Shark Week – Sharknado 6

Nach sechs Jahren war es also an der Zeit Sharknado ein Ende zu setzen. Jeden Sommer zur Shark Week im TV gestartet, fand sich der sechste Film als The Last Sharknado: It’s About Time auf den Bildschirmen wieder. Passt aber auch, immerhin ist das Original auf dem Höhepunkt der Zeiten für dumm-trashige Billo-Haifilme gestartet, welche seit ein paar Jahren auch schon wieder vorüber ist.

Im fünften Film ist übrigens die Welt untergegangen. Nur Hauptcharakter Fin hatte überlebt. Aber sein Zeitreisender Sohn hat ihn ebenfalls auf Zeitreise geschickt, um die Sharknados für immer auszuschalten, und damit die Zeitlinie wieder geradezubiegen. Wir starten Sharknado 6 also in der Vergangenheit. Und finden heraus, dass der Sohn so ziemlich jeden mehr oder weniger wichtigen Charakter der Franchise, der gestorben war, gerettet und auch in unterschiedlichen Zeitzonen untergebracht hat.

Das Team reitet also mal einen Flugsaurier durch die prähistorische Zeit, zieht für Merlin Exkalibur aus dem Stein, hilft Amerika im Unabhängkeitskrieg, trifft im Wilden Westen auf Billy the Kid, tanzt in den 60er Jahren am Strand „den Hai“, oder findet sich in einer Horrorzukunft wieder, die ausschließtlich von Tara-Reid-Klonen bevölkert ist. Zusammenhänge? Ja man springt halt überall hin, wo Sharknados auftauchen, um die aufzuhalten, bis man irgendwann den allerersten in 2013 hinter sich hat und alles dann irgendwie nie geschehen ist. Zumindest nachdem man dem Endboss Tara Reid gegenüberstand, die in einem Raum und Zeit kollabierenden Sharknado vom Roboterkopf einer anderen Tara Reid gelasert wird, während wichtige Persönlichkeiten (oder schlechte Schauspieler in noch schlechteren Kostümen, die signifikierende One Liner produzieren) um sie herumwirbeln.

Mein größtes Problem mit diesen Billo-Trash-Filmen ist ja immer, dass sie zu lang sind. Selbst diejenigen, die nicht einfach nur peinlich sind, sondern tatsächlich Unterhaltungsfaktor bieten, darunter zuvorderst die vorigen Sharkandos, wären alle dennoch verbessert, wenn man die 80 Minuten in 50 zusammengerafft hätte. Der letzte Sharknado ist auch nicht kürzer. Aber er hilft sich dadurch aus, dass er episodischer ist. Wenn alle 15 bis 20 Minuten eine neue Epoche beginnt, dann bringt das schon bitter nötige Kurzweil in eine Reihe, die eh schon seit mindestens drei Filmen ausgelutscht ist.

Das nichts hier Sinn ergibt, Budget für mehr statt bessere Effekte ausgegeben wird, Tara Reid nie schauspielern gelernt hat, Dialoge wie Motivationen von Charakteren absolut hirnverbrannt sind. Ja all das sollte im Prinzip eh erwartet werden, wenn man in so einen Film geht, und schon allenvoran in den sechsten in Folge. Man sollte hierbei nicht nur das Hirn abschalten, ich glaube als Schutzreaktion schaltet sich das automatisch ab. Spätestens dann, wenn der Film einen die Artus-Legende als echte Historie verkaufen will, und die herrlich chargierende Drag Queen dort ohne wirklichen Grund ständig ins Bild springt.

Für viel dummen Unterhaltsungswert ist also gesorgt. Wurde aber auch Zeit. Bestenfalls noch in Gruppe geschaut, dann ist das eh eine wahre Gaudi.

Shark Week VI – Sharknado 5

Wie bereits erwähnt habe ich Aufholbedarf in sich jährlich vermehrenden Sharknado-Franchise, und deswegen legen wir diesmal gleich noch den nächsten hinterher und beschauen uns nach Sharknado: The 4th Awakens auch noch Sharknado 5: Global Swarming.

Im Sinne immer etwas größer und dämlicher sein zu müssen, findet die wieder in die Franchise zurückgekehrte Nova nun Ruinen einer untergegangenen Zivilisation, die wiedergeben, dass es schon immer zu Sharknados gekommen ist, und damals ein Mittel gegen sie gefunden wurde – und das gerade unter Stonehenge! Kaum ist das Artefakt mit Hilfe von Fin geborgen, kommt es auch prompt zu den nächsten Haiwinden.

Und der nimmt direkten Kurs auf London, wo April mit dem Sohn der beiden auf Fin wartet, um bei der NATO eine Rede oder was auch immer zu halten. Dummerweise wird der Sohn in den Sharknado gezogen, wo er weniger einen Haibezahnten Tod stirbt, und vielmehr dank eines Vortex in der Mitte mitsamt Haisturm von einem Ort der Welt zum nächsten teleportiert. April, Fin und Nova dem ab nun auf den Fersen, da das Artefakt den Sturm jederzeit heraufbeschwören kann, um Sohn und Menschheit zu retten.

