Hustler White

Hustler White beginnt wie jedes romantische Epos: Mit einer Leiche im Pool. Aber dann, im darauffolgenden Rückblick haben wir es: Liebe auf den ersten Blick. Jürgen Anger, der gerade aus Europa angereist ist, um sich Inspiration für ein Buch über Stricher und Pornodarsteller zu holen, läuft Bald-Poolleiche Monti über den Weg, der gerade einem Freier den Geldbeutel gestohlen hat und bei der Diebesflucht zum Fahrerflüchtigen wurde, nachdem er einen anderen Stricher über den Haufen gefahren hat. Monti bekommt Jürgen (noch) nicht in die Finger, aber das blutverschmierte weiße Hemd um den Mannesschweiß zu inhalieren ist auch schon was wert.

Tatsächlich wird Jürgen noch einige Male auf Monti treffen, ohne ihn direkt in sein Auto komplimentiert zu bekommen. Beispielsweise wenn Jürgen Backstage beim Dreh eines Schwulenpornos dabei ist und Monti dort als Fluffer arbeitet, der schwindende Manneskräfte mit Handauflegen wieder zu neuem Stehvermögen verhilft. Irgendwann hat er ihn dann aber, tausend Dollar Gage für einen Nachmittag als Möchtegern-Fremdenführer haben wohlweislich geholfen, und Monti erzählt Jürgen alles, was es über Hollywood zu berichten gibt. Nicht übers reiche Beverly Hills, nicht über die Filmtraumfabrik, nicht über den berühmten Sunset Boulevard. Nein, über den dazwischen gelegenen Santa Monica Boulevard, wo sich die Stricher ihr Geld verdienen.

Hustler White ist ein Film von und mit Bruce LaBruce, der sich für einige kontroverse Randproduktionen auszeichnet, sowie unter dem für seinen Charakter hier verwendeten Namen Jürgen Anger auch direkt Schwulenpornos gedreht hat. Mit dem weniger glamourösen Bereich des Filmemachens kennt er sich aus, genau wie in der Schwulenszene an sich.

Der Film hat dann auch eine interessante Herangehensweise an seine Geschichte der sexuellen Perversionen, für die sich hübsche Jungs von Nebenan so bezahlen lassen, um über die Runden zu kommen. Denn so viel hier auch gezeigt wird, welches definitiv auch auf Shock Value aus ist, so blasé ist der Film im Zeigen dessen. Sich beim Sex fürs höhere High die Luft abzudrücken? Warum nicht. Totengräber, die als Drag Queen verkleidet die Freudenjungs wie eine Mumie in Folie wickeln, um sich dran zu reiben? Geht klar. Ein Amputations-Fetischist, der vom Stricher anal mit dem Fußstumpf penetriert wird? Aha. Beim Pornoshoot extra rausgezoomt, damit man die ganze gelangweilt drumherumstehende Crew sehen kann, während Monti beim Palmeschütteln des erschlafften Hauptdarstellers weiterhin getrost sein Buch liest. Die Aussage dahinter: All dies ist irgendwo geradezu alltäglich, auch wenn es weit von unserem Normie-Dasein entfernt sein mag.

Sex und nackte Haut sind allgegenwärtig im Film, aber es ist alles strickt Business. Ein Verkauf von körperlichem Intimsein, ohne jegliche Intimität zwischen den Beteiligten. Bewusst unsexy, und bewusst gern auch mal ein wenig schräg dargestellt. Denn nicht alles schockt. Wenn ein Bordsteinspecht direkt auf die Offenbarung, dass er verheiratet war und eine Tochter hatte, dann eine Station im Militär hinter sich brachte, bevor er mit entblößten Arschbacken auf den Gehwegen des Boulevards endete, von seinem Freier im eigentlichen Sinne des Wortes gesattelt und geritten wird, weil der Cowboy spielen will. Wenn der alte Masochist, der sich auch schon mal mit Rasierklingen schneiden lässt, felsenfest behauptet berühmter Schauspieler und Model zu sein, obwohl keiner ihn kennt und er dafür auch gar nicht das Aussehen mitbringt.

Ein wenig Introspektion darf also doch sein, statt das Jürgen einfach grundlos prätentiöser Schreiber vor sich hin philosophiert. Monti beispielsweise macht, was er macht, weil seine Freundin ihn mit einem kleinen Jungen sitzengelassen hat. Ob es sein Kind ist weiß er nicht mal, ist ihm aber auch nicht wichtig. Auf die Frage, warum so viele Stricher das Titelgebende Weiß tragen, kommt sofort die Antwort „Reinheit“. Dies sind allerdings die Ausnahmen in einem mehr als schrägen Film über die unreinen Seiten der Großstadt.

Hustler White ist halt dennoch häufig eher eine schwarze Komödie denn sonst was. Bewusst trashig, bewusst schlecht, bewusst anstoßend. Aber auf jeden Fall nie langweilig oder vorhersehbar konventionell. Ein wenig Andy Warhol „ist das jetzt Kunst, oder kann das in den Müll?“, jedoch allemal ziemlich kultig.

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The Love of Siam

ava-1855Zufälle gibt es. The Love of Siam ist ein thailändischer Film von 2007, bei dem eine homosexuelle Beziehung im Mittelpunkt steht. Alles auch zutreffend auf Bangkok Love Story, dem einzig anderen thailändischen Film, den ich bisher gesehen habe (so Erinnerung nicht trügt).

Ansonsten sind sich die Filme nicht sonderlich ähnlich, denn The Love of Siam ist wesentlich mehr die übliche Geschichte einer Coming of Age Story, wie gefühlt 90% an Queer Cinema, was gebündelt bei der Laufzeit von fast 3 Stunden schnell die Augenbrauen hochfahren lassen mag, ob das Ding nicht langweiliger ist, als dem Gras beim Wachsen zuzusehen. Was die lange Laufzeit aber wirklich bedeutet ist, dass viele Dinge, die in jenen Filmen meist nur angerissen werden, und Beiwerk zum Coming of Age Homo-Drama sind, hier wesentlich mehr Platz haben.

Das beginnt schon mit dem Prolog, der die beiden Jungs Mew und Tong zeigt, wie sie sich kennenlernten – Mew wird in der Schule gehänselt, Tong hilft ihm –, in welcher familiären Umgebung sie aufwachsen – Mew allein mit der Großmutter, Tong in einer sehr lebensfrohen Familie –, bis eine Katastrophe das Glück zerstört – Tongs Schwester verschwindet auf einem Ausflug mit Freundinnen spurlos und die Restfamilie beschließt wegzuziehen. So ein Kindheitsfreund-Setup ist sicherlich sehr üblich, inklusive des Wegzugs um sich später als Teenager wiederzusehen und zu merken, dass die Gefühle plötzlich nicht mehr nur freundschaftlich sind, doch The Love of Siam lässt sich mit jenem Teil satte 30 Minuten Zeit, bevor die Opening Credits überhaupt laufen. Mehr Zeit mit Charakteren und ihren Vorgeschichten zu verbringen hilft immer in Filmen, bei denen sich alles um die Charaktere dreht.

