Predator Week – AVP

ava-1190Noch bevor der zweite Predator in die Kinos kam, kam jemand auf die glorreiche Idee, die Predators einfach mal gegen die Xenomorphs kämpfen zu lassen. Diverse Comics und Videospiele später, nachdem beide Serien auf der Leinwand eingegangen waren, kam die Idee dann auch aufs Celluloid.

In der Antarktis entdeckt ein Satellit eine Wärmequelle, die von einer Pyramide unterm Eis stammt, in der sich afrikanischer, südamerikanischer und asiatischer Pyramidenbau sowie Sprachen vereinen. Also wird ein Expeditionsteam von Weyland Ent. zusammengestellt, auf das der sterbende Chef seinen Stempel in der Welt hinterlassen kann. Stellt sich raus, die Predators haben die Erste Zivilisation besucht, denen eine Pyramide gebaut und dann alle hundert Jahre darinnen ein paar Xenomorphs umgebracht, als Mannwerdungsritus. Und unser Forscherteam ist jetzt genau in einem solchen drin.

Die wichtigste Regel, wenn man Alien vs. Predator schaut: Absolut und überhaupt nicht nachdenken. Nada. Dass dies beispielsweise überhaupt nicht in die etablierten Serien hineinpasst, nicht erst, seitdem Promotheus acht Jahre später klarstellt, dass es zu dieser Zeit noch gar keine Xenomorphs geben kann. Oder all der Blödsinn mit der Ersten Zivilisation und warum sich die Predators überhaupt die Mühe machen würden. Warum das überhaupt hier auf der Erde stattfinden muss. Zu denken führt nur dazu, dass man schnell überhaupt nichts mehr mitbekommt von dem, was da passiert, weil man sich an einer Logiklücke nach der anderen festhängt.

So sehr der Film nämlich ungeliebt ist, so wenig kann ich ihn wirklich schlecht finden. Ich mein, er ist nicht wirklich gut. Aber er unterhält gut genug. Es hätte von mir aus ein wenig mehr Predator auf Alien Action geben können, wenn man mal den Titel bedenkt, immerhin verbringt der Film einen Großteil seiner Zeit damit, die kreuzdämlichen Handlungsgrundlagen zu legen. Dennoch bleibt’s kurzweilig und ich mag, dass es wie bei Alien eine starke, weibliche Hauptrolle gibt, sowie der Film zumindest nicht das Klischee bedient, dass der Chef von Weyland fies ist und mehr über die Situation weiß, als er zugibt. Mich stört’s auch nicht so sehr, dass der Film weniger brutal ist, als die beiden Franchises, die er zusammenfügt, selbst in der Unrated, die eh nur schon bestehenden Szenen extrem künstlich aussehendes CG-Blut einfügt.

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