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Auch dieses Jahr gibt es von mir wieder Auszeichnung für einige der herausstechenden Spiele, die ich dieses Jahr angegangen bin, davon versehentlich vielleicht sogar ein oder zwei, die in 2018 erschienen, statt uralt zu sein. Dies natürlich bestenfalls unter total unsinnigen Kategorien. Damit scheine ich sowieso ein Trendsetter zu sein, wenn ein Action-Game wie Monster Hunter bei hochoffiziellen Award-Verleihungen beispielsweise zum besten RPG gekürt werden kann. Oder wenn wie jedes Jahr wieder bei GameFAQs der komplett ohne eigene Persönlichkeit auskommende Spieler-Avatar Link als bester Charakter gekürt wird – ein fast genauso sinnvoller erster Platz in dieser Kategorie, wie das eine Jahr, als aus Witz einer der Tetris-Blocks gewann.

Game resulting in the longest post:
Meine Let’s-Play-igen Zusammengeschreibsel zu den Monstern in den Monster Huntern sind ja immer extrem lang, wodurch nicht überraschen sollte, dass mit meiner Obsession der Serie die obersten drei Plätze hier alle von jenen eingenommen werden, noch vor ebenfalls viel zu langen von meinen Geschreibseln zu Dating Sims. Monster Hunter Worlds Low Rank beispielsweise kommt mit 5.6k Worten daher, Monster Hunter Freedom 2 mit 6.1k, und die Spitze führt das Ultimate-Update von Monster Hunter 4s Low Rank mit ganzen 7.2k an Worten an, so dass ich zunächst überlegt hatte, ob ich das nicht doch auch noch zweiteile.

Longest played:
Ich bin eigentlich eher ein fixer Spieler. Ich mache in der Regel auch wenig bis teilweise gar kein Post Game oder Nebenaktivitäten. Aber eine Obsession ist ja keine Obsession, wenn man sich zurückzuhalten im Stande wäre. Und somit ist das von mir mit der PS4 zugelegte Monster Hunter World mit seinen laut #MyPS4Life mittlerweile 240 Stunden Spielzeit eindeutig und mit weitem Abstand an der Spitze.

Longest to credits:
Allerdings habe ich, obwohl ich nicht zügig vorgegangen bin, die Credits am Ende von Monster Hunter World bereits nach „nur“ ca. 85 Stunden auf dem Fernsehbildschirm gehabt. Ein Spiel, welches allerdings das Wort „Zurückhaltung“ genauso wenig kennt wie das Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“, und bis zu seinem Storyende ungefähr 1.5x so lang brauchte, als die eh schon überzogen langen beiden Vorgänger, war für mich Persona 5 mit satten 117 Stunden.

Best inconsequential non main activity:
Eigentlich beide Spiele wieder. Ich war beispielsweise überraschend darin involviert, in Persona 5 alle Dekorationen für den Raum des MC zu bekommen. Und noch viel mehr hatte ich einfach den Drang danach, in Monster Hunter World alle Endemic Wildlife Tiere zu sammeln, die man auch dort als Haustiere im eigenen Raum halten kann. Für die zugehörige Guild Card bin ich später sogar durch die irrsinnige Aufgabe gegangen, alle raren Großfische zu angeln. Vielleicht sollte ich mir doch Animal Crossing: Happy Home Designer zulegen.

Most stylish game:
Zum letzten Mal Persona 5. Ich hatte meine Probleme mit dem Spiel. Die engstirnige Sichtweise im Social Sim. Die extreme Länge. Das Aufgeben der interessanten Themen, um am Ende doch nur den Status Quo vor übernatürlichen Einflüssen retten zu müssen. Aber wenn es eines gibt, was Persona 5 noch besser als seine Vorgänger macht, dann ist es absolut punktgenau einen Style zu finden und sich zu einem der stilsichersten Spiele aller Zeiten emporzuschwingen.

Most annoying yet addicting:
Ich habe ein Problem was Monster Hunter angeht. Das ist sicherlich kein Geheimnis, selbst wenn die Franchise nicht in diesem Beitrag gefühlt alle drei Worte erwähnt werden würde. Im Zuge meiner Obsession mit ihr habe ich dieses Jahr das schon ewig hier rumliegende Monster Hunter Freedom 2 gezockt. Und irgendwie hat die Sucht dazu geführt, dass ich es durchgezogen habe, obwohl ich ehrlich gesagt von den archaischen Mechaniken in Generation 2 häufiger genervt war denn Spaß gehabt zu haben. Bei Shin Megami Tensei if kam ich übrigens letztendlich zu einem ähnlich Ergebnis.

Worst decission (probably):
Wieder Monster Hunter. Wenn mich Generation 2 eigentlich schon mehr nervte als unterhielt, so kann ich es nur absolutem Irrsinn zuschreiben, dass ich mir gegen Ende auch ein Spiel von Generation 1 geholt habe, nur um alle fünf MH-Generationen abzudecken. Und dann noch nicht mal das erste Freedom, nein es musste auch glatt das allererste Monster Hunter für die PS2 sein, bei dem man noch mit dem rechten Analogstick angreift.

Best Monster Hunter:
Ausnahmsweise will ich auch mal am Rande Monster Hunter erwähnen dürfen. Ich habe ja, wenn auch bei weitem nicht alle Releases, erschreckend viele in dem knapp über einem Jahr gespielt, seitdem Tri mich zur Franchise brachte. Eines von jeder Generation auf jeden Fall und auch einige Klone. Sollte aber nicht überraschen, dass ich absoluter Normie mich einfach den Verkaufszahlen von über 10 Millionen Einheiten anschließe, und Monster Hunter World mit all seinem Feintuning als eindeutig bestes Spiel der Franchise küre.

Best Sakura Wars:
Eine Mini-Obsession mit Sakura Wars hatte ich ja auch mal, immerhin habe ich mich in 2017 und dem Beginn von 2018 durch alle fünf Hauptspiele gelesen. Hiervon hat mir Sakura Taisen 3 definitiv am besten gefallen. Die klarere Optik und das interessantere SPRG-Gameplay haben definitiv gegenüber den Saturn-Teilen geholfen, und im Gegensatz zu Teil 4 wirkt es nicht so schnell durchgehechtet. Außerdem gefällt mir die Truppe aus Paris etwas besser als die Mädels aus Tokyo oder New York.

Better than expected:
Von Sakura Dungeon hatte ich nicht viel erwartet, immerhin erscheint gefühlt wöchentlich ein schnell dahingerotztes Sakura Irgendwas, welches einem möglichst schnell Schablonentitten unter die Nase hält, damit sich der Kauf gelohnt hat. Ich war dann allerdings doch überrascht, dass wir in Sakura Dungeon zwar einen simplen und durchschnittlichen, aber dennoch recht unterhaltsamen Dungeon Crawler mit attraktiven Designs und sympathischen Charakteren erhalten haben.

Biggest let-down:
Crimson Shroud. Der Beitrag in Level 5s Guild-Minispielesammlung von Gaming-Auteur Yasumi Matsuno, welches ich vor Ewigkeiten gekauft aber nach Chapter 1 wieder liegengelassen hatte. Da ich dieses Jahr mehr Zeit hatte nebenbei Handheld zu spielen, und weniger vor die stationäre Konsole konnte, habe ich auch das Spiel wieder im 3DS Runden drehen lassen. Und ich war überrascht wie absolut genervt ich während Chapter 1 und absolut demotiviert zu Beginn von Chapter 2 vom Gameplay war. Hab es enttäuscht direkt erneut abgebrochen.

Quickest I soured on an otherwise fine game:
Ich mag überrascht gewesen sein, wie wenig mir Crimson Shroud gefiel, war aber auch nie zunächst ihm begeistert. Bei Final Fantasy XV war ich im Open World der ersten Kapitel zuerst dutzende Stunden zufrieden, bevor das schleichend zu kippen begann, und ich das Spiel zu hassen lernte. Der stärkste, krasseste, und plötzlichste Motivationsverlust kam allerdings in Birthdays the Beginnings. Ein davor und auch danach absolut nettes, süßes, kleines Evolutionsspielchen, hat sich mir an einer einzelnen Stelle absolut versaut, weil ich eine ganz spezifische Spezies allen Versuchen zum Trotz für satte 4 Stunden (so lang, wie der ganze Rest des Spieles ungefähr dauerte) nicht triggern konnte und im Stillstand festhing.

Biggest mess:
Hier darf sich dann aber Final Fantasy XV wirklich rühmen an der Spitze zu stehen. Gleichermaßen schockierend wie auch verständlich, dass ein Spiel, welches 10 Jahre in Entwicklung war, so unausgegoren sein kann. Wenn es halt nicht vorangeht, die Plattform und das Team gewechselt werden, bereits geplante und fertige Dinge verworfen oder abgeändert und angepasst werden müssen. Und dann doch das Teil irgendwann in die Regale soll, jetzt aber wirklich und ohne Kompromisse. Da verwundert es gar nicht mehr so sehr, dass einige der besser ausgearbeiteten Dinge wirklich gut sein können, wie beispielsweise die Beziehung der Boy Group untereinander während ihres Road Trips und viele kleine charmante Einfälle währenddessen. Und gleichzeitig das übergeordnete große Ganze, vom Gameplay zu den Nebenaufgaben zu eigentlich jedem anderen Charakter und der Kohärenz der Handlung auf wackeligen Beinen beginnt und ab Spielhälfte komplett zusammenbricht.