Die Familiengeschichte bleibt dann auch den kompletten Restfilm über stark präsent. Meist kommt ja einer der Jungs aus einer Problemfamilie, hier ist es im Prinzip Tong, bei dem wir dank des langen Prologs sogar die besseren Zeiten der Familie sehen durften. Jedenfalls ist sein Vater starker Alkoholiker, der das Haus nicht verlässt, und kurz vorm Tod durch Leberversagen steht. Während seine Mutter diejenige ist, die alles zusammenhalten muss. Den Vater irgendwie am Leben halten. Das Brot der Familie verdienen. Und Tong halbwegs auf Spur halten. Das die Frau eigentlich stark gestresst, total überfordert ist, aber sich selbst keine Schwäche eingestehen darf, weil ihr starker Wille und Einsatz der einzige Grund ist, warum die kaputte Familie nicht komplett auseinanderfällt, ist einem über den Film über mehr als deutlich, einfach weil wir so viel Zeit mit der Familie und besonders auch speziell mit ihr verbringen. Bestechend vor allem die Szene, in der Tong ohne Bescheid zu geben bei Mew übernachtet, und sie halb wahnsinnig wird auch noch ihr anderes Kind könnte verloren gegangen sein, die ganze Nacht die halbe Stadt absucht, aber wenn sie ihn am nächsten Morgen schlafend in seinem Zimmer vorfindet, einfach nur glücklich ist und ihm nicht mal sagt, was er für einen Mist gebaut hat, sondern das wie üblich in sich frisst.

Sie ist übrigens auch die Einzige, die über die beiden herausfindet, und ein Problem damit hat. Was ich sehr erfrischend fand, dass es tatsächlich noch einen solchen Film gibt, bei dem nicht das große Problem das Homo-Bashing des Umfeldes ist, und wie sie damit zu leben lernen müssen, sondern tatsächlich alle ganz cool mit umgehen können. Klar, Mews Freunde machen mal ein paar Witze über ihn, aber auf die Art und Weise, wie Freunde halt übereinander witzeln, nicht weil sie wirklich ein Problem damit haben, dass er schwul ist. Mew und Tong jedenfalls, obwohl beide mal eine „Was stimmt mit mir nicht?“-Szene bekommen, scheinen zumindest ziemlich Ok damit zu sein, dass sie auf einen Kerl stehen, besonders wo jener die Gefühle ja erwidert, anstatt das einer der Beiden den ganzen üblichen „Ich bin aber nicht schwul, also bleib mir fern“ Gesang und Tanz macht. Nur Tongs Mutter halt. Aber da wir so viel Zeit mit ihr verbracht haben, wissen wir auch hier besser, was ihr Problem damit ist. Sie hat nichts gegen Schwule, sie will nur das ihr Sohn keiner ist. Klingt natürlich zuerst genauso homophob, aber sie hat halt schon ein Kind verloren, sie ist jene, die immer für die Familie zurückstecken musste, und verdammtnochmal, jetzt will ihr Sohn kein guter Christ sein und ein nettes Mädchen heiraten und ihr Enkel zeugen, kann denn aber auch gar nichts in der Familie mal so laufen, wie sie es sich wünschen würde?

Eigentlich fühlt sich The Love of Siam ein wenig an, als würde man hier einen Zusammenschnitt mehrere Folgen einer Daily Soap schauen. Das liegt vielleicht auch etwas am zwar nicht schlechten, aber auch nicht herausragenden Schauspiel, und vor allem an der recht schnöden Optik, die nie sonderlich besonders ausschaut, nie sonderlich kreativ wird, sondern einfach alles recht banal einfängt. Ist aber für den Film vielleicht nicht unpassend, denn er ist kein großes aufregendes Werk, sondern ein langsam und beschauliches – die ersten zwei Stunden sind fast nur Fluff, erst auf die finale Stunde passiert das richtige Darma non-stop – und überraschend nett und herzallerliebst. Man muss halt echt Sitzfleisch mitbringen.

lovesiam

Big Bang Love, Juvenile A

ava-1846Wenn ich den Namen Takashi Miike höre, denke ich entweder an super brutale Gangster- oder Horrorfilme, wie er zu Beginn seiner Karriere machte, oder an absolut Familienfreundlichen Mainstream, mit dem er in den letzten Jahren sein Geld verdient. Big Bang Love, Juvenile A passt das in keines der beiden Schema, sondern macht seinem etwas umständlichen Namen Ehre, ist ein ruhiger Arthouse-Streifen. Aber wenn man gut hundert Filme gemacht hat, ist ja eigentlich zu erwarten, dass darunter so ziemlich alles zu finden sein kann.

Der Film beginnt mit einem Kerl, der wild von der Leber darüber philosophiert, dass man die Erde von vor X Millionen Jahren sieht, wenn man sie aus einer Distanz von X Millionen Lichtjahren betrachtet (was stimmt, aber für den Film absolut unnötig ist). Dann redet ein Alter zu einem Jungen über ein Mannwerdungsritual in den Tropen, das nicht gerade subtil impliziert, dass es daraus besteht, dass ein viraler Erwachsener Kerl Sex mit dem heranwachsenden Pubertären hat. Unterbrochen von einem expressionistischen Tanz eines Tätowierten. Und schon denkt man sich innerhalb der ersten zehn Minuten des Filmes, dass dies hier eine ziemlich undurchsichtige Fahrt werden wird, bei der man im Zweifelsfall keinen Durchblick haben wird.

Damit ist man allerdings einer absoluten Fehleinschätzung unterlegen, denn Big Bang Love, Juvenile A ist eigentlich ein ziemlich geradliniger und einfacher Film was die Handlung angeht, wenn man ein wenig faux-philosophisches Gewäsch hier und dort ausblendet, lediglich die Visualisierung Miikes ist sehr Arthouse. Da steht das Gefängnis, in dem der Film spielt, schon mal direkt neben einer ruinierten Maja-Pyramide, die angeblich zum Himmel (wie im religiösen Sinne) führt, und einer alten Shuttlerakete, die angeblich ins All führt. Und da der eine unserer beiden Hauptcharaktere sich für den Himmel, der andere für den Weltraum entscheiden würde, soll diese Symbolik sicherlich auch was aussagen, aber fragt mich nicht was, ich bin mir nicht mal sicher das es wirklich wichtig ist, abgesehen von der Erkenntnis, dass beide unterschiedliche Richtungen antreten würden. Dass Ariyoshi in – von den Blutspritzern abgesehen – komplett weißer Kleidung eingeliefert wird, wo er doch eigentlich nur aus Notwehr gehandelt hat, ist sicherlich ein weiteres Symbol. Genau wie der blauer Schmetterling, den Kazuki beim ersten Treffen um ihn herum schweben sieht. Das ganze Gefängnis selbst ist ein surrealer Ort, da die einzelnen Räume eher wie halbfertige Bühnenbilder präsentiert sind, statt wie echte Räumlichkeiten. Aber wie gesagt, dies macht den Film hauptsächlich optisch interessant, letztendlich ist es für das Verständnis der transportieren Story aber weder nötig, noch unnötig verkomplizierend.

