Michael unterdessen denkt wohl auch, dass so ein schön rundes Jubiläum doch die perfekte Gelegenheit ist, um herauszufinden, dass seine Schwester noch lebt und sogar einen weiteren Verwandten gezeugt hat, die natürlich dran zu glauben haben. Und da der Rest der Schülerschaft auf Klassenausflug ist, hat er den nächtlichen Campus ganz für sich allein und kann seine Beute wild durch die Gebäude jagen.

Halloween H20: Just Add Water ist ein Semi-Reboot der Franchise. Zunächst war geplant, so nebenbei die Existenz der Filme 4-6 zu erwähnen, was dann allerdings doch geändert wurde. So ist es jetzt ähnlich wie bei Urotsukidoji V und im Universum, dem dieser Film folgt, gibt es nur die ersten zwei Teile, Halloween 3-6 sind nie passiert. Und da Laurie hier gegen Ende was macht, was schon längst in der Franchise, nachdem etabliert ist, dass Michael es überlebt, erstochen, erschossen oder abgefackelt zu werden, jemand hätte tun sollen, und ihn einfach enthauptet, kann man jene sozusagen als Laurie-Trilogie sehen und den Rest der Franchise getrost beiseitelassen.

Denn Halloween, Halloween II und Halloween H20 sind definitiv die besten Einträge in die Reihe. Natürlich sieht man hier grundsätzlich zunächst die Scream-Influenz, in dem es eben auf einer Schule spielt und somit mehrere Teenies geslahed werden müssen. Doch ansonsten richtet es sich sehr nach dem simplen Erstling. Michael Myers taucht auf, tötet ein wenig und erliegt dann Laurie. Keine weiteren Komplikationen, wie beispielsweise den Zuschauer zunächst Rätsel raten zu lassen, ob Michael nicht wirklich in dieser Kontinuität Geschichte ist und der maskierte Killer vielleicht jemand anderes sein könnte, um einen Whodunit-Plot zu machen (wobei das, genau wie das Spiel damit, ob Laurie sich alles nur einbildet, auch seinen Reiz gehabt hätte). Niemand, der sich mit Horrorfilmen auskennt und die Regeln erklärt. Allgemein sind die Teens wenig wichtig und letztendlich ist es ja so, dass Michaels Opfer in der Franchise, gerade im ersten, häufig aus dieser Altersgruppe stammten.

H20 ist auf jeden Fall einer jener Filme, die am wenigsten billig aussehen und am technisch besten zusammengeschustert sind in der Franchise, der sich im Gegensatz zu den anderen Sequels keine großen Patzer erlaubt. Und irgendwie bringt man nach all den Sequels schon allein mehr Goodwill mit, weil es eben wieder um Laurie geht. Ein absoluter Knaller ist auch H20 vielleicht nicht geworden, aber ein ganz guter Slasher allemal und somit eben einer der bessern Halloweens. Ich mochte ihn zumindest.

Halloween 1995

Halloween 5 mag auf einem Cliffhanger geendet haben, doch da der erhoffte Erfolg ausblieb, kam es lange Jahre nicht zu einem Halloween 6, zumal es wohl rechtliche Probleme hinter den Kulissen gab. Probleme hinter den Kulissen sollte dann auch wohl eine durchgängige Sache sein, selbst im dann letztendlich entstandenen Halloween: The Curse of Michael Myers, an dem ständig rumgedoktert wurde.

Der Mann in Schwarz hat also Michael am Ende von 5 aus dem Gefängnis geholt. Nun finden wir heraus, dass er Jamie (leider nicht mehr gespielt von Danielle Harris) auch mitgenommen hat. Und sie gebärt dessen Kind. Inzest ftw. Nur kann sie mit jenem entkommen und Michael mag sie zwar stellen und umbringen, doch das Kind hat sie versteckt.

