[FSS] Destiny Three Fates: Atropos

Es geht in die bisher längste Story Arc unseres Five Star Stories Epos. Die dritte Schicksalsgöttin ist endlich dran in Destiny Three Fates: Atropos. Und füllt in Japan die Bände VI bis VIII, in der englischen Auflage die Nummer 13 bis 20. Das ist schon mehr Holz als die bisherigen.

Wir beginnen… mit einem Märchen, das einem Kind erzählt wird, wobei allerdings auch Sopp/Amaterasu auf seiner Reise auf dem Planeten Both mithört. Über ein mittelalterliches Königreich, welches plötzlich von Dämonen besucht wurde, die ein den dortigen Einwohnern nicht bekanntes Wasser des Lebens haben wollten, und Chaos und Zerstörung herabregnen ließen. Und eine mutige Prinzessin, die das ultimative Opfer ihres eigenen Lebens gab, um die Planeteneier auszubrüten, woraus die fünf Drachengötter von Both schlüpften, die wir ja bereits aus vorigen Bänden kennen. Und deren Anführer, der LED-Drache, hielt das Wasser des Lebens.

Das ist dahingehend wichtig, als dass Sopp auf Both ist, weil der LED-Drache im Prozess des Sterbens und Wiedergebärens ist. Da die Drachen als 4-dimensionale Wesen nicht von dieser Welt sind, sterben sie nämlich nicht wirklich, ihr für die Existenz in dieser Welt erschaffener Körper nach langer Zeit aber dann doch mal, weswegen sie in einer Drachennymphe regenerieren, die dann wieder zu einem vollen Drachen heranwächst. Sopp wurde vom LED-Drachen gerufen. Allerdings ist auch das Mejojo Empire, welches wir ebenfalls bereits aus der vorigen Story kennen, auf Both, weil sie auf das Wasser des Lebens scharf sind. Und nehmen zur Vorsicht den Zivilisten-Bus, in dem Sopp sitzt, unter Beschuss. Der wird dabei tödlich verletzt, sein üblicher Regenerierungsprozess setzt allerdings nicht ein, so dass er nur daliegen und bei vollem Bewusstsein von der Tierwelt des Planeten gefressen werden kann.

Sopps Nahtoderfahrung hat allerdings auch Auswirkungen im Amaterasu Königreich, da er als Imperator derjenige ist, an dessen unerschöpflicher Lebensenergie gewisse Dinge hängen. Beispielsweise beginnt die fliegende Insel, auf der der royale Plast steht, zu sinken. Und bricht die Siegel gewisser in Türme weggesperrter Mirage Knights. Denn nicht jeder Mirage Knight, was die royalen Headdliner von Amaterasu sind, ist zwangsläufig so ein hehrer Ritter, wie sie bisher zum Großteil dargestellt wurden. Viele sind auch einfach verrückte Auftragskiller, die sich Amaterasu zu nutzen macht, aber zum Allgemeinwohl die restliche Zeit über wegsperren muss. Denn das royale Kreuz als Mirage Knight tragen zu dürfen, bedeutet auch, dass sie ohne Sanktionen befürchten zu müssen, töten dürfen. Das führt zu einem Massaker auf der Insel, bei der fast jeder stirbt, bis der goldene Drache sich einmischt und Lachesis zeigt, dass sie die gleichen Kräfte wie Amaterasu geschenkt bekommen hat, mit denen sie selbst Mirage Knight mit Leichtigkeit besiegen kann. Auch wenn diese Kräfte, wie erneut bestätigt wird, verboten sind. Und ganz am Ende taucht auch noch eine Vision einer gigantischen zweiköpfigen Schlangenfrau auf, die voll mysteriös ist und in dieser Storyline nicht erklärt werden wird.