Big Bang Love, Juvenile A dreht sich um die beiden am gleichen Tage ins Gefängnis eingelieferten Kazuki und Ariyoshi. Ariyoshi arbeitete in einer Schwulenbar, wurde von einem Kunden vergewaltigt, und brachte ihn daraufhin um, allerdings auf so brutale Art und Weise, dass er dafür dennoch in die Besserungsanstalt kam. Der in Armut aufgewachsene und schon als Kind geschändete Kazuki hingegen ist Wiederholungstäter, war er doch bereits für die Vergewaltigung der Frau des Gefängnisleiters inhaftiert, nun ist es ein nicht weiter spezifizierter Mord. Ariyoshi ist introvertiert, Kazuki hingegen fängt gern Schlägereien mit allen an, egal ob andere Insassen oder Werter, jedoch häufig scheinbar, um die Aufmerksamkeit von Ariyoshi zu lenken, ihn zu beschützen. Während Ariyoshi es nicht lassen kann, nachts den verschwitzten Körper von Kazuki sehnsüchtig zu bewundern.

Doch wirklich beginnen tut der Film damit, zumindest wenn der eigentliche Film beginnt, also nach dem Tanz, dass Ariyoshi über den toten Kazuki gebeugt ist, meinend er habe ihn umgebracht. Der Rest sind Flashbacks darüber, warum die beiden einsitzen, wie die beiden miteinander agiert haben, beide eindeutig aneinander interessiert, aber doch nicht darauf reagierend, und wer denn alles Kazuki weswegen umgebracht haben könnte, denn schnell ist klar, dass es da ziemliche Ungereimtheiten gibt, trotz des Geständnisses von Ariyoshi.

Was also super schräg ausschaut, ist letztendlich eine recht gewöhnliche Mordermittlung, nur in einem Arthouse-Gefängnis, in dem homosexuelle Töne an der Tagesordnung stehen. Und ich mochte den Film deswegen. Ich mag die hübsche und andere Inszenierung, aber eben weil die Handlung dennoch immer verständlich bleibt, wirkt das ganze nicht unnötig prätentiös und selbstverliebt, wie ich dies zunächst befürchtet hatte. Wie gesagt, ein wenig merkwürdige Philosophiererei und Symbolik, die vielleicht was bedeutet oder auch nicht, kann sich der Film auch nicht verkneifen, aber das ist ja auch nicht so ganz un-japanisch, und letztendlich nimmt es dem Film auch nichts.

bigbanglove

Quickies: Porn Spoof Edition

ava-1810Meiner Recherche zu Folge scheint es doch tatsächlich keine Gay Porn Parody von 300 zu geben. Wenn das mal nicht die größte verpasste Chance der Industrie ist. Der Film bietet sich doch so dafür an, immerhin ist er schon schrecklich lachhaft dämlich, und homoerotischer als das berüchtigte Batman & Robin von Joel Schumacher. 300 ist quasi schon sein eigener Gay Spoof, es fehlt nur noch ein bisschen heißer dominanter Perser auf submissivem Spartaner Sex.

Also musste ich mir anderweitig Befriedigung besorgen, beginnend in den Oldies, denn The American Adventures of Surelick Holmes stammt aus den 70ern. Als Porn Parody Titel noch nicht einfach [Nachgemachter Film] + XXX Parody waren, sondern man sich dämliche Wortspiele einfallen ließ. Damit fällt der Film auch genau in das Jahrzehnt des Porn Chics, als Sexfilmchen tatsächlich eine gewisse Verbreitung und Präsenz außerhalb der Schmuddelecken bekamen. Sehr chic ist Surelick Holmes allerdings leider nicht.

Der ganze Film ist dann doch ziemlich peinlichst 70er. Das startet bei der nervtötenden und fast zufällig eingespielter und dann wieder nicht existenten Musik, geht über auf die lächerlich faken übersynchronisierten Laute fürs Fellatio, weiter zu den unattraktiven Akteuren, die fast alle etwas zu schwabbelig wären und zu wenig Haar an den richtigen, zu viel an den falschen Stellen aufwiesen, um heutzutage für irgendeinen Porno angeheuert zu werden, ganz zu schweigen von Schwulenpornos, wo die männlichen Akteure die Hauptattraktion sind. Der Kerl, der den Mr. Head spielt schaut sowieso ständig drein, als wäre er total auf Droge, und die anderen sind es wohl auch, was erklären würde, warum sie die meiste Zeit beim simulierten Sex nicht mal richtig einen hoch kriegen. Immerhin ist besagter Sex der Ära gerecht relativ schnell rum, statt das sich eine einzelne Kopulationsszene wie heutzutage 30 Minuten in die Länge zieht, was natürlich nichtig ist, wenn sie so unsexy sind und 90% davon ein Blowjob nach dem anderen ist, statt mal was anderes zu zeigen.

Ach ja, irgendwo geht es darum, dass dem reichen Mr. Richbitch die Kerle kastriert werden, weswegen Surelick Holmes und sein Denkanstoß Watson (statt an einer Pfeife zu ziehen, hat Holmes die besten Durchbrüche, wenn Watson seinen Schwanz nuckelt) vom befreundeten Mr. Head eingeladen werden, dies zu lüften. Die Handlung ist aber wirklich mehr als Nebensache, die meiste Zeit wird an schlaffen Penissen gesogen. Außerdem sollte es keinen überraschen, dass der Bösewicht der Kerl ist, der sich in schlechtem Drag als Haushälterin ausgibt, und deren Name eine Anspielung auf Moriarty ist.

Springen wir knappe 15 Jahre weiter, ins Jahr 1989, als Tim Burton seinen ersten Batman auf die Leinwand brachte. Denn das gleiche Jahr sah einen Film, dessen Title Card schlicht Batdude sagt, der überall anders allerdings als Batdude und Throbin angepriesen wird. So wie sich 300 eigentlich für eine Gay Porn Parody anbietet wie eine läufige Hündin einem Rüden, so bietet sich natürlich auch das älteste homosexuelle Paar in der Comic-Geschichte an.

Die beiden sind die Helfer von Libido City oder so, ich hab den Namen schon wieder vergessen, jedenfalls geht es in die Richtung, ist aber kein „cleverer“ Reim auf Gotham. Dabei müsste man dessen Namen nicht mal unbedingt ändern, sondern schlicht als Got ham aussprechen. In jener Stadt, deren Einwohnerschaft scheinbar komplett männlich ist, hat natürlich jeder gern Sex. Aber nur unter gegenseitigem Einverständnis, während Schurken wie der Peeper, der Poker und der French Tickler ihn erzwingen. Und da ist nichts spaßig dran, wie uns Batdude sagt. Also wieder nicht wirklich ein Anflug von Handlung, sondern eine Aneinanderreihung reines Sexes. Ist es wirklich ein Porn Spoof/Parody, wenn man Leute einfach nur in halbwegs passable Kostüme steckt (übrigens hier angelehnt nicht an Tim Burton, sondern die Adam West Version, inklusive Soundwords beim Sex) und einander das Hirn herausvögeln lässt?