Aufgefunden wird es von einem der wenigen Überlebenden der Myers-Attacken, dem ehemaligen Freund von Jamie, der gegenüber dem alten Myers-Haus lebt, in dem nun die Stroders, verwandte der Familie, die Laurie adoptierten, leben. Und da Michael nun mal keinen seiner Blutsverwandten leben lassen kann, kommt er früher oder später Mal vorbei, um sich das Baby zu schnappen.

Der Drehbuch-Schreiber vom sechsten Halloween war wohl ein großer Fan der Franchise und hat das Produktionsstudio von sich aus mit seinem Skript kontaktiert, in dem er endlich die ganze Serie zusammenbringen und viele der ungelösten Fragen beantworten wollte. Fieser gesagt: Ein Fanboy hat eine Halloween-Fanfiction geschrieben und jemand kam auf die Idee, daraus tatsächlich einen Film zu machen. Das erklärt dann auch, warum so viele der wenigen vorige Filme überlebenden Charaktere wieder eine Rolle bekommen oder zumindest jeder irgendwie eine Relation zu irgendeinem ehemaligen Charakter zu haben scheint. Typisch für Fan-Stories.

Aber was ist denn nun mit all den Antworten der Fragen? Warum ist Michael plötzlich ausgetickt? Warum so unzerstörbar? Warum so besessen vom Morden jegliches Verwandten? Was hat es mit dem Mann in Schwarz zu tun? Was mit der Rune, die ihm 5 plötzlich auf die Hand gedichtet hat? Im Prinzip geht der Film durch viel Text und Build up, nur um essentiell zu sagen: Weil Michael vom Bösen besessen ist. Stellt sich also heraus, Lunatic Loomis hatte doch Recht! Die Rune und die Männer im Schwarz (nun ein ganzer Kult) haben eben was mit einer Prophezeiung zu tun, laut der ein besessener Jüngling alle Blutsverwandten zu Samhain als Opfer darbringen muss.

Das Übernatürliche geht nun also Full Circle und wird zur großen Erklärung, warum all dies in der Franchise überhaupt passiert ist. Und ganz ehrlich, so schlimm find ich das noch nicht mal. Michael eine Hintergrundgeschichte zu geben, dann noch so eine nicht in der Realität behaftete, stört mich gar nicht mal so sehr. Was mich viel mehr an Curse of Michale Myers stört ist, wie durcheinander der Film doch ist. Gerade auf die finale halbe Stunde gibt es die seltsamsten Szenenwechsel und –schnitte und der ganze Film fällt irgendwo auseinander. Dazu werden viele Dinge, die wichtig erscheinen, nie relevant. Die Männer in Schwarz? Eine Erklärung, warum Jamie und Michael für sechs Jahre verschwanden, aber letztendlich im Film an sich tun sie nichts von Wichtigkeit. Jamies Baby? Verkommt zum Plot Device, wegen dem Michael eben den neuen Charakteren hinterher jagt. Der kleine Junge, der Stimmen hört und Flashes auf Michael hat, was ein Indikator dafür sein soll, dass er nach Michael der nächste Auserwählte des Fluches sein könnte? Wird irgendwann im Film komplett fallen gelassen.

Man merkt halt, dass Halloween: The Curse of Michale Myers viele Änderungen und Rumgepfusche über sich hat ergehen lassen müssen, denn das Ergebnis ist ein Film, der ständig den Fokus verliert und nicht recht zusammenpassen will.

Halloween 1989

Halloween 4 war erfolgreich, also wurde direkt das Jahr darauf ein Sequel hinterhergeschoben, das sogar selbst bereits ein Sequel vorbereitet… welches dann Jahre nicht kam, da Halloween 5: The Revenge of Michael Myers (witzigerweise im Film an sich nie mit Untertitel bestückt) der Film der Franchise ist, der am wenigsten einbrachte. Das Ding im Ausland gar nicht in die Kinos, sondern als Direct-to-Video zu releasen hat da bestimmt nicht bei geholfen.