Best boi:
Prompto aus Final Fantasy XV noch vor Ryuji aus Persona 5. Ich hatte echt erwartet vom Sidekick-Stereotyp schnell genervt zu werden. Aber wie schon erwähnt, wenn Final Fantasy XV auch sonst fast nichts richtig oder auch nur sonderlich kompetent macht, so hat man bei den vier Jungs echt eine Punktlandung hingelegt. Ich war wirklich überrascht, wie charmant und herzig Prompto für mich über den Spielverlauf war. So ein Haustier wünscht sich heimlich doch jeder.

Prettiest Final Fantasy:
Um das Triumvirat zu beenden, und damit sich das von mir gespielte Final Fantasy XII auch blicken lassen kann. Ich finde immer noch, dass dies das bestaussehende Spiel der Franchise ist. Es ist halt auch bei dem Spät-PS2-Sweetspot, wo die Technik ausgereift genug war, als das es die vorigen übertrumpfen aber später unter besserer Hardware entstandenen Spielen nicht zwangsläufig nachstehen muss, aber durch die noch nicht überzogenen Budgets artistisch und stilistisch sich ordentlich in den Details ins Zeug gelegt werden konnte.

Aiming for the highest skies:
Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Spiele während der Übergangszeit von PS1 auf PS2 doch auch einen Port auf den GBC bekommen haben. Häufig aber in einer gleich komplett abgewandelten oder zumindest ordentlich abgespeckten Version. Wer ordentlich hoch gezielt, wenn auch nicht wirklich getroffen, hat, ist Alone in the Dark: The New Nightmare. Abgespeckt ist es auch, im Kampfsystem ebenfalls stark abgewandelt, aber es ist schon interessant, dass versucht wird so viel wie geht auf das kleine Modul zu packen und der Erkundungsteil selbst mit den „vorgerenderten“ Hintergründen daherkommt.

Worst motion controls:
Und wieder Alone in the Dark, diesmal aber im 2008er Reboot auf der Wii. Ich stehe Motion Controls ja immer skeptisch gegenüber, weil ich finde das sie nur für wenige Genre/Spielmechaniken wirklich dem Erlebnis etwas hinzufügen, und in den meisten Fällen bestenfalls leicht umständlicher als ein traditionelles Kontrollschema und im schlechtesten Fall einfach absoluter Nervfaktor sind. Alone in the Dark 2008 wird Stellenweise auf der Wii durch sie schlicht komplett unspielbar gemacht. Umso unverzeihlicher, da es eine PS2-Version gibt, die Wii-Variante aber eben jenes existente traditionelle Steuerschema nicht optional anbietet.

Most Smartphone game that’s not on one:
Harvest Moon: Light of Hope ist kein besonders gutes Spiel, aber auch nicht so extrem schlecht, wie es gern gesagt wird, sondern ist schon moderat unterhaltsam als Nebenbeschäftigung. Sowohl optisch als auch von der Steuerung her als auch vom Content hätte es allerdings tatsächlich absolut eine Inkarnation für Smartphones für den kleinen Preis sein müssen. Hätte besser gepasst und wäre so vielleicht sogar besser aufgenommen worden. Natsume hat es letztendlich ja dann im Herbst auch wirklich auf jene gebracht.

Most surprised I got into it:
Ich habe immer mal wieder Franchises, an denen hatte ich Interesse, habe sie aber bisher nie angerührt gehabt, weil ich sie für mich als hundsmiserablen Zocker einfach außerhalb der Möglichkeiten sah. Nur um dann überrascht zu sein, wie viel Spaß sie mir doch machen, als ich endlich zu ihnen griff. Vor zwei Jahren war das Resident Evil. Vor einem Jahr Monster Hunter. Und dieses Jahr hat mich überrascht, wie sehr mir Dark Souls Remastered doch liegt. Klar, manchmal hasste ich das Spiel aus tiefster Seele, aber manchmal liebte ich es eben auch mit ganzem Herzen. Übliche Emotionen eines Soulsborne-Zockers, wie ich mir habe sagen lassen.

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(≧ε≦)

Alle Jahre wieder kommen die von mir höchstpersönlich verliehen Trophäen in weitestgehend für Fremde nichtssagenden Kategorien, die von mir speziell darauf designt sind wenig hilfreich zu sein:

Best game Japan kept for itself:
Weebs behaupten gern zu jedem Spiel, welches den Westen nicht erreicht, sondern im mystischen Lande Japan bleibt, dass dahinter eine Verschwörung steckt, uns die wahren Perlen vorzuenthalten. Als solches wurde beispielsweise auch Final Fantasy Type-0 gehandelt, bis es dann in der HD-Version doch bei uns aufschlug und plötzlich eher lauwarm aufgenommen wurde. Doch Nayuta no Kiseki, irgendwo im endlosen Spinoffgeheimse Falcoms, ist nahe Ys: The Oath in Felghana eines der besten Action-RPGs, die das neue Jahrtausend zu bieten hat. Und netterweise von Fans übersetzt, also ran an die PSP!

Still great:
Dieses Jahr habe ich Shin Megami Tensei III, a.k.a Shin Megami Tensei: Nocturne, a.k.a Shin Megami Tensei: Lucifer’s Call erneut in die PS2 gesteckt. Und ich bleibe dabei, dass es eines der besten RPGs ist, welches man auf der PS2 spielen kann – und die hatte nun wirklich eine reichhaltige Bibliothek im Genre vorzuweisen. Zudem ist es mit Abstand das beste (Hauptserien) Shin Megami Tensei.

Still no good:
Auch erneut gespielt habe ich Golden Sun. Und war doch etwas geschockt. Ich hatte es bereits als mehr als durchschnittlich vom ersten spielen zu Release in Erinnerung. Aber nochmalig gespielt war ich doch überrascht, wie dilettantisch viele Aspekte des Spieles sind. Besonders wenn man bedenkt, dass Camelot durchaus nicht neu am Genre RPG war, sondern an vielen der Shining-Spielen arbeitete.

Much more than the sum of its parts:
Replay die Dritte: Persona 3. Portable um genau zu sein. Was mir diesmal wirklich aufgefallen ist, so viele Jahre nach Erstrelease, so dass es doch nicht mehr so neuartig ist, wie es damals erschien… viele der Aspekte des Spieles auf sich genommen sind gar nicht mal so der Überflieger. Das randomisierte Dungeon Crawling ist eine der schwächsten Parts des Spieles, die Handlung bewegt sich gemächlich und ist gar nicht mal so besonders, und das Dating Sim schon sehr einengend. Aber die Mischung machts eben, und Persona 3 zu so einem tollen Spiel.

Straight up worst game:
Warriors of Might and Magic auf dem GBC ist hundsmiserabel. Keine Handlung, viel zu kurz, und das Gameplay ist absolut ungenau und frustrierend.

Funnest game I’m terrible at:
Mal wieder ein Rhythm Game, nämlich Project Diva: Hatsune Miku. Ich war dem quietischigen Otaku-pandering Vocaloid skeptisch gegenübergetreten, doch das Spiel ist echt launig. Die Musikvideos sind interessant, die synthetische Stimme halb so wild… nur ich kann halt absolut keinen Rhythmus halten und bin deswegen aller Grundmotivation zum trotz hoffnungslos aufgeschmissen wirklich war erreichen zu wollen.

Most unique and interesting:
Hierunter fällt definitiv 46 Okunen Monogatari: The Shinka Ron, der Vorgänger zu E.V.O: Search for Eden. Nur das der noch schräger ist. Ein RPG, bei dem jeglicher Fortschritt über Evolutionen in neue Spezies, teils frei erfundenen, berechnet wird. Milliarden Jahre spannend vom Urknall bis hin zu Cybermage-Zukunftsvisionen, unter Einmischung von Lucifer und schrägen Dead Ends.

Most frustrating:
Ein Spiel hat es tatsächlich geschafft mich mehr zu frusten als Warriors of Might and Magic, und das ist hier sogar integral im Spieldesign verankert: Dragon’s Lair. Was für ein mieses Stück an reinem QTE-Gemasche mit extrem genauem Timing, um das 10-minütige Unterfangen in die Länge eines echten Spieles zu bringen.

Most inclusive:
C-14 Dating ist ein Indie Dating Sim. Und eines, welches sich durchaus in einigen Dingen von der Maße abgrenzt. Spielercharakter ist eine Archäologiestudentin, bei den vier zu umschwärmenden Jungs haben wir einen mit Übergewicht, zwei mit Behinderung, einer davon zusätzlich noch asexuell. Der Geheimcharakter ist eine lesbische Route. Und das, ohne irgendwas davon forciert mit dem Zaunpfahl zu behandeln, sondern die Charaktere einfach Charaktere statt Quoten sein zu lassen.