Umso schlimmer, wenn der Sex erneut die Achillesverse des Steifens ist, er aber sonst nix zu bieten hat. Die Schauspieler sind hier nicht so schwabbelig wie in Surelick Holmes, aber so wirklich attraktiv ist das alles auch nicht. Auch wieder nicht sonderlich kreativ, sondern ziemlich „Ich blase dir einen, du bläst mir einen, doggystyle, abspritzen“ in fast jeder Szene. Die Soundwords sind zunächst witzig, sowie Batdudes schräge Cape-Action beim Sex, aber wirklich Spaß will ebenfalls nicht aufkommen. Und eine Porn Parody die weder sexy noch humorig ist, ist schon ein ziemlicher Fail.

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Willkommen im neuen Jahrtausend und beim entsprechend langweiligen Titel Batman & Robin: An All Male XXX Parody. Superhelden-Comics bieten sich halt eben auch sehr an, mit ihren muskulösen Kerlen mit geheimer Zweitidentität in hautengen Kostümen, und eben Batman, der es bei keiner Freundin lang aushält, sich aber gelenkige Waisenjungs als Protegé hält.

Wo wir bei Robin sind, der hier… ich weiß ja nicht. Zunächst hätte ich mal erwartet doch irgendwie einen Twink-igeren Akteur gecastet zu sehen. Und dann ist sein „Kostüm“ ein nicht mal gut sitzender Pyjama, was ironischerweise diese Robin-Inkarnation zum am wenigsten sexualisierten macht, den ich je gesehen habe, selbst im Vergleich zu den Mainstream-Porträtierungen. Und sowieso ist er hier der Weakest Link, weder super gutaussehend, die Hälfte seiner Sexszenen hat er keinen Harten, und das monotone Gestöhne würde selbst bei einem Tennis-Tournier nerven. Es ist schon echt eine Leistung, der schlechteste Partizipierende zu sein, in einem Porno, in dem Kirk Cummings dabei ist. Der war gar nicht so schrecklich, wie ich ihn gewohnt war, allerdings war man schlau genug, ihn als Rocco the Minion zu casten, der eine Maske trägt und keinen Text bekam.

Apropos Kostümdesign, auch Batman & Robin richtet sich etwas mehr an die Adam West Version, denn die Batmänner seit den 90ern. Wahrscheinlich ist es halt einfach auch billiger ihn in ein graues Lycra-Ganzkörperkondom zu stopfen, als einen feschen Latex-Anzug mit falschem Sixpack modellieren zu müssen. Die zwei Eröffnungssätze der einzelnen Szenen sind auch Comic-Look-ig, ansonsten bleibts recht schnöde anzusehen.

Und da hätten wir wieder das Problem, denn zwei Sätze zwischen zwei Rammeleien ist auch hier alles, was an Plot geboten wird. Am Anfang heißt es glaub ich, eine Bank wurde ausgeraubt. Dann ficken diverse Figuren nach und nach miteinander, ohne dass dies wirklich noch mal angesprochen wird. Und dann haben Batman und Robin schon das HQ der Fieslinge gefunden, und nach einem Blackscreen mit ein paar „Pows“ und „Bangs“ sind sie angeblich schon abtransportiert und unser OTP darf endlich miteinander Analpiratieren. Somit war man zwar schlau genug zu wissen, dass keiner die Sissy-Slap-Fights sehen will, die normalerweise in Superhero Gay Porn als „Kampf“ durchgewunken werden, aber etwas anti-klimatisch war das schon. Und eben, man kann sich streiten, ob Porn an sich nun wirklich einer Handlung bedarf, aber bei einer Porn Parody gehört schon eine dazu, denn das ist der Teil, wo die Parody rein kommt. Ich kann nicht einem Kerl ein Kopftuch geben, einem anderen eine Augenklappe, die beiden 30 Minuten vögeln lassen, und das Teil dann Ass-Pirates of the Cockribbon: A Porn Parody nennen, ich muss schon ein wenig Dialog und eine notdürftige Rahmenhandlung haben, die sich über die echten Pirates of the Caribbean Filme lustig machen.

Auch übermäßig sexy war dieser Eintrag zudem wieder nicht. Meilen mehr, als die vorigen Drei, was keine große Leistung ist, mit den bisher attraktivsten Akteuren, auch das… aber mir war der Sex immer noch zu monoton, zu langgezogen, zu unkreativ. Kein per se schlechter, aber recht unspektakulärer Porn, und genau das sollte eine Batman & Robin Gay Parody vielleicht nicht unbedingt sein. Die Opening/Eding-Jingle rockt allerdings, Daumen hoch für die!

Auf zur Rettung eilte 21 Hump Street. Oder auch nicht. Zwei unfähige Cops gehen also Undercover an einer High School, wo die neue Droge HFS – Holy Fucking Shit – kursiert. Zuerst bekommt man einen Lach-Flash, dann wird man etwas dement, und dann hat man einen unstillbaren Hunger nach Schwanzlutschen. Knackig und zum Punkt, eh?

Bisher der beste Porn Spoof im Quartett. Die bisher attraktivsten Akteure mit dem bisher größten Equipment bietet er beispielsweise. Auch scheinen sie tatsächlich Spaß dran zu haben, sich zum Affen zu machen. Das bringt natürlich auch schon Goodwill mit. Und Bonuspunkte für Outtakes bei den Credits. Uuuund… das war es auch schon. Erneut ist mir das Ding ehrlich gesagt in der Gesamtheit etwas zu langweilig. Ich habe ja grundsätzlich keine Geduld für Sexszenen, die 25-30 Minuten gehen, scheinbar alle die gleichen Stellungen in gleicher Reihenfolge bieten, und bei denen mindestens einer der Kerle fünf Minuten einen geblasen bekommen muss, bis er richtig hart ist, wenn er den Gefallen zurückzahlt sofort wieder abschlafft. Dann sind auch noch alle Kerle innerhalb ner Minute komplett ausgezogen, statt zumindest mal etwas Diversität reinzubringen, in dem beim Sex mal Stücke des Cop-Outfits oder des Anzugs für den Abschlussball angelassen werden.

Ne, um befriedigend 105 Minuten zu füllen fehlt mir auch bei 21 Hump Street etwas der Biss und das Besondere. Man kann sich halt eben nicht rein auf das Gimmick des Titles und Parody verlassen, und dann absolute gleiches Standardrammeln für den Großteil der Spielzeit bieten.

Ich glaub aus regelmäßigen Porn Spoof Einträgen wird nichts. Gibt keinen Porn Parody Moansday, oder Wanksday, oder Thirstday. So dement-witzig die Titel teilweise sind, so interessant im Idealfall [Franchise X] + heißer Sex klingen mag, so deprimierend unoriginell sind leider viele der Ergebnisse, wenn man sich doch mal zum Schauen hinreißen lässt.

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Gefangen und eingelocht

ava-1704Eingelocht, auch bekannt als Gefangen: Eine Lieber hinter Gittern (ugh), ist ein Film von Cazzo. Cazzo ist eines der größten und bekanntesten deutschen Labels für Gay Porn. Doch dies hier sollte ganz anders werden, aspiriert dazu ein „echter“ Film zu sein, nicht nur Rudelbumsen. Wirkliche Geschichte und Charaktere, deswegen eben nicht nur in einer 18+ Version als Eingelocht erschienen, sondern auch in einer handzahmen 16+ Version unter Gefangen.