Schon witzig, wie am Ende von Halloween 4: The Return of Michael Myers behauptet wird, Michael wäre nun tot. Dass der Unbreakable ist, müsste doch mittlerweile klar sein. Und dann ist’s auch noch ausgerechnet Dr. Loomis, der sich zu diesem Statement hinreißen lässt, obwohl er in seiner Vendetta gegen Michael selbst schon wie ein Psychopath rüber kommt und den Kerl als „Es“ bezeichnet, da er ihn für Evil Incarnate, denn ein menschliches Wesen hält. Gerade der müsste so einen Blödsinn nicht reden.

Natürlich taucht er wieder auf, während seine Nichte Jamie im Krankenhaus untergebracht ist und seit den traumatischen Ereignissen von vor einem Jahr nicht mehr redet. Das schön fiese Ende des Filmes, mit der schönen Hommage, wie im ersten Teil alles anfing, wird etwas revidiert. Sie hat ihre Ziehmutter nicht ermordet, sondern nur verletzt und sowieso war es Michael, der sie da kontrolliert hat. Oder so. Das Mädel hat ja jetzt auch Visionen von dem, was Michael gerade so treibt. Und ist seine einzige Change auf Rettung im spirituellen Sinne. Lauter übernatürlicher Blödsinn also, der so langsam in die Franchise eingehalten hat.

Der Film ist dabei natürlich weitestgehend Business as usual: Michael taucht auf, Michael jagt Familienmitglied, Michael bringt mehr oder weniger viele Bekannte von jener um, Michael wird am Ende besiegt, verschwindet aber. Das ist mittlerweile schon ein fast langweiliger Trott geworden, obwohl ich auch Halloween 5 nicht wirklich verdammen kann. Im Gegensatz zu so vielen anderen find ich, tun sich die Sequels alle nicht so viel. Es gibt ein paar atmosphärische Jagden, es gibt ein paar dämliche Einfälle. Und es gibt einen Haufen dummer Charaktere. Wobei so richtig sympathisch waren Charaktere in der Franchise noch nie, auch Laurie und ihre Truppe im Erstling nicht. Es ist nur etwas schlimmer geworden, mit Tina und ihren Freunden und den seltsam deplatzierten Cops, die Slapstick reinbringen sollen…?

Eines muss man 4 und 5 allerdings auf jeden Fall lassen, sie bringen uns Danielle Harris. Das kleine Mädchen hat es echt drauf, ist die geborene Scream Queen.

Halloween 1988

Sechs Jahre des Schmollens ob des nicht angenommenen Konzepts von Halloween III später, ging man auf Nummer sicher, Leute schon im Titel erkennen zu lassen, dass Halloween 4: The Return of Michael Myers wieder die alte Handlung aufnimmt.

Es sind damit schon 10 Jahre vergangen, seit Michael am Ende von Halloween II verbrannt wurde. Nur da der Typ unbesiegbar ist, egal wie viel man ihn entflammt, mit Kugeln durchlöchert oder auf was für andere Ideen man noch kommt (vielleicht sollte mal jemand Kryptonit anschleppen), lebt er natürlich noch, ist aber komatös. Doch er soll natürlich genau am Halloween-Vortag woanders hingekarrt werden und natürlich muss sich genau während der Fahrt jemand darüber unterhalten, dass er doch noch einen lebenden Verwandten hat, nämlich eine Nichte. Es kann aber nur einen Myers geben und so erwacht Michael halt mal schnell aus dem Koma und macht sich unaufhaltsam auf den Weg, das adoptierte Mädchen umzubringen. Und halt alle, die in der Nähe sind.

Ich find es ja echt goldig, wie jeder Film uns neben der Texteinblendung „October 31st“ danach sagen muss, es ist Halloween. Man sollte meinen, wir wüssten, was an dem Tag ist. Ich weiß nicht, das fand ich immer unfreiwillig-komischer als Dr. Loomis psychopathisches Verhalten, wenn es um Michael geht und das unkaputtbare Rumgefalle des Killers an sich.

