Freddy vs. Jason

ava-1680Da ich mir nun sowohl die kompletten Nightmare on Elm Streets und Friday the 13ths gegeben habe, kommt also das Crossover ran, welches 9 Jahre nach dem letzten Teil der erstgenannten und 2 Jahre nach dem letzten Teil der anderen Franchise erschien. Wobei es witzigerweise den letzten Film beider Franchises ignoriert – denn New Nightmare war ein Meta-Film abseits der Hauptserie, während Jason X zu weit in der Zukunft angesiedelt war.

Freddy ist schlecht drauf. Was hat man davon ewig Untod zu sein, wenn man seinem einzigen Hobby, die Elm Street Kids zu morden, nicht mehr nachgehen kann? Denn Freddy kann nur im Traum von Leuten auftauchen, die sich ihm Gewahr sind, weswegen die Elm Street Eltern einfach das Wissen über ihn unter Quarantäne gesetzt haben – wer sich an ihn erinnert wurde in die Anstalt verwiesen, unter Drogen gestellt, oder beides. Doch glücklicherweise ist Freddy in der Hölle auf Jason getroffen, der jederzeit als Zombie wieder auferstehen kann, wenn ihm seine Mutti etwas antreibt. Freddy, verkleidet als Mum, schickt Jason also aus, um die Elm Street unsicher zu machen, damit die Morde seinen Namen wieder zum Vorschein bringen.

Freddy vs. Jason ist sicherlich nicht der beste Film für jene, die große Fans der Friday the 13ths sind. Denn das hier ist durch und durch ein Nightmare on Elm Street, in dem Jason nur eine Gastrolle hat. Auf sein Konto gehen zwar die meisten Kills, und das Finale findet dann doch wieder am Crystal Lake statt, doch die komplette Aufmachung des Filmes könnte nicht mehr wie ein Nightmare-Sequel sein. Dann wiederum ist es sicherlich narrativ wesentlich einfacher Jason in die Elm Street zu bringen, statt einen Grund zu finden, warum Freddy am Crystal Lake umher geistern sollte, und Freddy stiehlt zwangsläufig als verspielte Sprechrolle die Show vom stoisch-stummen Hünen. Was wohl schon etwas seltsamer ist, ist wie wenig sich die Macher mit Jason auszukennen schienen, abgesehen davon, dass er vom Crystal Lake stammt und einen Mutterkomplex hat. Gut, viel mehr gab es glaub ich zu ihm auch nicht zu wissen, aber Entscheidungen wie ihm plötzlich Angst vorm Wasser zu geben, die er in der Franchise nie gezeigt hat, ist schon etwas merkwürdig. Hier kannte sich jemand definitiv besser mit dem Freddy-Charakter aus, zu dessen Filmen es wesentlich mehr Nods gibt.

Als jemand, der der Bauern-Rolle von Jason nicht hinterher trauert, hat mir Freddy vs. Jason jedoch ziemlich gut gefallen. So als reines Horror-Action Spektakel. Denn davon liefert der Film genug ab. Es vergeht nie sonderlich viel Zeit, bis jemand um die Ecke gebracht wird, Jason dabei gewohnt brachial, Freddy wesentlich mehr Katz-und-Maus quälend. Es gibt einige echt coole Setpieces, sowohl in den Träumen, als auch im Flashback zu Jason und seiner Sumpfhütte – gut aussehen tut der Film allemal. Der eigentliche Kampf der beiden kommt erst auf die finale halbe Stunde, aber ganze 90 Minuten, die sie sich an der Kehle hängen, würde wohl auch nicht funktionieren, und wenn es dann so richtig los geht, geht es auch so richtig los. Nett dabei auch, dass Freddy zunächst im Traum und Jason dann zu Beginn in der realen Welt überlegen erscheinen, da sie jeweils auf ihrem Heimterritorium sind.

Mehr war von so einem Crossover sicherlich auch nicht zu erwarten. Ok, vielleicht mehr Friday. Aber eben nicht mehr als nur ein ganz cooles Spektakel wie die beiden Monster zunächst ein paar dumme Kids umbringen, und sich dann gegenseitig abschlachten. Und das liefert der Film ab, und dies auch ziemlich brauchbar.

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Friday the Remake

ava-1422Beenden wir diesen Monat also so, wie er angefangen hat: mit Friday the 13th. Jedoch nun im Remake von 2009, 7 Jahre nach Jason X und 29 Jahre nach dem Original erschienen. Als Reboot für die Franchise sollte er dienen, bisher haben wir aber im Gegensatz zu Halloween und Texas Chainsaw Massacre keinen weiteren Eintrag gesehen. Angemerkt sei übrigens, dass ich hier, ganz wie bei Rob Zombies Halloweens, nicht die Kinofassung geschaut habe, sondern den knapp 10 Minuten längeren „Killer Cut“.

Die Credits zu Beginn beinhalten übrigens ein „In association with Michael Bay“… boy, oh boy – 58 Sekunden im Film und ich korrigiere die Erwartungsmesslatte bereits nach unten. Stellt sich raus, dies war komplett unbegründet.