Simply effective:
Die beiden Staffeln von The Last Door sind extrem minimalistisch. Sowohl was den Pixelart-Look angeht, als auch die Kürze einer einzelnen Episode oder die interaktiven Adventure-Möglichkeiten betrachtend. Aber dennoch bauen sie eine sehr effektive Atmosphäre mit dem auf, was sie einsetzen.

Classiest Resident Evil:
Resident Evil war schon immer der dämliche B-Horror zu Silent Hills psychologischem Horror. Doch das REmake des ersten Teiles ist durch seine extrem schnieke Optik und gar nicht mal mehr so schrecklicher Sprachausgabe doch vom Look erstaunlich edel geraten.

Funnest Resident Evil:
Am meisten Spaß zu spielen macht allerdings dann doch Resident Evil 4, auch einfach durch das, was viele so spätestens als Stilrichtung der beiden folgenden Teile nicht leiden konnten. Alles als Superheld Leon über den Haufen zu schießen ist und bleibt launig, und für Abwechslung ist eindeutig das Spiel über gesorgt, so dass es eigentlich nicht halb so kohärent rüberkommen dürfte, wie es das doch tut.

Most addictive on Smartphone:
Karpador Jump hat mich dieses Jahr in den kleinen Pausen zwischendurch, für die sich kein „echtes“ Zocken lohnt, gut über Wasser gehalten. Weil im Prinzip ein glorifiziertes Tamagotchi, bei dem man sich nie schlecht fühlt nicht mehr Zeit rein zu investieren, im Gegensatz zu aufwändigeren Sachen.

Most fanservicy:
Fire Emblem: Heroes hat mich beispielsweise nicht lange bei Stange gehalten, weil da doch zu viel „echtes“ Spiel drin steckt, welches ich einfach nicht sporadisch zocken möchte, aber dann auf Smartphone nicht genug her macht, um regelmäßig Zeit rein investieren zu wollen. Aber was für ein Fanservice-Supergau das Spiel doch ist, nicht nur als Crossover der Franchise-Einträge, sondern auch in den Designs an sich, allen voran deren Spezialkostüme.

Most surprised I’d ever play it:
Selbst Eleanor: Loving Wife or Dirty Whore biederte sich nicht so extrem an, wie FE Heroes. Dabei ist Eleanor ein simples Browser-Porn-Game. Aber irgendwie war ich doch nicht nur überrascht, als ich mich es spielen erwischte, sondern das ich es ernsthaft bespielt habe, denn irgendwie war es doch schon witzig und unterhaltsam. Ich hatte da viel schlimmeres erwartet, sowohl spielerisch wie auch was die Porträtierung der Charaktere anbelangt.

Most offline MMO:
Dieses Jahr habe ich Might & Magic III: Isles of Terra wieder aufgegriffen und plötzlich absolut gepackt sofort durchgesuchted. Etwas überraschend, weil ich mit den beiden Vorgängern und meinem ersten Versuch am dritten Teil nicht so viel anfangen konnte. Man muss sich halt daran gewöhnen, dass es doch tatsächlich viel von einem Vorreiter an MMOs hat. Eben weil die Welt so offen ist, weil die Haupthandlung zurückgenommen wurde und stattdessen viele Sidequests das Spiel füllen. Der Unterhaltungswert kommt hauptsächlich davon nach eigenem Gutdünken NPCs zu helfen, die Welt zu erkunden, und Monsternester auszurotten.

Most baby’s first RPG:
Klingt nicht gerade wie ein Kompliment, doch kann man in seiner jungen Unerfahrenheit durchaus schlechtere Spiele für gut halten als Knight’s Quest auf dem GameBoy. Das ist nämlich durchaus kompetend und ansehnlich geraten, jedoch eben für Veteranen vielleicht etwas zu simpel. Doch für Neueinsteiger ein netter Anfangsbiss, um sich den Appetit zu holen.

Longest blog post:
Lange Zeit sah es so aus, als wäre dies Sakura Wars: So Long My Love vorbestimmt. Mit knapp 5.000 Worten ist das mal wieder ein Post epischer Länge gewesen, selbst in Anbetracht dessen, dass meine Schreiberei zu Dating Sims allgemein eher langatmig ist, besonders da ich ja auch die Charaktere vorstelle. Doch dann geschah Monster Hunter Tri, dessen 8.000 Worte ich sogar auf zwei Posts aufgesplittet habe, wobei mein Reisebericht von ebenfalls etwas über 5.000 Worten glaube ich doch ein paar mehr zu bieten hat, als Sakura Wars.

My strange new addiction:
Erneut, zunächst sah es so aus, als wäre dies für Resident Evil gedacht. Immerhin habe ich dieses Jahr 4 Spiele der Franchise durchgezockt und mir fürs weitere Spielen bereits Resident Evil: Revelations angelacht. Alternativ vielleicht noch mein Wii-Horror-Game Faible generell gesehen. Doch dann kam Monster Hunter Tri, und ich fühlte mich tatsächlich wie ein Abhängiger, der nur noch an Monster Hunter denken konnte. Gefolgt von Monster Hunter Stories, dem Beginnen von Monster Hunter Freedom 2, und kürzlich habe ich Monster Hunter 4 zu Weihnachten bekommen… ich weiß also, was ich nächstes Jahr ausschließlich bespielen werde.

( ˘ ³˘)

ava-2109Wie jedes Jahr gibt es auch in 2016 zum Ende höchst offizielle und nützliche Awards von mir verliehen, in all den eigentlich selbsterklärenden Standard-Kategorien, für die man sich so interessieren kann. Without further adieu:

Most under-appreciated system: Der Virtual Boy. Hat mal so einen richtig schlechten Ruf abbekommen, weil so ein kolossaler Flopp. Und das bei einem Nintendo-Produkt, denen der harte Stammkern eigentlich fast Kacke abkaufen würde, wenn man sie als exklusiven Nintendo-Schokopudding deklarierte. Die Spiele sind jetzt auch alle keine totalen Überflieger, und über Emulator ist das wohl auch anders gespielt, als mit dem unhandlichen Ding rumzuhantieren, aber so schlecht wie sein Ruf ist der VB zumindest Software-seitig auch nicht wirklich. Runner up ist für mich so ein wenig die PSP, die auch nie so ganz ernst genommen wurde, weil sich gegen die Nintendo-Line eh kein Handheld so richtig durchzusetzen weiß, aber wie mittlerweile eigentlich dann doch bekannt ist, hat Sonys DS-Konkurrenz durchaus eine nicht uninteressante Bibliothek zu bieten.

Best game on Virtual Boy: Wenn ich schon dreist behaupte, dass es keine Überflieger auf dem VB gab, will ich mir das doch direkt selbst wiederlegen. Oder eben zumindest die beiden wirklich aus dem „ganz Ok“-Brei herausstechenden Qualitäten feiern, bei denen es doch vielleicht etwas schade ist, dass die nie mal auf eine andere Plattform gebracht wurden. Jene beiden nämlich doch ziemlich guten VB-Spiele wären zum einen Wario World, und zum anderen Jack Bros.

Most unfinished: Nicht im Titel drin, aber dann doch beim Virtual Boy bleibend. Denn auch wenn die Bibliothek im Schnitt besser als ihr Ruf ist, so sieht man ein paar Spielen des VB doch an, dass sie zum einen nahe am Launch erschienen sind, und teilweise eben auch noch schnell rausgehauen wurden, weil man schon Arbeit in sie investiert hatte, als jener kurzerhand wieder eingestampft wurde. Waterworld und Virtual Lab sind zwei so völlig unfertige Produkte, bei denen ganz eindeutig das immer gleiche Stage auf Score zu spielen nicht ursprünglicher Sinn der Sache gewesen sein konnte. Und dann hätten wir noch SD Gundam, welches immerhin eine ganze SRPG-Kampagne beinhaltet, oder zumindest so tut, aber auch definitiv Story, Gameplay-Rafinesse, und Spielzeitlänge einbüßen durfte, um als letztes Spiel des Systems noch schnell in japanischen Händlerregalen aufzutauchen.

Best dungeon crawler: Ein paar hatte ich ja nun dann doch im letzten Jahr gespielt, und darunter nach langer Auszeit auch endlich Wizardry: Tale of the Forsaken Land abschließen können. Und auch wenn man das vielleicht nicht glauben will, bei einem Spiel, wo ich einfach mal 4 Jahre Pause drin hatte, so ist das wirklich einer der besten japanischen Crawler, die man spielen kann. Lediglich ein weniger schneller könnte er sein, vielleicht in einem Remake oder sonstigem Re-Release, nüch Atlus?

Most beginnger-friendly crawler: Dungeon Crawler sind sicherlich nicht für ihren einfachen Spielverlauf oder leichtem Einstieg bekannt, wobei sobald man sich im Genre auskennt viele dann auch nicht mehr ganz so Furchteinflößend sind. Aber da das Genre gerade in Japan doch eine ganz verkaufsstarke Nische ist, und man sich natürlich irgendwann auch mal von den Wizardry-Klonen weg bewegen muss, gibt es dort auch so einige Vielfalt und Modernisierungen. 7th Dragon 2020 beispielsweise sieht nicht nur super modern und stylisch aus, sondern ist auch sowohl was die Spielsystem angeht simpel und übersichtlich, verwirrt nicht mit arg vielen Jobklassen, und ist im Casual Mode auch zügig und ohne Hänger durchspielbar.

