Predator Week – Requiem

ava-1191Aliens vs. Predator: Requiem setzt genau dort an, wo der vorige Film aufgehört hat: Die Predator haben die Leiche eines der im Mannwerdungsritual umgekommenen Genossen geborgen und sind bereit abzudüsen, als aus dessen Brust ein Xenomorph ausbricht. Der hat jetzt gewisse Predator-Features, aber das war ja bereits in Alien³ etabliert, wo das Alien, das in einem Hund gewachsen ist, auf allen Vieren durch die Gegend rannte.

Predalien frisst natürlich die anderen Predators und das Schiff crashlandet wieder auf unserer Erde, da es jetzt keiner mehr so wirklich fliegt und so. Und zwar im Wald nahe einer amerikanischen Kleinstadt, die das nicht mitbekommt, sich aber über die nächsten Tage wundern wird, dass Menschen verschwinden oder gehäutet von Bäumen hängen. Ach ja, aus irgendwelchen Gründen waren auf dem Predator-Schiff auch Facehugger untergebracht, die jetzt entkommen sind und somit können auch „normale“ von Menschen ausgebrütete Xenomorphs im Film vorkommen.

Auf dem Predator-Planeten gibt es derweilen einen Alarm, dass am Arsch der Galaxie eines ihrer Schiffe abgestürzt ist, was sofort zur Investigation führt – von einem einzelnen Predator. Der versucht zunächst nicht nur die Aliens auszuschalten, sondern auch deren Treiben zu verschleiern, ist aber selbst weniger gut darin, sein Dasein zu verbergen, von wegen der dummen Angewohnheit, seine Opfer besagterweise gehäutet an hohe Stellen zu hängen.

Man sollte also mal wieder nicht mit zu viel Logik an den Film gehen.

Auffällig ist zunächst das Setting, so eine amerikanische Kleinstadt mit den üblichen Teenagern, ihren kaum älteren Twen-Geschwistern und dem Cop erinnern eher an einen Slasher oder Horror a la Stephen King. Nicht so unbedingt an einen Schauplatz, wo zwei ikonische Alien-Rassen gegeneinander kämpfen.

Aber immerhin, dies tun sie. Und dies häufig, da es diesmal keine enorm ausgearbeitete, aber letztendlich doch nach Bullshit schreiende, Geschichte dahinter gibt, warum das alles passiert. Sind halt crashgelandet und dat wars. Auch die Gewalt ist diesmal wesentlich blutiger, als das im Vorgänger der Fall war. Und auch schön, wird hier niemand geschont, egal ob nette Familienväter, Schwangere, Love Interests oder Kinder, jeden kann es treffen. Das würde normalerweise mehr Spannung um die Charaktere aufbringen, da man um ihr aller Überleben bangen muss, statt zu wissen, dass die Gutmenschen und Kinder auf jeden Fall am Ende überleben und dafür wahrscheinlich alle anderen Unsympathen umkommen werden. Da ist es etwas schade, dass die Charaktere einem durch die Bank weg so scheißegal sind und es einfach nicht interessiert, ob sie überleben oder nicht.

Es mag auch grundsätzlich erst mal nett sein, dass es mehr Action und Gore gibt, aber irgendwie hat jemand vergessen, dass man diese auch… sehen muss. Der Film ist so verdammt dunkel und hat so beschissen wenig Kontrast, dass man meinen sollte, dies kann nur ein Bildfehler sein. Aber so ist er. So war er im Kino, so ist er auf die Scheiben gepresst. Das führt dazu, dass in allen Szenen, die nicht unter direkter Sonneneinstrahlung stattfinden, was natürlich alle Alien-Kämpfe beinhaltet, es einem absolut unmöglich gemacht wird, überhaupt zu sehen, was da abgeht. Ich hab gehört das Predalien hat ein dämliches Design. Ich weiß nicht, ob ich mich da anschließen kann, denn mehr als eine Silhouette konnte ich nie ausmachen.

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Predator Week – AVP

ava-1190Noch bevor der zweite Predator in die Kinos kam, kam jemand auf die glorreiche Idee, die Predators einfach mal gegen die Xenomorphs kämpfen zu lassen. Diverse Comics und Videospiele später, nachdem beide Serien auf der Leinwand eingegangen waren, kam die Idee dann auch aufs Celluloid.

In der Antarktis entdeckt ein Satellit eine Wärmequelle, die von einer Pyramide unterm Eis stammt, in der sich afrikanischer, südamerikanischer und asiatischer Pyramidenbau sowie Sprachen vereinen. Also wird ein Expeditionsteam von Weyland Ent. zusammengestellt, auf das der sterbende Chef seinen Stempel in der Welt hinterlassen kann. Stellt sich raus, die Predators haben die Erste Zivilisation besucht, denen eine Pyramide gebaut und dann alle hundert Jahre darinnen ein paar Xenomorphs umgebracht, als Mannwerdungsritus. Und unser Forscherteam ist jetzt genau in einem solchen drin.

Die wichtigste Regel, wenn man Alien vs. Predator schaut: Absolut und überhaupt nicht nachdenken. Nada. Dass dies beispielsweise überhaupt nicht in die etablierten Serien hineinpasst, nicht erst, seitdem Promotheus acht Jahre später klarstellt, dass es zu dieser Zeit noch gar keine Xenomorphs geben kann. Oder all der Blödsinn mit der Ersten Zivilisation und warum sich die Predators überhaupt die Mühe machen würden. Warum das überhaupt hier auf der Erde stattfinden muss. Zu denken führt nur dazu, dass man schnell überhaupt nichts mehr mitbekommt von dem, was da passiert, weil man sich an einer Logiklücke nach der anderen festhängt.

So sehr der Film nämlich ungeliebt ist, so wenig kann ich ihn wirklich schlecht finden. Ich mein, er ist nicht wirklich gut. Aber er unterhält gut genug. Es hätte von mir aus ein wenig mehr Predator auf Alien Action geben können, wenn man mal den Titel bedenkt, immerhin verbringt der Film einen Großteil seiner Zeit damit, die kreuzdämlichen Handlungsgrundlagen zu legen. Dennoch bleibt’s kurzweilig und ich mag, dass es wie bei Alien eine starke, weibliche Hauptrolle gibt, sowie der Film zumindest nicht das Klischee bedient, dass der Chef von Weyland fies ist und mehr über die Situation weiß, als er zugibt. Mich stört’s auch nicht so sehr, dass der Film weniger brutal ist, als die beiden Franchises, die er zusammenfügt, selbst in der Unrated, die eh nur schon bestehenden Szenen extrem künstlich aussehendes CG-Blut einfügt.

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