Jep, die Haistürme sind nur altertümliche Vorrichtungen, um sich um den ganzen Planeten zu beamen. Warum es dafür eines Sturmes voller Meereskarnivoren benötigt, sei mal dahingestellt. Ist zumindest eine gute Ausrede, um die Hauptcharaktere diesmal halbwegs sinnig von einer Stadt der Welt in die nächste zu bringen, damit sich die zu zerstörende Szenerie abwechseln kann, während zudem noch mehr weltweite „Star“-Cameos untergebracht werden können.

Sharknado 5 war mir dabei auch tatsächlich gefälliger, als das der vorige Tiefpunkt der Franchise noch gewesen war. Natürlich scheinen viele Szenen noch darauf entstanden zu sein, dass man den Cameo zuerst klargemacht hatte, und dann eine Möglichkeit in den Film schreiben musste, um denjenigen auch zeigen zu können, doch diesmal ergeben sie schon ein organischeres Ganzes, statt absolut mit der Brechstange forciert zu wirken. Die Referenz-Sprüche sind ebenfalls natürlich immer noch weit davon entfernt sonderlich clever zu sein, wenn beispielsweise NATO-Vorsitzende Nichelle ‚Uhura‘ Nichols zu Fin meint „you’ve gone where no man has gone before“, aber scheinen diesmal zum einen tatsächlich zumindest halbwegs zum Geschehen zu passen, statt aus dem Nichts zu kommen, und sie werden zumindest nicht komplett für Einzeller verständlich gemacht.

Dennoch nimmt sich der Film für meinen Geschmack erneut etwas zu ernst. Wenn man das denn so sagen kann, dass ein komplett blöder Film mit dem Titel Sharknado, schlechtem Schauspiel, schlechten Effekten, größenwahnsinnigen Ideen und einer Barrage an populärkulturellen Referenzen, sich ernst nehmen kann.

Die ersten 20 Minuten bis zu der Titelsequenz (die eh wesentlich verspielter ist als der ganze Rest des Streifens) haben mir nämlich besser gelegen als die restliche Stunde. Einfach nur übertrieben blödes und sich nicht ernst nehmendes Indiana-Jones-en unter Stonehenge und die Fin-Familie im Kampf mit einem Sharknado, der inflationär mit CG-Haien und deren Opfern um sich wirft. Wenn der Film nach der Titelsequenz Drama unterbringen will, wenn April auseinanderfällt und neu getuned werden muss, wenn der Sohn verloren scheint, wenn sich Fin und Nova in die Haare kommen, dann zieht das für mich nicht. Und am Ende sind dann plötzlich fast alle tot und die Welt ist der Hainado-Apokalypse anheimgefallen, und der letzte Überlebende Fin trifft auf seinen Mad-Max-Sohn, der ihn zurück in die Zukunft bringen will, um dies im finalen sechsten Sharknado rückgängig zu machen. Blöder Einfall, aber vom Film überraschend ernst rübergebracht, und ich war raus.

Sharknado funktioniert nämlich eben nur dann, wenn die blöden Einfälle überspitzt dargeboten werden, und der Film augenzwinkert zeigt, dass er Self Aware ist, wie blöd er ist. Das gibt es in Sharknado 5 endlich mal wieder, aber mit voranschreitenden Spielzeit halt eben zunehmend weniger, was ihn auch zunehmend lahmer macht. Niemand wird sich je für die Story oder die Charaktermomente in einem Sharknado interessieren, aber die Franchise scheint das ein wenig vergessen zu haben. Und 90 Minuten hätten die Filme sowieso nie gehen müssen.

Shark Week VI – Sharknado 4

Da ich ein Jahr mit meinen Shark Weeks übersprungen habe, gibt es auch reichlich Aufholbedarf was die Franchise Sharknado angeht, die ja angeblich dieses Jahr ihren letzten Eintrag erhalten soll. Sechs Filme in sechs aufeinander folgenden Jahren sollte auch wirklich genug sein. Nicht, dass ich dem bereits trauen würde, persönlich gehe ich voll und ganz davon aus, dass wir 2020 einen Reboot sehen werden.

Sharknado: The 4th Awakens macht auch ziemlich klar, in welchem Jahr er erschienen ist, mehr oder weniger, denn genau genommen ist der bereits in Jahr vor der siebten Episode von Star Wars gelaufen. Das erklärt eventuell auch, warum er gerade mal so gar nichts mit ihm zu tun hat. Der Kontext-Text, der einem zu Beginn erklärt, was zwischen dem dritten und vierten Film geschehen ist, da man einen Time Skip von 5 Jahren hinlegt, ist in Star-Wars-Manier. Außerdem bekommt Roboter-Tara-Reid ein Lightsaber-Upgrade, welches sie aber nie zur Haibekämpfung einsetzen wird. Ansonsten ist der Untertitel von Sharknado 4 nur Schall und Rauch, statt wirklich sinnig zum Film zu gehören.