Most boring crawler: Einen gewissen Hang zur Repetition muss man bei Dungeon Crawlern natürlich dann doch mitbringen, da viel durch die gleichen oder ähnliche Gänge erneut gegangen und die langsame Verbesserung der Gruppe sozusagen fast das ganze Spiel ausmachen, es auch nicht immer sonderlich präsente Storylines gibt. Aber dann sollte vielleicht wirklich das Design etwas hermachen, oder das wenn schon gleiche Gameplay doch irgendwo etwas motivieren und Spaß bereiten. Doch Mind=0 ist so ein ödes Stück, dass ich es echt nicht lang ausgehalten habe. Eben weil alles so unspektakulär und 08/15 ist, nicht weil es wirklich ein schlechtes Spiel wäre.

Most generally boring: Da hab ich ein wenig weiter vorn die PSP noch gelobt, aber wenn es um zwei Nicht-Dungeon-Crawler geht, die mich dieses Jahr tödlich zu langweilen wussten, und wo ich weniger weiß, warum ich sie im Gegensatz zu Mind=0 dennoch durchgezockt habe, stammen beide eben von jener Plattform. Da hätten wir zum einen die Nummer Dead or Alive Paradise, das selbst zum Masturbieren zu einschläfernd ist. Und The Legend of Heroes: Prophecy of the Moonlight Witch, ein weiterer Stein in der Zementierung meiner Idee, dass The Legend of Heroes vor dem sechsten Teil, Trails in the Sky, gar nicht so gut war.

Surprisingly addicting: Wenn es allerdings um Spiele geht, bei denen ich auf jeden Fall davon ausgegangen wäre, dass sie total langweilen würden, so hat mich mein erstes Dating Sim, Tokimeki Memorial Girl’s Side, dieses Jahr eines besseren belehrt. Keine Ahnung, warum ich da überhaupt dran zweifelte, Heirat gehört bei mir bei Harvest Moon auf jeden Fall dazu, und das Social Sim ist das, was Persona 3 und 4 absolut für mich ausmacht. Von daher, auch wenn es nur viel Text lesen und repetitiv Statuswerte erhöhen ist, um mit den gleichen Anime-Cutouts auf gleiche Dates zu gehen… mir hat es echt ganz unzynisch total gefallen.

Genre revelation: Und die leitet sich natürlich auch daraus ab, denn es blieb nicht bei dem einen Dating Sim, sondern kamen schon so einige mehr dran, die auch alle das eine oder andere für sich hatten. Von daher habe ich dieses Jahr auf jeden Fall das Dating Sim für mich entdeckt. Ein wenig zwiespältig, denn viele ohne Japanisch-Kenntnisse spielbar sind nun wirklich nicht. Solange man nicht den Fehler begeht jedes VN mit Romantik-Storyline als Dating Sim zu führen, was das Rausfiltern der echten Kandidaten natürlich nicht vereinfacht.

Provoking the longest post evarz: Zum Abschluss der Thematik direkt hier mal so ein paar Beispiele, was dieses Jahr und teilweise auch davor so besonders lange Posts von mir im Blog waren. Dragon Quest VIII und Classic Who stehen bei schon guten 1.700 Worten. Blood Omen 2 sogar bei 1.800. Dead or Alive Paradise und mein Geburtstagseintrag zu Seiken Densetsu haben sogar 2.300 zu bieten, die diesjährige FFV Job Fiesta 2.500. Xenoblade hatte satte 3.000 Worte, und mein Rant zu Catherine 3.300. Das sind so alles eher die Zahlen, bei denen die Dating Sims erst anfangen. Tokimeki Memorial Pocket ist bescheiden bei 1.000, Princess Debut bei 1.400 Worten. Aber schon Huniepop nimmt 2.300 ein, Storm Lover Kai ist bei 3.300, also gleichauf mit dem längsten Eintrag eines Nicht-Dating-Sims. TokiMemo GS2 bringt es locker flockig auf 4.000 Worte, TokiMemo GS3 und Love Revo ein wenig mehr auf 4.100. Und Tokimeki Memorial Girl’s Side 1 hat doch wirklich die 5.000 Worte erreicht. Das ist ungefähr so viel, wie alle 4 auch nicht kurze Einträge zu Revolutionary Girl Utena TV zusammen.

Best fishing game: Legend of the River King 2 hat mich selbst überraschend gut unterhalten, dafür das ich immer mal wieder Lust auf die Serie habe, aber immer wieder mit gemischten Gefühlen aus den anderen Spielen hervorgegangen bin. Aber der zweite GBC-Teil, der eigentlich der vierte der Franchise ist, ist wirklich der bis dato beste Eintrag, und auch das beste Fishing Game, von denen ich zugegeben außerhalb River King auch noch nicht so viel Erfahrung gesammelt habe. Weil mir die meisten anderen glaube ich auch zu technisch wären.

Best Harvest Moon: Stardew Valley macht alles, was Harvest Moon/Story of Seasons macht, nur besser. Abgesehen vielleicht von der Optik, die weniger pralle ist. Aber nach dutzenden Stunden Farmarbeit und Bräutigamschau, wer sieht die da überhaupt noch so wirklich. Die Indie-Überraschung des vergangenen Jahres.

Best Pokemon: Im Jahr, in dem die Franchise 20 war, immerhin das legale Trinkalter in Japan, wurden so einige Einträge bespielt. Etwas überrascht hat mich da wirklich Pokemon Silber, weil das doch für gerade mal die zweite Generation erstaunlich gut gealtert ist. Tatsächlich launiger als so manche wesentlich jüngere Generation.

Best abomination maker: Aber nicht nur Pokemon wurde bespielt, sondern auch ein wenig dessen Konkurrenz. Und nirgends kann man so skurrile und lebensunwürdige Kreaturen erschaffen, durchaus nicht nur gewollt, wie im ziemlich kurzen und launigen Jade Cocoon auf der PlayStation.

Ripe for a new version: Bei Pokemon bleibend hat mir Pokemon Snap ebenfalls sehr gut gefallen, und hat es mich doch gewundert, dass dieses Spielprinzip nicht längst auf Wii, Wii-U oder 3DS neu aufgegriffen wurde. Pokemon-Safari, fuck yeah. Aber ich hab mir sagen lassen Sonne/Mond hat da tatsächlich mittlerweile was in der Richtung zu bieten.

Best casual game: Nicht ganz Un-Pokemon, weil es auch darum geht, alle Farben und Formen zu sammeln. Zen Koi auf Smartphone ist super launige Unterhaltung für Zwischendurch. Egal, ob nun nur 5 Minuten oder doch mal ganze 20 zu überbrücken sind.

Cutest platformer: Wayforward hat mit Wendy: Every Witch Way sowas von einem süßen und putzig durchanimierten Spiel geliefert.

Bigget disappointment: Und wieder Wayforward, denn nach Wendy wollte ich mich doch direkt an dem von allen geliebten Shantae auf dem GBC versuchen, und habe ziemlich schnell abbrechen müssen, da jede Sekunde Spielzeit reinster Frust waren. Dann hatte mich Seiken Densetsu darauf angefixt, doch endlich mal Seiken Densetsu 3 zu bespielen, welches ich aber auch absolut unlustig und nervig finde. Keine Ahnung, was Leute in den beiden Spielen sehen.

Falling short of their ambition: Der Kandidat hierfür schlechthin ist natürlich Resident Evil auf dem GBC, der beeindruckend viel zu replizieren versucht, auch auf dem besten Wege war dies Plattform-bedingt suboptimal zu schaffen. Allerdings wurde das Ding ja auch nie fertig gestellt und herausgebracht. SOS auf dem SNES hingegen schon, und auch hier ist das, was man da auf die Plattform gezaubert hat, sehr interessant, proportional dazu aber auch unspaßig zu spielen.

Best franchise save: Eigentlich etwas gelogen, denn es hat keine Franchise aus der Scheiße gefahren. Aber nach dem schrecklichen Clock Tower: Ghost Head und dem durchwachsenen Clock Tower 3 war Haunting Ground für mich der Beweis, dass sich das Spielprinzip super in ein modernes Suvival Horror hätte bringen lassen, wenn man sich halt nicht vorher schon alles kaputt gemacht hätte.

(¬‿¬)

ava-1951So, mittlerweile ist uns allen ja hinlänglich bekannt das Undertale das beste Spiel aller Zeiten die da waren und noch kommen werden ist. Aber wie steht es um die Spiele, die zwar dagegen erblassen, aber doch noch ganz brauchbar sind, wenn man halt mal nicht Undertale spielen will, so unwahrscheinlich das auch ist? Hier also was ich dieses Jahr gezockt habe (Undertale war nicht dabei, weil ich nicht zu den coolen Kids gehöre), die erwähnenswert waren:

Longest played:
Xenoblade Chronicles. Nach einem gescheiterten Fehlversuch von 30 Stunden hab ich es Ende des Vorjahres erneut begonnen und zu Beginn dieses durchgehabt. Hat mich über 90 Spielstunden gekostet, eine Zeit, die ich sicherlich in den letzten 10 Jahren in kein anderes Spiel investieren musste, um die Credits zu sehen. Definitiv ein Spiel für das viel Geduld und Sitzfleisch, ganz zu schweigen von Freizeit, mitgebracht werden muss.