Re-Imagining ist ein weiteres nettes Re-Wort, das gern genutzt wird, wenn man etwas neu aufleben lässt, und trifft wohl den neuen Friday the 13th am besten. Das Problem, welches sich nämlich bei Friday the 13th im Gegensatz zu anderen Horrorfilm-Reihen stellt, ist, dass sich dessen Beginn von dem unterscheidet, was das Bild der Serie geprägt hat: Jason taucht erst in Part 2 auf, seine Maske trägt er erst in Part III. Leute gehen nicht in einen Re-Friday, um dann Jasons Mammi durch die Wälder morden zu sehen. Statt also den ersten Film nachzuerzählen, schnappte man sich lieber die Grundlagen der ersten drei Filme, und schnürte sich daraus den neuen.

So startet Friday the 13th direkt mit einem Mädel, das gegen Jasons Mutter kämpft, und sie enthauptet, während Jason aus den Büschen zusieht. Nach den ersten 3 Minuten ist somit das Original bereits abgeschlossen. Fast 3 Jahrzehnte später verirrt sich eine Gruppe Jugendlicher auf der Suche nach einem geheimen Marihuana-Feld in den hiesigen Wald, findet den Kopf von Jasons Mutter, trifft auf den Kartoffelsack-Jason, und wird von ihm mit einer Ausnahme, die ihn an seine Mutter erinnert, umgebracht. 25 Minuten im Film ist also der zweite Prolog und der Friday the 13th: Part 2 Teil beendet (erst hier kommt übrigens auch die Title Card).

Fast eine halbe Stunde in die 105 Minuten gelangen wir also in den Hauptteil: 6 Wochen sind vergangen, die Untersuchung ob der vermisst gegangenen Teenager-Gruppe sind im Sande verlaufen. Ein neues Grüppchen will einen Wochenendurlaub in einer Hütte am Crystal Lake machen, während der Bruder der von Jason Entführten weiterhin nach seiner verschollenen Schwester sucht. Jason findet bei einem seiner ersten Opfer eine Hockey-Maske, die ihm gefällt, und los geht’s.

Mir hat Friday the 13th (2009) wirklich sehr gut gefallen, was freilich auch daran liegt, dass ich mich durch die ganze ursprüngliche Reihe geschaut habe. Einem neuen Publikum mag der lange Prolog vielleicht sogar etwas verwirren, denn er bringt zwar alle nötigen Infos unter, es geht aber doch etwas schnell. Ich hingegen hab mich gefreut wie ein katholisches Schulmädchen über ihren ersten Vibrator, all die vielen Nods zu den ersten drei oder vier Einträgen in die Reihe zu sehen, verwoben in ein ähnliches aber doch anderes Konstrukt. Die Outline von Friday the 13th bis The Final Chapter sind sich eh ziemlich ähnlich, warum also nicht einen großen Film draus machen, der sich nur die besten Setpieces aussucht?

Und durch die Änderungen gibt es auch genug, was einen Franchise-Erfahrenen bei Stange hält, da eben doch nicht alles gleich ist. Am Interessantesten ist wohl die Wahl des Hauptcharakters. Denn am meisten Screentime bekommt Jared Padalecki mit seiner Suche nach der Schwester, was uns zum ersten Mal in der Franchise einen Final Boy gibt, aber eben weil er kein Mädel ist, sind wir uns nie komplett sicher, ob er die finale Auseinandersetzung mit Jason wirklich überlebt. Zudem gibt es gleich zwei Final Girls, nämlich ein Mädel, das mit ihm anbandelt und sein Anhängsel auf der Suche wird, sowie seine gefangengehaltene Schwester, so dass wir wieder nicht wissen, ob oder wer der beiden am Ende noch lebendig sein wird.

Zudem hat der Film sowieso nie Zeit, Langeweile aufkommen zu lassen, da er in 25 Minuten direkt eine Gruppe Kids umbringen muss, was schon Mal einen langsamen Beginn abwendet, und uns somit genug Frontalmorde zeigt, um dann die Einführung der nächsten Truppe durchzustehen, bevor er recht zügig auch in diesem Segment zu schnetzeln beginnt. Die Morde sind übrigens hier auch mit die Besten, nicht ganz so Gimmicky wie in einigen späteren Teilen, auch wenn Jason hier erstaunlich crafty mit seiner Fallenstellung ist, jedoch alle in einer guten Balance von doch recht brutalen Morden, die aber nie exzessiv werden – Re-Friday ist der brutalste Eintrag, aber noch lang kein „Torture Porn“. Ach ja, die ganzen Teens sind auch endlich mal wieder (mehr oder weniger, je nach Individuum) sympathisch, oder zumindest nie komplett nervtötend!

Meiner Meinung nach ist Friday the 13th (2009) der beste Friday-Film, denn so gut hat mich kein anderer unterhalten gehabt, auch wenn das teilweise damit zusammenhängt, dass ich eben alle anderen gesehen habe.

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Jason X

ava-1410Immerhin neun Jahre hat New Line den Final Friday tatsächlich den finalen Eintrag bleiben lassen, bevor mit Jason X (gute Alternativtitel wären: Jason Goes to Space, Future Jason, oder Robo-Jason) ein weiterer Film in die Kinos kam – wahrscheinlich auch nur, damit zumindest eine der Horrorfilmikonen des im nächsten Jahr kommenden Freddy vs. Jason relativ aktuell ist. Und mit 10 Filmen (Reboots nicht mitgezählt) müsste Friday the 13th die Horrorfilm-Franchise sein, die am meisten Filme in die Kinos bekommen hat. Man sollte New Line zu Gute halten, dass die Jason oder Freddy zumindest nie für Direct-to-DVD Dreck herabgestuft haben.