Was ein durchgehendes Problem ist, aber gehen wir doch zunächst mal auf die Story-Basics ein: Es sind fünf Jahre seit dem letzten Filmes vergangen, und die Firma Astro-X (die überraschend keine Evil Corp ist) hat überall Stationen aufgestellt, die Sharknados bereits zerstören, bevor sie richtig aufkommen können. Fins Vater ist aus dem All gerettet worden und arbeitet mit Fins Tochter für Astro X. Fin selbst hat eine Farm in Kansas, ums über den Tod von April hinweg zu kommen. Die lebt aber noch, als Roboter von ihrem Vater wieder zusammengewerkelt, in einem Geheimlabor. Und dann kommen doch neue Sharknados auf, die nicht abgefangen werden können, weil sie nicht auf Wasser basieren, sondern Sandteufel mit Haien drin sind etc.

Dass April wieder dabei ist, halte ich dabei für keinen sonderlichen Spoiler an dieser Stelle. Klar blieb deren Schicksal am Ende des letzten Filmes offen und es durfte per Twitter gevotet werden, ob sie wieder mit dabei sein wird oder nicht. Doch wurde ja bereits im Vorfeld angekündigt, dass Tara Reid erneut unter Vertrag ist, sie prangert auf dem Poster, und obwohl die ersten 20 Minuten des Filmes es so erscheinen lassen, als wäre sie wirklich von uns gegangen, benennt die anschließenden Titelsequenz sie bereits als zweiten Akteur nach Ian Ziering, noch bevor wir sie wirklich im Film zu sehen bekommen.

Der vierte Sharknado war für mich einfach unglaublich… anstrengend. Wenn einer dieser Berufs-Streamer, die permanent irgendwelchen unzusammenhängenden Nonsens vor sich hin brabbeln, um die tote Luft zu füllen, und eine forcierte Referenz nach der anderen für Witze mit Pointe subsidieren, zu einem Film geworden wäre, käme Sharknado: The 4th Awakens dabei heraus. Denn die Handlung an sich ist eigentlich ziemlich mau. Es kommt halt zu neuen Sharknados, Fin und seine Family werden von jenen fast gejagt wie die Familie in Jaws von den Haien, also müssen sie es notgedrungen via der üblichen Kettensägen mit denen aufnehmen, bis dann am Ende wieder alles gut ist.

Den Großteil der Spielzeit scheint der Film stattdessen nämlich mit Cameos zu füllen. War ja schon immer so, dass die Sharknado-Filme irgendwelche Reality-TV-Sternchen und gealterte Promis von Anno Dazumal unter Vertrag genommen haben, um sie mal kurz ins Bild zu halten. Aber so viel wie hier kam es mir noch nie vor. Die meisten Lokalitäten und Szenen scheinen weniger im Film zu sein, weil sie dafür einen Zweck erfüllen, sondern weil dadurch innerhalb kürzester Zeit diese Mini-Szenen mit mehr oder weniger bekannten Gesichtern gefüllt werden konnten. Das ganze häufig nicht mal mit einem Witz an ihren Cameo gebunden, sondern wirklich als reines „kennste den noch?“ ins Bild gehalten. Und wenn doch mal ein Witz dabei ist, glaubt der Film nicht wirklich, dass man den versteht. Wenn Fin beispielsweise in Texas eine Kettensäge kauft, und die Verkäuferin meint, ihr Cousin würde die immer benutzen, um nervige Teens vom Grundstück zu vertreiben, blendet die Kamera auf einen Schauspieler aus den Texas Chainsaw Massacres um. Nette Idee, meinen Goodwill verliert er dann aber wieder, und bekommt stattdessen ein Augenrollen geschenkt, wenn in der nächsten Szene beide vors Haus rennen, um Haie mit Kettensägen zu malträtieren, zum Ruf „Es wäre nicht Texas ohne ein Kettensägen-Massaker“.

Die Referenzen hören bei Z-Promis allerdings längst nicht auf. Die Dialoge im Film sind nur so gespickt mit mehr oder weniger erinnerungswürdigen One-Linern und Meme-Potential aus anderen Filmen. Come with me, if you want to live. We are not in Kansas anymore. Und viel zu viele mehr. Jedoch erneut das gleiche Problem: Quantität statt Qualität. Alles ist so halbherzig ins Script verballert, dass es jeglicher Pointe fehlt, sondern es ist erneut reines „kennste den Spruch?“. Das ist nicht nur in seiner Zusammenhangslosigkeit nicht witzig, sondern in der Densität auch absolut anstrengend. Eben auch bereits symptomatisch im Untertitel des Filmes behaftet, der ja Star Wars „parodiert“, daraus wie eingangs erwähnt aber absolut nichts macht.