Most MMO without MM or O:
Fantasy Life. Es war knapp, denn ach Xenoblade spielt sich sehr MMO-lastig, aber die schiere (von mir nicht genutzte) Möglichkeit Fantasy Life tatsächlich auch im Multiplayer zu spielen, statt nur mit KI-gesteuerten Mitstreitern, macht das hier doch etwas ähnlicher. Fantasy Life ist im Gegensatz zu Xenobalde aber auch kürzer und vor allem in kleineren Happen genießbar.

Genre discovery of the year:
Shmups. Ich bin schrecklich in ihnen. Doch dennoch habe ich einige dieses Jahr gespielt, weil sie schon was ziemlich cooles an sich haben.

Worst game:
DemiKids Light. Ich mag MegaTen, ich mag Pokemon, also her mit den Pokemon-Klonen aus der MegaTen-Franchise! Dummerweise ist das Ding eine absolute Nullnummer.

Worst Final Fantasy ever made:
Final Fantasy IV: The After Years. Langweilige bis nervige Fanfiction in ein Zero-Effort-Spiel gesteckt, das komplett aus Versatzstücken des Originals zusammengeschuster ist? Nein danke.

Whoring out a franchise 101:
Lightning Returns: Final Fantasy XIII. Es ist nicht so schlecht wie die After Years, bei Weitem nicht, denn das Gameplay ist teilweise sogar recht launig. Aber Mensch, wenn Lightning hiernach nicht jede Würde genommen ist.

Most sursprisingly up to hype:
Panzer Dragoon Saga. Einer der heiligen Grale des Gamings, da in extrem kleiner Stückzahl produziert, auf einer Konsole, die keiner hatte. Sowas ist nach Jahren des (Over-)Hypes ja gern mal dann doch nicht ganz so super wie die Wunschvorstellungsschlösser, die man sich eingebildet hat. Doch Panzer Dragoon Saga ist tatsächlich eines der besten RPGs die je programmiert wurden.

Kinda underwhelming:
Super Mario RPG. Hier haben wir es tatsächlich mit einem gehypten Spiel zu tun, welches für mich wenig davon einzulösen versteht. Ich fand es häufig ehrlich gesagt einfach nur langweilig. Runner up ist Spore, welches ganz nett ist, aber so viel besser hätte sein können.

Biggest let down:
Sim City. Der Reboot klingt erst mal, da simpler und einstiegsfreundlicher, wie etwas, was wie für mich gemacht ist, jedoch ist das Ding echt total unspannend.

Best Sim City:
Cities: Skylines. Zum Glück kam das Spiel raus, welches ein modernes Sim City ist, wie ich es mir wünsche. Große, wunderschöne Städte bauen zu können, dabei aber nicht so extrem komplex ins Micro-Managing zu gehen wie das Sim City 4 tat.

Best game I’m terrible at:
Banished. Fortress Builder sind immer recht hoch in der Schwierigkeit, aber Banished zeigte mir wirklich, wie schlecht ich darin bin sie zu spielen. Zumal teilweise erst Jahre nach dem Fehler die Ergebnisse reinkommen und man erst dann merkt, dass man bereits seit einer halben Dekade in einer „walking dead“-Szenerie war, aus der man sich gar nicht mehr graben konnte. Aber wenn’s läuft, was sind die charmanten kleinen Siedlungen dann nett.

Easisest Dungeon Crawler:
Persona Q. In einem Genre, das nicht unbedingt für leichte Schwierigkeitsgrade oder Benutzerfreundlichkeit bekannt ist, kommt die Mischung aus Persona und Etrian Odyssey daher, und könnte kaum einfacher sein. Ich mein nerven kann es immer noch, dank zu puzzligen Dungeon-Layouts, aber wirklich schwer sind die mandatory Kämpfe so gut wie nie.

Easiest to break:
Might & Magic II. Wow, wenn man erst mal mit Teleport, Warp, Fly ausgerüstet hat, steht einem die ganze Welt offen, und man kann das Spiel in Rekordzeit beenden, dabei 90% davon umgehen. Runner up: Final Fantasy V. Die Four Job Fiesta hat mir mal wieder gezeigt, wie einige Skill-Kombinationen das Spiel absolut trivialisieren können.

Most unconventional:
Ultima IV. Ein RPG, in dem man den rettenden Helden spielt, der tatsächlich gute Taten vollbringen muss, statt Dungeons zu plündern und alles was ihm im Weg steht zu ermorden? Und das noch in den 80ern? Wow, Hut ab, Herr British.

Most charming:
Drill Dozer. Das Design ist einfach super niedlich und die kleinen Animationen für die Hauptakteurin sind schlicht herzallerliebt.

Best written:
Legacy of Kain: Soul Reaver 2. Keine Überraschung, die Legacy of Kains sind alle super geschrieben und super vertont, selbst wenn hier die Story bereits etwas zu hinken beginnt.

Most archaic:
Romancia: Dragon Slayer Jr. Ein Spiel, das einem keine Tipps gibt, wie was wo zu machen ist, und einen permanent in unwinable-Situationen bringen kann, dazu selbst wenn es läuft bestenfalls mit „clunky“ zu bezeichnen ist? Blergh. Das Original lief dann sogar noch auf Zeit.

Most jarring tonal shifts
Clock Tower 3. Ein mysteriöser Mann stellt der Schülerin Alessa nach, die zwei brutalen Killern begegnet. Und dann Magical Girl Transformationen, Disco-Rave Clock Tower Entstehung, und zwei schrille Kefkas als neue Mörder…

Least game-y:
The Path. Es gibt Spiele, die sich noch häufiger anhören müssen, eigentlich keine „echten“ Spiele zu sein, als das die interaktiven Filme von Quantic Dream und Telltale Games dies schon tun müssen. Man nennt sie gern Walking Simulator, denn das ist alles was man in ihnen tut: Rumlaufen und über Storyfetzen stolpern, ohne wirklich selbst groß interagieren zu müssen. The Path ist ein solches Puppentheater, jedoch dennoch ein interessantes.

Addictingly simple, simply addicting:
Dieses Jahr habe ich einige kleine Indie-Games gezockt, die super simpel aufgebaut sind, aber dennoch unglaublich launig waren. Als da wären: Mini Metro, Game Dev Tycoon, und Cook, Serve, Delicious.

How can this be fun?:
Papers, Please. Als Grenzbeamter im Kalten Krieg die immer komplizierter werdenden Einreisepapiere auf Richtigkeit untersuchen zu müssen? Total unterhaltend, auch wenn es nicht danach klingt.

Best Zombie-Game:
Typing of the Dead. Mittlerweile erscheint im Wochenrhythmus ein Zombiespielchen, aber die witzigen Typing of the Deads sind und bleiben die Besten.

Jazz-iest:
Devil Summoner: Raidou Kuzunoha. Launigster Soundtrack den ich dieses Jahr zu hören bekommen habe.

Highest curse density:
Ax Battler: A Legend of Golden Axe. Ich fluche viel beim Zocken. Eigentlich immer wenns nicht sofort klappt ein wenig, und wenn es dann immer noch nicht klappt auch gern mal mehr. Ich glaub so konstant wie in diesem 2-Stunden-Spiel hab ich es jedoch noch nie gemacht.

(╯°□°)╯︵ ┻━┻

ava-1736Niemand hat sie verlangt, doch hier sind sie wieder: Die ganz speziellen End-Jahres-Game-Awards von mir, für jeden, der hierüber stolpert. Alles Sachen, die ich in 2014 bespielt habe, nicht Releases aus 2014, weil das würde ja zu viel Sinn ergeben, und so viel aktuelles zocke ich auch gar nicht. Child of Light, Walking Dead S2, The Wolf Among Us und Shin Megami Tensei IV sind glaub ich die einzigen diesjährigen Releases, die ich durchgezockt habe. Das wären dann auch zwangsläufig meine Top 5 dieses Jahr, bei denen auch noch ein Platz frei bliebe. Ohne Datums-Einschränkung sind es jedoch gleich 47 bis zu den Credits gebrachte Games. Besonders angewachsen ist übrigens mein 3DS-Bereich, der vorher nur drei Spiele zählte. Denn zum einen habe ich die Neuerscheinungen Fantasy Life, Persona Q und Shin Megami Tensei IV hinzugefügt, und dann viele Vorjahres-Releases, die mich interessierten nachgeholt, mit Pokemon X, Bravely Default, Etrian Odyssey IV, Ace Attorney 5, Crimson Shroud, Spaceship Damrey und Attack of the Friday Monsters. Ergibt sich aber wohl auch zwangsläufig, da der 3DS meine einzige Spielplattform der aktuellen Generation ist.