Nun, ich habe die Uncut Version geschaut, und bin doch etwas überrascht. Ich hatte ja nicht viel erwartet, aber das wurde dann doch noch unterboten. Denn Eingelocht ist dann doch „nur“ ein Porno, sonst nichts. Es vergehen eigentlich keine 5 Minuten, bis es zum nächsten Fick kommt. Da frage ich mich doch ernsthaft, womit die jugendfreie Version ihre 90 Minuten füllt. Gibt es dort vielleicht tatsächlich mehr Szenen an Alibi-Handlung, die in der Hardcore-Version für mehr Sex verloren gingen? Denn wenn es den gleichen Anteil und Länge an Geschlechtsverkehr aufweist, nur mit kreativeren Kamerawinkeln, so dass nie Erektion oder Penetration ins Bild rutschen, muss das ein massiv langweiliger Streifen sein. Weil außer Vögeln wird nichts geboten, und wenn das dann noch nicht mal richtig… keine Ahnung wofür er dann gut sein soll.

Synopsis des Filmes erzählt mir beispielsweise was davon, dass Dennis wegen Betruges einzusitzen hat. Etwas von korrupten Beamten, der harten Gefängnishierarchie, der Liebe die nicht sein darf (TM), weil er sich in den Schwarzen Mike verguckt, und das Paar auf Rassismus stößt. Alles sicherlich Klischees ohne Ende, aber immerhin wären das schon mal Themen, die man behandeln kann. Nur war davon in meiner Version nichts zu sehen.

Warum Dennis, oder irgendeiner der Kerle, einsitzt, wird nie irgendwo erwähnt. Korrupte Wärter? Nicht wirklich. Strickte Hierarchie? Schon irgendwo, aber mehr als Fetisch-Spielchen denn ernsthafte Charakterisierung oder Drama-Zünder. Rassismus? Gegen Ende gibt es eine Szene, in der Dennis von einem Chor „Negerhure“ begrüßt wird, aber so wirklich jemanden ein Problem mit Mike haben sehen wir den ganzen Film über eigentlich nicht, so dass dies schon ziemlich aus dem Nichts kommt. Die sexuellen Akte an sich werden auch nie wirklich ins schräge Licht gerückt. Statt eben von den stärkeren Insassen gezwungen zu werden, oder es für Gefälligkeiten mit den Wärtern treiben zu müssen… scheint nie wirklich so, sondern immer relativ von beiden Seiten ob akuter Geilheit gewollt. Selbst die Szene, in denen die Raudi-Clique der Bottom Bitch des Gefängnisses in den Mund rotzt und pisst, wird mehr als Fetisch aufgezogen. Das einzige Drama, das in den Film kommt, ist, wenn 15 Minuten vor Schluss gemerkt wird, dass außer Kopulation noch nichts passiert ist, deswegen die Raudi-Clique Dennis mal schnell unter der Dusche vergewaltigt (überraschend kurz und gestellt, statt als vollwertiger Fetisch-Sex abgespielt zu werden), und Mike sich an ihrem Anführer rächt und beide dann glücklich bis an ihr Lebensende einsitzen, statt dass die Clique Mike und Dennis dafür noch mehr einheizt, oder die Wärter was dazu zu sagen haben.

Ach ja, und unsere große „Liebe hinter Gittern“? Es dauert 25 Minuten, bis Dennis und Mike zum ersten Mal eine Szene teilen – wortlos sofort zum Fellatio übergehen, dann aber unterbrochen werden und 30 Minuten im Film tatsächlich ihren ersten Satz wechseln a la „Cock blocked, zu doof“. Die zweite Szene teilen sie bei Minute 65! Erneut kurz geblasen und wieder blockiert, bevor ein biologisch unmöglicher Fortpflanzungsversuch gestartet werden kann. Bei Minute 80, 10 Minuten vor Filmende, haben sie dann die dritte Szene zusammen, dürfen endlich richtig Sex haben, und teilen 2 Sekunden vor den Credits doch tatsächlich einen zweiten Satz („jetzt ne Runde pennen“)! Eine Liebe für die Zeiten, Leute.

Ich mein, klar, die Hardcore-Fassung ist halt auch Porno, aber nachdem es auch eine Softcore-Fassung gibt, die es weitläufig auf DVD im normalen Handel zu kaufen gibt und wohl sogar auf Kinoleinwänden lief, hatte ich doch irgendwie erwartet, dass ein wenig mehr passiert, als nur Analverkehr am laufenden Bande. Aber dem ist nicht so. Keine Story, keine Charaktere, kein Schauspiel, nur Sex. Und wie toll man den findet, ist natürlich auch Geschmacksache. Ich hab es ja eh nicht so mit dem Gros des Outputs von Cazzo, und in Eingelocht/Gefangen gefallen mit abgesehen vom niedlichen Marcel Schlutt der Rest der Männer auch nicht übermäßig. Zu sehr Skin im Look, ein wenig zu breit, zu fleischig gebaut. Und vor allem mit nuttigen Tattoos, tussigen Nippel-Piercings, oder gleich Phantomschmerzen bereitenden Ringen durch die Eichel. Bah.

eingelocht

Dante’s Cove

ava-1654Hmm… [Reich & Schön] + [Charmed] + [Queer as Folk] = [Dante’s Cove]. Halbwegs in der TV-Landschaft sich auskennende Leser werden sicherlich sofort gemerkt haben, dass keine der Zutaten-Shows per se gut genannt werden kann, was natürlich beabsichtigt ist. Wer sich mit weniger bekanntem Film-Trash auskennt, dem sei auch der Vergleich gegeben, dass Dante’s Cove wie eine Serialisierung eines dieser dämlichen „Horror“-Filme, die David DeCoteau monatlich raus haut, ist, sogar bis dahingehend, dass die DVD-Cover die gleichen halbgaren Photoshop-Collagen halbnackter Kerle sind.

Ok, so, die erste Staffel hab ich geschaut, die „nur“ aus 2 Folgen besteht, jene sind aber überlang von 90-100 Minuten, also quasi ein doppelter TV-Film, wirklich. Hauptcharaktere sind das Pärchen Kevin und Toby. Toby lebt in Dante’s Cove, Kevin hingegen in einer anderen Stadt und noch in seinem Elternhaus mit Mutter und Stiefvater. Und dann haben wir (zumindest nach dem Prolog, der die Backstory in Achzehnhundertschlachmichtot erzählt) erst mal eine halbe Stunde Drama darum, Kevin nach Dante’s Cove zu bringen. Alles ziemlich unnütz, da Toby ihn eh bei sich wohnen haben will und Kevin irgendwo in seine Zwanzigern ist, es also keinen Grund gäbe, warum er nicht wie jeder Erwachsene einfach umziehen kann. Stattdessen trennen sich die beiden fast darüber, dass Kevin sich nicht outen will, und Kevin bekommt zu Hause von seinem Stiefvater ein wenig Gay Bashing, woraufhin er dann doch zu Toby flieht. Ich nehm mal an das ist weniger ein unnütz komplizierter Weg, um Kevin nach Dante’s Cove zu bringen, und mehr Grund, um im späteren Verlauf mehr Ansatz für Drama und Kevin ein wenig Damage zu geben (ein Charakter meint ja auch, dass Kevin so ein schweres Leben hatte – und von den Eltern nicht akzeptiert zu werden ist sicherlich nicht schön, aber das ist doch etwas übertrieben melodramatisch, da Kevin abgesehen von jenem Punkt ein biser ziemlich einfaches und Sorgenfreies Leben geführt zu haben scheint). Ist halt immer etwas doof, wenn man sofort alle Klischees auf einmal verpulvert.