Und das war einfach so wirklich der Film rundum für mich. Da mag noch so viel brachial geschehen. Noch so häufig ein neuer stumpfsinniger XYZ-Nado im Film auftauchen. Der Film noch so schnell durch Szenen und Lokalitäten hetzen. Mechs und Roboter integriert werden. Wenn das alles so ein zusammenhangsloser Brei ist, der nie wirklich humorig sein kann, weil er eben keine echten Witze sondern nur flaue Referenzen bietet, dann ist das einfach irgendwo anstrengen, nervig und absolut nicht unterhaltsam. Vielleicht ist die Luft auch einfach raus aus der Franchise.

Shark Week V – Mega Shark vs Kolossus

ava-2025Sharknado ist nicht der einzige Asylum-/SyFy-Trash, der gemolken wird, bis die Milch austrocknet. Sharktopus hat in 2014 und 2015 jeweils schnell ein Sequel nachgereicht bekommen, und auch Mega Shark läuft weiterhin. Nach vs Giant Octopus in 2009 und vs Crocosaurus in 2010 erwachte er erneut aus seinem Schlummer für vs Mecha Shark in 2014 und vs Kolossus in 2015.

Okay, also, es gibt mal wieder einen neuen Megalodon, obwohl das Militär dachte alle ausgerottet zu haben, weil sie jegliches Eis auf der Erde nach weiteren abgesucht haben. Ok. Aber der aus dem letzten Film hat sich vorher asexuell selbstbefruchtet, und aus dem Ei ist halt ein neuer geschlüpft. Und der greift jetzt wild um sich Schiffe an. Ach ja, und die Welt ist was Ökonomie und Regierung angeht am Auseinanderbrechen, zumindest wird uns das in den ersten Minuten gesagt, bis der Film es dann für den Rest vergisst. Ein Apex-Prädator in den Meeren zu haben hat echt enorme weltweite Auswirkungen in diesen Filmen.

Aber der Megalodon ist nicht unser einziges Problem, irgendwo in der ehemaligen UDSSR gab es einen Kampf-Koloss, der auf einer Super-Duper-Energiequelle, die eigentlich das Leben der Menschen im Ostblock erleichtern sollte statt für Massenzerstörungswaffen eingesetzt zu werden, läuft, und beim Handel damit wiedererweckt wird.

Und irgendwie haben wir jetzt zwei Geschichten, eine mit zwei Wissenschaftler mit der üblichen Schoße, dass einer den Megalodon ausschalten, die andere ihn allerdings nur fangen und studieren will. Ein reicher Definitiv-Bösewicht unterstützt sie mit viel Hightech, während der männliche Wissenschaftler beim Militär abhängt, mit einem zu ziemlich vielen Opfern bereiten Anführer. Und auf der andren Seite haben wir eine Superagentin, die dem Energiehandel einen Riegel vorschieben sollte, und sich zu Recht für die Reaktivierung des Titans verantwortlich fühlt, und nun einen Weg findet den aufzuhalten.

Irgendwann in den 85 Minuten kloppen sich die beiden Viecher auch sogar mal für so 2 davon, aber die meiste Zeit lassen sie sich ziemlich in Ruhe, genau genommen ist der Attack on Titan ziemlich nebensächlich, es geht wesentlich mehr um den Mega Shark hier im Film, wahrscheinlich weil Asylum sich mit jener Thematik im mittlerweile vierten Film besser auskennt, denn vom Plot her hat sich mal wieder nicht wahnsinnig viel geändert.

Aber das ist ja auch egal, Mega Shark vs. Kolossus ist mittlerweile der wohl unterhaltsamste der Mega Sharks, die sowieso erst ab dem vorigen Teil vs Mecha Shark schaubar geworden sind. Das Schauspiel ist durch die Bank weg immerhin passabel, das Ding ist relativ ernst aufgezogen sich aber seiner eigenen Dummheit dabei voll bewusst (was dem Vorgänger etwas abging), und es kommt zu reichlich Action mehr oder minder nonstop. Lässt sich gut ertragen der Film, auch wenn er eben was an Logik und Handlungsstruktur angeht auf wackeligen Beinen steht, und die Effekte gewohnt unter aller Sau sind, aber mit anderen Erwartungen geht man in diese Filme auch gar nicht rein.

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Shark Week V – Sharknado 3

ava-2023SyFy zeigt nicht nur jedes Jahr im Sommer Monsterhai-Filme, sondern hat seit vier Jahren auch die Tradition, zu jener Zeit einen neuen Sharknado im TV zu zeigen, nachdem der erste Teil ein echter Überraschungshit war. Somit ist die Franchise dieses Jahr schon beim vierten Film angekommen, statt einen zu überspringen, hab ich mir aber natürlich dennoch erst Mal letztjährigen Eintrag Sharknado 3: Oh Hell No! reingezogen.