Ich muss eingestehen, ich glaub mir ist mittlerweile aufgegangen, warum die Halloween-Franchise bisher mein Interesse nicht auf sich ziehen konnte, ich auch von den Friday the 13th Filmen keinen geschaut habe. Slasher liegt mir nicht so. Ich mag Horrorfilme mehr, wenn es um übernatürliche Wesen geht, nicht um einen durchgeknallten Mörder. Wie Superman-esque der auch ist. Besonders wenn der Mörder so stoisch-stumm ist. So ein richtig unterhaltsam durchgedrehter Chaot ist da was anderes. Scream auch, durch sein Whodunnit-Mysterium und die Self Awareness. Aber so ein einfach gestrickter Slasher, der uns ganz zu Beginn sagt, wer der Mörder ist und dann die nächsten 90 Minuten ihn alle bis aufs Final Girl umbringen lässt, ohne das es zu wirklichen Komplikationen kommt, ist mir von der Thematik her glaub ich schon etwas zu spröde.

Warum sind Charaktere in Slashers eigentlich alle so… unsympathisch? Ich mein das kleine Mädchen und ihre große Adoptivschwester noch nicht mal, aber deren Freund geht mit ihrer besten Freundin fremd und die ganze Stadt an sich ist komisch drauf, andere Kinder hänseln das Waisenkind, deren Eltern tun nichts, Rednecks fahren durch die Straßen und schießen auf jeden Busch, der komisch raschelt. Die meisten davon sterben noch nicht mal, kann also nicht sein, damit wir die Todesszenen toll finden.

Dabei ist Halloween 4 eigentlich eines der besseren Sequels, bringt tatsächlich wieder Atmosphäre rein und so einfach das Strickmuster ist, geht er damit zumindest auch sicher, kein solch unfokussiertes Durcheinander wie Halloween III zu sein. Der finale Shot des Filmes ist sogar richtig gut. Etwas irritierender sind da schon die Alpträume des kleinen Mädchens. Ein Trauma gegenüber Michael hat sie ja nicht haben können, begegnet sie ihm hier doch zum ersten Mal. Übersinnliche Wahrnehmung? Irgendwie fand ich das etwas unpassend, ganz wie Sidneys komische Muttervisionen in Scream 3.

Halloween 1982

Halloween steht vor der Türe und die Werbeschaltung für die Masken von Silver Shamrock werden fast pausenlos gesendet. Und es springen tatsächlich die Kinder in den kompletten USA darauf an, uniform in nur drei verschiedenen Masken rumzuwandern.

Doch Dr. Challis muss bald herausfinden, dass damit was nicht stimmt. Nachdem ein Verletzter eingewiesen wird, der eine solche Maske umklammert und plötzlich ein seltsamer Kerl in Anzug auftaucht, ihn umbringt und sich dann selbst in Brand steckt. Challis und die Tochter des Opfers wollen Silver Shamrock unter die Lupe nehmen und kommen so hinter einen bösen Plan von Cyber-Hexen, alle Kinder, die jene Masken tragen, zu unfreiwilligen Samhain-Opfern zu machen.

Halloween III: Season of the Witch hat eine enorm schlechte Reputation. Hauptsächlich kommt die erst Mal davon, dass es hier nicht um Michael Myers geht. Die Macher dachten damals, mit Halloween II ist dessen und Lauries Geschichte nun abgeschlossen ist (Jamie Lee Curtis macht allerdings einen Cameo, wenn auch nur stimmlich am Telefon) und das die Franchise von nun an nichts miteinander zu tun haben muss, ein Halloween-Film nur an Halloween zu spielen hat. Den ersten Film gibt es in diesem Universum sogar, sehen wir doch Szenen aus ihm vor den Shamrock-Commercials, damit nicht jeder hier ständig Public Domain Sender schauen muss. Das war eine Fehleinschätzung, die Leute hassen Halloween III schon alleine aus dem Grund, weil er nichts mit Michael zu tun hat.