Die Sache mit dem „eine Voorhees wird ihn für immer umbringen können“ und in die Hölle gehen wird mal wieder ganz dezent komplett weg ignoriert, als wäre der vorige Film nie geschehen. Stattdessen befinden wir uns im zukünftigen Jahr 2010, Jason ist eingesperrt und soll eigentlich in ewigen Kälteschlaf gelegt werden. Doch etwas geht schief, letztendlich kann eine der Verantwortlichen ihn jedoch doch einfrieren – zusammen mit sich selbst.

Mitte des 25. Jahrhunderts werden die beiden gefunden, auf eine Raumstation gen Erde II verfrachtet, weil unser alter Mutterplanet natürlich unbewohnbar ist (gibt es auch nur einen Film einer weit entfernten Zukunftsvision, in der die Menschheit das Ruder noch mal rumgerissen und den Planeten revitalisiert hat?). Das Raumschiff ist natürlich wie alle Horrorfilm-Raumschiffe stockdunkel, verwinkelt und dreckig. Wie geschaffen, um die Crew umzubringen, nachdem Jason aus seinem Tod erwacht ist. Vielleicht findet er den Fashion Sense der Zeit auch nur unerträglich, der bedächtig nach Girl Groups der späten 90er aussieht.

Es gab genau drei Momente, die mir an Jason X gefallen haben. Ersterer ist wenn zwei Studenten rummachen und genau zum Zeitpunkt der Penetration Jason erwacht, als würde er den vorehelichen Sex riechen, was ihn sofort in „Gotta kill everyone“-Mode wechseln lässt. Dann gibt es später eine Szene, in der er seine alte Machete wiederfindet, und er einen Moment unentschlossen ist, welches der beiden großen Messer er nun verwenden soll (geiler wäre natürlich noch gewesen, wenn er mit der Schulter zuckt und einfach Dual-Wielding macht). Und dann gegen Ende, wenn man versucht ihn mit einer 1980er VR-Version des Crystal Lakes abzulenken – inklusive zwei barbusiger Mädels, die ihn fragen, ob er lieber ein Bier, einen Joint oder vorehelichen Sex will. Kudos aber dahin, dass man diesmal die Nutte des Casts bis zum Finale überleben lässt und als eine der intelligenteren Personen hinstellt.

Wenn ich es genau betrachte, ist es für mich bei Jason X genau andersrum gewesen, als bei Jason Goes to Hell: Statt der ersten 10 Minuten gefielen mir diesmal die finalen 15 wirklich gut, quasi sobald aus Jason Robo-Cop-Jason wird. Dem Rest des Filmes war ich hingegen nicht so zugeneigt. Die Charaktere sind entweder nervig oder unbekannt, viele kreative Mordmöglichkeiten werden ausgelassen, sondern Jason bringt die meisten auf die gleichen zwei Arten um, das Set sieht wie eine billige franko-kanadische SciFi-Serie der 90er aus, die Dialoge sind schrecklich, und einfach fehlt mir bis zum Finale häufig so ein wenig der Spaß am Ganzen.

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Am Ende der ursprünglichen Friday-Reihe angekommen ziehe ich mal ein gewisses Fazit: Friday the 13th mag zunächst nicht ganz die Klasse haben, wie Halloween oder A Nightmare on Elm Street, dafür fand ich die Sequels aber – von den letzteren mal abgesehen – wesentlich launiger, als deren, weswegen mir die gesamte Franchise ansehend wohl Friday von den dreien tatsächlich am besten gefallen hat.

Jason Goes to Hell

ava-1408Vier Jahre hat es gedauert, bis der neunte Eintrag in die Reihe in die Kinos kam, was verhältnismäßig ewig ist, kamen sie doch bisher quasi jährlich raus. Jason Goes to Hell: The Final Friday sollte nicht nur der erste, sondern auch schon wieder der letzte Friday in den 90ern sein – wenn auch mal wieder nicht wirklich der finale Film allgemein.

Dies ist übrigens der erste Film, der unter New Line Cinema entstand, denen beispielsweise die Critters– aber auch Nightmare-Reihe gehört. Nun ist es so, dass die ersten 8 Friday the 13th Filme eine gewisse Kontinuität beibehielten, sich zumindest nie allzu direkt zu wiedersprechen versuchten. Das wiederum ist New Line Cinema ziemlich egal, und so hauen sie für ihren Final Friday, ähnlich wie für The Final Nightmare zwei Jahre früher, jede Menge neue Hintergrundgeschichte über Jason raus, und tun einfach so, als wären das etablierte Fakten, damit man ein Gefühl von Beendigung hat.

Die ganzen komischen Visionen vom Final Girl über Jason als Kind wurden in Jason Takes Manhattan zwar nie erklärt, aber irgendwie hatte das dazu geführt, dass er in der Giftbrühe, mit dem die New Yorker Kanalisation durchspült wird, nicht komplett schmolz, sondern plötzlich wieder ein kleiner Junge war. Davon sehen wir hier nichts… dann wiederum hätte ich an dieser Stelle wohl auch gesagt „fuck this noise“ und mein eigenes Ding gedreht.