Surprise of awesome:
Wizardry VI: Meine Beziehung zu Dungeon Crawlern ist kompliziert. Irgendwas lässt mich schlecht von ihnen wieder los kommen, selbst wenn ich gar keinen Spaß habe. Oldschool Wizardry gefällt mir vom Gameplay her beispielsweise gar nicht, dennoch habe ich I-III und V gespielt, und mich auch Elminage zugewendet. Bane of the Cosmic Forge hat mich allerdings doch sehr positiv überrascht, da es endlich mit so viel Blödsinn aufräumt, welches mir die Vorgänger vergällt hatte.

Surprisingly addictively simple:
Monster Rancher: Ich bin immer noch überrascht, dass es die Reihe nicht mittlerweile als Smartphone-Renner gibt. Das Tamagotchi-mäßige trainieren und verbessern, allerdings für ein Ziel, nämlich die Arena-Ränge zu bestreiten, ist eigentlich sehr repetitiv, aber auch gerade in kleinen Etappen überraschend spaßig.

Most like a drug addiction:
Ich mag einfach mal die beiden Namen vom letzten Jahr wiederholen. Cookie Clicker ist so doof, aber warum hab ich es dann für viel zu viele Wochen oder gar Monate beständig in einem zweiten Tab aufgehabt? Ist wohl auch bei addictively simple abzustempeln. Und dann Sims 3, welches ich sowohl zu Beginn wie Mitte des Jahres erneut rausgeholt hatte, und anschließend für den Restmonat fast nichts anderes spielte.

Kind of a let down:
Zwei Monsterammel-Spielchen: Pokemon Diamant und Monster Kingdom: Jewel Summoner. Diamant ist nicht schrecklich, aber doch der Eintrag in der Reihe, der für mich zu sehr „same old“ ist. Unterscheiden tun die sich ja nie sehr, aber hier scheint alles ein wenig… müde zu sein. Jewel Summoner hingegen wäre interessanter, wenn er den wichtigsten Punkt, nämlich die Monsterzucht, nicht dadurch versauen würde, in dem sie an echte Zeitspannen gebunden ist, die teilweise Stunden im zweistelligen Bereich erreichen können.

Most soul crushing:
Assassin’s Creed III. Meine Beziehung zu Assassin’s Creed ist kompliziert. Ich mag das Parkouren und die Settings schon sehr, doch die Spiele scheinen nie ganz so viel draus zu machen, und abgesehen von II leiden sie auch an miserablen Handlungen und langweiligen Charakteren. Assassin’s Creed III stellt den unrühmlichen Höhepunkt in diesen Sachen dar, und auch vom Spielerischen nerven viele Missionen diesmal. Es ist in den Grundzügen sicher noch kompetent zusammen gewerkelt, und ich hab es ja auch durchgespielt… aber nach der Beendigung war ich persönlich so durch, dass ich ernsthaft kurz am Überlegen war, ob ich das Hobby Gaming nicht aufgebe. Runner up ist Elminage Original.

Worst aged:
Glory of Heracles. Versteht sich zugegeben auch quasi von selbst, ist es doch ein RPG fürs NES von 1987, die sind im Originalzustand alle heutzutage ziemlich schwer erträglich. Dafür sind sie einfach zu langsam, zu grindy, und die Menüführung zu umständlich.

Least aged:
Final Fantasy VI habe ich dieses Jahr erneut gespielt, und mich erneut in es verliebt. Bei aller zusätzlichen Benutzerfreundlichkeit habe ich bei modernen RPGs häufig sogar das Gefühl, dass sie in einigen Dingen schlechter geworden sind, hauptsächlich weil sie von überstrapazierter Länge sind, die mit zu viel unnötigem Wortbrei gefüllt wird. Final Fantasy VI hingegen ist nicht alt genug, um wirklich benutzerunfreundlich zu sein (die Encounter-Rate geht einem vielleicht mit der Zeit ein wenig auf den Keks, aber auch da gibt es Relics für), und ist vor allem von der Länge her genau auf den Punkt, ohne unnötiges Fett.

Most archaic „modern“ game:
Die Elminage-Reihe hat es zwar bereits auf ein halbes Dutzend Ableger und mindestens genauso viele Ports derer gebracht, aber so lange existiert sie noch gar nicht, denn der erste Teil schlug 2008 auf der PS2 auf, was gerade mal 6 Jahre sind. Aber Mensch, wenn sich Elminage Original nicht mal wie oldschool Wizardry spielt. Immerhin hat Starfish ja auch Wizadry Empire gemacht, und anscheinend einfach für ihre neue IP anders angestrichen. Die schweren, komplexen Dungeons. Die unausgewogenen Encounter. Beim hart erarbeiteten Level up teilweise mit Statusveringerungen „belohnt“ zu werden… das hier spielt sich viel zu sehr wie die ersten drei Wizardry-Teile aus den 80ern, um mir wirklich Spaß zu bereiten. Selbst die Babelfish-Lokalisation schreit nach einem viel älteren Spiel.

Not made for consoles:
Bei Might & Magic II weiß ich immer noch nicht, warum ich es überhaupt begonnen habe. Mein kurzes Reinspielen war dann auch wirklich mehr als ernüchternd. Vor allem weil die SNES-Version auch scheiße bis gar nicht optimiert ist, sondern das Menü quasi 1:1 übernommen wurde, statt es für Controller neu zu designen. Das hier schreit nach etwas, was eine Maus braucht, oder zumindest Hotkey-Shortcuts in die Untermüns, die es aber auch auf den Buttons nicht gibt, ja die meiste Zeit benutzt M&M2 sogar nur 2 Knöpfe der 6-8, die das SNES offeriert. Leichter Runner up ist übrigens Xenoblade Chronicles, was aber an seiner spezifischen Konsole liegt, die nativ einfach für Party-Spiele statt vollwertige RPGs gemacht ist, und das Game deswegen eigentlich erst dann spielbar wird, wenn man sich einen (glücklicherweise existenten) richtigen Controller einstöpselt.

Best written:
The Longest Journey. Manchmal war es mir fast etwas zu textlastig, obwohl man sich darauf bei einem Adventure Game ja eigentlich einstellt, doch Mensch wenn das Setup mal nicht interessant und die Reise nicht wirklich gut geschrieben ist.

Best film camouflaged as a game:
Die Adventure Games von Telltale sind ja schon geraume Weile mehr interaktive Filme/Miniserien, und hier hat mich The Wolf Among Us diesjährig wirklich begeistern können.

Longest played:
Ist natürlich Animal Crossing: New Leaf, welches ich beständig jeden Tag kurz anhatte, um nach dem Rechten zu sehen. Auch wenn das häufig nur ungefähr 15 Minuten sind, sammelt sich da bei über 300 Tagen schon eine beträchtliche Spielzeit an. An Festtagen und zum Fangen neuer Tiere konnte das auch schon mal ein oder zwei Stunden an jenem Tag sein.

Most MMO without the MM or O:
Kingdoms of Amalur: Reckoning habe ich dieses Jahr gespielt, und es spielt sich exakt wie ein WoW-inspiriertes MMORPG, nur eben offline und Singleplayer. Die Welt und der Grafikstil sind gleich, das Kampfsystem ist ähnlich, die Haupthandlung ist dünn, dafür warten an allen Ecken Dutzende Quest hinter !-NPCs auf einen. Dabei hätte ich gedacht, dass Xenoblade hier landen würde, doch Amalur ist dann sogar noch ein Stück MMORPG-iger

Most fun:
Castlevania: Symphony of the Night kann man eigentlich auch bei „least aged“ einreihen, weil es tatsächlich einfach auch jetzt noch super viel Spaß macht, selbst wenn es keine große Herausforderung darbietet. Selbst von der Grafik her ist es von den Nachfolgern nicht wirklich übertroffen worden. Auch sehr einfach aber auch einfach sehr viel Spaß machte mir das Spielen von Pokemon X.

Most charming:
Ich hatte meine kleinen Ecken und Kanten mit Ni no Kuni: Wrath of the White Witch, aber wenn das Ding nicht mal niedlich und charmant ist, dann weiß ich auch nicht. Auch immer noch sehr witzig-charmant sind übrigens die Fälle des Phoenix Wright: Ace Attorney, die ich zurzeit bespiele.

Cutest (but most shallow):
Trip World ist super niedlich, aber einfacher als ein Kirby-Game, und kürzer als eine Runde Mario Kart.

Made me the hungriest:
Ich weiß nicht, was es mit dem Kochen in Innocen Life: A Futuristic Harvest Moon auf sich hat, zumal es ja auch automatisch abläuft, statt die Zutaten sammeln zu müssen, aber viele der Ergebnisse haben mich echt hungrig werden lassen.

