Black Panther

Als nächstes kommen wir zu Black Panther. Dem MCU-Superheldenfilm, der es schaffte für ganze 7 Oscars nominiert zu werden, und drei davon sogar abzuräumen. Natürlich hauptsächlich in den technischen Kategorien. Ein Gewinn bei Best Picture wäre aber auch nicht ganz nachvollziehbar gewesen.

Vor Ewigkeiten ist im Herzen Afrikas ein Meteorit runtergegangen, der ein Supermetall beinhaltete. Eine dadurch veränderte Pflanze wurde einem Krieger gegeben, damit er zum ersten Black Panther wurde, der vier der fünf Stämme unter sich vereinte und ein geheimes technisches Superimperium mit dem außerirdischen Metall erschuf.

Nachdem in Captain America: Civil War der aktuelle König von Wakanda gestorben ist, welches nach außen hin immer noch vorgibt, ein Dritte-Welt-Land zu sein, wird somit sein Sohn T’Challa zum neuen Staatsoberhaupt des technisch fortgeschrittenen Reiches gewählt. Der als Black Panther erst Mal ins Ausland reist, um einen Schwarzmarkthändler zu stoppen, der das Supermetall verkaufen will, und damit die ganze Scharade Wakandas auffliegen lassen könnte. Der wiederum arbeitet mit Killmonger zusammen, der eigentlich der verschollene Cousin von T’Challa ist, nachdem sein Vater vom ehemaligen König umgebracht wurde, und neben ein wenig Revanche auch im Sinn hat, den Thron für sich einzunehmen, um Wakanda der Welt zu öffnen und mit der fortschrittlichen Technologie zu regieren.

Black Panther ist ähnlich Spider-Man: Homecoming einer jener Filme, bei denen der Superheld seine Kräfte zwar schon hat, aber da es sein erster Alleingang ist, dennoch weitestgehend mit einer Origins-Story übereinstimmt. T’Challa muss halt nicht beweisen, dass er seiner Kräfte würdig ist, sondern seines Thrones. Doch der Rest läuft relativ ähnlich ab. Vielleicht ist es auch deshalb so, dass der Film sich nie lange an seinen Story-Beats oder tiefer Charakterisierung aufhält, und stattdessen immer schnell wieder einen flotten Spruch oder viel eher eine coole Action-Einlage auffährt. Denn das so eine quirlige Sprücheklopferei wie in einem Thor: Rangarok oder einem Guardians of the Galaxy sollte man hier nicht erwarten, sondern hat so mehr den Banter-Standard, der in einen MCU meist vorhanden ist.

Das mag ich fast mögen, sich eben nicht mal wieder an den üblichen Origins-Sachen festhaken, die wir eh leid geworden sind, sondern als reines Action-Feuerwerk halt mal 2 Stunden Popkorn-Kino zu unterhalten. Ist bei Black Panther allerdings fast etwas schade, weil ein paar der interessanten Ansätze eben auch etwas auf der Strecke bleiben, statt die nötige Luft zum Atmen zu bekommen. Zuvorderst ist dabei natürlich der Konflikt, ob Wakanda weiterhin abgeschottet bleiben oder sich der Welt öffnen sollte. Maßgeblich sind es dann auch hauptsächlich die Charaktere, die selten bis gar nicht die sicheren Grenzen des Landes verlassen, die auf die Tradition pochen, abgeschottet zu bleiben. Während jene, die es häufig verlassen, diejenigen sind, die anführen, wie viel Leid in der Welt doch aus dem Weg geräumt werden könnte, wenn Wakanda seine geheime Technologie teilen würde. Natürlich ist historisch aber auch bewiesen, dass eine solche auch für militärische Zwecke missbraucht werden würde. Dieser Konflikt wird immer mal wieder sporadisch von einem Charakter angesprochen, aber so richtig als die zentrale Thematik, die es sicherlich mit ausmachen soll, kommt es nicht rüber.

Was für mich aber auch viel dazu beigetragen hat, dass sich Black Panther etwas vom üblichen Standard abheben konnte, ist einfach der doch wesentlich andere Look des Filmes. Dadurch, dass der Film, von einem Exkurs nach Korea abgesehen, eben hauptsächlich in Wakanda spielt. Das Kostümdesign, aber auch die Architektur, sind deswegen sehr stark von afrikanischen Stämmen und frühen Zivilisationen geprägt. In einer Zusammenkunft aus Futur-Technik und Tribalismus-Tradition. Das hält eben auch einfach optische die Spannung aufrecht.

Damit ist Black Panther einer jener Filme, die während des Schauens super unterhalten, weil er sowohl was aufs Auge gibt, als auch viel rasante Action bietet, einfach ziemlich cool ist. Er wird allerdings auch nicht viel zum Nachdenken bieten, an was sich noch zwei Wochen später erinnert würde. Von den Origins-Stories allerdings sicherlich einer der kurzweiligsten Einträge.

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