Statt also in Vancouvers Dreckbrühe rumzuschwimmen, sehen wir Jason ganz normal durchs Camp Crystal Lake stapfen, als wäre er ein Hund, der sein Territorium vor Eindringlingen bewacht. Und da kommt auch gleich ein dummes Weib angefahren, zeigt sich reichlich im Camp, bevor sie beschließt sich auszuziehen, was natürlich die Anti-Nudisten-Klausel eines jeden Slasher-Killers bricht, so dass Jason unverzüglich zum Morden auftaucht. Dieser Beginn mag nun alle Genre-Klischees abarbeiten, ist aber fast etwas clever, da sich herausstellt, dass das Mädel nur geschickt wurde, um Jason hervorzulocken, damit das Militär ihn unter Beschuss nehmen kann – und endlich ist mal jemand schlau genug ihn in die Luft zu sprengen, da selbst ein Untoter schlecht weiter morden kann, wenn Kopf und Extremitäten vom Körper getrennt sind.

Dummerweise ist Jason nun eine ansteckende Krankheit, und so führt seine böse Aura dazu, dass der Leichenbestatter sein Herz frisst, was ihn mit Jason ansteckt. Ein Magical Negro, der gleichzeitig auch auf Jason angesetzter Kopfgeldjäger ist, aber für den Großteil des Filmes gar nicht mehr zu sehen sein wird, erklärt uns nun auch die Jason-Mythologie, als wäre das schon immer so gewesen: Jason ist nun Michael Myers, er hat nämlich weitere Verwandte, und nur jene könne ihn mit einem magischen Dolch umbringen, bzw. durch sie kann er wiedergeboren werden. Jason hüpft nun wie STD also per ekligem Zungenkuss von Körper zu Körper, kommt dabei seiner Verwandten und ihrem Baby immer näher.

Und ganz am Ende wird er besiegt, geht zur Hölle, wo wir einen Teaser bekommen, dass er dort auf New Lines anderes nicht-wirklich-ultimativ besiegtes Monster Freddy stößt, auch wenn wir auf den Film 10 Jahre warten mussten.

Ich muss schon sagen das ich etwas verwirrt war beim Schauen von Jason Goes to Hell. Ich bin eh kein großer Fan von dem dämlichen Mythos, den man hier erfunden hat, aber das der Film so tut, als wären es etablierte Fakten, dass es weitere Voorheeses gibt, sowie deren Haus als großen Offenbarung zu behandeln, als sähen wir das Myers-Anwesen, ist doch etwas seltsam. Man kommt sich so vor, als hätte man ein paar Filme verpasst, in denen diese Grundlagen gelegt wurden. Das wir hier Jason kaum zu sehen bekommen, weil er alle 5 Minuten im Körper eines anderen Charakters steckt, ist sicherlich auch nicht so pralle, zumal es nicht wirklich als Überraschung genutzt wird, da wir immer wissen, wen er nun gerade übernommen hat. Auch das Final Girl wirkt ähnlich des Kopfgeldjägers etwas nutzlos, da den Großteil des Filmes über plötzlich ihr Ex-Freund das Ruder in der Hand hat.

Ist etwas schade, denn die ersten 10 Minuten fand ich echt cool, danach wird mir der Film etwas zu unaufgeräumt und dämlich. Dafür ist es immerhin der erste Friday seit einiger Zeit, der die brutalen Morde mal wieder zeigen kann, ja wahrscheinlich den blutigsten Eintrag bisher darstellt.

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Jason Takes Manhattan

ava-1406Beim mittlerweile achten Film in neun Jahren hat man sich also endlich gedacht, es sei mal eine gute Idee, ein neues Setting herzuholen. Mal ganz davon abgesehen, warum Jason plötzlich woanders denn des Crystal Lakes morden würde… aber Logik interessiert ja eh keinen. In Friday the 13th Part VIII: Jason Takes Manhattan sind wir also nicht am Crystal Lake sondern… auf einem Schiff.

Genau genommen beginnt der Film zwar mit ein paar Shots auf New York, geht dann aber für geraume Zeit hiervon weg und tatsächlich zurück an den Crystal Lake. Das jedoch nur kurz um Jason wiederzubeleben, der direkt auch ein Pärchen umbringt, und dann auf den Dampfer steigt, den eine Schulklasse auf ihren Ausflug nach New York nimmt. Ehrlich gesagt war ich etwas verwirrt wo wir jetzt genau sind. Denn der Crystal Lake ist ja mal nicht wirklich mit Anschluss an ein Meer, Jason hat aber auch keinen Grund einfach mal so sich grundlos vom Crystal Lake zu entfernen, um an zudem verdächtig kanadisch aussehenden Doks ein Schiff zu entern.

Die nächste Stunde verbringen wir nun damit, zuzusehen, wie Jason nach und nach Kids und Mannschaft auf jenem Dampfer umbringt, bis nur noch ein kleines Grüppchen übrig ist, als jener doch endlich in New York ankommt (bzw. eigentlich in Vancouver, dass man nur zugemüllt und angesprüht hat, damit es wenn man nicht zu genau hinsieht, wie die Hintergassen von New York wirkt). Nur die letzte halbe Stunde wird also in jener Metropole zugebracht, die uns den Titel gab, und auch hier zumeist eben an den Doks, in der U-Bahn und der Kanalisation, damit nicht zu auffällig ist, dass man sich einen wirklichen Dreh in NY nicht leisten konnte.