Kevin kommt also im Hotel Dante an, wo Toby in einer LGBT-Community lebt. Und eine interessante Geschichte hat das Haus auch noch: In den fünfziger Jahren sind zwei Kinder in einem Feuer ums Leben gekommen, und ihre Geister sollen nun hier umher gehen. Als wesentlich bedrohlicher stellt sich allerdings der unsterbliche Ambrosius im Keller heraus. Der wollte in Achtzehnhundertwasauchimmer eine mächtige Hexe heiraten, um an deren Macht zu kommen, als die allerdings Ambrosius auf dem Schwanz des Butlers herum hüpfend vorfand, hat sie ihn dort unten eingekerkert, ihm sein gutes Aussehen genommen, und nur der Kuss eines Jünglings kann ihn befreien. Seine Mächte hätte sie ihm aber auch mal nehmen sollen, denn Ambrosius hypnotisiert einfach den schlafenden Kevin, und zwingt ihn so dazu ihn frei zu küssen. Warum er das nicht bereits früher mal mit einem der vielen Gays in ihren Zwanzigern, die unter diesem Dach leben, oder zu deren Partys auftauchen, gemacht hat, bleibt mal offen.

Für die ordentliche Portion Drama sorgt nun, dass Ambrosius sich sofort in Kevin verliebt hat, und deswegen Toby aus dem Weg haben will. Währenddessen muss Kevin mit seiner Liebe gegen die Hypnose ankämpfen. Und der beste Freund Tobys, der eigentlich hetero ist, in den Toby aber mal verknallt war, und der sich wie eine neidische Ex aufführt, wohnt auch noch im Hotel Dante. Dun dun dun!

Dante’s Cove ist unglaublich billig und unglaublich dämlich. Aber auf eine dümmlich-trashige Art schon fast wieder ordentlich unterhaltsam. Die zweite „Folge“ zumindest, warum die erste volle 90 Minuten geht ist mir hingegen ein Rätsel, da zwischen dem Prolog und dem Finale ehrlich gesagt herzlich wenig in den anderen 60 Minuten passiert – von viel Heavy Petting mal abgesehen. Denn ganz wie Queer as Folk ist sich auch Dante’s Cove nicht zu schade, wenig Content mit ordentlich Softporn aufzublasen (heheh). Keine Szene davon allerdings, die wirklich sexy wäre. Die Akteure und Aktrissen werden zwar alle eingesprüht, so dass es aussieht, als schwitzten sie wie die Schweine, aber der „Sex“ kommt dann mehr wie eine Diashow rüber, da sie sich kaum bewegen, sondern nur unnatürlich aufeinander drapiert daliegen, damit die Naughty Bits bedeckt bleiben. Das schlecht nachträglich(?) drüber gedubbte Küssen und Stöhnen hilft auch nicht.

Irgendwie fühl ich mich auch bestechend wie in einer Show aus den 90ern, nicht 2005. Die ganze Optik erinnert doch stark an die durch Buffy wieder beliebt gemachte Teen-Supernatural-Welle der zweiten Hälfte des Jahrzehnts, aber auch Abenteuerserien aus der ersten Hälfte, wie dieser Tomb Raider und der Jurassic Park Klon. Das Überlange Opening, die schreckliche musikalische Untermalung, und die zehn Jahre überholten Outfits aller Charaktere erinnern mich zumindest ziemlich an jene Epoche. Nur ist das Schauspiel wesentlich schlechter, viel viel viel schlechter.

Ist denn überhaupt irgendwas an Dante’s Cove gut? Nein. Ernsthaft nicht. Es ist billig anzusehen, schlecht geschauspielert, schlecht geschrieben, vorhersehbar und doch durcheinander, übertrieben melodramatisch… alles Zutaten für ein „so schlecht, dass es unterhält“ Anschauen, aber nichts, von dem ich die weiteren Staffeln schauen werde, obwohl die auch nicht viel länger sind.

I Love You Phillip Morris

ava-1635Kommen wir doch gleich zur nächsten Romanze mit Jim Carrey, diesmal im Paket einer Liebeskomödie basierend auf einer wahren Begebenheit in I Love You Phillip Morris.

Steven hat eigentlich eine recht normale Kindheit mit zwei liebenden Eltern, einzig das er adoptiert ist gibt ihm zu nagen, und der daraus resultierende Minderwertigkeitskomplex führt dazu, dass Steven sich dazu entschließt sein Leben so proper zu führen wie nur möglich. Er wird Polizist, geht regelmäßig zur Kirche, heiratet und zeugt eine Tochter. Das einzige Problem dabei? Steven ist eigentlich schwul und sobald er einen Autounfall hat, beschließt er sich nicht mehr verstellen zu wollen.

Also verlässt er seine äußerst verständnisvolle Frau und lebt nun das Leben als der Vorzeige-Schwulste, den er sich nur vorstellen kann. Immer hip, immer gut drauf, immer mit dem neuesten Klatsch und den angesagtesten Orten parat, und komplett durchgestylt und seinem Freund die teuersten Geschenke machend. Das erneute Problem: Schwul zu leben, oder zumindest so wie sich Steve das vorstellt, ist verdammt teuer. Teurer als Steve sich das eigentlich leisten kann. Also wird er zum Trickbetrüger. Und gefasst. Und ins Gefängnis geworfen.

Dort trifft Steve auf seine große Liebe, den schüchternen Phillip. Und nachdem Steven entlassen wird, tut er sogar so, als wäre er ein Anwalt, nur um Phillip früher aus dem Gefängnis zu boxen, damit sie zusammen sein können. Das Problem: Steve hat nicht wirklich dazugelernt und versucht sich und Phillip weiterhin ein Leben zu finanzieren, das er sich eigentlich nicht leisten kann. Und so landet er wiederholt im Knast, und flieht wiederholt daraus, um mit seinem Phillip zusammen zu sein.

Wenn man es genau nimmt, so hat die Geschichte alle dunklen Elemente für ein Drama parat. Wir haben einen Schwulen, der die Lüge lebt, um es der Gesellschaft recht zu machen. Und der eine Familie im Stich lässt, als er jene Lüge nicht mehr aushält und sich dazu entschließt, als er selbst zu leben. Er wird wiederholt in den Knast geschmissen und bricht wiederholt aus. Und dabei hätte er dies gar nicht mal nötig. Seine beiden Freunde lieben ihn tatsächlich, verlangen gar nicht mal nach dem teuren Lebensstil. Steve ist wie die meisten erfolgreichen Trickbetrüger auch durchaus gewitzt und charmant, und bekommt sich so sogar in eine recht hohe Stelle geschwatzt, für die er eigentlich gar nicht qualifiziert ist – aber eben weil es ihm nach noch mehr Geld verlangt und er den Nervenkitzel nicht missen will, betrügt er auch seine neue Firma um Kohle, was ihn wieder ins Gefängnis bringt. Bei all den Versuchen seinen Liebsten den Lebensstil zu ermöglichen, den er für sie angemessen findet, ihnen jeden Wunsch den sie nicht mal hatten von den Augen abzulesen, scheint er nie wirklich auch mal deren tatsächliche Wünsche zu erfragen, sondern riskiert lieber die Trennung durch schwedische Gardinen und die Probleme, die seine Angebeteten deswegen unterliegen (Phillip kommt beispielsweise ebenfalls erneut in den Knast, weil man ihn für Steves Komplizen hält).