Ich mein, SyFy und Asylum sind schon nicht dumm. Sharknado ist sicherlich keine Franchise mit Prestige oder Langzeitwert, von daher spricht hier im Gegensatz zu eventuell manch anderer kaputt-sequelierten Reihe wenig dagegen, die Dinger jährlich rauszuhauen, solange das Eisen heiß ist. Irgendwann müssen den Leuten doch mal die trashigen Z-Haifilme zum Halse raushängen. Also jährlich ein Sharknado, also schnell ein Spiel, eine Doku und mit Lavantula (Lava + Tarantula) eine Zweitfranchise schaffen. Und schnell erkannt, dass diese Filme hauptsächlich davon leben, diesen Blödsinn betrunken mit Freunden zu schauen oder alternativ im Internetzeitalter live zu tweeten. Deswegen binden sie auch gern die Zuschauer ein, der Untertitel des zweiten Teiles wurde vom Publikum entschieden, und ob der Charakter von Tara Reid das Finale von Sharknado 3 überleben wird, darüber durfte auch abgestimmt werden – wer wissen will, ob er zur Mehrheit gehört, muss bei Sharknado: The 4th Awakens erneut einschalten.

Und immerhin, dadurch das Sharknado genau auf das richtige Zielpublikum ausgerichtet doch ein größeres Ereignis war und immer noch ist, als der Groß ähnlicher Z-Monster-Trash-Filme, haben die Filme auch ein gewisses höheres Budget. Natürlich sind sie immer noch schlecht geschauspielert, das gehört sowieso zum Konzept, und so wirklich gute Akteure kauft man sich halt nicht ein, aber eben doch viele mehr-oder-minder-bekannte Gesichter. Wer zumindest schon ein wenig älter ist, wird viele Deja-vus erleben, allerdings zu so einigen Gesichtern wahrscheinlich nicht wirklich den Namen auf der Zunge haben, weil viele eben früher mal eine Karriere hatten… so vor 10-20 Jahren… und auch das nur im TV. Neben einer Tara Reid, die ja sogar kurzzeitig in Kinofilmen zu sehen war, haben wir eben so Leute wie Ian Ziering aus dem Original Beverly Hills 90210, oder Frankie „Malcom Mittendrin“ Muniz, die sich für nichts zu schade seiende Kultfigur David Hasselhoff, 5 Sekunden einen George R.R. Martin, sogar noch kürzer ins Bild gehalten unseren SchleFaZ Oliver Kalkove, und gefühlt weitere 2 Dutzend Ehemals- bis Auch-jetzt-noch-C-Promis, die hauptsächlich kurz ins Bild gehalten werden, wenn sie ganz viel Glück haben sogar noch ein paar Sätze haben und sogar mehrere Minuten Screentime bekommen, bevor sie von einem Hai umgeflogen und gefressen werden.

Und auch mehr Budget für FX haben wir. Nein, auch hier sieht weiterhin alles schrecklich dilettantisch aus, erneut wahrscheinlich auch einfach ein Stück weit beabsichtigt, aber selbst ein Sharknado ist halt noch eine SyFy/Asyulum-Produktion, und da bedeutet „vergleichsweise hohes Budget“ immer noch nicht so sehr viel. Dafür verteilt man es statt auf Qualität eben auf Quantität. Es vergehen keine zehn Minuten im Film, ohne dass ein Sharknado in die aktuelle Kulisse kracht, Gebäude zerstört werden, und es Menschenfresser-Fische regnet. Alles schlechtes CG, inklusive des Blutes, und alle Opfer fallen im Prinzip unmotiviert auf den Rücken, und jemand hat halbherzig nen CG-Hai nachträglich draufgeklatscht, statt das dies hier wirklich physikalisch, brachial, eben nach Einschlag wirken würde. Aber man bekommt schon viel Wind und Hai in der Haiwindhose geboten.

Eine Geschichte hat das Ding natürlich auch, dafür interessiert sich zwar keiner, und das auch nicht so wirklich die Schreiber, aber theoretisch ist sie da. Man hat sich halt von Jaws inspirieren lassen. Insofern als das die Sharknados tatsächlich die immer Lebend herauskommende Familie Shepard zu stalken scheinen. Die sind diesmal übers Land verteilt – Fin bekommt in Washington vom Präsidenten eine goldene Kettensäge für seine Sharknado-Abwehr-Heldendienste geschenkt, seine Tochter ist im Universal Park (der Film nimmt sich natürlich die Gelegenheit, sowohl deren Twister– wie Jaws-Attraktion ins Bild zu halten), während der schwangere Charakter von Tara Reid wieder woanders in einem Cafe nicht-schauspielert. Und überall tauchen prompt Sharknados auf, bis Fin sogar mit seinem Don’t hassel the Hoff Vater in den Weltraum fliegen muss, um sie diesmal aufzuhalten. Inklusive Haien im All versteht sich, noch nicht mal dort ist man mehr vor Sharknados sicher.

Und das ganze ist gewohnt übertrieben, gewohnt self aware mit einigen sogar recht amüsanten Sprüchen, gewollt trashig, diesmal noch ein wenig unzusammenhängender als zuvor, aber irgendwo Laune macht auch der dritte Sharknado. Auch wenn man manchmal sich dabei erwischt, abgeschaltet und kaum was mitbekommen zu haben, was in der letzten Szene geschehen ist. Ist bei so einem Film nicht weiter wild, zeigt aber, dass man das ganze Spektakel doch langsam etwas überdrüssig wird.