Eine weitere nicht weiter geklärte Erscheinung ist, wenn ein Kronprinz das Chaos ausnutzen will, um den Palast zu übernehmen, aber von den zukünftigen Kindern von Amaterasu und Lachesis zurückgeschreckt wird. Zeit in Five Star Stories läuft halt nicht immer linear ab. Anschließend ist dann auch fast alles wieder gut, denn der goldene Drache belebt die Toten wieder, um sich dafür zu entschuldigen, dass sie Amaterasu vom Palast wegbeordert haben. Welche auf Both von der Drachennymphe des LED-Drachens mit dem Wasser des Lebens wiederbelebt wird. Allerdings noch nicht alle seine Kräfte zurückerlangt. Lachesis schickt den verrückten, aber ihr nun untergebenen, Mirage Knight Shaft mit seiner nur im schrägen Slang redenden Fatima Paltenon und dem geheimen Super-Mech Jagd nach Both, um zu sehen, wie es um Amaterasu steht. Kaiden aus der letzten Storyline schließt sich kurzfristig wieder den Mirage Knights an, wird aber nicht viel in der hiesigen Storyline tun. Außer uns einen Rückblick zu gewähren, der offenbart, dass Ballanche in seine Fatimas alle Kampftricks der Headdliner eingebaut hat, und das es nicht ganz stimmt, dass Fatimas gebärunfähig sind. Selten kommt es doch zur Schwangerschaft, und noch seltener nicht zu einer Fehlgeburt. Aber wenn ein Kind einer Fatima überlebt, ist das etwas ganz Spezielles – implizierend, dass Kaiden ein solches ist, und die Fatima, mit der er auch sexuellen Kontakt hatte, unwissentlich seine Mutter war.

Es dauert tatsächlich bis Band 15, bzw. VII in Japan, bis Atropos überhaupt in der nach ihr benannten Storyline auftaucht. Denn sie ist auf Both und hilft Sopp sich vor den Truppen von Mejojo zu verstecken, die weiterhin die Drachennymphe suchen, welche sich ihm angeschlossen hat. Und ziemlich unerträglichen Slapstick mit sich bringt, um das mal zu erwähnen. Hauptsächlich bringt das einen Fiebertraum des geschwächten Sopps in seine Kindheit mit sich. Das nur aus seiner Mutter ohne Vater geborene Superkind, welches frei zwischen den Geschlechtern wechseln kann, war nämlich für die ersten Jahre ein komatöser Säugling. Bis seine Mutter in seiner Nähe so aufgebracht war, dass seine ungezügelten Kräfte den Hofstaat beinahe ausgelöscht hätten, bis die vier Elementarfeen und Lucifer auftauchten und einschritten. Später hat er als Kind übrigens einen Angreifer, der seine Mutter fast umbrachte, ebenfalls mit Leichtigkeit mit seinen Kräften besiegt, wobei erneut gewarnt wird, dass er diese in diesem Universum eigentlich nicht benutzen darf.

Derweil hat der Söldner Braford mit seiner Ballanche-Fatima Kyo den Unterschlupf von Atropos ausfindig gemacht. Braford ist ein gefallener Headdliner, der nun für Mejojo-Imperium arbeitet. Die beiden liefern sich eine Schlacht mit der den Auger allein steuernden Atropos, die eigentlich überlegen sein müsste, wegen der Kampfunerfahrenheit (sowohl sie als auch der Auger haben hier ihr erstes Mal) allerdings unterliegt. Allerdings wird Kyo ordentlich in Mitleidenschaft gezogen, da Ballanches Fatimas eigentlich eine mentale Sperre haben, die sie nicht gegen Sopp/Amaterasu kämpfen lässt. Deswegen können Sopp und Atropos doch fliehen, während Braford sich kurzzeitig zurückziehen muss.

Bände 17 bis 19 machen zum Großteil die Kämpfe auf Both aus. Denn Truppen des Amaterasu-Reiches sind eingetroffen, um nach ihrem Imperator zu suchen. Während Mejojo immer noch auf der Jagd nach dem Wasser des Lebens der Drachennymphe sind. Beide Fraktionen wissen nicht, warum die andere so an Both interessiert ist, kommen sich allerdings zwangsläufig in die Quere. Das Glück wechselt mehrfach die Seiten. Und die Geschichte zeigt ziemlich die Brutalität für die Bodentruppen, die sich eben keine hehren Duelle in polierten Mechs liefern, sondern von der Kriegsmaschinerie wie Kanonenfutter abgeschlachtet werden, zu desertieren versuchen, mit allem Chaos welches der Krieg so mit sich bringt. Destiny Three Fates: Atropos zeigt so viel nackte Haut und Gore, wie bisher keine vorige Story Arc in den Five Star Stories.