Aber ein oder zwei Momente ausgenommen ist I Love You Phillip Morris wenig dramatisch und strahlt stattdessen erstaunlich viel Leichtigkeit aus. Wahrscheinlich weil Steve es so einfach im Leben hat (oder haben könnte), ihn jeder mag und niemand für irgendwas (lange) böse ist. Weil er so ein charismatischer und lebensfroher Kerl ist. Macht tatsächlich einen Film voller Witz und Charme, zum Wohlfühlen in der Bauchgegend. Und wenigstens mal ein Film „schwuler Thematik“, der nicht die ewig gleich-langweilig dramatische Coming of Age Story oder Closeted Gay Bashing ist. Scheinbar dürfen schwule Hauptcharaktere tatsächlich nur in Komödien fröhlich sein.

phillipmorris

Anders als die Anderen

ava-1629Homosexualität war schon immer ein heikles Thema und im Kreuzfeuer der Öffentlichkeit, jedoch gab es auch immer wieder kulturell-aufgeschlossene Zeiten, in denen es akzeptierter war, als in anderen. Eine davon ist (oder besser war zumindest auf dem Weg dorthin) die Zeit der Weimarer Republik. Nachdem im davor herrschenden Deutschen Kaiserreich das Ausleben jener Neigung per §175 als Straftat festgelegt wurde, kam jener in der Weimarer Republik wiederholt unter Beschuss, wurde weniger häufig wirklich geahndet, und in großen Städten wie Berlin gab es schwule Magazine und Clubs. Und auch einen Film gab es in 1919, Anders als die Anderen (§175), frühes Schwulenkino welches in den 30ern als The Third Sex und den 50ern als Anders als du und ich erneut erzählt werden sollte (immerhin war damals durch das Erstarken der Schwulenfeindlichkeit im Nazi-Regime der §175 immer noch bestehend – offiziell abgeschafft wurde er erst in den 90ern).

Natürlich war der Film dennoch in seiner Zeit ein kritisierter Skandalfilm. Und nachdem er in der NS-Zeit dann verboten und Kopien vernichtet wurden, liegt er heutzutage auch nicht mehr komplett vor, sondern in einer restaurierten Fassung von knappen 50 Minuten (immerhin gelten so einige Filme aus jener Frühzeit als [teilweise] verschollen, ohne das sie direkt großflächig geahndet wurden). Und jene hat einige Standbilder zu bieten plus mehr Texttafeln als Stummfilme üblich haben, da ganze verlustig gegangene Szenen quasi erklärt werden.

Conrad Veidt spielt Paul Körner, einen angesehenen Violinisten, der mit sich ziemlich im Reinen ist, denn als seine Eltern ihm eine Verlobte unterjubeln wollen, schickt er die auch schon mal prompt zum Sexualforscher, der ihnen die Sache mit der Homosexualität ihres Sohnes erklären soll. Kurt Sivers derweil ist einer von Pauls größten Fans und wird zu dessen Protege und Liebhaber. Zumindest solange, bis ein Erpresser es auf die beiden abgesehen hat, Kurt sich davon macht, während Conrad die Erpressung zur Anklage bringt, aber andersrum deswegen auch wegen Verstoß gegen §175 selbst verurteilt wird.

Das wohl Interessanteste am Film ist, abgesehen von seiner progressiven Botschaft und filmhistorischen Wertes als erster Film über Homosexualität, sind dann tatsächlich die „Szenen“ mit dem Sexualforscher (die hier nur noch als erklärende Texttafeln vorliegen). In denen nämlich tatsächlich schon 1919 ganz unvoreingenommen erklärt wird, dass wenn es auch nicht die Norm ist, so Homosexualität ein absolut natürliches Vorkommen in einer Spezies ist und es alle Bevölkerungsschichten „treffen“ kann, Heilung keine Option darstellt, da es keine Krankheit ist. Etwas überholt ist lediglich die Annahme, dass Schwule solche sind, weil sie einen Überschuss an weiblichen Hormonen haben, der Film also davon ausgeht, dass die Norm bei Homosexuellen tatsächlich unmännlich-weibisches Verhalten ist – so souverän Veidt dann auch den Körner spielt, so mimt er auch prompt die Gestik einer Queen. Abgesehen davon ist der Film, wenn auch etwas dramatisch dick aufgetragen, ein Appell an Toleranz in der Gesellschaft und Abschaffung des §175, wogegen man wohl kaum etwas haben kann. Zumindest heutzutage, wo dies kein progressives Denken mehr erfordert, sondern lediglich Denken.

anders

Creatures from the Pink Lagoon

ava-1389Existiert. Es ist übrigens kein Porn Spoof, auch wenn ich dies zunächst angenommen habe.

Phillip hat Geburtstag. Eingeladen ist er bei befreundeten Pärchen, die in ihrem Haus an der Pinken Lagune ihm eine Party schmeißen wollen. Nur sein Boyfriend Bobby kommt nicht mit, sondern denkt sich eine Ausrede aus, um seiner Sucht nach anonymen Raststättensex nachzugehen. Die Party fällt aber eh flach, crasht doch ein Haufen Zombies die Feierlichkeiten. Doch nicht irgendwelche Zombies, sondern nachdem sie beim Hören eines Show Tunes in eine spontan choreographierte Tanzeinlage fallen ist klar: Gay Zombies!

Creatures from the Pink Lagoon ist wesentlich besser, als es jegliches Recht dazu hat. Ich bin selbst überrascht, wie sehr mir der 70-Minüter gefallen hat. Wer das Ding gedreht hat, hat definitiv eine Schwäche für cheesy 50s/60s Monster-/SciFi-Filmchen – was natürlich, wie Mel Brookes schon so schön sagte, immer hilft, das Ausgangsmaterial, welches man parodiert, überhaupt zu mögen. Es dauert eine ganze Weile, bevor die Zombieaction so richtig in Fahrt kommt, wenn es dann aber passiert, war ich überrascht, dass es hier tatsächlich ein paar Gore-Szenen a la Night of the Living Dead gab, mit einem abgetrennten Körperteil hier und rausgebissenem Stück Fleisch dort. Jedoch ist natürlich Horror/Action eh nicht die oberste Priorität des Filmes, sondern der Witz.

