Creatures from the Pink Lagoon

ava-1389Existiert. Es ist übrigens kein Porn Spoof, auch wenn ich dies zunächst angenommen habe.

Phillip hat Geburtstag. Eingeladen ist er bei befreundeten Pärchen, die in ihrem Haus an der Pinken Lagune ihm eine Party schmeißen wollen. Nur sein Boyfriend Bobby kommt nicht mit, sondern denkt sich eine Ausrede aus, um seiner Sucht nach anonymen Raststättensex nachzugehen. Die Party fällt aber eh flach, crasht doch ein Haufen Zombies die Feierlichkeiten. Doch nicht irgendwelche Zombies, sondern nachdem sie beim Hören eines Show Tunes in eine spontan choreographierte Tanzeinlage fallen ist klar: Gay Zombies!

Creatures from the Pink Lagoon ist wesentlich besser, als es jegliches Recht dazu hat. Ich bin selbst überrascht, wie sehr mir der 70-Minüter gefallen hat. Wer das Ding gedreht hat, hat definitiv eine Schwäche für cheesy 50s/60s Monster-/SciFi-Filmchen – was natürlich, wie Mel Brookes schon so schön sagte, immer hilft, das Ausgangsmaterial, welches man parodiert, überhaupt zu mögen. Es dauert eine ganze Weile, bevor die Zombieaction so richtig in Fahrt kommt, wenn es dann aber passiert, war ich überrascht, dass es hier tatsächlich ein paar Gore-Szenen a la Night of the Living Dead gab, mit einem abgetrennten Körperteil hier und rausgebissenem Stück Fleisch dort. Jedoch ist natürlich Horror/Action eh nicht die oberste Priorität des Filmes, sondern der Witz.

Der ist zugegeben, von der nostalgisch-käsigen Hommage an diese alten Horrorfilme inklusive s/w-Optik mal abgehen, meist ziemlich flach, mit konstant herniederhagelnden Sprüchen ohne jegliche Subtilität. Schwule Stereotypen sind witzig, Doppeldeutigkeiten sind witzig, die Zombies sehen alles im Pink-Filter, die Totengräber am Anfang diskutierten lieber nicht in Richtung Geisterhaus sondern über die sichere Indianergrabstätte zu gehen, die schwulen Zombies lassen sich von einem stinkenden Parfüm abwehren. Aber dies ist natürlich alles nicht fies gemeint, sondern man lacht über sich selbst. Sicher, nicht jeder Versuch witzig zu sein, sitzt auch. Jedoch auch wegen der Densität jener passiert es tatsächlich, dass zwischen zwei Schmunzelmomenten selten mehr als ein oder zwei Minuten vergehen. Auch das Schauspiel ist übrigens nicht komplett schrecklich, wie man erwarten würde.

Ich war echt gut unterhalten, hatte eigentlich fast den ganzen Film etwas zum Grinsen, und die Optik ist eh charmant, und der Film wie erwähnt mit knapp über einer Stunde schön bündig.

pinklagoon

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