Should really finish:
Okamiden: So richtig klicken tut es mit mir nicht, aber ich hab es dieses Jahr bereits zum zweiten Male begonnen und erneut zur Mitte hin eine Pause eingelegt, ich sollte es wirklich diesmal beendet bekommen.
Xenoblade: Dito, bereits im Vorjahr für fast 40 Stunden gezockt und fallengelassen. Im neuen Anlauf hat es mir besser gefallen, bis man bei ca. 70 Stunden auf Mechonis ankommt, und das Spiel aufs Finale hin doch noch etwas nervt.
Kingdom of Amalur: Angefangen, fast bis zum Ende gesüchtelt, und dann nur kurz unterbrechen wollend, aber jetzt doch schon eine Weile nicht weitergespielt. Das bin ich mit ungefähr der Hälfte der Spiele, die ich beginne, aber hier will ich echt mich wieder ran setzen.

2015s hype games:
Öh… was steht für dieses Jahr überhaupt an? Witcher 3, aber ich denk den wird mein Computer gar nicht leisten können. Persona 5, joa das natürlich. Ich denk mal Etrian Odyssey V wird zumindest in Japan in 2015 aufschlagen, aber bei der Reihe kann ich eigentlich auch immer etwas warten, die Wahrscheinlichkeit, dass es früher oder später bei mir aufschlägt, steht jedoch recht gut. Mehr fällt mir spontan auch gar nicht ein.

ಠ.=.ರೃ

ava-1475Jahresendawards! Von mir! Hells yeah? Ich mein, ich kann natürlich die terrymazing VGX eh nicht übertreffen, mit dem herrlichen Moderator mit seiner No-Shits-Given-Attitüde, solch ein absolute bizarres trainwreck, dass dies nur eine Parodie auf frühere VGAs sein kann mit ihren peinlichen Gastauftritten, mit ihren schlecht vom Teleprompter abgelesenen „I play them vidjagames, I sure do!“s (mein persönliches Highlight war das Jahr mit Jessica Alba, die in mit ihren gewohnt toten Fischaugen ins Publikum blickte und „You are all so hot! I’d do ALL the audience!“ meinte), also versuch ich das auch gar nicht. Ja, all das war ein einzelner Satz, no fucks given. Ich kauf bekanntlich wenig Spiele zum Vollpreis, deswegen auch selten welche aus dem aktuellen Jahr, und dann gibt es immer die 50:50-Chance, das selbst welche, die relativ zeitnah gekauft wurden, im Backlog verschwinden. Hier geht es also nicht um die Release-Spiele des Jahres 2013, sondern die Von-mir-in-2013-gezockt-Spiele. Antreten tun dabei nur durchgespielte (mit Ausnahmen), bzw. Lebenssimulationen bei denen das schlecht geht.

Biggest surprises of awesome

The Dark Spire: So sehr zu versuchen Wizardry zu emulieren, hatte ich fast erwartet, dass dies absolut nichts für mich ist. Umso überraschter war ich, dass es sogar zu einem meiner letztjährigen Favoriten gehört, ich war echt am süchteln, und was eine geile Präsentation!

Final Fantasy V (Advance): Mein erster und bis dato einziger Kontakt mit FF5 war Anfang des neuen Jahrtausends in der Final Fantasy Anthology mit FF6. FF5 fand ich damals etwas „meh“. Diesjährig erneut gespielt ist es einer meiner Lieblingsteile der Reihe!

Etrian Odyssey II: Dem ersten Etrian Odyssy stand ich ebenfalls etwas „meh“ gegenüber, als die beiden Nachfolger aber diesjährig zum Release von IV einen recht günstigen Reprint hatten, hab ich doch zugeschlagen. Und was lag mir Etrian Odyssey II dank kleiner Tweaks hier und dort doch so viel mehr, ich war echt überrascht.

Biggest surprises of not-awesome

Etrian Odyssey III: Die vielen kleinen Tweaks, die mir Etrian Odyssey II so gefällig gemacht haben? Zum Großteil nicht mehr im dritten Teil.

Ar tonelico Qoga: Ich mochte Ar tonelico 2 richtig gern, aber das Ende der Trilogie ist so sau dämlich und so weeaboo-pandery, dass es glatt an Compile Heart outsourced sein könnte.

Lux-Pain: Ich habe ein Visual Novel des Kalibers 999 erwartet und bekam eine ewig wortreiche, aber super dämliche Handlung, die nie auf den Punkt kommt, gespickt mit nervigen Minikämpfen, wodurch die eh schon viel zu langen 18 Stunden dreifach länger wirken.

Worst story

Lux-Pain, auch wenn Ar tonelico Qoga und Catherine ihm stark Konkurrenz gemacht haben, so hat mich AtQ wenigstens auf die finale Phase ein kleinwenig interessiert, und Catherines Blödsinn war wenigstens unterhaltsam.

Best book labeled game

999. Super interessante Handlung, mit vielen Bad Ends, die wirklich gute Köder sind, herausfinden zu wollen, was wirklich abging.

Best written

Blood Omen: Legacy of Kain. Es hilft natürlich immer ein Spiel tatsächlich in seiner Ursprungssprache zu spielen, denn in einer leicht verlustigen Übersetzung, wie ich das mit dem englischen Blood Omen gegenüber meines meist japanischen Backlogs machen konnte.

Funnest game

Saints Row IV, duh! Aussehen, wie ich will; anziehen, was ich will; kaputt schlagen, was ich will, mit welcher verrückten Waffe ich das will. SR3 und 4 machen mir non-Sandboxer viel mehr Spaß, als ich das selbst je erwartet hätte. Im Gegensatz dazu war ich beim (sehr) kurzen Reinspielen in diverse GTAs (non Story) ziemlich ernüchtert, weil total wenig Character Customisation und einen wegen jeder Kleinigkeiten gleich die Bullen haben.

Funnest game I can not play

Beat the Beat: Rhythm Heaven. Unglaubich eingägige Musik mit super cooler Wario-Ware-esquer Optik zur Unterstützung, aber verdammt nochmal, ich unmusikalisches Stück kann doch keinen Beat halten.

Longest played

Animal Crossing: City Folk. Für 160 Tage, wenn auch viele spätere davon nur für 15 Minuten, weil das Spielprinzip dies nun mal verlangt. Runner up ist sicherlich Sims 3, das mir ein schwarzes Loch von ein paar Wochen in mein Leben gesetzt hat.

Most like a drug addiction

Sims 3. Alle Lebenssimulationen haben das Potential mich total süchteln zu lassen (daher versteh ich selbst nicht so ganz, warum ich Atelier Annie und Rune Factory so „meh“ finde), aber das hier war wirklich wie ein Fiebertraum, für mehrere Wochen hab ich fast nichts anderes gemacht, bis heute ist die genaue Zeitspanne etwas schwammig. Runner up: Cookie Clicker, welches kein Recht hat, einen für mehr als 5 Sekunden zu unterhalten, aber verdammich…

Least made for handhelds

Monster Hunter. Alle. Ich hab einen der PSP-Teile und die Demo für den 3DS gespielt, und dies ist ein Spiel, das absolut zwei Analognubsis braucht. Das Workaround, auf das die die Kamera stattdessen legen? Das Steuerkreuz direkt über/unter deinem Kontrollnubsi. Ich frag mich wie viele Spieler sich mit „The Claw“ die Hand ruiniert haben. Für mich sind sie jedenfalls unspielbar. Runner up: Okamiden – wäre eindeutig auch besser mit zwei Analogsticks und einem größeren Bildschirm.

I can’t believe a modern game’s interface would be this terrible

Xenoblade Chronicles. Für ein Spiel, das im Prinzip ein offline Singleplayer MMORPG ist, welches alle eben wegen der extrem langen Spielzeit und vielen „Bring mir das/Erlege dies“-Sidequests toll finden, ist das Menü überraschend schlecht darauf ausgelegt. Es ist viel zu schwer zu finden, wo die Monster sind, die man erlegen soll, oder was das Idem dropt, das man bringen soll, oder den NPC zu finden/wiederzufinden, oder ob man fürs Quest überhaupt stark genug ist. Und das Item- und Synthese-Menü sind ein clusterfuck an drölfzillionen Drops, wenn man nicht alle 5 Minuten aussortiert.

Worst marriage of genres

Dissidia [012]. Ich bin kein Fan davon methodisch-rationierendes Survival Horror mit randomness von RPGs zu verbinden. Letztjährig hab ich herausgefunden, dass ich in einem Fighting Game auch nur schnelle Arena-Kämpfe gegen andere Charaktere machen will, statt das dies schrecklich verlangsamt wird durch Oberweltexploration, Ausrüstungsanlegung, und Aufleven. Ich möchte doch nur als der Onion Knight Squall über die halbe Arena bitch-slappen, nicht den von der Story aufgezwungen Vaan grinden, um eine Chance gegen den Kain-Bosskampf zu haben.

Worst controller

Classic Controller Pro. Ich finde die Wiimote ist abgesehen von Partygames definitiv die schlechtere Input-Methode denn ein traditionelles Schema. Ich find der PlayStation Dualshock ist der handlichste Controller (ist ja eh ein SNES-Controller mit Flügelchen und Analogsticks, von daher bin ich quasi mit jener Linie aufgewachsen). Ich war also wirklich gewillt, gerade für die langen Sessions die Xenoblade verlangt, für die die Wiimote absolut ungeeignet ist, mir einen Classic Controller Pro zu kaufen. Die schiere Idee allerdings, dass das Teil statt in die an der Konsole vorhanden Ports zu gehen, in die Wiimote gestöpselt werden muss, so dass ich mich trotzdem noch mit Batteriewechseln und Kalibrieren rumärgern muss, ist eine, für die ein Nintendo-Mitarbeiter öffentlich erschossen gehört.