Eigentlich stört es mich gar nicht mal sonderlich, dass Jason Takes Manhattan kaum in Manhattan stattfindet, immerhin ist auch der Teil auf dem Schiff schon mal eine erfrischende Abwechslung zu den immer gleichen Hütten am See. Was ich hingegen weniger mochte ist, dass die meisten Charaktere entweder sterbenslangweilig (Final Girl und ihr Love Interest) oder hochgradig nervig sind (fast alle anderen). Auch bekommt Jason erneut eine Menge kreativer Waffen in die Hand, wir aber keine Impact-Shots zu sehen, was auch Part VIII mal wieder zu einem überraschend unblutigen Unterfangen macht. Ein Großteil der Schulklasse stirbt sogar Off Screen bei einer Explosion. Und in „New York“ geht er gut an mehreren Dutzend Passanten vorbei, nur um zwei Jugendliche weiterhin zu verfolgen, die ihm nichts bedeuten.  Zudem sieht der Film unglaublich billig aus, gerade wenn es dann in die New Yorker/Vancouver-Szenerie geht. Und was hatte es überhaupt mit den Visionen des Final Girls auf sich, die sie von Jason hat, welche aber nie eine wirkliche Rolle spielen? Jason teleportiert hier auch arg auffällig rum, mehr als das in diesen Filmen überhaupt schon der Fall war.

Was ich hingegen ganz niedlich fand, ist das der Film „80s as fuck“ ist. Auf dem Schiff gibt es eine Disco, eines der Mädels hat ihre E-Gitarre dabei, und New York ist ein Drecklock voller Ratten, Punks und Dieben, sowie einer Kanalisation, die täglich mit Giftmüll ausgespült wird. Nicht zu vergessen, dass sich all jene New Yorker Passanten einen Scheißdreck um den vorbeistapfenden Jason kümmern – aber wenn du die U-Bahn-Notbremse drückst, so dass sie sich verspäten werden, mucken sie gewaltig auf. Herrlich.

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Friday the 13th: The New Blood

ava-1404Bei der Friday the 13th Franchise haben Fans wohl die gleiche Regel entdeckt, wie bei den Star Trek Filmen: Die geraden Einträge sind wesentlich besser, als die ungeraden. Ich kann sehen woher das kommt, denn Recht haben sie. Da VII eine ungerade Zahl ist, sollte somit schon klar sein, dass ich von New Blood nicht so gut unterhalten wurde. Anscheinend war sowieso geplant das Freddy vs. Jason Crossover zu produzieren, um die beiden damaligen Horrorikonen zusammen zu bringen, da man sich aber nicht einigen konnte entstand in sechs schnellen Monaten hingegen Part VII (pft, David DeCoteau filmt in sechs Monaten zehn Filme!).

Tina ist ein PSI-begabtes Kind, welches eines Tages im Affekt ihre Kräfte nutzt, um den prügelnden Vater im Crystal Lake zu ertränken. Darüber ist die nun im Teenager-Alter befindliche nie hinweg gekommen. Hilft natürlich nicht, dass ihr Arzt mehr damit beschäftigt ist, ihre Fähigkeiten unter Stresssituationen hervor zu locken, statt für ihr Seelenheil zu sorgen. Seine neueste Idee ist Konfrontationstherapie direkt am Crystal Lake.

Am Grund des Sees chillt weiterhin der unsterbliche Jason rum, nachdem Tommy ihn dort angekettet hat. Doch Tinas Wunsch ihren Vater wieder auftauchen zu lassen, holt stattdessen den halbverwesten Killer an die Oberfläche, der sich wie üblich sofort auf macht die Einwohnerzahl der Region zu verringern.

Was ich an Friday the 13th Part VII: The New Blood mochte: Das Aussehen von Jason war noch nie so imposant. Wie gewohnt ist er ein großer, breiter Hüne von einem Mann, aber hier hat man sich Mühe gegeben, ihn eben entsprechend verwesend aussehen zu lassen, trotz Overall und Maske. Aus seinem verschlissenen Rücken sieht man beispielsweise Wirbelsäule und Rippenansatz ragen, während ein abgebrochener Teil der Maske einen Blick auf seinen Kiefer offenbart.

Das Jason-Design war hingegen aber auch schon alles, was ich gut fand, der Rest des Filmes hat mich ehrlich gesagt eher gelangweilt. Die Charaktere sind zwar von zwei Ausnahmen keine Arschlöcher, aber inklusive Tina eher uninteressant, es dauert jedoch ewig, bis Jason anfängt sie abzumurksen. Neben jeder Menge Szenen zu Tina und der Clique sehen wir nämlich kurze Einwürfe, wie Jason No-Name Camper umbringt, die wir bis zu ihrer Todesszene nicht gesehen haben. Und die Kills sind alle nicht sonderlich spektakulär. In den späteren 80ern gab es recht viel Aufsehen um die Brutalität der Horrorfilme, was dazu führte, dass dank strikterer MPAA-Richtlinien viele Franchises blutleerer, statt blutiger wurden. Und bei einem Slasher-Film gehört für mich eine gewisse Brutalität als Schauwert einfach dazu, wenn man nicht gleich die absolute Suspens-Stalker Schiene läuft, die am besten noch mit einem Whodunnit-Plot Interesse hält. Bei einem „Jason ist mal wieder da und bringt mal wieder alle außer das Final Girl um“-Film gibt es weder Suspens noch Mysterium, wenn man auch noch das Blut raus lässt bleibt dann kaum noch was über. Wirklich schade, denn Jason bekommt eine Vielzahl an Mordinstrumenten in die Hand. Außerdem macht der Film leider nicht viel aus seiner PSI-Prämisse, so fehlt es dem Jason vs. Carrie Finale doch ordentlich an Imagination, Tina wirft ihm eigentlich nichts entgegen, was nicht auch schon Charaktere voriger Filme ohne spezielle Fähigkeiten hinbekommen hätten.