Aber vormachen tue ich mir nichts, Sharknado: The 4th Awakens werd ich mir auch sicherlich irgendwann noch reinziehen. Ich hoffe nur mal, alle haben schön brav #AprilDies gehashtagged, als das noch ging. Denn Tara Reid hat sich mal wieder entschieden so zu schauspielern, wie in allen Filmen seit American Pie: Nämlich gar nicht. Andere „Stars“ mögen schlechte Schauspieler sein, aber Frau Reid versucht es irgendwie gar nie erst. Sie nuschelt ihre Sätze in einer Monotonie dahin, es ist echt erschreckend. Sharknado ohne Tara Reid wäre gleich noch ein Stück besser.

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Shark Week III – Sharknado 2

ava-1651Nach dem Sharknado in LA sind Fin und seine Ex-Frau April richtig berühmt geworden. Sie hat ein Buch geschrieben, er ist der Held des Tages, der alle gerettet hat. Und auf dem Flug zu einer Signierstunde und Familienzusammenkunft in New York kann er direkt erneut den Held spielen, denn das Flugzeug kommt doch direkt in den nächsten Haisturm! Haie überall, die in die Fluggäste und den Kapitän propellert werden, weswegen Surferboy Fin zeigen kann, dass er doch tatsächlich einen großen Passagierflieger sicher inmitten eines Sturmes voller Meerestiere landen kann.

Glücklicherweise verliert April dabei eine Hand, was dazu führt das Tara Reid dankenswerterweise nicht so viel im Film „schauspielern“ kann, sondern für den Mittelteil ins Krankenhaus abgeschoben wird. Außerdem kann sie im Finale, wenn überall Haie auf New York niederprasseln, die Bevölkerung mit Kettensägen, Baseballschlägern, Molotov-Cocktails zurückkämpft, vor dem abgetrennten Kopf der Freiheitsstatue geflohen werden muss, dadurch mit einem improvisierten Kreissägen-Arm antreten.

The Asylum ist über die Jahre wirklich weit gekommen. Nicht in Qualität versteht sich, aber was das Budget angeht. Natürlich ist immer noch alles extrem low budget anzusehen, aber es gibt schon einen Unterschied zwischen den ersten Filmen wie Mega Shark vs. Giant Octopus, wo man selbst die billigen CG-Tiere nur für gut 2 Minuten der 100 Minuten Laufzeit zu sehen bekommt, gegenüber den aktuelleren Streifen, bei denen der Einsatz von CG fast genauso schlecht aussieht, aber es immerhin viel mehr davon gibt. Zu lang für was sie sind finde ich die Filme zwar meist immer noch, sogar den ersten Sharknado – deren bis dato wohl bestes Output – aber es ist immerhin schon mal voller Action und Hai-Sichtungen, trotz dem vergleichsweise immer noch Taschengeld-Budget von 1-2 Millionen.

Aber Sharknado war dank der modernen Internet-Kultur, in dem jeder besonders sein und als erster das kräzi Zeug entdecken will, ein enormer Hit geworden, und so war Sharknado 2: The Second One (ugh, der furchtbare Titel war btw ein Voting, um mal zu zeigen, was jene Internet-Kultur für witzig hält) ein ziemlich groß aufgezogenes Ereignis, mit gefühlt 300 Cameos von US-C-Promis bestückt, Sharknado 3 ist bereits für nächstes Jahr angekündigt.

Und tatsächlich ist Sharknado 2 der erste Asylum-Film, der für mich keinerlei Längen hatte, obwohl er die üblichen 90 Minuten einnimmt. Er bekommt die für mich richtige Balance hin ziemlich dämlich und over the top zu sein, ohne dabei ständig mit einem übertrieben-nervigen Augenzwinkern das Publikum mit der Nase draufzustoßen, wie bewusst dämlich man doch hier ist. Es gibt nur sehr wenig Downtime, sondern ständig fliegt jemandem ein Hai um den Kopf, oder die kleine Familie flieht, oder bereitet sich auf einen Gegenschlag vor. Extrem dämliche, aber auch ziemlich gute Unterhaltung – wenn man mit diesem Trash was anfangen kann.

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Shark Week III – Mega Shark vs Mecha Shark

ava-1649Hach, unsere lieben Freunde von The Asylum. Ohne sie wären wir jedes Jahr um 365 Monster-Trash-Filme ärmer. Das die alle nicht gut sind versteht sich von selbst, ist immerhin auch nicht deren Ziel. Das sie zum Großteil einfach nur langweilig sind, ist da schon das größere Verbrechen. Mal sehen wie es ums dritte Outing des Mega Sharks steht, nachdem er den Giant Octopus und den Crocosaurus hinter sich gelassen hat, um nun gegen seine Mecha-Version um Australien zu kämpfen!