Most „I hope no one unassuming enters right now“ game

Ar tonelico Qoga. Es gibt so gut wie keine Stelle in dem Spiel, für die man sich nicht schämen würde, sie gerade auf dem Screen zu haben, wenn ein Elternteil, ein Bro, Zimmergenosse, oder sonstwer gerade vorbeiläuft, der nicht auch Teil dieses spezifischen Hobbies ist.

Shouldn’t have startet this

Might & Magic. Zunächst war ich echt genervt, ab der Hälfte ging es dann halbwegs, aber es ist wirklich absolut nicht meins, und ich kenn mich zu gut, jetzt wegen des Cliffhangers nicht dennoch den zweiten Teil aufgreifen zu wollen.

Everything but the kitchen sink genre-mashup

Azure Dreams (PSX). Stadt ausbauen, Haus dekorieren, Dungeon crawlen, Monster fangen und züchten, Trophäenfrauen anwerben – eine Menge Leute hatten beim Brainstorming einige Ideen, was man ins nächste Spiel einbauen könnte, und irgendwer hat entschieden alles davon zu nehmen.

Cutest goddamn fucking game

Animal Crossing: New Leaf. Nichts anderes kommt auch nur nahe. Ich mag ja wirklich die überarbeitete Grafik, die es nicht nur technisch besser aussehen, sondern die Vorgänger auch viel dunkler und langweiliger erscheinen lässt. Die Nachbarn und ihre Eigenschaften gehen mehr gegen niedlich denn nervig. Und Melinda. Cute as a button.

The games I should REALLY pick up again

Xenoblade Chronicles. So weit, wie ich bisher bin, sehe ich zwar nicht Auge in Auge mit dem „der Messias der Konsolen-JRPGs/bestes JRPG seit Ewigkeiten“-Hype, aber es ist schon verdammt gut und echt launig, wann immer ich mich nicht mit den Menüs rumschlagen muss.

The Wichter. Ebenfalls begonnen und dann nach dem ersten Kapitel pausiert, fand ich es jedoch auch sehr launig und sollte definitiv weiter machen, bevor ich vergesse, was von den vielen Skills ich eigentlich will, und wie die Schwertkämpfe zu spielen sind.

Twenty Twelve

Ein weiteres Jahr liegt hinter uns allen, zumindest jenen von uns, die es überlebt haben, was eigentlich fast alle einschließen sollte, die dies hier lesen können. Was das Blog angeht, so gibt einem WordPress ja netterweise direkt einen schönen Jahresendbericht. Posts erstellt habe ich ganze 292 und der meistbesuchte Tag war dies mit ganzen 243 Leuten, dank dem, was sowohl meistbesuchter Post des Jahres sowie meistgesuchter Begriff ist: Maestia. Irgendwann Zwanzigzwölf wird übrigens mein tausendster Blogeintrag evarz aufschlagen.

Was Gaming angeht, hab ich mir wie immer mal wieder einige Game of the Year Awards angeschaut, find ich immer ganz nett. Abgesehen davon, dass es einen häufig daran erinnert, dass man ja Titel XYZ eigentlich haben wollte, aber irgendwie wieder vom Schirm verschwunden ist. Darunter beispielsweise die von Gametrailers. Die haben ja immer massenhaft an verschiedenen Kategorien. Schon etwas seltsam, wenn ausgerechnet ein Zelda bei „Most Innovative“ auftaucht, gerade wo ich momentan Twilight Princess spiele, das am wenigsten innovative Spiel seit Golden Sun. Hatten die eigentlich schon früher eine „Best Motion Controls“ Kategorie, oder haben die die nur aus dem Boden gestampft, weil Skyward Sword weder innovativstes Spiel noch bestes Action-Adventure gewonnen hat und man ein Zelda ja irgendwo gewinnen lassen muss, damit einem die Bude nicht abgefackelt wird (es gewinnt natürlich auch Best Wii Game – on default, da NoAs diesjähriges Lineup für die Konsole ziemlich mau war)? Ghost Trick ist auch überraschend häufig nominiert worden, nicht nur bei Gametrailers, hat mich überrascht.

Was mein eigenes Gaming angeht, hab ich erstaunlich viel durch bekommen, mit 47 sind wir fast bei der halben Hundertschaft an Spielen. Davon wie immer kaum diesjährige Releases, da ich a) ziemlich cheap bin und mir Spiele erst kaufe, wenn sie ordentlich runtergesetzt sind und b) durch mein enormes Backlog sowieso nicht alles sofort spiele, nur weil ich es mir besorge. Waren diesmal sogar erstaunlich viele relativ aktuelle Spiele dabei, aber dann doch meist 2009/10. Zwanzigelfer waren glaub ich nur Pokemon Weiß, Dragon Quest Monsters: Joker 2, The Legend of Heroes: Trails in the Sky und Saints Row: The Third. Die waren sogar alle ziemlich gut, mein Favorit ware aber wohl der absolute Überraschungshit Saints Row. Dragon Quest VI hab ich auch, allerdings erst kurzzeitig und noch nicht weit gespielt und bisher packt es mich ehrlich gesagt auch noch nicht so wirklich.

Welche Releases dieses Jahr mich interessieren wären wohl… hmm… The Last Story sieht ganz interessant aus und vielleicht auch Pandora’s Tower. Und natürlich Mass Effect 3, davon hab ich die beiden Vorgänger letztes Jahr endlich gespielt (wie überhaupt einige PC-Games nachgeholt, jetzt wo mein neuer Laptop dazu führt, dass ich doch mal ein oder zwei etwas aktueller Sachen schultern kann) und die sehr gemocht. Dann kommen noch Catherine und natürlich Trails in the Sky: Second Chapter. Ansonsten werden dann wohl wahrscheinlich endlich 2011er Releases wie Okamiden, Solatorobo, Xenoblade, El Shaddai und Yakuza 4 Spottbillig werden. Final Fantasy XIII-2 kommt ja auch und mir keinesfalls ins Haus, bevor es nicht auf 15€ oder weniger fällt. Doch mittlerweile kann ich mich mit dem Spiel sogar in der Theorie anfreunden. Nachdem XIII alles raus geworfen hat, was man nur raus nehmen konnte, scheint XIII-2 ein Clusterfuck an Ideen zu werden, wo alles rein geworfen wurde, was irgendjemandem irgendwann irgendwo mal eingefallen ist. Mehr als ein heilloses, inkohärentes Durcheinander kann das Ergebnis kaum werden, aber unterhaltsam klingt es allemal. Wie X-2 halt, Gulity Pleasure Gaming. Man weiß, eigentlich ist’s nicht sonderlich gut, aber irgendwie genießen tut man den Blödsinn dennoch.

Ansonsten gab es ja mal das Durchlesen aller Vampire Chronicles Romane und durch Zufall auch aller bisher erschienen Southern Vampire Mysteries. Mit den vielen Vampirfilmen im Halloween Month war das fast ein Schwerpunkt hier dieses Jahr xD war definitiv mal interessant, die wieder alle zu lesen. Die Wochentage sind mit Disney wieder auferstanden, was mir auch sehr gut gefallen hat, die alle mal zu sehen, da ich ja auch viele davon bisher gar nicht mal kannte. Und ja… das Jahr von Breath of Fire, da war ich zunächst recht begeistert von, aber mit Dragon Quarter wurde es dann ja leider doch nix, was ich immer noch ein bissarl schade finde. Ansonsten gab es noch die ganzen Hellraisers, die Living Deads, die Star Treks und drei Seasons bei Telltale etc.

Dieses Jahr, hohum, was das Blog angeht, geht Disney natürlich weiter und danach hab ich mir überlegt, die Sonntage entweder die Pixars oder Ghiblis zu schauen. Ich würde mich vielleicht sogar noch mal an einem „The Year of“ versuchen, weiß noch nicht so genau. Müsste halt eine Serie sein, die ich vollständig habe (Suikoden oder Wild Arms fielen somit schon mal flach) und die so 4-5 Spiele umfasst, alles andere wäre etwas kurz (Atelier Iris oder Mother mit nur 3) oder lang. Vielleicht spiel ich die Shadow Hearts (wobei ich da schon beim ersten Spiel, Koudelka, bezweifle, den Mist durchgespielt zu bekommen). Ich nehm an Phantasy Star ginge somit auch, aber den zweiten Teil würd ich glaub ich nicht nochmal durchstehen. Oder es gibt Dragon Quest VII, das ist ja so lang, wie 5 normale RPGs. Auch die Loto-Trilogie würd ich glatt mal wieder spielen, genau wie die Heaven and Earth Trilogie oder ein paar der älteren Final Fantasies, statt dann halt ein Year of. Mal sehen.