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Jason Lives

ava-1402Ich stell mir das Zustandekommen vom sechsten Teil der Franchise gerne ungefähr so vor: Beim Meeting mit den Studiobossen meinten die in etwa „Für den nächsten Teil muss Jason als Killer zurückkommen. Und nennt es Jason Lives, damit das Publikum das auch sofort weiß.“ Worauf jemand etwas betreten antwortete „Aber Jason wurde eingeäschert“. „Eh… findet einfach einen Weg!“. Also dachte sich jemand, wenn man schon mit dem Blödsinn kommt, kann man auch gleich voll durchstarten, was den Unsinn angeht. Immerhin kann man der Friday-Franchise eines zu Gute halten: Es schien bisher fast immer so, als hätten die Macher zumindest ihren Spaß am Drehen gehabt.

Tommy, dem anscheinend niemand gesagt hat, dass Jason schon eingeäschert wurde, will auf Nummer sicher gehen, dass Jason tot ist, und dessen Leiche zur Vorsicht verbrennen. Wenn man nur fest genug daran glaubt, können laut Disney sogar Wunder geschehen, und so entdeckt Tommy tatsächlich ein Grab für Jason Voorhees auf dem Friedhof, in dem tatsächlich sogar der halb verfaulte Leichnam des Killers liegt. Warum Tommy dies alles mitten in der Nacht und bei einem Unwetter macht, sei dann mal dahin gestellt. Kaum hat er Jason ausgebuddelt, schlägt ein Blitz in die Madenzerfressene Leiche ein, und wer Mary Shelleys Frankenstein gelesen hat, weiß natürlich, dass totes Zellgewebe, egal für wie lange am vermodern, dadurch unverzüglich wiederbelebt wird.

Zombie-Jason geht also zurück an den Crystal Lake, wo das Camp wieder eröffnet wurde, um für dessen erneute Schließung zu sorgen, während die ansässigen Behörden eher den durchgedrehten Tommy verdächtigen für die Unruhe verantwortlich zu sein.

Wie bereits erwähnt macht Jason Lives: Friday the 13th Part VI von vorn bis hinten nicht sonderlich viel Sinn, aber das ist a) bei Horrorfilmen eh immer so eine Sache, und b) scheint sich jeder, der mit der Entstehung des Filmes zu tun hatte, dessen voll bewusst zu sein. Genau genommen ist die gesamte erste Hälfte des Streifens ziemlich humorig, von der unrealistischen Wiederauferstehung Jasons, zu einigen verqueren Nebenrollen und trockenen Dialogen. Auch mit dem Abmurksen jeder Menge Frischfleisch hält er uns gut bei Stange, immerhin haben wir eine weitere Gruppe Aufseher-Jugendlicher im Camp, eine Gruppe Paintball-spielender Angestellter im Wald, die Behörden der Gebietes, und sogar eine Gruppe kleiner Kinder (von denen der Film allerdings leider keines umbringt). Auffällig ist allerdings, dass die Morde alle nicht sonderlich brutal sind, hier bleibt Part III immer noch an der Spitze, ja Part VI ist wahrscheinlich er harmloseste Film bisher. Wobei, wir bekommen schon eine komplett mit Blut dekorierte Hütte zu sehen, so wie ein paar schnell Shots auf abgetrennte Körperteile – aber all dies eben Post Mortem, statt während des eigentlichen Mordens. Dafür ist Jason Lives der Film, der Jason bisher am ikonischsten inszeniert, aber auch der Polizist liefert sich einen ziemlich coolen Kampf mit ihm gegen Ende (Tommys Auseinandersetzung mit ihm im Finale hingegen ist etwas lahm). Dankenswerterweise sind diesmal auch wieder alle Charaktere ganz Ok, statt dauernd zu nerven, wie das im Vorgänger der Fall war.

Jason Lives hat mir doch sehr gut gefallen, war der bisher spaßigste Teil der Reihe.

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Friday the 13th: A New Beginning

ava-1400The Final Chapter sollte die Reihe also zu einem Ende bringen… was schon seltsam ist, wenn man mal bedenkt, dass A New Beginning ebenfalls bereits im nächsten Jahr in den Kinos war. Da hat sich jemand schnell um entschieden und fix gedreht.

Immerhin hat man sich in The Final Chapter ein Hintertürchen offen gelassen, in dem man im letzten Shot auf den überlebenden Tommy jenen eine Grimasse ziehen lässt, die nahelegt, dass der traumatisierte Junge von nun an alle Sonntage der 15. auszieht, den Leuten das Sterben zu lehren. Ach ja übrigens, was hat es eigentlich mit Friday-Sequeln auf sich, die nach Filmen kommen, in denen mehrere Leute das Finale überlegen, was jene aber zu vergessen scheinen? Von Tommys Schwester ist nämlich keine Spur in A New Beginning.