Ok, jemand verschifft also einen Megalodon im Eisblock gen Ägypten und ist dann ganz überrascht, als das Eis langsam dahin schmilzt und das Vieh entkommen kann. So ein prähistorischer Killerfisch ist nun natürlich sofort darauf getrimmt Menschen zu terrorisieren, in dem er jedes Schiff versenkt, das er sieht, sogar Flugzeugen entgegen springt, und letztendlich auch Ölplattformen vernichtet. Man muss ja ein wenig Spaß haben, während der Urtrieb einen gen Australien zum Vermehren treibt (weil in 2 Millionen Jahren sich weder die tektonischen Platten noch Meeresströme verändert haben).

Aber das US-Militär hat hier schon längst seine Geheimwaffe gebaut. Ähnlich wie bei Godzilla gibt es nur eine logische Methode ein Riesenungeheuer zu bekämpfen, wenn einem keine eigenen Riesenungeheuer zur Seite stehen: Man baut sich eines! Mecha-Megalodon wird also losgeschickt, um Echt-Megalodon zu bekämpfen, gesteuert von Rosie und der KI Nero, auch wenn Rosies Freund Jack noch nicht alle Kinks aus dem neuen Mecha-Megalodon entfernt hat. Aber wann hat schon je in Fiktion eine von einer KI gesteuerte Kampfmaschine sich selbstständig gemacht und gegen die eigene Erschaffer gerichtet?

Ok, Asylum macht eigentlich zwei Arten von Filmen: Witzig-dämlich oder einfach nur doof-dämlich. Meist ist es letzeres, die wenigen Filme unter erster Kathegorie scheinen eher zufällig zu geschehen. Aber wenn man 7 uninspirierte CG-Monsterstreifen für Lau pro Woche raushauen muss, kann man wohl eher keine Ambition erwarten.

Mega Shark versus Mecha Shark hingegen ist… keines von beiden so richtig. Ich mein mit Logik darf man ihm nicht kommen, was Geschichte oder Pseudo-Wissenschaft angeht. Aber er nimmt sich dann eben doch so ernst, und ist dabei auch nicht wirklich unfreiwillig komisch, als das da wirklich nicht viel dämlich dran ist, weder auf witzige noch inkompetente Art. Ich hab das Gefühl hier wollte jemand wirklich einen ernstzunehmenden Katastrophenfilm machen. Unterstrichen dadurch, dass Rosie eine tragische Vergangenheit bekommt, da sie ihre Tochter verlor und dann dem Alkoholismus anheim fiel, aus dem der Film dann aber irgendwie nichts herausholt, weswegen die Flashbacks etwas deplatziert wirken. Solange man nicht zu viel über die interne Logik nachdenkt, oder sich vom extrem billigen Look ablenken lässt, kann man den Streifen sogar relativ gesehen ernst nehmen. Das ist mir glaub ich sogar etwas gefälliger als die verkrampft auf „guck wie blöd das hier ist, das muss doch witzig sein“ Machwerke, die so häufig diese billigen Trash-Streifen bieten und dann eben doch nicht schaffen so richtig fun zu machen… doch auf der anderen Seite fehlt halt doch etwas der Spaß, trotz für diese Filme recht viel Action, am Kampf Mega Shark vs. Robo Shark. Stattdessen ist der Film einfach etwas zu Standard und unaufregend.

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American Horror Story: Asylum

ava-1222Ich hab mich jetzt also durch die zweite Staffel von American Horror Story geschaut. Wie bereits damals erwähnt, ist jede davon eine eigenständige Handlung mit neuen Charakteren (wobei viele Akteure wiederverwendet werden), die mit der vorigen nichts zu tun hat. Deswegen wohl auch statt Season-Durchnummerierung die Untertitel – Staffel 2 nennt sich Asylum, Staffel 1 hat nachträglich den Untertitel Murder House angehängt bekommen.

Das Ding startet im Hier und Jetzt mit einem frisch verheirateten Paar, das in seinen Flitterwochen die bekanntesten Spukstätten der USA bereist, um darin zu ficken. Das führt sie auch nach Briarcliff, einer ehemaligen Irrenanstalt, deren bekanntester Insasse der Frauenmörder Bloody Face war. Und von dem werden sie prompt im Gemäuer angegriffen.

Cut und plötzlich sind wir in den 60ern bei unserer eigentlichen Haupthandlung, nämlich in der Anstalt, als sie noch von der Kirche als solche genutzt wurde. Eine Reporterin, die Lunte für ihren großen Durchbruch riecht, legt sich, um an Bloody Face zu kommen, mit der Chefnonne der Anstalt an… die prompt ihre Macht ausnutzt, um sie einweisen zu lassen. Bloody Face derweilen beteuert unschuldig zu sein und seine Frau nicht ermordet, sondern an Aliens verloren zu haben.