Der ist zugegeben, von der nostalgisch-käsigen Hommage an diese alten Horrorfilme inklusive s/w-Optik mal abgehen, meist ziemlich flach, mit konstant herniederhagelnden Sprüchen ohne jegliche Subtilität. Schwule Stereotypen sind witzig, Doppeldeutigkeiten sind witzig, die Zombies sehen alles im Pink-Filter, die Totengräber am Anfang diskutierten lieber nicht in Richtung Geisterhaus sondern über die sichere Indianergrabstätte zu gehen, die schwulen Zombies lassen sich von einem stinkenden Parfüm abwehren. Aber dies ist natürlich alles nicht fies gemeint, sondern man lacht über sich selbst. Sicher, nicht jeder Versuch witzig zu sein, sitzt auch. Jedoch auch wegen der Densität jener passiert es tatsächlich, dass zwischen zwei Schmunzelmomenten selten mehr als ein oder zwei Minuten vergehen. Auch das Schauspiel ist übrigens nicht komplett schrecklich, wie man erwarten würde.

Ich war echt gut unterhalten, hatte eigentlich fast den ganzen Film etwas zum Grinsen, und die Optik ist eh charmant, und der Film wie erwähnt mit knapp über einer Stunde schön bündig.

pinklagoon

Angels in America – Perestroika

Prior hatte also sein Treffen mit dem Engel. Der erzählt ihm das übliche Zeug davon, dass Gott irgendwann seine perfekten Engel und ihr ewiges Preisen langweilig fand, und deswegen uns Menschen erschaffen hat. Eine Spezies, die sich verändert, nicht bedingungslos an ihn gebunden ist. Aber unser beständiges Chaos und die Schattenseiten des menschlichen Fortschritts haben letztendlich dazu geführt, dass er sich abwandte, Himmel sowie Erde verlies und nicht aufzufinden ist. Alles unsere Schuld, meint zumindest der Engel. Und bevor wir uns in eine Sackgasse evolutionieren, unser Fortschrittswille zur Apokalypse führen kann, sollen wir halt einfach still stehen. Keine Veränderung, bleiben in gewohnten und sicheren Bahnen.

Lou derweil ist immer noch im Selbsthass ob des Verlassens von Prior, während Joe überraschend einfach sein Gepäck überwunden zu sein hat. Er ist mit Lou zusammen – meint er zumindest, Lou ist da anderer Meinung und sieht ihn nur als wiederholten One Night Stand -, glücklich verliebt, und umso zerstörter, als Lou in verlässt, um zu Prior zu gehen, der ihn aber nicht zurück will.

Joes Frau Harper hingegen wacht aus den Fantasien, in die sie sich auf ihren Valiums flüchtet, auf und muss feststellen, dass Joe weg ist. Netterweise nimmt Joes Mutter, die nun in New York wohnt, sie bei sich auf und umsorgt sie, während Joe auch mit ihr den Kontakt nicht sucht.

Roy liegt derweil in der Endphase der Krankheit im Krankenhaus und nähert sich zusehends dem Tod.

Die zweite Hälfte von Angels in America, Perestroika, legt nun so richtig los, zumindest mit seinem Fantasie-Teil. Das Theaterstück hat den Untertitel „A Gay Fantasia on National Themes“ und das beschreibt Angels in America recht gut. Es geht um Homosexualität, um die Schattenseiten jener, die im damaligen nationalen Klima eben allgegenwärtig sind. Angst vorm Coming Out, Selbsthass ob des Anders-/Falsch-seins, Enttäuschung bei den Nahestehenden, eine Politik die nichts für einen übrig hat und nun eben auch noch AIDS, die Homo-Krankheit, die gleichgesinnte Freunde links und rechts umbringt. Das „Fantasia“ ist da schon fast nebensächlich, auch wenn es hier viel mehr Szenen mit dem Engel und Propheten Prior Walter gibt, so können diese weiterhin natürlich alle wie üblich im Stück einfach nur Wahnvorstellungen und Träume sein, und ist das ganze Ding eh mehr als Metapher von Prior im Kampf gegen seine Krankheit und Depression zu sehen.

Das Thema bei Perestroika ist nämlich der Wandel, die Veränderung, der Fortschritt. Es muss schlechter werden, bevor es besser wird, sozusagen. Aber ohne den Kampf, weiter zu wollen, kann es eben nie besser werden. Leben ist anstrengend, Veränderung ist unheimlich und schmerzlich, doch es ist nötig, ohne geht es nicht. Stillstand ist Tod. Und so müssen alle Charaktere des Stücks sich endlich aus ihrer bisherigen Rollendefinition bewegen, eben voranschreiten, zu einem Ergebnis kommen, um weiter zu können. Lou geht endlich zu Prior, verlässt Joe, der auch nur eine Art Selbstflucht war. Joe kommt damit klar, wer er ist. Joes Mutter kommt damit klar, wer ihr Sohn ist. Harper hört auf, auf einen Joe zu warten, den es so nicht mehr gibt und sagt sich los von ihm. Prior Walter kämpft gegen seinen Engel, geht in den Himmel und lehnt seinen Propheten-Status ab, weil er einsieht, dass man die Welt und Menschen nicht aufhalten kann, dass egal, wohin es uns führen mag, der Fortschritt stattfinden muss. Er besiegt seinen dunklen Blick in die Zukunft, akzeptiert das Leben mit der Krankheit.

Und das alles passiert in einem fulminanten Dreistünder, der mir erneut extrem gut gefallen hat, noch besser als Millennium Approaches. Und das, wo ich Geschichten mit hauptsächlich unsympathischen Charakteren eigentlich nicht leiden kann. Klar, Fehler müssen Charaktere schon haben, aber wenn sie durch die Bank weg solch Antipathie hervorrufen wie beispielsweise in Queer as Folk oder Six Feet Under, verlier ich schnell, sobald das Novum des Serienkonzeptes vorüber ist, die Lust daran. In Angels in America ist auch kein Charakter per se so unglaublich sympathisch. Lou ist der schlimmste, verlässt er doch Prior und ist dann noch derjenige, der die ganze Zeit rum heult und bemitleidet werden will, sich selbst das Glück versagt, um sich als edler Märtyrer vorzukommen. Joe hat keinerlei Rücksicht auf seine Frau übrig. Die ist viel zu schräg drauf, distanziert, um einen wirklich zu interessieren. Prior ist da noch der wenigsten unsympathische, aber so richtig sympathisch würde ich ihn auch nicht nennen. Stört mich hier aber irgendwie kein bisschen.

Ich mag ja auch die Dialoge irgendwie sehr. Ich hab gern sehr schneidige, humorige Konversationen, weswegen ich Serien wie Cougar Town und Pushing Daisies auch so mochte. Angels in America ist da häufig ähnlich und lässt seinen trockenen Humor und Seitenhiebe gut dosiert los, um die Geschichte nicht zu deprimierend werden zu lassen (unterstützt durch Priors Visionen, die so übertrieben und merkwürdig sind, dass sie einfach nicht ernst gemeint sein können). Und nur hier sprechen Charaktere mal total realistisch, lassen sich dann wieder zu blumigen Metaphern ob Religion und Glauben hinreißen und schwingen anschließend geschwellt Reden über Politik und soziales Umfeld. So wirklich langweilig werden die ewig vielen Dialoge so zumindest nicht. Und wie gesagt, es ist eben sehr die Filmversion eines Bühnenstücks, nicht die filmische Adaption eines solchen. Daher nutzt es eben die zusätzliche Subtilität des Medium Films nicht immer, sondern ist viel Dialog-lastiger und spricht Dinge direkter an, wie man das in einem Theater eben tun muss, um auch die hintersten Reihen zu erreichen.