Star Wars Week II – Animated Hour

In den 80ern hat man einfach aus allem auch ein Cartoon-Spinoff rausgewürgt, da war das mit Star Wars natürlich auch dringend überfällig. Es gab sogar gleich zwei relativ zeitgleich produzierte Serien, die dann in den USA auch gern im einstündigen Doppelpack ausgestrahlt wurden: Eine zu den Kindercharakteren Ewoks und dann mit Droids eine weitere Serie über R2-D2 und C-3PO.

Die Ewoks sind eine typische Wegwerf-Kinderserie, schnell produziert, schrecklich unspektakulär und auch schrecklich kindisch. Eigentlich die Star-Wars-Version der Glücksbärchies. Während eine Hexe es sich zur ewig scheiternden Aufgabe gemacht hat, den Ewoks in die Quere zu kommen, weil sie die halt doof findet, retten die Ewoks immer wieder den Tag, wenn ihre unwitzigen Streiche nicht gerade ihnen selbst in die Quere kommen. Der Ewoks-Cartoon ist vor allem eines: Schrecklich dämlich. Und das Titellied! Oh Gott! So schrecklich und doch so eingängig.

Droids ist da schon etwas besser, wirkt weniger kindisch dumm. Die beiden Androiden finden einen neuen Meister und erleben mit dem neue Abenteuer, die in der Regel damit zu tun haben, ebenfalls die Pläne eines wiederkehrenden Bösewichts zu vereiteln, der interessanterweise Ähnlichkeit mit einem metrosexuellen Dragonball-Bösewicht hat. Slapstick gibt es auch, witzig ist der auch nicht, aber nebenbei machen die Geschichten einfach mehr her als die der Ewoks. Außerdem ist die Weltraum-Odyssee eben einfach… Star-Wars-iger, als die Baumkuschler Ewoks. So wirklich sehenswert ist das Endprodukt zwar dennoch nicht, da kann man die Zeit in wesentlich bessere Sachen investieren, aber es ist schon mal nicht so schmerzhaft, wie sich die Ewoks anzutun.

So wirklich der Erfolg war den Serien zu Recht wohl trotz Star-Wars-Label nicht beschienen, die Ewoks hielten 2 Staffeln durch und die Droids sogar nur eine inklusive Special. Ein Verlust ist’s nicht.

Star Wars Week II – Ewoks

Jepp, es gibt eine weitere Star-Wars-Week. Ende letzten Jahres habe ich die sechs Hauptepisoden (und Spaceballs) geschaut, nun kommen wir zu den Cash ins. Wobei es gar nicht mal sooo~ viele gibt, wie man erwarten würde, bei so was wie Star Wars. Merchandising macht halt für weniger Ausgaben viel mehr Umsatz, verglichen mit Filmen und Serien, nehme ich mal an. Das Holiday Special werde ich allerdings außen vor lassen, das ist sowieso zu Tode geflamed. Dafür gibt es zwei nicht-Star-Wars-e in der Star Wars Week 2.0 – Oh my.

Den Anfang machen die beiden fürs TV gedrehten Filme rund um die mutierten Hamster-Bären-Viecher aus Episode VI, wo sie etwas deplatziert waren, die Ewoks. Den zweiten hab ich als Kind übrigens sogar geschaut gehabt glaub ich und fand ihn damals ganz gut, aber was hatte man als Stöpsel auch schon groß an Ansprüchen.

Die Filme drehen sich um zwei Kinder – die Familie ist auf dem Mond Endor crash gelanded. In Caravan of Courage geraten sie an die Ewoks, während die Eltern von einem Riesen entführt werden. Das Mädel freundet sich schnell mit den Teddies an, während der etwas ältere Junge skeptisch ist und allgemein den ganzen Film über rumzickt. Die Ewoks sind bereit, den beiden bei der Suche nach den Eltern zu helfen und letztendlich nimmt das den Großteil des Filmes ein: Die recht langweilige Reise bis zum Quartier des Riesen. Eltern werden befreit, Familie ist wiedervereint und Ende.

Battle for Endor legt da gleich wesentlich besser los. Wir werden direkt in einen Kampf geschmissen und schnell ist die ganze Familie abgesehen vom süßen Mädel dahin. Das flieht mit einem Ewok, hat eine kurze Eskapade mit einem anderen Menschen, bei dem die beiden Unterschlupf finden, und wird letztendlich vom Bösewicht entführt, weil er denkt, sie wüsste um das Geheimnis, dem er auf der Spur ist. Dabei ist das Ding nur ein schnödes Teil vom Schiff der Familie. Natürlich kann sie entkommen, befreit dabei noch die auch entführten Ewoks und fliegt mit ihrem neuen Adoptivvater davon.

So, wie waren die Filme denn nun? Der erste ist schon mal nicht viel wert, es passiert nicht genug, das ganze Ding ist einfach langweilig. Dazu auch noch oh so schlecht geschauspielert. Gerade der Junge geht mir ja gewaltig auf den Geist, sowohl der Schauspieler an sich, als auch die Rolle, die er verkörpert. Der zweite Film ist da schon wesentlich besser, wahrscheinlich gerade, weil er die Familie schnell ausradiert. Aber auch so sieht er besser aus, hat mehr Action und unterhält so einfach mehr. Ein Reißer ist auch dieser nicht, aber immerhin kann man ihn sich schon mal anschauen. Die beiden sind sowieso eindeutig für Kinder gemacht, als Erwachsener zieht man sich da nicht so viel sehenswertes raus. Aber ja, für die Kiddies ist zumindest der zweite Film echt eine nette Sache. Es könnte schlimmer sein ;P