Quickies!

Juno. Ein extrem sympathisch-cooler Film, der trotz der Thematik einer plötzlichen Teenagerschwangerschaft mit erstaunlich viel Leichtigkeit und bis kurz vor Ende weitestgehend ohne größeren Konflikt auskommt. Natürlich versucht er manchmal etwas arg hip zu sein, aber weitestgehend funktioniert das sogar auch.

Frankenfish. Für einen Film diesen Namens eine sich viel zu ernst nehmende und langweilige Angelegenheit. Killerfische bringen Menschen um, Ende. Nachdem der erste Fisch getötet ist, der Film aber noch fast ne Stunde läuft, taucht tatsächlich noch ein weiterer auf. Was eine Überraschung! Die Dinger hat sich ein reicher Kerl per Genmanipulation züchten lassen, um Spaß an der Jagd gefährlicher Tiere zu haben. Wer hätte das gedacht! Die arschigen, Drogen konsumierenden und Titten ungehemmt in die Kamera schwenkenden Charaktere sterben alle. Nein wirklich! Jepp jepp, ziemlich vorhersehbar, langweilig und bestechend unwitzig.

Ghost Rider. Nicht gut, aber auch nicht so schlecht, wie man erwarten würde. Die Momente, wenn die Macher sich voll im Klaren sind, dass sie hier nicht gerade den nächsten Watchmen oder The Dark Knight machen, sondern wie doof doch alles sein wird, und sich der Film selbst nicht ernst nimmt, sondern man Spaß mit sich hat, sind die besten. Die, wo ein Spielverderber dann meinte, jetzt müsse man wieder ernst werden, weniger. Dabei hätte ein ganz passabler „so doof, dass es wieder witzig ist“-Film draus werden können, wenn man sich nicht ständig zügeln würde. Und dafür, dass es um ein Motorrad fahrendes Skelett, das eine Feuerpeitsche schwingt, geht, ist die Action erstaunlich langweilig.

Eiskalte Engel 2 & 3. Ich mag sowohl die 1988er Verfilmung von Gefährliche Liebschaften sehr, wie auch den ersten Eiskalte Engel, der das Ganze in eine unterkühlt, coole, stylische Moderne verlegt. Dass es zu ihm Fortsetzungen gibt, wusste ich bisher gar nicht mal. 2 ist ein Prequel, welches zeigt, wie Sebastian nach New York kam und 3 ein Sequel mit komplett neuen Charakteren, deren einzige Verbindung dahingehend besteht, dass sie mit denen aus dem Erstling verwandt sind. Was fehlt den beiden Filmen? Alles. Kein Stil, keine Coolness, keine charmant-attraktiven Darsteller, keine guten und cleveren Dialoge und kein raffiniertes Intrigenspiel. Hier gibt’s nichts zu holen, gehen sie bitte weiter.

The Hole. Porn Spoofs können, wie im Falle von Pirates, durchaus unterhaltsam sein – meist sind sie aber weder sonderlich erotisch noch witzig. The Hole parodiert The Ring: 7 Tage, nachdem du dir das Video ansiehst, wirst du schwul. Sexy war der Film absolut nicht (langweilige Stellungen und die unerotischsten Tattoos und Piercings, die ich je zu sehen bekommen habe), aber witzig erstaunlicherweise schon extrem. Wenn das Telefon klingelt und die Stimme „You are gay!“ feststellt, könnt ich mich wegschmeißen. Am witzigsten hingegen ist noch immer die eindeutig schwulen Schauspieler dabei zuzusehen, wie sie versuchen stockheterosexuelle Alpha-Männchen zu geben, bevor sie das Video sehen. Gayracula und BoneSaw (jepp, Kaoru hat zu Halloween Horrofilm-Porn-Spoofs gesehen) fielen hingegen unter „weder sexy noch witzig“.