Der Film startet übrigens mit Tommy im nächtlichen Regen nahe des Grabes von Jason, aus dem jener wiederaufersteht. Warum ist Tommy dort? Warum hat Jason überhaupt ein Grab? Warum wurde er mit Maske und Waffen begraben? All das gibt uns ziemlich schnell Anhaltspunkte, die uns zeigen sollten, dass all dies nur ein Alptraum ist – aber bei Horrorfilmen weiß man ja nie so genau, die Biegen sich Logik gerne zurecht bis nichts mehr davon übrig ist. Aber ja, es war nur ein Alptraum vom mittlerweile fast erwachsenen, immer noch traumatisierten Tommy. Und da seine Schwester aus ihrer Existenz verpufft ist, muss jener nun im therapeutischen Wohnen für schwierige Kinder unterkommen. Und schon beginnt die Einwohnerzahl der Regien rapide gen Null zu sinken.

Dass Tommy nun so viel älter ist statt direkt hinter The Final Chapter anzusetzen, scheint mehr damit zu tun zu haben, dass der vorige Schauspieler von ihm mit dem Dreh von The Goonies beschäftigt war, und damit nur die kleine Cameo-Szene zu Beginn drehen konnte. Das ist letztendlich ganz gut so, denn die erwachsene Körperform des neuen Tommys verlängert nämlich das Rätselraten, wer diesmal hinter der Hockeymaske steckt. Denn endlich mal gibt es einen Grund diese Roten Heringe zu haben, da Jason eindeutig tot ist (der Film erwähnt extra explizit, dass er eingeäschert wurde), wir somit also nicht wissen, wer diesmal die Teens ausdünnt. Wir haben den halluzinierenden Tommy, die zwei Rednecks, den seltsam reagierenden Sanitäter, einen unterrepräsentierten Aushilfsarbeiter, ja sogar ein Teen aus dem Heim, der direkt einen anderen mit einer Axt erschlägt, weil der ihn genervt hat (wer auch immer auf die glorreiche Idee kam, jenem das Holzhacken zuzuteilen). Neben mehreren suspekten Charakteren zeigt uns A New Beginning bis zum Finale die Morde dann auch nur in POV-Shots des Killers. Etwas seltsam, dass der Film dies nicht nutzt, um uns nach dem ersten Film auch mal wieder eine mögliche weibliche Mörderin schmackhaft zu machen, statt alle Frauen nur für Fanservice einzusetzen.

Was ich hingegen etwas schade fand, ist, dass der Film das Weggehen von Jason nicht nutzt, um auch das Setting aufzufrischen. Wir sind zwar nicht am Crystal Lake, aber das Wohnheim ist eine weitere Hütte in den Wäldern am Arsch von Amerika, angefüllt mit einer Gruppe Jugendlicher. Auch nicht schön ist, dass im Gegensatz zu den Vorgängern alle involvierten Charaktere wenig beleuchtet werden, bevor sie umkommen, und sowieso so kolossal nerven, dass man sie alle bereits nach 20 Minuten tot sehen will. Dann käme noch als dritter Strike dazu, dass sobald wir wissen wer warum der Mörder ist, dies absolut keinen Sinn macht, und jener sowieso scheinbar alle Charaktere umgebracht hat, außer denjenigen an dem er sich eigentlich rächen sollte.

Dafür gibt’s viele Leichen und viele Titten, außerdem ein schnelles Vorangehen, wenn einem das denn reicht. Wenn die Figuren doch nur nicht so nervtötend wären.

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Friday the 13th: The Final Chapter

ava-1398Mensch, da sind wir doch schon am Ende der Reihe angekommen, ging ja wirklich super schnell. Das ist einer der Gründe, warum man seinem (Horror-)Film nie den Untertitel „Final Chapter“ oder „Resurrection“ geben sollte – abgesehen davon, dass sie super generisch sind natürlich: Es ist nie das Finale, und mit dem anderen Titel öffnet man sich nur zur umgekehrten Ironie, wenn’s der Film ist, der die Franchise killt.

Wie groß ist das Gebiet um Camp Crystal Lake eigentlich? The Final Chapter findet einen Tag nach Part III statt, welcher bereits einen Tag nach Part 2 angesiedelt war (es ist also Sonntag der 15.!) – alle geschehen in einem Camp/einer Hütte in direkter Nähe zum See. Wie viele Camps gibt es da? Warum ist das Gebiet nicht ob Polizeiuntersuchung abgesperrt, nachdem zwei Tage in Folge Massenmorde stattfanden? Wie findet Jason eigentlich immer wieder zum See zurück (hier landet seine „Leiche“ zunächst im Leichenhaus des Krankenhauses)? Und warum hat keiner der Sanitäter gemerkt, dass der Puls anscheinend noch schlägt? Da zwischen dem ersten und vierten Teil fünf Jahre vergangen sind, 2-4 aber direkt hintereinander spielen, die Filme jedoch im Jahresabstand erschienen, findet The Final Chapter auch endlich in dem Jahr statt, in dem er ins Kino kam, nur mal so nebenbei.