Er ist noch nicht mal ein Slasher. Stattdessen ist es ein ziemlich langsam aufbauendes (aber leider von Anfang an sehr durchschaubares) Mysterium, mixt den Horror ordentlich mit Science Fiction und gießt eine Prise (Konsum)Gesellschaftskritik oben drauf. Das führt zu einem wirklich auch im Ton komplett anderen Film, als die Vorgänger.

Und es ist auch tatsächlich der schlechteste Film bisher, da er häufig ein wenig langweilig ist und teilweise auch einfach ziellos wirkt. Die Charaktere stolpern so etwas durch den Film und über die Plot Points, selbst dann, wenn sie aktiv Investigieren kann man dieses Gefühl nicht abschütteln. Es ist kein so gnadenlos schlechter Film, wie das gern hingestellt wird, aber eben einfach auch nicht wahnsinnig interessant.

Halloween 1981

Da Halloween einen enormen Erfolg einspielte, gerade gemessen an den niedrigen Kosten, war es natürlich abzusehen, dass ein Sequel hinterhergeworfen wurde. Und zwar ein Sequel in Reinform, spielt Halloween II doch noch in der gleichen Nacht, wie sein Vorgänger.

Laurie wird also ins Krankenhaus verfrachtet, während Michael trotz sechs Schüssen, die Dr. Loomis auf ihn abgefeuert hat, verschwinden und weiterhin die Nachbarschaft stalken konnte. Glücklicherweise machen die Neuigkeiten schnell die Runde und so hat Michael, nach einem Mord hier und dort, schnell die Spur Lauries wieder aufgenommen. Doch so ein Krankenhaus ist groß und da er sie nicht sofort findet, müssen weitere Leute dran glauben, bis erneut auf die letzte halbe Stunde erst die Auseinandersetzung mit Laurie stattfinden kann. Die er diesmal nicht überlebt. Oder etwa doch? *dun dun dun*

Halloween II ist grundsätzlich mehr vom Gleichen, besonders auf den ersten Blick hin. Denn erneut ist es ein sehr simpel gestrickter Film, in dem nicht viel steckt, außer dass ein Serienmörder eben ein paar Morde zu Halloween begeht, bis er dem Final Girl erliegen muss. Selbst strukturiert ist er nicht so sehr anders, als sein Vorgänger. Die Tatsache, dass man diesmal sogar ein Budget zur Verfügung hatte, sieht man ihm jetzt zwar nicht so an, aber das liegt wohl eher daran, dass der Vorgänger mit guter Kameraführung und Atmosphäre bereits nicht so Low Budget aussah, wie er eigentlich war. Lediglich ein wenig Gore und Blut kann diesmal sogar gezeigt werden, von dem es im Erstling ja überraschenderweise quasi überhaupt nichts zu sehen gab. Nach modernen Verhältnissen ist er aber immer noch mehr als handzahm.

Hier finden wir übrigens heraus, warum Michael sich so auf Laurie eingeschossen hat, denn sie ist seine Schwester, die bereits als Kind, kurz nachdem Michael seine ältere Schwester ermordete, adoptiert wurde. Wie Michael sie ausfindig gemacht haben will, lassen wir dann mal untern Tisch fallen, bis in den letzten Winkel durchdacht sind die Slasher selten, die Halloweens da keine Ausnahme. Der Grund ist wahrscheinlich sowieso nur für diesen Film nachgeschoben worden, um etwas zu liefern, warum er Laurie weiterhin verfolgen sollte. Immerhin sollte dies ja auch das Finale um die beiden Figuren werden, weswegen sie Michael am Ende sogar verbrennen. Aber der ist ja eh unkaputtbar, warum sollte da etwas Feuer mehr nützen, als eine komplette Kugelsalve?

Dieses Gefühl des Nachschiebens, jenem kann man sich allerdings auch den ganzen Film über nicht erwehren. So viel schlechter als der Vorgänger mag er im Grundprinzip gar nicht sein können, doch ein wenig unnötig erscheint er schon. Halloween stand ganz gut auf sich allein, so richtig eine Fortsetzung des Geschehens hätte ich gar nicht haben müssen.