Cheerleader Massacre

ava-1674Zwischen 1982 und 1990, zur Blütezeit des Slasher-Genres, sind drei Slumber Party Massacres erschienen. Keine sonderlich herausragenden Einträge ins Genre, noch sonderlich bekannte, von daher ist es etwas merkwürdig, dass 2003 ein Sequel produziert wurde, wenn auch unter dem neuen Titel Cheerleader Massacre, weil kein Mädchen über 8 Jahren heutzutage noch eine Übernachtungsfeier machen würde.

Aber tatsächlich hat das Ding eine direkte Verbindung zum ersten Slumber Party Massacre, denn der damals umher wandernde Mörder ist wieder auf freiem Fuß – für zwei wiederkehrende Rollen hat man sogar die alten Akteure zurückbekommen. Die Cheerleader kommen hinzu, weil sie auf dem Weg nach Hause einen Umweg fahren müssen, da das Gebiet ob des ausgebrochene Irren und ersten Leichenfunden abgeriegelt ist, und sich total verfahren, und somit das Grüppchen mit zwei Personen Aufsichtspersonal in einer Berghütte übernachten muss. Wie üblich gehen die Jungs erst mal an den Alkohol, die Mädels ausgiebig duschen, und umgebracht wird auch noch der eine oder andere.

So richtig nicht mögen konnte ich die ersten drei Filme ja nicht. Da sie eh keine Ambitionen hatten, konnte sie sich auch nicht über Wert verkaufen. Wirklich allzu zynisch hingeschludert waren die Dinger aber auch nicht. Das hat sie zu ziemlich vergessenswerten Slashern gemacht, aber auch nicht zu absoluter Unschaubarkeit verdammt.

Cheerleader Massacre ist da schon eher der Marke an wertlos Hingerotztem. Das Ding ist ein wenig, als ob The Asylum einen Slasher gemacht hätte. Es sieht unterirdisch schlecht aus. Ja meist kommt man sich im Setup für eine schlechten Porn vor. So mit den ganzen abgenudelt aussehenden Mittdreißigern in der Rolle als Plastik-Teenager, der Unfähigkeit zum Schauspiel, den seltsam statischen Gesichtshots hin und her bei Gesprächen, und natürlich der Kamera häufig auf Titten und Arsch gehend, damit die Tramp Stamps auch schön sichtbar sind.

Dazu kommt eine absolut gehabte Geschichte, die trotz im neuen Jahrtausend dazugehörigem Twist am Ende sowas von langweilig ist, keine wirklich interessant anzusehende Kills… und ja, ein Studentenfilm könnte auch nicht schimmer gemacht sein, als die Direct-to-DVD Produktion hier. Es gibt einfach so überhaupt nichts hier rauszuziehen, nicht mal ein wenig Komik, ob freiwillig oder nicht, wie das in der früheren Trilogie der Fall war. Dafür ist das alles hier einfach viel zu lahm.

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