Ja, auch The Final Chapter bietet uns eine neue Gruppe an Frischfleisch-Jugendlichen, die in einer Hütte am Crystal Lake unterkommen, um zu vögeln und sich beim Schauen von langweiligem Vintage Porn (eine Möglichkeit Titten unterzubringen, wenn nur eine Schauspielerin bereit war, sie zu zeigen?) halb tot zu lachen. Und da Jason bekanntlich Nachbarn überhaupt nicht ausstehen kann, bringt er sie alle um, und zielt gleich auch noch auf die gegenüber lebende Familie.

Was hat es eigentlich mit den Roten Heringen in diesen Filmen zu tun? The Final Chapter bietet uns einen Kerl, der allein im Wald campt und eine Machete mit sich rum trägt. Außerdem ist einer der Teens etwas schräg drauf. In einem anderen Slasher wären beide Kandidaten darauf, die wahre Identität des Killers hinter der Maske zu sein. Aber wir wissen ja, dass es hier Jason ist. Ist mir nur mal so aufgefallen, da alle Friday-Sequels solche Rollen zu haben scheinen.

Ansonsten, joa, war ein ganz brauchbares Sequel. Der nervige Joker unter den Teens nervt diesmal tatsächlich ziemlich rum, außerdem gibt es ein blödes Kind, das geistig benachteiligt wirkt in seinen dämlichen Manierismen, aber dann wiederum ist dies relativ normal für Slasher-Filme, nur eben in den Vorgängern so nicht gewesen. Die restlichen Charaktere sind erträglich, das Schauspiel besser als sonst, zudem geht’s zügig voran und regelmäßig genug wird einer um die Ecke gebracht. Außerdem hat der Film gleich zwei Kandidatinnen aufs Final Girl – die ich sogar zunächst für den gleichen Charakter hielt, da sich die Schauspielerinnen ähneln – und so bleibt uns immerhin das Rätselraten, welche der beiden zur 1-Stunden-Marke stirbt und welche überleben wird. Auch ganz witzig war eine Szene gegen Ende des Filmes, wo das Final Girl von Jason durchs Haus gejagt wird und vor Haus- wie Hintertüre stoppt, weil sie anscheinend nicht über die dort platzierten Leichen hopsen will, nur um aus dem Fenster zu springen.

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Friday the 13th: Part III

ava-1396Was in den 80ern neben Slasher-Filmen auch plötzlich beliebt wurde, war ein ziemlich nutzloses 3D-Gimmick. Jaws 3D, Amytiville 3D, Freddy’s Dead, Saw 3D… ups, der gehört in eine ganz andere Ära an inflationär genutztem 3D. Aber noch vor allen jenen gab es 1982 Friday the 13th: Part III 3D!

Die ersten 10 Minuten bestehen mal wieder aus dem Finale des vorigen Filmes, diesmal einfach so reingeworfen, kein Traum der Überlebenden, wie im Vorgänger. Seltsam ist, dass das eigentliche Ende rausgelassen wird, sondern Cut ist, sobald Jason zum ersten Mal zu Boden geht. Wahrscheinlich, um nicht erklären zu müssen, wie er immer noch durch die Gegend läuft, obwohl sein Kopf von einer Machete fast gezweiteilt wurde. Oder jener Teil war erneut eine Halluzination des Final Girls, ähnlich wie der aus dem See auftauchende Jason im ersten Teil, da jene Szene eh nicht so gepasst hat. Part III wird übrigens wieder einen haben.

Dieser Teil spielt übrigens direkt den Tag nach Part 2… und hat eine weitere Gruppe Jugendlicher, die es sich in einem Häuschen am See gemütlich machen wollen. Was etwas seltsam ist, immerhin haben wir in den Nachrichten gesehen, dass die Polizei die Leichen des Vortages bereits gefunden haben etc. Sollte die Umgebung des Sees also nicht etwas strenger bewacht und vor allem nach Jason abgesucht werden? Der ist nämlich noch hier, um erneut seine neuen Nachbarn umzulegen, und die Hockeymaske aufzugabeln.

Und… ja… so langsam wird es doch etwas müde, oder? Der gleiche Film schon wieder. See, Killer, Teens, Morde, ein Final Girl, ein Fake Out am Ende. Wird vielleicht doch mal Zeit für eine etwas andere Backform, oder nicht? Zumal dies einer der langweiligeren Einträge ist, und zwar nicht nur, weil halt alles so bekannt wirkt, sondern auch, weil weder viel Zeit mit den Kids verbracht würde, und zudem einige der Kills erneut Off Screen sind. Am Seltsamsten ist das mit dem Final Girl, die fast weniger Screentime bekommt, als alle anderen. Und zudem uns eine Geschichte erzählt, über einen Vorfall von vor 2 Jahren, wo sie in den Wäldern von Jason angegriffen wurde, aber entkommen konnte – nur wird das für den Film hier nie wichtig.

Und was den 3D-Effekt angeht, der nervt natürlich gewaltig wenn man den Film in der Heimkinoauswertung in 2D schaut, da es endlos viele Shots gibt, in denen einem Charaktere Zeug ins Gesicht pressen. Nicht zu vergessen, dass das 2D-Bild häufig mal Unschärfe aufweist. Auch wenn eine Szene ganz cool ist, in der Jason jemandem den Schädel eindrückt und das Auge einem entgegenspringt. Allgemein sind die Morde hier grafischer, als in den beiden Vorgängern.

friday03