Die Sache mit der ersten Staffel war die, dass es zwar das Opening a la Marylin Manson Musikvideo hatte und es das ganze Lynch-esque schräge Promomaterial mit der Schwangeren und dem lebenden Latexanzug gab, die Serie an sich dann aber überraschend bodenständig präsentiert und recht gewöhnliche Haunted House/Rosmary’s Baby Geschichte war. Asylum geht nun in die ganz andere Richtung und ist voll und ganz zufrieden damit, batshit insane zu sein.

Wir haben hier also fiese Nonnen; Frauenmörder, die deren Haut als Maske tragen; Aliens; Ghouls; einen Nazidoktor, der Experimente durchführt; Todesengel; Besessene; Exorzismen; Kreuzigungen und natürlich jede Menge Wahnvorstellungen und Blut. American Horror Story: Asylum hat sozusagen für jeden was zu bieten und hakt munter jede Horrorfilmtrope ab, die man auf die Schnelle finden konnte. Das macht die Sache ehrlich gesagt häufig etwas unfokussiert und mag überbordet wirken, man sich dem Gefühl nicht entziehen können, all dies kann nur in einem Trainwreck enden, doch eine unterhaltsame Fahrt ist es allemal, einfach weil einem so viel entgegen geschmissen wird, in der Hoffnung, irgendwas davon bleibt schon hängen.

Und ich war tatsächlich überrascht, bringt die Staffel die Ereignisse doch zu einem runden Ende, statt total aus dem Ruder gelaufen nichts mehr auf die Reihe bringen zu können. Für die letzten 2-3 Folgen geht’s ordentlich vom Gas runter, wirft die ganzen übernatürlichen Spektakel komplett über Bord und präsentiert in ruhigen, geordnetem Ton ein schon fast antiklimaktisches Finale, das doch irgendwie gut passt.

Snow White, Round Three

ava-1157Wenn Schneewittchen 200 Jahre alt wird, ist es mit zwei Hollywood-Blockbustern natürlich noch nicht getan. So gibt es beispielsweise noch einen spanischen Film, einen Direct-to-DVD Horrorfilm und wo wir schon bei trashigen Direct-to-DVDs sind – überraschen sollte es eigentlich nicht, springen sie mit ihren Mockbustern doch auf jeden Trend schnell auf – eine Version von unser aller geliebten Asylum, denen wir so Schmankerl wie Sharktopus oder die Mega Monster zu verdanken haben.

Gesehen haben sie anscheinend den Trailer zu Snow White and the Huntsman (das Asylum-Schneewittchen ist das erste, welches released wurde), denn auch diese Version geht stark Richtung „ich wär so gern Herr der Ringe“. Sprich in die Richtung High Fantasy („Epic“ kann man die hiesige Version schlecht bezeichnen).

Vor langer, langer Zeit ist ein Stern vom Himmel gefallen und hat ein magisches Licht hervorgebracht. Aus jenem wiederum sind die magischen Rassen der Elfen und Drachen entstanden (der Film nennt sie Riesenechsen, aber abgesehen davon, dass sie nicht fliegen oder Feuer spucken, sind’s Drachen). Die böse Königin nun will jene Macht der Flamme für sich und nebenbei, um weiterhin die Schönste zu sein und damit der Prinz sie heiratet, auch das dreist-hübschere Schneewittchen (die eher wie eine Alice aussieht) los werden. Die aber landet bei den Elfen und zieht mit einer Armee von jenen, die gut ein ganzes Dutzend zählen mag, gegen die Dutzendschaft an Schlosswachen, um ihr Reich zurückerobern zu können.

Überraschend ist zunächst, dass Grimm’s Snow White (hätte man gleich Asylum’s Snow White nennen sollen, was hat das schon noch mit dem Grimm-Märchen zu tun) ziemlich undoof ist. Hier bekommt man tatsächlich die Vibes, dass jemand zumindest halbwegs was auf die Beine stellen wollte. Die Sache mit den Filmen von Asylum und warum sie so schlecht sind, ist nämlich nicht mal unbedingt wegen dem Magerbudget oder weil sie schrecklich dämlich sind, nein die Filme sind einfach so unglaublich halbherzig gemacht, so eine faule Angelegenheit. Grimm’s Snow White bringt da etwas mehr Ambition mit, will gar kein blöder Trash sein, sondern ernst genommen werden.

Leider funktioniert er aber dennoch nicht, sondern ist auch hier mal wieder schreckliche Langeweile vorprogrammiert. Einfach weil er so enorm Standard ist. Die nicht ganz so Budget-gesegnete Uminterpretation eines bekannten Stoffes mag zunächst noch an TV-Miniserien a la Tin Man und Alice erinnern, doch Asylums Film fehlt es da einfach an wirklicher Kreativität. Dies hier ist alles so ein Fantasy-Einheitsbrei, so absolut nur Altbekanntes zeigend, dass man schnell jegliches Interesse verliert. Witz und Charme gibt es nicht. Ein Budget auch nicht, ist aber (fast) nie wenigstens billig-unfreiwillig-komisch. Episch sowieso nicht. Grimm’s Snow White ist irgendwie so mal… gar nichts wirklich.

grimmsnow