Irgendwann mischen dann aber doch die angekommenen Mortar Headds mit. Und irgendwann trifft auch endlich Shaft im Supermech Jagd ein, dem nur Braford in seinem gewachsen ist, allerdings doch wegen des mentalen Zusammenbruchs von Kyo unterliegt. Der Kommandant der Mejojo-Truppen, der von jenem Kerl besessen ist, der Sopps Mutter angriff, als er ein Kind war, und von jenem dann zerstört wurde, will eine Waffe einsetzen, die zu einem absoluten intergalaktischen Eklat führen würde – wird aber vom Wasser des Lebens, welches die Drachennymphe auf ihn verstreut, ausgemerzt. Nicht, bevor er Shaft allerdings nicht ein Ende setzt, der den Krieg eigentlich für Amaterasu gewonnen hat. Sopp bekommt jetzt, wo alles rum ist, auch endlich seine Kräfte zurück und schlägt Braford zu einem neuen Mirage Knight, auf das seine Kräfte nun dem Amaterasu-Reich zugutekommen. Außerdem bekommen Sopp und Lachesis jeweils eine Hälfte eines seltenen Juwels mit Namen Drachenträne, welche via Schwingungen miteinander kommunizieren, auf dass die beiden selbst bei intergalaktischer Trennung immer wissen werden, wo der andere ist.

Atropos, die für die nach ihr benannte Geschichte eigentlich gar nicht so wichtig ein Charakter war, wird die Bürde auferlegt die Drachennymphe großzuziehen. Als Belohnung dafür nimmt sie ihm das Versprechen ab, sie mit seinem Feuer zu verbrennen, sollte sie jemals ums Ende ihres Daseins bitten. Und dann haben wir einen Flash Forward von den aktuellen 2900er Jahren in die 4100er Jahre. In das Kampfgeschehen der Rebellen gegen das den Joker Cluster übernommen habende Amaterasu-Reich, welches zum Fall der fliegenden Königsinsel führen wird, mit Kämpfen Fatima gegen Fatima, und wo der Drache letztendlich sein Versprechen gegenüber Atropos einlösen wird.

Das war diesmal wirklich viel. Denn nicht nur ist diese Story Arc 1.5 Mal so lang wie die bisher anderen (bzw. sogar das 3-fache von der ersten), sondern es wird auch viel hin und her gesprungen. Zum Teil so sehr, dass die Geschehnisse währen des Lesens teilweise stark fragmentiert wirken, selbst im Vergleich zum vorigen Trafficks. Ich habe das hier dann schon etwas aufgeräumter und entschlackter wiedergegeben. Es ist halt auch so, dass man wieder stark merkt, dass Mamoru Nagano gern designt. Welten, Charakter, Mechs. Deswegen gibt es in diesen Story Arcs häufig auch viel mehr Partizipierende, als das wirklich nötig wäre, während die vielen Namen und Gesichter leicht verwirren können – vor allem wenn dann einige eigentlich wenig bis gar nichts Wichtiges bisher getan haben. Und ganz ehrlich gesagt finde ich werden die Slapstick-Einlagen, jetzt wo die Handlungen immer ernster und brutaler werden, auch zunehmend unpassender.

Deswegen war für mich Destiny Three Fates: Atropos auch insgesamt etwas gemischt zu sehen. Der Anfang mit dem Massaker auf der royalen Königsinsel, das vorangegangene Märchen, oder auch das Ende der Kämpfe und der Ausblick in die Zukunft, waren sehr interessant. Auch dazwischen gab es einige wichtige Exkurse. Doch zogen sich für mich sowohl die Kämpfe als auch die humorigen Kabbeleien zwischen Sopp und der Drachennymphe dazwischen etwas zu sehr.

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